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EPISTELN AN DEN FREUND

(2019 – 2021)

VON TORSTEN SCHWANKE

ERSTER TEIL 2019

MOTTO
„Der Herr sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zu einem Gott gesetzt über Pharao; und Aaron, dein
Bruder, soll dein Prophet sein.“ (2 Mose 7,1)

Lieber Malek,
die makellose Weisheit der Kirche stellt in ihrer göttlichen Liturgie in der Zeit des Advent die
Bibeltexte zur Wiederkunft Jesu vor, das ist der Adventus, den wir feiern sollen. Aber wie der
Prophet sagt, ist es doch alles Lüge, was die Priester und Schriftgelehrten daraus machen! Die lauen
Pfaffen der deutschen Kirche predigen einer lauen Gemeinde von heidnischen Namenschristen vom
Adventskalender, vom Adventskranz, vom Nettsein zu allen. Ich fürchte, wenn Jesus wiederkommt,
dann wird er die ganze deutsche Kirche ausspeien. Die deutschen Christen (aller Konfessionen)
denken, die Naherwartung der Wiederkunft sei ein Irrtum der Urkirche gewesen, sie wissen es
besser, dass Jesus schon seit 2000 Jahren nicht wiederkam und auch in den nächsten 2000 Jahren
nicht wiederkommen wird. Also schmücken sie ihren Tannenbaum, backen Kekse, legen
Silberkettchen auf den Gabentisch und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein. Ich will
jedenfalls eine Christmesse und Gottesgeburt ohne allen Weihnachtskitsch, denn all diese
pseudochristliche Folklore kommt mir im Grunde vor wie eine neuheidnische Religion.

Malek,
als einsamer Katholik steh ich ganz allein mit meiner Verurteilung der Abtreibung. Karina hatte
abgetrieben, Evi mit dem Gedanken gespielt bei ihrem ersten Kind, Susanne arbeitet bei einer
Frauenärztin, die Frauen, die abtreiben wollen, zu profamilia zur Beratung und ins Oldenburger
Klinikum zur Abtreibung schicken, und Marco sagte: Das sei nur ein Zellhaufen, man dürfe ja auch
Fliegen und Mücken töten. Die Sozialisten bringen es auf den Punkt (auch der Satan kann dichten)

Hätte Maria abgetrieben,


Wär Jesus uns erspart geblieben.

Mein lieber "Malek" mit den slawischen Ahnen!


Ich, die Jungfrau Maria, die Mutter Jesu, die Frau des Evangeliums, bin erklärte Feindin von
Liberalismus und Modernismus, wie du. Erinnere dich, wie du die Sixtinische Madonna von Raffael
in Dresden gesehen hast und gesagt: In diese Madonna könnte man sich verlieben! Ich danke dir,
ich habe das sehr wohl gehört. Und ich danke dir auch von Herzen für alles, was du für meinen
bevorzugten Liebling Torsten und sein Apostolat getan hast, indem du seinen Marianischen
Minnesang und seine Bibel veröffentlicht hast und wie du ihm auch sonst vielfältig beistehst. Deine
Treue ist mir lieb. Ich bin die Erste Christin, deine Schwester in Christus! Ich segne dich!
Jungfrau Maria

Sehr empfehlenswert, der Roman Doktor Schiwago von Boris Pasternak, ungekürzte Lesung.

Vom Menschen werden Menschen abgetrieben,


Seit jeher die Poeten einsam blieben,
Die mit der Muse ganz allein im Zimmer,
Was keiner lesen will, allein geschrieben,
Da weint der Mensch, weil keiner ihn mehr lieb hat
Und auch nicht seine Freundinnen, die sieben,
Die lesen nichts als Kriminalromane
Von dummen Kommissaren und den Dieben,
Dazu verkorkste Männer, ihre Gatten,
Die dummdreist sich durch das Gemenge schieben.
Und ach! allein in meinem Traum am Morgen
Der kleine Hund weiß mich allein zu lieben!

MALEK BRINGT SEINEN SLAWISCHEN AHNEN EIN OPFER DAR

Auf diesem schönen Hügel in dem Süden


Ist alles gut, und Noah tat sein Werk,
Die Taube brachte uns den Zweig des Frieden,
Und Weinstock blüht an Weinstock auf dem Berg.
Die Grenzen definieren wir, die alten,
Da Weizenfelder golden sich entfalten.

Der winterliche Himmel wolkig rieselt


Und schickt herab der Flocken weißen Schnee,
Und bald der Frühlingsregen wieder nieselt,
Des Eises Fläche wird zum blauen See.
Die weißen Widder weiden auf der Heide
Und überall, all überall Getreide!

Die Ländereien schön geordnet stehen,


Die tragen Korn in lauter Überfluss.
Der Herr wird gerne unsre Ernte sehen,
Und Wodka trinken wir mit viel Genuss.
Der Ahnen Enkel trinken auf dem Feste
Und unsre Freunde auch, willkommne Gäste.

Auf dem zentralen Grundstück Hütten stehen,


Der Kürbis an der Grenze wächst sehr dicht.
Reif sind die Früchte, lieblich anzusehen,
Sind für das Opfer gut mit ihrem Licht.
So werden unserm Herrn die Ahnen geben
Geschenke von dem Himmel, langes Leben!

Der Walnuss-Wodka wird nun eingegossen,


Dann führen wir zum Tor den weißen Stier.
Die Ahnen laden wir zu Weggenossen,
Und weiß und reinlich ist das Opfertier.
Das scharfe Messer gleitet durch den Nacken,
So können Fleisch und Fett wir kräftig packen.

Wir präsentieren unsre Opfergabe,


Und geistige Getränke voller Duft.
Wie groß das Opfer ist der Ganzhingabe!
Die Ahnen kommen zu uns in der Luft,
Zwar ungesehen, doch sie werden senden
Den Segen: Unser Leben wird nicht enden!

Toto

Malek,
schön dass dich Ratzingers Jesus-Buch begeistert. Den 2. und 3. Band gibt es bei Amazon gebraucht
spottbillig. Mir persönlich war Ratzinger immer zu nüchtern. Johannes Paul hab ich verschlungen,
aber der war ja auch Poet und marianischer als Ratzinger. Aber wat de een sin Uhl, is de annern sin
Nachtigall.

Lieber Malek,
hier findest du die katholisch-lutherische Erklärung zur Rechtfertigungslehre, falls es dich
interessiert.

Malek,
das ist doch der Gipfel des satanisch-menschlichen Hybris, dass sie im kommunistischen China ein
genmanipuliertes Baby zur Welt gebracht haben! Der Bann ist gebrochen, nach Abtreibung und
Euthanasie wird sich nun auch dies durchsetzen. Dann gibt es keine schizophrenen Dichter mehr -
was für ein Verlust für die Menschheit!

JESAJA

Der Herr verheißt das himmlische Bankett,


Da werden leckre Engelsspeisen sein,
Da liegen satt und trunken wir im Bett
Mit Sulamith und trinken alten Wein.

Im Wachen und am hellen Tag


Liebt keiner mich, wie ich es klag,
Doch in der Nacht, im Liebestraum,
Werd ich geliebt im innern Raum.

SANKT NIKOLAUS

Die Bibel nicht zu hören nur,


Nein, auch zu tun,
Das führt dich zu der Göttlichen Natur,
In Gottes Schoß zu ruhn.

Papst Franziskus wird als erster Papst der Geschichte auf die arabische Halbinsel reisen. Die
Vereinigten arabischen Emiraten haben ihn eingeladen zu einer Konferenz über Dialog in der
Menschheit. Mutig! Tapfer! Das Motto stammt vom heiligen Franziskus: Herr, mach mich zu einem
Werkzeug deines Friedens. Die Reise findet im Februar 2019 statt. Ich freue mich auf diese Zeit.
Dann ist auch bald der Vorfrühling da.

Malek,
Evi interessiert sich für ihre Ahnen bis hin zum Ur-Urgroßvater. Ist family-search von den
Mormonen da richtig, muss man sich irgendwo anmelden? Schick mir mal einen leicht zu
praktizierenden link für Evi.

Malek,
Gretchen von Deutschland ist Parteivorsitzende geworden, Maria hat meine Gebete erhört. Gute
Nachricht für unser Volk!

Das Grablied

Dort ist die Gräberinsel, die schweigsame; dort sind auch die Gräber meiner Jugend. Dahin will ich
einen immergrünen Kranz des Lebens tragen.

Also im Herzen beschließend fuhr ich über das Meer. –

Oh ihr, meiner Jugend Gesichte und Erscheinungen! Oh, ihr Blicke der Liebe alle, ihr göttlichen
Augenblicke! Wie starbt ihr mir so schnell! Ich gedenke eurer heute wie meiner Toten.

Von euch her, meinen liebsten Toten, kommt mir ein süßer Geruch, ein herz- und tränenlösender.
Wahrlich, er erschüttert und löst das Herz dem einsam Schiffenden.

Immer noch bin ich der Reichste und Bestzubeneidende – ich der Einsamste! Denn ich hatte euch
doch, und ihr habt mich noch: sagt, wem fielen, wie mir, solche Rosenäpfel vom Baume?
Immer noch bin ich eurer Liebe Erbe und Erdreich, blühend zu eurem Gedächtnisse von bunten
wildwachsenen Tugenden, oh ihr Geliebtesten!

Ach, wir waren gemacht, einander nahe zu bleiben, ihr holden fremden Wunder; und nicht
schüchternen Vögeln gleich kamt ihr zu mir und meiner Begierde – nein, als Trauende zu dem
Trauenden!

Ja, zur Treue gemacht, gleich mir, und zu zärtlichen Ewigkeiten: muß ich nun euch nach eurer
Untreue heißen, ihr göttlichen Blicke und Augenblicke: keinen andern Namen lernte ich noch.

Wahrlich, zu schnell starbt ihr mir, ihr Flüchtlinge. Doch floht ihr mich nicht, noch floh ich euch:
unschuldig sind wir einander in unsrer Untreue.

Mich zu töten, erwürgte man euch, ihr Singvögel meiner Hoffnungen! Ja, nach euch, ihr Liebsten,
schoß immer die Bosheit Pfeile – mein Herz zu treffen!

Und sie traf! Wart ihr doch stets mein Herzlichstes, mein Besitz und mein Besessen-sein: darum
mußtet ihr jung sterben und allzu frühe!

Nach dem Verwundbarsten, das ich besaß, schoß man den Pfeil: das waret ihr, denen die Haut
einem Flaume gleich ist und mehr noch dem Lächeln, das an einem Blick erstirbt!

Malek,
herzlichen Dank für den Liebesgruß meiner Mätresse Marie! Dich segne zum 2. Advent der
Christus, der Doktor der Doktoren!

CREDO

Wir glauben an den Einen Gott,


Den Schöpfer Himmels und der Erden,
Der will, der Odem im Schamott,
Dass Menschen Gottessöhne werden.
Gott wird uns unsern Leib ernähren,
Und unsre Seele fromm bewahren,
Dem bösen Feinde wird er wehren,
Kein Übel soll uns widerfahren.
Er sorgt für uns, der uns bewacht,
Der ist von grenzenloser Macht.

Wir glauben an Herrn Jesus Christ,


Den Gott vom Gott, den Licht vom Lichte,
Der einzig unser Retter ist,
Der wirklich kam in die Geschichte,
Dass wir zu Gott, zu Jahwe kommen,
Indem wir Jesus tief vertrauen.
Sein Kreuz zu tragen, wird uns frommen,
Der Schmerzensmann wird uns erbauen,
Der Gottessohn, Mariensohn,
Er herrscht in unsers Herzens Thron.

Wir glauben, dass Herr Jesus Christ


Von Gott dem Geiste ward geboren
Und dann empfangen worden ist
Von Unsrer Frau mit ihren Ohren,
Der Mutter Gottes, ganz alleine,
Dass wir, geboren hier auf Erden
Mit Herzen härter als die Steine,
In Jesu Herz verwandelt werden
Und von dem zweiten Tod befreit
Durch Jesu Allbarmherzigkeit.

Wir glauben, dass Herr Jesus Christ


Aus Liebe ist am Kreuz gestorben,
Der Retter uns geworden ist,
Der uns das Paradies erworben,
Und Jesus wurde auch begraben,
Ist zu den Toten abgestiegen,
Dass keine Feinde wir mehr haben,
Die Tod uns wüssten zuzufügen,
Weil er gegangen durch die Not
Der Toten und besiegt den Tod.

Wir glauben, dass Herr Jesus Christ


Im Morgenrot ist auferstanden
Und nicht mehr in dem Tode ist,
Auf dass wir von des Todes Banden
In Christus werden auferstehen
Und kommen in das wahre Leben
Und werden Gottes Schönheit sehen,
Der Liebe ganz uns hinzugeben.
Solang wir noch am Erdenort,
Wir folgen treu dem Gotteswort.

Wir glauben, dass Herr Jesus Christ


Ist dann gen Himmel aufgefahren,
Der ewig in der Gottheit ist,
In seiner Huld uns zu bewahren.
Die Gläubigen, die wahren Christen,
Die dürfen immer zu ihm schreien
Aus tiefster Not. Vor Satans Listen
Will er sie schützen und befreien.
Er alle Macht in Händen hält,
Der Bräutigam im Himmelszelt.

Wir glauben, dass Herr Jesus Christ


Kommt wieder an dem Jüngsten Tage,
Der Vater kennt allein die Frist,
Dann wird getröstet alle Klage
Von allen, die als Menschen leben.
Doch Satanas und seine Bösen
Wird er der Hölle übergeben,
Die Liebenden wird er erlösen
Von aller Trauer, Angst und Not,
Und führt sie heim zu Zebaoth.

Wir glauben an der Liebe Geist,


Der kommt vom Vater und vom Sohne,
Der uns mit seiner Liebe speist,
Der liebt uns feurig, zweifelsohne.
Die Kraft, die will er auch uns geben,
Dass wir die Sünden ernst vermeiden
Und würdig der Erlösung leben,
Auch tröstet er in allen Leiden,
Hilft unsrer Schwächte, treibt uns an,
Macht unsre Seele heilig dann.

Wir glauben, dass der Liebe Geist


Die Kirche lenkt, die ist katholisch,
Die man die Una Sancta heißt,
Katholisch, heilig, apostolisch,
Die Menschheit er vereint auf Erden
In einer Taufe, einem Glauben.
Wer außer ihr kann selig werden?
Den Glauben soll uns keiner rauben.
Die Kirche ist des Retters Braut
Und wer sich Jesus anvertraut.

Wir glauben, dass vom lieben Geist


Wird alle Erbschuld uns vergeben,
Wie es die Taufe uns verheißt,
Wir tauchen ein in Christi Leben,
Die dennoch oft in Sünden fallen,
Doch wenn wir beichtend sie bereuen,
Dann finden wir sein Wohlgefallen,
Dann gibt er uns den Geist, den neuen.
Der uns erlöst von aller Schuld,
Gießt in die Seele seine Huld.

Wir glauben, dass der Liebe Geist


Uns alle auferwecken werde
Am Jüngsten Tage, wie es heißt,
Die man begraben in der Erde,
Er wird zu schönstem Freudenleben
Uns in der Herrlichkeit verklären,
Wird uns den freisten Geistleib geben,
Wo wir befriedigt Gott begehren,
Und alle Trauer von uns geht,
Wenn Frau und Mann einst aufersteht.

*
Am 11.12. war der Gedenktag des heiligen Papstes Damasus, dem wir die Hieronymus-
Bibelübersetzung und die endgültige Definition des NT-Kanons verdanken. Hieronymus machte
sich immer an seine Übersetzung, wenn die Wollust ihn anfocht. Ich will Johannes-Evangelium und
die Geschichte der drei Patriarchen und gerne noch Jeremia übersetzen. Bin schrecklich einsam.

Malek,
bei C. S. Lewis in seinem Buch über den Kummer, nach dem Krebstod seiner Frau, schrieb er,
Lazarus war der erste Märtyrer: Warum hat Jesus ihn vom Todesschlaf aufgeweckt und wieder
zurück in dieses Jammertal geschickt! Das zitierte ich einem katholischen Priester, der war entsetzt,
das irdische Leben sei doch so schön... Wie sehr Marco am irdischen Leben hängt, erkennst du aus
dieser Geschichte, die er mir erzählte: Stell dir vor, du fällst vom 30. Stockwerk eines Hochhauses,
und wenn du unten ankommst, bist du sicher tot, aber in der mittleren Ebene des Hochhauses guckt
ein Nagel aus der Wand, und du könntest mit einem Auge daran hängen bleiben - möchtest du das?

Ich feire den Advent mit meinen Ahnen,


Die an die Wiederkunft des Herrn mich mahnen,
Entgegen gehe ich dem Weltenmorgen,
Will mich um der Geschwister Seelen sorgen,
Ich lese lächelnd in der Wehnachtsfibel
Und feire Christ-Mass mit dem Bund der Bibel.

Malek,
du hast recht. Die meisten Christen freuen sich, dass Jesus für sie das Kreuz getragen hat, sind aber
nicht bereit, Tag für Tag ihr Kreuz für Jesus zu tragen. - Ich habe Freude an der Johannes-
Translation.

Lieber Malek,
letztes Jahr zu Sylvester hörte ich die Predigt eines katholischen Mönchs-Jugendseelsorgers, der das
Neue pries, der neuen Bund, das neue Lied des Lammes, siehe, ich mache alles neu! - Das
widerstrebte meiner Seele. Gestern hörte ich einen katholischen Priester-Bibellehrer, der sprach
auch vom Neuen: Im Anfang schuf Gott hieße auch: Gott schafft Anfänge, es gelte nicht, am Alten
festzuhalten, sondern offen zu sein für die überraschende Neuheit der Neuanfänge des Heiligen
Geistes. - Meine Seele ist müde und konservativ geworden. Meine Poesie schreibe ich so, dass die
Babylonier 2000 vor Christus sie gut verstehen können. Ich übersetze die ältesten Texte der
Menschheit. Politisch häng ich an der katholischen Monarchie des Mittelalters. Postmoderne Lyrik
verachte ich. Meine Muse ist die ERINNERUNG an Karine. Ich liebe nichts Neues, ich liebe das
Uralte, den uralten Gott.

Malek,
die Christen sagen: Der Gott des Alten Testament ist ein Gott des Zornes und der Rache, aber der
Vater Jesu ist nur Liebe und Gnade. - Aber ich glaube, es kommt noch der Zorn des Lammes, da
wird der Herr die Kelter treten. Gott ist derselbe gestern und heute. Der Kelch der Gerechtigkeit ist
voll, und wenn die Menschheit nicht Buße tut, wird der Vater dreinschlagen!

Toto

Willst werden du ein wahrer Glaubensheld,


Verlasse nur die gottverlassne Welt!
Willst du begeben zu dem Vater dich,
Musst du verlassen noch dein kleines Ich!
Um Gott zu finden, lass dein Gottesbild,
Dann wirst du eins mit Gott, o sanft und mild!

Lieber Malek,
Marco zu mir: Was machst du denn, wenn Malek mal nicht mehr ist? Ich: Das darf nicht sein, er
darf nicht vor mir sterben. - Darum ernähre dich gesund, bewege dich ausreichend, verschmähe bei
Krankheit nicht den Arzt... Obwohl du mein jüngerer Bruder bist, bist du doch soetwas wie mein
Vater…

Malek,
Petrus begegnete dem auferstandenen Herrn und der fragte ihn dreimal: Liebst du mich, zur
Wiedergutmachung seiner dreimaligen Verleugnung. So erklären es immer die Priester. Eine sehr
tiefe Weisheit wird immer übersehen. Jesus fragt Petrus: Liebst du mich mit göttlicher, selbstlos
hingebungsvoller Liebe (Agape) mehr als diese? Petrus sagte: Ich liebe dich als Freund (Philia).
Jesus schraubt seine Ansprüche zurück: Liebst du mich mit göttlicher, selbstlos hingebender Liebe
(Agape), (nun nicht mehr: mehr als diese)? Petrus sagte: Ich liebe dich als Freund (Philia). Nun
erwartet Jesus schon gar keine selbstlos hingebende Liebe mehr, sondern ihm genügt an Petri
Freundschaft, er fragt: Liebst du mich mit der Liebe eines Freundes (Philia)? Petrus: Ja, das weißt
du, ich liebe dich wie ein Freund seinen Freund liebt. - Wie demütig Jesus doch ist! Er, der die
feurige Liebe Gottes ist, begnügt sich mit unsrer kleinen Sympathie.

Was aber soll mir der Champagner?


Was soll das Spritzen mir des Sekts?
Was sollen Madel mir und Anja?
Wie bin ich müde doch des Sex!
Was soll der Frauen Liebesflüstern,
Die wie des Himmels Huris lüstern?
Was sollen mir die Weiber wild?
Ich bin vor Altersweisheit mild
Und frag nichts mehr nach losem Luder.
Mein Freund lädt mich zum Himmel ein,
Da will er mit mir trinken Wein,
Verzichten muss mein armer Bruder
Auf Erden leider, wenn er trinkt,
Er bald vor Eiterbeulen stinkt.
*

DER HELIAND

ZEHNTER GESANG

Sie begaben sich wieder nach Galiläa, Josef und Maria,


Die heiligen Eltern des Himmelskönigs,
Sie waren in Nazareth, wo der rettende Christus
Wuchs an Wohlgefallen, ward der Weisheit voll,
Bei war ihm die Gnade Gottes, er war geliebt von allen
Mutter-Verwandten, er nicht war andern Knaben gleich,
Der Gute in seiner Güte.

Da er das Alter
Von zwölf Jahren erreicht hatte, da war die Zeit gekommen,
Dass in Jerusalem die Juden
Ihrem Gott dienen wollten
Und seinen Willen tun. Da waren in dem Tempel
Von Jerusalem die der Juden versammelt,
Eine mächtige Manneskraft. Dort Maria war
In der Gesellschaft und hatte ihren Sohn mit sich,
Gottes einzigen Sohn. Als die Juden für ihre Sünden hatten,
Die Menschen, in dem Tempel, wie es im alten Bund geboten,
Sühne geleistet, da fuhren wieder die Leute fort,
Die Gerechten, nach ihrem Willen. Und da in dem Tempel blieb
Der mächtige Sohn Gottes, doch die heilige Mutter
Wusste es in Wahrheit nicht, sie dachte, er sei beim Haufen
Mit seinen Freunden. Sie erfuhr es
Erst am andern Tag, die adlige Frau,
Die selige Magd des Herrn, dass er in der Gesellschaft nicht war.
Maria ward das Gemüt voller Sorgen,
Es ward ihr weh ums Herz, da sie das heilige Kind
Nicht fand unterm Volk. Da klagte voller Weh
Die Gottesmagd. Sie begaben sich wieder nach Jerusalem,
Ihren Sohn zu suchen, und fanden ihn sitzen
In dem Tempel, wo die weisen Männer,
Sehr gebildete Berater, in Gottes Gesetz
Lasen und lehrten, wie man Lobpreis solle
Wirken mit Worten dem, der diese Welt erschafft.
Da saß mitten unter ihnen der mächtige Sohn Gottes,
Christus, der allwissende, wie ihn die Männer nicht erkannten,
Die den Tempeldienst vollzogen,
Und er fragte sie wissbegierig
Mit weisen Worten, sie wunderten alle sich sehr,
Wodurch doch ein Knabe solche Rede kann
Führen mit seinem Mund. Dort ihn die heilige Mutter fand
Sitzen in der Gesellschaft, und ihren Sohn grüßte sie,
Den allweisen, unter den Männern, sprach zu ihm mit ihren Worten:
Wie konntest du der Mutter, o der Menschen Liebster,
Solche Sorge bereiten, dass ich dich so schmerzhaft
Suchen musste, ich arme Frau,
Unter diesen Leuten? - Da sprach ihr Kind,
Mit weisen Worten: Weißt du doch sicher, sprach er,
Dass ich dort sein muss, wo ich mit Recht soll
Wohnen nach Gottes Willen, wo die Herrschaft hat
Mein ewiger Vater. - Die Männer nicht verstanden,
Die Gelehrten im Tempel, warum er das Wort sprach
Mit seinem Mund. Maria aber alles behielt,
Bewegte es in ihrer Brust, was sie da hörte ihr Kind sprechen
An weisen Worten.

Die ganze schwarze Erde voller Weh


Bedeckt der weißen Gottesgnade Schnee.

Gesegneten dritten Advent!

So sagen weisheitsvoll die Juden und die Mucker:


Es stirbt die kalte Welt am Mangel, ach, von Zucker!

Noch eine französische Revolution? Mon Dieu, bewahre uns! Statt vernünftige sozialpolitische
Forderungen aufzustellen und Lösungsprogramme zu entwickeln, entlädt sich die dumpfe Wut des
Pöbels mit Zerstörungswut von Linksradikalen gemischt. Ich muss nun weiter meinen Voltaire über
den Absolutismus und die Hugenotten-Revolution übersetzen…

Am vierten Advent in der Kirche zu Bremen


Da feiern wir ohne die lieblichen Kinder,
Da hören wir Gottes gepredigte Themen:
Das Licht wird geboren im finstersten Winter.

Malek,
der amerikanische Priester in der Messe erzählt vom Stammbaum Jesu und erzählt, dass er
Ahnenforschung betreibt…

Malek,
ich frage mich seit langem, wie Jesus, der selbstverständlich ehelos war und also seine
Genitalsexualität nicht ausgelebt hat, wie er als wahrer Mensch, ja, Mann, seine Sexualität gelebt
hat. Der einzige, der sich das noch fragte, ist Kardinal Schönborn. 2000 Jahre Christentum hat da
keine Literatur hervorgebracht! Ich will nicht wiederholen, was Marco dazu sagte. In Jesus ist die
Fülle der Agape, die Fülle der Philia, aber ich glaube, auch die Fülle des Eros. Die Mystiker sagen:
JESUS IST DER EROS. Aber nicht der egoistisch begehrende unzüchtige Eros unreiner Seelen,
sondern, das ist jetzt meine Idee, JESUS SUBLIMIERTE SEINE SEXUALITÄT ZU EINER
UNIVERSALEN PAN-EROTIK. Aber darüber will ich noch viel nachdenken. Nun gut, ich sage dir
doch, was mein pietistischer Hofnarr sagte: Jesus war verheiratet und wenn er die Prostituierte
Magdalena sah, kriegte er eine Erektion.

Malek,
zwei Beichtväter hatten mir gesagt, ich solle Evi in die Wüste schicken. Was hab ich gemacht? Ich
hab die unfähigen Beichtväter in die Wüste geschickt.

Malek,
vielleicht gefällt dir dies nicht. Der heilige Stefan, der als König Ungarn um 1000 n. Chr.
christianisiert hat, sagte: Wenn es keine Priester mehr gibt, fangen die Menschen wieder an, Tiere
anzubeten. - Soweit ist es gekommen. Das deutsche Gesetz sagt, ein Tierkind darf so lange nicht
von seiner Mutter weggenommen werden, bis es selbständig leben kann. Aber menschliche Föten
darf man schon im Mutterschoß töten. Regine (ich habe den Kontakt mit der Idiotin abgebrochen)
machte ihr Veganertum zum Inhalt ihrer Religion. Evi sagt, Jesus war Essener und die Essener
waren Vegetarier. Ein katholischer Theologe sagte, inspiriert vom Vegetarismus buddhistischer
Mönche, alle katholischen Pfarrhäuser und Bildungsstätten sollten nur noch vegane Speise anbieten.
Vegetarismus sei Christenpflicht. Papst Benedikt in einem Interviewbuch sagte: Die
Massentierhaltung ist des Schöpfers nicht würdig, aber man dürfe nicht in einen neuheidnischen
TIERKULT verfallen. Mir geht das einfach nur auf die Nerven.

Malek,
ich schreibe gerade einen Text über Jesu Sexualität und erzählte Evi davon. Sie meinte, Jesus sei
doch auch mal jung gewesen. Man müsse doch "Sex haben". Ich rede über das Thema mit keinem
mehr, die Leute denken sich doch eh einen heidnischen unzüchtigen Jesus aus, und auch die
Christen kennen weder das Evangelium noch die Lehre der Kirche. Das nannte Papst Benedikt
religiösen Analphabetismus. Ich bin frustriert.

Sankt Josef sagte zu Maria im Stall zu Bethlehem: Ach Maria, ausgerechnet heute am ersten
Weihnachtsfest, da der Logos aus der Jungfrau geboren ist, hab ich diese Infektion! Hoffentlich
stecke ich dich nicht an, du meine Gottesgebärerin! Wie gerne wäre ich jetzt in der warmen Stube
bei unseres süßen Jesulein Großeltern Anna und Joachim! Aber ich fürchte fast, wir müssen in
diesem zugigen Stall bleiben. Bleib mir nur gesund, meine jungfräuliche Braut, denn eine Mutter ist
unersetzlich! Aber während alle Sterne an diesem Weihnachtsfest strahlen vor Freude und alle
grünen Tannenbäume sich in weißen Schnee hüllen, wir beide, wir Auserwählten, wir göttlichen
Menschen, wir bejahen auch unser Kreuz zu Weihnachten, und sei unser Kreuz auch eine Infektion!
- Und die Mutter Gottes segnete ihren lieben Hausvater.

A MATHEMATICALL PROBLEM

I.
On a given finite Line
Which must no way incline;
To describe an equi--
--lateral Tri--
--A, N, G, L, E.
Now let A. B.
Be the given line
Which must no way incline;
The great Mathematician
Makes this Requisition,
That we describe an Equi--
--lateral Tri--
--angle on it:
Aid us, Reason--aid us, Wit!

II.

From the centre A. at the distance A. B.


Describe the circle B. C. D.
At the distance B. A. from B. the centre
The round A. C. E. to describe boldly venture.
(Third Postulate see.)
And from the point C.
In which the circles make a pother
Cutting and slashing one another,
Bid the straight lines a journeying go,
C. A., C. B. those lines will show.
To the points, which by A. B. are reckon'd,
And postulate the second
For Authority ye know.
A. B. C.
Triumphant shall be
An Equilateral Triangle,
Not Peter Pindar carp, not Zoilus can wrangle.

III.

Because the point A. is the centre


Of the circular B. C. D.
And because the point B. is the centre
Of the circular A. C. E.
A. C. to A. B. and B. C. to B. A.
Harmoniously equal for ever must stay;
Then C. A. and B. C.
Both extend the kind hand
To the basis, A. B.
Unambitiously join'd in Equality's Band.
But to the same powers, when two powers are equal,
My mind forbodes the sequel;
My mind does some celestial impulse teach,
And equalises each to each.
Thus C. A. with B. C. strikes the same sure alliance,
That C. A. and B. C. had with A. B. before;
And in mutual affiance,
None attempting to soar
Above another,
The unanimous three
C. A. and B. C. and A. B.
All are equal, each to his brother,
Preserving the balance of power so true:
Ah! the like would the proud Autocratorix do!
At taxes impending not Britain would tremble,
Nor Prussia struggle her fear to dissemble;
Nor the Mah'met-sprung Wight,
The great Mussulman
Would stain his Divan
With Urine the soft-flowing daughter of Fright.

IV.

But rein your stallion in, too daring Nine!


Should Empires bloat the scientific line?
Or with dishevell'd hair all madly do ye run
For transport that your task is done?
For done it is--the cause is tried!
And Proposition, gentle Maid,
Who soothly ask'd stern Demonstration's aid,
Has prov'd her right, and A. B. C.
Of Angles three
Is shown to be of equal side;
And now our weary steed to rest in fine,
'Tis rais'd upon A. B. the straight, the given line.

Samuel Taylor Coleridge

Malek,
beim Hauskreis-Weihnachtsessen sagten sie: Torsten, du magst ja kein Lob, aber du hast uns durch
deine Bibelarbeiten und deine Fragen, auf die wir nie gekommen wären, zum Nachdenken gebracht:
Alle: Ja, alle deine Bibelarbeiten waren sehr interessant. Dann applaudierten sie mir. Marco sagte:
Torsten hat es geschafft, das Buch Hiob in zehn Abenden sehr interessant und spannend
aufzuarbeiten. Das hätte ich nicht gekonnt. Meinen Respekt! - Eine Schwester schenkte mir einen
Schlafanzug. Nun kann ich Weihnachten verschlafen, wie schön…

Wir Vegetarier für Christus sagen, dass die böse Kirche mit ihrem sogenannten Himmel, in dem es
viele Päpste, aber keine Tiere gibt, ganz gegen Jesus den Vegetarier ist. Wir sprechen darum den
Esel heilig, auf dem Jesus nach Jerusalem eingezogen ist. Du treuer Knecht des Herrn! Und also
beten wir: Heiliger Esel, bitte für uns! Sankt Asinus, ora pro nobis!

*
Die konservativen Katholiken wollen die Frau als Hausfrau und Mutter sehen, wenn sie sich in der
Kirche engagieren wollen, dann sollen sie sich für den Lebensschutz engagieren. - Aber die
Christinnen und anderen Frauen, die ich kenne, wollen alle gerne auch eine Berufsarbeiten haben
und wollen nicht "schweigen in der Gemeinde" - und sie haben recht, wie ich finde.

Dann wünsch ich dir jetzt schon einmal möglichst stressfreie Weihnachten! Melde dich, wenn du
zurück bist.

Und Malek und alle seine Lieben waren schon zehntausend Jahre tot. Malek legte sich erst einmal
in sein Himmelsbett und schlief sieben Ewigkeiten. Als er erwachte, brachte die heilige Martha ihm
ein Frühstück ans Bett. Malek frühstückte, drehte sich noch mal um und schlief noch mal drei
Ewigkeiten. Vormittags machte er dann einen kleinen Spaziergang mit dem Jesuskind durch den
Libanonwald. Dann war Zeit zum Mittagessen. Es gab gebratenes Manna mit Rehrückengeschmack
und Rotkohl und Bratkartoffeln. Dann machte Malek einen Mittagsschlummer, etwa eine halbe
Ewigkeit lang. Er träumte von Sulamit. Nachmittags kam der heilige Albertus Magnus vorbei, der
Doktor universalis, und diskutierte mit Malek etwas über Naturwissenschaft. Nun war
Abendbrotzeit, es gab Weißbrot mit Käse, Noah brachte Wein vorbei. Malek sprach noch etwas mit
dem heiligen Johannes über den Logos. Dann kamen die Knaben der Thomas-Kirche und sangen
noch einen Choral aus dem Weihnachtsoratorium. Malek wurde schon wieder schläfrig. Die heilige
Susanna ließ ihm noch ein heißes Bad ein mit Badesalz vom Toten Meer. Davon wurde Malek so
schläfrig, er sagte nur noch ein kurzes Gebet: Ich danke dir, Herr, dass es im Himmel keine Uhren
gibt - und schon war er eingeschlafen und schlief eine Myriaden Ewigkeiten, er hatte gar nicht
gemerkt, dass sich seine Frau zu ihm gelegt hatte und so weiter und so fort…

Ich bin Weihnachten mit Maria allein. Sylvester mach ich dann Susanne den Hof.

DAS EVANGELIUM NACH LUKAS

ERSTES KAPITEL

1 In Anbetracht dessen, dass viele andere sich verpflichtet haben, Berichte über die Ereignisse zu
erstellen, die unter uns ihre Erfüllung fanden,
2 da uns diese von jenen überliefert wurden, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des
Wortes waren,
3 nachdem ich die ganze Geschichte von Anfang an sorgfältig durchgelesen habe, habe ich
beschlossen, einen bestellten Bericht für dich zu schreiben, Theophilus,
4 damit Eure Exzellenz erfahren kann, wie fundiert der Unterricht ist, den Ihr erhalten habt.
5 In den Tagen des Königs Herodes von Judäa lebte ein Priester namens Sacharja, der zur Abija-
Abteilung des Priestertums gehörte, und er hatte eine Ehefrau, Elisabeth mit Namen, die eine
Nachfahrin Aarons war.
6 Beide waren vor Gott aufrichtig und führten alle Gebote und Vorschriften des Herrn tadellos aus.
7 Aber sie waren kinderlos: Elisabeth war unfruchtbar, und sie waren beide in Jahren
fortgeschritten.
8 Nun geschah es, dass er an der Reihe war, zu dienen, und er übte sein priesterliches Amt vor Gott
aus,
9 als es ihm zufiel, wie es der priesterliche Brauch war, das Heiligtum des Herrn zu betreten und
dort zu weihräuchern.
10 Und zur Stunde des Räucherns waren alle Leute draußen und beteten.
11 Da erschien ihm der Engel des Herrn, der rechts vom Räucherbecken stand.
12 Der Anblick störte Zacharias, und er wurde von Furcht erfüllt.
13 Der Engel aber sprach zu ihm: Sacharja, fürchte dich nicht, denn dein Gebet ist erhört worden.
Deine Frau Elisabeth soll dir einen Sohn gebären, und du sollst ihn Johannes nennen.
14 Er wird deine Freude und Wonne sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen.
15 Denn er wird groß sein vor den Augen des Herrn; er darf keinen Wein trinken, kein starkes
Getränk; vom Mutterleib an wird er mit dem Heiligen Geist erfüllt sein,
16 und er wird viele der Israeliten zum Herrn, ihrem Gott, zurückbringen.
17 Mit dem Geist und der Kraft Elias wird er vor ihnen einhergehen, um die Väter mit ihren
Kindern und die Ungehorsamen mit dem gesunden Menschenverstand zu versöhnen, und für den
Herrn ein für ihn geeignetes Volk vorzubereiten.
18 Sacharja sprach zu dem Engel: Wie kann ich das wissen? Ich bin ein alter Mann, und meine Frau
geht in die Jahre.
19 Der Engel antwortete: Ich bin Gabriel, der in der Gegenwart Gottes steht, und ich wurde gesandt,
um mit dir zu sprechen und dir diese gute Nachricht zu bringen.
20 Schau! Da du meinen Worten nicht geglaubt hast, die zu ihrer festgesetzten Zeit in Erfüllung
gehen werden, wirst du zum Schweigen gebracht und hast keine Redefähigkeit, bis dies geschehen
ist.
21 Inzwischen warteten die Leute auf Zacharias und waren überrascht, dass er so lange im
Heiligtum blieb.
22 Als er herauskam, konnte er nicht mit ihnen sprechen, und sie erkannten, dass er im Heiligtum
eine Vision gesehen hatte. Aber er konnte ihnen nur Zeichen machen und blieb stumm.
23 Als seine Dienstzeit zu Ende ging, kehrte er nach Hause zurück.
24 Einige Zeit später wurde seine Frau Elisabeth schwanger, und sie blieb fünf Monate lang
zuhause und sagte:
25 Der Herr hat das für mich getan, jetzt, da es ihm gefallen hat, die Demütigung, die ich in der
Öffentlichkeit erlitt, zu beseitigen.
26 Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth
gesandt
27 zu der Jungfrau, die mit dem Mann namens Josef aus dem Hause Davids verlobt ist; und der
Name der Jungfrau ist Maria.
28 Er ging hinein und sagte zu ihr: Freue dich, die du ganz erfüllt bist von Gottes Gnade! Der Herr
ist bei dir!
29 Sie war zutiefst beunruhigt von diesen Worten und fragte sich, was dieser Gruß bedeuten könnte.
30 Der Engel aber sprach zu ihr: Maria, fürchte dich nicht; du bist Gottes Favoritin!
31 Schau! Du sollst in deinem Schoß empfangen und einen Sohn gebären, und du musst ihn Jesus
nennen.
32 Er wird groß sein und wird Sohn des Allerhöchsten genannt. Der Herr Gott wird ihm den Thron
seines Vorfahren David geben;
33 er wird das Haus Jakob für immer regieren, und seine Regierung wird kein Ende haben.
34 Maria sagte zu dem Engel: Wie kann das geschehen, da ich mit keinem Mann schlafen werde?
35 Der Engel antwortete: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten
wird dich mit seinem Schatten bedecken. Und so wird das Kind heilig sein und wird Sohn Gottes
genannt.
36 Und ich sage es dir auch: Deine Cousine Elisabeth hat in ihrem hohen Alter auch einen Sohn
empfangen, und die, die die Leute unfruchtbar nannten, ist jetzt im sechsten Monat.
37 Denn nichts ist Gott unmöglich.
38 Maria sagte: Siehe, ich bin die Gottesmagd, lass es mir geschehen, wie du gesagt hast. - Und der
Engel hat sie verlassen.
39 Maria machte sich damals auf den Weg und ging so schnell sie konnte in das Hügelland in eine
Stadt in Juda.
40 Sie ging in das Haus von Sacharja und begrüßte Elisabeth.
41 Nun geschah es, dass, sobald Elisabeth den Gruß Marias hörte, dass das Kind in ihrem Leib
hüpfte und Elisabeth mit dem Heiligen Geist erfüllt war.
42 Sie rief laut und sagte: Von allen Frauen bist du am meisten gebenedeit, und gebenedeit ist die
Frucht deines Leibes.
43 Warum sollte ich mit einem Besuch der Mutter meines Herrn geehrt werden?
44 Schau, als dein Gruß meine Ohren erreichte, sprang das Kind in meinem Leib vor Freude!
45 Ja, gesegnet ist sie, die glaubte, dass die Verheißung, die sie vom Herrn erhalten hatte, erfüllt
werden würde.
46 Maria sagte: Meine Seele verkündet die Größe des Herrn
47 und mein Geist freut sich in Gott, meinem Retter;
48 weil er auf die Demut seiner Magd gesehen hat. Ja, von nun an werden mich alle Generationen
selig preisen,
49 denn der Allmächtige hat große Dinge für mich getan. Heilig ist sein Name,
50 und seine treue Liebe erstreckt sich von Zeitalter zu Zeitalter auf diejenigen, die ihn ehren.
51 Er hat die Kraft seines Arms eingesetzt, er hat den Arroganten des Herzens überwunden.
52 Er hat die Fürsten von ihren Thronen gestürzt und die Kleinen hoch erhoben.
53 Er hat den Hungernden mit guten Dingen gefüllt, die Reichen leer hinaus geschickt.
54 Er ist seinem Diener Israel zur Hilfe gekommen, in Anbetracht seiner treuen Liebe,
55 Gemäß der Verheißung, die er unseren Vorfahren gegeben hat, gemäß seiner Barmherzigkeit
gegenüber Abraham und seinen Nachkommen für immer.
56 Maria blieb drei Monate bei ihr und ging dann nach Hause.
57 Es kam die Zeit für Elisabeth, ihr Kind zu bekommen, und sie gebar einen Sohn;
58 und als ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr seine treue Liebe verschwendet
hatte, teilten sie ihre Freude.
59 Nun geschah es, dass sie am achten Tag kamen, um das Kind zu beschneiden; sie wollten ihn
Zacharias nach seinem Vater nennen,
60 aber seine Mutter sprach sich dagegen aus. Nein, sagte sie, er soll Johannes heißen.
61 Sie sprachen zu ihr: Niemand in deiner Familie hat diesen Namen.
62 Und sie machte seinem Vater Zeichen, um herauszufinden, wie er ihn genannt haben wollte.
63 Der Vater bat um eine Schreibtafel und schrieb: Sein Name ist Johannes. - Und sie waren alle
erstaunt.
64 In diesem Augenblick kehrte seine Redefähigkeit zurück und er sprach und pries Gott.
65 Alle ihre Nachbarn waren voller Ehrfurcht und die ganze Sache wurde im ganzen Hügelland von
Judäa besprochen.
66 Alle, die davon hörten, schätzten es in ihren Herzen. Wer wird dieses Kind sein? wunderten sie
sich. Und in der Tat war die Hand des Herrn auf ihm.
67 Sein Vater Sacharja war vom Heiligen Geist erfüllt und sprach diese Prophezeiung:
68 Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, denn er hat sein Volk besucht, er hat sie befreit,
69 und er hat für uns eine rettende Macht im Haus seines Knechtes David errichtet,
70 so wie er es verkündet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten aus alter Zeit,
71 dass er uns vor unseren Feinden und vor den Händen all derer retten würde, die uns hassen,
72 und zeigen unseren Vorfahren treue Liebe und denken an seinen heiligen Bund.
73 Dies war der Eid, den er unserem Vater Abraham geschworen hatte:
74 dass er uns frei von Furcht gewähren würde, von den Händen unserer Feinde befreit zu werden,
75 um ihm in all unserer Zeit in Heiligkeit und Aufrichtigkeit in seiner Gegenwart zu dienen.
76 Und du, kleines Kind, sollst Prophet des Allerhöchsten heißen, denn du wirst vor den Herrn
einher gehen, um ihm einen Weg zu bereiten,
77 um seinem Volk Wissen über die Erlösung durch Vergebung ihrer Sünden zu geben,
78 wegen der treuen Liebe unseres Gottes, in der die aufgehende Sonne von oben gekommen ist,
um uns zu besuchen,
79 um denen, die in Dunkelheit und Schatten des Todes leben, Licht zu geben, und unsere Füße auf
den Weg des Friedens zu führen.
80 Mittlerweile war das Kind groß und sein Geist wurde stärker. Und er lebte in der Wüste bis zu
dem Tag, als er Israel offen erschien.

ZWEITES KAPITEL

1 Nun geschah es, dass Caesar Augustus zu dieser Zeit ein Dekret erlassen hatte, dass eine
Volkszählung über die gesamte bewohnte Welt gemacht werden sollte.
2 Diese Volkszählung, die erste, fand statt, als Quirinius Gouverneur von Syrien war.
3 Und jeder ließ sich registrieren, jeder in seiner eigenen Stadt.
4 So zog Josef aus der Stadt Nazareth in Galiläa nach Judäa zu Davids Stadt, genannt Bethlehem,
da er aus Davids Haus und Linie stammte,
5 um zusammen mit Maria, seiner Braut, die ein Kind hatte, eingetragen zu werden.
6 Nun geschah es, dass, während sie dort waren, die Zeit kam, dass sie ihr Kind bekam.
7 Und sie gebar den einzigen Sohn, ihren Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn
in eine Krippe, weil im Wohnraum kein Platz für sie war.
8 Auf dem Land in der Nähe gab es Hirten auf den Feldern, die während der Nachtwache ihre
Schafe hüteten.
9 Ein Engel des Herrn stand über ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn schien um sie herum. Sie
hatten Angst.
10 Der Engel aber sagte: Fürchtet euch nicht! Seht, ich bringe euch eine Nachricht von großer
Freude, eine Freude, die das ganze Volk teilen wird.
11 Heute ist dir in der Stadt Davids der Erlöser geboren worden; er ist Christus, der Herr.
12 Und hier ist ein Zeichen für euch: Ihr werdet ein Baby finden, das in Windeln gewickelt ist und
in einer Krippe liegt.
13 Und mit dem Engel war auf einmal eine große Menge der Scharen des Himmels, die Gott mit
den Worten priesen:
14 Ruhm ist Gott im höchsten Himmel und Frieden auf Erden für seine Favoriten!
15 Nun geschah es, als die Engel von ihnen in den Himmel gegangen waren, sagten die Hirten:
Lasst uns nach Bethlehem gehen und dieses Ereignis sehen, das der Herr uns bekannt gemacht hat.
16 Und sie liefen davon und fanden Maria und Josef und das Baby in der Krippe.
17 Als sie das Kind sahen, wiederholten sie, was ihnen von ihm erzählt worden war.
18 Und alle, die es hörten, waren erstaunt darüber, was die Hirten ihnen sagten.
19 Was Maria anbelangt, so schätzte sie all diese Dinge sehr und meditierte darüber in ihrem
Herzen.
20 Und die Hirten gingen zurück, verherrlichten und priesen Gott für alles, was sie gehört und
gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.
21 Als der achte Tag kam und das Kind beschnitten werden sollte, gaben sie ihm den Namen Jesus,
den Namen, den der Engel ihm vor seiner Empfängnis gegeben hatte.
22 Und als der Tag gekommen war, dass sie nach dem Gesetz des Mose gereinigt werden mussten,
brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn zu präsentieren.
23 Sie beachteten, was im Gesetz des Herrn geschrieben steht: Jeder erstgeborene Mann muss dem
Herrn geweiht werden.
24 Und sie wollten auch das Opfer zu bringen, wie es im Gesetz des Herrn vorgeschrieben ist, ein
Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
25 Nun war in Jerusalem ein Mann namens Simeon. Er war ein aufrichtiger und frommer Mann; er
freute sich auf die Wiederherstellung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm.
26 Es war ihm durch den Heiligen Geist offenbart worden, dass er den Tod nicht sehen würde,
bevor er den Messias des Herrn gesehen hatte.
27 Vom Geist aufgefordert, kam er zum Tempel; und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten,
um für ihn zu tun, was das Gesetz verlangte,
28 nahm er das Baby in die Arme und segnete Gott; und er sagte:
29 Nun, Meister, lässt du deinen Diener in Frieden gehen, wie du es versprochen hast,
30 denn meine Augen haben das Heil gesehen,
31 das du bereitet hast vor allen Nationen;
32 ein Licht der Offenbarung für die Völker und ein Ruhm für dein Volk Israel.
33 Als der Vater und die Mutter des Kindes sich wunderten, was über ihn gesagt wurde,
34 segnete Simeon sie und sagte zu seiner Mutter Maria: Schau, er ist für den Fall und für den
Aufstieg vieler in Israel bestimmt, und ist dazu bestimmt ein Zeichen zu sein, dem widersprochen
werden wird.
35 Und ein Schwert wird deine Seele durchbohren, damit die geheimen Gedanken vieler freigelegt
werden!
36 Es war auch eine Prophetin da, Anna, die Tochter Phanuels, aus dem Stamm Asser. Sie war alt an
Jahren. In den Mädchenjahren war sie sieben Jahren verheiratet,
37 bevor sie Witwe wurde. Sie war jetzt vierundachtzig Jahre alt und verließ den Tempel nie, um
Gott Tag und Nacht mit Fasten und Gebet zu dienen.
38 Sie kam gerade in diesem Moment hinein und begann Gott zu preisen; und sie sprach zu allen
von dem Kind, die sich auf die Erlösung Jerusalems freuten.
39 Als sie alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn verlangte, kehrten sie nach Galiläa zurück,
in ihre eigene Stadt Nazareth.
40 Und als das Kind erwachsen wurde, wurde es mit Sophia erfüllt; und Gottes Charis war bei ihm.
41 Jedes Jahr gingen seine Eltern zum Passahfest nach Jerusalem.
42 Als er zwölf Jahre alt war, gingen sie wie üblich zum Fest.
43 Als die Festtage vorüber waren und sie sich auf den Heimweg machten, blieb der junge Jesus in
Jerusalem zurück, ohne dass seine Eltern es wussten.
44 Sie nahmen an, dass er sich irgendwo in der Gruppe befand, und erst nach einer eintägigen Reise
suchten sie ihn zwischen ihren Verwandten und Bekannten.
45 Als sie ihn nicht finden konnten, gingen sie zurück nach Jerusalem, um ihn überall zu suchen.
46 Es geschah, dass sie ihn drei Tage später im Tempel fanden, zwischen den Meistern sitzend,
ihnen zuhörend und ihnen Fragen stellend;
47 und alle, die ihn hörten, waren erstaunt über seine Intelligenz und seine klugen Antworten.
48 Sie waren überwältigt, als sie ihn sahen, und seine Mutter sagte zu ihm: Mein Kind, warum hast
du uns das angetan? Siehe, wie sehr ich und dein Vater dich mit Schmerzen gesucht haben!
49 Er antwortete: Warum sucht ihr mich? Wusstest ihr nicht, dass ich im Haus meines Vaters sein
muss?
50 Aber sie verstanden nicht, was er meinte.
51 Dann ging er mit ihnen hinunter und kam nach Nazareth und lebte unter ihrer Autorität. Seine
Mutter hat all diese Worte und Ereignisse in ihrem Herzen aufbewahrt.
52 Und Jesus wuchs in Sophia, nahm zu an Größe und wuchs in der Charis Gottes und der
Menschen.

O gnadenreicher Tag an Bremens Weserstrom!


Der Logos wird zum Sarx im Sankt Ansgari Dom!

Malek,
ich komme von einer sehr schönen Weihnachtsfeier mit Evi und meinen Söhnen. Kurz lief der
Fernseher, ich zitiere dir hier ein Gedicht im Geist des Antichrist:

Maria tat sich strecken


Der Heiland geht ihr durch das Becken
Da stand die Ehe auf der Kippe
Ein Findelkind lag in der Krippe
Der Josef war sehr verdutzt
Er hatte seine Flöte nie benutzt

Zuhause wartete ein Weihnachtsgruß meiner Madonna Susanne auf mich.


Jehovah liebt mich sehr!

O singe mir, Mousa,


Die Galaktrophousa,
Die stillende Mutter,
Wie Honig und Butter
Die prächtigen Brüste,
Den saugenden Christe!

Malek,
suche Frieden und jage ihm nach... Die Madonna von Medjugorje erscheint als Königin des
Friedens und schlägt uns diese "Friedensbewegung" vor: 1. Macht Frieden mit Gott! 2. Dann findet
ihr den Frieden im Herzen. 3. Diese Frieden strahlt in eure Familie aus. 4. Eure friedliche Familie
ist die gesunde Keimzelle einer friedlichen Gesellschaft. "Ihr irrt euch, der Friede kommt nicht von
den Politikern!"

Gruß,
Toto

Soooo dankbar für die schöne Lichterpracht


In dieser himmlischen Kirchweyhenacht!

LUKAS-EVANGELIUM

ELFTES KAPITEL

1 Nun geschah es, dass er an einem bestimmten Ort betete, und als er fertig war, sagte einer seiner
Jünger: Herr, lehre uns das Beten, wie Johannes seine Jünger gelehrt hat.
2 Er sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, dann sollt ihr sagen: Pater, möge dein Name geheiligt sein,
dein Reich komme;
3 gib uns täglich unser substantielles Brot für morgen, und vergib uns unsere Schulden,
4 denn wir vergeben selbst auch jedem, der uns etwas schuldet. Und stell uns nicht auf die Probe.
5 Er sagte auch zu ihnen: Angenommen, einer von euch hat einen Freund und geht mitten in der
Nacht zu ihm und sagt: Mein Freund, leih mir drei Brote.
6 weil ein Freund von mir auf seinen Reisen gerade bei mir eingetroffen ist und ich ihm nichts
anzubieten habe;
7 und der Mann antwortet aus dem Haus: Störe mich nicht. Die Tür ist jetzt verriegelt, und meine
Kinder sind schon im Bett; ich kann nicht aufstehen, um dir etwas zu geben.
8 Ich sage euch: Wenn der Mann nicht aufsteht und es aus Freundschaftsliebe ihm gibt, wird doch
die Beharrlichkeit dazu führen, dass er aufsteht und seinem Freund alles gibt, was er haben will.

HYMNE AN DIE FAULHEIT

Ich preis die Faulheit mit dem aufgestoßnen Maul!


Nein! Bin ich dich zum Lob der Faulheit viel zu faul!

Malek,
Johannes Paul II sagte einmal, er hätte gerne Bonhoeffer heilig gesprochen, nur konnte er das aus
Rücksicht auf die Protestanten nicht tun.

Malek,
was ist der Unterschied zwischen intelligent design und theistischer Evolution?

Lieber Malek,
Evi dankt dir für deinen Rat zur Ahnenforschung, sie kann ihren väterlichen Stammbaum bis 1700
zurückverfolgen, alles Oldenburger, die meisten hießen Josef und waren Vogte oder Zimmermänner.
Sie ist fasziniert davon.

Malek,
meine polnisch-katholische Nachbarin, Gast im lutherischen Bibelkreis, sagt, Abtreibung sei die
Sache der Frauen, das müssten sie selbst entscheiden. Wie sieht deine Frau das? Ich bin ganz allein
mit meiner Verdammnis der Abtreibung.

Ich meine, eine homoerotische oder lesbische Veranlagung an sich ist noch keine Sünde, aber der
gleichgeschlechtliche Sex praktiziert ist nach Mose, Paulus und der Kirche Sünde. Menschen mit
solcher Veranlagung müssen enthaltsam leben.

Mutter Teresa von Kalkutta: Solange Millionen Kinder im Mutterschoß ermordet werden, gibt es
keinen Frieden auf Erden.

Ich wundere mich, dass die Evangelikalen nicht konsequent die Abtreibung verurteilen.
*

Malek,
die Wolke der Herrlichkeit überschattete die Bundeslade im Offenbarungszelt - der Heilige Geist
überschattete Maria. David tanzte nackt vor der Bundeslade - der Täufer tanzt im Schoß seiner
Mutter vor Maria mit dem Jesusbaby im Schoß. Die Bundeslade ward bei der Verbannung nach
Babylon für immer versteckt von Jeremia - Simeon sieht Maria mit dem göttlichen Baby auf dem
Arm in den Tempel kommen: die Bundeslade und die Herrlichkeit des Herrn kehren zurück.
Johannes sieht den Himmel offen und sieht im Tempel Gottes die Bundeslade, und siehe, sie ist die
mit der Sonne bekleidete, mit Sternen gekrönte, auf dem Mond stehende apokalyptische Frau.
Summa Summarum: Maria ist die Bundeslade des neuen Bundes. Wie in der alten Bundeslade die
Tafeln der Zehn Worte Gottes waren, so ist in Maria das Wort Gottes. Natürlich beten wir Israeliten
nicht die Bundeslade an, sondern die Herrlichkeit des Herrn!

ES IST EIN ROSS ENTSPRUNGEN

HUMANISTISCHES WEIHNACHTSLIED

Es ist ein Ross entsprungen,


Medusa es gebar,
Davon die Musen sungen,
Es trägt ein Flügelpaar
Und hat Gesang gebracht
Im reinen Dichterherzen
Wohl in der süßen Nacht.

Das Rösslein, das ich meine,


Davon spricht der Homer,
Ist Pegasus alleine,
Der inspiriert so sehr,
Schlug auch mit seinem Huf
Der Musen reine Quelle
Und manch ein Liedlein schuf.

Der Pegasus, der schnelle,


Der inspiriert mein Lied,
Ich trink der Musen Quelle
In Helikons Gebiet,
Wie an Medusas Brust,
Von der die Lieder kommen
Von Leiden und von Lust.

Ich bitte dich von Herzen,


O reiner Pegasus,
Gib mir in meinen Schmerzen
Den heißen Musenkuss
In diesem Jammertal
Und flieg mit mir zum Äther
In den Ideensaal!
Nun Evoe ich singe,
Es ist ja alles wahr,
Die Mär, die ich euch bringe,
Aus Hellas Himmel klar,
O Muse nackt und weiß,
Hilf mir im Geist zu singen
Zeus Vater Lob und Preis!

Malek,
morgen Sylvester bin ich von 15 Uhr bis 1 Uhr Neujahr bei (Marco und) Susanne. Das wird sicher
körperlich anstrengend. Aber ich hab für Susanne ein Kettchen mit Kreuz aus Silber und für die
Hübsche der Töchter ein Kettchen mit Pferdekopf. Wir werden nüchtern feiern und voraussichtlich
beim Chinesen essen. Dir an dieser Stelle schon einmal einen Jahreswechsel ganz nach deinem
Geschmack und ein Neues Jahr mit mehr Ruhe für dich und vielen beglückenden Einsichten in das
Wesen Gottes!

Toto

1 Johannes 2

18 Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, sind jetzt
viele Widersacher Christi aufgetreten; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind
von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wenn sie von uns gewesen wären, so
wären sie ja bei uns geblieben; aber es sollte offenbar werden, dass sie nicht alle von uns sind. 20
Doch ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und habt alle das Wissen. 21 Ich habe euch nicht
geschrieben, als wüsstet ihr die Wahrheit nicht, sondern ihr wisst sie und wisst, dass keine Lüge aus
der Wahrheit kommt.

Mutig, unbekümmert, spöttisch, gewalttätig – so will uns die Weisheit: sie ist ein Weib und liebt
immer nur einen Kriegsmann.

Malek,
Goethe sagt: Was ich nicht loben kann, davon rede ich nicht. Darum kein Wort über Marco und
Alina. Die Rache steht beim Herrn allein. Aber morgens schon hörte ich das Hohelied. Und es war
ein Fest des Minnesängers: Mutter und Tochter von reinster Schönheit! Mutter Susanne,
fünfundvierzig Jahre, aber von anmutiger Schlankheit, hoch sensibel, sehr still und fast liebevoll,
sie sagte zu mir, wir trügen heute Abend partner-look, und um Mitternacht durfte ich sie umarmen -
eine Wolke. Sie trug mein Silberkettchen mit orthodoxem Kreuz um ihren Schwanenhals. Und
Valea - meine neue Minneherrin ist dreizehn, sehr schlank, hat lange blonde Locken, ist
quicklebendig. Sie freute sich sehr über mein Silberkettchen mit Pferdeanhänger (sie ist eine
Pferde-Närrin), hing es um, musste dazu ihre langen Haare über den Kopf heben, da sah ich auf
dem langen schlanken Hals ein vollkommen schön geformtes Köpfchen mit besonders schöner
Nase, ein schlankes Oval das Gesicht, ein Bild für die Götter! Sie freute sich über meine Botticelli-
Madonna mit Jesusknaben. Heute bin ich aber extrem schwermütig und verletzt gewesen. Meine
Poesie wird von allen verachtet, und als Katholik werde ich von allen verfolgt. Nun drum! Die
Schönheiten werden mir noch manchen Vers eingeben, wenn erst das göttliche Jesulein, mein
Kaiser, mein verletztes Herz wieder geheilt hat, ich habe all meine Schmerzen auf seinen Altar
gelegt. Auf eine gute Freundschaft im neuen Jahr, dein Erzkatholik
Toto

Lieber Malek,
heute hörte ich in der Messe ein Lob der Männerfreundschaft. Die Kirchenväter Basilius den
Großen und Gregor von Nazianz verband eine lebenslange Freundschaft. Basilius war ein großer
Organisator und Gregor war ein Poet. Beide verband die Freundschaft mit Christus. Je näher die
Männer Christus kamen, desto inniger waren sie verbunden. David und Jonathan! Jesus und
Johannes Evangelista! Die Freundschaft gibt dem Herzen Liebe, den Lebensplänen guten Rat und
dem Geist göttliche Erkenntnisse.

Damit grüße ich dich herzlich,

Toto

Malek,
Evi kann ihre Ahnen jetzt bis ins 15. Jhd. zurückverfolgen. Über meinen Vater, Großmutter,
Großvater wissen die Mormonen NICHTS…

Dass ich dereinst, an dem Ausgang der grimmigen Einsicht,


Jubel und Ruhm aufsinge zustimmenden Engeln.
Daß von den klar geschlagenen Hämmern des Herzens
keiner versage an weichen, zweifelnden oder
reißenden Saiten. Daß mich mein strömendes Antlitz
glänzender mache; daß das unscheinbare Weinen
blühe. O wie werdet ihr dann, Nächte, mir lieb sein,
gehärmte. Daß ich euch knieender nicht, untröstliche Schwestern,
hinnahm, nicht in euer gelöstes
Haar mich gelöster ergab. Wir, Vergeuder der Schmerzen.
Wie wir sie absehn voraus, in die traurige Dauer,
ob sie nicht enden vielleicht. Sie aber sind ja
unser winterwähriges Laub, unser dunkeles Sinngrün,
eine der Zeiten des heimlichen Jahres –, nicht nur
Zeit –, sind Stelle, Siedelung, Lager, Boden, Wohnort.

Rilke

Meine lieben protestantischen Kinder! Ich bin auch eure Mutter. Ihr müsst eure Konfession nicht
ändern. Aber betet zu mir.

Die Mutter des Wortes, Ruanda, Afrika


*

AN DEN TRAURIGEN FREUND

Ich will euch trösten wie eine Mutter, spricht Jahwe.

Nobody knows the trouble I'm in, but Jesus.

Malek,
ein Kind, dessen Vater Gemüsehändler war, sagte, die drei heiligen Könige hätten dem Jesuskind
Gold, Weihrauch und Möhren gebracht!

Damit Gott befohlen,

Torsten

Malek,
"wir, so gut es gelang, haben das unsre getan", sagt der Dichter. Schick mir bei Gelegenheit deine
Predigt zu. Ich träume viel Liebesträume von Karine.

Also sprach die sanfte Mutter


Zu der minniglichen Tochter:
Fürchte nicht den Liebeskummer,
Merke, wie ich dich belehre.

Liebe kommt von Liebesleiden,


Reue kommt von Missetaten,
Das sei dir ein Trost, mein Mädchen,
Ruhe kommt nach schwerer Arbeit,

Nach der stetigen Bemühung Muße,


Von der Reue kommt die Wonne,
Nach dem Kummer kommt die Freude,
Nach der Trauer kommt der Frohsinn.

Dieses ist der Minne Zeichen:


Licht kommt nach dem tiefen Dunkel,
Bunte Farbe nach der Gräue,
Fürchten führt zu süßer Tröstung,

Schmerzen führen zur Erlösung,


Mangel bringt des Herzens Reichtum.
Diese minnigliche Lehre
Lehrte mich dereinst Frau Buße.

Malek,
ich hörte Musik und betete: Ewiger, ich soll dich lieben, aber was kann ich dir schon geben, ich
brauche deine Liebe, deine Liebe allein ist es, von der ich liebe. Werde du mir zu der Frau, die mich
liebt. - Da sang gerade Joan Baez dieses Lied:

When Joseph was an old man,


And an old man was he,
He courted Virgin Mary,
The Queen of Galilee.

Now Joseph and Mary


Were a-walking one day
Here is apples and cherries
A plenty to be seen.

Mary spoke to Joseph


So meek and so mild
Joseph, gather me some cherries
For I am with child.

Then Joseph flew in anger,


In anger he flew;
Let the father of the baby
Gather the cherries for you.

Then up spoke baby Jesus,


All in his mother's womb
Bow you down low, you cherry tree,
While Mary gathers some.

The cherry tree bowed down,


So low to the ground;
And Mary gathered cherries
While Joseph stood around.

Then Joseph took Mary


All on his left knee;
Saying: Lord have mercy upon me
For what I have done.

Then Joseph took Mary


All on his right knee;
Pray tell me, little baby,
When your birthday shall be.

On the fifth day of January


My birthday shall be,
When the clouds and the elements
Will tremble with fear.

Malek,
heute Dreikönig hab ich von 1 Uhr nachts bis 17 Uhr geschlafen. Nur morgens war ich eine Stunde
wach und feierte die Messe mit dem Papst. Er sagte: Wenn ihr Weihnachten euch nur gegenseitig
beschenkt habt, dann nutzt heute die Gelegenheit und schenkt Jesus etwas. - Was hab ich ihm
geschenkt? Meine Liebesbedürftigkeit, meine Traurigkeit, meine Leiden, meine Sünden, mich selbst
als ein Häufchen Elend und meine Lieder. Ich hoffe, er hat sich gefreut.

Malek,
hier der link zur Bibiolthek der Kirchenväter, da findest du viele Homilien, d.h. Predigten, da
könntest du einen gewissen Stil lernen.

Malek,
es ist eine sehr trockene Bibelarbeit. Eine Predigt soll, denk ich, nicht der Reihe nach alle
Bibelstellen zum Thema zitieren, sondern das Wort des Evangeliums "lebendig machen und
verheutigen". Du hängst zu sklavisch am Bibelbuchstaben und bist zu skrupulös der eigenen
Ausdeutung gegenüber. Abgesehen, dass ich die Menge-Bibel sehr schätze, halt ich sie für moderne
Verkündigung recht ungeeignet. Luther: Dem Volk aufs Maul schauen. Deine Gemeinde tut mir
leid, was du ihnen alles zumutest. Ein wenig Humor und aktuelle Bezüge wären hilfreich. Nicht nur
eine Bibellehre, theoretisch und theologisch, wird von der Predigt erwartet, sondern der SAME des
Wortes soll durch die Predigt zum BLÜHEN gebracht werden. Ich bin ja auch ein Theoretiker, aber
selbst ich fand denen Lehrvortrag sehr anstrengend. Heb dir sowas für Bibelstunden auf oder fürs
private Bibelstudium. Weniger Bibelzitate wäre mehr gewesen. Mut zur auslegung. Das sind meine
spontanen Eindrücke. Unabhängig von inhaltlichen Differenzen (meines katholischen Unglaubens
ans "Tausendjährige Reich der Wiedergeborenen"), rein formal. Es ist alles zu HIRN-lastig.

Billy Graham sagte, wenn er predige, dann rede er so, dass es Neunjährige verstehen. - Das muss er
auch so tun, weil die absolute Mehrheit des christlichen Volkes religiöse Analphabeten sind. Nur
Mut!

Malek,
von dir lernte ich, dass die germanische Silbe Frie (Friede) so viel wie Lieb heißt. Da fällt mir ein,
dass in den mittelhochdeutschen Minneliedern der Geliebte FRIEDEL genannt wurde.

O du herzliche, o du schmerzliche,
O du finstere Weihnachtszeit!
Welt ohne Reize, strahlen die Kreuze,
Klage, klage laut, o Christenheit!

O du herzliche, o du schmerzliche,
Leiden bringende Osterzeit!
Liebe gestorben, Körper verdorben,
Klage, klage laut, o Christenheit!

O du herzliche, o du schmerzliche
Kummer bringende Maienzeit!
Auf zu dem Jüngsten Tage von Pfingsten,
Klage, klage laut, o Christenheit!

STEH AUF!
Gebet von Papst Johannes Paul II. am 8. Juni 1986

Steh auf, der du enttäuscht bist.


Steh auf, der du keine Hoffnung mehr hast.
Steh auf, der du an die Eintönigkeit gewöhnt bist
und nicht mehr glaubst, dass man Neues schaffen kann.
Steh auf, denn Gott ist daran „alle Dinge neu zu schaffen“!
Steh auf, der du dich an die Gaben Gottes gewöhnt hast.
Steh auf, der du die Fähigkeit zu staunen verlernt hast.
Steh auf, der du das Vertrauen verloren hast, Gott
„Vater“ (Papa) zu nennen. Steh auf, und beginne wieder voller Bewunderung für die Güte Gottes zu
sein.
Steh auf, der du leidest.
Steh auf, dem es dir scheint, dass das Leben dir viel verweigert hat.
Steh auf, wenn du dich ausgeschlossen, verlassen, beiseitegeschoben fühlst.
Steh auf, denn Christus hat dir seine Liebe gezeigt
und hält für dich die Verwirklichung einer unverhofften Möglichkeit bereit.
Steh auf!
STEH AUF und GEH!

Was ist denn das, wenn die Muslime betend mehr


Maria ehren als der Pietisten Heer!

Malek,
der Psychiater, den mir die Hausärztin vorgeschlagen, vergibt keine Termine, ist überlaufen. Darum
war ich heute bei meinem langjährigen Psychiater und fragte ihn, ob er ein andres Medikament
gegen meine schweren Depressionen hätte, da das jetzige meine Vitalität quasi auf Null reduziert.
Er fragte nur - der Idiot - ob ich nicht in einer Behindertenwerkstatt arbeiten wolle und schickte
mich zur Hausärztin zum EKG, nach 1 Minuten Audienz gab er mir seine schlaffe Hand und sagte:
Auf Wiedersehen. Ich ärgere mich fast zu Tode.

*
Psychologie

Der Hummer liebte die Languste,


Was aber unerwidert blieb,
die Liebe sank ins Unbewusste
Und wurde dort zum Todestrieb.
Ein Psychologe untersuchte
Den Fall und fand ihn gar nicht klar,
Der Hummer lief davon und fluchte,
Er fand zu hoch das Honorar.
Der Psychologe nun verübelte
Ihm dies Verhalten, wenn auch stumm,
Doch sein gescheites Köpfchen grübelte
Noch länger an dem Fall herum.
Auch ohne Arzt genas der Hummer
Und fand ein andres Liebesglück,
Der Arzt führt aber seinen Kummer
Auf einen Geldkomplex zurück.

Hermann Hesse

Selig sind die Mondsüchtigen, denn sie sollen getröstet werden von der Gebenedeiten!

Lieber Malek,

1. Ich gehe innerlich auf Abstand zu Marco, er kann nicht mehr anders mit mir reden als spöttisch,
hat eine Zunge wie ein scharfes Messer, nimmt keine Rücksicht auf meine Gefühle und beleidigt
Maria, kommt immer mit dummen Belehrungen, mich zum Sportler zu machen, und hat aufgrund
eines mangelnden Bibel- und Gebets-Lebens ein absurdes Jesusbild. Ich stufe ihn zurück vom
Freund zum Bekannten.

2. Ich habe auch den Kontakt zu Regine aus Süddeutschland abgebrochen. Sie redete nur noch über
ihre fixe Idee des Veganertums Jesu und las nur noch Kinderbibeln, es fehlte ihr der gesunde
Menschenverstand, so dass ich immer stöhnte: Herr, hab ichs denn nur mit Idioten zu tun! Dass ich
das nicht mehr beten muss, hab ich den Kontakt abgebrochen.

3. Gestern wollte Evi zu mir kommen zum Reinemachen, ich schlief, hörte die Klingel nicht, hörte
das Telefon nicht und nicht ihr Rufen vorm Balkon, da wollte sie eine Leiter besorgen, in meine
Wohnung einzusteigen und war in Sorge, ich läge da tot. Zum Dank für ihre Sorge nahm ich sie in
die Arme (ich nehme sonst niemanden in die Arme).

4. Ich schreibe gerade in Briefen an meine Mutter Kindheitserinnerungen, was sie sehr freut, alles
wahr, sagte sie, und las es ihrem Freund vor. Da dachte ich, das wäre doch auch was für dich,
einmal deine Kindheitserinnerungen aufzuschreiben?

Dein
Toto
*

Aus dem Buch Die philosophische Hintertreppe, das Kapitel Kierkegaard - mein Seelenverwandter,
falls es dich interessiert.

Der Priester, der Radio Horeb leitet, den ich extrem schätze, nannte die Einheitsübersetzung die
Einerleiübersetzung und schlechteste Bibelübersetzung, die die katholische Kirche je hatte. Amen.

Malek,
nur Adam und Christus sind nicht von Eltern geboren worden. Alle anderen Menschen verdanken
ihr Leben nächst dem Schöpfer auch der geschlechtlichen Liebe ihrer Eltern. Allerdings liegt seit
Adams Sündenfall auf Ehe und Familie der Schatten der Sünde. Gott will die Fortpflanzung des
Menschengeschlechts durch die sexuelle Vereinigung von Ehemann und Ehefrau, und Er versüßt
diesen Auftrag durch die süße Lust, die sie in der Vereinigung empfinden. Allerdings hat der Geist
der Welt inzwischen weltweit eine Mentalität eingeführt, die den göttlichen Auftrag der
Fortpflanzung negiert und den Nebeneffekt, das Lustgefühl, zur Hauptsache macht. Die Seele des
Menschen wird zur Geisel ihres Hungers nach Lust. In der Einführung der künstlichen Verhütung
wie der Anti-Baby-Pille wurde sexuelle Lust vom Auftrag der Fortpflanzung abgekoppelt. Wenn
doch ein neuer Mensch gezeugt wird, gilt es als Menschenrecht, das Kind abzutreiben. Den Kindern
wird schon im Kindergarten die Benutzung von Kondomen beigebracht und so eine sexuelle Lust
nahegelegt ohne Verantwortung und Fortpflanzung. "Sex haben" ist alles! Und darum ist der Zölibat
auch ein ständiger Stein des Anstoßes für eine sexsüchtige Gesellschaft. (Sind diese Gedanken nicht
sehr weit entfernt vom Zeitgeist, dem auch sehr viele Christen folgen?)

Als Stalin sich in Teheran mit Roosevelt und Churchill traf, um einen gemeinsamen Krieg gegen
Hitler zu planen, sagte Churchill: GOTT ist auf der Seite der Alliierten! Da sagte Stalin: Und der
Teufel ist auf meiner Seite! Der Teufel ist ein Kommunist. - Im heutigen Russland hält jeder zweite
Russe Stalin für einen großen guten Herrscher.

VON JESU SEXUALITÄT

Lieber Bruder!

Jesus! Die Gnade des Heiligen Geistes sei mit dir!

1. Vor zehn Jahren beschäftigte ich mich mit dem Thema der erotischen Mystik. Ich las das Werk
Eros und Religion eines jüdischen Religionsphilosophen, das Werk Eros und Mystik eines
zeitgenössischen Mystikers, die Theologie des Leibes von Johannes Paul II., ein Werk über die
Sexualität im Taoismus und ein Werk über die Sexualität im hinduistischen Tantrismus, dazu
studierte ich fleißig im Lied der Lieder Salomos. Da tauchte zum ersten Mal die Frage nach Jesu
Sexualität in mir auf. Ich wunderte mich, dass 2000 Jahre Christentum keine Literatur zu diesem
Thema hervorgebracht hat. Ich sprach damals mit protestantischen Freunden über diese Frage, was
aber ganz unergiebig war, da diese Männer ein von meinem sehr verschiedenes Jesusbild hatten.
2. Kürzlich hörte ich einen Zisterzienser, der in der Heiligen Messe in der Predigt dieselbe Frage
nach Jesu Sexualität stellte. Er gab aber keinerlei Hinweis, in welche Richtung zu denken sei. Er
zitierte nur den Wiener Kardinal Schönborn, der so betete: Herr, du bist ein wahrer Mensch
geworden, ja, ein Mann, und mit männlicher Geschlechtigkeit. Herr, wie hast du deine Sexualität
gelebt? - Ich bin also nicht allein mit meiner Frage.

3. Ich sprach mit einem Protestanten, halb Pietist, halb Pfingstler, über die Frage, und dies ist, was
er sagte: Jesus war sicher wie jeder jüdische Rabbi verheiratet. Und wenn er Maria Magdalena traf,
die ja eine Prostituierte war und enormen sex-appeal hatte, so hatte Jesus sicher eine Erektion, er
war ja ein Mann. - Jesus verzeihe ihm! Weder die Evangelien noch die zweitausendjährige
christliche Tradition reden von einer Ehe Jesu. Im Gegenteil, Jesus war ehelos, denn er ist der
Bräutigam der Kirche, der Bräutigam der ganzen Menschheit, aller Seelen. Und was Maria
Magdalena betrifft – die These, sie sei eine Prostituierte gewesen, geht auf Gregor den Großen
zurück, der die Sünderin, die Jesus die Füße wusch, Maria von Bethanien, die ihn salbte, und Maria
Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hat, zu Einer Frau, der Prostituierten
Magdalena verschmolz. Diese Legende wird heute von der katholischen Theologie nicht mehr
vertreten. Aber selbst wenn Jesus mit einer Hure Umgang hatte, wie mit der Sünderin, die ihm die
Füße mit ihren Tränen wusch, - so sehen wir in den Evangelien immer denselben Umgang Jesu mit
Sündern und Sünderinnen: Er sieht sie nicht als identisch mit ihrer Sünde, sondern er vergibt die
Sünde, sieht aber immer den Menschen, die Person, als Ebenbild Gottes. Es ist ganz undenkbar,
dass Jesus, der ohne Sünde war, von der sündigen Sinnlichkeit einer Hure erregt worden sei. Jesus
war rein von aller unreinen Begierde.

4. Ich erwähnte die Frage nach Jesu Sexualität auch gegenüber einer evangelisch-lutherischen
Pastorin, die sagte dazu spontan dies: Erstens habe Jesus seine Sexualität vielleicht auch ausgelebt.
Und zweitens, wenn es noch keine Bücher zu dem gebe, solle ich mich an die Arbeit machen. -
Dazu sage ich: Wie könnte Jesus seine Sexualität ausgelebt haben? Erstes in einer Ehe, aber das
Evangelium weiß von keiner Ehe Jesu. Zweitens in einer nicht-ehelichen Beziehung zu einer Frau.
Dies heißt in der Sprache der Bibel Unzucht (porneia) oder Hurerei, und ist für Jesus, der ohne
Sünde war, undenkbar. Drittens in der Masturbation. Diese wird aber im Alten Testament in der
Gestalt Onans, des Sohnes des Juda, verurteilt, der seinen Samen zur Erde fallen ließ. Im
Katechismus der katholischen Kirche wird die Masturbation als eine Sünde bezeichnet. Wenn es
eine eingefleischte Gewohnheit ist, besteht eine verminderte Schuldfähigkeit. Jesus hat also auch
diese Sünde nicht begangen und hatte nicht die eingefleischte Gewohnheit der Masturbation. Es
bleibt für Jesus, sündlos und ehelos, nur die Keuschheit, die Enthaltsamkeit. Und auf diesem
Fundament entwickle ich, wie mir die Pastorin riet, einige Thesen zur Sexualität Jesu.

5. Lieber Bruder, in meinem ersten Brief an dich schrieb ich: In Jesus ist die Fülle der Agape
(Caritas), die Fülle der Philia (amicitia) und auch die Fülle des Eros (amor). Die Mystiker sagen
sogar: Jesus ist Eros! Mein Eros ist gekreuzigt, mein Eros ist auferstanden! Da aber Jesus seine
Sexualität nicht in Genitalsexualität aktiv ausgelebt hat, meine ich, dass er seine elementare-
männliche Sexualität sublimiert hat zu einer mystischen Pan-Erotik, oder zu einer mystischen
Sexualität im Geiste. - Du antwortest mir: Erstens ist alles erlaubt, aber nicht alles ist nütze. Es sei
von keinem Nutzen, über Jesu Sexualität nachzudenken. Zweitens, wir denken alle nicht himmlisch
genug, um über dieses Thema etwas aussagen zu können. - Zu deinem ersten Einwand sage ich,
dass ich es sehr wohl für nützlich halte, denn es ist ein Bereich der Erkenntnis, Christus tiefer zu
verstehen, den Menschensohn, wahrer Gott und wahrer Mensch. Zum andern ist es nützlich, um von
dem geahnten Vorbild Jesu etwas zu lernen für die eigene Heiligung der Sexualität. Drittens ist es
nützlich als Gegenthese gegen die postmoderne satanische Unreinheit des Sexualkommunismus. Zu
deinem anderen Einwand sage ich: Jesu Sexualität war keusch und heilig. Wir aber sind Sünder und
sündigen besonders in unserer sexualkommunistischen Weltzeit besonders im sexuellen Bereich.
Aber erstens, wie gesagt, kann uns die Meditation über Jesu keusche Sexualität helfen, reiner zu
leben. Und zweitens können wir lernen von den Heiligen und Mystikern, die doch schon sehr
himmlisch gedacht haben, besonders von den heiligen Mystikern der Brautmystik.

6. Lieber Freund, da du aber Anhänger des sola scriptura bist und des evangelikalen Biblizismus,
und da du alle nachbiblische Mystik ablehnst, bleibt mir nur der Weg der einsamen Spekulation. Du
als Protestant kennst keine andere Offenbarung über Jesus als die Bibel. Ich als Katholik kenne
neben der Bibel noch die Offenbarungsquelle der lebendigen Tradition der Kirche und des
apostolischen Lehramts. Auf die alttestamentliche erotische Mystik der Propheten, die ihn kühnen
sexuellen Bildern von Jahwe und seiner Ehefrau redet, gehe ich hier nicht ein. Aus dem Neuen
Testament lese ich erstens die Ehelosigkeit Jesu um des Himmelreichs willen und zweitens die
Offenbarung Jesu als Bräutigam der Braut-Kirche. Vom apostolischen Lehramt lernte ich von der
Katechese des heiligen Vaters Johannes Paul II. Über die Theologie des Leibes, eine sehr
leibfreundliche Sexualethik der katholischen Kirche. Aus der Tradition der Kirche lerne ich vom
Vater der abendländischen Mystik, Dionysios Areopagita, über den neuplatonisch-christlichen Eros
Christus, aus der Brautmystik der heiligen Frauen des deutschen Mittelalters und aus der
Spiritualität des Karmel, Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz.

