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Year: 2018

Strafe ohne Staat? Zukunftskonzepte für ein transnationales Strafrecht

Meyer, Frank

Posted at the Zurich Open Repository and Archive, University of Zurich


ZORA URL: https://doi.org/10.5167/uzh-161985
Journal Article

Originally published at:


Meyer, Frank (2018). Strafe ohne Staat? Zukunftskonzepte für ein transnationales Strafrecht. Zeitschrift
für Internationale Strafrechtsdogmatik: ZIS, 13(2):68-72.
Strafe ohne Staat? Zukunftskonzepte für ein transnationales Strafrecht
Von Prof. Dr. Frank Meyer, Zürich

I. Einleitung lichen Rechtsgüterschutz gibt es dann schlichtweg nicht. 4 Mit


Im Fokus des Beitrags stehen die strafrechtlichen Entwick- einem solchen Begriffsverständnis wäre daher gleich zu Be-
lungen im über- und transstaatlichen Bereich. Dabei wird das ginn zu konstatieren, dass sich die Staatenwelt, außer im
Thema der Veranstaltung „Strafe ohne Staat“ nicht selbst zu Bereich des Völkerstrafrechts, den theatralischen Akt der
einem zu explorierenden Konzept gemacht, sondern als Hy- Bestrafung vorbehält und es eben nicht so ist, dass der Staat
pothese verstanden, welche die Suche nach Konzepten anlei- (private und supranationale) Sanktionsakteure ohne Weiteres
ten soll. Ist die Rede von „Strafe ohne Staat“, dann sind damit neben sich erwachsen lässt.
aus Sicht des Strafrechtlers Phänomene angesprochen, die Richtig ist aber ganz gewiss, dass es zu tektonischen Ver-
gerne als Entstaatlichung, Verdrängung des Staates oder schiebungen gekommen ist. Kennzeichnend für diese ist aber
Privatisierung der Rechtspflege verschlagwortet werden. Am weder die Verdrängung des Staates noch eine großflächige
Ende dieser Evolution stünde gar ein transnationales Recht Ausdifferenzierung der transnationalen Strafrechtspflege,
einer globalen Gesellschaft, unter deren gestaltungsmächti- sondern: Der Staat kämpft. Und das muss er auch, denn es ist
gen Akteuren der Staat nur einer unter vielen ist, dafür aber schon fast eine Binsenwahrheit, dass die Handlungsmacht des
Private und internationale Organisationen eine umso größere Staates sich nicht mit den kriminalgeografischen Risikoräu-
Rolle bei Normgebung, Ermittlungen und Sanktionierung men deckt, deren Wirkungen er ausgesetzt ist. Das können
spielen.1 Ich halte dieses Bild weder für eine treffende Mo- wir bei der Schlepperkriminalität tagtäglich in den Medien
mentaufnahme noch für eine realistische Prognose des End- beobachten. Zahl und Erscheinungsformen grenzüberschrei-
punkts einer angestrebten oder laufenden Entwicklung. tender Zusammenhänge nehmen auf allen Ebenen menschli-
Der Beitrag wird deshalb mit der Gegenthese eröffnet, cher Gesellschaften laufend zu.5 Der Staat muss daher reagie-
dass der Abgesang auf den Staat verfrüht ist und es der recht- ren und sich Handlungspotenziale und Verfolgungsmöglich-
lichen Diskussion schadet, wenn der Ist-Zustand nicht scharf keiten innerhalb der für ihn bedeutenden kriminalgeografi-
in den Blick genommen wird. Zu ihrer Untermauerung muss schen Räume erschließen. In diese komplexen internationalen
ich es hier bei einer notwendig skizzenhaften Bestandsauf- Kooperationsbeziehungen bringt der Staat als elementare
nahme bewenden lassen, die uns aber gleichwohl zu den drei Fähigkeit seine Kompetenz zu strafen, aber auch sein noch
