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Lesen und Fernsehen

Im Land der Dichter und Denker scheiden sich die Geister: Die einen kommen nicht ohne
Biicher aus, die anderen brauchen überhaupt keine Bucher zum Leben.  

Die Menschen lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen, abhängig davon, wie sie Bücher
und das Lesen empfinden.   Die erste Gruppe ist Buchresistente. Sie haben kein Interesse an
Büchern und sind kaum von diesem Medium zu überzeugen. Die nächste Gruppe sind
"Wenigleser", sie konsumieren bis zu neun Bucher im Jahr. Ein Viertel der Bevölkerung zählt als
"Normalleser" und kommt auf zehn bis 18 Bucher im Jahr.  Die nächste Gruppe besteht aus
Bücherwürmer und Leseratten. Sie verschlingen jährlich mindestens 19 Bücher.  Sie leiht sich
ihre Literatur gern in der Bibliothek oder bei Freunden und Verwandten aus. Sehr klein und sehr
skurril ist die Gruppe der "Bücher kaufenden Nichtleser", Diese Gruppe kauft Bücher zum
Verschenken oder zum "ins Regal stellen“.

Neben den Unterschieden in der Anzahl der gelesenen Bücher wählt jede Person Bücher nach
ihren persönlichen Interessen aus.  Es gibt viele verschiedene literarische Stile und bei der
Auswahl eines Buches zum Verschenken muss man bedenken, was die Person, die man
beschenken möchte, mag.  Jeder Mensch hat seine Lieblingsbücher. Einer liest gern Bücher über
die Geschichte; der andere bevorzugt die schöngeistige Literatur; der dritte braucht immer etwas
ganz besonderes – es können Märchen, Sagen, Balladen, Lehrbücher, Wörterbücher,
wissenschaftliche Artikel, Kochbücher sein. 

Meine Freundin hat zum Beispiel kürzlich einen Buchpreis gewonnen, und ich durfte einen Preis
für sie auswählen.   Ich  glaube,  sie  würde  sich  über  das  Buch  "Das  Parfum.  Die Geschichte
eines  Mörders"  von  Patrick  Süskind  freuen,  denn  sie  liest  gern Krimis.  Dieses  Buch
erzählt  die  Geschichte  über  einen  Mörder  in  Frankreich des  18.  Jahrhunderts.  Außerdem
haben  wir  den  Film,  der  auf  diesem  Buch basiert, gesehen  und  er hat ihr gut gefallen.
Daher denke ich, dass dieses Buch für sie von Interesse sein wird. 

Außerdem werden vier Lesestrategien unterschieden, die je nach Ziel des Lesers verschieden
sind: vergleichendes Lesen, kursorisches Lesen, selektives Lesen, detailliertes Lesen.
Vergleichendes Lesen ist an Zusammenhängen und am Argumentationsgang interessiert.
Kursorisches Lesen, Querlesen oder Überfliegen dient dazu, einen Oberblick zu gewinnen.
Selektives Lesen ergänzt andere Lesetechniken. Diese Strategie wird verwendet, wenn man
versucht, schnell nur bestimmte Informationen zu finden.  Und detailliertes Lesen ist wenn man
etwas Neues sehr genau liest, interessiert sich für jede Einzelheit. 

Am häufigsten verwende ich eine detaillierte und selektive Lesestrategie. Wenn ich mich zum
ersten Mal mit einer neuen Information beschäftige versuche ich, den Inhalt eines Buches
vollständig zu verstehen, egal ob es sich um Fiktion oder wissenschaftliche Literatur handelt.
Selektives Lesen hilft mir bestimmte Informationen in einem bekannten Text zu finden. Wenn
ich aber eine Diplomarbeit oder einen Vortrag schreibe, muss ich auch eine vergleichende
Lesestrategie anwenden, weil ich verschiedene Quellen zu einem bestimmten Thema aufsuchen
muss.

