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DIE

LOCKPICK-BIBEL
WIE DU SCHLÖSSER IM HANDUMDREHEN ÖFFNEST
Vorwort
Hallo junger Schüler!

Du liest gerade diese Zeilen, weil du das Lichtenwerk Lockpicking Set erworben hast und
endlich das Lockpicking lernen möchtest. Im Namen des gesamten Teams bedanken wir
uns bei dir für dein Vertrauen in uns! Sei dir sicher, du hast die richtige Wahl getroffen,
wenn du das Lockpicking erlernen möchtest!

Mit der Lockpick-Bibel erhältst du eine simple aber effektive Schritt-für-Schritt Anleitung,
damit du das Lockpicking im Handumdrehen lernst! Unser Anspruch an diese Anleitung
war es, dass du damit innerhalb von 30 Minuten dein erstes Schloss öffnest (natürlich ohne
Schlüssel!). Deshalb enthält dieses Buch auch nur die wirklich wesentlichen Infos. Am An-
fang erzählen wir dir ein paar allgemeine Dinge zum Lockpicking. Falls du aber nur wegen
der Praxis da bist, kannst du den Teil natürlich direkt überspringen. Am Ende des eBooks
haben wir für dich noch ein paar Videos rausgesucht, die das Lockpicking nochmal weiter
vertiefen und den Ablauf praktisch zeigen.

Noch eine kleine Sachen vorab


Lockpicking ist ein Sport, der vor allem Spaß machen soll. Dabei ist unbedingt zu beacht-
en, dass du deine erlernten Fähigkeiten nicht missbrauchst, um fremde Schlösser zu öff-
nen. Die sind Tabu! Das ist ein Ehrencodex unter den „Analogen Hackern“ und dieser muss
befolgt werden. Denke immer daran: Aus großer Kraft, folgt große Verantwortung.

Jetzt wollen wir aber nicht länger um den heißen Brei herum reden. Wir wünschen dir viel
Spaß mit der Anleitung und beim Öffnen deines ersten Schlosses!

Beste Grüße
Dein Lichtenwerk-Team

LICHTENWERK
PREMIUM STEEL MANUFACTURER

LICHTENWERK
Wir übernehmen keinerlei Haftung
PREMIUM STEEL für jegliche Schäden oder
MANUFACTURER
Gesetzeswidrigkeiten, die aufgrund von Lockpicking entstehen. Der korrekte Umgang
mit Lockpicking liegt nicht in unserer Verantwortung.
Inhaltsverzeichnis

Lockpicking Einleitung 1
Die Theorie des Schlossöffnens 2
Die Werkzeuge eines Lockpickers 4
Die Praxis des Schlossöffnens 7
Häufige Fehler beim Lockpicking 14
Wichtige Links 16
BONUS 17
Lockpicking Einleitung
Grundlegende Informationen zum Thema

Was ist Lockpicking eigentlich genau?


Unter Lockpicking versteht man im Allgemeinen das gewaltfreie Öffnen von Schlössern,
ohne dafür den passenden Schlüssel zu verwenden. Bei der Definition ist besonders das
Wort „gewaltfrei“ wichtig. Ein Schloss aufzubrechen ist in einigen Fällen wirklich sehr
einfach und erfordert keinerlei Fertigkeiten. Ein Schloss jedoch gewaltfrei zu öffnen und
durch geschickte Handgriffe und entsprechendem Werkzeug den Schlüssel zu imitieren,
ist die Kunst der wahren Meister.

Warum Lockpicking überhaupt funktioniert


Lockpicking funktioniert schlicht und ergreifend deswegen, weil Schlösser immer gewisse
Schwächen aufweisen, welche sich geschickte Lockpicker zu Nutze machen. Egal wie
fortschrittlich das Schloss ist, der Mechanismus hat sich über die vielen Jahre nicht grund-
legend geändert. Es gibt zwar verschiedene Mechanismen, die das Öffnen eines Schloss-
es durch Lockpicking erschweren, jedoch ist es bei beinahe allen „normalen“ Schlössern
möglich, diese Vorkehrungen durch Geschick und Technik zu überwinden.

