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Flächenbezogene Masse[Bearbeiten 

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Die Masse (bzw. umgangssprachlich das Gewicht) von Papier wird meist flächenbezogen
angegeben – konkret in Gramm pro Quadratmeter (g/m²). Die flächenbezogene
Masse (umgangssprachlich Flächengewicht oder Grammatur genannt) beträgt bei normalem
Schreibpapier 80 g/m². Ein A4-Blatt hat damit eine Masse von 5 g. Drei dieser Blätter plus
Briefumschlag liegen somit gerade unter der für einen Standardbrief erlaubten Masse von 20 g.
1000 Blatt A4-Papier wiegen 5 kg, 200.000 Blatt A4-Papier wiegen rund eine Tonne. Papier,
Karton und Pappe werden vor allem anhand der flächenbezogenen Masse unterschieden (siehe
oben).
Im internationalen Papierhandel wird die flächenbezogene Masse (in g/m²) auch
als Basisgewicht bezeichnet. In den USA und in Ländern, die Papiere in US-Formaten
verwenden, versteht man dagegen unter dem Basisgewicht (engl. basis weight) die Masse von
500 Bogen. Die Angabe des Basisgewichts ist in den USA von den Maßen des Papierbogens
abhängig.
Papiere für den Buchblock von literarischen oder wissenschaftlichen Büchern haben
üblicherweise 80–100 g/m² bei 1,0–1,8-fachem Volumen.
Dichte und Dicke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Dichte von normalem Schreibpapier liegt in der Größenordnung von 800 kg/m³, die Dicke
eines einzelnen Blattes also bei 0,1 Millimetern.
Dicke eines Einzelbogens, auch Stärke genannt (englisch caliper, Angabe in den USA in 1/1000
inch = 25,4 μm). Normen: DIN EN 20534, ISO 534 (Papier/Pappe); FEFCO 3 (Wellpappe).

Physikalische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Grundsätzlich ist bei allen Messungen zu beachten, dass Luftfeuchtigkeit und Temperatur einen
sehr großen Einfluss auf die Messwerte haben. Deshalb findet die Messung immer in
Klimaräumen bei einem nach ISO-Normen festgelegten Normklima (23 °C, 50 % Luftfeuchtigkeit)
statt. Meist wird die Papierprobe vor der Messung 24 Stunden in dem Raum gelagert, um sie zu
akklimatisieren. Da die Messungen von der flächenbezogenen Masse des Papiers (auch
Flächengewicht oder Grammatur genannt) abhängen, werden sogenannte Laborblätter mit einer
nach ISO-Norm festgelegten flächenbezogenen Masse verwendet.

 Porosität: Die Porosität gibt an, wie viel Luft ein Papier durchlässt. Die Maßeinheit der
Porosität lautet Gurley. Dazu wird das Normblatt in den Prüfapparat eingespannt und
der Prüfapparat drückt 100 ml Luft mit 1,23 kPa durch eine Prüffläche von 6,42 cm²>
und misst die dafür benötigte Zeit. Eine Zeitdauer von einer Sekunde entspricht dabei
einem Gurley.
 Glätte/Rauhigkeit nach Bekk (in GL (Bekk)s, ISO 5627), Parker Print Surf (PPS
Rautiefe in μm, DIN ISO 8791-4), Bendtsen (in mPa·s, ISO 5636-3, DIN 53108),
Gurley (in ml/min, ISO 5636-5) oder Sheffield (in ml/min, ISO 8791-3); optische
Laser-Messung z. B. mit UBM-Microfocus (DIN 4768).
 Wasserbeständigkeit DIN 53122-1: gravimetrisch, -2 Wasserdampfdurchlässigkeit
nach Brugger.
 Cobb-Test DIN EN 20535, ISO 535
 Witterungsbeständigkeit
 Feuchtigkeitsgehalt/-grad DIN EN 20287, ISO 287.
 Gleichgewichtsfeuchte
 Ölaufnahme, Ölabsorption nach Cobb-Unger; Fettdurchlässigkeit DIN 53116,
ISO/DIS 16532-1.
 Saugfähigkeit, Absorptionsvermögen, Leimungsgrad (DIN
53126, Zellcheming V/15/60), Saughöhe (DIN ISO 8787, DIN 53106).
 Kontaktwinkel
 Leitfähigkeit: Papier gilt allgemein als guter Isolator, weil es, wenn es trocken ist,
gewöhnlich Wärme nicht gut und Strom nahezu gar nicht leitet.
o Wärmeleiteigenschaften: siehe Temperaturleitfähigkeit
o Stromleitfähigkeit: siehe Elektrische Leitfähigkeit
 Beschreibbarkeit
 Bedruckbarkeit
 Luftdurchlässigkeit DIN 53120-1
 Aschegehalt, Glührückstand DIN 53136, 54370, ISO 2144.
Mechanische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zugfestigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Prüfungen nach DIN EN ISO 1924: Quotient (in kN/m) aus Bruchlast und Breite eines
Papierstreifen; abgeleitet: Zugindex/-steifigkeit (in N/m); Zugsteifigkeitsindex (in Nm/kg) als
Quotient aus Zugfestigkeit und Grammatur.
Die Zugfestigkeit ist einer der zentralen physikalischen Werte bei der Papierherstellung,
bei Kraftpapier ist sie sogar der wichtigste Wert. Die Maßeinheit der auf die Breite der
Papierprobe bezogenen Zugfestigkeit ist N/m. Da die Zugfestigkeit vorwiegend von der
flächenbezogenen Masse abhängt, wird auch der Zugfestigkeitsindex (ZFI) mit der Maßeinheit
Nm/g verwendet.
Zur Bestimmung dieses Wertes wird eine Zerreißprobe gemacht. Dazu werden Papierstreifen
einer genormten Länge und Breite mechanisch eingespannt, der so genannte „Reißapparat“ zieht
die Probe auseinander und zeichnet die benötigte Kraft auf. Die im Moment des Zerreißens
benötigte Kraft ist die Zugfestigkeit. Um einen Durchschnittswert zu erhalten, werden meist zehn
Streifen zerrissen, wovon fünf längs der Laufrichtung und fünf quer zur Laufrichtung der
Papiermaschine genommen werden. Als Nebenprodukt dieser Messung werden noch
die Bruchdehnung und die Zugbrucharbeit ermittelt. Die Bruchdehnung wird in Prozent
angegeben und gibt an, um wie viel Prozent der Papierstreifen sich im Moment des Bruchs
verlängert. Die Zugbrucharbeit wird in J/m² angegeben und ist die aufgewendete Zugkraft pro

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