Hauptproblembereichen führen wird, bei denen „future con- immer fast exklusives Recht zur Vornahme von prozessualen
cepts“ ansetzen müssen. Es sind dies: Zwangsmaßnahmen ein.6 Zwar ist der Staat auf Kooperation
angewiesen, wenn Straftaten im nur schwer durchschaubaren
1. das Proprium der Kriminalstrafe, Innenleben großer (multinationaler) Unternehmen ihren Ur-
2. die Begründung und Allokation von Strafhoheit, sprung haben (Stichwort: Compliance) oder es primär Private
3. der Grund- und Menschenrechtsschutz. sind, die über besonders vitale Informationen verfügen
(Stichwort: Vorratsdaten), doch gibt er das Heft nicht aus der
Das Nachdenken über „Strafe ohne Staat“ verlangt zunächst
einmal eine Vergewisserung darüber, was wir eigentlich invasiv wäre. Jede Konzeptionierung privater Übelszufügung
unter Kriminalstrafe verstehen.2 Denn möglicherweise ist als Strafe muss daher eine ganze Reihe kritischer Fragen
Kriminalstrafe konzeptuell untrennbar an den Staat oder beantworten können. Dies beginnt schon bei ganz banalen
zumindest andere Formen konstitutionalisierter gesellschaft- Fragen. Wer ist für eine Sanktionierung zuständig? Wer sorgt
licher Selbstbestimmung (mit eigenem Gewaltmonopol) für die Einhaltung von Proportionalität? Wie ist eine solche
gebunden. Dies lässt sich aktuell überzeugend vertreten, weil überhaupt zu bemessen? Müssen Private einer bestimmten
nur staatliche Gremien den wohl unerlässlichen gesellschaft- Strafzwecklehre folgen und woraus folgte eine solche? Gilt
lich-expressiven Gehalt von Kriminalstrafe zum Ausdruck der ne-bis-in-idem-Grundsatz für solche Sanktionen? Welche
bringen und die dafür erforderliche Rechtsförmigkeit herstel- schützenden Formen bestehen bei der Ermittlung der Sankti-
len können.3 Private funktionale Äquivalente zum strafrecht- onssachverhalte durch Private? Gibt es Rechtsschutz? Wel-
che Entschädigung ist für rechtswidrige und v.a. unverhält-
nismäßige Sanktionierung vorzusehen und von wem? Es
1
Ausf. Sieber, Rechtstheorie 41 (2010), 151 (158 ff.). erscheint sehr fraglich, ob sich dies über Drittwirkungsdog-
2
Dazu Appel, Verfassung und Strafe, 1998; Meyer, Straf- matik und grundrechtliche Schutzpflichten einfangen lässt;
rechtsgenese in internationalen Organisationen, 2012, S. 58 insb. dann, wenn die privaten Sanktionsakteure unterstützt
ff.; dezidiert zur EMRK ders., ZDAR 2014, 99; und zur EU durch das grenzenlose Internet in mehreren Staaten aktiv
ders., in: von der Groeben/Schwarze/Hatje (Hrsg.), Kommen- werden.
4
tar, AEUV, 7. Aufl. 2015, Vor Art. 82 ff. Rn. 27 ff. Anders Sieber, Rechtstheorie 41 (2010), 151 (165), der aber
3
Damit ist zugleich gesagt, dass alle anderen punitiven nicht den Begriff der Kriminalstrafe problematisiert; nicht zu
Rechtseingriffe durch Private keine Kriminalstrafe im stren- leugnen ist freilich, dass in der Diskussion ein Aufbrechen
gen Sinn sind; z.B. Umsetzung von Smart Sanctions, FIFA- klassischer Vorstellungen von Strafe anzutreffen ist.
5
Disziplinarrecht, öffentliches Naming & Shaming, Boykott- Vgl. u.a. Sieber, Rechtstheorie 41 (2010), 151 (152 ff.).
6
aufrufe gegen Unternehmen etc. Das heißt freilich nicht, dass Für eine Taxonomie der unterschiedlichen Strafrechtstypen,
Privatstrafe harmlos und nicht (potenziell sehr) grundrechts- die dabei entstehen, siehe Meyer, ZStW 123 (2011), 1 (15 ff.).