Lockpicking: Sport und Kult


In den letzten Jahren hat sich Lockpicking zu einem richtigen Sport entwickelt. Es ha-
ben sich in vielen Ländern Vereine gebildet, die Personen im Lockpicking ausbilden und
regelmäßig Meisterschaften austragen. Die Deutschen Meisterschaften im Lockpicking
existieren seit 1997 und werden jährlich ausgetragen. Parallel dazu werden ebenfalls Meis-
terschaften in Österreich und der Schweiz ausgetragen.

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Die Theorie des Schlossöffnens
Der Aufbau eines Schlosses

Um ein erfolgreicher Lockpicker zu werden ist es notwendig, zuvor den genauen


Aufbau eines Schlosses kennenzulernen und zu verstehen.

Der Zylinderkern Die Kernstifte bzw. Pins


Zylinderkern wird der Bereich des Schlosses Im Zylinderkern befinden sich mehrere
genannt, in den der Schlüssel eingeführt wird. Kernstifte, welche in jedem handelsüblichen
Sofern der Schlüssel über die korrekten Schloss verbaut werden. Die Kernstifte sind in
Schlüsselkerben verfügt und komplett in den verschiedenen Löchern versenkt. Unter jedem
Kern eingeführt wird, lässt sich der Kern dre- Kernstift liegt ein Gehäusestift. Beide Stifte
hen und das Schloss öffnen. werden durch eine Feder unter Spannung
gehalten. Sofern der richtige Schlüssel einge-
führt wird, werden die Pins in der richtigen
Reihenfolge und Tiefe versenkt, sodass der
Kern drehbar ist.

Kernstift Erster
Pin

Scher-
schiene
Gehäusestift

Feder

Schlossansicht : frontal Schlossansicht : seitlich

Hinweis
Im Lieferumfang sind drei transparente Schlösser enthalten. Damit kann du den
Mechanismus nochmal genau beobachten.

2
Schlüssel

Zylinderkern

Gehäuse

Schlossansicht: frontal Schlossansicht: seitlich

Das Schlossöffnen in der Theorie


Damit sich der Zylinderkern drehen lässt, ist es also notwendig, die Kernstifte in der
richtigen Tiefe zu versenken. Die richtige Tiefe ist genau dann erreicht, wenn der
Gehäusestift exakt unter der Scherlinie liegt. Andernfalls sperrt entweder der Kern-
stift oder der Gehäusestift den Drehkanal und der Zylinderkern lässt sich nicht dre-
hen. Liegt der Gehäusestift allerdings perfekt unter der Scherlinie und der Kernstift
darüber, lässt sich der Zylinderkern mit dem entsprechenden Werkzeug drehen
und das Schloss öffnen.

Zylinderkern

Kernstift

Scherlinie
Gehäusestift

Zu Tief: Der Kernstift sperrt den Zu Hoch: Der Gehäusestift sperrt


Zylinderkern den Zylinderkern

Ein Schlüssel versenkt die Stifte immer in der perfekten Tiefe. Dieser Zustand muss beim Lockpick-
ing mit Hilfe von Dietrichen und Spannern simuliert werden.

3
Die Werkzeuge eines Lockpickers
Deine zwei besten Freunde
1. Spanner
Wie der Begriff „Spanner“ bereits vermuten lässt, werden diese Werkzeuge dafür verwendet,
die Spannung im Schloss-Zylinderkern aufzubauen, um einen drehenden Schlüssel zu simulie-
ren. Es gibt dabei verschiedene Typen:

Typ 1
Für Einsteiger ist der Typ 1 sehr gut geeignet,
da er für die meisten Vorhängeschlösser ideal
verwendet werden kann. Sie sind etwas dick-
er und größer, wenn genug Platz vorhanden
ist, sind sie das perfekte Werkzeug. Für Bohr-
muldenschlösser sind sie ebenso
gut geeignet.

Typ 2
Diese Arten von Spannern sind am Typ 1
angelehnt. Hier wird nur der Finger anders
aufgelegt. Welcher Spanner verwendet wird
ist also eher eine Frage des Komforts. Am
Ende ist immer der Spanner der richtige, der
am besten bei dir in der Hand liegt.

