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Bedienungsanleitung

DUALSCOPE® FMP40-Auto

Schichtdicke Materialanalyse Mikrohärte Werkstoffprüfung


DUALSCOPE® FMP40-Auto
Messgeräte zur Schichtdickenmessung.

Dokument-Nummer: 901-535
Ausgabedatum: 09-2018

Hersteller:
Helmut Fischer GmbH Telefon: +49 (0) 70 31 3 03 - 0
Institut für Elektronik und Messtechnik Fax: +49 (0) 70 31 3 03 - 710
Industriestraße 21 www.helmut-fischer.de
D-71069 Sindelfingen mail@helmut-fischer.de

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unserer Homepage www.helmut-fischer.com.

Qualitätssicherung bei der Helmut Fischer GmbH

DIN EN ISO/IEC Akkreditiertes Kalibrier-Laboratorium für Kalibrierungen im


17025 Bereich der Flächenmasse

DIN EN ISO Managementsystem zertifiziert von Schweizerische Verei-


9001:2015 nigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS)

© 2018 by Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik und Messtechnik, Sindel-
fingen, Deutschland
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PERMASCOPE®, ISOSCOPE® und DUALSCOPE® sind eingetragene Marken
der Firma Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik und Messtechnik in
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Hinweis: Aus dem Fehlen der Markenzeichen ® und ™ kann nicht geschlossen
werden, dass eine Bezeichnung ein freier Markenname ist.
1 Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.1 Symbole und Schreibweisen in der Bedienungsanleitung . 1
1.2 Bestimmungsgemäße Verwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.3 Allgemeiner Hinweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.4 Anforderungen an das Bedienpersonal . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.5 Netzanschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.6 Umgebungsbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.7 Handhabung der Sonden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
1.8 Handhabung, Lagerung und Transport der
Kalibriernormale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
1.9 Reparaturen am Messgerät . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.10 Garantie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

2 Beschreibung des Messgerätes . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7


2.1 Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2.2 Funktionen der Tasten des Bedienfeldes . . . . . . . . . . . . 10
2.3 Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
2.4 Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
2.5 Lieferumfang und Optionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

3 Messverfahren zur Schichtdickenmessung . . . . . . 23


3.1 Magnetinduktives Verfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
3.2 Wirbelstromverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
3.3 Messen mit DUAL-Sonden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

4 Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung . . . . . . . . 25


4.1 Spannungsversorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
4.2 Sondenanschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
4.3 Messgerät ein-/ausschalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
4.4 Reinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

5 Handhabung der Sonden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36


5.1 Handling beim Messen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
5.2 Neue Sonde zuweisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite i


5.3 Dualmodus für DUAL-Sonden einstellen . . . . . . . . . . . . 39

6 Applikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
6.1 Anlegen einer Applikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
6.2 Auswählen der gewünschten Applikation . . . . . . . . . . . 44
6.3 Löschen einer Applikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
6.4 Liste der angelegten Applikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
6.5 Zuweisen von Applikationsbezeichnungen . . . . . . . . . . . 48
6.6 Applikationsspezifische Einstellungen . . . . . . . . . . . . . . 49
6.7 Verkettung der Applikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

7 Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung 64


7.1 Hinweise zur Normierung, Kalibrierung und
Masterkalibrierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
7.2 Besonderheiten bei DUAL-Sonden . . . . . . . . . . . . . . . . 67
7.3 Vergleichsmessungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
7.4 Normierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
7.5 Korrekturkalibrierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
7.6 Kalibrierung auf Schicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
7.7 Masterkalibrierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
7.8 Bestimmung der normierten Zählrate Xn eines
Kalibriernormals während einer Masterkalibrierung . . . 95

8 Aktuellen Kalibrierzustand überprüfen . . . . . . . . . . 96

9 Messen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
9.1 Vorbereiten einer Messung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
9.2 Einflussgrößen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
9.3 Durchführen einer Messung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
9.4 Protokollierung der Messungen mit einem Drucker . . . . 115
9.5 Fehlmessungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
9.6 Messen mit freilaufender Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . 119
9.7 Messung im Standard- und Matrix-Messmodus . . . . . . 126

Seite ii Bedienungsanleitung FMP40-Auto


10 Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 133
10.1 Auswertung des aktuellen Blocks „Blockergebnis“ . . . 133
10.2 Auswertung der aktuellen Applikation „Endergebnis“ . 139

11 Datenübertragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146
11.1 USB-Verbindung zum PC . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147
11.2 Installieren der USB-Treiber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147
11.3 COM-Modul (Option, RS232-Anschluss) . . . . . . . . . . . . 147
11.4 Übertragung der Messwerte zum Computer . . . . . . . . . 148
11.5 Senden vom PC zum Messgerät . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150
11.6 Anschluss eines Druckers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155

12 Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen . 156


12.1 Übersicht Servicemenü . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157
12.2 System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158
12.3 Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 166
12.4 USB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 168
12.5 Drucken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 171
12.6 Gerätemodus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 178
12.7 Messung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 185
12.8 Einheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193
12.9 Speichermodus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194
12.10 Durchführen einer Masterkalibrierung . . . . . . . . . . . . . 194
12.11 Über ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
12.12 Protokoll der Gerätekonfiguration . . . . . . . . . . . . . . . . 195

13 Funktionsstörungen und Meldungen . . . . . . . . . . . 197


13.1 Funktionsstörungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 197
13.2 Meldungen in der Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 202

14 Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 212

Stichwortverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 236

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite iii


Seite iv Bedienungsanleitung FMP40-Auto
1 Sicherheitshinweise

Sicherheitshinweise
1.1 Symbole und Schreibweisen in der Bedienungsanleitung
In dieser Bedienungsanleitung werden folgende Symbole und Schreibwei-
sen verwendet:

Kennzeichnet Sicherheitshinweise bei Gefahren für Personen


und Warnungen vor Beschädigung des Messgerätes oder des
Zubehörs.

Kennzeichnet besonders wichtige Informationen und Hinweise.

Kennzeichnet einen Verweis auf eine Seite oder ein Kapitel dieser
Bedienungsanleitung.

1. Aktion, welche vom Bediener am Messgerät durchzuführen ist.

 Aufzählung.

ENTER Schreibweise für Gerätetasten und Schaltflächen am Display.

1.2 Bestimmungsgemäße Verwendung


Das Messgerät dient zur Schichtdickenmessung auf Stahl- und Eisengrund-
werkstoffen sowie auf nicht ferromagnetischen, elektrisch leitenden Grund-
werkstoffen. Nur von Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik und Mes-
stechnik empfohlenes bzw. zugelassenes Zubehör ( ab Seite 21) darf an
diese Messgeräte angeschlossen werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 1


1.3 Allgemeiner Hinweis
Sicherheitshinweise

Die Werte für die gemessenen Schichtdicken und die Texte der Hinweis-
zeilen der Anzeige sind als Beispiele für mögliche Anzeigen zu verstehen.
Es kann durchaus sein, dass andere Werte in der Anzeige oder auf dem
Ausdruck erscheinen, ohne dass falsch vorgegangen wurde.

1.4 Anforderungen an das Bedienpersonal

Das Gerät darf nur von hierfür geschultem Personal bedient wer-
den!

Um eine korrekte Messung und Auswertung durchzuführen, sollten darüber


hinaus die Grundbegriffe der Messtechnik gemäß DIN 1319 bekannt sein.
Für den Anschluss der Geräte an einen Computer werden Kenntnisse über
Konfiguration, Bedienung und Programmierung des Computers sowie der
verwendeten Software benötigt, die im Bedarfsfall den entsprechenden Be-
dienungsanleitungen entnommen werden müssen.

1.5 Netzanschluss

Um eine Beschädigung der Messgeräte oder Verfälschung der


Messergebnisse durch falsche Spannung zu vermeiden, dürfen die
Messgeräte nur über das dazugehörige Steckernetzteil der Helmut
Fischer GmbH Institut für Elektronik und Messtechnik ans Netz
angeschlossen werden. Die Netzspannung muss mit der auf dem
Typenschild des Steckernetzteils angegebenen Netzspannung
übereinstimmen.

Seite 2 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


1.6 Umgebungsbedingungen

Sicherheitshinweise
EMV
Das Messgerät entspricht dem Gesetz über die elektromagnetische Verträg-
lichkeit von Geräten (2014/30/EU). Die gemessenen Schichtdickenwerte
werden durch die in der Norm EN 61000-6-2 (die Bezug nimmt auf die
Normen EN 61000-4-2, EN 61000-4-3 und EN 61000-4-4) angegebenen
maximalen Werte der dort genannten Störgrößen nicht beeinflusst.
Insbesondere ist das Messgerät sehr gut gegen starke elektromagnetische
Felder (z. B. Motoren, Starkstromleitungen, Rundfunksender) abgeschirmt.

Niederspannung
Das Messgerät entspricht der Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU.

Umgebungstemperatur bei Betrieb: + 10°C ... + 40 °C

Lagerungs- und Transporttemperatur: + 5°C ... + 60 °C

Bei Sonnenschein werden hinter Glasscheiben (z. B. im Auto) leicht


Temperaturen erreicht, die höher als 60°C sind!
Um eine Beschädigung durch Temperatureinwirkung zu vermei-
den, sollten Messgerät oder Zubehör nicht an solchen Orten aufbe-
wahrt bzw. gelagert werden.

Messgerät und Zubehör (insbesondere Steckernetzteil) dürfen nicht


direkt mit Flüssigkeiten in Berührung kommen! Kurzschlussgefahr!
Messgerät oder Zubehör dürfen nur an Orten betrieben, aufbe-
wahrt oder gelagert werden, deren relative Luftfeuchte zwischen
30 % und 90 % (nicht kondensierend) liegt.

Da Messgerät und Zubehör nicht säurefest sind, ist direkter Kon-


takt mit Säure oder säurehaltigen Flüssigkeiten zu vermeiden.

Messgerät und Zubehör sind nicht für den Betrieb in explosionsge-


fährdeter Umgebung geeignet!

Messgerät und Zubehör sind vor statischer Aufladung zu schützen!


Elektrische Entladungen können geräteinterne Komponenten
beschädigen oder interne Gerätespeicher
löschen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 3


1.7 Handhabung der Sonden
Sicherheitshinweise

Um Leitungsbruch zu vermeiden, darf die Sondenanschlussleitung


nicht geknickt werden! Beim Aufrollen der Sondenanschlussleitung
sollte ein Mindestradius von 50 mm eingehalten werden!

Sonden-
anschluss-
leitung

R  50 mm !

Abb. 1-1 Handhabung der Sonden

Die Messpole der Sonden werden bei der Messung direkt auf das Messob-
jekt aufgesetzt. Um den Verschleiß der Messpole bei der berührenden Mes-
sung so gering wie möglich zu halten, ist folgendes zu beachten:

Sonden stets zügig, aber dennoch sanft auf die Oberfläche des
Messgegenstandes aufsetzen! Harte Stöße vermeiden!

Nicht mit der Sonde über die Oberfläche des Messgegenstandes


kratzen!

Standardsonden nicht auf heiße oder säurebenetzte Oberflächen


aufsetzen, nicht in Flüssigkeiten tauchen! Für diese Einsatzgebiete
sind Spezialsonden verfügbar. Informationen erhalten Sie bei der
Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik und Messtechnik oder
bei Ihrem zuständigen Lieferanten.

1.8 Handhabung, Lagerung und Transport der


Kalibriernormale
Kalibriernormale in Form von Folien und Hartpapier verschiedener Dicke
werden zur Kalibrierung des Messgerätes eingesetzt.
Der einwandfreie Zustand der Kalibiernormale ist eine wichtige Vorausset-

Seite 4 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


zung für eine richtige Kalibrierung und somit für eine richtige Messung.

Sicherheitshinweise
Um den einwandfreien Zustand der Kalibriernormale zu gewährleisten, ist
folgendes zu beachten:
Um den Verschleiß der Kalibriernormale durch die berührende Messung
so gering wie möglich zu halten, sollten sie nur zur Kalibrierung einge-
setzt werden, und nicht für Testmessungen!

Kalibriernormale nicht verschmutzen, knicken oder zerkratzen!


Kalibriernormale mit Verschmutzungen, Knicken, Kratzern, Rissen oder
starken Eindrücken durch unbeschädigte Standards ersetzen. Besonders
Folien, die dünner als 50 µm sind, unterliegen einem raschen Verschleiß.
Empfehlung: Kalibriernormale nach 100 bis 200 Messungen ersetzen!

Um die Kalibriernormale vor Verschmutzungen und Beschädigung zu


schützen, sind die Kalibriernormale in der mitgelieferten Schachtel zu
transportieren, aufzubewahren und zu lagern.

1.9 Reparaturen am Messgerät


Am Messgerät dürfen keine Reparaturen durchgeführt werden.

Eingriffe in das Messgerät oder das Zubehör, dürfen nur von Fach-
personal vorgenommen werden, welches von der Helmut Fischer
GmbH Institut für Elektronik und Messtechnik hierzu autorisiert
wurde.

1.10 Garantie
In den folgenden Fällen übernimmt die Helmut Fischer GmbH Institut für
Elektronik und Messtechnik keine Garantie:
 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung von Messgerät oder Zubehör.

 Anschluss von Zubehör, das nicht von der Helmut Fischer GmbH Institut
für Elektronik und Messtechnik empfohlen bzw. zugelassen ist.
 Reparaturen oder bauliche Änderungen am Messgerät oder
Zubehör, die von nicht autorisierter Stelle vorgenommen wurden.
 Unsachgemäße Handhabung von Messgerät oder Zubehör (wie z. B.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 5


Einsatz in explosionsgefährdeter oder zu heißer Umgebung).
Sicherheitshinweise

 Missachtung der Hinweise dieser Bedienungsanleitung.

Seite 6 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


2 Beschreibung des Messgerätes

Beschreibung des Messgerätes


1
1 Sondenanschlussbuch-
se, Seite 27
2 Anzeige, Seite 8
3 Tasten zum direkten Auf-
2 ruf von Funktionen,
Seite 10
4 USB-Buchse zum An-
3 schluss von Drucker und
PC
4
5 5 Taste ON/OFF: ohne
6 Funktion
7 6 Anschlussbuchse für das
Steckernetzteil (Lieferum-
8 fang)
7 Abdeckung; unter der
Abdeckung befinden
sich weitere Funktions-
tasten, Seite 10
9
8 Gerätename
9 Rutschfeste Gumminop-
10 pen
10 Klappbarer Gerätestän-
der
11 Batteriefach, ohne Funk-
tion

11

Abb. 2-1 Front- und Rückansicht des Messgerätes, Anschlüsse

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 7


2.1 Anzeige
Beschreibung des Messgerätes

Die Anzeige besteht aus mehreren Anzeigeelementen.

Anzeigenelement Erläuterung

Normierung wird durchgeführt (auf unbeschichtetem Prüf-


teil = Grundwerkstoff)
( ab Seite 68).

Kalibrierung wird durchgeführt


( ab Seite 72).

Messung erfolgt nach dem magnetinduktiven Verfahren.

Messung erfolgt nach dem Wirbelstromverfahren.

Glocke:
Toleranzgrenzen sind aktiviert ( ab Seite 111).

Vorhängeschloss:
Eingeschränkter Bedienmodus ist eingeschaltet, d. h. die
Tasten MENU, ZERO und CAL sind nicht aktiv, die Service-
funktionen können nicht aufgerufen werden, Applikatio-
nen können nicht gelöscht werden

( ab Seite 178).
Pfeilkreis:
„Freilaufende” Anzeige ist eingeschaltet, kontinuierliche
Messwertanzeige bei aufgesetzter Sonde
( ab Seite 119).

Alternativ:
Anzeige für Flächenmessung
Anzeige für automatische Messung

Pfeil nach oben:


Obere Toleranzgrenze wurde überschritten.

Seite 8 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Beschreibung des Messgerätes
Anzeigenelement Erläuterung

Pfeil nach unten:


Untere Toleranzgrenze wurde unterschritten.

Beide Pfeile gemeinsam:


Der dargestellte Messwert wurde als Ausreißer
erkannt.

-8.8.8.8 Ziffernelemente zur Darstellung von Messwerten, Fehler-


und Warnmeldungen.

Maßeinheit des dargestellten Messwertes.

Batterie:
Batterie muss gewechselt bzw. Akku muss geladen wer-
den, da Spannung unter einen Mindestwert gesunken ist
( ab Seite 25).
Sanduhr:
Messung ist zur Zeit nicht möglich, da geräteinterne Routi-
ne abläuft.
Kette:
Applikationen, die mit derselben Sonde angelegt
wurden, sind miteinander verkettet, d. h. in diesen
Applikationen wird dieselbe Normierung bzw. Korrektur-
kalibrierung zur Ermittlung der Messwerte verwendet
( ab Seite 59).

Blätter:
Matrix-Messmodus ist aktiviert ( ab Seite 128).

Schlüssel:
Messwertblock ist abgeschlossen.

Hinweiszeilen:
...SCOPE ... Gerätetyp
FKA... Version der geräteinternen Software

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 9


2.2 Funktionen der Tasten des Bedienfeldes
Beschreibung des Messgerätes

Zum leichteren Öffnen der Abdeckung:

1. Auf die Ecken der Abdeckung


drücken und anschließend

2. Abdeckung nach unten schie-


ben.

Abb. 2-2 Abdeckung der Tasten des Bedienfeldes öffnen

Die folgendene Übersicht enthält eine kurze Beschreibung der Funktionen


der einzelnen Tasten des Bedienfelds:

Taste Funktion

DEL Löschen des zuletzt aufgenommenen Messwertes


Wiederholtes Drücken von DEL: Löschen der Messwerte des ak-
tuellen Blocks nacheinander.

.. beim Normieren:
1x DEL - Löschen des letzten Messwertes,
2x DEL - Löschen der Messreihe des Grundwerkstoffs
.. beim Kalibrieren:
1x DEL - Löschen des letzten Messwertes,
2x DEL - Löschen der Messreihe des aktuellen Kalibriernormals.
Wiederholtes Drücken von DEL: Löschen der Messreihen der vor-
hergehenden Kalibriernormale ( ab Seite 118).
.. in allen Menüs:
DEL - Zurück zum vorhergehenden Menü oder Abbrechen des
Vorganges.

Seite 10 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Beschreibung des Messgerätes
Taste Funktion

FINAL-RES Endergebnis aufrufen ( ab Seite 139)

Wiederholtes Drücken von FINAL-RES:


Anzeige der einzelnen Komponenten des Endergebnisses (Mit-
telwert, Standardabweichung, etc.) nacheinander.

.. und danach DEL:


Beenden der Anzeige des Endergebnisses
(Rückkehr zum Messbild) und Löschen der in der
aktuellen Applikation gespeicherten Werte.

.. beim Kalibrieren bzw. Normieren:


Ein- und Ausschalten der „freilaufenden” Anzeige (Anzeige der
normierten Zählraten der Messwerte; Messwerte werden nicht
gespeichert und nicht in die Kalibrierung bzw. Normierung ein-
bezogen) bzw. bei aktiviertem Externstart: Auslösen einer Mes-
sung.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 11


Beschreibung des Messgerätes
Taste Funktion

BLOCK-RES Aufrufen des Blockergebnisses ( ab Seite 133)


Wiederholtes Drücken von BLOCK-RES:
Anzeige der einzelnen Komponenten des Blockergebnisses (Mit-
telwert, Standardabweichung, etc.) nacheinander.

.. und danach :
Beenden der Anzeige des Blockergebnisses (Rückkehr zum
Messbild) ohne den aktuellen Messwertblock abzuschließen (ak-
tuelle Messreihe kann fortgesetzt werden).

.. und danach :
Anzeigen des Blockergebnisses des vorhergehenden oder fol-
genden Messwertblocks der aktuellen Applikation.
Durch wiederholtes Drücken von  können nacheinander alle
Blockergebnisse der aktuellen Applikation abgerufen werden.

.. und danach PRINT:


Ausdrucken des angezeigten Blockergebnisses.

.. und danach MENU:


Anzeigen der Einzelmesswerte des ausgewerteten Messwert-
blocks (danach können durch wiederholtes Drücken von oder
alle Einzelmesswerte angezeigt werden). Erneutes Drücken
von MENU beendet die Anzeige der Einzelmesswerte.

.. und danach DEL:


Löschen der Messwerte des letzten nicht abgeschlossenen Mess-
wertblocks und Beenden der Anzeige des Blockergebnisses
(Rückkehr zum Messbild).

.. und danach ENTER:


Beenden der Anzeige des Blockergebnisses
(Rückkehr zum Messbild) und Abschluss des aktuellen Blocks.
Mit nächster Messung wird neuer Block begonnen.
ON/OFF ohne Funktion
ZERO Aufrufen der Normierung ( ab Seite 68)

Seite 12 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Beschreibung des Messgerätes
Taste Funktion

CAL Aufrufen der Korrekturkalibrierung ( ab Seite 72)


.. und danach CAL:
Abbrechen der Korrekturkalibrierung.

.. und danach DEL:


Löschen der Korrekturkalibrierung der aktuellen Applikation.

.. und danach ZERO:


Aufrufen der Kalibrierung auf Schicht (nur möglich für magnetin-
duktive Sonden und den magnetinduktiven Kanal von Dualson-
den).


 Bei Applikationsauswahl und Toleranzgrenzeneingabe: Verän-
dern der in der Anzeige dargestellten Angaben.
Bei der Kalibrierung: Einstellen des Sollwertes des verwendeten
Kalibriernormals, welcher hinter dem Hinweis „KAL-Soll“ ange-
zeigt wird.
Bei der Parametereinstellung: Auswahl von gewünschten Para-
metern.

Wenn  länger als 3 Sekunden gedrückt wird, verändert sich


die Anzeige schneller.

Bei aktiviertem Externstart: Auslösen einer Messung.

 Ein- und Ausschalten der „freilaufenden” Anzeige.

Bei Applikationsauswahl und Toleranzgrenzeneingabe: Verän-


dern der in der Anzeige dargestellten Angaben.
Bei der Kalibrierung: Einstellen des Sollwertes des verwendeten
Kalibriernormals, welcher hinter dem Hinweis „KAL-Soll“ ange-
zeigt wird.
Bei der Parametereinstellung: Auswahl von gewünschten Para-
metern.

Wenn  länger als 3 Sekunden gedrückt wird, verändert sich


die Anzeige schneller.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 13


Beschreibung des Messgerätes
Taste Funktion

APPL No Auswahl der gewünschten Applikation.

.. und danach DEL:


Löschen der ausgewählten Applikation;

.. und danach Appl No:


Anzeige der den Applikationen zugewiesenen Sonden.

.. und danach oder :


Auswahl der gewünschten Applikation.

.. und danach ENTER:


Bestätigung der Auswahl der gewünschten Applikation und
Rückkehr zum Messbild.
MENU Anzeige und Eingabe der applikationsspezifischen
Einstellungen:

 Toleranzgrenzen
 Auflösung
 Blockgröße
 i Einzelwerte
 Ausreißer

.. und danach oder :


Auswahl der zu editierenden Einstellung.

.. und danach PRINT:


Ausdrucken oder Anzeigen eines Protokolls der
Gerätekonfiguration.

.. und danach ENTER:


Bestätigen der Auswahl der zu editierenden Einstellung.

und danach DEL:


Verlassen der applikationsspezifischen Einstellungen und Rück-
kehr zum Messbild.
PRINT Ausgabe der in der ausgewählten Applikation gespeicherten
Werte (mit Blockergebnissen) auf Drucker oder Übertragung die-
ser Werte zum angeschlossenen Computer.

Seite 14 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Beschreibung des Messgerätes
Taste Funktion

ENTER Bestätigen von Eingaben

5 x ENTER:
Aufrufen der Servicefunktionen
Die Geräteeinstellungen im Menü Servicefunktionen sind durch
ein Passwort geschützt. Nach 5-maligem Drücken von ENTER
wird „157“ angezeigt. Erhöhen Sie diesen Wert durch 2 x
Drücken von auf das werkseitig eingestellte Passwort „159“
und bestätigen Sie mit ENTER.

2.3 Zubehör

2.3.1 Sonden

Alle Sonden, die an das Messgerät anschließbar sind, ha-


ben einen Speicherbaustein, ein sogenanntes
EEPROM, in ihrem Anschlussstecker. In diesem praktisch
beliebig oft überschreibbaren Speicherbaustein werden
sondenspezifische Informationen (wie z. B. Sondentyp,
Fertigungsnummer, Messverfahren oder Koeffizienten der
Masterkennlinie) dauerhaft auch ohne Stromversorgung
gespeichert.
Beim Einschalten des Messgeräts werden diese Informati-
onen der angeschlossenen Sonde automatisch vom Mess-
gerät eingelesen und verarbeitet; das Messgerät “erkennt”
die angeschlossene Sonde.
Korrekte Schichtdickenmessungen können nur durchge-
führt werden, wenn die der aktuellen Applikation zugeord-
nete Sonde zur Messung eingesetzt wird ( Kapitel Abb. 2-3
5.2 ‘Neue Sonde zuweisen’, ab Seite 37) . Sondenstecker
einer Sonde
FGAB 1.3

Für Messungen an geometrisch unterschiedlich geformten Gegenständen


und für unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten stehen verschiedene
Sondentypen zur Verfügung. Spezialsonden mit unterschiedlichen Messbe-

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 15


reichen sind beispielsweise für folgende Einsatzgebiete verfügbar:
Beschreibung des Messgerätes
 besonders raue oder abrasive Oberflächen
 besonders weiche Oberflächen
 feuchte, säurehaltige Verschmutzungen auf der Oberfläche
 besonders dicke oder dünne Beschichtungen
 heiße Oberflächen
 Beschichtungen in Rohren und Bohrungen
Welche Sondentypen verfügbar sind und welcher Sondentyp für Ihre Mes-
saufgabe am besten geeignet ist, entnehmen Sie den entsprechenden Son-
dendatenblättern des Prospektes “Messsonden und Messhilfen - Optimierte
Sonden - Der Schlüssel zur erfolgreichen Schichtdickenmessung”. Sie erhal-
ten diesen Prospekt bei der Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik und
Messtechnik oder bei Ihrem zuständigen Lieferanten.

2.3.2 Kalibriernormale
Zur Kalibrierung werden Kalibriernormale (in Form von Folien oder Hartpa-
pier verschiedener Dicke) eingesetzt, die auf den unbeschichteten Messge-
genstand aufgelegt werden, um eine Schicht mit bekannter Dicke zu simu-
lieren.
Für jeden Sondentyp gibt es einen sondenspezifischen Satz Kalibriernor-
male für die Masterkalibrierung (muss optional bestellt werden) und einen
sondenspezifischen Kalibriernormal-Satz für die Korrekturkalibrierung (im
Lieferumfang einer Sonde enthalten), der speziell für diesen Sondentyp zu-
sammengestellt wurde.
Weitere Kalibriernormale in unterschiedlichen Dicken erhalten Sie auf An-
frage bei der Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik und Messtechnik
oder bei Ihrem zuständigen Lieferanten.

Seite 16 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Beschreibung des Messgerätes
Bestell- Referenzfläche
nummer
der Kali-
brierfolie
Foliendicke

Garantie-
fehlergrenze

Abb. 2-4 Kalibrierfolie (Beispiel) und Masterfolie (Beispiel)

Die Foliendicke der Kalibriernormale wird bei der Helmut Fischer GmbH In-
stitut für Elektronik und Messtechnik mit einem mechanischen Axialmesstas-
ter bestimmt. Der Axialmesstaster wurde mit Endmaßen des Genauigkeits-
grades I, die gemäß nationalen Normen zertifiziert wurden, auf seine
Funktion überprüft.
Die auf den Kalibriernormalen angegebene Garantiefehlergrenze bezieht
sich nur auf die gekennzeichnete Referenzfläche.

Wegen des geringeren Eindruckfehlers gegenüber Kunststofffolien, sollten


für Kalibriernormale mit einer Dicke unter 30 µm Kupfer-Beryllium-Folien
verwendet werden.

Da Kupfer-Beryllium ein elektrisch leitendes Material ist, dürfen CuBe-Nor-


male nur zur Kalibrierung von magnetinduktiven Sonden bzw. zur Kali-
brierung des magnetinduktiven Kanals von Dualsonden eingesetzt wer-
den.

Bei der Dickenmessung von Folien gleicher Dicke, aber unterschiedlichen


Materials (z. B.: eine 12 µm dicke CuBe-Folie und eine 12 µm
dicke Kunststoffolie) auf rauem Messgegenstand, können die auf diesen
beiden Folien gemessenen Werte um bis zu 1 - 2 µm, je nach Rauheit,
voneinander abweichen. Diese Abweichung wird durch die größere Stei-
figkeit der CuBe-Folie verursacht. (Die steife CuBe-Folie liegt verhältnismä-
ßig plan auf den Rauigkeitsspitzen auf, wohingegen die weiche Kunststoff-
folie sich durch den Anpressdruck des Sondenpols eher der Rauigkeit
anpasst.)
Aus diesem Grund ist bei Testmessungen das gleiche Folienmaterial wie
bei der Kalibrierung zu verwenden!

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 17


Zertifizierung der Kalibriernormale
Beschreibung des Messgerätes
Zertifikate für die Kalibriernormale sind auf Anfrage bei Ihrem zuständigen
Lieferanten oder direkt bei der Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik
und Messtechnik erhältlich.

2.3.3 Drucker
Eine Übersicht, welche Drucker für den Anschluss an das Messgerät geeig-
net sind, können Sie dem Menü Servicefunktionen / DRUCKEN ( Kapitel
12.5.1 ‘Druckerauswahl’, ab Seite 171) entnehmen.
Hinweise bezüglich Funktionsweise, Wartung und Pflege des Druckers
können der Bedienungsanleitung des Druckers entnommen werden.

Seite 18 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


2.4 Technische Daten

Beschreibung des Messgerätes


Gerätemodell DUALSCOPE® FMP40-Auto

Display/Anzeige Grafische Anzeige mit Hintergrundbeleuchtung


Messbare Schichten  Nicht ferromagnetische Schichten (NF) auf Stahl oder
Eisen (Fe)
 Elektrisch nichtleitende Schichten (Iso) auf nicht ferromag-
netischen Metallgrundwerkstoffen (NF)
Messmodi  Magnetinduktives Messverfahren
 Amplitudensensitives Wirbelstromverfahren
Abmessungen  Gerät: 170 mm x 90 mm x 35 mm (L x B x H)
 Anzeige: 44 mm x 57 mm (L x B)
Gewicht ca. 340 g (ohne Sonde, betriebsbereit)
Zulässige +10 °C ... +40 °C
Umgebungstempera
tur im Betrieb
Zulässige 5 ... 60 °C
Lagertemperatur
Zulässige relative 30 ... 90 % (nicht kondensierend)
Luftfeuchte
Spannungs- 
versorgung
Leistungs-  0,3 W mit unbeleuchteter Anzeige
aufnahme  0,5 W mit beleuchteter Anzeige
Anschlüsse  Sonde:10-poliger Rundstecker
 Steckernetzteil:2-poliger Hohlstecker
 Mini-USB-Schnittstelle
USB-Anschluss Mini-AB zum Anschluss von Drucker oder PC
Minimaler zeitlicher ca. 0,2 Sekunden im Freilaufmodus
Abstand zwischen
zwei Messungen
Minimaler Abhängig vom Messbereich der angeschlossenen Sonde;
Abhebeabstand mindestens das 3- bis 4-fache der max. messbaren Schicht-
zwischen zwei dicke
Messungen

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 19


Messbereich, Abhängig von angeschlossener Sonde
Beschreibung des Messgerätes
Richtigkeit und (Diese und weitere Kennwerte der Sonden können dem Da-
Wiederholpräzision tenblatt der Sonde entnommen werden bzw. bei Ihrem zu-
ständigen Lieferanten oder direkt bei der Helmut Fischer
GmbH Institut für Elektronik und Messtechnik angefordert
werden.

Seite 20 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


2.5 Lieferumfang und Optionen

Beschreibung des Messgerätes


Nach Erhalt der Lieferung sollten Verpackung und Inhalt auf eventuelle Be-
schädigungen geprüft werden. Weisen Verpackung, Messgerät oder Zube-
hör Beschädigungen auf, so sollte die Verpackung aufbewahrt werden. Sie
wird eventuell benötigt, wenn Schadenersatzansprüche gegenüber der
Spedition geltend gemacht werden sollen.
Für den Fall eines späteren Transports ist es ebenfalls empfehlenswert, die
Verpackung aufzubewahren.

Außerdem sollte überprüft werden, ob alle Komponenten des Standardlie-


ferumfanges und alle bestellten Optionen vorhanden sind. Ist dies nicht der
Fall, so ist der zuständige Lieferant oder die Helmut Fischer GmbH Institut
für Elektronik und Messtechnik zu benachrichtigen.

2.5.1 Standardlieferumfang des Messgeräts


Der Standardlieferumfang des Messgeräts umfasst:
 Messgerät
 Steckernetzgerät
 Interface-Kabel FMP/PC,
 Trage- und Aufbewahrungskoffer, Trageschlaufe
 Mini-CD mit USB-Treibern
 Bedienungsanleitung
 Kurzbedienungsanleitung

2.5.2 Optionen
Als Optionen sind erhältlich:
 Steckernetzgerät
 Verschiedene Messsonden
 Folien - auch mit Zertifikat - für die Kalibrierung und zur Über-
prüfung der Kalibrierung
 Sondenspezifischer Satz Kalibriernormale für die Masterkalibrierung
- auch mit Zertifikat
 Messstativ V12 zur reproduzierbaren Positionierung von Messson-
den auf dem Messgegenstand

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 21


 Spannvorrichtung für Winkelsonden zum Einsatz in Messstativ V12
Beschreibung des Messgerätes
(z. B. für Messsonde FGABW 1.3)
 Spannvorrichtung für Innensonden zum Einsatz in Messstativ V12 (z.
B. für Messsonde FGABI 1.3-150 mm)
 Messstativ V12-AM zum motorisch gesteuerten Aufsetzen und Abhe-
ben von Messsonden
 Kolbenring Messtisch V4FKB4 zur Messung z. B. von Chromschich-
ten auf Kolben- oder Ölabstreifringen
 Führungsvorrichtung V5GW2/TW3 für Winkelsonden zur Messung
an zurückgesetzten, schwer zugänglichen Stellen

Seite 22 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


3 Messverfahren zur Schichtdickenmessung

Messverfahren zur Schichtdickenmessung


In nachfolgender Tabelle finden Sie eine beispielhafte Aufstellung, welche
FMP-Messgeräte und Sonden für welche Messaufgaben eingesetzt werden
können und mit welchem Messverfahren die Schichtdicke gemessen wird.

Messgerät Sondentyp Anwendungsbereich Messverfahren

FD10 Bestimmung der Dicke von Magnetinduktives Ver-


DUALSCOPE FMP40-Auto

nicht magnetischen Schich- fahren gemäß DIN EN


ten auf Stahl oder Eisen. Z. ISO 2178.
B. Chrom-, Kupfer-, Zink- so-
wie Farb-, Lack-, Email- oder
Kunststoffschichten.
Bestimmung der Dicke von Amplitudensensitives
elektrisch nicht leitenden, Wirbelstromverfahren
nichtmagnetischen Schich- gemäß DIN EN ISO
ten auf nicht ferromagneti- 2360.
schem, elektrisch leitendem
Grundwerkstoff. Farb-, Lack-
oder Kunststoffschichten auf
z. B. Aluminium, Kupfer,
Zink usw. sowie anodisierte
Schichten auf Aluminium.

3.1 Magnetinduktives Verfahren


Berührendes Messverfahren. Durch den Erregerstrom wird ein niederfre-
quentes Magnetfeld erzeugt, dessen Stärke vom Abstand zwischen Mess-
sonde und Grundwerkstoff abhängt. Mittels Messspule wird das Magnet-
feld erfasst. Das erhaltene Messsignal wird im Messgerät über die
Sondenkennlinie in den Schichtdickenwert umgewandelt.
Glossar

3.2 Wirbelstromverfahren
Durch den Erregerstrom wird ein hochfrequentes Magnetfeld erzeugt, das
im Material Wirbelströme induziert. Die Ausbildung dieser Wirbelströme

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 23


ist abhängig vom Abstand (Schichtdicke) zwischen Messsonde und Grund-
Messverfahren zur Schichtdickenmessung
werkstoff. Das Messsignal, welches die Rückwirkung des Magnetfeldes der
Wirbelströme auf das ursprüngliche Magnetfeld erfasst, wird in einen
schichtdickenproportionalen Messwert umgewandelt.
Glossar

3.3 Messen mit DUAL-Sonden


In Dualsonden (z. B. FD10) sind das magnetinduktive und das Wirbelstrom-
verfahren kombiniert. Mit diesen Sonden können also sowohl nichtmagne-
tische Schichten oder Isolierschichten auf Stahl oder Eisen als auch Isolier-
schichten auf nichtferromagnetischen, elektrisch leitenden
Grundwerkstoffen gemessen werden.

Seite 24 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


4 Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung

Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung


Um elektrische Entladungen zu vermeiden, sollten Steckverbindun-
gen nur bei ausgeschaltetem Messgerät gelöst bzw. geschlossen
werden. Der Anschluss des Steckernetzteils sollte ebenfalls nur bei
ausgeschaltetem Messgerät erfolgen! Schon geringfügige elektri-
sche Entladungen können Speicher im Messgerät löschen.

Stecker sollten weder beim Ein- noch beim Ausstecken verkantet


werden, da es sonst zur Beschädigung der Kontaktstifte der Ste-
cker kommen kann.

Die Ausführungen des Kapitels “1 Wichtige Hinweise” sind unbedingt zu


beachten!

Die Inbetriebnahme setzt sich aus den folgenden Schritten zusammen:


 Bereitstellen der Spannungsversorgung für das Messgerät
( 4.1 ‘Spannungsversorgung’, ab Seite 25)
 Anschluss einer Messsonde an das Messgerät
( 4.2 ‘Sondenanschluss’, ab Seite 27)
 Anschluss eines Druckers (sofern vorhanden) an das Messgerät
( 11.6 ‘Anschluss eines Druckers’, ab Seite 155)
 Anschluss eines Computers (sofern gewünscht) an das Messgerät
( 11 ‘Datenübertragung’, ab Seite 146)
 Anpassen der Sprache des Messgerätes, sofern im Auslieferzustand
nicht Ihre Sprache eingestellt ist ( 12.2.1 ‘Sprache’, ab Seite 158)

4.1 Spannungsversorgung
 Die Spannungsversorgung erfolgt ausschließlich mit dem Steckernetz-
teil aus dem Lieferumfang.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 25


4.1.1 Netzanschluss
Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung

Um das Messgerät über das Steckernetzteil ans Stromnetz anzuschließen,


muss das Steckernetzteil ans Messgerät und ans Stromnetz angeschlossen
werden. Hierbei muss das Messgerät ausgeschaltet sein!

Seite 26 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


4.2 Sondenanschluss

Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung


Zur Schichtdickenmessung muss eine Messsonde an das Messgerät ange-
schlossen werden. Je nach vorliegendem Grundwerkstoff muss die passen-
de Sonde ausgewählt werden.

Sonden nur bei ausgeschaltetem Messgerät anschließen bzw.


anstecken!
Messgerät ausschalten: Trennen Sie das Messgerät von der Netzspan-
nung. Die Anzeige ist nicht hinterleuchtet und es sind keine Zeichen zu
erkennen.

Messgerät und Zubehör sind vor elektrostatischer Aufladung zu


schützen!
Elektrische Entladungen können geräteinterne Komponenten
beschädigen oder interne Gerätespeicher löschen.
Solche Entladungen können beispielsweise beim Anschluss der Sonde an
das Messgerät auftreten. Beim Sondenanschluss also darauf achten, dass
die Person, die den Sondenanschluss vornimmt, geerdet ist.
Es ist empfehlenswert, das Messgerät mit angeschlossener Sonde aufzube-
wahren.

1. Messgerät ausschalten (falls noch nicht erfolgt): Trennen Sie das


Messgerät von der Netzspannung.

2. Falls die am Messgerät angeschlossene Sonde gewechselt werden


soll, Rändelschraube des Sondensteckers ganz losdrehen und Son-
denstecker vorsichtig aus der Anschlussbuchse des Messgeräts zie-
hen.

3. Sondenstecker der neuen Sonde in die Sondenanschlussbuchse des


Messgerätes einstecken.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 27


Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung
Beim Einstecken darauf achten, dass die Nase des Steckers in die
Nut der Buchse kommt! Sonst könnte es zur falschen Verbindung
von Messgerät und Sonde oder zur Beschädigung der Kontaktstifte
des Sondensteckers kommen.

Nase (Stecker) Nut (Buchse)

Abb. 4-1 Sondenstecker und Sondenanschlussbuchse

4. Rändelschraube des Sondensteckers festdrehen.


Sondenstecker dabei festhalten, um versehentliches Verdrehen des
Sondensteckers zu vermeiden.

Um eine Beschädigung der Kontaktstifte des Sondensteckers zu


vermeiden, darf nur an der Rändelschraube gedreht werden! Kei-
nesfalls darf der Sondenstecker in der Anschlussbuchse gedreht
werden.

Seite 28 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung
3. 4.
Sondenanschlussstecker

Anschlussbuchse
Messgerät

Abb. 4-2 Sonde anschließen

5. Messgerät wieder einschalten: Verbinden Sie das Messgerät mit der


Netzspannung, nehmen Sie dazu das Steckernetzteil aus dem Liefer-
umfang. Das Messgerät erkennt automatisch, welcher Sondentyp
angeschlossen ist.

Ausnahme: Wenn in der Anzeige das Symbol für das Messverfahren blinkt,
wird die angeschlossene Sonde nicht erkannt. In diesem Fall ist folgendes
zu tun:
 Legen Sie für die angeschlossene Sonde eine neue Applikation an
( 6.1 ‘Anlegen einer Applikation’, ab Seite 41) und/oder
 Weisen Sie die Sonde dem Messgerät bzw. der entsprechenden Appli-
kation zu ( 5.2 ‘Neue Sonde zuweisen’, ab Seite 37) oder
 Schließen Sie die bisher mit der entsprechenden Applikation ver-
knüpfte Sonde wieder an.

Nach Zuweisung der Sonde muss unbedingt eine neue Korrekturkalibrie-


rung durchgeführt werden ( Seite 72)!

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 29


4.3 Messgerät ein-/ausschalten
Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung

Um Fehlmessungen zu vermeiden, darf sich beim Einschalten des Messge-


rätes in der Nähe des Sondenpols kein metallischer Gegenstand befin-
den!
Der Mindestabstand, der eingehalten werden muss, ist sondenabhängig
(Richtwert: das Fünffache der oberen Messbereichsgrenze; d. h. bei einer
Sonde mit dem Messbereich 0...5 mm muss ein Mindestabstand von
25 mm eingehalten werden).

4.3.1 Messverfahren der angeschlossenen Sonde


Nach dem Einschalten des Messgerätes wird in der Anzeige das Messver-
fahren der angeschlossenen Sonde bzw. das Messverfahren der zuletzt
ausgeführten Messung angezeigt.
Bei Dualsonden wird zusätzlich das in der aktuellen Applikation eingestell-
te Dualprinzip angezeigt (Erläuterung zum Dualprinzip:
5.3 ‘Dualmodus für DUAL-Sonden einstellen’, ab Seite 39 /
12.7.6 ‘Dualprinzip’, ab Seite 193).

Anzeige Erläuterung

[NF/Fe] Magnetinduktive Sonde angeschlossen.