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Hand. Der Staat behält das Steuer auch in der Hand, wenn er ren gefüllt werden. Prominente Beispiele sind die Regulie-
sich auf Ko-Regulierungsmodelle mit der Privatwirtschaft rung der Domainvergabe und andere Teilaspekte der Internet-
einlässt, um sich deren größere Expertise und Sachnähe bei regulierung10, des Sports oder des Handels (lex mercatoria) 11
der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzie- oder Kryptowährungen wie Bitcoin12. Verdrängt wird der
rung7 nutzbar zu machen.8 Staat hier nicht, eher handelt es sich um einen Aufwuchs von
Als elementare Herausforderung erweist sich dabei je- transnationalem (privat gesetztem) Recht. Es fehlt deshalb
doch, dass sich jenseits des Staates kein passendes institutio- unter den selbst geschaffenen Durchsetzungsmechanismen
nelles Gefäß findet, das umfassend zur Kompensation der auch an Strafrecht im technischen Sinn. Jedoch zeigt sich in
Defizite in der Lage wäre. Zudem sind auch Risikoraum und der Praxis eindrücklich, dass staatliche Gremien auch in
notwendiger Aktionsraum nicht statisch, sondern variieren diesem transnationalen Bereich auf den Plan treten können,
nach Delikt, Herausforderungsszenario und materieller Rege- wenn Verletzungen der ursprünglich nicht-staatlich geschaf-
lungsmaterie; d.h. den geltenden und zu schützenden Verhal- fenen Normen als zu schwer erscheinen und sie sich für die
tensnormen. Es fehlt dementsprechend an koordiniertem, Durchsetzung der bestehenden Regeln verantwortlich fühlen;
kohärentem Vorgehen bei der Risikobewältigung, aber auch so zuletzt der Europarat hinsichtlich der Manipulation von
schon bei der Risikobewertung und Verständigung auf krimi- Sportwettbewerben. Dies zieht allerdings die Frage nach sich,
nalpolitische Ansätze. Das Strafrecht ist zu einem Tummel- welcher Staat oder welche Organisation bei transnationalen
platz internationaler, supranationaler und nationaler Akteure Sachverhalten mit überstaatlichen bzw. transnationalen Rege-
geworden, die sehr unterschiedliche Agenden verfolgen und lungen legitim für sich in Anspruch nehmen darf, Abwei-
ihr Vorgehen nur bedingt miteinander koordinieren. Beson- chungen von diesen Verhaltensnormen nach eigenem Recht
ders spannungsreich ist dabei das Verhalten von Staaten mit unter Strafe zu stellen. Ein Zuweisungssystem oder ein Di-
multiplen Mitgliedschaften, z.B. in UN, EU, OECD, Europa- vergenzbereinigungsverfahren für Ausschnitte, bei denen die
rat, die zeitgleich mehrere Spielfelder mit unterschiedlichen Strafwürdigkeit abweichend bewertet wird, existiert nicht.
Zielsetzungen bespielen, während die Organisationen ihrer- Entstanden ist dadurch eine zerklüftete Regelungsland-
seits primär auf die effektive und binnenkohärente Aufga- schaft, deren Hauptmerkmal die Polyzentrik der handelnden
benwahrnehmung fokussiert sind. Institutionen und Rechtsentstehungsprozesse ist.13 Eine wei-
Spannungsreich ist aber auch das Verhalten der Staaten tere wesentliche Charakteristik ist ihre Asynchronität. Unter
zueinander. Staat ist nicht gleich Staat. Beim Umgang mit Asynchronität verstehe ich primär, dass sich die betroffenen
internationalen Sicherheitsrisiken geht es auch um die Fra- Rechtsräume in unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwi-
gen, welches Politikmodell sich durchsetzt, wie mit Macht- ckeln. Die Schaffung materieller Strafnormen erfolgt regel-
asymmetrien umzugehen ist und in welchem Rahmen demo- mäßig schneller als die Effektivierung ermittlungsrelevanter
kratische Staaten mit anderen Staatssystemen kooperieren Kooperationsinstrumentarien und diese wiederum schneller
können. als die Entwicklung strukturadäquater schützender Formen
Die Komplexität und Gegensätzlichkeit der Interessenla- und Verfahrensrechte, aber auch schneller als die Rückkopp-
gen, aber auch die Eigenart der Regelungsmaterie können lung an demokratisch-rechtsstaatliche Verantwortungszu-
sektoral dazu führen, dass Regelungsvakuen entstehen, die
entweder gar nicht9 oder von transnationalen privaten Akteu-
anderen Jurisdiktionen auftreten als ihre Ursachen. Als aktu-
7
Sieber/Vogel, Terrorismusfinanzierung, Prävention im elles Beispiel mögen die gesundheitsgefährdenden Mängel
Spannungsfeld von internationalen Vorgaben und nationalem bei Hoverboards dienen. Bei diesen Elektrorollbrettern beste-
Tatstrafrecht, 2015. hen offenbar gravierende Konstruktions- und Programmier-
8
Weitere Beispiele sind die Einbindung von Telekommuni- fehler. Da Konstruktion, Herstellung, Vertrieb und Gebrauch
kationsunternehmen bei der Blockade von IS-Werbung im sich zumeist auf eine Mehrzahl von Ländern verteilen, lässt
Internet, die Applikation von Smart Sanctions durch Finanz- sich ein umfassender Handlungsansatz kaum entwickeln.
10
dienstleister, der Informationsaustausch zwischen Sportver- Viellechner, Transnationalisierung des Rechts, 2013,
bänden, staatlichen Behörden und Wettanbietern zur Be- S. 127 ff.
11
kämpfung von Sportmanipulation sowie konkrete Melde- Röthel, JZ 2007, 755.
12
pflichten von Wettanbietern oder der automatische Informa- Zur Rechtslage in der EU, SWIFT Institute Working Paper
tionsaustausch von Bankkundendaten für Steuerzwecke. No. 2015-001, S. 8.