Typ 3
Die Spanner vom Typ 3 haben eine eingedre-
hte Seite, um einfacher die Spannung aufzu-
bauen. Diese sind für die meisten Schlösser
gut geeignet. Leider geht durch die Eindre-
hung das Gefühl für die richtige Spannung
ein stückweit verloren.

4
2. Dietriche
Die Dietriche bzw. Picks werden in das Schloss eingeführt, um die Pins des Schlosses nachein-
ander herunterzudrücken. Damit wird das zackige Profil eines Schlüssels simuliert. Es gibt
verschiedene Dietrich-Profile, die für jeweils andere Zwecke geeignet sind.

Hooks
Der Hook ist das wichtigste Werkzeug und
unverzichtbar in einem Dietrichset. Mit der
leicht abgerundeten Spitze lassen sich die
Pins einzeln präzise ansteuern und herunter-
drücken. Sind alle Pins an der richtigen Posi-
tion, lässt sich das Schloss mithilfe des Span-
ners kinderleicht aufdrehen.

Rakes
Die Rakes haben im Gegensatz zu den meis-
ten anderen Picks keine glatte Seitenfläche
sondern mehrere Erhöhungen. Die Rakes
werden ganz in das Schloss eingeführt, um
mit einer links-rechts Bewegung die Pins
einzudrücken. Dabei ist Fingerspitzenge-
fühl und Geduld gefragt. Das Lock Pick-
ing Werkzeug ist bei einfachen Schlössern
sinnvoll und effektiv, bei hochwertigen
Schlössern allerdings nutzlos.

Snakes / Schlangen
Die Schlangen ähneln von ihrer Form und
Anwendung den Rakes. Auch diese sind bei
hochwertigen Schlössern nicht einsetzbar,
bei einfachen Vorhängeschlössern allerd-
ings ein Versuch wert. Um die Pins richtig
zu drücken werden die Schlangen vor und
zurück bewegt.

(Half-)Diamonds / (Halb-)Diamanten
Die Diamanten sind die Hooks bei seitlich an-
gelegten Pins. Allerdings ist die Spitze nicht
gebogen, sondern hat die Form eines kleinen
Dreiecks. Mit dem Dreieck werden die Pins
ebenfalls einzeln angesteuert und seitlich
reingedrückt.

5
Snowman / Schneemann
Der Schneemann ist ein sehr spezielles
Werkzeug und wird nur bei bestimmten
Schlössern genutzt. Bei Scheibenzuhal-
tungsschlössern wird er verwendet, welche
z.B. in Briefkästen, Möbeln, Geldkassetten
oder in Fahrradschlössern vorzufinden sind.

Extractor / Extraktor
Der Extraktor dient nicht zum aufknacken
von Schlössern, sondern lediglich zum en-
tfernen von abgebrochenen Teilen. Mit der
kleinen Spitze am unteren Ende können ab-
gebrochene Stücke hervorragend rausgezo-
gen und beseitigt werden.

Diese Abbildung zeigt einen Spanner und einen Dietrich, die in den Zylinderkern
eingeführt werden. Der Spanner wird auf der gegenüberliegenden Seite der Pins
eingeführt. Der Dietrich zeigt mit seiner Spitze nach unten zu den Pins, um diese zu
drücken.

Scherkraft in Drehrichtung
Spanner

Dietrich

6
Die Praxis des Schlossöffnens
Der Leitfaden zu deinem ersten Schloss

Gut, nun weißt du, wie ein Schloss in der Theorie funktioniert. Jetzt wird es endlich Zeit:
Du wirst dein erstes Schloss selbst öffnen!

Die Kunst des Schlossöffnens ohne Schlüssel


In der Theorie ist der Ablauf des Lockpickings eigentlich relativ einfach. Du nimmst
einen Dietrich und einen Spanner zur Hand. Der Spanner wird in den Zylinderkern
eingeführt und auf Spannung gehalten. Nun wird der Dietrich eingeführt. Nachein-
ander müssen nun die Pins in der richtigen Reihenfolge heruntergedrückt werden
und in die richtige Position gebracht werden. Sofern der letzte Pin in die korrekte Posi-
tion gedrückt wurde, lässt sich der Zylinderkern durch den Spanner drehen.

