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Was sind Hilfsmittel bzw. Pflegehilfsmittel?


Hilfsmittel sind Produkte, die im Einzelfall notwendig sind, um Menschen mit
einer Erkrankung, Behinderung oder altersbedingten Einschränkungen im
Alltag zu unterstützen.

Dies können bewegliche Hilfsmittel sein, wie z.B. Anziehhilfen, Bade- und
Duschhilfen, Brillen, Gehstöcke, Hörgeräte, Rollatoren oder Rollstühle.

„Hilfsmittel sollen den Erfolg einer Krankenbehandlung sichern, einer


drohenden Behinderung vorbeugen oder eine Behinderung ausgleichen.
(Letztendlich sollen mit ihnen Menschen in ihrer selbständigen Lebensführung
unterstützt werden.

Es gibt zwei Arten von Pflegehilfsmitteln:

● technische Pflegehilfsmittel, z.B. Pflegebett, mobiler Patientenlifter,


Pflegerollstuhl
● zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, z.B. Inkontinenzartikel,
Bettschutzeinlagen, Hygieneartikel, Einmalhandschuhe

Hilfsmittel

Pflegeplan
Pflegeplanung

1 Definition
Die Pflegeplanung beschreibt die strukturierte und zielgerichtete
Vorgehensweise von professionellen Pflegekräften bei der Versorgung
eines pflegebedürftigen Patienten. Bei der Pflegeplanung werden
Pflegediagnosen, Pflegeprobleme, Ressourcen und Pflegemaßnahmen
festgelegt und evaluiert.

Die Pflegeplanung ist Bestandteil des Pflegeprozesses und ein


wesentliches Unterscheidungskriterium der professionellen Pflege von der
Laienpflege.

2 Aufbau der Pflegeplanung

2.1 Sechs-Phasen-Modell nach Fiechter und Meier


Nach dem Sechs-Phasen-Modell nach Fiechter und Meier setzt sich eine
optimale Pflege aus folgenden Elementen zusammen:

● Informationen sammeln (Anamnese)


● Pflegediagnosen stellen
● Pflegeziele festlegen
● Pflegemaßnahmen planen
● Pflegemaßnahmen durchführen
● Pflegemaßnahmen evaluieren

2.2 Aktivitäten des täglichen Lebens


Die 12 Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) nach Liliane Juchli sind ein
Grundkonzept für die Pflegeplanung. Es gliedert alle wichtigen Elemente
des Lebens in 12 Hauptgruppen ein. Die 12 ATLs sind:

● Wach sein und schlafen


● Sich bewegen
● Sich waschen und kleiden
● Essen und Trinken
● Ausscheiden
● Körpertemperatur regulieren
● Atmen
● Für Sicherheit sorgen
● Raum und Zeit gestalten, arbeiten und spielen (sich beschäftigen)
● Kommunizieren
● Sinn finden im Werden, Sein, Vergehen
● Kind, Frau, Mann sein

3 Durchführung
Bei der Erstellung einer Pflegeplanung werden zunächst die
Pflegediagnosen und Pflegeprobleme den Ressourcen gegenüber gestellt.
Dabei werden sowohl aktuelle, als auch potentielle Probleme identifiziert.
Auf dieser Basis wird der Pflegebedarf ermittelt und die Pflegeziele werden
festgelegt. Die Ziele sollten in Fern- oder Nahziele unterteilt werden,
realistisch sein und den SOLL-Zustand beschreiben. Um diese Ziele zu
erreichen, werden konkrete Pflegemaßnahmen (z.B. Körperpflege,
enterale Ernährung, Wundversorgung etc.) festgelegt.

Die nachfolgende Pflege orientiert sich an diesem Plan. Nach einer vorher
festgelegten Zeit werden der Erfolg der Maßnahmen und die
Zielerreichung kontrolliert (Evaluation). Die Pflegeplanung kann
grundsätzlich frei formuliert werden. Dabei ist aber zu beachten, dass die
Formulierungen wertefrei und objektiv bleiben.

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