7. Betrachte ich den Umgang Jesu mit den Frauen im Neuen Testament, sehe ich zum einen seine
geistige Wertschätzung des „Genius der Frau“ (Johannes Paul, zum anderen aber auch keine
Berührungsängste vor körperlicher Zärtlichkeit. So ließ er sich von der öffentlichen Sünderin seine
Füße mit ihren Tränen waschen und mit ihren Haaren trocknen, ein Bild verwirrender erotischer
Zärtlichkeit, ohne dass er sie als Sünderin verurteilte, sondern sie für ihre (körperliche) Liebe zu
ihm lobte. Im Umgang mit der samaritischen Frau am Brunnen sehe ich, dass er sie nicht
verurteilte, weil sie wechselnde Geschlechtspartner hatte, sondern er ehrte ihren Geist, indem er mit
ihr philosophierte und theologisierte und über solche Sätze wie „Gott ist Geist und muss in Geist
und Wahrheit angebetet werden“ diskutierte, aber auch auf ihr ruheloses Herz und ihren großen
Durst nach Liebe einging und ihr seine (bräutliche) Liebe anbot, die den Durst ihrer Seele stillen
werde. Im Umgang mit Magdalena sehe ich eine große Liebe Jesu zu einer Frau mit dämonischen
Belastungen, der er eine freie, heitere Seele schenkte. Wenn man den gnostischen Evangelien von
Nag-Hammadi glauben will, war Magdalena seine Lieblingsjüngerin (wie Johannes sein
Lieblingsjünger), die er „oft auf den Mund küsste“. Im gnostischen Evangelium nach Maria
(Magdalena) sehen wir Magdalenas mystischen Weg, weg von den sieben Dämonen, weg von den
sieben Hauptsünden, einen mystischen Aufstieg gehend über sieben Stufen der mystischen
Himmelstreppe bis zur mystischen Vereinigung mit dem Bräutigam Christus. Neben Magdalena
werden noch Susanna und Johanna erwähnt, die, wie man meistens übersetzt, ihm mit ihrem Geld
dienen. Aber statt Geld heißt es Substand, ganzes inneres Wesen, und für dienen wird das Wort
verwandt, aus dem sich das Amt der Diakonin ableitet. In Maria von Bethanien sehen wir wieder
beides, Geistigkeit und Zärtlichkeit, zum einen lobt er Maria, weil sie wie eine Philosophisch ihres
Meisters Lehre vernimmt und sich nic ht wie Martha auf Küche und Kinder beschränken lässt, zum
anderen salbt sie Jesu Leib mit einer ungeheuren Verschwendung von Salböl, und Jesus lobt sie für
diese sinnliche Zärtlichkeit. Wir sehen also, dass Jesus nie eine Frau auf ihre Sünden reduziert hat,
sie nie auf ihren Leib reduziert hat, sie nicht mit begehrlichen Blicken zur egoistischen
Selbstbefriedigung ausgenutzt hat, sie nie als Lustobjekt betrachtet hat, sondern ihnen mit höchster
Wertschätzung ihrer geistigen Person gegenüber begegnet ist, aber auch (ohne Begierde) ihre
zärtlich-sinnlichen körperlichen Berührungen als Ausdruck ihrer Liebe, bis hin zum Kuss
Magdalenas, gelobt und genossen hat.

8. Eine Feministin kritisierte an der gewöhnlichen männlichen Sexualität, dass sie sich allzu oft auf
die Genitalien und erogenen Zonen beschränkt. Das war bei Jesus wohl nicht der Fall. Die
Feministen schlug einen Begriff vor, statt Genitalsexualität, eine universale Pan-Erotik zu
entwickeln. Siegmund Freud sprach von Kunst und Kultur (und Religion) als Formen einer ins
Geistige sublimierten Sexualkraft. Auch der indische Tantrismus spricht von einer Sublimierung
und geistigen Transformation der unteren Sexualkraft in die obere Öffnung zur Erleuchtung des
Geistes. Ich denke, das war in etwa der Weg Jesu. Jesus lebte alle Tugenden, er lebte in
vollkommener Weise die Tugend der Keuschheit. Dieses heute altmodische und lächerlich
gemachte Wort bezeichnet die gelungene Integration der Triebe und der Sexualität und der
Leiblichkeit in die menschliche Person und in die menschenwürdige Liebe von geistiger Person zu
geistiger Person. Das Gegenteil von Keuschheit ist es, wenn es „nur um Sex geht“, wenn sich „nur
Unterleib und Unterleib begegnen“. Das stand Jesus ferne. Johannes Paul in seiner Theologie des
Leibes empfiehlt den ehelos lebenden Männern die Entwicklung eines inneren Bildes der Frau als
Schwester. Ich denke, Jesus hat alle Frauen als Schwestern betrachtet. Im Hohelied sagt die Braut
zum Geliebten: Ach, dass du mein Bruder wärest und wie ich die Brust meiner Mutter getrunken
hättest, dann dürfte ich dich küssen auf der Straße, ohne dass uns jemand schelten dürfte. Und der
Bräutigam nennt seine Braut: Meine Schwester-Braut. So wird in den altägyptischen Liebesliedern,
die dem Hohenlied verwandt sind, die Geliebte Schwester und der Geliebte Bruder genannt. Goethe
in seiner (platonischen) Liebe oder Minne zu Frau Charlotte von Stein sagte: Ach, du warst in
abgelebten Zeiten / meine Schwester oder meine Frau.

Damit muss ich abbrechen, denn die Muse der Liebeslieder ruft mich zu ihrem Dienst.

Gott befohlen!

Dein Josef Maria von der Ewigen Weisheit, Barfußmönch

Das Hohelied

Heinrich Heine

Des Weibes Leib ist ein Gedicht,


Das Gott der Herr geschrieben
Ins große Stammbuch der Natur,
Als ihn der Geist getrieben.

Ja, günstig war die Stunde ihm,


Der Gott war hochbegeistert;
Er hat den spröden, rebellischen Stoff
Ganz künstlerisch bemeistert.

Fürwahr, der Leib des Weibes ist


Das Hohelied der Lieder;
Gar wunderbare Strophen sind
Die schlanken, weißen Glieder.

O welche göttliche Idee


Ist dieser Hals, der blanke,
Worauf sich wiegt der kleine Kopf,
Der lockige Hauptgedanke!

Der Brüstchen Rosenknospen sind


Epigrammatisch gefeilet;
Unsäglich entzückend ist die Zäsur,
Die streng den Busen teilet.
Den plastischen Schöpfer offenbart
Der Hüften Parallele;
Der Zwischensatz mit dem Feigenblatt
Ist auch eine schöne Stelle.

Das ist kein abstraktes Begriffspoem!


Das Lied hat Fleisch und Rippen,
Hat Hand und Fuß; es lacht und küßt
Mit schöngereimten Lippen.

Hier atmet wahre Poesie!


Anmut in jeder Wendung!
Und auf der Stirne trägt das Lied
Den Stempel der Vollendung.

Lobsingen will ich dir, o Herr,


Und dich im Staub anbeten!
Wir sind nur Stümper gegen dich,
Den himmlischen Poeten.

Versenken will ich mich, o Herr,


In deines Liedes Prächten;
Ich widme seinem Studium
Den Tag mitsamt den Nächten.

Ja, Tag und Nacht studier ich dran,


Will keine Zeit verlieren;
Die Beine werden mir so dünn -
Das kommt vom vielen Studieren.

Lieber Malek,
der deutschsprachige Jude Franz Werfel war ein Schriftsteller in der Weimarer Republik. Auf der
Flucht vor den Nazis fand er Zuflucht übergangsweise in Lourdes und bedankte sich für seine
Rettung mit dem Roman DAS LIED VON BERNARDETTE über die Marienerscheinung von
Lourdes. Aber das ist vielleicht doch etwas viel Maria für dich. Ich habe den Roman mit großer
Liebe gelesen. Es gibt aber von ihm auch einen Roman über den Propheten Jeremia, der heißt
HÖRE DIE STIMME. Aber vor allem möchte ich dir einen Roman von ihm empfehlen über den
türkischen Genozid an den christlichen Armeniern im Lande, DIE VIERZIG TAGE DES MUSA
DAGH. Falls du mal wieder einen Roman lesen oder als Hörbuch hören willst.

HÖLDERLIN
AN DIE MADONNA

Und manchen Gesang,


Den ich dem Vater zu singen gesonnen war,
Hat mir die Schwermut weggezehret.
*

Wir sind die Ritter ja der Frauen voller Gnade,


Und sie sind himmlisch süß wie Ritter-Schokolade!

Der Minne dienen wir und nicht dem Männermord,


Denn Hohe Minne ist der wahre Rittersport!

Eine Liebe hatt ich, sie war mir lieber als alles,
Aber ich hab sie nicht mehr! Schweig, und ertrag den Verlust!

Goethe

Das deutsche Volk weiß: Jesus ist auf Colgathe gekreuzigt worden und hat an Ostern geheiratet…

Wenn ein Priester predigt in Afrika über Jesus, sind die Fußballstadien voll, und alle jubeln und
wollen Jesus nachfolgen bis ins Martyrium! Aber wenn der Priester sagt, dass Jesus keine Bigamie
erlaubt, wollen sie ihn steinigen.

Quadratisch, praktisch gut, das Süße tut mir schmecken,


Ich will es bis zum Rest mit meiner Zunge lecken,
Das gibt mir neue Kraft und neuen Lebensmut
In dieser bittern Welt, quadratisch, praktisch, gut.

Malek,
die Geburt der Venus von Botticelli ist schön. Ist sie auch noch schön, wenn man sie in einer
menschenleeren Wüste aufstellt?

Wenn ich allein in der Wüste mit Venus bin, hast du recht. Aber wenn KEIN MENSCH sie sieht, ist
sie dann schön? Gibt es eine objektive Schönheit oder entsteht die Schönheit erst im Auge des
Menschen. Platon oder Kant?

Angela Merkel ist gestorben und kam zu Petrus. Der fragte: willst du in den Himmel oder in die
Hölle? Sie sagte: Das will ich mir beides vorher ansehen. Sie kam in den Himmel. Auf harten
Kirchenbänken saßen graue Tanten und wimmerten zur Orgel. Dann kam sie in die Hölle, da war
tolle Musik, eine Party, bestes Essen, fröhliche Menschen. Sie sagte zu Petrus: Dann will ich in die
Hölle. Und so kam sie in die Hölle. Aber nun standen die Menschen in Flammen, es stank nach
Schwefel, die Teufel peitschten die Menschen aus. Da sagte sie zu Satan: Aber vorher war das doch
so schön. Satan grinste: Ja, das war vor der Wahl, und dies hier ist nach der Wahl.

Ja, Malek,
ich glaube mit Platon und Sankt Dionysios an die Schönheit Gottes, die Urschönheit, Quelle aller
Schönheit. Die menschliche Schönheit ist nach Platon der Schatten der geistig-himmlischen Idee
der Schönheit und nach dem christlichen Platonismus Abbild oder Ebenbild. In der platonischen
Liebe sieht der Liebende die menschliche Schönheit übergossen von der göttlichen Schönheit, oder
wie Paulus sagt, in der Schönheit der Schöpfung erkennen wir wie im (Metall-)Spiegel die
Schönheit Gottes. Ich bin Realist mehr als kantischer Idealismus, ich glaube an die objektive
Wirklichkeit unabhängig von der subjektiven Wahrnehmung des Menschen. Als Universalist frag
dich einmal, ob die Paralleluniversen auch ohne homo sapiens schön sind. Ich würde sagen ja.
Anselm Grün sagt, die katholische Schönheitstheologie geht auf Platon zurück, die evangelische
mehr auf Kant. Kant sagt, die objektive Realität ist unerkennbar, wir wissen immer nur, wie sie sich
in unserm Denken widerspiegelt.

Ich bin auch Absolutist. Gott, das Absolute, ist absolute Wahrheit, absolute Schönheit, absolute
Gutheit. Unser Erkennen ist Stückwerk, sagt Paulus. Im Himmel, sagt er, "werde ich erkennen, wie
ich erkannt bin", nämlich vollkommen. Aber an ein absolutes Subjekt glaube ich nur, wenn du Gott
das absolute Ich (Wir) nennst, aber das menschliche Subjekt ist nicht absolut (nur Fichte glaubte an
das absolute Ich), sondern das menschliche Subjekt ist relativ, halb Sein, halb Nichtsein (ein
Werdendes). Gott allein ist das ewige Sein. So etwa würde ich stammeln. Apropos Schönheit -
leider war Susanne heute nicht im Hauskreis…

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!


Heute beginnt die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Gerne erteilen Wir hiermit unsern
lutherischen, evangelikalen und pfingstlichen Geschwistern Unsern Apostolischen Segen!

Der Bischof von Rom, P.P.

Malek,
im Hohenlied wird die Braut Salomos "die Schönste aller Frauen" genannt. Im Lukas-Evangelium
nennt Gabriel Maria "kecharitomene" - "ganz voll der Gnade" und Elisabeth nennt Maria "mehr
gesegnet als alle anderen Frauen" oder wie im Ave Maria: Du bist gebenedeit unter den Frauen.
Darum gab die römische Kirche Maria den Ehrentitel "tota pulcra perfectissima" - totale und
perfekte Schönheit. So heißt es in den Lamentationen Jeremias über die Jungfrau Jerusalem: "Das
also ist sie, die man der Schönheit Vollendung und das Entzücken der ganzen Erde nannte!"

Dieselbe sei mit dir und deiner Familie

Die Ente esse ich mit Nudeln schön bei Irma,


Mein Bruder schuftet noch des Nachts in seiner Firma.

BRUDERLIED IM STIL DES DEUTSCHEN IDEALISMUS

Brüder, fest sei unser Glaubensbund,


Brüder, liebevoll und freudenhell!
Brüder, einen Kuss von meinem Mund!
Kommt mit mir, ihr Brüder, ins – Bordell!

Herr, ich will dich freudig loben,


Was dein Wille mir beschert!
Sei es Gram, der mich verzehrt,
Soll mein Liebstes ich verlieren,
Soll ich keine Tröstung spüren,
Sei mir kein Gebet erhört:
Kann es nur zu dir mich führen,
Dann willkommen Flamm und Schwert!

Annette von Droste-Hülshoff

Malek,
wegen der keuschen schönen Susanne hat mich Amor mit einem feurigen Pfeil ins Herz getroffen -
ist schon mit Weh verbunden wie immer und ich will das gar nicht, ich flehe zu Jahwe, Maria und
Karine, den Dämon Amor wieder zu verjagen aus meinem Herzen. Ich armer Tor!

Das islamische Alkoholverbot gründet im Koran. Allerdings gibt es in der heiligen Schrift des Islam
durchaus unterschiedliche Ansichten über den Alkohol. So heißt es in Sure 16, Vers 67:

„Und wir geben euch von den Früchten der Palmen und der Weinstöcke, woraus ihr euch ein
Rauschgetränk macht und einen schönen Lebensunterhalt. Darin liegt ein Zeichen für Leute, die
Verstand haben.“

„Das heißt, der Rauschtrank, der aus Wein oder Datteln hergestellt ist, ist eine Wohltat, die Gott den
Menschen zukommen lässt. Der ist ein Zeichen für die Vollkommenheit der Schöpfung.“

Dann in Sure 4, Vers 43:

„Oh ihr, die ihr glaubt, kommt nicht zum Gebet, während ihr betrunken seid, bis ihr wieder wisst,
was ihr sagt.“

„Das ist natürlich nicht unvernünftig, diese Formulierung.“

Und in Sure 5, Vers 90:


„Oh ihr, die ihr glaubt. Der Wein, das Glückspiel, die Opfersteine, die Lospfeile sind ein Gräuel und
Teufelswerk. Meidet es, auf dass es euch wohl ergehe. Der Satan will ja durch Wein und Glückspiel
Feindschaft und Hass zwischen euch erregen und euch vom Gedenken Gottes und vom Gebet
abbringen. Werdet ihr wohl damit aufhören.“

Irdischer versus paradiesischer Wein

Außerdem gab es aus Sicht des Propheten offenbar zwei verschiedene Weinarten: die irdischen und
die paradiesischen, erklärt der Islamwissenschaftler Peter Heine.

„Die Seligen im Paradies, die können ja Wein trinken, im Koran wird gesagt, dass da Flüsse von
Milch und Honig und Wein vorhanden sind. Und der Wein, der ist so: Da kann man so viel davon
trinken, wie man will; man bekommt keine Kopfschmerzen.“

Gedichte auf den Wein

Wenn der Wein deine Knochen durchströmt, sich mit deinen Gliedern vermischt und in dein Inneres
eindringt, verleiht er deinem Gefühl Aufrichtigkeit und befreit deine Seele von Wünschen.

So schrieb im 8. Jahrhundert der klassische arabische Literat al-Dschahiz.

„Im neunten Jahrhundert gibt es ganz bedeutende Dichter, die für ihre Weinlyrik berühmt sind, und
Dichter bedeutet auch, dass sie am Kalifenhof als Zechgenossen eine Art Anstellung hatten. Sie
mussten den Kalifen abends unterhalten und dabei wird es nicht so ganz trocken zugegangen sein.“

Malek,
Werther von Goethe sagt, zum Sohne komme nur, wen der Vater zum Sohne ziehe, aber der Vater
wolle ihn, Werther-Goethe, für sich haben. Die russische Dichterin sagte zu Rilke und seinem
Stundenbuch: Du bist nicht Christi, sondern des Vaters Johannes. - Und so geht es mir, ich bin
Jahwes Sohn.

Trotzdem

Die Menschen sind unvernünftig, irrational und egoistisch.


Liebe diese Menschen trotzdem.

Wenn du Gutes tust, werden dich die Menschen beschuldigen, dabei selbstsüchtige Hintergedanken
zu haben.
Tue trotzdem Gutes.

Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und wahre Feinde.


Sei trotzdem erfolgreich.

Das Gute, das du heute getan hast, wird morgen schon vergessen sein.
Tue trotzdem Gutes.

Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verwundbar.


Sei trotzdem ehrlich und offen.
Die Menschen bemitleiden Verlierer, doch sie folgen nur den Gewinnern.
Kämpfe trotzdem für ein paar von den Verlierern.

Woran du Jahre gebaut hast, das mag über Nacht zerstört werden.
Baue trotzdem weiter.

Die Menschen brauchen wirklich Hilfe, doch es kann sein, dass sie dich angreifen, wenn du ihnen
hilfst.
Hilf diesen Menschen trotzdem.

Gib der Welt das Beste, was du hast, und du wirst zum Dank dafür einen Tritt erhalten.
Gib der Welt trotzdem das Beste.

Letztendlich ist dann alles eine Angelegenheit zwischen dir und Gott.
Sowieso war es nie eine Angelegenheit zwischen dir und anderen.

(Mutter Teresa)

Malek,
Hermann der Lahme lebte im 12. Jahrhundert, er war total verkrüppelt und konnte im Kloster nur
auf allen vieren zum Marienaltar kriechen. Er dichtete das Gedicht: Gegrüßet seist du, Königin,
Mutter der Barmherzigkeit, - das heute noch täglich die Mönche beten. Vor ihrem Tode sagte seine
Mutter zu ihm: UND WENN DICH NIEMAND MEHR LIEBEN WIRD AUF ERDEN, EINE
WIRD DICH IMMER LIEBEN: DIE KÖNIGIN MARIA! - Wie oft wurde ich schon an dieses
heilige wahre Wort erinnert.

Lieber Malek,
seit einer Woche ist - leider - mein Schlafrhythmus so: Ich gehe um 3 Uhr nachts schlafen, wache
um 5 Uhr morgens auf, bin sehr müde, aber mein Kopf arbeitet wieder, ich trinke Kaffee, versuche
zu lesen, zu schreiben, gehe um 12 Uhr mittags wieder schlafen, schlafe bis 18 Uhr abends, bin
dann wieder bis 3 Uhr nachts wach.

Heute ist der Festtag des Mystikers und Dichters Heinrich Seuse, der die Ewige Weisheit als seine
Minnedame erwählt hatte. Aber die katholischen Pfaffen wissen davon nichts! Leider.

Guten Appetit in der Betriebskantine wünscht

Toto

Malek,
zum Beispiel heute morgen nach zwei Stunden Schlaf bin ich erwacht und dachte an die Mutter
Jesu, diese schöne Formulierung, und da dachte ich an die heutigen Dummköpfe, die statt Mutter
Jesu - die Mutter von Jesus sagen. Barbaren! Da regte ich mich wieder auf und konnte nicht
weiterschlafen. Eines Dichters Kreuz!
*

Mein lieber "Malek"!


Ich bin einsam gewesen und du hast mir geschrieben. Komm herein zu deines Meisters Freude, du
treuer Knecht!

Dein Herr Jesus

Kommt alle zu Mir und in Meinen heiligen Schafstall, ihr Abergläubischen, magisch Denkenden,
ihr atheistischen und protestantischen Rationalisten, ihr Calvinisten und ihr Wahnsinnigen in den
Psychiatrien!

Malek,
heute im Hauskreis bot die Gastgeberin, eine alte Frau, zwei Sorten Tee an, guckte mich an und
sagte: "Und was willst du, mein Stern?"

Malek,
dass du lamentierst über die christlichen Gemeinden (auf Erden) kann ich gut verstehen. Ich war bei
Evangelikalen, Lutheranern, Pfingstlern, Pietisten und den Oldenburger Katholiken - das ist alles
nichts für mich! Ich habe mich in eine katholisch-konservative Internetgemeinde zurückgezogen,
aber wie oft beklage ich mich während der Messe bei Jesus über die dumme Predigt! Zwar bin ich
Gott dankbar, dass er mir den katholischen Glauben geschenkt hat, aber in der katholischen Kirche
wächst neben dem wenigen Weizen auch sehr viel Unkraut. Nun denke doch einmal an die
himmlische Kirche und besprich deinen Frust ruhig einmal mit Paulus oder Johannes, die gerne
deine Freunde und Gesprächspartner werden möchten.

Lieber Malek,
bei Edith Stein hab ich einmal diesen Rat gelesen: Wenn du von einem Treffen einer Gruppe
kommst, so achte darauf, wie du dich dann fühlst. Bist du frustriert, voller Unmut, Ärger und Zorn?
Dann ist dort gewiss nicht der Ort, wo Gott dich haben will. - So ging es mir immer sehr schlecht,
als ich einmal einen katholischen Bibelkreis besucht habe. Und so, bei allen Gottesdiensten in
Oldenburg, rief immer meine Seele: Ich will hier raus!! - Wenn es dir ähnlich geht, bitte Gott um
einen gnadenreicheren Ort der Gottesverehrung. Übrigens kann man diesen Rat auch auf private
Bekanntschaften anwenden.

Es gibt etwas Wichtigeres als weltliche Poesie. Ich lese wenig weltliche Lyrik, Dramen, Romane.
Ich suche nur das Prophetische. Ich lese immer wieder solche Dichter, die etwas Prophetisches in
sich haben, Klopstock, Hölderlin, Goethe, Puschkin, Else Lasker-Schüler und ein paar andere. Ich
lese oder höre viel lieber die Bibel und prophetische Botschaften Mariens. Zum Beispiel heute
Morgen hatte ich drei Angebote, was ich schreiben könnte: Eine Umarbeitung der Psalmen, eine
Jeremia-Übersetzung, einen Kommentar zum Hohelied. Ich versuche Christus dichterisch zu
gestalten: In meiner Übersetzung des altsächsischen Jesus-Epos Der Heliand, in der Übersetzung
der fränkischen Evangelien-Harmonie, in einem Versepos (parallel zur indischen Bhagavadgita) die
Jesus-Gita, ein Lehrgedicht über Christus-Mystik, in einem Jesus-Epos (einer Evangelienharmonie
in Hexametern, mit Klopstock wetteifernd). Nur ganz nebenbei entstehen kleine lyrische Miniaturen
für Frauen und Freunde.

Lieber Malek,
vielleicht ermutigt dich auch wie mich die Begrüßungsansprache des Papstes Franziskus zum
Weltjugendtag vor 200 000 Jugendlichen in Panama. Du kannst ja im Video zur Rede vorspielen.

Lass dich nicht unterkriegen!

Hier ein altrömisches Jesusbild als Guter Hirte.

DER EREMIT

Der Eremit allein


Schaut in den Mondenschein:
Ach hätt ich eine Dirne
Mit einer weißen Stirne!

Herr Bruder in dem Herrn,


Gib mir den Morgenstern,
Gib du mir deine Dirne
Mit ihrer weißen Stirne!

Der Bruder singt ein Lied:


Mein lieber Eremit,
Ich bring dir meine Dirne
Mit ihrer blanken Stirne.

Der Eremit nun sagt:


Willkommen, schöne Magd,
Willkommen süße Dirne
Mit deiner hohen Stirne!

Die Dirne aber klagt:


Ich bin die reine Magd,
Bin keine feile Dirne
Mit dreister Hurenstirne!

Der Eremit klagt Gott:


Du treibst mit mir nur Spott,
Du gibst mir nicht die Dirne
Mit ihrer keuschen Stirne.

Du gibst kein weiches Weib


Für meinen kranken Leib,
Du gibst mir keine Dirne
Für meine fromme Stirne.

Heute ist der Festtag der heiligen Paulusschüler und Bischöfe Titus und - Timotheus. Timos
Namenstag.

Gedenktag des Hl. Timotheus und Titus, Bischöfe und Apostelschüler (26.01.2019)

Zweiter Brief des Apostels Paulus an Timotheus 1,1-8.

Paulus, durch den Willen Gottes zum Apostel Christi Jesu berufen, um das Leben in Christus Jesus,
das uns verheißen ist, zu verkündigen,
an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und
Christus Jesus, unserem Herrn.
Ich danke Gott, dem ich wie schon meine Vorfahren mit reinem Gewissen diene - ich danke ihm bei
Tag und Nacht in meinen Gebeten, in denen ich unablässig an dich denke.
Wenn ich mich an deine Tränen erinnere, habe ich Sehnsucht, dich zu sehen, um mich wieder von
Herzen freuen zu können;
denn ich denke an deinen aufrichtigen Glauben, der schon in deiner Großmutter Loïs und in deiner
Mutter Eunike lebendig war und der nun, wie ich weiß, auch in dir lebt.
Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung
meiner Hände zuteil geworden ist.
Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe
und der Besonnenheit.
Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der
ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die
Kraft.

Psalm 96(95),1-2.3.7-8.10.

Singet dem Herrn ein neues Lied,


singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen,
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern!
Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker,
bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens,
spendet Opfergaben, und tretet ein in sein Heiligtum!
Verkündet bei den Völkern: Der Herr ist König.
Den Erdkreis hat er gegründet, so dass er nicht wankt.
Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Evangelium nach Lukas 10,1-9.


In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle
Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der
Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen;
andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf
seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

SIEBEN JAHR

Ein Jüngling diente sieben Jahr


Dem schönen Mädchen wunderbar.

Und wieder sieben Jahre er


Dem Mädchen diente hold und hehr.

Da kam zum Mädchen Bruder Tod,


Da wurde bleich ihr Wangenrot.

Der Jüngling einen Apfel rund


Ihr legte auf den weichen Mund.

Das Mädchen starb als Jungfrau rein


Und ging zu Gott im Himmel ein.

Der Jüngling weinte sieben Jahr


Um seine Tote Tränen klar.

Und weiter sieben Jahre er


Versunken war im Tränenmeer.

"Was du für Melancholie hältst,


Ist vielleicht nur Müdigkeit."

Karol Wojtyla

Wenn ich auf dem Markte geh


Durchs Gedränge,
Und das hübsche Mädchen seh
In der Menge;
Geh ich hier, sie kommt heran,
Aber drüben;
Niemanden sieht uns Beiden an,
Wie wir lieben.

„Alter, hörst du noch nicht auf!


Immer Mädchen!
In dem jungen Lebenslauf
Wars ein Käthchen.
Welche jetzt den Tag versüßt?
Sags mit Klarheit.“
Seht nur hin, wie sie mich grüßt.
Es ist - die Wahrheit.

Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen. Und auch meine Seele ist ein springender
Brunnen.

Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines
Liebenden.

Ein Ungestilltes, Unstillbares ist in mir; das will laut werden. Eine Begierde nach Liebe ist in mir,
die redet selber die Sprache der Liebe.

Licht bin ich: ach, daß ich Nacht wäre! Aber dies ist meine Einsamkeit, daß ich von Licht umgürtet
bin.

Ach, daß ich dunkel wäre und nächtig! Wie wollte ich an den Brüsten des Lichts saugen!

Und euch selber wollte ich noch segnen, ihr kleinen Funkelsterne und Leuchtwürmer droben! – und
selig sein ob eurer Licht-Geschenke.

Aber ich lebe in meinem eignen Lichte, ich trinke die Flammen in mich zurück, die aus mir
brechen.[362]

Ich kenne das Glück des Nehmenden nicht; und oft träumte mir davon, daß Stehlen noch seliger
sein müsse als Nehmen.

Das ist meine Armut, daß meine Hand niemals ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, daß ich
wartende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehn sucht.

O Unseligkeit aller Schenkenden! O Verfinsterung meiner Sonne! O Begierde nach Begehren! O


Heißhunger in der Sättigung!

Sie nehmen von mir: aber rühre ich noch an ihre Seele? Eine Kluft ist zwischen Geben und
Nehmen; und die kleinste Kluft ist am letzten zu überbrücken.

Ein Hunger wächst aus meiner Schönheit: wehetun möchte ich denen, welchen ich leuchte,
berauben möchte ich meine Beschenkten – also hungere ich nach Bosheit.
Die Hand zurückziehend, wenn sich schon ihr die Hand entgegenstreckt; dem Wasserfalle gleich
zögernd, der noch im Sturze zögert – also hungere ich nach Bosheit.

Solche Rache sinnt meine Fülle aus: solche Tücke quillt aus meiner Einsamkeit.

Mein Glück im Schenken erstarb im Schenken, meine Tugend wurde ihrer selber müde an ihrem
Überflusse!

Wer immer schenkt, dessen Gefahr ist, daß er die Scham verliere; wer immer austeilt, dessen Hand
und Herz hat Schwielen vor lauter Austeilen.

Mein Auge quillt nicht mehr über vor der Scham der Bittenden; meine Hand wurde zu hart für das
Zittern gefüllter Hände.

Wohin kam die Träne meinem Auge und der Flaum meinem Herzen? O Einsamkeit aller
Schenkenden! O Schweigsamkeit aller Leuchtenden!

Viel Sonnen kreisen im öden Raume: zu allem, was dunkel ist, reden sie mit ihrem Lichte – mir
schweigen sie.

O dies ist die Feindschaft des Lichts gegen Leuchtendes, erbarmungslos wandelt es seine Bahnen.

Unbillig gegen Leuchtendes im tiefsten Herzen, kalt gegen Sonnen – also wandelt jede Sonne.

Einem Sturme gleich fliegen die Sonnen ihre Bahnen, das ist ihr Wandeln. Ihrem unerbittlichen
Willen folgen sie, das ist ihre Kälte.

Oh, ihr erst seid es, ihr Dunklen, ihr Nächtigen, die ihr Wärme schafft aus Leuchtendem! Oh, ihr
erst trinkt euch Milch und Labsal aus des Lichtes Eutern!

Ach, Eis ist um mich, meine Hand verbrennt sich an Eisigem! Ach, Durst ist in mir, der schmachtet
nach eurem Durste!

Nacht ist es: ach daß ich Licht sein muß! Und Durst nach Nächtigem! Und Einsamkeit!

Nacht ist es: nun bricht wie ein Born aus mir mein Verlangen – – nach Rede verlangt mich.

Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen. Und auch meine Seele ist ein springender
Brunnen.

Nacht ist es: nun erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines
Lieben den. –

Und seien Sie nachsichtig mit sich. Wenn Sie es nicht sind, ist es keiner.

A Fool No More

Peter Green
Yes, I've packed up my clothes
I'm movin' away from your door
Lord, I've packed up my clothes
Said, I'm moving away from your door
I've been your fool for so long
Babe, I won't play that fool no more

I gave you all my money


I work as hard as I can
I came home early one morning
I found you with another man
Babe, I've packed up my clothes
And I'm movin' away from your door

Said, I've been your fool for so long


And Lord, I won't play that fool no more

Die deutsche Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Makron erneuerten den deutsch-
französischen Freundschaftsvertrag. Die deutsche Kanzlerin brachte Torsten Schwanke mit, den
größten deutschen Dichter der Jetztzeit, und der französische Präsident brachte Laetitia Casta mit,
die schönste Frau der Welt, und so wurde der deutsch-französische Freundschaftsvertrag auch im
Bereich der Hochkultur bekräftigt.

Was tun bei all dem vielen Leid?


Die Weisheit rät Gelassenheit.

Malek,
um Ruhe im Herzen zu finden, lausche dem lateinischen Rosenkranz im gregorianischen Choral.
Das ist bessere sakrale Musik als die Rockmusik der Pfingstler. Allerdings muss man dazu ablassen
von dem TEMPO DER MODERNE.

Lieber Malek,
mit 15 schenkte mir mein Nachbar Uwe etwas Haschisch. So wurde ich süchtig, bis mich erst
Anfang des dritten Jahrtausends die Madonna davon befreite. Haschisch kann Psychosen auslösen.
Andererseits gibt es Haschischraucher, die nicht psychotisch werden, und Psychotiker, die kein
Haschisch geraucht haben. Nun leide ich unter meiner mental illness. Wer ist schuld? Mein törichtes
Ich? Mein Nachbar? Der Teufel? Woher kommt die Krankheit? Ich leide, und weiß nicht, wer es mir
angetan hat! Hat der Teufel mich vernichten wollen? Konnte oder mochte Gott mich nicht
bewahren? Nun bin ich schrecklich krank, und da kann selbst Gott nichts mehr dran ändern! Bei
wem soll ich mich beklagen, mich beschweren? Was hätte aus mir werden können als Christ und
Dichter, wenn ich nicht das Hasch, des Teufels Sakrament, eingenommen hätte!

*
DICHTER
Gott hat mich krank gemacht, mein Herz ist wund!
FREUND
Im Himmel, hoffe nur, macht Gott gesund!

Ich bin es müde, tauben Ohren zu predigen und stummen Mund zu befragen!

Malek,
prima Idee, ich hab mir meine eigene Lyrik vorlesen lassen. Sollte ich das wohl kaufen?

Heute rief mich Tom an, er habe Hunger. Ich hab ihm und Quentin ein warmes Mittagessen vom
Türken gebracht. War dann mit Evi und den Hunden bei Schneefall im dunklen Wald spazieren.
Machte dann mit Evi einen Psycho-Test aus einer Frauenzeitschrift. Sie sagte, sie habe mich gern.
Zuhause feierte ich Messe mit und das Evangelium war: Ich bin hungrig gewesen, und du hast mir
zu essen gegeben!

Kardinal Ratzinger vor 30 Jahren: Die Kirche ist eine Kirche der Heiden geworden. Unaufhaltsam
wächst das Heidentum in der Kirche. Das ist der Gräuel der Verwüstung im Tempel Gottes.
Wie traurig wahr!

Der Trick der Schöpfung ist satanisch witzig.


Das Weib bleibt vorher kühl, der Mann ist hitzig.
Sie glüht nachher und er sieht auf die Uhr.
So stirbt Betrug nicht aus und nicht Natur!

Papst Johannes Paul II sprach in seiner Theology of the body davon, dass die Eheleute lernen
sollten, das schnelle Kommen des Mannes und das langsame, aber anhaltendere Kommen der Frau
zu harmonisieren, um möglichst gemeinsam zum Höhepunkt zu kommen. - Und da sagt man, der
Papst sei sexual- und leibfeindlich.

Aber das eine ist die Ehepraxis und das andere die schöne Idee des Philosophen.

Lieber Malek,
dem Marco ist der Luther sein einziger Heiliger - obwohl er noch nie was von ihm gelesen hat und
seine Bibelübersetzung nicht mag. So sagte Marco neulich: Das war ja Luthers neue Erkenntnis von
der "Freiheit des Christenmenschen", dass der Mensch Gottes "Gnade" ablehnen oder annehmen
kann. - Welche Torheit! Unter der Freiheit des Christenmenschen verstand Luther die Freiheit des
willkürlichen Subjekts von der Lehre der Kirche. Die Willensfreiheit leugnete Luther in seiner
Schrift vom geknechteten Willen, da er sagte: Der Mensch, wenn die Gnade ihn retten will, wird
auch gegen seinen Willen gerettet, und wenn der Mensch gerettet werden will, aber die Gnade ihn
nicht rettet, dann ist all sein Wille nichts. - So machen die Pietisten aus dem wirklichen (Irr-)Lehrer
Luther ein Götzenbild der evangelischen Vollkommenheit.

JESUS:
Ich habe dir doch einen Mann gezeigt,
Der nur für seine Arbeit leben wollte,
Der kannte keinen Sabbath, keinen Sonntag,
Der hatte keine Zeit für seine Frau,
Der wollte goldne Barren scheffeln,
Mit vierzig Jahren müßig dann zu gehen,
Der glaubte, dass die Arbeit und das Gold
Ihm die Erfüllung seiner Sehnsucht gebe,
Und dass der Mammon gebe Sicherheit.
Ich zeigte dir, wie er zusammenbrach,
Und in Verzweiflung an den Selbstmord dachte,
Schon mit dem Messer plante seinen Selbstmord,
Als ich erschien und rief ihn in mein Reich.
So glaubten an den Götzen Arbeit auch
Die Kommunisten, denen war die Arbeit
Der Menschheit Schöpfer und der Welten Heiland,
Sie schufen so ein Reich der Sklaverei,
Das ich gestürzt mit meiner Mutter habe.
Du achte besser auf dein Selbst mein Lieber,
Geh gnädig mit dir um, sonst tut es keiner,
Und liebe deine Seele, wie sie Gott liebt.
Wenn du dein Leben nicht vom Schöpfer annimmst,
Dann lehnst du ab des Universums Schöpfung
Und wünschest dir, du wärest nie geboren.
Was aber ist der Mensch, der Menschensohn,
O Gott, dass du ihn wertschätzt und ihn liebst?
Mein Lieber, rede du mit deiner Seele!
So tat es David auch in einem Psalm:
O meine Seele, was betrübst du dich
Und bist so ruhelos in mir, o Seele?
So musst du auch mit deiner Seele reden
Und liebe sie als deine beste Freundin!
Doch sollst du deine Seele nicht verwechseln
Mit jener Seele deiner Vielgeliebten,
Ihr seid nicht eins, ihr seid noch immer zwei!
Die Seele deiner Seele, das bin ich,
Ich lebe in dem Innern deiner Seele.
Ich habe dir das Charisma gegeben
Der Liebe zu der Weisheit, zu Sophia.
Du kannst nicht Griechisch, nicht Latein, Hebräisch,
Du kennst nicht Aristoteles und Thomas,
Auch ist dein Hirn zerstört von deiner Krankheit,
Doch gab ich dir die Weisheit in dem Geist,
Die du allein durch das Gebet erlangst
Und durch Geduld beim Hangen an dem Kreuz,
Dort wird unmittelbar die Weisheit eingegossen
Von Jesus Christus und von Sankt Maria.
Doch sollst du auch die Liebe nicht verschmähen!
Ich weiß, die Liebe hat dir weh getan,
Die Vaterliebe und die Mutterliebe
Und allermeist die große Frauenliebe!
So denkst du: Liebe ist ja nichts als Schmerz!
Doch fühlst du nicht, wie dich Maria liebt,
Bedingungslos und grenzenlos und brennend?
Sie lehrt dich, an die Liebe neu zu glauben.
Und ihre Liebe ist das Sakrament
Der Mutterliebe Gottes, die dich liebt,
Die Hagia Sophia, deine Frau!
Und bist du so geliebt von deiner Gottheit,
Dann fließe über auch von Nächstenliebe
Und siehe die Person an, die bedürftig,
Dann lernst du erst die rechte Bruderliebe,
Die dich vereint mit jedem Katholiken,
Dann lehre ich dich auch die Feindesliebe:
Für deine vielen Feinde sollst du beten!
Wähl dir zur Freundin deine Einsamkeit!
Ich sing die Hymne deiner Einsamkeit:
Es sagte Blaise Pascal dereinst so richtig,
Dass alles Übel einzig daher kommt,
Dass nicht der Mensch in seinem Hause bleibt.
Und in der Imitatio Christi sagte
Der weise Thomas und zitierte da
Den weisen Seneca, dass oft der Mensch
Mit einem vollen Herzen aus dem Haus geht
Und kommt frustriert mit leerem Herzen heim.
Und hast du das nicht oft erfahren schon?
So bleibe du allein mit der All-Einheit,
Denn der all-eine Gott ist eins mit dir.
Denn wenn du auch allein bist, doch nicht einsam
Bist du, denn Gott ist mit dir und Maria,
Schutzengel sind mit dir und Heilige.
So lerne du den Tod des eignen Ich!
Hat dir denn nicht auch Sokrates gesagt,
Der Philosophen Streben ist der Tod,
Um unverhüllte Wahrheit anzuschauen?
Und was ist anders eines Christen Tod,
Als ins All-Eine ganz allein zu gehen?
Wenn deine Seele ist betrübt zu Tode,
Dann an den Garten von Gethsemane
Erinnre dich und meine Todestrauer,
Wie alle Freunde mich allein gelassen,
Wie mich mein Freund mit einem Kuss verriet,
Wie mich die Priester und die Staatsbeamten
Verurteilt haben, ich sei Lästerer,
Wie ich verhöhnt ward als der Juden König,
Wie man mich angespuckt und mich geohrfeigt,
Wie unterm Kreuze ich zusammenbrach,
Noch Mitleid mit den armen Frauen hatte,
Wie ich ward angenagelt und durchbohrt‚
Und ich mich fühlte schrecklich Gott-verlassen,
Wie mir das Herz brach, ich verblutete,
Wie ich hinabgestiegen in die Hölle!
Bedenke das in deiner kranken Schwermut,
Dann spürst du, dass ich immer bei dir bin.
Lies oft im Evangelium die Verse,
Die schildern die erlösende Passion!
Denn das hat mehr Verdienst, als dich zu geißeln.
Und höre auf Teresas Ratschlag auch,
Wenn Fasten und Gebet, dann Fasten
Und Beten, Beten, Beten; und wenn Rebhuhn,
Dann Rebhuhn! Höre auf die Irren nicht,
Mit ihrer neuen Speisevorschrift, denn
Ihr Gott, das ist der Bauch; denn was du isst,
Das wird als Kot nur wieder ausgeschieden,
Und es ist alles rein dem, der Gott dankt.

Freund,
der ist nicht zu beklagen, der ohne dummes Liebesfieber lebt. Er erhält sich geistig einen Harem, in
dem er sorglos sich ergeht.

Dein
Puschkin

Malek,
ein Vortrag des Konservatismus über die Folgen der 68er Revolution.

Malek,
meine Freude - der Papst ist als erster Papst auf der den Muslimen heiligen arabischen Halbinsel
und feierte in einem großen Stadion eine heilige Messe. Er wirbt für interreligiösen Dialog und lädt
alle Menschen guten Willens zur Mitarbeit am Frieden ein.

Mein Ärger - Marco meint, ob man Arianer sei oder an die Einpersönlichkeit Gottes glaube (wie die
Oneness-Pentecostals) oder was auch immer, sei für eine persönliche Gottesbeziehung egal. - Ja,
eine persönliche Gottesbeziehung haben Hindus und Muslime auch, die Frage nach dem wahren
Gott scheint auf einmal gleichgültig, wenn man sich nur gläubig fühlt. Aber das kommt, wenn man
gegen die katholische Kirche streitet und ihre Dogmen ablehnt, dann kramen die Pietisten alle
uralten Irrlehren wieder aus, die die Kirche schon vor Jahrtausenden verurteilt hat. Aber warum
muss ich mich darüber ärgern? Das weiß ich auch nicht.

"Wie zufrieden bin ich, dass du hier mit N.N. bist. Ihr sollt euch wirklich gern haben. Wie zwei
Brüder."
Maria

"Es gibt keinen Gott - - es gibt nur Vater und Sohn und Heiligen Geist."

Papst Franziskus

Lieber Malek,
seit einem Monat kann ich nicht mehr richtig schlafen. Ich bin am Ende meiner Kraft. Heute hab ich
mir Baldrian gekauft, ob es hilft. Wenn ich wache, hab ich schmerzliche Gedanken. Ich kann nur
wenig lesen und schreiben. Dafür bin ich im immerwährenden Gebet zu Maria.

Evi weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht vor Mühsal. Karines Mutter ist im Krankenhaus, hatte
sich ein Bein gebrochen, soll nach Cloppenburg in ein Pflegeheim kommen. Sie krepiert elendig
und einsam.

Bruder!
Heute lass ich mir von Hedda vorlesen das apostolische Sendschreiben von Johannes Paul II zur
katholischen Position zur Ökumene, der Einheit aller Jünger Christi. Hier findest du den Text:

Toto

Was sind das für Christen, die nicht sagen können: Gott, ich liebe dich!?

Lieber Malek,
heute morgen um 6 hörte ich eine Predigt über das Warten, zum Beispiel das Warten von Liebenden
auf das Wochenende, wenn sie sich wieder austauschen können. - Da hoffte ich, Evi heute zu sehen.
Um 8 Uhr in der Messe kam die Lesung aus dem Hebräer-Brief: Übt Gastfreundschaft, denn so
haben manche unter euch schon oft Engel beherbergt. - Den ganzen Tag hatte ich schreckliche
Schmerzen in der Seele und entsetzliche Müdigkeit im Leib, ich konnte kaum noch glauben... Um
17 Uhr bis 18 Uhr konnte ich etwas schlafen, da kam plötzlich Evi bei mir rein (sie hat einen
Schlüssel) und blieb 2 Stunden. Nun geht es mir wieder gut, ich habe wohl "einen Engel
beherbergt"…

Selig, wer sich vor der Welt


Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,

Was, von Menschen nicht gewußt


Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.

Malek,
neulich hörte ich einen Vortrag eines katholischen Islamwissenschaftlers über den Koran. Der
Koran lehrt, dass Allah alles unmittelbar bestimmt - die Schicksale des Menschen (Fatalismus) und
die Schöpfung, das heißt, Allah schafft unmittelbar in jedem Augenblick die Schöpfung. Der
Professor bezeichnete dagegen die biblische Schöpfungslehre so, dass Gott einerseits dem
Menschen die Freiheit des Willens anvertraute (was Luther leugnete) und - das ist jetzt entscheidend
- Gott "ruhte am siebenten Tag", das deutete der Mann so, das Unser Gott der Schöpfung eine
relative Eigenständigkeit gegeben. Das war neu für mich. Ich habe bisher nach dem Jesuswort: Und
mein Vater wirkt bis heute, gedacht, dass Gott der permanente Schöpfer sei. Verstehst du den
Unterschied? Was denkst du darüber?

Toto

Malek,
lass uns im Gebet verbunden sein. Bitte bete für mich, dass Christus mir die Kraft gibt, mein
schweres Kreuz zu tragen. Ich bitte den Herrn in der Eucharistie, dass er dir Seine Wahrheit immer
mehr entschleiere.

PS:
Ich sagte zu Evi: Ach, Gott lässt mich ja leider bis an mein Lebensende leben! Sie lachte und sagte:
Du überlebst uns noch alle.

Lieber Malek,
die Bibel sagt, wer Gott vertraut, muss nicht hungern. Ein Pfingstler fragte: Und was ist mit den
Kindern in Afrika? Die sind so gläubig und verhungern! - Was sagst du dazu?

Lieber Malek,
ich sende dir hier als e-book das Geistliche Jahr von Anette von Droste-Hülshoff, ein Zyklus von
geistlichen Gedichten zum Kirchenjahr, sehr tiefsinnig, sehr wahr und schön. Ich fand es 1992 in
einer esoterischen Buchhandlung und las es. Ostern 1992 war ich mit Karine auf dem Land, ich sah
die Herrlichkeit des Herrn in der Oster-Natur und betete: Herr, solch einen Glauben wie Annette
möchte ich auch haben. - Vielleicht wäre es auch was für deine Frau, da Anette viele Schmerzen
hatte, falls deine Frau einen Sinn für geistliche Lyrik hat.

Malek,
wir gründen eine Sekte zu zweit! Du wirst Obertheologe des Tausendjährigen Reiches und ich
Obermystiker der Marienverehrung.
*

Ich habe meiner Mutter mein Leid geklagt und sie gefragt, ob sie mir mit 40 Euro monatlich helfen
mag, dass Evi noch eine Stunde mehr kommen kann. Sie hat angerufen und war hartherzig,
unbarmherzig, lieblos und wütend. Ich bin am Ende, aber meine Mutter hat kein Herz für mein
Elend. Ja, wenn es ums Geld geht, dem Gott meiner Familie, da hört die Liebe auf. Das tut weh.

Malek,
ich hab doch nur noch Dich und Evi.

Ach, hätt ich Eberhard


Gefragt und Doris auch,
Und Stefan noch dazu,
Ich hätt nicht Gottes Hauch.

Doch komme ich von Gott,


Es liebt mich ja mein Gott,
Trotz Satan in der Welt,
Ich trotze seinem Spott.

Ich komm von Gottes Schoß,


Kehr heim in Gottes Schoß,
Ich freu mich auf den Tod,
Mein liebster Gott ist groß!

Malek,
meine Mutter hat mich um Verzeihung gebeten. Das ist das erste Mal in meinem Leben. Heutige
Liturgie: Ich will euch trösten wie eine Mutter, spricht Jahwe.

Malek,
ich lese zur Zeit viel in der Deutschen Romantik - katholischer Poesie, sehr schön. Aber sie hat zwei
hässliche Makel: den Judenhass und den Franzosenhass. Wie könnte ich, der ich an den Gott des
Alten Testaments glaube, die Juden hassen? Und wie könnte ich, der mit Karine in Frankreich die
schönsten Erinnerungen meines Lebens gesammelt haben, die Franzosen hassen? Mein Patriotismus
ist frei von diesen Flecken.

Malek,
ich schreibe Menges Psalmen um in Psalmen an die Herrin Göttin. Hier eine Probe:

CII
Gebet eines Elenden,
Als er verzagt war
Und seine Klage vor der Herrin ausschüttete.
Herrin, höre mein Gebet
Und lass mein Schreien zu dir dringen!
Verbirg dein Angesicht nicht vor mir
Am Tage, wo mir angst ist!
Neige dein Ohr mir zu
Am Tage, wo ich rufe;
Erhöre mich eilends!
Ach, meine Tage sind wie Rauch entschwunden
Und meine Gebeine wie von Brand durchglüht;
Mein Herz ist versengt und verdorrt wie Gras,
So dass ich sogar vergesse, Speise zu genießen;
Infolge meines Ächzens und Stöhnens
Klebt mein Gebein mir am Fleisch.
Ich gleiche dem Wasservogel in der Wüste,
Bin geworden wie ein Kauz in Trümmern;
Ich finde keinen Schlaf und klage
Wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.
Tagtäglich schmähen mich meine Feinde;
Und die gegen mich toben, wünschen mir Unheil.
Ach, Asche esse ich als Brot
Und mische meinen Trank mit Tränen
Wegen deinem Zorn und Grimm;
Denn du hast mich hochgehoben
Und nieder geschleudert.
Meine Tage sind wie ein langer Schatten,
Und ich selbst verdorre wie Gras!
Du aber, Herrin, thronst ewiglich,
Und dein Gedächtnis bleibt
Von Geschlecht zu Geschlecht.
Du wirst dich erheben, dich Zions erbarmen,
Denn es ist Zeit, Gnade an ihr zu üben:
Die Stunde ist da,
Denn deine Knechte lieben Zions Steine,
Und Weh erfasst sie um ihren Schutt,
Damit die Heiden fürchten lernen
Den Namen der Herrin
Und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.
Denn die Herrin hat Zion wieder aufgebaut,
Sie ist in ihrer Herrlichkeit erschienen,
Sie hat dem Gebet des Verlassenen sich zugewandt
Und sein Flehen nicht verachtet.
Dies werde aufgeschrieben
Fürs kommende Geschlecht,
Damit das neugeschaffne Volk
Die Herrin lobpreise,
Dass von ihrer heiligen Höhe sie herabgeschaut,
Dass die Herrin geblickt hat vom Himmel zur Erde,
Um das Seufzen der Gefangenen zu hören
Und die Tod-Geweihten frei zu machen,
Damit man verkünde in Zion
Den Namen der Herrin
Und ihren Ruhm in Jerusalem,
Wenn die Völker sich alle versammeln
Und die Königreiche,
Um der Göttin Herrin zu dienen.
Gelähmt hat sie mir auf dem Wege die Kraft,
Sie hat verkürzt meine Lebenstage.
Nun flehe ich: Meine Göttin,
Raffe mich nicht hinweg
In der Mitte meiner Tage,
Du, deren Jahre währen immerdar!
Vorzeiten hast du die Erde gegründet,
Und die Himmel sind deiner Hände Werk:
Sie werden vergehen, du aber bleibst;
Sie werden alle zerfallen wie ein Gewand,
Wie ein Kleid wirst du sie wechseln,
Und so werden sie verschwinden.
Du aber bleibst dieselbe,
Und deine Jahre nehmen kein Ende.
Die Kinder deiner Knechte werden sicher wohnen,
Und ihr Geschlecht wird fest bestehen vor dir.

Malek,
im Hauskreis zitierte ich Papst Franziskus: Gott ist ein höchst zärtlicher Vater. Da protestierte
Marco und sagte: Der Gott, der bei Auschwitz zugesehen hat! Ich sagte: Ich glaube an den
Christusgott, der Mensch geworden ist und in und mit den Leidenden leidet, so glaube ich, Gott war
in Auschwitz, aber Gott ist kein KZ-Kommandant, sondern ein gekreuzigter Jude oder Priester.
Darum nennt die Kirche Auschwitz auch das Golgatha des 20. Jahrhunderts.

Jesus: Ihr Scheinheiligen! Ihr wascht das Geschirr ab und haltet eure Toilette sauber, aber eure Seele
ist voll von Atheismus, Materialismus und Konsumismus!

Malek,
hier das sehr schöne Lehrschreiben von Franziskus über die "Freude der Liebe" in Ehe und Familie.
Es reicht auch, wenn du das Vierte Kapitel liest, eine extrem tiefsinnige Auslegung zum Hohenlied
der Liebe 1 Korinther 13. Empfehle ich dir sehr.

Malek,
die Madonna freut sich über deine barmherzige Bruderliebe zu mir. Glaub mir!

Malek,
der Täufer sagt, er sei nicht Elia. Jesus sagt, Johannes war Elia. - Wie ist das aufzulösen (ohne
Tausendjähriges Reich...)?

Ich bin Elias nicht. - Und doch bist du Elias! -


So hat der Täufer recht, und recht hat der Messias.

Ich bin Elias nicht, ich bins nicht in Person! -


Elias' Charisma hast du, sprach Gottes Sohn.
So hat der Christus recht, und recht hat auch der Täufer,
Wie es der Freund erklärt dem Alten Dichter-Säufer.

5. Mose 25

11 Wenn zwei Männer in Streit geraten sind und die Frau des einen kommt ihrem bedrängten Mann
zu Hilfe und packt den andern beim Geschlechtsteil, 12 dann dürft ihr kein Mitleid mit ihr haben;
ihr müsst ihr die Hand abhacken.

Amen.

Ob Gott nun überlässt Natur dem eignen Gang,


Ob immer schöpferisch der Herr im Schöpferdrang,
Ist beides etwas wahr, es ist wie bei dem Licht,
Das Welle-Teilchen ist, wie fromm der Weise spricht.

Malek,
Mutter Teresa von Kalkutta wurde gefragt: Warum sterben die tiefgläubigen Kinder in Afrika so
früh durch Gewalt oder Hunger und die reichen und satten Gottlosen werden neunzig Jahre alt?
Sie sagte: Die kleinen Gläubigen waren bereit, Gott zu begegnen. Den Gottlosen gewährt Gott ein
langes Leben, ob sie noch umkehren zu Gott.

Malek,
wie schön ist es mit Gott und Maria zu sprechen - und wie anstrengend ist es, mit Menschen über
Gott zu sprechen...

Heute im Hauskreis sprachen wir wieder über die Liebe zu Gott. Man hat uns Christen solange
eingehämmert, dass die christliche Liebe nichts mit Gefühlen zu tun hat, dass wir meinen, Liebe zu
Gott sei allein ein Verstandeserkennen und ein Willensgehorsam. Ich bin aber überzeugt, dass Gott
GELIEBT werden will und traurig ist, wenn wir nicht sagen können: Ich liebe dich!
Da sagte Marco: Torsten, wenn ich zu dir sage: Ich liebe dich - dann heißt das nicht, dass ich dich
küssen will, sondern dass ich dich wertschätze und respektiere.

Das fand ich - für mich - schön zu hören... (für Gott aber zu wenig).

Malek,
ich fragte: Habt ihr schon einmal um Weisheit gebetet? Marco: Ja, aber mein Gebet ist nicht erhört
worden. Ich: Heinrich Heine sagte: Ich liebe die Weisheit, aber es ist (wie immer) unerwiderte
Liebe. - Aber die Weisheit spricht in Sprüche 8: Ich liebe, die mich lieben.

Malek,
du hast schon öfter geklagt, dass dir die Strategie deiner Gemeinde nicht gefällt, ihr amerikanisches
Wohlfühlevangelium, und dass du mit deinem Pastor nicht harmonierst. Warum trittst du nicht (mit
der Begründung von Arbeitsüberlastung) von deiner Funktion als Gemeindeältester zurück und
konzentrierst dich stattdessen auf Bibel- und Gebetskreise? (Gebet ist eh wichtiger als Sitzungen).
Dann hättest du auch etwas mehr Zeit zum Lesen, wie du dir doch eigentlich wünschst. Das ist
meine bescheidene Meinung.

Vielleicht kannst du dich mit den "wenigen, älteren Bibeltreuen" besser im Bibelkreis treffen. Du
hast einmal von der Auslegung eines Psalms durch einen Alten sehr beseligt erzählt. Dann mach
doch eine "Sekte in der Sekte" auf. Übrigens, 90 % der Christen muss man sagen: Denk auch mal
an andere, aber dir muss ich ernsthaft sagen: Denk auch mal an dich! (Und wie sich deine Frau
freuen würde.)

Gruß von Herzen!


Tausend Schmerzen!

Die Liebe

Gedicht von Marina Zwetajewa

frei aus der Erinnerung zitiert

Die Liebe ist uralt,


Sie ist älter als der Schachtelhalm,
Sie ist älter als der Bernstein,
Sie ist älter als das Urmeer.
Aber älter als die Liebe ist
Der Schmerz.

*
Wenn du niederliegst in deiner Ohnmacht,
Dann kommt Jesus an mit seiner Allmacht.

Und bist du schlaflos stets und plagt dich düstrer Wahn,


Vertrau dich der Natur und nimm vom Baldrian.

Malek,
das Protoevangelium Genesis 3, 16: Der Herr sprach zur Schlange: Feindschaft setze ich zwischen
dir und der Frau, zwischen deinen Nachkommen und ihrem Nachkommen. Du wirst ihr in die Ferse
stechen, und sie wird dir den Kopf zertreten.

In einem christlichen Land waren alle Pflanzen von Blattläusen befallen. Die Gärtner beteten zur
Jungfrau Maria. Maria sandte eine Wolke von Käfern mit rotem Panzer mit schwarzen Punkten, die
fraßen alle Blattläuse auf. Die Käfer heißen in Deutschland Marienkäfer, in Holland Prediger
Unserer Lieben Frau, in Frankreich Käfer der Jungfrau, in Äthiopien Käfer Unserer Lieben Frau, in
Spanien Hühner der Mutter Gottes und in Italien Schuhe der Madonna.

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst und sollst deinen Feind lieben. Malek, so liebe
doch den Mark. Gott liebt ihn auch. Gott ist nur für Mark auf die Erde gekommen und ans Kreuz
gegangen. Malek, deinen Mark nimmst du überall mit hin, selbst auf die Toilette, also freunde dich
mit ihm an. Er ist auch ein kleines Kind, das mit göttlicher Liebe geliebt werden will. Sei zu dir
selbst ein zärtlicher Vater und eine all-liebende Mutter.

Das wünscht dir dein Bruder in Jesus und Maria

Die Nacht, die dreifach Ist: Im Dunkel liegt die Welt,


Es strahlt kein Morgenstern am schwarzen Himmelszeit,
Das Ich ist in der Nacht, umnachtet ist die Seele,
Dass sich die Seele in den Fegefeuern quäle;
Die dritte Nacht ist die, des sei du nur gewiss,
Dass du den Herrn nur siehst in Gottesfinsternis.
Nur Ein Trost ganz allein ward mir im Kult der Messe:
Die Liebste ist bei dir, die himmlische Mätresse.

Lieber Malek,
der Gott des Aristoteles kann zwar geliebt werden, aber der Gott selber liebt nicht. Solche Götter
sind die Frauen. Sie lassen sich anbeten, um zu verschmähen, sie lassen sich lieben, ohne selbst zu
lieben, sie lassen sich dienen, um tyrannisch zu herrschen. Sie sind Götzen, sie haben keinen Mund
um zu reden, keine Augen um zu sehen, kein Herz zu lieben, sie sind nur starre Marmorgöttinnen.
Gott erlöse mich von diesem Götzendienst meines Lebens! Es gibt nur Eine Frau, die lebt und liebt
und KEIN GÖTZE IST – MARIA.
*

Wer die Herzen Jesu und Mariens trösten will, der begebe sich in die Schule der göttlichen
Weisheit.

Malek,
ich sagte im Hauskreis: Wisst ihr auch, dass Jesus in eurem Herzen wohnt? Marco sagte: Nur der
Heilige Geist wohnt in meinem Herzen. Ich: Die ganze heilige Dreifaltigkeit wohnt in deinem
Herzen. Marco: Dazu ist mein Herz zu klein. Ich: Aha, aber für den Heiligen Geist ist es groß
genug?

Ich bin klein,


Mein Herz ist rein,
Soll niemand drin wohnen
Als Jesus allein.

Malek,
noch will Maria, dass ich zum Pfingstler Bibelkreis gehe. Ich soll sie lehren, was die Weisheit mich
lehrt. Aber ich gebe nichts auf ihre Kommentare, sie bezeichnen sich selbst als lau und
unbarmherzig. Einen FREUND kann ich Marco nicht mehr nennen, denn wenn ich auch nur das
mindeste von der Makellosen erzähle, bricht er in Blasphemie aus. Nun, du bist ja auch anderen
Glaubens als ich, ich teile deine Auffassung zur Taufe nicht und nicht deine Interpretation der
Apokalypse, aber du hast doch eine evangelische Wertschätzung für die Mutter Jesu und akzeptiert
meine ewige Verliebtheit in die Madonna. So kann es gehen. Evis esoterisches postmodernes
Christentum besteht in praktischer Nächstenliebe, Toleranz und Mitgefühl. Theoretisch kann ich mit
ihr kaum über Jesus reden. Aber sie sagt kein böses Wort über Jesus und Maria und akzeptiert
meine Liebe zu den beiden Heiligen Herzen. So kann es auch gehen. Und auch meiner liberal-
lutherischen (halb atheistischen) Mutter kann ich immer wieder von Gott und der Gottesmutter
schreiben und sie hört es sich schweigend an. So kann es auch gehen.

Dein
Toto

Malek,
meine Erinnerungen an mein Elternhaus hab ich in Mails an meine Mutter geschrieben. Jetzt
schreibe ich gerade über meine Drogenerfahrungen in meiner sündigen Jugend an Evi. Ich träume
von einem dritten Kapitel: Don Juan, meine Erinnerungen an die Frauen. Ob du dafür ein
interessierter Empfänger wärst? Aber nur, wenn du wirklich Lust hast, das zu lesen, auf viele Tage
verteilte kurze Mails. Überleg mal.

Du bist ein wirklich lieber Mensch. Langsam geht es mir besser und ich schlafe wieder.

Toto

*
Gib, Gott, dass ich in deinem Leibe,
Im auserwählten Weinstock bleibe!

Spät habe ich dich geliebt, du Schönheit,


ewig alt und ewig neu,
spät habe ich dich geliebt!
Und sieh, bei mir drin warst du,
und ich lief hinaus und suchte draußen dich,
und häßlich ungestalt warf ich mich
auf das Schöngestaltete, das du geschaffen.
Du warst bei mir, und ich war nicht bei dir.
Und was von dir solang mich fernhielt, waren Dinge,
die doch, wenn sie in dir nicht wären, gar nicht wären.
Du aber riefst und schriest und brachst mir meine Taubheit.
Du blitztest, strahltest und verjagtest meine Blindheit.
Du duftetest, und ich trank deinen Duft und atme nun in dir.
Gekostet hab ich dich, nun hungre ich nach dir und dürste.
Und du berührtest mich,
ich aber glühte in Sehnsucht auf,
in Sehnsucht nach deinem Frieden.

Augustinus

Malek,
ich hörte einen afrikanischen Bischof. Die europäische Philosophie fußt auf Griechenland, dort war
der Dualismus von Geist und Materie vorherrschend: der Geist ist gut und göttlich, die Materie
schlecht und dämonisch. Das findet sich im Rationalismus der Neuzeit (Ich denke, also bin ich) und
im deutschen Idealismus. Die Afrikanische Lebensphilosophie spricht von der Einheit von Leib und
Seele, Anbetung und Tanz, eine Zusammenschau von Vergangenheit (Ahnenverehrung) und
Gegenwart (Gemeinschaftsleben) und Zukunft (Kinderliebe). Der Deutsche hört ruhige besinnliche
klassische Musik und steigt auf zum dritten Himmel. Der Afrikaner holt in seinen Feiern den dritten
Himmel auf die Erde. Der europäisch aufgeklärte und technisch fortschrittliche Mensch sieht die
Natur als ein Materiallager, dem Afrikaner ist die Erde eine Mutter und in Wasser und Bäumen und
Sonne und Kunst wird die Gegenwart Gottes verehrt. Die Europäer sind die Rationalisten, die
Afrikaner sind die Mystiker.

Rede von Charlie Chaplin (16.04.1959)

Als ich mich selbst zu lieben begann,


habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,


konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,


habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,


habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,


habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,


habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,


habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,


da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,


Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

*
Ich bin in großer Not!
Ich wäre lieber tot!

Ja, Malek,
du hast ganz recht, von meinem Martyrium zu sprechen. Die irischen Mönche, Missionare
Germaniens, sprachen vom Roten Martyrium - sein Blut für Christus zu vergießen - und vom
Weißen Martyrium - dem Leben in Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen. Mein Leben ist
so ein Weißes Martyrium. Ich verrate dir etwas, was ich noch keinem gesagt habe: Mein Herz ward
einmal von einem Schwert durchbohrt (oder meine Seele) und da hatte ich ein durchbohrtes Herz
und berührte mit meinem blutenden Herzen Jesu durchbohrtes und blutendes Herz und es war mir,
als tauschten wir die Herzen. Es war wie eine Stigmatisierung meines Herzens, rein seelisch oder
psychisch. "Von nun an mache mir keiner mehr Ärger, denn ich trage die Wundmale Jesu an
meinem Leibe", sagte Paulus irgendwo.

Gottes Liebe und Weisheit sei mit dir, mein lieber Timotheus! Ich danke Gott in meiner Trübsal, da
mich alle Brüder und Schwestern verlassen haben (Gott vergebe ihnen), dass durch die Gnade
Gottes du, mein lieber Timotheus, wie auch meine geliebte Schwester Evodia, mir noch beistehst.
Deine Briefe erquicken mich in meiner Prüfung, die manchmal über meine Kraft zu gehen scheint.
Maranatha! Komm, Herr Jesus, komm bald! Amen. So schreibe ich, Paulus, Sklave Gottes.

Malek,
die postmoderne Dichterschule spottet über die Reime "Wonne-Sonne, Brust-Lust und Triebe-
Liebe".

HYMNE

O Hohes Himmelsweib im Freiheitsreich der Sonne,


Du bist mein Paradies, du bist mein Weib der Wonne,
Wie selig, wie ein Kind, ruh ich an deiner Brust
Und sauge Milch von Trost und roten Wein von Lust,
Du, die Erfüllerin all meiner Seelentriebe,
Ich schwöre ewig dir - bei Jesus - meine Liebe!

Malek,
ist in der christlichen Familie der Mann Christus und die Frau die Kirche (Christus natürlich als
König mit Dornenkrone...)? Ist der Mann das Familienoberhaupt? Paulus Epheser 5 legt das nah.
Johannes Paul II sprach von "der gegenseitigen Unterordnung der Ehepartner". Wie siehst du das?

Malek,
im gestrigen Hauskreis gab es eine Auseinandersetzung, ich muss dir das schreiben, um es
loszuwerden, denn es macht mich noch am nächsten Tag ganz dumm, mit Dummen diskutiert zu
haben. Meine Position war: Europa und Deutschland ist gottlos geworden, sind kein christliches
Abendland mehr, das zeigt sich auch in der Politik, die offen gegen Gottes Gebote (besonders im
Lebensschutz ist), es ist der große Glaubensabfall Europas und Deutschlands. Marco meinte, man
könne ja nicht christliche Gesetze bestimmen für Ungläubige, das wäre ja eine christliche Diktatur.
Ich sagte, Gott segne ein Volk, das nach den Geboten Gottes lebe und zürne einem gottlosen Volk.
Wie Pius II sagte, sind in einer Demokratie die Regierungen immer nur so tugendhaft wie das Volk.
Wenn das ganze Volk den Glauben verwirft, ist natürlich auch die demokratische Regierung gottlos.
Marco sagte, es gab nie ein christliches Volk, nicht Völker sind christlich, sondern immer nur
Einzelne. Ich sagte, es gab eine Zeit, da in den Völkern Europas die Mehrheit in den Völkern
Christen waren, da das Christentum die ganze Kultur durchtränkte und bestimmte. Marco sagte: Ja,
Spanien ist ein katholisches Volk und hat Franco gewählt. - Das ist typisch für Pfingstler, es gibt nur
ihr subjektives Ich und ihren persönlichen Gott, sie kennen keine christlichen Völker, keine
christliche Kultur. Sie kennen auch nicht die große christliche Kultur des katholischen Mittelalters.
Da sie Sozialdemokraten sind, hassen sie die christlichen Kaiser. Ihre Tradition geht nicht über das
katholische Mittelalter, sondern über häretische Sekten wie Waldenser und Katharer. - Verzeih mir,
das musste ich loswerden.

NACHTGEBET

Jehovah, ich kann nicht schlafen! Es gibt noch so viel zu tun! Sende mir Maria, dass sie mich ins
Bett bringt, damit ich morgen um so gestärkter dich verherrlichen kann! Amen.

Malek,
ich lag gestern Nacht auf meinem Sofa unter einer Bettdecke und rauchte, machte meine Zigarette
aus, roch plötzlich Brandgestank, schaute, ob die Zigarette auch aus sein, dann, ob er Geruch von
draußen komme, bis ich entdeckte, dass Glut auf die Bettdecke gefallen war und der Stoff
verglühte, ich löschte die um sich fressende Glut mit Wasser. Gut, das ich noch nicht eingeschlafen
war.

Gestern Nacht dachte ich, wie viel ich noch zu tun habe, meine Lebenszeit wird immer kürzer, da
sagte mir der Herr: Morgen ist Samstag, da feire den jüdischen Sabbat…

Lieber Malek,
seit einem halben Jahr bin ich auf dem linken Ohr halb taub, seit Januar auch auf dem rechten.
Schon zweimal haben sich Nachbarinnen über die Lautstärke aus meiner Wohnung beschwert. Ich
hab mir nun Kopfhörer gekauft, höre gerade erotische Popmusik einer jungen appetitlichen
Sängerin. Dienstag hab ich einen Arzttermin bei Ariadne von Kreta, ob sie mir helfen kann. Die
Sonne scheint, und die Hand des Herrn ruht nicht mehr so schwer auf mir.

Nun kommt Jehovas Licht, erlöst uns von dem Grame,


Wie mir erzählt mein Freund von seiner Herzensdame.

Malek,
stell dir einmal vor, die Menschheit kehrt um zum wahren Gott und zur wahren Religion, im
Bündnis mit der Gnade Christi könnte sie erstaunliche Fortschritte in einer segensreichen
TECHNIK machen, viele Krankheiten durch Computer heilen, eine ganz neue heilsame Musik
schaffen und ganz neue blühende Gartenstädte... sagt Maria von der Hoffnung in Venezuela heute…

Ein Rosenkranz von blühenden Kindern kettet


Sich um dein Haus, wohl wohlgemut
Die Liebe sanft, auf Blumen hingebettet,
Jedwede Nacht in deinen Armen ruht,
Dir fehlt zum Glück, dass dir dein Haus gewährt,
Nur höchstens dies, dass es nicht ewig währt.

Von einem Jugendfreund Hölderlins.

Damit grüßt seinen Freund Malek

Toto

Malek,
ein afrikanischer Bischof erzählte, dass die afrikanischen Pfingstler aggressiv Katholiken abwerben,
sie sagen: Eure Lehre ist falsch, ihr habt den Heiligen Geist nicht, wir haben die bessere Musik. -
Auch in Lateinamerika werben die Pfingstler viele Katholiken ab. - An mir aber bissen sie auf
Granit. Zu mir sagte eine alte Pfingstlerin: Komm doch zu uns, wir haben sehr viele schöne junge
Frauen in der Gemeinde... Junge Frauen - dass ich nicht lache – vierzigjährige…

"Darf ich nicht denken, dass ich ein interessanter Mensch bin?"

Aus einem Gedicht von Karol Wojtyla

Dear Lord, give me strength to carry on.

Dear Lord, give me strength to carry on.


My home may be out on the highway,
Lord, I've done so much wrong
But please, give me strength to carry on.

Eric Clapton

Wer einsam sitzt in seiner Kammer

Novalis (1772–1801)
Wer einsam sitzt in seiner Kammer,
Und schwere, bittre Tränen weint,
Wem nur gefärbt von Not und Jammer
Die Nachbarschaft umher erscheint;

Wer in das Bild vergangner Zeiten


Wie tief in einen Abgrund sieht,
In welchen ihn von allen Seiten,
Ein süßes Weh hinunter zieht;

Es ist, als lägen Wunderschätze


Da unten für ihn aufgehäuft,
Nach deren Schloß in wilder Hetze
Mit atemloser Brust er greift.

Die Zukunft liegt in öder Dürre


Entsetzlich lang und bang vor ihm,
Er schweift umher, allein und irre,
Und sucht sich selbst mit Ungestüm.

Ich fall ihm weinend in die Arme:


Auch mir war einst, wie dir, zumut,
Doch ich genas von meinem Harme,
Und weiß nun, wo man ewig ruht.

Dich muß, wie mich, ein Wesen trösten,


Das innig liebte, litt und starb;
Das selbst für die, die ihm am wehsten
Getan, mit tausend Freuden starb.

Er starb, und dennoch alle Tage


Vernimmst du seine Lieb und ihn,
Und kannst getrost in jeder Lage
Ihn zärtlich in die Arme ziehn.

Mit ihm kommt neues Blut und Leben


In dein erstorbenes Gebein;
Und wenn du ihm dein Herz gegeben,
So ist auch seines ewig dein.

Was du verlorst, hat er gefunden;


Du triffst bei ihm, was du geliebt:
Und ewig bleibt mit dir verbunden,
Was seine Hand dir wiedergibt.

Ich komme nicht heraus aus diesem Trübsalsofen,


Nun taub ist mein Genie wie Ludwig van Beethoven.

*
"Ein typisch morbides Wesen KANN nicht gesund werden."
Nietzsche

Malek,
heute wollte ich mir meinen Gedichtzyklus MALAISCHE MUSE anhören, fand ihn aber auf
meinen drei webseiten nicht, nur angezeigt unter Josef Maria Mayer.wordpress-Gesang der Ewigen
Liebe, eine Seite, die du mal angefangen, aber aufgegeben hast. Ob du mit einer Suchmaschine
deine Festplatte mal durchforschen könntest, ob du das Werk noch hast? Natürlich erst, wenn du
deine Gemeinde-Mission erfüllt hast.

Hesekiel 33

32 DU BIST EIN DICHTER VON LIEBESLIEDERN, DIE ANGENEHM ZU EINER SCHÖNEN


MUSIK GESUNGEN WERDEN. SIE HÖREN AUF DEINE WORTE, ABER NIEMAND
REAGIERT DARAUF.

33 WENN ES ABER KOMMT – UND ES KOMMT JETZT – DANN WERDEN SIE


ERKENNEN, DASS EIN PROPHET UNTER IHNEN WAR.

Mein lieber Freund im Herrn, du musst dich nicht ermorden,


Wir sind ja alle da vom brüderlichen Orden!

JESUS SIRACH 6

Wahre und falsche Freundschaft

5 Eine süße Rede vermehrt Freunde und eine redegewandte Zunge vermehrt, was willkommen ist.2
6 Viele sollen es sein, die dir Frieden wünschen, deine Ratgeber aber - nur einer aus tausend. 7
Wenn du einen Freund gewinnen willst, gewinne ihn durch Erprobung und vertrau ihm nicht zu
schnell! 8 Denn es gibt einen Freund zum für ihn günstigen Zeitpunkt, am Tag deiner Not bleibt er
nicht. 9 Es gibt einen Freund, der sich auf Feindschaft umstellt, er wird einen Streit zu deiner
Schande enthüllen 10 und es gibt einen Freund als Tischgenossen, am Tag deiner Not bleibt er
nicht. 11 In deinem Glück wird er sein wie du und er wird bei deinen Dienern das Wort führen; 12
wenn du gedemütigt wirst, wird er gegen dich sein und er wird sich vor dir verbergen. 13 Von
deinen Feinden halte dich fern, vor deinen Freunden nimm dich in Acht! 14 Ein treuer Freund ist
ein starker Schutz, wer ihn findet, hat einen Schatz gefunden. 15 Für einen treuen Freund gibt es
keinen Gegenwert, seine Kostbarkeit lässt sich nicht aufwiegen. 16 Ein treuer Freund ist eine Arznei
des Lebens und es werden ihn finden, die den Herrn fürchten. 17 Wer den Herrn fürchtet, hält
aufrechte Freundschaft, denn wie er selbst, so ist auch sein Nächster.

Malek,
ich höre gerade viele Reden von Kardinal Gerhard Mueller. Er war deutscher Theologie-Professor,
von Johannes Paul zum Bischof ernannt, von Papst Benedikt zum Vorsitzenden der
Glaubenskongregation, bis ihn Franziskus vor kurzem (ohne Begründung) absetzte, aber ich schätze
ihn sehr. Und was ich dir sagen will, er hat eine große Wertschätzung für Dietrich Bonhoeffer, nicht
nur als Märtyrer, sondern auch als Theologen (und Philosophen). Also, wenn du einen guten
Protestanten studieren willst, dann schaff dir Werke von Bonhoeffer an.

Ich habe mir heute die webseite deiner Gemeinde angeschaut.

Malek,
heute in der Messe sind Gedichte vorgelesen worden. Es wurde über die Poetischen Bücher und
Weisheitsbücher der Bibel geredet. "Josef, Maria und Elisabeth, bittet für die Poeten!"

Um den Antisemitismus zu bekämpfen, übersetze ich ein jüdisches Theaterstück namens Gott der
Rache aus dem 20. Jahrhundert.

JESAJA
ZWÖLFTES KAPITEL

1 Und an jenem Tag wirst du sagen: Ich preise dich, Jahwe, du warst wütend auf mich, aber dein
Zorn ist jetzt beruhigt, und du hast mich getröstet.

Damit grüßt dich

Lieber Malek,
Marco schenkt mir eine sechsbändige Werkausgabe von Bonhoeffer. Lieb, nicht wahr?

4. März: Gedenktag des heiligen Kasimir

Ein Mann des Gebetes und der Frömmigkeit

Als sich im Mittelalter in Osteuropa außerhalb des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation
verschiedene Staaten bildeten, haben dort manche Könige und Herzöge regiert, die bis heute von
ihren Völkern als Heilige verehrt werden: In Böhmen war es Herzog Wenzel, im Kiewer Reich die
heilige Olga und ihr Enkel Wladimir, in Ungarn König Stephan, in Schlesien die heilige Hedwig.

Als letztes Volk Europas hatten die Litauer erst 1387 nach der Taufe ihres Großfürsten Jogaila das
Christentum angenommen. Aber sie hatten mit dem heiligen Kasimir schon bald einen eigenen
großen Heiligen.

Sein Fest am 4. März wird von Litauern und Polen begangen, da die beiden Völker seit der Taufe
Jogailas bis zu den Teilungen Polens im 18. Jahrhundert im Staatsverband des Königreiches Polen
lebten.
Kasimir wurde am 5. Oktober 1458 in Krakau als Sohn des polnischen Königs Kasimir IV. geboren,
der auch gleichzeitig Großfürst von Litauen war. Seine Mutter Elisabeth war eine Habsburgerin. Er
war erst 13 Jahre alt, als ihn die Adligen des Königreiches Ungarn zum König wählten. Doch
konnte er in Ungarn nicht die Krone erlangen, da dies Matthias Corvinus verhinderte, der selbst
König von Ungarn werden wollte und dieses Ziel erreichte.

Er hatte Jungfräulickeit geschworen und wies Heiratsanträge ab

Als 21-Jähriger führte Kasimir für seinen im Ausland weilenden Vater bis 1483 die
Regierungsgeschäfte. Als ein Mann des Gebetes und der Frömmigkeit war er beim Volk wegen
seiner Gerechtigkeit und Bescheidenheit beliebt. Aus Liebe zur Gottesmutter hatte er
Jungfräulichkeit geschworen und lehnte verschiedene Anträge zur Heirat mit Königstöchtern ab,
auch mit der Tochter von Kaiser Friedrich III.

Wegen seiner Marienfrömmigkeit wurde ihm lange Zeit auch die Dichtung des lateinischen
Marienliedes “Omni die dic Mariae” (Alle Tage singe und sage Maria) zugeschrieben. Er starb
bereits im Alter von nur 25 Jahren bei einer Reise in Grodno im heutigen Weißrussland am 4. März
1484.

Der heilige Kasimir ist Patron von Polen und Litauen und wurde 1602 von Papst Clemens VIII.
heilig gesprochen. 1948 ernannte ihn Papst Pius XII. auch zum Patron der Jugend. Er wird auch als
Patron gegen die Pest angerufen. Außerdem ist er auch einer der Patrone des Malteser-Ordens.

Zu seiner Ehre wurde die prächtige Kasimirkirche in der litauischen Hauptstadt Vilnius (Wilna)
erbaut, wohin seine Gebeine übertragen wurden. Als 1832 die Russen dieses Gotteshaus in eine
orthodoxe Kirche umwandelten, brachte man seine Gebeine in die große Kathedrale Sankt
Stanislaus.

Kaisimirkirche zu einem Museum für Atheismus

Als die Sowjets nach der Okkupation Litauens die Kathedrale schlossen und in eine Gemäldegalerie
umwandelten, überführte man die Gebeine in die Peter-und-Paul-Kirche in Vilnius. Die
Kasimirkirche war in kommunistischer Zeit zu einem Museum des Atheismus entweiht worden.
Seit der 1991 erkämpften Unabhängigkeit Litauens sind seine Gebeine wieder im Kasimirdom.

Kasimir wird meist in polnischer Adelstracht dargestellt, oft mit Krone und Zepter sowie der Lilie
der Jungfräulichkeit. 1984 hatten die Bischöfe im verfolgten Litauen Papst Johannes Paul II. zu den
Feiern von Kasimirs 500. Geburtstag eingeladen.

Die sowjetische Regierung verwehrte dem Papst die Einreise mit der Begründung, er habe die
Sowjetunion beleidigt, weil er den Marxismus in seiner Ablehnung der so genannten Theologie der
Befreiung als “Schande des 20. Jahrhunderts” bezeichnet hatte. Erst ein Jahrzehnt später konnte der
polnische Papst Litauen besuchen.

Malek,
du musst nicht deine freikirchlichen Differenzen zwischen Modernisten und bibeltreuen
Konservativen auf den Papst und die Kardinäle übertragen. Johannes Paul der Große war ein Vater
der ganzen Menschheit, Benedikt XVI ein Lehrer der Katholiken, Franziskus ist ein guter Hirte der
ganzen Menschheit. Katholische Theologen sagen, die Hierarchie der Kirche ist keine Pyramide mit
einem Herrscher oben an der Spitze und einem Basis-Volk unten, sondern eine umgekehrte
Pyramide, ganz unten sei der Papst als Diener der Diener Gottes, nämlich des ganzen Volkes Gottes.
Aber ich denke: Wie Jahwe der Große Monarch in der Trinität ist, so ist der Papst ein absoluter
Monarch, nur Gott verantwortlich (dem Wort Gottes). So soll man nicht so viel geben auf den Zank
der Fürsten, der Kardinäle und nationalen Bischöfe. Der Papst allein ist die Stimme des Wortes
Gottes und die Führung des Heiligen Geistes, der das ganze Volk führt, und die Fürsten müssen
harmonieren mit dem Papst in der Liebe. Die Kirche ist heute heillos zerstritten und in
Flügelkämpfe ausgebrochen zwischen Reformern und Traditionalisten. Aber Petrus, mein Lieber, ist
kein Kieselstein, sondern ein Fels.

Jahwe sei mit dir!