Ablauf auf einen Blick:


1. Schloss in die Hand nehmen.
2. Dietrich und Spanner zur Hand nehmen.
3. Spanner einführen und Spannung in Drehrichtung ausüben.
4. Pins nacheinander in der richtigen Reihenfolge in die korrekte Position drücken.
5. Zylinderkern lässt sich nun durch den Spanner drehen und das Schloss öffnen.

Bilderreihe

Nimm das Schloss in deine Hand Führe den Spanner auf der ge-
genüberliegenden Seite der Pins ein
uns übe leichten Druck in Drehrich-
tung aus

7
Versuche nun mit einem Dietrich Rasten alle Pins an der richtigen
deiner Wahl die Pins nacheinander Stelle ein, kann das Schloss durch
herunterzudrücken den Spanner geöffnet werden

Unter der Lupe: Wieso das Öffnen mit Dietrich und Spanner funktioniert

Beim Lockpicking machen wir uns eine Eigenschaft der Schlösser zu nutze: Spiel- und
Fertigungstoleranzen. Es existiert immer ein gewisser Abstand zwischen Zylinderkern und
Gehäuse. Somit kann das Schloss selbst mit einem nicht 100% passgenauen Schlüssel
geöffnet werden.

Ebenso unterscheiden sich (1) die Durchmesser der Pins, (2) die Durchmesser der
Pin-Löcher und (3) die Positionen der Pin-Löcher minimal. Dadurch „spannen“ nicht alle
Pins gleichzeitig, wenn man mit dem Spanner druck in Drehbewegung des Zylinderk-
erns ausübt. Im Gegenteil: es spannt häufig nur ein einziger Pin richtig. So ist es möglich,
einzelne Pins nach und nach herunterzudrücken und so an der richtigen Stell einzuklem-
men bzw. zu fixieren.

Abstand zwischen
Zylinderkern & Gehäuse Durchmesser der Pins
(übertriebene sind unterschiedlich
Darstellung) (übertriebene
Darstellung)
Durchmesser der
Pin-Löcher sind
Position der Löcher
unterschiedlich
leicht unterschiedlich

8
Scherkraft in Drehrichtung
Spanner

Dietrich

Scherkante Pins „spannt“ und muss als


nächstes gepickt werden
Pins sitzen richtig

So findest du den „richtigen Pin“

Wenn wir vorher von „Pins in der richtigen Reihenfolge herunterdrücken“ gesprochen ha-
ben, ist also immer der Pin gemeint, der am meisten „spannt“. Dies kannst du ganz einfach
herausfinden, indem du mit dem Dietrich versuchst Pin für Pin mit wenig Kraft nach un-
ten zu drücken. Spürst du keinen Widerstand beim Drücken, ist es der falsche Pin. Suche
den Pin mit der größten Spannung.
Drückst du den richtigen Pin bis er die Scherkante erreicht, „rutscht“ der Zylinderkern ein
Stück weiter in Drehrichtung. Das ist das Zeichen, dass der Pin eingerastet ist. Jetzt wieder-
holst du diesen Vorgang, bis alle Pins unter der Scherkante liegen.

In der Abbildung links erkennst du nochmal


ganz genau, wie der Gehäusestift eingek-
lemmt wird und unter „Spannung“ steht.
Drückst du diesen Kernstift nun weiter runt-
Gehäusestift steht er, springt der Gehäusestift über die Scher-
unter Spannung und linie und wird durch die Kraft der Drehung
„klemmt“
korrekt eingeklemmt.

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Schlossöffnen in wenigen Sekunden: Die Harken- Technik
Wenn es mal schnell gehen soll, dann kann ein Schloss mit der „Harken“-Technik
geöffnet werden. Diese Technik beruht allerdings weniger auf Geschick, sondern eher
auf Glück. Für diese Technik wird ein Spanner und die Harke als Dietrich verwendet.

Die Rake besitzt verschiedene Spitzen, um mehrere


Pins gleichzeitig zu drücken. Durch mehrere Vor-
und Rückbewegungen werden so die Pins nachein-
ander in die richtige Position gebracht.

