Sie sind auf Seite 1von 8

PROPHYLAXE

P bedeutet VORSORGE/ VORBEUGUNG -wir möchten die Komplikationen vermeiden oder


verhindern.
Es ist immer leichter und besser Krankheiten und Beschwerden vorzubeugen als zu heilen.
Wenn wir das Risiko erkennen ( Risiko feststellen mit Hilfe einer Skala ) , dann können wir
30-40 % der Komplikationen vermeiden /verhindern.

Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel (ein Thrombus) in einem Blutgefäß oder
im Herzen. Dieser Blutpfropf behindert den Blutstrom, so ist es lebensgefährlich.

Ursachen und Risikofaktoren:


Längere Inaktivität durch Bettlägerigkeit, Lähmungen, einen Beingips
Langes Sitzen /Liegen
Krampfadern
Herzschwäche
Druck auf das Gefäß (Knochenvorsprung, Tumor)
Ganz allgemein erhöht sich das Thromboserisiko mit zunehmendem Alter, bei zu hohem
Körpergewicht, in der Schwangerschaft und im Wochenbett sowie bei Rauchern.

Das Thromboserisiko kann man mit Hilfe der Frowein-Score-Skala feststellen .


Die Patient muss einfache Fragen beantworten ,für Risikos bekommt sie Punkte .
Am Ende kann man feststellen , wie hoch das Thromboserisiko ist :
geringes / mittleres /hohes Risiko

Eine längerfristige Bettlägerigkeit kann eine Thrombose-Erkrankung begünstigen. Daher


bedarf es in der Pflege von hilfsbedürftigen, immobilen Personen einer besonderen
Pflegeplanung für die Thromboseprophylaxe.

Positionierung: dh. die Beine sind höher als das Herz positioniert.
/Der Patient darf nicht aufstehen, man muss seine Beine hoch lagern.
Den Patienten alle 4 Stunden umlagern
Regelmäßige Mobilisation: Durch regelmäßiges Aufstehen und Umhergehen
/Frühmobilisation/oder Bewegungsübungen im Bett mit Unterstützung!
/ Der Patient soll Bewegungsübungen im Bett machen./
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Die Pflegeperson sollte darauf achten, dass der Patient
genügend trinkt. Ausreichend Flüssigkeit verhindert, dass das Blut dicker wird und gerinnt.
/Wichtig ist es, dass der Patient viel trinkt. Die Pflegekraft muss oft Flüssigkeiten (Wasser
und Kräutertee anbieten).
Kompressionstherapie nach Verordnung: Der Pflegende unterstützt den Patienten beim
Anlegen von Kompressionsverbänden oder Thrombose-Strümpfen nach Vorschrift des
Arztes.
/Wenn der Patient schon aufstehen darf, muss Kompressionsstrümpfe tragen./
Medikamentöse Behandlung: Falls dem Patienten Medikamente zur Gerinnungshemmung
verschrieben wurden, erfolgt die Medikamentengabe nach Vorschrift des Arztes zB.Heparin
/ Der Arzt kann gerinnungshemmende Medikamente oder Heparin-Spritze verschreiben/
Eine Sturzprophylaxe ist ein Bündel von Maßnahmen, die einem Sturzrisiko
vorbeugen bzw. es vermeiden.

Ein Sturzrisiko besteht für jeden Menschen.


Unachtsamkeit in alltäglichen Situationen oder sportliche Betätigung können immer wieder
zu Stürzen führen.
Im Alter steigt das Sturzrisiko jedoch beachtlich an. Etwa 30 Prozent der Menschen fallen
ab dem 65. Lebensjahr mindestens einmal pro Jahr.

Schmerzhafte Prellungen, Wunden, Verstauchungen oder Knochenbrüche können


physische Folgen eines Sturzes sein. Doch auch psychische Folgen können den Patienten
schwer zu schaffen machen. So verlieren viele das Vertrauen in ihre eigene Mobilität und
vermeiden aus Angst vor einem Sturz jegliche Bewegung. Die Lebensqualität leidet sehr
stark, weil sich viele Betroffene kaum noch aus dem Haus trauen.

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen zur wirksamen Sturzprophylaxe.


Dazu gehören das Ermitteln und Vermeiden von Risikofaktoren zum Beispiel durch
Wohnraumanpassungen, Übungen zur Senkung der Sturzgefahr oder verschiedene
Mobilitätshilfen.

https://www.pflege-praevention.de/tipps/stuerze-pflegebeduerftige/
Mit steigendem Alter und bei Pflegebedürftigkeit nehmen Risikofaktoren für Stürze zu.
Dazu gehören verringerte Muskelkraft, Sehschwäche, Schlafprobleme und
Tagesmüdigkeit, Inkontinenz und Schwindel.
Zusätzlich beeinflussen äußere Faktoren das Sturzrisiko: schlechte Beleuchtung,
Stolperfallen, eine neue Brille oder eine ungewohnte Umgebung.
Und auch bestimmte Medikamente erhöhen die Gefahr zu stürzen, etwa Mittel gegen
Bluthochdruck, zur Beruhigung und zum Schlafen.
Daneben sind Angst, Unruhe sowie ein gestörter Gleichgewichtssinn insbesondere für
Menschen mit Demenz bedeutsame Sturz-Risikofaktoren. Hinzu kommt: Sie können
Gefahren nicht mehr so gut einschätzen, da ihre Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
beeinträchtigt sind.