9 13
Man denke beispielsweise an die fast ausschließlich von Diese Vielfalt stellt auch die gebräuchliche Trichotomie in
Soft Law erfasste Verantwortung multinationaler Unterneh- Frage, welche das Strafrecht in domestic criminal law, trans-
men für die Gewährleistung von Menschenrechten oder Fra- national criminal law und international criminal law gliedert.
gen der strafrechtlichen Konzernhaftung. Lücken entstehen Sie blendet sowohl die sicherheitspolitische Verwobenheit
auch, wenn eine Rechtsgutsschädigung auf verschiedene der Materien als auch die Zahl und partielle Verquickung der
Ursachen in verschiedenen Jurisdiktionen rückführbar ist und Rechtsentstehungsprozesse aus. In vielen Bereichen dürfte es
damit zwar einzelne Anknüpfungspunkte für eine Haftung daher sinnvoller erscheinen, nach themenspezifischen Re-
bestehen, aber keine zusammenhängende Gesamtzuständig- gimes zu differenzieren, um Aufschluss über die Entstehung
keit für eine integrierte Lösung. Als zusätzliche Schwierig- und Hintergründe von Normen zu erlangen sowie legitimato-
keit kann sich erweisen, wenn die Schadensereignisse in rische Herausforderungen klarer erkennen zu können.
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Frank Meyer
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sammenhänge.14 In allen drei Punkten gibt es wiederum Ent- die demokratischen Mitglieder der Staatenwelt dazu führen,
wicklungsdivergenzen nach ihrer räumlichen Reichweite; nur dass ihnen der Weg zu output-technisch effektiveren Norm-
wenige Regelungen sind wirklich transnational in einem gebungsverfahren verschlossen bleiben muss. Diese Staaten
globalen Sinn. So können beispielsweise die Kooperations- stehen letztlich vor dem Trilemma, gleichzeitig für die Förde-
möglichkeiten für ein- und dasselbe Delikt regional ausei- rung supra- oder transstaatlicher Demokratisierung, die Er-
nanderklaffen. haltung nationaler Selbstbestimmung und die Verbesserung
effektiver transnationaler Strafverfolgung sorgen zu müssen.
II. Die Begründung und Verteilung/Allokation von Kri- Zur Vermeidung einer rechtspolitischen Legitimationskrise,
minalhoheit welche die Last unerfüllbarer Sicherheitsversprechen auslö-
Mit diesem Zwischenfazit gelangen wir direkt zum zweiten sen könnte, erscheint aber nicht die Aufopferung demokra-
Problemkreis, den ich hier aber nicht ausführen kann, näm- tisch-rechtsstaatlicher Fundamentalnormen indiziert, sondern
lich der Begründung und Allokation von Kriminalhoheit. die von gesellschaftlichem Diskurs begleitete Rückbesinnung
Auch wenn der Akt der Kriminalstrafe beim Staat verbleibt, auf deren Unverbrüchlichkeit.
sind zumindest strafrechtliche Rechtsetzungskompetenzen Zweitens ist das Fehlen von kohärenten normativen, ins-
aus dem Staat abgeflossen. Es stellt sich damit die grundsätz- besondere autonomiesichernden Kriminalisierungstheorien zu
liche Frage, ob und wie Kriminalhoheit außerhalb des Staates problematisieren. Man findet solche allenfalls ansatzweise in
begründet werden kann. Das ist im Übrigen eine Frage, die einzelnen Staaten und supranationalen Entitäten. Das gegen-
selbst das Völkerstrafrecht noch nicht vollends überzeugend wärtige, sicherheitsgetriebene und funktionalistische Vorge-
beantwortet hat. Praktisch noch weitaus bedeutsamer ist frei- hen ist potenziell freiheitsgefährdend und muss daher einge-
lich, welche der zahlreichen Inhaber von Kriminalhoheit für hegt werden. Allerdings wäre jedes Bemühen in diese Rich-
bestimmte Normverletzungen zuständig sind und sich be- tung mit der unangenehmen Wahrheit konfrontiert, dass die
stimmter Herausforderungen ggf. annehmen müssen. Das divergierenden politischen Ordnungsvorstellungen es hoch-
betrifft zum einen die Behandlung von Jurisdiktionskonflik- gradig unwahrscheinlich machen, dass die Staaten sich auf
ten. Zum anderen ist die Sanktionierungsverantwortlichkeit eine gemeinsame Position verständigen können. Als theoreti-
bei transnationalen Sachverhalten angesprochen. Hier bedarf sches Konzept ist eine „transnational autonomy“ gewiss
es einer prinzipiengeleiteten Koordinierung der potenziell begründbar, aber politisch-praktisch ist es nicht realisierbar.