Harken – Schritt-für-Schritt
1. Spanner und Dietrich in das Schloss einlegen. Ohne Druck durch den Spanner sollte
nun der Dietrich mit Gefühl von Hinten nach Vorne gezogen werden, um ein Gefühl
für die Pins zu bekommen
2. Beginne nun ein wenig Druck auf den Spanner zu legen. Ziehe den Dietrich von Hint-
en nach Vorne und drücke dabei die Pins nach unten.
3. Erhöhe den Druck mit jedem Pin, den du richtige gesetzt hast. Harke immer nur über
die Pins, die noch nicht gesetzt wurden.
4. Öffnet sich das Schloss nicht, auch wenn du vermeidlich alle Pins richtig gesetzt hast,
senke den Druck wieder. Es kann sein, dass ein Pin zu Tief im Schlosskern sitzt.

Zugegeben, diese Technik wird nur bei sehr einfachen Schlössern funktionieren, einen
schnellen Versuch ist es aber alllemal wert!

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Wichtige Übungen für deinen Erfolg
Du kennst nun Theorie und Praxis, hast vielleicht sogar bereits einige Schlösser gepickt.
SUPER! Hier geben wir dir dennoch weitere Tipps & Übungen, die dir dabei helfen, deine
Fähigkeiten zu verbessern.

1. Stifte zählen

Hast du mal kein transparentes Schloss zur Hand, sondern ein „normales“, ist es an der Zeit,
alle Pins erst einmal zu zählen. Somit weißt du genau, wie viele Pins du überhaupt picken
musst.
Nimm dazu einen Halbdiamanten-Dietrich und führe ihn ganz in den Schlosskanal ein.
Einen Spanner benötigst du nicht. Drücke nun alle Pins gleichzeitig runter. Ziehe den Diet-
rich langsam wieder heraus. Nach und nach hörst du es nun klicken, da die Pins durch die
Federn wieder nach oben schießen. Zähle nun, wie oft du das Klicken hörst und schon hast
du die Anzahl der Pins in dem Schloss.

2. Das richtige Gefühl bekommen


Beim Lockpicking ist das richtige Gefühl für den Druck eines der wichtigsten Eigen-
schaften. Sowohl der Spanner, als auch der Dietrich muss mit der perfekten Kraft geführt
werden.
Die Kraft für die Drehung des Schlosses kann sehr gut erfühlt werden, sofern das Schloss
bereits durch einen Schlüssel vorher geöffnet wurde. Du kannst dann genau spüren wie
viel Druck du benötigst, damit du den Zylinderkern in Drehrichtung bewegen musst. Ist
dies nicht gegeben, muss einfach ausprobiert werden. Zuerst sollten alle Pins ohne Span-
nung nach unten gedrückt werden, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie die Pins
sich „normal“ verhalten. Anschließend erhöhst du Schrittweise den Druck des Spanners
und suchst den Pin mit dem höchsten Druck. Versuche nun ihn nach unten zu drücken.
Geht es wirklich gar nicht, muss der Druck verringert werden.

3. Gesetzte Pins identifizieren


Zu erkennen, ob ein Pin richtig gesetzt wurde oder nicht, ist eine essenzielle Fähigkeit im
Lockpicking. Dies ist jedoch nicht ganz so einfach zu erkennen. Du solltest wie folgt vorge-
hen:

1. Prüfe, ob bei dem Pin die Feder noch Kraft auf den Pin ausübt. Versuche dazu
den Pin mit einem Halbdiamanten zu drücken. Spürst du die Federung ist der
Pin nicht gesetzt.

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2. Drehe das Schloss um, sodass die Federn oben sind. Tippe mit dem Halbdia-
manten alle Stifte einmal an. Gesetzte Stifte fangen an zu klappern. Leider ist
dies auch bei Pins der Fall, deren Gehäusestift noch Bindung hat.
3. Schüttle das Schloss ein wenig und versuche zu hören, wie viele Stifte klappern,
also korrekt gesetzt wurden.
4. Verringere die Spannung langsam und versuche die gesetzten Pins zu hören.
Versuche dabei den unterschied zwischen gesetzten und nicht gesetzten Pins
zu identifizieren. Dies klingt je nach Schloss unterschiedlich. Beachte dabei, dass
Pins, die zu tief gesetzt wurden auch ein Klicken verursachen.

