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FUNKTIONEN der HAUPTORGANE DES KORPERS

Organsystem

Eine Gruppe von Organen, die zusammenarbeiten, um eine oder mehrere Funktionen
im Körper zu erfüllen.

Bewegungssystem

Mechanische Unterstützung, Körperhaltung und Fortbewegung

Herz-Kreislauf-System

Transport von Sauerstoff, Nährstoffen und Hormonen durch den Körper und
Beseitigung von zellulären Stoffwechselabfällen

Atmungssystem

Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zwischen Körper und Luft, Regulierung des
Säure-Basen-Gleichgewichts, Phonation.

Nervensystem

Initiierung und Regulation lebenswichtiger Körperfunktionen, Empfindungen und


Körperbewegungen.

Verdauungssystem

Mechanischer und chemischer Abbau von Nahrungsmitteln mit dem Ziel, sie in den
Körper aufzunehmen und als Energie zu nutzen.

Harnsystem

Filtration von Blut und Eliminierung unnötiger Verbindungen und Abfallprodukte durch
Produktion und Ausscheidung von Urin.
Endokrines System

Produktion von Hormonen zur Regulierung verschiedenster Körperfunktionen (z. B.


Menstruationszyklus, Zuckerspiegel etc.)

Lymphsystem

Ableitung überschüssiger Gewebsflüssigkeit, Immunabwehr des Körpers.

Fortpflanzungssystem Produktion von Fortpflanzungszellen und Beitrag zum


Fortpflanzungsprozess.

Geschlechtssystem

Produktion von Fortpflanzungszellen und Beitrag zum Fortpflanzungsprozess.

Integumentäres System

Physischer Schutz der Körperoberfläche, sensorische Aufnahme, Vitaminsynthese.

DEMENZ

- Die Betroffenen können neue Informationen nicht mehr richtig aufnehmen,speichern


und wiedergeben.

- Demenz beschreibt den Verlust von erworbenen kognitiven (geistigen) und sozialen
Fähigkeiten. Die Ursache ist eine Erkrankung des Gehirns.

Symptome

- Betroffene Fähigkeiten sind z. B. Gedächtnis, Denken, Orientierung, Lernfähigkeit,


Sprache und Urteilsvermögen.
-Zudem treten Störungen des Sozialverhaltens, der emotionalen Kontrolle und der
Motivation auf.

- Mit der Zeit haben die Patienten Probleme, sich zu orientieren (zuerst zeitlich, dann
örtlich und zuletzt die eigenePerson betreffend),

- Orientierungsstörung zur eigenen Person

- Zeitliche Orientierungsstörung

- Räumliche Orientierungsstörung

- Situative Orientierungsstörung

- Personen und Dinge wiederzuerkennen (Agnosie) und zu denken (das Denken ist
verlangsamt)

- die Aufmerksamkeit ist gestört und das Urteilsvermögen eingeschränkt,

- anfangs können die meisten Patienten das jedoch noch überspielen).

- Schwierigkeiten bestehen zunehmend in der verbalen Kommunikation (Aphasie), bei


willkürlichen Bewegungen (Apraxie), beim Rechnen (Akalkulie) und Lesen (Alexie).

- Im Verlauf ist auch das Langzeitgedächtnis beeinträchtigt und die Patienten verlieren
Fähigkeiten, die sie bereits erworben hatten. Demente Patienten sind damit zunehmend
in ihrem Alltag eingeschränkt.

Demenz vom Alzheimer Typ (Morbus Alzheimer)

- Bei der Demenz vom Alzheimer-Typ (Morbus Alzheimer) kommt es durch einen
Verlust von Hirngewebe zu einer Atrophie der Großhirnrinde. Man spricht von einer
kortikalen Demenz.

- Gene und Umweltfaktoren

- Die Anzeichen für diesen Typ sind vielfältig, zu den ersten Symptomen zählt häufig
eine schleichende Vergesslichkeit.

- Die Patienten haben Schwierigkeiten mit der Sprache, beim Rechnen, Lesen und bei
willkürlichen Bewegungen.

- Im Verlauf nehmen die Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen weiter zu


- in späteren Stadien kommt es typischerweise zu Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst und
Erregungszuständen

-Hinzu kommen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, die an Intensität zunehmen,

- in späteren Stadien auch Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst, Inkontinenz und


Erregungszustände. Die Persönlichkeit des Betroffenen beginnt, sich zu verändern.

Vaskuläre Demenz

- Demenz, die infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn entsteht. Die häufigste


Ursache für eine vaskuläre Demenz ist die Hypertonie.
- bei der vaskulären Demenz die Hirnbereiche unterhalb der Hirnrinde betroffen (sog.
subkortikale Demenz)

- Die Ursache für eine vaskuläre Demenz sind chronische Durchblutungsstörungen


durch arteriosklerotische Gefäßveränderungen, die zu kleinen Hirninfarkten und in der
Folge zu einem Untergang von Hirngewebe führen.

- häufig Störungen des Antriebs, der Konzentration sowie der Stimmung, z. B. ein sehr
rascher Wechsel von Lachen und Weinen.

- Die Persönlichkeit und das Sozialverhalten bleiben bei einer vaskulären Demenz
erhalten.

Maßnahme

-dem Betroffenen Orientierungshilfen zu geben, damit er sich im Alltag zurechtfinden


kann.