Malek,
Johannes Paul II sagte, einige Aspekte der christkatholischen Frömmigkeit sind in der katholischen
Kirche vergessen worden, werden dafür in andern christlichen Kirchen hochgehalten. - Deutliches
Beispiel: die Bibel. - In einer Marienerscheinung weinte Maria und sagte: Ihr habt die Bibel
vergessen. Auch Lobpreis, Bekehrung, Mission, freies Gebet, Glaubenszeugnis, Heilig-Geist-
Anrufung u. ä. ist eigentlich gut katholisch. Die katholische Schriftstellerin Gertrud von LeFort
stammte von den Hugenotten ab, konvertierte zur römischen Kirche und sagte, sie bräuchte alles
das, was sie im Protestantismus geschätzt habe, nicht aufzugeben, das alles fand sie in der
katholischen Kirche auch, aber auch noch mehr: Eine Lehrautorität, eine Mutter im Glauben, den
Leib Christi als wahrhafte Speise, eine Wolke von Zeugen.

Lieber Malek,
bin ich eigentlich ein aggressiver Katholik? Warum kann ich mit Marco gar nicht mehr über den
Glauben sprechen, es gibt immer polternd-aggressive Kampfaussagen gegen den katholischen
Glauben. Denke nicht, dass Maria der Zankapfel ist, obwohl er sie zu hassen scheint, nein, wir sind
uns über Jesus nicht einig. Er glaubt nicht an die Dreieinigkeit Gottes, nicht an die Gottheit Jesu,
nicht dass zu Jesus notwendig die Kirche gehört. Ich bin es so müde! Worüber soll ich mit ihm
reden, wenn ich alle Themen des Glaubens vermeiden muss? Politik? Aber er denkt wie die
Tagesschau oder der Spiegel. Moral? Aber er ist nicht gegen Abtreibung und Euthanasie und für den
Sex vor der Ehe. Ehrlich, heute ging mir durch den Sinn, die Freundschaft aufzukündigen und den
Pfingstler Hauskreis zu verlassen. Die wären sicher entsetzt und Marco müsste die Andachten
wieder machen (blinder Blindenführer). Ich schreibe gerade Andachten zum Hohelied, aber ich
muss überall Rücksicht auf die Konfession der Pfingstler nehmen und darf nicht frei und offen
sagen, schreiben, wie ich es denke und für wahr halte. Die Diskussionen mit den Pfingstlern sind
unergiebig für mich, denn ich bringe Geistliches, sie kommentieren es mit Weltlichem. Würde ich
vereinsamen? Ich würde Evi zweimal die Woche sehn und alle zwei Wochen zum lutherischen
Bibelkreis gehen. Ach, ich klage, ich habe einen Freund verloren! Was sagst du zu meinem
Problem? Ich hoffe, mein Katholizismus führt nicht dazu, dass ich dich auch noch verliere, mein
Aaron.

Malek,
ich höre gerade eine Serie einer bibeltreuen Karmeliter-Nonne über die Apokalypse in der
Interpretation durch die himmlische Prophetin Maria. Heute hörte ich über den Plan der Freimaurer,
die (katholische) Kirche zu unterwandern. Die historisch-kritische Methode, der Neu-Arianismus,
das Eindringen von New-Age-Ideologie, der Kampf von Laien und Bischöfen gegen den Papst, das
Eindringen von satanischer Unmoral wie Kindesmissbrauch und Homosexualität sind alles
apokalyptische Zeichen der kirchlichen Freimaurerei.

Malek,
heute hörte ich eine Predigt über den Himmel, das sei keine Vertröstung, kein Ersatz für ein
misslungenes Leben. Ich ärgerte mich sehr! Goethe schrieb in einem Requiem für einen Künstler,
dass er "vertröstet lebte und vertröstet starb", so bin ich. Das schöne Wort Vertröstung! Die
Diesseitschristen besudeln es wie die Kommunisten.

Bitte schließ meine Ohren in dein Gebet ein, ich höre kaum noch etwas, nur laut über Kopfhörer,
nächsten Donnerstag hab ich einen Termin beim HNO-Arzt.

BUCH DER KÖNIGE 1

1. Und Jonathan hatte David lieb.


2. Und Jonathan zeugte Micha.

Malek,
beim Karneval machte die CDU-Vorsitzende Annegret den Witz über die dritte Abteilung in
öffentlichen Toiletten (für die Deutschen, die weder Frau noch Mann sind) und scherzte über die
verweichlichten Männer, die nicht mehr wissen, ob sie noch im Stehen pissen dürfen oder sich
schon hinsetzen müssen. Herrlich! Lacht den Genderwahn in den Staub! Aber nun gibt es einen
Sturm der Entrüstung bei SPD, Linken, FDP, sie alle vertreten das Menschenrecht der Menschen
mit Intersexualität oder binärer Orientierung! Die Narren sind los!

Malek,
wenn ich abends um 19 Uhr eine Messe im Internet mitfeire, muss ich einen Dummkopf von
Prediger ertragen. Aber zum Schluss seiner Predigt kommt er einmal kurz auf Maria zu sprechen.
Darum, wenn der Name Maria fällt, weiß ich, das gleiche die Predigt zuende ist. In diesem Sinn ist
Maria meine Erlöserin (die mich erlöst von klerikaler Torheit).

Danke, ich habe schon einen ersten Vortrag über die Komplementarität von Mann und Frau gehört.
Ich freute mich, dass er nicht nur von der Bibel, sondern auch von der Philosophie, ja sogar von den
Mythen argumentierte und Hanna Barbara Gerl-Falkowitz und Edith Stein zitierte. Diesen Vortrag
des Evangelikalen hätte eins zu eins ein Katholik halten können.

Amos 6, 4 Ihr ruht auf elfenbeinernen Lagern und prangt auf euren Ruhebetten, ihr esst die Lämmer
aus der Herde und die gemästeten Kälber aus dem Stall 5 und spielt auf der Harfe und erdichtet
euch Gedichte wie David 6 und trinkt Rauschtrank aus großen Gläsern und salbt euch mit Balsam!
*

Ihr seid Dis-pen-si-o-na-lis-ten?


Das passt in kein Versmaß, liebe Christen.

Malek,
im Buch Hiob wird der Gottesname El Shaddai verwandt. Die deutschen Bibeln übersetzen das in
der Regel mit Allmächtiger. Meine Schwankebibel lässt es unübersetzt. Die Theologen sagen, die
Herkunft des Wortes sei unbekannt. El Shaddai bedeutet eigentlich so viel wie: Der Gott, der uns
Genüge gibt. Einige leiten es von einem hebräischen Wort für Berge ab. Vielleicht war es einmal
der Name einer heidnischen Berggottheit. Die feministische Theologie leitet El Shaddai von dem
hebräischen Wort für Brüste ab, das heißt shaddayim oder so ähnlich. Ich mache mir daraus das
Gottesbild von El Shaddai: einer stillenden Gottheit. Ich liebe das.

Malek,
im Januar 1993 stand unsichtbar-sichtbar Christus vor mir, ich fiel auf mein Angesicht und betete
ihn an und er goss den (katholischen) Glauben in mich ein. In meiner zweite Bekehrung im Februar
2001 stand Christus (der gleiche) wieder unsichtbar vor mir. Christus sagte: "Ich lade dich ein zum
Allerheiligsten Altarsakrament. Ich erlaube dir die Verehrung meiner Mutter." Ich sagte: "Jesus,
erlaube mir, weiter die Lutherbibel zu lesen und erhalte mir bitte die Freundschaft von Mark."
Beides hat er gewährt, wie ich im Nachhinein weiß.

"Gehen zwei den gleichen Weg, ohne dass sie sich verabredet haben?" Amos 3,3

Gruß
Toto

"Auch mir will sich die Lust zu konversieren verlieren."

Goethe

Malek,
was für dich die SCHÖNHEIT der Wissenschaften ist, das ist für mich die SCHÖNHEIT VON
KUNST UND PHILOSOPHIE. Man kann verliebt sein in diese REIN GEISTIGE SCHÖNHEIT
mehr als in die Schönheit eines jungen schlanken Frauenkörpers.

In Stille und Vertrauen liegt eure Rettung.

*
Malek,
Sonntag bin ich bei Nieselregen zu Karines Mutter ins Altersheim gefahren und durch Schneeregen
(mit dem Rad) zurück. Montag musste ich morgens zum Arzt, bin durch den Schnee nach Hause
gefahren, musste noch im Supermarkt einkaufen. Dann kam Evi, kam von Krankheit und Arbeit
niedergedrückt, ich musste sie aufrichten, füttern mit Schokolade, ihr schmeicheln, sie ging
immerhin lachend. In den Messen nur Predigten über Buße, Sack und Asche. Ich bin krank gewesen
und ihr habt mich besucht.

Die Welt ist so hässlich geworden mit ihren Betonbauten, Supermärkten, Krankenhäusern, Autos,
das Wetter ist schlecht, die allermeisten Menschen sind hässlich. Ich wollte nichts mehr hören von
der Supppenküchenkirche. Ich las den griechischen Philosophen, wie man von der Schönheit der
Körper über die Schönheit von Wissenschaft und Tugend zur Schau der göttlichen Schönheit
kommt. Ich wollte nur noch weg von dieser Erde der Hässlichkeit in den Himmel der Schönheit
Gottes und Mariens. Mich packte ein grausamer WELTEKEL.

Malek,
Es genügt nicht, dem Leib nach der Kirche Christi anzugehören, sondern man muss mit Herz und
Geist in der Kirche sein. Wer nur dem Leib nach in der Kirche ist, ist nicht im Himmelreich.
Allerdings ist das Himmelreich auch größer und weiter als die sichtbare Kirche Christi, denn der
Geist weht, wo er will. Es gibt also Menschen, die nicht Glieder der sichtbaren Kirche Christi sind,
aber Bürger des Himmelreichs. (nach Augustinus)

Sichtbare oder unsichtbare Kirche - das ist hier die Frage.

Dein Shakespeare

KANN EINE FRAU IHR BABY AM BUSEN VERGESSEN UND KEIN MITLEID MIT DEM
KIND HABEN, DAS SIE GEBOREN HAT? AUCH WENN DIESE DICH VERGISST – ICH
WERDE DICH NIE VERGESSEN!

Vaterunser!
Unser tägliches Butterbrot gib uns heute!

Mongolisches Gebet

Hallo Malek
endlich hab ich die Jesajaübersetzung fertig. Nun hab ich alle Propheteen, alle Weisheitsbücher, alle
Apokryphen (bis auf Makkabäer) übersetzt. Nun hab ich vor mir den Römerbrief, die Sintflut und
einen Großteil des Exodus.

Torsten
PS: Ich lese Luther im Originaldeutsch.

Akt der Hingabe

nach Don Dolindo

Jesus spricht: „Warum lasst ihr euch so leicht beunruhigen und verwirren?“

Überlasst doch Mir eure Sorgen, und alles wird sich beruhigen. Wahrlich, so sage Ich euch, dass
jeder vertrauensvolle, echte und gänzliche Akt der „Hingabe an Mich“ gerade die Wirkung
hervorbringt, die ihr so sehr wünscht und eure dornenvolle Lage erlöst.

Sich Mir hingeben heißt nicht: sich ängstigen, sich beunruhigen und verzweifeln, um dann erst ein
erregtes Gebet an Mich zu richten, damit Ich euch beistehe. Sich Mir hingeben heißt vielmehr:
Gleichsam die Augen der Seele ruhig schließen und sich Mir überlassen, damit Ich allein euch ans
andere Ufer trage, wie ein schlafendes Kind auf dem Arm seiner Mutter.

Das, was euch durcheinanderbringt und euch sehr schadet, ist euer Grübeln und Nachsinnen, euer
sich sorgen und abquälen; dazu noch in der Meinung, um jeden Preis alles selber tun zu müssen.
Wie vieles wirke doch Ich, wenn die Seele sich in ihren geistigen und auch stofflichen Belangen
samt Bedürfnissen an Mich wendet und Mich anzuschauen sich bemüht, während sie voll Vertrauen
sagen kann: „Sorge Du“.

Vielmehr sollte sie die inneren Augen schließen und in Meinen Armen ruhen! Wenn ihr euch sehr
abquält, werdet ihr zu wenig Gnaden erhalten. Wenn dagegen eure Gebete „ein vollkommenes Sich
anvertrauen„ sind, dann werdet ihr viele Gnaden erhalten.

Im Leiden betet ihr, dass Ich es euch nehmen soll, dabei jedoch nur ganz so, wie ihr es euch
vorstellt. Ihr wendet euch zwar an Mich, wollt aber, dass Ich Mich euren Vorstellungen angleiche.
Ihr seid wie Kranke, die den Arzt um Behandlung bitten, aber die Art und Weise dem Arzt selber
vorschreiben.

Macht es doch nicht so, sondern betet wie Ich es euch im „Vater Unser“ gelehrt habe:

Geheiligt werde Dein Name! D.h. : Sei doch Du verherrlicht in meiner Not und Bedrängnis.

Dein Reich komme! D.h. : Alles trage zu Deinem Reiche in uns und in der Welt bei.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. D.h. : Verfüge also Du in dieser meiner
Angelegenheit, wie es besser für das ewige und zeitliche Leben ist. Wenn ihr Mir doch wirklich
sagt: „Dein Wille geschehe, Sorge doch Du", so greife Ich mit Meiner ganzen Allmacht ein und löse
die schwierigsten Situationen.

Wenn du siehst, dass sich das Übel gar verschlimmert, statt sich zu bessern, dann beunruhige dich
dennoch nicht. Schließe wiederum deine Augen der Seele, bzw. des Herzens und sprich zu Mir mit
vollem Vertrauen: „Dein Wille geschehe, Sorge doch Du o Herr!"

Nun sage Ich dir, dass Ich wie ein Arzt sorgen und eingreifen werde mit Meiner ganzen göttlichen
Allmacht und, dass Ich auch ein Wunder wirken kann, wenn es nötig ist. Und siehst du dann, dass
sich etwa dein Zustand als „Kranker“ verschlimmert, beunruhige dich nicht, schließe die inneren
Augen und sage erneut zu Mir: „Sorge Du“, Ich verspreche dir: Ich sorge!!!

Die Besorgnis, die Unruhe bezüglich der Folgen einer Sache, und das Selber -Denken und Tun
wollen sind gegen die rechte Hingabe! Es ist dies wie bei einem ungestümen Betteln der Kinder bei
ihrer Mutter, dass diese für ihre Bedürfnisse sorge. Wenn die Kinder es jedoch selber machen
möchten, stören oder verhindern sie durch ihre Pläne, Ideen und Launen sogar die rechte Hilfe der
Mutter.

Schließe doch die Augen deines Ich und lass Mich wirken. Schließt ruhig die Augen, und richtet
eure inneren Blicke total auf Mich und legt die Gedanken an die Zukunft, wie bei einer Versuchung,
ab. Ruht einfach in Mir, glaubt an Meine Güte, und Ich beschwöre euch gleichsam bei Meiner
Liebe, wenn ihr in dieser Verfassung zu Mir sagt: „Sorge Du“ werde Ich voll und ganz sorgen, euch
trösten, euch befreien, euch führen. Und wenn Ich euch dann einen anderen Weg führen muss als
den, den ihr meint, dann werde Ich euch dennoch unterweisen. Ich trage euch trotzdem auf Meinen
Armen, denn es gibt keine heilsamere Medizin als das Eingreifen Meiner Liebe.

Doch bedenkt: „Ich sorge nur, wenn ihr eure Augen nach innen hin zu Mir ausrichtet, “d.h.: wenn
ihr wirklich wollt und Mir vollkommen vertraut, ja euch Mir fest anvertraut!

Ihr werdet schlaflos, ihr wollt alles abschätzen und erwägen, alles erkunden und an alles mitdenken.
Ihr überlasst euch dabei doch nur den menschlichen Kräften des „eigenen Ich“, oder noch
schlimmer, eigentlich den Menschen, indem ihr auf deren Eingreifen vertraut. Dies stellt ein
Hindernis für Meine Absichten mit euch dar.

Oh, wie wünschte Ich doch von euch die wahre Hingabe, um euch zu beschenken; und wie betrübt
es Mich, euch so beunruhigt und verzweifelt zu sehen!

Gerade aber dies strebt Satan an, euch unbedingt in Unruhe und Verzweiflung zu bringen, um euch
so Meinem Wirken und Meiner Liebe zu entziehen, damit ihr euch ganz den menschlichen
Eingriffen hingebt. Deshalb vertraut Mir ganz! Ruht in Mir! Gebt euch in allem Mir hin! Ich wirke
Wunder im Maße eurer vollkommenen, vertrauensbereiten Hingabe an Mich und des gänzlichen
Misstrauens euch selber gegenüber.

Ich schenke euch Gnadenschätze, wenn ihr völlig arm und bedürftig seid!

Wenn ihr aber eure eigenen Hilfsquellen habt oder solche sucht, dann seid ihr doch auf der rein
natürlichen Ebene und folgt so dem rein natürlichen Lauf der Dinge, der heute sooft von Satan
direkt oder indirekt über das von ihm geschmeichelte Ich ablenkt oder gar gestört wird.

Einer, der immer noch alles erörtert und selbst erwägt, der hat nie Wunder erlebt oder gar gewirkt,
die von Mir kamen; dies geschah nicht einmal unter den Heiligen.

„Es wirkt nur mit Gott, wer sich Gott total hin- und übergibt!“

Wenn immer ihr aber seht, dass sich alles noch mehr verwickelt, dann sagt doch mit geschlossenen
Augen des Herzens und der Seele: „Jesus, sorge nun Du!"

Und lenkt euch ab vom Ich, denn euer ruheloser Verstand macht es nur noch schwerer, so dass ihr es
Mir kaum anvertraut. Macht es immer wieder richtig in allen euren Bedürfnissen!
Macht es doch alle so und ihr werdet große, andauernde, jedoch stille Wunder erleben, die nur für
euch Sensationen sein dürfen und überdies das rechte Vertrauen und eure Liebe zu Mir verstärken.
„Ich, euer Gott, werde sorgen. Ich versichere es euch."

Betet immer in solcher Haltung und Hingabe und ihr werdet großen inneren Frieden und wahre
Früchte Meiner Liebe ernten, selbst wenn Ich euch die Gnade des Opfers, der Sühne und der Liebe
zumute, bzw. schenke, die ein Leid als Kreuz auferlegt.

Scheint dies euch unmöglich?

Schließt wieder die Augen und blickt nach innen und betet mit ganzem Herzen: „Jesus, sorge Du!“

Habt keine Angst. Ich sorge fürwahr!

Dann werdet ihr Meinen Namen preisen, indem ihr euch selbst gänzlich verdemütigt!

Eure Gebete gelten nicht so viel, wie ein Akt vertrauensvoller Hingabe! Bedenkt es wohl.

Es gibt keine wirksamere Novene als diese:

„O Jesus, ich gebe mich Dir hin, sorge Du.“

Malek,
zum sechsten Jahrestag der Thronbesteigung von Papst Franziskus: Er wollte die Kirche gründlich
reformieren und sie zur ursprünglichen Heiligkeit der Urkirche zurückführen, aber statt dessen
stellte der Satan ihm ein Bein, und er muss nun den satanischen Dreck der babylonischen Hure
aufarbeiten, ich meine den weltweiten Gräuel des Kindesmissbrauchs.

Malek,
ich habe meiner Mutter einen Kalender bestellt mit Bibelworten für jeden Tag. Sie bedankte sich
und schrieb, das könne sie gut morgens lesen. Bin gerade beim Römerbrief. Studierte gestern über
"Joachim di Fiore"...

Der HNO-Arzt sagte, ich solle mich selbst therapieren, indem ich jeden Tag mehrmals die Nase zu
halten und von innen Luftdruck auf die Ohren ausübe, bis es knackt. Hoffentlich hilft das.

Dein Beethoven

Auf dem Weg zum Arzt kehrte ich in einem Imbiss ein, um ein Sandwich zu essen, da saß da eine
Schönheit - ganz schwarz das Gesicht, aber vollkommen schön geformt, lange schwarze Haare zum
Zopf gebunden, große weiße Augen und ein sehr nettes Lächeln, sie war erst dreizehn Jahre alt, aber
zur schlanken Taille große Brüste, wie es dem Dichter gefällt.

*
Malek,
Evi weiß vielleicht nicht immer, dass sie eine Christin ist, aber sie ist mit ihrer herzlichen und
tätigen Nächstenliebe Christus ähnlicher als so mancher von den sogenannten "Bekehrten und
Wiedergeborenen", die meinen von sich, dass sie den Himmel schon in der Tasche haben.

Psalm 127

3 Söhne sind ein Geburtsrecht von Jahwe, Kinder sind eine Belohnung von ihm.

4 Wie die Pfeile in der Hand eines Kriegers sind die Söhne, die du als Kinder zeugtest.

5 Wie gesegnet ist der Mann, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat; im Streit mit seinen Feinden
vor dem Stadttor wird er nicht der Verlierer sein.

PSALM 128

1 Ein Wallfahrtslied. Wie gesegnet sind alle, die Jahwe fürchten, die auf seinem Weg gehen!

2 Deine eigene Arbeit wird dir einen lebendigen, glücklichen und wohlhabenden Willen geben.

3 Deine Frau ist ein fruchtbarer Weinstock an den inneren Stellen deines Hauses. Deine Kinder
umrunden deinen Tisch wie Triebe eines Olivenbaums.

4 Dies sind die Segnungen, die auf diejenigen kommen, die den HERRN fürchten.

5 Möge der HERR dich segnen aus Zion! Mögest du sehen, wie Jerusalem alle Tage deines Lebens
gedeiht,

6 und lebe lang, um die Kinder deiner Kinder zu sehen! Frieden für Israel!

Malek,
heute war ich mit Evi und einer Pietistin im Restaurant essen. Sie waren nett zu mir. Aber worüber
haben wir geredet? Über Krankheiten und Hunde. Worüber sprach meine Familie bei den
Familientreffen? Über Krankheiten, Politik und Haustiere. Worüber reden die Pfingstler beim
gemeinsamen Abendbrot? Über Hunde, Krankheiten und das Fernsehprogramm. Und worüber redet
Susanne? Übers Essen und über die Arbeit.

Und worüber redet Maria mit mir? Über die Apokalypse, über den Antichrist, über das Gebet und
die himmlische Liebe.

Die Frauen sind schön, wenn sie zwanzig sind, aber selbst Laetitia Casta ist verblüht... Maria ist
ewig jung und ewig schön.

*
Malek,
ja der Himmel ist voller blühender Jungfrauen... Bei meiner Lebensbeichte in Lourdes sagte der
Priester zu mir: WENN SCHON DIE JUNGEN FRAUEN SO SCHÖN SIND, WIE SCHÖN MUSS
DANN ERST GOTT SEIN!

Heute hab ich eine Predigt im Kölner Dom gehört: Unsere Heimat ist im Himmel. Es heißt: Unsere
Polis (Staat) ist im Himmel. Und dann gab es eine Predigt über den deutschen Rechts- und
Sozialstaat... Wie traurig.

Einen Mann hab ich unter Tausenden gefunden - eine Frau hab ich unter ihnen nicht gefunden.

Prediger Salomo

Malek,
Evis Hund hat Schmerzen in der Wirbelsäule, aber die esoterische Tierheilpraktikerin versuchte mit
Akkupunktur die Energie im Nieren-Meridan, die blockiert sei, wieder zum Fließen zu bringen.
Diese Blockade soll von einem Trauma des Hundes stammen und Angst bei ihm auslösen, was dann
die Wirbelsäule belastet. Ich mag den Hund sehr, hab sogar heute Nacht von ihm geträumt.

Heute war ich beichten bei einem ukrainischen Priester.

Malek,
wir Katholiken sind verpflichtet, an die Unfehlbarkeit des Papstes zu glauben, wenn er ex cathedra
(vom apostolischen Lehrstuhl) eine Frage des Glaubens oder der Moral entscheidet. Das bist du als
Protestant nicht verpflichtet zu glauben. Aber vor allem bist du nicht verpflichtet zu glauben, wenn
ich mal wieder in meinem Hochmut als Poeten-Papst Ex Cathedra und unfehlbar rede…

Malek,
heute hatte ich einen langen Traum. Ich war in Knock in Irland, wo Maria im 19. Jahrhundert
erschienen war, aber in meinem Traum war es eine Kapelle für Maria, die Königin der Toten. Da
empfing ich das Blut des Herrn, nachdem ich das Credo gesprochen. Maria wurde von den Nonnen
des Heiligtums einfach Liebling genannt. Auch Mariens Mutter, Sankt Anna, wurde dort verehrt.
Ein österreichischer Mönch und Priester prüfte mich nach einem amerikanischen Verfahren, ob ich
zum mönchischen Leben taugte. Ich las dann im Computer die Texte und Lieder, die zum Heiligtum
gehörten. Da fand ich auch eine neue staatliche Verordnung, dass deutsche Dichter wie
Büroangestellte und Arbeiter steuerlich behandelt werden sollen, unter Berücksichtigung, dass sie
täglich eine größere Menge Wein brauchen. Ich bat meinen Bruder, diesen Zeitungsausschnitt für
mich zu speichern. Dann bekam ich eine Email von dir. Du sagtest (ich hörte deine Stimme): "Ich
habe einen neuen Mitarbeiter für deine Homepage gewonnen. Jan (von Jan und Judith) macht
künstlerisch wertvolle Fotos von der Natur. Darunter stelle ich lyrische Gedichte von dir. Hast du da
bestimmte Vorstellungen?" Ich sagte: "Nein. Such du einfach passende Lyrik aus, aber achte darauf,
dass es lyrische Einzelstücke sind und nicht Teile aus epischen Versen." Dann kam noch Karine und
sagte, sie wolle zum Fest einen Büffelbraten für mich bereiten.
*

Malek,
danke. Ich bin froh, dass die Malaiische Muse nicht verloren gegangen ist. Ich habe sie unter Evis
Einfluss geschrieben. Überhaupt war die Zeit, als Evi meine göttliche Muse war, von etwa 1998 bis
2011 die poetisch fruchtbarste Zeit für mich. Irgendwie wollen die Verse seitdem nicht mehr recht
fließen, ich lese fast nur noch Theologie und Philosophie und schreibe an meiner Bibelübersetzung
und Bibelkommentaren. Ansonsten habe ich viele Übersetzungen aus dem Altertum angefertigt.
Aber die eigentliche Geniezeit meiner Muse ist vorbei. Leider.

BEFREIUNGSTHEOLOGIE

Maria, die Kaiserin des Himmels stieg von ihrem Jaspisthron, legte ihre Krone der Kaiserin ab,
legte ihren goldenen Mantel ab, legte ihr Seiden-Untergewand ab und stand nachts nackt vor mir.
Am nächsten Morgen zog sie einen schwarzen Slip an, eine blue jeans, ein weißes T-Shirt, Sandalen
an die Füße und ging mit mir zu den Sterbenden ins Altersheim.

Die Jugend klingt, das Alter klappert.

Goethe

Einmal kam ein Toter aus Mainz zum Himmelstor,


Polterte und schrie: Mach auf! Dann schaute Sankt Petrus,
Leise öffnete er die Tür, kam heraus und fragte: Wer bist du?
Trotzig antwortete er und erhob den Ablass:
Ich? Ein katholischer Christ, das ist der einzige wahre Glaube!
Setz dich auf die Bank, rief Petrus.
Dann kam ein toter Mann aus Zürich zum Himmelstor,
Polterte und schrie: Mach auf! Wer bist du? fragte der Jünger.
Ich? Ein kalvinistischer Christ, das ist der einzige rettende Glaube!
Dort auf die Bank! rief Petrus. Da kam auch einer aus Hamburg,
Polterte und rief: Öffne mir! Wer bist du? fragte der Jünger.
Ich? Ein lutherischer Christ, das ist der einzige Glaube!
Dort auf die Bank! Petrus rief und hielt den Mund. Jetzt saßen die Gegner
Friedlich nebeneinander und bleich, voll stummer Bewunderung,
Sonnen und Monde und Sterne wurden scheinbar irreführend aussortiert
Zum harmonischen Tanz; sie hörten auch Geräusche,
In der Symphonie der gesegneten Völker und Engel,
Hallelujagesänge und atmende Lebensblüten.
Aber ihr Herz schwoll mit unaussprechlicher Inbrunst an,
Ihr heiteres Lied stieg erfreut auf: Wir glauben
Alle an Einen Gott! Die Flügel sind einmal gesprungen
Mit einem Klang, der weit von der goldenen Pracht des Äthers entfernt ist,
Glänzend Petrus erschien und sprach mit einem freundlichen Lächeln:
Habt ihr jetzt euren Weg bedacht, ihr dummen Kinder? Also kommt!
*

Malek,
Jesus hat uns nicht durch seine Lehre, sondern durch sein Leiden erlöst. Darum darf sein Jünger
nicht nur lehren, sondern muss auch leiden. Jesus ist nicht einen Heldentod gestorben, damit Poeten
Heldenepen über ihn dichten.

Malek,
heute war ich mit Evi in Osternburg, wo Karine einst gelebt. Als Karine noch lebte, war in
Osternburg immer Sommer! Jetzt ist Osternburg ein Friedhof.

Mein lieber Sohn,


du sollst dich selbst mit Freundlichkeit behandeln.

Maria, Hilfe der Christen

Malek,
war mit Evi bei Karines Mutter im Altersheim, ihre Nichte war auch da. Ach Jesus, ich muss
weinen, es gibt keine selbstlose Liebe in dieser Welt, nur Selbstgerechtigkeit und Rebellion.

Der Menschheit ganzer Jammer fasst mich an!

Goethes Faust

IDEALISTISCHE HYMNE AN DIE FREUNDSCHAFT

Brüder! heilig unsre Glut!


Ha! es gilt Tyrannenblut!

(Fragment)

Tot sein und seine Ruhe haben ist besser als ein elendes Leben mit unheilbarer Krankheit.
Jesus Sirach

Malek,
bin sehr traurig. Habe eine Prophetie der Gottesmutter aus dem 16. Jhd. über das 20. Jhd. übersetzt,
einen französischen Lyriker aus dem 19. Jhd. und weiter geschrieben an einer Verserzählung für
Pastorin Gudrun. Karines Mutter in ihrer Agonie geht mir an die Nieren.
*

Mit Mara war ich heut in einem Wasserbade,


Sie lernt das Schwimmen gut, es hilft ihr Gottes Gnade,
Im Apfelbaum das Nest macht ich bereit dem Lenz,
Der Frühling kommt gewiss aus Gottes Transzendenz.

Wo bist du, Adam, Freund? Doch nicht wie Eva schmoll!


Singe Jahwe nur dein Lied, und singst du auch in Moll!

Malek,
die heilige Kirche Gottes, ich meine die römisch-katholische, ist weitgehend zu einer Kirche von
Heiden geworden mit lauen Pfaffen, die das heidnische Herdenvieh Sonntag für Sonntag abfüttern
mit banalem Geschwätz vom Lieben Gott. - Ich aber glaube an den Dreimalheiligen Jahwe, Marias
Gott ist auch mein Gott.

Das Haupt der Frau ist der Mann; aber die Frau ist des Mannes
Herz und bessere Seele, oft wirklich das Haupt des Hauptes.

Du werd doch mit mir alt auf dieser schwarzen Erde!


Lass tragen uns vereint unendliche Beschwerde!

Ernst.

Lieber Malek,
heute, den 25. März, genau neun Monate vor der Geburt Christi, feiert die Kirche die Empfängnis
des Logos in der Jungfrau. Das wollen wir doch feiern, nicht wahr?

Ich sage mir immer wieder: Jahwe ist ja da, ALLES IST GUT.

BAUERNREGEL

Denn zu Marie Verkündigung,


Da werden Schwalben wieder jung.

Malek,
wenn du mal in deiner kommenden Freien Zeit einen guten (Bibel-)Roman lesen willst, empfehle
ich dir Thomas Mann: Josef und seine Brüder. Gibt es bei yotube
gut gelesen als Hörbuch.

AUS MEINEM BAUERNKALENDER

26. Januar: St. Timotheus

Sankt Timotheus, der bricht das Eis;


Hat er keins, so macht er eins sich weiß.

Malek,
ich habe das Gebet Salve Regina neu übersetzt, so betet dein sehr elender Freund:

Salve Königin, Mutter der Elenden,


Geheimnis des Lebens und der Süße und unserer Hoffnung,
Wir rufen zu dir, Kinder Evas;
Seufzen zu dir, trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen!
Ah, wende deine guten schönen Augen auf uns,
Zeige uns Jesus, die gesegnete Frucht deines Leibes, nach diesem Exil!
O gute, o liebe, o süßeste Jungfrau Maria!

Toto

Schau nicht auf die eigene Reue, schau nicht auf den eigenen Glauben, schau nur auf Christus!
Luther

Exodus 31

BERUFUNG DER KÜNSTLER

31 Da sprach Jahwe zu Mose: 2 Siehe, ich habe Bezalel, den Sohn des Uri, des Sohnes Hurs, aus
dem Stamm Juda auserwählt, 3 und ich habe ihn mit der Ruach Gottes erfüllt, mit Sophia, mit
Verständnis, mit Wissen und mit allen möglichen Fähigkeiten, 4 um künstlerische Entwürfe für die
Arbeit in Gold, Silber und Bronze zu machen, 5 um Steine zu schneiden und zu setzen, um in Holz
zu arbeiten und um alle Arten von Kunst zu betreiben. 6 Außerdem habe ich Oholiab, den Sohn
Ahisamaks, aus dem Stamm Dan, ernannt, ihm zu helfen. Auch habe ich allen Facharbeitern die
Möglichkeit gegeben, alles zu machen, was ich dir befohlen habe: 7 das Versammlungszelt, die
Lade des Bundesgesetzes mit der Versöhnung und alle anderen Einrichtungsgegenstände des Zeltes,
8 den Tisch und seine Gegenstände, den Leuchter aus reinem Gold und alle seine Zubehörteile, den
Räucheraltar, 9 den Brandopferaltar und alle seine Utensilien, das Becken mit seinem Fundament,
10 und auch die gewebten Gewänder, sowohl die heiligen Gewänder für den Priester Aaron als auch
die Gewänder für seine Söhne, wenn sie als Priester dienen, 11 und das Salböl und den duftenden
Weihrauch für den Heiligen Stuhl. Sie sollen sie so machen, wie ich es dir befohlen habe."
*

25. April: St. Markus

Georg, Markus ohne Trost,


Schrecken uns sehr oft mit Frost.

Georg und Sankt Mark


Treibens allzu arg.

Wie an Markus sich das Wetter hält,


Ist im Herbst die Ernte oft bestellt.

Wehe, vor dem Markustag


Sich der Bauer hüten mag.

Gibts an Markus Sonnenschein,


Hat der Winzer guten Wein.

Ists jetzt um den Markus warm,


Friert man dann bis in den Darm.

Wer zu Markus legt die Bohnen,


Dem wird er es reichlich lohnen;
Gerste, die sei längst gesät,
Denn nach Markus ists zu spät.

An Mark versteckt die Socken


Die Krähe in dem Roggen.

Bauen um Sankt Markus schon die Schwalben,


Gibts viel Futter, Korn und Kühe-Kalben.

Lege erst nach Markus Bohnen,


So er wird es reich dir lohnen.

MALEK

Jetzt stoß ich an den Kelch, und ists auch kein Burgunder,
Dass du mein Freund sein magst, das gränzet an ein Wunder!

Malek,
die heutige Lesung: Wo ist ein so weises Gesetz wie das Gesetz Jahwes? Die Völker werden von
euch sagen, was für ein weises und gebildetes Volk ihr seid.

Ich habe nicht so recht Lust, das eigentliche Gesetz der Torah zu übersetzen, wie ich auch wenig
Lust habe, die Königsbücher und Chroniken zu übersetzen.
Heute hab ich (nach einem Nachmittag voller weltlichem Stress) an meiner Übersetzung von Lord
Byrons Tragödie über den assyrischen König Sardanapal gearbeitet. Bin sozusagen aus dem Alltag
ins alte Assyrien geflüchtet.

Vergeudet eure Zeit nicht damit, euch zu Weisen dieser Welt zu machen... Macht euch frei von eurer
Weisheit, und seid Diener des Heiligen Geistes... Vergesst eure Weisheit, damit der HERR euch
Seine Weisheit schenken kann...

Maria, die Königin der Liebe

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Heute habe ich euch eine kleine Bibelarbeit zum Themas Scheißen und Pissen mitgebracht.

1Sam 25,22 Gott tue mir dies und noch mehr, wenn ich ihm bis zum lichten Morgen einen Einzigen
übrig lasse, der an die Wand pisst, von allem, was er hat.

1Sam 25,34 Wahrlich, so wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, der mich davor bewahrt hat, übel
an dir zu tun: Wärest du nicht eilends mir begegnet, so wäre dem Nabal bis zum lichten Morgen
nicht ein Einziger übrig geblieben, der an die Wand pisst.

1Kön 14,10 Darum siehe, ich will Unheil über das Haus Jerobeam bringen und ausrotten von
Jerobeam alles, was an die Wand pisst, bis auf den letzten Mann in Israel und will die Nachkommen
des Hauses Jerobeam ausfegen, wie man Kot ausfegt, bis es ganz mit ihm aus ist.

1Kön 16,11 Und als er König war und auf seinem Thron saß, erschlug er das ganze Haus Bascha
und ließ nichts übrig, was an die Wand pisste, dazu seine Verwandten und seine Freunde.

1Kön 21,21 Siehe, ich will Unheil über dich bringen und dich wegfegen samt deinen Nachkommen
und will von Ahab ausrotten, was an die Wand pisst, bis auf den letzten Mann in Israel

2Kön 9,8 sodass das ganze Haus Ahab umkomme. Und ich will von Ahab ausrotten, was an die
Wand pisst, bis auf den letzten Mann in Israel,

Was bedeutet "seine Füße bedecken"?

Interessanterweise übersetzen Septuaginta und Vulgata ‫ לרגליו‬auch mit Füße:

- καὶ προσέπεσεν πρὸς τοὺς πόδας

- tetigitque pedes ejus

Bei der Vulgata könnte man ja sagen: Jo, der olle Hieronymus, der wusste es eben nicht besser bzw.
wollte es nicht besser wissen. Bei der Septuaginta dagegen, von Juden für Juden, die des
Hebräischen nicht mehr mächtig waren übersetzt, muss die Übersetzung schon wundern. Haben sie
ihren eigenen Text nicht mehr verstanden?
Im Übrigen: Luther 1984 übersetzt Scham. Luther 1912 Füße. Orginalluther kann ich nicht sagen.

Mit den "Füßen" hat es sicher auch noch eine andere Bewandtnis. Bei Pinchas Lapide fand ich
einen Hinweis auf Luthers Übersetzung von 1. Samuel 24, 4: "Und Saul ging hinein, um seine Füße
zu bedecken". Luther schrieb an den Rand mit roter Tinte: "Und Saul ging hinein, um zu scheißen".

Luther wußte auch um Wendungen wie: "einer, der an die Wand pisse". Er übersetzte dann "Alles
Männliche", weil ja doch "die beiden Testamente in Klöstern im Chor oder bei Tisch vorgelesen
werden...".

Die französische Bibel übersetzt: "il s'est retiré dans sa chambre d'été" (sein Sommerzimmer). Mit
einer Fußnote: il se couvre les pieds. Was dann eigentlich auch wieder einer Erklärung bedürfte.

Im hebräischen Original steht "Saul ging in die Höhle, um seine Füße zu bedecken", wobei letzteres
ein´offizieller´ hebräischer Euphemismus für "den Darm entleeren" war.

Weitere Euphemismen bzw. Deckbezeichnungen im Tanach:

Männliche Genitalien: "Knie", "Hüfte" / männliches Glied: "Fleisch", "Hand", "Ausgießer".

Weibliche Genitalien: hier sind als Euphemismen "Nabel" und möglicherweise "Saum" und "Rand"
im Gebrauch. Als pejorative Bezeichnungen werden "Schimpf" und "Schmach" verwendet.

DAS EVANGELIUM NACH MATTHÄUS (MT 15)

16 Er sprach zu ihnen: Seid denn auch ihr noch immer unverständig? 17 Versteht ihr nicht, dass
alles, was zum Mund hineingeht, das geht in den Bauch und wird danach in die Grube ausgeleert?

Malek,
eben schrieb ich an Marco:

"Die Isis-Terroristen vergewaltigen sechsjährige jessidische und christliche Mädchen anal, oral und
vaginal. Wie böse ist das denn?"

Da fiel mir ein: Katholische Priester sind nicht besser, wenn sie Jungen und Mädchen sexuell
misshandeln, nicht wahr?

Benedikt XVI zitierte Jesus: Es wäre für diese Männer besser, wenn man ihnen einen Mühlstein um
den Hals hänge und sie im tiefsten Meer ersäufe!

Malek,
fang nicht vorne an bei der Bibliothek der Kirchenväter, um die Sammlung von vorne bis hinten
durchzulesen, sondern such dir aus dem Inhaltsverzeichnis die Homilien aus, die dich gerade
interessieren, ist jedenfalls meine Empfehlung.

Ich habe jetzt 1 Monat Ruhe von allen Bibelkreisen, wie schön und geistreich!

*
Petrarcas Liebe, die unendlich hohe,
War unerwidert und unendlich traurig,
Sie war für ihn ein EWIGER KARFREITAG.

Goethe

Malek!

Dass man als kontemplativer Beter die Welt und vor allem die Verwandten (außer die Eltern, wenn
sie geistlichen Beistand brauchen) verlassen soll..

"...aber von den Übrigen waren es die Verwandten, die mir am wenigsten geholfen haben, wenn ich
in Not war, wer mir da geholfen hat, das waren die Knechte Gottes."

"Glaubt mir, ihr Freunde, wenn ihr IHM dient, wie ihr sollt, dann werdet ihr keine besseren Freunde
finden als die, die Seine Majestät euch schickt."

Teresa von Avila

"Wenn jemand weiter weissagt, sollen sein Vater und seine Mutter, die ihn gezeugt haben, zu ihm
sagen: Du sollst nicht leben, denn du redest Falsches im Namen des Herrn. Und werden also Vater
und Mutter, die ihn gezeugt haben, ihn zerstechen, wenn er weissagt. (...) So wird man aber sagen
zu ihm: Was sind das für Wunden in deinen Händen? Da wird er sagen: So bin ich geschlagen
worden im Hause meiner Lieben."

Sacharja 13

Malek,
wenn du weiter über Lukas predigen willst, könnte dir von Ambrosius der Lukaskommentar helfen.
Zum Beispiel.

Herzlichen Glückwunsch zur neu gewonnenen Freiheit!

Lieber Vetter Michel!

Alle meine Geliebten haben mich verlassen. Ich bin so allein. Wenn ich wenigstens noch einsam
wäre, dann könnte ich davon dichten. Ich bin die letzte Nuance von Verlassenheit, dahinter kommt
nichts mehr.

Else Lasker-Schüler

*
Malek,
ich hab von 13 bis 19.30 Uhr geschlafen. Ich hab von 18jährigen Pfingstlern geträumt einen langen
Traum..., aber jetzt erzähle ich dir, was ich von dir geträumt hab. Wir beide wollten eine Wanderung
in Bergen oder sandigen Hügeln machen, und einer, der mal Pfingstler-Pastor war, jetzt tot ist, an
Krebs geschworen, wollte uns Ledereinlagen für die Schuhe verkaufen. Ich wollte davon nichts
wissen, du warst unschlüssig und fragtest mich um meine Meinung, ich sagte, da mögest du deine
Frau fragen. Du gucktest wieder in den Katalog, da gab es Miniaturbücher im Ledereinband, unter
anderem einen Band Nietzsche, um in die Jackentasche zu stecken. Ich sagte, Nietzsche wolle ich
nicht immer bei mir haben, lieber meine eigenen Werke. Da brachtest du mir ein selbstgebundenes
Buch mit Jugendgedichten von mir, du hattest für den Autorennamen ein chinesisches Anonym
gewählt. Du wolltest mir Gedichte vorlesen, aber es waren Liebesgedichte, die mochtest du mir
nicht vorlesen, ich sagte, sie wären ja nicht für eine Frau, sondern für alle Frauen geschrieben. Dann
gab es noch ein Buch, das war mein Tagebuch aus der ersten Schulklasse, da schrieb ich, ich hätte
ein Wunder in Mathematik getan und bewiesen, dass 1 x 1 = 1. Wir lachten beide über meine
fehlende Begabung für Mathematik. Dann gingen wir in eine vierte Klasse, und du machtest dem
Lehrer und den Schülern vor, dass ein mal eins nicht eins ist. Du legtest drei Hölzer hin, und der
Musterschüler und der Lehrer waren überzeugt, dass die Summe 1 ist. Dann brachtest du einige
mathematische Zeichen an, verändertest durch Wasser das physikalische Gewicht des Holzes und
brachtest die Hölzer in schnelle Bewegung und rechnetest nun überzeugend aus (ich war dabei dein
ungeschickter Gehilfe), dass 1 x 1 = 2,28.

„Und siehe, der Mann, der die Leinwand anhatte und das Schreibzeug an seiner Seite, antwortete
und sprach: Ich habe getan, wie DU mir geboten hast."

Hesekiel 9, 11

Damit begeb ich mich in den Schlaf.

Malek,

Konfuzius sagt: Ich habe noch keinen gefunden, der die Tugend so liebt wie Mädchenschönheit.

Lao Tse sagt: Bei Musik und Speisen bleiben die Wanderer stehen, aber keiner will vom Tao hören.

Malek,
Marco schrieb, wenn ich mich nicht mehr bewege, bin ich bald ein Pflegefall. - Gott bewahre mich
vor Freundesrat. - Evi kam und brach einen Streit vom Zaun. - Gott bewahre mich vor zänkischen
Weibern. - Kardinal Woelki ließ schreiben und herzlich danken für meine unterstützenden und
wertschätzenden Worte. - Gott segne den Kardinal!

Mein lieber frommer Freund, der du allein erlabst,


Dich segne Christus und auch sein Vikar, der Papst!

*
Und Mose war ein sehr geplagter Mann, mehr als alle Menschen auf Erden.

Die Bibel

Besser allein in einem Winkel unterm Dach als in einem prächtigen Haus mit einer stets nörgelnden
Frau...

Dein Salomo

In der Säulenhalle namens Haus der Barmherzigkeit lag ein Mann, der war seit 30 Jahre psychisch
und körperlich krank. Er konnte nicht in die Heilquelle kommen, denn er hatte niemanden, der ihm
half. "Immer, wenn ich an die Quelle will, ist ein anderer zuerst da..." Da kam der Heiland, der Arzt,
und sagte: Willst du heil werden? Und der Heiland schenkte ihm das Seelenheil und die Verheißung
auf blühende Gesundheit im Paradies…

Malek,
gestern Nacht waren die seelischen Schmerzen so unerträglich, ich konnte nicht leben und nicht
sterben, da dachte ich an Selbstmord. Aber ich weiß, das ist kein Ausweg, denn ein Selbstmörder
kommt entweder in die Hölle oder an den untersten, der Hölle nächsten Ort des Fegefeuers,
jedenfalls nicht in den Himmel. Aber nach vier Stunden Schlaf hat Gott mich am Morgen wie eine
MUTTER getröstet.

2 Samuel 1

17 David sang die folgende Klage über Saul und seinen Sohn Jonathan.

18 Es ist für die Lehre des Bogenschießens an die Knaben von Juda; es ist im Buch des Gerechten
geschrieben.

19 Liegt der Glanz Israels tot auf euren Höhen? Wie sind die Helden gefallen?

20 Sprecht nicht davon in Gat und sendet es nicht auf die Straßen Aschkelons, dass sich die Töchter
der Philister nicht freuen, die Töchter der Unbeschnittenen, vor Schadenfreundes.

21 Ihr Berge von Gilboa, kein Tau, kein Regen fällt auf euch, o tückische Felder, wo der Schild der
Helden entehrt liegt! Nicht mit Öl eingeschmiert der Schild von Saul,

22 sondern mit dem Blut der Verwundeten, dem Fett der Krieger! Der Bogen von Jonathan kehrte
nie leer zurück, das Schwert von Saul kam nie ungesättigt nach Hause!

23 Saul und Jonathan, geliebt und herrlich, waren weder im Leben noch im Tod getrennt. Schneller
als Adler waren sie, stärker als Löwen.
24 Ihr Töchter Israels, weint um Saul, der euch Karmesin und feines Leinen zum Anziehen gegeben
hat, der goldenen Schmuck auf eure Kleider gehängt hat!

25 Wie sind die Helden in den Kampf geraten? Jonathan, durch deinen Tod bin auch ich betroffen.

26 Ich bin desolat wegen dir, Jonathan, mein Bruder. Sehr lieb warst du mir, deine Liebe war
wundervoller für mich als die Liebe der Frauen.

27 Wie sind die Helden gefallen und die Kriegswaffen erlegen!

Probatum est

A
Man sagt: Sie sind ein Misanthrop!
B
Die Menschen haß ich nicht, gottlob!
Doch Menschenhaß, er blies mich an,
Da hab ich gleich dazu getan.
A
Wie hat sich's denn so bald gegeben?
B
Als Einsiedler beschloß ich zu leben.

Goethe

Bei Tolstoi gibt es eine Szene, da eine junge Fürstin stirbt, "und ihr Totengesicht schien zu sagen:
Ich hab euch alle lieb gehabt, aber was habt ihr mir angetan?!" So werde ich wohl auch
dreinschauen.

Joseph

von Georges Moustaki

Das ist es, alter Joseph.


Zu nehmen.
Die Schönste von allen
Unter den Töchtern Galiläas
Diejenige, die Maria genannt wurde.
Das hättest du tun können, mein alter Joseph.
Sarah zu nehmen
Oder Deborah
Und nichts wäre passiert.
Aber du hast Maria bevorzugt.
Das hättest du tun können, mein alter Joseph.
Zu Hause bleiben,
Schneiden dein Holz,
Anstatt ins Exil zu gehen
Und sich zu verstecken mit Maria.
Das hättest du tun können, mein alter Joseph.
Kinder machen
Mit Maria
Und ihnen deinen Job beibringen.
Wie dein Vater ihn dir beigebracht hat.
Warum hast du das nicht getan?

Malek,
das 2. Kapitel des Buches der Weisheit aus dem AT ist eine Prophezeiung auf das Leiden Christi.
Aber auch die Glieder am Leib Christi sind berufen, Anteil zu haben an den erlösenden Leiden ihres
Herrn. Doch die Gerechten sind in Jehovas Hand.

Weisheit 2
1 In die Irre gingen ihre Gedanken, und sie sagten zueinander: »Kurz und mühselig ist unser Leben,
und wenn ein Mensch dahin ist, so ist es aus mit ihm. Auch weiß man von keinem, der aus dem
Totenreich befreit. 2 Denn nur zufällig sind wir geworden, und nachher werden wir sein, als wären
wir nie gewesen. Denn der Atem in unsrer Nase ist nur Rauch und unser Denken nur ein Funke, der
aus dem Pochen unsres Herzens entsteht. 3 Wenn er verloschen ist, so geht der Leib dahin wie
Asche, und der Geist zerflattert wie Luft. 4 Unser Name wird mit der Zeit vergessen, und niemand
wird sich unseres Tuns erinnern. Unser Leben fährt dahin, als wäre nur eine Wolke da gewesen, und
zergeht wie Nebel, der von den Strahlen der Sonne verjagt und von ihrer Hitze verzehrt wird. 5
Unsre Zeit geht vorbei wie ein Schatten, und wenn wir weg sind, gibt es keine Wiederkehr; denn es
ist besiegelt, dass niemand wiederkommt. 6 Kommt nun und lasst uns genießen, was wir jetzt
haben, und die Schöpfung auskosten, solange wir jung sind. 7 Wir wollen mit bestem Wein uns
füllen und uns salben, und keine Frühlingsblume soll uns entgehen. 8 Lasst uns Kränze tragen von
Rosenknospen, ehe sie welk werden. 9 Keine Wiese bleibe von unserem Übermut verschont; überall
lasst uns Spuren unserer Freude hinterlassen. Denn das ist unser Teil und dies unser Los. 10 Lasst
uns den Gerechten unterdrücken, der in Armut lebt; lasst uns keine Witwe verschonen; wir wollen
uns nicht scheuen vor dem grauen Haar des Greises. 11 Unsere Stärke sei das Gesetz der
Gerechtigkeit; denn es zeigt sich, dass Schwäche nichts ausrichtet. 12 So lasst uns dem Gerechten
auflauern; denn er ist uns lästig und widersetzt sich unserm Tun und schilt uns, weil wir gegen das
Gesetz sündigen, und hält uns vor, dass wir gegen die Zucht verstoßen. 13 Er behauptet, Erkenntnis
Gottes zu haben, und rühmt sich, ein Kind des Herrn zu sein. 14 Er wird uns zum Vorwurf bei
allem, was wir denken; er ist uns unleidlich, wenn er sich nur sehen lässt. 15 Denn sein Leben
unterscheidet sich von dem der andern, und ganz anders sind seine Wege. 16 Als falsche Münze
gelten wir ihm, und er meidet unsre Wege wie Schmutz; er rühmt, wie es die Gerechten zuletzt gut
haben werden, und prahlt damit, dass Gott sein Vater sei. 17 So lasst doch sehen, ob sein Wort wahr
ist, und prüfen, was bei seinem Ende geschehen wird. 18 Ist der Gerechte Gottes Sohn, so wird er
ihm helfen und ihn erretten aus der Hand der Widersacher. 19 Durch Schmach und Qual wollen wir
ihn auf die Probe stellen, damit wir sehen, wie es mit seiner Sanftmut steht, und prüfen, wie
geduldig er ist. 20 Wir wollen ihn zu schändlichem Tod verurteilen, denn er selbst sagt ja, es werde
ihm Rettung zuteil.« 21 Das alles dachten sie – und irrten; denn ihre Bosheit hat sie verblendet, 22
sodass sie Gottes Geheimnisse nicht erkannten; auch hatten sie nicht die Hoffnung, dass ein
frommes Leben belohnt wird, und sie achteten die Ehre für nichts, die untadeligen Seelen gegeben
wird. 23 Denn Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit geschaffen und ihn zum Abbild seines
eignen Wesens gemacht. 24 Aber durch des Teufels Neid ist der Tod in die Welt gekommen, 25 und
es müssen ihn erfahren, die ihm angehören.
*

Darauf teilt er den Wein, den der gute Acestes verstaut hat,
In die Becher, an der trinakrischen Küste, der Held gabs
Beim Verlassen und sprach und beruhigte traurige Herzen:
O ihr Freunde (gut, wir sind uns nicht unbekannt, Brüder),
O ihr Freunde, der es euch schlimm ergehen ließ, zornig,
Jener Gott wird ein gutes Ende machen den Leiden.
Ihr habt euch mit der Tollwut der wütend bellenden Scylla
Konfrontiert, mit ihren tief erklingenden Klippen,
Und ihr habt auch erlebt die Felsen der Riesen-Zyklopen:
Denkt zurück an den Mut und verjagt die düsteren Ängste:
Eines Tages erfreut es euch, euch dran zu erinnern,
An all dieses Unglück, diese gefährlichen Zeiten,
Denn wir gehen nach Latium, Parzen leben dort friedlich
Nur für uns. Da wird Troja wieder erstehen. Ertragt es,
Und bewahrt euch für die kommenden glücklichen Tage.

Du versuchst, o Sonne, vergebens,


Durch die düsteren Wolken zu scheinen.
Der ganze Gewinn meines Lebens
Ist, IHREN Verlust zu beweinen.

Goethe nach dem Tod seiner Frau

Lieber Malek,
für deine Kinder war es sicher toll im Wildpark von Lüneheide. Ich musste gestern sehr wehmütig
an den wunderlieben und wunderschönen Milan denken. Heute rief mich ein früherer Freund aus
Ostfriesland an und erzählte mir seine Trauer über den Tod seiner Mutter, mit der er bis zu ihrem
Tod sehr einsam in der ostfriesischen Wildnis zusammen gelebt hat. Seltsam, anstatt mich zu trösten
in meinem Jammer, sendet die Jungfrau mir Trauernde, dass ich sie tröste.

NORDEN

In dir bin einst zur Schule ich gegangen,


Ein Geist war ich, im Kerker ich gefangen,
In dir war ich mit wütenden Rebellen
So friedlos wie die wild empörten Wellen,
In dir bin ich vor Liebesgram gekrochen,
Viel Frauen haben mir das Herz gebrochen,
In dir entschloss ich mich, mich zu ermorden,
Nicht Leben hattest du für mich, o Norden,
Mit einem Freund ging ich am Friedhof immer
Und hörte Tote in dem Mondenschimmer,
Da saß ich im Café mit Irren, Toren,
Bis ich in Oldenburg ward neu geboren.
Nie wieder will ich dich, o Stadt, besuchen,
Ich bitte nur den Geist, dich zu verfluchen!

O HAUPT VOLL BLUT UND WUNDEN

O Haupt voll Blut und Wunden,


Voll Schmerz und voller Hohn,
O Haupt, zum Spott gebunden
Mit Dornen, Menschensohn,
O Haupt, sonst schön gelocktes
Mit langem schwarzem Haar,
Jetzt höhnt dich ein verstocktes
Volk, aller Liebe bar!

Du schönes Antlitz, liebes,


Vor dem sich alles duckt
Im Lauf des Weltgetriebes,
Nun wirst du angespuckt,
Nun bleich wie eine Leiche!
Wer hat der Augen Nacht,
Die milde, ohnegleiche,
Zuschanden so gemacht?

Die Röte deiner Wangen,


Der süßen Lippen Pracht
Sind hin und sind vergangen;
Des Todes große Macht
Hat alles weggenommen,
Hat ganz dich weggerafft,
Und du wie andre Frommen
Verlorst die Lebenskraft.

Was, Liebling, du erduldet,


Das ist nun meine Last;
Ich, ich hab es verschuldet,
Was du ertragen hast.
Schau, hier stehn all die Armen,
Die leiden an der Schuld.
O gib uns dein Erbarmen,
Den Anblick deiner Huld.

Hab lieb mich, mein Behüter,


Mein Hirte, nimm mich an!
Du Quelle aller Güter,
Hast Gutes mir getan;
Dein Mund mit roten Rosen
Gab Milch wie von der Brust,
Du kamst, mich zu liebkosen
Mit süßer Himmelslust!
Ich will hier bei dir stehen,
Vergesse mich nur nicht;
Ich möchte mit dir gehen,
Und wenn das Herz mir bricht;
Und wenn du wirst erblassen
Im letzten Augenblick,
Dann will ich dich umfassen,
Mein Liebling und mein Glück!

Es werde meine Wonne,


Es sei mir herzlich lieb,
Wenn ich, du Himmelssonne,
Bei deinen Schmerzen blieb.
Ich möchte, du mein Leben,
Bei deinem Tode hier
Mein Leben ganz dir geben,
Wie deins du gabest mir!

Ich danke dir von Herzen,


O Jesus, du mein Herz,
Für deines Todes Schmerzen,
Für meinen Todesschmerz.
Ach gib, dass treu ich leide
Mit dir der Leiden viel,
Wenn von der Welt ich scheide,
Ich bin in dir am Ziel.

Und wenn ich einst darf scheiden,


So komme du zu mir,
Wenn enden meine Leiden,
So nimm mich auf bei dir;
Und wenn ich sterbe einsam,
Wenn ich muss traurig sein,
So leiden wir gemeinsam,
Vereinte Liebespein.

Erscheine mir mit Milde,


Zum Heil in meinem Tod,
Und lass mich sehn dein Bilde
Des Kindes weiß und rot.
Da will ich nach dir blicken,
Da will ich liebesüß
Dich an den Busen drücken
Im schönsten Paradies!

Malek,
du sagtest einmal, dass du Bischof Stefan Oster schätzt, es gibt ein Interview-Buch von ihm, das
heißt: Gott ohne Volk.

*
Malek,
eben in der Messe hörte ich das Lobpreis-Lied: Feuer des Herrn, mach mich rein und heilig... Die
Charismatiker wissen gar nicht, was sie singen, sie suhlen sich nur in der angenehmen Pop-
Melodie. Das Feuer des Herrn ist ein verzehrendes Feuer, und wer das Feuer des Herrn auf sich
herabruft, der wird das Purgatorium auf Erden erleben, er wird gereinigt durch tausend Schmerzen,
bis er schreit: Mach End, o Herr, mach Ende!

Wie schön ist die Geliebte nachts im Traum!


Wie schön im Frühling ist der Blütenbaum!
Wie schön ist der verspielte Bruder Hund!
Wie schön der Freundin süßer Plaudermund!

PS:
Warum legt ihr euch kein kleines Hündchen zu?

Malek,
im Koran ist Maria die einzige Frau, die namentlich erwähnt wird. Es wird bezeugt, dass Maria
Jesus jungfräulich empfangen und geboren hat. Maria und Jesus werden sündlos genannt (das ist
wahrer als manche protestantische Aussage) (und Mohammed wird nicht wunderbar geboren und ist
nicht sündlos), Jesus werden viele Wunder bezeugt, einige aus den Evangelien, andere aus
frühchristlichen Apokryphen, Mohammed dagegen tut kein Wunder, es heißt nur, die Schönheit des
Korans sei das Wunder, das Mohammed beglaubigt.

Malek,
die Pfingstler bieten den Obdachlosen jeden Samstag belegte Brötchen und Kaffee an. Sie hatten
einmal keinen Raum, wo sie die Brötchen schmieren konnten. Die Gemeinde der Jessiden bot ihnen
ihre Küche im Gemeindehaus an. Entsetzt lehnten die Pfingstler ab: "So ein Haus betrete ich nie
und nimmer!!" Dann boten ihnen die evangelischen Johanniter, die auch den Obdachlosen helfen,
ihre Zusammenarbeit an. "Nein, mit denen arbeiten wir nicht zusammen, die haben nicht unsern
Glauben!" - Also eine Sekte.

"Aber wollte man das alles eins nach dem andern aufschreiben - mir scheint, es wäre wohl auf der
ganzen Welt nicht genügend Platz für die vielen Bücher, die dann noch geschrieben werden
müssten..."

Joh. Ev. 21, 25

Halb Nordmann, Wikingsmann und halb des Osten Slawe,


Und Jude auch und Christ, ein Sohn von Vater Jahwe!

*
"Ich bin die Mutter auch von denen, die mich verleugnen, die mich nicht verehren. Ich bin nicht
größer als die Allerheiligste Dreifaltigkeit, aber ich bin von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit
eingesetzt als Fürsprecherin meiner Kinder."

Maria, Mutter Christi und Mutter der Christen

AN ***

Du bist reich, hast eine Steuernummer,


Ich bin arm, doch reich bin ich an Kummer.
Du besitzt die Macht der Paragraphen,
Ich kann leider in der Nacht nicht schlafen.
Du pflegst dir den Arsch nach neuster Mode,
Ich wisch ihn mit einer Kahlil-Gibran-Ode!

Malek,
heute kommt meine Mutter, Evi hat gestern die Wohnung geputzt. Heute morgen sagte der Herr zu
mir:

Jeremia 12:6

Denn es verachten dich auch deine Brüder und deines Vaters Haus und schreien zeter! über dich.
Darum vertraue du ihnen nicht, wenn sie gleich freundlich mit dir reden.

Die Protestanten sind Israel, die Katholiken sind Juda, die postmodern-esoterischen Christen sind
Samaria.

Die Mutter kommt zu mir, sie kontrolliert die Küche,


Sinds Flüche? weiß ich nicht, sind kluge Weisheitssprüche?
Der Mann, der mit ihr kommt, ich sei bestechlich, denkt,
Er will nicht mal das Kreuz von Jesus Christ geschenkt.

Das tut nun alles weh, ich denk, ich brauche Liebe!
Soll ich zur Freundin gehn? Doch besser, nein, ich bliebe
In meinem Haus allein und schreib in Versen Spott
Und denk an Unsre Frau und unsern lieben Gott!

Ob sie nun innerhalb, sind außer der Gemeinde -


Ich bin allein mit Gott, und um mich sind nur Feinde.

*
JESAJA 50

4 Gott, der HERR, hat meine Zunge in seinen Dienst genommen, er zeigt mir immer neu, was ich
sagen soll, um die Müden zu ermutigen. Jeden Morgen lässt er mich aufwachen mit dem Verlangen,
ihn zu hören. Begierig horche ich auf das, was er mir zu sagen hat. 5 Er hat mir das Ohr geöffnet
und mich bereitgemacht, auf ihn zu hören. Ich habe mich nicht gesträubt und bin vor keinem
Auftrag zurückgescheut. 6 Ich habe meinen Rücken hingehalten, wenn sie mich schlugen, und mein
Kinn, wenn sie mir die Barthaare ausrissen. Ich habe mich von ihnen beschimpfen lassen und mein
Gesicht nicht bedeckt, wenn sie mich anspuckten. Sie meinen, ich hätte damit mein Unrecht
eingestanden; 7 aber der HERR, der mächtige Gott, steht auf meiner Seite. DESHALB MACHE
ICH MEIN GESICHT HART WIE EINEN KIESELSTEIN und halte alles aus. Ich weiß, dass ich
nicht unterliegen werde.

Wenn Jesus geht zum Kreuz, dann wirds gewiss nicht fehlen
An Freund und Bruderkuss von tausend Judas-Seelen.

Mit meinen Kindern bin geschwommen ich die Bahnen,


Nun aber gute Nacht, ich will zu meinen Ahnen!

Siehe, ich sende euch wie Lämmer unter heidnische Wölfe in Wolfspelzen und christliche Wölfe in
Schafspelzen - seid nur weise wie Schlangen!

Ich bin Don Quichote, der Ritter von der traurigen Gestalt, aller Leute Spott in einer unritterlichen
Zeit, und Marco ist mein Sancho Pansa, mit seiner närrischen Bauernschläue…

Malek,
im Traum hab ich dich besucht, wir trafen uns um 19 Uhr, du kamst gerade von der Arbeit, du
hattest bis 21 Uhr Zeit, dann musstest du schlafen, weil du am nächsten Morgen früh zur Arbeit
musstest. Du wolltest Wein mit mir trinken und sagtest: Lass uns schnell zwei Glas Wein trinken,
damit wir schnell betrunken werden, denn ich muss bald ins Bett.

Zeruja

Sie und Abigail (nicht die Frau Davids) werden als Schwestern der Söhne Isais bezeichnet (1. Chr
2,16). Sie könnten Halbschwestern gewesen sein (Abigail war die Tochter Nahas'; 2. Sam 17,25).
Zeruja hatte drei Söhne, Joab, Abisai und Asael, die Anführer von Davids Armee; aber es wird nicht
gesagt, wer ihr Mann war. David sagte nach dem Mord an Abner, dass die Söhne der Zeruja zu hart
für ihn waren (1. Sam 26,6; 2. Sam 2,13.18; 16,9.10; etc.).

*
Malek,
im Hauskreis sagte eine: Ich habe kein Mitleid mit den Bettlern, sie sollten lieber arbeiten gehen. -
Eine andere: Ich gebe den Leuten lieber Geld, Hauptsache sie lassen mich mit ihren Problemen in
Ruhe. - Marco: Ich halte mir die Leiden anderer Leute lieber vom Hals, sonst geht mir das zu sehr
an die Nieren. - Meine Mutter: Was hast du denn jetzt schon wieder?

Und solche Raubtiere sollen meine Tröster sein?

An Romanen lese ich gerade: Hölderlin Hyperion, Marcel Proust Auf der Suche nach der
verlorenen Zeit, Robert Musil Der Mann ohne Eigenschaften, Ilja Ehrenburg Der Fall von Paris,
Johannes Robert Becher Der Abschied, Hermann Hesse Kleine Welt, und als Hörbuch Tolstoi Krieg
und Frieden. Ich interessiere mich also sehr wohl für Romane, nur eben nicht für Bestseller vom
Bahnhofskiosk, Kriminalromane aus Schweden und Science-fiction-Romane aus den USA...

O Hoffnung - morgen kommt Evi, dann kann ich aufatmen…

Hölderlin

Freundschaft, Liebe, Kirch und Heilge, Kreuze, Bilder,


Altar und Kanzel und Musik. Es tönet ihm die Predigt.
Die Kinderlehre scheint nach Tisch ein schlummernd müßig
Gespräch für Mann und Kind und Jungfraun, fromme Frauen;
Hernach geht er, der Herr, der Burgersmann und Künstler
Auf Feldern froh umher und heimatlichen Auen,
Die Jugend geht betrachtend auch.

Meine Liebe

Sie schweigt und denkt mit trauervollen


Gedanken ihrer fernen Toten.
Ich habe sie vielen angeboten,
Es hat sie keiner haben wollen.

Ich trug sie feil auf allen Gassen,


Es wollte sie keiner - sie kann nicht lachen!
Was soll ich mit meiner Liebe machen?
Ich will sie meinen Toten lassen.

Malek,
die Lesung heute war ein Gottesknechtlied, das Evangelium die Salbung durch Maria von
Bethanien. Der erste Priester predigte über den Gottesknecht, der zweite über Judas, der dritte über
die Pharisäer. - Eine Priesterin hätte sich über Maria gepredigt, aber ich merke immer wieder, dass
die Herren Priester das Ewigweibliche nicht verehren.

Malek,
die europäischen Politiker sprechen von einem Wahrzeichen, einem Kulturdenkmal, einem
Touristenzentrum - keiner davon, dass die der Jungfrau Maria geweihte Kathedrale ein Tempel der
Anbetung Gottes ist. Vielleicht war Notre Dame einfach nur noch leer, da Frankreich und Europa
gottlos geworden sind, und es ist der Zorn des Himmels für all die Sakrilegien!

Hier der Roman Notre Dame von Paris von Victor Hugo als Hörbuch.

Oh vierge Marie,
oh mère cherie!

Ich kann nicht schlafen vor Traurigkeit, ich bete die ganze Nacht zu Notre Dame, der Schönsten
Frau des Universums!

Frankreich sollte auf den Knien Buße tun! Aber wenn Deutschland nicht umkehrt, wird auch der
Köllner Dom einstürzen!

Und die Jünger sprachen: Herr, wie schön sind die Steine dieses Tempels! Und Jesus sprach: Es
wird nicht ein Stein auf dem anderen bleiben. Und dann werden die Lebenden die Toten beneiden!
Da sprachen die Jünger: Herr, haben diese Menschen gesündigt, dass diese Türme eingestürzt sind?
Und Jesus sprach: Amen, Amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht Buße tut, wird es euch ebenso
ergehen!

Und Jeremia sprach: Ach Jehova, ist das der Tempel zu Jerusalem, die man nannte die Schönheit in
Vollkommenheit, das Entzücken der ganzen Welt? Und Jehova sprach: Jeremia, was siehst du? Und
Jeremia sprach: Ich sehe, siehe, ich sehe, wie das Heer des Königs von Babylon Sie verbrennt! Und
Jehova sprach: Aber in der kommenden Heilszeit werde Ich sie wieder bauen!

Halleluja, der Brand ist gelöscht. Paris spricht von "Unserer Lieben Frau in Tränen"... Der Präsident
Frankreichs sagt: "Wir bauen Notre Dame wieder auf! Das ist unser Schicksal."

Bin ich den Leuten denn gestorben,


Die ich mit Liebe lang umworben?

Die Leute sind mir all gestorben,


Die mich mit ihrem Hass verdorben!
*

Malek,
über welche Aussagen des Evangeliums spottet denn dein Pastor? Und was setzt er postmodern
dagegen? Und - gefallen dir auch die Sonntagspredigten nicht mehr? Und fühlst du dich noch wohl
in Bibel- und Gebetskreis? - Den Leiterkram bist du ja nun bald los.

Die Bibel ist von katholischen Aposteln geschrieben, der Kanon ist vom Papst definiert, das
Lehramt hat die vollmächtige Deutungshoheit über die Bibel. Von daher scheint mir, wenn zwei
Protestanten sich streiten, was biblisch ist - irren sich beide. Verzeihung.

Malek,
ich hab gestern Nacht 10 Minuten von einer 20minütigen Predigt von deinem Pastor gehört: Ist Gott
langweilig? Predigt zum 24.12.2018. Fand ich eigentlich ganz nett.

Heute, Malek, bin ich bei Weltkindern (die sich Christen nennen) zum Essen eingeladen, und mein
Herr Jahwe sagte mir eben: Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich habe sie in deine Hände gegeben,
und Ich bin mit dir!

Ich bin auch oft verzweifelt über den Zustand der katholischen Kirche heute, es ist ein "bürgerliches
Trauerspiel". In der Messe höre ich nur die Schriftlesung, bei den Predigten höre ich in der Regel
gar nicht zu, empfange dann nur den Gnadenstrom aus dem gebrochenen Leib des Herrn... Und die
Gemeinden vor Ort sind noch schlimmer: Laue Priester, die vor Heiden predigen. Das nennt die
JUNGFRAU den "großen Glaubensabfall der Apokalypse vor dem Erscheinen des Antichrist".

Nur Mut!

Malek,
in der Predigt von Wagner sprach er über Jesus als Bruder und Gott als Vater (oder für
Vätergeschädigte als Mutter) - da dachte ich, dass ich es eigentlich überdrüssig bin, über den
Himmel in Familienkategorien nachzudenken. Gott ist Gott, Jahwe ist Jahwe. Lasst mich in Ruhe
mit Papa und Mama und Bruderherz!

Und wenn sie von den Toten auferstehen,


So werden wir die schönsten Engel sehen!

Und dass wir auch zu Himmelsengeln werden,


Wir wollen Engeln ähnlich sein auf Erden.

"Der Körper ist in der Jugend ein Schmuck und im Alter ein Kerker."
Marina Zwetajewa

"Vater Äther! Heiter!"

Hölderlin

Malek,
heute bei Marco und Susanne hat mich die 13jährige Tochter in die Arme genommen. Das gibt
wieder sieben Theaterstücke…

Malek,
die kath. Kirche nennt Sterilisation eine schwere Sünde. Meine Mutter ließ sich sterilisieren, der
Pflegevater von Karines Zwillingen und eine Pfingstlerin aus meinem Hauskreis. Und, es ist nur
eine Ahnung, alle diese Sterilisierten sind auch merkwürdig unbarmherzig.

Bei Marco und Susanne las ich eine Zeitung, es gibt ein neues Gesetz gegen geschäftsmäßige
"Sterbehilfe". Aber der Kommentator nannte es ein Menschenrecht auf Selbstmord, das eine liberale
Gesellschaft gewähren müsse. Das nannte Joh. Paul eine "Kultur des Todes".

1 Petrus 5

13 Deine Schwester in Babylon, die mit dir unter den Auserwählten ist, schickt dir Grüße; mein
Sohn Mark auch!

14 Begrüßt euch mit einem Kuss der Liebe! Friede euch allen, die ihr in Christus seid.

"Und mein Jahrhundert ist mir Züchtigung!"

Hölderlin

"Solch ein episches Gedicht - in dieser Länge - hab ich als Pastorin ja noch von niemand geschenkt
bekommen. Ich danke dir dafür. Wie viel Arbeit war das - Stunden um Stunden…"

Karfreitag
Verhangener Tag, im Wald noch Schnee,
Im kahlen Holz die Amsel singt:
Des Frühlings Atem ängstlich schwingt,
Von Lust geschwellt, beschwert von Weh.

So schweigsam steht und klein im Gras


Das Krokusvolk, das Veilchennest,
Es duftet scheu und weiß nicht was,
Es duftet Tod und duftet Fest.

Baumknospen stehn von Tränen blind,


Der Himmel hängt so bang und nah,
Und alle Gärten, Hügel sind
Gethsemane und Golgatha.

Malek,
frohe Ostern! Heute war ich bei Evi zum Grillen - die ganze Familie freudlos, geistlos, lieblos. Da
bin ich lieber mit Homer allein.

Marco und Susanne und die fromme Tochter sind sich einig darin, dass der Katholizismus lächerlich
und nur zum Verspotten ist.

In der Osternacht mit dem Papst spürte ich die Nähe von Karine.

Ich hoffe, du hattest fröhliche Ostern.

Pascha
Opfer.
Das Lamm hat die Schafe erlöst ;
Unermessliche
Versöhnung
Der Verirrten.
Tod und Leben stritten:
Ein Duell;
Der gestorben ist,
Herrscht nun.
Sag uns, Maria Magdalena,
Was hast du gesehen?
Christi
Engel sah ich.
Englische Zeugen,
Weiß ihr Kleid.
Meine Hoffnung ist auferstanden!
Er geht nach Galiläa.
Wir wissen, dass Christus auferstanden ist!
Heil!
Erbarme dich, Sieger und König!
Amen. Halleluja.
*

PIETIST
Ich war in der Bretagne in einer Jesuitenkirche, da soll es ein wundertätiges Bild Mariens geben.
ICH GLAUBE JA NICHT an Wunder Mariens und wundertätige Bilder.
KATHOLIK
Aha?
PIETIST
Die katholische Kirche hat Clara von Assisi zur Schutzpatronin des Fernsehens und Isidor von
Sevilla zum Schutzpatron des Internet erklärt. ICH GLAUBE JA NICHT an katholische Heilige.
KATHOLIK
Soso.
PIETIST
Die erste Erwähnung eines Grafen von Oldenburg war in einem Kreuzzug. Die Bauernrepublik der
Stedinger weigerte sich, dem Erzbischof von Bremen Steuern zu zahlen, darauf erklärte der die zu
Häretikern - wer keine Steuern zahlt, muss ein Häretiker sein - und führte einen Kreuzzug gegen die
Stedinger. ICH GLAUBE JA NICHT an Bischöfe und Konzilien, die haben schon allen möglichen
Scheiß beschlossen.
KATHOLIK
Hm.
PIETIST
Ich habe mit dem Gedanken gespielt, mich sterilisieren zu lassen, habe es nur aus gesundheitlichen
Gründen gelassen. ICH GLAUBE JA NICHT, dass die Bibel was dagegen hat.
KATHOLIK
Oh.
PIETIST
Warum soll denn der demokratische Staat Euthanasie verbieten? Für Christen ist es klar, wer
Selbstmord begeht, kommt in die Hölle. ICH GLAUBE JA NICHT ans Fegefeuer. Aber wer nicht
an Gott glaubt, warum soll der nicht Selbstmord begehen? Was geht das den Staat an?
KATHOLIK
Danke für das Essen.

Malek,
heute habe ich geträumt: Papst Johannes Paul der Zweite hatte in die Krone der Madonna von
Fatima die Kugel eingesetzt, die seine Feinde auf ihn abgeschossen hatten. Da erschien hoch auf
einer Säule die Jungfrau Maria, mit langen blonden Locken und einem sehr schönen Gesicht,
zauberhaft lächelnd, einem weißen Kleid und einem weißen Schleier auf dem Haupt. Sie war die
Apokalyptische Frau, die Königin der letzten Zeiten. Papst Benedikt XVI erschien und deutete das
Zeichen theologisch. Dann kam Kardinal Marx, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, und
brachte dem Papst Johannes Paul II. den Gruß der afrikanischen Kirche und den Dank, Maria zur
Königin der letzten Zeiten zu erklären. - Dann traf ich dich, und du äußertest deinen Zweifel, ob das
ganze auch "biblisch" sei, ich sagte, wenn der Papst das sagt, ist das biblisch.

Ich habe sooo lange nichts mehr von dir gehört!

Lieber Malek,
das tut mir herzlich leid, dass du Migräne hast! Vielleicht ist es Überanstrengung des Gehirns?
Schizophrenie scheint mir die typische Krankheit des Poeten zu sein, Migräne dagegen die des
Rationalisten. Entspanne oft dein Gehirn durch Nichtdenken! Tu was für deine Gefühle und Sinne!
Denke, man sagt, Paulus sei Epileptiker gewesen, wie auch Mahommed und Dostojewski. Möge der
Heiland dein Leiden heilen oder zumindest lindern! Ich will für dich beten.

Poeten sind es nun, die nennt man Schizophrene,


Und Theologen sinds, die leiden an Migräne,
Wie an dem Pfahl im Fleisch der gute alte Paul,
Auch Dostojeswki und Mohammed schäumt das Maul.

Malek,
im Traum lagerte ein Löwe neben mir, der spuckte mich an und drohte mir, ich solle nicht in
befehlendem Ton mit ihm reden, dann sprach er in gereimten Versen einen Fluch über mich aus. Ich
wunderte mich, was das sei. Ein Christ sagte: Das ist das Mysterium iniquitatis (das Geheimnis des
Bösen), der Löwe verfolgte mich noch, ich musste aus einem Fenster springen, um ihm zu
entkommen. - Von dem Traum bin ich ganz zerschlagen aufgewacht.

Evi meint wie Hildegard von Bingen, dass Migräne mit innerer Vergiftung (Leber) zu tun hat, oder
dass es psychisch ist, und meint, es gäbe Heilpraktiker, die besondere Lichttherapie machen.

Malek,
kann Migräne auch vielleicht von maßloser Arbeit am Computer kommen?

Alle großen Geister in Kunst und Religion hatten ihre Krankheit. Nietzsche sagt, die Krankheit
bringt erst den Genius hervor. Hesse sagt: Wir Leidenden, Kranken sind doch eigentlich mehr die
Sieger als die Gesunden, Lebenstauglichen. - Also willkommen in der Avantgarde und Elite der
Menschheit, im Kreise derer, die das Adelszeichen unheilbarer Krankheit an sich tragen. Was du
trägst, ist die Dornenkrone des Herrn.

Wie draußen in dem Lenz Natur so fröhlich lacht -


In mir nur Traurigkeit und Totengeist und Nacht.

Seinem Geliebten gibt Jahwe Schlaf!

Psalm 127, 2

*
Malek,
ich habe schon den lutherischen Bibelkreis aufgekündigt (obwohl ich Gudrun geradezu liebe), ich
habe für Donnerstag "aus gesundheitlichen Gründen" auch den Pfingstler-Hauskreis abgesagt. Ich
habe keine Lust mehr auf diese Dummheit. Ich habe die Pfingstler in dem einen Monat Osterferien
nicht vermisst. Ich mag nur noch Evi leiden und virtuell dich. Alles andere ist nur weltliches
Geschwätz. Ich rede lieber MIT Gott als mit Menschen einer - ganz anderen Religion - ÜBER Gott.
Ich bin der Hausfrauenweisheit und der "luherischen Rechtfertigungs-Christen" so überdrüssig.

Zum Festtag des heiligen Evangelisten Markus meine besten Gesundheits-, Segens- und Heils-
Wünsche!

„Wer die göttliche Weisheit erwerben will, der gebe sich möglichst wenig mit Weltmenschen ab und
meide auch möglichst die lauen, verweltlichten Christen."

Sankt Ludwig Maria Grignion von Montfort

Malek,
gestern Abend in der Heiligen Messe hat der Priester des heiligen Markus gedacht. Eigentlich war
sein Festtag, aber liturgisch war sein Fest nicht vorgesehen, weil es dieses Jahr in die acht Tage
nach Ostern fällt, da werden der Erscheinungen Jesu vor seinen Aposteln gedacht. Der Priester
sprach dann darüber, wie schön es ist, in Jesus, in Gott einen "unverbrüchlichen Freund" zu haben.
Dann sagte er noch, wir könnten auch zum heiligen Markus beten. Für mich war das so, als ob der
heilige Markus sich bei mir bedanke für all die Ehre, die ich ihm als Dichter schon erwiesen habe.
Und es war so, als ob Jesus lächelte und humorvoll zu mir sprach von dem "unverbrüchlichen
Freund", den ich in (Sankt) Mark habe. Ich bin dem Rat des Priesters gefolgt und habe nach der
Messe in der Badewanne mit Sankt Markus gesprochen. Desweiteren hat mein Meister Jesus mir
einen deutlichen Auftrag zu einem neuen dichterischen Werk gegeben, davon werde ich dir
erzählen, wenn es fertig ist, ich habe schon 20 Seiten geschrieben.

Toto oder Josef

Was möchtest du von uns, o Hirt, von deinen Schafen? -


Ich möchte, dass ihr ruht, euch richtig auszuschlafen!

Ich tue still mein Werk und trinke schön Café,


Aus meinem Fenster ich die Sonne Gottes seh,
Wie schön ist doch im Mai, wenn Blütenflocken schweben,
Wie schön ist dann für mich das gottgeschenkte Leben!

*
So hab ich meine Pflicht erledigt
Und hab geschrieben meine Predigt.
Nun geh ich mit Maria baden.
Maria ist so voller Gnaden.

Sankt Josef wohnte an dem Weg der Immen,


Am Sabbat ging er mit Maria schwimmen.

Lieber Malek,
in der Lesung der Heiligen Messe heute verboten die Schriftgelehrten dem Petrus und Johannes,
weiter von Jesus zu reden. Petrus: Wir können unmöglich schweigen von dem, was wir gesehen
haben. Urteilt selbst, ob es recht ist, euch zu gehorchen oder Gott. - So hatte Marco als
Hauskreisleiter mir verboten, von Maria zu reden. Aber über die Weisheit Salomos, über das
Hohelied und über die Apokalypse lehren, ohne Maria erwähnen zu dürfen, ist Torheit. Ich kann
jetzt ohne Kompromisse die ganze Wahrheit verkünden, ob gelegen oder ungelegen. Ich kann
unmöglich schweigen von Der, Die ich gesehen habe…

Lieber Malek,
in dem Drama "Christina", der Frau von Markus, hab ich dir und deiner Familie ein Denkmal
gesetzt. Würde mich freuen, wenn du es lesen würdest. Ist mir von Sankt Markus eingegeben
worden.

