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1.

Keplersche Gesetz:
Wenn zwei Körper durch Gravitation wechselwirken, so bewegen sie sich auf Ellipsenbahnen, in deren
Brennpunkt der Schwerpunkt des Systems steht.
Die relative Bahn eines Körpers um den anderen ist eine Ellipse mit einem der Körper im Brennpunkt.
Diese Ellipse ist ähnlich zur Ellipse der beiden Körper um den Schwerpunkt des Systems

2.Keplersche Gesetz:

• Die Berechnung des Zusammenhangs zwischen dem durchlaufenen Winkel zur großen
Halbachse und der verstrichenen Zeit ermöglicht die nachfolgende Tabelle:

Exzentrizität:
Umlaufzeit:
Zeit t:
Winkel zur großen Halbachse:
• Der Flächensatz ist äquivalent mit der Erhaltung des Drehimpulses.

3. Keplersche Gesetz:

Das Verhältnis aus den 3. Potenzen der großen Halbachsen und


den Quadraten der Umlaufzeiten ist für alle Planeten konstant.

• Ist T die Umlaufzeit in Jahren und a die große Halbachse der relativen Bahn von Körper 1 um
Körper 2 in astronomischen Einheiten, so gilt

Dabei sind m1 und m2 die Massen der beteiligten Körper (in Sonnenmassen).

• Das 3. Keplersche Gesetz ermöglicht die direkte Bestimmung der Masse der Sonne und von
Sternmassen in Doppelsternsystemen.
Wikipedia:

• sind nach dem Astronomen und Naturphilosophen


Johannes Kepler benannt
• Die Sätze beschreiben die Bewegung idealer
Himmelskörper.
• 1. Kepler-Gesetz
Die Planeten bewegen sich auf elliptischen Bahnen, in deren einem Brennpunkt die Sonne
steht.
2. Kepler-Gesetz
Ein von der Sonne zum Planeten gezogener "Fahrstrahl" überstreicht in gleichen Zeiten gleich
große Flächen.
3. Kepler-Gesetz
Die Quadrate der Umlaufzeiten zweier Planeten verhalten sich wie die dritten Potenzen
(Kuben) der großen Bahnhalbachsen.
• das zweite Gesetz für alle Zentralkräfte gilt, die nicht
einmal konservativ sein müssen
• so gilt das dritte Gesetz für alle 1 / r2-Kräfte
• Abweichungen vom ersten Gesetz sieht man jedoch
schon in unserem Sonnensystem: Kometen bewegen sich
häufig auf Parabelbahnen, während sich die Bahnachse
der Merkurbahn aufgrund der Einflüsse der anderen
Planeten langsam um die Sonne dreht.

Grundlegende Bedeutung der Astronomie:

• Die beiden ersten Kepler-Gesetze stellen die exakte Lösung


eines Zweikörperproblems im Rahmen der Newtonsche
Mechanik dar, das durch die Keplergleichung beschrieben
wird. Sie gelten für alle Zweiersysteme, wenn

• die Körper Massepunkte sind,


keine Gravitationskräfte von anderen Körpern ausgehen,
nichtgravitative Kräfte zu vernachlässigen sind,
relativistische Effekte vernachlässigt werden können
• Das dritte Gesetz stellt eine sehr gute Näherung für die
Lösung eines Mehrkörperproblems dar, bei dem die
Masse des einen Körpers wesentlich größer ist als die der
anderen. Ist die Lösung für einen der Körper gefunden,
erhält man auch Informationen über die Bewegung der
anderen Körper.
• Die aus den keplerschen Gesetzen zu entnehmenden
sechs Bahnelemente (also die Halbachsenlänge, die
Exzentrizität, die Inklination, die Knotenlänge, der
Periapsiswinkel und die Periapsiszeit) sind die Grundlage
jeder Bahnbestimmung.

Geschichte:

• Kepler formulierte die Geometrie und Kinematik der


Planetenbahnen in drei Gesetzen, von denen er die beiden
ersten relativ rasch fand 1609
• Die Suche nach dem dritten dauerte hingegen – einschließlich
mehrerer Irrwege über Korbbögen – ein Jahrzehnt, er fand es
Mitte 1618
• Eine wichtige Grundlage für Kepler waren die Beobachtungen
von Tycho Brahe und seine eigenen als Tychos Assistent, die
als Rudolfinische Tafeln die Datenbasis bildeten, an der
Kepler sein Modell testete.
• Das vorzügliche, in Prag erstellte Beobachtungsmaterial von
Brahe und Kepler vom Planeten Mars war insbesondere für
die beiden ersten Gesetze (Ellipsen- und Flächensatz)
bedeutsam.
• Ein anderes in diesem Kontext von Kepler aufgestelltes
Gesetz über die wirkende Kraft, die Anima motrix, hat sich als
nicht zutreffend erwiesen.
• Die keplerschen Planetengesetze wurden später von Newton
in den allgemeineren Zusammenhang seines
Gravitationsgesetzes gestellt.