- Psychosoziale Therapie

––Realitätsorientierungstraining (ROT): fördert Gedächtnis und Orientierung

––Validation/ Integrative Validation (IVA): Kommunikationstechnik, wirkt auf


Beziehungsebene

––10-Minuten-Aktivierung: z. B. mit Themenkästchen für ca. 10 min

––Erinnerungspflege: biografische Daten nutzen

––Snoezelen: nutzt sensorische Stimulation für Sicherheit, Entspannung und


Aggressionsabbau
- Mit der 10-Minuten-Aktivierung werden das Gedächtnis sowie das Auffassungs-,
Erinnerungs- und Konzentrationsvermögen des Patienten gefördert.

- Pflege demenziell erkrankter Menschen kann sehr aufwendig sein, besondere


Kenntnisse sind nötig, u. a. bei:

●● Essen und Trinken: Nahrungs- und Trinkprotokolle führen; Biografie beachten,


Essen anrichten (nach Farbe, Größe), eher süß würzen als salzig oder bitter

●● Prophylaxen: insbesondere Sturz- und Pneumonieprophylaxe

Informieren, Schulen, Beraten

●●Medikamente: Einnahme, Nebenwirkungen

●● Alltagsbewältigung:

––Krankheitsbild, Verlauf und Symptome

––ggf. Entlassungsmanagement oder Case Management

––Hilfsmittelversorgung

––Wohnberatung und Pflegeberatung

●● Entlastungsangebote für Angehörige: Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege,


häusliche Krankenpflege und Selbsthilfegruppen.

Schlaganfall (Hirninfarkt und Hirnblutung)

-bezeichnet das plötzliche (schlagartige)Auftreten von Symptomen wie Hemiplegie


(Halbseitenlähmung), Bewegungs-, Sprach- und Bewusstseinsstörungen.

Hirninfarkt: verminderte arterielle Blutzufuhr im Gehirn (= zerebrale Ischämie) durch


arteriosklerotische Thromben in arteriellen Gefäßen (arterielle Ischämie) oder Hirnsinus
(Hirnnerven- und Sinusvenenthrombosen)

Die häufigste Ursache für das klinische Bild des Schlaganfalls sind Hirninfarkte (80%).
(beeinhalten)
Hirnblutung: z. B. durch Aneurysma, Schädel-Hirn-Trauma

––intrazerebrale Hirnblutungen: aus einem Blutgefäß innerhalb des Gehirns

––extrazerebrale Hirnblutungen: im Bereich der Hirnhäute:

Diagnostik:

- Versorgung in Stroke Unit,

- ärztliche Anamnese,

- Überprüfung des Blutbilds,

- Untersuchung mit bildgebenden Verfahren (z. B. CT, MRT)

Schlaganfall – Akuttherapie

- Die erste Maßnahme bei Verdacht auf Schlaganfall ist, mithilfe von bildgebenden
Verfahren (CT oder MRT) die Ursache zu klären, damit eine passende Therapie
gewählt werden kann.

- Die Behandlung muss so schnell wie möglich erfolgen („Time is brain“), weil In jeder
Stunde, in der nicht behandelt wird, im Gehirn die Menge Neuronen stirbt.

●●Hirninfarkt:

Behebung des Sauerstoffmangels z. B.

durch Thrombolyse, durchblutungsfördernde Medikamente,

●●Hirnblutung:

Abklären, ob Aneurysma Auslöser war;

keine Thrombolyse (durchblutungsfördernden Maßnahmen); Gefäßoperation und evtl.


Ventrikeldrainage

●● beide:

- Sicherung der Vitalfunktionen (Atmung, Blutdruck, und Puls) - eine Messung jede 5
Minuten Monitoring
- Basis-Labordiagnostik (Blutzucker, Elektrolyte, Nierenwerte, Blutbild,
Blutgerinnungswerte, ggf. Lipide),

- EKG-Monitoring, (Herzrhythmusstörungen kann erkannt werden)

-spezifische therapeutische und pflegerische Maßnahmen,

- Überwachung der Körpertemperatur,

- Prophylaxen (u. a. Pneumonie, Thrombose)

!!! Ehohte Korpertemperatur, erhohter Hirndruck, Aspiration, Nahrungsmangel


mussen vermieden werden.

Schlaganfall – Maßnahmen bei erhöhtem Hirndruck

●● Lagerung:

erhöhter Oberkörper (ca. 30 °, nicht über 45°), Kopf in Mittelposition, keine Drehung
oder Dehnung des Kopfes, keine seitliche Lagerung zur Dekubitusprophylaxe

●●Maßnahmen, um Hirndruck zu senken:

––Osmotherapie mit Mannitol oder Glycerol

––kurzfristige Hyperventilation

●● erhöhten Hirndruck vermeiden:

Ruhe, Schmerzbehandlung, kein Drücken oder Pressen (Stuhlgang), ggf.