[NC/NF] Wirbelstromsonde angeschlossen.
[NF/Fe NC/NF] Dualsonde angeschlossen und Dualprinzip [beide] einge-
stellt (d. h. in der aktuellen Applikation kann mit beiden
Messverfahren gemessen werden).
[NF/Fe NC/NF] Dualsonde angeschlossen und Dualprinzip [NF/Fe] einge-
stellt (d. h. in der aktuellen Applikation kann nur mit dem
magnetinduktiven Verfahren gemessen werden).
Oder: Die Sonde wurde zuletzt auf Fe-Grundwerkstoff auf-
gesetzt.
[NF/Fe NC/NF] Dualsonde angeschlossen und Dualprinzip [NC/NF] einge-
stellt (d. h. in der aktuellen Applikation kann nur mit dem
Wirbelstromverfahren gemessen werden).
Oder: Die Sonde wurde zuletzt auf NF-Grundwerkstoff auf-
gesetzt.

Seite 30 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung
Falls die Anzeige des Messverfahrens blinkt, wurde mit der angeschlosse-
nen Sonde noch keine Applikation angelegt. Messungen können bei blin-
kender Anzeige nicht durchgeführt werden.
Damit Schichtdicken-Messwerte aufgenommen werden können, muss mit
der angeschlossenen Sonde eine Applikation angelegt werden
( 6.1 ‘Anlegen einer Applikation’, ab Seite 41).

4.3.2 Einschalten

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Messgerät Ein akustisches Signal ertönt.


über das
Steckernetz- Überwachungsroutine läuft automatisch ab.
teil mit dem
Spannungs- Nach Ablauf der Überwachungsroutine
netz verbin- wird automatisch die Applikation aufgeru-
den fen, in der zuletzt mit der angeschlossenen
Sonde gemessen wurde und das Gerät ist
messbereit.
Der letzte Messwert des letzten nicht abge-
schlossenen Blocks erscheint. Außerdem ist
das Symbol des Messverfahrens der ange-
schlossenen Sonde zu sehen ( Seite 30).

[µm] bzw. [mm] bzw. [mils]:


Maßeinheit des dargestellten Messwertes

[Appl:]: Nr. der aktuellen Applikation

[Dicke]: Messprogramm „Schichtdicke”


( 6.6.6 ‘Messprogramme’, ab Seite 57)

[Blck:]: Nummer des aktuellen Blocks

[n=]: Anzahl der im aktuellen Block gespei-


cherten Einzelmesswerte

Alternativ zu oben dargestellter Anzeige können nach dem Einschalten

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 31


auch folgende Anzeigen erscheinen:
Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung

Ausschnitt der Erläuterung Anzeige nach dem Einschalten


Anzeige

Nach dem Einschalten des Messgerätes erscheint kein


Messwert, da der letzte, nicht abgeschlossene Block keine
Messwerte enthält.

Falls in der Servicefunktion Speichermodus [nicht


speichern] oder [löschen bei off] eingestellt wurde, er-
scheint nach dem Einschalten des Messgeräts ebenfalls
kein Messwert, da die Messwerte entweder gar nicht ge-
speichert oder beim Ausschalten gelöscht wurden.
( 12.9 ‘Speichermodus’, ab Seite 194)

Der aktuellen Applikation wurde eine Bezeichnung (in die-


sem Fall: „Blech“) zugewiesen.
( 6.5 ‘Zuweisen von Applikationsbezeichnungen’, ab
Seite 48)

Wenn eine Applikationsbezeichnung zugewiesen wurde,


dann erscheint diese Bezeichnung in den Hinweiszeilen
der Anzeige, gegebenenfalls abwechselnd mit der Appli-
kationsnummer.

In der aktuellen Applikation sind die Toleranzgrenzen akti-


viert:
( 6.6.1 ‘Toleranzgrenzen’, ab Seite 50 und
9.3.6 ‘Messung mit aktivierten Toleranzgrenzen’, ab
Seite 111).

In der aktuellen Applikation ist die automatische Blockbil-


dung eingestellt ( 6.6.3 ‘Automatische Blockbildung’,
ab Seite 53 und 9.3.7 ‘Messung mit fester Blockgröße’, ab
Seite 112).

[n=]: Anzahl der im aktuellen Block gespeicherten Einzel-


messwerte / Blockgröße

Seite 32 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung
Ausschnitt der Erläuterung Anzeige nach dem Einschalten
Anzeige

In der aktuellen Applikation ist der Einzelwert-Modus einge-


stellt ( 6.6.4 ‘Einzelwert-Modus’, ab Seite 54 und
9.3.8 ‘Messung im Einzelwert-Modus’, ab Seite 113).

[i=]: Anzahl der im Einzelwertmodus aufgenommenen Ein-


zelmesswerte / eingestellte Anzahl der zusammmenzufas-
senden Einzelmesswerte

In der aktuellen Applikation ist die „freilaufende“ Anzeige


eingeschaltet:
( 9.6 ‘Messen mit freilaufender Anzeige’, ab Seite 119)

In der aktuellen Applikation ist die „freilaufende“ Anzeige


eingeschaltet: und die Analoganzeige sind aktiviert
( 9.6 ‘Messen mit freilaufender Anzeige’, ab Seite 119
und 12.6.2 ‘Analoganzeige’, ab Seite 180).

[0.00 10.00]: Grenzen der Analoganzeige

Der Matrix-Messmodus ist aktiviert:

( 9.7 ‘Messung im Standard- und Matrix-Messmodus’,


ab Seite 126 und 12.6.3 ‘Matrixmodus’, ab Seite 181).

Der Matrix-Messmodus ist aktiviert: .

( 9.7 ‘Messung im Standard- und Matrix-Messmodus’,


ab Seite 126 und 12.6.3 ‘Matrixmodus’, ab Seite 181).
Zusätzlich wurden der aktuellen Applikation („Blech“) und
dem aktuellen Block („Rückseite“) jeweils eine Bezeichnung
zugewiesen ( 6.5 ‘Zuweisen von Applikationsbezeich-
nungen’, ab Seite 48 und 9.7.5 ‘Blockbezeichnungen zu-
weisen’, ab Seite 132).

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 33


Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung
Ausschnitt der Erläuterung Anzeige nach dem Einschalten
Anzeige

Diese Fehlermeldung erscheint kurzzeitig nach dem Ein-


schalten, wenn keine Sonde am Messgerät angeschlossen
ist, die Sonde nicht richtig eingesteckt ist oder die ange-
schlossene Sonde defekt ist. Messungen können ohne an-
geschlossene Sonde nicht durchgeführt werden
( 4.2 ‘Sondenanschluss’, ab Seite 27).

Diese Warnmeldung erscheint kurzzeitig nach dem Ein-


schalten, wenn eine andere Sonde, als zuletzt verwendet,
an das Messgerät angeschlossen wurde
( 5.2 ‘Neue Sonde zuweisen’, ab Seite 37).

Die aktuelle Applikation ist noch nicht angelegt. Damit


Schichtdickenmesswerte aufgenommen werden können,
muss mit der angeschlossenen Sonde eine Applikation an-
gelegt werden ( 6.1 ‘Anlegen einer Applikation’, ab
Seite 41).

4.3.3 Messmodi
( Kapitel 12.7.5 ‘Messgröße’, ab Seite 191)
Je nach eingestelltem Messmodus kann nach dem Einschalten des Messge-
rätes folgendes erscheinen:
 ein Schichtdickenmesswert d,

 eine normierte Zählrate Xn

 eine Zählrate X

 d und Xs (Zählrate bei abgehobener Sonde) oder

 Xn und Xs

4.3.4 Ausschalten des Messgerätes


Trennen Sie das Messgerät vom Spannungsnetz.

Seite 34 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


4.4 Reinigung

Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung


Um eine Beschädigung des Messgeräts durch elektrische Schläge
zu vermeiden, ist vor dem Reinigen des Messgeräts oder des Zube-
hörs unbedingt der Netzstecker des Steckernetzteils zu ziehen!

Falls Messgerät oder Zubehör verschmutzt werden sollten, sind sie mit ei-
nem Kunststoffpflegemittel und einem weichen Lappen zu reinigen.
Folgendes sollte bei der Reinigung beachtet werden:

Kurzschlussgefahr!
Wasser oder andere Flüssigkeiten dürfen nicht ins Innere von
Messgerät oder Zubehör gelangen! Messgerät oder Zubehör bei
der Reinigung nicht in Flüssigkeiten tauchen oder legen, um Ver-
schmutzungen durch Einweichen abzulösen! Keine Flüssigkeiten
über Messgerät oder Zubehör schütten!

Eventuelle Verschmutzungen unverzüglich abwischen, um Antrocknen zu


vermeiden!

Keine aggressiven Mittel zur Reinigung des Messgeräts oder des Zube-
hörs verwenden, da sonst das Kunststoffgehäuse angegriffen wird!

Um Beschädigungen zu verhindern, ist eine Reinigung durch Abkratzen


der Verschmutzungen zu vermeiden, insbesondere im Bereich des Son-
denpols.

Keine aggressiven Mittel zur Reinigung der Kalibriernormale verwenden,


da sonst die Kalibriernormale beschädigt werden! Die Verwendung
beschädigter Kalibriernormale (z. B. verschmutzter oder zerkratzter Nor-
male) führt zu falschen Messergebnissen! (Weitere Informationen:
1.8 ‘Handhabung, Lagerung und Transport der Kalibriernormale’, ab
Seite 4)

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 35


5 Handhabung der Sonden
Handhabung der Sonden

5.1 Handling beim Messen

Beispiel:
Sonde
FGAB1.3

 Sonde stets an der Griffhülse halten (rechte


Griffhülse
Abb.).
Messgegenstand
 Sonde stets sanft und senkrecht zur Oberfläche
des Messgegenstandes aufsetzen.
 Griffhülse bis zur Oberfläche des Messgegen-
standes schieben, so dass die Griffhülse auf dem
Messgegenstand aufsitzt (rechtes Bild Mitte und
unten).
 In der Standardeinstellung wird die Messwer-
tüber-nahme durch einen Piepton signalisiert.
 Vor der nächsten Messung Sonde vom Messge-
genstand abheben.

Vermeiden Sie Stöße.


Lassen Sie die Sonde nicht direkt über der Oberfläche schweben!
Dies ruft Fehlmessungen hervor!
Sondenanschlussleitung nicht knicken! Dies kann zu Leitungsbruch
führen!

Seite 36 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


5.2 Neue Sonde zuweisen

Handhabung der Sonden


Das Messgerät erkennt, wenn eine andere Sonde am Gerät angeschlossen
ist, als es gemäß Sondenkennung sein sollte.
Grund: Jede individuelle Sonde hat einen Namen, der aus der Kenn-Num-
mer und der Modellbezeichnung (z. B. FGAB 1.3) zusammengesetzt ist.
Unter diesem Namen muss die Sonde beim Messgerät „angemeldet” sein.

Mögliche Problemursachen:
 Nach einer Reparatur hat die Sonde eine andere Kenn-Nummer erhal-
ten.
 Eine neu gekaufte Sonde ist noch nicht zugewiesen worden.

 Besitzt ein Anwender mehrere Sonden des gleichen Sondenmodells,


tritt ein Problem auf, wenn er eine nicht zugewiesene Sonde an ein
Messgerät anschließt. In diesem Fall empfiehlt es sich, Sonden bzw.
Messgeräte mit Nummern zu kennzeichnen.

Wird eine Applikation geöffnet, deren Messwerte nicht mit der angeschlos-
senen Sonde aufgenommen wurden, blinkt das Symbol für die Kennzeich-
nung des Messverfahrens (z. B. [NF/Fe] oder [Iso/NF]).

Wird eine Sonde einer oder mehreren Applikationen zugewiesen, so


werden deren Korrekturkalibrierungen gelöscht und der Anwender
muss erneut für jede dieser Applikationen eine Korrekturkalibrierung
durchführen ( 7.5 ‘Korrekturkalibrierung’, ab Seite 72).

So weisen Sie einer Applikation eine Sonde zu:

1. Messgerät ausschalten (vom Spannungsnetz trennen).

2. Neue Sonde anschließen ( Seite 27).

3. Messgerät einschalten: Über das Steckernetzteil mit dem Spannungs-


netz verbinden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 37


Handhabung der Sonden
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Diese Warnmeldung erscheint kurzzeitig


nach dem Einschalten, wenn eine andere
Sonde, als die zuletzt verwendete, an das
Messgerät angeschlossen wurde. Anschlie-
ßend blinkt die Anzeige des Messverfah-
rens.

Bsp.: FGAB1.3 = Name der angeschlosse-


4. nen Sonde
ZERO DEL: Sondenzuweisung wird gestartet
ENTER: Sonde wird nicht zugewiesen, An-
zeige des Messverfahrens blinkt

DEL: Sonde wird allen Applikationen zuge-


5. wiesen
DEL ENTER: Sonde wird nur der aktuellen Appli-
kation zugewiesen

DEL: Alle gespeicherten Messwerte werden


6. gelöscht, die Sonde wird der aktuellen Ap-
DEL plikation/allen Applikationen zugewiesen
ENTER: Sonde wird nicht zugewiesen, An-
zeige des Messverfahrens blinkt weiterhin

ZERO und CAL erscheinen in der Anzeige.


7. Normierung und Korrekturkalibrierung müs-
sen durchgeführt werden ( ab Seite 68).
Erscheint nur ZERO in der Anzeige, ist die
Durchführung einer Normierung ausrei-
chend.
ENTER: Die Durchführung der Normierung
wird übergangen. Es wird nur eine Korrek-
turkalibrierung durchgeführt.
DEL (2x): Vorhandene Korrekturkalibrie-
rung wird gelöscht.
CAL: Der Vorgang wird abgebrochen. We-
der Normierung, noch Korrekturkalibrie-
rung werden durchgeführt.

Seite 38 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


5.3 Dualmodus für DUAL-Sonden einstellen

Handhabung der Sonden


Wird eine DUAL-Sonde an das Messgerät angeschlossen, erscheint im
Menü Servicefunktionen / Messung zusätzlich das Menü Dualprinzip
( 12.7.6 ‘Dualprinzip’, ab Seite 193). In diesem Menü kann das Mess-
verfahren ausgewählt werden:

Ausschnitt der Erläuterung


Anzeige

NF/Fe: Messung mit magnetinduktivem Verfahren


Iso/NF: Messung mit Wirbelstromverfahren
beide: sowohl Messung mit Wirbelstromverfahren als auch
Messung mit magnetinduktivem Verfahren möglich

Die Auswahl erfolgt mit den Pfeiltasten  oder 


Auswahl bestätigen durch Drücken von ENTER.

Ist eine Dualsonde an das Messgerät angeschlossen, wird nach dem Ein-
schalten in der Anzeige das eingestellte Dualprinzip angezeigt
( 4.3.1 ‘Messverfahren der angeschlossenen Sonde’, ab Seite 30):

Messung erfolgt nach dem magnetinduktiven Verfahren

Messung erfolgt nach dem Wirbelstromverfahren

Das Dualprinzip kann in jeder Applikation separat eingestellt wer-


den. Die Einstellungen des Dualprinzips der anderen Applikationen
bleiben davon unbeeinflusst.

Wenn das Dualprinzip beide eingestellt ist, können beide Messverfahren


zur Messung eingesetzt werden. Beim Aufsetzen der Sonde auf das Prüfteil
wird automatisch das richtige Messverfahren eingesetzt.
Wenn das Dualprinzip NC/NF oder NF/Fe eingestellt ist, kann nur mit dem
jeweiligen Messverfahren gemessen werden. Auf diese Weise kann, z. B.
bei der Messung auf einem Mehrschichtsystem, sichergestellt werden, dass
tatsächlich die Dicke der interessierenden Schicht bestimmt wird.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 39


Um beispielsweise die Dicke der Iso-Schicht aus Abb. 5-1 zu bestimmen,
Handhabung der Sonden
muss die NF-Schicht eine gewisse Mindestdicke aufweisen (z. B. für Zink
ca. 60 µm) und das Dualprinzip NC/NF eingestellt sein:

Isolierschicht (Iso-Schicht)
Nichtferromagnetisches Metall (NF-Schicht)
Ferromagnetischer Grundwerkstoff

Abb. 5-1 Beispiel Aufbau Mehrschichtsystem

Wenn NF/Fe eingestellt ist, wird der ferromagnetische Grundwerkstoff be-


rücksichtigt und die Dicke von Iso-Schicht plus NF-Schicht bestimmt.
Wenn jedoch beide eingestellt ist, wird je nach Dicke und elektrischer Leit-
fähigkeit der NF-Schicht, entweder nur die Isoschicht (bei relativ dicken NF-
Schichten) oder die Dicke von Iso-Schicht plus NF-Schicht (bei relativ dün-
nen NF-Schichten) bestimmt.

Seite 40 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


6 Applikationen

Applikationen
Alle relevanten Einstellungen und Parameter für eine Messaufgabe sowie
die zu erfassenden Messwerte werden in einer Datei gespeichert - wir spre-
chen in diesem Zusammenhang von einer Applikation.

Das Messgerät bietet die Möglichkeit bis zu 100 verschiedene Applikatio-


nen anzulegen. In diesen Applikationen können insgesamt maximal
20.000 Messwerte gespeichert werden. Die Messwerte können in bis zu
4.000 Blöcken zusammengefasst werden.

Eine Applikation besteht aus:


 Einzelmesswerten,
 applikationsspezifischen Einstellungen und den
 Koeffizienten, die bei der Normierung und Korrekturkalibrierung
ermittelt wurden (werden zur Anpassung der im Sondenstecker
gespeicherten Masterkennlinie an die aktuelle Messaufgabe verwen-
det).

6.1 Anlegen einer Applikation


Bevor Messungen in einer Applikation durchgeführt werden können, muss
eine Sonde angeschlossen und die Applikation angelegt sein.

Wenn die Verkettung aktiviert ist ( gekennzeichnet durch: in der


Anzeige), wird beim Anlegen einer Applikation automatisch geprüft, ob be-
reits eine oder mehrere Applikationen mit der angeschlossenen Sonde an-
gelegt wurden. Ist dies der Fall, ist beim Anlegen der Applikation keine
Normierung erforderlich. In diesem Fall wird die Normierung und Korrek-
turkalibrierung der Applikation(en) verwendet, die mit dieser Sonde ange-
legt wurden.
Solange der eingeschränkte Bedienmodus eingeschaltet ist (gekenn-
zeichnet durch in der Anzeige), können nur bereits angelegte
Applikationen ausgewählt werden, d. h. neue Applikationen können
nicht angelegt werden ( 12.6.1 ‘Eingeschränkter Bedienmodus’,
ab Seite 178).

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 41


6.1.1 Vorgehensweise
Applikationen

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

APPL No Applikationsauswahl mit APPL No starten.

[Appl:]: Applikationsnummer

[Blech:]: Zugewiesene Applikationsbezeich-


nung (Beispiel; erscheint nur, wenn eine Ap-
plikationsbezeichnung zugewiesen wurde
( 6.5 ‘Zuweisen von Applikationsbe-
zeichnungen’, ab Seite 48). Wurde keine
Applikationsbezeichnung zugewiesen, er-
scheint sofort folgende Darstellung in der
Anzeige:

APPL No Applikationsauswahl mit APPL No starten


bzw. fortsetzen.

[Appl:]: Applikationsnummer

[n=]: Anzahl der in der Applikation gespei-


cherten Messwerte

 oder  Applikation, die noch nicht angelegt ist, mit


den Pfeiltasten auswählen.

APPL No Anzeige der - der Applikation zugewiese-


nen - Sonde durch erneutes Drücken von
APPL No.
 oder : Auswahl der Applikation.
ENTER: Bestätigen der Applikationsaus-
wahl.
Erneutes Drücken von APPL No: Zurück zum
Menü APPL No.

Seite 42 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Applikationen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ENTER Anlegen der Applikation mit ENTER starten.


ZERO und CAL erscheinen in der Anzeige.
Es müssen eine Normierung und eine Kor-
rekturkalibrierung durchgeführt werden (bei
magnetinduktiver Messmethode).
Erscheint nur ZERO in der Anzeige, ist die
Durchführung einer Normierung ausrei-
chend (bei Wirbelstrom-Messmethode).
DEL: Löschen der aktuellen Korrekturkali-
brierung
ENTER: Übergehen der Normierung oder
der Korrekturkalibrierung
CAL: Abbruch der Normierung oder der
Korrekturkalibrierung

6.1.2 Anlegen einer Applikation mit einer Dualsonde


Bitte beachten Sie, dass zur Normierung bzw. Korrekturkalibrierung unbe-
dingt unbeschichtete Referenzteile aus der gleichen Produktion wie die
eigentlichen Messgegenstände verwendet werden müssen!

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Durchführen der Normierung: ab


Seite 68.
Durchführen der Korrekturkalibrierung:
ab Seite 72.

Beim Anlegen einer Applikation mit einer Dualsonde wird die Applikation
zunächst nur für eines der beiden Messverfahren angelegt.
Bevor in dieser Applikation Schichtdicken-Messwerte mit dem anderen
Messverfahren aufgenommen werden können, muss die Applikation auch
für das andere Verfahren normiert werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 43


6.2 Auswählen der gewünschten Applikation
Applikationen

Damit Schichtdicken-Messwerte aufgenommen werden können, muss vor


Durchführen einer Messung eine Sonde angeschlossen und eine Applikati-
on ausgewählt werden, die mit der angeschlossenen Sonde angelegt wur-
de.
Falls nach dem Einschalten des Messgeräts oder nach dem Auswäh-
len einer Applikation die Anzeige des Messverfahrens ( Seite 30)
in der Anzeige blinkt, wurde mit der angeschlossenen Sonde noch
keine Applikation angelegt. Messungen können bei blinkender
Anzeige nicht durchgeführt werden.

Falls noch keine Applikation mit der angeschlossenen Sonde angelegt wur-
de, gibt es die folgenden Möglichkeiten:
 Anlegen einer neuen Applikation mit der angeschlossenen Sonde
( 6.1 ‘Anlegen einer Applikation’, ab Seite 41),
 Überschreiben einer bestehenden Applikation mit der angeschlossenen
Sonde ( 6.3 ‘Löschen einer Applikation’, ab Seite 45),
 Anschluss einer Sonde, mit der bereits eine Applikation angelegt
wurde ( 4.2 ‘Sondenanschluss’, ab Seite 27).

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

APPL No Applikationsauswahl mit APPL No starten.

[Appl:]: Applikationsnummer
[n=]: Anzahl der in der Applikation gespei-
cherten Messwerte

 oder  Gewünschte Applikation mit den Pfeiltasten


auswählen.

ENTER Applikationsauswahl mit ENTER bestätigen.


Die ausgewählte Applikation wird aufgeru-
fen. Der letzte Messwert des letzten nicht
abgeschlossenen Blocks wird angezeigt.
Das Gerät ist messbereit.

Seite 44 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


6.3 Löschen einer Applikation

Applikationen
Solange der eingeschränkte Bedienmodus eingeschaltet ist (gekenn-
zeichnet durch in der Anzeige), ist die Taste DEL nicht aktiv, d. h.
Applikationen können nicht gelöscht werden
( 12.6.1 ‘Eingeschränkter Bedienmodus’, ab Seite 178).

Beim Löschen einer Applikation werden alle dort gespeicherten Mess-


werte sowie Normierungs- und Kalibrierungskoeffizienten gelöscht.
Damit ist dieser Applikationsspeicher wieder frei für eine neue Mess-
aufgabe.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

APPL No Applikationsauswahl mit APPL No starten.

[Appl:]: Applikationsnummer

[n=]: Anzahl der in der Applikation gespei-


cherten Messwerte

 oder  Zu löschende Applikation mit den Pfeiltas-


ten auswählen oder seitenweise Blättern mit
CAL + 

DEL Löschvorgang durch Drücken von DEL star-


ten. Erneutes Drücken von DEL: Applikation
löschen.

ENTER: Löschvorgang abbrechen.

Jetzt kann eine andere Applikation ausge-


wählt ( Seite 44) oder eine neue Applika-
tion angelegt ( Seite 41) werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 45


6.4 Liste der angelegten Applikationen
Applikationen

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

APPL No Applikationsauswahl mit APPL No starten.

[Blech:]: Zugewiesene Applikationsbezeich-


nung (Beispiel; erscheint nur, wenn eine Ap-
plikationsbezeichnung zugewiesen wurde
( 6.5 ‘Zuweisen von Applikationsbe-
zeichnungen’, ab Seite 48). Wurde keine
Applikationsbezeichnung zugewiesen, er-
scheint sofort folgende Darstellung in der
Anzeige:

[Appl:]: Applikationsnummer

[n=]: Anzahl der in der Applikation gespei-


cherten Messwerte

PRINT Ausdruck der Liste der angelegten Applika-


tionen mit PRINT starten.

Bei angeschlossenem und eingeschaltetem


Drucker wird die Liste der angelegten Appli-
kationen ausgedruckt ( Abb. 6-1).

Jetzt kann eine andere Applikation ausge-


wählt ( Seite 44) oder eine neue Applika-
tion angelegt ( Seite 41) werden.

Seite 46 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Applikationen
FISCHER DUALSCOPE FMP40 19.05.08
Applikationen:
0 Blech
FD10 Dual 19.05.08 n= 4
1 Flaeche
FD10 Dual ------ n= 0
2 Ebene
FD10 Dual ------ n= 0
Abb. 6-1 Liste der angelegten Applikationen (Beispiel)

Erläuterungen zu Abb. 6-1:


FISCHER DUAL- Gerätetyp
SCOPE FMP40
19.05.08 Aktuelles Datum
0, 1, 2 (1. Spalte) Nummer der Applikation
Blech, Flaeche ... Applikationsbezeichnung (erscheint nur, wenn eine
(2. Spalte) Applikationsbezeichnung zugewiesen wurde
( Seite 48).
FD10, EGAB1.3 ... Kurzbezeichnung der Sonde, mit der die Applikation
(2. Spalte) angelegt wurde.
NC/NF, Dual ... Messverfahren der Sonde, mit der die Applikation an-
(3. Spalte) gelegt wurde.
19.05.08 Blockabschluss-Datum des letzten Blockabschlusses
(4. Spalte) dieser Applikation (Wenn hier kein Datum steht, ent-
hält diese Applikation keinen abgeschlossenen Block!).
n= Anzahl der in dieser Applikation gespeicherten Mess-
(5. Spalte) werte.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 47


6.5 Zuweisen von Applikationsbezeichnungen
Applikationen

Jeder Applikation kann eine kundenspezifische Bezeichnung zugewiesen


werden, die aus maximal 16 ASCII-Zeichen zusammengesetzt sein darf.
Die Zuweisung der Applikationsbezeichnung ist auf folgende Arten mög-
lich:
 Einsatz der Software FischerDataCenter (Lieferumfang)

 Senden des Befehls “SAN” über die Schnittstelle


( 11.5.2 ‘Steuerbefehle’, ab Seite 150)
Bei der Messung im Matrix-Messmodus kann zusätzlich auch jedem Block
eine Bezeichnung zugewiesen werden ( Seite 132).
Wenn Applikations- bzw. Blockbezeichnungen zugewiesen wurden,
erscheinen diese Bezeichnungen in den Hinweiszeilen der Anzeige,
gegebenenfalls abwechselnd mit den entsprechenden Nummern. Auf
Ausdrucken erscheint die Applikations- bzw. Blockbezeichnung
anstelle der Applikations- bzw. Blocknummer.

Seite 48 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


6.6 Applikationsspezifische Einstellungen

Applikationen
Folgende Einstellungen sind nur für die aktuelle Applikation gültig, d. h. ap-
plikationsspezifisch:
 Einstellungen, die nach Drücken der Taste MENU vorgenommen wer-
den.
 Messprogramm ( Seite 57)

 Dualprinzip ( Seite 39 bzw. 12.7.6 ‘Dualprinzip’, ab Seite 193)


Nach Drücken der Taste MENU können die folgenden applikationsspezifi-
schen Einstellungen vorgenommen werden:

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

MENU Auswahl eines Menüpunktes durch Drücken


von  oder 
 Toleranzgrenzen ( Seite 50)
 Auflösung der Messwertanzeige
( Seite 52)
 Automatische Blockgröße und Blockbil-
dung ( Seite 53)
 Anzahl der Einzelmessungen, die im Ein-
zelwert-Modus aufgenommen werden
müssen, bevor durch Mittelwertbildung
aus diesen Einzelmessungen ein Mess-
wert ermittelt wird ( Seite 54)
 Ausreißerkontrolle ( Seite 56)
Durch Drücken von ENTER wird die Aus-
wahl bestätigt.
Nach Drücken von DEL oder der Durchfüh-
rung einer Messung wird das MENU verlas-
sen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 49


Applikationen
Solange der eingeschränkte Bedienmodus eingeschaltet ist (gekenn-
zeichnet durch in der Anzeige), ist die Taste MENU nicht aktiv, d.
h. diese applikationsspezifischen Einstellungen können nicht verän-
dert werden ( 12.6.1 ‘Eingeschränkter Bedienmodus’, ab
Seite 178)!

6.6.1 Toleranzgrenzen
Mit aktivierten Toleranzgrenzen kann einfach und schnell festgestellt wer-
den, ob die gemessenen Schichtdicken innerhalb eines vorgegebenen To-
leranzbereiches liegen ( 9.3.6 ‘Messung mit aktivierten Toleranzgren-
zen’, ab Seite 111).

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

MENU Einstellung mit MENU starten.

ENTER Mit ENTER Auswahl „Toleranzgrenzen“ be-


stätigen.

 oder  Aktivieren der Toleranzgrenzen: Mit den


Pfeiltasten „ein“ auswählen.
Deaktivieren der Toleranzgrenzen: Mit den
Pfeiltasten „aus“ wählen.

ENTER Den Wert für die untere Toleranzgrenze mit


ENTER bestätigen.
Neuen unteren Grenzwert festlegen: Durch
Drücken von  oder .

Seite 50 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Applikationen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ENTER Den Wert für die obere Toleranzgrenze mit


ENTER bestätigen.
 oder  Neuen oberen Grenzwert festlegen: Durch
Drücken von  oder einen.

Obere und untere Grenzwerte der Toleranzgrenzen können auch


durch Messen auf einer Schicht, welche im geforderten Dickenbe-
reich liegt, eingestellt werden.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

ENTER Durch Drücken von ENTER Eingaben bestäti-


gen.
Die Toleranzgrenzen sind jetzt aktiviert und
eingestellt. Durch Drücken von DEL gelan-
gen Sie zurück in das Messbild.
Das Gerät ist messbereit.

Solange die Toleranzgrenzen aktiviert sind erscheint in der


Anzeige.

Falls die obere und untere Toleranzgrenze beim Einstellen vertauscht wer-
den, wird im Gerät automatisch der kleinere Wert als untere Toleranzgren-
ze und der größere Wert als obere Toleranzgrenze eingesetzt!

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 51


6.6.2 Auflösung der Messwertanzeige
Applikationen

Mit der Auflösung der Messwertanzeige wird festgelegt, in welcher Auflö-


sung die Messwerte in der Anzeige angezeigt werden.

Beispiel: Messwert 18.61


Anzeige bei Auflösung „niedrig“: 19
Anzeige bei Auflösung „standard“: 18.6
Anzeige bei Auflösung „hoch“: 18.61

Auflösung 0,0 ... 1,0 ... 9,99 10 ... 99,99 100 ... 1000 ...
0,999 999,9 9999

niedrig 0.9 9.9 99 999 9999


standard 0.99 9.9 99.9 999 9999
hoch 0.999 9.99 99.99 999.9 9999

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

MENU Einstellung mit MENU starten und durch Drü-


 cken der Pfeiltaste„Auflösung“ auswäh-
len.

ENTER Mit ENTER Auswahl „Auflösung“ bestäti-


gen.
 oder  Gewünschte Auflösung durch Drücken der
Pfeiltasten  oder auswählen.

ENTER Durch Drücken von ENTER bestätigen Sie


die Auswahl und gelangen zurück ins Me-
nü, um weitere Einstellungen vornehmen zu
können.
Durch Drücken von DEL gelangen Sie zu-
rück in das Messbild.
Das Gerät ist messbereit.

Seite 52 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


6.6.3 Automatische Blockbildung

Applikationen
Um bei einer Messung eine bestimmte Anzahl von Messwerten automatisch
zu einem Block zusammenfassen zu können, muss die automatische Block-
bildung aktiviert und eine Blockgröße definiert werden. Die Blockgröße
muss zwischen 2 und 99 liegen ( 9.3.7 ‘Messung mit fester Blockgröße’,
ab Seite 112).
Im Matrix-Messmodus kann die automatische Blockbildung nicht akti-
viert werden!

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

MENU Einstellung mit MENU starten.


 Drücken der Pfeiltaste , bis
„Blockgrenzen“ in der Anzeige markiert ist.

ENTER Mit ENTER Auswahl „Blockgrenzen“ bestäti-


gen.

 oder  Zum Aktivieren der Blockgrenzen mit den


Pfeiltasten „ein“ auswählen.
Zum Deaktivieren der Blockgrenzen mit den
Pfeiltasten „aus“ wählen.

ENTER DEL drücken, um die Messwerte der aktuel-


len Applikation zu löschen.
Wurden zuvor Messwerte ohne feste Block-
grenzen aufgenommen, so müssen diese
gelöscht werden, da die nachfolgende sta-
tistische Auswertung der Blöcke nur bei glei-
cher Anzahl der Messwerte pro Block
korrekt ist.
Nach Drücken von ENTER wird der Modus
für feste Blockgrenzen nicht aktiviert.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 53


Applikationen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

 oder  Gewünschte Blockgröße mit Pfeiltasten ein-


stellen.

ENTER Durch Drücken von ENTER bestätigen Sie


die Auswahl und gelangen zurück ins Me-
nü, um weitere Einstellungen vornehmen zu
können.
Durch Drücken von DEL gelangen Sie zu-
rück in das Messbild.
Das Gerät ist messbereit.

Die Blockgröße kann auch bei bereits aktivierter automatischer Blockbil-


dung geändert werden. Es erscheint dann aber wieder die Aufforderung,
bereits aufgenommene Messwerte zu löschen, da die nachfolgende statis-
tische Auswertung Blöcke mit unterschiedlicher Messwertanzahl nicht zu-
lässt.

6.6.4 Einzelwert-Modus
Bei Messungen im Einzelwert-Modus wird der Mittelwert aus mehreren Ein-
zelmessungen anstelle der Einzelmesswerte gespeichert. Die Anzahl der
Einzelmesswerte muss zwischen 2 und 20 liegen ( 9.3.8 ‘Messung im
Einzelwert-Modus’, ab Seite 113).

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

MENU Einstellung mit MENU starten.


 Drücken der Pfeiltaste , bis „i Einzelwerte“
in der Anzeige markiert ist.

Seite 54 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Applikationen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ENTER Mit ENTER Auswahl „i Einzelwerte“ bestäti-


gen.

 oder  Zum Aktivieren des Einzelwert-Modus mit


den Pfeiltasten „ein“ auswählen.
Zum Deaktivieren des Einzelwert-Modus mit
den Pfeiltasten „aus“ wählen.
Mit ENTER die Auswahl bestätigen.

ENTER Den Wert für die Anzahl der Einzelwerte


mit ENTER bestätigen.
 oder  Durch Drücken der Pfeiltasten  oder ei-
nen neuen Wert festlegen.

ENTER Wird der Wert „i“ während einer Mess-


reihe geändert, müssen alle vorhergehen-
den Messwerte gelöscht werden.
Durch Drücken von ENTER gelangen Sie zu-
rück ins Menü und können weitere Einstel-
lungen vornehmen.
Nach Drücken von DEL werden alle Mess-
werte der aktuellen Applikation gelöscht.

ENTER Durch Drücken von ENTER bestätigen Sie


die Auswahl und gelangen zurück ins Me-
nü, um weitere Einstellungen vornehmen zu
können.
Durch Drücken von DEL wird der Vorgang
abgebrochen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 55


6.6.5 Ausreißerkontrolle
Applikationen

Wird der Wert von „i“ während einer Messreihe geändert, so kommt
auch hier - aus statistischen Gründen - die Aufforderung, alle vorher-
gehenden Messwerte zu löschen. Wird dies nicht befolgt, kann der
Wert für „i“ nicht geändert werden.

Bei aktiver Ausreißerkontrolle werden die erkannten Ausreißer sowohl in


der Anzeige angezeigt als auch akustisch gemeldet ( 9.3.9 ‘Messung
mit aktivierter Ausreißerkontrolle’, ab Seite 114).
Folgende Methoden stehen für die Ausreißerkontrolle zur Auswahl:
 Grubbs-Test ( Glossar)

 Vorgabe einer bekannten Streuung (Sigma) ( Glossar)

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

MENU Einstellung mit MENU starten.


 Drücken der Pfeiltaste , bis „Ausreißer“ in
der Anzeige markiert ist.

ENTER Mit ENTER Auswahl „Ausreißer“ bestätigen.

 oder  Zum Aktivieren der Ausreißerkontrolle mit


den Pfeiltasten „ein“ auswählen.
Zum Deaktivieren der Ausreißerkontrolle mit
den Pfeiltasten „aus“ wählen.

ENTER Die Auswahl der Methode „Automatisch“


mit ENTER bestätigen
oder:

 Durch Drücken der Pfeiltaste die Metho-


de „Sigma“ festlegen.

Gewünschten Sigma-Wert durch Drücken


der Pfeiltasten einstellen.

Seite 56 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Applikationen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ENTER Durch Drücken von ENTER bestätigen Sie


die Auswahl/Eingabe und gelangen zurück
ins Menü, um weitere Einstellungen vorneh-
men zu können.
Durch Drücken von DEL gelangen Sie zu-
rück in das Messbild.
Das Gerät ist messbereit.

6.6.6 Messprogramme
Je nach eingestelltem Messprogramm werden die Messwerte in der Anzei-
ge entsprechend dargestellt.
Folgende Messprogramme können in der Servicefunktion eingestellt wer-
den ( 12.7.5 ‘Messgröße’, ab Seite 191):
 Schichtdicke d

 normierte Zählrate Xn

 Zählrate X

 d und Xs

 Xn und Xs

Erläuterung der Messwerttypen: Glossar


Das Messprogramm kann in jeder Applikation separat eingestellt
werden. Die Einstellungen der Messprogramme der anderen Applika-
tionen bleiben davon unbeeinflusst.
Bei jeder Änderung des Messwerttyps erscheint die Aufforderung,
bereits in der aktuellen Applikation gespeicherte Messwerte zu
löschen, da unterschiedliche Messwerttypen nicht gleichzeitig statis-
tisch ausgewertet werden können. Dies verhindert Fehlinterpretatio-
nen der Messergebnisse.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 57


Applikationen
Mess- Ausschnitt der Erläuterung
programm Anzeige

Schichtdicke Anzeige des Schichtdickenmesswertes d

norm. Anzeige der normierten Zählrate Xn des ge-


Zählrate messenen Wertes.

Zählrate Anzeige der Zählrate X des gemessenen


Wertes.

d und Xs Anzeige des Schichtdickenmesswertes d


und der Sättigungszählrate Xs

Xn und Xs Anzeige der normierten Zählrate Xn des ge-


messenen Wertes und der Sättigungszählra-
te Xs.

Seite 58 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


6.7 Verkettung der Applikationen

Applikationen
( 12.6.4 ‘Verkettung von Applikationen’, ab Seite 183)
Wenn die Verkettung aktiviert ist, dann sind alle Applikationen, die mit der-
selben Sonde (gekennzeichnet durch dieselbe Seriennummer) angelegt
wurden, miteinander verkettet. In miteinander verketteten Applikationen
wird dieselbe Normierung bzw. Korrekturkalibrierung zur Ermittlung der
Messwerte verwendet.

Beispiel:
Wenn für jede Charge eines Bauteils eine separate Applikation angelegt
wurde (jeweils mit derselben Sonde), um die einzelnen Chargen unterein-
ander zu vergleichen, ist es sinnvoll, die Applikationen miteinander zu ver-
ketten. Da es sich um gleichartige Bauteile handelt, die lediglich aus unter-
schiedlichen Chargen stammen, sollte immer dieselbe Normierung bzw.
Korrekturkalibrierung verwendet werden.

6.7.1 Vorgehensweise zur Verkettung von Applikationen

1. Einschalten der Gerätefunktion „Verkettung" ( 12.6.4 ‘Verkettung


von Applikationen’, ab Seite 183).

2. Anlegen aller zu verkettenden Applikationen durch Normierung.


Dabei wird die Messsonde der Applikation zugewiesen
( 6.1 ‘Anlegen einer Applikation’, ab Seite 41).

3. Sorgfältige Normierung oder Kalibrierung auf einem typischen,


unbeschichteten Bauteil ( 7.4 ‘Normierung’, ab Seite 68 und
7.5 ‘Korrekturkalibrierung’, ab Seite 72).
Diese sowie auch alle nachfolgenden Normierungen oder Kalibrie-
rungen werden automatisch in alle verketteten Applikationen über-
nommen, wobei die beim Anlegen der jeweiligen Applikation
gespeicherte Normierung überschrieben wird.
I

Applikationen, die mit verschiedenen Sonden des gleichen Sonden-


typs angelegt wurden (gekennzeichnet durch gleiche Typbezeich-
nung, aber mit verschiedenen Seriennummern), werden nicht mitein-
ander verkettet!

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 59


6.7.2 Aktivieren und Deaktivieren einer Verkettung
Applikationen

Die Verkettung wird über die Servicefunktion des Messgerätes aktiviert und
deaktiviert ( 12.6.4 ‘Verkettung von Applikationen’, ab Seite 183).

Solange die Verkettung aktiviert ist, erscheint in der


Anzeige.

Nach Deaktivieren der Verkettung sind alle Applikationen wieder


voneinander unabhängig! Jede Applikation kann dann wieder sepa-
rat normiert bzw. kalibriert werden.

6.7.3 Beispiel für verkettete Applikationen

2
3

4 7
5 8
6 9

Abb. 6-2 Erläuterung zu Abb. 6-3

1 .. Applikationsnummer 6 .. Korrekturkalibrierung der


magnetinduktiven Sonde/des
magnetinduktiven Kanals
2 .. Sondentyp der Sonde, mit der 7 .. Messverfahren der Sonde/
diese Applikation angelegt wurde des Kanals (Wirbelstrom)
3 .. Seriennummer der Sonde 8 .. Normierung der Wirbel-
stromsonde/des Wirbelstrom-
kanals
4 .. Messverfahren der Sonde/des 9 .. Korrekturkalibrierung der
Kanals (magnetindukiv) Wirbelstromsonde/des Wir-
belstromkanals
5 .. Normierung der magnetindukti-
ven Sonde/des magnetinduktiven
Kanals

Seite 60 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Applikationen
Abb. 6-3 Verkettung von Applikationen am Beispiel eines DUALSCOPE® Messgerätes

Direkt nach der Verkettung:


Da direkt nach der Verkettung noch keine Normierung oder Korrek-
turkalibrierung erfolgt ist, sind die Normierungen und Korrekturkali-
brierungen der verketteten Applikationen noch voneinander verschie-
den.

 Die Applikationen 1 und 3 sind miteinander verkettet , da sie


mit derselben FTA3.3-Sonde (Seriennummer 909) angelegt wurden.
Die Applikation 5 ist nicht mit diesen beiden Applikationen verkettet,
da sie mit der FTA3.3-Sonde mit der Seriennummer 707 angelegt
wurde.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 61


 Die Applikationen 4 und 6 sind ebenfalls miteinander verkettet
Applikationen
, da sie mit derselben FD10-Sonde (Seriennummer 505) ange-
legt wurden.
 Applikation 2 ist mit keiner anderen Applikation verkettet, da keine
weitere Applikation mit der FGAB1.3-Sonde (Seriennummer 101)
angelegt wurde.