Lieber Malek,
wie kostbar sind mir deine spätabendlichen Mails, das ist ein göttlicher Gute-Nacht-Segen für mich.
Meine Nacht: Gebet zu meinem Geliebten Jehova oder meiner göttlichen Braut Sophia,
Bewunderung der Schönheit der Madonna, dann geh ich in den Armen Mariens oder meiner seligen
Karine schlafen. Und zu diesem Nachtgebetsritual gehören auch deine herzlichen Grüße, danke
dafür.

...nun, da der HERR dir Ruhe verschafft hat vor all deinen Feinden... tue, was dir in das Herz
kommt, denn der HERR ist mit dir...

2 Samuel

Darüber muss man sich aber zerreißen,


Dass man Narren nicht darf Narren heißen.

Goethe

*
Malek,
die Kirche lehrt, der Erzengel Michael ist auch heute im Kampf gegen den Satan aktiv, weltweit,
nicht nur Israel beschützend. 1917 bei der Marienerscheinung in Portugal, in Fatima, kam zuerst ein
Engel und sagte: Ich bin der Engel Portugals. Das deutsche Kaiserreich war dem heiligen Erzengel
Michael als ihrem Schutzpatron geweiht, ich weiß nicht, ob erst von den protestantischen deutschen
Kaisern oder ob auch schon in katholischer Zeit.

PS:
Und der Satan führte mich auf einen Berg und zeigte mir alle schönen jungen Frauen der Welt…

Malek,
mal abgesehen von "Entrückung der Gemeinde - 1000jährigem Reich - Trübsal für Israel", da sehen
wir Katholiken die Bibel anders, war deine Predigt interessant und nicht so anstrengend kopflastig
wie sonst. In diesem Stil kannst du weitermachen. Was dir wenig theologisch, mehr praktisch
vorkommt, ist immer noch lehrreich genug für die schafsköpfigen Schafe. In der Franziskanermesse
gibt es einen Prediger, der fängt in einer viel zu langen Predigt immer bei Adam und Eva an und
hechelt dann den ganzen Katechismus durch, der geht mir tierisch auf die Nerven. In der Schweizer
Abendmesse gibt es einen Schweizer Prediger mit einer Stimme wie Peitschenhiebe, der jongliert
immer nur mit abstrakten Begriffen wie Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Güte, Wahrheit, - alles nur
heiße Luft. Der ist mir auch zuwider.

"...bis ich katholisch werde..."

Paulus: Ich hoffte, ihr wäret alle so wie ich (außer diesen Ketten)…

Malek,
der Hauskreis hüllt sich in (zorniges?) Schweigen. Ich schreibe für Karine eine Liebestragödie über
Tristan und Isolde. Montag Mittag kommt meine geliebte Evi wieder. Ich bin Jakob mit Lea und
Rahel. Die haben HERZ, nicht nur HIRN. Das sind meine Heiligen.

Malek,
kannst du mein ganzes unglaubliches Wissen auf Festplatte speichern, um dann, wenn ich sterbe,
mit einem 3D-Drucker einen neuen Torsten-Körper zu schaffen und mein Wissen einspielen? Tust
du das, Malek, mein Gott, und schaffst mir so Unsterblichkeit? Danke schon mal im Voraus…

Malek,
heute rief mich meine Mutter an und fragte, warum ich den Bibelkreis verlassen, und ich hätte doch
hoffentlich noch den anderen. - Da dachte ich: Das sagte sie nicht aus sich selbst, sondern weil sie
die Mutter des Sohnes der Muttergottes ist, in ihrem Amt also prophezeite sie. Ich ging gehorsam
zum lutherischen Bibelkreis. Ich staune immer wieder, wie dumm das christliche Volk ist. Aber
Gudruns Blick zum Abschied war liebevoll... Da kann ich, ohne tauben Ohren predigen zu müssen
und Perlen vor die Säue zu werfen, einfach still bei ihnen sitzen und ein bisschen plaudern mit
netten Herzen. "Sei nicht allzu weise, dass du nicht vor der Zeit zu Grunde gehst", sagt der Prediger
Salomo.

Herzliche Grüße,
dein
Toto

Malek,
Marco sagte: Jesus meint mit Herz das Denken, was wir Hirn nennen würden. - Fein rausgeredet!
Jesus sagt: Liebe Gott von 1. ganzem HERZEN, ganzer Seele, ganzer Kraft und 4. ganzem
DENKEN. Ein Priester sagte: wir sind alle Kinder der Aufklärung, des Rationalismus. Wir haben
(und besonders die Männer) WASSERKÖPFE UND SCHRUMPFHERZEN. - Liebe zu einer Frau
ist ja auch eine Liebe des Herzens und nicht des Verstandes. Man sagt, die weiteste Entfernung im
Universum ist die vom Kopf zum Herzen (Millionen Lichtjahre). Wir sollen ein fleischernes und
nicht ein steinernes Herz haben. Wir sollen mehr mit dem Herzen als mit dem Verstand beten. Die
jüdische Dichterin sagt "Menschen: Maschinen".

DEN ZUDRINGLICHEN

Was nicht zusammen geht, das soll sich meiden!


Ich hindr' euch nicht, wo's euch beliebt zu weiden:
Denn ihr seid neu und ich bin alt geboren.
Macht, was ihr wollt; nur lasst mich ungeschoren!

Goethe

Malek,
ich habe heute Nacht einen Teilchenbeschleuniger erfunden, der eine Kugel so schnell durch eine
Röhre bewegt, dass sie hinten eher herauskommt, als man sie vorne reinsteckte, Nur die praktische
Nutzanwendung ist mir noch nicht klar.

Zuerst sie schufen ab die Kommunion,


Nun auch die Taufe, lieber Gottessohn,
Verjagten dann das reine Herz Marias
Und meinen, groß zu dienen dem Messias.

Petrus Cygnus, Ostern 1555

Malek,
meine Mutter hat einen netten Freund, der drei erwachsene Kinder in meinem Alter hat, denen habe
ich Texte von mir geschickt. Die Musik studiert hat, sagte, von meinen Texten über Musik hat sie
noch etwas lernen können und es sei sehr berührend gewesen. Dem einen Sohn schickte ich zwei
Texte über Pädagogik, da er Kindergärtner ist, er schrieb, er habe sich sehr gefreut, der dritte Sohn
arbeitete in Indonesien, dem schickte ich meine malayischen Volkslieder, er schrieb: Ganz toll! Die
Schwiegereltern meines Bruders sind Bauern in Ostfriesland, ihnen schickte ich meinen Kalender
mit Bauernregeln, sie haben sich herzlich bedankt für das schöne Buch.

Mein lieber Freund, merkst du auch wie selig und schön die Nacht ist, wenn der Lärm der Toren auf
den Märkten schweigt und nur noch die Engel der Sterne sprechen?

Ein Vorgeschmack das Bett auf unsre Ewigkeit,


Da überwinden wir im Traum schon Raum und Zeit.

"Apostel der Letzten Zeiten, stärkt einer den anderen!"

Maria

Von Hamburg fährt der deutsche Protestant


In seine Heimat nach Kirchweyhe.
Der Katholik im Oldenburger Land
Erneuert die Marien-Weihe.

KOSMISCHE GELASSENHEIT

Da der Carina-Nebel noch in allen Ehren


Wird weiße Zwerge, rote Riesen uns gebären,
Ist alles doch in Ordnung auf der schwarzen Erde,
Was wir auch träumen nachts und was auch blökt die Herde!

Der Wiking-Mann, die Wiking-Frau,


Die fuhren über Meeres Blau,
Sie kamen wohl vom hohen Schweden
Und blieben in dem Garten Eden
Von Hamma-Burga oder Bremen,
Sie ihrer Ehe sich nicht schämen,
In ihren Knochen echtes Mark,
So zeugten sie den kleinen Malek.

Wenn ich die Mutter hätt


Gefragt im Ehebett,
Gefragt den Vater auch,
Ob werden soll mein Hauch,
Ich wäre gar nicht da -
Doch liebend schuf mich Jah!

Malek,
wenn es in 150 Jahren keine großen feierlichen Messen mehr in Europa gibt (nur noch kleine
heimliche Messen der Untergrund Kirche in Privathäusern), dann werden die Gottlosen merken,
was ihnen fehlt, und sie werden in Theatern und Opernhäusern Papstmessen nachspielen und
werden davon gerührter sein als von Wagner-Opern in Bayreuth.

Malek,
heute muss ich den Pfingstlern erklären, warum ich sie verlasse. Ich weiß gar nicht, wie ich das
sagen soll. Sprich ein Stoßgebet für mich. Heute ist der Tag des heiligen Athanasius, Bischofs von
Alexandrien, ersternannter Kirchenlehrer, Lehrer der Orthodoxie. "Er stand allein gegen eine ganze
Welt von Arianern"... Er möge mir die rechten Worte vom Heiligen Geist erbitten.

Malek,
da die gottlose Philosophie und Hirnforschung heute die Seele leugnen, übersetzen einige
modernistische Bibeln im NT Psyche mit Leben und vermeiden den "fragwürdigen, altmodischen"
Begriff Seele. Natürliches Leben heißt aber bios und geistliches, ewiges Leben heißt Zoe. Lob der
Alten Mode! Wir wollen Bibeln lesen von Übersetzern, die noch eine SEELE haben!

Malek,
das NT ist voll von griechischem Denken, soma (Leib, Somatiker), Psyche (Seele, Psychiker) und
pneuma (Geist, wir Pneumatiker) (Ich glaube 1. Korintherbrief). Hebräisch soweit ich weiß nefesch,
Lebenshauch gemeint als unsterbliche Geistseele. Übrigens glaube ich nicht, dass es sinnvoll ist,
das griechische Denken aus der Theologie zu eliminieren, fast alle Kirchenväter dachten hebräisch
und griechisch.

Hauskreis war nett. Ich sagte, ich bräuchte Ruhe, es wäre zu anstrengend geworden, sie verstanden
das und akzeptierten das, schweren Herzens, ich könne jederzeit wiederkommen, sie wollten mit
mir in Kontakt bleiben. Sankt Anasthasius sei Dank.

Malek,
Papst Benedikt 16 ging auf die modernen Bestrebungen der (evangelischen) Theologie ein, die
christliche Theologie von allen Einflüssen griechischen Denkens zu "befreien" und sie zu re-
judaisieren. Das ist nicht der katholische Weg. Die für die katholische Kirche verbindlichen
Dogmen der alten Kirche über die Trinität und die Christologie sind ohne das Gespräch zwischen
Judentum, Christentum und griechischer Spekulation nicht zu verstehen. Wir glauben, das war der
Weg, wie der Heilige Geist die Kirche mehr und mehr in die Wahrheit führt(e). Aber die
Protestanten, vor allem die evangelikalen Gruppen, wollen offensichtlich wieder zurück hinter die
großen Dogmen: Ein Gott, eine göttliche Natur, ein göttliches Wesen (Substanz), drei "Personen",
eine Person Christi, in ihr "vereinigt, nicht vermischt" die göttliche und die menschliche Natur, der
Sohn wesensgleich mit dem Vater, der Person nach vom Vater unterschieden, aber der göttlichen
Natur nach eins mit des Vaters Gottheit, Maria Gottgebärerin, weil sie die Person Jesu geboren, in
der göttliche und menschliche Natur von Anfang an in "hypostatischer Union" vereinigt sind, Maria
hat nicht nur der menschlichen Natur das Leben geschenkt, sondern der gottmenschlichen Person
Jesu etc. etc.

Malek,
beim letzten Abend des Hauskreises unter meinem geistigen Einfluss sprachen wir über Sprüche
Salomos 5: Marco ließ sich von Susanne vorlesen: Berausche dich an den Brüsten der Frau, die du
jung geheiratet hast. Dann kam die mystische Deutung: Was sind die Brüste der Weisheit? Ich
erklärte es ihnen, Brüste des Trostes Gottes und Brüste der geistlichen Nahrung. Dann bat mich
Marco, mein Konzept vorzulesen, warum die Torah wie eine Hindin ist. Ihr Muttermund ist eng.
Die Biblia, die Ehefrau des Schriftgelehrten, ist eine eng gebaute Jungfrau, und auch nach vielen
Jahrzehnten der Ehe ist die Biblia immer noch eine eng gebaute Jungfrau, immer frisch, immer neu,
immer jung, wie in der ersten Liebe. Heinz sagte: So, Monica, jetzt müssen wir aber schnell nach
Hause... wo wir soviel über Erotik gehört haben... Die keusche Susanne stand vor mir, nestelte an
ihrem feinen apricotfarbenen T-Shirt, bis ich es merkte, nestelte dann noch an ihrem breiten Gürtel
(dem Liebreizgürtel der Aphrodite) und sah mich unschuldig an und setzte sich neben mich…

Heute hab ich einen Kater, ich hab gestern ein Glas Wodka zu viel getrunken. Gleich muss ich Evi
trösten. Ich bete zu Karine.

Malek,
heute habe ich Evi zum Essen eingeladen. Das ist eine Seele: ein geistiges Innenleben,
gewissermaßen in Innenraum (Rilke sagt Weltinnenraum), ein Schloß der Seele mit vielen
Zimmern, wie Sankt Teresa sagt, ein Raum der Erinnerungen (Gedächtnis), der Willenskräfte und
der Gedanken (nach Augustinus). Evi ist eine Getaufte Seele. Was sind mir dagegen die
Hirnchristen, die ihre Seele an ihre Frau delegieren…

Ein Glas Wodka erlaubt die Ärztin mir, zwei Glas Wodka erlaube ich mir, das dritte Glas Wodka
verbietet die Weisheit mir.

Oder:

Ich trinke das erste Glas, das zweite Glas trinkt das erste Glas, und das dritte Glas trinkt mich.

Oder:

Wir Friesen trinken selten, aber wenn, dann richtig, und das oft.

*
Als die Spanier Mexiko eroberten und Krieg gegen die Azteken und ihren Kaiser Montezuma
führten, stellten sie fest, dass die Azteken ihren Göttern, vor allem der steinernen Schlange,
Menschen opferten, am allerliebsten Jungfrauen bei lebendigem Leibe die Herzen heraus rissen,
und um sie ein wenig in Ekstase zu versetzen, reichten sie den Opfer-Jungfrauen einen süßen
braunen Trank, versetzt mit halluzinogenen Pilzen. Die Spanier liebten diese braune süße Masse,
und fragten, wie das heiße. Die Azteken nannten es Xocoatl. Die Spanier konnten das nicht
aussprechen und nannten es Schokolade. Dann erschien die Jungfrau Maria und nannte sich
Schlangenzertreterin in der Sprache der Azteken, und neun Millionen Azteken baten um die Taufe.
Diese Jungfrau von Mexiko wurde von Papst Johannes Paul II zur Kaiserin der beiden Amerika
gekrönt. Diese Maria ist meine Ehefrau, und ich nenne sie in der Sprache der Azteken: Unserer
Liebe Frau von der Xocoatl...

Unsere Liebe Frau von der Xocoatl, unsere Wonne, unsere Süßigkeit, bitte für uns, dass uns die
tägliche Speise nie ausgehe. In Jesu Namen Amen.

Papstmesse. Das Evangelium ist schön geschmückt mit Gold, Silber und Edelsteinen. Das
Evangelium wird mit Weihrauch verehrt. Das Evangelium wird vorgesungen, die Gemeinde steht.
Der Papst erhebt das Evangelium und macht mit ihm das Zeichen des Kreuzes und segnet so mit
dem Evangelium das Volk Gottes. Dann legt der Papst das Evangelium aus.

Lieber Malek,
ein schönes Wochenende in Weyhe! Ich höre viel über die Agonie von Karines Mutter im
Pflegeheim, aber ich besuche sie nicht und rufe sie auch nicht an, ich denke oft an sie, aber ich kann
nicht wirklich für sie beten. Kaiser Nero zündete Rom an, um ein Heldenepos über das brennende
Rom zur Lyra zu singen. So sitze ich zu und schaue und HARFENIERE DER VERWÜSTUNG.

Aber es gibt einen Freund, der anhänglicher ist als ein Bruder. Dein Schlomo.

PIETIST
Darum lass uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!
KATHOLIK
Sagen die Gottlosen.

Vertreibe den Spötter und Zank und Streit hören auf. Schlomo.

Malek,
falls du davon hörst, dass 19 Theologen, Philosophen und Geistliche in einem offenen Brief an die
Bischöfe der Welt geschrieben haben, dass Papst Franziskus ein "häretischer Papst" sei, hier dazu
die Meinung von deinem alten Shakespeare: "Viel Lärm um nichts"…
*

Im Meer der Bitterkeit ist süß allein dein Wort


Und Unsre Liebe Frau und auch der Rittersport.

Geh auf der Hanse Spur, das Essen wird wohl lecker,
Doch ich vergess dich nicht, mein lieber Störtebecker!

Der Dritte Weltkrieg kommt, der große Männermord!


Zum Kampf für Unsre Frau mit süßem Rittersport!

PS:

Schlag mich mal als Werbetexter vor…

Ah weh, der Gotteszorn in dieser Sünden Flut!


Die Arche baue du - quadratisch, praktisch, gut!

O du mein Zufluchtsort, o Herr, und du mein Hort!


Nun träume ich sogar des Nachts vom Rittersport!

O du fröhlicher,
O du seliger,
Gnadenreicher Rittersport!
Ein Leben in Minne
Der Seele und Sinne,
Mit Minnesang und Gottes Wort!

Ist unsre Süßigkeit Maria voll der Gnade -


Ist Unsre Liebe Frau nicht süß wie Schokolade?

Wenn du nach Lübeck gehst, so schau dir bitte an


Des Dichters Elternhaus, ich mein den Dichter Mann.

O eheliches Bett, du treuer Zufluchtsort!


Hier sing ich Minnesang, hier spiel ich Rittersport!

Ich lieb dich von der Stirn, mein Weibchen, bis zur Wade,
Du bist mir Rittersport und Lieblingsschokolade!

Ich las zu viel im Buch des Sehers Jeremia...


Nun helf die Muse mir, die himmlische Maria,
Zu einem frohen Lied vom süßen Rittersport,
Von süßem Minnespiel im ehelichen Port.

Ich war des Nachts im Traum im Höllenreich der Schatten,


Von Blei ein Ozean, drin treiben tote Ratten.
Ich hörte tags im Traum die Prediger des Todes,
Komm, süßer Tod, spricht Kain und Judas und Herodes.

In Lübeck ist mein Freund, ob Weisheit ihm draus quölle,


Ich bin in Oldenburg, im Traume in der Hölle.

Offenbarung 9:6

Und in den Tagen werden die Menschen den Tod suchen, und nicht finden; werden begehren zu
sterben, und der Tod wird vor ihnen fliehen.

In Wismar trafen sich Klaus Störtebecker (er kam aus Marienhave) und Goedecke Michels (er kam
aus Hamburg) und schlossen den Bruderbund beim Bier: Auf, dienen wir Margarete, der Königin
der See! Unser Motto: Gottes Freund und aller Welt Feind!

Viel Schokolade essen ist nicht gut, aber schwere Dinge erforschen, ist eine Ehre für einen Mann.
Schlomo.

Der Wissenschaftler war im Hanse-Hafen Wismar,


Der Dichter war zuhaus am Frauenplan zu Weimar.

Der einzig ist mein Freund, im Osten weilt am Meer,


Ich aber bin allein, mein Postfach, ach, ist leer.

Iss Schokolade, mein Freund, denn die ist süß deinem Gaumen, ebenso ist süß die Weisheit des
Wortes Gottes für deinen Geist. Schlomo.

Wie schön Mariens Rock! Wie strömt daraus die Gnade!


Ich bet den Rosenkranz! Und morgen gehts nach Stade.

Er sieht Mariens Rock in Deutschland, ehrt die Pure -


Ich bin in Babylon und sing das Lied der Hure.

Maria - Reliquien - Ablässe - Rosenkranz - Mönche - all das gibt es fast nicht mehr im
Neoprotestantismus der heutigen katholischen Kirche – leider.

Filmzitat:
Wahre Freunde kannst du an einer Hand abzählen - aber es bleiben immer ein paar Finger übrig.

Damit grüßt dich dein Toto

Du hast gebildet dich in Gottes Weisheit heute -


Geh ein zu deines Herrn und Meisters schönster Freude!

VON MALEK AN TOTO

Der weise Seher Torstein,


Von seiner Geliebten Maria
In der Oldenburger Höhle
Gefangen gehalten zum Schutze,
Ihm und der bösen Welt zum Trutze,
Draußen roh-lautes Gegröle,
Drinnen doch hohe Poesia,
Großartiger Art und fein.
ZWEITER TEIL 2019

PROLOG

Der Name Malek ist die böhmische Version des Namen Marek, deutsch Mark. Malek erinnert an
den "Herrn Doktor Melik" in den Briefen der jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler, die auch ein
Buch schrieb, einen Brief-Roman "Der Malik", ein Briefwechsel zwischen Jussuf und seinem
Halbbruder "Marc ben Kana". Der selbe Name findet sich bei Melchior, einem der Drei Heiligen
Könige, Melchior bedeutet (ebenso wie Kaspar und Balthasar) einfach "König". In der Sprache der
Bibel findet wir ihn als Präfiguration des Eucharistischen Christus, nämlich Melchi-Zedek, König
der Gerechtigkeit. Weiter finden wir den Namen als Gottesnamen, nämlich als Milkom, dem Gott,
dem Salomo für seine heidnischen Konkubinen einen Altar baute, und in Moloch, dem Gott des
Kindesopfers und der Abtreibung. DER HERR IST KÖNIG!

Malek,

gegen meine Schlafstörungen nehme ich Baldrian, nun muss ich ungefähr 12 Stunden schlafen,
wache zwischendurch pünktlich zur Messe auf, träume sehr lebhaft, oft von Karine, versuche jeden
Tag zu schreiben, freue mich auf Freitags und Montags,, wenn Evi kommt, bin froh, dass ich
Abstand von Marco genommen hab und von dem dummen Hauskreis, bin zwar öfter traurig, aber
das ist ja mein Normalzustand, so kann ich im großen und ganzen sagen, alles ist gut. Ich habe eine
neue Übersetzung von 27 Shakesspearestücken bekommen und übersetze gerade altbabylonische
Poesie. Evi hat mir heute ihr Herz ausgeschüttet und Trost bei mir gesucht. Meine Übersetzung des
Pentateuch fällt mir etwas schwer, aber ich versuchs. Danke, dass du mich mit der Reliquie von
Marias Rock gesegnet hast.

Lieber Malek,

Evi bat mich, mitzukommen zu Karines Mutter ins Krankenhaus, sie brauchte jemand, der ihr Kraft
und Mut gab. Ich war sehr traurig, betete aber viel zum heiligen Petrus. Wir fuhren ins
Krankenhaus, Karines Mutter war gerade in Behandlung, da fragte Evi, ob ich noch Lust auf einen
Tagesausflug hätte. Wir fuhren nach Hatterwüstung durch den großen Wald der Rosenberge, und sie
zeigte mir ihr kleines Märchenhaus im Wald, das sie gerne kaufen würde. Die Sonne schien, es war
eine angenehme Temperatur, der Himmel war hellblau, wir fuhren lange durch den Wald und durch
Dörfer. Dabei scherzten wir viel und waren fröhlich und lieb zueinander. So wurde es für uns beide
doch ein schöner Tag, dank des heiligen Petrus!

*
Malek,

ich habe etwas laut gesprochen beim Vorlesen, werde in Zukunft einfach etwas leiser lesen.

Ich lese zur Zeit Joseph von Eichendorfs Literaturgeschichte. Darin spricht er u.a. von
volkstümlicher Poesie und der von ihm nicht geliebten Gelehrtenpoesie. Da dachte ich an unser 21.
Jahrhundert: Die Gelehrten sind Kommunisten, Nihilisten und Existenzialisten und andere
Teufelsanbeter und das Volk ist völlig verdummt von dem Sakrament des Antichrist, dem Fernseher,
und wenn sie lesen, dann nur Zeitungen und Kriminalromane, also geistige Umweltverschmutzung.

Da wird man als wahrer Poet und charismatischer Prophet unsicher, für wen man denn noch
schreiben soll? Darum kann ich mich nur ermutigen, Hörbücher für dich persönlich zu machen.
Wenn es mir gelingt, meine "Memoiren - Ecce Homo" zuende zu schreiben, wäre das was für dich.
Ansonsten sprech ich jetzt ersteinmal das Drama Christina - vielleicht mag es ja auch deine
Herzdame hören, du Kreuzbube!

Lieber Malek,

gestern Nacht dachte ich über die Mutterschaft Mariens nach. Ich sehnte mich nach einer
weiblichen Gottheit. Ein Mystiker sagte einmal, Maria sei die geschaffene Weisheit aus Sprüche 8:
Das Erstgeschöpf des Vaters, die Erstgeborene Tochter des Vaters. Aber ist das Mütterliche auch in
der Gottheit? Da gibt es doch die (orthodoxe) Lehre von der göttlichen Weisheit, Gottes Tochter und
Throngenossin (Sprüche 8). In den archaischen Religionen der Heiden gab es auch Muttergöttinnen,
die waren Liebesgöttinnen, wie die Ishtar der Babylonier, aber auch sie war Tochter des
Himmelsvaters Anu. Da sehnte ich mich nach dem absoluten Ursprung von allem. Ist das vielleicht
doch in allen Religionen der Ewige VATER? Und ist das Göttlich-Weibliche aus der Flanke des
VATERS geboren wie Eva aus der Flanke Adams? Aber wenn auch in der göttlichen Dreieinigkeit
der Vater oder Jahwe die Ersturache ist und der einzige Monarch, so will ich doch seine Tochter, die
göttliche Weisheit oder Chochmah oder Sophia als meine göttliche Mutter verehren und lieben. Das
waren so meine Spekulationen zum Muttertag.

"Ich bin eure Mutter und ich liebe euch!" Mutter Jesu, Königin der Endzeit.

In einer schlaflosen Nacht zu Muttertag höre ich Vesper-Chöre von Sergej Rachmaninow. Ich denke
da auch an dich, ob du einmal baden möchtest in diesem Meer der Orthodoxen Schönheit...

*
Eines Tages, wenn man aufwacht, und es tut nichts mehr weh, ist man tot.

Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alle dem hilft ihm der Herr.

Christina und Josef grüßen Malek: Willkommen, Bruder, im Club der Gekreuzigten! Der Herr hat
dir einen Pfahl ins Fleisch geschenkt, dass du dich der hohen Offenbarungen nicht überhebst, einen
Engel Satans, der dich ohrfeigt. Wegen ihm haben wir den Herrn gebeten, aber der Herr sagt zu dir:
Lass dir an meiner Gnade genügen. Wenn der Meister die Dornenkrone getragen hat, muss der
Jünger auch die Dornenkrone tragen. Leide tapfer und bleibe im Frieden, der höher ist als der
Verstand.

In Tolstois Roman Krieg und Frieden sagt Napoleon: Ach die große Kunst der Ärzte - was ist das
schon, wenn sie nicht einmal einen Schnupfen heilen können! - Wie wahr! Die Weisheit lehrt,
unheilbare Krankheiten geduldig anzunehmen und sie zu vereinigen mit dem Gekreuzigten, dann
wird ein großer Segen daraus. Nur dem, der mit dem Gekreuzigten am Kreuz hängt, wird die
Weisheit Gottes unmittelbar eingegossen.

"Ich bin nicht katholisch geworden wegen den alten Damen der Pfarrei, sondern wegen Dante und
Michelangelo."

Werner Bergengruen

Prediger: "Und denkt an die Christen in der Sowjetunion, die in die Psychiatrien gesteckt und mit
Psychopharmaka vollgestopft wurden. Das waren einmal intelligente Männer, aber sie kamen
heraus als Speichel-sabbernde Idioten!" Und so erging es mir. Wohl dem Christen, der nicht in die
Hände der Psychiater fällt!

*
Malek,

Was du vom Evangelium verstanden hast, das TUE. Jedem gibt Gott ein eignes Maß des Glaubens,
und er wird danach beurteilt, ob er das gelebt hat, was er geglaubt hat. Nicht jedem ist der
katholische Glaube geschenkt. Aber wem viel anvertraut wird, von dem wird auch viel verlangt (an
Kreuzen). Der mit zwei Talenten gewuchert hat, geht ebenso wie der, der mit fünf Talenten
gewuchert hat, ein in seines Herrn Freude. Wem Gott nicht die Eucharistie, die Marienverehrung
und das Papsttum offenbart hat, der kann auch der Heiligkeit nachjagen, wenn er Bibel und Gebet
fleißig lebt und Nächstenliebe. Nur, wenn der Protestant ans Himmelstor kommt, und zu Petrus
sagt: Ich will zu Jesus, aber ohne Heilige und Engel, dann akzeptiert Petrus das, der Protestant geht
stur geradeaus zu Jesu Thron und sieht nicht rechts und links die Heiligen und Engel, kommt zu
Jesu Thron - der Herr wendet sich ihm zu und sagt: Darf ich dir meine Mutter vorstellen?

Malek,

ich bin erschüttert über den Selbstmord deiner Tante. Werde für sie und ihre sechzehnjährige
Tochter beten.

Aus dem katholischen Katechismus:

Selbstmord

2280 Jeder ist vor Gott für sein Leben verantwortlich. Gott hat es ihm geschenkt. Gott ist und bleibt
der höchste Herr des Lebens. Wir sind verpflichtet, es dankbar entgegenzunehmen und es zu seiner
Ehre und zum Heil unserer Seele zu bewahren. Wir sind nur Verwalter, nicht Eigentümer des
Lebens, das Gott uns anvertraut hat. Wir dürfen darüber nicht verfügen.

2281 Der Selbstmord widerspricht der natürlichen Neigung des Menschen, sein Leben zu bewahren
und zu erhalten. Er ist eine schwere Verfehlung gegen die rechte Eigenliebe. Selbstmord verstößt
auch gegen die Nächstenliebe, denn er zerreißt zu Unrecht die Bande der Solidarität mit der
Familie, der Nation und der Menschheit, denen wir immer verpflichtet sind. Der Selbstmord
widerspricht zudem der Liebe zum lebendigen Gott.

2282 Wenn der Selbstmord in der Absicht begangen wird, als Beispiel -vor allem für junge
Menschen - zu dienen, bildet er zudem ein schweres Ärgernis. Freiwillige Beihilfe zum Selbstmord
verstößt gegen das sittliche Gesetz.

Schwere psychische Störungen, Angst oder schwere Furcht vor einem Schicksalsschlag, vor Qual
oder Folterung können die Verantwortlichkeit des Selbstmörders vermindern.
2283 Man darf die Hoffnung auf das ewige Heil der Menschen, die sich das Leben genommen
haben, nicht aufgeben. Auf Wegen, die Gott allein kennt, kann er ihnen Gelegenheit zu heilsamer
Reue geben. Die Kirche betet für die Menschen, die sich das Leben genommen haben.

Toto

Malek,

ich bin nicht so eingebildet, zu denken, du möchtest jetzt nur noch Schwanke-Hörbücher hören. Ich
mache zwar gerade ein neues für dich, aber vielleicht schenk ich es dir auch zu deinem Geburtstag
(wann ist der nochmal, Mitte Juni?)

Toto

PS:

Maria ist sooo schön!

DICHTER:

Habt ihr das alles verstanden, was ich euch über Christus erzählt habe?

DIE CHRISTEN

Es war etwas schwer zu verstehen. Wir lesen ja sonst nur Krimis.

DICHTER

Und du, schöne Dame, die ich als Madonna meines Minnesanges gepriesen habe, hat es dir
geschmeichelt?

DAME

Ich bin noch nicht dazu gekommen, es zu lesen, ich hatte noch die neusten Schweden-Krimis zu
lesen.

DICHTER

Und du, Bruder, hast du im Bonhoeffer gelesen, den ich dir geschenkt habe?

BRUDER
Ich weiß gar nicht mehr, wo ich ihn habe. Aber die biblischen Kriminalgeschichten hab ich gelesen.

DICHTER

Aber du, Herzensbruder, du bist meine letzte Hoffnung, hat dir meine Tragödie gefallen?

HERZENSBUDER

Ja, besonders das Happy End. Aber jetzt lese ich doch lieber wieder genealogische Krimis.

DICHTER

Dann schreibe ich jetzt für dich, meine Tote.

TOTE

Tu das, du Prophet in der Wüste, ich verstehe und liebe dich!

Danke für die Maus. Sie tut, was ich will.

Malek,

heute hab ich eine Stunde mit einem Jugendfreund telefoniert. Er referierte mir die politische und
militärische Weltlage und seine Ausländerfeindlichkeit und Sympathie für die AfD. Dann hörte ich
Goethes Faust. Mephistopheles: Und dafür soll ich mich noch bedanken, dass du mich gelangweilt
hast?

Karines Mutter liegt auf der Intensivstation im Sterben, Juri war allein bei ihr und ging mit Tränen
in den Augen weg. Ach mein armer Juri - das geht mir ans Herz! Aber Maria verweist mich auf
Freude, Leben, Dankbarkeit.

Goethe: Wer dem Publikum dient, ist ein armes Tier. / Er müht sich ab. Niemand bedankt sich dafür.
- Darum hab ich heute nur für Karine an meinem klassischen Versepos Aphrodite weitergearbeitet.
Und der Herr sagt: Hurra!

Dein Toto, Eremit

*
"Die Liebe wird aus dir einen Spiegel machen, der die Todesängste all jener, die leiden,
widerspiegelt. du wirst ihren Todeskampf und ihre Leiden fühlen, wie wenn sie die deinen wären.
Wenn du von irgendeinem Leiden hörst oder es siehst, oder wenn jemand sich in einer großen
Bedrängnis befindet, werde ich, der Herr, dir diese Gnade anbieten, dass du diese Leiden ebenso
stark empfindest, wie derjenige,, der sie trägt. Du wirst auf diese Weise voll und ganz in ihre
Wunden eindringen können, um einen klaren Begriff von ihren Gefühlen zu erhalten. Torsten, durch
diesen Scharfsinn, den ich dir gebe, wirst du jenen, die leiden, gewaltig helfen können. Leide, wenn
sie leiden."

Jesus

Tatsächlich ist gestern Nacht Karines Mutter gestorben.

Malek,

das steht zu erwarten, dass ich bei der Beerdigung ihrer Großmutter Karines Kinder wiedersehe. Ich
hoffe, Evi kann auch kommen und mich mitnehmen, sonst wird es schwer für mich, aber ich gebe
mir Mühe. Ich schreibe jetzt meine Erinnerungen an sie auf, für die Enkel.

Im Sommer 2001 war ich auf eine Jugend-Wallfahrt ins französische Marien-Heiligtum Lourdes
gefahren. Dort verliebte ich mich unsterblich in die Jungfrau Maria und schrieb auf französisch ein
Liebesgedicht an Notre Dame d‘Amour, Unsere Liebe Frau von der Liebe. Karine las es und sagte:
Wow! Ich zeigte es auch Maite. Sie sagte: „Das ist ja ein richtiges Liebesgedicht“. Karine und
Maite sprachen meistens französisch miteinander. Einmal schrieb ich für Karine ein französisches
Liebesgedicht. Ich nannte sie „ma jolie“, sie sagte: „Pst, sag es keinem weiter.“ In dem Gedicht
wollte ich auch ihre „schöne Mutter“ grüßen und schrieb „ta belle mère“ aber Karine klärte mich
auf, das heiße „Schwiegermutter“…

Malek,

eine Frage an dein Gewissen, musst du nicht mir, nur dir beantworten. Du sagtest, du wolltest eine
Migräne nicht vom Arzt untersuchen lassen, der würde sonst nur schauen, ob du einen Hirntumor
hast. Versteh ich emotional, würde ich so machen, aber um mich ist es nicht schade. Du aber hast
als Gatte und Vater eine Verantwortung für andere. Darum: Was, wenn du einen Hirntumor hättest,
und er, wenn rechtzeitig entdeckt, heilbar wäre, ansonsten aber tödlich? (In der Messe geschrieben.)
Frag deine Frau!

Dein Bruder in Jesu Herz

REPORTER

Herr Schwanke, was würden Sie tun, wenn Sie Papst würden?

SCHWANKE

Ich würde den Index wieder einführen und alle Kriminalromane der Welt auf die Liste der
verbotenen Bücher setzen.

REPORTER

Und was würden Sie tun, wenn Sie Kaiser der Weltmonarchie würden?

SCHWANKE

Ich würde wie Kaiser Shi Huang-Di eine große Bücherverbrennung inszenieren und alle
Kriminalromane der Welt verbrennen lassen.

REPORTER

Wir danken Ihnen für das Gespräch.

Am letzten Tag, da ich Karine sah, es war drei Tage vor ihrem Tod, es war der Valentinstag 2010,
kam ich gerade aus dem Gottesdienst. Jesus sagte: „Selig sind die Armen, denn ihnen gehört das
Himmelreich.“ Das sagte ich Karine. Da sagte sie: „Bin ich auch selig?“ - „Ja,mein Schatz“, sagte
ich, und sie lächelte glücklich. Da kam die Nonne des Krankenhauses und brachte der
Bettnachbarin die Hostie (den Leib Christi), und Karine sagte: „Toto, zünde die Marien-Kerze an,
ich möchte auch den Leib Christi empfangen.“ Und so ist sie in den Himmel gekommen.

Malek,

bitte sprich ein Gebet für Evi um Schutz vor dämonischen Einflüssen, den sie will morgen bei
ihrem Heilpraktiker eine schamanistische Seelenreise machen...
*

Maria in einer prophetischen Botschaft:

"Gott hat den Ärzten Weisheit gegeben. Wenn ihr krank seid, dann geht zuerst zu ihnen. Und
DANN kommt zu uns und bittet um Heilung."

Meine Mutter hatte dreimal Krebs, beim Gebärmutterkrebs ist ihr die Gebärmutter entfernt worden,
beim Brustkrebs sind ihr beide Brüste entfernt worden. Das war vor 30 Jahren. Und sie lebt noch
heute mit 80 recht gesund, bis auf schwächer werdende Augen.

Dein besorgter Toto

Jesus Sirach 38

1 Gib dem Arzt die gebührende Ehre; denn du brauchst ihn und der Herr hat seinen Berufsstand
eingesetzt. 2 Gott, der Höchste, gibt dem Arzt das Wissen und der König belohnt ihn mit
Geschenken. 3 Sein Können gibt ihm großes Ansehen, sogar mächtige Leute bewundern ihn. 4 Der
Herr bringt auch die Heilmittel aus der Erde hervor. Ein vernünftiger Mensch wird deshalb nicht
zögern, sie zu gebrauchen. 5 Hat nicht ein Stück Holz einmal bitteres Wasser trinkbar gemacht und
dadurch Gottes Macht erwiesen? 6 Gott hat den Menschen das Wissen um diese Heilmittel gegeben,
damit sie ihn für seine Wunder preisen. 7 Durch sie heilt er die Menschen und lindert ihre
Schmerzen; der Apotheker bereitet eine Mischung daraus. 8 Gottes Schaffen ist nicht zu Ende; von
ihm kommen Gesundheit und Wohlbefinden für die Menschen auf der ganzen Erde. 9 Mein Sohn,
wenn du krank wirst, nimm es nicht auf die leichte Schulter! Bete zum Herrn, er wird dich wieder
gesund machen. 10 Hör auf, Unrecht zu tun; tu, was recht ist; entferne jede Art von Sünde aus
deinem Herzen! 11 Bring dem Herrn ein Brandopfer, das ihm Freude macht, und auch den Teil des
Speiseopfers, der für ihn verbrannt wird! Gib reichlich Öl dazu, mehr als üblich ist!1 12 Dann lass
den Arzt kommen; denn der Herr hat ihn eingesetzt. Er soll an deiner Seite bleiben, du brauchst ihn!
13 Es gibt Augenblicke, in denen deine Wiederherstellung von seiner Kunst abhängt. 14 Auch er
betet zum Herrn, dass der es ihm gelingen lässt, Schmerzen zu lindern und das Leben zu erhalten.
15 Wer gegen seinen Schöpfer sündigt, verdient es, den Arzt nötig zu haben!

Den Arzt zu verschmähen und auf Gott allein vertrauen, ist Fideismus (nur Glaube), das
Christentum lehrt aber das Zusammengehen von Fides und Ratio, Glaube und Vernunft. Alle
ärztliche Kunst, wenn sie auch beschränkte menschliche Weisheit ist, prinzipiell abzulehnen,
stammt, mein Lieber, vom Stern der Unweisheit.

*
Malek,

Papst Franziskus wurde an verschiedenen Stellen gefragt, wie er zur künstlichen


Empfängnisverhütung stehe. Diese wurde bisher von der katholischen Kirche kategorisch
abgelehnt. Er sagte: Menschenhandel, Krieg und soziale Ungerechtigkeit seien größere Übel, und
dagegen gelte es zu kämpfen. In besonderen Fällen scheint er für eine verantwortliche Elternschaft
Kondome und Diaphragma (nicht die Anti-Baby-Pille) zu tolerieren. Er verglich diese Diskussion
mit der Frage Jesu: Ist es gesetzlich, am Sabbath zu heilen oder nicht? - Die Konservativen regen
sich natürlich auf. Ich freue mich.

Papst Franziskus sagt, Katholiken sollen nicht versuchen, Orthodoxe und Protestanten katholisch zu
machen, das sei Proselytismus, eine schwere Sünde gegen den ökumenischen Pfad. Eine
Lutheranerin, die fragte, ob sie mit ihrem katholischen Ehemann zur Eucharistie gehen dürfe, sagte
er: Eine Taufe, ein Glaube - sie solle glauben und ihr Gewissen fragen. Er sagte, er glaube nicht an
einen "katholischen Gott", sondern an Gott, der Mensch geworden ist in Jesus Christus. Die Frage,
ob protestantische Ehepartner von Katholiken zur Kommunion dürften, überließ er den Bischöfen
(die einen meinen so - die andern so). Er hielt eine Rede neben einer Statue von Martin Luther und
nannte Luther einen "Zeugen des Evangeliums". Der Vatikan gab eine Briefmarke heraus mit Jesus
am Kreuz, im Hintergrund Wittenberg, und Luther und Melanchton unter dem Kreuz. Was sagst du
dazu.

Lieber Malek,

heute morgen träumte ich: Ich stieg eine Leiter zehntausend Stufen in die Tiefe, um in absoluter
Stille und Einsamkeit zu sein. Da war ich plötzlich Karmeliter-Mönch. Ich verbrachte eine Stunde
allein in meiner Klosterzelle. Da sagte mir mein Novizenmeister, ich müsse als erstes Latein lernen.
Das erste Wort, das ich lernte, war Luna, das zweite Amor. Ich notierte die Frage, ob ich zu Amor
als der Liebe Gottes beten dürfe. Dann las ich ein von einer Karmeliterin geschriebenes
Hirtengedicht, in dem Jesus Christus als Daphnis bezeichnet wurde, des Haupthelden der
griechischen Hirtengedichte. Ich sagte dem Novizenmeister, man müsse Evi Bescheid sagen, dass
ich im Kloster sei, sie würde sich sonst Sorgen machen. Aha, du hattest also eine Freundin in der
Welt? sagte der Novizenmeister. Dann wurden mir (wie einer Nonne) die langen Haare
abgeschnitten, ich wurde eine Braut Christi. Meine Mutter und mein Bruder besuchten mich im
Kloster, ich sprach mit ihnen durch das Gitter der Klausur. Ich sagte: Ich bin ein Spätberufener, mit
53 Jahren berufen! Der Novizenmeister sagte: Du gehst in die Einsamkeit, um für die Finsternis in
der Welt zu opfern. Du wirst nun die dunkle Nacht der Seele erforschen und Johannes vom Kreuz,
den Dichter-Mystiker, studieren. Und ich dachte: Und Edith Stein.

Malek,
meine Erinnerungen an Karines Mutter hab ich gestern beendet. Ich hab sie einer französischen
Freundin von ihr gesendet, die las sie, rief mich an und sagte: "Sehr, sehr rührend! Ich danke für
dein Vertrauen, dass ich das lesen durfte." Ich habs auch Evi geschickt, sie las es. Gerade holt sie
die beiden Exemplare für Karines Kinder ab. Evi wollte mir reinreden, ich solle das doch so nicht
abschicken, denn ich nannte in dem Text den leiblichen Vater immer nur den Erzeuger, ohne
Namen. Aber kann man einen Mann VATER nennen, der die Kinder im Schoß ermorden wollte, die
lebenden ins Heim geben, sich um die Kleinkinder nicht kümmerte, sie, da sie nun beim Pflegevater
sind, ganz einfach vergisst? Ist das nicht eine völlige Blasphemie gegen den heiligen Vaternamen?
Ich sagte Evi: "Das ist meine Sache!"

PS

Sie kam nicht okkult belastet von der schamanistischen Seelenreise wieder, hatte aber auch keine
spirituellen Erfahrungen gemacht, sondern ist nur noch fixierter auf ihre fixe Idee von einem
eigenen Ponyhof…

Malek,

ich kann das auch nur mit viel Geduld beobachten, was aus Evi wird. Ich diskutiere nicht mit ihr
über den Glauben, aber manchmal sende ich ihr erbauliche Jesusworte schriftlich, die sie sich still
durchliest. Sie glaubt an einen Gott in ihr, ist aber nicht im Kontakt mit IHM (ihrem ICH BIN). Sie
versucht manchmal (esoterische) Meditationen, wird aber auf ihrem Weg nach innen gehindert, weil
sie dann immer Angst um Tom bekommt. In ihrer Zeit bei den "Rosenkreuzern" hat sie gehört,
Beten sei schädlich. Seitdem hat sie Vorurteile gegen das Beten. Einmal hatte sie im Traum eine
Begegnung mit Gottvater. Ansonsten ist sie ganz fixiert auf ihren Lebenstraum, allein einen Rest-
Bauernhof zu renovieren und Selbstversorgerin zu sein mit Ponys und Ziegen und anderen
Kleinmädchenträumen. Du hast recht, der Vater ihrer Kinder hat eine eigene Wohnung, sie sind
zwar noch verheiratet, und das soll auch so bleiben, "aber wir sind nicht mehr zusammen", sagt Evi.
Der Typ bezahlt die Miete von Evis Mietwohnung, ansonsten muss sie allein für sich, zwei Kinder
und zwei Hunde aufkommen. Dazu kommt die Heilpraktikerbehandlung mit sehr teuren
Medikamenten. Tom vermisst sein Vater wohl, denn mit fünfzehn braucht der Knabe besonders
seinen Vater zur Erfindung der männlichen Identität, zur Abkapselung von Mutters Rockzipfel, zur
Stärkung und Ermutigung zum feindlichen Lebenskampf. Aber dieser Vater glänzte schon immer
durch Selbstverkapselung und Abwesenheit.

Malek,

was denkt mein dispensionalistischer Apokalyptiker über Gog und Magog?

*
Koran, Sure 18, Al-Kahf, die Höhle

Und sie fragen dich, über Dhul-Qarnayn. Sag: Ich werde dir einen Bericht über ihn vortragen.

Tatsächlich hatten Wir ihn auf die Erde gesetzt, und Wir gaben ihm einen Weg über alles.

So folgte er einem Weg,

Bis er den Aufgang der Sonne erreichte, fand er es, als ob in einer Quelle von dunklem Schlamm
alles versunken, und er fand in der Nähe ein Volk. Gott sagte: O Dhul-Qarnayn, entweder du
bestrafst sie oder aber du wirst unter ihnen einen Weg der Güte gehen.

Er sagte: Wie für einen, der Unrecht tut, Wir werden ihn bestrafen. Dann wird er zu seinem Herrn
zurückgebracht, und Er wird ihn mit einer schrecklichen Strafe bestrafen.

Aber wie für einen, der glaubt und tut Gerechtigkeit, so wird er eine Belohnung im Paradies haben,
und Wir werden mit Leichtigkeit zu ihm von unserem Befehl sprechen.

Dann folgte er einem Weg,

Bis er zum Aufgang der Sonne kam, da fand er sie über ein Volk aufsteigen, für das Wir nicht gegen
sie gemacht hatten Schirm und Schild.

Und Wir hatten alles eingeschlossen, was er an Weisheit hatte.

Dann folgte er einem Weg,

Bis er den Sonnen-Ball erreichte zwischen zwei Bergen, da fand er neben ihnen ein Volk, das kaum
verstehen konnte seine Rede.

Sie sagten : O Dhul-Qarnayn, ja, Gog und Magog sind die großen Verderber im Land. So wollen
wir nicht vergeben dich bitten, dass du zwischen uns und ihnen eine Schranke machst?

Er sagte: Das, worauf mein Herr mich gegründet hat, ist besser als das, was ihr anbietet, aber Er
hilft mir mit Kraft; ich werde zwischen euch und ihnen einen Damm machen.
Bringt mir Eisenbleche - bis er sie zwischen die beiden Bergmauern gelegt hatte - und sagte:
Schlagt mit Blasebälgen, - bis er etwas wie Feuer gemacht hatte, dann sagte er: Bringt mich hin,
damit ich geschmolzenes Kupfer darüber gieße.

Also konnten Gog und Magog weder über die Berge kommen, noch konnten sie in das Land
eindringen.

Malek,

das lohnt sich nicht, den Physik-Vortrag zu hören. Dies die breit ausgeführte These: Newton sagte:
Weil der Schöpfer schön ist, ist auch die Schöpfung schön. Dann haben die Physiker Gott
abgeschafft, aber die Schönheit erhalten. Das weißt du sicher, dass Physiker nach Schönheit,
Einfachheit und Eleganz in den Naturgesetzen suchen. Die Vortragende meinte nun: Dieses
Schönheitspostulat bringt uns nicht weiter. Was, wenn die Naturgesetze hässlich sind?

Danach sehnte ich mich sehr nach perfekter Frauenschönheit. Mein Jugendfreund meinte, Sexualität
werde übertrieben. Aber für mich gibt es nichts Schöneres in der Schöpfung wie eine junge, schöne,
schlanke, nackte Frau. Goethe nannte das auch die Krone der Schöpfung.

Malek,

Gog und Magog, oder Gog der oberste Fürstgeist von Magog, sind heidnische Mächte, die Gottes
Israel angreifen. Evangelikale deuten das als militärische Angriffe von nicht-jüdischen Weltmächten
(Sowjetunion oder Isis etc.) auf den jüdischen Staat Israel. In ihrer Verliebtheit in den zonistischen
Staat. Ist nicht neutestamentlich gedacht die Kirche das neue Israel, und Magog und Gog der
Ansturm des Neuheidentums auf das Christentum, eben das, was wir seit hundert Jahren erleben?

"Die Welt ist wie fauler Mundgeruch! Nichts als fauler Mundgeruch! Wem Gott gnädig ist, den lässt
er gut essen und reichlich trinken und sich nachts an seinem Weib ergötzen!"

Prediger Schlomo

"Und der Herr hatte ihm Ruhe verschafft vor all seinen Feinden."
Ich hoffe, nach dem Seminarstress ist auch bei dir wieder etwas Ruhe eingekehrt.

Malek,

wildgewordene Feministinnen in der katholischen Kirche machen Kirchenstreik, gehen nicht in die
Kirche, üben keine Dienste mehr aus, fordern das Priestertum der Frau und Abschaffung des
Zölibat. Sie zeigen ein Bild von Maria: Der Kopf einer russischen Ikonen-Maria, darunter ein langer
violetter (Farbe des Feminismus) Mantel, gestaltet deutlich als eine Vulva! Das heißt die heilige
Mutter Jesu zu missbrauchen. Das ist heidnisch - im indischen Heidentum wird die Göttin Vulva
verehrt…

Malek,

du bist ja ein jovialer Mensch und wirst von der Weltweisheit der Mexikaner und Inder wohl
profitieren können.

Ausreichend Schlaf wünscht dir

Toto

Malek,

die Sparkasse macht Werbung: "Meine Villa, mein Auto, mein Swimmingpool!" Evi redet nur über
"mein Bauernhof, mein Pony, mein Kohlgarten!" Das ist sehr alternativ - nur leider genauso
materialistisch.

Es gibt zwei Lebenswege, die nicht zusammen reimen, wie Belial und Christus: Den Weg der
egoistischen Selbstverwirklichung oder den Weg, Gottes Willen zu tun und sich hinzugeben an Gott
und die Nächsten. Das sind zwei verschiedene Götter: Gott Ich oder Gott Jesus.

*
Der Spitzenkandidat der CSU (soweit ich verstanden hab in allen Bundesländern wählbar) ist
römisch-katholisch, der Landeskandidat der CDU Niedersachsen, Bernd Althusmann ist
Pastorensohn, bekennender Christ und Freund der Juden.

Lieber Malek,

interessiert sich deine Herzenskönigin auch einmal an einem guten Roman? Ich lese immer wieder
bei zuverlässigen gläubigen Dichterinnen, dass das Prosa-Epos KRISTIN LAVRANSTOCHTER
VON SIGRID UNDSTET "das Beste ist, was je über das Schicksal der Frau geschrieben wurde".
Falls sie so etwas liest, bestell es ihr doch und schenk es ihr. Ich kann leider eure Adresse nicht in
meine Adressenliste bei Amazon aufnehmen, und weiß auch nicht, ob unsere Christina Romane
liest.

Malek,

gestern rief ein alter Pfingstler an, sie wollte im Hauskreis ihre goldene Hochzeit mit belegtem
Baguette nachfeiern, ich wär eingeladen. Ich ging hin. Seine Frau sagte: Du fehlst richtig im
Hauskreis. Sabine sagte: Schön, dass du mal wieder da bist. Marco: Ich hatte ja gehofft, verehrter
Dichter, dass wir dich hier einmal wiedersehen. - Aber ich werde noch allein bleiben. Aber ich habe
Marco einmal geschrieben, falls ich wiederkomme, bin ich bereit, schriftlich die Bibel auszulegen,
aber mündlich referieren und moderieren müsse Marco übernehmen. Er fand das eine gute Idee. So
hab ich für sie schon fürs ganze Jahr Material geschrieben (Sprüche 1-9 u. 31 und Hohelied) und
schreibe gerade langsam am Kommentar zu den beiden Korintherbriefen (außer
Eucharistie/Abendmahl und Zungenrede). Zu den Lutheranern mag ich zur Zeit auch nicht gehen.
Rede am liebsten nur mit Jehova und Maria.

Malek,

mein trostreichster Traum ist, das in meiner Todesstunde der vierjährige Jesusknabe zu mir kommt
und sagt: Komm, ich bringe dich zu meiner Mutter!

Malek,

"Die Huren kommen eher ins Himmelreich als die Schriftgelehrten", sagt mir Jesus. Dann wollen
wir Schriftgelehrten uns tüchtig anstrengen, dass auch wir Sünder zu den heiligen Huren in den
Himmel kommen!
*

Lieber Malek,

"Da kommt die himmlische Jerusalem herab, geschmückt wie eine Braut für ihren Mann", war der
Text in der Messe. Ich fuhr mit dem Rad singend durch den Mai: "O komm, du schöne himmlische
Braut". Ich war bei der Post und holte die gesammelten Werke von Anette von Droste-Hülshof ab,
sah auf dem Bahnhofsvorplatz noch fridays-for-future-Schüler demonstrieren, ein ganz schönes
Mädchen trug eine Fahne, kam mir entgegen, wir lächelten uns an. Dann aß ich im Restaurant
pommes frites, da saß am Nebentisch ein sechzehnjähriges Mädchen, blass, in Pastellrosa-Hemd,
lange dunkelblonde Haare im Zopf gebunden, sehr schlank, ein schlankes weißes Gesicht, ganz
feine Hände, lange weiße Finger, sie blickte zweimal zu mir herüber, schüchtern-blitzende Augen.
"O komm, du schöne himmlische Braut, du Maienkönigin!"

Das erlebst du in deinem Büro wohl nicht?

Malek,

gerade war Evi da, ganz begeistert vom Aktivismus für Klimaschutz, sie habe missionarischen
Eifer, alle sollten zur Europawahl gehen. Ein jugendlicher youtuber machte ein Video - Zerstört die
CDU! Das fand Evi gut. Alle sollten Linke oder Grüne wählen, sonst sei die Natur in 9 Jahren tot!
Ich sagte kein Wort dazu, dass ich am liebsten CSU wählen wollte... Oder den österreichischen
Kaiser…

Malek,

jetzt will Evi Schlossherrin werden... Sie will ein Schloss mit zehn Hektar Land in Sachsen-Anhalt
ersteigern... O Herr, wirf Vernunft vom Himmel!

Warst du heute wieder schwimmen?

Ich schreibe ein - autobiographisches - Poem über den Rattenfänger von Hameln.

Malek,
Einleitungsworte des Pfarrers zur Messe: "Bald ist Pfingsten, wie schön, dass wir nicht allein in uns
sind, sondern der Heilige Geist ist in uns. Schizophren möchte ich trotzdem nicht werden." Da
würde ich am liebsten abschalten, das ist schwer, solche Dummschwätzer zu ertragen…

Lieber Malek,

die Jungfrau und Jesus sprechen auch davon, wie die - gottlose - Menschheit die Schöpfung
zerstört, aber sie rufen zur Bekehrung zum SCHÖPFER auf. Von daher denke ich alle gläubigen
christlichen Politiker müssen gestärkt werden. Ich denke auch, die Schöpfung ist in einer Krise, und
es braucht ein Umdenken, aber ich glaube nicht, dass die Erde in 11 Jahren untergeht... Ohne eine
Rückkehr zu den Geboten Gottes gibt es kein Heilwerden der Zivilisation und der Schöpfung. Ich
traue den Ideologen nicht, die Frösche retten, aber Kinder im Schoß ermorden... Darum hoffe ich
auch für Europa auf eine Rückbesinnung auf die christlichen Wurzeln, und das sehe ich am meisten
befördert bei der Paneuropäischen Union. (Obwohl ich deine evangelikale Splitterpartei auch
akzeptieren kann.)

Bei Tolstoi heißt es: "Mein Lieber, du weißt, du bist mein bester Freund, aber wenn es zum
Bürgerkrieg kommt, werde ich den Zaren verteidigen und deine Rebellen mit dem Schwert in der
Hand bekämpfen…"

Dear Malek,

was die Grundlage meiner politischen Überzeugung ist, ist die Jungfrau Maria, die 1917 in Fatima
den Kommunismus eine Irrlehre genannt, später den Kommunismus den roten Drachen der
Apokalypse genannt hat. Desweiteren sagte sie in Frankreich Mitte des 19. Jahrhunderts u.a.:

"Die bürgerlichen Regierungen werden alle dasselbe Ziel haben, das ist, die religiösen Grundsätze
abzuschaffen und verschwinden zu lassen, um für den Materialismus, Atheismus, Spiritismus und
alle Arten von Lastern Platz zu schaffen..." - Eine prophetische Schau unserer Gegenwart, nicht
wahr?

Desweiteren:

"Die neuen Könige werden der rechte Arm der heiligen Kirche sein, die stark, demütig, fromm,
arm, eifrig und eine Nachahmerin der Tugenden Jesu Christi sein wird..." - Auf diese kommenden
Könige und diese Zukunftskirche warte ich in philosophischer Gelassenheit.

Gott befohlen,
Torsten

Malek,

ich hab heute auch einen kleinen Ausflug gemacht: Ich war bei Ali essen. Vor dem Kiosk saßen
etwa zehn Freaks, alle so um 20 Jahre jung, Männer und Frauen, saßen auf dem Bürgersteig zu
essen, lehnten das Angebot von Tischen seitens der Wirtin kategorisch ab, waren mit einem uralten
klapprigen Bus da, es war eine große Wolke um sie von Staub und Marihuana, alle hatten ihre ganze
Eitelkeit darauf verwandt, nur Klamotten vom Flohmarkt zu tragen, wohl ein Jahr nicht gewaschen,
desgleichen die langen Haare und ungepflegten Bärte der Männer fettig und schmierig. Lustig das
alles. Und mitten unter ihnen saß eine hochgewachsene Frau, sehr schlank, mit einem
wunderschönen Gesicht und leuchtenden Augen und sympathischem Lächeln, die blonden Locken
auf dem Kopf aufgebunden. Eine neue Version des Mythos: Venus taucht aus dem Meeresschaum.

Schreib mir auch von deinem Ausflug. Ich war auch wählen und werde Evi erzählen, ich hätte die
"Partei Die Liebe" gewählt…

Malek,

wenn das in Deutschland so weitergeht, haben wir in zehn Jahren eine grüne Bundeskanzlerin.
Frankreich ist ein Trauerspiel, Nationalisten bei fast 50 Prozent. Mein liebes Frankreich. Jeanne
d'Arc muss kommen!

Lieber Malek,

heute morgen las ich, wie Sankt Pauli nach Zypern kam, nach Paphos. Das war die Insel der
Aphrodite, Paphos ihr Heiligtum. Auch Papst Benedikt XVI kam einmal nach Zypern. Ich dachte:
Wird er predigen über Aphrodite? Er predigte über das Kreuz und die Kommunion. Hier zwei
Konzepte der Liebe: Die sinnlichschöne Liebesgöttin auf der einen Seite, Kreuz und Kommunion
auf der andern Seite und - ich beichte: Ich bin hin und her gerissen…

Lieber Malek,
nun bin ich die Pfingstler-Narren los und die Veganerfürjesus-Närrin, nun schickt mir - Gott weiß
wer - einen todtraurigen und einsamen Jugendfreund, die Madonna nennt ihn starrsinnig, ich
versuchte ihn über den Trost seiner Mutter zu trösten, indem ich ihm schrieb, dass ich nachts mit
Karine rede und sie mich tröstet, da rief er an: "Ich bin in Sorge um dich! Das kann auch eine
Psychose sein! Wenn man Medikamente und Psychopharmaka und Alkohol zu sich nimmt, dann
kann es geschehen, dass man Erscheinungen hat!" Hilf mir, göttliche Weisheit, werde ich die Narren
denn nie los? Das Zeug betet nicht, will aber die Gnaden beurteilen, die Gott dem Kontemplativen
gewährt!

Malek,

ich habe nun Tolstois Krieg und Frieden zuende gehört, ein wundervolles Buch! Nun höre ich
Gogol, Tote Seelen, absolut komisch! Das kannst du hier hören:

Malek,

ich hab dem Jugendfreund geschrieben, er solle mich mit guten Ratschlägen bloß in Ruhe lassen,
und für tägliche Telefonate stehe ich nicht zur Verfügung, darauf schrieb er was von
"pseudochristlichem, romantischem Geschwafel, von Leuten, die schon immer meinten im Besitz
der Wahrheit zu sein, mal ist es Marx, dann Gott, die meinen, die Weisheit mit goldenen Löffeln
gefressen zu haben..." Schöner Freund. Kann mich mal…

Malek,

ich kündigte dem sogenannten Freund den Kontakt auf, er schrieb drauf, ich flüchtete in eine
Phantasiewelt, aber, wenn ich es mir auch träume, in der Liebe und der Literatur sei ich - ein Nichts.
So spricht der Satan. Segne mich, Bruder!

Der Herr lacht über meine Feinde, er verspottet die, die mir fluchen.

Mit einem Ave Maria kannst du den Satan vertreiben.

*
Malek,

das Narrenschiff hab ich gelesen, und mich auch einmal davon zu meiner Prosa-Satire "Die Welt ein
Irrenhaus" anregen lassen. Und so ist es - wenn alle um mich Idioten sind, dann darf ich auch
fröhlich meines Wahnsinns frönen, nicht wahr?

Malek,

ob du es mir glaubst oder nicht, ich weiß genau, wie schön die Nase der Madonna ist. Im Hohenlied
fand ich immer misslungen: Deine Nase ist ein Turm, der nach Damaskus schaut. Die Madonna hat
keine Adlernase und kein Stupsnäschen, sondern eine lange, schmale, ganz geradlinige Nase mit nur
schmalen Nasenflügeln. Ach, ich vergleiche die Nasen aller Super-Modells mit der Nase der
Madonna - und finde einzig die Nase der Madonna schön.

Toto

Malek,

mein einziger Beistand, dich hat der Paraklet an meine Seite gestellt.

Malek,

ich hatte mich um 10 Uhr nochmals auf dem Sofa umgedreht und bis 14 Uhr geschlafen. Evi war
schon in die Wohnung gekommen und räumte schon auf, als ich aufwachte, sie neben mir stand und
lachte. Guter Geist. Ich revanchierte mich, indem ich sie moralisch erbaute und früh nach Hause
schickte, denn sie hat viele Lasten zu tragen. Und so zieh ich auch heute als Ritter in den
Glaubenskrieg mit dem Motto: Mit Gott und Evi!

Malek,

in einer Predigt hörte ich, dass der Papst damals von der big-bang-theory so begeistert war, dass er
sie lehramtlich festlegen wollte, aber der jesuitische Erfinder der Theorie sagt, das solle er nicht tun,
die Kirche verkünde nur ewige Wahrheiten, aber die Wissenschaft stelle alle Jahrzehnte neue
Theorien auf.
*

Malek,

die Evolutionstheorie ist doch älter als Charles Darwin, wurde schon von seinem Großvater Darwin
vertreten, den Goethe sehr schätze, Goethe sprach von Metamorphosen der Natur. Charles Darwin
führte eigentlich nur the survival of the fittest ein, das gefährlich wird, wenn es wie im Nihilismus
zum Sozialdarwinismus wird. Nicht wahr? Oder was mich auch stört, wenn man solche
metaphysischen Dinge wie Liebe und Schönheit aus der Evolution des Tierreichs erklärt, Liebe nur
noch hormoneller Fortpflanzungstrieb ist usw.

Danke,

Malek, für das Marienbild. Dass es das noch gibt in alten Museen! Den Typ nennt man "Vierge
ouvrante", die Muttergottes mit der Dreifaltigkeit in ihrem Schoß, war im Mittelalter sehr beliebt,
wurde aber von der Kirchenobrigkeit verboten, da Maria nur die Mutter von Gottsohn, aber nicht
die Mutter von Gottvater und Gottgeist ist. Ich aber, als ketzerischer Marienverehrer, werde deine
Vierge Ouvrante speichern und verehren. Übrigens ist es mir gelungen, einen Video einer
Weihnachtsfeier mit einer fünfjährigen Karine zu sehen.

Toto

Malek,

für die Grünen hab ich eine heimliche Sympathie. Friedenspoltik und Umweltschutz find ich gut.
Dem katholischen Moralisten gefallen Förderung von Abtreibung, Gender-Ideologie und
Homosexualität nicht. Dennoch scheinen mir die Grünen irgendwie eine humane Kraft. Eine
schwarz-grüne Bundesregierung fände ich gar nicht so verkehrt. Meine verehrte AKK hat selbst
eingesehen, dass die CDU zuwenig Propaganda für ihre Klimapoltik gemacht hat. Es war doch die
CDU, die die Atomkraftwerke abstellen will. Wenn die CDU mehr für die Umwelt tut, und die
Grünen sich weiter vom Neomarxismus entfernen, könnte das eine Option sein gegen den radikalen
Pöbel von rechts und links. Mich würde interessieren, was du (vom religiösen Standpunkt) über die
Grünen denkst.

Torsten, Hofpoet der österreichischen Kaisers

*
PFINGSTLER 1

Die Jessiden haben uns eingeladen, wir könnten unsere Käsebrötchen für die Obdachlosen in ihrem
Gemeindehaus schmieren. Aber so ein Haus betret ich nicht!

PFINGSTLER 2

Die evangelischen Johanniter wollten mit uns zusammenarbeiten in der Fütterung der Bettler. Aber
mit denen arbeiten wir nicht zusammen, die haben einen anderen Glauben als wir.

PFINGSTLER 3

Als ich das erste Mal in unsere Gemeinde kam, dachte ich: Das ist eine Sekte!

"Gott ist kein Zauberer, der mit seinem Zauberstab die Welt auf einmal geschaffen hat."

Papst Franziskus

Malek,

heute war eine Schwester von der baptistischen Diakonie bei mir zur Kontrolle, ob meine häusliche
Pflege funktioniert. Sie sagte: "Dann leben Sie eben als Eremit. Früher gab es viele Männer, die
allein leben wollten und sich mit ihren geistigen Dingen beschäftigen, heute wird man deswegen
gleich schief angesehen." Dann kam Evi und schüttete mir eine halbe Stunde aus, was in ihrem
hübschen Köpfchen spukt, youtube-Videos zur aktuellen Lage von rechts und links und
Verschwörungstheorien, sie war so durcheinander, dass sie nicht schlafen konnte. - Ich informiere
mich nur auf der Nachrichtenseite von Radio Vatikan. Sonntag sah ich einen wunderschönen
Orthodoxen Gottesdienst mit Papst Franziskus in Rumänien. - Bin gespannt, was aus der SPD wird,
einige Jungs da wollen den Sozialismus wieder einführen. - Ich schreibe gerade über Jeanne d'Arc...

Liebe Grüße

dein

Toto

Malek,
bei seiner Reise nach Rumänien erlebte der Papst, dass der Patriarch der rumänischen Orthodoxen
nicht mit ihm gemeinsam das Vaterunser beten wollte, erst betete der Papst auf lateinisch, dann der
Patriarch auf rumänisch. Und ich Papist bete sogar mit Dispensionalisten und Pfingstlern
gemeinsam das Vaterunser...

"Ach, dass du nicht dabei gewesen bist, mein lieber Freund! Ein Schwein bist du! Ein Viehzüchter!
Komm, lass dich von Herzen küssen!"

Ach, keine Frau liebt mich und kein Knabe sagt zu mir Papa. Der himmlische Kaiser Jesus helfe
mir durch Seine Mutter!

Wenn Maria Gottesmutter oder besser Gottesgebärerin genannt wird, heißt das nicht, dass sie
Mutter Gottvaters ist, sondern ist ein Bekenntnis zur Gottheit Christi, und zwar, dass Christus
Gottes Sohn ist nicht erst seit der Taufe oder der Auferstehung, sondern Gott in Menschengestalt
von Anbeginn der Empfängnis an.

Für den Biblizisten: Elisabeth sagt: "Wie kommt es, dass die Mutter meines HERRN (Kyrios, Gott)
zu mir kommt?"

Liebe Grüße,

Toto

CREDO DES PIETISTEN

Ich glaube, dass Jesus Gottes Sohn ist, aber ob er Gott von Ewigkeit ist oder das Erste Geschöpf der
Zeit, das kann kein Mensch wissen. Ob in Jesus in einer Person zwei Naturen sind und ob Jesus
einen Willen oder zwei Willen gehabt hat, das sind müßige Spekulationen. Jesus ist von Maria
geboren und hatte leibliche Brüder und Schwestern von Josef und Maria, die eine Sünderin war, die
Lehre der Unbefleckten Empfängnis ist einfach nur obszön. Jesus war in seiner Jugend verliebt,
hatte Liebeskummer. Als Mann hatte er eine Erektion wenn er Maria Magdalena sah, die eine
Prostituierte war. Jesus war wie jeder Rabbi verheiratet, ob er Kinder hatte, weiß ich nicht. Maria
kommt in der Bibel nicht vor, sie ist eine heidnische Fruchtbarkeitsgöttin. Der Heilige Geist ist
dasselbe wie der Vater. Es gibt nur einen Gott, nur eine Person. - Ich habe vom Heiligen Geist das
Charisma der Bibelauslegung.

Über die Bruderliebe brauche ich euch nicht zu schreiben; Gott selbst hat euch schon gelehrt,
einander zu lieben; und danach handelt ihr auch an allen, die zu uns gehören in ganz Mazedonien.
Wir ermahnen euch aber, Brüder und Schwestern, darin noch vollkommener zu werden.

1 Thessoliniki

AUS DEM EVANGELIUM

1 Und Jesus kam zu dem Grabe des Lazarus und weinte über den Toten.

2 Und auf dem Grabstein stand: Herr, er stinkt schon!

3 Und Jesus rief in Richtung des Grabes: Lazarus, komm heraus!

4 Und Lazarus erhob sich aus dem Grab in seinem weißen Leichenhemd.

5 Und Lazarus sagte: Ach wär ich im Schoß meiner Mutter geblieben! Wäre ich doch im Schoß
meiner Mutter gestorben wie eine Fehlgeburt, die nie das Licht der Sonne gesehen hat!

In Karines Grab wurde auch ihr Vater bestattet und wird nun auch ihre Mutter bestattet. Ich sagte zu
Evi: Das gibt aber ein Gedrängel am Tag der Auferstehung, wenn sie dann zu dritt aus dem Einen
Grab kommen! Evi lachte. Ich sagte: Aber wahrscheinlich wird dann Karine sagen: Herr, lass mich
noch etwas schlafen, es war so gemütlich im Grab, und ich bin immer noch müde. Evi sagte: Ja, so
wird es sein.

Tot sein und seine Ruhe haben ist besser als ein elendes Leben mit unheilbarer Krankheit.

Jesus Sirach

*
Ich bin kein Mann - ich bin ein Würmlein!

"Die Welt ist schlecht geworden wie zur Zeit Noahs..."

Jungfrau Maria

1 Makkabäer 6

Da Antiochus solches hörte, erschrak er sehr und ward hoch betrübt, legte sich nieder und ward vor
Leid krank, dass sein Vornehmen nicht geraten war. Und blieb lange daselbst; denn der Kummer
ward je länger je größer und machte ihn so schwach, dass er sah, dass er sterben müsste. Darum
forderte er seine Freunde zu sich und sprach zu ihnen: Ich kann keinen Schlaf mehr haben vor
großem Kummer und Herzeleid, das ich habe!

Malek,

der Unterschied zwischen mir und all den anderen Idioten ist, dass ich von meiner Idiotie weiß.

Malek,

ich habe gerade ausgerechnet, dass ich, wenn ich noch 15 Jahre lebe, 7884000 Sekunden lebe.
Möge jede Sekunde ein Ja und Amen zu Gott sein.

Malek,

wirst du nun im bekannten Schwedischen Möbelhaus eine Arche zum Selbstbauen kaufen? Da hilft
dir dein Sohn sicher gerne.
*

Die Apostel waren im Abendmahlssaal (über dem Grab Davids) im Gebet versammelt mit Maria
und den Frauen von Galiläa, als der Heilige Geist sie wie ein Panther überfiel - da war Maria das
ruhende Zentrum des Apostelkollegiums, darum Franziskus in seinem Schreiben Laetitia plena - mit
großer Freude - den Pfingstmontag zum Tag erklärte Maria, Mutter der Kirche. Ich werde Pfingsten
in Liturgie und Gebet verbringen. Ich schenke dir und deinen Frauen und Jungs einen
Pfingstblumenstrauß.

Malek, mein Lieber,

im Traum hat Marco mir vorwurfsvoll und zornig einen Vers aus dem Propheten Nahum gezeigt,
um mir zu beweisen, dass das alte Testament nicht christlich sei. Ich habe ihm spontan den Vers
gedeutet. Da war der Hauskreis um uns. Marco war wütend und zornig auf mich. Ich sagte: Ich
kann mit dir nicht mehr in einem Hauskreis sein. Einige aus dem Hauskreis sagten: Dann soll
Marco gehen und Torsten bleiben, der kann uns so tief die Bibel erklären. Susanne sagte: Dann
komm ich nicht mehr, mich gibt es nur mit Marco. Dann griff Marco mich mit körperlicher
Aggression an.

So hat sich die einstige Freundschaft in die Schlacke der Feindschaft verwandelt.

Ich hab dich aber lieb im Herrn, mein Johannes,

dein

Petrus

Ach Malek,

ich bin heute den Tag über viermal eingeschlafen und habe viermal Alpträume gehabt, wurde von
Hunden angegriffen, von Mohammedanern und anarchistischen Drogensüchtigen verfolgt, von
meiner Mutter und von meinem Bruder verhöhnt, von Karine und ihren Freundinnen verlassen, von
kommunistischen Jugendfreunden angegriffen und von einer Germanistikstudentin verhöhnt. -
Währenddessen war Evi-Lieb in meiner Wohnung, ihren Staubsauger abzuholen und einen
Orangensaft für Tom mitzunehmen, und ich habe es gar nicht gemerkt.

Malek,
der Prophet Hosea erlebte auch "Anfeindung selbst im Haus meines Gottes", sage das deinem Lieb.
Ich bete für dich und sie.

Sie soll unbedingt die Papstenzyklika vom "christlichen Sinn menschlichen Leidens lesen", denn
vielleicht bleibt für sie nur der SINN DES LEBENS MIT CHRISTUS ZU LEIDEN - umso
herrlicher wird ihr Himmel!

1. Heute morgen in der Messe hörte ich das Wort vom MARTYRIUM DES HERZENS. Sie soll
sich als Märtyrerin sehen und dem Gekreuzigten treu bleiben.

2. Was meint ihr, was Franziskus innerlich für eine NACHT DER LEIDEN erlebt durch seine
Feinde in der katholischen Kirche! Und dennoch bringt er allen Friede, Freude und Liebe…

Ein Heiliger sagte einmal:

BESSER ALS ÜBER DAS KREUZ ZU REDEN IST ES, MIT CHRISTUS AM KREUZ ZU
HÄNGEN!

Eine junge Heilige sagte:

NUR AN DER SPITZE DES SCHWERTES DER LEIDEN KANN MAN HEILIG WERDEN.

Wir müssen uns bekehren! Der natürliche Mensch hasst alle Leiden, der übernatürliche
pneumatische Mensch erkennt IN DEN LEIDEN EINE BESONDERE GNADE UND
AUSERWÄHLUNG CHRISTI. Lasst uns übernatürlich denken! Die meisten Christen denken rein
natürlich. Lasst uns nicht Somatiker und Psychiker sein, sondern PNEUMATIKER, DIE IHR
KREUZ LIEBEND UMARMEN!

SELIG die da trauern, denn sie sollen getröstet werden!


SELIG die da verfolgt werden um des Menschensohnes willen, sie sollen springen vor Freude, denn
ihr Lohn im Himmel wird groß sein.

Sinngemäß Jesus Sirach:

Wenn der Körper leidet, kann die Seele noch guten Mutes sein, wenn aber die Seele leidet, wohin
soll man dann fliehen?

Sag deinem Schatz, dass du sie brauchst, sie soll für dich (Stellvertreter des Herrn) leben…

Malek,

denkt doch noch mal neu darüber nach, ob deine Frau vielleicht einen biochemischen Mangel im
Hirn hat und ihn ersetzen muss durch ein Medikament. Du hast mal von einer Tante erzählt, die von
Medikamenten "lahmgelegt" wurde - aber das muss nicht so sein. Davon solltest du dich nicht
abhalten lassen. Als Wissenschaftler müsstest du eigentlich wissen, dass die Hirnchemie großen
Einfluss auf das Gemütsleben hat. Denkt noch mal neu darüber nach.

Malek,

Pfingsten predigen Charismatiker der Jugend. Da wird schnell und feurig-begeistert gepredigt, da
sollen alle laute Lobpreislieder singen und tanzen, und wie verfolgt von Bienenschwärmen durch
die Welt rennen und allen Menschen von Jesus erzählen. Vielleicht ist es das Alter? Ich bin ein alter
Mann. Ich erfahre den Heiligen Geist als einen Geist der Stille und der mystischen Versenkung in
Gott...

Gesegnete Pfingsten euch allen! Möge der Heilige Geist euch Weisheit verleihen!

Lieber Malek,
gestern Nacht dachte ich an den russischen Religionsphilosophen Wladimir Solowjew, den Verehrer
der Hagia Sophia, der immer wie ein Dichter verliebt war. Einmal schrieb ihm eine reife Frau, die
hässlich war wie eine Kartoffel: Ich bin die Sophia und du bist Christus, wir sind ein heiliges Paar.
Angewidert wandte er sich ab. Entweder weil sie ein heidnisches Götterpaar in die Religion
einführen wollte, oder weil sie so hässlich war. Denn wir Dichter verzeihen den Frauen jede Torheit,
aber nie die Hässlichkeit.

Heute Nacht hab ich von meinem Vater Johannes Paul II geträumt. Ich sagte zu ihm, er solle noch
eine Pneumatologie schreiben. Er sagte, das habe er in seiner Enzyklika Der Herr, der lebendig
macht. Die sei auch vertont worden. Dann sprach er noch von der Jungfrau Maria, die nach der
Himmelfahrt Jesu immer in der Mitte der Apostel geweilt habe, um die Urkirche mütterlich zu
begleiten, bis sie in den Himmel aufgenommen worden.

Damit meine ermutigten Grüße zum schönen Pfingstmontag!

Heute, am Nachmittag des Pfingstmontag träumte ich: Ich fuhr Nachts mit dem Fahrrad durch die
schöne Natur von Ostfriesland. Ich trug ein Hemd auf dem stand: Ich bin Jesus, der Messias. So
sollte ich durch alle Dörfer Ostfrieslands fahren und für die Menschen dort um Gnade bitten. Ich
kam an einem Hof vorbei, wo ein evangelikaler Laienprediger grade eine Predigt vor einem kleinen
Bibelkreis hielt. Auf meinem Hemd erschien die Botschaft: Vertraut eurer Königin! Arbeitet für die
Einheit der Christen! Der evangelikale Prediger photographierte die Botschaft Jesu, schnitt aber
vom Foto den Satz ab: Vertraut eurer Königin! Dann erschienen vor mir auf einer stillen Dorfstraße
Jesus und Maria, sie gingen nebeneinander und gingen mir voraus, beide in weiße Mäntel und rote
Röcke gekleidet, nur dass Mariens roter Rock länger war.

"Wir sind Erben Gottes und Miterben Christi, WENN WIR MIT IHM LEIDEN, um auch mit ihm
verherrlicht zu werden."

Aus der Liturgie am Pfingstmontag, Römerbrief

Der keltische Prophet und Seher Merlin wurde von seiner schönen Geliebten Nimfe in einer Grotte
eingesperrt, da lag er gefangen und konnte nur noch aus der hohlen Grotte seine mystischen
Orakelsprüche ertönen lassen. - Erinnert dich das an jemand?

*
He! Malek!

Das war ein echt schönes Gedicht von dir! Ich wollte drauf antworten, hab es aus Versehen
gelöscht, möchte es aber aufbewahren, kannst du es mir noch mal schicken?

Zu Pfingsten hat mich der Himmel liebkost mit einem Gruß von Susanne, einem Gruß von Dineke
und einem Gruß von Gudrun. Heute bin ich auf der Beerdigung von Maite, Karines Mutter, leider
ist schlechtes Wetter.

Ein Priester hielt eine Predigt. Nach der Predigt kamen zwei alte Damen zu ihm: "Herr Pfarrer, sie
haben ja sooo schön gepredigt!" Der Pfarrer fühlte sich geschmeichelt, beeilte sich aber, demütig zu
antworten: "Ach, das war ja nicht ich, das war der Heilige Geist!" Darauf die Damen: "Na, so gut
wars nun auch wieder nicht."

Ich habe nicht übel Lust, abzuscheiden und beim Herrn zu sein - ABER UM EURETWILLEN IST
ES WICHTIG DASS ICH BLEIBE. Paulus. Euretwillen meint Ehemann und Kinder.

... und die Gemeinschaft seiner Leiden, dass ich seinem Tod gleichgestellt werde, um auch an seiner
Auferstehung teilzuhaben...

Paulus

Lieber Malek,

heute habe ich ein Buch bekommen mit den Briefen des heiligen Bonifatius. Man denkt immer, er
könne nur Eichen fällen und sei ein roher Typ gewesen - weit gefehlt, er war ein Weiser mit einer
poetischen Beredsamkeit, der in dem ersten Brief, den ich gelesen habe, einen Freund zum Studium
der heiligen Schrift aufruft, um die Schönheit der göttlichen Weisheit zu erlangen. Das ist mein
Mann, ich habe einen neuen Freund gefunden.

*
Lieber Malek,

im Jahr 2001 schrieb ich ein Sonett, das endete mit der hilflosen Frage: Wem zuliebe leb ich, wem?"
- Inzwischen sehe ich das so: Ich lebe noch auf Erden, weil die Jungfrau es will, ich widme mich
ganz ihrem Dienst, ich lebe auf Erden, um ihr zu dienen als Beter und Poet. Da ficht es mich nicht
allzu sehr an, dass mir kein Mensch sagt: Lebe, denn ich brauche dich. - Ich habe eine Mission von
der Jungfrau bekommen.

Ich empfehle dir aus der Apotheke einen natürlichen Hustensaft aus Thymian und Efeu, der
wirksam ist.