Antiemetikum, Patienten schonen

Schlaganfall – Pflegebasismaßnahmen:

Bei allen pflegerischen Maßnahmen bzw. beim Bewegen des Patienten wird der Patient
in seiner Aktivität, Haltungskontrolle

und Körperwahrnehmung gefördert und normale Bewegungsabläufe angebahnt. Siehe


auch Grundlagendes Bobath-Konzepts:

●● Körperwaschung im Bett

––geringe Körperkontrolle: Pflegende führen Waschung durch


––Pflegekraft steht möglichst auf mehr betroffener Seite

––von der weniger betroffenen zur betroffenen Körperseite mit Betonung der
Körpermittellinie waschen (von Hand zu Arm zu Schulter)

●●Waschen am Waschbecken: Voraussetzungen sind stabiler Kreislauf, Kopfkontrolle,


stabile Rumpfhaltung im Sitzen, Beckenbeweglichkeit nach vorne, Kontakthalten der
Füße zum Boden, Beweglichkeit von mindestens einem Arm und Aufmerksamkeit des
Patienten.

●● Essen und Trinken:

––Pflegekraft auf gleicher Ebene wie Patient

––Arm des Patienten führen

––Nahrungsmengen klein portionieren, Plastiklöffel verwenden

––nach der Nahrungsaufnahme sorgfältige Mundpflege

––selbstständige Nahrungsaufnahme durch Hilfsmittel unterstützen

Schlaganfall – Pflege bei Dysphagien

Dysphagien sind Schluckstörungen. Die wichtigsten Symptome sind häufiges


Verschlucken, Husten, Würgen nach dem Essen, Herausfließen von Speichel oder
Nahrungsresten aus dem Mund, Auftreten primitiver Reflexe (Saug-, Schluck-,
Beißreflex), schwacher/fehlender Mundschluss.

Pflegemaßnahmen sind u. a.:

●● auf unbemerktes Verschlucken achten

●● Schlucktraining in Absprache mit Logopäden

●● bei Nahrungsaufnahme anleiten

●●Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme protokollieren

●● 4-mal täglich mundhygienische Maßnahmen

●● 2-mal wöchentlich Gewicht kontrollieren


Schlaganfall – Pflege bei Sprachstörungen

●● Aphasien: Störungen der Sprache; Patienten können keine normalen Wörter nutzen
und machen grammatikalische

Fehler; sie verstehen weder akustisch noch visuell präsentierte Wörter/Sätze.

●●Dysarthrien: Störungen der Sprachmotorik; die Sprache ist undeutlich und


verwaschen, die Wortwahl ist aber korrekt und das Wortverständnis intakt.

Pflegemaßnahmen bei beiden sind u. a.:

●● so früh wie möglich mit der Sprachtherapie beginnen

●● Ruhe und Geduld im Umgang

●● kurze, einfache Sätze

●● langsam, deutlich, in normaler Lautstärke sprechen

●● Ja/Nein-Fragen stellen

●●Mimik, Gestik, Bilder, Zeichnungen nutzen

●● Verständnis nicht vortäuschen

●● ggf. neu ansetzen

HIRNINFARKT

Verengung oder Verschluss von Blut Gefäßen

V V

Arterielle Ischämie durch arteriosklerose Hirnvenen und Sinusthrobosen d.h. Thromben

Oder Thromben in arteriellen Blutgefäßen in großen venösen Blutgefäßen

zerebrale Ischämie

Sauerstoffmangel
V

1. Sehstörungen 2. Schwinde 3. Untergang von Nervenzellen 4. Bewegungsstörungen

Ein Schlaganfall kann nach dem zeitlichen Verlauf und dem Voranschreiten der
Symptomatik unterteilt werden:

1. TIA (Transistorische Ischämische Attacke): neurologische Störung dauert weniger als


24 Stunden, ist im CT nicht zu sehen, kann einen Schlaganfall ankündigen

2. Completed Stroke (vollendeter Schlaganfall): neurologische Störung dauert länger als


24 Stunden

3. Progressive Stroke (voranschreitender Schlaganfall): im Verlauf zunehmende


Symptomatik

4. PRIND (prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit):


neurologische Störung dauert länger als 24 Stunden, aber kürzer als 3 Wochen. Begriff
gilt als überholt.

RECHTS

Die Pflege von Patienten hat zum Ziel

- bei der Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten mitzuwirken

-ihre körperliche, geistige und seelische Gesundheit zu fördern

Aber die Erfüllung dieser Aufgaben muss jedoch durch Gesetz festgelegten Grenzen
erfolgen.

Es ist wichtig, die Freihet der Person zu merken: Jeder hat das Recht

1. auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.


2. auf Leben

3. auf körperliche Unversehrtheit

4. auf Freiheit

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DATENSCHUTZ

Datenschutz in der Pflege hat eine große Bedeutung.

Alle Informationen, die die Gesundheit eines Patienten betreffen, gehören zu den
besonderen Kategorien von Daten und sind besonders schützenswert.

Daten wie

-der Name, Anschrift, Kontaktdaten des Patienten und von Angehörigen

-Sozialversicherungsnummer

- Krankenkasse

- Pflegestufe

- Angaben über die Krankheiten

sind vertraulich, und deshalb mussen geschutzt , und mit höchster Sensibilität
behandelt werden

ACHTUNG! Die Folgenden mussen von der Pflegekrafte in Bezug auf Datenschutz
geachtet werden

1. Gemäß Datenschutz dürfen nur solche personenbezogenen Daten von den


Betreuten gesammelt und verarbeitet werden

2. Eine Ausnahme gilt dann, wenn der Betroffene eine entsprechende


Einwilligungserklärung abgegeben hat.