Nach der Korrekturkalibrierung des magnetinduktiven Kanals von


Applikation 6:
 Da die Applikationen 4 und 6 miteinander verkettet sind, wird nach
der Korrekturkalibrierung des magnetinduktiven Kanals von Applika-
tion 6 die neue Korrekturkalibrierung (Norm M6n, Kal M6n, grau
hinterlegt in Abb. 6-3) auch im magnetinduktiven Kanal von Applika-
tion 4 gespeichert. Die bisherige Normierung und Korrekturkalibrie-
rung (Norm M6 und Kal M6) werden überschrieben.
Da noch keine Korrekturkalibrierung des Wirbelstromkanals von
Applikation 4 oder 6 erfolgt ist, sind die Normierungen und Korrek-
turkalibrierungen der Wirbelstromkanäle von Applikation 4 und 6
noch voneinander verschieden (Norm W4/W6 und Kal W4/W6).

Die Normierungen und Korrekturkalibrierung aller anderen Applika-


tionen bleiben trotz aktivierter Verkettung unverändert, da mit diesen
Sonden noch keine Normierung oder Korrekturkalibrierung durchge-
führt wurde.

6.7.4 Verkettung bei Dualsonden


Bei Applikationen, die mit einer Dualsonde angelegt wurden, wird eine
Normierung bzw. Korrekturkalibrierung zunächst nur für einen der beiden
Kanäle durchgeführt.
Die Normierung bzw. Kalibrierung dieses Kanals wird dann in allen Appli-
kationen, die mit dieser Applikation verkettet sind, gespeichert und zur Er-
mittlung der Messwerte in diesem Kanal der miteinander verketteten Appli-
kationen verwendet. Die Normierungen und Korrekturkalibrierungen des
anderen Kanals der miteinander verketteten Applikationen bleiben davon
unbeeinflusst. Erst nach Normierung bzw. Korrekturkalibrierung des ande-
ren Kanals werden auch sie geändert.

Seite 62 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Applikationen
Die Verkettung kann nur aktiviert werden, wenn für alle mit einer
Dualsonde angelegten Applikationen in der Servicefunktion
[Dualprinzip: beide] eingestellt wurde ( Seite 193)!

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 63


7 Normierung, Kalibrierung und Masterkali-
Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung

brierung
Bei der Schichtdickenmessung beeinflussen viele Faktoren den Messwert
(9.2 ‘Einflussgrößen’, ab Seite 103). Durch Normierung und Kalibrierung
lassen sich diese Einflüsse korrigieren.
Eine Normierung ist ausreichend, wenn sich diese Eigenschaften nur ge-
ringfügig ändern. Eine Normierung sollte grundsätzlich auf der unbeschich-
teten Referenzfläche des aktuellen Messgegenstandes durchgeführt wer-
den.
Bei der Normierung wird ein neuer Nullpunkt für die Kalibrierkurve der ak-
tuellen Applikation bestimmt und in der aktuellen Applikation gespeichert
( Seite 68).
Sind die Änderungen von Geometrie, magnetischer Permeabilität oder
elektrischer Leitfähigkeit größer und lassen sich durch eine Normierung
nicht mehr korrigieren, so ist eine Korrekturkalibrierung notwendig.
Bei der Korrekturkalibrierung wird ein neuer Nullpunkt und ein weiterer
Punkt (Einpunkt-Kalibrierung mit einem Kalibriernormal) bzw. zwei weitere
Punkte (Zweipunkt-Kalibrierung mit zwei Kalibriernormalen) für die Kali-
brierkurve der aktuellen Applikation bestimmt und in der aktuellen Applika-
tion gespeichert ( Seite 72).
Eine Normierung, Korrekturkalibrierung oder Masterkalibrierung
sollte bei immer gleich vorliegendem Typ von Messgegenstand nur
dann erneut durchgeführt werden, wenn unzulässige Abweichungen
gegenüber einem Rückstellmuster vorliegen. Diese Abweichungen
haben ihre Ursache meistens in einer Abnutzung des Sondenpols.

Sind die Änderungen der oben erwähnten Eigenschaften des Messobjektes


extrem groß, so muss eine Masterkalibrierung durchgeführt werden.

Zur Normierung, Korrektur- und Masterkalibrierung ist unbedingt ein


unbeschichtetes Prüfteil, das den tatsächlich zu messenden Teilen in
Grundwerkstoff und Geometrie entspricht, zu verwenden! Das mitge-
lieferte Kontrollstück (Fe- oder Al-Base) darf nicht zur Normierung
oder Kalibrierung verwendet werden, da dessen Materialeigenschaf-
ten in der Regel nicht mit denen des Prüfteils übereinstimmen. (Es
kann beispielsweise zur Funktionskontrolle eingesetzt werden.)

Falls kein unbeschichtetes Prüfteil zur Verfügung steht, kann eine

Seite 64 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Kalibrierung auf Schicht, d. h. eine Kalibrierung auf einem beschichteten

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


Prüfteil, durchgeführt werden. Mit der Kalibrierung auf Schicht können nur
geringe Änderungen der Geometrie des Prüfteils korrigiert werden.Bei ei-
ner Kalibrierung auf Schicht wird ein neuer Nullpunkt und ein weiterer
Punkt für die Kennlinie der aktuellen Applikation bestimmt und in der aktu-
ellen Applikation gespeichert.
(7.6.1 ‘Vorgehensweise für eine Kalibrierung auf Schicht’, ab Seite 80)
Eine Kalibrierung auf Schicht kann nur mit magnetinduktiven Sonden
bzw. dem magnetinduktiven Kanal von Dualsonden durchgeführt wer-
den. Mit Wirbelstromsonden oder dem Wirbelstromkanal von Dual-
sonden ist keine Kalibrierung auf Schicht möglich!

7.1 Hinweise zur Normierung, Kalibrierung und Masterka-


librierung
 Bei jeder Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung sind die
Hinweise aus Kapitel „ 1 ‘Sicherheitshinweise’, ab Seite 1“ zu
beachten!
 Alle Messungen sind sehr sorgfältig durchzuführen! Nur so kann die für
die verwendete Sonde spezifierte Richtigkeit bei den anschließenden
Messungen gewährleistet werden.
 Nach jeder Normierung und Kalibrierung sind Vergleichsmessungen
zur Überprüfung der Normierung und Kalibrierung durchzuführen!
 CuBe-Kalibriernormale dürfen nur zur Kalibrierung von magnetindukti-
ven Sonden bzw. zur Kalibrierung des magnetinduktiven Kanals von
Dualsonden eingesetzt werden, da die Dicke der CuBe-Normale nur
mit dem magnetinduktiven Messverfahren bestimmt werden kann.
 Die Normierung, Korrekturkalibrierung oder Kalibrierung auf Schicht
wirkt sich nur auf die aktuelle Applikation aus. Die anderen Applikatio-
nen bleiben unverändert. Die Koeffizienten der Masterkennlinie im
EEPROM des Sondensteckers bleiben ebenfalls unverändert. Wenn
jedoch die Verkettung aktiviert ist ( in der Anzeige), wirkt sich
die Normierung, Korrekturkalibrierung oder Kalibrierung auf Schicht
auf alle Applikationen aus, die mit der aktuellen Applikation verkettet
sind.
 Bei Normierungen und Kalibrierungen, die mit einer Dualsonde ange-

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 65


legt wurden, sind die Hinweise aus Kapitel 7.2 ‘Besonderheiten bei
Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
DUAL-Sonden’, ab Seite 67 zu beachten!
 Solange der eingeschränkte Bedienmodus eingeschaltet ist (gekenn-
zeichnet durch in der Anzeige), können Normierung, Korrekturkali-
brierung, Kalibrierung auf Schicht und Masterkalibrierung nicht
gestartet werden ( 12.6.1 ‘Eingeschränkter Bedienmodus’, ab
Seite 178)!
 Nach jeder Normierung oder Kalibrierung wird automatisch ein neuer
Block begonnen. Die Messwerte, die in den Applikationen gespeichert
sind, werden nach einer Normierung oder Kalibrierung nicht gelöscht.
Erforderlichenfalls müssen die Messwerte also vor der nächsten Mes-
sung gelöscht werden.
 Bei aktiviertem Externstart kann während einer Normierung oder Kali-
brierung eine Messung ausgelöst werden durch:
- Drücken der Taste FINAL-RES,
- Senden eines der ASCII-Zeichen “G0”, “ES”, “EN”,
- des Steuerzeichens “ESC?” über die Schnittstelle (ESC = ASCII27).
Aktivieren des Externstarts: 12.7.3 ‘Extern Start’, ab Seite 187;
11.5.2 ‘Steuerbefehle’, ab Seite 150

Seite 66 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


7.1.1 Empfohlene Anzahl von Einzelmessungen bei Normierung, Kali-

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


brierung und Masterkalibrierung
Die Anzahl der durchzuführenden Einzelmessungen, hängt neben der
Messsonde auch sehr stark vom Messgegenstand ab. Empfohlen werden
folgende alternative Vorgehensweisen:
 Mindestens 5 Einzelmessungen bei üblichen (nicht sehr rauen) techni-
schen Oberflächen und wenig gekrümmten Messstellen.
 Bei rauen Oberflächen, stark gekrümmten Messstellen, weichen
Beschichtungen, inhomogenen Grundwerkstoffen etc. sollten so viele
Einzelmessungen durchgeführt werden, bis die Standardabweichung
„s“, welche im Display angezeigt wird, kleiner 1/20 der Toleranz-
breite der zu messenden Beschichtung beträgt.
Beispiel einer Zink-Beschichtung:
Oberer Grenzwert OGW: 25 µm
Unterer Grenzwert UGW: 15 µm
Toleranzbreite = OGW - UGW = 10 µm
Max. zulässige Standardabweichung s = 0,5 µm
Ist die Standardabweichung „s“ auch nach 5 - 10 Einzelmessungen
noch größer als zulässig, sollten entweder Hilfsmittel zur besseren
Sondenpositionierung (Prismen, Stative etc.) oder eine für die Mess-
aufgabe besser geeignete Messsonde verwendet werden.

7.2 Besonderheiten bei DUAL-Sonden


Beim Normieren bzw. Kalibrieren mit einer Dualsonde legt die erste Mes-
sung, die für diese Normierung bzw. Kalibrierung durchgeführt wird, den
Kanal der Dualsonde fest, der normiert bzw. kalibriert wird (im Display an-
gezeigt mit Fe oder NF). Wenn beispielsweise die erste Messung für eine
Normierung auf einem ferromagnetischen Prüfteil durchgeführt wird, dann
wird bei der folgenden Normierung der magnetinduktive Kanal der Dual-
sonde normiert.
Beim Normieren bzw. Kalibrieren mit einer Dualsonde wird die Applikati-
on zunächst nur für eines der beiden Messverfahren normiert bzw. kali-
briert. Bevor in dieser Applikation korrekte Schichtdicken-Messwerte mit
dem anderen Messverfahren aufgenommen werden können, muss die Ap-
plikation auch für das andere Verfahren normiert bzw. kalibriert werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 67


7.3 Vergleichsmessungen
Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung

Bei einer Vergleichsmessung werden auf der Vergleichsprobe Messwerte


aufgenommen. Wenn die Abweichungen dieser Messwerte von der
Schichtdicke der Vergleichsprobe die betrieblich vorgegebenen Grenzwer-
te übersteigen, muss die Normierung oder Kalibrierung, die mit der Ver-
gleichsmessung überprüft wird, erneut durchgeführt werden.
Für eine Vergleichsmessung wird eine Vergleichsprobe (beschichtetes Prüf-
teil mit bekannter Schichtdicke, das den tatsächlich zu messenden Teilen in
Grundwerkstoff, Schichtwerkstoff und Geometrie entspricht) benötigt.
Vergleichsproben unterliegen einem Verschleiß, der durch die berüh-
rende Messung verursacht wird. Vergleichsproben müssen regelmä-
ßig überprüft werden und bei zu großem Verschleiß durch neue Ver-
gleichsproben ersetzt werden.

7.4 Normierung
Bei der Normierung wird ein neuer Nullpunkt für die Kalibrierkurve der ak-
tuellen Applikation bestimmt und in der aktuellen Applikation gespeichert.
Die Koeffizienten der Masterkennlinie im EEPROM des Sondensteckers blei-
ben unverändert.

Benötigte Materialien
Referenzteil: unbeschichtetes Teil aus der Produktion.

Seite 68 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


7.4.1 Vorgehensweise für eine Normierung

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ZERO Normierung der aktuellen Applikation mit


ZERO starten.
ZERO erscheint und bleibt in der Anzeige
stehen, während die Normierung durchge-
führt wird.

[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen
[Grundwerkstoff (Fe/NF)]: Messungen sol-
len auf einem unbeschichtetem Messobjekt
(Fe oder NF - Anzeige des Grundwerkstoff-
typs) durchgeführt werden.
Bei Verwendung von Dualsonden wird der
Grundwerkstofftyp erst nach der 1. Mes-
sung angezeigt.

[Abbruch: ENTER]: Normierung kann mit


ENTER abgebrochen werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 69


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Messungen auf unbeschichtetem Messob-


jekt (Grundwerkstoff) durchführen.
An verschiedenen Punkten der Referenz-flä-
che die in Kapitel 7.1.1, Seite 67 empfoh-
lene Anzahl an Einzelmessungen
durchführen.
Angezeigt wird der Mittelwert aller für die
Normierung aufgenommenen Messwerte.

[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen
[Grundwerkstoff]: Messungen sollen auf ei-
nem unbeschichtetem Messobjekt durchge-
führt werden. Der verwendete
Grundwerkstoff (NF) oder (Fe) wird ange-
zeigt.
[Löschen: DEL]: Löschen des letzten Mess-
wertes mit DEL, 2x DEL löscht alle für die
Normierung aufgenommenen Messwerte.
[OK: ENTER]: Normierung kann mit ENTER
beendet werden.

ENTER Es erscheint eine Bestätigung der erfolgrei-


chen Normierung.
Durch Drücken von ENTER wird die Mel-
dung bestätigt.
PRINT: Bei angeschlossenem und einge-
schaltetem Drucker wird ein Protokoll der
Normierung ausgegeben ( Seite 71).

ENTER Die neue Kennlinie wird automatisch be-


rechnet und gespeichert. Das Gerät ist jetzt
wieder messbereit. ( 2.1 ‘Anzeige’, ab
Seite 8).

 Führen Sie zur Überprüfung einer korrekten Normierung mehrere Ver-


gleichsmessung durch, indem Sie die Dicke eines auf der unbeschichte-
ten Referenzfläche aufgelegten Kalibriernormals messen. Dessen Dicke
sollte nahe am Sollwert der real zu messenden Schicht liegen.

Seite 70 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


 Liegt der erhaltene Mittelwert innerhalb der auf der Folie angegebenen

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


Garantiefehlergrenzen, löschen Sie die Messwerte der Vergleichsmes-
sung, bevor Sie mit den Messungen auf Ihren Messgegenständen
beginnen.

 Liegt der Mittelwert nicht innerhalb der Garantiefehlergrenzen, so füh-


ren Sie eine Korrekturkalibrierung durch.

7.4.2 Protokollierung der Normierung mit einem Drucker

FISCHER DUALSCOPE FMP40 25.06.08


NORMIERUNG 25.06.08 15:40
Appl.Nr.: 3 Sonde:FD10
Fe
d.= 0.328 μm s= 0.238 μm
Abb. 7-1 Protokoll einer Normierung (Beispiel)

Erläuterungen zu Abb. 7-1:


FISCHER DUAL- Gerätetyp
SCOPE FMP40
25.06.08 Aktuelles Datum
NORMIERUNG Normierung wird protokolliert
Datum Uhrzeit Datum und Uhrzeit der Normierung
Appl. Nr. Nummer der Applikation
Sonde Sonde, mit der die Normierung durchgeführt wurde
Fe Kanal der Sonde, der normiert wurde (erscheint nur, wenn
mit einer Dualsonde normiert wurde).
d. Mittelwert der für die Normierung aufgenommenen Mess-
werte.
s Standardabweichung der für die Normierung aufgenom-
menen Messwerte.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 71


7.5 Korrekturkalibrierung
Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung

Bei einer Korrekturkalibrierung werden ein neuer Nullpunkt und ein weite-
rer Punkt (Einpunkt-Kalibrierung mit einem Kalibriernormal) bzw. zwei wei-
tere Punkte (Zweipunkt-Kalibrierung mit zwei Kalibriernormalen) für die Ka-
librierkurve der aktuellen Applikation bestimmt und in der aktuellen
Applikation gespeichert. Die Koeffizienten der Masterkennlinie im
EEPROM des Sondensteckers bleiben unverändert.

Benötigte Materialien
 Referenzteil (unbeschichtetes Teil aus der Produktion)

 Kalibrierfolien (= Kalibriernormale)

7.5.1 Auswahl der Kalibriernormale für die Korrekturkalibrierung


Eine Korrekturkalibrierung mit den im Lieferumfang der Sonde enthaltenen
sondenspezifischen Kalibriernormalen ergibt die beste Messgenauigkeit für
den gesamten Messbereich der Sonde. Zur Erhöhung der Messgenauigkeit
in einem bestimmen Dickenbereich kann auch eine Folie verwendet wer-
den, deren Dicke in diesem Bereich liegt. Die Messgenauigkeit außerhalb
dieses bestimmten Dickenbereichs ist dann aber schlechter, als bei der Kor-
rekturkalibrierung mit den sondenspezifischen Kalibriernormalen.

Kalibriernormale sind für eine Korrekturkalibrierung nur geeignet, wenn


ihre normierten Zählraten Xn zwischen folgenden Xn-Bereichen liegen:
 Die normierte Zählrate Xn des ersten Kalibriernormals muss zwischen
0,02 und 0,9 liegen (0,02  Xn Kalibriernormal 1  0,9).
 Die normierte Zählrate des zweiten Kalibriernormals (für eine Zwei-
punkt-Kalibrierung) muss zwischen 0,12 und 0,98 liegen (0,12 < Xn
Kalibriernormal 2  0,98).
 Die Differenz der normierten Zählraten der beiden Kalibriernormale,
die für die Zweipunkt-Kalibrierung verwendet werden, muss größer als
0,1 sein (Xn Kalibriernormal 2 - Xn Kalibriernormal 1 = DXn > 0,1).

Bestimmung der Zählrate Xn: Seite 95.

Seite 72 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


7.5.2 Vorgehensweise für eine Korrekturkalibrierung

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

CAL Korrekturkalibrierung der aktuellen Applika-


tion mit CAL starten.
CAL erscheint und bleibt in der Anzeige ste-
hen während die Korrekturkalibrierung
durchgeführt wird.
[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen
[Grundwerkstoff (Fe/NF)]: Messungen sol-
len auf einem unbeschichtetem Messobjekt
(Fe oder NF - Anzeige des Grundwerkstoff-
typs) erfolgen, d. h. eine Normierung wird
durchgeführt.
Bei Verwendung von Dualsonden wird der
Grundwerkstofftyp erst nach der 1. Mes-
sung angezeigt.
[KAL-Löschen: DEL]: Korrekturkalibrierung
kann mit DEL gelöscht werden
( Seite 77).
[Übergehen: ENTER]: Normierung kann mit
ENTER übersprungen werden (die gespei-
cherte Normierung wird dann unverändert
beibehalten).
[Abbruch: CAL]: Korrekturkalibrierung kann
mit CAL abgebrochen werden (die gespei-
cherte Korrekturkalibrierung wird dann un-
verändert beibehalten).

ZERO: Durch Drücken von ZERO wird der


Vorgang „Kalibrierung auf Schicht“ gestar-
tet ( Seite 80).

[Überprüfen: ]: Durch Drücken der Pfeil-


taste  wird die Funktion "Kalibrierung
überprüfen" gestartet ( Seite 96).

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 73


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Messungen auf unbeschichtetem Messob-


jekt (Grundwerkstoff) durchführen (Normie-
rung).
An verschiedenen Punkten der Referenz-
fläche die in Kapitel 7.1.1, Seite 67 emp-
fohlene Anzahl an Einzelmessungen durch-
führen.
Angezeigt wird der Mittelwert aller für die
Normierung aufgenommenen Messwerte.

[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen

[Grundwerkstoff]: Messungen sollen auf ei-


nem unbeschichtetem Messobjekt erfolgen,
d. h. eine Normierung wird durchgeführt.
Der verwendete Grundwerkstoff (NF) oder
(Fe) wird angezeigt.
[Löschen: DEL]: Löschen des letzten Mess-
wertes mit DEL, 2x DEL löscht alle für die
Normierung aufgenommenen Messwerte.
[OK: ENTER]: Normierung wird mit ENTER
beendet und gespeichert.

ENTER [Eingabe: ]: Sollwert für Dicke des Kali-


briernormals kann mit den Pfeiltasten einge-
stellt werden. Der Sollwert ist auf dem
Kalibriernormal aufgedruckt.
Die Einstellung des Sollwertes kann schnel-
ler erfolgen, wenn vorab auf dem Kalibrier-
normal eine Messung durchgeführt und der
Sollwert anschließend mit den Pfeiltasten
korrigiert wird.

[KAL-Sollw. 1: 23.70]: Anzeige des einge-


stellten Sollwertes der Dicke des Kalibrier-
normals (Beispiel: 23,7 µm)

[Abbruch: ENTER]: Abbruch des Kalibrier-


vorgangs mit ENTER

Seite 74 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Kalibriernormal 1 (im Beispiel 23,7 µm


dick) auf unbeschichtetes Messobjekt aufle-
gen und Messungen durchführen.
An verschiedenen Punkten der Referenz-
fläche die in Kapitel 7.1.1, Seite 67 emp-
fohlene Anzahl an Einzelmessungen durch-
führen.
Angezeigt wird der Mittelwert aller für die-
sen Schritt durchgeführten Messungen.

[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen

 oder  [Eingabe: ]: Sollwert für Dicke des Kali-


briernormals kann mit den Pfeiltasten einge-
stellt werden. Der Sollwert ist auf dem
Kalibriernormal aufgedruckt.Die Einstel-
lung des Sollwertes kann schneller erfolgen,
wenn vorab auf dem Kalibriernormal eine
Messung durchgeführt und der Sollwert an-
schließend mit den Pfeiltasten korrigiert
wird.

Dieser Schritt ist nicht erforderlich, wenn,


wie im Beispiel gezeigt, der Sollwert für die
Dicke des Kalibriernormals mit der gespei-
cherten Dicke übereinstimmt.

[OK: ENTER]: Aktueller Kalibrierschritt kann


mit ENTER abgeschlossen werden.

ENTER Wenn eine Korrekturkalibrierung mit 2 Nor-


malen gewünscht ist, mit Kalibriernormal 2
genauso verfahren.
Ansonsten: Abschließen der Korrekturkali-
brierung mit ENTER.
Die neue Kennlinie wird automatisch be-
rechnet und gespeichert.
Das Gerät ist wieder messbereit.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 75


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ENTER Es erscheint eine Bestätigung der erfolgrei-


chen Korrekturkalibrierung.
Durch Drücken von ENTER wird die Mel-
dung bestätigt.
PRINT: Bei angeschlossenem und einge-
schaltetem Drucker wird ein Protokoll der
Korrekturkalibrierung ausgegeben
( Seite 78).

Kalibriernormale sind im Lieferumfang der Sonden enthalten.


Um hohe Messgenauigkeiten zu erreichen, wird empfohlen zur Kor-
rekturkalibrierung zwei Normale wie folgt zu wählen:
1. Kalibriernormal: Die Dicke entspricht ungefähr dem oberen Gren-
zwert des Messbereiches.
2. Kalibriernormal: Die Dicke entspricht ungefähr dem unteren Gren-
zwert des Messbereiches.
Werden Schichtdickenmessungen eng begrenzt um einen Sollwert
durchgeführt, ist eine Korrekturkalibrierung mit einem Kalibriernormal
ausreichend. In diesem Fall sollte die Dicke des Kalibriernormals
ungefähr dem Schichtdickensollwert entsprechen.

 Überprüfung der Korrekturkalibrierung mit der Funktion “Kalibrierung


überprüfen", siehe Seite 96.

Seite 76 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


7.5.3 Löschen einer Korrekturkalibrierung

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


Beim Löschen der Korrekturkalibrierung wird nur die Korrekturkali-
brierung der aktuellen Applikation gelöscht. Die Korrekturkalibrierun-
gen der anderen Applikationen bleiben erhalten.Wenn jedoch die
Verkettung aktiviert ist ( in der Anzeige), werden die Korrek-
turkalibrierungen aller Applikationen gelöscht, die mit der aktuellen
Applikation verkettet sind.

Beim Löschen der Korrekturkalibrierung einer Applikation, die mit


einer Dualsonde angelegt wurde, wird nur die Korrekturkalibrierung
des aktuell aktiven Kanals gelöscht.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

CAL Korrekturkalibrierung der aktuellen Applika-


tion mit CAL starten.

[KAL-Löschen: DEL]: Korrekturkalibrierung


kann mit DEL gelöscht werden.

[Abbruch: CAL]: Korrekturkalibrierung kann


mit CAL abgebrochen werden (die gespei-
cherte Korrekturkalibrierung wird dann un-
verändert beibehalten).

DEL [Ja: DEL]: Korrekturkalibrierung wird ge-


löscht.
[N.: ENTER]: Abbruch des Löschvorgangs.

DEL Die Korrekturkalibrierung wird gelöscht.


Das Gerät ist wieder messbereit.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 77


7.5.4 Protokollierung der Korrekturkalibrierung mit einem Drucker
Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung

FISCHER DUALSCOPE FMP40 25.06.08


KOR. KALIBRIERUNG 25.06.08 16:27
Appl.Nr.: 3 Sonde:FD10
Iso/NF Messungen auf
unbeschichtetem
d.= 0.395 μm s= 0.343 μm Messobjekt
(Grundwerkstoff)
Iso/NF: 23.70 μm Messungen auf
d.= 23.77 μm s= 0.206 μm Kalibriernormal 1
(Korrekturfolie 1)
Iso/NF: 71.30 μm Messungen auf
d.= 70.86 μm s= 0.321 μm Kalibriernormal 2
(Korrekturfolie 2)
Abb. 7-1 Protokoll einer Korrekturkalibrierung (Beispiel)

Erläuterungen zu Abb. 7-1:


FISCHER DUAL- Gerätetyp
SCOPE FMP40
25.06.08 Aktuelles Datum
KOR. KALIBRIE- Korrekturkalibrierung wird protokolliert
RUNG
Datum Uhrzeit Datum und Uhrzeit der Korrekturkalibrierung
Appl. Nr. Nummer der Applikation
Sonde Sonde, mit der die Kalibrierung durchgeführt wurde
ISO/NF, NF/Fe ... Kanal der Sonde, der normiert wurde (erscheint nur, wenn
mit einer Dualsonde normiert wurde).
ISO/NF: ..., Bestätigter Sollwert für die Foliendicke des ersten bzw.
NF/Fe: ... zweiten Kalibriernormals (Korrekturfolie).
d. Mittelwert der für diesen Schritt der Kalibrierung aufgenom-
menen Messwerte.
s Standardabweichung der für diesen Schritt der Kalibrie-
rung aufgenommenen Messwerte.

Seite 78 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


7.6 Kalibrierung auf Schicht

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


Bei der Kalibrierung auf Schicht erfolgt ein Abgleich auf den Grundwerk-
stoff durch eine vorhandene Schicht, durch Messung eines auf diese Schicht
aufgelegten Kalibriernormals (Sondenlieferumfang).
Eine Kalibrierung auf Schicht wird jeweils für die geöffnete Applikation
durchgeführt. Die dabei ermittelten Korrekturfaktoren werden in der geöff-
neten Applikation gespeichert.

Wann durchzuführen
 Eine "Kalibrierung auf Schicht" ist dann notwendig, wenn kein unbe-
schichteter Messgegenstand als Referenzteil zur Verfügung steht, z. B.
bei der Eingangskontrolle oder bei Messungen vor Ort.
Beachten Sie, dass eine Kalibrierung auf Schicht keinen so guten Abgleich
auf den Grundwerkstoff ermöglicht, wie eine Kalibrierung mit einem unbe-
schichteten Referenzteil. Der dadurch erhaltene zusätzliche Messfehler
hängt von der bei der Kalibrierung vorliegenden Schichtdicke sowie der
Dicke des verwendeten Kalibriernormals ab, so dass hier kein allgemein-
gültiger Wert für diesen zusätzlichen Messfehler angegeben werden
kann.
Wenn möglich, sollte unbedingt ein unbeschichtetes Referenzteil zur Kali-
brierung verwendet werden.

Benötigte Materialien
 Referenzteil (beschichtetes Teil aus der Produktion)

 Kalibriernormale (aus dem Lieferumfang der Sonde)

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 79


7.6.1 Vorgehensweise für eine Kalibrierung auf Schicht
Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung

Bevor die Kalibrierung auf Schicht durchgeführt wird, muss durch Normie-
rung ( Seite 69), z. B. auf dem mitgelieferten Fischer FE-Base, die ausge-
wählte, bisher nicht verwendete, Applikation für die aktuelle Sonde reser-
viert werden.
Wurde noch keine Normierung durchgeführt, erscheint folgende Fehlermel-
dung:

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

CAL + ZERO Kalibrierung auf Schicht für die aktuelle Ap-


plikation mit CAL + ZERO starten.
ZERO + CAL erscheinen und bleiben in der
Anzeige stehen, während die Kalibrierung
auf Schicht durchgeführt wird.

[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen

[Besch. Meßgeg.]: Messungen sollen auf be-


schichtetem Messobjekt durchgeführt wer-
den.

[Abbruch: ENTER]: Aktueller Kalibrierschritt


kann mit ENTER abgebrochen werden.

Seite 80 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Messungen auf beschichtetem Messobjekt


(Grundwerkstoff) durchführen.
An verschiedenen Punkten der Referenz-
fläche die in Kapitel 7.1.1, Seite 67 emp-
fohlene Anzahl an Einzelmessungen durch-
führen.
Angezeigt wird der Mittelwert aller in die-
sem Schritt aufgenommenen Messwerte.

[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen

[Besch. Meßgeg.]: Messungen sollen auf be-


schichtetem Messobjekt durchgeführt wer-
den. Der verwendete Grundwerkstoff (NF)
oder (Fe) wird angezeigt.

[Löschen: DEL]: Löschen des letzten Mess-


wertes mit DEL, 2x DEL löscht alle für die
Normierung aufgenommenen Messwerte.

[OK: ENTER]: Beenden und Speichern des


Kalibrierschrittes mit ENTER.

ENTER [ ]: Einstellen des Sollwertes für die Foli-


endicke (auf der Korrekturfolie aufgedruck-
ter Wert) mit  oder 
Dieser Schritt ist nicht erforderlich, wenn
der Sollwert für die Foliendicke mit der ge-
speicherten Foliendicke übereinstimmt.

[Abbruch: ENTER]: Abbrechen des Kalibrier-


schrittes mit ENTER.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 81


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Kalibriernormal auf beschichtetes Messob-


jekt auflegen und Messungen durchführen.
An verschiedenen Punkten der Referenz-
fläche die in Kapitel 7.1.1, Seite 67 emp-
fohlene Anzahl an Einzelmessungen durch-
führen.
Angezeigt wird der Mittelwert aller in die-
sem Schritt aufgenommenen Messwerte.

[Eingabe: ]: Sollwert für Dicke des Kali-


briernormals kann mit den Pfeiltasten einge-
stellt werden. Der Sollwert ist auf dem
Kalibriernormal aufgedruckt.
Die Einstellung des Sollwertes kann schnel-
ler erfolgen, wenn vorab auf dem Kalibrier-
normal eine Messung durchgeführt und der
Sollwert anschließend mit den Pfeiltasten
korrigiert wird.

[KAL-Sollw. 1: 23.70]: Anzeige des einge-


stellten Sollwertes der Dicke des Kalibrier-
normals (Beispiel: 23,7 µm)

[Löschen: DEL]: Löschen des letzten Mess-


wertes mit DEL, 2x DEL löscht alle für die
Kalibrierung aufgenommenen Messwerte.

ENTER Es erscheint eine Bestätigung der erfolgrei-


chen Kalibrierung auf Schicht.
Durch Drücken von ENTER wird die Mel-
dung bestätigt.
PRINT: Bei angeschlossenem und einge-
schaltetem Drucker wird ein Protokoll der
Kalibrierung auf Schicht ausgegeben
( Seite 84).

Seite 82 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


 Zur Überprüfung der Kalibrierung auf Schicht gehen Sie wie folgt vor:

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


1. Ermitteln Sie durch mehrere Vergleichsmessungen ( Glossar) den
Mittelwert der Dicke der Referenzschicht.

2. Ermitteln Sie durch mehrere Vergleichsmessungen den Mittelwert der


Gesamtschichtdicke, bestehend aus dem zur Kalibrierung verwende-
ten Kalibriernormal sowie der Referenzschicht.

3. Berechnen Sie die Differenz der beiden Schichten. Diese muss dann
dem Gravurwert des Kalibriernormals entsprechen.
 Liegt die berechnete Differenz (Dicke des Kalibriernormals) innerhalb
der auf dem Normal angegebenen Garantiefehlergrenzen, löschen Sie
die Messwerte der Vergleichsmessungen, bevor Sie mit den Messun-
gen auf Ihren Messgegenständen beginnen.
 Liegt die berechnete Differenz nicht innerhalb der Garantiefehlergren-
zen, so führen Sie eine weitere Kalibrierung auf Schicht durch.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 83


7.6.2 Protokollierung der Kalibrierung auf Schicht mit einem Drucker
Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung

FISCHER DUALSCOPE FMP40 25.06.08


KAL. AUF SCHICHT 25.06.08 16:27
Appl.Nr.: 3 Sonde:FD10
Iso/NF Messungen auf
d.= 0.395 μm s= 0.343 μm beschichtetem
Messobjekt

Iso/NF: 23.70 μm Messungen auf


d.= 23.77 μm s= 0.206 μm Kalibriernormal
(Korrekturfolie)

Abb. 7-2 Protokoll einer Korrekturkalibrierung (Beispiel)

Erläuterungen zu Abb. 7-2:


FISCHER DUAL- Gerätetyp
SCOPE FMP40
26.06.08 Aktuelles Datum
KAL. AUF SCHICHT Kalibrierung auf Schicht wird protokolliert
Datum Uhrzeit Datum und Uhrzeit der Korrekturkalibrierung
Appl. Nr. Nummer der Applikation
Sonde Sonde, mit der die Kalibrierung durchgeführt wurde
Iso/NF, NF/Fe Kanal der Sonde, der normiert wurde (erscheint nur, wenn
mit einer Dualsonde normiert wurde).
Iso/NF ..., NF/Fe Bestätigter Sollwert für die Foliendicke des ersten bzw.
... zweiten Kalibriernormals (Korrekturfolie).
d. Mittelwert der für diesen Schritt der Kalibrierung aufgenom-
menen Messwerte.
s Standardabweichung der für diesen Schritt der Kalibrie-
rung aufgenommenen Messwerte.

Seite 84 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


7.7 Masterkalibrierung

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


Bei der Masterkalibrierung werden die Koeffizienten der Masterkennlinie
bestimmt und im EEPROM des Sondensteckers gespeichert. Diese Koeffizi-
enten bestimmen die Masterkennlinie, d. h. den Zusammenhang zwischen
dem Messsignal der Sonde und der Schichtdicke.
Im EEPROM des Sondensteckers sind Speicher für die Koeffizienten von
zwei Masterkalibrierungen vorhanden. Diese beiden Masterkalibrierungen
unterscheiden sich wie folgt:

Werks-Masterkalibrierung
Eine Masterkalibrierung (Werks-Masterkalibrierung) wird bereits im Hause
Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik und Messtechnik mit sehr hoher
Präzision und - je nach Sondentyp - mit mindestens 8 oder mehr Kalibrier-
normalen durchgeführt. Sie ist vom Anwender nicht lösch- oder überschreib-
bar.

Anwender-Masterkalibrierung
Die Anwender-Masterkalibrierung können Sie mit Hilfe von 4 - 8 Kalibrier-
normalen selbst erstellen. Bei Auslieferung einer neuen Sonde ist dieser
Speicher leer. Hat der Anwender, entsprechend der nachfolgend beschrie-
benen Vorgehensweise, eine „eigene“ Masterkalibrierung erstellt, so kann
er diese bei Bedarf überschreiben oder auch löschen.
Zum Erstellen einer Anwender-Masterkalibrierung werden mindestens 4 Ka-
libriernormale benötigt. Diese sind im optionalen, sondenspezifischen Mas-
terkalibriernormalsatz enthalten. Der Xn-Wert jeweils eines dieser Kalibrier-
normale muss in einen der vorgeschriebenen Xn-Bereiche der
Masterkalibrierung fallen, damit alle 4 Xn-Bereiche „besetzt“ sind.
Um in einem bestimmten Messintervall der Sonde die Messgenauigkeit zu
erhöhen, können bis zu 4 weitere Kalibriernormale verwendet werden, de-
ren Dicken in diesem Intervall liegen. Dies bedeutet, dass in einem Xn-Be-
reich der Anwender-Masterkalibrierung bis zu max. 5 Kalibrierstandards
liegen können.
Wird die Anwender-Masterkalibrierung gelöscht und keine neue erstellt, so
wird automatisch wieder mit der Werks-Masterkalibrierung gemessen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 85


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Nach der Erstellung oder dem Löschen einer Anwender-Masterkali-
brierung werden alle Korrekturkalibrierungen, welche mit der betref-
fenden Sonde erstellt wurden, gelöscht. Dies bedeutet, dass nach der
Löschung der Anwenderkalibrierung und dem Weitermessen mit der
Werks-Masterkalibrierung für jede Applikation - falls notwendig - eine
neue Korrekturkalibrierung durchzuführen ist.

7.7.1 Auswahl der Kalibriernormale

Zur Anwender-Masterkalibrierung ist unbedingt der sondenspezifische


Satz Kalibriernormale zu verwenden, der zur angeschlossenen Sonde
gehört! Nur so kann die für die verwendete Sonde spezifizierte Richtigkeit
bei den anschließenden Messungen gewährleistet werden.

Die Masterkennlinie kann bei einer Anwender-Masterkalibrierung nur be-


stimmt werden, wenn geeignete Kalibriernormale verwendet werden. Kali-
briernormale sind für die Anwender-Masterkalibrierung nur geeignet, wenn
ihre normierten Zählraten Xn innerhalb der fest vorgegebenen, sondenspe-
zifischen Xn-Bereiche liegen. Die Xn-Werte können nach dem 1. Schritt der
Anwender-Masterkalibrierung (Normierung) angezeigt werden
( 7.7.4 ‘Xn-Bereiche für Kalibriernormale zur Masterkalibrierung anzei-
gen’, ab Seite 92.)

7.7.2 Durchführen einer Anwender-Masterkalibrierung

Eine Anwender-Masterkalibrierung (nachfolgend nur mit Masterkalibrie-


rung bezeichnet) darf nur von einem erfahrenen Bediener durchgeführt
werden.

 Die Masterkalibrierung ist für alle Applikationen gültig, die mit dersel-
ben Sonde angelegt wurden, mit der die Masterkalibrierung durchge-
führt wird (da die Koeffizienten im EEPROM des Sondensteckers
abgelegt werden)!
Dies gilt sowohl bei aktivierter als auch bei deaktivierter Verkettung.
 Nach kompletter Durchführung einer Masterkalibrierung werden die
Normierungen und Korrekturkalibrierungen aller Applikationen auto-

Seite 86 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


matisch gelöscht, die mit derselben Sonde angelegt wurden, mit der

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


die Masterkalibrierung durchgeführt wird.
 Bei angeschlossener Dualsonde werden nur die Normierungen und
Korrekturkalibrierungen der Messmethode gelöscht, in welcher eine
neue Masterkalibrierung durchgeführt wurde.

Benötigte Materialien
 unbeschichteter Messgegenstand, der den tatsächlich zu messenden
Teilen in Grundwerkstoff und Geometrie entspricht
 sondenspezifischer Satz Kalibriernormale (Masterfolien)

7.7.3 Vorgehensweise für eine Masterkalibrierung

Die Masterkennlinie kann bei einer Masterkalibrierung nur bestimmt wer-


den, wenn geeignete Kalibriernormale verwendet werden.
Kalibriernormale sind für die Masterkalibrierung nur geeignet, wenn ihre
normierten Zählraten Xn innerhalb der fest vorgegebenen, sondenspezifi-
schen Xn-Bereiche liegen. Die sondenspezifischen Grenzen der Xn-Berei-
che für die angeschlossene Sonde können während der Masterkalibrie-
rung abgefragt werden, ohne dass die Kalibrierung hierdurch beeinflusst
wird.

Der Aufruf der Masterkalibrierung erfolgt aus dem Menü Servicefunktionen


( 12.10 ‘Durchführen einer Masterkalibrierung’, ab Seite 194).

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

5 x ENTER Menü „Servicefunktionen“ durch 5-maliges


2x  Drücken von ENTER aufrufen und Kennzahl
159 der Servicefunktionen mit der Pfeiltaste
einstellen.
Masterkalibrierung im Menü Servicefunktio-
nen aufrufen und Vorgang mit ENTER star-
ten.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 87


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ENTER ZERO + CAL erscheinen und bleiben in der


Anzeige stehen, während die Masterkali-
brierung durchgeführt wird.

[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen

[MKL-Löschen: DEL]: Bereits durchgeführte


Masterkalibrierung löschen mit DEL (er-
scheint nur, wenn bereits eine Masterkali-
brierung durchgeführt wurde).

[Abbruch: CAL]: Masterkalibrierung kann


mit CAL abgebrochen werden.

Wird nach dem Löschen der Masterkalibrierung das Menü durch nochma-
liges Drücken von DEL verlassen, so wird mit der Werks-Masterkalibrie-
rung - noch ohne Korrekturkalibrierung - weitergemessen.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

CAL + ZERO Kalibrierung auf Schicht für die aktuelle Ap-


plikation mit CAL + ZERO starten.
ZERO + CAL erscheinen und bleiben in der
Anzeige stehen, während die Kalibrierung
auf Schicht durchgeführt wird.

[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen

[Besch. Meßgeg.]: Messungen sollen auf be-


schichtetem Messobjekt durchgeführt wer-
den.

[Abbruch: ENTER]: Aktueller Kalibrierschritt


kann mit ENTER abgebrochen werden.

Seite 88 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Messungen auf unbeschichtetem Messob-


jekt (Grundwerkstoff) durchführen.
An verschiedenen Punkten der Referenz-
fläche die in Kapitel 7.1.1, Seite 67 emp-
fohlene Anzahl an Einzelmessungen durch-
führen.
Angezeigt wird der Mittelwert aller für die
Normierung aufgenommenen Messwerte.

[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen

[Grundwerkstoff]: Messungen sollen auf ei-


nem unbeschichtetem Messobjekt erfolgen,
d. h. eine Normierung wird durchgeführt.
Der verwendete Grundwerkstoff (NF) oder
(Fe) wird angezeigt.

[Löschen: DEL]: Löschen des letzten Mess-


wertes mit DEL, 2x DEL löscht alle für die
Normierung aufgenommenen Messwerte.

[OK: ENTER]: Normierung wird mit ENTER


beendet und gespeichert. Die bisherige
Normierung wird überschrieben.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 89


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ENTER [Eingabe: ]: Sollwert für Dicke des Kali-


briernormals kann mit den Pfeiltasten einge-
stellt werden. Der Sollwert ist auf dem
Kalibriernormal aufgedruckt.
Die Einstellung des Sollwertes kann schnel-
ler erfolgen, wenn vorab auf dem Kalibrier-
normal eine Messung durchgeführt und der
Sollwert anschließend mit den Pfeiltasten
korrigiert wird.