Wie du siehst, ist die Identifizierung von gesetzten Stiften nicht sofort erkennbar. Dazu
gehört einfach eine ordentliche Portion Erfahrung. Du musst das Schloss lange analysieren
und die Eigenheiten verstehen. Erst dann wird es dir möglich sein eindeutig einen gesetz-
ten und einen nicht gesetzten Pin zu unterscheiden.

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Die Lichtenwerk Übungsschlösser
Jetzt geht’s ans ausprobieren

Die unterschiedlichen Schlosstypen bieten dir die Möglichkeit, deine theoretischen


Fähigkeiten zu testen und die unterschiedlichen Herausforderungen zu meistern. Die
transparenten Gehäuse helfen dir dabei, den jeweiligen Schlossmechanismus besser
zu verstehen.

Stufe 1: Vorhängeschloss
Das Vorhängeschloss ist ideal für Einsteiger.
Es besitzt einen breiten Zylinderraum und
ermöglich so viel Spielraum für Werkzeuge.
Ebenso können die Toleranzen einfach und
gut identifiziert werden.

Stufe 2-3: Doppelseitiges Schloss


Das doppelte Türschloss erfordert mehr
Geduld und ein professionelles Vorgehen.
Vielleicht musst du hier mal ein anderes
Werkzeug ausprobieren oder mehrmals von
vorne anfangen. Doch wer dieses Schloss
meistert wird fast alle Schlösser knacken kön-
nen, denn das Prinzip des Schlosses ähnelt
den meisten Türschlössern

Stufe 4: Rundzylinder Schloss


Das Rundzylinderschloss ähnelt den meis-
ten Garagenschlössern. Es ist schwieriger zu
überwinden als die anderen beiden Schlöss-
er.
Wer dieses Schloss geknackt hat kann
durchaus zufrieden sein, denn nun gehörst
du bereits zu den Profis.

Wenn du alle Schlösser erfolgreich gepickt hast, wird es Zeit für dich richtige
Schlösser, ohne Sichtfeld auszuprobieren!

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Häufige Fehler beim Lockpicking
Darum klappt es nicht mit dem Schlossöffnen

Du hast die Theorie und die Praxis durchgearbeitet und dennoch will es nicht so
richtig klappen mit dem ersten Schloss? Hier geben wir dir ein paar Tipps, woran es
liegen könnte:

1. Ein Pin ist zu weit im Zylinderkern versenkt

Wie im Theorieteil bereits beschrieben,


kann es vorkommen, dass ein Pin zu weit
im Zylinderkern gedrückt wurde und so den
kompletten Kern blockiert. Somit kann das
Schloss nicht durch drehen geöffnet werden.

Nur wenn man ganz genau hinschaut, kann


man diesen Fall bei einem transparenten
Schloss erkennen. In diesem Fall hilft es nur,
wenn du den Spanner los lässt und von vorne
beginnst.

2. Ein Pin ist noch nicht ganz eingerastet

Der umgekehrte Fall ist liegt vor, wenn der


Pin nicht genügend tief reingedrückt wurde.
In diesem Fall wird der Zylinderkern ebenfalls
gesperrt und lässt sich nicht drehen.

Beobachte in diesem Fall alle Pins genau


und versuche nochmal mit einem Dietrich
die Pins langsam nach unten zu drücken.
Dieser Fehler tritt häufig auf, wenn du zu viel
Druck auf den Spanner legst. Reduziere also
in diesem Fall den Druck ein wenig.

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3. Du verwendest generell zu viel Kraft
Als Änfanger passiert dieser Fehler sehr häufig, da es einfach an Erfahrung mangelt.
Beim Lockpicking ist weniger Kraft mehr. Du musst das richtige Gefühl für die einzelnen
Schlösser entwickeln.

Versuche so wenig Kraft wie möglich aufzuwenden, sodass der Kernzylinder gerade eben
die Pins hält. Versuche schrittweise die Kraft zu erhöhen, sollte es nicht funktionieren.

4. Der Spanner hat die falsche Größe


Fall 1: Der Spanner ist zu Groß
Ist der Spanner zu groß, hat der Dietrich nicht genug Platz und es wird schwierig für dich
die Pins nacheinander herunterzudrücken.