3. Neben dem Datenschutz ist die berufliche Schweigepflicht zu beachten.

4. Enge Angehörige des Betreuten haben nicht automatisch das volle Recht,
umfassende Einsicht in die personenbezogenen Daten des Betroffenen zu erhalten.
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FIXIERUNG

-ist eine Behandlungsmaßnahme zur Sicherheit des Patienten und die notwendige
Einschränkung der körperlichen Bewegungsfreiheit von bestimmten Patienten in der
Kranken- und Altenpflege

- häufig fixiert sind demente, geistig verwirrte oder psychisch kranke Patienten, die sich
selbst oder andere gefährden.

1. Mechanische Fixierung: durch Bettgittern; Hand-, Fußfesseln und Bauchgurten;


Schutzhemden durchgefuhrt

2. Medikamentöse Fixierung: durch Schlafmittel (Benzodiazepine); durch schwache,


mittelstarke, und starke Neuroleptika; Antidepressiva

Wann darf “ fixiert werden?

gegen den Willen des Patienten, wenn er vor Selbstgefährdung ( z. B.: Sturz aus dem
Bett oder Stuhl) geschützt werden muss oder von ihm eine Gefahr für Andere ausgeht.

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BETREUUNGSRECHT

Wenn eine volljährige Person aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer
Behinderung ihre Angelegenheiten nicht mehr vollständig besorgen kann, so bestellt
das Betreuungsgericht für sie einen Betreuer. Diese Anordnung bedarf nur dann eines
Antrags des Betroffenen, wenn er lediglich körperlich behindert ist. Oder er kann seinen
Willen nicht mehr kundtun.

Voraussetzungen einer Betreuung

1. Eine psychische Krankheit oder eine körperlich, geistige oder seelische Behinderung
muss vorliegen.

(der Betroffene seine kann Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen)
Dabei kommen insbesondere folgende Aspekte in Betracht:

■ Aufenthaltsbestimmung (residence)

■ Vermögensverwaltung (asset mgt)

■ Gesundheitsfürsorge

PFLEGEPLANUNG

- ist der vierte Schritt des Pflegeprozesses nach Feichter und Meier

1. Pflegeanamnese

2. Pflegediagnose

3. Pflefeziele

4. Pflegemassnahmen

5. Durchfuhrung der Pflege

6. Pflegeevaluation

- ist ein Arbeitsinstrument von professioneller Pflege.

- ist eine pflegefachlich erforderlichen Massnahmen und Interventionen, die zum


Erreichen der Pflegeziele geegniet sind.

- Durch die Pflegeplanung wird die individuellen Pflegeprobleme des einzelnen


Patienten festgestellt.

- Die Planung sollten so wie möglich nicht nur konkret, erreichbar, realistisch und
überprüfbar formuliert sein, sondern auch präzis, kurz und verständlich.

- Deshalb ist eine exakte Beschreibung nötig.

- Wichtig ist, dass die Maßnahmen auf den Bedarf und das Leistungsvermögen des
Patienten zugeschnitten sind.

- Pflegende sollten nur die Maßnahmen auswählen, die dem Patienten den
größtmöglichen Nutzen bringen und die er tatsächlich ausführen kann.
- weil es viele sinnvolle Maßnahmen gibt, die aber nicht für alle Patienten
gleichermaßen geeignet sind

Die Pflegemaßnahmen beschreiben die Vorgehensweise der Pflegenden:

• Was ist zu tun? Konkrete Festlegung einzelner Pflegemaßnahmen.

• Wie ist es zu tun? oder wie kann das Ziel erreicht werden? Kurze Beschreibung der
Pflegemaßnahme, wenn

möglich mit Pflegestandards.

• Wann oder wie oft ist es zu tun? Zeitangabe und Häufigkeit der Pflegemaßnahme.

• Wer soll es tun? Hier sollen die unterschiedlichen Qualifikationen der

Mitarbeiter beachtet werden. Die Pflegefachkraft ist verantwortlich für

die sachgerechten Eintragungen durch den Mitarbeiter.

■ wer,

■ was (Art),

■ wann (Bedingungen),

■ wie oft (zeitliche Abstände),

■ wo und

■ wie (Qualität) durchführen soll“

Pflegemaßnahmen können als

■ vollständige Übernahme,

■ teilweise Übernahme,

■ Unterstützung,

■ Beratung, Anleitung und Beaufsichtigung durchgeführt werden“


COPD chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen

- ist das gleiche wie Asthma bronchiale. Es gibt obstruktive Belüftungsstörung in der
unteren Atemwege.

- Bronchien werden irreversibel geschädigt, infolgedessen gibt es Obstruktion in der


Atemwege

- Der wichtigste Risikofaktor einer COPD ist das Rauchen, weil Zigarettenrauch die
Schleimhaut irritieren und schädigen

Zigarettenrauch

Das Bilden vermehrtes Schleims

Cilia (Flimmerhärchen) können Schleim nicht mehr transportieren

chronishe Bronchitis

Patient raucht weiter

Bronchien werden irreversibel geschädigt

Obstruktion in der Atemwege

SYMPTOME

- chronische Husten und Auswurf (Sputum)

- verlängerte Ausatmung

- exspiratorisches Giemen, Pfeifen


und Brummen

THERAPIE

- Am allerwichtigsten ist es, mit dem Rauchen aufzuhören

- Medikamentöse Langzeittherapie

- Sauerstoffbehandlung wegen der niedrigen Sauerstoffgehalts im Blut

- Alle COPD-Patienten sollten sich regelmäßig gegen Pneumokokken und Influenza


impfen lassen.