[KAL-Sollw. 1: 23.70]: Anzeige des einge-


stellten Sollwertes der Dicke des Kalibrier-
normals (Beispiel: 23,7 µm)

[Abbruch: ENTER]: Abbruch des Kalibrier-


vorgangs mit ENTER

Durch Drücken von FINAL-RES:


Bestimmung der normierten Zählrate Xn ei-
nes Kalibriernormals während einer Master-
kalibrierung Seite 95.
Durch Drücken von BLOCK-RES:
Xn-Bereiche für Kalibriernormale zur Mas-
terkalibrierung anzeigen Seite 92.

Seite 90 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Kalibriernormal 1 (im Beispiel 23,7 µm


dick) auf unbeschichtetes Messobjekt aufle-
gen und Messungen durchführen.
An verschiedenen Punkten der Referenz-
fläche die in Kapitel 7.1.1, Seite 67 emp-
fohlene Anzahl an Einzelmessungen durch-
führen.
Angezeigt wird der Mittelwert aller für die-
sen Schritt durchgeführten Messungen.

[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen

[KAL-Sollw. 1: 23.70]: Anzeige des einge-


stellten Sollwertes der Dicke des Kalibrier-
normals (Beispiel: 23,7 µm)

[Löschen: DEL]: Löschen des letzten Mess-


wertes mit DEL, 2x DEL löscht alle für die
Normierung aufgenommenen Messwerte.

[OK: ENTER]: Beenden und Speichern des


Kalibrierschrittes mit ENTER.

 oder  Einstellen des Sollwertes für die Foliendicke


(auf der Korrekturfolie aufgedruckter Wert)
mit  oder 
Dieser Schritt ist nicht erforderlich, wenn
der Sollwert für die Foliendicke mit der ge-
speicherten Foliendicke übereinstimmt.

[OK: ENTER]: Aktueller Kalibrierschritt kann


mit ENTER abgeschlossen werden.

ENTER Mit Kalibriernormal 2 (Masterfolie 2) ge-


nauso verfahren, wie für Kalibriernormal 1
beschrieben. Ebenso für alle folgenden Kali-
brierschritte.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 91


Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ENTER Nach Abschließen des letzten Kalibrier-


schritts mit ENTER wird die neue Kalibrier-
kurve automatisch berechnet und
gespeichert und es erscheint eine Bestäti-
gung der erfolgreichen Masterkalibrierung.
Durch Drücken von ENTER wird die Mel-
dung bestätigt.
PRINT: Bei angeschlossenem und einge-
schaltetem Drucker wird ein Protokoll der
Masterkalibrierung ausgegeben
( Seite 94).

Beachten Sie den unter 7.7 auf Seite 85 angegebenen Hinweis bezüglich
der Anzahl der Kalibriernormale.

 Führen Sie zur Überprüfung einer richtigen Masterkalibrierung meh-


rere Vergleichsmessungen durch, indem Sie die Dicke der zur Kalibrie-
rung verwendeten Masterfolien auf der unbeschichteten Referenzfläche
nachmessen. Liegen die erhaltenen Mittelwerte außerhalb der auf den
Folien angegebenen Garantiefehlergrenzen, so muss die Masterkali-
brierung wiederholt werden.

Jetzt können Messungen in der geöffneten Applikation durchgeführt wer-


den. Löschen Sie die Messwerte der Vergleichsmessung, bevor Sie auf Ih-
ren Messgegenständen messen.
Die Masterkalibrierung kann alternativ zur beschriebenen Vorgehensweise
auch durch Drücken von CAL + APPL No aufgerufen werden.

7.7.4 Xn-Bereiche für Kalibriernormale zur Masterkalibrierung anzei-


gen
Die Masterkennlinie kann bei einer Masterkalibrierung nur bestimmt wer-
den, wenn geeignete Kalibriernormale verwendet werden.
Kalibriernormale sind für die Masterkalibrierung nur geeignet, wenn ihre
normierten Zählraten Xn innerhalb der fest vorgegebenen, sondenspezifi-
schen Xn-Bereiche liegen. Die sondenspezifischen Grenzen der Xn-Berei-

Seite 92 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


che für die angeschlossene Sonde können während der Masterkalibrierung

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


abgefragt werden, ohne dass die Kalibrierung hierdurch beeinflusst wird.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

5 x ENTER Masterkalibrierung im Menü Servicefunktio-


2x  nen aufrufen und Vorgang mit ENTER star-
ten. Erläuterungen hierzu ab Seite 87.

BLOCK-RES Anzeige des sondenspezifischen Xn-Berei-


ches für Kalibriernormal 1
(Masterfolie 1) mit BLOCK-RES.
[0.0300<Xn<0.1500]: Grenzen des Xn-Be-
reiches, indem die normierte Zählrate Xn
des Kalibriernormals 1 liegen muss.
Als Beispiel sind hier die für die Sonde
FD10 spezifischen Grenzen angegeben.

BLOCK-RES Anzeige des sondenspezifischen Xn-Berei-


ches für Kalibriernormal 2
(Masterfolie 2) [0.1500<Xn<0.3500] mit
BLOCK-RES.

BLOCK-RES Anzeige des sondenspezifischen Xn-Berei-


ches für Kalibriernormal 3
(Masterfolie 3) [0.5000<Xn<0.8000] mit
BLOCK-RES.

BLOCK-RES Anzeige des sondenspezifischen Xn-Berei-


ches für Kalibriernormal 4 (Masterfolie 4)
[0.8000<Xn<0.9800] mit BLOCK-RES.

BLOCK-RES Beenden der Anzeige der sondenspezifi-


schen Xn-Bereiche mit BLOCK-RES.
Die Masterkalibrierung kann jetzt fortge-
setzt werden.
Oder: Rückkehr in den Messmodus durch
Drücken von CAL + DEL.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 93


7.7.5 Protokollierung der Masterkalibrierung mit einem Drucker
Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung

FISCHER DUALSCOPE FMP40 25.06.08


MASTERKALIBRIERUNG 25.06.08 17:34
Appl.Nr.: 4 Sonde:FD10
Iso/NF Messungen auf
unbeschichtetem
d.=-0.000 μm s= 0.000 μm Messobjekt
(Grundwerkstoff)
Iso/NF: 23.70 μm Messungen auf
d.= 0.001 μm s= 0.000 μm Kalibriernormal
1(Masterfolie 1)

Iso/NF: 71.30 μm Messungen auf


d.= 69.31 μm s= 1.107 μm Kalibriernormal 2
(Masterfolie 2)

Iso/NF: 283.0 μm Messungen auf


d.= 283.8 μm s= 1.029 μm Kalibriernormal 3
(Masterfolie 3)

Iso/NF: 18.00 μm Messungen auf


d.= 18.02 μm s= 0.743 μm Kalibriernormal 4
(Masterfolie 4)
Abb. 7-3 Protokoll einer Masterkalibrierung (Beispiel)

Erläuterungen zu Abb. 7-3:


FISCHER DUAL- Gerätetyp
SCOPE FMP40
26.06.08 Aktuelles Datum
MASTER- Masterkalibrierung wird protokolliert
KALIBRIERUNG
Datum Uhrzeit Datum und Uhrzeit der Masterkalibrierung
Appl. Nr. Nummer der Applikation
Sonde Sonde, mit der die Kalibrierung durchgeführt wurde
Iso/NF, NF/Fe Kanal der Sonde, der normiert wurde (erscheint nur, wenn
mit einer Dualsonde normiert wurde).
Iso/NF: ... Bestätigter Sollwert für die Foliendicke des ersten bzw.
NF/Fe: ... zweiten Kalibriernormals (Korrekturfolie).

Seite 94 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


d. Mittelwert der für diesen Schritt der Kalibrierung aufgenom-

Normierung, Kalibrierung und Masterkalibrierung


menen Messwerte.
s Standardabweichung der für diesen Schritt der Kalibrie-
rung aufgenommenen Messwerte.

7.8 Bestimmung der normierten Zählrate Xn eines Kalibrier-


normals während einer Masterkalibrierung
Die normierte Zählrate Xn eines Kalibriernormals kann, wie im folgenden
beschrieben, während einer Master-Kalibrierung bestimmt werden, ohne
dass die Kalibrierung hierdurch beeinflusst wird.
Da bei aktiviertem Externstart mit FINAL-RES die Messwertübernahme aus-
gelöst wird, ist eine Bestimmung der normierten Zählrate bei aktiviertem
Externstart während einer Kalibrierung nicht möglich!

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

FINAL-RES Masterkalibrierung im Menü Servicefunktio-


nen aufrufen und Vorgang mit ENTER star-
ten. Erläuterungen hierzu ab Seite 87.
FINAL-RES drücken um Vorgang zu starten.

Sonde auf Kalibriernormal, dessen normier-


te Zählrate Xn bestimmt werden soll, aufset-
zen. Normierte Zählrate Xn des
Kalibriernormals wird angezeigt (Die nor-
mierte Zählrate wird nicht gespeichert!).

FINAL-RES [aus: FINAL-RES]: Mit FINAL-RES kann die


„freilaufende“ Anzeige wieder ausgeschal-
tet werden.
Die Kalibrierung kann jetzt fortgesetzt wer-
den.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 95


8 Aktuellen Kalibrierzustand überprüfen
Aktuellen Kalibrierzustand überprüfen

Die Gerätefunktion "Kalibrierung überprüfen" überprüft mit einer Kontroll-


messung, ob der Mittelwert der Kontrollmessung mit dem Referenzwert des
verwendeten Standards im Rahmen der Messunsicherheit (gemäß ISO/IEC
Guide 98-3) übereinstimmt.

Wann durchzuführen
 Ermittlung des aktuellen Kalibrierzustandes des Messsytems, d. h. wie
genau misst das Messsystem in der geöffneten Applikationsdatei
 Ermittlung der Messunsicherheit des Messsystems für die Messaufgabe
der geöffneten Applikationsdatei, z. B. notwendig für Messungen deren
Messunsicherheit entsprechend des ISO/IEC Guide 98-3 ermittelt wer-
den

Wichtig zu wissen
 Mit der Menüfunktion können Sie den Kalibrierzustand und die Mess-
genauigkeit des Messsystems überprüfen. Das Ergebnis der Überprü-
fung gilt nur für die geöffnete Applikationsdatei und deren
Messaufgabe.
 Istin der geöffneten Applikationsdatei eine Korrekturkalibrierung
gespeichert, muss die Überprüfung unter den gleichen Bedingungen
durchgeführt werden, unter denen die Korrekturkalibrierung durchge-
führt wurde. Zum Beispiel bei ähnlicher Temperatur, mit dem gleichen
Kalibriernormal, auf dem gleichen Grundwerkstoff usw.
 Die ermittelte Messunsicherheit gilt nur für einen kleinen Bereich um
den Referenzwert des Standards, auf dem die Kontrollmessung durch-
geführt wurde. Möchten Sie die Messunsicherheit für einen Messbe-
reich ermitteln, führen Sie Kontrollmessungen auf zwei
Kalibriernormalen durch, die den Messbereich begrenzen. Die Mess-
unsicherheit für diesen Messbereich ermitteln Sie durch eine lineare
Interpolation aus den beiden Messunsicherheiten der Kontrollmessun-
gen auf den zwei Kalibriernormalen.

Seite 96 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Für die Kontrollmessung benötigen Sie:

Aktuellen Kalibrierzustand überprüfen


 1 bis max. 4 Kalibriernormale (= Referenzteile), die bei der Korrektur-
kalibrierung verwendet wurden. Ist keine Korrekturkalibrierung in der
Applikationsdatei gespeichert, verwenden Sie die Kalibriernormale
aus dem Lieferumfang der angeschlossenen Sonde.
 Zertifikate, in denen die Toleranz oder die Messunsicherheit (k=2) für
die verwendeten Kalibriernormale angegeben sind.

Genauigkeit
Die Kalibrierungsgenauigkeit ist durch die Unsicherheit des Kalibri-
ernormals begrenzt. Die Unsicherheit der Korrekturkalibrierung kann
nicht kleiner sein als die Unsicherheit der verwendeten Kalibriernor-
male. Um die Kalibrierungsgenauigkeit zu verbessern, müssen Sie
für die Korrekturkalibrierung Kalibriernormale mit kleineren Unsi-
cherheiten verwenden.

Arbeitstemperatur des Messgerätes


Vor Durchführung einer Kontrollmessung muss das Messgerät mit
angeschlossener Sonde seit mindestens 10 Minuten eingeschaltet
sein! Dies ist notwendig, damit alle Gerätebauteile ihre Arbeitstem-
peratur erreichen können. Anderenfalls kommt es zu Fehlmessungen!
► Schließen Sie das Messgerät mit dem Netzteil an die Span-
nungsversorgung an, siehe Seite 2.

Vorgehensweise - Kalibrierung überprüfen

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

CAL Korrekturkalibrierung mit CAL starten.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 97


Aktuellen Kalibrierzustand überprüfen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

 Durch Drücken der Pfeiltaste  wird die


Funktion "Kalibrierung überprüfen" gestar-
tet.

 oder  Sollwert für Dicke des Kalibriernormals mit


den Pfeiltasten einstellen. Der Sollwert ist
auf dem Kalibriernormal aufgedruckt.
Die Einstellung des Sollwertes kann schnel-
ler erfolgen, wenn vorab auf dem Kalibrier-
normal eine Messung durchgeführt und
anschließend mit den Pfeiltasten eingestellt
der Sollwert eingestellt wird.
ACHTUNG Beachten Sie die Maßeinheit
Achten Sie bei der Eingabe des KAL-Soll-
wertes auf die vorgegebene Maßeinheit im
Display!

ENTER Die Eingabe des KAL-Sollwertes ist damit


beendet.

 oder  Wählen Sie mit den Pfeiltasten, in welcher


Form Ihnen die Angabe der Unsicherheit für
das verwendeten Kalibriernormal vorliegt.
Toleranz [Maßeinheit]: Für das Kalibriernor-
mal ist eine Toleranz angegeben. Beispiel:
245 µm ± 1,5 µm
rel. Toleranz [%]: Für das Kalibriernormal ist
eine prozentuale Toleranz angegeben. Bei-
spiel: 245 µm ± 0,6 %
U(k=2) [Maßeinheit]: Für das Kalibriernor-
mal ist eine erweiterte Unsicherheit, für ei-
nen Erweiterungsfaktor k = 2, angegeben.
Beispiel: 245 µm ± 2 µm

ENTER Weiter zum nächsten Schritt.

Seite 98 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Aktuellen Kalibrierzustand überprüfen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

 oder  Toleranz des Kalibriernormals mit den Pfeil-


tasten einstellen. Der Toleranzwert ist auf
dem Kalibriernormal aufgedruckt oder im
Zertifikat des Standards angegeben.

ENTER Weiter zum nächsten Schritt.

Kalibriernormal (im Beispiel 245 µm dick)


auf das unbeschichtete Messobjekt aufle-
gen und Messungen durchführen.
Wir empfehlen 10 oder mehr Messungen
auf dem Kalibriernormal (KAL-Sollwert)
durchzuführen.
Angezeigt wird der Mittelwert aller für die-
sen Schritt durchgeführten Messungen.
[s]: Standardabweichung
[n]: Anzahl der Messungen

ENTER Starten Sie die Überprüfung der Kalibrie-


rung mit ENTER.

ENTER Es erscheint das Ergebnis der Überprüfung.


ENTER: Verlassen der Überprüfungsfunktion,
Wechsel zurück in den Messmodus.
FINAL-RES: Aufruf des detaillierten Ergeb-
nisses.
DEL: Neue Überprüfung starten

FINAL-RES Eine Beschreibung des Ergebnisses finden


Sie in nachfolgender Tabelle auf
Seite 100. Weitere Informationen zu
den Parametern und der Unsicherheit fin-
den Sie im Kapitel Glossar.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 99


Aktuellen Kalibrierzustand überprüfen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

2 x ENTER Verlassen der Überprüfungsfunktion, Wech-


sel zurück in den Messmodus.

Ergebnis des Kalibrierzustandes

Parameter Beschreibung

Kalibrierung ist OK! Der Mittelwert der Kontrollmessung stimmt mit dem
Sollwert (= Referenzwert) des Kalibriernormals im
Rahmen der Unsicherheit (gemäß ISO/IEC Guide
98-3) überein. Das heißt, die Differenz zwischen
dem Mittelwert und dem Sollwert kann nicht von der
vorgegebenen Unsicherheit des Kalibriernormals un-
terschieden werden.

Kalibrierung ist nicht OK! Führen Sie eine neue Korrekturkalibrierung durch, da
der gemessene Mittelwert der Kontrollmessung eine
zu große Abweichung zum Sollwert des Kalibriernor-
mals aufweist. Führen Sie eine neue Korrekturkali-
brierung durch ( siehe Seite 72).

Differenz Differenzbetrag zwischen dem Mittelwert aus der


Kontrollmessung und dem Sollwert (= Referenzwert)
des Kalibriernormals, auf dem gemessen wurde.

Unsicherheit (k=2) Unsicherheit des Messsystems für die Messaufgabe


der geöffneten Applikationsdatei. Dieser Wert be-
rücksichtigt die Messunsicherheit (= Standardab-
weichung) aus der Kontrollmessung und die
vorgegebene Unsicherheit des Kalibriernormals, auf
dem gemessen wurde.

Testwert E Verhältnis von Differenz zu Unsicherheit (k=2).


E  1: Die Messgenauigkeit für die geöffnete Appli-
kationsdatei ist für dieses Kalibriernormal in Ord-
nung und kann durch dieses Kalibriernormal auch
nicht weiter verbessert werden.
E > 1: Der Mittelwert aus der Kontrollmessung weist
eine zu große Abweichung zum Sollwert des Kalibri-
ernormals auf, auf dem gemessen wurde. Führen Sie
eine Korrekturkalibrierung durch, um die Messgenau-
igkeit für diese Applikation zu verbessern.

Seite 100 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Was Sie als nächstes tun können

Aktuellen Kalibrierzustand überprüfen


 Die Überprüfung mit demselben oder einem anderen Kalibriernormal
wiederholen. Drücken Sie nacheinander die Tasten ENTER und DEL und
starten Sie mit der Eingabe des Sollwertes für das Kalibriernormal.
 Korrekturkalibrierung durchführen, sofern die Überprüfung negativ aus-
fiel. Drücken Sie dazu auf die Taste Cal; Korrekturkalibrierung durch-
führen siehe Seite 72.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 101


9 Messen
Messen

Beim Messen sind unbedingt die Hinweise aus


Kapitel 1 ‘Sicherheitshinweise’, ab Seite 1 zu beachten!

9.1 Vorbereiten einer Messung


Bevor Messungen durchgeführt werden, müssen Messgerät und Messfläche
folgendermaßen vorbereitet werden:
 Vereinbarung der Referenzflächen (Festlegung, wo jeweils mehrere
Einzelmessungen durchzuführen sind), gemäß DIN EN ISO 2064.
 Sicherstellen, dass die Referenzflächen frei von störenden Verunreini-
gungen (wie z. B. Feuchtigkeit, Schmutz oder Fett) und nicht beschä-
digt sind.

 Inbetriebnahme ( Seite 25) durchführen.


 Drucker anschließen und gegebenenfalls einschalten (sofern vorhan-
den und Messwertausdruck gewünscht).

 Messgerät einschalten ( Seite 31).

 Auswählen einer zum Prüfteil passenden Applikation ( ab Seite 41).

 Festlegen der Gerätekonfiguration ( Seite 156).

 Festlegen der applikationsspezifischen Einstellungen ( ab Seite 49).


 Überprüfen der Kalibrierung mit der Funktion "Kalibrierung überprü-
fen“ ( Seite 96 ).

Seite 102 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


9.2 Einflussgrößen

Messen
Bei der Schichtdickenmessung beeinflussen folgende Faktoren den Mess-
wert:
 Geometrie des Messgegenstandes (Größe der Referenzfläche = Mess-
fläche, Krümmung, Oberflächenrauhheit, Dicke des Grundwerkstoffs)
 Magnetische Permeabilität oder elektrische Leitfähigkeit des Messge-
genstandes
 Handhabung der Sonde durch den Bediener, insbesondere beim Auf-
setzen

Durch Normierung ( ab Seite 64) oder Kalibrierung ( ab Seite 72,


Seite 85) lassen sich die Einflüsse dieser Faktoren korrigieren.

9.3 Durchführen einer Messung


Um eine Messung durchzuführen, muss die Sonde senkrecht auf die Ober-
fläche des Messgegenstandes aufgesetzt werden ( Seite 36). Nach der
Messwertübernahme, d. h. nach dem Erscheinen des Messwerts in der An-
zeige, kann die Sonde wieder abgehoben werden. Das Gerät ist messbe-
reit.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 103


Bei der Messung ist folgendes zu beachten:
Messen

 Messungen sollten innerhalb der Referenzfläche durchgeführt werden.

 Um Fehlmessungen zu vermeiden, Sonde nicht über dem Messgegen-


stand schweben lassen!
 Wie weit abgehoben werden muss, hängt vom Messbereich der Sonde
ab. Um einen korrekten Luftwert zu erhalten, sollte der Abstand zum
Messgegenstand mindestens das 3- bis 4-fache der max. messbaren
Schichtdicke betragen.
 Der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Messungen muss größer
als 0,5 Sekunden sein, damit eine Messwertübernahme erfolgen kann.

1. Sonde aufsetzen 2. Sonde abheben:

Messobjekt

Abb. 9-1 Messung mit axialer Sonde

1. Sonde aufsetzen: 2. Sonde abheben:

Messobjekt

Abb. 9-2 Messung mit Winkelsonde

Seite 104 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Bei der Messung mit Zweipolsonden ist zusätzlich folgendes zu beachten:

Messen
 Bei zylindrischen Prüfteilen:
Sondenpole parallel zur Längsachse aufsetzen!
 Beide Sondenpole gleichzeitig und mit gleichem Andruck
aufsetzen!
 Bei Prüfteilen, deren Grundwerkstoff eine magnetische Vorzugsrichtung
aufweist, empfiehlt sich die Messwertermittlung durch Mittelwertbil-
dung aus zwei Messungen, wobei die Sonde nach der ersten Messung
um 90° zu drehen ist. Eine magnetische Vorzugsrichtung kann bei-
spielsweise durch mechanische Vorbehandlung des Prüfteils (z. B.:
Walzen oder Ziehen von Blechen) entstehen.

Messung mit zweipoliger Winkelsonde auf Messobjekt mit magnetischer


Vorzugsrichtung:
1. Sonde aufsetzen 4. Sonde aufsetzen

2. Sonde abheben

5. Sonde abheben

3. Sonde drehen

90°
6. Sonde drehen

90°

Messobjekt mit magneti-


scher Vorzugsrichtung

Abb. 9-3 Messung mit Zweipolsonden

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 105


9.3.1 Messwertübernahme
Messen

Solange die automatische Messwertübernahme aktiviert ist, erfolgt die


Messwertübernahme automatisch direkt nach dem Aufsetzen der Sonde auf
das Prüfteil.
Nach der Messwertübernahme ertönt bei jeder Messung ein akustisches Si-
gnal (sofern es nicht deaktiviert wurde) ( 9.3.4 ‘Akustische Signale nach
der Messwertübernahme’, ab Seite 110).

Wenn die „freilaufende” Anzeige eingeschaltet ist, kann die Messwertüber-


nahme auf folgende Art ausgelöst werden ( 9.6 ‘Messen mit freilaufen-
der Anzeige’, ab Seite 119):
 Drücken der Taste ENTER

 Senden eines der ASCII-Zeichen “G0”, “ES”, “EN” oder

 Senden des Steuerzeichens “ESC?” über die Schnittstelle (ESC =


ASCII27)
( 11.5.2 ‘Steuerbefehle’, ab Seite 150)
Unabhängig davon, wie die Messwertübernahme erfolgt ist, erscheint nach
der Messwertübernahme der Messwert in der Anzeige.

Seite 106 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


9.3.2 Messung mit aktiviertem Externstart

Messen
Wenn die automatische Messwertübernahme nicht erwünscht ist, wie z. B.
bei der Messung in Rohren, Bohrungen oder Nuten, sollte mit aktiviertem
Externstart und deaktivierter automatischer Messwertübernahme gemessen
werden. (Aktivieren des Externstarts und damit Deaktivieren der automati-
schen Messwertübernahme: Seite 187)

Bei aktiviertem Externstart kann die Messwertübernahme auf folgende Ar-


ten manuell ausgelöst werden, sobald die Sonde auf der Messstelle positi-
oniert wurde:
 Taste  drücken
(nicht bei der Normierung oder Kalibrierung)
 Taste FINAL-RES drücken
(nur während der Normierung oder Kalibrierung)
 Senden des Befehls “ES” über die Schnittstelle
( 11.5.2 ‘Steuerbefehle’, ab Seite 150)

Die Messwertübernahme kann bei aktiviertem Externstart um bis zu 2,5 s


verzögert werden ( 12.7.3 ‘Extern Start’, ab Seite 187).

9.3.3 Automatische Messwertaufnahme


Die Beschreibung der beiden Aufnahmemodi erfolgt im Modus des automa-
tischen Starts der Messwertaufnahme nach Aufsetzen der Sonde. Beide Me-
thoden arbeiten jedoch auch bei Externstart ( Seite 107), aber nicht im
Freilauf ( Seite 119)!

Messwertaufnahme durch Flächenmessung


Bei der Flächenmessung werden die Einzelwerte bis zum Abheben der Son-
de schnellstmöglich aufgenommen. Nur der daraus ermittelte Mittelwert
wird gespeichert.
Dieser Messmodus ist vorteilhaft, wenn möglichst schnell der Mittelwert der
Schichtdickenverteilung innerhalb einer Referenzfläche ermittelt werden
soll. Dieser Mittelwert wird als Einzelwert einer Messreihe hinzugefügt.
Bei aktivierter Online-Ausgabe der Einzelmesswerte über die Schnittstelle
wird auch nur dieser Mittelwert ausgegeben.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 107


Messen
Beim Abfahren einer Oberfläche mit aufgesetzter Sonde unterliegen die
Messpole einem erhöhten Verschleiß.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Flächenmessung im Menü Servicefunktio-


nen/Messung/Messmodus einschalten
( 12.7.4 ‘Messmodus - Standard/Flä-
chenmessung/Automatische Messung’, ab
Seite 189) und Sonde auf das Messobjekt
aufsetzen. In der Anzeige erscheint das
Symbol , solange sich die Messsonde
auf dem Messobjekt befindet. Außerdem er-
tönt beim Aufsetzen der Messsonde ein
akustisches Signal.
Messsonde mit leichtem und gleichmäßi-
gem Druck über das Messobjekt führen.

[Appl:]: Applikationsnummer
[Dicke]: Anzeige von Schichtdickenmess-
werten (Messprogramm der aktuellen Appli-
kation)
[Blck:]: Nummer des aktuellen Blocks
[n=]: Anzahl der in der Applikation gespei-
cherten Messwerte / Blockgröße

Sonde vom Messobjekt abheben.

Der Abschluss der Messwertaufnahme wird


durch ein akustisches Signal gemeldet.

Seite 108 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Messwertaufnahme durch automatische Messung

Messen
Bei der automatischen Messung wird eine vorgegebene Anzahl von Mess-
werten mit wählbarem Zeitintervall zwischen 2 Messungen aufgenommen.
Im Gegensatz zur Flächenmessung werden alle Einzelmesswerte gespei-
chert ( Seite 107).

Dieser Aufnahmemodus ist vorteilhaft, wenn z. B. die ortsgetreue Schichtdi-


ckenverteilung entlang einer Linie ermittelt werden soll. Wird die Messson-
de von Hand oder mit Hilfe einer geeigneten Mechanik mit konstanter Ge-
schwindigkeit entlang der Linie geführt, so haben die Messpunkte
äquidistanten Abstand.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

„Automatische Messung“ im Menü Service-


funktionen/Messung/Messmodus einschal-
ten und die gewünschte Anzahl der
Messungen sowie das Zeitintervall der Mes-
sungen auswählen ( 12.7.4 ‘Messmodus
- Standard/Flächenmessung/Automatische
Messung’, ab Seite 189).

Sonde auf das Messobjekt aufsetzen. In der


Anzeige erscheint das Symbol , solan-
ge sich die Messsonde auf dem Messobjekt
befindet.
Für jede erfolgte Messung ertönt ein akusti-
sches Signal. Alle Messwerte werden statis-
tisch ausgewertet.

Sonde vom Messobjekt abheben.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 109


9.3.4 Akustische Signale nach der Messwertübernahme
Messen

Nach der Messwertübernahme ertönt bei jeder Messung ein akustisches Si-
gnal (sofern es nicht deaktiviert wurde). Dieses Messwertübernahme-Signal
zeigt an, dass das von der Sonde kommende Signal erfasst wurde und die
Sonde wieder vom Prüfteil abgehoben werden kann.
Zusätzlich zum Messwertübernahme-Signal können noch die in der folgen-
den Tabelle angegebenen akustischen Signale ertönen. Gegebenenfalls er-
tönen die Signale hintereinander.
Wenn beispielsweise bei der Messung mit fester Blockgröße der letzte
Messwert eines Blocks die obere Toleranzgrenze überschritten hat, ertönt
das Messwertübernahme-Signal, gefolgt von zwei kurzen Signalen für das
Überschreiten der oberen Toleranzgrenze und zuletzt ein langes Signal als
Blockabschluss-Signal.
Das Messwertübernahme-Signal kann deaktiviert werden
( 12.7.1 ‘Akustisches Signal’, ab Seite 185).
Die anderen akustischen Signale können nicht deaktiviert werden!

Signal Bedeutung

1 x kurz Messwert hat untere Toleranzgrenze unterschritten.


( 9.3.6 ‘Messung mit aktivierten Toleranzgrenzen’, ab
Seite 111)
2 x kurz Messwert hat obere Toleranzgrenze überschritten.
( 9.3.6 ‘Messung mit aktivierten Toleranzgrenzen’, ab
Seite 111)
1 x lang Block wurde automatisch abgeschlossen und Blockergeb-
nis gebildet ( 9.3.7 ‘Messung mit fester Blockgröße’, ab
Seite 112) oder Block wurde gewechselt
( 12.6.3 ‘Matrixmodus’, ab Seite 181“)
2 x lang Messwert wurde als Ausreißer erkannt ( 9.3.9 ‘Messung
mit aktivierter Ausreißerkontrolle’, ab Seite 114)

9.3.5 Anzeige des verwendeten Messverfahrens bei Messungen mit


Dualsonden
Nach dem Einschalten des Messgeräts wird in der Anzeige das Messver-
fahren der angeschlossenen Sonde angezeigt ( 4.3.4 ‘Ausschalten des
Messgerätes’, ab Seite 34).

Seite 110 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Bei Dualsonden wird nach der Messwertübernahme zusätzlich das bei der

Messen
soeben durchgeführten Messung eingesetzte Messverfahren markiert.

Anzeige Erläuterung

[NF/Fe NC/NF] Messung nach dem magnetinduktiven Verfahren wurde mit


Dualsonde durchgeführt.

[NF/Fe NC/NF] Messung nach dem Wirbelstromverfahren wurde mit Dual-


sonde durchgeführt.

9.3.6 Messung mit aktivierten Toleranzgrenzen


Mit aktivierten Toleranzgrenzen kann einfach und schnell festgestellt wer-
den, ob die gemessenen Schichtdicken innerhalb eines vorgegebenen To-
leranzbereiches liegen ( Seite 50).

Solange Toleranzgrenzen aktiviert sind, erscheint in der Anzeige.

Ausschnitt der Erläuterung


Anzeige

Nach Aufnahme eines Messwertes, der die untere Tole-


ranzgrenze unterschreitet, erscheint vor dem Mess-
wert in der Anzeige. Zusätzlich ertönt nach dem
Messwertübernahme-Signal ein kurzes akustisches Signal
zur Anzeige der Toleranzgrenzenverletzung.
Nach Aufnahme eines Messwertes, der die obere Tole-
ranzgrenze überschreitet, erscheint vor dem Mess-
wert in der Anzeige. Zusätzlich ertönen nach dem
Messwertübernahme-Signal zwei kurze akustische Signa-
le zur Anzeige der Toleranzgrenzenverletzung.

Wenn das Messwertübernahme-Signal deaktiviert wurde, ertönt nur das Si-


gnal bzw. die Signale zur Anzeige der Toleranzgrenzenverletzung.
Bei aktivierter Ausreißerkontrolle ertönen beim Erkennen eines Ausreißers
nur die akustischen Signale zur Anzeige des Ausreißers. Die Toleranzgren-
zenverletzung wird dann nicht akustisch angezeigt.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 111


9.3.7 Messung mit fester Blockgröße
Messen

Bei der Messung mit fester Blockgröße wird


 die Blockbildung automatisch nach einer einstellbaren Anzahl von
Messwerten vom Messgerät durchgeführt (Einstellen der Blockgröße:
Seite 53),

 nach Aufnahme des letzten Messwertes eines Blocks in der


Anzeige angezeigt und
 der Blockabschluss durch ein langes akustisches Signal angezeigt
(wenn das Messwertübernahme-Signal deaktiviert wurde, ertönt nur
das Signal zur Anzeige des Blockabschlusses).
Bei angeschlossenem und eingeschaltetem Drucker besteht die Möglichkeit,
das Blockergebnis nach dem Blockabschluss automatisch oder auf Nach-
frage ausdrucken zu lassen ( 12.5.4 ‘Blockergebnis’, ab Seite 173).

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Messung durchführen. In der Anzeige wird


der Messwert angezeigt.

[Appl:]: Applikationsnummer
[Dicke]: Anzeige von Schichtdickenmess-
werten (Messprogramm der aktuellen Appli-
kation)
[Blck:]: Nummer des aktuellen Blocks
[n=]: Anzahl der in der Applikation gespei-
cherten Messwerte / Blockgröße
Soviele Messungen durchführen, bis die
Blockbildung automatisch erfolgt.
[ ]: Block ist abgeschlossen; weitere
Messwerte können in diesem Block nicht
mehr aufgenommen werden.

Mit der Aufnahme des nächsten Messwertes


wird automatisch ein neuer Block begon-
nen.

Seite 112 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


9.3.8 Messung im Einzelwert-Modus

Messen
Einzelne Messwerte/Fehlmessungen können in einem abgeschlossenem
Block überschrieben werden (9.5.4 ‘Einzelne Fehlmessungen nachträglich
überschreiben’, ab Seite 118).

Bei Messungen im Einzelwert-Modus wird der Mittelwert aus mehreren Ein-


zelmessungen anstatt der Einzelmesswerte gespeichert. Dieser Modus ist
daher besonders geeignet für raue Oberflächen. (Einstellen der Anzahl der
Einzelmesswerte, aus denen durch Mittelwertbildung der zu speichernde
Messwert ermittelt wird: 6.6.4 ‘Einzelwert-Modus’, ab Seite 54)

Im Einzelwert-Modus werden bei aktivierter Ausreißerkontrolle die Einzel-


messwerte, die als Ausreißer erkannt werden, nicht in die Messwertberech-
nung einbezogen! Wird z. B. bei i = 5 ein Ausreißer erkannt, so werden
zur Bildung des Mittelwertes nur die 4 restlichen Einzelwerte herangezo-
gen.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Messung durchführen. In der Anzeige wird


der Messwert angezeigt.

[Appl:]: Applikationsnummer
[i=]: Anzahl der aufgenommenen Einzel-
messwerte / eingestellte Anzahl der zusam-
menzufassenden Einzelmesswerte
[Blck:]: Nummer des aktuellen Blocks
[n=]: Anzahl der in der Applikation gespei-
cherten Messwerte
Soviele Messungen durchführen, bis die An-
zahl der gespeicherten Messwerte um eins
erhöht wird ([i=0/n] wird wieder ange-
zeigt.) Der Mittelwert der durchgeführten
Einzelmessungen wird angezeigt und ge-
speichert.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 113


9.3.9 Messung mit aktivierter Ausreißerkontrolle
Messen

Beim Messen mit aktivierter Ausreißerkontrolle:


 werden die vom Messgerät erkannten Ausreißer in der Anzeige und
akustisch angezeigt ( 6.6.5 ‘Ausreißerkontrolle’, ab Seite 56),

 erscheinen und vor dem Messwert in der


Anzeige nach Aufnahme eines Messwertes, der
vom Messgerät als Ausreißer erkannt wird,

 ertönen zusätzlich nach dem akustischen Signal für die Messwertüber-


nahme zwei lange akustische Signale zur Anzeige des Ausreißers,
 werden erkannte Ausreißer nicht in die Auswertung des aktuellen
Blocks bzw. der aktuellen Applikation einbezogen,
 ertönen nur die Signale zur Anzeige des Ausreißers, wenn das Mess-
wertübernahme-Signal deaktiviert wurde,
 werden bei Messungen im Einzelwert-Modus erkannte Ausreißer nicht
in die Messwertberechnung (durch Mittelwertbildung) einbezogen, und
 ertönen beim Erkennen eines Ausreißers nur die akustischen Signale
zur Anzeige des Ausreißers (die Toleranzgrenzenverletzung wird dann
nicht akustisch angezeigt).
 Erscheint zusätzlich zum akustischen Signal kurz-
zeitig Ausreißer! in den Hinweiszeilen der
Anzeige, wenn ein zurückliegender Messwert mit
der Nummer n (im Beispiel n = 1) als Ausreißer
erkannt wird (danach erscheint dann der soeben
aufgenommene Messwert).

Seite 114 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


9.4 Protokollierung der Messungen mit einem Drucker

Messen
Bei angeschlossenem und eingeschaltetem Drucker besteht die Möglichkeit,
durch Betätigen der Taste PRINT, Einzelmesswerte auszudrucken ( Abb.
9-4 und Abb. 9-5). Dazu muss im Menü Servicefunktionen/Drucken
[Einzelw. drucken ein] eingestellt werden ( 12.5.3 ‘Einzelwerte drucken’,
ab Seite 173).

Applikation Nr. 4 Block Nr.: 1


n UGW OGW
22.0 μm 25.0 μm
n= 1 d = 22.5 μm
n= 2 d = 24.2 μm
n= 3 d = 24.2 μm
n= 4 d = 89.6 μm
n= 5 d = 23.7 μm
n= 6 d = 24.4 μm
Abb. 9-4 Ausdruck der Messwerte (Beispiel)

Wenn bei der Messung Toleranzgrenzen aktiviert sind, werden die Mess-
werte beim Ausdruck zwischen bzw. neben den Toleranzgrenzen eingetra-
gen ( Abb. 9-5).

Applikation Nr. 4 Block Nr.: 1


1| | * | | 22.5
2| | * | | 24.2 Toleranzgrenze
3| | * | | 24.2 überschritten
4| | |>>| 89.6
5| | * | | 23.7
6| | * | | 24.4

Abb. 9-5 Ausdruck der Messwerte mit Toleranzgrenzen (Beispiel)

Bei Messungen im Einzelwert-Modus wird nur der aus den Einzelmesswer-


ten berechnete Mittelwert ausgedruckt, der auch gespeichert wird. Die Ein-
zelmesswerte werden nicht ausgedruckt.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 115


Ist der automatische Blockabschluss aktiviert ( 6.6.3 ‘Automatische
Messen
Blockbildung’, ab Seite 53), werden die Messwerte und Blockergebnisse
aller Blöcke der aktuellen Applikation nacheinander ausgedruckt:

Applikation Nr. 4 Block Nr.: 1


1| | |>>| 25.1
2| | * | | 24.5
3| | *| | 25.0
4| | |>>| 25.1
5| | * | | 24.1
FISCHER DUALSCOPE FMP40 26.06.08
Appl.Nr. 4 -- Blockergebnis --
Block Nr.: 1 26.06.08 11:09
Mittelwert d. = 24.77 +/- 0.56 μm
Std. Abw. s = 0.45 μm n= 5
Applikation Nr. 4 Block Nr.: 2
1| | * | | 23.4
2| | * | | 24.0
3| | * | | 23.1
4| | * | | 24.4
5| | * | | 23.9
FISCHER DUALSCOPE FMP40 26.06.08
Appl.Nr. 4 -- Blockergebnis --
Block Nr.: 2 26.06.08 11:10
Mittelwert d. = 23.76 +/- 0.66 μm
Std. Abw. s = 0.54 μm n= 5
Applikation Nr. 4 Block Nr.: 3
1| | * | | 22.8
2| | * | | 23.0
Abb. 9-6 Ausdruck der Blockergebnisse (Beispiel)

Seite 116 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Die Messwerte und das Blockergebnis eines einzelnen Blocks können wäh-

Messen
rend der Auswertung dieses Blocks durch Drücken der Taste PRINT ausge-
druckt werden. ( 10.1.1 ‘Protokollierung des Blockergebnisses mit einem
Drucker’, ab Seite 136)

FISCHER DUALSCOPE FMP40 26.06.08


Appl.Nr. 4 -- Blockergebnis --
Block Nr.: 3 26.06.08 11:10
Mittelwert d. = 22.87 +/- 1.21 μm
Std. Abw. s = 0.15 μm n= 2
Abb. 9-7 Ausdruck der Blockergebnisse eines einzelnen Blocks (Beispiel)

Erläuterungen zu Abb. 9-4 bis Abb. 9-7:


FISCHER DUAL- Gerätetyp
SCOPE FMP40
27.06.08 Aktuelles Datum
Applikation Nr. Nummer der Applikation
Block Nr. Nummer des aktuellen Messwertblocks
n Laufende Nummer des Messwertes
d Gemessene Schichtdicke mit Maßeinheit
UGW/OGW Untere / Obere Toleranzgrenze
* Messwert liegt innerhalb der Toleranzgrenze
<< / >> Messwert liegt außerhalb der Toleranzgrenze
d. Mittelwert der für diesen Schritt der Kalibrierung aufgenom-
menen Messwerte.
s Standardabweichung der für diesen Schritt der Kalibrie-
rung aufgenommenen Messwerte.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 117


9.5 Fehlmessungen
Messen

9.5.1 Löschen von Fehlmessungen


Wenn eine Fehlmessung direkt nach der Messwertübernahme erkannt
wird, kann der Messwert durch Drücken von DEL gelöscht werden.
Der gelöschte Messwert wird dann auch nicht bei Bildung des Block- und
Endergebnisses berücksichtigt.
Durch wiederholtes Drücken von DEL können alle Messwerte des aktuellen
Blocks nacheinander gelöscht werden.

9.5.2 Alle Messwerte eines nicht abgeschlossenen Blocks löschen


Alle Messwerte, die im aktuellen, nicht abgeschlossenen Block gespeichert
sind, können durch Drücken von DEL während der Auswertung des aktuel-
len Blocks komplett gelöscht werden ( 10.1 ‘Auswertung des aktuellen
Blocks „Blockergebnis“’, ab Seite 133).

9.5.3 Alle Messwerte einer Applikation löschen


Alle Messwerte, die in der aktuellen Applikation gespeichert sind, können
während der Auswertung der aktuellen Applikation komplett gelöscht wer-
den. Hierzu muss nach Drücken von FINAL-RES die Taste DEL zweimal ge-
drückt werden ( 10.2 ‘Auswertung der aktuellen Applikation „Endergeb-
nis“’, ab Seite 139).

9.5.4 Einzelne Fehlmessungen nachträglich überschreiben


Während der Auswertung des aktuellen Blocks können einzelne Fehlmes-
sungen des aktuellen Blocks oder zurückliegender Blöcke mit neuen Mess-
werten überschrieben werden.

