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Frida Kahlo

 Frida Kahlo wurde 1907als Magdalena Carmen Frida in der mexikanischen


Stadt Coyoacán geboren. Sie war das Dritte Kind in der Ehe der
Mexikanerin Mathilde Calderón de Kahlo und des Deutschen Wilhelm
Kahlo. Sie wurde im Haus Azul geboren, das ihr Vater zuvor extra für sie
baute. Ihr Geburtsdatum verschob sie später auf das Jahr 1910,
gleichzeitig das Jahr der Mexikanischen Revolution. Sie fand es wichtig,
hervorzuheben, dass ihr Leben in ihren Augen mit dem neuen Mexiko
begonnen habe.

 Als 6jährige erkrankte sie an Kinderlähmung wodurch sie ein dünneres


und etwas kürzeres rechtes Bein behielt.

 Mit 18 Jahren hat sie einen schweren Unfall. Bei einem Busunglück wurde
sie durch eine Stahlstange, die sich durch ihr Becken bohrte schwer
verletzt. Sie musste ihren Alltag immer wieder liegend und gefangen in
einem Ganzkörpergips verbringen. Das nichts tun war so schrecklich für
sie, dass sie begann im Bett zu malen. Daraufhin konstruierte ihre Mutter
ein Gestell womit sie im liegen malen konnte. Auch ein Spiegel war daran
befestigt, so dass Frida ihr Spiegelbild als Modell verwenden konnte. Frida
lernte trotz der schlechten medizinischen Erwartungen wieder Laufen.

 1928 wird sie Mitglied der Kommunistischen Partei Mexikos wodurch sie
auf Diego Rivera trifft. Es entsteht eine Liebesbeziehung auf welche ein
Jahr später die Hochzeit folgte. Diego Rivera ist damals 43 Jahre alt und
weltberühmt durch seine riesigen politisch -revolutionären Wandbilder. Im
gleichen Jahr treten beide der Partei aus. 1930 Mexiko zog das Paar
erstmals nach San Francisco. In New York kam es zu Fridas ersten
Ausstellung des Bildes „Frida Kahlo und Diego Rivera“.

 1934 erlitt Frida weitere Niederschläge. Sie unterzog sich einer


Blinddarmoperation, hatte eine Fehlgeburt und wurde am Fuß operiert.
Dazu kam die Trennung mit Rivera, der eine Affäre mit Fridas Schwester
Christina hatte.

 Zwischen 1930 und 1940 hatte Frida mehrere Erfolge mit ihren Bildern.
Z.B. wurden 25 Bilder in der Julien Levy Gallery in New York ausgestellt.
Frida Kahlo reiste nach Frankreich und besuchte André Breton in Paris,
der ihr eine Ausstellung zugesagt hatte. Dort begegnete sie Kandinsky,
Picasso und vielen anderen Künstlern aus dem Kreis der Surrealisten (u.a.
Max Ernst).

 Ende 1939 wurden Frida und Diego geschieden, doch heirateten ein Jahr
darauf ein zweites Mal. Diese turbulente Ehe war ein wichtiges Thema in
ihrer Kunst.

 Durch den Tod ihres Vaters fiel sie in tiefe Depressionen, die zudem ihr
Gesundheitsbild verschlechterten. 1942 begann Frida
mitTagebuchaufzeichnungen, sie wurde immer bekannter, ihre Werke
bekamen immer mehr Erfolg. Der Lehrstuhl an der Kunstschule La
Esmeralda, den sie angeboten bekam, war sehr wichtig für sie.

 In den folgenden 10 Jahren unterzog sie sich schweren Operationen an


der Wirbelsäule und musste so ihren Unterricht immer mehr reduzieren.
Doch sie malte auch im schlechtesten Zustand und beteiligt sich zudem
an vielen politischen Bewegungen (Friedensbewegung).

 1954 erkrankte sie an einer Lungenentzündung, nahm aber trotzdem


noch an einer Demonstration gegen die nordamerikanische Intervention
in Guatemala teil. Am 13. Juli, noch im selben Jahr starb sie im Blauen
Haus. Unklar ist, ob es Selbstmord war, da Hinweise in ihrem Tagebuch
zeigen, dass sie schon früher eine Selbsttötung versuchte.
 Vier Jahre später wurde das Museum Frida Kahlo im blauen Haus eröffnet
und nach dem Willen des 1957 verstorbenen Diego Rivera dem
mexikanischen Volk übergeben....dieses Haus ist heutzutage
weltberühmt!!

Da Malen zum Ausdruck ihrer seelischen und körperlichen Qualen wurde,


verarbeitete sie auch die Fehlgeburten, die sie des öfteren (durch die Folgen
des Unfalls) hatte, in Bildern. („Meine Geburt“1932)

Auch die häufige Untreue ihres Gattens verarbeitet Frida in ihren Bildern.