Mögliche Folgen von Stürzen sind zum Beispiel Wunden, Prellungen oder Knochenbrüche.
Nach schweren Verletzungen wie einem Oberschenkelhalsbruch steigt auch der
Hilfebedarf. Schlimmstenfalls können die Folgen eines Sturzes sogar zum Tod führen.

Erinnern Sie die pflegebedürftige Person immer wieder daran, wie wichtig Bewegung ist.
Bewegen Sie sich gemeinsam. Gehen Sie nach Möglichkeit regelmäßig an der frischen Luft
spazieren.
Regen Sie zu Bewegungsübungen an.
Es ist wichtig, eine sichere Umgebung zu schaffen, die Stolper- und Sturzgefahr zu
verringern.
Sorgen Sie für ausreichend Licht. Nachts sind Lampen mit Bewegungsmelder hilfreich.
Halten Sie Laufwege frei. Beseitigen Sie Stolperfallen, z. B. Kabel.
Lassen Sie Haltegriffe oder Handläufe fachgerecht anbringen. Erinnern Sie die
pflegebedürftige Person, sich daran festzuhalten.
Sorgen Sie dafür, dass der Boden eben und nicht glatt ist. Nutzen Sie rutschfeste
Fußmatten oder Teppiche. Befestigen Sie ggf. Teppichkanten, Matten und Läufer am
Boden.
Flüssigkeitsmangel kann zum Beispiel zu Schwäche, Kreislaufproblemen, Benommenheit
bis hin zu Verwirrtheit führen. Dann besteht die Gefahr zu stürzen.

Hilfsmitteln können zu mehr Sicherheit beitragen. Wichtig ist, sie richtig einzusetzen.
Achten Sie darauf, dass Brille und Hörgeräte falls vorhanden benutzt werden, um Gefahren
zu erkennen und zu vermeiden. Augen und Ohren sollten regelmäßig untersucht werden.
Sorgen Sie dafür, dass Gehilfen griffbereit und funktionstüchtig sind.
Üben Sie den sicheren Umgang mit Gehhilfen, z. B. mit einem Rollator.
Stellen Sie die Bremsen an Hilfsmitteln fest, wenn sie nicht bewegt werden sollen.
Stellen Sie die Höhe von Sitzmöbeln und vom Bett passend ein. Nutzen Sie z. B. Sitzauflagen
und ein Pflegebett. Das erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen.
Nutzen Sie im Bad einen erhöhten Toilettensitz und einen Duschhocker oder
Badewannenlift.
Stellen Sie nachts einen Toilettenstuhl neben das Bett.
Nutzen Sie Hilfsmittel, um Verletzungen bei einem Sturz zu minimieren: Legen Sie zum
Beispiel eine Sturzmatte vor das Bett.
Setzen Sie technische Hilfsmittel wie Falldetektoren oder Sensormatten ein, die einen Sturz
erkennen. So kann rasch Hilfe erfolgen.

Achten Sie darauf, dass die Schuhe festen Halt bieten. Sie sollten hinten geschlossen sein
und eine flache, rutschfeste Sohle haben. Praktisch sind Schuhe mit Klettverschluss.
Sorgen Sie dafür, dass die Kleidung gut sitzt und nicht herunterrutscht. Sonst könnte man
hängen bleiben oder stolpern.
Wählen Sie bei Blasen- oder Darmschwäche möglichst Kleidung, die einfach an- und
auszuziehen ist.
Risiken und Ursachen für Stürze sind individuell und nicht immer leicht erkennbar.

Besondere Maßnahmen für Menschen mit Demenz ergreifen:


Platzieren Sie wichtige Gegenstände wie Gehhilfen, Brille, Telefon oder Geldbeutel an
gewohnten Orten und gut sichtbar auf einfarbigen Untergrund.
Halten Sie die gewohnte Ordnung und Routinen bei.
Beleuchten Sie Schatten in Räumen.
Pneumonie Pneumonieprophylaxe
Eine Pneumonie (Lungenentzündung) ist eine akute oder chronische Entzündung
des Lungengewebes. Sie ist die häufigste Todesursache beim alten Menschen.
 
Ätiologie

 schlechte Lungenbelüftung ("Bettpneumonie")


 mangelnde Mund- und Zahnpflege
 Aspiration (Eindringen von festen oder flüssigen Bestandteilen in den
Bronchialtrakt)

Besonders gefährdet sind

 Menschen über 65 Jahre


 Menschen mit geschwächter Immunabwehr
 Menschen mit Vorerkrankung im Bereich der Lunge
 Menschen mit oberflächlicher Atmung

Pneumonieprophylaxe LISA Ziele

 
L = Lungenbelüftung ist verbessert
 
I  = Infektionen sind vermieden
 
S = Sekret ist verflüssigt, gelöst und entleert
 
A = Aspiration ist vermieden
 
Maßnahmen zur Pneumonieprophylaxe 
(anhand der "LISA")
 
L = Mobilisation
Atemerleichternde Maßnahmen
Atemübungen

I  = gründliche - mindestens 2 x tägliche - Mundpflege (auch Nasenpflege)


aseptisches Arbeiten (z. B. beim Absaugen)

S = erhöhte Flüssigkeitszufuhr


Inhalationen
produktives Abhusten
Einreibung mit ätherischen Ölen

A = Oberkörperhochlagerung beim Essen und mindestens 30 Minuten danach


(auch bei Pflegebedürftigen mit PEG)
bei der Nahrungsaufnahme den Pflegebedürftigen nicht allein lassen
Getränke langsam verabreichen, evtl. andicken

Das könnte Ihnen auch gefallen