Beim nachträglichen Überschreiben gespeicherter Messwerte wird keine


Ausreißerkontrolle vom Messgerät durchgeführt (auch nicht, wenn die Aus-
reißerkontrolle aktiviert ist).

Seite 118 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


9.6 Messen mit freilaufender Anzeige

Messen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

BLOCK-RES Auswertung des aktuellen Blocks mit


BLOCK-RES starten ( 10.1 ‘Auswertung
des aktuellen Blocks „Blockergebnis“’, ab
Seite 133).

[Block:]: Nummer des aktuellen Blocks


[n=]: Anzahl der Messwerte, die im aktuel-
len Block gespeichert sind.
Anzeige von Datum und Uhrzeit
[Mittelwert d.]: Mittelwert des aktuellen
Blocks wird angezeigt.
[s]: Standardabweichung der aufgenomme-
nen Messwerte
[V]: Variationskoeffizient

 oder  Block, in dem sich der zu überschreibende


Messwert befindet, mit den Pfeiltasten 
oder auswählen.
kennzeichnet den abgeschlossenen
Block.

MENU Anzeige der Einzelmesswerte mit MENU


aufrufen.

[Blck:]: Nummer des ausgewählten Blocks


[n=]: laufende Nummer des angezeigten
Einzelmesswertes
Zu überschreibenden Einzelmesswert mit
den Pfeiltasten  oder auswählen.
[Neu messen: DEL]: Löschen des angezeig-
ten Einzelmesswertes mit DEL
[Zurück: MENU]: Anzeige der Einzelmess-
werte mit MENU verlassen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 119


Messen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

DEL Messwert mit DEL löschen.

[neu messen]: Aufforderung, einen neuen


Messwert aufzunehmen
[Abbruch: DEL]: Vorgang abbrechen mit
DEL (bisher gespeicherter Messwert wird
beibehalten)

Messung durchführen. Aufgenommener


Messwert wird angezeigt.

[Blck:]: Nummer des ausgewählten Blocks


[n=]: laufende Nummer des neu aufgenom-
menen Einzelmesswertes

Weiteren Messwert auswählen und über-


schreiben oder:
[Zurück: MENU]: Durch Drücken von MENU
gelangen Sie zurück zur Anzeige der Aus-
wertung des aktuellen Blockes.

MENU Durch Drücken von MENU wird der neu auf-


genommene Messwert gespeichert und Sie
gelangen zurück zur Anzeige der Auswer-
tung des aktuellen Blockes.
Anzeige des Blockergebnisses beenden mit
ENTER
ENTER. Der letzte Block wird automatisch
abgeschlossen und ein neuer Block begon-
nen. Falls weitere Messwerte in den letzten
nicht abgeschlossenen Block aufgenommen
werden sollen, muss anstelle von ENTER der
letzte, noch offene Block angewählt und die
Pfeiltaste gedrückt werden.
Das Gerät ist wieder messbereit.

Beim Messen mit „freilaufender” Anzeige kann durch Abfahren der Ober-
fläche mit der Sonde die Schichtdickenverteilung über der Oberfläche ein-
fach ermittelt werden. Mit „freilaufender” Anzeige werden:
 die Messwerte kontinuierlich angezeigt sowie

Seite 120 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


 die Messwerte nicht automatisch übernommen und nicht gespeichert,

Messen
 Daten fortlaufend über die Schnittstelle nur dann ausgegeben, wenn
[Freilauf senden ein] in der Servicefunktion eingestellt ist.

Dabei werden auch Messwerte, die außerhalb des Messbereiches liegen,


z. B. bei abgehobener Sonde, auf die USB-Schnittstelle übertragen.

 Solange die „freilaufende“ Anzeige eingeschaltet ist, kann die Über-


nahme eines Messwertes mit ENTER ausgelöst werden.

9.6.1 Ein- und Ausschalten der freilaufenden Anzeige


Einschalten der freilaufenden Anzeige: Pfeiltaste drücken.
 Die “freilaufende” Anzeige bleibt solange eingeschaltet, bis sie wieder
ausgeschaltet wird; sie muss also nicht jedesmal beim Einschalten des
Messgerätes wieder aktiviert werden.
Ausschalten der freilaufenden Anzeige: Pfeiltaste erneut drücken.

Solange die “freilaufende” Anzeige eingeschaltet ist,


 erscheint in der Anzeige,
 kann die Übernahme eines Messwertes mit ENTER oder durch Senden
eines der ASCII-Zeichen “G0”, “ES”, “EN” bzw. des Steuerzeichens
“ESC?” (ESC = ASCII27) über die Schnittstelle ausgelöst werden
( 11.5.2 ‘Steuerbefehle’, ab Seite 150),
 kann bei aktiviertem Externstart die Übernahme eines Messwertes auch
mit  ausgelöst werden,
 können die Servicefunktionen nicht aufgerufen werden!

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 121


9.6.2 Vorgehen beim Messen mit freilaufender Anzeige
Messen

Beim Abfahren einer Oberfläche mit aufgesetzter Sonde unterliegen die


Messpole einem erhöhten Verschleiß.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

 Freilaufende Anzeige durch Drücken der


Pfeiltaste einschalten.

erscheint in der Anzeige.

[Appl.:]: Nummer der aktuellen Applikation


[Dicke]: Anzeige von Schichtdickenmess-
werten (Messprogramm der aktuellen Appli-
kation 12.7.5 ‘Messgröße’, ab
Seite 191)
[Blck:]: Nummer des Blockes
[n= ]: Anzahl der Messwerte im Block

Sonde auf das Messobjekt aufsetzen und


die Oberfläche des Messobjektes abfahren,
um die Schichtdickenverteilung zu bestim-
men.

Sonde vom Messobjekt abheben.

 Freilaufende Anzeige mit  ausschalten.

Beim Messen mit freilaufender Anzeige sind die akustischen Signale zur
Anzeige der Toleranzgrenzenverletzung automatisch deaktiviert.
Eine Toleranzgrenzenverletzung wird dann nur durch und bzw.
in der Anzeige angezeigt.

Seite 122 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


9.6.3 Analoganzeige

Messen
Die Analoganzeige erleichtert beim Messen mit „freilaufender” Anzeige
das schnelle Erkennen tendenzieller Schichtdickenänderungen. Wenn die
Analoganzeige aktiviert ist, erscheint beim Messen mit „freilaufender” An-
zeige anstelle der Hinweiszeilen die Analoganzeige mit den eingestellten
Grenzen. Der Messwert wird als Analogbalken zwischen den Grenzen dar-
gestellt. (Aktivieren der Analoganzeige: Seite 180).

Solange die Toleranzgrenzen nicht aktiviert sind, werden die Messbe-


reichsgrenzen der angeschlossenen Sonde als Grenzen für die Analogan-
zeige angezeigt. Wenn die Toleranzgrenzen aktiviert sind, werden die ein-
gestellten Toleranzgrenzen als Grenzen für die Analoganzeige angezeigt
( 6.6.1 ‘Toleranzgrenzen’, ab Seite 50).
Bei aktiviertem Freilauf können die Toleranzgrenzen nicht durch eine Mes-
sung, sondern nur über die Pfeiltasten eingestellt werden.

Wenn beim Messen mit „freilaufender” Anzeige der Messwert unterhalb


bzw. oberhalb der Grenzen für die Analoganzeige liegt und das Messwer-
tübernahme-Signal aktiviert ist, ertönt das entsprechende Signal zur Anzei-
ge der Toleranzgrenzenverletzung ( 9.3.4 ‘Akustische Signale nach der
Messwertübernahme’, ab Seite 110, bzw. 9.3.6 ‘Messung mit aktivier-
ten Toleranzgrenzen’, ab Seite 111).
Wenn das Messwertübernahme-Signal deaktiviert ist, dann ist beim Mes-
sen mit „freilaufender” Anzeige automatisch auch das akustische Signal
zur Anzeige der Toleranzgrenzenverletzung deaktiviert
( 12.7.1 ‘Akustisches Signal’, ab Seite 185).

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

 Freilaufende Anzeige durch Drücken der


Pfeiltaste einschalten.

erscheint in der Anzeige.

[22.00 25.00]: Grenzen für die Analo-


ganzeige (Beispiel).

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 123


Messen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Sonde auf das Messobjekt aufsetzen und


die Oberfläche des Messobjektes abfahren,
um die Schichtdickenverteilung zu bestim-
men.

[22.00 25.00]: Grenzen für die Analo-


ganzeige (Beispiel).
[ <= =>]: Untere bzw. obere Grenze der
Analoganzeige wird unter- bzw. überschrit-
ten

Sonde vom Messobjekt abheben.

 Freilaufende Anzeige mit  ausschalten.


Es wird der vor dem Freilaufmodus zuletzt
aufgenommene Messwert angezeigt.

Seite 124 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


9.6.4 Messen mit „freilaufender“ Anzeige mit Dualsonden

Messen
Die letzte Messung, die vor dem Einschalten der „freilaufenden” Anzeige
mit einer Dualsonde durchgeführt wird, legt fest, welches Messverfahren
bei der Messung mit “freilaufender” Anzeige verwendet wird. Welches
Messverfahren bei der letzten Messung verwendet wurde, wird in der An-
zeige angezeigt ( 9.3.5 ‘Anzeige des verwendeten Messverfahrens bei
Messungen mit Dualsonden’, ab Seite 110).
Die automatische Erkennung des Grundwerkstoffs und Auswahl des richti-
gen Messverfahrens ist bei der Messung mit „freilaufender” Anzeige nicht
aktiv!

Wenn vor dem Einschalten der „freilaufenden” Anzeige mit dem magnetin-
duktiven Verfahren gemessen wurde, wird die Messung mit „freilaufender”
Anzeige ebenfalls nach dem magnetinduktiven Verfahren durchgeführt.
Die Dualsonde misst dann nur auf ferromagnetischen Grundwerkstoffen.
Auf anderen Grundwerkstoffen misst die Sonde nicht, d. h. in der Anzeige
bleibt [------] stehen.
Wenn vor dem Einschalten der „freilaufenden” Anzeige mit dem Wirbel-
stromverfahren gemessen wurde, wird die Messung mit „freilaufender” An-
zeige nach dem Wirbelstromverfahren durchgeführt. Die Dualsonde misst
nur auf nichtferromagnetischen Grundwerkstoffen korrekte Messwerte; auf
ferromagnetischen Grundwerkstoffen werden in diesem Fall falsche Mess-
werte aufgenommen.
Falls vor dem Einschalten der „freilaufenden” Anzeige keine Messung
durchgeführt wurde, wird die Messung mit „freilaufender” Anzeige nach
dem magnetinduktiven Verfahren durchgeführt.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 125


9.7 Messung im Standard- und Matrix-Messmodus
Messen

Die für die Messung erforderlichen Vorbereitungen und die eigentliche


Durchführung einer Messung sind unabhängig vom gewählten Messmodus
und können den Kapiteln “ 9.1 ‘Vorbereiten einer Messung’, ab
Seite 102 und 9.3 ‘Durchführen einer Messung’, ab Seite 103 entnom-
men werden.
Der Messmodus kann nur in der Servicefunktion umgeschaltet werden
( 12.6.3 ‘Matrixmodus’, ab Seite 181).
Bei der Umschaltung des Standard- in den Matrix-Messmodus oder umge-
kehrt wird das Messgerät automatisch neuinitialisiert. Bei der Neuinitiali-
sierung werden sämtliche Applikationen und alle darin gespeicherten
Messwerte gelöscht, sowie sämtliche Einstellungen der Servicefunktionen
auf die Grundeinstellung zurückgesetzt. Nach der Neuinitialisierung, d. h.
auch nach dem Umschalten des Messmodus, müssen die benötigten Appli-
kationen wieder angelegt werden und die gewünschten Einstellungen in
den Servicefunktionen wieder vorgenommen werden!

9.7.1 Der Standard-Messmodus


Im Standard-Messmodus werden Messwerte am selben Prüfteil (z. B. einem
Bolzen) nacheinander aufgenommen und mit BLOCK-RES zu einem Block
zusammengefasst und dabei ausgewertet. Der sich ergebende Blockmittel-
wert stellt dann die örtliche Schichtdicke der Referenzfläche gemäß DIN 50
982, Teil 3, auf diesem Prüfteil dar. Dieser Messmodus ist daher besonders
für Messungen im Galvanikbereich geeignet.

Im Standard-Messmodus können die Messwerte nur im jeweils letzten, nicht


abgeschlossenen Block einer Applikation gespeichert werden.

Die einzelnen Applikationen können unterschiedlich viele Blöcke enthalten,


und in den einzelnen Blöcken können unterschiedlich viele Messwerte ge-
speichert werden. Wenn jedoch in einer Applikation automatische Block-
bildung aktiviert wurde, können nur Blöcke mit der eingestellten Blockgröße
gebildet werden ( 6.6.3 ‘Automatische Blockbildung’, ab Seite 53 und
9.3.7 ‘Messung mit fester Blockgröße’, ab Seite 112).

Seite 126 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Messen
Referenzfläche

APPL 1 APPL 2 APPL 3


(für Platten) (für Bolzen) (für Rinnen)
Norm 1/ Kal 1 Norm 2/ Kal 2 Norm 3/ Kal 3
Block 1 Block 1 Block 1
Messwerte Platte 1 Messwerte Bolzen 1 Messwerte Rinne 1
Block 2 Block 2 Block 2
Messwerte Platte 2 Messwerte Bolzen 2 Messwerte Rinne 2
Block 3 Block 3 Block 3
Messwerte Platte 3 Messwerte Bolzen 3 Messwerte Rinne 3
Block 4 Block 4
Messwerte Platte 4 Messwerte Bolzen 4
Block 5
Messwerte Bolzen 5

Abb. 9-8 Beispiel für die Belegung der Applikationen im Standard-Messmodus

9.7.2 Messen im Standard-Messmodus


Beim Messen im Standard-Messmodus können die Messwerte nur im je-
weils letzten, nicht abgeschlossenen Block gespeichert werden.
Es ist nicht möglich, den Block frei zu wählen, in dem der nächste Mess-
wert gespeichert werden soll.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 127


9.7.3 Der Matrix-Messmodus
Messen

Beim Umschalten auf den Matrix-Messmodus muss die Anzahl der Applika-
tionen und die Anzahl der Blöcke eingegeben werden. Für jede Applikati-
on wird die gleiche Anzahl von Blöcken angelegt. Jeder Block kann die
gleiche maximale Anzahl von Messwerten aufnehmen.

Die maximale Anzahl von Messwerten wird vom Messgerät automatisch


nach der Eingabe der Anzahl der Applikationen und Blöcke berechnet und
angezeigt. Wenn beispielsweise [Matrixmodus ein (3/20/318)] bei der
Anzeige der Gerätekonfiguration erscheint, können maximal 3 Applikatio-
nen mit jeweils 20 Blöcken mit jeweils maximal 318 Messwerten angelegt
werden.

APPL 1 APPL 2 APPL 3


(für Cabrios) (für Limousinen) (für Kombis)
Norm 1/ Kal 1 Norm 2/ Kal 2 Norm 3/ Kal 3
Block 1 Block 1 Block 1
(alle Messwerte der (alle Messwerte der (alle Messwerte der
rechten Kotflügel) Motorhauben) Heckklappen)
d1=71,5 µm (Cabrio 1) d1=78,7 µm (Limousine 1) d1=66,6 µm (Kombi 1)
d2=71,1 µm (Cabrio 2) d2=73,5 µm (Limousine 2) d2=67,6 µm (Kombi 2)
... ... ...
dn=69,9 µm (Cabrio N) dn=72,4 µm (Limousine N) dn=65,7 µm (Kombi N)

Block 2 Block 2 Block 2


(alle Messwerte der (alle Messwerte der (alle Messwerte der
Motorhauben) Dächer) rechten Kotflügel)
d1=73,2 µm (Cabrio 1) d1=81,3 µm (Limousine 1) d1=72,9 µm (Kombi 1)
d2=72,8 µm (Cabrio 2) d2=79,9 µm (Limousine 2) d2=75,1 µm (Kombi 2)
... ... ...
dn=68,9 µm (Cabrio N) dn=80,7 µm (Limousine N) dn=71,5 µm (Kombi N)

Block 20 Block 20 Block 20


(alle Messwerte der lin- (alle Messwerte der (alle Messwerte der
ken Kotflügel) Kofferraumdeckel) Motorhauben)
d1=65,3 µm (Cabrio 1) d1=69,3 µm (Limousine 1) d1=70,3 µm (Kombi 1)
d2=67,8 µm (Cabrio 2) d2=72,4 µm (Limousine 2) d2=72,4 µm (Kombi 2)
... ... ...
dn=69,4 µm (Cabrio N) dn=71,5 µm (Limousine N) dn=73,0 µm (Kombi N)

Abb. 9-9 Beispiel für die Belegung der Applikationen im Matrix-Messmodus

Seite 128 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Messen
Alle drei Applikationen enthalten jeweils 20 Blöcke. Bei 3 Applikationen
mit je 20 Blöcken können maximal n=318 Messwerte pro Block abgespei-
chert werden!
Der Matrix-Messmodus ist für Schichtdickenprüfungen geeignet, bei wel-
chen an verschiedenen Prüfteilen des gleichen Typs nacheinander immer
an bestimmten Referenzflächen gemessen werden muss und die Messwer-
te, von sich entsprechenden Flächen, in Blöcken zusammengefasst werden
sollen. Anwendung findet der Matrix-Messmodus z. B. in der Automobilin-
dustrie und im Stahlbau.
Bei der Auswahl der Referenzflächen, an denen in einer Applikation
gemessen wird, muss beachtet werden, dass der Ermittlung des Schichtdi-
ckenwertes jeweils dieselbe Normierung und Korrekturkalibrierung
zugrunde liegt. Es sollten also nur solche Referenzflächen gewählt wer-
den, für die keine andere Normierung bzw. Korrekturkalibrierung erfor-
derlich ist.

Die Anzahl der Applikationen und der Blöcke kann ohne erneute Neuiniti-
alisierung nicht nachträglich geändert werden.

In der Anzeige wird der Matrix-Messmodus durch gekennzeichnet.

Im Matrix-Messmodus kann die automatische Blockbildung nicht aktiviert


werden! Entsprechend kann auch bei den applikationsspezifischen Einstel-
lungen mit MENU ( 6.6 ‘Applikationsspezifische Einstellungen’, ab
Seite 49) keine Blockgröße für die automatische Blockbildung eingestellt
werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 129


9.7.4 Messen im Matrix-Messmodus
Messen

Wenn der Matrix-Messmodus aktiviert ist, erscheint in der Anzeige.

Der Blockwechsel, d. h. die Auswahl des Blocks, in dem der nächste Mess-
wert gespeichert werden soll, kann bei der Messung im Matrix-Messmodus
manuell oder automatisch erfolgen ( 12.6.3 ‘Matrixmodus’, ab
Seite 181).

Automatischer Blockwechsel
Damit der nächste Messwert automatisch im nächsten Block gespeichert
wird, muss der automatischer Blockwechsel eingestellt werden. Mit automa-
tischem Blockwechsel ist eine freie Blockauswahl nicht möglich!
Nach dem akustischen Signal für die Messwertübernahme ertönt ein langes
akustisches Signal zur Anzeige des Blockwechsels ( 9.3.4 ‘Akustische
Signale nach der Messwertübernahme’, ab Seite 110).

Manueller Blockwechsel
Damit der Block, in dem der nächste Messwert gespeichert werden soll, frei
ausgewählt werden kann, muss der Blockwechsel manuell erfolgen. Der ge-
wünschte Block muss vor der Messung ausgewählt werden.
Wenn manueller Blockwechsel eingestellt ist, kann beispielsweise ein Mess-
wert in Block 7 und der nächste Messwert in Block 3 gespeichert werden.

Seite 130 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Messen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

BLOCK-RES Blockauswahl mit BLOCK-RES starten.


erscheint in der Anzeige.

[Block:]: Nummer oder Name des aktuellen


Blocks
[n=]: Anzahl der Messwerte, die im aktuel-
len Block gespeichert sind.
Anzeige von Datum und Uhrzeit
[Mittelwert d.]: Mittelwert des aktuellen
Blocks wird angezeigt.
[s]: Standardabweichung der aufgenomme-
nen Messwerte.
[V]: Variationskoeffizient

 oder  Gewünschten Block mit den Pfeiltasten an-


wählen und Blockauswahl mit ENTER bestä-
tigen.

Wird ein neuer Block (ohne Messwerte)


ausgewählt erscheint nebenstehende Anzei-
ge auf dem Display.

Messung im ausgewählten Block auf nächs-


tem Messobjekt durchführen.

Wenn bei der Messung im Matrix-Messmodus die maximale Anzahl von


Messwerten erreicht ist, die in einem Block gespeichert werden kann, wird
der Block automatisch abgeschlossen. In der Anzeige erscheint .
Zusätzlich ertönt nach dem akustischen Signal für die Messwertübernahme
ein langes akustisches Signal zur Anzeige des Blockabschlusses.
Wenn das Messwertübernahme-Signal deaktiviert wurde, ertönt nur das Si-
gnal zur Meldung des Blockabschlusses.
Einzelheiten zu den akustischen Signalen: Seite 110.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 131


Messen
Falls im Matrix-Messmodus weitere Messwerte aufgenommen werden,
solange in der Anzeige erscheint, werden diese Messwerte nicht
gespeichert, nicht ausgedruckt und nicht bei der Auswertung berücksich-
tigt. In der Anzeige erscheint nach der Messung für kurze Zeit die Fehler-
meldung: „E024 - Block ist voll“.
Damit weitere Messwerte gespeichert werden können, muss der Block aus-
gewählt werden, in welchen die Messwerte gespeichert werden sollen (d.
h. ein manueller Blockwechsel vorgenommen werden) oder die Messwerte
müssen gelöscht werden.

9.7.5 Blockbezeichnungen zuweisen


Bei der Messung im Matrix-Messmodus kann jeder Applikation und jedem
Block eine kundenspezifische Bezeichnung zugewiesen werden, die aus
maximal 16 ASCII-Zeichen zusammengesetzt sein darf ( 6.5 ‘Zuweisen
von Applikationsbezeichnungen’, ab Seite 48).
Die Zuweisung der Blockbezeichnung ist auf folgende Arten möglich:
 Einsatz der Software FischerDataCenter (Lieferumfang)

 Senden des Befehls “SBN” über die Schnittstelle


( 11.5.2 ‘Steuerbefehle’, ab Seite 150)
Wenn Applikations- bzw. Blockbezeichnungen zugewiesen wurden, er-
scheinen diese Bezeichnungen in den Hinweiszeilen der Anzeige, gegebe-
nenfalls abwechselnd mit den entsprechenden Nummern. Auf Ausdrucken
erscheint die Applikations- bzw. Blockbezeichnung anstelle der Applika-
tions- bzw. Blocknummer.

Seite 132 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


10 Auswertung

Auswertung
Zur Auswertung der gemessenen Schichtdickenwerte stehen folgende Mög-
lichkeiten zur Wahl:
 Auswertung des aktuellen Blocks (Blockergebnis)

 Auswertung der aktuellen Applikation (Endergebnis)

In einer Applikation, in der noch keine Messwerte gespeichert wurden


bzw. deren Messwerte gelöscht wurden, kann keine Auswertung durchge-
führt werden! Nach Drücken von BLOCK-RES oder FINAL-RES verändert
sich in diesem Fall die Anzeige nicht.

10.1 Auswertung des aktuellen Blocks „Blockergebnis“


Nähere Erläuterungen zu den einzelnen berechneten Größen können
dem Glossar entnommen werden.

Nach Drücken von BLOCK-RES werden aus den bis dahin aufgenommenen
Einzelwerten im aktuellen Block die wichtigsten statistischen Kennwerte be-
rechnet und angezeigt.
Abgeschlossen wird der Block jedoch erst, wenn die Auswertung durch Auf-
nahme eines neuen Messwertes oder Drücken von ENTER beendet wird
oder bei Ausschalten des Messgerätes, solange das Blockergebnis ange-
zeigt wird.
Wenn der aktuelle Block keine Messwerte enthält, wird nach dem Drücken
von BLOCK-RES das Blockergebnis des letzten abgeschlossenen Blocks an-
gezeigt.

Wenn bei der Auswertung in der Anzeige erscheint, wurde der


ausgewertete Block bereits abgeschlossen.

Wenn bei der Messung mit fester Blockgröße der letzte Block noch nicht
abgeschlossen war, wird der nächste Messwert diesem Block hinzugefügt
(auch wenn die Auswertung mit ENTER beendet wurde). Ein Blockabschluss
erfolgt erst, wenn die Anzahl der Messwerte in diesem Block gleich der ein-
gestellten Blockgröße ist ( 9.3.7 ‘Messung mit fester Blockgröße’, ab
Seite 112).

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 133


Auswertung des aktuellen Blocks („Blockergebnis“ anzeigen):
Auswertung

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

BLOCK-RES Auswertung des aktuellen Blocks mit


BLOCK-RES starten.

[Seite: BLOCK-RES]: Erneutes Drücken von


BLOCK-RES: Weitere berechnete Größen
werden angezeigt.

[Info: CAL]: Nach Drücken von CAL wird ei-


ne Erklärung der berechneten Größen an-
gezeigt:

erscheint in der Anzeige, wenn die To-


leranzgrenzen aktiviert sind.

Seite 134 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Auswertung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Hinweise:
[Block wechseln: ] bzw. [Block wechseln:
]: Anzeige des Blockergebnisses des
nächsten bzw. vorhergehenden Blocks mit
 oder 
[Einzelwerte: MENU]:
Anzeige der Einzelmesswerte des ausge-
werteten Blocks mit MENU (die Einzelmess-
werte können dann mit bzw. 
nacheinander angezeigt werden, Rückkehr
zum Blockergebnis mit MENU).
[Lösche Block: DEL]:
Löschen der Messwerte des letzten nicht ab-
geschlossenen Blocks mit DEL (erscheint nur
bei der Auswertung nicht abgeschlossener
Blöcke).
[Ende: ENTER]: Anzeige des Blockergebnis-
ses beenden. Der aktuelle Block wird abge-
schlossen.
erscheint in der Anzeige, wenn der
Block abgeschlossen ist.

ENTER Anzeige des Blockergebnisses beenden mit


ENTER. Das Gerät ist wieder messbereit.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 135


10.1.1 Protokollierung des Blockergebnisses mit einem Drucker
Auswertung

Bei aktivierter Ausreißerkontrolle werden erkannte Ausreißer nicht in


die Auswertung einbezogen!

Entsprechend den Einstellungen im Servicemenü/Drucken/Blockergebnis


( 12.5.4 ‘Blockergebnis’, ab Seite 173) kann bei angeschlossenem und
eingeschaltetem Drucker nach Drücken von BLOCK-RES das Blockergebnis
des aktuellen Blocks mit Datum und Uhrzeit „automatisch“ oder „auf
Nachfrage“ ausgedruckt werden.
Wenn der aktuelle Block keine Messwerte enthält, erfolgt nach dem Drü-
cken von BLOCK-RES kein Ausdruck des Blockergebnisses, sondern nur die
Anzeige des Blockergebnisses des letzten abgeschlossenen Blocks.
Bei der Messung mit fester Blockgröße erfolgt bei angeschlossenem und
eingeschaltetem Drucker nach jedem Blockabschluss automatisch ein Aus-
druck des Blockergebnisses des gerade abgeschlossenen Blocks.
Je nachdem, welcher Blockergebnis-Modus in den Servicefunktionen/Aus-
wertung eingestellt wurde ( 12.8 ‘Einheiten’, ab Seite 193), wird das
Blockergebnis in „kurzer“ ( Abb. 10-1) oder „langer“ ( Abb. 10-2)
Version ausgedruckt.

FISCHER DUALSCOPE FMP40 27.06.08


Appl.Nr. 0 -- Blockergebnis --
Block Nr.: 7 27.06.08 08:26
Mittelwert d. = 38.15 +/- 1.89 μm
Std. Abw. s = 1.19 μm n= 4
Abb. 10-1 Ausdruck eines kurzen Blockergebnisses (Beispiel)
Abb. 10-2 Ausdruck eines langen Blockergebnisses mit aktivierten Toleranzgrenzen (Beispiel)
FISCHER DUALSCOPE FMP40 27.06.08
Appl.Nr. 0 -- Blockergebnis --
Block Nr.: 7 27.06.08 08:26
Mittelwert d. = 38.15 +/- 1.89 μm
Std. Abw. s = 1.19 μm n= 4
Var.Koeff. V = 3.12 %
kleinster Wert = 36.48 μm
größter Wert = 39.13 μm
Anzeige erfolgt nur
0 Werte < UGW( 0.00 μm )= 0.00% bei aktivierten
0 Werte > OGW( 1300 μm )= 0.00% Toleranzgrenzen

Seite 136 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


10.1.2 Ausdruck der Liste der Einzelmesswerte

Auswertung
Nach Drücken der Taste PRINT während der Anzeige des Blockergebnisses
wird zusätzlich zum langen oder kurzen Blockergebnis eine Liste der Ein-
zelmesswerte des Blockes ausgedruckt. Im folgenden sind Beispiele für den
Ausdruck der Messwerte mit aktivierten Toleranzgrenzen ( Abb. 10-3)
und mit deaktivierten Toleranzgrenzen gezeigt ( Abb. 10-4):

Applikation Nr. 0 Block Nr.: 7


n UGW OGW
38.0 μm 40.0 μm
n= 1 d = 39.7 μm
n= 2 d = 39.6 μm
n= 3 d = 39.2 μm
n= 4 d = 39.2 μm
n= 5 d = 39.6 μm
Abb. 10-3 Ausdruck der Einzelmesswerte bei aktivierten Toleranzgrenzen (Beispiel)

Applikation Nr. 0 Block Nr.: 7


1| | * | | 39.7
2| | * | | 39.6
3|<<| | | 24.3
4| | * | | 39.2
5| | * | | 39.6
Abb. 10-4 Ausdruck der Einzelmesswerte bei deaktivierten Toleranzgrenzen (Beispiel)

Wenn während der Anzeige des Blockergebnisses des aktuellen Blocks auf
das Blockergebnis eines früheren Blocks umgeschaltet wurde (durch Drü-
cken von ), kann auch das Blockergebnis dieses Blocks mit PRINT ausge-
druckt werden. Auf dem Ausdruck erscheint dann ebenfalls eine Liste der
Messwerte dieses Blocks.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 137


10.1.3 Berechnete Größen - Blockergebnis -
Auswertung

FISCHER DUALSCOPE Gerätetyp


FMP40
27.06.08 Aktuelles Datum
Appl. Nr. Nummer der Applikation/Applikationsbezeichnung
(erscheint nur, wenn eine Bezeichnung zugewiesen
wurde ( 6.5 ‘Zuweisen von Applikationsbezeich-
nungen’, ab Seite 48)
-- Blockergebnis -- Ergebnis-Art
Block Nr. Nummer des aktuellen Messwertblocks/Blockbezeich-
nung (erscheint nur, wenn eine Bezeichnung zugewie-
sen wurde 6.5 ‘Zuweisen von
Applikationsbezeichnungen’, ab Seite 48)
Datum Uhrzeit Datum und Uhrzeit der letzten Messung des ausgewer-
teten Blocks bzw. Blockabschlusses
Mittelwert d. Mittelwert mit 95 % Vertrauensbereich
Std. Abw. s Standardabweichung
n in der Liste der Messwerte: Laufende Nummer des
Messwertes
im Blockergebnis: Anzahl der ausgewerteten Mess-
werte
Var.Koeff. V Variationskoeffizient
Kleinster Wert Kleinster Blockmittelwert (Minimum)
Größter Wert Größter Blockmittelwert (Maximum)
UGW/OGW Untere / Obere Toleranzgrenze
* Messwert liegt innerhalb der Toleranzgrenze
<< / >> Messwert liegt außerhalb der Toleranzgrenze
! /!! Messwert wurde als Ausreißer erkannt

Bei aktiviertem Matrix-Messmodus (gekennzeichnet durch in der


Anzeige) wird das Blockergebnis nicht nach Drücken von BLOCK-RES
ausgedruckt. Das Blockergebnis kann im Matrix-Messmodus nur
nachträglich mit PRINT ausgedruckt werden.

Seite 138 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


10.2 Auswertung der aktuellen Applikation „Endergebnis“

Auswertung
Im Endergebnis sind die Ergebnisse der Auswertung aller in der aktuellen
Applikation enthaltenen Messwerte zusammengefasst.
Die Aufnahme eines neuen Messwertes oder Drücken der Taste ENTER wäh-
rend der Auswertung der aktuellen Applikation beendet die Anzeige des
Endergebnisses.
Wenn bei der Messung mit fester Blockgröße der letzte Block noch nicht
abgeschlossen war, wird der nächste Messwert diesem Block hinzugefügt
(auch wenn die Auswertung mit ENTER beendet wurde). Ein Blockabschluss
erfolgt erst, wenn die Anzahl der Messwerte in diesem Block gleich der ein-
gestellten Blockgröße ist ( 9.3.7 ‘Messung mit fester Blockgröße’, ab
Seite 112).
Bei der Messung mit fester Blockgröße werden nur die Messwerte der
abgeschlossenen Blöcke in die Auswertung der aktuellen Applikation
einbezogen.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

FINAL-RES Auswertung der aktuellen Applikation mit


FINAL-RES starten.

[Seite: FINAL-RES]: Erneutes Drücken von


FINAL-RES: Weitere berechnete Größen
werden angezeigt.

[Seite: FINAL-RES]: Erneutes Drücken von


FINAL-RES: Weitere berechnete Größen
werden angezeigt.

[Info: CAL]: Nach Drücken von CAL wird ei-


ne Erklärung der berechneten Größen an-
gezeigt:

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 139


Auswertung
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

erscheint in der Anzeige, wenn die To-


leranzgrenzen aktiviert sind.
erscheint in der Anzeige, wenn der
Block abgeschlossen ist.

Wenn mindestens 30 Messwerte aufgenom-


men worden sind, kann durch erneutes Drü-
cken von FINAL-RES zusätzlich eine
Histogrammanzeige im Display dargestellt
werden.
Wählen Sie dazu im Servicemenü Auswer-
tung/Histogramm: [ein] (
12.3.2 ‘Histogramm’, ab Seite 167).
Ansonsten erscheint nebenstehender Hin-
weis im Display.

FINAL-RES Hinweise für Abschluss des Endergebnisses


mit FINAL-RES.

[Lösche Werte: DEL]:


Löschen aller Messwerte der ausgewerteten
Applikation mit DEL.

[ENDE: ENTER]:
Abschließen des Endergebnisses ohne die
Messwerte zu löschen mit ENTER.

ENTER Endergebnis abschließen mit ENTER .

Wenn zuvor DEL gedrückt wurde, wurden


alle Messwerte der ausgewerteten Applika-
tion gelöscht.

Das Gerät ist wieder messbereit.

Seite 140 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


10.2.1 Protokollierung des Endergebnisses mit einem Drucker

Auswertung
Entsprechend den Einstellungen im Servicemenü/Drucken/Endergebnis
( 12.5.5 ‘Endergebnis’, ab Seite 175) kann bei angeschlossenem und
eingeschaltetem Drucker nach Drücken von FINAL-RES das Blockergebnis
des aktuellen Blocks mit Datum und Uhrzeit „automatisch“ oder „auf
Nachfrage“ ausgedruckt werden.
Nur wenn Toleranzgrenzen aktiviert sind, wird beim Ausdruck des Ender-
gebnisses die Anzahl der Messwerte ausgegeben, die unter der unteren
bzw. über der oberen Toleranzgrenze liegen ( Abb. 10-5).

FISCHER DUALSCOPE FMP40 27.06.08

Produkt ..............................

Name ..............................
Appl.Nr. 0 -- Endergebnis --
von 27.06.08 11:26 bis 27.06.08 11:27

Mittelwert d..= 38.49 +/- 0.00 μm


G.Std.Abw. = 0.17 μm ni = 5
Std. Abw. sa = ------ μm nBl = 1
kleinster Block= 38.49 μm
größter Block = 38.49 μm
Abb. 10-5 Ausdruck einer Endauswertung (Beispiel)

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 141


Wenn Toleranzgrenzen aktiviert sind und mit fester Blockgröße gemessen
Auswertung
wurde, werden zusätzlich weitere Größen ausgegeben ( Abb. 10-6).

FISCHER DUALSCOPE FMP40 27.06.08

Produkt ..............................

Name ..............................
Appl.Nr. 0 -- Endergebnis --
von 27.06.08 11:12 bis 27.06.08 11:23

Mittelwert d..= 38.50 +/- 0.00 μm


G.Std.Abw. = 0.48 μm ni = 5
Std. Abw. sa = ------ μm nBl = 1
Anzeige erfolgt nur
kleinster Block= 38.50 μm
bei aktivierten Tole-
größter Block = 38.50 μm ranzgrenzen
1 Werte < UGW( 38.01 μm )= 20.00% Anzeige erfolgt nur
0 Werte > OGW( 40.00 μm )= 0.00% bei Messung mit fes-
cp = 0.69 cpk = 0.34 s^ = 0.51 ter Blockgröße
Abb. 10-6 Ausdruck einer Endauswertung mit fester Blockgröße und aktivierten Toleranzgren-
zen (Beispiel)

Seite 142 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


10.2.2 Berechnete Größen - Endergebnis -

Auswertung
FISCHER DUAL- Gerätetyp
SCOPE FMP40
27.06.08 Aktuelles Datum
Produkt .....
Name .....
Appl. Nr. Nummer der Applikation
-- Endergebnis -- Ergebnis-Art
von ... bis ... Datum und Uhrzeit des letzten Blockabschlusses des
ersten und des letzten Blocks bzw. aktuelles Datum
und aktuelle Uhrzeit (falls der letzte Block nicht abge-
schlossen ist).
Mittelwert d./d.. Mittelwert/Mittelwert der Blockmittelwerte mit 95 %
Vertrauensbereich
Std. Abw. s Standardabweichung
G. Std. Abw. Geschätzte Standardabweichung (wird nur bei fes-
ter Blockgröße angegeben).
n Anzahl der ausgewerteten Messwerte
ni Blockgröße (Anzahl der Messwerte pro Block)
Std. Abw. sa Standardabweichung sa (wird nur angegeben, wenn
sich die Streuung der Blockmittelwerte laut Varianzana-
lyse nicht aus der Streuung innerhalb der Blöcke erklä-
ren lässt).
nBl Anzahl der ausgewerteten Blöcke.
Var.Koeff. V Variationskoeffizient
Kleinster Wert/ Kleinster Messwert (Minimum)/
Kleinster Block Kleinster Blockmittelwert
Größter Wert/ Größter Messwert (Maximum)/
Größter Block Größter Blockmittelwert
UGW/OGW Untere / Obere Toleranzgrenze
cp / cpk Prozessfähigkeitsindex
s^ Schätzwert für die Standardabweichung

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 143


10.2.3 Histogramm
Auswertung

Ein Histogramm ( Abb. 10-7) wird im Anschluss an das Endergebnis nur


ausgedruckt, wenn der entsprechende Histogramm-Modus in den Service-
funktionen eingestellt wurde ( 12.5.6 ‘Histogramm’, ab Seite 176) und
mindestens 30 Messwerte in der Applikation gespeichert sind
( 12.8 ‘Einheiten’, ab Seite 193).
Um festzustellen, ob die ausgewerteten Messwerte normal verteilt sind,
wird bei der Endauswertung vom Messgerät ein Kolmogorov-Smirnov-Test
(wenn bis zu 40 Messwerte ausgewertet werden) oder ein 2-Test (wenn
mehr als 40 Messwerte ausgewertet werden) durchgeführt. Das Testergeb-
nis wird unter dem Histogramm ausgedruckt und zeigt an, ob eine Normal-
verteilung der Messwerte festgestellt wurde [Normalverteilung] ( Abb.
10-7) oder nicht [Keine Normalverteilung] ( Abb. 10-8).

HISTOGRAMM
n
37.9|
1 |*
38.2|
3 |*
38.3|
1 |*
38.4|
2 |*
38.5|
1 |*
38.7|
Normalverteilung
SUMMENHAEUFIGKEIT
Obere Klassengr. Summenh.
38.2 12.50 %
38.3 50.00 %
38.4 62.50 %
38.5 87.50 %
38.7 100.00 %
Abb. 10-7 Ausdruck eines Histogrammes mit Normalverteilung (Beispiel)

Seite 144 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Schiefe und Wölbung werden nur ausgedruckt, wenn die ausgewerteten

Auswertung
Messwerte nicht normalverteilt sind (Bei der Normalverteilung sind Schiefe
und Wölbung gleich Null!):

HISTOGRAMM
n
-3.0|
3 |***
-2.0|
1 |*
-1.1|
0|
0.68|
0|
34.6|
3 |***
39.6|
Keine Normalverteilung
Schiefe= 0.30 Wölbung= -1.9
SUMMENHAEUFIGKEIT
Obere Klassengr. Summenh.
-2.0 42.86 %
-1.1 57.14 %
0.68 57.14 %
34.6 57.14 %
39.6 100.00 %
Abb. 10-8 Ausdruck eines Histogrammes ohne Normalverteilung (Beispiel)

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 145


11 Datenübertragung
Datenübertragung

Für den Anschluss des Messgerätes an einen PC werden Kenntnisse über


die Konfiguration, Bedienung und Programmierung des PCs sowie der ver-
wendeten Software benötigt, die im Bedarfsfall den entsprechenden
Bedienungsanleitungen entnommen werden müssen.

Folgende Anschlüsse stehen für die Datenübertragung zur Verfügung:


 USB-Anschluss (an der Geräteseite)

 COM-Schnittstelle (Option, RS232-Anschluss, muss im Werk eingebaut


werden).
Über die beiden Schnittstellen erfolgt ein bidirektionaler Datenaustausch.
Wird die USB-oder die COM-Schnittstelle mit einem Computer (PC) verbun-
den, sind folgende Datenübertragungen möglich:
 Übertragung der Messwerte und der statistischen Kenngrößen vom
Messgerät zum PC.
 Fremdsteuerung des Messgerätes durch Senden von Befehlen vom PC
zum Messgerät.
 Anfordern von Messwerten und anderen Daten (z. B. Name der aktuel-
len Applikation) durch Senden von Befehlen vom PC zum Messgerät.
 Übertragung von Daten (z. B.: Bezeichnungen für Applikationen) vom
PC zum Messgerät durch Senden von Befehlen vom PC zum Messge-
rät.
Zur Weiterverarbeitung der vom Messgerät ausgegebenen Daten können
sowohl kommerzielle als auch selbst erstellte Datenverarbeitungsprogram-
me eingesetzt werden. Informationen bezüglich Import und Weiterverarbei-
tung der Daten mit diesen Programmen sind im Bedarfsfall den zu diesen
Programmen gehörenden Handbüchern zu entnehmen.
Schnittstellen-Funktionen
 Messwerte und Zusatzinformationen können im ASCII-Format, z. B. mit-
tels PC-DATEX (Lieferumfang) direkt in eine EXCEL-Tabelle übertragen
werden sowie
 Befehle und Daten können, z. B. über Hyper Terminal von Windows®
(nur bis Version Windows XP®), vom PC an das Messgerät gesendet
werden.

Seite 146 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


11.1 USB-Verbindung zum PC

Datenübertragung
USB-Schnittstelle des Messgerätes mit der USB-Schnittstelle am PC verbin-
den.
Verwenden Sie dazu das im Lieferumfang des Messgerätes enthaltene USB-
Kabel.