ASTHMA BRONCHIALE

- ist eine entzundliche obstruktive Belüftungsstörung in den unteren Atemwegen wegen


der Hyperreagibilität der Schleimhaut von der Bronchien, und ist reversibel im
Gegensatz zu COPD

- mit anderen Worten, es gibt zu viel Luft in der Lunge

Es gibt 2 Hauptformen des Asthmas: allergisch und nicht allergisch

ALLERGISCHES ASTHMA - beginnt meistens im Kindesalter. Es verursacht durch


Auslöser wie Pollen, Hausstaub oder Tierhaare

NICHT ALLERGISCHES ASTHMA - beginnt meistens im Erwachsenenalter. Es


verursacht durch verschiedene unspezifische Reize, wie Virusinfektion, kalte Luft,
psychische Belastungen, oder körperliche Anstrengung

Diese Auslöser reizen die Bronchien, infolgedessen führt es zu Luftwegverengung,


Bronchospasmus, und vehrmehrten Schleim

Aus diesem Grund können die folgenden Symptome stattfinden, die uns von Manilyn
erzählt werden.
Symptome

- teilweise hörbar Atemgeräusche wie Pfiefen oder Brummen, Giemen

- plötzliche Atemnot

- trockenes Husten

- Engegefühl im Brustkorb

- Tachypnoe und Tachykardie

THERAPIE:

Akuttherapie - Behandlung der akuten Beschwerden

Dauertherapie: langfristige Behandlung, um Asthmaanfälle zu vermeiden

In der Behandlung spielen Medikamente eine wichtige Rolle (Inhalative BEhandlung,


orale Gabe, subkutane Gabe)

Die Therapie bezieht Vermeiden von Allergenen, medikamentöse Behandlung, und


atemunterstützende Maßnahmen ein.

Atemunterstützende Maßnahmen

●● Training der Atemmuskulatur (Peak flow)

●● Atem- und Hustentechniken (lippenbremse)

●●warme Brustwickel, Entspannungsübungen

Sofortmaßnahmen bei Asthma-Anfall

●● Bedarfsmedikamente verabreichen

●● evtl. Kortisolgabe durch den Arzt

●● Patient sollte wenig sprechen

●● den Patienten zur „Lippenbremse“ anleiten

●● atemerleichternde Position unterstützen


●● den Patienten beruhigen, nicht alleine lassen

●● Fenster öffnen

um die Exspiration zu unterstützen sitzt der Patient aufrecht mit aufgestützten Armen.

LUNGEN/BRONCHIALKARZINOM

Das Bronchialkarzinom ist ein maligner (bösartiger) Tumor, der von den Epithelzellen
der Bronchien und Alveolen ausgeht.

Es gibt zwei Hauptgruppen von Karzinom:

1. das „kleinzellige“ Karzinom beschreibt als rasches Wachstum und Metastasierung

2. das „nicht kleinzellige“ Karzinom beschreibt als relativ langsam Wachstum

Das langjährige Rauchen ist der größte Risikofaktor für das Lungenkarzinom. Andere
sind die allgemeine

- Luftverschmutzung wie Feinstaub

- Inhalation von schädliche und krebserzeugende Stoffe am Arbeitsplatz (z.B. Asbest,


Arsen oder Nickel),

- Ernährungsgewohnheiten

Außerdem steigt das Risiko für Lungenkrebs, wenn man unter bestehende
Lungenerkrankungen leidet, zB chronische Bronchitis, Lungenemphyseme, Pneumonie
und Tuberkulose

SYMPTOME

-Haüfig asymptomatisch und abhängig vom Stadium der Erkrankung

-Frühsymptome: chronischer Husten und Auswurf meistens mit Blut (Hämoptyse)

-Spätsymptome:
-hartnäckige Atemwegserkrankungen

-Schmerzen und Gewichtsabnahme

-Heiserkeit

-Schluckstörungen

-Atemnot

DIAGNOSTIK

■ Röntgenaufnahmen, CT

■ Bronchoskopien mit PE (Probeentnahme)

■ evtl. Mediastinoskopie und operative PE

■ Tumormarker

THERAPIE

- Chemotherapie/Strahlentherapie

- chirurgische Entfernung vom Tumor (nicht metastasiert Tumor)

- Wenn die Erkrankung nicht geheilt werden kann, kommen palliative Maßnahmen zum
Einsatz, die die Lebensqualität des Patienten verbessern sollen: z.B beim Atemnot,
Schmerzen, Medikamentose wie Antiemetika bei Übelkeit

- Rauchen aufzuhören

Pflegebasismaßnahmen

- Lagerung: atemerleichternde Lagerung, um Atemnot zu vermeiden

- Mobilisation: Der Patient sollte nicht an die Grenzen seiner Leitungsfähigkeit gebracht
werden.

- angepasste regelmäßige Bewegung verbessert Erschöpfungszustände, Appetit und


Motivation

- Ernährung: Wunschkost oder mitgebrachte Speisen oder Getränke.