Lebe wohl, getreuester und teuerster geistiger Bruder und sei reich an glücklichen und mit
aufrichtiger und reiner Liebe geliebten Erfolgen, du im Herrn Geliebter. Ein Freund wird lange
gesucht, kaum gefunden, schwer festgehalten. Bitte für uns, dass uns nicht schaden die bitteren
Vergehen unserer Sündenschuld.

Malek,

am Tag des heiligen Antonius, des Doctor evangelicus, der Schatzkammer des Evangeliums, sprach
der Prediger vom MARTYRIUM DER ERSCHÖPFUNG. Das erleide ich auch gerade. Die
Beerdigung am Dienstag ging doch über meine Kräfte. Aber alle liebten mich dort. Milan und
Simon und Juri und Evi saßen mit mir an einem Tisch. Ich war glücklich. Es war die wunderschöne
Madonna da mit großen, mandelförmigen Augen, das Weiß wie schimmernde Milch, die Pupillen
rehbraun - die Augen der Madonna. Ich habe mit Milan verabredet, wir wollen weiter per Email in
Kontakt bleiben. Ich hab ein episches Gedicht für Milan geschrieben. Er liest nun in der Schule die
lateinische Bibel und Cicero - mein Sohn! Und ich träume nachts von der makellosen Madonna, die
ich sah. Das war ein Brausesturm von Pfingsten her! Und nun eben das Martyrium der
Erschöpfung, das ist in der Ordnung.

2 Korinther 4

Die Leidensgemeinschaft mit Christus


7 Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der
Kraft von Gott und nicht von uns kommt. 8 Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und
finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; 9 wir
werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht
vernichtet.

10 Immer tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib,

damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. 11 Denn immer werden wir, obgleich wir
leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen
Fleisch offenbar wird.

Jesus ist eindeutig: Ehescheidung und Wiederverheiratung ist Ehebruch (siehe Bergpredigt). Und
was machen die Pfingstler daraus? Die Pfingstlerinnen geben sich erst mit dem dritten oder vierten
Ehemann zufrieden und lassen das von ihrem Pastor absegnen.

Malek,

gestern Nacht war ich in einem finsteren Pfuhl der Traurigkeit. Heute Mittag in der Messe gab es
eine Predigt über Psalm 88 - the pit of darkness - and Jesus suffering affliction…

"Wer die göttliche Weisheit erwerben will, der gebe sich möglichst wenig mit Weltmenschen ab und
meide auch möglichst die lauen, verweltlichten Christen."

Sankt Ludwig Maria Grignion von Montfort

Lass die Toten ihre Toten begraben - Du aber gehe hin und verkünde das Evangelium!

Jesus

*
EHE

Die Ehe ist wie ein Kartenspiel. In der Hochzeitsnacht bist du Herz-König mit diamantenem Zepter,
dann wirst du zum Kreuz-Bauern mit dem Spaten in der Hand.

Die Dreifaltigkeit ist wie die drei Fragezeichen... Aber eigentlich ist es eine Vierfaltigkeit, denn Du
gehörst auch dazu. Es ist wie in der Familie: Da gibt es eine Tante, und keiner weiß, wie sie mit der
Familie verwandt ist, aber ohne diese unbegreifliche Tante ist keine Familienfeier vollständig. Das
ist also das göttliche Team: Der Vater und Jesus Christus und der Geist der Weisheit - und Du, die
unbegreifliche Tante…

"Frage die uralten Zeiten, dein VATER wirds dir erzählen" - unpassendes Bibelzitat, mein Vater
erzählt mir nur vom Geld. Was will der Biblizist mir damit sagen?

Lass die Toten ihre Toten begraben - war keine Kritik an deiner Ahnenforschung, sondern Jesu Wort
an mich, ich solle jetzt nicht mehr Karines Mutter begraben, sondern das Evangelium verkünden. -
Du aber frage ruhig die uralten Zeiten und die Väter.

Lieber Malek,

ich bin nicht wie jener ehemalige Freund von mir, der meinte, seine Freundschaft zu mir dadurch zu
beweisen, dass er ständig an mir herumkritisierte. Nein, ich versuche, dich und Evi so anzunehmen,
wie ihr seid. Du bist ja nun auch wohl fast fünfzig und ein gläubiger Mann, du wirst schon wissen,
was du tust. Katholisch ist es eh nicht, dass jeder Laie Predigten halten soll, sondern sie sollen ihren
Standespflichten gemäß als Familienleute und Arbeitende und Kulturschaffende die Welt
christianisieren. Wenn schon ein Priester das Hobby haben kann, Fußballschiedsrichter zu sein...
umso mehr kannst du dein jesuitisches Hobby der Ahnenforschung betreiben und den christlichen
Geist in diese Welt hineintragen. Du sollst Vater und Mutter ehren, heißt für dich dann: Du sollst
deine Ahnen ehren... Aso fühl dich von mir in diesem Punkt (oder anderen) nicht "kritisiert"...

Dein
Toto

Wenn du ein guter Katholik sein willst... dann sei DER BESTE Ahnenforscher außerhalb Chinas,
wie ich mich bemühe, DER BESTE Dichter deutscher Zunge in unserer Zeit zu sein.

Malek,

heute Nacht hab ich von dir geträumt. Ich weiß nicht mehr ganz genau. Ich sprach mit Pastorin
Gudrun über die unterschiedliche Auslegung der Bibel bei Katholiken und Protestanten, bei den
einen Auslegung durchs Lehramt, bei den andern durchs individuelle Subjekt. Ich sprach über
verschiedene Bibelübersetzungen. Da holte ich meine eigene Bibel hervor, es war Luther Original,
in schwarzem Ledereinband, mit Goldschnitt. Gudrun bestaunte das Buch. Dann warst du da und
sagtest: Man kann die Bibel zu allem befragen. Wenn man z.B. wissen will, wie viele Kilometer es
in die Lüneburger Heide sind, schlägt man irgendwo die Bibel auf, und da stehen dann die Zahlen.
Ich fand das übertrieben. Aber auch ich schlage die Bibel irgendwo auf, um Gott zu befragen. Wir
beide gingen dann zu einem Hafen, da lag ein Boot, darin stand ein alter Jude, den fragten wir, ob
man die Bibel nach allem befragen könne. Er sagte, die Bibel lese man nicht von vorne bis hinten
durch, sondern schlage sie auf und befrage Gott, da gäbe es tatsächlich geheime
Zahlenkombinationen. Wir kamen spät abends bei deinem Haus an und wollten noch bei einem
Glas Wein etwas besprechen. Da klingelte das öffentliche Telefon, ein Knabe war am Telefon, ich
sagte: Micha? Aber der Knabe war mein Liebling Milan, er wollte mich heute besuchen, aber ich
war nicht da, so würde er morgen kommen.

Malek,

der heutige Gottesdienst am Dreifaltigkeitssonntag ist "für eine bunte Welt" - das erinnert mich an
die buntscheckige Jacke des Theaternarren Harlekin... Immerhin die Lesung ist aus Sprüche 8: Die
Weisheit Gottes spricht... Dann sollen sie doch ihren "grünen" Gottesdienst feiern, die Weisheit
Gottes ist dennoch da…

Lieber Malek,

heute war ich auf Quentins 22. Geburtstag. Wunderschön - Juri war da! Sein Vater ist ein Satan,
aber Juri ein strahlender, lieber und schöner Jüngling. Das Thema kam bei den Alten auf Politik.
Evis Mann polterte: Die da oben machen ja gar nichts! Evi stopft sich nächtelang mit Propaganda
von linken youtubern voll und wollte nun eine kämpferische Rede halten - aber sie ist schon ein
wenig senil und ihr entfallen die Fakten, die sie zur Untermauerung ihrer Thesen braucht. Jedenfalls
merke ich, dass die Linken in ihrer politischen Agitation immer aus der Liebe Gottes fallen und aus
dem Frieden des Himmels und der satanischen Sünde des Klassenhasses und des geistigen Krieges
verfallen. Höchst unangenehm, man kann dann nur schweigen und ruhig und in der Güte bleiben.
Aber auf dem Nachhauseweg fuhr ein junges schönes Mädchen mit dem Rad durch den Regen -
sehr erotisch. Alles ist gut. Gnade heißt ja lateinisch gratia, aber gratia heißt auch Grazie - so,
immer wenn ich eine Grazie sehe, scheint es mir eine vom Himmel mir gewährte Gnade.

Malek,

heute hab ich eine Prophetie gehört, ein südamerikanischer Mönch empfing Ende 2018 eine Rede
Jesu, die wurde auf englisch übersetzt, darin sagte Jesus:

YOU WILL KNOW YOUR LINEAGE, YOUR ANCESTORS...

Damit sei vom Herrn gesegnet!

Dein todmüder Toto

Lieber Malek,

danke für deine Zitate aus der Schrift zum Thema "getrost". (Du hast auch den Propheten Baruch
zitiert, den ich liebe.) "Er lebte und starb vertröstet..", sagt Goethe. Und die Jungfrau Maria sagt:
"Sei getrost, bald wird der Tod dich von den irdischen Leiden erlösen und dir den Zugang zu den
himmlischen Freuden ermöglichen.…"

Malek,

ich bin wieder unter die Theaterdichter gegangen, habe verschiedene Dramen angefangen, eigene
und Übersetzungen. Nur, das kannst du dir sicher vorstellen, Komödien oder Lustspiele, wo sich die
Liebenden zum Schluss heiraten und alle glücklich sind, kann ich nicht schreiben. Eine Zeit hab ich
bitterböse Satire-Dramen geschrieben, nun bin ich vor allem vom Fach der Tragödie.

Heute hat Evi meine Wohnung blitzblank gefegt, denn Freitag kommt meine Mutter (bete für mich),
zum Dank hab ich Evi und ihren Söhnen ein chinesisches Essen spendiert. Abends las ich im
Hohelied (Evi und ich) und nachts hörte ich das Ende von Faust II:
Jungfrau, Mutter, Königin -

Göttin! Sei uns gnädig!

Dein Toto (heute glücklich)

Im Traum kam ich vom Gymnasium, über mir flog die Jungfrau Maria in einem himmlischen
Wagen, gezogen von feurigen Schlangen oder Seraphim, sie entrückte mich zu einer Versammlung
der Weltreligionen und ihrer Dichter, Protestantismus und Katholizismus waren da zwei
verschiedene Religionen. Wir einigten uns (um des lieben Friedens willen), dass wir alle
gleichberechtigt sind und keiner überlegen ist. Die unsichtbare Jungfrau lächelte gütig, und ich
wusste, dass der katholische Glaube der wahre Glaube ist. Dann entrückte der Geist mich in einen
neuen Himmel, den ich besingen sollte mit seinen neuen Sternen, inmitten all der neuen Sternbilder
kreiste aber das Sternbild Jungfrau. Da umarme mich die Himmelskönigin und gab mir eine
Botschaft und versiegelte sie in mir. Diese Botschaft verkündete ich im ostfriesischen Norden. Da
sah ich Marco und Susanne, die Jungfrau sprach zu Marco, dass sie ihn liebe, obwohl er so gegen
sie protestiere. Ich sah, dass Marco und Susanne, seit ich sie verlassen, ganz elend geworden, wie
Bettler, Susanne rauchte sogar eine Zigarette. Ich machte Susanne noch eine Liebeserklärung, und
die Jungfrau zeigte Marco, dass der Priester am Altar sich ganz allein auf die Heilige Schrift stützt.

Malek,

ich hab vor Mutter und Stiefvater eine lange Narrenrede gehalten als des Kaisers Hofnarr, nun möge
sich der Gott Israels über mich erbarmen und mir wieder meine ernste Freundin, die liebe schöne
Weisheit senden.

Malek,

ich hatte mal gestöbert, ob ich ein Buch für dich finde über den Ahnenkult des alten China, aber sei
froh, ich hab keins gefunden. Informiere du dich bei Gelegenheit über den "RITENSTREIT" der
portugiesischen Missionare im 16. Jahrhundert in China, da ging es um die Frage, wie das
Christentum zur chinesischen Ahnenverehrung steht.

*
Malek,

du bist der einzige, mit dem ich eine Brieffreundschaft pflegen kann, die andern sind zu dumm, sich
schriftlich auszudrücken, wollen immer schwatzen am Telephon, ich aber hasse das Telephon.

Malek,

heute hörte ich ein auf mich zutreffendes Wort von Nietzsche, er sprach von der "Resignation eines
gebrochenen Herzens".

Besser ein unglücklicher Philosoph als ein glückliches Schwein.

Sokrates

Nachdem mir der Herr Ruhe verschafft hat vor all meinen Feinden, sprach der Seher zu mir: Tu,
was dir in dein Herz kommt, denn der Herr ist mit dir!

Vor 275 Jahren verbot der Vatikan Katholiken die Ahnenverehrung

Schwerer Rückschlag für die Fernost-Mission

Die Ahnenverehrung hat in asiatischen Volksreligionen einen großen Stellenwert. Kein Grund für
viele Asiaten, sich nicht taufen zu lassen. Dann untersagte eine päpstliche Bulle diese Verehrung -
doch der Schuss ging nach hinten los.

Die Folgen für die aufstrebenden Kirchen in Fernost waren fatal. Das definitive Verbot der
Verehrung der Ahnen und des Philosophen Konfuzius durch den Papst bedeutete für die
vielversprechende katholische Mission in China, aber auch in Japan, Korea oder Vietnam einen
herben Rückschlag. Mit der Bulle "Ex quo singulari" vom 11. Juli 1742 - vor 275 Jahren - verlangte
Benedikt XIV. von allen China-Missionaren einen feierlichen Eid auf das Verbot der asiatischen
Riten. Damit ging ein langer Ritenstreit zu Ende.
Rund 130 Jahre lang (ab 1610) hatten die Missionare in China um Missionsmethoden und um ihre
Haltung zu Gesellschaft, Kultur und Traditionen gerungen und gestritten. Die Fragen lauteten:
Dürfen die neugetauften Christen die traditionelle Konfuzius- und Ahnenverehrung beibehalten?
Oder bedeuten sie Aberglauben, Irrlehren und Götzendienst, derer sich Christen enthalten müssen?
Handelt es sich dabei um zivile Riten und kulturelle Bräuche oder um religiöse Handlungen? Darf
man den Gottesnamen mit den chinesischen Begriffen wie "Himmel" oder "höchster Herr"
übersetzen?

Zwei Dekrete regelten den Brauch

Die Jesuiten, deren Missionare unter Matteo Ricci 1583 als erste ins Reich der Mitte kamen,
räumten den Konvertiten einigen Freiraum in der Beibehaltung ihrer bisherigen Traditionen ein. Die
spanischen Dominikaner und Franziskaner, die 50 Jahre später folgten und vor allem im ländlichen
Raum missionierten, sahen die Ahnen- und die Konfuziusverehrung kritischer. Schon 1645
erwirkten sie von Papst Innozenz X. ein erstes Verbot dieser Traditionen, das Alexander VII. elf
Jahre später wieder rückgängig machte.

Eine Zeitlang galten beide Dekrete nebeneinander - je nachdem, ob es um zivile oder religiöse
Bräuche ging.

Schroffe Reaktion

1715 verurteilte Papst Clemens XI. dann in dem Dekret "Ex illa die" offiziell die Ahnen- und
Konfuziusverehrung. Kaiser Kangxi (1661-1722), der den Christen durchaus aufgeschlossen
begegnet war, reagiert schroff. Denn das prinzipielle "Nein" Roms zur Ahnen- und
Konfuziusverehrung war für ihn nicht nur eine religiöse, sondern eine eminent politische
Angelegenheit. Er verbot die christliche Missionsarbeit in China. "Während die christliche Kirche
die Ablehnung des von ihr als götzendienerisch bezeichneten 'Ahnenkults' zur religiösen Pflicht
eines jeden chinesischen Christen machte, konnte der chinesische Staat darin nur einen Akt zivilen
Ungehorsams und Widerstands gegen die Staatsgewalt sehen", schreibt der Aachener Theologe und
Asienkenner Georg Evers in einer vom römischen Historiker Erwin Gatz herausgegebenen neueren
Kirchengeschichte.

Kangxis Nachfolger verfügte 1724 sogar die Ausweisung aller ausländischen Missionare, soweit sie
nicht als Wissenschaftler im Land tätig waren. Christen wurden verfolgt, viele starben als Märtyrer.
Mit der Bulle "Ex quo singulari" von 1742 war die Diskussion um die Riten dann beendet. Erst Pius
XII. hob knapp 200 Jahre später Ritenverbot und den Missionars-Eid auf.

Begrenzte Möglichkeiten

In dem Dekret "Plane compertum" vom 8. Dezember 1939 erlaubte er den Katholiken die
Teilnahme an Ehrenzeremonien für Konfuzius in dessen Tempeln oder in Schulen. In katholischen
Schulen durften Bilder oder Tafeln von Konfuzius aufgestellt werden. Zudem waren die Verneigung
oder andere zivile Ehrenbezeugungen vor den Gräbern oder Bildern von Verstorbenen erlaubt.

Das Ritenverbot von 1742 hatte nicht nur Auswirkungen in China, sondern auch in anderen
ostasiatischen Staaten. In Japan etwa lehnten katholische Studenten der Sophia-Universität in Tokio
1932 die Verneigung vor dem Kaiserbild als "Götzendienst" ab - und riskierten damit die Auflösung
der Universität. Mit einer Instruktion von 1935 erlaubte der zuständige Delegat Kardinal Marella
jedoch die Teilnahme von Katholiken an damals verpflichtenden Riten in Shinto-Schreinen, solange
dies nicht als Abfall von christlichen Glauben gedeutet werde.

"Gefährliche Religion"

Die Liste der Märtyrer, die in Korea im 19. Jahrhundert ihres Glaubens willen hingerichtet wurden,
ist lang. Sie hatten die Ahnen- und Konfuziusverehrung abgelehnt - womit das Christentum als
"gefährliche Religion" eingestuft wurde, als Opposition gegen die vorherrschende Kultur und
Gesellschaft.

Der Ritenstreit gehört damit zu den unglücklichen Kapiteln der katholischen Missionsgeschichte. Er
war geprägt von vielen Missverständnissen, aufgrund von Sprachdifferenzen ging man von
unterschiedlichen Voraussetzungen aus. Die Frage bleibt, ob dieses Verbot theologisch angemessen
und unumgänglich war.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat dann eine grundsätzliche Wende gegenüber den anderen
Religionen eingeleitet. Die Kirche lehne "nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und
heilig ist", heißt es in seiner Erklärung "nostra aetate" von 1965. Sie solle "mit Klugheit und Liebe,
durch Gespräch und Zusammenarbeit" sowie durch ihr christliches Zeugnis "jene geistlichen und
sittlichen Güter und auch die sozial-kulturellen Werte, die sich bei ihnen finden, anerkennen,
wahren und fördern".

AHNENKULT

Ostasien

In Ostasien ist und war die familiäre rituelle Ahnenverehrung Hauptbestandteil der verschiedenen
Volksreligionen (Chinesischer Volksglaube, Shintō, Bön, Altaischer Animismus, Tengrismus,
Muismus, …) und ein fest integrierter Teil des Alltags. In älteren Zeiten gab es (und gibt es oft noch
heute) einen Hausaltar, um die Ahnen zu verehren, und bis heute wird ein Totengedenk-Fest gefeiert
(in China: Qingming-Fest (qingming jie 清明節), in Japan: Obon, …). Die Ahnenverehrung hat eine
lange Geschichte und Tradition, die einen großen Einfluss auf die gesamte ostasiatische
Gesellschaft hatte.
Die institutionelle chinesische Tradition beginnt ab der Shang-Periode (ca. 1600–1045 v. Chr.), die
nach der ersten zeitgenössisch verbürgten Dynastie in China benannt ist. Zu dieser Zeit wurde die
Gesellschaft als ein Bündnis der Verstorbenen und der Lebenden betrachtet, deswegen war
Ahnenverehrung ein natürlicher Teil des alltäglichen Lebens.[6] Einerseits war Di 帝 für die
Menschen der Shang-Zeit gleichzeitig ein Ahne des Shang-Herrschers und die Hauptgottheit;
andererseits wurden aber auch Naturgeister verehrt.[7] Ihnen und den Seelen der Ahnen wurden
Opfergaben dargebracht, die in harmonischer Verbindung zueinander standen. Informationen über
die Shang-Periode erhält die Wissenschaft durch Texte auf erhalten gebliebenen, sogenannten
Orakelknochen. Diese Texte erzählen von Ahnenverehrung durch Adelsfamilien und Herrscher.
Während dieser Periode hatten Ahnenverehrung und Ahnenopfer eine wichtige Funktion, um die
Gesellschaftsordnung zu wahren und die Macht des Herrschers zu legitimieren. Außerdem haben
die Menschen die Verstorben um Rat und Schutz gebeten.[8] Am Ende der Shang-Periode, wurden
die Rituale auch mit Hilfe von zeremoniellen Bronzegefäßen, in die Inschriften mit eingegossen
wurden, durchgeführt. Außerdem wurden die Gefäße für die Opferspeisen der Ahnen benutzt.[9]

Während der Zhou-Periode (ca. 1045–256 v. Chr.) war die Ahnenverehrung weiterhin ein wichtiger
Teil des sozialen Lebens. Opfergaben hatten eine regulierende Funktion in der Gesellschaft. Die
Menschen der Zhou-Periode betrachteten Houji 后稷 als Urahnen.[10] Zu dieser Zeit wurde Rituale
der Ahnenverehrung auch mit Hilfe der ritualen Gefäße durchgeführt. Diese Rituale waren eine
„Brücke“ zwischen den Welten der Lebenden und der Verstorbenen. Während der West-Zhou-
Periode (ca. 1045 – 770 v. Chr.) wurde Ahnenverehrung in erster Linie durch lineage worship
(Verehrung der eigenen Vorfahren) betrieben. Aber während der Ost-Zhou-Periode (ca. 770 – 256 v.
Chr.), änderte sich diese lineage worship zu einer abstrakten Verehrung der aller Ahnen und der
Naturmächte, die einen saisonalen Charakter trugen.[11] Im Laufe der darauf folgenden
chinesischen Geschichte veränderte und erweiterte sich der Ahnenkult. Der Tod wurde jetzt als eine
Art Schlaf gesehen, aus dem der Mensch wieder erwachen kann. Deshalb gibt es das Ritual, die
Seele des Toten herbeizurufen, dem Gegenstände des Alltags und Nahrung angeboten werden. Im
Altertum glaubte man, dass die Seelen der Verstorbenen das gleiche Leben, das sie im Reich der
Lebenden gelebt hatten, nach dem Tod weiterführen würden. Deswegen wurden viele Gegenstände
in die Gräber gelegt, die den Verstorbenen nach dem Tod helfen sollten, dieses Leben
weiterzuführen. Als ein gutes Beispiel dienen die weltberühmten Han-Gräber von Mawangdui in
der Provinz Hunan, die besonders reich an Grabbeigaben waren.[12] Während dieser Han-Periode
(206 v. Chr. – 220 n. Chr.) kam der Buddhismus nach China und brachte eigene Vorstellungen des
Lebens nach dem Tode mit. Buddhistische Konzeptionen der Reinkarnation und des postmortalen
Lebens wurden von Chinesen übernommen und verändert und dem Ahnenkult angepasst.[13]

In der späten Kaiser-Zeit standen die Namen der toten Ahnen auf hölzernen Tafeln in der
Ahnenhalle oder auf dem Hausaltar. Ihnen wurden Opfer dargebracht und vor ihnen wurden
wichtige Familienangelegenheiten (z. B. Hochzeiten) entschieden. Die Hinterbliebenen konnten mit
ihren Ahnen entweder durch Opfer oder durch Orakel in Verbindung treten. Diese Rituale durften
nur von Männern durchgeführt werden. Deshalb ist es einer Ahnenverehrung praktizierenden
Familie wichtig, dass sie einen männlichen Nachkommen hatte. Teil der Ahnenverehrung war es
auch, die eigenen sowie die kaiserlichen Ahnen mit einem Namenstabu zu belegen; diese kulturelle
Vorschrift wurde bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts befolgt.

*
Malek,

ich sende dir schon mal zwei Hörbücher zum Geburtstag, ich hab gerade Langeweile. "Luther" ist
meine Verarbeitung der Kontakte zur Martin-Luther-Kirche und die "Hugenotten" meine
Auseinandersetzung mit Marco und seinen Pfingstlern, bitte nicht missverstehen als Angriff auf
dich.

Hallo mein Kleiner! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Jesus und Petrus spielen im Himmel zusammen Golf. Petrus schlägt die Kugel, sie bleibt neben dem
Rasenloch liegen. Dann schlägt Jesus die Kugel, sie bleibt auch neben dem Loch liegen. Da kommt
eine Maus aus dem Busch und nimmt Jesu Kugel zwischen die Pfoten. Dann kommt eine Katze und
schnappt sich die Maus mit der Kugel. Dann kommt ein Adler und schnappt sich die Katze mit der
Maus und der Kugel und fliegt zur Höhe, da lässt die Maus die Kugel fallen, und die Kugel fällt
direkt ins Loch! Da sagt Petrus: Meister, wollen wir hier Golf spielen oder rumalbern?

In den Leiden wird die Menschheit weise. Unwissenheit führt sie zu Versuchungen und Qualen, in
den Qualen wird die Seele gereinigt und einsichtig, dem einsichtigen Blick wird die Quelle der
Weisheit gegeben – die Evidenz.

Iwan Iljin (1883–1954)

Malek,

der 24. 6. ist der Geburtstag von... Johannes, dem Sohn des Zacharias und der Elisabeth... "Was
wird wohl aus diesem Knaben werden?" sagte das Volk.

Malek,

Evi schwärmt von der Kinderrevolution, den Demonstrationen für Klimaschutz. Das ist wohl ihr
zweiter Frühling, sie fühlt sich revolutionär gestimmt wie in ihrer Jugend, in unsern achtziger
Jahren mit der Friedensbewegung. Nun, es sind lauter hübsche junge Gymnastinnen, die da
demonstrieren. Die Jungs und die Arbeitersöhne kümmern sich nicht drum. Aber ich bin kein
Freund mehr von Revolutionen, zuletzt haben wir doch beim arabischen Frühling gesehen, dass da
nichts Gutes bei herauskommt. Ich bleibe meinem Alten Kaiser treu und solange Er noch nicht
regiert, den Konservativen Christdemokraten. Die Jugend mag sich politisch austoben, ich erwarte
die Rettung der Welt allein von der Ankunft Jesu. Bis der Herr komm, leb ich als Eremit der Poesie,
Philosophie und mystischen Theologie.

Psst... bin heute Nacht CDU-Mitglied geworden... top secret!

Malek,

ich habe gar keine Hoffnung, dass ich in der Volksrepublik China zu meinen Lebzeiten noch einen
Wandel zu einer freiheitlichen Gesellschaftsform erlebe. Die Erfahrung mit dem
Sowjetkommunismus zeigt mir, dass die Völker jede ideologische Tyrannei ertragen, solange ihnen
ihr täglich Brot geliefert wird. Der Sowjetkommunismus ist allein an seiner wirtschaftlichen
Impotenz zugrunde gegangen, nicht durch den Freiheitswillen der Völker. Die einzige Hoffnung für
China besteht in einer rasanten Bekehrung zum Christentum. Die chinesischen Katholiken bitten
uns, nicht für ein Ende der Verfolgung zu beten, denn es ist gerade die Verfolgung, die die Kirche
dort so herrlich wachsen lässt. Ein bitterer Tropfen ist im chinesischen Christentum: Es gibt
keinerlei ökumenische Bestrebungen, Katholizismus und Protestantismus stehen wie zwei
verschiedene Religionen nebeneinander.

Malek,

ich habe einer Französin, einer alten Dame, die Poesie liebt, 20 kurze Gedichte auf französisch
geschrieben, sie schrieb: "Deine Gedichte sind wunderschön".

Wie bekommt dir die Hitze im Büro?

JOSEF

Du! Du! Du bist immer noch mein vertrauter Freund! Der Einzige! Du stehst immer noch bei mir,
einem Blinden, und trotzdem versuchst du mir zu helfen. Selbst in der Dunkelheit, mein Freund,
kann ich deine Stimme noch erkennen!

*
Zu staunen über die Geschlechter der Menschheit, zu staunen über den Glauben der Väter und
Vorväter, zu staunen über unsere wunderbare Schöpfung aus Gott und den Eltern, zu staunen über
die Geheimnisse der Gene - all das ist auch zur Ehre des Schöpfers. Und wenn es zur Ehre des
Schöpfers und Vaters aller Vaterschaft geschieht, kann es auch ein Weg der persönlichen Heiligung
sein.

Malek,

wie alt wirst du morgen eigentlich?

Ich bin heute zum Essen mit den Pfingstlern eingeladen.

"Und diese zogen auch mit herauf aus Tel-Melach und Tel-Harsa, Kerub, Adam und Immer, konnten
aber DAS HAUS IHRER VÄTER und ihre ABSTAMMUNG nicht nachweisen, ob sie aus Israel
seien..."

Die Bibel

Lieber Malek,

in letzter Zeit schmerzt es mich, dass Milan nicht bei mir ist, als mein Sohn, ich haderte mit Gott,
dass Er mir Karine und die Kinder genommen. Heute beim Pfingstler-Abendessen klagten Marco
und Susanne über ihre pubertierenden Töchter, die sich ewig zanken. Und ich hörte von Dinekes
zweiter Schwangerschaft und den damit verbundenen unendlichen Mühen für Mutter und Vater. Da
dachte ich: Ich hab es schon gut in meinem (wohltemperierten) Kontemplativen Kloster.

"Macht weiter, wirkt,

Ohne die Früchte der Tröstung zu suchen,

Ihr werdet die ewige Tröstung erlangen."


Mutter Jesu

Malek,

"Seht, da kommt der Träumer!..." Ich habe im Mittagsschlaf geträumt, dass ich mit dir in einer
christlichen Buchhandlung war, da gab es ein dreibändiges Buch über Ahnenkult, jeder einzelne
Band kostete 7 Euro, alle 3 zusammen gab es im Sonderangebot für 15 Euro, die Verkäuferin
verkaufte es mir für 13 Euro, und ich schenkte sie dir. Ich hoffe, du hast Freude an meinem Traum-
Geschenk.

Malek,

dem lieben Gott gefällt es wohl, dass du am Wochenende den Computer ausschaltest, nur mir gefällt
es nicht, dass du nicht schreibst. Nietzsche sagt: Die Juden, die die Sechstagewoche mit einem
Ruhetag erfunden haben, müssen Fabrikarbeiter gewesen sein. Wären sie Studenten (oder Dichter)
gewesen, hätten sie sechs Feiertage und einen Arbeitstag erfunden - und auch diesen Arbeitstag in
Muße verbracht.

ERSTER PROPHET

Das Buch für unsere Zeit ist Jeremia...

ZWEITER PROPHET

Ich glaube, es ist Joel…

Malek,

Gott vergebe mir! Ich lese den Nietzsche so gern:

"Wenn sich zwei Freunde unserer Art Briefe schreiben, da freuen sich bekanntlich die Engelchen.
Und so freuten sie sich auch, als ich deinen Brief las, ja, sie kicherten sogar."
Toto

Von einem Heiligen wird erzählt, er war bei einer Beerdigung, man exhumierte die Leiche und
stellte fest, dass sie kein Herz im Brustkorb hatte. Der Heilige ging in die Wohnung des Toten und
öffnete den Tresor, und da lag das Herz.

Malek,

gut, dass du mich nie im Auto mit nimmst, sonst sitzt du am Steuer, wirst plötzlich "mit der
Brautgemeinde entrückt" und ich hab den Autounfall am Hals.

"Ich lebe unglaublich glücklich in einer Phantasiewelt - für mich ist Österreich immer noch eine
Monarchie."

Maximilian Maria Kolbe

polnischer Name: Maksymilian

Taufname: Rajmund

Gedenktag katholisch: 14. August

Gedenktag evangelisch: 14. August (ELCA)

Gedenktag anglikanisch: 14. August

Ordensmann, Priester, Märtyrer


* 7. Januar 1894 in Zduńska Wola bei Lódz in Polen

† 14. August 1941 in Auschwitz, heute Oświęcim in Polen

Rajmund Kolbe, Sohn eines Webers, wurde von seiner Mutter mit Härte und in unbedingter Fröm-
migkeit erzogen. Er besuchte ab 1907 zusammen mit seinem älteren Bruder die Schule der Franzis-
kaner in Lemberg - dem heutigen L'viv - und trat im Alter von 17 Jahren unter dem Namen Maximi-
lian Maria dem Orden bei. Er konnte ab 1912 in Rom an der Päpstlichen Universität Gregoriana -
damals im Palazzo Gabrielli-Borromeo - studieren und schon 1915 in Philosophie, 1919 in Theolo-
gie promovieren. Kolbe war von besonderer Verehrung der Unbefleckten Empfängnis Mariä ge-
prägt; 1920 schrieb er, dass er Werkzeug und Eigentum, absolutes, unbedingtes, unbegrenztes, un-
widerrufliches Eigentum der Unbefleckten sein wolle; ich vermag alles in dem, der mich stark
macht durch die Unbefleckte. Als er als Student in Rom auf der Straße junge Männer über Maria
lästern hörte, stellte er diese wegen Beleidigung seiner Mama zur Rede. Weil er die Wichtigkeit der
missionarischen Arbeit erkannte, gründete er 1917 - unter dem Eindruck der antiklerikalen Gedenk-
feier freidenkender Kreise für den Philosophen Giordano Bruno - zusammen mit sechs Mitbrüdern
seines Ordens an der Kirche Santi Dodici Apostoli in Rom die Militia Immaculatae, die Miliz der
Unbefleckten Empfängnis, als Gebetsgemeinschaft für die Bekehrung der Sünder und Häretiker, für
die Heimholung der Schismatiker und der Juden, besonders aber für die Bekehrung der Freimaurer.

1918 wurde Maximilian Maria Kolbe zum Priester geweiht. Für sein Leben als Priester wählte er
zwei Leitworte: Soweit wie möglich heilig sein und die ganze Welt der Makellosen unterwerfen.
1919 kehrte er nach Polen zurück als Lehrer für Philosophie und Kirchengeschichte am Priesterse-
minar der Franziskaner in Krakau; daneben widmete er sich der publizistischen Arbeit und veröf-
fentliche im Rundfunk. 1919 erlitt der seit Kinderzeiten Lungenkranke einen schweren Tuberkulo-
se-Anfall; im Sanatorium in Zakopane wurde er zum Engel der Kranken; nach über einem Jahr
konnte er nach Krakau zurückkehren. 1922 gründete er die Zeitschrift Rycerz Niepokalanej, Ritter
der Unbefleckten zur Vertiefung des Glaubens und Bekehrung von Nicht-Katholiken; 1938 wurde
die Zeitschrift mit einer Auflage von 1 Million Exemplaren verbreitet, dazu eine Tageszeitung mit
einer Auflage von 250.000. Der Amateurfunk als Verständigungsmittel gutwilliger Menschen in
aller Welt war Kolbe in seinem missionarischen Dienst hilfreich - auch später im Kloster hatte er
seine eigene Funkbude. Kolbe förderte auch die Verbreitung der wundertätigen Meddaille, die auf
eine Vision von Katharina Labouré zurückgeht.

Nach einer Ruhepause aufgrund erneuter schwerer Erkrankung an Tuberkulose gründete Maximili-
an Kolbe 1927 in Teresin das Kloster Niepokalanów, der Unbefleckten (Jungfrau Maria) Stadt auf
einem von Fürst Drucki-Lobecki geschenkten Grundstück. Kolbe wurde dessen Vorsteher; zeitweise
waren dort bis zu 700 Mitbrüder beheimatet, 90% davon Laienbrüder, meist mit spezialisierten
technischen Fertigkeiten. Es gab eine große Druckerei, eine Radiostation, ein Krankenhaus sowie
einen eigenen Bahnhof und einen eigenen Flugplatz. Für die Kinder gab es nun auch die Zeitschrift
Kleine Ritter der Immaculata, für Geistliche das Periodikum Miles Immaculatae, Ritter der Unbe-
fleckten. Sein älterer Bruder Franz kritisierte damals, dass man sich im Kloster nicht mehr wie üb-
lich grüßte mit Gelobt sei Jesus Christus! sondern mit dem Wort Maria: Es tut mir Leid um den
schönen altpolnischen Gruß. … Der neue sieht ein bisschen nach Boykott aus gegenüber dem Herrn
Jesus . … Was wird daraus werden?
1930 begab Kolbe sich mit vier seiner Ordensbrüder zur Missionsarbeit über Saigon - die heutige
Hồ-Chí-Minh-Stadt - in der damals französischen Kolonie Tonkin, wo er eine Zeitschrift herausge-
ben konnte, und über Shanghai, wo er am Widerstand der anglikanischen Regierung scheiterte nach
Nagasaki in Japan; dort wirkte er als Professor am Priesterseminar. Wieder war aber die Publizistik
seine wichtigste Aufgabe. Er gründete zahlreiche neue Missionsstationen, darunter nahe Nagasaki
das Kloster Mugenzai no Sono, Garten der Unbefleckten Empfängnis.

Franz Gajowniczek mit seiner Frau und Fotos der beiden Söhne, die 1944 auch ermordet wurden,
im Jahr der Heiligsprechung Kolbes, 1982

Franz Gajowniczek mit seiner Frau und Fotos der beiden Söhne, die 1944 auch ermordet wurden,
im Jahr der Heiligsprechung Kolbes, 1982

1936 wurde Kolbe zum Provinzialkapitel in seine Heimat zurückgerufen und leitete dann wieder
sein Kloster in Teresin. Im selben Jahr wurde mit dem Bau einer Kirche für 6000 Menschen begon-
nen; kriegsbedingt wurde sie erst 1951 fertiggestellt. Nach dem Überfall der Deutschen auf Polen
im September 1939 wurde er zusammen mit seinen Mitbrüdern kurze Zeit im Lager in Amtitz - dem
heutigen Gębice - gefangen gesetzt, im September 1940 wurde der unangenehm Aufgefallene kurz
erneut verhaftet und ins Konzentrationslager Oranienburg verbracht 1. Im Februar 1941 wurde er
wieder verhaftet und im Mai ins Vernichtungslager in Auschwitz - dem heutigen Oświęcim - einge-
wiesen. Im Juli 1941 wurden bei einem Appell vor dem KZ-Kommandanten Fritsch zehn Männer
ausgesondert, die als Strafaktion wegen der Flucht eines Gefangenen in den Hungerbunker einge-
schlossen werden sollten. Einer der Ausgesonderten, Franz Gajowniczek, schrie laut auf und erin-
nerte unter Tränen an seine beiden Söhne; der am Appell teilnehmende Kolbe trat hervor und bot
sein Leben für das des Familienvaters, was Fritsch akzeptierte.

Den protestantischen Lagerarzt tröstete Maximilian Kolbe:

Jeder Mensch hat im Leben seinen Sinn, denn er hat sein Leben erhalten zum Wohle der anderen
Menschen. Deswegen spricht auch hier im Lager die göttliche Vorsehung mit.

Kolbe wurde also in den Hungerbunker gesteckt, tagelang habe man ihn singen und beten gehört.
Nachdem die anderen neun Leidensgenossen schon verhungert waren, Kolbe aber noch wenige Le-
benszeichen von sich gab, verabreichte der Lagerhenker ihm schließlich eine Giftspritze, was den
endgültigen Tod bedeutete.

Die Wahrheit gebietet den Hinweis, dass auch Kolbe nicht frei war von Judenfeindlichkeit, die da-
mals nicht nur in Nazi-Kreisen zuhause war. In von ihm herausgegebenen katholischen Massenblät-
tern konnte man lesen, dass Polen das biologische Hauptreservoir des Weltjudentums sei, das sich
wie ein Krebsgeschwür in den Volkskörper fresse, deshalb gebe es nur eine Lösung: Die Juden müs-
sen emigrieren. Gegen den Willen der Eltern taufte er einen jüdischen Studenten; auch seine Mutter
hatte als Hebamme dereinst eigenmächtig ein jüdisches Kind getauft. 1935 forderte er Schutz vor
jüdischer Überfremdung, aber keinen Antisemitismus. Auch nach der Befreiung der Konzentrations-
lager und dem Kriegsende wurde in Polen weder von der kommunistischen Regierung noch von der
katholischen Kirche der Holocaust wahrgenommen; für die Regierung war Oświęcim - nur - Ort des
Mordens an Polen, für die katholische Kirche Stätte des Martyriums von Katholiken. Noch 1946
wurden in Kielce 42 überlebende Juden von empörten Polen ermordet, die der Mär von jüdischen
Kindermördern glaubten - ein Wiederaufleben von Diffamierungen ähnlich der Ritualmordlegenden
des Mittelalters; Antisemitismus wurde in Polen auch nach dem Krieg nicht problematisiert. Die Er-
richtung eines Kreuzes auf dem KZ-Gelände anlässlich des Besuches von Papst Johannes Paul II.
erregte 1998 nicht nur jüdische Kritiker, weil damit die Geschichtsklitterung dokumentiert und fort-
gesetzt werde.

Das Opfer auf dem Altar von Auschwitz bildet die abschließende Geste einer priesterlichen Dar-
bringung, die sich auf mystische Weise täglich in der Heiligen Messe wiederholt.

Nach der Seligsprechung von 1971 wurde Kolbe durch Beschluss des polnischen Staatsrates 1982
posthum mit dem goldenen Kreuz des Ordens Virtuti Militari, dem höchsten polnischen Militärver-
dienstorden ausgezeichnet. Der Militia Immaculatae, der Miliz der Unbefleckten Empfängnis, ge-
hörten 1990 etwa drei Millionen Menschen weltweit an. Das Kloster Niepokalanów in Teresin ist
bis heute Franziskanerkloster und beherbergt eine Werkstatt für sakrale Gegenstände und Landwirt-
schaft. Nach dem Vorbild und Namen dieses Klosters entstanden weitere in England, den USA, Ita-
lien, Spanien und Brasilien.

Lieber Malek,

schön dass es dem Würmchen besser geht. Du fragst, ob meine Mutter mit dem nahen Tod rechnet?
Das ist letztlich unrelevant, denn nur Gott weiß, wann er sie zu sich ruft. Aber meine Mutter gibt
von ihrer Seele, Ängsten, Todesangst o.ä. nichts preis. Sie spricht nur über materielle Fakten. Ich
denke viel über meine Mutter nach, und es ist in mir wieder hochgekommen, dass sie mich nie
geliebt hat, oder zumindest, dass ich mich nie von ihr geliebt gefühlt habe. Und das ist damit auch
das Grundmotto meines Lebens geworden: Ich liebte die Frauen immer abgöttisch, aber habe nie
Liebe bei ihnen gefunden. So denke ich, meine Mutter hat mich zum Seelenkrüppel gemacht. "Nun
kann niemand mehr sagen, er habe keine Mutter, die ihn liebt", stand mal in einem Buch über
Maria, und Sie ist auch die einzige Frau, die mich liebt, die von sich aus die Initiative ergriffen hat,
dass wir uns verloben. Von daher verstehst du vielleicht meine maximalistische Marienverehrung.
Letztendlich ist meine ganze Familie mir fremd, ja fast, wie mein Vater und mein Bruder, feindlich
gesinnt. "Komme ich um, so komme ich um", sagt Esther. Seelisch hat meine Mutter mir nie
beigestanden, nur ökonomisch (mit Vorwürfen). So etwa denke ich zur Zeit. Morgen, Donnerstag
den 15., feiert die Kirche das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel.

Dein Toto

*
Und Jahwe sprach zu mir: Fürchte dich nicht vor deiner Feindin, du armes Würmchen! Ich liebe
dich! Wenn du weiter meinen Namen liebst, werde ich der Feind deiner Feinde sein und der Freund
deiner Freunde!

Malek,

was ich für Probleme habe! Ich muss zum Bahnhof fahren mit dem Rad, um mein Buch von der
Rache abzuholen und würde gerne frische Pommes in der City essen - aber dann müsste ich etwas
laufen und was noch schlimmer ist, "Menschen" sehen, diese dumme Herde von egoistischen Tieren
- nein, da muss ich wohl auf meine Pommes verzichten! Bitte hab ordentlich Mitleid mit mir…

Jesus ließ früher die 99 Schafe und suchte das 1 verlorene. Heute lässt er das 1 gerechte Schaf und
sucht die 99 verlorenen.

Das Evangelium in alle Welt zu senden,

Erzählt ihr Märchen uns von Heiligen-Legenden.

Die Heiligenlgenden sind dermaßen kitschig, reden immer von vollkommenen Menschen. Bücher
VON Heiligen zeigen die wahren Menschen mit Ecken und Kanten, Fehlern und Schwächen, aber
die Hagiographie der Volkstümler zeigen nur rosig-blasse Ideale. Da sind meine Heiligen, zu denen
ich bete, lieber Mose und Elias, David und Salomo, Maria und Magdalena.

Frau Weisheit hat zwei Brüste, die rechte Brust ist das alte Testament, die linke ist das neue
Testament. Geh, Schriftgelehrter, und "trinke dich satt an dem Reichtum ihrer Mutterbrüste" (Jesaja
66)!

Ich hatte so schön geträumt auf meinem Sofa und war friedlich erwacht, da kam mein Gast, eine
Theologiestudentin aus dem Schwabenland, aus dem Nebenzimmer und begrüßte mich mit den
Worten: "Ich habe die Antwort auf die Theodizee-Frage gefunden!" - Vor solchen Weibern bewahre
mich Gott!
*

KING OF SORROW

"I have already paid

For all my future sins…"

Malek,

Hauskreis am Donnerstag hieß eine Viertelstunde am Straßenrand sitzen, zwei Minuten zu Fuß
gehen, zwei Stunden sitzen, zwei Minuten zu Fuß gehen. Und ich war so erschöpft davon, dass ich
zwei Tage lang täglich zwei heiße Bäder nehmen musste. (Deine Frau klagt auf hohem Niveau.)

Dafür, dass du der Verlassene warst, zu dem niemand kam, der Ungeliebte,

Will ich dich zum Ruhm machen für kommende Zeiten

Und du wirst Milch trinken von der Brust der Himmelskönigin.

In sittlichen und religiösen Dingen, eben so wohl als in physischen und bürgerlichen, mag der
Mensch nicht gern etwas aus dem Stegreife tun: eine Folge, woraus Gewohnheit entspringt, ist ihm
nötig; das, was er lieben und leisten soll, kann er sich nicht einzeln, nicht abgerissen denken, und
um etwas gern zu wiederholen, muß es ihm nicht fremd geworden sein. Fehlt es dem
protestantischen Kultus im Ganzen an Fülle, so untersuche man das Einzelne, und man wird finden:
der Protestant hat zu wenig Sakramente, ja er hat nur eins, bei dem er sich tätig erweist, das
Abendmahl; denn die Taufe sieht er nur an anderen vollbringen, und es wird ihm nicht wohl dabei.
Die Sakramente sind das Höchste der Religion, das sinnliche Symbol einer außerordentlichen
göttlichen Gunst und Gnade. In dem Abendmahle sollen die irdischen Lippen ein göttliches Wesen
verkörpert empfangen und unter der Form irdischer Nahrung einer himmlischen teilhaftig werden.
Dieser Sinn ist in allen christlichen Kirchen eben derselbe, es werde nun das Sakrament mit mehr
oder weniger Ergebung in das Geheimnis, mit mehr oder weniger Akkommodation an das, was
verständlich ist, genossen; immer bleibt es eine heilige, große Handlung, welche sich in der
Wirklichkeit an die Stelle des Möglichen oder Unmöglichen, an die Stelle desjenigen setzt, was der
Mensch weder erlangen noch entbehren kann. Ein solches Sakrament dürfte aber nicht allein stehen;
kein Christ kann es mit wahrer Freude, wozu es gegeben ist, genießen, wenn nicht der symbolische
oder sakramentliche Sinn in ihm genährt ist. Er muß gewohnt sein, die innere Religion des Herzens
und die der äußeren Kirche als vollkommen eins anzusehen, als das große allgemeine Sakrament,
das sich wieder in so viel andere zergliedert und diesen Teilen seine Heiligkeit, Unzerstörlichkeit
und Ewigkeit mitteilt.

Hier reicht ein jugendliches Paar sich einander die Hände, nicht zum vorübergehenden Gruß oder
zum Tanze; der Priester spricht seinen Segen darüber aus, und das Band ist unauflöslich. Es währt
nicht lange, so bringen diese Gatten ein Ebenbild an die Schwelle des Altars; es wird mit heiligem
Wasser gereinigt und der Kirche dergestalt einverleibt, daß es diese Wohltat nur durch den
ungeheuersten Abfall verscherzen kann. Das Kind übt sich im Leben an den irdischen Dingen selbst
heran, in himmlischen muß es unterrichtet werden. Zeigt sich bei der Prüfung, daß dies vollständig
geschehen sei, so wird es nunmehr als wirklicher Bürger, als wahrhafter und freiwilliger Bekenner
in den Schoß der Kirche aufgenommen, nicht ohne äußere Zeichen der Wichtigkeit dieser
Handlung. Nun ist er erst entschieden ein Christ, nun kennt er erst die Vorteile, jedoch auch die
Pflichten. Aber inzwischen ist ihm als Menschen manches Wunderliche begegnet, durch Lehren und
Strafen ist ihm aufgegangen, wie bedenklich es mit seinem Innern aussehe, und immerfort wird
noch von Lehren und von Übertretungen die Rede sein; aber die Strafe soll nicht mehr stattfinden.
Hier ist ihm nun in der unendlichen Verworrenheit, in die er sich bei dem Widerstreit natürlicher
und religiöser Forderungen verwickeln muß, ein herrliches Auskunftsmittel gegeben, seine Taten
und Untaten, seine Gebrechen und seine Zweifel einem würdigen, eigens dazu bestellten Manne zu
vertrauen, der ihn zu beruhigen, zu warnen, zu stärken, durch gleichfalls symbolische Strafen zu
züchtigen und ihn zuletzt, durch ein völliges Auslöschen seiner Schuld, zu beseligen und ihm rein
und abgewaschen die Tafel seiner Menschheit wieder zu übergeben weiß. So, durch mehrere
sakramentliche Handlungen, welche sich wieder; bei genauerer Ansicht, in sakramentliche kleinere
Züge verzweigen, vorbereitet und rein beruhigt, kniet er hin, die Hostie zu empfangen; und daß ja
das Geheimnis dieses hohen Akts noch gesteigert werde, sieht er den Kelch nur in der Ferne: es ist
kein gemeines Essen und Trinken, was befriedigt, es ist eine Himmelsspeise, die nach himmlischem
Tranke durstig macht.

Jedoch glaube der Jüngling nicht, daß es damit abgetan sei; selbst der Mann glaube es nicht! Denn
wohl in irdischen Verhältnissen gewöhnen wir uns zuletzt, auf uns selber zu stehen, und auch da
wollen nicht immer Kenntnisse, Verstand und Charakter hinreichen; in himmlischen Dingen
dagegen lernen wir nie aus. Das höhere Gefühl in uns, das sich oft selbst nicht einmal recht zu
Hause findet, wird noch überdies von so viel Äußerem bedrängt, daß unser eignes Vermögen wohl
schwerlich alles darreicht, was zu Rat, Trost und Hilfe nötig wäre. Dazu aber verordnet findet sich
nun auch jenes Heilmittel für das ganze Leben, und stets harrt ein einsichtiger, frommer Mann, um
Irrende zurecht zu weisen und Gequälte zu erledigen.

Und was nun durch das ganze Leben so erprobt worden, soll an der Pforte des Todes alle seine
Heilkräfte zehnfach tätig erweisen. Nach einer von Jugend auf eingeleiteten, zutraulichen
Gewohnheit nimmt der Hinfällige jene symbolischen, deutsamen Versicherungen mit Inbrunst an,
und ihm wird da, wo jede irdische Garantie verschwindet, durch eine himmlische für alle Ewigkeit
ein seliges Dasein zugesichert. Er fühlt sich entschieden überzeugt, daß weder ein feindseliges
Element, noch ein mißwollender Geist ihn hindern könne, sich mit einem verklärten Leibe zu
umgeben, um in unmittelbaren Verhältnissen zur Gottheit an den unermeßlichen Seligkeiten
teilzunehmen, die von ihr ausfliegen.
Zum Schlusse werden sodann, damit der ganze Mensch geheiligt sei, auch die Füße gesalbt und
gesegnet. Sie sollen, selbst bei möglicher Genesung, einen Widerwillen empfinden, diesen
irdischen, harten, undurchdringlichen Boden zu berühren. Ihnen soll eine wundersame Schnellkraft
mitgeteilt werden, wodurch sie den Erdschollen, der sie bisher anzog, unter sich abstoßen. Und so
ist durch einen glänzenden Zirkel gleichwürdig heiliger Handlungen, deren Schönheit von uns nur
kurz angedeutet worden, Wiege und Grab, sie mögen zufällig noch so weit aus einander gerückt
liegen, in einem stetigen Kreise verbunden.

Aber alle diese geistigen Wunder entsprießen nicht, wie andere Früchte, dem natürlichen Boden, da
können sie weder gesäet noch gepflanzt noch gepflegt werden. Aus einer anderen Region muß man
sie herüberflehen, welches nicht jedem, noch zu jeder Zeit gelingen würde. Hier entgegnet uns nun
das höchste dieser Symbole aus alter, frommer Überlieferung. Wir hören, daß ein Mensch vor dem
andern von oben begünstigt, gesegnet und geheiligt werden könne. Damit aber dies ja nicht als
Naturgabe erscheine, so muß diese große, mit einer schweren Pflicht verbundene Gunst von einem
Berechtigten auf den anderen übergetragen und das größte Gut, was ein Mensch erlangen kann,
ohne daß er jedoch dessen Besitz von sich selbst weder erringen noch ergreifen könne, durch
geistige Erbschaft auf Erden erhalten und verewigt werden. Ja, in der Weihe des Priesters ist alles
zusammengefaßt, was nötig ist, um diejenigen heiligen Handlungen wirksam zu begehen, wodurch
die Menge begünstigt wird, ohne daß sie irgend eine andere Tätigkeit dabei nötig hätte als die des
Glaubens und des unbedingten Zutrauens. Und so tritt der Priester in der Reihe seiner Vorfahren
und Nachfolger, in dem Kreise seiner Mitgesalbten, den höchsten Segnenden darstellend, um so
herrlicher auf, als es nicht er ist, den wir verehren, sondern sein Amt, nicht sein Wink, vor dem wir
die Kniee beugen, sondern der Segen, den er erteilt, und der um desto heiliger, unmittelbarer vom
Himmel zu kommen scheint, weil ihn das irdische Werkzeug nicht einmal durch sündhaftes, ja
lasterhaftes Wesen schwächen oder gar entkräften könnte.

Frau Torheit hat die Macht übernommen in der Kirche!

Malek,

in der Sonntagslesung ist von der Wiederkunft Jesu die Rede. Der liberal-laue Pfaffe sagte: Das
interessiert uns wenig...! Er sagte: Wenn Jesus uns begegnet, wird er uns zwei Fragen stellen: Wen
hast du geliebt? Und von wem wurdest du geliebt? - Ich allerdings glaube, Jesus wird nur fragen:
Wen hast du geliebt? - Aber wenn er mich das beides fragen wird, dann werde ich sagen: Ich habe
Maria allein geliebt und wurde auch nur von Maria geliebt.

Toto

*
Lieber Malek,

eins muss ich dir und der Nachwelt berichten: Gestern Nacht war ich wirklich umnachtet, mein
Herz voll zehntausend Schmerzen, ich wusste nicht wohin mit meinem Leiden, Gott und Maria
nicht da, ich schlug die Bibel auf, las von Elias, betete lange zu Elias, wollte Musik hören, da wurde
mir vorgeschlagen, ein Gespräch mit dem großen Dichter Gottfried Benn zu hören (Nietzsche-
Verehrer), ich setzte meinen Kopfhörer auf, und ich hörte den von mir für einen Heiligen gehaltenen
katholischen Dichter Reinhold Schneider, seine Stimme! Nun, meistens plauderten die total
dummen Literaturprofessoren mit dem geistreich-zynischen Benn. Reinhold Schneider, viel zu
erhaben in seinem Adel des Gekreuzigten, sagte nur zwei Sätze: Der christliche Dichter muss
einsam sein und erschöpft vom Kampf mit den Dämonen in seine Werkstatt gehen, um geschmiedet
an die Galeere seiner Leiden Zeuge zu sein von der Macht Gottes. - Das war wirklich auf die
Fürsprache des heiligen Elias eine gnädige Heimsuchung des gottseligen Reinhold Schneider um
Mitternacht!

Das sind so Eremiten-Freuden und -Freunde...

PIETIST

Im Himmel will ich dem Paulus mal einige scharfe theologische Fragen stellen...

KATHOLIK

Im Himmel will ich jauchzen und frohlocken und anbeten die Herrlichkeit des Herrn!

Aus der heutigen Predigt:

Wenn du wegen deiner Sünden leidest, ist es die gerechte Strafe Gottes. Wenn du aber gereinigt in
der Liebe Christi lebst, und dennoch leidest, ist es Christus, der in dir leidet zur Erlösung der
verstockten Sünder. Wenn aber Christus in dir leidet, ist auch Christus in dir mit seinem tiefen
Frieden und seiner übernatürlichen Freude (Freud' in allem Leid).

Damit sei gesegnet vom HERRN!

PAPST FRANZISKUS

APOSTOLISCHE REISE
RUMÄNIEN

PREDIGT

Im Wortlaut: Papstpredigt in der Kathedrale von Bukarest

Das Evangelium, das wir gehört haben, lässt uns an der Begegnung von zwei Frauen teilhaben, die
sich umarmen und alles mit Freude und Lob erfüllen: Das Kind hüpft vor Freude und Elisabet preist
ihre Cousine für ihren Glauben; Maria besingt die Wundertaten, die der Herr an seiner demütigen
Magd gewirkt hat, mit dem großen Lobgesang der Hoffnung für die, die nicht mehr singen können,
weil sie die Stimme verloren haben … Gesang der Hoffnung, der auch uns aufwecken und einladen
will, ihn heute anzustimmen und zwar mittels dreier kostbarer Elemente, die aus unserer
Betrachtung der ersten Jüngerin hervorgehen: Maria geht, Maria begegnet Elisabet, Maria freut
sich.

Maria geht … von Nazaret zum Haus des Zacharias und der Elisabet: Es ist die erste der Reisen
Marias, von der die Schrift uns berichtet; die erste von vielen. Sie wird dann von Galiläa nach
Betlehem gehen, wo Jesus geboren werden wird; sie wird nach Ägypten fliehen, um das Kind vor
Herodes zu retten; sie wird sich jedes Jahr zum Paschafest wieder nach Jerusalem begeben bis zum
letzten Fest, an dem sie Jesus auf Kalvaria folgen wird. Diese Reisen haben ein Merkmal: Es waren
nie einfache Wege, sie haben Mut und Geduld erfordert. Sie sagen uns, dass die Gottesmutter die
Anstiege kennt, unsere Anstiege kennt: Sie ist uns Schwester auf dem Weg. Da sie die Mühsal
kennt, weiß sie, wie sie uns in den Widrigkeiten an der Hand nehmen soll, wenn wir vor den
steilsten Serpentinen des Lebens stehen. Denn als gute Mutter weiß Maria, dass die Liebe sich in
den kleinen Dingen des Alltags den Weg bahnt. Mütterliche Liebe und mütterlicher Erfindungsgeist,
der imstande ist, mit ein paar ärmlichen Windeln und einer Fülle zärtlicher Liebe einen Tierstall in
das Haus Jesu zu verwandeln (vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 286).

Maria zu betrachten erlaubt uns, den Blick auf die vielen Frauen, Mütter und Großmütter dieser
Erde zu richten, die mit Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit, Entsagung und Einsatz die
Gegenwart gestalten und die Träume für die Zukunft spinnen. Sie leben eine ausdauernde und
unbeachtete stille Hingabe, die nicht fürchtet, „die Ärmel hochzukrempeln“ und sich die
Schwierigkeiten auf die Schultern zu laden, um das Leben der eigenen Kinder und der gesamten
Familie voranzubringen und dabei »gegen alle Hoffnung« (Röm 4,18) zu hoffen. In lebendiger
Erinnerung ist die Tatsache, dass in eurem Volk ein starker Sinn für Hoffnung lebt und pulsiert, über
alle Bedingungen hinaus, welche die Hoffnung verdunkeln oder auszulöschen suchen. Wenn wir auf
Maria und so viele Gesichte von Müttern schauen, erfährt und nährt man den Raum für die
Hoffnung (vgl. Dokument von Aparecida, 536), der Zukunft schafft und eröffnet. Sagen wir es voll
Kraft: In unserer Bevölkerung gibt es Raum für die Hoffnung. Deshalb geht Maria und lädt uns ein,
gemeinsam zu gehen.

Maria begegnet Elisabet (vgl. Lk 1,39-56), die schon in vorgerücktem Alter ist (V. 7). Aber eben sie,
die alte Frau, spricht über die Zukunft und weissagt: »Vom Heiligen Geist erfüllt« (V. 41) preist sie
Maria »selig«, weil sie »geglaubt hat« (V. 45), und nimmt so die letzte Seligpreisung der
Evangelien vorweg: selig, wer glaubt (vgl. Joh 20,29). Die junge Frau geht der alten auf der Suche
nach den Wurzeln entgegen, und die alte Frau wird wiedergeboren, weissagt über die junge und
schenkt ihr Zukunft. So begegnen sich Junge und Alte, umarmen sie sich und werden fähig, dass
einer das Beste des anderen erweckt. Es ist das von der Kultur der Begegnung hervorgebrachte
Wunder, wo niemand ausgesondert oder mit einem Etikett versehen wird, wo vielmehr alle gesucht
sind, weil sie notwendig sind, um das Antlitz des Herrn durchscheinen zu lassen. Sie haben keine
Angst, gemeinsam zu gehen, und wenn dies geschieht, dann kommt Gott und wirkt in seinem Volk
Wundertaten.

Der Heilige Geist nämlich ermutigt uns, aus uns selbst herauszugehen, aus unseren Abschottungen
und unseren Eigenheiten, um uns zu lehren, über den äußeren Schein hinaus zu schauen, und um
uns die Möglichkeit zu schenken, von den anderen gut zu sprechen – „sie zu segnen“ – besonders
von unseren vielen Brüdern und Schwestern, die den Unbilden des Lebens weiter ausgesetzt sind,
denen es vielleicht nicht nur an einem Dach und etwas Brot fehlt, sondern an der Freundschaft und
der Herzlichkeit einer Gemeinschaft, die sie umarmt, die sie beschützt und die sie aufnimmt. Eine
Kultur der Begegnung, die uns Christen antreibt, das Wunder der Mütterlichkeit der Kirche zu
erfahren, die ihre Kinder sucht, schützt und vereint. Wenn in der Kirche verschiedene Riten
einander begegnen, wenn nicht zuerst die eigene Zugehörigkeit, die eigene Gruppe oder Ethnie
kommt, sondern das Volk, das gemeinsam Gott zu loben weiß, dann geschehen große Dinge. Sagen
wir es voll Kraft: Selig, wer glaubt (vgl. Joh 20,19) und den Mut hat, Begegnung und Gemeinschaft
zu schaffen.

Maria, die geht und Elisabet begegnet, erinnert uns daran, wo Gott wohnen und leben wollte,
welches sein Heiligtum ist und an welchem Ort wir seinen Herzschlag hören können: inmitten des
Volkes Gottes. Dort wohnt er, dort lebt er, dort wartet er auf uns. Wir hören, wie die Einladung des
Propheten an uns gerichtet ist, uns nicht zu fürchten, die Hände nicht sinken zu lassen. Denn der
Herr, unser Gott, ist in unserer Mitte, ein Held, der Rettung bringt (vgl. Zef 3,16-17). Dies ist das
Geheimnis des Christen: Gott ist in unserer Mitte wie ein starker Retter. Diese Gewissheit erlaubt
uns, so wie Maria vor Freude zu singen und zu jubeln. Maria freut sich, weil sie die Trägerin des
Immanuel ist, des „Gott mit uns“. »Christ sein bedeutet Freude im Heiligen Geist« (Apostolisches
Schreiben Gaudete et exsultate, 122). Ohne Freude bleiben wir gelähmt, Sklaven unserer
Traurigkeit. Oftmals besteht das Problem des Glaubens nicht so sehr im Mangel an Mitteln und
Strukturen, an Quantität und auch nicht in der Anwesenheit derer, die uns nicht annehmen; das
Problem des Glaubens besteht im Mangel an Freude. Der Glaube wankt, wenn man in Traurigkeit
und Mutlosigkeit laviert. Wenn wir im Misstrauen, in uns selbst verschlossen leben, widersprechen
wir dem Glauben: Denn anstatt uns als Kinder zu fühlen, an denen Gott Großes getan hat (vgl. V.
49), verkleinern wir alles auf das Maß unserer Probleme und vergessen, dass wir keine Waisen sind
– wir haben einen Vater in unserer Mitte, einen starken Retter. Maria kommt uns zu Hilfe, weil sie,
anstatt zu verkleinern, den Herrn hochpreist, also „groß macht“, seine Größe lobpreist. Das also ist
das Geheimnis der Freude. Maria, klein und demütig, beginnt mit der Größe Gottes und bleibt trotz
ihrer Probleme – es waren nicht wenige – in der Freude, weil sie in allem auf den Herrn vertraut.
Sie erinnert uns daran, dass Gott immer Wunder wirken kann, wenn wir offen sind für ihn und für
die Brüder und Schwestern. Denken wir an die großen Zeugen dieses Landes: einfache Menschen,
die inmitten der Verfolgungen auf Gott vertraut haben. Sie haben ihre Hoffnung nicht auf die Welt,
sondern auf den Herrn gesetzt und sind so vorangegangen. Ich möchte diesen demütigen Siegern
danken, diesen Heiligen von nebenan, die uns den Weg weisen. Ihre Tränen waren nicht unnütz, sie
waren Gebet, das zum Himmel aufgestiegen ist und die Hoffnung dieses Volks gespeist hat.
Liebe Brüder und Schwestern, Maria geht, begegnet Elisabet und freut sich, weil sie etwas gebracht
hat, das größer als sie selbst ist: sie war Trägerin eines Segens. Wie sie fürchten auch wir uns nicht,
Träger des Segens zu sein, dessen Rumänien bedarf. Seid die Förderer einer Kultur der Begegnung,
die die Gleichgültigkeit und die Spaltung Lügen straft und die es diesem Land möglich macht, voll
Kraft die Huld des Herrn zu besingen.

Lieber Malek,

ich habe ein Buch gemacht mit all meinen Briefen an dich aus diesem ersten halbes Jahr, es endet
mit vielen Rittersportgedichten... und ganz zum Schluss kommt ein Gedicht von dir.... Darf ich
deine Reime unter "Malek an Toto" in meinen Briefbüchern mitveröffentlichen?

"Lieber Toto!

Danke all deinen Mitarbeitern! Ich segne dich."

Maria

Freude!!! Schönster Gottesfunke!!! Tochter aus Elysium!!! Milan hat mir geschrieben…

Malek,

Schopenhauer schrieb: Wenn ich eine Fliege totschlage, habe ich ja nicht das "Ding an sich",
sondern nur ihre "Erscheinung" totgeschlagen. Das gleiche sagt die berühmte Bhagavad-Gita, ein
philosophisches Lehrgedicht aus Indien: O Fürst, wenn du im Krieg deine Feinde totschlägst, so
schlägst du ja nur den Körper tot, die Seele ist ja unsterblich!

So unmenschlich kann Philosophie sein.

Malek,
Immanuel Kant sagt, Raum und Zeit existieren in der (unerkennbaren) "Welt an sich" nicht, sondern
sind nur Kategorien, die das menschliche Bewusstsein den Dingen zuschreibt. Wie kann das sein,
da es doch die Evolution der materiellen und auch lebendigen Natur gab lange vor dem historischen
Aufkommen der menschlichen Vernunft? Wo anders sollten die Galaxien sich ausgedehnt haben
und die Flugsaurier geflogen sein als in Raum und Zeit. Muss man nicht mit der Bibel sagen (am
Anfang schuf Gott Himmel und Erde): Am Anfang, im Urknall, schuf Gott Raum und Zeit? Das
nennt man dann nicht Idealismus, sondern Realismus, der eher katholisch ist.

Malek,

heute hat dein Eremit einen eintägigen Sommerurlaub gemacht. Ich bin mit dem Rad zu Evi
gefahren, fand in einer Bücherkiste am Wegrand ein Buch für sie. Wir waren dann beide mit den
beiden Hunden im nahen Wäldchen (in humpelte hinterher). Dann hat Evi Kartoffeln mit Kohlrabi
und Artischocke gekocht, ich saß vor der Haustür mi einem Hund und rauchte und sprach mit dem
Hund. Dann tauchten Tom und Quentin aus ihrem virtuellen Parallel-Universum auf, wir aßen
zusammen und sprachen miteinander. Tom hat Geld fürs Zeugnis gekriegt. Als ich ging, sprach ich
noch mit Evis Nachbarin und ihrem sechsjährigen Sohn Silas, die Frau jung, schlank, gut gebaut,
intelligent und charmant - süßes Weibchen!

Malek,

in meiner Übersetzung der Klagelieder Jeremias heißt es 3, 45: Du hast uns zu Ausscheidung und
Auswurf gemacht... Ich erinnere mich, ich hätte gern geschrieben: Du hast uns zu Kot und Kotze
gemacht…

Malek,

gestern war ich ganz aufgewühlt - ich habe einen zweiten Brief von Milan bekommen, den ich
abgöttisch liebe. Heute kam auch ein Geschenk vom lieben Gott - die gesammelten Briefe von
Nietzsche. So geht es mir gut.

Malek,

sie haben alle so ihre fixe Ideen, und wenn man da ein kritisches Wort sagt, sind sie gleich beleidigt
und verletzt. Evi wird fuchsteufelswild, wenn man ihren Ponyhof hinterfragt. Regine bricht die
Freundschaft ab, weil ich ihre Veganerreligion nicht ernst genommen. Du hattest Angst, ich könnte
etwas gegen deine Ahnenforschung sagen. So sind das die kleinen Götzen.

Malek,

ich hatte drei Mönchen/Priestern geschrieben, wie ich es als Katholik mit der Zungenrede halten
soll. Zwei haben nicht geantwortet, der dritte, ein großer katholischer Bibelgelehrter, schrieb, ich
solle es praktizieren, es diene der eigenen Heiligung, die Dämonen fürchten dies Gebot. "Ihn
befragte man in jener Zeit wie einen Engel Gottes"... Ich werde also wieder in Zungen beten.

Übrigens, eins muss ich noch lernen: Jedem Tierchen sein Plaisierchen zu lassen...

Toto

Katholisches Bibeldeutsch:

Ich lasse dich nicht, wenn du mich nicht segnest.

Lutherdeutsch:

Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.

Katholisch

Der Herr ist mein Hirt.

Luther

Der Herr ist mein Hirte.

Ich bevorzuge Luthers Deutsch.

Malek,

ich danke dir


1. dass du so altersmilde mit mir umgehst,

2. dass du schreibst "dein" Malek, sonst schreibt nur noch Milan "dein". Alle Frauen schreiben
höchsten "LG".

Malek,

bring deinem Weibchen mal einen Blumenstrauß mit.

Malek,

meine kleinen Freuden sind meine Träume. Vorgestern hab ich geträumt, dass Papst Franziskus von
Ultrakonservativen gestürzt worden war, ich stand ihm bei, er wurde dann von den afrikanischen
Katholiken und arabischen Muslimen als großer Prophet aufgenommen, ich begleitete ihn. Heute
Nacht hab ich einen erotischen Traum von Evi und Karine geträumt. - Ich schreibe gerade für Milan
und Simon meine Erinnerungen an ihre Kindheit 2003 bis 2010 auf. Da merke ich, dass sich mein
Glaube mit der Zeit doch weiter entwickelt hat. Leider hab ich wieder schwere Schlafstörungen.
Falls wir uns nicht mehr hören, wünsch ich dir eine schöne Rekreation am Wochenende.

Dein Toto

Malek,

ich habe 12 CDs mit Märchen aus 1001 Nacht als Hörspiel-Lesung. Goethe hat diese Bücher mit 80
Jahren noch gelesen. Es sind überwiegend Märchen für Erwachsene mit erotischen Szenen. Ich las
gestern, dass die muslimischen Gelehrten in Ägypten dieses Meisterwerk der Weltliteratur und
Weltkulturerbe - zensieren möchten. Darum übersetze ich jetzt eine Liebesgeschichte, von
Sheherezade erzählt... gegen die "pietistischen" Tugendwächter!

Malek,

bei ihren Erscheinungen in Medjugorje in der Herzegowina hat Maria einmal geweint und gesagt:
Ihr habt die Bibel vergessen! - Als ich in die Kirche aufgenommen ward, sagte der Priester: Er
komm aus dem Protestantismus, und so bringt er das Wort Gottes in die Kirche mit. - Das ist meine
katholische Berufung, Schriftgelehrter zu sein.

Malek,

warst du bei deiner Mutter? War es stärkend? In der griechischen Mythologie gab es einen Riesen,
der immer wieder seine Mutter, die Erde berühren musste, um neue Kraft zu bekommen. So sagt der
deutsche Dichter (ich weiß nicht wer): "Der Riese hat wieder die Mutter berührt!" Wenn ich meine
Mutter treffe, bekomm ich immer eine psychische Krise. Von meinem Vater werde ich immer noch
im Traum verflucht.

Malek,

dies steht in meiner Bibel, im Buch Jesus Sirach: "Besser die Bosheit eines Mannes als die Güte
einer Frau." Damit sei gesegnet,

Torsten

„Wenn DU meine Seele prüfst, lässt DU sie hervor gehen rein wie Gold."

Hiob

Danke, Malek,

dass du mir Montag Nacht noch geschrieben hast. Ich hatte Sonntag Nacht einer Bekannten
schriftlich mein Leid geklagt, sie schrieb am Montag, meine Poesie fände sie "schräg" und sie habe
in ihrem Leben zu lange versucht, "verrückten" und traurigen Menschen zu helfen.

Wer mag sich schon gerne als Verrückten betrachten lassen?

*
Malek,

die Bekannte schrieb: "Ich mag dich." Evi brachte einmal mit großer Schwierigkeit hervor: "Ich hab
dich gern." Wie arm! Aber in meiner Bibel steht: "Ich liebe dich, spricht Jahwe." Und in den
prophetischen Botschaften Mariens steht: "Deine Liebe zu mir steht in keinem Verhältnis zu meiner
Liebe zu dir!" Ich kann an keines Menschen Liebe die Liebe Gottes abspüren, ich muss unmittelbar
von Gottes und Marias Liebe leben.

Malek,

heute morgen hörte ich etwas Teresa von Avila: "There is a heavenly foolishness, a heavenly
madness, that is the gift of the eternal Wisdom of God."

Heute hab ich mir ein neues Reittier gekauft. Mein alter Esel war verreckt. Ich kaufte mir eine junge
schöne schwarze Gazelle mit langen Beinen und ganz gemütlichem Rücken zum drauf reiten. Das
gefällt deinem alten Salomo besser als diese fauchenden Blechdrachen mit dem Schwefelatem.

Liebe alte Mütterchen, bevor wir uns zu Kaffee und Kuchen versammelt, wollen wir die Dummheit
anbeten. Ihr wisst, der Philosoph ist erst zufrieden, wenn das alte Mütterchen seine Philosophie lobt.
Ihr wisst, der chinesische Dichter Bo Djü-I las seine Gedichte immer seiner Putzfrau vor, ob sie sie
auch versteht. Und unser Herr sagt: Ich preise dich, Vater, dass du das alles den Weisen verborgen
und den Dummen offenbart hast. Und Paulus sagt: Gottes Dummheit ist weiser als die Weisheit der
Weisen. Unser Schutzheiliger ist Sankt Debilissimus, der die Priesterausbildung nicht bestanden
hatte. Sancta Simpilcitas ist unsere gütige Mutter. Was die Priester betrifft, abgesehen von ihrer
Weihe sind sie Dummköpfe. Also bleibt ruhig weiter dumm. Denn der Dummheit werden Kirchen
gebaut und Messen abgeleiert. Erwartet nur nicht, dass Einer da ist - Le Saint Esprit! Amen.

Lieber Malek,

mein Mitgefühl gilt dir, wenn du wegen der häufigen Krankheit deines Kollegen übermäßig viel
Arbeiten musst. Hoffentlich wird die Gesundheit deines Kollegen einmal wieder stabilisiert, oder du
bekommst irgendwann einen neuen Mitarbeiter. Dich kann ich nur auf ein schönes
Familienwochenende und deinen nahen Urlaub vertrösten, und genieße es, dass du nicht auch noch
den Gemeindestress am Bein hast. Ruhe dich aus am Herzen deiner Ahnen, wie auch ich immer
wieder Trost finde am Busen meiner toten Geliebten.
Dein Toto

Malek,

ich bin nun endgültig CDU-Mitglied. Die CSU wollte den römischen Katholiken Weber zum
obersten Präsidenten Europas, Macron weigerte sich und wollte Ursula von der Leyen, die mir
suspekt ist, weil sie steht für die Verstaatlichung der Kleinkindererziehung. Dafür ist nun AKK
Verteidigungsministerin, ich wundere mich, und frage mich, ob das ein weiser Schritt auf dem Weg
zur populären Bundeskanzlerin ist - wenn wir nicht einen grünen Bundeskanzler bekommen. Die
CDU hat ein Amt eingerichtet "Religion und Außenpolitik", ein Benediktinermönch arbeitet dort als
Berater. Die CDU Niedersachsen hat erreicht, das Kindergartenplätze kostenfrei sind. Soviel von
der Partei -

Die Partei, die Partei / hat immer recht.

Toto

Malek,

bei Evi muss ich vorsichtig sein, sie liebt es, mich misszuverstehen, meine Mutter versteht mich
nicht im geringsten. Nur von dir fühl ich mich verstanden (und von Karine im Jenseits). dafür dankt
dir die Mutter Christi und ich.

Kommt alle zu mir, die ihr müde und beladen seid, ich will euch Ruhe verschaffen. Denn meine
Bürde ist nicht schwer, und mein Joch ist leicht. - Mein Joch ist leicht? Nicht leicht, sondern der
griechische Urtext sagt: Mein Joch ist passend gemacht, In Israel wurde das hölzerne Ochsenjoch
genau der Kraft des Ochsen angepasst. Wenn deine Bürde schwer ist, übergib sie im Gebet Jesus.
Jesus wird sich mit dir in ein gemeinsames Joch spannen und dir deine Bürde tragen helfen.

Lieber Malek,

ich kann deine Frustration über die streitbaren Degen der Reformation gut verstehen.
1. Ich finde überhaupt das Zeitalter der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges ein finsteres
Zeitalter, da die Christen auf allen Seiten Drecksschleudern waren und mit gehässiger Polemik gar
großzügig umgehen, besonders auch Luther ist voll gehässiger Polemik, gegen Katholiken, gegen
die Bauern, gegen die Wiedertäufer, gegen die Juden bis zur Blasphemie des Heiligen NAMENS.

2. Dass Christen heute einander nicht mehr mit Waffen totschlagen, aber mit Zungen totschlagen,
habe ich im persönlichen Umfeld erfahren (und mich kräftig gewehrt). Leider hab ich keinen
katholischen Mitstreiter gefunden, ich fand nur keksefressende Tanten, Schwachsinnige und
weltliche Weltpriester. Wie es mir mit den Pfingstlern ergangen ist, hab ich dir ja berichtet. Die
Lutheraner sind leider auch recht dumm. So bin ich Eremit geworden und - notgedrungen -
Einzelkämpfer. Aber mein tägliches Messopfer ist mir das Zentrum des Tages, wenn auch auf
geistige Kommunion beschränkt. Dabei aber muss ich auch so manchen närrischen Prediger
ertragen. Eigentlich fühl ich mich nur wohl bei 1. der Bibel, 2. den prophetischen Botschaften Jesu
und Mariens, 3. den Büchern von Heiligen.

Gruß und Mut!

Toto

Liebe Brüder der dispensionalistischen Gemeinde,

Wir, Papst Pius XIII., freuen Uns über die Fortschritte unserer ökumenischen Brüderlichkeit und
erteilen hiermit Euch, Euren schweigsamen Frauen und frommen Kindern Unsern Apostolischen
Segen.

Wie gerne möchte ich noch einmal junge nackte Brüste berühren - ob es das wohl im Himmel gibt?

Ich bin kein Prophet und kein Prophetenschüler, ich bin nur ein ostfriesischer Bauer. Aber der Herr
Herr hat mich von den Kühen auf den Weiden gerufen, dass ich dem Herrn Herrn in Oldenburg
meine Lieder singe. Und er hat alle meine Lieder in Wehklagen verwandelt, wie man klagt um den
einzigen Sohn.

*
Und Gabriel sprach zu mir: Fürchte dich nicht, du lieber Mann!

(Luther)

Und Gabriel sprach zu mir: Fürchte dich nicht, du vielgeliebter Mann!

(Schlachter)

Und Gabriel sprach zu mir: Fürchte dich nicht, mein Schatz!

(Bibel in gerechter Sprache)

DER DIENER

Ich habe immer wieder Frauen in Minne angebetet, aber wo ich Rosen gesehen, da fand ich nur
Dornen.

DIE EWIGE WEISHEIT

Das kam von mir. Ich wollte dich für mich allein haben.

DER DIENER

Ja, du bist die dornenlose Rose. Du bist die Rose unter Dornen.

"Sie hörte die Stimme Jesu, der sagte: Du suchst Ruhe, Freude, ein bequemes Leben. Du musst aber
sein wie ich. - Das traf sie wie ein Blitz: Leiden als ihr Lebenssinn!"

(Aus einem Buch)

Evi ist extrem unfreundlich zu mir. Aber Gras ist das Volk, das Gras verdorrt, wenn des HERRN
Odem dreinbläst!

Malek,
bitte bete für meine Mutter, sie hat ein Lymphdrüsengeschwür, Mittwoch wird es untersucht, ob es
bösartig ist. Sie hatte schon zweimal Brustkrebs.

Malek,

die letzten drei Nächte floh ich auf den Flügeln chinesischer Musik in eine chinesische
Bergeinsiedelei... Heute Nacht träumte ich von Rong-Ji, da ward ich zum alten chinesischen Weisen
mit langem weißen Bart und einem Rosenkranz aus Traubenkernen... und am Sonntag Morgen
feierte ich die Heilige Messe im Kölner Dom mit - Gott hat Humor - da waren fünf Bischöfe aus der
Volksrepublik China gegenwärtig, es wurde chinesisch, lateinisch und deutsch gebetet. Gott, dachte
ich mir, sieht mich in meiner chinesischen Bergeinsiedelei. Ich betete für die Bekehrung des
chinesischen Volkes.

Oh, fragt nicht eure Ärzte und nicht eure Priester, wenn eure Seele zugrunde geht!

Hölderlin

Malek,

ich denke an den Rilke-Vers:

"In solchen Nächten steht in der Bibel nichts."

Aber in meiner Schwanke-Bibel steht:

Das Locken der Weisheit, das Flüstern der Vernunft ist bei euch.

Und das ist mein einziger Trost.

Vater unser -
Gott ist Papa, ein höchst zärtlicher Papa, der uns liebt wie eine Mama voll Mitleid.

- der du bist im Himmel.

Gott ist überall, Gott ist uns Erdenmenschen unsichtbar, aber in der Ewigkeit werden wir ihn sehen,
wie schön er ist.

Geheiligt werde dein Name -

Der Name Gottes ist Jahwe, das heißt: Ich bin da für dich.

Dein Reich komme -

Gott sei unser König und Herr, wir wollen ihm dienen und ihm gehorchen. Sein Wille ist, dass alle
Menschen gerettet werden.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Gottes Wille ist seine Liebe, er will noch mehr unser ewiges Glück als wir selbst es wollen

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Gott gibt uns alles, was wir zum Leben brauchen, nicht nur Brot, sondern auch Luft zum Atmen,
Licht und menschliche Liebe.

Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Gott will uns alle unsere Fehler verzeihen. Seine Barmherzigkeit ist größer als alles, was wir falsch
gemacht haben. E will auch, dass wir allen vergeben, was sie uns angetan haben.

Führe uns nicht in Versuchung.

Gott möge uns davor bewahren, dass wir von unserer Liebe zu Gott - und sei sie noch so klein - uns
abwenden.
Sondern erlöse uns von dem Bösen.

Gott will uns befreien von dem Bösen, dem Übel, allen Krankheiten und vom Tod.

Denn dein ist das Reich -

Das Königreich Gottes ist das Paradies, wo wir ewig mit Ihm glücklich sein sollen.