11.2 Installieren der USB-Treiber


Falls für die USB-Verbindung kein USB-Treiber auf Ihrem PC installiert ist,
gehen Sie wie folgt vor:

1. Messgerät an den USB-Anschluss Ihres PCs anschließen. Es öffnet


sich der „Assistent für das Suchen neuer Hardware".

2. Den Anweisungen des Windows-Assistenten folgen. Wird der Trei-


ber nicht automatisch gefunden, wählen Sie bzw. geben Sie die
Quelle an, wo nach dem USB-Treiber gesucht werden soll (z. B. CD-
ROM-Laufwerk, Wechselmedien (CD, Diskette, ...) oder lokaler
Pfad).

Windows® XP:
Die Meldung zum Windows-Logo-Test ignorieren (Fenster „Hardware-
installation”). Schaltfläche „Installation fortsetzen“ anklicken und Installa-
tion fortsetzen.

Ob die Installation des USB-Treibers erfolgreich war, kann im Windows-


Gerätemanager überprüft werden:
 Gerätemanager öffnen: Start/Systemsteuerung/System, Register Hard-
ware, Schaltfläche Geräte-Manager.
 Unter "Anschlüsse (COM und LPT)" finden Sie einen weiteren COM-
Anschluss, z. B. USB-Driver for FMP... (COM3), sofern das Messgerät
über die USB-Schnittstelle mit Ihrem PC verbunden ist.

11.3 COM-Modul (Option, RS232-Anschluss)


RS232-Schnittstelle, 9-poliger Micro-T-Stecker

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 147


Pin-Belegung
Datenübertragung

Pin1 nicht belegt Pin5 GND


Pin2 T x D (Transmit Data, ) Pin6 nicht belegt
Pin3 R x D (Receive Data, ) Pin7 CTS (Clear To Send, )
Pin4 nicht belegt Pin8 RTS (Request To Send, )
Pin9 nicht belegt

 Verwenden Sie für den Anschluss an einen PC unseren Interface-Ver-


bindungssatz-MP (602-341). Es muss eine nicht gekreuzte Anschlusslei-
tung verwendet werden.
 Die Einstellungen der Datenübertragungsformate erfolgen im Service-
Menü USB/COM, Seite 170.

11.4 Übertragung der Messwerte zum Computer

Es werden Kenntnisse über die Bedienung des Computers sowie der ver-
wendeten Software benötigt, die im Bedarfsfall den entsprechenden
Bedienungsanleitungen entnommen werden müssen.

1. Verbindung Messgerät - PC herstellen: Seite 147.

2. Daten zur Onlineausgabe auswählen: Seite 148.

3. Datenübertragung vom Messgerät zum PC


.. während der Messung (Online-Betrieb): Seite 148,
.. nach der Messung (Offline-Betrieb) Seite 149.

4. Messgerät vom PC aus steuern: Seite 150.

11.4.1 Online-Betrieb
Bei der Übertragung der Messwerte im On-Line-Betrieb ist das Messgerät
während der Messung mit dem Computer verbunden und die Daten wer-
den sofort (online) über die Schnittstelle ausgegeben.

Seite 148 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Wenn in der Servicefunktion „USB/Ausgabe/Einzelwerte“ eingestellt ist,

Datenübertragung
werden die Einzelmesswerte direkt nach der Messwertübernahme über die
Schnittstelle ausgegeben.
Wenn hingegen „USB/Ausgabe/Blockmittelwerte“ eingestellt ist, werden
die Blockmittelwerte nach Drücken von BLOCK-RES ( 10.1 ‘Auswertung
des aktuellen Blocks „Blockergebnis“’, ab Seite 133) über die Schnittstelle
ausgegeben; die Einzelmesswerte werden dann zwar angezeigt, aber
nicht ausgegeben. Einstellen der Art der gesendeten Messwerte:
12.4.1 ‘Ausgabe’, ab Seite 168.

11.4.2 Offline-Betrieb
Im Offline-Betrieb werden die bereits im Messgerät gespeicherten Daten
nachträglich (offline) über die Schnittstelle ausgegeben. Die Ausgabe der
Daten wird durch Drücken von PRINT ausgelöst.

Wenn in der Servicefunktion „USB/Ausgabe/Einzelwerte“ eingestellt ist,


werden nach Drücken von PRINT die Einzelmesswerte über die Schnittstelle
ausgegeben.
Wenn hingegen „USB/Ausgabe/Blockmittelwerte“ eingestellt ist, werden
nur die Blockmittelwerte über die Schnittstelle ausgegeben.
Einstellen der Art der gesendeten Messwerte: 12.4.1 ‘Ausgabe’, ab
Seite 168.

11.4.3 Messwerte mit Gruppenseparator übertragen


Eine Folge von Einzelmesswerten kann durch Drücken von BLOCK-RES zu
einem Block zusammengefasst werden ( 10.1 ‘Auswertung des aktuellen
Blocks „Blockergebnis“’, ab Seite 133). Das Ende der einzelnen Blöcke,
die durch Drücken von BLOCK-RES gebildet wurden, kann für die Daten-
übertragung mit einem Gruppenseparator (ASCII GS) gekennzeichnet wer-
den.
Der Gruppenseparator wird jedoch nur an das Ende jedes Blockes gesetzt
und gefolgt von CR+LF über die Schnittstelle ausgegeben, wenn in der Ser-
vicefunktion „USB/Gruppenseparator“ auf [ein] gesetzt ist
(Gruppenseparator [ein] entspricht der Werkseinstellung)
12.4.2 ‘Gruppenseparator’, ab Seite 169.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 149


11.5 Senden vom PC zum Messgerät
Datenübertragung

11.5.1 Übertragungsformate
 Alle Ein- und Ausgabedaten werden als ASCII-Strings übertragen,
gefolgt von CR- und einem LF-Steuerzeichen (Carriage Return Line
Feed; CR = ASCII13, LF = ASCII10).
 Daten die vom Messgerät empfangen werden, dürfen max. 20 Zeichen
lang sein.

11.5.2 Steuerbefehle
Durch das Senden der Steuerbefehle vom PC zum Messgerät kann das
Messgerät fremdgesteuert Messwerte und andere Daten senden. Die ange-
forderten Messwerte bzw. Daten werden dann vom Messgerät über die
Schnittstelle gesendet und vom PC empfangen.
Sollte das Senden der Befehle “DAM”, “DAT”, “GAN”, “GBN”, “SAN”,
“SBN”, “SGS” oder “SWA” in einem Fehler resultieren, d. h. die entspre-
chende Funktion kann nicht ausgeführt werden, sendet das Messgerät das
ASCII-Zeichen „NAK” über die Schnittstelle an den Computer zurück.
Antwort: ACK (ASCII6)
Antwort im Fehlerfall: NAK (ASCII21)

Befehl Funktion

DAM0 ... Löschen aller Messwerte, die in der Applikation mit der angege-
DAM99 benen Nummer gespeichert sind.
Beispiel: Der Befehl “DAM2” löscht alle Messwerte der zweiten
Applikation.

DAT0 ... Anfordern von Datum und Uhrzeit des Blockabschlusses des Blo-
DAT999 ckes mit der Nummer 1 (... 1000).
Beispiel: Der Befehl “DAT2” gibt Datum und Uhrzeit des Block-
abschlusses des dritten Blockes der aktuellen Applikation aus.

ESC; Betätigen der Taste ENTER

ESC: Betätigen der Taste PRINT

Seite 150 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Datenübertragung
Befehl Funktion

ESC0 Betätigen der Taste DEL

ESC1 Betätigen der Taste FINAL-RES

ESC2 Betätigen der Taste BLOCK-RES

ESC4 Betätigen der Taste ZERO

ESC5 Betätigen der Taste CAL

ESC6 Betätigen der Taste 


ESC7 Betätigen der Taste 
ESC8 Betätigen der Taste APPL No

ESC9 Betätigen der Taste MENU

FD0 Sperren der Displayanzeige im Freilauf. Es werden keine Mess-


wertänderungen angezeigt

FD1 Sperrung der Displayanzeige im Freilauf aufheben, die Mess-


wertänderungen werden angezeigt.

G0, ES, EN Auslösen der Messwertübernahme.


oder ESC? Der Messwert wird vom Messgerät über die Schnittstelle ausge-
geben.

GAA Anfordern der Nummer der aktuellen Applikation.

GAN0 ... Anfordern der Bezeichnung der Applikation mit der Nummer 0
GAN99 (... 99). Wenn keine Bezeichnung vergeben wurde, wird ein
Leerstring ausgegeben.
Vergabe der Bezeichnungen mit Software FischerDataCenter
oder Befehl “SAN”.
Beispiel: Nach Erhalt des Befehls “GAN2” wird vom Gerät die
Bezeichnung der Applikation mit der Nummer 2 ausgegeben.

GBN0 ... Anfordern der Bezeichnung des Messwertblockes mit der Num-
GBN999 mer 1 (... 1000). Wenn keine Bezeichnung vergeben wurde,
wird ein Leerstring ausgegeben. Vergabe der Bezeichnungen mit
Software FischerDataCenter oder Befehl “SBN”.
Beispiel: Nach Erhalt des Befehls “GBN2” wird vom Gerät die
Bezeichnung des dritten Blockes der aktuellen Applikation aus-
geben.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 151


Datenübertragung
Befehl Funktion

GG Anfordern der Blockgröße der aktuellen Applikation, d. h. der


Anzahl der bei der automatischen Blockbildung zusammenzufas-
senden Messwerte. Wenn die automatische Blockbildung deakti-
viert ist, wird “0” ausgegeben.
Aktivieren der automatischen Blockbildung und Einstellen der
Blockgröße der aktuellen Applikation: 6.6.3 ‘Automatische
Blockbildung’, ab Seite 53.

GGS Anfordern des Gruppenseparator-Modus.


Wenn der Gruppenseparator aktiviert ist (d. h. zwischen den
einzelnen Messwertblöcken wird bei der Ausgabe über die
Schnittstelle ein Gruppenseparator gesendet), wird vom Messge-
rät “1” ausgegeben. Wenn der Gruppenseparator deaktiviert
ist, wird “0” ausgegeben.
Einstellen des Gruppenseparator-Modus: Befehl “SGS1” oder
11.4.3 ‘Messwerte mit Gruppenseparator übertragen’, ab
Seite 149.

GMX Anfordern des Messmodus. Wenn der Matrix-Messmodus akti-


viert ist, wird vom Messgerät “1” ausgegeben. Wenn der Stan-
dard-Messmodus aktiviert ist, wird “0” ausgegeben.
Aktivieren des Matrix-Messmodus: 12.6.3 ‘Matrixmodus’, ab
Seite 181.

GNB Anfordern der Anzahl der Messwertblöcke, die in der aktuellen


Applikation gespeichert sind.

IE Anfordern der Anzahl der i-Einzelmesswerte pro Messstelle (je


nach aktiver Messvorschrift)

IEX0 ... IEX99 Prüfen, ob die Applikation mit der Nummer 0 (... 99) im Messge-
rät angelegt ist. Wenn die Applikation angelegt ist, wird vom
Messgerät “1” ausgegeben; wenn sie nicht angelegt ist, wird
“0” ausgegeben.

LSL Anfordern des eingestellten unteren Toleranzgrenzwertes, der in


der aktuellen Applikation gespeichert ist.

PE Anfordern des ASCII-Zeichens, das als Gruppenseparator vom


Messgerät verwendet wird.
Vom Messgerät wird “GS” über die Schnittstelle ausgegeben.

PT1 Einstellen des Messwertausgabe-Modus „Einzelmesswerte ohne


Gruppenseparator”,
d. h. bei der Ausgabe von Messwerten werden Einzelmesswerte
ohne Gruppenseparator übertragen.

Seite 152 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Datenübertragung
Befehl Funktion

PT2 Einstellen des Messwertausgabe-Modus “Einzelmesswerte mit


Gruppenseparator”, d. h. bei der Ausgabe von Messwerten wer-
den Einzelmesswerte übertragen und zwischen den einzelnen
Messwertblöcken wird jeweils ein Gruppenseparator
(ASCII GS) gesendet.

PT3 Einstellen des Messwertausgabe-Modus „Nur Blockmittelwerte”,


d. h. bei der Ausgabe von Messwerten werden nur die Blockmit-
telwerte übertragen.

SAM Anfordern aller Werte, wie in der aktuellen Applikation einge-


stellt (Einzelmesswerte oder Blockmittelwerte).

SAN0 ... Vergeben einer Bezeichnung für die Applikation mit der Num-
SAN99 mer 0 (... 99). Nach dem Empfang des Befehls “SAN” sendet
das Messgerät das ASCII-Zeichen “ACK”. Die Übertragung der
Bezeichnung, die die Applikation erhalten soll, muss direkt da-
nach, innerhalb einer Sekunde, erfolgen. Die Bezeichnung muss
ebenfalls mit CR+LF abgeschlossen werden und darf maximal
16 ASCII-Zeichen enthalten.
Nach dem Empfang der Bezeichnung sendet das Messgerät wie-
der das ASCII-Zeichen “ACK”.
Beispiel: Der Befehl “SAN2” gefolgt von der gewünschten Be-
zeichnung weist der Applikation 2 eine neue Bezeichnung zu.

SBN0 ... Vergeben einer Bezeichnung für den Messwertblock mit der
SBN999 Nummer 1 (... 1000). Nach dem Empfang des Befehls “SBN”
sendet das Messgerät das ASCII-Zeichen “ACK”. Die Übertra-
gung der Bezeichnung, die der Block erhalten soll, muss direkt
danach, innerhalb einer Sekunde, erfolgen. Die Bezeichnung
darf maximal 16 ASCII-Zeichen enthalten und muss ebenfalls mit
CR+LF abgeschlossen werden. Nach dem Empfang der Bezeich-
nung sendet das Messgerät wieder das ASCII-Zeichen “ACK”.
Beispiel: Der Befehl “SBN2” weist dem dritten Block der aktuel-
len Applikation eine Bezeichnung zu.
Blöcke können nur bezeichnet werden, wenn der Matrix-Mess-
modus aktiviert ist. Ob der Matrix-Messmodus aktiviert ist kann
mit dem Befehl “GMX” abgefragt werden.
Aktivieren des Matrix-Messmodus: 12.6.3 ‘Matrixmodus’, ab
Seite 181.

SER Anfordern der Seriennummer des Messgeräts.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 153


Datenübertragung
Befehl Funktion

SGS0 Deaktivieren des Gruppenseparators im Messgerät. Wenn der


Gruppenseparator deaktiviert ist, dann wird zwischen den ein-
zelnen Messwertblöcken bei der Ausgabe über die Schnittstelle
kein Gruppenseparator gesendet.

SGS1 Aktivieren des Gruppenseparators im Messgerät. Wenn der


Gruppenseparator aktiviert ist, dann wird zwischen den einzel-
nen Messwertblöcken bei der Ausgabe über die Schnittstelle ein
Gruppenseparator gesendet.

STATE Anfordern des aktuellen Zustands des Messgeräts. Wenn das


Gerät messbereit ist, wird “1” ausgegeben. Wenn die aktuelle
Applikation nicht angelegt ist, wird “0” ausgegeben. Bei jedem
anderen Zustand wird “-1” ausgegeben (z. B. wenn gerade eine
Servicefunktion oder die Normierfunktion aufgerufen ist).

SWA0 ... Auswählen der Applikation mit der Nummer 0 (... 99) im Mess-
SWA99 gerät.
Beispiel: Der Befehl “SWA2” bewirkt, dass im Messgerät die Ap-
plikation mit der Nummer 2 ausgewählt wird.

USL Anfordern des eingestellten oberen Toleranzgrenzwertes, der in


der aktuellen Applikation gespeichert ist.

VV Anfordern der Versionsbezeichnung der


geräteinternen Software (z. B.: FGC23)

XN oder y Anfordern der aktuellen normierten Zählrate.


Die aktuelle normierte Zählrate wird ausgeben,
jedoch nicht im Messgerät gespeichert.

XX oder z Anfordern der aktuellen Zählrate.


Die aktuelle Zählrate wird ausgegeben,
jedoch nicht im Messgerät gespeichert.

Seite 154 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


11.6 Anschluss eines Druckers

Datenübertragung
 USB-Schnittstelle des Messgerätes mit der USB-Schnittstelle am Drucker
verbinden. Verwenden Sie dazu den USB-Adapter 604-147 (optiona-
les Zubehör).

Abb. 11-1 Seitenansicht des Messgerätes mit USB-Anschluss

 Eine Übersicht, welche Drucker für den Anschluss an das Messgerät


geeignet sind, erhalten Sie bei der Helmut Fischer GmbH Institut für
Messtechnik oder bei Ihrem zuständigen Lieferanten.
Hinweise bezüglich Funktionsweise, Wartung und Pflege des Druckers
können der Bedienungsanleitung des Druckers entnommen werden.

 Informationen zu den Einstellungen am Messgerät für das Drucken:


12.5 ‘Drucken’, ab Seite 171.

11.6.1 Druckausgabe
Aus folgenden Situationen heraus ist das Drucken möglich:
 Protokollierung der angelegten Applikationen ( Seite 46),
 Protokollierung von Normierung ( Seite 71), Korrekturkalibrierung
( Seite 78), Kalibrierung auf Schicht ( Seite 84) und Masterkali-
brierung ( Seite 94),
 Ausgabe des Blockergebnisses nach Blockabschluss ( Seite 112),
 Ausgabe der Einzelmesswerte nach der Messwertübernahme
( Seite 115),
 Auswertung der Blöcke mit BLOCK RES ( Seite 136),
 Endauswertung der Messwerte mit FINAL RES ( Seite 141),
 Ausgabe der Gerätekonfiguration ( Seite 195).

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 155


12 Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

Die nachfolgend beschriebenen Geräteeinstellungen werden im Menü Ser-


vicefunktionen konfiguriert.
So gelangen Sie in das Menü „Servicefunktionen“:

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

5 x ENTER Das Messgerät ist eingeschaltet.


Nach 5-maligem Drücken von ENTER er-
scheint die Kennzahl 157 in der Anzeige.

2x  Kennzahl 159 durch 2-maliges Drücken der


Pfeiltaste eingeben.
Einstellung mit ENTER bestätigen.

ENTER Das Menü Serviceeinstellungen wird ange-


zeigt.
Die gewünschte Servicefunktion kann durch
Drücken der Pfeiltasten  oder  ausge-
wählt werden.

So verlassen Sie das Menü „Servicefunktionen“:

Tastenfolge/ Erläuterung
Tätigkeit

DEL Das Menü Servicefunktionen wird durch


Drücken der Taste DEL verlassen.
Das Gerät ist messbereit.

Bei den folgenden Beschreibungen der Servicefunktionen wird davon


ausgegangen, dass die Servicefunktionen bereits aufgerufen und
noch nicht wieder verlassen wurden.

Seite 156 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.1 Übersicht Servicemenü

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Servicemenü Funktionen ab Seite
System Sprache 158
Uhrzeit 159
Datum 160
Datumformat 161
Kontrast 162
Beleuchtung 163
Initialisierung 164
Auswertung Blockergebnis 166
Histogramm 167
USB Ausgabe 168
Gruppenseparator 169
Freilauf senden 169
Übertragungsformate einstellen 170
(nur COM-Modul)
Drucken Drucker 171
linker Rand 172
Einzelw. drucken 173
Blockergebnis drucken 173
Endergebnis drucken 175
Histogramm drucken 176
Auto Formfeed 177
Gerätemodus Eingeschr. Modus 178
Analoganzeige 180
Matrixmodus 181
Verkettung 183
Messung Akustisches Signal 185
Messeffekt 186
Extern Start 187
Messmodus - Standard/
Flächenmessung/Automatische Messung 189
Messgröße 191
Dualprinzip 193
Einheiten metrisch/imperial 193
Speichermodus speichern/nicht speichern/löschen bei off 194
Masterkalibrierung Durchführen einer Masterkalibrierung 194
Über ... Informationen über Konfiguration des 195
Messgerätes

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 157


12.2 System
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

12.2.1 Sprache

Wählen Sie keine Sprache aus, deren Schriftzeichen Sie nicht verstehen,
z. B. kyrillisch! Sie könnten sonst Schwierigkeiten haben, wieder in eine
für Sie verständliche Sprache umzuschalten!

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü System anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Sprache durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und Auswahl mit ENTER
bestätigen.

ENTER Gewünschte Sprache durch Drücken der


Pfeiltasten  oder  anwählen und Aus-
wahl mit ENTER bestätigen.

Seite 158 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.2.2 Uhrzeit

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü System anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Uhrzeit durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Aktuelle Uhrzeit (Stunden) durch Drücken


der Pfeiltasten  oder  einstellen und mit
ENTER bestätigen.

Aktuelle Uhrzeit (Minuten) durch Drücken


der Pfeiltasten  oder  einstellen und mit
ENTER bestätigen.

Sie gelangen zurück in das Menü System.


Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit
abgebrochen werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 159


12.2.3 Datum
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü System anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Datum durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Aktuelles Datum (Tag) durch Drücken der


Pfeiltasten  oder  einstellen und mit
ENTER bestätigen.
Die Reihenfolge, in der Tag, Monat und
Jahr angezeigt werden, ist abhängig vom
eingestellten „Datumformat“ ( 12.2.4).
Aktuelles Datum (Monat) durch Drücken der
Pfeiltasten  oder  einstellen und mit
ENTER bestätigen.

Aktuelles Datum (Jahr) durch Drücken der


Pfeiltasten  oder  einstellen und mit
ENTER bestätigen.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Seite 160 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.2.4 Datumformat

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü System anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Datumformat durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Gewünschtes Format durch Drücken der


Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.

[europäisch]: Datumsformat tt.mm.jj

[amerikanisch]: Datumsformat mm.tt.jj

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 161


12.2.5 Kontrast
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

Über die Kontrasteinstellung kann die Hellikgkeit der Anzeige stufenlos ver-
ändert werden. Der Wert für den Kontrast kann zwischen 0 (hellste Anzei-
ge) und 99 (dunkelste Anzeige) liegen. Standardmäßig ist der Wert für den
Kontrast auf 60 eingestellt.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü System anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Kontrast durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Mit ENTER Auswahl „Kontrast“ bestätigen


oder:
 oder  durch Drücken der Pfeiltasten  oder ei-
nen neuen Wert festlegen und anschließend
mit ENTER bestätigen.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Seite 162 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.2.6 Beleuchtung

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Zur Einstellung der Beleuchtung stehen folgende Möglichkeiten zur Verfü-
gung:
 „nach n sek aus“: Nach n Sekunden wird die Beleuchtung ausgeschal-
tet.
 „immer aus“: Die Beleuchtung ist immer aus.

 „immer an“: Die Beleuchtung ist immer eingeschaltet.

 „mit Netzteil an“: Die Beleuchtung ist nur eingeschaltet, wenn ein Netz-
teil angeschlossen ist.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü System anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Beleuchtung durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Durch Drücken der Pfeiltasten  oder ge-


wünschte Einstellung auswählen.

Mit ENTER die Auswahl der gewünschten


Einstellung bestätigen.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

 oder  Nach n sek aus


ENTER Mit ENTER Wert bestätigen oder:
durch Drücken der Pfeiltasten  oder ei-
nen neuen Wert festlegen.
Nach Drücken von ENTER gelangen Sie zu-
rück ins Menü, um weitere Einstellungen
vornehmen zu können.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 163


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

 oder  Immer aus


ENTER Nach Bestätigung der Auswahl „immer
aus“ mit ENTER gelangen Sie sofort zurück
ins Menü, um weitere Einstellungen vorneh-
men zu können.

 oder  Immer an
ENTER Nach Bestätigung der Auswahl „immer an“
mit ENTER gelangen Sie sofort zurück ins
Menü, um weitere Einstellungen vorneh-
men zu können.

 oder  Mit Netzteil an


ENTER Nach Bestätigung der Auswahl „mit
Netzteil an“ mit ENTER gelangen Sie sofort
zurück ins Menü, um weitere Einstellungen
vornehmen zu können.

12.2.7 Neuinitialisierung des Messgerätes


Die Wiederherstellung des Grundzustandes des Messgerätes wird als
Neuinitialisierung bezeichnet. Bei einer Neuinitialisierung des Messgeräts
werden
 alle Applikationen gelöscht, d. h. sowohl die gespeicherten Mess-
werte, als auch die Normierungen und Korrekturkalibrierungen aller
Applikationen (sämtliche Applikationen müssen also nach der Neuiniti-
alisierung neu angelegt werden!),
 sämtliche Einstellungen in den Servicefunktionen auf die Grundeinstel-
lungen (d. h. auf die werksseitige Einstellung) zurückgesetzt (mit Aus-
nahme von Uhrzeit, Datum und Sprache); die Einstellungen müssen
also erforderlichenfalls wieder vorgenommen werden,
 die Koeffizienten der Masterkennlinie, die im EEPROM des Sondenste-
ckers abgelegt sind, nicht verändert, da sich die Neuinitialisierung nur
auf die Speicher des Messgeräts bezieht.

Seite 164 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü System anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Initialisierung durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER [Ja: DEL]: DEL drücken, um Neuinitialisie-


rung durchzuführen.

[Nein: ENTER]: ENTER drücken, um Neuiniti-


alisierung nicht durchzuführen.

DEL [Weiter: ENTER]: Nach Drücken von ENTER


gelangen Sie zurück ins Menü System.

DEL nur drücken, wenn die Neuinitialisierung wirklich erwünscht ist!

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 165


12.3 Auswertung
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

12.3.1 Blockergebnis

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü Auswertung anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Blockergebnis durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

[kurz]: Ausgabe des kurzen Blockergebnis-


ses beim Ausdrucken.

[lang]: Ausgabe des langen Blockergebnis-


ses beim Ausdrucken.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Seite 166 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.3.2 Histogramm

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Bei der Anzeige des Endergebnisses kann zusätzlich ein Histogramm dar-
gestellt werden. ( 10.2 ‘Auswertung der aktuellen Applikation „Ender-
gebnis“’, ab Seite 139). Dazu müssen mindestens 30 Messwerte vorhan-
den sein. Zur Anzeige des Histogrammes gehen Sie wie folgt vor:

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü Auswertung anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Histogramm durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

[aus]: keine Ausgabe des Histogramms


beim Anzeigen eines Endergebnisses.

[ein]: Ausgabe des Histogramms beim An-


zeigen eines Endergebnisses.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Zum Einstellen der Histogrammanzeige für einen Ausdruck gehen Sie


wie unter 12.5.6 ‘Histogramm’, ab Seite 176 beschrieben vor.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 167


12.4 USB
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

12.4.1 Ausgabe

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü USB auswählen.


Gerät mit Modul COM: USB/COM auswäh-
len.
Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Gewünschten Ausgabemodus durch Drü-


cken der Pfeiltasten  oder  anwählen
und mit ENTER bestätigen.

[Einzelwerte]: Ausgabe von Einzelmesswer-


ten über die Schnittstelle.

[Blockmittelwerte]: Ausgabe von Blockmit-


telwerten über die Schnittstelle.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Seite 168 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.4.2 Gruppenseparator

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü USB anwählen.


Gerät mit Modul Bluetooth: USB/Bluetooth
auswählen.
Gerät mit Modul COM: USB/COM auswäh-
len.
Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Gewünschten Gruppenseparator-Modus


durch Drücken der Pfeiltasten  oder  an-
wählen und mit ENTER bestätigen.

[aus]: Zwischen den einzelnen Blöcken wird


bei der Ausgabe über die Schnittstelle kein
Gruppenseparator gesendet.

[ein]: Zwischen den einzelnen Blöcken wird


bei der Ausgabe über die Schnittstelle ein
Gruppenseparator (ASCII29) gesendet.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

12.4.3 Freilauf senden

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü USB anwählen.


Gerät mit Modul Bluetooth: USB/Bluetooth
auswählen.
Gerät mit Modul COM: USB/COM auswäh-
len.
Auswahl mit ENTER bestätigen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 169


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ENTER Gewünschten Freilauf-Modus durch Drü-


cken der Pfeiltasten  oder  anwählen
und mit ENTER bestätigen.

[aus]: Messwerte, die mit „freilaufender“


Anzeige aufgenommen werden, werden
nicht über die Schnittstelle gesendet.

[ein]: Messwerte, die mit „freilaufender“ An-


zeige aufgenommen werden, werden über
die Schnittstelle gesendet.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

12.4.4 COM-Modul - Übertragungsformate

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü USB/COM auswählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.


ENTER Für die RS232-Schnittstelle am Modul COM


die gewünschten Übertragungsformate in
den Menüs COM-Baudrate, COM-Parität
und COM-Handshake einstellen.

Menü/Parameter durch Drücken der Pfeil-


tasten  oder  auswählen und mit ENTER
bestätigen.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Seite 170 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.5 Drucken

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


12.5.1 Druckerauswahl

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü Drucken anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Drucker durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Gewünschten Drucker mit Hilfe der Pfeiltas-


ten  oder  anwählen und mit ENTER be-
stätigen.
Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit
abgebrochen werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 171


12.5.2 Einstellung Linker Rand
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü Drucken anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Linker Rand durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Wert für die Breite des linken Randes mit


Hilfe der Pfeiltasten  oder  einstellen und
mit ENTER bestätigen.
Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit
abgebrochen werden.

Seite 172 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.5.3 Einzelwerte drucken

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü Drucken anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Einzelw. drucken durch Drücken der Pfeil-


tasten  oder  anwählen und mit ENTER
bestätigen.

ENTER Gewünschten Einzelwert-Modus durch Drü-


cken der Pfeiltasten  oder  anwählen
und mit ENTER bestätigen.

[aus]: Einzelmesswerte werden erst ausge-


druckt, wenn die Auswertung des aktuellen
Blocks vorgenommen wird.

[ein]: Einzelmesswerte werden direkt nach


der Messwertübernahme ausgedruckt.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

12.5.4 Blockergebnis
Je nach Einstellung kann nach Drücken von BLOCK-RES
( 10.1.1 ‘Protokollierung des Blockergebnisses mit einem Drucker’, ab
Seite 136) das Blockergebnis ausgedruckt werden. Folgende Einstellmög-
lichkeiten werden unterschieden:

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 173


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü Drucken anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Blockergebnis durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Gewünschten Modus für das Drucken des


Blockergebnisses durch Drücken der Pfeil-
tasten  oder  anwählen und mit ENTER
bestätigen.
Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit
abgebrochen werden.

[aus]: Blockergebnis wird nicht ausge-


druckt.

[ein]: Blockergebnis wird automatisch nach


Drücken von BLOCK-RES ausgedruckt.

[immer nachfragen]: Blockergebnis wird


auf Nachfrage nicht ausgedruckt.

[Ja: DEL]: Nach Drücken von DEL wird das


Blockergebnis ausgedruckt.
[Nein: ENTER]: Nach Drücken von ENTER
wird kein Blockergebnis ausgedruckt.

Seite 174 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.5.5 Endergebnis

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Je nach Einstellung kann nach Drücken von FINAL-RES
( 10.2.1 ‘Protokollierung des Endergebnisses mit einem Drucker’, ab
Seite 141) das Endgebnis ausgedruckt werden. Folgende Einstellmöglich-
keiten werden unterschieden:

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü Drucken anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Endergebnis durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Gewünschten Modus für das Drucken des


Endergebnisses durch Drücken der Pfeiltas-
ten  oder  anwählen und mit ENTER be-
stätigen. Mit DEL kann der Einstellvorgang
jederzeit abgebrochen werden.
[aus]: Endergebnis wird nicht ausgedruckt.

[ein]: Endergebnis wird automatisch nach


Drücken von FINAL-RES ausgedruckt.

[immer nachfragen]: Endergebnis wird auf


Nachfrage nicht ausgedruckt.

[Ja: DEL]: Nach Drücken von DEL wird das


Endergebnis ausgedruckt.
[Nein: ENTER]: Nach Drücken von ENTER
wird kein Endergebnis ausgedruckt.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 175


12.5.6 Histogramm
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

Dem Ausdruck des Endergebnisses kann eine Histogrammdarstellung zuge-


fügt werden, wenn mindestens 30 Messwerte in der Applikation gespei-
chert sind ( 10.2.3 ‘Histogramm’, ab Seite 144).

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü Drucken anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Histogramm durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

Gewünschten Histogramm-Modus durch


Drücken der Pfeiltasten  oder  anwählen
und mit ENTER bestätigen.

[aus]: Histogrammausdruck nicht aktiv

[ein]: Im Anschluss an den Ausdruck des


Endergebnisses wird eine Histogrammdar-
stellung ausgegeben.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Seite 176 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.5.7 Auto Formfeed

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Im Servicemenü Drucken anwählen.


Auswahl mit ENTER bestätigen.

ENTER Auto Formfeed durch Drücken der Pfeiltas-


ten  oder  anwählen und mit ENTER be-
stätigen.

Gewünschten Auto Formfeed-Modus durch


Drücken der Pfeiltasten  oder  anwählen
und mit ENTER bestätigen.

[aus]: Auto Formfeed nicht aktiv

[ein]: Es wird ein automatischer Seitenvor-


schub am Drucker durchgeführt.
Auto Formfeed einschalten, wenn es Proble-
me beim Auswurf von Seiten gibt.
Beachten Sie dazu auch die Hinweise in
der Bedienungsanleitung Ihres Druckers!

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 177


12.6 Gerätemodus
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

12.6.1 Eingeschränkter Bedienmodus


Wenn der eingeschränkte Bedienmodus eingeschaltet ist, sind nur noch die
Tasten aktiv, die zur Messung und Auswertung benötigt werden. Auf diese
Weise werden Fehlmessungen infolge versehentlichen Verstellens der Ge-
räteparameter vermieden.
Im eingeschränkten Bedienmodus sind folgende Tasten nicht aktiv:
 ZERO
 CAL
 MENU
Beim Drücken dieser Tasten im eingeschränkten Bedienmodus wird keine
Aktion ausgelöst, die Anzeige verändert sich nicht.
Außerdem ist im eingeschränkten Bedienmodus das Anlegen, Überschrei-
ben und Löschen von Applikationen nicht möglich!

Solange der eingeschränkte Bedienmodus eingeschaltet ist, erscheint


in der Anzeige.

Der eingeschränkte Bedienmodus bleibt auch nach Aus- und wieder Ein-
schalten des Messgerätes aktiviert.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Gerätemodus durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Eingeschr. Modus durch Drücken der Pfeil-


tasten  oder  anwählen und mit ENTER
bestätigen.

Seite 178 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Gewünschten Bedienmodus durch Drücken


der Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.

[aus]: Der eingeschränkte Bedienmodus ist


ausgeschaltet, d. h. alle Funktionen sind,
wie eingestellt, aktiviert.

[ein]: Der eingeschränkte Bedienmodus ist


aktiviert.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 179


12.6.2 Analoganzeige
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

Die Analoganzeige erleichtert beim Messen mit „freilaufender” Anzeige


das schnelle Erkennen tendenzieller Schichtdickenänderungen. Wenn die
Analoganzeige aktiviert ist, erscheint beim Messen mit „freilaufender” An-
zeige anstelle der Hinweiszeilen die Analoganzeige mit den eingestellten
Grenzen. Der Messwert wird als Analogbalken zwischen den Grenzen dar-
gestellt.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Gerätemodus durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Analoganzeige durch Drücken der Pfeiltas-


ten  oder  anwählen und mit ENTER be-
stätigen.

Gewünschte Anzeigeart durch Drücken der


ENTER
Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.

[aus]: Analoganzeige deaktiviert

[ein]: Analoganzeige aktiviert, d. h. beim


Messen mit „freilaufender” Anzeige er-
scheint in den Hinweiszeilen ein Analogbal-
ken zur Darstellung des Messwertes
( 9.6.3 ‘Analoganzeige’, ab Seite 123).

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Seite 180 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.6.3 Matrixmodus

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Gerätemodus durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Matrixmodus durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Diese Einstellmöglichkeit erscheint nur,


wenn „Dualprinzip beide“ für alle mit Dual-
sonden angelgeten Applikationen einge-
stellt ist ( Seite 193).
Gewünschten Modus durch Drücken der
Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.
[aus]: Der Matrixmodus ist deaktiviert, d. h.
der Standard-Messmodus ist aktiviert
[ein]: Matrix-Messmodus ist aktiviert.
[10/20/150]: Beispiel für 10 Applikatio-
nen mit je 20 Blöcken mit je 150 Messwer-
ten.
Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit
abgebrochen werden.

ENTER Bei der Umschaltung auf den anderen


Messmodus wird das Messgerät neu initiali-
siert ( 12.2.7 ‘Neuinitialisierung des
Messgerätes’, ab Seite 164).
[Ja: DEL]: DEL drücken, um Neuinitialisie-
rung durchzuführen.
[Nein: ENTER]: ENTER drücken, um Neuiniti-
alisierung nicht durchzuführen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 181


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
DEL nur drücken, wenn die Neuinitialisierung wirklich erwünscht ist!

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

DEL Nach der Neuinitialisierung muss beim Um-


schalten auf den Matrix-Messmodus die An-
zahl der Applikationen und die Anzahl der
Blöcke eingegeben werden.

Damit wird automatisch die Anzahl an


Messwerten festgelegt, die maximal in ei-
nem Block gespeichert werden können.

Werte für Anzahl Applikationen und An-


zahl Blöcke durch Drücken der Pfeiltasten 
oder  eingeben und jeweils mit ENTER be-
stätigen.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

ENTER Gewünschten Blockwechsel durch Drücken


der Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.
[Manuell]: Der Blockwechsel muss manuell
erfolgen, d. h. beim Messen im Matrix-
Messmodus kann der Block, in dem der
nächste Messwert gespeichert wird, mit
BLOCK-RES und  oder frei gewählt wer-
den.
[Automatisch]: Der Blockwechsel erfolgt au-
tomatisch, d. h. beim Messen im Matrix-
Messmodus wird der nächste Messwert au-
tomatisch im nächsten Block gespeichert.
Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit
abgebrochen werden.

Seite 182 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Die Anzahl der Applikationen und der Blöcke kann ohne erneute
Neuinitialisierung nicht geändert werden.

Bei einer Neuinitialisierung des Messgeräts werden sowohl die


gespeicherten Messwerte, als auch die Normierungen und Korrektur-
kalibrierungen aller Applikationen gelöscht. Sämtliche Applikationen
müssen nach der Neuinitialisierung neu angelegt werden!

12.6.4 Verkettung von Applikationen

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Gerätemodus durch Drücken der Pfeiltasten


 oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Verkettung durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 183


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

ENTER Diese Einstellmöglichkeit erscheint nur,


wenn „Dualprinzip beide“ für alle mit Dual-
sonden angelegten Applikationen einge-
stellt ist ( 5.3 ‘Dualmodus für DUAL-
Sonden einstellen’, ab Seite 39).
Gewünschten Modus durch Drücken der
Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.

[aus]: Applikationen sind nicht miteinander


verkettet (Verkettung deaktiviert)

[ein]: Alle Applikationen, die mit derselben


Sonde angelegt wurden, sind miteinander
verkettet (Verkettung aktiviert)
Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit
abgebrochen werden.

Seite 184 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.7 Messung

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Solange die Verkettung der Applikation aktiviert ist, erscheint
in der Anzeige.

Um zu gewährleisten, dass die miteinander verketteten Applikationen


dieselbe Normierung bzw. Korrekturkalibrierung verwenden, muss
nach Aktivieren der Verkettung jeweils für alle Sonden, mit denen
mehr als eine Applikation angelegt wurde, eine Normierung bzw.
Korrekturkalibrierung in einer dieser Applikationen durchgeführt wer-
den!

12.7.1 Akustisches Signal


Das akustische Signal, d. h. das Messwertübernahme-Signal, welches nach
jeder Messung ertönt, kann deaktiviert werden.
Die akustischen Signale, die nach dem Einschalten des Messgeräts,
nach einer Toleranzgrenzenverletzung, nach Erkennen eines Ausrei-
ßers oder nach einem Blockabschluss (beim Messen mit automati-
scher Blockbildung) ertönen, können nicht deaktiviert werden! (Einzel-
heiten zu den akustischen Signalen: 9.3.4 ‘Akustische Signale
nach der Messwertübernahme’, ab Seite 110).

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Messung durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Akustisches Signal durch Drücken der Pfeil-


tasten  oder  anwählen und mit ENTER
bestätigen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 185


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige
Gewünschten Modus durch Drücken der
ENTER
Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.

[aus]: Beim Aufsetzen der Sonde ertönt kein


akustisches Signal.

[ein]: Es ertönt ein akustisches Signal beim


Aufsetzen der Sonde.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

12.7.2 Messeffekt

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Messung durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Messeffekt durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

Seite 186 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige
Gewünschten Messeffekt durch Drücken der
ENTER
Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.

[aus]: Messeffekt ausgeschaltet, d. h. der


Messwert wird nicht automatisch übernom-
men (automatische Messwertübernahme de-
aktiviert).

[ein]: Messeffekt eingeschaltet, d. h. der


Messwert wird automatisch übernommen,
sobald die Sonde auf das Messobjekt auf-
gesetzt ist (automatische Messwertübernah-
me aktiviert).

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

12.7.3 Extern Start

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Messung durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Extern Start durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 187


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige
„Extern Start ein“ oder „Extern Start aus“
ENTER
durch Drücken der Pfeiltasten  oder  an-
wählen und mit ENTER bestätigen.

[aus]: Externstart nicht möglich (Externstart


deaktiviert)

[ein]: Externstart möglich (aktiviert), d. h.


die Messwertübernahme kann durch Drü-
cken der Taste (bzw. FINAL-RES wäh-
rend einer Normierung oder Kalibrierung)
ausgelöst werden.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.
Gewünschte „Verzögerung“ durch Drücken
ENTER
der Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.

[0 ms]: keine Pause nach Externstart

[100 ms]: 100 ms Pause nach Externstart


bis
[2500 ms]: 2500 ms Pause nach Externstart

[Seite : CAL]: Seitenweises Blättern durch


Drücken von CAL.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Die Kombination „Messeffekt aus“ und „Extern Start aus“ ist nicht
zulässig, da sonst keine Messwertübernahme erfolgen kann. Sollte
diese Kombination eingestellt werden, werden die Parameter vom
Messgerät automatisch auf „Messeffekt ein“ und „Extern Start aus“
zurückgesetzt.

Seite 188 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.7.4 Messmodus - Standard/Flächenmessung/Automatische Messung

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Messung durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Messmodus durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

Gewünschten Messmodus für durch Drü-


ENTER
cken der Pfeiltasten  oder  anwählen.

Standard-Messmodus wird aktiviert. Durch


Bestätigen mit ENTER gelangen Sie zurück
zum Menü für die Messung.
Mit DEL kann der Vorgang jederzeit abge-
brochen werden.

Flächenmessung möglich (aktiviert),


9.3.3 ‘Automatische Messwertaufnah-
me’, ab Seite 107.
Durch Bestätigen mit ENTER gelangen Sie
zurück zum Menü Messung.
Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit
abgebrochen werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 189


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Modus für „Automatische Messung“ durch


Drücken der Pfeiltasten  oder  anwäh-
len.

Automatische Messung möglich (aktiviert)


9.3.3 ‘Automatische Messwertaufnah-
me’, ab Seite 107.
Auswahl bestätigen mit ENTER.

Mit DEL kann der Vorgang jederzeit abge-


brochen werden.

ENTER Gewünschte Anzahl der Messungen durch


Drücken der Pfeiltasten  oder  anwählen
und mit ENTER bestätigen.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

ENTER Zeitintervall durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  eingeben.
Durch Bestätigen mit ENTER gelangen Sie
zurück zum Menü Messung.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Seite 190 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.7.5 Messgröße

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Das Auswahlmenü „Messgröße“ erscheint nur, wenn die aktuelle Applika-
tion angelegt ist.