- Thrombose, Pneumonie, Dekubitusprophylaxe

-Integration der Krankheit in den Lebensalltag

●● Palliative Maßnahmen: z. B. Schmerz und Luftnot lindernde Maßnahmen

●● Psychoonkologie: bei depressiven, verzweifelten Patienten

●● Atemunterstützende Maßnahmen: regelmäßige Atemgymnastik und Atemtraining,


atemvertiefende und sekretmobilisierende Maßnahmen

Metabolisches Syndrom

-Wenn Adipositas, Hypertonie, Fettstoffwechselstörung und Diabetes (sog. „tödliches


Quartett“) zusammen auftreten, wird ein metabolisches Syndrom diagnostiziert

- Das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall ist um das 4-Fache erhöht!

ADIPOSITAS

Der Body-Mass-Index (BMI) ist definiert als Körpergewicht in kg/(Körpergröße in m)2.


Ab einem BMI ≥ 25 kg/m² spricht man von Übergewicht, bei einem BMI ≥ 30 kg/m² liegt
eine Adipositas vor.

Mitwirken bei der Therapie

Therapeutisches Ziel ist die langfristige Gewichtsabnahme, um das Risiko für


Folgeerkrankungen zu reduzieren

●● Ernährungsumstellung unter ärztlicher Kontrolle

●● Bewegungstherapie

●●Verhaltenstherapie, um beim Patienten eine positive Krankheitseinsicht zu erlangen

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●● Beobachtung: täglich Puls und Blutdruck kontrollieren; auf Atemnot,
Schmerzsymptome, Krampfadern oder Wunden achten; Gewicht 1-mal wöchentlich
kontrollieren

●● Körperpflege: milde Seifen benutzen und Hautfalten gründlich abtrocknen, auf


Intertrigo oder Pilzinfektionen achten

●● Schlaf fördern: Oberkörper leicht hochlagern und auf Atempausen oder Schnarchen
achten, ggf. Sauerstoffsättigung überprüfen und Schlafapnoe abklären lassen

●●Mobilisation: mindestens zu zweit arbeiten, ggf. Spezialbetten oder -stühle


bereitstellen

●● Perioperative Pflege: Narkoserisiko, Aspirations- und Thrombosegefahr sind erhöht;


atemunterstützende Maßnahmen und frühe Mobilisation dienen der
Pneumonieprophylaxe

●● Kommunikation: über das Essverhalten sprechen, um Essstörungen zu erkennen;


sensibel vorgehen, ggf. psychologische Betreuung gewährleisten

●● Information und Schulung: Um eine dauerhafte Gewichtsreduktion zu fördern, sind


die Betroffenen ausgiebig zu informieren, zu schulen und zu beraten. Eine positive
Motivation ist hier wesentlich.

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Lipidstoffwechselstörungen

- Bei Störungen im Fettstoffwechsel (Fettstoffwechselstörungen) ist die Konzentration


der Lipoproteine im Blut verändert.

- Sie sind für den Transport von Fetten im Blut verantwortlich.

Primäre Fettstoffwechselstörungen haben ihre Ursache in einer genetischen


Erkrankung

Sekundäre Fettstoffwechselstörungen entstehen durch ungesunden Lebenswandel, z.


B. fettreiche Ernährung und übermäßigen Alkoholkonsum.
--->>>>Die Patienten haben stark erhöhte LDL-Cholesterin-Werte und leiden bereits
sehr früh an Arteriosklerose.

Symptome:

- Arteriosklerose,

- koronare Herzkrankheit,

- periphere arterielle Verschlusskrankheit, Schlaganfall,

- Leberverfettung,

- Bauchspeicheldrüsenentzündung

●●Diagnostik:

Cholesterin- und Triglyzerid-Werte im Serum; HDL- (gutes Cholesterin) high density


lipoprotein

LDL-Cholesterin (schlechtes Cholesterin)

●● Therapie:

cholesterinarme Diät,

Bewegung, ggf. Gewichtsabnahme.

LDL-Serumspiegel medikamentös gesenkt

KARDIOLOGIE

- Das Herz ist ein Hohlmuskel und arbeitet als Pumpe, die kohlendioxidreiches
(sauerstoffarmes) Blut aus dem Körperkreislauf in die Lunge pumpt und das mit
Sauerstoff angereicherte (sauerstoffreiches) Blut aus dem Lungenkreislauf zu den
Organen transportiert.

- Das Herz ist etwa so groß wie eine geschlossene Faust


- Der Herzzyklus besteht aus der Systole und der Diastole.

sauerstoffarmes Blut ->> obere/untere Hohlvene -> Rechter Vorhof -> Trikuspidklappe -
> rechte Kammer -> Lungenarterie -> Lunge -> sauerstoffreiches Blut -->> Lungenvene
-> linker Vorhof -> Bikuspidalklappe -> linke Kammer -> Aorta -> Korperkreislauf

Koronare Herzkrankheit (KHK)

- kommt es durch arteriosklerotische Verengungen der Herzkranzgefäße zu einer


Minderdurchblutung des Herzmuskels und damit zu einer Myokardischämie

Herzkranzgefäße versorgen das Herz mit Blut

• Plaques wachsen an.

• Das verbleibende Gefäßlumen wird immer enger.

• Der Blutfluss wird eingeschränkt.

• Es kommt zu Durchblutungsstörungen.