- und die Kraft -

Gottes Macht ist sogar stärker als der Tod, er will uns ewiges Leben schenken.

- und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Gottes Herrlichkeit ist seine unaussprechliche Schönheit und die Schönheit des ewigen Paradieses,
und alles, was auf Erden schön war (Menschen, Natur, Kunst), das wird auch im Himmel sein.

Amen.

Amen heißt: So ist es, so und nicht anders.

Willst du weise werden, so liebe die Muße. Wenn du lange genug auf der einen Seite gelegen hast,
wechsle ab und leg dich auf die andere Seite. Das sei deine einzige Sorge.

Dein Freund Seneca

Und der Herr sprach: Menschensohn, ich lege die Sündenstrafen deiner Mutter auf dich, liege auf
der rechten Seite, dann liege auf der linken Seite, du kannst nicht aus dem Haus gehen, iss Brot auf
Menschenkot gebacken. Siehe, ich lege ihre Sünden auf dich und werde dich zerschlagen. Aber
fürchte dich nicht, ich bin bei dir.

*
So spricht der Patriarch: Der Mann soll seine geistigen Studien betreiben, das Weib soll sich um die
Kinder und den Haushalt kümmern.

"Ich bin mit Christus gekreuzigt worden. Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus in mir."

Paulus an die Galater

Römerbrief 9

1 Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem
Heiligen Geist, 2 dass ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen habe.
3 Ich habe gewünscht, gestraft zu sein von Christus für meine Geschwister, die meine Verwandten
sind nach dem Fleisch...

Toto

Malek,

Benedikt geht am Rollator, ist aber geistig wach, ich glaube etwa 93 Jahre alt. Vor kurzem hatte er
sich öffentlich eingebracht mit einem 20seitigen Diskussionspapier zum Missbrauchsskandal, er
hatte das vorher Franziskus gezeigt, der gab sein okay zur Veröffentlichung. Unter anderem sagte
Benedikt: Es gibt nur einen Papst und der heißt Franziskus. Falls du mal Lust hast, Texte von ihm
zu lesen, unter "vaican.va" sind alle seine Enzykliken, Briefe und Ansprachen im Netz zugänglich.

Toto

Das Lymphdrüsengeschwür unter der Achsel meiner Mutter muss operativ entfernt werden, und es
ist noch nicht klar, ob es gut- oder bösartig ist. Jedenfalls hat das Geschwür nicht gestrahlt, und alle
anderen Innereien sind krebsfrei.

*
Mein lieber Werner Heukelbach,

meine Mama hat mir in der Kindheit evangelische Weihnachtslieder vorgesungen. Übrigens ist sie
mit fünfzehn getauft worden. Sie und Oma nahmen mich in die Mitternachtsmesse zu Weihnachten
mit. Sie war es ja auch, die mich zur Taufe getragen hatte am 16. Januar 1966. Sie befürwortete,
dass ich konfirmiert werde. Ihre Art der Religion ist der typische altdeutsche Kulturprotestantismus.
Sie singt sehr gerne Bach im Chor. Bei der Johannes-Passion in der Kirche weinte sie über den Tod
Jesu. Zur Beerdigung ihres Mannes wählte sie Mozarts Ave verum corpus, die musikalische
Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments. In Krebserkrankungen bat sie mich immer um
Gebet. Sie mag auch sehr gerne Paul-Gerhard-Lieder. Sie glaubt ein wenig an den Lieben Gott.
Schön, dass du für ihr Seelenheil bittest, aber ich bin voller Vertrauen, dass sie es mit ihrem lieben
Gott ins Purgatorium schafft.

Dem kynischen Philosophen Diogenes war sein Sklave entlaufen. Da sagte Diogenes: Wäre es nicht
schmachvoll, wenn Manes ohne Diogenes, aber Diogenes nicht ohne Manes leben könnte?

Dem Dichter Toto wollte die Freundin Evi entfliehen in eine andere Stadt. Da sprach Toto: Wäre es
nicht schmachvoll für mich, wenn Evi ohne Toto, aber Toto nicht ohne Evi leben könnte?

Ich höre gerade Tom Mann Buddenbrooks als Hörbuch.

Wie gehts dir bei der Hitze?

Malek,

du verträgst keine Tomaten, im Baskenland heißen sie "pommes de paradis". Ich vertrage keinen
Wein (in Mengen), bekomme davon Eitergeschwüre. Das Wetter ist heiß. In meiner Seele ist nichts
als Trauer. Heute ist der Festtag der heiligen Anna, Mutter Mariens. Ich lasse jetzt meinen Baldrian
weg, mit oder ohne, ich wache nach vier Stunden Schlaf auf. Ich hab Evi hitzefrei gegeben. Höre
Gitarrenmusik von Bach. Hörte ein Feature über zwei Dichter des 20. Jahrhunderts, Benn und
Becher, der eine Nihilist, der andere Kommunist, der eine betet sein Ich an, der andere den
arbeitenden Menschen, o gottlose Poesie des 20. Jahrhunderts. "Doch was gehen mich Gedichte
an!?"

Toto – leider
*

Lieber Malek,

die Oberkommunistin Deutschlands Sahra Wagenknecht kann Faust I auswendig und hat in ihrer
Wohnung die Sophien-Ausgabe der Werke Goethes stehen (180 Bände, die ich auch habe) - und
daneben die gesammelten Werke des großen russischen Philosophen Joseph Stalin…

Malek,

da du dich jüngst "Halb-Katholik" genannt (zu andern Hälfte Protestant), schlage ich dir vor, dir auf
youtube Diskussionen zwischen dem Jesuiten Father Mitch Pacwa und verschiedenen
protestantischen Theologen anzuhören, etwa über sola gratia, sola scriptura, Fegefeuer,
Marienverehrung u.a., da kannst du dann deine zwei Seelen in der Brust beide füttern.

Unter Tausenden hab ich Einen gefunden - ein Weib hab ich unter ihnen nicht gefunden...

Damit grüßt dich dein Schlomo

Mein lieber Lukas,

du bist doch der einzige evangelikale Prediger, den ich höre. Der Satan zitiert die Bibel. Benedikt
XVI zitiert den Sophienfreund Wladimir Solowjew: Der Antichrist hat in Tübingen Theologie
studiert... Schön, deine Stimme zu hören. Die unrevidierte Elberfelder-Bibel (mit dem Gottesnamen
Jehova), die du mir mal geschenkt hast, hab ich wieder aus dem Regal geholt.

Ich hab heute Mittag von dir geträumt. Ich sagte zu dir: Evi ist nicht mehr schön, in ihrer Jugend
war sie schön, jetzt ist sie dick geworden. Da sahen wir Evi. Du sagtest: Ich beginne jetzt mit 50
mich für Philosophie zu interessieren. Ich sagte: Ich habe einige Bücher von Philosophen und
Einführungen in die Philosophie, die du dir ausleihen kannst.

Gruß

Torsten
(dein Halb-Orthodoxer)

Genesis 3, 15 Der Same der FRAU wird den Satan zertreten...

Offenbarung 12 Die Christen sind auch die Samen der FRAU und kämpfen gegen den Satan mit
dem Blut des Lammes...

Kirche: Maria ist die FRAU…

Der Herr, Jehova Gott, spricht: Mein lieber Josef, wenn du um eine Frau bittest, die wie ein Ei ist,
werde ich dir keine Frau geben, die wie ein Stein ist, und wenn du um eine Frau bittest, die wie ein
Fisch ist, werde ich dir keine Frau geben, die wie Schlange oder Skorpion ist. Darum habe ich dir
nicht Evi und Karine zu Frauen gegeben, sondern die Jungfrau Maria, die Makellose, dir verlobt.

Malek,

du wirst dich wundern, aber ich hab mich wieder zum Hauskreis eingeladen, will mal wieder nette
Worte hören (mit denen Evi sehr geizig ist), werde aber keine Abende mehr moderieren, Marco
moderiert dann meine schriftlichen Konzepte. Weise sucht man, wie Seneca sagt, in unserer Zeit eh
umsonst, und Salomo sagt: Sei nicht allzu weise und gerecht, dass du nicht zugrunde gehst.
Donnerstag bin ich bei Susanne zum Essen eingeladen. Quentin hat sein Mathematik-Studium nicht
beenden können, er hätte ein Praktikum oder Tutorium machen müssen, da behinderte ihn seine
Menschenfurcht, nun bekommt Evi auch kein Kindergeld mehr für ihn und gerät in eine
ökonomische Krise.

Lieber Toto,

richte nicht die Menschen, die Mich nicht verehren! Ich liebe jeden einzelnen von ihnen.

Deine Braut Maria

*
Mein geliebter Toto,

ich verspreche dir nicht, dich in DIESER Welt glücklich zu machen, aber in der KOMMENDEN!

In Liebe

Maria

Lieber Malek,

das Geschwür meiner Mutter ist bösartig, sie hat Krebs, es hat zwar noch nicht gestreut, sie muss
eine Chemotherapie bekommen und kommt in ca. einer Woche ins Brustzentrum Westerstede zur
Operation. Bitte denke an uns im Gebet.

Malek,

Evi hat gerade erzählt, sie will erst einmal mit ihren Kindern in ihrem geerbten Elternhaus in
Oldenburg-Krusenbusch einziehen, die untere Hälfte gehört ihr, oben wohnt ihr Bruder mit Frau
(etwas schwierige Leute), zwar sucht sie weiter nach ihrem Traumponyhof, aber da sie kein Geld
dafür hat, und wenn es einigermaßen gut geht mit ihrem Bruder, bleibt sie mir in Oldenburg
erhalten - ich bin erleichtert.

"Wenn ich sterbe, möchte ich nicht von Büchern, sondern von lieben Menschen umgeben sein",
Martin Buber

"Der Seemann will Bauer werden und der Bauer will Seemann werden, und der Mensch ist nie
zufrieden", Horaz

Platon schreibt von dem Utopischen Staat: Die Frauen sind Gemeineigentum, sie leben in
Frauenhäusern (oder Freudenhäusern) zusammen. Nur die tüchtigsten Krieger gehen zu ihnen ein,
um gesunde Kinder zu zeugen. Die Kinder wachsen in den Frauenhäusern auf. Die Regierungsform
ist eine Monarchie. Der Monarch soll ein Philosoph sein. (Dichter werden vertrieben.) Die
Gesellschaft gliedert sich in Lehrstand, Wehrstand und Nährstand.

Hildegard von Bingen schreibt von den Körpersäften. Starke Männer sind Könige und Krieger,
mittelstarke Männer sind Kaufleute, Arbeiter und Bauern, schwache Männer (Melancholiker) sind
Künstler und Philosophen. Starke Frauen sind Königinnen, mittelstarke Frauen sind Hausfrauen,
schwache Frauen sind "die Venus-gleichen Frauen in den Freudenhäusern" (zu denen ich mich
allein hingezogen fühle, ich Schwächling von Dichter)... Du als mittelstarker Mann (Angestellter)
hast eine mittelstarke Frau (Hausfrau) bekommen.

Malek,

im Traum war ich in Bayern auf einem Parteitag der CSU. Da wurde ich gefragt, was Weisheit sei.
Ich begann leise zu sprechen, man ermutigte mich, lauter zu sprechen. Ich sagte: Weisheit als
Sapientia (sabbern) heißt, Geschmack an Gott zu haben, so sehr, dass Gott im Innern der Seele
immer gegenwärtig ist und immer angebetet wird und immer wie ein Bräutigam geliebt wird.

"Seid geduldig, alles entwickelt sich nach Gottes Plan!"

Gruß,

Maria

Malek,

lege alle darbyistischen Bibelkommentare, Reformationsbiographien und Ahnenforschungskrimis


beiseite und höre Seneca: Die Gemütsruhe ist mächtiger als das Schicksal. Das ist ein wahres Buch.

Malek,
Evi hat mich korrigiert, sie wolle nur vorübergehend zu ihrem Bruder ziehen, suche weiterhin einen
möglichst kaputten Bauernhof weit weg von Oldenburg. Ich denke, meine Mutter verlässt mich nun
bald, Evi kann und will mir keinen Halt geben, das macht mir alles Angst, immer mehr Tote, immer
mehr in weiter Ferne, ich allein in Oldenburg, ohne Tröster, nur allein mit dem Fluch, der mich
durchs Leben begleitet.

Danke für deinen trostreichen Brief

Mein lieber Torsten!

Und wenn der Sturm noch so sehr wütet - und wenn das Meer noch so aufgewühlt ist - schaue nur
auf Mich - und du kannst auf dem Wasser laufen!

Dein Jesus

Malek,

ich bin so voller Kummer, ich kann mich nur noch mit Wodka betrinken. Bitte, bitte, schreib mir die
Ergebnisse deiner Vorsorge-Untersuchung.

Jesus war ein Seemann,

Als er wandelte auf dem Wasser.

Er sah von seinem hölzernen Turm aus,

Dass alle Menschen Seemänner werden sollen

Und nur Ertrinkende Ihn sehen können

Und die See einst alle frei gibt!

Malek,
Danke für das Geschenk der unrevidierten Elberfelder Bibel mit dem Gottesnamen JEHOVA

Das ist einmal eine gute Nachricht.

Malek,

Jesus kam nach Bethanien, Martha war aktiv in der Küche, Maria hörte dem Logos zu. Über dies
Evangelium regen sich die Katholikinnen immer auf, denn sie identifizieren sich alle mit Martha.
Darum eiern die Priester herum. Aber Jesus sagt, Maria hat das bessere Teil erwählt. So stand es in
der alten Einheitsübersetzung und so hat es die Kirche immer verstanden. In der neuen
Einheitsübersetzung steht statt besseres Teil einfach gutes Teil. Leider kenn ich hier den Urtext
nicht. Aber ich fühle mich von Jesus in meiner Kontemplation ermutigt. Papst Franziskus warnte
einmal vor dem Marthismus.

Wenn du mal mein Schönheitsideal sehen willst - die junge Joan Baez, sieht aus wie eine
Indianerin, hat einen mexikanischen Vater, erinnert mich an die Jungfrau von Guadelupe (mein
eigentliches Schönheitsideal), man nannte die junge Joan Baez auch Singende Madonna...

Es war im Advent des Jahres 2009. Wir machten am Nachmittag einen Spaziergang. Alle drei
Kinder rannten voraus, wir verloren sie aus dem Blick. Karine humpelte. Der Hasenweg war
gefroren und spiegelglatt. Karine hakte sich bei mir ein und so gingen wir langsam und vorsichtig
Arm in Arm weiter. Da sagte Karine: „Wir sind wie ein altes Ehepaar, Totolino. Wenn du bei mir
bist, hab ich keine Angst vorm Tod.“ Überall lag Schnee, auf dem Weg, auf den Wiesen zu beiden
Seiten, auf den kahlen Bäumen, die silberweißen Birken waren noch weißer geworden vom Schnee,
es war ein weißer Nebel in der Luft. So war wirklich alles um uns ein mildes weißes Licht. Ich
sagte: „Mir ist, als ob wir gerade in den Himmel spazieren.“ Und so war es auch, eine weiße Wolke
nahm uns auf.

Jehova:

Du Elender, über den alle Unwetter hingegangen, der du betrunken warst, aber nicht vom Wein -
wer tröstete dich? Wer stand dir bei?
Josef:

Malek, dein Knecht, HERR.

Malek, Lieber,

ich habe zwei Prosatexte fertig, einmal meine Memoiren (50 Seiten) und einmal ein (Fragment
gebliebenes) Philosophisches Wörterbuch. Wärst du da an etwas interessiert? Soll ich dir etwas als
Hörbuch lesen? Oder vielleicht später einmal?

Seneca zitiert Aristoteles: Ein bisschen Torheit muss bei einem Dichter immer dabei sein. Seneca
lobt den Wein, den (leichten) Rausch, die Selbstvergessenheit, das Entrücktsein vom nüchternen
Verstandesdenken als Voraussetzungen für geniale Kunst.

Hölderlin schreibt, Verstand und Vernunft bringen keine wahre Philosophie hervor, zuerst muss das
Ganze, das Eine, das Göttliche geschaut werden, dann kann das menschliche Denken es zergliedern.

Malek,

ich übersetze gerade alt-chinesische Klagelieder aus dem Chinesischen... Wie findest du diesen
Vers?

"Ich wünsche dir einen erleichternden Seufzer

Und einen Schlag ins Gesicht!"

Toto

Der Renaissance-Poet Ben Jonson sagt, Frauen sind die Schatten der Männer, laufe ihnen nach und
sie fliehen vor dir, renne vor ihnen davon und sie laufen dir nach. Goethe sagt, wenn er lieblos war,
hat er Liebe erworben, aber wenn er fast vor Liebe gestorben, ward ihm nur Gleichgültigkeit zuteil.
So liebe ich Regine nicht, aber ich kann sagen, was ich will, sie sucht immer meine Gegenwart. So
war ich in Susanne verliebt, sie schrieb nie, dann schied ich mich von Marco und Susanne, und sie
schrieb allerliebst. So sag ich Evi, ich liebe dich, wie du bist, und sie ist das garstigste von allen
Weibern.

Mein Jonathan, deine Liebe war mir wundersamer als Frauenliebe. David.

Hab heute Nacht nur vier Stunden geschlafen, musste darum bei Marco und Susanne absagen. Muss
heute mittag schlafen. Aber die Herrlichkeit ist bei mir.

Die fünf Steine Davids, mit denen er Goliath-Satan besiegte, nach der Lehre der Mutter Jesu:

1. Gebet, Gebet, Gebet, vier Stunden am Tag

2. Die Bibel

3. der Rosenkranz (oder für Protestanten Meditation übers Evangelium)

4. Die Eucharistie (oder für Protestanten häufiges Abendmahl als Quasi-Eucharistie)

5. Die Beichte (oder für Protestanten Gewissenserforschung und persönliches Gebet um


Sündenvergebung)

Tu das, und du wirst Jahwes Liebling sein.

Das ist wichtiger als Tee, Toast und Ahnenforschung…

Entschuldigung, Malek,
der Weg mit Davids Steinen ist MEIN Weg, und ich soll meinen Weg ja niemandem aufdrängen,
sagt Maria. Also geh und suche deinen eigenen Weg. Nichts für ungut.

Malek,

heute hat der Heilige Geist in der Messe gepredigt über "Strenge, sich selbst gegenüber, aber auch
andern gegenüber, den Weg der Abtötung und Askese, und wie man so Herr Gnadenlos werden
kann, und erst im Angesicht des Todes findet zum Weg einer Strenge, eingebettet in Milde und Güte
andern gegenüber"...

Warum schreibst du "Gottesdienst" in Anführungszeichen? Ist dir die "Versammlung der Gemeinde"
wichtiger als der "Dienst Gottes"? Mir im Gegenteil.

Hast du noch ein paar Tage Urlaub?

Ich schrieb einer Freundin: Bitte um den Himmlischen Wahnsinn der göttlichen Weisheit! Sie
schrieb: Nein danke, ein bisschen vegane Ernährung mit spiritueller Ausrichtung ist mir genug.

Ein bisschen lieber Gott... nur darf Er das bequeme irdische Leben nicht stören... ein bisschen Trost
und Heilung von Gott, nur darf Gott keinen großen Einsatz fordern... Gott soll das irdische Leben
schön gemütlich einrichten und dazu noch ("ohn Verdienste") den Himmel garantieren...

Jagt da einer noch der Heiligkeit nach? Betet da noch jemand, als wenn alles von Gott abhinge?
Fastet da noch irgendeiner?

Nein, die Christen sind Weltmenschen mit spirituellen Segnungen, sind Epikuräer mit
Heilsgewissheit…

Von dir hab ich gelernt, Freund, Warschau einzunehmen,

Du Bote meines Ruhms, Inspiration zu Themen!

Dein Puschkin
*

Das tut mir leid, dass du Montag wieder ins Büro musst, mein kleiner müder Engel. Gott lässt einen
kleinen Rest übrig, sind nur 144000, aber der Rest wird als lau ausgespien... Gott gebe, dass wir
nicht lau sind!

Malek,

der Islam überliefert ein Jesuswort:

Die Welt ist eine Brücke, nicht um sich auf ihr niederzulassen, sondern um hinüberzugehen.

Sie sagen: Hier ist die Kirche! Hier ist die Kirche! Ist doch alles Lüge, was der Griffel der
Schriftgelehrten aus dem Worte Gottes machen.

Jeremia

Ihr Christen!

Meint ihr, wir seien vom Schöpfer geschaffen, um das irdische Leben zu genießen? Meint ihr, wir
seien von Christus erlöst und erwählt, um das irdische Leben zu genießen? Meint ihr, die Heiligung
des Heiligen Geistes bedeute eine Steigerung des Lebensgenusses? Ihr irrt euch, ihr verweltlichten
Christen! Wir sind vom Schöpfer geschaffen, um die ewige Glückseligkeit des Himmels zu
genießen, wir sind von Christus berufen, unser Kreuz in seiner Nachfolge zu tragen, wir werden
vom Heiligen Geist geheiligt durch die Spitze des Schwertes der Leiden in Vereinigung mit dem
leidenden Gottessohn! Und warum irrt ihr euch so sehr? Weil ihr Maria, Sitz der Weisheit, nicht
verehrt, darum denkt ihr so töricht!

Toto

Malek,
die Priester machen es so: Wenn das Wort Gottes die guten Hirten lobt, dann meinen sie, da sei von
ihnen die Rede, aber wenn der Herr von den schlechten Hirten redet, dann nicht etwa von
schlechten Priestern, sondern dann sind die Hirten plötzlich Könige.

Malek,

kannst du in deinem Büro eine Hamburger Kirchenglocke hören? Wenn ja, immer wenn die Glocke
läutet, sprich ein Vaterunser oder ein Stoßgebet.

Für uns, die wir frei sind, ist die Freiheit eine alte Ehefrau, die allnächtlich im Ehebett schnarcht, es
ist oft recht langweilig und öde. Für euch, die ihr noch unterm Zwang steht, ist die Freiheit noch
eine junge, feurige Geliebte.

Nietzsche

Drängt das, was ihr schon gefunden habt, nicht den Anderen auf, sondern lebt es ihnen vor in Liebe
und Demut.

Maria

O Gott, ich brauche keinen Uralten Großvatergott, alles was ich brauche, ist die Jungfrau, nicht als
alte Ehefrau, nein, als junge feurige Geliebte! Gewähre mir diese nackte Göttin, Jehova, und ich
opfere dir mein Dankgebet in der Eucharistie jeden Morgen und Abend auf, nur Eines, sende mir
Maria mit ihrer unermesslichen Liebe zu mir! Amen.

"Wenn Frau Weisheit Christus ist, und Christus ist der Sohn Gottes, warum nennt man dann nicht
Frau Weisheit die TOCHTER GOTTES?"

Ein mittelalterlicher Theologe


*

Vashti ist Eva, Esther ist Maria, die Zweite Eva, unsere Königin, und Ahaschveros ist Gott. So
sagen die Kirchenväter.

Das ist schön, dass Timo in den Kindergarten geht. Ich war in keinem, sondern bei Oma, aber meine
Pflegekinder fanden den Kindergarten immer lustig, erst mit der Schule kommt die Bitterkeit.

Bist du eigentlich allein in deinem Büro, oder sitzt normalerweise dein Kollege D. mit dir im selben
Büro?

Was das Buch betrifft, sei nicht enttäuscht, ich habe mich nicht in deine Wünsche eingefühlt,
sondern dir ein Buch meines Lieblingstheologen über mein Lieblingsthema bestellt. Wenn dir nicht
danach ist, lies es einfach nicht, du kannst es auch weiter verschenken, wenn du keinen Platz mehr
hast.

Malek,

meine Mutter war heute im Brustzentrum Westerstede zur Gewebeabnahme. Sie sagte nur (weil ich
sie im Mittagsschlaf störte): "Es sieht nicht gut aus, Torsten." Sie muss Freitag noch einmal nach
Westerstede, da werden ihre Knochen untersucht, ob die schon befallen sind. Ich fühle mich von
deinem Gebet getragen.

Malek,

du fragst, wie meine Mutter zu ihren Enkeln steht. Das Verhältnis ist ganz gut, meine Nichten und
mein Neffe sind auch ganz nette und vernünftige Menschen. Ich habe keinen Kontakt zu ihnen.
Meine Mutter hat sie aber auch immer großzügig finanziell unterstützt. Der Freund meiner Mutter
hat mir verraten, dass meine Mutter von meinem Bruder Stefan enttäuscht ist, er hat sich zwar
neulich 30 000 Euro von ihr geben lassen, aber er würde sich nur sehr selten von sich aus melden.
Ich schreibe ihr zur Zeit jeden Tag und rufe öfter an. Ich habe ihr ein Buch Ostfriesenwitze und eine
Musik von Chören gesungene Psalmen Davids bestellt. Meine Mutter sagte heute zu ihrem Freund:
"Das ist der Anfang vom Ende..."
Toto

PS:

Marco hat das Fragment meines philosophischen Wörterbuchs gelesen und gelobt und mich zur
Weiterarbeit ermutigt. Ich wills versuchen, wenn ich mal etwas Licht sehen würde…

Lieber Malek,

ich glaube in meinem Stolz, die ganze katholische Wahrheit in der Tasche zu haben, und kann es
leider gar nicht gut vertragen, wenn andere Menschen andere Meinungen (Irrtümer) haben. Ich bin
auch leider sehr empfindlich und empfinde die meisten Menschen als ätzend und verletzend, lieblos
und dumm. Ob ich es noch einmal lerne, tolerant zu werden? Ich mache mir immer Idealistische
Idole aus den Männern (als Theologen) und Frauen (als Madonnen) und bin dann ent-täuscht, wenn
sich die Menschen als ordinäres Vieh erweisen. Das ist ein Klagelied.

Auch du musst trunken und umnachtet werden.

Nahum

Liebster Toto,

„Ich, Jesus, bin in dir, selbst wenn ich dich stellvertretend für deine Mutter in die Nacht der
Gottesfinsternis und Letzten Verlassenheit führe."

(Messe)

Mein lieber Urururgroßvater!

Du warst ein getaufter und gläubiger Christ, darum bist du nun bei Christus im Himmel, und
obwohl du dem Fleisch nach mein Urururgroßvater bist, so bist du doch im Geist mein Bruder. Du
stehst nun vor dem Thron Gottes in den Halleluja-Chören der Heiligen und Engel. Bruder in
Christo, bete für mich und meine Frau und Kinder, bitte den Herrn Jesus, uns vor dem Bösen und
dem Übel zu bewahren und uns allen einen tiefen, unerschütterlichen und wahren Glauben zu geben
und die Gottesliebe in uns zu vermehren. In Jesu Namen, Amen.

Malek,

die Christen beten um ein Heilungswunder an meiner Mutter. Ich vermute, aus ihrer eigenen
Todesangst heraus. Sie denken, es sei mir ein Trost zu hoffen, Gott schneide noch mal den Krebs
weg und gäbe meiner 80jährigen Mutter noch 30 Jahre Jugend, Gesundheit und Glück (ich rede
ironisch). Du, ich glaube, Gott hat gar keine Lust, so viele Wunder zu tun, sondern erwartet, dass
wir als Knechte und Mägde des Herrn demütig den Weg alles Fleisches gehen. Du allein bist bereit,
für das ewige Heil meiner Mutter zu beten, und das ist das Eine, was not ist.

Malek,

ich bin extrem schlecht auf Priester zu sprechen. Zwei Priester sagten mir, ich solle Evi die
Freundschaft aufkündigen, zwei Priester sagten mir, ich solle arbeiten gehen, ein Priester sagte, ich
solle nicht auf die Vorsehung vertrauen, sondern lieber arbeiten gehen, ein Priester sagte mir, es
kommen alle, alle in den Himmel, ein Priester sagte mir, ich solle es nicht übertreiben und nicht das
Stundengebet beten, ein Priester sagte mir, wir wollen beten für den Dialog mit den Muslimen, aber
nicht den Rosenkranz. Ich sah es in allem anders und folgte allein dem Heiligen Geist, d.h. nicht
den Priestern.

Erste Frau:

Du willst mich lieben? Gern! In der ersten Nacht schenk ich dir meine Liebe!

Zweite Frau:

Du willst mich lieben? Dann musst du mir vierzehn Jahre selbstlos dienen, bis ich dich - dennoch
nicht erhöre.

Verspießertes deutsches Christentum! Wohlstands-Evangelium!

*
Klagelieder Jeremias 5

3 Wir sind Waisen, ohne Vater, unsere Mütter sind Witwen geworden.

7 Unsere Väter haben gesündigt, wir, wir tragen ihre Missetaten.

Toto

Am Freitag vormittag denk an meine Mutter, da werden ihre Knochen auf Krebs untersucht.

Was für einen Vortrag gab es denn in Stade? Dispensionalismus oder Genealogie (puuh, was für
schwierige Worte, hab ich bestimmt falsch geschrieben)...

Malek,

am Donnerstag Abend hab ich mich ohne Worte mit Marco versöhnt... ich habe übrigens mich im
Verdacht, dass ich nur eifersüchtig auf ihn war, weil ich - mich in Susanne verliebt hatte... Ja, wo
der kleine Gott Amor spricht, da muss die Theologie schweigen. Marco und Susanne sagten, wie
übrigens auch Gudrun, sie hätten mich vermisst... Nur körperlich war ich von zwei Stunden
Menschen so erschöpft, dass ich erstmal ein kochend heißes Bad nehmen musste. Nun mach ich mir
um 23 Uhr noch Kaffee, weil ich noch etwas denken will, hab nämlich den ganzen Tag geschlafen.

"Gott spielt die schönste Melodie

Stets auf dem letzten Loch."

Brecht

Toto

Man halte mir ein wenig Torheit zugute.


Paulus, an die Korinther

Der Befund über das Geschwür meiner Mutter ist nun definitiv, es ist bösartig, aber, Dank sei Gott,
die Knochen und die Innereien sind krebsfrei! Nun bereden sich die Onkologen über die weitere
Therapie. Danke für dein Gebet!

"Heilig sein bedeutet, innerlich ruhig zu sein, und wenn draußen noch so wütend der Sturm ist",
sagt Maria.

Ich denke an den Vers von Rilke:

"...wie über alle hin das Leid geschah..."

Ich bete für deinen Neffen. Armes Würmchen!

"Wenn man Satiriker ist, denkt man auch auf Beerdigungen nur, wie man das für die Bühne
verwenden kann."

Malek,

auf Bibel-TV wird an diesem Samstag um 20.15 Uhr ein Spielfilm über die Marienerscheinung von
Lourdes 1858 gesendet, 1. und 2. Teil.

Malek,
ich habe vom Freund meiner Mutter erfahren, dass nächsten Donnerstag das Geschwür meiner
Mutter wegoperiert wird und dann entscheiden die Onkologen, ob meine Mutter noch
Strahlentherapie machen muss oder Tabletten nehmen. Meine Mutter ist optimistisch.

Von Evi hab ich zwei empörte Emails bekommen, ich hab ihr nämlich gestern Nacht zwei
chauvinistische Witze geschrieben, und was Frauen betrifft, verstehen die Frauen keinen Humor,
und da sie sich für Göttinnen halten, ist jeder Witz über Frauen gleich Majestätsbeleidigung und
Blasphemie.

Maria lacht mit uns...

Toto

85 % der Frauen sind mit ihrem Arsch nicht zufrieden - aber 5 % sagen, sie wollen sich dennoch
nicht von ihm scheiden lassen.

Malek,

an Maria Himmelfahrt hab ich von 3 Uhr bis 4 Uhr nachts geschlafen, dann lange Musik gehört, die
Bibel gehört, ein wenig antik-Poetisches gearbeitet, dann auf Bibel-TV eine Messe aus dem Kölner
Dom mitgefeiert, mich dann schlafen gelegt, von 9 Uhr bis 16 Uhr geschlafen, gegessen, die
Ansprache von Franziskus zum Fest gehört, weiter in Goethes Autobiographie gelesen. Abends war
ich im Hauskreis der Pfingstler. Der Text, den ich vor Monaten vorbereitet hatte, war das Selbstlob
der Frau Weisheit (Sprüche 8, Jesus Sirach 24), das war ein passender Text zum Fest, die
Diskussion drehte sich natürlich um etwas anderes, wir haben uns aber Witze erzählt und Bier
getrunken. Nun höre ich Psalmen.

Toto

Der große dispensionalistische Doktor und Theologe M.M. starb und kam in den Himmel. Der Hlg.
Geist sagte: Lieber Schriftgelehrter, nun will ich dich prüfen. - Der Hlg. Geist und Doktor M.M.
gingen in ein Zimmer. Plötzlich entstand unter den Engeln und Heiligen ein Raunen:
Durchgefallen... - Wer? Doktor M.M durchgefallen? fragte Paulus. Nein, sagte Petrus: Der Hlg.
Geist!
*

Ich, euer neuer grüner Bundeskanzler, sage euch, Deutsche, was ich beschlossen habe zum Schutz
des Klimas:

§ 1. Fleisch essen ist verboten. Alle Deutschen sollen Vegetarier werden!

§ 2. Zigaretten rauchen ist ab heute auch verboten. Wer dennoch raucht, muss einen gelben Stern
tragen.

§ 3. Autofahren ist auch verboten. Jeder Deutsche ist verpflichtet, jeden Tag einen einstündigen
Spaziergang zu machen.

Gegeben zu Berlin, im Heumond 2021.

"Alle guten Verheißungen Gottes, ihr Lieben, gelten für - na? fürs tausendjährige Reich."

Malek,

mein Kommentar zu Sprüche 1 bis 9 über Frau Weisheit stößt bei den Pfingstlern auf blankes
Unverständnis. Marco stöhnt, das sei "lyrisch" (für ihn ein Schimpfwort) und bittet flehentlich um
etwas "Handfestes" aus Paulus. Da muss ich an die Perlen und die Säue denken...

PS:

Verzeih, wenn ich gestern Nacht etwas Satire geredet.

Malek, Lieber,

wenn mir in meinem ewigen Unmut manchmal alles zur bitterbösen Satire gerät, und Juvenal sagt:
Es ist schwer, keine Satire zu schreiben - dann heißt das nicht, dass du mich verletzt hättest. Nein,
deine Lieblingstorheit vom tausendjährigen Reich verletzt mich nicht und wird mir auch zu
keinerlei Anfechtung - ich weiß, was ich glaube. Dass du aber sagst, du willst in Zukunft keinem
"Anstoß" sein - Jesus ist selbst ein Anstoß - sei nur weiter recht anstößig - und bis du es besser
weißt, vertritt nur deine Überzeugungen aus vollem Brustton. Die Christen müssen ab und zu
gegeißelt werden!

Malek,

du musst mir mal Mut machen! Marcos Unverstand frustriert mich so, dass ich gar nicht mehr
schreiben mag.

Jesus zu mir: "Der Teufel greift dich an, er will dich entmutigen, dass du aufhörst zu schreiben.
Schreibe weiter! Die Weisheit wird dich führen." So können auch Christen zum Mittel des Teufels
werden, mich anzugreifen. Gut! Wenn Satan gegen mich wütet, bin ich auf dem besten Weg! Wie
Luther - ich schleudere ihm mein Tintenfass in seine dummdreiste Fresse!

Malek,

Marco schrieb, es wäre alles ein Missverständnis... und er interessiere sich jetzt sogar für Jesus
Sirach. Das Buch ist mit 51 Kapiteln recht dick, ich habe für ihn die interessantesten Weisheiten
ausgewählt, zehn Seiten etwa. Das könnte dich auch interessieren. Wenn dir der Glaube an seine
Biblizität fehlt, halte dich an Luther, der sagte: "nützlich zu lesen", eben ein frommer jüdischer
Philosoph mit vielen praktischen Lebensweisheiten.

Ich begehre, der Diener deiner Freude zu sein.

Bei Geld hört die Bruderliebe auf, bei Geld hört die Mutterliebe auf, wegen des Geldes verflucht
der Vater seinen Sohn. Der arme Mann, der das Geld erfunden hat, schmort nun für alle Ewigkeit in
Satans brennendem Arschloch!

"HERR, wie lange muss ich noch wohnen unter denen, die den Frieden hassen? Ich halte Frieden,
aber wenn ich rede, fangen sie Krieg an. Ihre Zungen sind wie geschärfte Schwerter. Aber du,
HERR, bist mein Gemahl."
*

Willst du auch die Bienen retten?

Malek,

hast du noch nicht bemerkt, dass Kommunisten und Grüne und linke Christen die Bienen vor dem
Aussterben retten wollen und besondere bienenfreundliche Gärten anlegen? Ist die grüne
Modewelle etwa an dir vorbeigegangen? Wir aber wollen Seelen vor der Hölle retten - und müssen
wir dazu auch selbst durch die Hölle gehen…

In dem Roman Der Graf von Monte Christo, Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben, steht: "Und
Mercedes errötete leise." Gibt es das heute noch unter (abendländischen) Frauen, dieses leise
Erröten? Oder sind sie alle schamlos? Worte wie Jungfräulichkeit, Keuschheit, Sittsamkeit und
Schamhaftigkeit sind ja aus dem zeitgenössischen Sprachschatz (und Bewusstsein) völlig
verschwunden.

Malek,

ich lese gerade wieder die kommunistischen Dichter meiner Jugend, Berthold Brecht, Johannes R.
Becher und Peter Weiß. Was ihre Poesie so ungenießbar macht ist, dass sie keine Poesie der
(göttlichen) Liebe ist, sondern des (politischen Klassen-)Hasses. Und der Hass ist ganz und gar
unschön, also unpoetisch. Die jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler schrieb: "Die wichtigste
Eigenschaft des Dichters ist Gott!"

Malek,

mal was Süßes: Ich habe eine Nachbarin, die eine junge Tochter hat, die ich von ihrem 14. bis 20.
Lebensjahr angebetet habe, dann ist sie ausgezogen. Die Mutter ist ganz nett und hat mir heute
spontan ein Stück Pflaumenkuchen vom Bäcker mitgebracht.

*
Doktor M.M hielt eine Predigt über das Tausendjährige Reich. Nach der Predigt kamen zwei alte
Pietistinnen mit Halleluja-Zwiebel zu ihm und sagten: Ach, Bruder in Christo, du hast herrlich
gepredigt! Doktor M.M. sagte in wahrhaft christlicher Demut: Ach, Schwestern, das war ja gar nicht
ich, das war der Hlg. Geist! da sagten die beiden Glaubensschwestern: Nun, Bruder, so gut war es
auch wieder nicht.

"Und ich hatte alles... dazu *** (Saitenspiele in Menge / Frauen in Menge)..."

Schlomo

Was mich betrifft: die Frauen in Menge haben mich nur trostlos gemacht, aber die Saitenspiele in
Menge sind oft mein einziger Trost.

Toto

Danke, Malek,

für die beiden links zu katholischen Internetauftritten. Auf Feinschwarz habe ich einen Essay über
Maria gelesen - nicht mein Marienbild. Die zweite Seite cathwalk fand ich interessanter, mehr
meine Richtung (ich liebe die Alte Messe auch mehr als die moderne aus den 60er Jahren), wenn
auch vielleicht etwas zu einseitig auf die Frage der Alten Messe fixiert. Es wäre wahrscheinlich gut,
beide Seiten im Blick zu behalten und ab und an zu besuchen. Die katholische Kirche ist keine
Einheit im Sinne maoistischer Uniformität, sondern eine versöhnte Vielfalt. Ich neige zu den
Konservativen, mehr als zu Charismatikern oder gar Liberalen (Progressiven).

Schlaf gut oder schlag gut zu,

Dein Toto

Sokrates sagte: Ich sehe aus wie ein buckliger Waldteufel, aber in meiner Seele leben die Grazien!

*
Malek,

manchmal möchte ich die Bibel verbessern.

Sacharja: Korn gibt es, das Jünglinge, und Most, der Jungfrauen gedeihen lässt.

Ich würde es umdrehen: Korn, das Jungfrauen, und Wein, der Jünglinge gedeihen lässt.

Hiob: Das Grab sei mein Vater und die Würmer seien mir Mutter und Schwester.

Ich würde das Grab Mutter nennen und die Würmer meine Schwestern.

Salomo: Liebe ist stark wie der Tod.

Ich würde sagen: Liebe ist stärker als der Tod.

Gruß,

Torsten

Wenn der Priester betet: Herr, verzeih mir, dass ich so töricht bin - warum soll ich ihm dann weiter
zuhören?

Und die Kirche schrie: Heiliger Geist, Heiliger Geist, warum hast du mich verlassen?

Malek,

denkst du noch oft an deinen Vater? Und besuchst du, wenn du bei deiner Mutter bist, das Grab
deines Vaters? Er muss ja ein liebevoller Vater gewesen sein, dass du so patriarchalisch deine
Vorväter verehrst. Ich bin nur von meiner Großmutter gesegnet und verehre das Matriarchat meiner
Urgroßmütter. Du bist eben Adams Sohn, ich bin Evas Sohn.
*

Die von Stalin verordnete Kunst der Kommunisten, der sozialistische Realismus, schreibt so:
Subjekt, Prädikat, Objekt, Punkt. Usw. Damit auch jeder Bauer und jeder ungebildete Stahlarbeiter
dem Roman auf Zeitungspapier in der Mittagspause lesen kann. Das sprachliche Niveau einer
Kinderbibel mit dem Gott "Arbeiter".

Malek,

ich wiederhole auch etwas von meinem Vater. Er hatte zwei Söhne - Stefan war sein Liebling und
ich erregte nur seinen Unwillen. So bei Karines Zwillingen war Milan mein Liebling und Simon
nervte mich etwas, bei Evis Kindern war Tom mein Liebling und Quentin störte mich oft. Mein
Vater legte Sparbücher für seine Söhne an, so gebe ich Tom monatlich etwas Taschengeld und spare
monatlich auf einem Sparbuch für Toms Führerschein.

Im Gymnasium wurden wir in Politik und Geschichte eingeschworen auf die Feindschaft dem
deutschen Kaiser gegenüber - dazu lasen wir den Untertan von Heinrich Mann - und studierten
stattdessen die Geschichte der KPD in der Weimarer Republik. Mein Politiklehrer nannten die
RAF-Terroristen seine Genossen. An der Universität boten sie mir an das Studium der
Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik, da schmiss ich das Studium hin und studierte auf
eigene Faust die Literatur der klassischen Antike in der Universitätsbibliothek - und das mache ich
heute immer noch. Schweigt mir von der KPD!

Und arbeitete am Misttor... Susanne putzt in der Gemeinde die Toilette... Mutter Teresa sah bei einer
Nonne ein blitzblank geputztes Klosett und sagte: Die muss wirklich ihren Jesus sehr lieb haben...

Mir bleibe man vom Leibe damit!

Malek,

wir alten Peter-und-Paul sind schon recht hässlich, aber das wird noch getoppt von Pater Pio:
Als ich in Lourdes war, waren im Städtchen überall die allerschönsten allerjüngsten
Madonnenschönheiten zu sehen, wahrhaft göttlich, aber dazwischen immer das hässliche
Wurzelmännchen Pater Pio, der mich so entsetzt hat, das ich nichts mehr über Pater Pio hören will!

Heute Nacht hab ich beschlossen, alle meine kommunistischen Bücher wegzutun, sie verursachen
mir einfach moralischen Brechreiz - Brecht und Becher und Erwin Strittmatter und Ilja Ehrenburg,
pfui über den Satan!

Erich Honecker saß im Nazi-Gefängnis, er konnte fliehen und kam in Berlin bei einer Nazifrau
unter, mit der er ein Verhältnis hatte, sie half ihm, ohne Strafe ins Gefängnis zurückzukehren.Nach
dem Krieg heiratete er sie, es musste aber geheim bleiben. Er bezeichnete sie als die große Liebe
seines Lebens. Er hatte dann in Moskau einer Affäre mit einer Kommunistin, die nach dem Tod
seiner ersten Frau seine zweite Frau wurde. Dann traf er die junge hübsche Kommunistin Margot,
die ihm den Hof machte, er verliebte sich. Seine zweite Frau schrieb an Walter Ulbricht, der solle
Margot wegjagen. Aber es kam anders, Honecker ließ sich scheiden, Margot wurde seine dritte
Frau. Die Ehe war später zerrüttet, Honecker hatte Affären mit jungen FDJ-Genossinnen, Margot
hatte intime Beziehungen zu verschiedenen Männern. Der Devisenbeschaffer der DDR besorgte
Honecker Pornographische Filme aus dem Westen, das liebte er. Seine Frau als Ministerin für
Volksbildung schrieb offene Briefe an ihren Mann: "Werter Herr Staatsrat! Wie ich Ihnen schon oft
nahegelegt habe usw. Mit sozialistischen Grüßen, Ihr Minister..." Eine Frau sagte: Diese Ehe muss
die Hölle gewesen sein, die Strafe dafür, was die Honeckers dem ostdeutschen Volk angetan haben.
Honecker starb in Chile, von der PLO finanziert, mit geballter Faust die Internationale singend: Es
rettet uns kein Gott, kein höheres Wesen, uns aus dem Elend zu erlösen, das müssen wir schon
selber tun…

Zeigt dein Erstgeborener schon Zeichen, dass er in die Pubertät kommt? Der pubertierende Tom
hasst seine Mutter.

Malek,

in unserer Zeit macht man den Menschen zum Götzen. Schon Nietzsche sagte: Nach dem Götzen
des Sozialismus kommt der Götze des Mammon, und wenn der gefallen ist, bleibt nur noch, dass
die Menschen zu Göttern werden. - Im Sozialismus ist der Arbeiter zum Götzen gemacht, im
National-Sozialismus der germanische Mensch. Auch heute will der Mensch Gott sein, Herr über
Leben und Tod (Abtreibung, Euthanasie) und Schöpfer (Biogenetik). Auch in der modernen Liebe
heißt es: Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt. Das heißt, die Frau wird zum Götzen für den
Verliebten, da gelten keine Gebote Gottes mehr. Meine Mutter nannte ihren Götzen-Ehemann
"Alleskönner" (profane Fassung von Allmächtiger) und auch ich nannte in jungen Jahren Evi "das
feminine Antlitz Gottes".

Hallo junger Freund!

Micha war in der Schule. Sie hatten Religionsunterricht. Der Lehrer sagte: "Ich gebe dem einen
Apfel, der mir sagen kann, wo Gott ist!" Da meldete sich Micha, er stand auf und sagte: "Herr
Lehrer, ich gebe Ihnen zwei Äpfel, wenn Sie mir sagen können, wo Gott NICHT ist!"

Damit grüßt dich Papas Freund

"... es gibt keinen Gott!"

(Psalm 14, 1)

Doktor M.M., ein protestantischer Prediger, starb und kam zum Himmelstor. Da sagte Petrus:
Komm herein, mein Freund! Doktor M.M. sagte: Aber ich will direkt zum lieben Herrn Jesus, ich
will keine Heiligen sehen! Da sagte Petrus: Ganz wie du willst, mein Lieber. Und Petrus führte den
Doktor M.M. durch den Himmel, rechts und links standen schweigend die Heiligen, Doktor M.M.
beachtete sie nicht und ging geradewegs auf Christi Thron zu. Da stand Doktor M.M. vor seinem
lieben Herrn Jesus. Jesus wandte sich ihm zu und sagte: Mein lieber Herr, darf ich Ihnen meine
Mutter vorstellen?

Malek,

du zitierst die Offenbarung, da der Engel zum Seher sagt: Bete mich nicht an, bete Gott an. - Das
verwenden Protestanten und sagen: "Man darf Maria, die Heiligen und die Engel nicht anbeten",
und meinen damit: Man darf nicht zu ihnen beten und sie um Fürbitte und Hilfe anrufen. Wir
Katholiken verstehen unter Anbetung etwas anderes: Anbetung heißt, jemanden Gott zu nennen, der
von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt und als der Allerhöchste herrscht und Ursprung und Ziel aller
Kreaturen ist und Herr des menschlichen Herzen, diese Anbetung gebührt allein der Dreifaltigen
Gottheit. Die Engel und die Heiligen und Maria sind eine "große Wolke von Zeugen" (Hebräer) und
bilden die "Gemeinschaft der Heiligen" (Credo), wir glauben an die Eine Kirche, nämlich die
kämpfende Kirche auf Erden und die triumphierende Kirche im Himmel, wobei die Brüder und
Schwestern der triumphierenden Kirche ihren Brüdern und Schwestern der streitenden Kirche
beistehen mit Rat und Tat. Und wie in der Kirche auf Erden die Brüder miteinander reden und für
einander beten, so können und dürfen wir auch mit den Brüdern und Schwestern im Himmel reden
und sie um Fürbitte und Hilfe in Rat und Tat bitten. Das ist nicht Anbetung. Soviel nur zur
Klarstellung. Im Übrigen kannst du das halten, wie du willst.

Eben höre ich das Ave Maria von Bach gesungen von einer deutschen Soul-Sängerin aus
Delmenhorst.

Werte Genossen und Genossinnen von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands!

Ihr bekommt vielleicht 12 % der Wählerstimmen, so viel wie die Partei des Demokratischen
Sozialismus. Euer jungsozialistischer Führer K.K. plant die Wiedereinführung des Sozialismus in
Deutschland. Macht ihn zum Parteivorsitzenden, vereinigt euch mit der kommunistischen Linken,
dann könnt ihr euch Sozialistische Einheitspartei Deutschlands nennen. Zur Vorsitzenden der Roten
Front empfehle ich die rote Sahra, die Anhängerin des großen Vaters Stalin.

Mit freundlichen Grüßen,

ein monarchistisch gesinnter Christdemokrat

Malek,

da ich nicht mehr den Anspruch habe, Lehrer des Hauskreises zu sein, sondern nur Gast bin, der
sich etwas vom Denken zerstreuen will, ist es entspannt und heiter, wir scherzen viel. Zuhause
wartet dann wieder Sophia auf mich.

Malek,

ob es nun meine Mutter ist oder Evi, sie haben Herzen, hart und kalt wie Marmor. Jesus spricht von
Gottesliebe und Nächstenliebe, Evi sagt Nein dazu und will nur die Selbstliebe gelten lassen.
Esoterik ist eben spirituelle Masturbation! Und da sollte ich Liebe suchen? Nein! Ich weiß mich
geliebt von der Göttlichen Liebe, der Unbefleckten Mutter und meiner seligen Karine (Sie sagt mir:
Dein Gott ist auch mein Gott!). Evi hat mich nie geliebt, und meine Mutter hat mich auch nie
angenommen. Evi wird gehasst von Tom, weil sie ihn immer nur kritisch sieht, auch ihren Mann hat
sie nie geliebt, der einzige, den sie liebt, ist ihr Sohn Quentin, ihr Bräutigam mit dem
Ödipuskomplex. Ich bin meiner Feindinnen so müde und bin es auch müde, über ihre Herzlosigkeit
zu schreiben. Sie wollten meine Liebe auch nie haben. Also schau ich, wie ich meine tote Geliebte
besingen kann, wie Dante es mit Beatrice getan hat.

Wie oft hört man: Im fünfzigsten Jahr will ich mich ins Privatleben zurückziehen und im
sechzigsten Jahr will ich mit den wahren Dingen widmen. Woher weißt du denn, dass du diese Zeit
erreichen wirst?

Dein Seneca

Amos 7

10 Der Prediger sandte zum Präsidenten von Deutschland und ließ ihm sagen: Mitten im Haus
Germania hat sich Torsten Schwanke gegen dich verschworen; seine Worte sind unerträglich für das
Land. 11 Denn so sagt Torsten Schwanke: Der Präsident stirbt und Deutschland geht zugrunde. 12
Zu Torsten Schwanke aber sagte der Prediger: Seher, geh, flieh ins Land China! Iss dort dein Brot
und prophezeie dort! 13 In Deutschland darfst du nicht mehr prophezeien; denn das hier ist das
lutherische Heiligtum und der Reichstag. 14 Torsten Schwanke antwortete dem Prediger: Ich bin
kein Prophet und kein Prophetenschüler, sondern ich bin ein ostfriesischer Bauer und veredle Äpfel.
15 Aber der HERR hat mich hinter meiner Kuhherde weggenommen und zu mir gesagt: Geh und
prophezeie meinem Volk Deutschland! 16 Darum höre jetzt das Wort des HERRN! Du sagst:
Prophezeie nicht gegen Deutschland und geifere nicht gegen das Haus Luthers! 17 Darum - so
spricht der HERR: Deine Frau wird zur Hure in der Stadt, deine Söhne fallen im Krieg in fremden
Ländern, dein Land wird ausgebeutet, du selbst wirst begraben in ungeweihter Erde, und
Deutschland geht an Kinderlosigkeit zugrunde, und sein Land wird von den Arabern eingenommen.

In der Jugend guckt der Mann die Frau an, hört ihr aber nicht zu. Im Alter hört er ihr zu, guckt sie
aber nicht an.

Malek,
heute hab ich von 17 bis 21 Uhr geschlafen und unter anderem geträumt, dass Maria zwei
Menschen, einem erwachsenen Mann und einem jungen Mädchen zwei Aufträge gegeben hat: Der
Mann sollte eine Bewegung für Führungskräfte im Geist der Jesuiten gründen, das Mädchen eine
Laienbewegung im Stil des heiligen Dominikus (Leben in Armut, Predigttätigkeit,
Rosenkranzgebet). Ich betreute das Mädchen theologisch. DU standest dabei als
"dispensionalistischer Darbyist" und zweifeltest an dieser "Charismatik und nach-biblischen
Mystik", standest da WIE DER UNGLÄUBIGE THOMAS, überließest aber aus Freundschaft mir
die geistliche Beurteilung der Marien-Rede.

In dem Dokument Dominus Jesus aus der Feder von Kardinal Ratzinger wird im ersten Teil erklärt,
dass Jesus die absolute Wahrheit und der einzige Retter des Menschengeschlechts ist (was von
Evangelikalen bejubelt wurde) und im zweiten Teil, dass die römisch-katholische Kirche die einzig
wahre Kirche ist, die von Jesus Christus selbst gestiftet worden ist (was die Evangelikalen nicht nett
fanden).

Dein Toto

Man darf aber auch nicht vergessen, dass diese Sätze gut katholisch sind: Das Himmelreich ist nicht
identisch mit der katholischen Kirche, der Heilige Geist weht auch außerhalb der Kirche, auch
Gnade strömt außerhalb der Kirche, selbst in anderen Religionen sind Samenkörner der Wahrheit
(logos spermatikos), die Kirche sucht die Einheit mit anderen christlichen Konfessionen, arbeitet
gern mit Christen anderer Bekenntnisse zusammen und versucht nicht, Christen anderer kirchlicher
Gemeinschaften abzuwerben.

Johannes Paul sagte, Dinge, die gut katholisch sind, sind manchmal in der Kirche vergessen worden
und werden mehr in kirchlichen Gemeinschaften außerhalb der Kirche gepflegt. Heilig-Geist-
Anrufung, Zungenrede, Gebet um Heilung, Bibelstudium sind Dinge, die mir dazu einfallen.

Das gesicht vergehet uns / und ist alles schwartz fur den augen / fur grossem jamer und leid.

*
Alles Lüge!

Schön, Malek, dass du dich an so vielem freuen kannst, Tee, Toast und griechischem Klima. Nein,
ich gehe möglichst nicht aus meiner Denkerstube, auf dem Balkon ist es mir zu heiß und Nachbarn
stören mich mit ihrem Smalltalk. Mir fehlt einfach das Gen der Freude, an guten Tagen schmerzt es
und an schlechten Tagen schmerzt es sehr, und doch muss ich einige Menschen trösten. Aber Gott
weiß schon, was er tut.

Hörte heute eine Predigt über Götzen wie Gesundheit, Geistheiler-Kügelchen, Ahnen, alte
heidnische Götter, und über die skrupulösen Christen, die Angst haben vor "Götzenopferfleisch im
Supermarkt".

Malek betet:

Jungfrau Maria von Nazareth, Mutter Jesu des Evangeliums, ich vertraue mich und meine Familie
deiner Fürsprache beim HERRN an!

Bitte hilf meiner Frau in ihren mannigfaltigen Leiden, erbitte ihr den Trost des Heiligen Geistes und
die Glaubenskraft, ihr Leiden mit dem Leiden des Gekreuzigten zu vereinen. Hilf ihr, eine gute
Mutter zu sein, wie du es für deinen göttlichen Sohn warst.

Ich bitte dich, bete für meine Kinder, zuerst, dass sie das Geschenk des Glaubens empfangen und
dann, dass sie ein gesundes und glückliches Leben auf Erden leben dürfen. Wie du die Mutter Jesu
bist, sei auch die himmlische Mutter meiner Kinder.

Zuletzt bitte ich dich, Frau der göttlichen Offenbarung, auch für mich zu beten zum Allerhöchsten,
dass ich den Glauben bis ans Ende bewahre und dass der Allmächtige mir Kraft gibt für meine
mannigfaltigen Aufgaben in Familie und Arbeit und Freizeit.

Maria, Gottesgebärerin, führe unsere ganze Familie zu Jesus, dem Herrn, auf dass wir alle dereinst
zusammen glückselig sein dürfen im Paradies Gottes.

Das bete ich im Namen Jesu, des einzigen Sohnes Gottes, unseres Herrn und Meisters.

Amen

*
Platon die Apologie des Sokrates:

Diese nämlich, wie ich behaupte, haben gar nichts Wahres geredet; ihr aber sollt von mir die ganze
Wahrheit hören. Jedoch, ihr Athener, beim Zeus, keineswegs Reden aus zierlich erlesenen Worten
gefällig zusammengeschmückt und geputzt, wie dieser ihre waren, sondern ganz schlicht werdet ihr
mich reden hören in ungewählten Worten.

Paulus 1.Korinther 2

1 Auch ich, meine Brüder und Schwestern, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten
oder hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu predigen. 2 Denn ich hielt es für richtig, unter
euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, ihn, den Gekreuzigten. 3 Und ich war bei euch in
Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; 4 und mein Wort und meine Predigt geschahen
nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft, 5 auf
dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.

Kannte also Paulus den Platon und zitiert ihn hier?

Wie viel Zeit raubt dir dein Weib! Wie viel Zeit raubt dir deine heimliche Geliebte! Wie viel Zeit
raubt dir die sinnlose Arbeit und das Rennen nach Geld! Wie viel Zeit raubt dir dein Ahnenstolz!
Wie viel Zeit raubt dir dein Schlendern über den Markt! Wann hast du in deiner kostbaren
Lebensspanne nicht nur Zeit verschwendet, sondern gelebt - und die Wahrheit gesucht?

Dein Seneca

Was? Heute ist Weltkopfschmerztag? War denn gestern Weltbiertag?

Meine liebe Schwester Marcia!

Meine Mutter ist heute ins Brustzentrum Westerstede gekommen, morgen vormittag wird sie
operiert, abends werde ich von ihrem Freund Johann über den Stand der Dinge informiert.

Mit den Pfingstlern sprechen wir demnächst über 1 Korinther und mit den Lutheranern über Jona.
Schön, dass Gott mir eine so liebevolle, treue und fromme Schwester geschenkt hat! Maria, die
Schwester der Christen, sei mit dir, liebe Marcia!

Dein Bruder Totolino

Sehr merkwürdig und folgereich waren mir indessen die Unterhaltungen Lavaters und der Fräulein
von Klettenberg. Hier standen nun zwei entschiedene Christen gegen einander über, und es war
ganz deutlich zu sehen, wie sich eben dasselbe Bekenntnis nach den Gesinnungen verschiedener
Personen umbildet. Man wiederholte so oft in jenen toleranten Zeiten, jeder Mensch habe seine
eigne Religion, seine eigne Art der Gottesverehrung. Ob ich nun gleich dies nicht geradezu
behauptete, so konnte ich doch im gegenwärtigen Fall bemerken, daß Männer und Frauen einen
verschiedenen Heiland bedürfen. Fräulein von Klettenberg verhielt sich zu dem ihrigen wie zu
einem Geliebten, dem man sich unbedingt hingibt, alle Freude und Hoffnung auf seine Person legt,
und ihm ohne Zweifel und Bedenken das Schicksal des Lebens anvertraut; Lavater hingegen
behandelte den seinigen als einen Freund, dem man neidlos und liebevoll nacheifert, seine
Verdienste anerkennt, sie hochpreist, und eben deswegen ihm ähnlich, ja gleich zu werden bemüht
ist. Welch ein Unterschied zwischen beiderlei Richtung! wodurch im allgemeinen die geistigen
Bedürfnisse der zwei Geschlechter ausgesprochen werden. Daraus mag es auch zu erklären sein,
daß zärtere Männer sich an die Mutter Gottes gewendet, ihr, als einem Ausbund weiblicher
Schönheit und Tugend, wie Sannazar getan, Leben und Talente gewidmet, und allenfalls nebenher
mit dem göttlichen Knaben gespielt haben.

Herr, schick uns Kreuze, und sei es von Flöhen, Landstraßen und Poltergeistern!

Teresa von Avila

Ich will auch ein brennender Dornbusch sein!

Weise fallen in Unwissenheit, wenn sie mit Unwissenden streiten.

*
Was meinen Sie, ist Herr Schwanke ein Frauenfeind?

Das würde ich nicht sagen. Er ist ein Menschenfeind.

"Deutschland ist zum Paradies geworden...

... für internationalen Sextourismus!"

Malek,

eins meiner Lieblingswerke von Goethe ist Reinecke Fuchs. Hier findest du es theatralisch rezitiert
von einem Schauspieler.

Malek,

kennst du Milka? Den schönen Namen hat glaub ich die Großmutter von Rebekka. Kurzum, ich
schenke dir eine Packung Milka-Pralinen mit der Aufschrift "Held des Alltags"!

Katholisch und orthodox:

Kirchen mit Altar und Gott.

Lutheraner:

Gemeinschaft mit Altar ohne Gott.

Freikirchen:

Sekten ohne Altar und ohne Gott.

*
An welchem Dogma der Kirche Christi stört sich denn der Darbyist?

Neulich träumte ich, dass ich Marco sagte: Man muss die Bibel auslegen im Geist der Glocke der
Kirche und nicht im Geist der Schellen der eigenen Narrenkappe…

Malek,

hier zum Nachdenken der Aufsatz über die Heiligenverehrung von Kathpedia.

Übrigens, ich bete recht wenig zu Heiligen. Ich habe eigentlich nur bei Finanzen einen Stoßseufzer
zum heiligen Josef, manchmal rede ich mit Johannes Paul als meinem Papa, ein wenig habe ich mit
der Philosophin Edith Stein und der Mystikerin Teresa von Avila über ihre Bücher geredet.
Allerdings (und das ist ungewöhnlich für die Kirche, aber mein Beichtvater erlaubte es) rede ich
öfter mit Salomo, Jeremia und Elias. Maria ist was anderes, sie ist meine Ehefrau.

Malek,

hier Kathpedia zur Unfehlbarkeit. Was Protestanten die Irrtumslosigkeit der Bibel ist (auch
katholischer Lehrsatz) ist den Katholiken die Irrtumslosigkeit des Gottesvolkes, der Papst fasst es
nur im Lehrsatz zusammen, wurde übrigens bisher erst 2 mal ex cathedra etwas verkündet seit 200
Jahren. Es ist eben nur Einer unfehlbar und nicht jeder Schwätzer an irgendeinem christlichen
Stammtisch.

Dein Toto

War die Dachreparatur schon erfolgreich?

"Die Leute irren sich, wenn sie sich nur an die Heiligen wenden. Man muss den Heiligen Geist
anrufen."

"Ich kann selbst nicht heilen. Ich bin nicht Gott. Ich muss auch beten, um Gnaden von Gott zu
empfangen."
"Ich gebe nicht mir als der Königin des Himmels und der Erde die Ehre, sondern Gott, dem Ewigen
Vater."

"Rufe mich, wenn du mich brauchst."

Maria in prophetischen Botschaften

Malek,

Dante sah in seiner Commedia Divina den Papst Bonifaz VIII - in der Hölle…

Platon Apologie - Des Sokrates Verteidigung 3. Rede

Hoffnungen für den Tod

Laßt uns aber auch so erwägen, wieviel Ursache wir haben zu hoffen, es sei etwas Gutes. Denn eins
von beiden ist das Totsein: entweder so viel als nichts sein noch irgend eine Empfindung von irgend
etwas haben, wenn man tot ist; oder, wie auch gesagt wird, es ist eine Versetzung und Umzug der
Seele von hinnen an einen andern Ort. Und es ist nun gar keine Empfindung, sondern wie ein
Schlaf, in welchem der Schlafende auch nicht einmal einen Traum hat, so wäre der Tod ein
wunderbarer Gewinn. Denn ich glaube, wenn jemand einer solchen Nacht, in welcher er so fest
geschlafen, dass er nicht einmal einen Traum gehabt, alle übrigen Tage und Nächte seines Lebens
gegenüberstellen und nach reiflicher Überlegung sagen sollte, wieviel er wohl angenehmere und
bessere Tage und Nächte als jene Nacht in seinem Leben gelebt hat, so glaube ich, würde nicht nur
ein gewöhnlicher Mensch, sondern der Großkönig selbst finden, dass diese sehr leicht zu zählen
sind gegen die übrigen Tage und Nächte. Wenn also der Tod etwas solches ist, so nenne ich ihn
einen Gewinn, denn die ganze Zeit scheint ja auch nicht länger auf diese Art als eine Nacht. Ist aber
der Tod wiederum wie eine Auswanderung von hinnen an einen andern Ort, und ist das wahr, was
gesagt wird, dass dort alle Verstorbenen sind, was für ein größeres Gut könnte es wohl geben als
dieses, ihr Richter? Denn wenn einer, in der Unterwelt angelangt, nun dieser sich so nennenden
Richter entledigt, dort die wahren Richter antrifft, von denen auch gesagt wird, dass sie dort Recht
sprechen, den Minos und Rhadamanthys und Aiakos und Triptolemos, und welche Halbgötter sonst
gerecht gewesen sind in ihrem Leben, wäre das wohl eine schlechte Umwanderung? Oder auch mit
dem Orpheus umzugehen und mit Musaios und Hesiodos und Homeros, wie teuer möchtet ihr das
wohl erkaufen? Ich wenigstens will gern oftmals sterben, wenn dies wahr ist. Ja, mir zumal wäre es
ein herrliches Leben, wenn ich dort den Palamedes und Aias, des Telamon Sohn, anträfe, und wer
sonst noch unter den Alten eines ungerechten Gerichtes wegen gestorben ist: mit dessen Geschick
das meinige zu vergleichen, das müßte, glaube ich, gar nicht unerfreulich sein. Ja, was das Größte
ist, die dort eben so ausfragend und ausforschend zu leben, wer unter ihnen weise ist, und wer es
zwar glaubt, es aber nicht ist. Für wieviel, ihr Richter, möchte das einer wohl annehmen, den,
welcher das große Heer nach Troia führte, auszufragen, oder den Odysseus oder Sisyphos, und viele
andere könnte einer nennen, Männer und Frauen: mit welchen dort zu sprechen und umzugehen und
sie auszuforschen auf alle Weise eine unbeschreibliche Glückseligkeit wäre! Gewiß werden sie
einen dort um deswillen doch wohl nicht hinrichten. Denn nicht nur sonst ist man dort glückseliger
als hier, sondern auch die übrige Zeit unsterblich, wenn das wahr ist, was gesagt wird.

Albertus Magnus

Albertus Magnus (dt.: Albert der Große; * 1193; † 15. November 1280 in Lauingen an der Donau in
Schwaben) ist ein Kirchenlehrer und wird doctor universalis genannt, "allgemeiner Lehrer" (im
Sinne von Universalgelehrter).

Albert wurde als Spross eines Rittergeschlechtes im Bistum Augsburg geboren. Während seines
Grundstudiums der "Artes liberales" an der berühmten Universität von Padua (1220) lernte er den
neugegründeten, aufstrebenden Orden der Predigerbrüder kennen und lieben. Trotz der
Schwierigkeiten, die ihm sein Oheim bereitete, trat er auf Anraten des seligen Jordanus von
Sachsen, der damals Generalmeister des Ordens war und mit glühender Begeisterung über die
Nachfolge Christi predigte, 1223 in den Orden des heiligen Dominikus ein. Von den Oberen des
Klosters in Padua wurde er zunächst nach Köln gesandt. Er richtete in verschiedenen deutschen
Orten Lehrstühle ein und gründete dann in Köln selbst eine Ordensschule, die zu einem geistigen
und wissenschaftlichen Zentrum wurde. Er unterrichtete 1237 in Regensburg. Dann ging er 1240
nach Paris. Er erhielt dort als erster Deutscher einen Lehrstuhl.

Nicht nur in Philosophie und Theologie machte Albert wichtige Entdeckungen, sondern auch im
Bereich der Naturwissenschaften war sein Universalwissen von großer Bedeutung. Aufgrund seiner
herausragenden Erkenntnisse wurde ihm auch der lat. Beiname „Magnus“, „der Große“ gegeben.

Ab 1254 wurde Albert für drei Jahre in das Amt des Provinzials der deutschen Dominikanerklöster
gewählt. Unermüdlich zog er von einem Kloster ins nächste, strengstens darauf bedacht, den
Glaubensverfall seiner Mitbrüder zu verhindern und genügend junge Männer für das arme Leben
nach dem Vorbild des heiligen Dominikus zu begeistern.

Auf Wunsch des Papstes, der um die herausragende Bildung Alberts wusste und deswegen großes
Vertrauen in ihn hatte, wurde der Dominikaner 1262 zum Bischof von Regensburg geweiht.
Obwohl er seine Arbeit gut machte, bat er bereits 1262 um einen geeigneten Nachfolger und eine
neue Aufgabe für sich selbst. 1269 ist er wieder in Köln, wo er sich vorwiegend der Wissenschaft
widmete. 1273 ist er in Nimwegen. 1274 war er beim Konzil von Lyon.

Trotz seines Alters begann Albert nach Beendigung dieser Aufgabe wieder zu lehren. Er
unterrichtete in Paris, Straßburg, Würzburg und zuletzt wieder in Köln, wo er schließlich am 15.
November 1280 in hohem Alter starb.
Er wurde in der Kölner Dominikanerkirche beigesetzt. Seine Gebeine wurden 1954 in die Krypta
der Kölner Kirche St. Andreas übertragen, an der seit 1947 die Dominikaner tätig sind.

1941 erklärte Papst Pius XII. den hl. Albertus Magnus zum Patron aller Naturwissenschaftler.

Patronate

Berufe:

der Theologen

der Wissenschaftler

Menschen:

der Studenten

Religion:

der Theologen

Natur:

der Naturwissenschaftler

Der 700. Todestag des Hl. Albert war im Jahr 1980 der offizielle Anlass für den ersten Besuch von
Papst Johannes Paul II. in Deutschland.

Gebet am Grab des hl. Albertus Magnus in der Kirche St. Andreas in Köln am 15. November 1980:

Gott, unser Schöpfer, Urheber und Licht des menschlichen Geistes, du hast dem heiligen Albert in
der treuen Nachfolge unseres Herrn und Meisters Jesus Christus eine tiefe Erkenntnis des Glaubens
geschenkt. Die Schöpfung selbst wurde für ihn zur Offenbarung deiner Allmacht und Güte, indem
er dich in der Kreatur tiefer erkennen und lieben lernte. Zugleich hat er die Werke menschlicher
Weisheit, auch die Schriften nichtchristlicher Philosophen, durchforscht und sie für die Begegnung
mit deiner Frohen Botschaft erschlossen. Du hast ihn durch die Gabe der Unterscheidung in
einzigartiger Weise dazu befähigt, dem Irrtum zu wehren, die Wahrheit aber zu vertiefen und unter
den Menschen auszubreiten. Dadurch hast du ihn zum Lehrer der Kirche und aller Menschen
bestellt. Stärke und beschütze auf seine Fürsprache unseren Glauben in der geistigen Verwirrung
unserer Tage. Gib uns die Weite seines Geistes, damit uns auch der Fortschritt der Wissenschaften
hilft, dich tiefer zu erkennen und dir näherzukommen. Laß uns wachsen in der Erkenntnis der
Wahrheit, die du selber bist, damit wir dich einmal zusammen mit allen Heiligen schauen dürfen
von Angesicht zu Angesicht. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

3 Mose 13

40 Wenn einem Manne die Haupthaare ausfallen, daß er kahl wird, der ist rein. 41 Fallen sie ihm
vorn am Haupt aus und wird eine Glatze, so ist er rein.

Gruß,

Toto

Der protestantische Rationalismus ist eine arge Verkürzung der göttlich-offenbarten Religion.

Lieber Malek,

es ist egal, ob man Tragödien schreibt oder die Küche renoviert, entscheidend ist nur, mit welcher
Liebe für Gott man das tut!

Mutter Erde hat vier Söhne,

Vier Söhne hat die Mutter, die schöne:

Der erste Sohn,

Das ist die Winterdepression.

Der zwei Sohn,

Das ist die Frühlingsdepression.


Der dritte Sohn,

Das ist die Sommerdepression.

Der vierte Sohn,

Das ist die Herbstdepressionen.

Und alle vier Söhne, die Depressionen,

Im Einem Haus mit Mutter Erde wohnen.

Lieber Malek,

wenn der Sicherheitsdienst dich überwacht, dann wäre ich dir unendlich dankbar, wenn du mir noch
abends einen - kurzen - Gruß zusendest, ich komme mir sonst so unendlich einsam vor. Wenns nicht
zuviel erbeten ist. Darfst du denn tags noch meine Mails lesen oder das auch nicht? Soll ich dir
etwas weniger schreiben?

Franziskus, als er noch Kardinal in Buenos Aires war, hatte einen persönlichen Freund, einen
Bischof der Anglikaner. Dieser Freund wollte Mitglied der katholischen Kirche werden. Der
katholische Kardinal sagte: Tue das nicht, wir brauchen Brückenbauer.

So war das Leben mit Karine und Kindern, damals sah ich oft dieses Musikvideo:

I am the king of sorrow,

I have already paid for all my future sins,

Will this grieve ever leave me?

*
Da sprach die Königin-Mutter: O König, es gibt in deinem Reich einen Mann, in dem die Weisheit
der heiligen Götter ist!

Malek, Lieber,

nach zwei Stunden Schlaf war ich mitten in der Nacht erwacht und betete schlaftrunken: Bleib ruhig
liegen, Maria, ich steh schon mal auf…

Heute Nachmittag hab ich geträumt, dass ich auf einer Kur war und hatte zum Abschlussfest
(Sylvester) mein letztes Shirt an, dass nun auch noch Kaffeeflecken hatte. Da bot mir meine
Zimmernachbarin einen schönen rosenroten Pullover an mit dem Bild von Salomos Löwenthron, ihr
Mann bot mir einen weißen Pullover an, ich nahm aber den roten, der war so lang, dass es aussah
wie Salomos königlicher Purpurmantel. Damit ging ich auf den Karneval. Da traf ich einen
chinesischen Buddha, der fragte, was ich studiere, ich sagte: Ich studiere nicht, ich bekomme die
Weisheit von Gott geschenkt. Dann waren da die klassischen Narren der Theaterkomödie aller
Völker. Unter ihnen war auch eine moderne Hexe, die ich mit einem Fluch verbannte. Ich sagte zu
Harlekin: Schön, dass hier ein echter Harlekin ist, dumme Narren hab ich zuhause genug, aber
keinen so schönen italienischen Harlekin. Ich begrüßte auch Pierrot. Unter ihnen war auch im
Gewand eines englischen Butlers der Kammerdiener des Papstes, ich fragte nach der Gesundheit
des Papstes (Johannes Paul). Dann traf ich meine Zimmernachbarn wieder. Der Mann hatte viele
Bücher. Da ich mich auf der Party langweilte, lieh ich mir von ihm die Prozessakten von Jeanne
d'Arc aus. Ich war in seinem Zimmer, da lagen seine drei sechzehnjährigen blonden Töchter in ihren
Betten und lachten mich an. Ich sagte: Da seh ich nun auch noch die drei Grazien! Da tauchte aus
ihren weißen Kissen die vierte Tochter auf, sehr schön, jung, schlank, blond, ich sagte: Du bist die
vierte Grazie! Sie fragte: Wer ist die vierte Grazie? Ich sagte: Sappho, die Dichterin von Lesbos
wird von Platon vierte Grazie und zehnte Muse genannt.

BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS

ZUM WELTGEBETSTAG FÜR DIE BEWAHRUNG DER SCHÖPFUNG

1. September 2019

»Gott sah, dass es gut war« (Gen 1,25). Am Anfang der Bibel ruht der Blick Gottes sanft auf der
Schöpfung. Vom bewohnbaren Land bis zu den Wassern, die das Leben nähren, von den Bäumen,
die Frucht tragen bis zu den Tieren, die das gemeinsame Haus bewohnen, alles ist vor den Augen
Gottes wertvoll, und er gibt dem Menschen die Schöpfung als eine kostbare Gabe, die zu hüten ist.
Tragischer Weise antwortete der Mensch auf diese Gabe mit dem Missklang der Sünde, des Sich-
Verschließens in die eigene Autonomie und der Gier nach Besitz und Ausnutzung. Egoismen und
Eigennutz haben aus der Schöpfung, die ein Ort der Begegnung und des Miteinanderteilens sein
sollte, einen Schauplatz von Rivalitäten und Auseinandersetzungen gemacht. So ist die Umwelt
selbst in Gefahr geraten. Das, was in den Augen Gottes gut war, wurde zu einer in den Händen des
Menschen nutzbaren Sache. Die Umweltschäden haben sich in den letzten Jahrzehnten vermehrt:
Die beständige Verschmutzung, der unaufhörliche Gebrauch von fossilen Brennstoffen, die
intensive landwirtschaftliche Nutzung, die Gewohnheit der Abholzung der Wälder erhöhen die
Globaltemperatur bis zur Alarmstufe. Die Zunahme an Intensität und Häufigkeit extremer
meteorologischer Phänomene und die Wüstenbildung stellen die Verwundbarsten unter uns auf eine
harte Probe. Das Schmelzen der Gletscher, die Wasserknappheit, die Vernachlässigung der
Wasserreservoire und das beträchtliche Auftreten von Plastik und Mikroplastik in den Ozeanen sind
ebenso besorgniserregende Tatsachen, welche die Dringlichkeit eines nicht weiter aufzuschiebenden
Einschreitens bekräftigen. Wir haben eine klimatische Notlage geschaffen, welche die Natur und
das Leben, auch unser eigenes, stark bedroht.

An der Wurzel steht das Vergessen dessen, was wir sind: Geschöpfe nach dem Bild Gottes (vgl. Gen
1,27), die dazu berufen sind, als Brüder und Schwestern das gleiche gemeinsame Haus zu
bewohnen. Wir sind nicht dazu geschaffen, um Einzelwesen zu sein, die sich als Herren aufspielen,
sondern wir sind gedacht und gewollt, um inmitten eines Lebensnetzes zu wirken, das aus Millionen
von Arten besteht, die von unserem Schöpfer für uns liebevoll zusammengefügt sind. Die Stunde ist
gekommen, unsere Berufung als Kinder Gottes, als Geschwister untereinander und als Hüter der
Schöpfung wiederzuentdecken. Es ist Zeit zu bereuen und sich zu bekehren, zu den Wurzeln
zurückzukehren: Wir sind die Lieblingsgeschöpfe Gottes. Er ruft uns in seiner Güte, das Leben zu
lieben und es in Gemeinschaft sowie verbunden mit der Schöpfung zu leben.

Daher bitte ich die Gläubigen inständig um ihr Gebet in diesem Zeitraum, der sich aus einer
angebrachten, im ökumenischen Bereich entstandenen Initiative als Zeit der Schöpfung
herausgebildet hat: eine Periode intensiveren Gebets und Handelns zugunsten des gemeinsamen
Hauses, die heute, am 1. September, dem Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung, beginnt
und mit dem 4. Oktober, dem Gedenktag des heiligen Franziskus, abschließt. Dies gibt uns eine
Gelegenheit, uns noch stärker mit den Brüdern und Schwestern der verschiedenen christlichen
Konfessionen vereint zu fühlen. Ich denke besonders an die orthodoxen Gläubigen, die schon seit
dreißig Jahren den heutigen Gedenktag feiern. Empfinden wir uns auch in einem tiefen Einklang
mit den Männern und Frauen guten Willens, die wir gemeinsam berufen sind, angesichts der uns
alle betreffenden ökologischen Krise für die Obhut des Lebensnetzes, an dem wir teilhaben, Sorge
zu tragen.

Dies ist die Zeit, um uns wieder an das Beten in die Natur eingetaucht zu gewöhnen, wo spontan der
Dank zu Gott dem Schöpfer aufsteigt. Der heilige Bonaventura als Sänger der franziskanischen
Weisheit sagte, dass die Schöpfung das erste „Buch“ ist, dass Gott vor unseren Augen geöffnet hat,
weil wir in ihr die geordnete und schöne Vielfalt bewundern und so zur Liebe und zum Lobpreis des
Schöpfers zurückgeführt werden können (vgl. Breviloquium, II,5.11). In diesem Buch der
Schöpfung ist uns jedes Geschöpf als ein „Wort Gottes“ geschenkt worden (vgl. Commentarius in
librum Ecclesiastes, I,2). Im Schweigen und im Gebet können wir den vielstimmigen Gesang der
Schöpfung vernehmen, der uns auffordert, aus unserer selbstbezogenen Verschlossenheit
auszubrechen. Er schenkt uns von neuem die Erfahrung, von der Zärtlichkeit des Vaters eingehüllt
zu sein und voll Freude die empfangenen Gaben mit anderen zu teilen. In diesem Sinne können wir
sagen, dass die Schöpfung, das Lebensnetz, als Ort der Begegnung mit Gott und untereinander, das
„soziale Netzwerk“ Gottes« ist (Ansprache an die Mitglieder des europäischen Pfadfinderverbandes
UIGSE, 3. August 2019). Sie führt uns dazu, einen Gesang kosmischen Lobpreises zum Schöpfer
zu erheben, wie die Schrift lehrt: »Preist den Herrn, all ihr Gewächse auf Erden; lobt und rühmt ihn
in Ewigkeit!« (Dan 3,76).

Dies ist die Zeit, um über unsere Lebensstile nachzudenken und darüber, wie unsere täglichen
Entscheidungen, was Speisen, Konsum, Fahrten, Wasser- und Energieverbrauch sowie die Nutzung
von vielen materiellen Gütern betrifft, oft unbesonnen und schädlich sind. Wir sind zu viele, die
sich als Herren der Schöpfung aufspielen. Entscheiden wir uns zur Veränderung, zur Annahme von
einfacheren und respektvolleren Lebensstilen! Es ist Zeit, die Abhängigkeit von fossilen
Brennstoffen aufzugeben und schnell und entschieden Übergänge zu Formen sauberer
Energiegewinnung und nachhaltiger Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Und vergessen wir nicht auf
die indigenen Bevölkerungen zu hören, deren jahrhundertealte Weisheit uns lehren kann, unser
Verhältnis zur Umwelt besser zu leben.

Dies ist die Zeit, um prophetische Handlungen zu unternehmen. Viele junge Menschen erheben ihre
Stimme auf der ganzen Welt und fordern mutige Entscheidungen. Sie sind von vielen unerfüllten
Versprechen und von Verpflichtungen, die wegen einseitiger Interessen und Vorteile vernachlässigt
wurden, enttäuscht. Die jungen Menschen erinnern uns daran, dass die Erde nicht ein Gut ist, das
man verschleudern kann, sondern ein Erbe, das weiterzugeben ist. Sie erinnern daran, dass die
Hoffnung auf das Morgen nicht ein schönes Gefühl ist, sondern eine Aufgabe, die heute konkrete
Handlungen erfordert. Ihnen schulden wir echte Antworten, nicht leere Worte: Fakten und keine
Illusionen.

Unsere Gebete und unsere Appelle sind vor allem darauf gerichtet, die politischen und
gesellschaftlichen Verantwortlichen zu sensibilisieren. Ich denke dabei besonders an die
Regierungen, die in den nächsten Monaten zusammenkommen, um entscheidende Verpflichtungen
zu erneuern, damit unser Planet auf das Leben hin und nicht auf eine Begegnung mit dem Tod
zugeht. Es kommen uns hier die Worte in den Sinn, die Moses vor dem Einzug ins Gelobte Land an
das Volk als eine Art geistliches Testament richtete: »Wähle also das Leben, damit du lebst, du und
deine Nachkommen« (Deut 30,19). Es sind prophetische Worte, die wir auf uns und die Situation
unsere Erde anwenden können. Wählen wir also das Leben! Sagen wir Nein zur Gier nach Konsum
und zu Allmachtsansprüchen, den Wegen zum Tod; schlagen wir weitsichtige Pfade ein, die aus
verantwortungsvollem Verzicht heute bestehen, um Perspektiven für das Leben morgen zu
garantieren. Geben wir nicht der niederträchtigen Logik des leichten Gewinnes nach. Denken wir an
die Zukunft aller!