Problematik der Mehrkörpersysteme:

• wenn zwei Körper sich umkreisen, wirkt auch eine Gravitation


vom kleinen zum größen Körper
o Daher bewegt sich auch dieser und steht nicht im Brennpunkt der Ellipse, sondern beide
umkreisen das Baryzentrum (Massezentrum) des Systems (heliozentrisches Weltbild)
• Wenn drei oder mehr Körper sich gegenseitig umkreisen,
kommt es zu weiteren Bahnstörungen der gravitiven Einflüsse
untereinander, für die jedoch Keplers Gesetze und
Bahnelemente ein bis heute verwendetes Bezugsystem
darstellen
o Sind zahlreiche Körper gravitativ aneinander gebunden, gelten die Gesetze nur im
Außenraum, weil jede umhüllende, mit Masse erfüllte Schale auf den Innenraum
schwerelos bleibt.
o Innen können sogar chaotische, also langfristig hochgradig instabile Zustände herrschen.
 Daher weicht z. B. die Bewegung der Fixsterne um das galaktische Zentrum
merklich vom zweiten und dritten Keplergesetz ab, und auch das Sonnensystem
ist kein bis in alle Ewigkeit stabiles keplersches System

Die 3 kepler’schen Gesetze der


Planetenbewegungen
Die 3 kepler’schen Gesetze der Planetenbewegungen

1. Gesetz

Kepler erkannte, dass die Planetenumlaufbahnen keine Kreise waren (so wie es damals auch von den
reformierten Wissenschaftlern angenommen wurde) sonder Ellipsen sind die sich jedoch nicht allzu sehr
von der Form eines Kreises unterscheiden.

2. Gesetz
In seinem 2. Gesetz ging er genauer auf die Geschwindigkeit der Planetenbewegung ein. Er formulierte
das folgendermaßen:

Die Verbindungslinie Sonne-Planet überstreicht in gleichen Zeiten gleiche Flächen.

Aber wieso ist das so?

Nun, Kepler konnte dieses Phänomen nur beschreiben. Mit der newton’schen Gravitationstheorie die erst
nach seinem Tod von Newton entdeckt wurde können wir es aber auch erklären:

Wie schon erwähnt bewegen sich die Planeten auf konstanten elliptischen Umlaufbahnen. Damit ein
Planet aber in seiner Umlaufbahn bleiben kann, muss die Summe der Kräfte die ihn zur Sonne hinziehen
und deren die ihn wegziehen gleich groß sein.

Das heißt es muss eine entgegengesetzte Kraft zur Anziehungskraft der Sonne existieren. Diese Kraft ist
die Fliehkraft, die bei allen Objekten auftritt, die ihre Richtung ändern, und auf einer elliptischen
Umlaufbahn wird die Bewegungsrichtung ja dauernd geändert). Wenn man diese Erkenntnis als
Gleichung ausdrückt lautet diese wie folgt:

Wenn jetzt der Planet der Sonne nähre kommt, was bei einer elliptischen Umlaufbahn unvermeidbar ist,
wirkt die Anziehungskraft stärker auf den Planeten als zuvor, und laut der vorhin aufgestellten Formel
muss deswegen die Fliehkraft auch größer werden, damit der Planet nicht in die Sonne stürzt. Dies
geschieht dadurch, dass er schneller wird, denn größer Radialbeschleunigung bedeutet gleichzeitig auch
eine größere Fliehkraft als vorher.

Deshalb ist ein Planet in Sonnennähe schneller als in Sonnenferne.

3. Gesetz

In seinem letzten Gesetz fand Kepler einen Weg die Umlaufbahnen zweier Planeten miteinander zu
vergleiche. Dazu braucht man die Informationen über die Umdrehungsdauer und den größten Abstand zu
der Sonne (große Halbachse „a“ einer Ellipse) eines Planeten und eine dieser beiden Variablen vom
anderen Planeten. Und schon kann man sich die fehlende Variable des zweiten Planeten ausrechnen.

Dieses 3. Gesetz können wir uns bekannten Formeln herleiten (was Kepler nicht möglich war àsiehe
Newton’sches Gravitationsgesetz). Dazu nehmen wir zunächst die schon vorhin aufgestellte Gleichung
her...

Legende:

F = Kraft r = Radius eines Kreises


G = Gravitationskonstante = Beschleunigung
M = Masse der Sonne (in diesem Fall) = Winkelgeschwindigkeit
m = Masse des Planeten (in diesem Fall) t = Zeit
a = große Halbachse einer Ellipse

... und wir setzen darin ein ...


auf der linken Seite die newton’sche Gravitationsformel, wobei wir r
durch welche die große Halbachse einer Ellipse ist ersetzen:
auf der rechten Seite die Berechnung der Fliehkraft, die man aus
der Formel (ebenfalls von Newton) , weil die Beschleunigung im
Falle der Fliehkraft die Radialbeschleunigung ist setzen wir ein
,ersetzen auch hier „r“ durch und setzen in die obige Formel ein:
gleichgesetzt sieht das dann so aus
können wir auf beiden Seiten kürzen und anstatt von setzen wir
den Berechnungsweg dieser Variable ein:
nun bringen wir alle Konstanten Parameter auf eine Seite der
Gleichung, und erhalten eine Formel mit der man sogar Planeten
verschiedener Sonnensysteme vergleichen könnte...
...da Kepler diese Formel nur für unser Sonnensystem gedacht
hatte, können wir M zu den konstanten Parameter zählen, und wir
haben Keplers 3. Gesetz selbst hergeleitet!

Denn Keplers 3. Gesetz lautet:


zum Schluss möchte ich noch dieses Gesetz anhand eines Beispieles demonstrieren. Vergleichen wir
hierzu die Erde mit dem Neptun:

= 1 Erdenjahre (logischerweise) = 164,6 Erdenjahre


= 149,6 Mio km ist gefragt
da können wir die Gleichung beider Planeten
gleichsetzen:
nun können wir einsetzen ...
und nach auflösen, schon haben wir das Ergebnis: km

Damit wäre mein Vortrag zu Ende und ich hoffe ich habe euch die kepler’schen Gesetze ein bisschen
näher bringen können. 54199iot33qcp9q