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Messung durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Messgröße durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Messwerttyp der aktuellen Applikation


durch Drücken der Pfeiltasten  oder  an-
wählen und mit ENTER bestätigen.
Die Einstellungen des Messwerttyps anderer
Applikationen bleiben davon unbeeinflusst.

Je nach ausgewähltem Messwerttyp werden


die Messwerte in der Anzeige dargestellt
( 4.3.3 ‘Messmodi’, ab Seite 34).

Auswahl mit ENTER bestätigen.

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 191


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen
Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Bei jeder Änderung des Messwerttyps er-


scheint die Aufforderung, bereits in der ak-
tuellen Applikation gespeicherte Messwerte
zu löschen, da unterschiedliche Messwertty-
pen nicht gleichzeitig statistisch ausgewer-
tet werden können. Dies verhindert
Fehlinterpretationen der Messergebnisse.

[Ja: DEL]: DEL drücken; alle bereits in der


aktuellen Applikation gespeicherten Mess-
werte werden gelöscht.

[Nein: ENTER]: ENTER drücken; der Vor-


gang wird abgebrochen.

Seite 192 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.7.6 Dualprinzip

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Das Auswahlmenü „Dualprinzip“ erscheint nur, wenn die aktuelle Applika-
tion angelegt, „Applikation verketten“ ausgeschaltet ( 12.6.4 Seite 183)
und eine Dualsonde angeschlossen ist.

12.8 Einheiten

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Einheiten durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Gewünschte Einheit durch Drücken der


Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.

[metrisch]: Maßeinheit in µm oder mm

[imperial]: Maßeinheit in mils

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 193


12.9 Speichermodus
Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung


Tätigkeit Anzeige

Speichermodus durch Drücken der Pfeiltas-


ten  oder  anwählen und mit ENTER be-
stätigen.

ENTER Gewünschten Modus durch Drücken der


Pfeiltasten  oder  anwählen und mit
ENTER bestätigen.

[speichern]: Messwerte werden gespeichert


und bleiben auch nach dem Ausschalten
des Messgerätes erhalten

[nicht speichern]: Messwerte werden ange-


zeigt, aber nicht gespeichert

[löschen bei off]: Löschen aller Messwerte


beim Ausschalten des Messgerätes

Mit DEL kann der Einstellvorgang jederzeit


abgebrochen werden.

12.10 Durchführen einer Masterkalibrierung


Zur Durchführung der Masterkalibrierung: 7.7 ‘Masterkalibrierung’, ab
Seite 85.

Seite 194 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


12.11 Über ...

Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen


Tastenfolge/ Ausschnitt der Erläuterung
Tätigkeit Anzeige

Über ... durch Drücken der Pfeiltasten 


oder  anwählen und mit ENTER bestäti-
gen.

ENTER Anzeige von Softwareversion, Status und


Name der angeschlossenen Sonde.
Durch mehrmaliges Drücken von ENTER
wird nacheinander die Gerätekonfiguration
angezeigt (siehe auch 12.12 ‘Protokoll
der Gerätekonfiguration’, ab Seite 195).

12.12 Protokoll der Gerätekonfiguration

Tastenfolge/ Erläuterung
Tätigkeit

PRINT Wenn die Servicefunktionen aufgerufen


sind, kann das Protokoll der Gerätekonfigu-
ration (inklusive der sondenspezifischen Da-
ten der angeschlossenen Sonde) bei
angeschlossenem und eingeschaltetem Dru-
cker mit PRINT ausgedruckt werden
( Abb. 12-1). Danach werden die Ser-
vicefunktionen automatisch verlassen und
das Gerät ist wieder messbereit.

Alternativ hierzu kann das Protokoll bei eingeschaltetem Messgerät


auch mit MENU + PRINT ausgedruckt werden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 195


Geräteeinstellungen Menü Servicefunktionen

FISCHER DUALSCOPE FMP40 19.05.08


Softwareversion : FKA00i08
interner Status : 03000004fb
Sonde : FD10
Sondenspezifische
Seriennummer : 0907VS0027
Daten der ange-
Messbereich 1 : 0.00 - 1300 schlossenen Sonde
Messbereich 2 : 0.00 - 800
Applikation Nr. : 1 Wird nur angegeben,
wenn eine Applikati-
Name : Flaeche
onsbezeichnung zu-
Auflösung : standard gewiesen wurde
Ausreißerkontrolle : aus ( Seite 48).
Methode : Automatisch
Speichermodus : speichern
Autom. Absch. : ein
Lichtdauer [s] : 10
Histogramm : ein
Blockergebnis : kurz
Kontrast : 30
Maßsystem : metrisch
Datumformat : europäisch
Sprache : deutsch
Anzeige : Schichtdicke
Messeffekt : ein
Extern Start : aus
Verzögerung : 0 ms
Ausgabe : Einzelwerte
Gruppenseparator : aus
Senden im Freilauf : aus
Appl. verketten : aus
Matrixmodus : ein(10/20/150)
Blockwechsel : Manuell
Analoganzeige : aus
Dualprinzip : beide
linker Rand :0
Einzelw. drucken : aus
Auto Formfeed : aus
Abb. 12-1 Protokoll der Gerätekonfiguration mit sondenspezifischen Daten (Beispiel)

Seite 196 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


13 Funktionsstörungen und Meldungen

Funktionsstörungen und Meldungen


13.1 Funktionsstörungen

Störung/Meldung Ursache Behebung ab


Seite

Keine Anzeige Gerät nicht eingeschal- Messgerät über das Ste- 30


tet. ckernetzteil mit dem
Spannungsnetz verbin-
den.
Keine Anzeige der Er- Keine Messwerte in der Messwerte aufnehmen. 103
gebnisse bei aktuellen Applikation
FINAL-RES (z. B. weil Messwerte
gelöscht wurden).
Keine Anzeige der Er- Keine Messwerte in der Messwerte aufnehmen. 103
gebnisse bei BLOCK- aktuellen Applikation
RES (z. B. weil Messwerte
gelöscht wurden).
Keine Veränderung Eingeschränkter Bedien- Eingeschränkten Bedi- 178
der Anzeige bei modus ist eingeschaltet. enmodus bei zuvor aus-
ZERO, CAL oder geschaltetem Gerät mit
MENU ON/OFF + ENTER aus-
schalten.
Applikationen können Eingeschränkter Bedien- Eingeschränkten Bedi- 178
nicht angelegt, über- modus ist eingeschaltet. enmodus bei zuvor aus-
schrieben oder ge- geschaltetem Gerät mit
löscht werden. ON/OFF + ENTER aus-
schalten.
Servicefunktionen „Freilaufende” Anzeige „Freilaufende” Anzei- 119
können nicht aufgeru- ist eingeschaltet. ge mit  ausschalten.
fen werden.
Sonde misst nicht Messwertübernahme ist Messung wiederholen. 36
nicht erfolgt, da die letz-
te Messwertübernahme
vor weniger als zwei Se-
kunden erfolgt ist.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 197


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Sonde misst nicht Berechnung der Schicht- Anderes Prüfteil ver- --


dicke nicht möglich, we- wenden.
gen zu großer
Schichtdicke.
Falsche Sonde ange- Richtige Sonde an- 27
schlossen (Applikation schließen oder neue 37
wurde mit anderer Son- Sonde zuweisen.
de angelegt).
In der Anzeige blinkt die
Anzeige des Messver-
fahrens.
Falscher Grundwerk- Prüfteil mit ferromagne- --
stoff (Messung mit mag- tischem Grundwerkstoff
netinduktiven Sonden verwenden.
nur auf ferromagneti-
schem Grundwerkstoff
möglich).
Falscher Grundwerk- Prüfteil mit ferromagne- --
stoff (bei der Messung tischem Grundwerkstoff
mit „freilaufender” An- verwenden.
zeige kann mit einer Du-
alsonde nicht auf
Grundwerkstoffen aus
Nichteisenmetallen ge-
messen werden, wenn
die letzte Messung vor
Einschalten der „freilau-
fenden” Anzeige auf fer-
romagnetischem
Grundwerkstoff durchge-
führt wurde).
Falsches Dualprinzip Prüfteil mit ferromagne- 193
eingestellt. Eine Mes- tischem Grundwerkstoff
sung mit Dualsonde auf verwenden oder
Grundwerkstoffen aus Dualprinzip [beide] in
Nichteisenmetallen ist der Servicefunktion ein-
nicht möglich, wenn Du- stellen.
alprinzip [NF/Fe] in der
Servicefunktion einge-
stellt wurde.

Seite 198 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Sonde misst nicht Automatische Automatische Messwer- 189


Messwertübernahme de- tübernahme in der Ser-
aktiviert. vicefunktion aktivieren
oder Messwertübernah-
me durch Externstart
oder Drücken der Taste
 auslösen (bzw.
FINAL-RES beim Nor-
mieren oder Kalibrie-
ren).
Sonde defekt. Intakte Sonde verwen- --
den.
Falsche Messwerte Sonde nicht korrekt auf Sonde korrekt auf Prüf- 36
Prüfteil aufgesetzt (z. B. teil aufsetzen und Min-
Sonde schwebt über destabhebe-Abstand
Prüfteil). beim Abheben beach-
ten.
Applikation ausge- Richtige Applikation mit 44
wählt, die nicht für die- APPL No und Pfeiltas-
ses Prüfteil angelegt ten auswählen.
wurde.
Falscher Grundwerk- Prüfteil mit nicht ferro- --
stoff (Korrekte Messung magnetischem Grund-
mit Wirbelstromsonden werkstoff verwenden.
nur auf nicht ferromag-
netischem Grundwerk-
stoff möglich).

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 199


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Falsche Messwerte Falscher Grundwerk- Prüfteil mit nicht ferro- --


stoff (Bei der Messung magnetischem Grund-
mit “freilaufender” An- werkstoff verwenden.
zeige kann mit einer Du-
alsonde nur auf nicht
ferromagnetischen
Grundwerkstoffen kor-
rekt gemessen werden,
wenn die letzte Messung
vor Einschalten der “frei-
laufenden” Anzeige auf
nicht-ferromagneti-
schem Grundwerkstoff
durchgeführt wurde).
Falsches Dualprinzip Prüfteil mit nicht ferro- 193
eingestellt (Korrekte magnetischem Grund-
Messung mit Dualsonde werkstoff verwenden
auf ferromagnetischem oder Dualprinzip [bei-
Grundwerkstoff ist nicht de] in der Servicefunkti-
möglich, wenn Dualprin- on einstellen.
zip [NC/NF] in der Ser-
vicefunktion eingestellt
wurde).
Fehlerhafte Normierung Normierung oder Kali- 64
oder Kalibrierung. brierung korrekt durch-
führen.
Falsche Spannung durch Richtiges Steckernetz- 2
Anschluss des falschen teil anschließen.
Steckernetzteils (z. B. für
110 V statt für 220 V).
Sondenpol abgenutzt. Sonde mit intaktem Son- --
denpol verwenden.
Drucker druckt Hiero- Falsche Druckereinstel- Passenden Drucker in 178
glyphen lung in den Servicefunk- der Servicefunktion aus-
tionen des Geräts. wählen.
Histogramm wird In der Applikation sind Mehr als 9 Messwerte --
nicht ausgedruckt weniger als 10 Mess- aufnehmen.
werte gespeichert.

Seite 200 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Histogramm wird In der Servicefunktion Histogramm-Ausgabe in 193


nicht ausgedruckt wurde die Histogramm- der Servicefunktion ein-
Ausgabe ausgeschaltet. schalten.
Blockergebnis wird Gerät befindet sich im Blockergebnis mit 173
nicht automatisch bei Matrix-Messmodus (im PRINT ausdrucken.
BLOCK-RES ausge- Matrix-Messmodus wird
druckt Blockergebnis nicht au-
tomatisch ausgedruckt).
Drucker druckt nicht Drucker ausgeschaltet. Drucker einschalten. --
Druckerakku entladen Druckerakku laden oder --
und Drucker ist nicht am Drucker ans Netz an-
Netz angeschlossen. schließen.
Drucker nicht am Gerät Drucker ans Gerät an- 171
angeschlossen. schließen.
Falsche Druckereinstel- Passenden Drucker in 171
lung in den Servicefunk- der Servicefunktion aus-
tionen des Geräts. wählen.
Falsches USB-Kabel ver- Richtiges USB-Kabel --
wendet. verwenden.
Drucker oder USB-Ka- Intakten Drucker und in- --
bel defekt. taktes USB-Kabel ver-
wenden.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 201


13.2 Meldungen in der Anzeige
Funktionsstörungen und Meldungen

Die Fehlermeldungen (E***) und Warnmeldungen (W***), die beim Betrieb


des Messgeräts auftreten können, sind in der Übersicht auf den folgenden
Seiten enthalten.

Störung/Meldung Ursache Behebung ab


Seite

Messwert kann nicht Messung korrekt durch- 36


---- dargestellt werden (da führen (z. B. Sonde
der Wert größer als nicht vor oder nach der
9999 oder kleiner als Messung über dem Prüf-
- 9999 ist) teil schweben lassen;
Ursache: Messung nicht Mindest-Abhebeab-
korrekt durchgeführt. stand einhalten!)

Ursache: Wirbelstrom- Normierung fortsetzen. 68


sonde, die momentan
auf nicht ferromagneti-
schem Grundwerkstoff
normiert wird, wurde zu-
vor auf ferromagneti-
schem Grundwerkstoff
normiert.

Gerät ist nicht messbe- Normierung mit ZERO 68


reit. starten und durchfüh-
Ursache: Neuinitialisie- ren.
rung wurde durchge-
führt.
Apllikation wurde ge-
löscht und anschließend
ausgeschaltet.

Histogramm wird nicht Mehr als 9 Messwerte 103


E 000 ausgedruckt, da in der aufnehmen.
aktuellen Applikation
Zu wenig
weniger als 10 Mess-
Messwerte !
werte gespeichert sind.

Seite 202 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Geräteinterner Fehler. Gerät aus- und wieder 30


E 001 einschalten.
Bei wiederholtem Auf-
Mathematik-
Fehler ! treten dieses Fehlers:
Kundendienst benach-
richtigen.

Interner Gerätespeicher Löschen der in den Ap- 118


E 004 ist voll. plikationen gespeicher-
ten Messwerte oder
Speicher ist Löschen einer komplet-
voll !
ten Applikation.

Die Berechnung der Ka- Kalibrierung auf Schicht 79


E 005 librierung auf Schicht mit geeignetem Kalibri-
kann vom Gerät nicht ernormal durchführen
BASE-Ermittlung
durchgeführt werden, (verwendetes Kalibrier-
nicht möglich !
da das verwendete Kali- normal sollte eine Dicke
briernormal eine zu ge- von mindestens 50 %
ringe Dicke hat. der Schichtdicke des
beschichteten Prüfteils,
das zur Kalibrierung
auf Schicht verwendet
wird, aufweisen).

Messwert kann nicht an- Messung auf Prüfteil mit --


E 006 gezeigt werden, da er für die angeschlossene
außerhalb des Messbe- Sonde messbarer
Messwert nicht in
reiches der Sonde liegt. Schicht durchführen
Messbereich !
Ursache: Schicht zu oder andere Sonde ver-
dick. wenden.
Ursache: Messung nicht Messung korrekt durch- 36
korrekt durchgeführt. führen (z. B. Sonde
nicht vor oder nach der
Messung über dem Prüf-
teil schweben lassen;
Mindest-Abhebeab-
stand einhalten!)

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 203


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Ursache: Messung mit Normierung mit Wirbel- 68


Wirbelstromsonde auf stromsonde auf nicht
nicht ferromagneti- ferromagnetischem
schem Grundwerkstoff Grundwerkstoff durch-
nach Normierung auf führen und Messung
ferromagnetischem wiederholen.
Grundwerkstoff.
Ursache: Bei der Mes- Sonde aufsetzen und 119
sung mit “freilaufender” dann ENTER drücken,
Anzeige bei abgehobe- um Messwertübernah-
ner Sonde ENTER ge- me auszulösen.
drückt.

Ausreißer bei Normie- Kalibrierschritt wieder- 36


E 007 rung oder Kalibrierung holen und dabei Mes-
festgestellt. sungen korrekt
Meßr. ungültig !
Ausreißer ! Ursache: Messung auf durchführen (z. B. Son-
Kalibriernormal nicht de nicht vor oder nach
korrekt durchgeführt. der Messung über dem
Normal schweben las-
sen; Mindest-Abhebe-
abstand einhalten!)
Ursache: Messung auf Kalibrierschritt wieder- 72
falschem Kalibriernor- holen und dabei Mes-
mal durchgeführt (z. B. sungen auf richtigem
eine Messung auf unbe- Normal durchführen.
schichtetem Grundwerk-
stoff anstatt auf
Normal).

Ungeeignete/nicht un- Geeignete Sonde an- 27


E 010 terstützte Sonde ange- schließen.
schlossen
Meßprinzip
nicht möglich ! (Messverfahren der an-
geschlossenen Sonde
passt nicht zum Gerät).
Sonde defekt. Intakte Sonde anschlie- 27
ßen.

Seite 204 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Korrekturkalibrierung Korrekturkalibrierung 72
E 011 kann nicht abgeschlos- wiederholen und dabei
sen werden. Messungen korrekt
Meßwert nicht in
Intervall ! Ursache: Messung nicht durchführen(z. B. Son-
korrekt durchgeführt. de nicht vor oder nach
der Messung über dem
Normal schweben las-
sen; Mindest-Abhebe-
abstand einhalten!)
Ursache: Kalibriernor- Korrekturkalibrierung 72
male verwendet, die mit richtigen und intak-
nicht die erforderliche ten Kalibriernormalen
Schichtdicke aufweisen wiederholen.
oder defekt sind.
Ursache: Normierung Korrekturkalibrierung 68
auf Kalibriernormal statt wiederholen und dabei
auf unbeschichtetem Normierung auf unbe-
Prüfteil durchgeführt. schichtetem Prüfteil
durchführen.

Kalibriernormale bei der Korrekturkalibrierung 72


E 012 Korrekturkalibrierung in wiederholen und dabei
Reihenfolge der
falscher Reihenfolge ge- Normale in richtiger
Std. ungültig ! messen (Normal 1 mit Reihenfolge messen.
Normal 2 vertauscht)
und
Foliendicke nicht mit
Pfeiltasten entsprechend
angepasst.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 205


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Masterkalibrierung kann Masterkalibrierung wie- 85


E 013 nicht abgeschlossen derholen und dabei
werden. Messungen korrekt
Zählrate nicht in
Intervall !
Ursache: Messung nicht durchführen (z. B. Son-
korrekt durchgeführt. de nicht vor oder nach
der Messung über dem
Normal schweben las-
sen; Mindest-Abhebe-
abstand einhalten!)
Ursache: Kalibriernor- Masterkalibrierung mit 85
male verwendet, die richtigen und intakten
nicht die erforderliche Normalen wiederholen.
Schichtdicke aufweisen
oder defekt sind.
Ursache: Normierung Masterkalibrierung wie- 68
auf Kalibriernormal statt derholen und dabei 85
auf unbeschichtetem Normierung auf unbe-
Prüfteil durchgeführt. schichtetem Prüfteil
durchführen.

Geräteinterner Fehler: Masterkalibrierung wie- 85


E 014 Koeffizienten der Mas- derholen.
Kennlinie nicht
terkennlinie können Bei wiederholtem Auf-
berechnet ! nicht berechnet werden treten dieses Fehlers:
(ursprüngliche Master- Kundendienst benach-
kennlinie wird beibehal- richtigen.
ten).

Masterkennlinie kann Sonde richtig einste- 27


E 015 nicht gespeichert wer- cken, festschrauben und
den. Masterkalibrierung wie-
Masterkal. nicht
gespeichert ! Ursache: Sonde nicht derholen.
richtig eingesteckt und
festgeschraubt.
Ursache: Sonde defekt Intakte Sonde anschlie- 27
ßen und ggf. Masterka- 85
librierung wiederholen.

Seite 206 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Die gespeicherten Foli- Masterkalibrierung wie- 85


E 016 endicken stimmen nicht derholen und dabei
mit den gemessenen Normale in richtiger
Std. und Messung
verschieden !
Normalen überein. Reihenfolge messen.
Ursache: Kalibriernor-
male bei der Masterkali-
brierung in falscher
Reihenfolge gemessen
(z. B. Normal 1 mit Nor-
mal 2 vertauscht) und
Foliendicke nicht mit
Pfeiltasten entsprechend
angepasst.

Beim Messen mit festen Weitere Messwerte auf- 133


E 017 Blockgrenzen kann das nehmen, bis der erste
Endergebnis nicht gebil- Block abgeschlossen
Zu wenig
Meßwerte ! det werden, wenn der wird und dann Ender-
erste Block der ausge- gebnis erneut bilden.
werteten Applikation
nicht abgeschlossen ist.

Korrekturkalibrierung ist Sollwert für Foliendicke 72


E 021 mit eingestellter Foliendi- des verwendeten Kali-
Standard
cke nicht möglich (weil briernormals einstellen
ungültig ! z. B. [Normal 2: 0] ein- und Korrekturkalibrie-
gestellt wurde). rung fortsetzen.

Keine Sonde ange- Sonde anschließen. 27


E 022 schlossen.
Sonde fehlt ! Sonde ist nicht korrekt Sonde korrekt anschlie- 27
angeschlossen. ßen.
Sonde defekt. Intakte Sonde verwen- 27
den.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 207


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Beim Überschreiben ei- Beim Überschreiben 118


E 023 ner Applikation können der Applikation Mess-
die Messwerte nur bei- werte löschen oder
Meßprinzip
unterschiedlich !
behalten werden, wenn neue Applikation mit
die angeschlossene Son- der angeschlossenen
de das gleiche Messver- Sonde anlegen.
fahren hat wie die
Sonde, mit der die Ap-
plikation angelegt wur-
de.

Der nächste Messwert Mit BLOCK-RES und 133


E 024 kann nicht mehr in die- Pfeiltasten Block wech-
sem Block gespeichert seln.
Block ist
werden, da der Block
voll !
voll ist (tritt nur im Mat-
rix-Messmodus auf).

Geräteinterner Fehler. Fehlerhafte Applikation 118


E 025 löschen und Messwerte 148
Applikation
über die Schnittstelle
fehlerhaft ! ausgeben.

([Appl. löschen? Ja: DEL


N.:ENTER]: DEL um Ap-
plikation zu löschen,
[Auf Schnittst.?
Ja: DEL N.:ENTER],
DEL um Messwerte die-
ser Applikation über
Schnittstelle auf Dru-
cker oder PC auszuge-
ben.)

Falls dieser Fehler wie-


derholt auftritt: Kunden-
dienst benachrichtigen.

Seite 208 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Kalibrierung auf Schicht Geeignete Sonde an- 79


E 026 ist mit der angeschlosse- schließen und Kalibrie-
nen Sonde nicht möglich rung auf Schicht
Kal. auf Schicht
nicht möglich !
(nur mit magnetindukti- durchführen.
ven Sonden oder dem
magnetinduktiven Kanal
von Dualsonden kann ei-
ne Kalibrierung auf
Schicht durchgeführt
werden).

Messwert kann nicht be- Normierung oder Kor- 68


E 029 rechnet werden, da mit rekturkalibrierung mit 72
der angeschlossenen der angeschlossenen
Normierung oder
Sonde nach Aktivieren Sonde durchführen.
Kalibrierung fehlt !
der Verkettung noch kei-
ne Normierung oder
Korrekturkalibrierung
durchgeführt wurde.

Sondeninhalt stimmt Kundendienst benach- --


E 030 nicht mit Prüfwert über- richtigen.
ein.
Sonde ist
defekt !

Zu hohe Stromaufnahme Angeschlossenes USB- --


E 031 eines angschlossenen Gerät prüfen bzw.
USB-Gerätes (max. 100 wechseln.
USB überlastet !
mA erlaubt).

Die Messelektronik wur- Kundendienst benach- --


E 032 de nicht richtig abgegli- richtigen.
chen. Dies hat zur
Messelektr. nicht
abgeglichen !
Folge, dass Messwerte
evtl. nicht korrekt sind.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 209


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Interner Schreib-/Lese- Kundendienst benach- --


E 033 fehler. richtigen.
Gerät defekt !

Die Sonde enthält ein Software-Update durch- --


E 034 unbekanntes Datenfor- führen.
Falsches mat.
Sondenformat !

Es kann kein Messwert Normierung durchfüh- 68


E 035 berechnet werden, da ren.
auf dem aktuellen
Bitte Normierung
durchführen !
Grundwerkstoff in dieser
Applikation noch keine
Normierung druchge-
führt wurde.

Interner Gerätefehler. Kundendienst benach- --


E 999 richtigen.
Systemfehler !!!

Ein weiterer Block kann Löschen der in den Ap- 118


W 000 nicht gebildet werden, plikationen gespeicher- 118
Blockspeicher da die maximale Anzahl ten Messwerte oder
voll ! von 4.000 Blöcken er- Löschen einer komplet-
reicht ist. ten Applikation.

Seite 210 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Funktionsstörungen und Meldungen
Störung/Meldung Ursache Behebung ab
Seite

Drucker aus- bzw. off- Drucker ein- bzw. on- --


W 001 line geschaltet. line schalten und Druck-
vorgang erneut starten.
Drucker
nicht bereit ! Drucker nicht an Gerät Drucker anschließen 171
angeschlossen. und Druckvorgang er-
neut starten.
Falsche Druckereinstel- Druckereinstellung in 171
lung in Servicefunktion. Servicefunktion korri-
gieren und Druckvor-
gang erneut starten.

Gerät hat fehlerhafte -- --


W 003 Einstellung automatisch
korrigiert.
Einstellung
korrigiert !

Ein Vorgang wurde ab- Ggf. Vorgang wieder- --


W 004 gebrochen (z. B. Korrek- holen.
turkalibrierung mit
Vorgang
abgebrochen !
ENTER abgebrochen).

Zweipunkt-Korrekturkali- Korrekturkalibrierung 72
W 005 brierung mit Kalibrier- mit geeigneten Kalibri-
1-Punkt
normalen durchgeführt, ernormalen wiederho-
Kalibrierung ! deren Schichtdicken len.
nicht weit genug ausein- Die Differenz der nor-
ander liegen (wird als mierten Zählraten Xn
Einpunkt-Kalibrierung der beiden Kalibriernor-
übernommen). male muss größer als
0,1 sein:
Xn Kalibriernormal 2
- Xn Kalibriernormal 1
 Xn > 0,1

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 211


14 Glossar
Glossar

Fachbegriffe und Formeln

Abgleich Kalibrierung

Applikation
Messaufgabe des Anwenders.
Applikation wird der Messgerätespeicher genannt, in dem die Koeffizienten
aus der Korrekturkalibrierung/Normierung (Abgleich des Messsystems auf
das Messobjekt / Schicht- / Grundwerkstoffabgleich, Systemabgleich), die
Parametereinstellungen und die Messwerte für eine bestimmte Messaufgabe
des Anwenders gespeichert sind.

Applikationsauswahl
Menüseite(n) im Messgerät, auf der alle bisher angelegten Applikationen
aufgelistet sind. Applikationsauswahl mit Taste APPL No.

Applikationsspeicher
Messgerätespeicher, beinhaltet alle für eine Messaufgabe relevanten Daten
und die Messwerte.

Ausreißer
Messwerte, die wesentlich kleiner oder größer als die übrigen Messwerte
der Messreihe sind und deshalb als unerwartet und unannehmbar betrachtet
werden können.

Ausreißerkontrolle
Wird eingesetzt, wenn die Verfälschung des Messergebnisses durch Ausrei-
ßer verhindert werden soll. Die Ausreißerkontrolle kann nach dem Grubbs-
Test oder der Sigma-Ausreißerkontrolle (Vorgabe einer bekannten Streuung)
durchgeführt werden. Messwerte, die bei der Ausreißerkontrolle als Ausrei-
ßer erkannt wurden, werden nicht in die statistische Auswertung einbezo-
gen.

Auswertung
Berechnung von statistischen Größen wie z. B. Mittelwert, Standardabwei-
chung usw. sowie die grafische Darstellung der Messwerte in z. B. einem
Summenhäufigkeitsnetz.

Auswertungsmenü
Auswahlmenü zur Auswertung und Darstellung der Messwerte sowie zur
Ausgabe der Messwerte, Auswertungen und Darstellungen über die USB-
Schnittstelle, auf einen USB-Stick oder auf einen Drucker. Aufruf des Auswer-
tungsmenüs mit Taste FINAL RES.

Seite 212 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Automatische Blockbildung

Glossar
Nach einer vorgegebenen Anzahl von Messungen erfolgt jeweils automa-
tisch ein Blockabschluss. In der statistischen Auswertung werden statt der Ein-
zelwerte die Blockmittelwerte verwendet.

Baud
Einheit für die Geschwindigkeit, mit der Informationen (Daten) übertragen
werden können. 1 Baud entspricht einer Übertragungsrate von einem Bit pro
Sekunde.

Baudrate
Übertragungsrate. Wird vorwiegend im Zusammenhang mit Terminalpro-
grammen in der Datenübertragung verwendet. Da hier die Daten über eine
serielle Schnittstelle übertragen werden, wird mit Bit pro Sekunde gerechnet.

Bidirektionaler Datenaustausch
Daten können von beiden Teilnehmern gesendet und empfangen werden
(beispielsweise vom Messgerät zum PC und vom PC zum Messgerät).

Bit
(Binary Digit), Binärziffer. 1 Bit ist die kleinste Darstellungseinheit im binären
Zahlensystem. Der Wert eines Bits kann entweder 0 oder 1 sein. Das Bit als
kleinste Informationseinheit im Computer bildet die Grundlage jedes Com-
putersystems. 8 Bit werden zu einem Byte zusammengefasst und mehrere By-
tes zu einem Wort.

Block
Gruppierung von Messwerten. Mehrere Messwerte werden in einem Block
zusammengefasst. Das Blockende (Blockabschluss) wird im Display mit ei-
nem Schlüsselsymbol angezeigt.

Blockabschluss
Kennzeichnung nach n Messwerten. Der Blockabschluss wird in der Regel
im Display mit einem Schlüsselsymbol angezeigt.

Blockergebnis
Statistische Auswertung der Messwerte eines Blocks. Z. B.: Mittelwert, Stan-
dardabweichung, Variationskoeffizient, Spannweite, kleinster, größter
Messwert, Anzahl der Messwerte des Blocks.

Blockgröße
Anzahl der Messwerte, die in einem Block zusammengefasst werden.

Blockmittelwert d. oder , d

Block, offener
Gruppe von Messwerten, für die noch kein Blockabschluss erfolgt ist.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 213


Glossar Carriage Return (CR)
Wagenrücklauf. CR ist ein Zeichen aus dem ASCII-Zeichensatz (ASCII13)
und hat folgende Funktion: beim Eingeben von Daten oder Befehlen wird die
Zeile, in der momentan gearbeitet wird, durch Drücken der CR-Taste (Enter-
oder Return-Taste auf der PC-Tastatur) abgeschlossen und die eingegebene
Information entsprechend verarbeitet. Der Cursor wird wieder an den Zei-
lenanfang gesetzt. CR wird meistens zusammen mit dem Zeichen LF (Line
Feed) eingesetzt, um die nächste Zeile am Zeilenanfang zu beginnen.

Chi-Quadrat-Test
Statistisch-mathematisches Prüfverfahren zur Feststellung einer vorliegenden
Normalverteilung der Messwerte (bei mehr als 30 Messwerten).

Cp: Fähigkeitsfaktoren

Cpk: Fähigkeitsfaktoren

CR: Carriage Return (CR)

Cu
Kupfer
S1

d. oder d
Arithmetischer Mittelwert der Einzelmesswerte, arithmetischer Mittelwert (d.,
d ) genannt. Der arithmetische Mittelwert d. ist die Aufsummierung aller Ein-
zelmesswerte di einer Messreihe (eines Blocks), geteilt durch die Anzahl der
Messungen.
d. Mittelwert (Blockmittelwert)
d 1 + d 2 + d 3 + ... + d n

- = 1--- 
n
d . = ---------------------------------------------------- d n Anzahl der Messwerte (eines
n n i=1 i
Blocks)
di Einzelmesswerte (eines Blocks)

d..
Mittelwert der Blockmittelwerte der ausgewählten Blöcke. Analog zum arith-
metischen Mittelwert (d.) werden hier die Blockmittelwerte aufsummiert und
durch die Anzahl der ausgewerteten Blöcke nBl dividiert.


1 n Bl
-
d .. = ------ d .i
n Bl d.. Mittelwert der Blockmittelwerte
i=1
nBl Anzahl der Blöcke
d.i Blockmittelwerte

Seite 214 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Differenz

Glossar
Messabweichung zum Sollwert (= Referenzwert) des Kalibriernormals. Para-
meter im Überprüfungsergebnis der Gerätefunktion "Kalibrierung überprü-
fen"
Betrag der Differenz zwischen dem arithmetischen Mittelwert xm aus der
Kontrollmessung und dem Sollwert xr (= Referenzwert) des Kalibriernormals,
auf dem gemessen wurde. Ixm - xrI, die Angabe gilt nur für die geöffnete Ap-
plikationsdatei, für die die Überprüfung durchgeführt wurde.

DUALSCOPE®
Geschützter Markenname der Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik
und Messtechnik Institut für Elektronik und Messtechnik für das Messgerät.

E-Wert siehe Testwert E


Einstellnormal Kalibrierstandard

Einzelmesswert
Messwert, der nach einmaligem Messen an der Messstelle ermittelt und an-
gezeigt bzw. ausgedruckt wird.

Endergebnis
Auswertung aller Messwerte oder von ausgewählten Blöcken einer
Applikation (Messaufgabenspeicher).

Externstart
Auslösen der Messwertübernahme durch Drücken der Taste . Nur möglich,
sofern die Funktion Externstart im Gerät aktiviert ist.

Exzess Wölbung

Fähigkeitsfaktoren
Die Prozessfähigkeit wird mit den Faktoren Cp und Cpk beurteilt.
Der Fähigkeitsfaktor Cp ist ein Maß für die Streuung eines Prozesses sowie
für dessen Fähigkeit, Teile gemäß Spezifikation fortwährend herzustellen.
Der Fähigkeitsfaktor Cpk berücksichtigt die Lage des Mittelwertes zu den To-
leranzgrenzen.
 OGW – d .. d .. – UGW- 
Cp = OGW – UGW-
----------------------------------- und Cpk =  ---------------------------
- ; --------------------------- 
6  ̂  3  ̂ 3  ̂ 

d..: Mittelwert der Gruppenmittelwerte



1 -  n Bl s 2
̂ : Schätzwert für die theoretische Standardabweichung ̂ = ------
nBl: Anzahl der Blöcke n Bl i = 1 i
si: Standardabweichungen der einzelnen Blöcke
OGW: oberer Grenzwert
UGW: unterer Grenzwert

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 215


Glossar Fe
Magnetisierbares Material aus Stahl oder Eisen.

Fehlertrompete Vertrauensgrenzen

Freilauf
Kontinuierliche Messwertanzeige bei aufgesetzter Sonde. Einschalten des
Freilaufs mit Taste .

Gaußsche Normalverteilung Normalverteilung

Gaußsches Wahrscheinlichkeitsnetz Summenhäufigkeitsnetz

Gauß-Verteilung Normalverteilung

Genauigkeit
Qualitative Bezeichnung für das Ausmaß der Annäherung der Messergeb-
nisse an den wahren Wert. Die Genauigkeit wird üblicherweise unterteilt in
Richtigkeit und Präzision.

Glockenkurve Normalverteilung

Grenzwerte
Der obere Grenzwert (OGW) ist der größte Messwert, der untere Grenzwert
(UGW) ist der kleinste Messwert, der an der Messstelle erlaubt ist.

Größter Wert
Größter gemessener Wert einer Messreihe.

Grubbs-Test
Methode für die Ausreißerkontrolle. Verfahren von Grubbs, mit dem geprüft
wird, ob der größte bzw. der kleinste Einzelmesswert als Ausreißer angese-
hen werden kann.

Grundgesamtheit
Alle zu messenden Teile bzw. Messobjekte. In der Praxis z. B. alle Teile einer
Fertigungseinheit, Charge usw.

Gruppenseparator
Kennzeichnung des Blockabschlusses, der mit den Messdaten an den PC
übertragen werden kann. Standardmäßig ASCII-Zeichen 29.

GUM
Kurzform für den Leitfaden ISO/IEC Guide 98-3, "Guide to Expression of
Uncertainty in Measurement", in deutsch: "Leitfaden zur Angabe der Unsi-
cherheit beim Messen".

Seite 216 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Häufigkeitsverteilung Histogramm

Glossar
Histogramm
Grafische Darstellung aller Messwerte einer Applikation (Messaufgaben-
speicher) nach ihren Anteilen an Klassen (z. B. Schichtdickenbereiche), bei
der die Klassenhäufigkeiten durch Rechtecksinhalte veranschaulicht werden.
Die Klassenbreiten sollten gleich groß sein. Die Aussagefähigkeit statisti-
scher Ergebnisse hängt unter anderem von der Kurvenform dieser Verteilung
ab.

Interface Schnittstelle (Interface),

Iso
Isoliermaterial, elektrisch nicht leitend, nicht magnetisierbar.

Kalibrierkurve
(Kennlinie, Masterkennlinie) Quantitativer Zusammenhang zwischen dem
Messsignal der Sonde und einem Maßstab für die Schichtdicke, der durch
Kalibrierstandards repräsentiert wird.
log d
Die Schichtdicke d wird in Abhängigkeit von
der normierten Zählrate Xn als Kalibrierkurve
dargestellt. Der mittlere Teil der Kalibrier-
kurve bildet annähernd eine Gerade und
stellt den Bereich mit dem kleinsten relativen
Messfehler dar.

Xn
0 1
Solange noch keine Normierung (Schicht-/Grundwerkstoffabgleich, Mess-
systemabgleich) oder Korrekturkalibrierung (Abgleich des Messsystems auf
das Messobjekt) durchgeführt wurde, ist die Kalibrierkurve identisch mit der
Masterkennlinie. Bei einer Normierung oder Korrekturkalibrierung wird die
Kalibrierkurve an die individuelle Messaufgabe angepasst. Die Koeffizienten
der Normierung oder Korrekturkalibrierung werden in der aktiven Applikati-
on (Messaufgabenspeicher) gespeichert.

Kalibrierung
Die Bezeichnung Kalibrierung wird in dieser Bedienungsanleitung als über-
greifender Begriff für die Justage und Kalibrierung verwendet: Abgleich des
Messgeräts mit Kalibrierstandards zur Anpassung des Messsystems (Mess-
gerät und Sonde) auf die Messaufgabe.

Kalibrierstandard
(Kalibriernormale, Einstellnormale) Objekt möglichst gleicher Beschaffenheit
wie das Messobjekt, dass sich nur in der Schichtdicke unterscheidet und des-

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 217


Glossar sen Schichtdicke mit einem möglichst genauen Messverfahren bestimmt wur-
de.Kann auch einen Folie sein.

Kalibriernormale Kalibrierstandard

Kennlinie Kalibrierkurve

Klasse
Bereich zwischen einer unteren und einer oberen Klassengrenze (Grenzwer-
te). Die Messwerte einer Messreihe lassen sich alle in solche Klassen einord-
nen, wenn diese lückenlos den Messbereich überdecken. Die Klasseninhalte
(Häufigkeit oder Anzahl der Messwerte je Klasse) aufgetragen über den
Klassen nennt man Histogramm.

Kleinster Wert
Kleinster gemessener Wert einer Messreihe.

Kolmogoroff-Smirnoff-Test
Statistisch-mathematisches Prüfverfahren zur Feststellung einer vorliegenden
Normalverteilung der Messwerte (für 5 bis 30 Messwerte).

Kontrolle
Ein wesentlicher Bestandteil der Messmittelüberwachung. Sie erfolgt mittels
Kalibrierstandards oder besser noch mit Vergleichsproben und dient zur
Überprüfung der Kalibrierung und zur Sicherung der Messstabilität.

Korrekturkalibrierung
Einpunkt- oder Zweipunkt-Kalibrierung. Abgleich des Messgeräts mit 1 oder
2 Kalibrierstandards. Die Korrekturkalibrierung umfasst das Kalibrieren und
Justieren.
Bei der Korrekturkalibrierung wird die Masterkennlinie (Kalibrierkurve) an
die individuelle Messaufgabe angepasst. Die dabei erhaltenen Koeffizien-
ten werden in der aktiven Applikation (Messaufgabenspeicher) gespeichert.
Die Masterkennlien selbst bleibt davon unberührt.

Kurtosis Wölbung

LF Line Feed

Seite 218 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Line Feed

Glossar
(LF) Zeilenvorschub. Vorrücken des Papiers eines Druckers um eine Zeile.
Wird meistens zusammen mit dem Zeichen CR (Carriage Return) eingesetzt,
um die nächste Zeile am Zeilenanfang zu beginnen.

Magnetinduktive Messmethode (DIN EN ISO 2178, ASTM D7091)


Berührendes Messverfahren. Durch den Erregerstrom wird ein niederfre-
quentes Magnetfeld erzeugt, dessen Stärke vom Abstand zwischen Mess-
sonde und Grundwerkstoff abhängt. Mittels Messspule wird das Magnetfeld
erfasst. Das erhaltene Messsignal wird im Messgerät über die Sondenkenn-
linie in den Schichtdickenwert umgewandelt.
Erreger-
strom
I~ Weicheisenkern der Sonde
Niederfrequentes magnetisches
Wechselfeld
U = f(d)
Messsignal
Schichtmaterial

eisenhaltiger Grundwerkstoff

Prinzipelle Funktionsweise der magnetinduktiven Messmethode

Maßeinheit
Einheit, in der die Anzeige des Messwertes erfolgt. In der Schichtdickenmes-
sung sind µm und mils gebräuchlich. 100 µm = 3.9 mils.

Masterkennlinie
(Sondenkennlinie) Urkennlinie des Messsystems. Die Masterkennlinie ist die
Grundlage zur Ermittlung der Messwerte, da sie die Abhängigkeit zwischen
Sondensignal und Schichtdicke wiedergibt. Die Koeffizienten der Master-
kennlinie sind im Sondenstecker gespeichert.

Max
Größter Messwert einer Messreihe.

Maximum Max

Messen
Messen heißt vergleichen!
Verglichen wird das Sondensignal an der Messtelle mit dem Sondensignal
am Kalibrierstandard. Das Messgerät setzt das Sondensignal über die
Kalibrierkurve in das Messergebnis um, und zwar in der eingestellten Maß-
einheit.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 219


Glossar Messaufgabe
Eigenschaften des Messobjekts bezüglich Messgröße, Material, geome-
trische Abmessungen, Permeabilität usw. Danach richtet sich die Auswahl
des Messverfahrens, der Messwertdarstellung, der Sonde und des Messge-
rätes.

Messbereich
Bereich zwischen zwei Grenzwerten, innerhalb derer eine Messung mit der
spezifizierten Richtigkeit und Präzision durchführbar ist. Im engeren Sinne ist
damit die Spanne der Skala eines Analogmessgerätes gemeint. Der Mess-
bereich ist vom Messverfahren, der Bauart der Sonde und auch von der
Messaufgabe abhängig.