In diesem Sinne kommt dem bevorstehenden Gipfeltreffen der Vereinten Nationen bezüglich von
Maßnahmen für das Klima besondere Bedeutung zu. Bei dieser Konferenz wird den Regierungen
die Aufgabe zufallen, den politischen Willen zu einer drastischen Beschleunigung der Maßnahmen
zu zeigen, um – auf der Linie der Ziele des Übereinkommens von Paris – möglichst bald Netto-
Emissionen von Treibhausgasen gleich Null zu erreichen und den mittleren Temperaturanstieg auf
1,5°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Im nächsten Oktober wird dann das
Amazonasgebiet, dessen Unversehrtheit gefährdet ist, im Zentrum der Aufmerksamkeit einer
Sonderversammlung der Bischofssynode stehen. Nehmen wir diese Gelegenheiten wahr, um auf
den Schrei der Armen und der Erde zu antworten!
Jeder gläubige Christ und jedes Mitglied der Menschheitsfamilie kann dazu beitragen, das
Lebensnetz, das alle umfasst, wie mit einem feinen, doch einzigartigen und unentbehrlichen Faden,
zu knüpfen. Fühlen wir uns darin einbezogen und dafür verantwortlich, uns mit dem Gebet und dem
Einsatz die Sorge um die Schöpfung zu Herzen zu nehmen. Gott, der »Freund des Lebens« (Weish
11,26), gebe uns den Mut, das Gute zu tun, ohne darauf zu warten, dass andere damit anfangen, und
ohne zu warten, bis es zu spät ist.

Aus dem Vatikan, am 1. September 2019

FRANZISKUS

Malek,

die katholische Bischofskonferenz in Deutschland plant eine breit angelegte Diskussion in und auch
außerhalb der Kirche über Fragen der Macht in der Kirche, Überdenken des Zölibats und
Anpassung der kirchlichen Sexualmoral an die heutige Lebenswirklichkeit. Kardinal Woelki,
Erzbischof von Köln, sieht die Gefahr einer Spaltung, dass die deutsche Kirche sich von der
Universalkirche abspaltet und zu einer (liberal-protestantischen) Nationalkirche wird. Ich finde es
oft ungeheuerlich, was man von deutschen Bischöfen hört. Ich halte fest zu Woelki, dem Fels in
Deutschland, und zu Rom.

Gruß,

Toto

Ich hab den Vortrag halb gehört, ist ein sympathischer Mann, war auch interessant, aber ich vertraue
in Jenseitsdingen auf die Lehre der Kirche (der Kirche Auslegung der Schrift).

Malek,

den Vers "Frau Torheit ist eine schamlose Dirne" kommentierte ich: "Die heutige Mädchenmode ist
schamlos", das gab im Hauskreis eine ausführliche Kontroverse Diskussion. Ich habs von einer
prophetischen Botschaft Jesu, dem die "nackte Mode" der Frauen nicht gefiel.
*

Malek,

wenn du meine Mutter weiter der Gnade des Herrn empfehlen magst, sie wird wahrscheinlich die
nächsten fünfzig Tage jeden Tag von Hage bei Norden nach Aurich fahren müssen zur
Strahlentherapie.

Da sprach Elias zu mir: Ist denn kein Gott in der katholischen Kirche, dass du hingehst, den Gott
der Protestanten zu befragen? - Da sagte ich: Heiliger Elias, heilige mich von der protestantischen
Unzucht!

(Das ist wieder ein Text, Malek, der dir nicht gefallen wird.)

Eine schöne, aber schamlose Frau ist wie eine Sau mit einem goldenen Ring in der Nase. Nur
herbei, ihr appetitlichen Säue! Wir lieben ja Schweinefleisch.

Schlomo

Malek,

nach drei Stunden Schlaf hörte ich plötzlich in meinem Zimmer ein unheimliches Schnaufen näher
kommen, etwa wie das Schnüffeln der Orks im Film vom Herrn der Ringe, ich wachte halb auf und
dachte, das ist der Satan, ich versank aber wieder im Schlaf, da hörte ich es neben meinem Lager
rascheln, wie eine Ratte in Papieren, ich betete: Maria! Da bekam ich Kraft, mich zu erheben und
das Licht anzumachen. Ich schaltete das Bibel-Radio an und hörte diese Verse aus Hiob:

Hiob 4

12 Zu mir aber kam heimlich ein Wort, mein Ohr vernahm ein leises Flüstern;

13 in Schreckgedanken, durch Nachtgesichte erregt, wenn tiefer Schlaf die Menschen befällt,
14 da kam Furcht und Zittern über mich und durchschauerte alle meine Gebeine;

15 denn ein Geist ging an mir vorüber; die Haare meines Leibes standen mir zu Berge.

16 Er trat vor mich hin, und ich konnte sein Aussehen nicht erkennen; eine Gestalt war vor meinen
Augen, ich hörte eine flüsternde Stimme.

Puuh, das war gespenstig!

Toto

Malek,

heute hat Evi meinen Bücherberg um mein Sofa aufgeräumt. Nur die Bücher, die ich jetzt lesen
will, blieben gefegt liegen. Hier die Liste:

Bibel

Botschaften der Gottesmutter

Botschaften der Königin des Friedens

Botschaften der Königin der Liebe

Botschaften Mariens an die Priester

Goethe Dramen

Klopstock Oden

Hölderlin Werke

Marina Zwetajewa Briefe

Lord Byron complete Works

Goethe sämmtliche Gedichte

Anette Droste Epen

Rahel von Varnhagen Briefe

Else Lasker Schüler Briefe


Puschkin Aufsätze und Tagebücher

Platon sämmtliche Werke Band 1

Nietzsche Gedichte

Nietzsche sämmtliche Briefe

Wieland die Geschichte des Agathon

Else Lasker Schüler sämmtliche Gedichte

Puschkin sämmtliche Gedichte

Gruß

Toto

Malek,

heute hab ich einen Film gesehen, die Frau hatte ein madonnenhaftes Antlitz, schmales Gesicht,
große Braune Augen mit sehr weißen Augenlidern, lange schlanke Nase, schönen Mund, ich dachte,
so eine Frau würde mir gefallen, im nächsten Augenblick dachte ich, aber sie wird auch alt und
runzlig. Dann küsste der Mann seine Frau. Da dachte ich: Ich guck lieber weg, was ist denn so
schön daran, ein bisschen Speichel auszutauschen? Ja, sag mal, was ist denn so schön am Küssen?

Die gesammelten Werke von Goethe hab ich natürlich im Regal und lese sie jetzt zum zweiten Mal.
Nur den Band mit einigen Dramen hab ich am Sofa liegen. Es ging nur um meine aktuelle
Handbibliothek, die Wände sind voll mit Büchern. Gute Nacht!

1. zur Stimmung meiner Mutter kann ich dir nichts sagen, sie gibt solches mir gegenüber nicht
preis, wie sie auch von meinen Stimmungen nichts wissen will.

2. Die Auslegung des Hohenliedes als weltliches Liebeslied gibt es erst ab dem 19. Jahrhundert mit
dem Beginn der historisch-kritischen Methode (Herder, Oberhofprediger zu Weimar). Die ganze
Tradition der Kirche verstand das Buch als Allegorie auf Gott und die Seele oder Jesus und die
Kirche, und so sehe ich das auch.
Danke für deine vielen Mails, das tat mal gut.

Malek,

auf der Ikonographie ist Paulus immer kahlköpfig dargestellt, weil er nicht der Bräutigam ist,
sondern der Brautführer. Der Bräutigam Messias hat lange dunkle Locken. Lange Haare sind ein
Symbol der Erotik. Die ägyptische Liebesgöttin Hathor wurde wegen ihrer langen Haare gepriesen.
Paulus schreibt, die Frau solle lange Haare (als Schleier ihrer Brautschaft) tragen. Auf allen
Marienbildern, die nach Angaben von Sehern gemacht sind, hat Maria lange Haare. Es gibt keine
kurzhaarige Madonna. Immer trägt sie einen Schleier auf dem Haupt. Die Mode, kurze Haare als
Frau zu haben, kam mit dem weltlichen Feminismus auf, und ist entstanden in antichristlichen
Bewegungen. Das weiß oder glaubt nur heute keine Christin. Darüber rede ich auch lieber nicht. Ich
habe schon genug Mühe, den Frauen sittsame Kleidung anzuraten.

Dann würde die Welt an eine Marienerscheinung glauben und die protestantischen Brüder und die
Nachrichten würden davon berichten, wenn die Madonna - im Bikini erscheinen würde…

Alles Irdische ist absolut unwichtig. Das Einzige, was zählt, ist, in der Todesstunde in Christus zu
sein.

Jesus:

Liebe Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit all deiner Kraft, mit all deinem Denken, und
den Nächsten wie dich selbst.

Die Esoterikerin:

Liebe dich selbst, und du wirst von den Menschen geliebt werden.

*
Ich hatte von drei Uhr nachts bis neun Uhr geschlafen, dann eine Papst-Messe in Mozambique
mitgefeiert, gefrühstückt, Musik gehört und mich um 13 Uhr wieder schlafen gelegt, um 15 Uhr
wurde ich telefonisch geweckt, schlief dann von 16 bis 20 Uhr, und da am Nachmittag träumte ich:
Ich war im Petersdom mit Johannes Paul und einer Gruppe von Christen, ungebildeten (vielleicht
der Hauskreis). Der Papst hielt einen Vortrag über die Erschaffung der Welt. Ich sagte ihm,
Aristoteles hielt die Materie für ewig, und das dachte man bis ins 20. Jahrhundert, darum man erst
gegen die katholische Urknall-Theorie war. Der Papst sagte: Wo kommt denn der Urknall her? Ich
wollte zum Vortrag Kunst beisteuern und empfahl ein Gedicht von Heinrich Heine. Der Papst sagte,
Heine sei zu revolutionär, der werde im Petersdom nicht gelesen. Ich sagte, Heine habe vor allem
seelische Schmerzen gehabt, seine Götter seien der Wein und die schönen Frauen gewesen. Dann
wollte ich noch symphonische Musik zum Thema Schöpfung beisteuern und gab dem Papst
Musikaufnahmen, eine von Puccini und eine von Gustav Mahler. Die hörten wir. Der Papst ließ aber
auch noch inszenieren von Pink Floyd das Lied Shine on you crazy diamond. Dann musste ich auf
Toilette, ich ging in eine kleine Kabine neben dem Papstthron, die Kabine war mobil und fuhr mich
aus dem Petersdom in eine kleine Klosterkapelle, wo ich kacken konnte, ich sagte zu den Mönchen:
Schaut weg, sonst kann ich nicht kacken. Die Mönche riefen: Schande, ein Laie hat in unserm
Kloster die Stimme erhoben. Und die Mönche lobten sich selbst, dass sie dem Papst ungehorsam
seien. Das sagte ich dem Papst und fragte ihn wie er mit solcher Armee den Krieg gewinnen wolle.
Ich sagte: Aber du kämpfst ja nicht mit einem Heer sondern in der Kraft des Heiligen Geistes. Der
Papst gab mir recht. Dann sprachen wir noch über die deutsche Bibel. Der Papst verstand mich,
dass ich als deutscher Dichter die Original-Lutherbibel am schönsten finde, das sei auch einem
Konvertiten erlaubt, aber zuverlässiger sei eine gewisse katholische Bibel (nicht die
Einheitsübersetzung). Dann kam Karine, aber der Traum war zu intim, um ihn mitteilen zu können.

J. & M. HERZ J. & M.

Was heißt das?

Josef und Malek lieben Jesus und Maria.

Ich:

Geliebte, ich denke an dich!

Sie:

Die Ewigkeit wartet auf dich…

*
Malek,

heute feierte die Kirche Mariens Geburtstag. Der Prediger zitierte das Gedicht "eines großen
katholischen Dichters, eine überschwängliche Hymne an Maria, die Schönste aller Frauen" - nun,
der "Dichter" war ein Theologe und Priester und das Gedicht war schwach. ICH, ICH BIN
MARIENS DICHTER UND KEINER SONST WIE ICH UND IN HUNDERT JAHREN
WERDEN IN MARIEN-MESSEN MEINE WAHRHAFT SCHÖNEN HYMNEN GELESEN
WERDEN. "Josef, Du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria zur Frau zu nehmen." (Matthäus 1).
ICH, MARIENS MANN UND DICHTER, MARIA MEINE FRAU UND MUSE. Ein schönes
Geburtstagsgeschenk von ihr für mich.

Malek,

Evis Mann (auf dem Papier) hat Knochenkrebs.

Malek,

im Gespräch über Jona 1 fragten die Lutheraner, ob es auch heute Propheten gäbe. Sie meinten,
Propheten seien Martin Luther King, Nelson Mandela, Mahatma Ghandi und die kleine Schwedin
Greta. Als wir einmal über Weisheit sprachen und ich fragte: Wer ist weise? Nannten sie die gleiche
Liste. Nun, nur wir Katholiken haben Weise und glaubwürdige Propheten.

Wenn du um eine Frau wie ein Ei bittest, geb ich dir keine Frau, die wie ein Stein ist, und wenn du
um eine Frau bittest, die wie ein Fisch ist, dann werde ich dir keine Frau geben, die wie eine
Schlange ist. Darum hab ich dir nicht Karine oder Evi zur Frau gegeben, sondern die Jungfrau
Maria.

Malek,

heute Vormittag und Mittag war ich sehr leidend. Ich wusste mir nicht zu helfen. Da gab der Geist
mir ein, mal Kephas-Fernsehen einzuschalten, da begann gerade eine Messe außer der Reihe für die
Kranken, mit Krankensalbung und eucharistischem Segen. Das hat mir etwas geholfen. In der Welt
Augen bin ich dumm, in Gottes Augen weise, um nicht zu sagen, selig.

Toto
*

Malek,

heute Nachmittag rief mich eine uralte Lutheranerin aus Norden in Ostfriesland an, mit der ich 1996
kurz im Bibelkreis war, sie habe plötzlich im Gebet den Eindruck gehabt, mir einen Segensspruch
Gottes mitteilen zu sollen. Darin hieß es unter anderem: Gottes Weisheit führe dich... Ein schönes
Zeichen vom Herrn.

An alle, die für meine Mutter gebetet haben

Meiner Mutter Operationswunde muss noch punktiert werden, am Mittwoch wird die
Strahlentherapie definiert, die etwa in vierzehn Tagen beginnt. Meine Mutter ist erschöpft von den
vielen Terminen und weiten Fahrten und schläft schlecht, aber sie ist dankbar und heilfroh, dass die
Lebensbedrohung sich verzogen hat. Ich danke euch allen für euer Gebet.

ALTER DICHTER

O holde Maid!

JUNGER DICHTER

Yeah, du geile Schlampe!

NAME MARIA

Es gibt zahlreiche Erklärungsversuche für den hebräischen Namen Mirjam beziehungsweise für
Maria, aber keine Deutung ist sicher. Da er schon in Ägypten gebraucht wurde, so bedeutet er unter
anderem “die von Gott Bevorzugte”, andere Deutungen sind “Stern des Meeres”, “Herrin”,
“Schöne”. Als erste Trägerin dieses Namens begegnet uns im Alten Testament eine Mirjam als
Schwester des Moses.
Wie andere Marienfeste, wie etwa das Rosenkranzfest am 7. Oktober oder Maria Schnee am 5.
August, ist das Fest Mariä Namen mit der Anrufung Mariens als Hilfe der Christen gegen die
Gefahr durch das türkische Heer verbunden.

Als 1456 die Osmanen vor Belgrad standen, ordnete Papst Kalixt III. am Fest der Apostel Petrus
und Paulus als europäisches Gebet das Angelus-Gebet für die gesamte christliche Welt an.

Nach der siegreichen Schlacht bei Lepanto am 7. Oktober 1571 führte Pius V. das Rosenkranzfest
ein. So wie der Sieg von Lepanto der Überlegenheit der Türken auf dem Mittelmeer ein Ende
gemacht hatte, so brach der Sieg am 12. September 1683 bei Wien die Vormachtstellung der
Osmanen zu Land.

Kaiser Leopold I. war damals mit dem Hof von seiner Hauptstadt nach Passau geflüchtet und
besuchte als Beter Altötting. Hier hatte er 25 Jahre vorher, am 5. September 1658, als junger Kaiser
sein Reich, das Heilige Römische Reich deutscher Nation, in der Gnadenkapelle der Muttergottes
geweiht.

Dort betete Kaiser Leopold I. um den Segen Marias für sein Reich. Ein Zeitgenosse berichtet, dass
der erst 18-jährige Kaiser nach dem Prunk der Krönung im Juli des gleichen Jahres in Frankfurt am
Main “nichts inniger in seinem Herzen und Sinn getragen habe als den Wunsch, vor Übernahme der
Regierung die Gottesmutter in Altötting zu verehren”.

So kniete er in der Gnadenkapelle “allerdemütigst vor unserer lieben Frau, um von ihr der
Himmels-Kayserin das neu angetretene Kaysertum zu Lehen zu nehmen und sich und seine
untergebene Land und Leut unter den Schutz Mariae wider seine Feind bestermassen zu befehlen”.
25 Jahre später brauchten der Kaiser und das Reich diesen Schutz.

Am 15. August, also am Fest Mariä Himmelfahrt, zog der Polenkönig Johann III. Sobieski dem
Kaiser zu Hilfe. Auf Rat von Markus von Aviano hatte ihm Kaiser Leopold den Oberbefehl
übertragen. Dem siegreichen Heer der Christen wurde das Banner Mariens vorausgetragen. Im
Jahre 2003 hat der polnische Papst Johannes Paul II. den Kapuzinerpater Markus von Aviano selig
gesprochen, der 1683 Feldprediger des kaiserlichen Heeres war.

Tagesgebet

Gott, unser Retter, der Name der seligen Jungfrau Maria ist für uns ein Zeichen der Hoffnung
geworden. Befreie uns auf ihre Fürsprache aus allen Gefahren und vollende an uns das Werk der
Erlösung. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.

Malek,
gestern wurde in Oldenburg eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg entschärft, ich wurde
evakuiert, war in der Zeit beim Bibelkreis, wir sprachen lachend über das Lob der tüchtigen Frau,
Marco brachte mich nach Hause, da war gerade erst die Evakuierung aufgehoben. Morgen kommt
meine Mutter zu mir. Ich hoffe, du hattest einen schönen Abend mit deinem heidnischen Ahnenkult,
ich bin ja auch ein Heide und preise die Götter.

Malek,

im Traum war ich in Oldenburg in einer heiligen Messe und ein Oldenburger Priester predigte. Er
hielt eine Einheitsübersetzung hoch und sagte sinngemäß: Dies ist eine Bibel, das ist ein altes Buch
mit Worten Gottes. Ihr könntet einmal dieses Buch nehmen und darin blättern. Dies ist eine
katholische Einheitsübersetzung, es gibt aber auch andere Ausgaben mit einem anderen Titelbild.
Die evangelischen Christen lesen die Luther-Übersetzung. Einige meinen, die Einheitsübersetzung
sei so schön wie die Lutherübersetzung. - Das schmerzte mich so, dass der Priester dem katholisch-
heidnischen Herdenvieh wie Kindern erklären musste, was eine Bibel ist, dass ich das Kirchenhaus
während des Gottesdienstes verließ.

PS:

Maria in einer Erscheinung weinte. Warum? Sie sagte: "Ihr habt die Bibel vergessen!"

"Wer seinen Bruder einen Narren schilt, der ist des Todes schuldig! Sie sind unschuldig, denn ich
bin ihr Bruder nicht! Du bist mein Bruder!"

Bettine

Liebe Bruder in der Byblia!

Meiner Mutter hat es so gut bei mir gefallen, dass sie mir einen Geldschein zum Abschied in die
Hand drückte, dafür hab ich mir die Wuppertaler Studienbibel AT gekauft. Hoffentlich muss ich
mich nicht über allzuviel Evangelikalen-Torheit ärgern.

*
Diesen Samstag den 14.9. feierte die Kirche das Fest Kreuzerhöhung. Angeblich hatte Kaiserin
Helena im vierten Jahrhundert das Kreuz Christi gefunden, da wurde es in der Grabeskirche
aufgestellt zur Verehrung. Das glaub ich zwar nicht. Aber ein Fest zu Ehren des Kreuzes ist mir
recht. "Herr, lehre uns, in der Torheit deines Kreuzes deine allmächtige Weisheit zu erkennen!..."
Von halb 12 bis 2 Uhr war ich mit meiner Mutter und ihrem Freund essen (gestern Abend musste
Evi eine Extraschicht Wohnungputzen einlegen). Wir sprachen über Politik und das Kochen, Dinge,
die mich nicht interessieren. Von 15 bis 20 Uhr waren zwei "christliche" Handwerker bei mir, einen
neuen Kleiderschrank und ein Bücherregal aufzustellen, Gerede übers Putzen, schwere Bretter
tragen, viel Laufen. Puuh, das war eine Kreuzigung! Und alle Hausfrauen mit ihrer Putzfrauen-
Philosophie wollten noch Evis Pflege kommentieren. Abends hörte ich Paulus-Briefe bis "Grüße
mir Evodia (Evi) und Syntyche (Karine)..." Da war ich endlich wieder allein mit meinen beiden
Frauen. Nun muss ich den ungeheuren Stress mit viel Wodka herunterspülen. Ja, ich bin Josef, aber
nicht Josef der Zimmermann, sondern Josef der Träumer…

Malek,

heute ist ein deutscher Priester selig gesprochen worden, den die Nazis in Dachau umgebracht. Eine
prophetisches Zeichen gegen das Wieder-Anschwellen der braunen Sintflut. Ich könnte heute
weinen vor Erschöpfung.

Jesus, du gekreuzigte Schlange, heile mich von den Schlangenbissen der Welt!

PS:

Frau Weisheit flirtet heftig mit mir.

Wehe den Priestern! Sie sind Kloaken der Unreinheit worden!

Maria

Malek,
heute ist alles bitter. In der Messe der Franziskaner aus Amerika ergreifen sie offen Partei für die
ultratditionalistischen Kritiker des Papstes und begeben sich in den Dunstkreis der erzreaktionären
Schismatiker. Es ist ein Dreck mit dem Klerus!

Es gab nur Einen wahren Christen, und der starb am Kreuz, sagt Nietzsche. Es gibt nur Einen
rechtgläubigen Katholiken, und das ist Papst Franziskus, sagt Schwanke.

Malek,

der Befund für Evis Mann steht jetzt fest, sein Knochenmarkskrebs ist wieder ausgebrochen,
letztlich unheilbar, kann aber noch einmal durch Knochemarkstransplatation und Bluterneuerung
aufgeschoben werden. Tom umarmte ihn, Quentin zog sich traurig zurück. Evi kann, wenn ihr
Mann nicht mehr arbeiten kann, die Wohnung nicht mehr finanzieren, muss dann wohl in ihr
Elternhaus ziehen, da sind aber noch teure Umbauten vorzunehmen und sie hat seelische Angst vor
ihrem dominanten Bruder und der Schwägerin. Donnerstag geh ich auf Toms 16. Geburtstag.
Vielleicht magst du Evi in dein Gebet einschließen.

PS:

Ich hoffe, du hattest erbaulichen Kontakt mit Christen und nicht wie ich immer nur Ärger.

Malek,

heute habe ich die philosophischen Schriften des Aristoteles in sechs Bänden bekommen. Ich hoffe,
er kann neben meinem geliebten Platon bestehen.

Was ist der Mensch? Ein vernünftiges, sinnliches Wesen, das die Fähigkeit hat - zu lachen!

Sagt der Philosoph.

*
Malek,

ich höre gerade deinen Lieblingsprediger über die Mode-Ideologie der Grünen. Falls du den Vortrag
noch nicht kennst:

Ich fand die Analyse der Grünen-Ideologie gut: Neomarxismus, Feminismus, Homosexualität,
Abtreibung, Gender. Die Wurzeln sah er bei Marx, bei Freud, bei der Frankfurter Schule und bei
Rousseau. Das war sehr weise. Allerdings die Antwort auf die offensichtliche Krise der Schöpfung
durch menschliche Umweltverschmutzung nur darin zu sehen: Jesus kommt wieder, im
Tausendjährigen Reich wird alles gut - das finde ich einfach nur dumm und frech. Die Christenheit
hat auch eine Verantwortung, die Welt zu gestalten, umzugestalten, und nicht nur auf den
Millenianismus zu verweisen. Das ist jedenfalls nicht katholisch.

aus der Predigt heute Morgen:

Nachts wird der Begriff Liebe oder der Begriff Gott 2 Millionen mal bei Google abgefragt, der
Begriff Sex 3 Milliarden mal. In Spiegel online wurde berichtet über das "Handbuch der vielfältigen
Sexualität" von namhaften Sexualwissenschaftlern, Professoren (keine Satire): 12jährige Knaben
sollen lernen, "wo der Penis noch alles stecken kann", 14jährige sollen ausgerüstet werden mit
Vibrator, Taschen-Muschi und Lederpeitsche.

Malek,

heute ist die Wuppertaler Studien-Bibel zum AT angekommen, ich fange mit Jeremia an. Gleich
fahre ich zu Toms Geburtstag. Der Bibelkommentar gefällt mir gut. Hab auch heute Morgen etwas
Aristoteles gelesen. Hab gestern zu tief ins Glas geschaut, bin heute müde und konnte noch nichts
schreiben.

Ich wünsche dir dann ein schönes Wochenende in der Heimat deiner Kindheit.

Malek,

als ich zu Tom fuhr, kam ich am Wäldchen vorbei, wo gerade Evi und Quentin mit den Hunden
spazieren gingen. Mein Freund Chesmo, der Rüde, haute ihnen ab und rannte mir entgegen und
sprang an mir hoch, um mich freudig zu begrüßen...
Evi hat eine junge Nachbarin mit einer ziemlich interessanten Figur, die hat einen recht wilden
5jährigen Knaben, der sich neulich schwer verletzt hatte. Dem hatte ich eine Packung seiner
Sammelkarten mitgebracht. Die junge Frau fragte hinterher Evi insgeheim, wie es komme, dass ich
so lieb sei?...

Ein schöner Geburtstag, mein Geschenk hat Tom große Freude gemacht…

Der Evangelikale:

Mit dem Tod des letzten Apostels endete das Christentum. Dann gab es 1500 Jahre nur katholischen
Aberglauben. Das Christentum erwachte mit Luther, Calvin und Zwingli. Dann schlief es wieder
ein. Es leuchtete noch mal bei den Methodisten Wesleys auf. Endgültig erwacht ist es mit der
Gründung evangelikaler Freikirchen im 20. Jahrhundert. Wir sind die wahre Brautgemeinde Jesu.
Die Volkskirchen, evangelische und katholische, lehren nicht das Evangelium.

Malek,

ich gehe mit Lady Hagia Sophia schlafen und wache mit Lady Hagia Sophia auf, wie es in der Bibel
steht. Neulich abends segnete Sie mich: Ich sah mir ein Video von ultrakonservativen Papstkritikern
aus den USA an, da wurde eine amerikanische Ikone besprochen: der Rahmen des Bildes war in
Kreuzform, auf dem Bild tauchte Jesus über der Milchstraße aus der Nacht auf: Haupt und nackter
Oberkörper, und im Hintergrund feurig-rot war in der Nacht die Lady Hagia Sophia, die dem
Betrachter mit ausgebreiteten Armen den Messias schenke. Die "Alt-Katholiken", die "Rigiden"
(wie Franziskus sie nennt) sagten: Das ist Gnostizismus, das ist Häresie, vor einer solchen Ikone
würden wir lieber auf die Messfeier verzichten, reiß das Bild von der Wand und verbrenne es! - Da
sah ich, wenn es auch in hundert Jahren (katholische) Fundamentalisten gibt, dann werden sie dazu
aufrufen, alle meine Werke - zu verbrennen.

Lieber Malek,

am Samstag Nachmittag hab ich von dir geträumt. Das Mädchen Mirjam wollte mich heiraten, aber,
wie sie sagte, nicht nur schöne Romanzen leben, sondern in guten und schlechten Tagen beisammen
stehen, für immer treu. Das machte deinem ehe-scheuen Freund Angst. Du kamst gerade aus dem
Gemeindehaus einer kleinen evangelikalen Sekte. Am Fenster hing ein Plakat: Wir lesen die Bibel
auf ungarisch, kommen Sie, Sie werden es nicht bereuen. Ich fragte dich, ob ich heiraten solle. Du
sagtest, ich solle aus Liebe zu Mirjam mich entschließen, ab Mittags keine Zigarre mehr zu rauchen.
Du hieltest zwei Zigarren in der Hand. Ich sagte: Wenn die weißen Göttinnen (die Musen) in der
Stille zu mir kommen, mir meine Gedichte einzugeben, dann würde mich eine Frau nur stören, wie
Karine mit ihrem Getrampel immer störte, Evi dagegen sei nicht trampelnd, sondern wandelnd
gekommen. Du saßest in einem roten Familienauto und hörtest dir das an. Der Traum ging noch
weiter, Mirjam wollte mich dann doch nicht heiraten wegen meiner sexuellen Vorlieben. Puuh, so
bin ich noch mal drumrum gekommen…

Malek,

im Kommentar zum Jeremia las ich: Der Liebesbund der kanaanäischen Götter und Göttinnen ziele
auf eine VERSCHMELZUNG VON GOTTHEIT UND MENSCHHEIT, der Liebesbund Jahwes
mit Juda sei GEHORSAM GEGENÜBER SEINEM WILLEN UND WORT. So sagt der
evangelikale Protestant. Übrigens glaube ich nicht, dass die kanaanäische Religion zu der
"Verschmelzung" führte, sondern es waren sexualmagische Praktiken zur Förderung der natürlichen
Fruchtbarkeit. Aber - steht nicht eine "Verschmelzung" (oder besser Vereinigung) mit Gott höher als
der bloße Gehorsam? Das denke ich jedenfalls.

Ich, Papst Franziskus, lade alle Großen der Erde in Politik und Religion und Kultur zu einem Pakt
des neuen Humanismus ein für die Erziehung der Jugend zu einer Generation, der unser
gemeinsames Haus, die Mutter Erde, bewahrt. Ich lade euch alle zum 14. März 2020 nach Rom ein
und freue mich auf euch und segne euch.

Franziskus I. PP, aus dem Vatikan

DER PROTESTANT

Ich knechte mich unter das Wort Gottes.

DER KATHOLIK

Ich lasse mich führen auf dem Weg zur mystischen Vereinigung mit Gott.

DER PROTESTANT

Die Gottesfurcht ist der Anfang...

DER KATHOLIK

...der Weisheit.
*

Maria:

Betet vier Stunden am Tag.

Seher:

Ist das nicht zuviel gefordert?

Maria:

Das ist doch gerade ein Sechstel eures Tages.

Papst Franziskus und die altkatholischen und evangelikalen Fundamentalisten, die ihn Antichrist
nennen -

Was kümmert es den Mond, wenn der Hund ihn anbellt, was kümmert es die Eiche, wenn die Sau
sich an ihr reibt!

Lieber Malek,

alter Patriarch! Neues aus meinem Matriarchat: Ich gratulierte telefonisch meiner Mutter zum
Geburtstag, sie wurde gerade - ihre Auferstehung von den Toten - von Freunden gefeiert und lachte
und war GLÜCKLICH wie ein Kind am Kindergeburtstag. Ich aber war nach dem Erwachen so
UNGLÜCKLICH, ich mochte nicht leben, mein einziger Trost war Jesaja 66: Nun dürft ihr euch
satt trinken an ihren herrlichen Brüsten - Mariens!

Malek,

der Pastor der Oldenburger Pfingstler hat 45 Minuten über Esther gepredigt (ohne über Esther zu
predigen). Papst Franziskus hat meinen katholischen Sender gesagt, sie sollen nicht länger als 10
Minuten predigen: "In der Kürze liegt die Würze".

Wenn du in deiner Predigtreihe zum Lukas an die Stelle kommst, wo Maria undd Jesu Brüder zu
ihm kamen und Jesus sagte: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die Gottes Wort hören und
tun - dann wisse, dass Maria im NT immer Gottes Wort gehört und getan hat, es also keine
Ablehnung seiner Mutter war, Maria nur lernen sollte, dass wichtiger als ihre leibliche Mutterschaft
der Fakt ist, dass sie eine (die erste) Jüngerin des Herrn ist.

Toto

Aus einer Marienerscheinung im Nigeria um 1995:

Seherin:

Is it good to pray like the charismatic groups?

Maria:

It is good to pray. But not in a noisy way…

Malek,

der Himmel spricht mich als Witwer an. Ich soll nun rein leben als Witwer bis zum Grab. Karine
war die einzige Frau, die mich geliebt hatte (außer Oma), ich war glücklich mit ihr in meiner
neuheidnischen Jugendzeit. Mit meiner Bekehrung hat Christus mich in die Ehelosigkeit gerufen.
Ach, weh mir, Gott hat mir Karine genommen... Als Christ hab ich ihr dennoch dreimal einen
Heiratsantrag gemacht. Ach, ich Seelenkrüppel - als sie mich wollte, da wollte ich sie nicht, und als
ich sie wollte, da wollte sie mich nicht mehr. Dennoch durfte ich mit ihr die Wonne einer Familie
und der Kinderliebe erfahren, platonisch. Nun ist sie tot. Ich bete für sie (im Reinigungsort), sie
betet für mich (im Fegefeuer auf Erden), oft sehne ich mich nur nach dem Tod, um endlich wieder
bei Karine zu sein…

Malek,

1998-99 war ich Pfingstler, aber ich nannte Inka ganz spontan eine "prä-raffaelitische Madonna"...
So hab ich immer nur Frauen geliebt, in denen ich die Madonna erkannt habe.

*
Danke für den schönen Text ("Ich möchte mit den alten Geistern verkehren"...) Heute ist der Tag
von Nikolaus von der Flüe, der Frau und Kinder verlassen, um als EINSIEDLER zu leben…

Alle Seher, die Maria gesehen haben in ihrem Pneuma-Leib, sagen einhellig, dass sie lange Kleider
bis auf die Füße trägt. - Im Himmel tragen die Frauen keine Hosen, erst recht keinen Mini-Rock.

Malekko,

im Traum hab ich dir einen Brief geschrieben: "Wer Moab ist, das weiß kein evangellikaler
Bibelkommentar. Sie ist sehr schön!" Dann beschriftete ich den Briefumschlag und schrieb statt
INRI - Inka. Ich adressierte an die ganze Familie und legte für euch eine Tüte Weingummi mit in
den Brief. Ich hoffe, er ist angekommen. (Verzeih, wenn ich dir so etwas Törichtes schreibe, aber in
der ganzen Welt herrscht Frau Torheit, wie sollte ich da nicht auch ein Tor sein?)

TOR-sten

Frau Weisheit:

Denkt nicht an eure eigenen Interessen und Wünsche, sondern denkt an die Dinge Gottes!

Der Weltmann:

Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorübergehen, aber nicht wie du willst, sondern
mein Wille geschehe!

Heute Morgen hat mir ein "junges, schönes, frischgewaschenes Mädchen" (Nietzsche) Blut
abgenommen, anschließend hab ich fürstlich im Café gefrühstückt.

Kommunismus ist schuldig der Hauptsünde der Habgier (die Paulus Götzendienst nennt), denn sie
hassen (auch Hass ist eine Sünde) die Reichen und wollen sie enteignen, um selbst den Reichtum
der Reichen zu haben. Aber da sie dumm sind, bringen sie es in ihrer Wirtschaft nur dazu, dass alle,
alle arme Sklaven sind. Nein, lassen wir den Reichen ihren Reichtum und hoffen wir, dass sie ihn
mit einem guten Herzen dazu verwenden, Gutes zu tun.

Malek,

heute ist der Festtag des heiligen Hieronymus. Der Papst hatte ihm den Auftrag gegeben, die
Evangelien in modernes Latein zu übersetzen. Er war so eifrig, dass er die ganze Bibel übersetzte.
Das war für mich vom Herrn, Gottes Weisheit, der Auftrag, an meiner Schwankebibel
weiterzuarbeiten. Ich habe gleich das erste Kapitel vom "Evangelium nach Mark" übersetzt. Bin
allerdings todmüde, bin nach 1 Stunde Schlaf um vier Uhr aufgewacht und konnte seitdem nicht
wieder schlafen.

Gott hat die Welt durch die Musik erschaffen.

Evi ist recht bedrückt wegen der Leiden ihres Mannes. Er bekommt neun Monate im Pius-Hospital
Kontagen-Tabletten und ist wohl recht mutlos. Evi sagte, er habe ihr doch das Gefühl von
Sicherheit gegeben (Arbeit, Haus, Auto, Hunde) und das ist Frauen ja immer sehr wichtig. Aus
finanziellen Gründen hat sie nun vor, in ihr Elternhaus zu ihrem Bruder zu ziehen, da müssen aber
von Amts wegen noch Umbauten vorgenommen werden, die nicht billig sind. Ob das gelingt, dass
sie da bald einzieht, ist noch nicht ganz gewiss. Auch hat sie Sorge, dass es viel Streit mit ihrem
dominanten Bruder und dessen Frau gibt, die beiden sind sehr ordentlich, und bei Evi herrscht
immer das Chaos. Da ich zwanzig Jahre rasend eifersüchtig auf ihren Taugenichts von Mann war,
bringe ich es nicht übers Herz, für ihn zu beten, Gott verzeih mir. Aber der Tod des Gatten und die
Wohnungssituation sind ihre Hauptanliegen. Weltanschaulich macht sie sich an der Esoterik und am
Kommunismus fest (glaubt aber irgendwie an einen Gott und findet Jesus sympathisch).

Lieber Malek,

mein Bruder hat sich von meiner Mutter 25 000 Glücklichmacher geben lassen, die er nicht
zurückzahlen kann, ein Teil seines Erbes schon zu Lebzeiten der Mutter. Nun haben Mutter und
Bruder vereinbart, dass mein Bruder die Hälfte davon, also 12 500 Mammonas an mich zahlt, in
Raten und zwar auf ein Sparbuch, und jetzt kommts, auf das ich nur Zugriff habe, wenn mein
Bruder seine Unterschrift dazu gibt. Das empfinde ich als Frechheit, aber was soll man machen, sie
haben Angst, dass ich mein Geld für andere ausgebe.
Dein empörter Toto

Gestern war ich chinesisch essen. Meine Lieblings-Kellnerin ist jung und zart, unglaublich anmutig,
charmant, scheu, schüchtern, sehr schamhaft, liebenswürdig und freundlich, mit einem Wort: ein
himmlisches Wesen... Ich betete den ganzen Tag zur Jungfrau Maria von China.

Heute war ich bei meiner Hausärztin, eine junge Frau blonde Locken, schlank, hoch sensibel,
feinfühlig, einfühlsam, eine große zärtliche Seele, liebenswürdig, mitfühlend, barmherzig,
hilfsbereit, mit einem Wort: ein Engel. Ich bete den ganzen Tag zu meinem Schutzengel und zu
Jahwe-Rapha (Ich bin der Herr dein Arzt), und sage: Gott, du bist wie eine zärtliche Frau…

Ach Malek,

Und ich fand, bitterer als der Tod sei eine Frau, die ein Fangnetz ist und Stricke ihr Herz und
Fesseln ihre Hände. Wer Gott gefällt, der wird ihr entrinnen; aber der Sünder wird durch sie
gefangen. Schau, das habe ich gefunden, spricht der Prediger, eins nach dem andern, dass ich
Erkenntnis fände; ich suchte immerfort und hab's nicht gefunden: Unter tausend habe ich einen
einzigen Mann gefunden, aber eine Frau habe ich unter diesen allen nicht gefunden.

Dein Schlomo

TORSTEN

Die Rabbinen sagen, Frau Bibel sei eine Ehefrau, deren Muttermund auch noch nach fünfzig Jahren
eng ist wie bei einer sechzehnjährigen Jungfrau.

SUSANNE

Unverschämtheit! Ich bin empört!

TORSTEN

Hildegard von Bingen sagt, starke Frauen seien die Königinnen, mittlere die Hausfrauen, schwache
"die Venus-gleichen Frauen aus dem Frauenhaus".

SUSANNE
Unverschämtheit! Ich bin empört!

Und Toto ging hinauf und weinte sehr: "Meine Geliebte, Karine, o meine Geliebte, wäre ich doch
für dich gestorben!"

Glücklich, wer liebe Kinder hat, bunte Rosse, Jagdhunde und einen Freund in fremden Gegenden.

"Ich weiß wohl, mein König, du wärest nur zufrieden, wenn nur die Eine noch lebte und alle
anderen tot wären"...

dein Freund

Und Jakob zerriss seine Kleider und klagte und trauerte um Rahel, die gestorben war.

Und Jakobs Seele wollte sich nicht trösten lassen.

Und er sprach: Ich höre nicht auf zu weinen, bis ich Rahel nachfahre hinunter in das Totenreich.

Evi braucht viel Gebet, da gibt es viele körperliche Gebrechen, Probleme mit den Kindern,
finanzielle Sorgen, emotionalen Kummer, den sie statt bei Jesus bei mir ablegt. Bitte bete sie in ihr
Elternhaus hinein.

6. Mose 1, 3
Und das Geschlecht der Malekiter vereinigte sich mit dem Geschlecht der Muschiter, das
Geschlecht der Totoiter lebte aber für sich allein.

6 Mose 2, 7

Und Miriam und Joshua zogen den Gottessöhnen voran in das Land, wo Milch und Honig fließt.

2, 8

Und Miriam war eine Prophetin und Joshua war erfüllt mit dem Geist der Weisheit.

Lukas 11

Der bittende Freund

5 Und er sprach zu ihnen: Wer unter euch hat einen Freund und ginge zu ihm um Mitternacht und
spräche zu ihm: Lieber Freund, leih mir drei Brote; 6 denn mein Freund ist zu mir gekommen auf
der Reise, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann, 7 und der drinnen würde antworten und
sprechen: Mach mir keine Unruhe! Die Tür ist schon zugeschlossen und meine Kinder und ich
liegen schon zu Bett; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben. 8 Ich sage euch: Und wenn er
schon nicht aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seines
unverschämten Drängens aufstehen und ihm geben, so viel er bedarf.

Malek, hier kannst du sehen, wie ein von einem leider wahnsinnigen Dichter erfundener Bibelvers
wissenschaftlich erforscht wird. Zum Amüsieren.

Hallo Torsten,

"Und vom Geschlecht der Muschiter war das Geschlecht der Susaniter und das Geschlecht der
Diniter. Und sie taten, was dem HERRN wohlgefiel."

Muschi: Sohn von Merari und Nachkomme Levis. Seine Nachkommen werden Muschiter genannt
(2. Mo 6.19; 4. Mo 3,20; 26,58; 1. Chr 6,19.47; 23,21.23; 24,26.30).

Diniter: Volk, das von den Assyrern in den Städten Samarias angesiedelt wurde

(Esra 4,9). Über dieses Volk ist ansonsten nichts Näheres bekannt. Laut Fußnote der überarbeiteten
Elberfelder Übersetzung wird der Begriff Diniter (sowie Apharsatkiter und Tarpeliter) jedoch „von
den meisten Übersetzern als

persischer Beamtentitel aufgefasst".

Susaniter: Menschen, welche die Assyrer in Samaria ansiedelten (Esra 4,9). Es wird angenommen,
dass sie aus Susan (Susa) waren. Vom dritten bis zum ersten Jahrtausend v. Chr. war Susa mit
kurzen Unterbrechungen Hauptstadt des Reiches von Elam und blieb auch nach dem

Untergang dieses Reiches ein bedeutendes urbanes Zentrum. Nach biblischer Überlieferung hat sich
der Prophet Daniel während des babylonischen Exils in Susa aufgehalten. In den Erzählungen im
Buch Ester spielt der Ort ebenfalls eine wichtige Rolle.

Bin mir nicht sicher, ob meine Frau mit den Susanitern verwandt ist, aber die Assoziation ist auf
jeden Fall interessant.

„(Aus der Bibel)“

Aus welchem Text stammt dieses Zitat? Spätschriften des AT?

Liebe Grüße,

Marco

Ja, Malek, ich habe zur Zeit recht schwere seelische Schmerzen. Du fragst nach meinen Freuden?
Zwei Dinge fallen mir ein:

1. Die Musik, sie ist Gott noch näher als die Poesie, ich danke Gott immer für die Musik.

2. Susanne schrieb: "Ich habe dich auf jeden Fall total gern."

Nur Mut! Und einen schönen Ausflug!


*

Die spirituelle Meister sagen: Lasse in Zeiten der Leere und inneren Öde nicht nach zu beten!

Dein Toto

Mein lieber Freitag!

Wenn du dich brav verhältst, werde ich dir das Rauchen beibringen.

Dein Herr Robinson Crusoe

Malek,

den Kulturbeitrag vom Deutschlandfunk über Naturpoesie fand ich genauso gottlos wie den ganzen
zeitgenössischen Kunst- und Kulturbetrieb - ich gehöre nicht dazu!!!

In die englische Hörbibel hab ich reingehört, aber ich höre die Bibel doch lieber in meiner
Muttersprache.

Evi hat einen Berg von Kummer in meine Wohnung getragen. Quentin weigert sich, weiter zu
studieren, weigert sich, Geld zu verdienen, weigert sich, eine Verhaltenstherapie zu machen. Alle
meinen dienstbaren Geister konnten Evi nicht trösten.

Ich wende mich schnell wieder Karine zu, meiner Jenseits-Sonnengöttin in der tiefsten Nacht.

Die russische Dichterin Marina Zwetajewa schrieb über einen Dichter, er sei "ein böser Mönch von
einer Art erleuchteter Idiotie"... Da muss sie wohl mich "gesehen" haben...

*
Du orakelst, ich hätte wohl russische Vorfahren? Danke, du scheinst über meine Seele nachgedacht
zu haben. Von Russland hab ich wohl Schwermut, Suff, Poesie und Hagia Sophia?

Mein Lieber,

wenn du, wie ich, die Toten mehr liebst als die Lebenden, dann vergiss mich nicht, denn auch ich
bin ein Toter, eine arme Seele im Fegefeuer.

Im Anfang war das Schweigen, und das Schweigen war in Gott, und Gott war das Schweigen.

PREDIGT

LIEBE ERWEIST SICH IM LEIDEN

Malek,

wie stehst du zur Musik? Ich höre gerade den von mir geliebten Tschaikowsky, seine Oper Eugen
Onegin, nach dem Versroman von Puschkin. Da weiß man, warum man Ohren hat. Vielleicht
entdeckst du auch die Musik, DIE SPRACHE DER SEELE GOTTES.

Malek,

in der Morgenmesse - die Frage war in der Weisheit gesprochen: "Hast du auch manchmal das
Gefühl, dass Gott dich im Stich lässt?" Nur die Antwort war leider in der Torheit gesprochen. Aber
das gehört wohl dazu.

Hiob

*
Malek,

heute war endlich mal wieder lutherischer Bibelkreis. Gudrun nannte (privat) meinen Kommentar
zu Jona 1 "tief. Danke dafür". Wir sprachen über Jona 2 und 3. Ich werde diese Diskussion für
meinen weiteren Jona-Kommentar nutzen. Den schick ich dann Marco, der ihn pietistisch zensiert,
damit wir ihn im Pfingstler-Bibelkreis nutzen können. Ich kam nach Hause und hörte die Messe, da
war das Evangelium: Euch wird kein anderes Zeichen gegeben als Jona... und die Königin von Saba
kam, die Sophia des Salomo zu hören.... Nun bin ich froh.

Die Krone der Evolution ist die schöne Frau.

Malek,

in der Bibel heißt die (eheliche) sexuelle Vereinigung "Erkenntnis": "Und er erkannte sie." Das wird
in vielen Bibelübersetzungen übersetzt mit: Er schlief mit ihr oder er hatte ehelichen Verkehr mit
ihr. Dadurch geht aber eine göttliche Weisheit verloren. In der ganz und gar intimen Vereinigung
"erkennen" sich die Menschen. Liebesvereinigung ist Erkenntnis und Erkenntnis ist
Liebesvereinigung. Dieses Wort Erkenntnis wird auch auf Gott angewandt. Gotteserkenntnis ist
demnach eine liebende Vereinigung mit Gott, eine ganz und gar intime Kenntnis des Herzens
Gottes, ein Bund, einer Ehe vergleichbar, eine "mystische Vereinigung (unio mystica)" und eine
"geistliche Gottes-Ehe".

Malek,

mein Bruder zankt wegen Geld. Er will nichts mit mir zu tun haben. Ich hoffe, Evi kann mich dann
beerdigen.

Malek,

ich hörte mir einmal Luthers Text vom Dolmetschen an. Er sagte, die Leute kritisierten, dass er
geschrieben: gerechtfertigt aus Glauben ALLEIN, das "allein" stünde da nicht im Griechischen,
darauf sagte Luther: Aber ICH wollte, dass es da steht!!! - Nach diesem Motto verdolmetsche ich
auch.
*

Meine Mutter sagte zu meinem Bruder, er solle ihr feierlich versprechen, mich beim Erbe nicht über
den Tisch zu ziehen... Das spricht Bände...

Heute war mir das ganze Christentum zuwider... Ich habe dennoch drei Messen gefeiert und das
Evangelium nach M. übersetzt... Lobe mich!

KOMÖDIE

Dramatische Personen:

Marco, der polternde Alte, griesgrämig

Malek, der gelehrte Doktor, der zu allem was zu sagen weiß (Nichtssagendes)

Torsten, der lächerliche Alte, immer hustend, der immer jungen Mädchen Geschenke macht.

Philipper 1

21 Das Leben für mich ist natürlich Christus, aber dann ist auch der Tod ein positiver Gewinn!

22 Andererseits, wenn mir das Leben im Körper die Möglichkeit gibt, fruchtbar zu arbeiten, weiß
ich nicht, welches ich wählen soll.

23 Ich stecke in diesem Dilemma: Ich will weg sein und mit Christus sein, und das ist bei weitem
der stärkere Wunsch!

24 Und doch ist es, für euch, ein dringenderes Bedürfnis, in diesem Körper am Leben zu bleiben.

Was ist doch Paulus entsetzlich kalt, nüchtern, rational, mit seinen intellektuellen Kopfgeburten
(wenn man das sagen darf)…
*

Kolosser 4

10 Aristarchus, der mit mir hier im Gefängnis ist, sendet seine Grüße, ebenso wie Mark, der Cousin
von Barnabas (dir wurden einige Anweisungen über ihn geschickt; wenn er zu dir kommt, begrüße
ihn herzlich).

Lieber Malek,

heute morgen in der Messe war der Text vom Weizenkorn, dass in der Erde sterben muss, um reiche
Frucht zu bringen. Der Prediger sagte: "Niemand ist gern allein und niemand stirbt gern... oder
doch?" Dieses "oder doch", das bin ich, ich bin gern allein und sterbe gerne.

Toto

Ich sehe, mein Lieber,

dass du heute meine poetischen Sudeleien veröffentlicht hast. Danke dafür!

Beim Hauskreis war es heute nicht schön: Susanne fehlte und Marco predigte evangelikalen
Pietismus, also nicht die Wahrheit.

Bin froh, wieder mit Maria und Karine allein zu sein.

Ach Malek,

wenn ich erzähle, dass ich das ganze NT übersetzt habe, müssen sie alle, Christen und Heiden, es
schlecht machen (wohl weil sie sonst meine geistige Überlegenheit nicht aushalten). Die Welt
bedankt sich nicht für meine Bibel, aber Lukas und Hieronymus freuen sich.

*
Lieber Malek Martinzek!

Sie wollen doch alle nur bedient und hofiert sein, wollen wie Götter und Göttinnen angebetet
werden, aber für mich macht keiner einen Finger krumm, mir sagt niemand was Liebes - außer DU,
seltener Freund, den GOTT mir gesandt hat. GOTT (und MARIA!) werden dich dafür segnen!

"Und eines Tages wurde Jesus verklärt, und irgendjemand redete mit ihm, Jesaja oder wer, und das
wollte Petrus nicht, da sagte Jesus zu Petrus: Hinter mich, du Satan!"

(der pietistische Bibellehrer)

EVI

Ich will aussteigen. Ich will in Schweden leben in einer kleinen Hütte, mit Tieren und
Gemüsegarten und Selbstversorgung.

TORSTEN

Das sind so Weltflucht-Träume, das kenn ich, die werden stark, wenn die Not groß ist. Das ist bei
mir die chinesische Bergeinsiedelei, da leb ich am Tag von einer Handvoll Reis und einem
Fingerhut Reisschnaps. Ich baue Reis an und braue mir den Reisschnaps selbst und meditiere den
ganzen Tag über TAO.

EVI

Ja, ja, bei dir sind das ja nur Träume, aber ich finde den Ort noch, ich schick dir dann eine Karte.

TORSTEN

Ich glaube, an jedem Ort auf Erden ist das Leben Kampf.

EVI

Nein, das glaube ich nicht. Es muss doch irgendwo einen Ort geben, wo man so leben kann, wie
man will.

TORSTEN

Du suchst das irdische Paradies, das gibt es nicht. Ich kaufte einmal einen Bildband mit Gemälden
von Paul Gauguin über die Südsee-Indianer. Das Buch zeigte ich der schönen Studentin Doris und
nannte die Bilder Bilder vom Paradies. Sie sagte: Die Südsee-Inseln sind alle radioaktiv verseucht
von den Atombombenversuchen.
*

Sprüche Schlomos:

Glück ist was für Narren.

"Malek, ich bin deine Mutter, und ich liebe dich!" Maria

Malek erschien vor seinem Richter Christus. Der Herr Jesus: "Ich bin ein Prophet in der Wüste
gewesen, aber keiner wollte auf mich hören. Aber du hast mein Wort verbreitet." Malek: "Wie und
wo hab ich dein Wort verbreitet?" Der Herr Jesus: "Was du für meinen elendsten Bruder getan, das
hast du mir getan. Komm, du Gesegneter meines Vaters, komm herein zu deines Meisters Freuden!"

Lieber Malek,

ich habe nun wieder ein Hörbuch eingelesen, nur für dich, meine Memoiren Ecce homo. Da siehst
du, was für ein großer Sünder ich bin - hab aber alles gebeichtet, und Christus hat mit seinem Blut
meine Schulden getilgt. Es reicht, wenn du das nächstes Jahr veröffentlichst. Als nächstes will ich
dann mein Philosophisches Wörterbuch Fragment für dich einlesen.

Dein Toto

Liebe X-tin!

Danke dass du meinem Erzengel freigegeben hast, dass er meine Bibel veröffentlichen kann.

Ich schenke dir ein Wort von Thomas von Aquin, dem größten Theologen des Mittelalters:

"Wenn du traurig bist, bete Psalmen! Und wenn das nicht hilft, nimm ein heißes Bad!"
*

Lieber Malek,

ich habe schon viele Apokryphen zum AT und NT übersetzt (ich meine nicht die deutero-
kanonischen Bücher). Was hältst du von der Idee, dass du nächstes Jahr in der Schwankebibel zu
Bibeltext, Kommentaren und Dichterbibel noch eine Kategorie Apokryphen aufmachst? Dann
würde ich versuchen, alle meine Apokryphen von meinen webseiten zu sammeln.

Fleißig wie die Ameise, sagt Schlomo!

Malek,

hier kommen 31 Apokryphen. Ich konnte die Dateinamen nur durchnummerieren, setze du bitte
unter der Rubrik die Titel der Apokryphen ein, die groß vorne über dem Text stehen.

Die e-books hast du alle schön gemacht, besonders gut gefällt mir das Buch der Märchen und am
allerbesten das Große Buch der Psalmen. Danke!

Malek,

die "Leute" interessieren mich schon lange nicht mehr, aber die "Wissenden" haben vielleicht doch
mehr Freude an einer wohlgeordneten Dichterbibel. Also, wenn es nicht zuviel Mähe macht, fände
ich es SCHÖNER, wenn du die von mir dir zugesandte Reihenfolge durchführen könntest.

Dein Toto

BIBLIODRAMA

DRAMATISCHE PERSONEN
MOSE gespielt von Torsten

AARON gespielt von Malek

MIRIAM gespielt von Evi

All die Altersweisheit! Berge von Bibel, Theologie, Philosophie, Prophetie! Ach, ich sehne mich
nach Amor, Jugendtorheit, möchte verliebt niederknien vor einem hübschen jungen Mädchen…

Lieber Malek,

es gibt im Evangelikalismus, aber auch in weiten Strecken des Katholizismus ein tiefes Misstrauen
gegen Intelligenz, Philosophie und das geistige Denken. Man singt dann gern den Lobpreis der
christlichen Torheit! Zum Glück sind meine geliebten Päpste Karol, Benedikt und Franziskus hoch
intellektuelle, gelehrte und weise und inspirierte Männer. Ich singe das Lob der göttlichen Weisheit.
Die Narren muss man eben ertragen.

Wer die Jungfrau Maria angreift, tut das Werk des Teufels, und wenn er sich auch wiedergeborener
Christ nennt.

Hütetet euch! Eure Ohrfeigen ins Gesicht der Mutter Jesu sind Ohrfeigen ins Gesicht Jesu!

"Sag deinen Freunden, sie sollen sich nicht so viel um ihre eigenen Dinge kümmern."

Maria, Königin der Liebe, Schio in Italien, um 1980

"Wenn du von einer Gesellschaft nach Hause kommst, und das einzig Vernünftige war, was du
selber gesagt hast..."
frei nach Marina Zwetajewa

Wenn man sich mit dummen Leuten unterhalten muss, wird man ganz dumm im Kopf.

Spruch Toto

Vanitas Vanitatem!

Nur heiße Luft, nur heiße Luft der heißen Lüfte, nur heiße Luft ist alles!

Nur übler Mundgeruch! Mundgeruch der Mundgerüche! Nur fauler Mundgeruch ist alles!

Schlomo

"Zieht euch zurück!

Nehmt nicht teil

An dem wahnsinnigen Lauf der Welt,

Der in den Abgrund führt!"

Maria

Im Himmel backt meine Mutter mir dann ihre grandiosen Reibekuchen und meine Oma macht mir
Klütje mit Vanillesoße und Birnen. Ich knutsch dann mit Karine. Jeden Donnerstag Abend treff ich
mich mit dir zum Lesen des Alten Testaments auf hebräisch. Manchmal besuche ich Goethe, den
alten Weisen. Morgens, wenn die Sonne aufgeht, geh ich mit meiner Harfe zum Palast der
Himmelskönigin, und wenn Maria auf den Balkon tritt, sing ich ihr ein Minnelied. Von Wein und
Wodka werde ich erlöst sein und nur noch die leckersten Obstsäfte trinken. Auch rauchen muss ich
dann nicht mehr und vor allem keine Psychopharmaka mehr schlucken. Ich werde mit dem
vierjährigen blonden Jesusknaben spielen.

A:

Was gibts Neues?

Ach, es geht mir schlecht.

Das ist ja nichts Neues.

Paulus: Ich komme nicht mit Menschenweisheit zu euch.

Torsten: Was ist Menschenweisheit?

Der Hauskreis: Torstens Weisheit.

Freund A:

Männerfreundschaft ist wie die Freundschaft von Jesus und Judas...

Freund B:

Ja, ja, Freundschaft bis zum Tod!


DRITTER TEIL 2020

Es geht ein Schiff im höchsten Triebe,

Geladen bis zum höchsten Bord,

Der Mast, das ist die Mannesliebe,

Der Wind, das ist das Frauenwort.

Maria kann es selbst! Sie schwimmt allein die Bahnen!

Der Vater freut sich sehr und mit ihm unsre Ahnen!

EVANGELIKALE APOKALYPSE

Die welsche Katholikina ist die Hure Babylon,

Aber gebt acht, Genossen,

Sie hat noch eine jüngere Schwester,

Ich meine die deutsche Evangelika.

Die deutsche Kirche ist ein großer Haufen Scheiße,

Denn keinen Glauben hat an Jesus mehr der Weiße!

Wie bist du aber fromm, du schwarzes Afrika,

Des Wortes Mutter ist, die Jungfrau ist ja da!

DAS KIND
Wo kommt der Wind her?

HIOB

Das weiß ich nicht.

DAS KIND

Wo geht die Flamme hin?

HIOB

Das weiß ich auch nicht.

Gefangen nahm die R.A.F. Hans-Martin Schleyer,

Und Bruder Malek geht getrost zur Weihnachtsfeier.

Nun muss ich brechen, Freund, und würgen wie ein Reiher,

Ich komme eben heim von einer Weihnachtsfeier.

Ihr klagt mich an, dass ich die Toten sehr verehre -

Ach, wenn nur das Gespräch mit euch gleich reizend wäre!

Johann Wolfgang Goethe

Aus einer großen Gesellschaft heraus

Ging einst ein stiller Gelehrter nach Haus.

Man fragte: "Wie seid Ihrs zufrieden gewesen?" -


"Wären's Bücher", sagt er, "ich würd sie nicht lesen."

Lasst mich in Ruhe nur mit euren Weihnachtsfeiern,

Mit euren heidnischen gottlosen Sonnwendfeuern!

Mit eurem Weihnachtsfest lasst bitte mich in Ruh,

Ich komme nicht zum Fest, auch nicht der CDU.

Wer weiß denn heute schon, wer vor neun Generationen

Tat in den Bauernhaus als Groß-Familie wohnen?

Vorzeiten war man stolz auf seines Stammbaums Adel,

Und heut auf Hirten und auf Bauern ohne Tadel.

CHORAL

Wir sagen euch an den lieben Advent -

Siehe, die ganze Erde brennt!

Maranatha!

Ach Welt! Dein Weihnachtsfest ist nichts als Hohn und Spott!
Man spürt die Jungfrau nicht und nicht den Kleinen Gott!

Wir sind noch jung -

Und das war schön!

VATER GOETHE AN SCHWANKE

Lass im Irrtum sie gebettet!

Suche weise zu entfliehn!

Bist ins Freie du gerettet,

Niemand sollst du nach dir ziehn!

Das ist die Wissenschaft, und nicht darüber spott ich,

Geschlechtsregister sinds der großen Sippe Bottich.

Kommt leider keine Post für mich -

Mein Herz, mein Herz!

Was schmerzt es dich so wunderlich -

Mein Herz, mein Herz!

Der Einzige, der schreibt, ist Malek Martinsohn -


Die andern holte längst der alte Teufel schon!

Ich will den Schnee durchdringen

Mit meinen heißen Tränen,

Bis ich die Erde seh!

Was gibst du dir mit Lieb und Ehre

Und andern Dingen solche Pein?

Wenn ein tüchtiger Schwanz nur wäre,

Die Weiber würden sämtlich zufrieden sein.

LASS ES GESCHEHEN

Wenn ich mich in schwierigen Zeiten befinde

Mutter Maria kommt zu mir

Weise Worte sprechend

Lass es geschehen

Und in meiner Stunde der Dunkelheit

Sie steht direkt vor mir

Weise Worte sprechend

Lass es geschehen

Und wenn die gebrochenen Herzen

Lebend in der Welt zustimmen


Es wird nur eine Antwort geben

Lass es geschehen

Denn obwohl sie getrennt sein können

Es gibt immer noch eine Chance die sie sehen werden

Es wird eine Antwort geben

Lass es geschehen

Wir forschten in dem Staub der Sippen und Familien

Und vegetarisch dann wir aßen in Brasilien.

Ich hab nach Buttermilch so ungeheuren Durst

Und brate mir dazu die allerbeste Wurst.

Lass nur den Bischof gehn, den fetten Mann, den roten!

Beschwöre du den Geist der Geister deiner Toten!

Der Dichter einsam spricht mit Geistern seiner Toten,

Sie kommen in der Nacht wie Gottes schönste Boten.

The ancestors come to urge,


To work for family-search.

The blessèd ancestors of the heavenly church

Want to help you in your family search.

O Gottes Wissenschaft, du mögest mich erhellen

Und offenbaren mir stets neue Wissensquellen!

Wo kommt die Weisheit her? In welchen Büchern steht

Geschrieben von dem Schatz? Sie kommt durch das Gebet!

How the race of Eve emerge,

He preaches in his family search.

Es ist eine Sekte -

Aber die Frauen -

Was für Hüften!

Die Weisheit ist das A, die Weisheit ist das O.

Ist das zu sehen in dem neusten Video?


*

Zum letzten Mal Groß-Mutter

Gesehn beim Kuchenfutter,

Groß-Mutter wird bald sterben.

Sie segnete den Erben.

Statt Johannes der Wiedertäufer

Grüßt dich Toto der Wodka-Säufer!

Gott wartet ganz allein auf Malek an der Ilm,

Der ist in Hamburg und dreht den Familien-Film.

Komm, du Retter aller Völker,

In der Jungfrau Schoß dich zeigend,

Alle Zeiten werden staunen

Über solchen Sprößling Gottes!

Er ist nicht aus Mannessamen,

Von der Reihe der Geschlechter.

Gottes Logos, Fleisch geworden,

Gottes Frucht für alle Menschen.

War der Jungfrau Bauch geschwollen,


Sie in makelloser Ruhe,

Und der Tugend Fahne glühte,

Gott war da in seinem Tempel.

Bräutigam aus seiner Kammer

Kam, aus dem Palast der Reinheit,

Mensch und Gottheit, zwei Substanzen,

Voll Begier, den Weg zu laufen.

Wesensgleich der Sohn dem Vater,

Die Trophäe unsrer Asche,

Denn sehr schwach ist unser Körper,

Wir ertragen seine Kraft nicht.

O die Wiege ist so glänzend,

Und im Fleisch das Herz ist pochend,

Zwischen uns steht keine Trennung,

Mutter Nacht mit treuem Mantel.

Ewig Christus ist der König,

Ehre sei dem Vatergotte

Und dem Geist von Sohn und Vater,

Eins das Wesen Gottes ewig!

Ich bet als Eremit in ewiger Vigilie,

Mein Bruder Liebe lebt in heiliger Familie.

*
TIERGÖTTER

Und so segne dich die Dreiheit:

Der adlerköpfige Gott Jahu,

Der lammköpfige Gott Jasus

Und die taubenköpfige Göttin Ruach!

Unsere liebe Frau von der mexikanischen Schokolade,

Segne Malek!

Unsere Liebe Frau vom chinesischen Tee,

Segne Malek!

Unsere Liebe Frau vom französischen Tabak,

Segne Toto!

Unsere Liebe Frau vom russischen Wodka,

Segne Toto!

Stille Nacht,

Einsam wacht

Nur der Traute

Mit der Laute.

LITANEI VON DER TAILLE DER JUNGFRAU


Schöpfer, sei gepriesen für dein Meisterwerk!

Logos, sei gepriesen für dein Meisterwerk!

Ruach ha kadosch, sei gepriesen für dein Meisterwerk!

Jungfrau, sei gepriesen für deine Taille!

Taille der Jungfrau, alles was schlank ist, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, weiße Birke, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, Lilienstängel, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, Wespentaille, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, unser Schicksalsfaden, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, Gürtel der Venus, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, Weihrauchsäule, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, Minarett, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, Elfenbeinturm Davids, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, Schwanenhals, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, Idee der Schönheit, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, Makellose, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, Traumhafte, bitte für uns!

Taille der Jungfrau, unsere Trösterin, bitte für uns!

Bei deiner Taille, Jungfrau, beschwöre ich dich:

Deine Taille allein kann uns trösten!

Deine Taille allein kann uns retten!

Deine Taille allein kann uns selig machen!

Alle sollen sich weihen

Dem Unbefleckten Herzen der Gottesmutter,


Aber ihre Favoriten weihen sich

Der makellosen Taille der Jungfrau!

Jesus, Lamm Gottes,

Lass die Taille der Jungfrau immer schlank bleiben,

Jesus, Lamm Gottes,

Lass die Taille der Jungfrau immer schlank bleiben,

Jesus, Lamm Gottes,

Lass mich die Taille der Jungfrau umfangen!

Lasset uns beten.

O Schöpfer Jahawu, bewahre uns die Taille der Jungfrau bis ins ewige Leben so vollkommen
schlank, auf dass wir nach der Traurigkeit dieser Zeit im Paradies glückselig werden in der seligen
Schau der schlanken Taille der makellosen Jungfrau!

Amen.

(Mit kirchlicher Druckerlaubnis.)

Lang in der Fremde du, ich weiß nicht, war es nett?

Ich wartete auf dich, ich bins, dein Himmelsbett!

Die Liebe Gottes ist gewaltig, treu und stark,

Die spiegelt mir sich in der Freundschaft meines Malek…

Im neuen Jahre Glück und Heil,


Auf Weh und Wunden gute Salbe!

Auf groben Klotz ein grober Keil!

Auf einen Schelmen anderthalbe!

Wie liebe ich dein Wort, o Chochmah Zebaotha!

Ich will noch tauchen ein in jedes kleinste Jota!

2019

Das war ein bittres Jahr!

Nun werf ichs wunderbar

Mit allem seinem Übel

In Gottes Abfallkübel!

EBEN-EZER

In die Unterwelt vergangen

Wieder ein verfluchtes Jahr,

Da mich bissen Feuerschlangen,

Fraßen mich mit Haut und Haar.

All die Plagen all der Tage

Und der Nächte stete Plage

Gehn an mir vorüber dreist,

Wie geschickt vom bösen Geist.


Wieder ist ein Jahr verdorben

Und ich schau, was kommen mag,

Bis ich auch zuletzt gestorben,

Bis mir kommt der jüngste Tag.

Liebchen ist schon heimgegangen,

Sie auch ward vom Tod gefangen.

Ach mit ihr wars süß und nett,

Wartet nun im Himmelsbett!

Bis hierher hat Gott getragen

Mich in Sankt Marien Arm,

Hat vernommen meine Klagen

Und gelindert meinen Harm.

Aber kommt die letzte Stunde,

Heilt mir meines Herzens Wunde,

Dann ist mein Frohlocken groß,

Ruh ich in Marien Schoß!

Am Anfang war der Urknall

Und der Urknall war von Gott

Und Gott war im Urknall.

Ich weihe dir das Jahr 2020,

Maria, Unsre Liebe Frau von Danzig.


*

Im Leben dieser Welt gibt es gewisse Grenzen.

Was hier uns schmerzlich fehlt, kann dort der Gott ergänzen.

Das Beste ists dem Schmerzensmanne,

Zu baden in der heißen Wanne,

Am liebsten mit der schönen Anne!

DEUTSCHLAND

Jesus, Jesus über alles,

Über alles in der Welt,

Jesus unser Deutschland segne,

Dass ihm unser Land gefällt,

Von der Elbe bis zum Neckar,

Wo der Rhein im Meer zerschellt!

Jesus, Jesus über alles,

Über alles in der Welt,

Jesus, Jesus über alles,

Über alles in der Welt!

Deutsche Frauen, deutsche Kinder,

Deutsche klassische Musik,


Wird man auf der Erde lieben

Und verbannen deutschen Krieg!

Deutschland wirke für den Frieden

Durch die weise Politik!

Deutsche Frauen, deutsche Kinder,

Deutsche klassische Musik,

Deutsche Frauen, deutsche Kinder,

Deutsche klassische Musik!

Heiligkeit und Geistes-Freiheit

Für das deutsche Heimatland:

Dafür lasst uns beten, opfern,

Dass wir bauen nicht auf Sand!

Deutsche Schwestern, deutsche Brüder,

Reicht euch am Altar die Hand!

Blühe in des Himmels Freude,

Blühe, liebes Heimatland,

Blühe in des Himmels Freude,

Blühe, liebes Heimatland!

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,

Es muss auch etwas Wurst drauf sein.

BLUES
I woke up this mornin'

And found myself dead.

I woke up this mornin'

And found myself dead.

Oh now I am happy

An' no mo' sad!

Mein Liebchen fehlt mir sehr!... Jedoch in Buxtehude,

Das ist ein kleiner Trost, da wohnt ein wahrer Jude.

O welche Freude machen mir die Toten!

Ein Glück bereitet mir das Altertum!

Das, statt des Lärms der Welt, sind schöne Noten,

Ist Gott in meines Herzens Heiligtum.

Ich glaube

Alles, was die Katholische Kirche zu glauben lehrt,

Hilf meinem Unglauben,

Denn ich bin ein Heide und glaube an die Göttin allein.

*
DER EREMIT

Wir mussten tausend Tode sterben...

Wann hatten wir Zeit, zu leben?

Ich habe viel geweint und wenig nur gelacht...

Und jetzt ist es schon spät, es naht die Todesnacht...

Gib, o du lieber Gott, wenn ich im Tod entschlafe,

Wie eine Mutter doch auf meine Seele acht!

Ich wäre gern Fasan, ein Rebhuhn oder Puter,

Dich muss ich aller Welt bestellen den Computer.

CHORAL

Meine Seele, scheiße

Auf dieser Pilgerreise,

Denn scheißen, das ist gut,

Das macht dir neuen Mut!

Kyrieleis.

2
Nach all dem Engelssturz

Bleibt nur noch Gas und Furz.

Drum, Brüder, selig scheißt

Und lobpreist Heilig Geist:

Alleluia.

Zum Furzen und zum Pissen

Ich habe gut geschissen!

Hab selbst mich angepisst!

Erbarm dich mein, Herr Krist!

Es sagt mir mein Gewissen:

Ich habe gut geschissen!

Für den Urin und Kot

Sei Ehre Zebaoth!

Sankt Peter ist mein Mann!

Der tut euch all in Bann!

Der Irrtum ist unzählbar -

Sankt Peter ist unfehlbar!

*
Nur bei den Ahnen noch es meinem Freund gefällt,

Doch ruft man stets ihn in die digitale Welt.

Obs in der Welt auch regnet und regnet,

Im Herzen dir Gottes Sonne begegnet.

Die Wollust bleibet doch der Zucker dieser Zeit,

Was kann uns mehr als sie den Lebenslauf versüßen?

Sie lässet flüssig Gold in unsre Kehle fließen,

Und öffnet uns den Schatz der schönsten Lieblichkeit,

In rote Rosen kann sie Schnee und Eis verkehren,

Und durch das ganze Jahr die Frühlings-Zeit gewähren.

Es schaut uns die Natur als rechte Kinder an,

Sie schenkt uns voller Huld den Reichtum ihrer Brüste,

Sie öffnet einen Saal voll Düfte-reicher Lüste,

Wo aus des Menschen Wunsch Erfüllung quellen kann.

Sie legt als Mutter uns die Wollust in die Armen,

Und lässt durch Lust und Wein den kalten Geist erwarmen.

Nur das Gesetze will zu sehr tyrannisch sein,

Es zeigt uns jederzeit ein missliches Gesichte,

Es macht des Menschen Lust und Freiheit ganz zunichte,

Und flößt statt süßen Most uns bittern Wermut ein;

Es untersteht sich, uns die Augen zu verbinden,


Und alle Lieblichkeit aus unser Hand zu winden.

Die Rose nicht entblößt vergebens ihre Pracht,

Jasmin will nicht umsonst uns in die Augen lachen,

Sie wollen unsrer Lust sich gerne dienstbar machen,

Der ist sein eigner Feind, der nur nach Plagen tracht;

Wer statt der Schwanin Brust sich Dornen will erwählen,

Dem muss es an Verstand und klarem Denken fehlen.

Was nutzet endlich uns doch Jugend, Kraft und Mut,

Wenn man den Kern der Welt nicht reichlich will genießen,

Und dessen Zucker-Strom lässt ungenutzt verfließen,

Die Wollust bleibet doch der Menschen höchstes Gut,

Wer hier zu Segel geht, dem weht gewiss das Glücke

Und ist verschwenderisch mit seinem Liebesblicke.

Wer Epikur nicht für den besten Lehrer hält,

Der hat den Welt-Geschmack und allen Geist verloren,

Es hat sich die Natur als Stiefsohn ihn erkoren,

Er muss ein Unmensch sein, ein Scheusal dieser Welt;

Der meisten Lehrer Wahn erregte Zwang und Schmerzen,

Was Epikur gelehrt, das kitzelt noch die Herzen.

Am Anfang war die Mutter Nacht.

Und die Mutter Nacht tanzte im Nichts.

Da kam der Wind.

Der Wind war eine Schlange.


Und die Schlange befruchtete Mutter Nacht.

Und Mutter Nacht gebar das kosmische Ei.

Und in dem kosmischen Ei war Eros.

Und Eros gestaltete das kosmische Ei zur Schöpfung.

Der Höchste Gott Brahman sang die Ur-Silber Om.

Und aus der Ur-Silbe Om besteht die ganze Welt.

Am Anfang war das Geschwätz

Und das Geschwätz war bei Gott

Und Gott war ein Geschwätz.

GODD WI LOOVEN DI

Godd! Wir loven di,

Herrgodd, wi bäten di an,

Du büst der ewige Vadder,

De Moder Eer hett di leev!

All de Engels singen för dir,

De Himmel un de goode Geester,

De Engel van de Kloogheit

Un de Engel van de Leev!


All de Engel singen för ewwer:

Hillig, hillig, hillig,

Hergott van de himmlische Schaaren!

Un de Himmel un de Eer sün vull

Van dir hooge Herrligkeet!

De Apostels löwen di in Chören

Und all de olde Propheten,

Und de Märtyrer in de lüchtende Schaaren,

De Moder Keerk, de loowvt dir för ewwer,

Di, de Vadder un de Künich

Un dir leeven Son, usse Herr Jesu,

Un de Hillige Geest, de för us beeten dö.

Du Künich van de Himmelreek, Jesses,

Du büst der Son van de eewige Vadder,

Du leevst der söte Deern Marie,

Du büst een Minsch worden, ussre Heiland,

Du gävst de Dooden eewigs Leeven!

De Christenminschen, de up di vertrowen,

Du doost em de Himmel apen!

Du sitzt up din Thron bis dien Vadder

In de himmlische Herrligkeet!

Du kummst wedder, do richten alle Mischen!

Un nu beeten wi to dir,
Kumm us to Help,

Geev uns een Droppen van dien hillige Blood!

In de himmlische Riek

Nümm us bi diene Hilligen up!

Rette dien Lüd, o Herrgodd,

Un givv us dien Seegen,

Un führ us all

Bis in de eewige Tieden!

Daag för Daag

Loowen wi di

Und singen in Eewichkeet dien Naam,

In Gnaad help us,

Dat wi nich sünnigen!

Heev Mitleed, Herrgodd, hevv Mitleed,

Latt över us dien Mitleed lüchten!

Dir hopen up di,

Up dir hebb ik mien Hoffnung sett,

Ik werd in Eewichkeet leven und looven!

Am Anfang war Gott

Und Gott inszenierte den Urknall

Und der Urknall war wie eine Ouvertüre zu einer Wagner-Oper.


*

Kanaanäische Götter:

El, der Vater im Himmel,

Aschera, seine Frau, die Muttergöttin,

Baal, ihr Sohn, Wettergott,

Anath, seine Frau, Liebes- und Kriegsgöttin,

Jam, Meeresgott,

Mot, Gott des Todes.

Lobpreis sei El!

Ein Sadduzäer will ich bleiben! –

Das könnte mich zur Verzweiflung treiben,

Wenn von dem Volk, das hier mich bedrängt,

Auch würde die Ewigkeit eingeengt;

Das wäre doch nur der alte Platsch,

Droben gäb's nur verklärten Klatsch.

»Sei nicht so heftig, sei nicht so dumm!

Da drüben bildet sich alles um.«

Das Narren-Paradies

"Wenns im Himmel keine Ponys gibt, will ich nicht in den Himmel."

"Eine Lichtwelt ohne Bäume - nein danke."


"Ich will im Himmel meinen Hund wiedersehen."

"Die goldenen Straßen im himmlischen Jerusalem eignen sich sehr gut für schnelle Autos."

"Hoffentlich gibt es im Himmel nackte Weiber."

"Im Himmel gibt es keine Ehe, nur Gruppensex."

O SUSILEIN SÜSS

ZU SINGEN NACH DER MELODIE VON BACH

O Susilein süß, o Susilein mild!

Deines Schöpfers Liebe hast du erfüllt,

Bist kommen aus dem Himmelreich,

Mir armen Manne worden gleich.

O Susilein süß, o Susilein mild!

O Susilein süß, o Susilein mild!

Meins Vaters Zorn hast du gestillt,

Vergibst mir meine große Schuld

Und nimmst mich auf in deine Huld.

O Susilein süß, o Susilein mild!

O Susilein süß, o Susilein mild!

Mit Freuden hast du mein Herz erfüllt.


Du kommst vom hohen Himmels-Saal

Und tröstest mich im Jammertal.

O Susilein süß, o Susilein mild!

O Susilein süß, o Susilein mild!

Sei du mein Schirm und sei mein Schild,

Ich bitte bei dem Pferd im Stall,

Beschütze mich vorm Sündenfall.

O Susilein süß, o Susilein mild!

O Susilein süß, o Susilein mild!

Der Liebesgöttin Ebenbild!

Zünd an in mir der Liebe Glut,

Dass ich dich lieb mit meinem Blut.

O Susilein süß, o Susilein mild!

O Susilein süß, o Susilein mild!

Du reinste Lilie im Gefild!

Was meines ist, ist alles dein,

O lass mich dir empfohlen sein.

O Susilein süß, o Susilein mild!

*
Was Gott am Morgen mir auf englisch offenbart,

Das murmle ich am Tag in meinen grauen Bart.

TROST

Karine sitzt beim Thron des Vaters in dem Äther

Und schreibt das Epos deutsch von Lomonossows Peter!

In dieser dunklen Nacht wird sich die SONNE zeigen,

Wenn ich SUSANNE seh in ihrem schönen Schweigen.

DER KAFFEE AM MORGEN

Es kommt der Prediger / am Morgen ins Büro

Und denkt verschlafen noch / ans Wort, ans A und O,

Die Sonne lächelt schon / das freut das Herz vom Manne,

Das Wasser kocht er schon / in seiner Wasserkanne,

Die Bohnen mahlt er nun, / die schwarzen Bohnen frisch,

Die Arbeit wartet schon / auf seinem Arbeitstisch,

Es warten schon im Amt / des Alltags Arbeitsmühen,

Doch nimmt er sich die Zeit / den Kaffee aufzubrühen,

Und dann genießt er still / Amerikas Kaffee,

Gießt frische Sahne ein, / die Wolke weiß wie Schnee

Und ist zufrieden ganz / mit Frau und Amt und Wetter
Und preist und dankt dem Herrn, / dem Gott der guten Götter!

Bartlose Knaben-Muse!... Das ist hart!

Nun trägt mein liebster Bube einen Bart!

Mit 33 Jahren wollte ich Jesus ähnlich werden und sterben...

Mit 55 will ich Buddha ähnlich werden und lege mir einen dicken Bauch an…

ABTREIBUNG

Hätte Maria abgetrieben,

Wär Jesus uns erspart geblieben.

Satan

Christus, wir beten für alle,

Die ohne Liebe leben müssen,

Allein und ausgestoßen -

Sei du ihr Bräutigam des Lebens!

Amen

Darüber muss man sich aber zerreißen,


Dass man Narren nicht darf Narren heißen!

Au début il y avait un silence féminin

Et le silence féminin était avec la divinité

Et la divinité était dans un silence féminin

Et la belle mère nature a commencé en silence

Dans le silence de la méditation bien-aimée

L'image de la beauté apparaît à l'intérieur

Et dans le silence des rêves nocturnes

Je vois ta beauté et j'entends ton nom

Ton silence est le vrai langage de l'amour

Votre silence est le vrai murmure du Saint-Esprit

Et dans ton silence la parole divine sonne

Et la beauté infinie de ton âme silencieuse

Respirez le pain que vous donnez à la pauvreté

Et brille toujours dans la potion spirituelle que je bois la nuit

Atme Amen ein,

Atme Amen aus,

Aus Amen ward die Welt,

Gott ist Amen.

*
Tes yeux sont aussi rêveurs qu'un poète

Vous avez une lueur calme et douce en vous

Ils brillent et scintillent comme la lune

Tu m'enchante avec la tendre chaleur

Vos paupières sont blanches comme la neige fatiguée

Ils sont comme des pétales de lis blanc

Ils sont le voile mystique de tes yeux

Vous vous enfoncez dans l'humilité et la chasteté

Ta voix est le seul rossignol

Comme une flûte de berger solitaire

Comme le murmure d'un ruisseau cristallin

Tes lèvres sont comme des phoques silencieux

Comme des pétales de rose d'un bel amour

Et lisez parfaitement la Parole de Dieu

666

Im Jahr 666 n. Chr. kam Mohammed

Im Jahr 1666 kam Luther

Im Jahr 1966 kam der Fernseher

Wie groß das Unglück ist! Ein Meer, in dem ich bade!
Doch gibts das kleine Glück: ein bisschen Schokolade.