Handlungsbefugten. Als besonders knifflig dürfte sich dabei Entsprechende Versuche versprechen daher allenfalls in
der Bereich des durch Private geschaffenen transnationalen Weltregionen mit annähernd vergleichbarem Autonomie- und
Rechts erweisen. Es muss eine vertiefte Auseinandersetzung Demokratieverständnis Aussicht auf Erfolg. In Abwesenheit
mit der Frage stattfinden, wer unter welchen Voraussetzun- von anschlussfähigen Leitmotiven sind daher für den Mo-
gen als Schutzgarant für einzelne Verhaltensnormen auftreten ment die demokratische Rückbindung und der Schutz (im
darf, die aber hier aus Zeitgründen ausbleiben muss. Das spezifisch strafrechtlichen Kontext international noch auszu-
Hauptaugenmerk des Beitrags soll auf dem Schutz der härtender) elementarer Menschenrechte umso wichtiger.
Grund- und Menschenrechte liegen. Drittens müssen schützende Formen und Verfahrensrech-
te jenseits und über den Nationalstaat hinaus neu gedacht
III. Grund- und Menschenrechtsschutz werden. Auf sie soll sich der Beitrag im weiteren Verlauf
konzentrieren. Auch bei der grenzüberschreitenden straf-
Dort stehen drei Aspekte im Vordergrund. Zunächst ist bei
rechtlichen Zusammenarbeit ist die große rechtliche Heraus-
Begründung und Allokation von Kriminalhoheit die indivi-
forderung weder derzeit noch künftig, dass Private oder in-
duelle Selbstbestimmung und demokratische Rückkopplung
ternationale Akteure ohne den Staat strafverfolgend tätig
zu gewährleisten.15 Dieses Erfordernis kann insbesondere für
werden. Eine Delegation von Exekutivbefugnissen nehmen
Staaten nur höchst selten vor. Die Herausforderung liegt
14 vielmehr in der (teilweisen) Disaggregierung von Strafver-
Prima vista unterscheiden lassen sich verschiedene krimi-
folgungsfunktionen auf nationaler Ebene. Kritische Fahn-
nalgeografische Risikoräume, Gestaltungsräume (unterglie-
dungs-, Ermittlungs-, Analyse- und Koordinierungsaufgaben
dert nach Organisation und Delikt), Kooperationsräume
werden auf transnationaler Ebene in Partnerschaft mit ande-
(wiederum untergliedert nach Organisation und jeweiligem
ren Staaten, internationalen Organen und bisweilen auch
völkervertraglichen oder supranationalen Kooperationsrecht,
durch überstaatliche Einrichtungen wahrgenommen. Im Ge-
nach speziellen Kooperationsregelungen einzelner Delikte
gensatz zur oft thematisierten vermeintlichen Privatisierung
und nach Aktionsbereichen von supra-/internationalen Straf-
der Strafverfolgung durch Compliance und Internal Investi-
verfolgungseinrichtungen), territoriale Anwendungsbereiche
von Strafnormen bzw. Räume mit weitgehend identischen
Strafvorschriften im nationalen Strafrecht (untergliedert nach
Delikten bzw. Kriminalitätskomplexen) sowie territoriale
Anwendungsbereiche von Grund- und Menschenrechten. einer internationalen Strafgesetzgebung, 2010, S. 226 ff.
15
Vgl. Meyer (Fn. 2), S. 597 ff.; zur legitimatorisch heiklen Nach einigen Jahren der Abstinenz hat der Sicherheitsrat mit
Strafgesetzgebung durch den UN-Sicherheitsrat gestützt auf SR-Res. Nr. 2178 (2014) erneut zum Mittel der verordneten
Kap. VII UN-Charta siehe S. 158 ff. sowie Macke, UN- Strafgesetzgebung gegriffen. In der Sache geht es um sog.
Sicherheitsrat und Strafrecht – Legitimation und Grenzen „traveling jihadists“.
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gations16 haben diese kaum Aufmerksamkeit von Wissen- nur im Völkerstrafrecht ein echtes Problem, wenn negative
schaft und Rechtspolitik erfahren. Umfassende verfahrens- Kompetenzkonflikte auftreten oder allgemein keine Koopera-
rechtliche Regelungskörper gibt es daher wenig überraschend tion stattfindet. In einigen Ministerien wird derzeit daher
nicht. Und spezifische grundrechtsschützende Regelungen beispielsweise geprüft, ob Kooperation (auch mit Staaten wie
jenseits des Staates findet man auch nur dort, wo sich unmit- China) die „default rule“ sein sollte. Normative Grundlage
telbare Eingriffe nicht mehr leugnen lassen, also insbesonde- hierfür könnten neben einem allgemeinen völkerrechtlichen
re bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Bereitwil- Rechtsgrundsatz der Solidarität18 auch positive menschen-
lig übersehen wird dagegen, dass die operativen Tätigkeiten rechtliche Verpflichtungen zur grenzüberschreitenden Zu-
nationaler Stellen in wichtigen Kriminalitätsbereichen maß- sammenarbeit (zumindest zur Verfolgung schwerwiegender
geblich durch Akteure außerhalb des eigenen Justizsystems Menschenrechtsverletzungen)19 sein.