Messfehler
Unterschied zwischen dem eigentlichen und dem gemessenen Wert einer
Größe. Bei Messgeräten ist zwischen zufälligen (unvorhersehbaren) und sys-
tematischen (korrigierbaren) Messfehlern zu unterscheiden. Die zufälligen
Messfehler bestimmen die Wiederholpräzision. Die systematischen Messfeh-
ler beeinflussen die Richtigkeit und die Vergleichspräzision. In der Praxis
überwiegen die systematischen Messfehler bei weitem. Systematische Mess-
fehler lassen sich auf 1. fehlerhafte Kalibrierung, 2. Bedienungs- oder per-
sonenbezogene Fehler und 3. Abweichungen der Messbedingungen (Inho-
mogenität, Instabilität, Alterung des Materials usw.) zurückführen. Sie
wirken sich meist in eine Richtung aus. Die Einflüsse 1. und 2. lassen sich
durch entsprechende Handhabung vermeiden oder korrigieren oder im Er-
gebnis berücksichtigen.

Messgenauigkeit Genauigkeit

Messgerätespeicher Applikation

Messmittelüberwachung
Eine Aufgabe der Qualitätssicherung. Sie besteht darin, sich nach festgeleg-
ten Zeitintervallen zu vergewissern, ob das Messmittel (Messgerät, Sonde))
noch richtig arbeitet und korrekt kalibriert ist und gegebenenfalls geeignete
Maßnahmen zu ergreifen (Messgerät neu kalibrieren bzw. reparieren...).
Kontrolle

Messmodus
In diesem Zustand kann das Messgerät Messwerte aufnehmen und anzei-
gen. Die Darstellung im Display erfolgt entsprechend der eingestellten Mess-
wertdarstellung.

Messobjekt
Gegenstand, auf dessen Oberfläche Messungen durchgeführt werden, um
die Schichtdicke zu bestimmen.

Seite 220 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Messreihe

Glossar
Folge von Einzelmesswerten zwischen zwei Block- oder Endergebnissen.

Messsonde Sonde

Messstelle
Eine begrenzte und klar definierte Stelle innerhalb der Referenzfläche des
Messobjekts, an der die Schichtdicke bestimmt werden soll.

Messunsicherheit u

Messverfahren
Vorgehensweise und Verfahren, um vom Messobjekt Informationen über sei-
ne Eigenschaften zu gewinnen. Das Messverfahren beruht auf naturwissen-
schaftlichen Erkenntnissen und richtet sich nach der Messaufgabe.

Messwert
Zahlenmäßiger Ablesewert eines Messgeräts, ergänzt um die Maßeinheit.
Der Messwert kann aus dem Ergebnis einer Einzelmessung oder als arithme-
tischer Mittelwert der Ergebnisse mehrerer Einzelmessungen (wie z. B. beim
gemittelten Anzeigenwert (i Einzelwerte)) gewonnen werden.

Messwertdarstellung
Art und Weise der Darstellung und Auswertung von Messwerten.

Min
Kleinster Messwert einer Messreihe.

Minimum Min

Mittelwert d. oder d

Mittelwert der Blockmittelwerte d..

Mittlere Spannweite R.

NE-Metalle
Nicht eisenhaltige, nicht magnetisierbare Metalle.

NF
Nicht magnetisierbares Material.

Ni
Nickel

Normal Kalibrierstandard

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 221


Glossar Normalverteilung
Gaußsche Normalverteilung, Gauß-Verteilung, Glockenkurve.
Wahrscheinlichkeitsverteilung, die 1794 von C. F. Gauß gefunden wurde.
Wenn eine Größe X normalverteilt ist, dann liegen 68,3 % der beobachte-
ten Werte von X im Intervall der Streuung , um den Mittelwert  der Größe
X. D. h., für 68,3 % der beobachteten Werte gilt  –   X   +  . Dieses In-
tervall ist in folgender Abbildung durch die grauen Flächen unterhalb der
Kurve gekennzeichnet.

Wahrscheinlichkeits-
Wahrscheinlichkeit P(X)

verteilung P(X) einer


normalverteilten Größe
X.

-  + X

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung P(X) ist symmetrisch um den Mittelwert 


der normalverteilten Größe X. Schiefe und Wölbung sind bei der Normal-
verteilung gleich Null.
Häufig sind die in der Technik untersuchten Grundgesamtheiten ungefähr
normalverteilt. Von großer Bedeutung ist jedoch folgender Sachverhalt:
Wenn aus einer beliebigen Grundgesamtheit mehrere Stichproben gleichen
Umfangs gezogen werden (Blöcke) und ihre Mittelwerte (Blockmittelwerte)
ermittelt werden, dann sind diese Mittelwerte normalverteilt (Zentraler Gren-
zwertsatz).
Der Mittelwert dieser Stichprobenmittelwerte (Blockmittelwerte) ist ein
Schätzwert ( ̂ = d.) für den Mittelwert  der Grundgesamtheit. Auf Grund
der Normalverteilung lässt sich mit Hilfe der Standardabweichung der Stich-
probenmittelwerte die Messunsicherheit u berechnen.
Ob eine Größe normalverteilt ist, kann im Summenhäufigkeitsnetz festge-
stellt werden, wo sich eine Normalverteilung als Gerade darstellt.
Die Prüfung, ob die vorliegenden Messwerte (Stichproben) einer Normalver-
teilung entsprechen, wird im Messgerät mit dem Kolmogoroff-Smirnoff-Test
(bis 30 Messwerte) und dem Chi-Quadrat-Test (ab 30 Messwerte) durchge-
führt.

Normierte Zählrate Zählrate

Normierung
Einstellung des Messgeräts auf die Materialeigenschaften des Schicht- und/

Seite 222 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


oder Grundwerkstoffs (sondenabhängig). Mit einer Normierung wird quasi

Glossar
der Nullpunkt bzw. Endwert festgelegt. Auf Grund der elektrischen Leitfähig-
keit und Permeabilität der Messobjektwerkstoffe ist eine Normierung für eine
richtige Messung unbedingt erforderlich. Die Koeffizienten der angepassten
Kalibrierkurve werden in der aktiven Applikation (Messaufgabenspeicher)
gespeichert.

Offline
Zustand eines an das Messgerät angeschlossenen Gerätes (Drucker oder
PC), in dem es keine Daten empfangen kann.

Offener Block
Gruppe von Messwerten, für die noch kein Blockabschluss erfolgt ist.

OGW
Oberer Grenzwert, ist der größte Messwert, der an der Messstelle erlaubt
ist.

Online
Zustand eines an das Messgerät angeschlossenen Gerätes (Drucker oder
PC), in dem es Daten empfangen kann. Das Gerät ist in diesem Zustand be-
triebsbereit.

Parität (Parity)
Ein Verfahren zur Fehlerkontrolle bei der Datenübertragung, bei dem die
Quersumme aller fehlerlos übertragenen Bitgruppen immer gerade (englisch
even) oder ungerade (englisch odd) sein muss. Paritätsbits werden bei der
Datenübertragung an die Datenbits jedes zu übertragenden Zeichens oder
Bytes angeknüpft. Dieses Bit wird in jedem Wort jeweils so gesetzt, dass die
Summe der Einsen des Bytes stets eine gerade oder ungerade Zahl ergibt.
Die entspricht einer geraden oder ungeraden Parität. Welche Parität einge-
halten werden soll, muss vor der Datenübertragung festgelegt werden. Der
Empfänger kann durch eine Überprüfung der Parität feststellen, ob Bit-Über-
tragungsfehler aufgetreten sind.

Präzision
Übereinstimmung zwischen den einzelnen Messergebnissen bei genau fest-
gelegten Versuchsbedingungen; setzt sich zusammen aus Vergleichs-
präzision und Wiederholpräzision.

Prüfteil Messobjekt

Qualitätssicherung
Alle Maßnahmen in einem Betrieb, die damit zu tun haben, dass eine gere-
gelte Fertigung innerhalb der Qualitätsanforderungen stattfinden kann. Ein
Teilaspekt ist die Qualitätsüberwachung, von der wiederum die Schicht-

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 223


Glossar dickenmessung ein Teil ist.

R
Die Spannweite (Range) R ist gleich der Differenz zwischen dem größten
Messwert (Maximum) dmax und dem kleinsten Messwert (Minimum) dmin ei-
ner Messreihe.
R = dmax - dmin

R.
Mittlere Spannweite über alle Block-Spannweiten.
R.: Mittlere Spannweite
R. = ̂  d 2
̂ : Schätzwert der Standardabweichung  der Grundgesamtheit
d2: Faktor, abhängig vom Stichprobenumfang, kann den gängi-
gen Tabellenwerken entnommen werden.

Range R

Referenzfläche
Ein definierter Teilbereich der Messobjektoberfläche mit bekannter Schicht-
dicke.

Richtigkeit
Übereinstimmung zwischen "wahrem" Wert und dem Mittelwert der Messer-
gebnisse, die unter praktischen Gegebenheiten unablässig gewonnen wer-
den. Dabei versteht man unter dem "wahren" Wert einen anhand von ma-
thematisch-theoretischen Ansätzen bekannten Wert. Da solche Werte sehr
selten vorliegen, wird üblicherweise ein aus nationalen oder internationalen
Gebrauchsnormalen abgeleiteter Wert als "richtig" angenommen. Dieser
"richtige" Wert wird oft auch als "wahrer" Wert bezeichnet.

̂ SS
Schätzwert für die Standardabweichung  der Grundgesamtheit. Wird nur
im Endergebnis für Applikationen (Messaufgabenspeicher) ausgegeben, in
denen die automatische Blockbildung eingeschaltet ist.

̂ : Schätzwert der Standardabweichung  der Grundgesamtheit


R.
̂ = ----- R. mittlere Spannweite
d2
d2: Faktor, abhängig vom Stichprobenumfang, kann den gängigen Tabel-
lenwerken entnommen werden.

oder bei vorgegebenen Grenzwerten:

Seite 224 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Glossar
̂ : Schätzwert der Standardabweichung  der Grundgesamt-
̂ = OGW – UGW- heit
-----------------------------------
6  Cp
OGW:oberer Grenzwert
UGW:unterer Grenzwert
Cp: Fähigkeitsfaktor (Standardeinstellung 1,33)

s
Die Standardabweichung s ist ein Maß für die Streuung der einzelnen Mess-
werte einer Messreihe um ihren gemeinsamen Mittelwert. Sie ist gleich der
mittleren quadratischen Abweichung der Einzelmesswerte vom Mittelwert
und wird folgendermaßen berechnet:
s: Standardabweichung

 d.: Mittelwert über alle Einzelmesswerte


1 - n
d . – d i
2
s = -----------
n–1 n: Anzahl der Einzelmesswerte
i=1

di: Einzelmesswerte

Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht, dass zwei sehr unterschiedliche


Messreihen bei gleichem Mittelwert unterschiedliche Standardabweichun-
gen haben können.

Messreihen mit gleichem Mittelwert d. und unterschiedlichen Stan-


dardabweichungen

sa
Streuung der Mittelwerte verschiedener Gruppen („Blöcke” Block), korrigiert
bezüglich der Streuung der Einzelmesswerte. Damit sa berechnet werden
kann, muss die Streuung der Gruppenmittelwerte SII signifikant größer sein,
als die Streuung der Einzelwerte SI innerhalb der Gruppen.
Werden beispielsweise an mehreren Messpunkten jeweils die gleiche An-
zahl an Messungen pro Messpunkt durchgeführt und die Messungen pro
Messpunkt in einer Gruppe (Block) zusammengefasst, dann ist SI ein Maß
für die Messgerätestreuung und sa ist die, um die Messgerätestreuung berei-
nigte, Produktstreuung.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 225


Glossar
F beo – 1
sa = S I  -------------------
-
n Bl

2
S II
- (Varianzanalytische
F beo = -------- Auswertung)
2
SI

sa: korrigierte Streuung der Blockmittelwerte


SI: Streuung der Einzelwerte
SII: Streuung der Gruppenmittelwerte
nBl: Anzahl der Messwertgruppen
Fbeo: Prüfwert zur Entscheidung der Fragestellung

Schätzwert für den Variationskoeffizienten Vˆ VDach

Schätzwert für die Standardabweichung ̂ SS

Schiefe
Maß für die Asymmetrie einer eingipfligen Wahrscheinlichkeitsverteilung
um ihren Mittelwert. Eine positive Schiefe zeigt eine Verteilung an, deren
Gipfel sich mehr zu Werten größer dem Mittelwert hin erstreckt. Eine nega-
tive Schiefe zeigt eine Verteilung an, deren Gipfel sich mehr zu Werten klei-
ner dem Mittelwert hin erstreckt. Bei einer symmetrischen Verteilung ist die
Schiefe gleich Null (Normalverteilung).

Schnittstelle (Interface)
Übergangs- bzw. Verbindungsstelle zwischen Bauteilen, Schaltkreisen oder
Programmen. Über die Schnittstelle erfolgt der Austausch von Daten. Bei se-
riellen Schnittstellen werden die Daten in einzelnen Bits (d. h. ein Bit nach
dem anderen) übertragen, bei parallelen Schnittstellen werden mehrere Bits
gleichzeitig übertragen.

Sigma-Grenzen um Regressionsgerade
Die Sigma-Grenzen um die Regressionsgerade stellen den Vertrauensbe-
reich um die Gerade dar, in dem die Gerade mit einem Vertrauensniveau
von 95 % liegt (der Wert 95 % ist geräteintern im definiert).

Sonde
Messwertaufnehmer, der aufgrund eines bestimmten Messverfahrens ein
elektrisches Signal an das Gerät liefert. Dieses Signal ist proportional der
Schichtdicke und wird im Messgerät gemäß der Masterkennlinie und den
Normier- und Kalibrierkoeffizienten der aktiven Applikation (Messaufgaben-
speicher) in einen entsprechenden Schichtdickenwert umgewandelt. Die
Sonden der Helmut Fischer GmbH Institut für Elektronik und Messtechnik sind

Seite 226 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


alle werkseitig masterkalibriert.

Glossar
Sondenfrequenz
Die Messsonde wird von einem Generator mit einem Wechselstrom be-
stimmter Frequenz gespeist. Die verwendete Frequenz richtet sich nach
Messaufgabe und Sondentyp.

Sondenkennlinie Masterkennlinie

Spannweite R

Standardabweichung s

Startbit
Ein Startbit wird bei der asynchronen seriellen Datenübertragung vor dem
zu übertragenden Datenwort gesendet. Mit dem Übergang von der logi-
schen Eins zur logischen Null des Startbits kann sich der Empfänger auf die
folgenden Datenbits synchronisieren.

Statistik
Ergebnis einer Messreihe, d. h. Zusammenfassung einer großen Zahl von
Einzelmesswerten in einige wenige Kenngrößen (z. B. Mittelwert, Stan-
dardabweichung usw.).

Statistische Auswertung
Berechnungen mit den Messwerten nach statistisch-mathematischen Metho-
den.

Stichprobe
Einige Teile aus der Grundgesamtheit. In der Praxis ein kleiner Teil eines Fer-
tigungsloses, der nach Zufallsregeln der Fertigung entnommen wird und des-
sen Messergebnisse auf das Los (Charge, Fertigungseinheit) hochgerechnet
werden.

Stopbit
Wird bei einer asynchronen seriellen Datenübertragung an das zu übertra-
gende Datenwort angeknüpft. Es werden 1 bis 2 Bit logisch Eins verwendet.
Nach den Stoppbits bleibt der Sender logisch Eins bis zum Startbit des
nächsten Zeichens.

Streuung der Blockmittelwerte sa

Studentfaktor t

Summenhäufigkeit
Die Summenhäufigkeit ist der Teileanteil (in Prozent) dessen Schichtdicke
kleiner oder gleich einem bestimmten Messwert ist. In einem Summenhäufig-

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 227


Glossar keitsnetz kann die Summenhäufigkeit bezogen auf die Schichtdicke abgele-
sen werden. Beispiel: man findet, dass 9 % der Teile eine Schichtdicke klei-
ner oder gleich 39 µm (1.56 mils) aufweisen.

Summenhäufigkeitsnetz
Grafische Darstellungsmethode, die dazu verwendet werden kann, Mess-
werte auf ihre Normalverteilung zu prüfen. Eine Normalverteilung stellt sich
im Summenhäufigkeitsnetz als Gerade dar.

Systematische Messfehler Messfehler

t
Der Studentfaktor t kann den gängigen Tabellenwerken (wie z. B. Graf, Hen-
ning, Stange, Wilrich: Formeln und Tabellen der angewandten mathemati-
schen Statistik; Springer-Verlag) entnommen werden und wird wie folgt an-
gegeben:

t
1 – 
Beispiel: bei einem Vertrauensniveau von 95 % und n > 200 (und so-
--- ; f
 2 mit Freiheitsgrad 199, da f = n - 1) ist der Studentfaktor
t97,5; 199 = 1,96.

Teil Messobjekt

Testwert E
Kennzahl für die Messgenauigkeit/Qualität der Kalibrierungder geöffneten
Applikationsdatei. Dieser Testwert wird in der Funktion Kalibrierung über-
prüfen aus den Messwerten der Kontrollmessung und den Kennwerten des
Kalibriernormals, auf dem die Kontrollmessung durchgeführt wurde, berech-
net. Der Testwert ist das Ergebnis aus dem Verhältnis von Differenz zu
Unsicherheit (k=2).
E  1: Die Messgenauigkeit für die geöffnete Applikationsdatei ist für dieses
Kalibriernormal in Ordnung und kann durch dieses Normal auch nicht wei-
ter verbessert werden. Die Differenz zwischen dem Mittelwert aus der Kont-
rollmessung und dem Sollwert (= Referenzwert) des Kalibriernormals, auf
dem gemessen wurde, kann von der Unsicherheit der Kalibrierung
(Unsicherheit (k=2)) nicht unterschieden werden.
E > 1: Der Mittelwert aus der Kontrollmessung weist eine zu große Abwei-
chung zum Sollwert des Kalibriernormals auf, auf dem gemessen wurde.
Führen Sie eine Korrekturkalibrierung durch, um die Messgenauigkeit für die

Seite 228 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


geöffnete Applikationsdatei zu verbessern.

Glossar
xm – xr
Testwert E = ---------------------------------------------------------------------
-
2 2
 U m  k=2   +  U r  k=2  

s  xm 
U m  k=2  = 2  t  68,27 %, n - 1   -------------
n

T (Gl. 1) oder durch direkte Eingabe für U(k=2)


U r  k=2  = 1 653  -------
3

xm: Arithmetischer Mittelwert aus der Kontrollmessung


xr: Sollwert des Standards, auf dem die Kontrollmessung durchgeführt wurde
Um: Messunsicherheit (k=2) der Kontrollmessung, die auf stochastischen Fehlern beruht
t: Studentfaktor (kann gängigen Tabellenwerken wie z. B. "Formeln und Tabellen der angewand-
ten mathematischen Statistik" von Graf, Henning, Stange und Wilrich entnommen werden). Zum
Beispiel ist bei einem 68,27%tigen Vertrauensniveau (k=1) und n = 10 der
Studentfaktor t68,27; 9 = 1,07.
s: Standardabweichung des Mittelwertes xm aus der Kontrollmessung
n: Anzahl der Kontrollmessungen auf dem Standard
Ur: Vorgegebene Unsicherheit (k=2) des Standards = direkter Eingabewert (U(k=2)) oder bei vor-
gegebener Toleranzangabe erfolgt die Berechnung nach Formel Gl. 1
T: Betrag der vorgegebenen Toleranzangabe des Standards
1,653:Faktor für das Vertrauensniveau von 95.45 % (k=2), der sich aus der Varianz der Rechteckver-
teilung ergibt. Für das Vertrauensniveau von 68,27 % (k=1) ist der Faktor 1.

Toleranzgrenzen Grenzwerte

u
Jedes Messgerät liefert zufällige Messfehler ( Genauigkeit). Der vermut-
lich "wahre" Wert () der Messgröße liegt mit einer bestimmten Wahr-
scheinlichkeit (dem Vertrauensniveau) in einem Intervall um den gemessenen
Mittelwert d. einer Messreihe. Das Intervall wird auch als Vertrauensbereich
bezeichnet. Die Grenzen dieses Intervalls haben den Abstand der Messun-
sicherheit u vom Mittelwert .
d. – u    d. + u

Die Messunsicherheit u berechnet sich bei einer normalverteilten Grundge-


samtheit für ein vorgegebenes Vertrauensniveau (1 - ) nach folgender For-
mel:
 s- t: Studentfaktor (kann gängigen Tabellenwerken wie z. B. "For-
u = t------- meln und Tabellen der angewandten mathematischen Statistik"
n von Graf, Henning, Stange und Wilrich entnommen werden).
Zum Beispiel ist bei einem 95%tigen Vertrauensniveau und n >
200 der Studentfaktor t97,5; 199 = 1,96.
s: Standardabweichung
n: Anzahl der Messungen
Setzt man statt der Standardabweichung den Variationskoeffizienten V in

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 229


Glossar die Formel ein, so erhält man die relative Messunsicherheit urel in %.
tV
u rel = ----------  % 
n

Übertragungsrate Baudrate

UGW
Unterer Grenzwert, ist der kleinste Messwert, der an der Messstelle erlaubt
ist.

Unsicherheit (k=2)
Parameter in der Ergebnisanzeige in der Menüfunktion Kalibrierung über-
prüfen. Er gibt die Unsicherheit der Kalibrierung der geöffneten Applikati-
onsdatei an (Messgenauigkeit der geöffneten Applikationsdatei). Diese kom-
binierte Unsicherheit berücksichtigt die Messunsicherheit (Um) der
Kontrollmessung und die vorgegebene Unsicherheit (Ur) des Kalibriernor-
mals (= Referenzteil) für ein Vertrauensniveau von 95,45%, entspricht dem
Erweiterungsfaktor k=2. Die Berechnungen erfolgen gemäß ISO/IEC Guide
98-3.
Unsicherheit (k=2) = (Um(k=2))² + (Ur(k=2))²

s  xm 
U m  k=2  = 2  t  68,27 %, n - 1   -------------
n

T- (Gl. 1) oder durch direkte Eingabe für U(k=2)


U r  k=2  = 1 653  ------
3

Um: Messunsicherheit (k=2) der Kontrollmessung, die auf stochastischen Fehlern beruht
t: Studentfaktor (kann gängigen Tabellenwerken wie z. B. "Formeln und Tabellen der angewand-
ten mathematischen Statistik" von Graf, Henning, Stange und Wilrich entnommen werden). Zum
Beispiel ist bei einem 68,27%tigen Vertrauensniveau (k=1) und n = 10 der
Studentfaktor t68,27; 9 = 1,07.
s: Standardabweichung des Mittelwertes xm aus der Kontrollmessung
n: Anzahl der Kontrollmessungen auf dem Standard
Ur: Vorgegebene Unsicherheit (k=2) des Standards = direkter Eingabewert (U(k=2)) oder bei vor-
gegebener Toleranzangabe erfolgt die Berechnung nach Formel Gl. 1
T: Betrag der vorgegebenen Toleranzangabe des Standards
1,653:Faktor für das Vertrauensniveau von 95.45 % (k=2), der sich aus der Varianz der Rechteckver-
teilung ergibt. Für das Vertrauensniveau von 68,27 % (k=1) ist der Faktor 1.

USB-Schnittstelle
Schnittstelle wird zur Verbindung von Messgerät und PC, Drucker, USB-Stick
und USB-Tastatur eingesetzt.

u-Skala
Rechte Ordinatenskala im Ausdruck des Summenhäufigkeitsnetzes. Linear-
transformation der Messwerte in standardisierte Merkmalswerte u. Die
Transformation dient zu Vergleichs- und Analysezwecken. Die standardisier-

Seite 230 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


ten Merkmalswerte sind dimensionslos, ihr arithmetisches Mittel u ist Null

Glossar
und ihre Standardabweichung (u) ist stets 1.

u: Merkmalswert
d –
u = ------------ d: Messwert

: Mittelwert der Grundgesamtheit
: Standardabweichung der Grundgesamtheit

V
Variationskoeffizient. Prozentuale Streuung einer Messreihe, d. h. Stan-
dardabweichung bezogen auf den Mittelwert. V [%] ist eine charakteristi-
sche Prozesskonstante. Eine plötzliche Änderung von V [%] weist auf eine
Änderung der Prozessbedingungen hin. V wird folgendermaßen berechnet:

s-  100  %  V: Variationskoeffizient
V = ----
d. s: Standardabweichung
d. Mittelwert

Vˆ VDach
Schätzwert des Variationskoeffizienten.

̂ Vˆ : Schätzwert des Variationskoeffizienten


Vˆ = ------  100  % 
d .. ̂ : Schätzwert der Standardabweichung  der Grundgesamtheit
d.. Mittelwert über die Blockmittelwerte

Varianz
Mittlere quadratische Abweichung. Die Quadratwurzel aus der Varianz
wird Standardabweichung (s) genannt.

s2: Varianz

2 1 n 2
s = ------------  d i – d . d.: Mittelwert der Einzelmesswerte
n–1i=1
di: Einzelmesswerte
n Anzahl der Messwerte

Varianzanalytische Auswertung
Statistisches Verfahren zur Prüfung der Mittelwerte verschiedener Stichpro-
ben, ob diese vergleichbar sind oder signifikante Unterschiede aufweisen .
Dabei werden die Streuungen der Gruppenmittelwerte mit der mittleren
Streuung der Einzelwerte innerhalb der Gruppen verglichen.

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 231


Glossar Es wird der Prüfwert Fbeo ermittelt ( sa) und anhand eines Vergleichs mit
dem Tabellenwert FTab bestimmt, ob ein signifikanter Unterschied zwischen
den Messwertgruppen vorliegt.

Beispiel: Varianzanalytische Auswertung bei Messung von k Stichproben


(Gruppen, „Blöcke” Block) mit jeweils n Einzelwerten.

k
SI2: Mittelwert der quadrierten Gruppenstreuungen sj2
S I = 1---  sj
2 2
k k: Anzahl der Stichproben
j=1
SII2: quadrierten Streuung der Gruppenmittelwerte
n k  x – x 2
 xj: Gruppenmittelwert der Gruppe
2
S II = -----------
k –1j=1 j
n Anzahl der Einzelwerte pro Gruppe
x Mittelwert der Gruppenmittelwerte
k
mit: x = 1---
k  xj
j=1

2
S II
F beo = --------
- Fbeo Prüfwert zur Entscheidung der Fragestellung
2
SI (im Messgerät eventuell mit Fb bezeichnet)

Ist die Bedingung Fbeo  FTab erfüllt, gehören die Mittelwerte der Stichproben
einer gemeinsamen Grundgesamtheit an. Ist Fbeo > FTab, so sind die Mittel-
werte signifikant unterschiedlich. Die Streuung der Mittelwerte, korrigiert be-
züglich der Streuung der Einzelwerte, gibt der Kennwert sa ( sa) an.
FTab Tabellenwert der F-Verteilung mit Ff1, f2, 1- 
f Freiheitsgrade mit f1 = (k-1) und f2 = k (n-1)
 Signifikanzniveau

Variationskoeffizient V

Vergleichspräzision
Bezeichnung für die Unterschiede der einzelnen Messergebnisse unter Ver-
gleichsbedingungen. Vergleichsbedingungen, heißt Messungen an einem
Messobjekt nach einem festgelegten Verfahren, z. B. zu verschiedenen Zeit-
punkten oder mit verschiedenen Messgeräten oder von verschiedenen Beob-
achtern oder an verschiedenen Orten. Messergebnisse, die von verschiede-
nen Personen mit unterschiedlichen Geräten an unterschiedlichen Orten am
identischen Messobjekt gemessen wurden, müssen vergleichbar sein. Die
Vergleichspräzision ist die Grundlage zur Berechnung des Vertrauensbe-
reichs für den Erwartungswert.

Vertrauensbereich u

Vertrauensgrenzen
Bereich im Summenhäufigkeitsnetz in dem die Summenkurve liegt. Innerhalb

Seite 232 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


dieser Grenzen liegt mit 95%iger Sicherheit (Vertrauensniveau) der wahre

Glossar
Unterschreitungsanteil für den jeweiligen Merkmalswert (z. B. Schichtdicke).
Für eine Normalverteilung werden die Vertrauensgrenzen poben und punten
wie folgt berechnet:

 – d . 2
 d--------------
d – d.  1  ̂  
p unten = -------------- –  1,96  --- + ----------------------
̂  n 2n – 2 
 

punten: untere Vertrauensgrenze


poben: obere Vertrauensgrenze
d: Messwert
d. Mittelwert
n: Anzahl aller Einzelmesswerte

 – d . 2
 d--------------
d – d.  1  ̂  
p oben = -------------- +  1,96  --- + ----------------------
̂  n 2n – 2 
 

̂ : Schätzwert der Standardabwei-


chung  für die Grundgesamt-
heit

Für nicht normalverteilte Messwerte werden die Vertrauensgrenzen als Poly-


gonzug in das Summenhäufigkeitsnetz eingezeichnet und wie folgt berech-
net:
yp(i): y-Werte des Polygons (Sum-
 1  y pi 
2
menkurve bei nicht normalver-
p unten  i  = y p  i  –  1,96  --- + -------------------
- teilten Messwerten) mit i = 1
 n 2n – 2 
bis n - 1.

 1  y pi 
2
p oben  i  = y p  i  +  1,96  --- + -------------------
-
 n 2n – 2 

Vertrauensniveau u

Wahrer Wert Richtigkeit

Wahrscheinlichkeitsnetz Summenhäufigkeitsnetz

Wiederholbarkeit Wiederholpräzision

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 233


Glossar Wiederholpräzision
Wiederholtes Messen unter immer gleichbleibenden Bedingungen an der
gleichen Messstelle führt zu zufälligen Abweichungen der Messwerte.
Gleichbleibende Bedingungen heißt, Messungen nach einem festgelegten
Verfahren am identischen Messobjekt, in kurzen Zeitabständen, mit demsel-
ben Messgerät, von demselben Beobachter am selben Ort durchzuführen.
Die Standardabweichung der Messwerte, die unter Wiederholbedingungen
aufgenommen werden, ist ein Maß für die Widerholpräzision. Große Stan-
dardabweichung oder Messunsicherheit eines Geräts bedeutet schlechte
Wiederholpräzision. Je kleiner die Standardabweichung, desto besser die
Wiederholpräzision. Die Wiederholpräzision hängt vom Messverfahren
und den Eigenschaften des Messgeräts, aber auch von den Eigenschaften
des Messobjekts ab. Die Wiederholpräzision verbessert man mit Mittelwert-
bildung von Messreihen (i-Einzelwert).

Wirbelstromverfahren, amplitudensensitives (DIN EN ISO 2360, ASTM D7091))


Durch den Erregerstrom wird ein hochfrequentes Magnetfeld erzeugt, das
im Material Wirbelströme induziert. Die Ausbildung dieser Wirbelströme ist
abhängig vom Abstand (Schichtdicke) zwischen Messsonde und Grund-
werkstoff. Das Messsignal, welches die Rückwirkung des Magnetfeldes der
Wirbelströme auf das ursprüngliche Magnetfeld erfasst, wird in einen
schichtdickenproportionalen Messwert umgewandelt.

Ferritkern der Sonde


Erreger-
strom Hochfrequentes magnetisches
U= Wechselfeld
f(d)

Schichtmaterial

d Grundwerkstoff

induzierte Wirbelströme

Prinzip des amplitudensensitiven Wirbelstromverfahrens

Wölbung
Maß wie spitz (Exzess) oder flach (Kurtosis) eine Verteilung im Vergleich zur
Normalverteilung ist. Eine positive Wölbung weist auf eine relativ schmale
und spitze Verteilung hin. Eine negative Wölbung weist auf eine relativ fla-
che und breite Verteilung hin. Bei der Normalverteilung ist die Wölbung
gleich Null.

Seite 234 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


X Zählrate

Glossar
XN Zählrate

Zählrate
X (Phi). Sondensignal, angezeigt als Anzahl elektrischer Impulse. Phi steht in
direktem Zusammenhang mit der Messgröße. Die Werte für Phi schwanken
zwischen den beiden Extremen Xmin und Xmax.
Die Messwertanzeige der Zählrate X dient in aller Regel dazu festzustellen,
ob für eine spezielle Messaufgabe überhaupt ein Messeffekt zu verzeichnen
ist.
Die Zahlenwerte der normierten Zählrate XN liegen zwischen 0 und 1 und
berechnen sich nach folgender Formel:

XN: normierte Zählrate


X – X 0-
XN = --------------------- X: Zählrate des Messwertes
XS – X 0
X0: Zählrate des reinen, massiven Schichtwerkstoffs
XS: Zählrate in Luft (= keine Leitfähigkeit)

Zufällige Messfehler Messfehler

Zweipunkt-Kalibrierung Korrekturkalibrierung

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 235


Stichwortverzeichnis Automatische Blockbildung 53,
213
A Automatische Messung 189
Abhebeabstand 19 Automatische Messwertaufnahme
107, 109
aktivierte Toleranzgrenzen 111
Akustische Signale 109, 110, B
185
Batterie
Amplitudensensitives Wirbelstrom-
Batteriefach 7
verfahren 234
Symbol 9
Analoganzeige 180
Baud 213
Anzeige 7, 8, 191
Baudrate 213
Beleuchtung 163
freilaufend 8 Baudrate einstellen 170
Kontrast 162 Bedienpersonal 2
Applikation 41, 212 Beleuchtung 163
anlegen 41 Beschreibung
anlegen mit Dualsonde 43 Fachbegriffe 212
auswählen 44 Bestimmungsgemäße Verwen-
Bezeichnung zuweisen 48 dung 1
Einstellungen 49 Bidirektionaler Datenaustausch
Liste 46 213
löschen 45 Steuerbefehle 150
Neu 41
Bit 213
speichern 64
verketten 59 Block 213
Blockabschluss 213
Applikationsauswahl 212
Blockergebnis 213
Applikationsbezeichnung zuweisen Blockgröße 213
48 Blockmittelwert 213
Applikationsspeicher 212 offener 213, 223
Arithmetischer Mittelwert 214 Blockabschluss 213
Auflösung der Messwertanzeige Blockbildung
52 automatisch 53, 213
Ausreißer 114, 212 Blockergebnis 213
Ausreißerkontrolle 56, 114, Blockgröße 112, 213
212 Blockmittelwert 213, 214
Ausschalten 34 Blockmittelwerte 168, 169
Auswertung 212 Block-Spannweite 223
Drucken 155
Blockwechsel 181
statistische 227
automatisch 182
varianzanalytische 231
manuell 182

Seite 236 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


C EMV 3
Carriage Return 214 Endergebnis 215
Chi-Quadrat-Test 214 Extern Start 187
Cp 215 Externstart 215
Cpk 215
F
CR 214
Fachbegriffe 212
D Fähigkeitsfaktor 215
Datenaustausch Fähigkeitsfaktoren
bidirektional 213 Cp, Cpk 215
Datenübertragung Fe 216
virt. COM-Port 148 Fehlermeldungen 202
Datum 159, 160 Feste Blockgröße 112
Display 7, 8 Flächenmessung 107, 189
Beleuchtung 163 Freilauf 168, 169, 216
Kontrast 162 Freilaufende Anzeige 8
Druckausgabe 155 Funktionsstörungen 197
Drucker 18
Anschluss 155 G
Druckausgabe 155 Garantie 5
Einstellungen 171
Gaußsche Normalverteilung 216,
DUAL 222
Dualmodus einstellen 39
Gaußsches Wahrscheinlichkeits-
DUAL-Sonde 24, 67
netz 216
Dualprinzip 193
Gaußverteilung 222
Dualsonde
Genauigkeit 216
Messverfahren 110
Geräteeinstellung 156
E Analoganzeige 180
Anzeige 191
EEPROM 15
Automatische Messung 189
Ein-/Ausschalten 30 Beleuchtung 163
Eingeschränkter Bedienmodus 8, Blockwechsel 181
178 Datum/Uhrzeit 159, 160
Einpunktkalibrierung 64, 218 Drucker 155
Einschalten 31 Dualprinzip 193
eingeschränkter Bedienmodus
Einstellnormale 217
178
Einzelmesswert 215 Extern Start 187
Einzelwert_Modus 54 Flächenmessung 189
Einzelwerte 168, 169 Gerätemodus 178
Einzelwertmodus 113

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 237


Histogramm- und Blockauswer- Iso 217
tung 166 Isoliermaterial 217
Kontrast 162
Maßeinheit 193 K
Materkalibrierung 194
Kalibrierkurve 217
Messeffekt 186
Messmodus 191 Kalibriernormale 4, 16, 217
Messwertausgabe 168, 169 Zertifizierung 18
Messwertübernahmesignal Kalibrierstandard 217
185 Kalibrierung 217
Neuinitialisierung 164 Korrekturkalibrierung 64,
RS232-Übertragungsformate 218
170 Korrekturkalibrierung löschen
Servicefunktionen 156 77
Speichermodus 194 Masterkalibrierung 85
Sprache 158 überprüfen des Kalibrierzustan-
Standard- und Matrix-Messmo- des 96
dus 181 Kalibrierung auf Schicht 65, 80
USB/COM 170 Protokoll 84
Gerätekonfiguration 195 Kennlinie 217
Protokoll 195 Klasse 218
Gerätemodus 178 Kolmogoroff-Smirnoff-Test 218
Gewicht 19 Kontrast 162
Glockenkurve 216, 222 Kontrolle 218
Glossar 212 Korrekturkalibrierung 64, 72,
Grenzwert 73, 218
OGW 216, 223 Protokoll 78
UGW 216, 230 Korrekturkalibrierung, löschen 77
Grubbs-Test 216 Kupfer-Beryllium 17
Grundgesamtheit 216
Gruppenseparator 149, 168, L
169, 216 Lagerungs- und Transporttempera-
tur 3
H Leistungsaufnahme 19
Handshake einstellen 170 LF 219
Häufgkeitsverteilung 217 Lieferumfang 21
Histogramm 217 Line Feed 219
Histogramm- und Blockauswertung Luftfeuchte 19
166
M
I
Magnetinduktive Messmethode
i Einzelwerte 54, 113 219

Seite 238 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Masterfolie 17 Messverfahren 23, 30, 221
Masterkalibrierung 64, 85, amplitudensensitives Wir-
87, 194 belstromverfahren 23, 234
Protokoll 94 magnetinduktiv 23
Xn-Bereiche für Kalibriernormale Messverfahren, magnetinduktiv
92, 95 23
Masterkennlinie 217, 219 Messwert 221
Maßeinheit 193, 219 Einzelmesswert 215
Meldungen 202 Messwertanzeige 52
Messaufgabe 220 Messwertaufnahme
Messbereich 220 akustische Signale 110
automatisch 107, 109
Messeffekt 186
Flächenmessung 107
Messfehler 220
Messwertausgabe 168, 169
Messgerät
Messwertdarstellung 221
Abmessungen 19
ein-/ausschalten 30 Messwerte
Garantie 5 Gruppenseparator 149
Gewicht 19 Übertragung zum PC 148
Leistungsaufnahme 19 Messwertübernahme 106
Lieferumfang 21 akustische Signale 109
Optionen 21 mils 219
Reparaturen 5 Mittelwert 214
Spannungsversorgung 25 arithmetischer 214
Überprüfen der Genauigkeit 96 Blockmittelwert 214
Messmethode
magnetinduktiv 219 N
Messmittelüberwachung 220 Netzanschluss 2, 26
Messmodi 19, 34 Neu 41
Messmodus 191, 220 Neuinitialisierung 164
Messobjekt 220 Niederspannung 3
Messreihe 221 Normalverteilung 222
Messstelle 221 Gaußsche 216, 222
Messung Normierte Zählrate Xn 95
aktivierte Ausreißerkontrolle Normierung 64, 68, 69,
114 222
aktivierte Toleranzgrenzen 111 Protokoll 71
durchführen 103
Einflussgrößen 103 O
Einzelwertmodus 113 Offener Block 213, 223
feste Blockgröße 112
Offline 223
vorbereiten 102
Off-Line Betrieb 149

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 239


OGW 216, 223 Extern Start 187
Online 223 Flächenmessung 189
On-Line Betrieb 148 Gerätemodus 178
Histogramm- und Blockauswer-
Optionen 21
tung 166
Kontrast 162
P Masterkalibrierung 194
Parität 223 Maßeinheit 193
Parität einstellen 170 Messeffekt 186
Parity 223 Messmodus 191
Piepton 109, 110, 185 Messwertausgabe 168, 169
Neuinitialisierung 164
Präzision 223
Speichermodus 194
Sprache 158
Q Standard- und Matrix-Messmo-
Qualitätssicherung 223 dus 181
USB/COM 170
R Servicefunktionen 156
R 223 Sigma-Grenzen 226
R. 223 Sonde 15, 226
Range 223 Anschluss 27
Referenzfläche 224 Anschlussbuchse 7
Regressionsgerade 226 axial 104
Handhabung 4, 36
Reinigung 35
Winkelsonde 104
Reparaturen 5 zuweisen 37
Richtigkeit 224 Zweipolsonde 105
RS232-Übertragungsformate ein- Sondenanschluss 27
stellen 170 Sondenanschlussbuchse 28
Sondenfrequenz 227
S
Sondenkennlinie 219
s 225
Sondenstecker 15, 28
Schätzwert 224
Spannungsversorgung 19, 25
Schiefe 226
Spannweite 223
Servicefunktion
R 223
Analoganzeige 180
R. 223
Anzeige 191
Automatische Messung 189 Speichermodus 194
Beleuchtung 163 Sprache 158
Blockwechsel 181 Standard- und Matrix-Messmodus
Datum/Uhrzeit 159, 160 181
Drucker 155 Standardabweichung 225
Dualprinzip 193 Schätzwert 224

Seite 240 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Startbit 227 Überprüfen des Kalibrierzustandes
Statistik 227 des Messsystems 96
Statistische Auswertung 227 Übertragungsformate 150
Steckernetzteil, Anschlussbuchse UGW 216, 230
7 Uhrzeit 159, 160
Steuerbefehle 150 Umgebungsbedingungen 3
Stichprobe 227 Umgebungstemperatur 3
Stopbit 227 Unsicherheit
Störungen 202 der Kalibrierung feststellen 96
Streuung 225 des Messystems feststellen 96
s 225 USB
Studentfaktor 228 Anschluss 7, 19, 146
t 228 Schnittstelle 147
Treiber 147
Summenhäufigkeit 227
Verbindung 147
Summenhäufigkeitsnetz 228
USB-Schnittstelle 224, 230
T USB-Verbindung 146
u-Skala 230
t 228
Tasten 7 V
APPL NO 14
BLOCK-RES 12 v 231
CAL 13 Varianz 231
DEL 10 Varianzanalytische Auswertung
ENTER 15 231
FINAL-RES 11 Variationskoeffizient 231
MENU 14, 49 Vergleichsmessung 68
ON/OFF 7, 12, 31
Vergleichspräzision 223, 232
Pfeil nach oben 13
Pfeil nach unten 13 Verkettung
PRINT 14 aktivieren/deaktivieren 60
ZERO 12 Applikationen 59
Dualsonden 62
Technische Daten 19
Vertrauensbereich u 232
Temperatur
Betrieb 19 Vertrauensgrenzen 232
Lagerung 19 Vertrauensniveau u 233
Toleranzgrenzen 50, 111
Treiberinstallation 147
W
Warnmeldungen 202
U Wiederholpräzision 223, 234
u 232, 233 Wirbelstromverfahren
amplitudensensitives 234

Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 241


Wölbung 234

X
Xn 95

Z
Zählrate 235
Zubehör 15
Zweipunkt-Kalibrierung 64
Zweipunktkalibrierung 218
μm 219

Seite 242 Bedienungsanleitung FMP40-Auto


Bedienungsanleitung FMP40-Auto Seite 243
www.helmut-fischer.com

Schichtdicke Materialanalyse Mikrohärte Werkstoffprüfung

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