• Gefäßwände werden durch die Kalkablagerungen starr.

RISIKOFAKTOREN

- Diabetes mellitus

- arterielle Hypertonie

- Rauchen

- Fettstoffwechselstörungen

- Adipositas
SYMPTOME:

-Angina-pectoris-Beschwerden

- Thoraxschmerzen

- Schmerzen retrosternal angegeben und strahlen häufig aus

- Atemnot

- Panikgefühl

- Schweißausbrüche

- Übelkeit

--->>Komplikationen vermeiden

●●medikamentöse Therapie überwachen und auf mögliche Nebenwirkungen achten: Es


werden Betablocker, Kalziumantagonisten, Nitrate, ACE-Hemmer und Statine
eingesetzt.

PRÄVENTION

• gesunde Ernährung

• reduzierter Salzkonsum

• Bewegung 3 x 30 min pro Woche

• nicht rauchen

• Diabetes gut einstellen

• LDL-Cholesterin senken

• Blutdruck normalisieren
Notfallmedikamente Herzinfarkt

Die Notfallmedikation bei Herzinfarktpatienten merkt man sich

am besten über „Monas BH“ –

M wie Morphin,

O2 wie Sauerstoff,

N wie Nitro-Spray,

A wie ASS (Acetylsalicylsäure - Aspirin)

B wie Betablocker,

H wie Heparin.

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●● stabile Angina-pectoris: Beschwerden nur unter Anstrengung, mit Nitrospray gut


behandelbar

●● Akutes Koronarsyndrom:

––instabile Angina pectoris: kein Herzinfarkt, sondern Verschlechterung der KHK,


Beschwerden schon in Ruhe

––NSTEMI (non ST-segment-elevation myocardial infarction): Herzinfarkt, der im Labor,


nicht aber im EKG diagnostiziert werden kann

––STEMI (ST-segment-elevation myocardial infarction): Herzinfarkt, der sowohl im EKG


(ST-Strecken-Hebungen) als auch im Labor diagnostiziert werden kann

TROPONIN I is between 0 and 0.04 ng/mL

-Bei einem Herzinfarkt kommt es zu einer Herzmuskelnekrose oder Bildung von


Narbengewebe aufgrund einer Minderdurchblutung der Herzmuskelzellen

- Angina-pectoris-Beschwerden können oft ein Vorläufer des Herzinfarktes sein


- Die Patienten haben heftige Brustschmerzen mit Ausstrahlen in den linken Arm, Kiefer
und/oder Oberbauch

PFLEGEMASSNAHMEN:

- KHK ist ein Notfall

- Der Patient muss für 48 Stunden intensivmedizinisch überwacht werden, um


Frühkomplikationen zu vermeiden

- der Patient absolute Bettruhe einhalten

- medikamentöse Therapie umfasst unter anderem die Gabe von Nitroglycerin, ACE-
Hemmern (Angiotensin Converting Enzyme), Betablockern und gerinnungshemmenden
Medikamenten

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Herzinsuffizienz

Es gibt ins Gefäßsystem geringe gepumpte Menge an Blut, um den Körper ausreichend
mit Sauerstoff zu versorgen. --->> Herzzeitvolumen gesunken

Ursachen:

arterielle Hypertonie

Herzrhythmusstörungen

Herzklappenfehler

Kardiomyopathien

kompensierten Herzinsuffizienz = keine typischen Beschwerden

dekompensierten Herzinsuffizienz = Dyspnoe, Leistungsminderung und Ödeme


FORMEN:

Linksherzinsuffizienz = Rückstau des Blutes in den Lungenkreislauf

Klassische Symptome sind Dyspnoe, Orthopnoe, Lungenödem oft mit


Rasselgeräuschen, nächtliches Husten, Asthma cardiale, Pleuraergüsse, Nykturie und
eine eventuelle Zyanose.

NYHA-Stadium

I - ohne Symptome

II - Symptome bei körperlicher Anstrengung

III - Symptome bei geringer Belastung

IV - Symptome in Ruhe

Rechtsherzinsuffizienz = Blutstauung vor dem rechten Herzen mit Rückstau in den


großen Körperkreislauf

Klassische Symptome sind Müdigkeit , Abgeschlagenheit, Leistungsminderung ,


gestaute Halsvenen , Ödeme in den unteren Extremitäten , Stauungsleber und Aszites,
Nykturie sowie Pleuraergüsse