beeinflusst, wenn nicht gelenkt werden. Da förmliche Pro- Bei der Genese dieser Rechtsprinzipien geht es also ganz
zesshandlungen weiterhin nationalen Autoritäten vorbehalten bescheiden erst einmal um wenige verbindliche Basisregeln,
sind, bleibt den Betroffenen diese verdeckte Vertikalisierung nicht um sog. Verfassungsprinzipien (constitutional princip-
regelmäßig verborgen. Ich möchte diesen Effekt als Invisibi- les) einer globalen Rechtsgemeinschaft. Die Konstitutionali-
lisierung der Eingriffsverantwortung und Eingriffsdimension sierungsmetapher ist im hiesigen Kontext irreführend.20 Sie
bezeichnen. Er verschleiert geschickt, dass es zu einer erheb- ist nicht mehr als eine Chiffre oder ein Platzhalter, unter dem
lichen Relativierung der Verantwortlichkeiten für den Grund- das Nachdenken über die rechtlichen Folgen der Entstaatli-
rechtsschutz gekommen ist. Weitere sichtbare Effekte sind chung begonnen hat, bis überzeugende Kategorien gefunden
Partikularisierung und Sektoralisierung von Grundrechts- wurden.21
schutz. Rechtlich zur Prüfung gestellt werden können regel- Als Zutat hierzu und zugleich als Gegengewicht zu den
mäßig nur die unmittelbaren nationalen Teilakte einer grenz- obigen Prinzipien der Kooperationsförderung braucht es
überschreitenden Ermittlung im jeweiligen Nationalstaat. freilich etwas, was Anne Peters als subjektives internationa-
Eine Gesamtbewertung bleibt dagegen aus – ein Problem, das les Recht bezeichnet, nämlich die Anerkennung der Völker-
uns vor allem bei der EStA noch intensiv beschäftigen wird. rechtsfähigkeit des Individuums, welche dann die Zuschrei-
Soweit sektoral spezielle Schutzmechanismen eingeführt bung von Rechten ohne vertragliche Einräumung, also losge-
worden sind, v.a. im Datenschutz, gilt auch hier, dass jede löst von der Normsetzungstätigkeit der Nationalstaaten eröff-
Kooperationseinrichtung (SIS II, Interpol, Europol etc.) ihr net.22 Zu bedenken ist, dass die Anerkennung der Völker-
eigenes Schutzsystem hat, aber dieses wiederum nicht in rechtsfähigkeit nicht automatisch dazu führt, dass der Einzel-
einen überwölbenden abgestimmten Rechtsrahmen eingebet- ne sogleich mit einem Basissatz an Rechten ausgestattet ist,
tet ist und mithin auch keine übergreifende Kontrolle des den die wirksame Ausübung der Völkerrechtsfähigkeit quasi
interinstitutionellen Zusammenwirkens erfolgt. erforderlich macht. Jedoch sollten sich künftig einige essen-
zielle, aus der Menschenwürde erwachsende Schutzgehalte
IV. Future concepts formen lassen.23 Denn zumindest mit einem menschenwürde-
Nach dieser knappen Analyse drängen sich zwei Bereiche als
Anknüpfungspunkte für Zukunftskonzepte auf. International Law, Festschrift für Christian Tomuschat, 2006,
Anzusetzen ist erstens beim Mangel an Leitmotiven, wel- S. 913.
che die Entwicklungen animieren und normativ mit Leben 18
Hilpold, JöR 2007, 195 (196 ff.).
erfüllen (crisis of animating ideas). Es fehlt an rechtlichen 19
Vgl. EGMR, Urt. v. 7.1.2010 – 25965/04, Rn. 288. Auf
Leitprinzipien für den Bau überstaatlicher Strafrechtsräume außereuropäischer Ebene könnte sich eine solche Pflicht aus
und der internationalen Zusammenarbeit allgemein. Wir dem IPBPR ergeben. Ob eine solche Pflicht zur Kooperation
finden zwar entsprechende Grundsätze innerhalb des Staates zumindest bei gravierenden Rechtsverletzungen auch schon
und innerhalb diverser supra- und internationaler Organisati- völkergewohnheitsrechtlich gesichert ist, muss als ungeklärt
onen, aber nicht in Bezug auf ihr Miteinander. Es kann dabei gelten.