Bücher spielen eine sehr wichtige Rolle im menschlichen Leben. Für viele Menschen gelten
Bücher als ein untrennbarer Teil ihres Lebens, als wahre und zuverlässige Freunde und Lehrer.
In vielerlei Hinsicht können wir heute dank der Erfindung von Johannes Gutenberg Bücher in
großen Mengen drucken, kaufen und lesen.  Er wollte Exemplare der Bibel herstellen, die
schöner als die Abschriften der Mönche waren. Deshalb erfand er etwas ganz Neues: den
Buchdruck mit beweglichen Metall-Lettern. Der Grundgedanke seiner Erfindung war die
Zerlegung eines Textes in einzelne Druckelemente wie Klein- und Großbuchstaben oder
Satzzeichen. Diese Elemente wurden dann zu Wörtern, Zeilen und Seiten zusammengefügt, was
einen schnelleren Druck ermöglichte.  

Mit seiner unscheinbaren Erfindung hat Gutenberg eine Medienrevolution eingeleitet. Durch sein
Verfahren mit den beweglichen Lettern konnten Bücher und Texte schneller, billiger und in
größeren Mengen gedruckt und verbreitet werden. 

Bücher öffnen für uns die Türen in eine bisher unbekannte geheimnisvolle Welt. In der
Gesellschaft eines interessanten Buches verläuft die Zeit sehr schnell, man kann stundenlang
lesen und diese vergangenen Stunden überhaupt nicht merken. Das Lesen bringt den Menschen
viel Glück, Spass und großen Nutzen dazu, weil die Menschen für sich aus den Büchern immer
etwas schöpfen können. 

Aber das Lesen eines Buches ist nicht die einzige Möglichkeit, sich zu entspannen und seine
Freizeit zu verbringen. Wir sind heute von vielen verschiedenen Medien umgeben. Kürzlich bin
ich auf Daten aus dem Jahr 2005 gestoßen, die zeigen, wie viele Minuten eine Person mit
verschiedenen Medien verbringt. An der Spitze der Grafik stand das Fernsehen. An zweiter
Stelle lag das Internet, danach folgte das Radio. Die letzten Plätze teilten sich Zeitungen und
Zeitschriften. Im Moment hat sich die Situation jedoch deutlich verändert. Das Internet steht
eindeutig an erster Stelle, da es alle anderen Medien absorbiert hat.  

Auch wenn das Internet inzwischen alle anderen Medien ersetzt hat, sehen viele Menschen
immer noch gerne fern. Einige haben sich daran gewöhnt, andere genießen einfach den Vorgang
des Fernsehens. Das Fernsehen ist so gestaltet, dass das gesamte Programm bereits auf die
Interessen des Zuschauers zugeschnitten ist. 

Vorbei sind die Zeiten, als Programmdirektoren das Fernsehprogramm nach ihrem eigenen
Geschmack gestalteten. Das Programm wird von Marketing- und Werbeexperten auf die
Zielgruppen abgestimmt. Kindersendungen laufen natürlich dann, wenn Kinder zuschauen. Nach
vielen Untersuchungen wissen die Experten alles über die Sehgewohnheiten der Deutschen.
Hausfrauen sehen  gern tagsüber fern. Um 20.00 Uhr übernehmen die Eltern die Macht über die
Fernbedienung. Ab 20.15 Uhr beginnt der harte Kampf um die Einschaltquoten. Die
Programmgestalter achten ganz genau darauf, was die anderen Programme machen. Ab
Mitternacht denken die Programmgestalter verstärkt an einsame Herzen. Man kann also sagen:
Jeder Sender versucht, die möglichen Zielgruppen zu bedienen und beobachtet dabei die anderen
Sender ganz genau.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es dem Einzelnen überlassen bleibt, wie er seine Freizeit
verbringt. Heutzutage ist es wichtig, Zeit für sich selbst und seine Interessen zu finden, sei es
beim Lesen von Büchern und Zeitungen oder beim Fernsehen und Filmen. 

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