Globalherzinsuffizienz = Kombination der Rechts- und Linksherzinsuffizienz

MASSNAHMEN

- kausaltherapiert

- alle Risikofaktoren reduziert

- eine natriumarme und flüssigkeitsreduzierte Kost

- individuell angepasstes körperliches Training


Herzinsuffizienz: Kurzübersicht

 Ursachen: an erster Stelle Verengung der Herzkranzgefäße (Koronare


Herzkrankheit), Bluthochdruck, Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien),
Entzündungen des Herzmuskels
(Myokarditis), Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen, chronische
Lungenerkrankungen, Herzklappenfehler, Herzinfarkt, Leberzirrhose,
Medikamenten-Nebenwirkungen, erhöhte Blutfette, Diabetes
 Symptome: je nach Stadium Atemnot (Dyspnoe) bei Belastung oder in Ruhe,
reduzierte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Blass- oder Blauverfärbung der Lippen
und Nagelbetten, Ödem v.a. an Knöcheln und Unterschenkeln, verdickte
Halsgefäße, schnelle Gewichtszunahme, nächtlicher Harndrang, Herzrasen,
Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck
 Diagnostik: körperl. Untersuchung, Blutdruckmessung, Abhören
von Herz und Lunge, Blutabnahme mit Bestimmung der biochemischen
Herzinsuffizienzmarker BNP (Brain Natriuretic Peptide), NT-proBNP, und MR-
proANP (die über einen Dehnungsreiz am Herzmuskel freigesetzt werden), Herz-
Ultraschall, Röntgen des Brustkorbs, EKG/Langzeit-EKG, Herzkatheter
 Behandlung: Medikamente zur Blutdrucksenkung (Antihypertensiva), zum
Ausschwemmen (Diuretika), zur Verlangsamung des Herzschlages (z.B.
Betablocker), zur Herabsetzung der Wirkung bestimmter Hormone (Aldosteron-
Antagonisten) und zur Stärkung der Herzkraft (z.B. Digitalis). Je nach Ursache
Operation (z.B. der Herzklappen, Bypass, Herzschrittmacher),
manchmal Herztransplantation

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Exemplarische tachykarde Herzrhythmusstörungen

Vorhofflattern - jede zweite oder dritte Erregung


Vorhofflimmern - hochfrequenten unkontrollierten Zuckungen der Vorhofmuskulatur

- ist eine Herzrhythmusstörung, bei der das Herz unregelmäßig schlägt.

 Symptome: Herzrasen, unregelmäßiger Puls, Schwindel, Atemnot, Schmerzen


in der Brust, Angstgefühl
 Therapie: Medikamentöse Frequenz- oder Rhythmuskontrolle, Katheterablation
der krankhaft veränderten Herzmuskelzellen, Gerinnungshemmung zur
Schlaganfallprophylaxe
 Ursachen und Risikofaktoren: Häufig andere Herzerkrankungen und
körperliche Erkrankungen (zum Beispiel Schilddrüsen- oder
Nierenerkrankungen), Übergewicht, Alkoholkonsum, Stress
 Diagnose: Anamnese, (Langzeit-/Belastungs-)Elektrokardiogramm
(EKG), Echokardiografie, Laborwerte
 Krankheitsverlauf: Vorhofflimmern ist nicht akut lebensbedrohlich, führt
möglicherweise jedoch zu Komplikationen wie Schlaganfällen oder
Herzschwäche.

- dauerhafte Antikoagulation

- Betablocker

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Exemplarische Erkrankungen des Endo-, Myo- und Perikards

Endokarditis = bakterielle Entzündung des Endokards

--->>unklares Fieber, veränderte Herzgeräusche

-->> Beginn der Antibiotikatherapie mit Hilfe einer Blutkultur

Kardiomyopathie = Erkrankungen des Herzmuskels -->> Funktionsstörungen


5 Formen der Kardiomyopathie:

- dilativ

- hypertrophisch

- restriktiv

- arrthymogen

- nicht klassifiziert

= medikamentös behandelt

Perikarditis = viralen Entzündung des Herzbeutels

(trockene oder feuchten Perikarditis)

-->> sehr schmerzhaft

-->>Analgetika, die Bettruhe, eine Perikardpunktion entlasten

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Exemplarische Erkrankungen der Herzklappen

Aortenklappenstenose = eine degenerative Veränderung durch Arteriosklerose

Symptome sind Angina-pectoris-Beschwerden und Herzinsuffizienzzeichen sowie


Synkopen

Mitralklappeninsuffizienz = fließt das Blut während der Systole in den linken Vorhof
zurück -->> der Druck im Lungenkreislauf steigt -->> ein Lungenödem entwickeln
Mitralklappenstenose = Verengung der Mitralklappe -->> die Füllung der linken
Herzkammer während der Diastole erschwert

-->> eine Rechtsherzhypertrophie mit Arrhythmien wie Vorhofflimmern

-->> eine Rechtsherzinsuffizienz sowie das Auftreten rötlicher Wangen und


zyanotischer Lippen.

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Arterielle Hypertonie & Hypotonie

= über einen längeren Zeitraum hinweg die Blutdruckwerte wiederholt > 140/90 mmHg

Risikofaktoren:

Rauchen

Adipositas

Fettstoffwechselstörungen

Diabetes mellitus

SYMPTOME:

Kopfschmerzen

Schwindel

Dyspnoe bei Belastung.

!!! Der dauerhafterhöhte Druck im Gefäßsystem kann zu typischen


Folgeerkrankungen wie KHK, arterielle Verschlusskrankheit, Hirninfarkte oder -
blutungen führen.
DIAGNOSTIK:

24-Stunden-Blutdruckmessung,

laborchemische Untersuchungen

EKG

eine Echokardiografie

THERAPIE:

Die Gewichtsreduktion

Ausdauersport

Alkohol- sowie Nikotinkarenz

eine ausgewogene Ernährung

Der Einsatz von ACE-Hemmern, Diuretika, Betablockern und Kalziumantagonisten

MASSNAHMEN:

Vitalzeichenkontrolle

die Beine hochgelegt

ausreichender Bewusstseinsklarheit

Flüssigkeit

Sympathomimetika medikamentös

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