freilich nur um die sukzessive Ausbildung sehr allgemeiner 20
Mit den Worten Luhmanns, ARSP 57 (1971), 1 (4): „Es
Rechtsgrundsätze gehen, zumal sich leicht Friktionen zwi- droht die Gefahr, dass die Begriffsprägungen über ihre Zeit
schen den Zielen, Prinzipien und rechtlichen Limitierungen hinauswirken und unsere Erwartungen und Beobachtungen
sowohl von internationalen Akteuren untereinander als auch fehlleiten. Mangels alternativer Erfahrungen müssten neue
im Verhältnis zu Nationalstaaten einstellen können. Kandida- Konzepte aber notgedrungen aus den Trümmern der alten
ten hierfür sind u.a. Komplementarität und Kohärenz bei der Ordnung gewonnen werden.“
institutionellen und materiellen Aufgabenverteilung, Effekti- 21
Viellechner (Fn. 10), S. 94 f.
vität17, aber auch Solidarität und Impunität. Letztere ist nicht 22
Zur Herleitung Peters, JöR 2011, 411 (440).
23
Mit diesem Ansatz lassen sich menschenwürdebasierte
staatliche Pflichten in Rechte transformieren; z.B. wenn im
16
Zerbes, ZStW 125 (2013), 551; eingehend zur Drittwir- ersuchenden Staat eine ständige Praxis grober, offenkundiger
kungsproblematik Jahn/Kirsch, in: Rotsch (Hrsg.), Criminal oder massenhafter Verletzungen der Menschenrechte herrscht
Compliance, 2015, § 33 Rn. 2 f., 68 ff. oder erniedrigende Strafen und Haftbedingungen drohen;
17
Hilf/Hörmann, in: Dupuy/Fassbender/Shaw/Sommermann ferner sollte sich aus dem Menschenwürdekern ein Anspruch
(Hrsg.), Völkerrecht als Wertordnung, Common Values in auf rudimentären Rechtsschutz bzw. ein Anspruch auf ge-
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basierten Achtungsanspruch wäre der völkerrechtsfähige tung eingeschlagen und unser Verständnis von Hoheitsgewalt
Einzelne eo ipso ausgestattet.24 Das subjektive Recht ist als bei der strafrechtlichen Zusammenarbeit orientiert an den
rechtliche Kategorie gerade Ausdruck der Würde des Men- beschriebenen Effekten neu ausgerichtet werden. 25
schen und bringt seine Personalität zum Ausdruck. Methodisch bewegen wir uns dabei im Bereich der
Dieser Gedanke ist auch für die Problematik der Jurisdik- Grundrechtsdogmatik. Zum einen muss der Eingriffsbegriff
tionsallokation fruchtbar zu machen und mit gesellschaftsver- konsequent auf mittelbare (bzw. faktische) Grundrechtsein-
traglichen und normtheoretischen Erwägungen zu koppeln. griffe erweitert werden. Dieser muss auch die besonderen
Der Einzelne muss mit seinem Anspruch auf Berücksichti- Wirkungszusammenhänge zwischen den beteiligten Koopera-
gung der negativen Beeinflussung seiner Rechtsstellung tionsebenen und -einrichtungen aufnehmen und verarbeiten
wahrgenommen werden, die von den ungesteuerten und un- können. Die Transnationalität des Interagierens und der dar-
gebändigten Beanspruchungen von Kriminalhoheit bei aus erwachsenden Wirkungen drängt ferner darauf, auch
grenzüberschreitenden Sachlagen ausgeht. Normtheoretisch deren kumulativen Effekten bei der Bemessung individueller
ist in diesem Zusammenhang gezielt danach zu fragen, wel- Betroffenheit Rechnung zu tragen. Kurz: Sehen wir einen
cher Akteur als Schutzgarant in der Pflicht steht respektive Beschuldigten als einheitlichen Grundrechtsträger, dessen
nach welchen Leitprinzipien eine Selektion versucht werden menschenwürdegetragene Subjektsqualität im Angesicht grenz-
kann, um die Zuständigkeit zu konzentrieren. Man wird ver- überschreitender Ermittlungsverbünde gesamthaft gewahrt
mutlich zwischen verschiedenen Regimes und Deliktsberei- werden muss? Oder bleibt er eine vielfach gespaltene
chen im transnationalen Strafrecht unterscheiden müssen. Bei Rechtspersönlichkeit, der isoliert für einzelne Ermittlungsepi-
Tatbeständen, die der staatenübergreifende internationale soden mal partikulär und separat in beteiligten Nationalstaa-
Konsens hervorgebracht hat, wonach gegen derartiges Un- ten, mal sektoral bei überstaatlichen Einrichtungen Grund-
recht aus gemeinsamem Interesse auf internationaler Ebene rechtsschutz gewährt wird?