Fall 2: Der Spanner ist zu Klein


Ist er zu klein, kannst du leicht abrutschen. Außerdem ist es schwierig den richtigen Druck
auszuüben.

5. Die Pins rasten nicht ein

Wenn keine der Pins einrasten, solltest du zunächst überprüfen, ob dein Schloss überhaupt
korrekt funktioniert. Nimm dazu einen Spanner und einen Dietrich zur Hand und versuche
wie gewohnt die Pins nacheinander herunterzudrücken. Sobald du das Gefühl hast, dass
ein paar Pins eingerastet sein sollten, zieh den Dietrich aus dem Zylinderschloss und halte
das Schloss nahe an dein Ohr. Nimm nun nach und nach den Druck vom Spanner. Du soll-
test jetzt einzelne Klick-Geräusche hören, da die Pins wieder in ihre ursprüngliche Position
springen.

Falls du das Klicken nicht hören solltest, kann es gut sein, dass dein Schloss defekt oder
stark verschmutzt ist und sich generell nicht öffnen lässt. In dem Fall solltest du ein ande-
res Schloss zur Hand nehmen und nochmal beginnen.

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Wichtige Links
Bilde dich stets weiter und werde besser

Diese Anleitung ist nur ein kleiner Ausschnitt zum Thema Lockpicking und längst nicht
vollständig. Jedes Schloss ist unterschiedlich und weist u.a. weitere, komplexere Sicherhe-
itsmechanismen auf. Leider können wir diese Themen nicht ausführlich behandeln. Im
Folgenden haben wir für dich aber ein paar Links gesammelt, die alle Themen nochmal
veranschaulichen und vertiefen.

Thema link

Lockpicking Tutorial für Anfängerlink


(1) Hier klicken!

Lockpicking Tutorial für Anfänger (2) Hier klicken!

Raken-Technik demonstriert Hier klicken!

Verschiedene Sicherheitsstifte erklärt (1) Hier klicken!

Verschiedene Sicherheitsstifte erklärt (2) Hier klicken!

Welche Schlösser soll ich mir als Anfänger holen? (1) Hier klicken!

Welche Schlösser soll ich mir als Anfänger holen? (2) Hier klicken!

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Herzlichen Glückwunsch
Du hast es geschafft!

Du hast bis zum Ende durchgehalten, die gesamte Anleitung durchgearbeitet und sowohl
Theorie als auch Praxis kennengelernt. Hast du vielleicht bereits dein erstes Schloss erfol-
greich gepickt? SUPER! Wenn nicht, probiere es jetzt direkt aus. Du hast jetzt alles, was du
brauchst, um sofort loszulegen!

Dein persönliches Geschenk von uns


Weil du bis zum Ende durchgehalten hast, haben wir noch eine Überraschung für dich!
Du bist jetzt offizieller Lockpicker und erhältst unsere Original Lichtenwerk Lickpicking
Urkunde. Die Urkunde bescheinigt, dass du unseren Lockpicking-Kurs erfolgreich ab-
solviert hast. Klicke auf diesen Link (hier klicken!), um sie dir kostenlos runterzuladen und
an deine Wand zu hängen! Herzlichen Glückwunsch!

Wie hat dir unsere Anleitung und das Set gefallen?


Wir hoffen natürlich, dass dir die Reise bis hierhin gefallen hat und du viel Spaß und
Freude beim Lockpicking hast.

Wir wären Dir sehr dankbar, wenn du dir ein Minütchen nimmst, um uns eine Rezension
zu hinterlassen. Als kleines Unternehmen ist Feedback unendlich wichtig für uns. Außer-
dem hilfst Du anderen Kunden mit einer Rezension bei ihrer Kaufentscheidung und sam-
melst ganz nebenbei Karma-Punkte:

Mache also jetzt folgendes:


1. Klicke auf diesen Link (hier klicken!) und bewerte unser Dietrich Set mit Anleitung
(du musst nicht mal etwas schreiben).
2. Lächle, weil Du weißt, dass wir irgendwo da draußen Deine Bewertung lesen und
uns riesig freuen :)

Wir bedanken uns im Namen des gesamten Teams von Lichtenwerk nochmals bei dir. Al-
les Gute und bis bald!

Dein LICHTENWERK-Team

LICHTENWERK
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