zusammen vorgegangen werden muss, ließe sich ebenso wie Soll die individuelle Betroffenheit gesamthaft verkoppelt
bei von vornherein genuin transnationalen Normen überzeu- werden, stellt sich in Ermangelung eines universal gültigen
gend begründen, dass die Schutzgarantenfunktion gemein- Katalogs von insbesondere auch transnational anwendbaren
schaftlich wahrgenommen wird. Dies hätte zur Folge, dass Justiz- und Freiheitsgrundrechten allerdings die berechtigte
keine multiplen unabhängigen Zuständigkeiten beansprucht Frage, wie das konstruktiv funktionieren soll. Ganz nüchtern
werden könnten, sondern die Staaten bei einer Strafverfol- betrachtet muss bei der Ausdehnung der extraterritorialen
gung füreinander als Treuhänder tätig werden; umgekehrt Anwendbarkeit schon bestehender Grundrechte und der Be-
wäre auch nur eine einmalige Verfolgung zulässig. tonung von aus ihnen folgenden „positive obligations“ ange-
Zweitens sollte klar geworden sein, dass schützende For- setzt werden.26 Staaten und internationale Organisationen
men und Verfahrensrechte neu gedacht werden müssen. Es müssen (auch als Ausfluss solcher positive obligations) in die
bedarf eines strukturadäquaten Konzepts transnationaler Verantwortung genommen werden, auch die Entwicklung
Verfahrensrechte bzw. der Entwicklung einer Theorie von strukturadäquater Schutzmechanismen mitzudenken und zu
transnationalen Prozesssubjekten. Das klingt wohlfeil und implementieren, wenn ein Ausbau des Kooperations-Acquis
wirft die Frage auf, wie das vonstattengehen soll. Denkbar erfolgt.
sind zwei Herangehensweisen. Man könnte sich wiederum Auftrag einer zukunftsorientierten Wissenschaft ist es da-
auf die Suche nach (wie auch immer herzuleitenden) Meta- her, sich bei der Anleitung dieser Ausformung konstruktiv
prinzipien im Strafrecht und internationalen Recht begeben. einzubringen. Ihr obliegt es, für eine exakte und umfassende
Ankerpunkt könnte das schon zuvor angesprochene Konzept Beschreibung der Entwicklung der sich herauskristallisieren-
subjektiver internationaler Rechte sein, um die Kluft zu über- den Interaktionsformen zu sorgen. Was die schützenden
brücken, welche die Staaten aufreißen lassen, indem sie Formen betrifft, besteht die Herkulesaufgabe darin, sich ein
selbst keine spezifischen Rechte schaffen. wirklich zutreffendes Bild davon zu machen, woran es bei
Es gibt aber noch eine zweite Möglichkeit, die in frucht- bestimmten Kooperationsmechanismen krankt, und kreativ
barer Wechselbeziehung mit besagtem Konzept steht. Auch strukturadäquate Abhilfen zu ersinnen. Dazu gehört auch,
im Interesse heutiger und künftiger Alltagswirksamkeit er- dass die geforderten grundrechtsdogmatischen Anpassungen
scheint es mir unerlässlich, von den bestehenden menschen- theoretisch unterfüttert werden. Das ist kein anspruchsloses
rechtlichen Verpflichtungen auszugehen und diesen Bestand Vorhaben, aber aller Mühen wert.
sukzessive auszubauen. Hierbei muss aber eine andere Rich-

samthafte und gemeinschaftliche Beachtung etwaiger massi-


ver Einwirkungen auf das Selbstbestimmungsrecht durch
25
verantwortliche Akteure herleiten lassen (z.B. normativer Zum Begriff der komplexen Hoheitsgewalt, Peters, AVR
Anspruch auf zwischenstaatlichen ne-bis-in-idem-Schutz für 48 (2010), 1 (52 ff.).
26
bestimmte Deliktskonstellationen). Viellechner (Fn. 10), S. 285 ff., verwendet für eine derarti-
24
Zur Menschenwürde als Begründung von Menschenrechten ge Durchdringung grundrechtlich defizitärer Rechtsräume
Besson, in: Moeckli/Shah/Sivakumaran, International Human mittels Förderung extraterritorialer Geltungsansprüche den
Rights, 3. Aufl. 2018, S. 22 (34 f.); Mahlmann, EuR 2011, Begriff der Fremdkonstitutionalisierung von transnationalen
469 (479 ff.). Regelungsarrangements.
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