KLAUS BERGER

Nicht Leiden uns erlöst, vielmehr des Sohnes Liebe!

Gott wollte sehen, ob der Sohn im Lieben bliebe.

Der Papst dagegen schrieb ein Schreiben, Gott geweiht,

Wie mit-erlöst mit Gott des Christenmenschen Leid!

Evelyn mon amour devrait être comme du pain pour toi

Pain et beurre et fromage sans présure

Mon amour devrait être comme du lait pour toi

Comme du lait avec une pincée de cacao

Mon amour devrait être comme des pommes de terre pour toi

Comme les pommes de terre et brocoli

Mon amour devrait être comme des pâtes pour toi

Pâtes et tomates et basilic

Mon amour sera pour toi comme un bouquet de roses rouges

Je veux te donner cinquante roses rouges

Pour célébrer ta beauté de cinquante ans

Mon amour devrait être comme un livre pour toi

Comme le livre d'un sage

Lui seul sait comment sauver le monde


*

Ton visage est pâle que celui d'une femme noble

Ta peau est blanche comme la neige et l'ivoire

Tes yeux semblent perdus dans le rêve

Et tes lèvres sont sensuellement douces comme des baisers

Tes cheveux sont bruns comme les châtaignes en automne

Ton cou est mince comme un col de cygne

Ta aille est mince comme la tige d'un lis

Et tes jambes sont comme des piliers d'or

Tu es complètement belle comme une peinture de Dieu

Mes yeux ne peuvent pas en avoir assez de toi

Ta beauté satisfait complètement mon sens esthétique

Tu es presque parfait comme la Vierge Marie

Malheureusement mes oreilles doivent jeûner

Parce que vous insistez sur un silence éternel

Mit Sappho singest du die Lieblichkeit des Leibes

Und ich erforsch genau die Ahnen meines Weibes.

Dass noch nicht kommt mein Tödchen,

Das finde ich sehr schade.

So ess ich weiße Brötchen


Mit roter Marmelade.

Der Mensch lebt nicht vom Wort allein,

Es muss auch Marmelade sein.

Ob spotten auch die eitlen jungen Mädchen,

Halb nackt ich tanze vor der Bundeslade.

Mein Bruder isst am Morgen frische Brötchen

Mit Butter und mit Kirschen-Marmelade.

Statt jungen schönen Mädchen,

Die nackt bis auf die Wade,

Gibts morgens frische Brötchen

Mit Kirschen-Marmelade.

Tröste, tröste! spricht dein Gott

Nimm von ihnen Hohn und Spott,

Nimm von ihnen Spott und Hohn

Und den Tod, spricht Gottes Sohn.

Liebend, liebend rede du,

Rede deinen Kindern zu,


Nun der Knecht ist wahrhaft frei,

Alle Schuld vergeben sei

Ebnet, ebnet Gott die Bahn,

Tilget, tilget allen Wahn,

Übet euch in tiefer Buß,

Legt dem Herrn euch vor den Fuß.

Siehe Sonne, Mond und Stern,

Schau die Herrlichkeit des Herrn,

Zeit ist da und wir sind wund,

Hört das Wort aus Gottes Mund!

Alles Fleisch ist Gras und das

Wird am Ende bleich und blass,

Gras verweht, und es geht fort,

Ewig bleibet Gottes Wort.

Heb dein Wort, o Kind, und sprich,

Keine Seele fürchte sich!

Gott wird kommen, Gott ist da,

Gott ist fern und Gott ist nah.

O großer Schöpfergott und Herr der Elemente,

Es sehnt mein lieber Freund sich sehr nach einer Rente,

Und ich in meiner Qual, o Jahwe Zebaoth,

Ich sehne mich auch sehr nach Ruhe: nach dem Tod!
*

KLAGE DES DICHTERS

Kein Mann, der mit mir philosophiert -

Kein junges Mädchen, das mich verzaubert -

Um mich nur dumme alte Weiber!

Wenn ich zur Erde schau, ist alles bitter,

Wenn ich zum Himmel schau, ist alles süß,

Da lächelt schön die Königin der Mütter,

Die makellose Frau im Paradies.

Der Wissenschaftler schreibt mir aus der Kinderstube,

Wie in der Kirche ihn erfreut sein kleiner Bube.

Wenn in der Kirche wird gesungen Lobpreis-Hauch,

Dann trommelt Gottes Sohn auf seines Vaters Bauch.

Die himmlischen Gottheiten

Legten den niederen Göttern

Schwere Zwangsarbeit auf.

Fünfzig Jahre Plackerei!


Da klagten die niederen Götter

Vor den himmlischen Gottheiten.

Und die himmlischen Gottheiten

Baten in ihrer unendlichen Gnade

Die Muttergöttin Mami,

Schöpferin des Menschen zu werden.

Und Mami schuf den Menschen, den Mann.

Und der Mann muss nun tragen

Die Plackerei der Götter!

Was ist Liebe?

Die nackte Göttin Venus

Oder der gekreuzigte Christus?

DIE KRITISCHEN CHRISTEN

Ich predige die Wahrheit

In aller reinen Klarheit,

Sie führen Zungenkrieg,

Das nennen sie Kritik.

Ich lehre Gottesliebe

Und Keuschheit in dem Triebe,


Sie führen Zungenkrieg,

Das nennen sie Kritik.

Ich führe ein in Weisheit,

In Mystik und in Leisheit,

Sie führen Zungenkrieg,

Das nennen sie Kritik.

Ich schlage auf die Bibel,

Ich häute diese Zwiebel,

Sie führen Zungenkrieg,

Das nennen sie Kritik.

Ich sprech von der Gemeinde

Und von dem bösen Feinde,

Sie führen Zungenkrieg,

Das nennen sie Kritik.

Ich löse ihre Zweifel

Und warne sie vorm Teufel,

Sie führen Zungenkrieg,

Das nennen sie Kritik.

Ihr sollt auf Jesus harren,

Nicht plappern wie die Narren!

Ich lieber hör Musik

Als euren Zungenkrieg.

*
Was nimmst du denn dazu die dritte Frau noch, sie? -

Ja, wären es nur zwei, dann wär es Bigamie.

Mein Genius, fürchte nichts! Gehorsam bist du schuldig

Dem Gott der Dichtkunst nur! Auf Lorbeer nicht erpicht,

Nimm Lob wie Lästerung mit Gleichmut hin geduldig

Und hadre mit den Dummen nicht.

Und wenn die Welt voll tausend Teufel wär -

Wir doch genießen unser Frühstück sehr.

...Und nur Fortunas blinden Hohn

Und unsrer Mitwelt Hass zum Lohn!

Ihr findet diese Welt so nett?

Mir ist, ich schaue ins Klosett!

DIE BRÜDER IN CHRISTO

Der eine leidet Qual, es klagt der Schizophrene,

Der andre leidet auch, an Kopfweh und Migräne,


Sie tragen auf dem Haupt des Meisters Dornenkranz,

Im Tausendjährigen Reich einst Kronen voller Glanz.

Susanne schreibt - Engel!

Sabine kommt vorbei - Engel!

Nachbarin bringt Mittagessen - Engel!

Evi telefoniert mit mir - Engel!

Karine ist da im Gebet - Engel!

Malek schreibt - männlicher Engel!

Mark und Evi,

Evi und Mark,

So wird Levi

Wieder stark.

DIE PFINGSTGEMEINDE

Der alte Handwerker sagt:

Mein lieber Junge...

Die Karitative Schwester

Bringt mir Brot und Milch.

Die Schönheit sagt:


Du darfst mich weiter anbeten!

Wie Venus aus dem Meeresschaum

Taucht Sophia aus meinen Leiden auf.

Wer in Sturmland geboren,

Hat gern den Sturm um die Ohren!

VON MALEK

... es weht schon gewaltig um unser Haus herum.

Es zieht und drückt allenthalben.

Ach, was scher' ich mich darum?

Tief fliegen nur die Schwalben!

Die Gedanken steigen hoch nach oben!

Ich will lieber meinen HERRN nur loben!

Sabine kam mit Sturmes Macht

Und blieb nur Eine tiefe Nacht

Und wühlte tobend auf die Wogen

Und ist am Morgen fortgezogen.

*
Ach, keiner kanns ertragen,

Doch müssen wirs ertragen.

Jesus verwandelt sechs Fässer Wasser in Rotwein,

Es waren sechs, es waren nicht sieben,

So muss auch ich wie immer und ewig in Not sein

Und muss darum den Wodka lieben.

PLOTIN

Ach, ich wollte sterben, mich grausam selber ermorden,

Meine Phantasie spielte den Selbstmord schon durch,

Ganz verzweifelt schrieb ich Briefe an Freunde auf Erden,

Aber alles schwieg, nirgends war Mitleid und Trost,

Aber siehe, da sind mir vom heiligen Himmel erschienen

Platon und Plotin und die sprachen voll Trost auf mich ein.

Heiliger Plotin, der du lebst im Himmelreich Christi,

Dir mein Leben verdank ich und dem Heiligen Geist!

Du gabst mir einen Leib, du holder Lebensgeber - -

Was soll der ganze Kot! Ich scheiß auf meine Leber!

*
Gott gab ein weiches Herz, Beredsamkeit der Zunge

Und für den Tabak auch die vielgeplagte Lunge.

Ich will die Byblia ganz intensiv studieren

Und in der Ahnenwelt vollkommen mich verlieren - -

Doch muss ich leider auch verdienen hartes Geld,

Es muss das Kreuz noch stehn in der verfluchten Welt!

Hab mir oft schon vorgenommen,

Keinen Wodka mehr zu saufen,

Denn so raten alle Frommen,

Doch ich muss mich selber taufen,

Öffnen selbst die Fässerchen,

Danken wie die Dankenden,

Denn es macht das Wässerchen

Selig mich zum Schwankenden!

Hab mir oft schon vorgenommen,

Meine Evi zu verlassen,

Denn so rieten alle Frommen,

Rieten mir, ich sollt sie hassen,

Doch ich bleib der Lauschende

Auf der Muse Flüsterndes,

Sie bleibt die Berauschende,

Oft auch träum ich Lüsternes...


*

AN OLDENBURG

Mein Oldenburg, o meine Liebe,

Du meines Herzens Königin,

Ach, dass ich immer in dir bliebe

Mit frommem Geist und Dichtersinn,

Du meine göttliche Athene,

Wo Amor in den Mauern thront,

Du stille bleiche Geister-Szene,

Wo ich verehre Göttin Mond!

In dir hab ich die schönsten Frauen

Als Freundinnen gefunden treu,

In dir ich durfte Schönheit schauen,

Die Herrlichkeit, die immer neu,

In dir hab ich die liebsten Knaben

Erzogen als ein Pädagog,

Auch durft ich fromme Brüder haben

Als Dichter und als Theolog.

In dir berief mich der Messias

Und goss mir seinen Glauben ein,

In dir fand ich das Herz Marias,

Das ist so sanft und mild und rein,

In dir hat mich geführt Maria


An ihren hohen Minnehof,

In dir die Hagia Sophia

Hab ich geschaut als Philosoph.

In dir hab ich mit großer Stärke

Und angebornem Genius

Vollendet meine Dichterwerke

Durch geisterhaften Musenkuss,

In dir verdarb ich meine Leber

Durch allzu viel vom Weine rot,

In dir besuche ich die Gräber

Und wart auf meinen Gnadentod.

Und wenn im Himmel eine Stadt ist,

Die Himmlische Jerusalem,

Wo meine Seele endlich satt ist,

Wo Lust und Liebe angenehm,

O Oldenburg, es muss dir gleichen

Die Himmelsstadt, die Königin,

Wo schönste Jungfraun ohnegleichen

Erfreuen meinen Schönheitssinn.

Mein Oldenburg, du Stadt der Christen

Und mein elysisches Gefild,

Ich ruh an deinen weißen Brüsten

Und liebe deine Seele mild,

Ob mir auch Tränen viel geregnet

Und ich ertragen Hohn und Spott,


Mein Oldenburg, sei du gesegnet,

Gesegnet von dem Lieben Gott!

MALEK AN SEINE FRAU

ZU SANKT VALENTIN

O Augen himmelblau

Und oft voll Tränentau!

Wenn ich dich sehe, Frau,

Ist mir, dass ich genau

Die Mutter Jesu schau,

So sehr ich dir vertrau!

In dieser Welt zu sein, das heißt ein Krieger sein,

Das heißt ein Heros sein, das heißt ein König sein.

Wir aber sind so schwach, erbarme dich, o Meister,

Wir zirpen nur noch wie im Staub die Totengeister.

AN MEIN BAMBI

O Augen braun vom Reh!

O Stirne weiß wie Schnee!

O schlank wie grüner Klee!

O Lippen süß wie Tee!


O Seele einer Fee!

Ein Geist voll ABC!

O schön vom Zopf zum Zeh!

O leider oft voll Weh!

Mit dir ich ewig geh!

Ich dir zur Seite steh!

Im Sturm von Luv und Lee!

Beim Gott Herr Jemine!

Erinnerung an Gott, das ist das Herz Marias.

Erinnerungen auch sind unsre tausend Dias.

Es trägt den Dornenkranz der Jesus Nazarene,

Wir tragen den ihm nach mit Elend und Migräne.

Ma Maitresse Pauvreté ne porte pas de vêtements riches

Et pas de collier de perles autour du cou

Ses vêtements sont gris et déchirés et sales

Elle marche pieds nus dans de vieilles pantoufles pour enfants

Elle ne vit pas dans un palais de marbre et d'or

Et aucun van Gogh n'est accroché à ses murs

Juste l'image d'un arlequin indien


Peint par un jeune mendiant

Vos enfants boivent de l'eau et mangent du pain noir

Vos chiens sont émaciés et pleins d'ulcères

Les rats se battent avec des souris dans les trous

Mais elle est toujours ma maîtresse choisie

Elle est mon Jésus-Christ féminin

Et la servir est ma voie vers le paradis

Das Leben ist so bitter!

Nur Unsre Frau ist süß!

Die Königin der Ritter

Ist nackt im Paradies!

Ich schlaf und schlummere nicht mehr,

Die Sorgen kommen wie ein Heer,

Das Leben ist mir viel zu schwer

In diesem tiefen Leidensmeer.

Ich sandte in dein Haus die Magd,

Die Magd hat dir ihr Leid geklagt,

Wie hoch in ihrem Hause ragt

Der Schmutz und wie die Ratte nagt.


So spricht der Heiland, da es tagt:

Hilf deiner Magd nur unverzagt.

FRÜHSTÜCKSSEGEN

Der will frische Brötchen,

Jener nackte Mädchen.

So sendet mich Jehova Zebaoth

In diese Welt, die voll von Menschenkot.

Ach säh ich lieber doch die Weiße Frau - -

Der ich auf Erden nichts als Scheiße schau!

O groß ist Gottes Torheit, groß!

Was bist du so ein Trauerkloß?

"Es ist doch alles nur ein Haschen nach dem Wind!

Drum Schokolade iss und Kaffee trink, mein Kind!"

Oh, morgen kommt die Magd des Herrn!


Ich habe sie von Herzen gern!

HIOB

Mein Atemhauch ist meiner Frau zuwider,

Verlassen haben mich die frommen Brüder,

Die Kinder geben böse Widerreden -

Ach wäre ich doch schon im Garten Eden!

MM

O Madonna Maria

O Magna Mater

O Maria Magdalena

O Marilyn Monroe

O Malek Martinzek

SIE NENNEN IHN STÜRMISCHEN MONTAG

Sie nennen ihn stürmischen Montag,

Aber Dienstag ist genauso schlimm,

Sie nennen ihn stürmischen Montag,

Aber Dienstag ist genauso schlimm,

Der Mittwoch ist schlimmer,


Und der Donnerstag ist auch traurig.

Ja, der Adler fliegt am Freitag,

Und am Samstag gehe ich raus zum Spielen.

Der Adler fliegt am Freitag,

Und am Samstag gehe ich zum Spielen raus.

Sonntags gehe ich in die Kirche,

Dann knie ich nieder und bete:

Herr, erbarme dich,

Herr, erbarme dich meiner,

Herr, erbarme dich,

Mein Herz ist im Elend,

Verrückt nach meinem Baby,

Ja, schick sie zu mir zurück!

DAS FASTEN UND DIE PROTESTANTEN

Nicht immer Filme schaut, lest lieber Gottes Worte!

Doch wollen sie das nicht. Sie wollen Sahnetorte.

So fastet für den Herrn, verdient euch neue Gnade!

Doch wollen sie das nicht. Sie wollen Schokolade.

Was ist der Mensch? Ein Darm und Hauch,

Ein böses Grimmen in dem Bauch!


*

Dereinst pries man Verzicht und Fasten vor den Messen,

Nun wollen alle nur noch süß und lecker essen.

Wir kommen zu dem Herrn, dem Gott des ABC's

Mit Sahnetorte und mit Schokopralinés.

MORGENGEBET

Ach ich bin des Kampfes müde,

Lass mich ein zur ewgen Ruhe.

Ich seh einen armen Knecht,

Der ist von Gott verlassen,

Der arme Knecht bin ich.

Die Sonne wandert schnell.

Mein weißer Bruder

Muss auch gegen die Zeit kämpfen.

O innig geliebtes Deutschland,


Du blonde bleiche Mutter,

Deine Führer waren Verführer,

Spruch Jahwes der Heerscharen.

"Was bist du denn am Tag ein Stummer?"

Das macht der große schwere Kummer.

"Was bist du auch des Nachts so stumm?"

Es ist das Bier, das macht so dumm.

Der Freund und Bruder muss heut steigen auf das Dach.

Sankt Josef, schütze ihn, denn das ist ja dein Fach.

MUTTER!

Die Liebe zu den Geliebten

Ist noch größer geworden - -

Der Hass auf die Feinde

Hat sich abgekühlt - -

O MUTTER!

O Maria,

Du erleuchtest immer unseren Weg

als ein Zeichen der Erlösung und Hoffnung.


Wir vertrauen uns Dir an, Du Gesundheit der Kranken,

die Du am Kreuz an den Schmerzen Jesu teilhattest

und Deinen Glauben bewahrt hast.

Du, Heil des römischen Volkes,

weißt, was wir brauchen.

Und wir sind sicher, dass du dafür sorgen wirst,

dass so wie in Kana in Galiläa

die Freude und das Fest zurückkehren werden

nach der gegenwärtigen Prüfung.

Hilf uns, Mutter der göttlichen Liebe,

dem Willen des Vaters nachzukommen

und das zu tun, was Jesus uns sagt,

der unsere Sorgen

und unser Leid auf sich genommen hat,

um uns durch das Kreuz

zur Freude der Auferstehung zu führen. Amen.

Unter Deinem Schutz suchen wir Zuflucht, Heilige Mutter Gottes.

Verachte nicht die Bitten von uns in diesen Zeiten der Prüfung,

und erlöse uns von aller Gefahr, o glorreiche und gesegnete Jungfrau.

LUTHERS LIED

Und wenn die Welt voll Teufel wär,

Ein feste Burg ist unser Gott.


*

O lieben Brüder, lasst uns saufen,

Wir lassen uns mit Wodka taufen,

Wir küssen unsre süßen Bräute

Und legen uns zu Bette heute,

Da ist das Liebesspiel ein Fest,

Wenn Liebchen küsst - ihr Hauch die Pest!

O schwarze Dame Corona,

Dein Kuss ist der Tod.

Geh vorüber an Malek

Und seinem ganzen Haus,

Denn dort sind die Türen

Bestrichen mit dem Blut des Lammes.

Euch schütze die Matrona

Vorm Kusse der Corona!

Sometimes I feel so uninspired

Sometimes I feel like giving up

Sometimes I feel so very tired

Sometimes I feel like I've had enough

Sometimes you feel like you've been hired


Sometimes you feel like you've been bought

Sometimes you feel like your room's been wired

Sometimes you feel like you've been caught

But don't let it get you down, no, no

There is no reason for not failing

You've got to smile and turn the other cheek

So today you might beat up

But by tomorrow you'll be sailing

And you won't even hear these words I speak

Some people want to be so desired

Some people can't stand the light of day

Somebody's laughing while someone is crying

Oh, for to want in the close of the day

But sometimes I feel like my head is spinning

I'm gonna cave with all I see, yeah

I don't know who's losing

And I don't care who's winning

Hardships and trouble are following me

But don't let it get you down, no, no

There is no reason for not failing

You've got to smile and turn the other cheek

So today you might beat up

But by tomorrow you'll be sailing

And you won't even hear these words I speak

Some people want to be so desired

Some people can't stand the light of day


Somebody's laughing while someone is crying

Oh, for to want in the close of the day

Sometimes I feel like my head is spinning

I'm gonna cave with all I see, yeah

I don't know who's losing

And I don't care who's winning

Hardships and trouble are following me, yeah, yeah

Ob die Bibel von Ewigkeit sei?

Danach frag ich nicht!

Ob die Bibel geschaffen sei?

Das weiß ich nicht!

Dass sie das Buch der Bücher sei,

Glaub ich aus Christen-Pflicht.

Dass aber der Wodka von Ewigkeit sei,

Daran zweifle ich nicht;

Oder dass er vor den Engeln geschaffen sei,

Ist vielleicht auch kein Gedicht.

Der Trinker, wie es auch immer sei,

Blickt Gott gleich frischer ins Angesicht.

In Quarantäne wegen Sankt Corona?

Wenn sie nur bei mit bleibt, Frau Lisa Mona.


*

Der Theologe:

Wer war denn in der Bibel Schefi?

Ach weh, ich denk nur noch an Evi…

Goethe

Die Zukunft decket

Schmerzen und Glücke

Schrittweis' dem Blicke,

Doch ungeschrecket

Dringen wir vorwärts.

Und schwer und ferne

Hängt eine Hülle

Mit Ehrfurcht. – Stille

Ruhn oben die Sterne

Und unten die Gräber.

Betracht' sie genauer

Und siehe, so melden

Im Busen der Helden

Sich wandelnde Schauer

Und ernste Gefühle.

Doch rufen von drüben


Die Stimmen der Geister,

Die Stimmen der Meister:

„Versäumt nicht zu üben,

Die Kräfte des Guten!

Hier flechten sich Kronen

In ewiger Stille,

Die sollen mit Fülle

Die Tätigen lohnen!

Wir heißen euch hoffen!

Wohin soll ich denn nun entlaufen

Vorm schrecklichen Corona-Virus?

Ich will im Rauschtrank mich besaufen

Mit Frau Astarte, Frau von Tyrus!

LIEBES-SONETT AN DIE TREUE FRAU FÄKALIE

Fäkalie, du bist die allertreuste Frau!

Wie ist doch voller Duft dein weicher Körperbau!

Das Haar kastanienbraun wie eines Pferdes Mähne,

Wie goldner Honig gelb das Ebenmaß der Zähne!

Du tunkst dich in den Teich wie schwarze Trauerschwäne,

Du fließt wie Elfen leicht in einer Nebel-Szene,


Du sprudelst aus dem Quell wie Nymphen ganz aus Tau,

Die Mutter Erde ich in deinem Körper schau!

Du bist des Lebens Born, der Freuden klare Quelle,

Du gibst Erleichterung und Trost in allen Nöten,

Du bist allein mein Glück im Jammertal der Erde!

Ich bitte nur um eins: Du mögest bald mich töten!

Bewahre mich vorm Loch des Teufels in der Hölle!

Franzosen nennen dich die Große Göttin Merde!

DER LENZ

Ich legte trunken mich auf eine Wiese,

Ich glaub, ich schlief im schönsten Paradiese,

Als ich erwachte, war es schönster Lenz,

Ich sah der Gottesschönheit Evidenz.

Der Frühling lindert mir nicht meinen Kummer,

Ich leg mich trunken wieder hin zum Schlummer.

NACHTGEBET

Karine liegt ja schon im Bett

Und wartet schmachtend auf mich

Nur ich will noch nicht schlafen

Es gibt noch so viel zu tun


*

In meiner Jugend Zeit wir von den Hekatomben

Der Heere sprachen, von den atomaren Bomben,

Vom Dritten Weltkrieg sprach die Welt, vom letzten Krieg,

Da gibts nur Untergang, da gibt es keinen Sieg.

Dann kam der Bürgerkrieg, der Krieg der Terroristen,

Jessiden flohen und Muslime und die Christen,

Europa nahm sie auf, was vielen nicht gefiel,

Der rechte Terror kam, die Diktatur ihr Ziel.

Dann kam der Untergang der Frau Natur, der Mutter,

Die ward des Kapitals und des Profites Futter,

Neun Jahre noch, dann stirbt die göttliche Natur

Und von der Menschheit bleibt auf Erden keine Spur.

Nun kommt die Seuche an, und große Paranoia

Erfüllt die ganze Welt, doch keine Metanoia

Der Völker ruft zu Gott, tut Buße vor dem Herrn,

Die Torheit ist voll Macht, der Mensch dem Schöpfer fern.

Maria aber kommt zur kleinen Schar der Frommen,

Und kündet ihnen an: Der Herr wird wiederkommen,

Ja, eilig kommt der Herr, ich wills euch offenbaren,

Es kommt das Friedensreich des Herrn von tausend Jahren.

*
MARCOS GEBET

O Gott, bin ich dein Sohn, / so ist es mein Beruf,

Ganz eins zu sein mit Dem, / Der mich als Vater schuf,

Dass ich als Kreatur / in meinem Schöpfer bliebe,

Mit Glaubens Heiterkeit / und Redlichkeit der Liebe!

Denn also schafft in mir / die Göttliche Natur

Den zweiten Gottessohn, / die Neue Kreatur!

EVI

Wenn man deine Liebe will

Muss man dich schlecht behandeln

Wenn man lieb zu dir ist

Wirst du unausstehlich

Ein junges schlankes Weib: ein schmuckes Höhlenhaus.

Ein altes Weibchen fett: ein Drache kriecht heraus.

CREATRIX VENUS

Créatrice, ô Vénus, Créatrice, Déesse,

C'est à partir de rien que vous avez créé cet univers.

Il n'y avait pas encore de ciel, pas encore de terre,


Quand vous êtes né

Un germe de la matière, un germe originel,

Comme un œuf de la colombe de la déesse Vénus,

Cet œuf primitif que vous avez pondu dans le chaos,

Mère de la création.

Dans l'œuf primitif vivait le petit Éros,

Divin son intelligence a commandé

Les créatures à évoluer, Dieu

En l'intérieur de la création.

La matière primordiale non formée s'est développée

Dans le cosmos, l'évolution est à pas de géant,

La nature est devenue créatrice d'elle-même

Dans les esprits d'Éros.

Comme un orgasme de la grande Vénus

L'univers s'est-il déroulé dans la chaleur et la lumière!

Comme Éros en ejaculation du cosmos

Le pouvoir s'est répandu.

Vénus, dans l'émanation de l'esprit

Plein d'énergie cosmique Éros est

Le monde dense, matériel

Et l'humanité spirituelle.

Créatrice, ô Déesse des multivers,

Reine et ange gardien de cet univers,


Le feu central de l'univers

Repose sur vos genoux.

Vous êtes Alpha et Omega, origine et destination,

Amortissement de l'espace né,

C'est ta volonté, tout ce qui est né de la convoitise,

L'amour deviendra!

Die Deutschen

Und wenn sie auch sterben wie Fliegen,

Sie wollen sich nicht bekehren!

Muss denn der Sensemann siegen,

Bis sie den Schöpfer verehren?

Werd ich das Zeitliche bald segnen?

Werd ich das Zeitliche verfluchen?

Dir soll es Milch und Honig regnen

Und hageln solls dir Mannakuchen!

Der Schwiegerpapa ist nun tot

Dem Söhnchen Magenschmerzen droht

Dem Frauchen mangelt die Beglückung


Ich glaub es kommt bald die Entrückung

Wie schön es ist, o Gott, / wie selig, dich zu lieben!

Das sei der ganzen Welt / von mir ins Herz geschrieben!

Mit dir zu weinen und / zu leiden alle Pein

Und in dem Lobgesang / mit dir vereint zu sein!

Berechtigte Männer

Seine Toten mag der Feind betrauern:

Denn sie liegen ohne Wiederkehren;

Unsre Brüder sollt ihr nicht bedauern:

Denn sie wandeln über jenen Sphären.

Die Planeten haben alle sieben

Die metallnen Tore weit getan,

Und schon klopfen die verklärten Lieben

Paradieses Pforten kühnlich an.

Finden, ungehofft und überglücklich,

Herrlichkeiten, die mein Flug berührt,

Als das Wunderpferd mich augenblicklich

Durch die Himmel alle durchgeführt.

Weisheitsbaum an Baum, zypresseragend,

Heben Äpfel goldner Zierd empor,


Lebensbäume, breite Schatten schlagend,

Decken Blumensitz und Kräuterflor.

Und nun bringt ein süßer Wind von Osten

Hergeführt die Himmelsmädchenschar;

Mit den Augen fängst du an zu kosten,

Schon der Anblick sättigt ganz und gar.

Forschend stehn sie, was du unternahmest?

Große Plane? fährlich blut'gen Strauß?

Daß du Held seist, sehn sie, weil du kamest;

Welch ein Held du seist? sie forschen's aus.

Und sie sehn es bald an deiner Wunden,

Die sich selbst ein Ehrendenkmal schreibt.

Glück und Hoheit, alles ist verschwunden,

Nur die Wunde für den Glauben bleibt.

Führen zu Kiosken dich und Lauben,

Säulenreich von buntem Lichtgestein,

Und zum edlen Saft verklärter Trauben

Laden sie mit Nippen freundlich ein.

Jüngling! mehr als Jüngling bist willkommen!

Alle sind wie alle licht und klar;

Hast du eine dir ans Herz genommen,

Herrin, Freundin ist sie deiner Schar.

Doch die allertrefflichste gefällt sich


Keineswegs in solchen Herrlichkeiten,

Heiter, neidlos, redlich unterhält dich

Von den mannigfalt'gen andrer Trefflichkeiten.

Eine führt dich zu der andern Schmause,

Den sich jede äußerst ausersinnt;

Viele Frauen hast und Ruh im Hause,

Wert, daß man darob das Paradies gewinnt.

Die wir beerdigt heut den guten Vater haben,

Die Hoffnung auf den Herrn wir haben nicht begraben.

Bekannte manche, doch nur einen Freund,

Der es mit mir von Ferne gütig meint,

Allwissend sind sie alle dann und wann,

Die göttliche Sophia liebt kein Mann.

Jesus

Dein Leid ist mein Leid

Und mein Leid ist dein Leid

Amen

Herr,
mach mich zu deinem Werkzeug,

nicht dass ich getröstet werde,

sondern dass ich die Trauernden tröste.

Amen

AN KARINE

Du nun als ein Engel schön -

Lebe wohl - auf Wiedersehn -

Osternacht 2020

Am Anfang war der Vater allein

Und es nahte der Sohn dem Vater

Und der Sohn entmannte den Vater

Und des Vaters Genitalien

Fielen in das Tohuwabohu

Und das Urmeer schäumte auf

Und gebar die Jungfrau Maria

Und sie ging an Land

Und trat in den Garten

Und die Erde blühte auf

Moses

*
Am Anfang war die Jungfrau Maria

Und sie tanzte im Leeren

Und sie tanzte mit dem Wind

Und der Wind war der heilige Geist

Und er befruchtete sie

Und die Jungfrau gebar

Und blieb doch Jungfrau

Und gebar das Welt-Ei

Und in dem Welt-Ei

Lebte das göttliche Jesuskind

Und das göttliche Jesuskind

Entfaltete das Welt-Ei

Zum schönen Kosmos

Moses

SCHNEE

Viel Arbeit wartet hier auf mich an dem PC -

O Kinder! Geht hinaus und spielt im Osterschnee!

ZWEI SCHWESTERN

Rauschendes Schwanengefieder!

Still am felsigen Ort


Eva singt ihre Lieder.

Alle Freude ist fort.

Der Himmel ist wolkenverhangen,

Von Schrecken erfüllt ist das Herz.

Die schöne Eva, voll Bangen,

Stöhnt in Wehmut und Schmerz.

Und aus den himmlischen Fernen

Antwort gibt Donnergedröhn,

Trägt hinauf zu den Sternen

Evas leises Gestöhn.

Zwischen Himmel und Erde

In des Polarsterns Region

Sitzt mit milder Gebärde

Anna auf herrschendem Thron.

Vor ihr in goldener Schale

Alle Tränen vereint,

Die im Tränentale

Eva voll Trauer geweint.

Anna, die herrliche, sitzet,

Undurchdringlich ihr Blick,

Doch in den Augen blitzet

Naher Gnade Geschick.

Himmel voll von Schwänen!


Krank erzittert das Herz.

Und wir schauen voll Sehnen

Liebevoll himmelwärts.

Du schreibst sehr oft

Von Microsoft -

Ich schreib von Gott

Und geh bankrott.

EHELICHE FREUDEN

Malek sitzt da mit Christine.

Er hat einen ziehen lassen.

"Mach die Tür auf, heitrer Miene,

Sollst die Gase fliehen lassen!"

Ach Noah, sprach sein Weib einst in der Arche,

Nimm dir ein eignes Zimmer, eignes Bett,

Stör mir den Schlaf doch nicht durch dein Geschnarche,

Sprach sie und lächelte honett und nett.

Gut ist der Tisch der Gastgeberin


Sie schneidet das Beste aus Weizenkeks

Honigkuchen schneidet sie in Scheiben

Verteilt jeden mit goldener Butter

Nur trockenes Brot hat der Hirte

Isst vor Schmerz die Haferbrotkrusten

Gefüllt mit Spreu der Keks

Er ernährt sich vom schlimmsten Strohbrot

Von Kiefernrinde er sich ernährt

Wasser aus der Birkenrinde schlürfend

Aus den Grasspitzen trink ich

Geh o Sonne und geh o Gerste

Eile weg du Licht von Ukko

Verstecke dich in den Bergkiefern

Geh o Weizen zu jenem Dickicht

Zu den Bäumen der purpurnen Beeren

Zu den Wacholderbüschen und Erlen

Führe den Hirten sicher nach Hause

Zu dem Keks mit der goldenen Butter

Zu den honigfarbenen Kuchen

Und zu den leckeren süßen Lebensmitteln

So viel Gewalt auf Erden

So viel Gewalt in den Vätern

So viel Gewalt in den Männern

So viel Gewalt in der Sprache


So viel Gewalt in den Gottesbildern

Madonna der Zärtlichkeit

Befreie uns von der Gewalt

Geliebte, wenn mein Geist geschieden,

So weint mir keine Träne nach;

Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,

Dort leuchtet mir ein ew'ger Tag!

Wo aller Erdengram verschwunden,

Soll euer Bild mir nicht vergehn,

Und Linderung für eure Wunden,

Für euern Schmerz will ich erflehn.

Weht nächtlich seine Seraphsflügel

Der Friede übers Weltenreich,

So denkt nicht mehr an meinen Hügel,

Denn von den Sternen grüß' ich euch!

So Malek hält es aus mit Toto und

Beschließt die Freundschaft in des SCHICKSALS Bund.

All I know, since you are gone,

Is that I'm drowning in a river of tears.


*

SUSANNA MAIEN-HERZOGIN

Susanna, Maien-Herzogin!

Dich will der Mai begrüßen.

O segne ihn mit holdem Sinn

Und mich zu deinen Füßen!

Susanna, ich empfehle dir,

Was grünt und blüht auf Erden,

Was lässt der gute Schöpfer hier

An neuer Schönheit werden.

Behüte mir mit treuem Fleiß,

O Herzogin der Frauen,

Die Herzensblüten lilienweiß

Auf grünen Maien-Auen!

Lass diese Blumen um und um

In meinem Herzen sprossen,

Und mache sie zum Heiligtum,

Drin sich der Mai erschlossen!

Behüte auch, Susanna rein,

Du Liebste aller Frauen,

Das Gottesvolk, die Kinder dein,

Im Glauben und Vertrauen

Zu Jesus Christus, Gottes Sohn,


Dem Retter und Befreier.

Sei Lobpreis in dem selben Thron

Der Dreiheit mit der Leier!

O öffne, Himmels-Herzogin,

Im Lied mir Herz und Stimme,

Zu danken Gott mit klarem Sinn,

Fern von des Feindes Grimme,

Der der Gemeinde ward gesandt,

Der Geist, in Feuerzungen,

Der sei im frommen deutschen Land

Im Minnesang besungen!

Sankt Petrus steht am Steuerruder!

So spricht der abgetrennte Bruder:

Wenn wir Choral im Himmel singen,

Dann lassen wir die Gläser klingen!

Ich will, o Königin der Frauen,

Bei Gott dir in die Augen schauen.

Und David war der Lieblingsdichter Israels.

Und Jonathan hatte den David so lieb wie seine eigene Seele.

Und Jonathan zeugte den Mephistopheles.


Und Mephistopheles zeugte den Micha.

KARWOCHE

Nun endlich ist er da, der junge

Von allen heiß ersehnte Lenz,

Den lobt der Amsel Feuerzunge,

Und in des Himmels Transparenz

Strahlt schön die jugendliche Sonne,

Gießt in die Menschenherzen Wonne,

Kastanien sind und Birken grün,

Und Mandelbaum und Ginster blühn,

Eichhörnchen durch die Eichen scheuchen,

Der Markt ist öd, die Straßen leer,

Wo ist der jungen Mädchen Heer?

Sie flohn vor der Chinesen Seuchen...

Doch unbekümmert die Natur

Geht immer noch auf Gottes Spur.

Heute aß ich gut in Allemagne

Eine bolognesische Lasagne.

Das muss eine Klasse Frau sein,


Von der die ganze Erde redet!

Die Römer nennen sie Corinna,

Die Juden nennen sie Coranna,

Die Chinesen nennen sie Corona,

Ich nenne sie Carina!

REQUIEM FÜR MALEKS SCHWIEGERVATER

Die Welt treibt gottlos ihren leeren Spott -

Ein Sprung - und seht, ich bin bei meinem Gott.

HERR JESUS CHRISTUS,

SOHN DES VATERS,

SENDE JETZT DEINEN GEIST

ÜBER DIE ERDE.

LASS DEN HEILIGEN GEIST WOHNEN

IN DEN HERZEN ALLER VÖLKER,

DAMIT SIE BEWAHRT BLEIBEN MÖGEN

VOR VERFALL, UNHEIL UND KRIEG.

MÖGE DIE FRAU ALLER VÖLKER,

DIE JUNGFRAU MARIA,

UNSERE FÜRSPRECHERIN SEIN.

AMEN.

*
Gott sendet

Liebe vom Himmel

Und der Name der Liebe

Ist Karine.

Der gute Vater ließ auf Erden mich allein,

Doch ließ er mir zurück zum Angedenken Wein.

HYMNE AN DIE FRAUEN DIE IN DER KIRCHE DIE TOILETTE PUTZEN

Ihr seid die leisen, eiligen, heiligen Herzen,

Die ich preise mit langzeiligen, langweiligen Versen!

Der Schädel dröhnt

Die Seele stöhnt

Die Lungen rasseln

Die Beine prasseln

Bleib, lieber Bruder Malek!

Meine Seele soll dir Gesellschaft im Himmel leisten.

Bleib, süße Seele, für mich, dann fliegen wir nebeneinander.

Shakespeare
*

OSTERN

Und wenn auch einer stirbt

Doch die Zikade zirpt

Und trug auch eine Leid

Das Licht beherrscht die Zeit

Reisen ins südliche Frankreich

Wie es hinter dem Mieder beschaffen und unter dem Röckchen,

Lehrt euch, wisst ihr es nicht, zierlich der reisende Freund.

Schiller

JEDEM DAS SEINE

Beten wie ein Mönch ist schön

Aber Vögeln ist auch nicht zu verachten

Die Schönheit der Frauen ist verfallen

Der Bräutigam wehklagt im Brautgemach

*
Ich hab sie einst geherzt

Dann hab ich sie verscherzt

Nun ist sie ausgemerzt

Wie sehr es mich nun schmerzt!

Ich hab es einst besessen

Und hab es dann vergessen

Nun fleh ich unermessen

In Gottes frommen Messen

Um diesen Leib - um wessen?

Drei Göttinnen sah ich in meiner Kindheit

Die amerikanische Göttin Marilyn Monroe

Die französische Göttin Brigitte Bardot

Die italienische Göttin Sophia Loren

So segnet mich der Papst von Roma

Und dich mit hundert Jahr die Oma.

Welch hoher Dank ist dem zu sagen,

Der frisch uns an das Buch gebracht,

Das allem Forschen, allem Klagen


Ein grandioses Ende macht.

Goethe

Ich schrieb einst einen Text für eine schöne Dame,

Den Text diktierte mir mein heißgewordner Same,

Ich übersetz ihn nun französisch, mag es glücken!

Wenn man den Text liest, will man nur noch eines – ficken!

WECKEN SiE MICH AUF AM TAG DES JÜNGSTEN GERICHTS

SONG

Man sagt, die Wahrheit sei, dass niemand weiß

Ein Fremder kam, ein Mann, der seinen Namen verlor

Nachts erzählt er seine Geschichte, Gefängnis, Frauen, Klagen

Die nahmen ihn auf, er ließ sie immer wieder gewinnen

Er sagte: "Wenn Sie keine guten Worte zu sagen haben

Wecken Sie mich nicht vor dem Jüngsten Tag

Denn wenn nichts so ist, wie es scheint

Dann ist dieses Leben nur ein gespenstischer Traum

Und all diese Liebe fällt einfach über die Jahre

Und oh, ich würde lieber schlafen"

Wecken Sie mich am Jüngsten Tag


Lassen Sie mich die goldenen Trompeten hören

Geben Sie mir Leben, wo nichts versagt

Kein Traum in einem Wunschbrunnen

Ein Mann in zerrissener Kleidung

Er schreit alles, was er weiß

Die Dunkelheit wächst

So geht das immer und immer wieder

Er sagte: "Ich denke an die Schönheit, die ich hatte

Und ich fühle mich dadurch nur so schlecht

Weil sie einen glauben lassen, man sei high

Dann werfen sie dich in den Himmel

Und all dieses Leben fällt im Laufe der Jahre einfach zusammen

Und oh, ich würde lieber schlafen"

Wecken Sie mich am Jüngsten Tag

Lassen Sie mich die goldenen Trompeten hören

Geben Sie mir Leben, wo nichts versagt

Kein Traum in einem Wunschbrunnen

Sprechen Sie ein Gebet für den Fremden

Hören Sie dem Fremden zu

Wecken Sie mich am Jüngsten Tag

Lassen Sie mich die goldenen Trompeten hören

Geben Sie mir Leben, wo nichts versagt

Kein Traum in einem Wunschbrunnen


Wecken Sie mich am Jüngsten Tag

Lassen Sie mich goldene Trompeten hören, ja

Geben Sie mir Leben, wo nichts versagt

Kein Traum in einem Wunschbrunnen

Oh, oh, weckten Sie mich, wecken Sie mich auf

Lassen Sie mich hören

Schenken Sie mir Leben

Kein Traum in einem Wunschbrunnen

Wecken Sie mich am Jüngsten Tag

Lassen Sie mich goldene Trompeten hören, ja

Geben Sie mir Leben, wo nichts versagt

Nicht ein Traum in einem Wunschbrunnen, oh, oh

Wecken Sie mich am Jüngsten Tag

Wecken Sie mich auf

Schenken Sie mir Leben

Geben Sie mir Leben, wo nichts versagt

Oh, oh, ja, oh, oh, oh, oh

Mit Mutter ging ich in dem stillen Klostergarten

Und sah die Rosen an und Blumen aller Arten

Und brach mit ihr das Brot und trank mit ihr den Wein

Als Anteilhabe an dem mütterlichen Sein.

*
Ballade vom armen T.S.

Ich, Torsten Schwanke, bin vom grauen Meer.

Das Schicksal trug mich in die Stadt hinein,

Als ich ein Jüngling war. Die Fluten schwer

Wohl werden in mir bis zum Tode sein.

In dieser Stadt bin ich daheim. Und krank

Versehen mit dem Sterbesakramente:

Mit Büchern, Tabak und des Wodkas Trank.

Ein Misanthrop und faul und nah am Ende.

Aufs weiße Sofa setz ich manchmal mir

Die Herrlichkeit von wunderschönen Frauen,

Betrachte sie enthaltsame, sage: Ihr

Habt in mir einen, dem könnt ihr nicht trauen.

Am Abend sammeln sich um mich die Männer,

Wir reden uns da stets mit “Brüder” an.

Sie sind die allergrößten Alleskenner

Und sagen: Jesus kommt! Ich frage: Wann?

Am Morgen in der Früh die Tannen pissen,

Die Vögel fangen an, sehr laut zu schrein.

Trink ich mein Glas aus, wird dann fort geschmissen

Die Zigarette, schlaf ich ruhig ein.

*
So sehe ich die Mutter und den Sohn

Vereinigt in des Weines Kommunion.

ZUM MUTTERTAG FÜR MAMA

Nun zum Muttertag dichten,

Das gibt schöne Geschichten,

Lehrt doch Martin der Luther:

Ehre Vater und Mutter!

Also will ich bedenken

All das liebreiche Schenken,

Milch und Honig und Butter.

Ehre Vater und Mutter!

Also wars an der Nordsee,

Schwamm in Sturmflut und Mordsee

Mit dem Ehpaar der Kutter:

Ehre Vater und Mutter!

In der Sonne der Frühe

Grasen friesische Kühe,

Geben Kälbern das Futter.

Ehre Vater und Mutter!

Schön sind Rebhuhn und Glucke,

Die ich gerne begucke,

Wie auch Pute und Putter.


Ehre Vater und Mutter!

Zwar ich habe im Herzen

So entsetzliche Schmerzen,

Werde immer kaputter!

Ehre Vater und Mutter!

Also schön sind die Frauen,

Jung und reizend zu schauen,

Jette, Judith und Jutta.

Ehre Vater und Mutter!

Doch vor allem die Götter

Machen droben das Wetter,

Aber Jesus, nicht Buddha!

Ehre Vater und Mutter!

Nein, ich lieb nicht die Närrin,

Lieb die himmlische Herrin,

Jungfrau, göttliche Mutter!

Ehre Vater und Mutter!

Und manchen Gesang

Den ich dem Vater

Zu singen gesonnen war

Den hat mir hinweg gezehret

Die Schwermut
*

Ich interessiere mich für Frauen

Die ich nicht haben kann

Sobald sich eine Frau in mich verliebt

Renn ich davon

Ich kann nicht sterben kann nicht leben

Ich kann mich nur dem Trunk ergeben

AN DIE BRÜDER IN CHRISTO

Der Christ, das ist ein Mensch, der lässt sich gern erlösen,

Lässt schenken sich das Heil, den Untergang des Bösen,

Er sucht es nicht bei sich, der er ein Sünder ist,

Er sucht es bei dem Herrn und Meister Jesus Christ.

Er weiß, dass Gottes Wort ihm aufzeigt seine Sünden,

Wenn er auch selbst die Schuld im Herzen kann nicht finden,

Er weiß, dass Gottes Wort ihn freispricht von der Schuld

Und dass er selig ist allein aus Gottes Huld,

Wenn auch Gefühle noch in seinem Innern fechten,

Er fühlt sich selber nicht als heiligen Gerechten.

Der Christ lebt nicht aus sich, ob er sich selbst verklagt,

Ob er sich selbst verdammt und ist zutiefst verzagt,


Er spricht sich nicht gerecht und frei von seinen Schwächen,

Erlöst sich selber nicht von eigenen Gebrechen.

Er lebt aus Gottes Wort, aus Gottes Licht vom Licht,

Ob es gerecht ihn spricht, ob es ihn schuldig spricht.

Das Leben und der Tod des Christen sind beschlossen

Nicht in dem Christen selbst, dem christlichen Genossen,

Nein, Tod und Leben sind beschlossen in dem Wort,

Das ihn von außen trifft, von Gottes höchstem Ort.

Gerecht gesprochen wird der Christ von einem Fremden.

Die Seele in der Haut, die Geister in den Hemden,

Die hören Gottes Wort, das kommt aus Gottes Schoß,

Das bringt Gerechtigkeit von außen, extra nos.

So angewiesen ist der Christ auf Gottes Reden

Und Jesu Christi Wort, das da ergeht an jeden.

Er schaut nach außen aus, woher das Wort ihm kommt,

Des Wortes Wahrheit ists, die ihm alleine frommt.

O Christ, wo ist dein Heil, dein Glück und deine Wonne?

Nicht in mir selbst! Das ruht in Gottes Gnadensonne!

Das Wort nur spricht mir zu das Heil, die Seligkeit,

Aus Gnade kommt zu mir des Herrn Gerechtigkeit!

Nach diesem Gotteswort nun hält er Ausschau immer

Und sucht zu jeder Zeit der Gnadensonne Schimmer,

Und immer er verlangt, dasś ihn das Wort befreit,

Dass ihn das Wort erlöst und schenkt Glückseligkeit.

Von außen muss es nahn, denn in sich ist er nichtig,

Von außen kommt es auch, ist herrlich und gewichtig,


Von außen kommt das Wort, dringt in des Christen Brust

Und bringt Glückseligkeit und Paradieses Lust!

Doch dieses Gotteswort hat Gott der Herr gegeben

Den Menschen in den Mund, dass sie es weiter geben.

Und trifft es auf ein Herz und blüht im Geiste dann,

So sagt er weiter es an Frau und Kind und Mann.

Der Wille Gottes ists, dass wir die Worte suchen,

Dass uns der Andere soll segnen und nicht fluchen,

Des Bruders Zeugnis soll das Wort uns spenden und

So redet Jesus aus des Bruders Menschenmund.

Den Christen braucht der Christ, der sagt ihm Gottes Worte,

Er braucht ihn immer neu, dass aus des Mundes Pforte

Der Bruder strömen lässt die Sonne, wie sie tagt,

Wenn sein Genosse ist in Finsternis verzagt.

Es hilft sich keiner selbst! Das sind des Teufels Lügen!

Ein Ich mit sich allein wird leichtlich sich betrügen.

Es braucht der Christenmensch den Bruder, der ihm sagt

Das Wort von Gottes Heil, wenn Satan an ihm nagt.

Er braucht den Bruder nur um Jesu Christi willen,

Auf dass des Wortes Milch kann seine Seele stillen.

Der Herr im eigenen Gemüt ist oftmals schwach

Und braucht den Herrn im Geist des Bruders, stark und wach.

………………………………………………………….

………………………………………………………….

Und das ist auch das Ziel der christlichen Gemeinschaft,

Das ist der wahre Sinn der brüderlichen Freundschaft:


Einander bringen sie Heils-Worte von dem Meister,

Einander stärken sie im Geiste ihre Geister.

Des Herrn Gerechtigkeit, des Fremden Rettungstat

Begründet ihren Bund, der Freundschaft Gottesstaat.

Gerecht gesprochen wir aus Gnade durch den Glauben,

Sind klug wie Schlangen wir, unschuldig wie die Tauben,

Und das ist auch der Grund, das werde hier erwähnt,

Warum der Bruder oft sich nach dem Bruder sehnt.

Ich bin kein Wetter-Prophet

Im Wonnemonat Mai

Wie schlecht es um mich steht

Fast ist schon alles vorbei

Vollmond

Liebchen, sag, was heißt das Flüstern?

Was bewegt dir leis die Lippen?

Lispelst immer vor dich hin,

Lieblicher als Weines Nippen!

Denkst du, deinen Mundgeschwistern

Noch ein Paar herab zu ziehn?

»Ich will ficken! Ficken! sagt ich.«

Sieh! Im zweifelhaften Dunkel


Glühen blühend alle Zweige,

Nieder spielt da Stern auf Stern,

Und smaragden durchs Gesträuche

Tausendfältiger Karfunkel:

Doch dein Geist ist allem fern.

»Ich will ficken! Ficken! sagt ich.«

Dein Geliebter ist erprobt

Gleicherweis im Sauer-Süßen,

Fühlt ein Unglück, fühlt ein Glück.

Euch im Vollmond zu begrüßen,

Habt ihr heilig euch gelobt,

Dieses ist der Augenblick.

»Ich will ficken! Ficken! sag ich.«

DER WAHNSINN

Lass mich nicht den Verstand verlieren,

Gott, lieber leben mit den Tieren,

Nein, lieber Not und Hunger denn.

Nicht, dass ich stolz bin auf mein Denken

Und schätze hoch mein Mich-Versenken

Und mich nur ungern davon trenn -

Wenn man mir nur die Freiheit lasse,

Ich fröhlich wandre durch die Gasse


Und dann umarme meinen Baum,

Ich würd im Fieber-Wahnsinn singen

Das Lied, das schläft in allen Dingen,

Und träumen eines Sehers Traum,

Ich würd den Meereswellen lauschen

Und an der Wollust mich berauschen

Und schauen an des Mondes Licht,

Ich wäre frei wie Tannenwälder

Und wie der Sturm, der in die Felder

Hereinweht und die Bäume bricht.

Doch schlimm, verliere die Vernunft ich

Und handle mit des Tieres Brunft ich,

Wenn dann vor Weh die Seele stöhnt,

Sperrt in den Kerker man mich bitter

Und fesselt mich und durch das Gitter

Der irre Doktor mich verhöhnt!

Und in der Nacht werd ich nicht hören

Die Symphonie von Engels-Chören

Und nicht der Wälder Rauschen frei,

Nein, Irre in den Krankenbetten

Vernehm ich dann, Geklirr von Ketten

Und ein wahnsinniges Geschrei!


VIERTER TEIL SOMMER 2020

Ich weiß, ich weiß, heute ist Christi Himmelfahrt - aber ich gratuliere dir trotzdem zum Vatertag!

Liebe Schwester!

Der Herr hat die Schöpfung und dich geschaffen, ohne dich zu fragen, aber Er will die Welt nicht
ohne dich erlösen! Und darum verwandelt Er dein Leiden in mit-erlösendes Leiden mit dem
Erlöserleiden Christi!

Damit sei gesegnet zu Christi Himmelfahrt!

Torsten

Lieber Malek,

von 3 bis 7 waren drei Pfingstler da, meine Wohnung zu putzen - was für ein Stress! Sie sagen, ich
soll mich wieder bei der AWO melden oder mir eine Putzfrau suchen, Evi war ihnen nicht fleißig
genug. Ich mag aber keine AWO-Terroristin und keine wildfremde Putzfrau bei mir haben - - und
mit Evi möchte ich doch alt werden, und wenn es auch etwas staubig ist, geht ja keinen was an.

PS: Für mich gibts keinen Vatertag, meine Großmutter hat mich ohne Vater großgezogen, und dass
ich mal Papa war, das war in einem anderen Leben.

Maria (zu mir)

Du hast viele Feinde. Die Leuten glauben nicht an deine Krankheiten. Aber sorge dich darum nicht.
Wir wissen dass du krank bist und dass du leidest. Wir haben dich der Leiden wegen auserwählt.
Gehorche uns!

*
DAS JOSEFSLIED

Seinen Schmutz wusch er ab, reinigte sein Wehrgehänge,

Seinen Haarschopf schüttelte er sich in den Rücken,

Warf die unreinen Kleider ab, zog sich saubere an,

Mit dem Mantel umhüllte er sich, tat den Gürtel um.

Wie Josef die Königsmütze sich aufgesetzt,

Erhob zu Josefs Schönheit Ihre Augen die fürstliche Maria:

„Komm, Josef! Du sollst mein Gatte sein!

Schenk, oh schenke mir deine Fülle!

Du sollst mein Mann sein, ich will dein Weib sein!

Ich will dir bespannen lassen einen Wagen von Gold und Lapislazuli,

Mit goldenen Rädern und Hörnern von Mondstein!

Wie mit Stürmen, mit großen Mauleseln soll er bespannt sein!

Unter Zederndüften betritt unser Haus!

Dir sollen beim Eintritt in unser Haus

Türpfosten und Thronsessel die Füße küssen!

Vor dir sollen knien Könige, Vornehme und Fürsten,

Die Araber der Wüste und das Land sollen dir Abgaben bringen!

Die Ziegen sollen dir Drillinge werfen, die Schafe Zwillinge!

Dein lastbarer Esel hole das Maultier ein!

Dein Ross vorm Wagen, der feurigste Renner sei es!

Dein Rind im Joch habe keins, das ihm gleichkommt!“

Josef tat seinen Mund zum Reden auf

Und sprach zur fürstlichen Maria:

„Was muss ich dir geben, wenn ich dich nehme?


Brauchst du Salbe für den Leib, oder brauchst du Gewänder?

Fehlt es dir etwa an Brot oder Nahrung?

Freilich habe ich heilige Speise,

Habe manchen Rauschtrank, der dem Königtum ansteht!“

„Doch wozu? An der Straße, da sei dein Sitz,

Mit einem Mantel magst du bekleidet sein,

Dann wird dich nehmen, wer immer Lust hat!

Ein Ofen bist du, der das Eis nicht bewahrt,

Eine unfertige Türe, die Wind und Blasen nicht abhält,

Ein Palast, der niederschmettert den Helden,

Ein Elefant, der da abreißt seine Decke,

Erdpech, das seinen Träger besudelt,

Ein Schlauch, der seinen Träger durchnässt,

Ein Kalkstein, der die steinerne Mauer sprengt,

Ein Jaspis, der das feindliche Land herbeilockt,

Ein Schuh, der seinen Besitzer kneift!

Welchen deiner Buhlen behältst du für allezeit lieb?

Welche deiner Freier, die heil hinaufgekommen wären?

Wohl an, deine Liebsten will ich dir nennen!“

Johannes, deinem Jugendgeliebten,

Ihm hast Jahr für Jahr du zu weinen bestimmt.

Da du die weiße Glucke liebtest,

Hast du sie geschlagen, ihr die Flügel zerbrochen,

In den Wäldern weilt sie nun, ach meine Flügel rufend!

Da du den Löwen von Juda liebtest, den Kraft-vollkommenen,


Grubst du ihm Gruben, sieben und abermals sieben.

Da du liebtest das Schlachten-gewohnte Ross,

Hast ihm Peitsche, Stachel und Gerte bestimmt,

Sieben Doppelstunden zu rennen bestimmt,

Aufgewühltes Wasser zu saufen bestimmt,

Seiner Mutter-Stute zu weinen bestimmt!

Da du den Hirten David, den Hüter der Schafe liebtest,

Der ständig dir Rosinenkuchen geschichtet,

Täglich dir Zicken geschlachtet hatte,

Hast du ihn geschlagen, in einen Wolf verwandelt:

Die eigenen Hirtenknaben verjagten ihn,

Und seine Hunde bissen ihn in die Schenkel.“

„Da du liebtest Johannes Paul, deines Sohnes Vikar,

Der ständig dir Körbe voll Feigen brachte,

Täglich prangen ließ deinen Tisch,

Erhobst du zu ihm die Augen, gingst hin zu ihm:

Mein Karol, ach, genießen wir deine Kraft!

Und deine Hand sei ausgestreckt, fass an meine Brüste!

Johannes Paul redete zu dir:

Was verlangst du eigentlich von mir?

Buk nicht meine Mutter? Hab ich nicht gegessen?

Dass ich nun essen müsste mein Brot

Unter Beschimpfungen und Flüchen,

Dass Stroh nur meine Bedeckung wäre gegen die Kälte?

Da du nun diese seine Rede hörtest,


Hast du ihn geschlagen, in einen Krüppel verwandelt,

Auch ließest du ihn wohnen inmitten von Mühsal.

Nicht sind oben die Sterne günstig,

Nicht liegt unten sein Schöpfeimer

Und liebst du mich, so machst du mich jenen gleich!“

Maria, kaum dass sie dieses hörte,

War sie, Maria, sehr zornig, stieg empor zum Himmel,

Es ging Maria hin, weinte vor Jehova, ihrem Vater.

Vor Sophia, ihrer Mutter, flossen ihre Tränen:

„Mein Vater Gott! Josef hat mich sehr beschimpft!

Beschimpfungen gegen mich reihte er aneinander,

Beschimpfungen und Flüche gegen mich!“

Jehova tat zum Reden den Mund auf

Und sprach zur fürstlichen Maria:

„Wohl reiztest du selber den König von Zion,

Darum reihte Josef Beschimpfungen gegen dich aneinander,

Beschimpfungen und Flüche gegen dich!“

Maria tat zum Reden den Mund auf

Und sprach zu Jehova, ihrem Vater Gott:

„Mein Vater! Schaff mir den Goldenen Stier,

Dass er Josef töte in seinem Hause!

Schaffst du mir aber den Goldenen Stier nicht,

So zerschlag ich die Türen von Gehenna,

Zerschmeiße ich die Pfosten, lass die Tore weit offen stehen,

Lass ich auferstehen die Toten, dass sie heisuchen die Lebenden,
Der Toten werden mehr sein denn der Lebenden!“

Jehova tat zum Reden den Mund auf

Und sprach zur fürstlichen Maria:

„Wenn du den Goldenen Stier von mir verlangst,

Wird es für Zion sieben magere Jahre geben.

Dann muss ich für die Menschen Korn sammeln,

Wachsen lassen viel Gras für das Vieh!“

Maria tat zum Reden den Mund auf

Und sprach zu Jehova, ihrem Vater Gott:

„Vater, ich häufte Korn für die Menschen auf,

Gras für das Vieh hab ich auch beschafft!

Dass sie satt in den sieben mageren Jahren werden,

Hab ich für die Menschen Korn gesammelt,

Wachsen lassen viel Gras für das Vieh.“

Als nun Jehova Sankt Marias Rede hörte,

Legte er des Goldenen Stiers Leitseil in ihre Hand.

Hinab zur Erde führte ihn jetzt Maria.

Als nun der Goldene Stier nach Zion gelangte,

Stieg er hinunter zum Jordan,

Durch das Schnauben des Goldenen Stiers

Wurde eine Grube geöffnet:

Einhundert Männer von Zion fielen in sie hinein.

Durch sein zweites Schnauben wurde eine Grube geöffnet:

Zweihundert Männer von Zion fielen in sie hinein.

Durch sein drittes Schnauben wurde eine Grube geöffnet,


Und nun fiel Markus bis zu seiner Hüfte hinein.

Herauf aus ihr sprang Markus,

Packte am Horn den Goldenen Stier.

Der Goldene Stier warf Geifer aus,

Mit dem Schwanz schleuderte er seinen Mist.

Markus tat zum Reden den Mund auf

Und sprach zu Josef:

„Wir rühmten uns, Freund, unsrer Freundschaft.

Wie sollen wir antworten Maria?

Ich sah, mein Freund, und was ich sah,

(………………………………………)“

„Ich will ausreißen die Wurzel des Übels!

Ich und du, wir müssen uns die Arbeit teilen:

Packen will ich den Stier am Schwanz!“

„Zwischen Nacken, Hörnern und Augen

Soll ihn treffen dein Schwert.“

Es jagte Markus, zu greifen den Goldenen Stier,

Da packte er ihn am Schwanz,

Markus hielt ihn mit beiden Händen fest,

Und Josef, wie ein kundiger Schlachter,

Stark und sicher traf er den Goldenen Stier

Zwischen Nacken, Hörnern und Augen mit seinem Schwert.

Da sie getötet den Himmelsstier, sein Inneres ausgeweidet,

Legten sie vor Jesus ihn nieder.


Sie traten zurück, voll Ehrfurcht vor Jesus sich beugend;

Dann setzten sich beide Brüder.

Hinauf stieg Maria auf Zions Mauer,

Sie sprang auf, stieß ein Wehgeschrei aus:

„Weh über Josef, der mich geschmäht hat!

Den Goldenen Stier erschlug er!“

Da Markus diese Rede Marias hörte,

Riss er des Goldenen Stiers Keule aus und warf sie ihr hin:

„Kriegte ich dich, auch dir täte ich wie diesem!

Sein Gekröse hänge ich an deinen Arm!“

Es scharte Maria die Jungfrauen um sich,

Die heiligen Huren und Priesterinnen:

Über der Keule des Goldenen Stiers hebt sie ein Klagen an.

Aber Josef rief die Meister, alle die Waffenschmiede,

Es rühmten die Meister der Hörner Umfang.

Aus dreißig Pfund Lapislazuli waren sie gebildet,

Zwei Zoll beträgt ihrer Schalen Dicke.

Sechs Kor Öl, den Inhalt der beiden Hörner,

Schenkte er als Salbe seinem Engel Michael;

Er hängte sie hinein ins Schlafgemach.

Im Jordan wuschen sie sich die Hände,

Sie fassten einander und zogen dahin,

Ziehend auf der Straße von Zion.

Sie zu schauen, scharten sich Zions Leute.

Josef spricht zu den Mägden seines Palastes die Worte:


„Wer ist der Herrlichste unter den Männern?

Wer ist der Gewaltigste unter den Helden?

Josef ist der Herrlichste unter den Männern!

Josef ist der Gewaltigste unter den Helden!

Sie, der wir des Goldenen Stiers Keule

Hinwarfen in unserem Grimm,

Maria hat auf der Straße niemand, der ihr Herz erfreut!“

Josef hat in seinem Palast ein Freudenfest gefeiert.

Nun schlafen die Männer, auf dem Nachtlager ruhend;

Auch Markus schlief und sah einen Traum.

Da fuhr Markus auf, erzählt den Traum,

Und sprach zu seinem Freunde:

„Ich liebte im Traum Maria!“

1. Wie hieß Noahs Frau?

2. Wie hieß Hiobs Frau?

3. Wie hieß Davids Mutter?

Ich saß eben vorm Grillmeister und aß eine Bratwurst draußen, kam eine schöne junge Frau vorbei -
mit Corona-Maske - ich sah nur ihre schwarzen Augen und schwarzen Haare. Sie grüßte mich. Ich
wusste nicht, woher kenne ich solch eine schöne Frau? Dann erkannte ich sie - es war meine
verehrte Kellnerin vom chinesischen Restaurant - sie liebt mich wieder…

*
HALTLOS

Die Freundin ist nicht mehr für mich da

Der Freund ist nicht mehr für mich da

Und Elkana hatte zwei Frauen, Hanna und Penina.

AN MALEK

Hab nur die Menschen lieb, die Inder,

Die Deutschen und die Polen!

Ich aber denk: Die Menschenkinder,

Die soll der Teufel holen!

Als Gott den Malek schuf, zeigte er ihm sein Leben, all das Gute und das Böse, die Freuden, die
Leiden, den Tod, die Unsterblichkeit. Und Malek sagte sein vorgeburtliches Ja zum Leben.

Als Gott den Toto schuf, zeigte er ihm sein Leben, die Schmerzen, die Lust, die Tränen, das
Lächeln, die Qualen, die Träume, und Toto sprach sein vorgeburtliches Nein zum Leben, aber Gott
erhörte ihn nicht und sandte ihn.

Ich schreibe mir nur noch selber

Ich antworte mir wenigstens

*
Lieber Malek,

traure nicht mehr um deinen Schwiegervater, er ist doch jetzt in der Hand Jehovas, und wo kann
man besser sein. Gönne ihm sein Glück!

Nur Mut, mein Kind, nur Mut!

Ein Stück vom Paradies

Macht alles wieder gut!

Toto

Malek,

nun erzähle ich dir einmal meine Freuden.

Erstens.

Am Samstag grüßte mich meine schöne Chinesin so charmant. Am Sonntag übersetzte ich für sie 17
chinesische Gedichte aus dem französischen. Machte ein Heft für sie, ein Titelbild mit einer
Pflaumenblüte, dann auf jeder Seite ein Gedicht, das chinesische Original und darunter meine
deutsche Nachdichtung. Am Montag holte ich das Heft vom Copy-Shop ab und brachte es ihr: Das
Restaurant war geöffnet, das heißt die Tür war auf, aber alles war dunkel. Und sie saß da ganz
alleine. Hallo, junger Mann, wie gehts, was wollen Sie? - Nichts, ich hab was für Sie, Gedichte! -
Oh, das ist schön, danke, oh, sogar auf chinesisch, danke, danke!

Zweitens.

Heute lud ich Tom ein. Er war von drei bis sieben bei mir. Er unterhielt sich erst schön mit mir und
erzählte mir, wie er den Umzug erlebte. Ich sagte, er will ja sicher bald eine eigene Wohnung haben,
vielleicht eine Wohngemeinschaft mit Freunden. Dann packte er seine Bücher aus, japanische
Comics für Jugendliche, ich fragte ihn, worum es da gehe, und er erzählte es mir. Dann las er, ich
holte ihm zwei Schokoladen-Coissants und eine Fruchtbuttermilch. Er las und ich betete rauchend
auf dem Balkon. Dann hatte er Hunger, ich holte ihm einen vegetarischen Döner und mir eine Pizza
und jedem einen türkischen Trinkjoghurt. Um sieben brach er auf. Ich hab ihm fünfzehn Euro
geschenkt. Pünktlich fing dann die Messe an und ich konnte eine Stunde nur beten: DANKE GOTT
MUTTER

Toto
*

Guten Morgen, Malek,

die Sonne scheint. Der Mai zeigt sich in aller Schönheit. Gestern Nacht war Evi noch bei mir, bis
ich um halb eins sagte: So, Evi, du musst ins Bett! Wir tranken ein Bier zusammen. In der Liturgie
heute sagte Paulus: Geben ist seliger denn nehmen. Mein Rezept für meine Anti-Tränen-Pille ist
endlich angekommen.

Toto

Malek,

heute hab ich mit Evi Adam und Eva gespielt. Adam arbeitete im Schweiße seines Angesichts. Aber
Eva von Eden ist mir doch lieber als der gesamte Protestantismus.

Ein Mann bei einem Tsunami flüchtet sich aufs Dach des Hochhauses. HERR ERBARME DICH
betet er lauthals. Da kommt ein Rettungsboot. Nein, sagt er, ich warte auf die Hilfe des Herrn. Da
kommt ein Helicopter. Nein, sagt er, ich warte auf die Hilfe des Herrn. Er ertrinkt und stirbt. Herr,
warum hast du mir nicht geholfen? - Ich habe dir ja menschliche Retter gesandt, aber du warst ja zu
stolz.

Die Dreifaltigkeit will Urlaub machen.

Vater: Ich mach Urlaub in Indien, da ist die Schöpfung so fruchtbar.

Sohn: Ich mach Urlaub in Israel, will alles mal wiedersehen.

Heilig Geist: Ich mach Urlaub in Rom, denn da war ich noch nie.

*
Aus den Briefen der heiligen Teresa von Avila:

Natürlich hab ich mich über den Brief von Euer Ehrwürden gefreut, besonders über den letzten,
durch den ich erfuhr, dass jene Heilige nun in Frieden ruht, dazu bei einem solchen Sterben. Ich bin
verwundert, wie jemand über ihr so großes Glück betrübt sein kann, anstatt ihr gegenüber Neid zu
empfinden.

Schmerz empfinde ich über den großen Kummer, den Sie gehabt haben... und bei so großen und
zahlreichen Geschäften noch haben, denn ich weiß, worauf das hinausläuft.

Aber ich glaube nicht, dass Sie bei besserem Wohlbefinden wären, wenn Sie die Ruhe genießen
würden, von der sie sprechen, sondern bei schlechterem, und dessen bin ich mir ganz sicher, da ich
Ihr Temperament kenne, und so erdulde ich es, dass Sie in Prüfungen stecken, denn irgendwie
müssen Sie ja heilig werden,

und sich die Einsamkeit zu wünschen, ist für sie besser, als sie zu haben.

»Veni creator spiritus«

Übersetzt von Torsten Schwanke

zu Pfingsten 2020

Ich bin Eins geworden, Schöpfergeist,

Besuche die Gedanken deiner Diener,

Erfülle die Menschen der göttlichen Gnade,

Die du selbst gebildet hast.

O Tröster, Geschenk Gottes,

Quelle des Lebens, der Liebe und der Vereinigung.

Du bist der Finger der rechten Hand Gottes,


Du versprichst und ermächtigst zu sprechen.

Entzünde das Licht unserer Sinne,

Gieße Liebe in unsere Herzen,

Die Schwäche unseres Körpers komm,

Um sie zu stärken, um sie zu ertragen.

Den Feind aus der Ferne wehre ab,

Um Gnade und Frieden zu erlangen,

Ein Anführer bist du so sehr,

Mit dir können wir all die schädlichen Dinge meiden.

Damit wir durch dich den Herrn kennenlernen,

Den Vater und den Sohn

Und den Heiligen Geist,

Jederzeit gewähre, dass wir Ihm uns schenken.

Groß ist die göttliche Herrlichkeit,

Des Vaters, und des Sohnes,

Der für immer und ewig aus dem Tod auferstand

Und dem heiligen Paraklet. Amen.

Ich konnte es nicht live verfolgen, weil wir gerade zu der Zeit Hauskreis-Telefonkonferenz über die
144 000 hatten. Ich hab nur noch das Ende gesehen, da lief gerade ein Video von zwei christlichen
Popstars, die zu schmachtender Popmusik ein pfingstliches Lobpreislied seufzten, und so stellte ich
mir dann den ganzen Abend vor, der wohl vor allem Hartls Handschrift trug. Ist nicht meine Welt.

*
Ein Kardinal sprach von der heutigen "Pentecostalisierung des Christentums" - das betreibt Hartl
bei den Katholiken, ich bin von der alten Schule.

Offenbarung: Die ganze Schöpfung betet Jehova an!

Torsten:

Heinz, was meinst du, wenn eine Amsel singt, betet sie dann den Schöpfer an?

Heinz:

Das weiß ich nicht, ob die Amsel ihren Schöpfer kennt.

Torsten:

Susanne, was meinst du? Du verstehst doch sicher die Sprache der Vögel.

Susanne:

Das wäre schön...

Marco:

Ich befürchte, die Vögel singen nur, um ihr Revier zu markieren.

Torsten:

Wenn morgens die Sonne aufgeht und das Konzert der Vögel beginnt, begrüßen sie dann vielleicht
jubelnd die Sonne?

Marco:

Das dachte man früher, dass die Vögel besingen die Schönheit der Schöpfung, aber die heutige
Wissenschaft weiß, dass sie nur ihr Revier markieren, auch wenn das nicht so poetisch ist.

Torsten:

Nun, wer weiß…

Was meinst du, ist dieses Testament unmissverständlich deutlich und ausreichend?

TESTAMENT
28. Mai 2020,

Oldenburg,

Torsten Schwanke

Tom Becker schenke ich mein Haus,

Mein Eigentum und all mein Geld.

Und Quentin Becker schenke ich

Die Bücher meiner Bücherei.

Ich hauch den letzten Atem aus,

Verlasse diese schlechte Welt.

O Gott, ich werde schauen dich

Und werde froh sein, heil und frei.

Und Evi Becker wird beschenkt

Mit Unsrer Lieben Frauen Bild.

Und Malek überlass

Ich meine ganze Poesie.

Ich hab mich stets in Gott versenkt,

Geliebt die Mutter Gottes mild.

Ich war sehr oft von Tränen nass,

Doch stets getröstet hat mich Sie.

Begraben soll man meinen Leib

Im anonymen Rasengrab.
Und singen soll man an dem Tag

Das Ave-o-Maria-Lied.

Ich, ohne Kind und ohne Weib,

Gelebt nur für Maria hab.

Dass keiner meinen Tod beklag!

Weil meine Seele Jahwe sieht.

Malek,

heute hab ich in das Gemeinsame Gebet vor Pfingsten hineingeschaut - fürchterlich!

Herr Jesus,

Sohn des Vaters,

Sende jetzt deinen Geist,

Auf dass die Welt bewahrt werde

Vor Unheil, Verfall und Krieg!

Und möge Maria, die Frau aller Völker,

Unsere Fürsprecherin sein!

Ich meine, die Welt könnte die Bücher nicht fassen, die noch zu schreiben wären.

Joh.Ev.

PFINGSTEN
Ein Tropfen - und sei es eine Träne -

Und die Rose von Jericho blüht!

EVANGELIKALES CREDO

Ich glaube an Gott den Vater

Und Jesus, den Sohn des Vaters,

An den Heiligen Geist

Und an die Bibel, Gottes Wort,

Einen Gott in vier Personen.

Lieber Malek,

Peter Seewald ist ein katholischer Journalist, der sich irgendwann zu Gott bekehrt hat, der mehrere
Gespräche mit Josef Ratzinger führte, es gibt mehrere Interviewbücher, er hat nun eine sorgfältige
Biographie Benedikts geschrieben, die ihn historisch und theologisch einordnet und eine gut
verständliche Einführung in seine Theologie zu geben versucht.

Peter Seewald: Benedikt XVI, die Biographie

Frohe Pfingsten!

Malek,

was ich gerade mache: Viele alt-testamentarische Texte sind jahwistische Umarbeitungen
babylonischer Mythen. Ich habe in denn letzten Jahren manchen 4000 Jahre alten babylonischen
Text aus dem Englischen übersetzt und das Fragmentarische restauriert. Nun arbeite ich diese Texte
wie ein jahwistischer Redakteur um, stelle alles zusammen zu einer "babylonischen Bibel".

Toto
PS: In der Umarbeitung des Gilgamesch-Epos setze ich dem "Freunde Micha" ein Denkmal…

Toto:

Herr, ich bin krank!

Jesus:

Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes.

Und der Dichter schaute aus dem Fenster und sagte: Kinder, welches Jahrtausend haben wir gerade?

Abenteuer eines Eremiten: Nach einem Hustenanfall gestern Nacht um 2 Uhr fiel mir das Glas mit
Wodka aus der Hand, die Zigarette auf den Boden, ich fiel vom Sofa, stieß dabei den Aschenbecher
vom Tisch, alle Kippen lagen auf dem Boden, und stieß die Kaffeekanne um, die auslief. ich musste
dann den Kaffee aufwischen und die Kippen auffegen. So werde ich wohl eines Tages krepieren.

1 Ik bün kummen, mien Süster, mien Leev, in mien Garden. Ik hevv mien Myrrh un mien Kruut
token, ik hevv mien Seim un mien Honig eeten, ik hevv drunken mien Wien und mien Mölk. Eet,
mien Fründ, un drink und bedrink di an de Leev!

2 Ik hevv slöpen, awer mien Hart was wach. Kiek, mien Fründ kloppt an de Döör: Maak mi open,
mien Süster, mien Fründin, mien Duffke, mien Makellose! Mien Kopp ist vull van Tau und mien
Haar vull van de Droppen van de Nacht.

3 Ik hevv mien Rockje uttogen, shall ik mien Rockje weder antoken? Ik hevv mien Fööt gebadet,
shall ik mien Fööt weder besudeln?

4 Mien Fründ tät sien Hannen dör de Loch in de Döör, und mien Lib was heet.
5 Ik stund up un wull open de Döör för mien Fründ. Mien Hannen was nass van de Myrrh un mien
Fingers van de dröppelnde Myrrh an de Reegel van de Döör.

6 Awer as ik wull öpen de Döör för mien Fründ, kiek, do was he weg. Mien Seel ward spleenig, do
he mi verlaten! Ik sökt hem, awer ik hevv hem nich funnen. Ik rief hem, awer he gevt mi keen
Antwörd.

7 Do hevvt funnen mir de Wachlüü, de in de Stadt spazerten, de prögelten mi wund. De Wachlü up


de Muur token mi mien Schlier.

8 Ik segg ju, Dochters van Jerusalem, wenn ji hevv funnen mien Fründ, so seggt hem, dat ik bin
spleenig van de Leev!

9 Wat is dat Goote an dien Fründ, dat he is better as de anner Karls? O do büst de Mojest van all de
Wibkes, wat is so doll an dien Fründ?

10 Mien Fründ ist Liecht un Purpur, he is de Eerste van dusend Karls.

11 Sien Kopp is puur Gold. Sien Haar ist blond.

12 Sien Oogen sünd as de Duffkes an de Schlooten, sein Kusen baden in Mölk.

13 Sien Backen sünd as de Kruut in de Beeten. Sien Lippen sünd as de Röschen, as de dröppelnde
Myrrh.

14 Sien Arms sünd as de güldene Stäbe, vull van Törkisen. Sien Lib is van Elfenbeen, vull van
Saphirs.

15 Sien Been sünd as Marmelsäulen un de Fööt sünd Gold. Sien Lib is as de Libanon, as de
künigliche Zeder.

16 Sien Mund is sööt un he is gaanz sööt! So is mien Fründ, so is mien Leev, ji Dochters van
Jerusalem!

Der Gott der mit mir ist

Ist der Gott der mich verlässt


Du gottverlassner Christ

Halt nur an Christus fest

Ich stand vor dem König - die Königin saß zu seiner Rechten - denn ich war des Königs
Mundschenk. Ich sah aber traurig aus. Der König sagte. Du bist doch nicht krank? Aber das ist es
nicht, sondern du bist schwermütig.

Gruß

Toto

1 Wohen is dien Fründ gangen, o do Mojest van all de Wibkes? Wo ist dien Fründ nu? Wi wulln
hem mit di söken.

2 Min Fründ is gahn in sien Garden, to de Balsamstaude, dat he spazeert in de Garden unner de
Liljen.

3 Mien Fründ is mien eegen un ik bün sien eegen, de spazeert unter de Liljen.

4 O do büst moj, mien Fründin, moj as Tirza, söt as Jerusalem, schrecklich as de Heerscharen an‘t
Himmel.

5 Kiek mi nich an, denn dien Oogen maken mi spleenig! Dien swatte Haar is as de swatten Zicken,
de loopen van de Baargen.

6 Dien Kusen sünd as de witte Shaap, de kummen ut de Water, se aal hevv Twillinge, un keen een
unner em ist unfröchtbar.

7 Dien Backen unner dien Schlier sünd as een Appel.

8 60 Kuniginnen un 80 Konkubinen und Deerns in Massen...


9 Awer bloot een ist mien Duffke, de Makelose! Se is de eenzige van her Moder, de Leevste för her
Moder. Wenn de Dochters her saahn, denn preesen se her selig, un de Kuniginnen un Konkubinen
preesen her hillig!

10 Wer is se, de kümmt as de Morgenröt, de is licht as de Sünn, moj as de Maan un schrecklich as


de Heerscharen an‘t Himmel?

11 Ik ga in de Gaarden to de Nöten, wull sehen de Blossen, de Wien un de Appelbööm.

12 Ik weet nich wie, awer ik sitt ob de Wagen van Amminadab.

Die armen Sünder brüllen

Herr erbarme dich

Aber von der Wahrheit

Wollen sie nichts wissen

III

1 Jed Ding hett sien Tied, und jed Arbeet unner de Himmel hett sien Stund.

2 De Geboort hett sien Tied un de Starven hett sien Tied, pflanzen hett sien Tied un jäten hett sien
Tied,

3 Doodmaken hett sien Tied un hielen hett sien Tied, kaputtmaken hett sien Tied un buuen hett sien
Tied,

4 Wienen hett sien Tied un laaken hett sien Tied, jammern hett sien Tied un daanzen hett sien Tied,

5 Steen warfen hett sien Tied un Steen sammeln hett sien Tied, leev haven hett sien Tied und keen
een leev haven hett sien Tied,
6 Söken hett sien Tied un verleeren hett sien Tied, festhollen hett sien Tied un wegwarfen hett sien
Tied,

7 In Stück rieten hett sien Tied un nähen hett sien Tied, still siehn hett sien Tied un reden hett sien
Tied,

8 Leev hett sien Tied un Hass hett sien Tied, Kreeg hett sien Tied un Freed hett sien Tied.

Der Seehund in der Augsburger Puppenkiste sang:

Ich woiß nich was soll es bedoiten

Dass ich so tra-a-a-a-urgig bön

Ich fühle mit dir, Malek.

Wie lange musst du das denn noch machen, jedes Wochenende zur Schwiegermutter zu fahren?
Nimmt das denn gar kein Ende?

Schläfst du auch genug? Das ist die halbe Miete.

Leg dich mit einem guten Buch in die Badewanne, rät dir Torsten

Jesus: Sorgt euch nicht um den kommenden Tag, es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.

Lieber Malek,

schön dass es dir besser geht.

Buch Tobit, Kapitel 3


22 Das weiß ich aber fürwahr: Jeder, der dir dient, wird nach der Anfechtung gekrönt und aus der
Trübsal erlöst, und nach der Züchtigung findet er Gnade. 23 Denn du hast nicht Gefallen an unserm
Verderben: Nach dem Gewitter lässt du die Sonne wieder scheinen und nach Klagen und Weinen
überschüttest du uns mit Freuden. Deinem Namen sei ewig Ehre und Lob, du Gott Israels.

Von Tom weiß ich nichts. Evi hat noch viel Arbeit in ihrer neuen Wohnung, die randvoll ist mit
(kaputten, antiken) Möbeln, da muss sie noch etwas Platz machen. Ab dem 15. Juni muss sie wieder
zur Schule, dann kommt sie wieder zu mir. Ich hatte Verlustängste. Ihr Auto ist pünktlich nach dem
Umzug kaputt gegangen, sie bekommt im August ein neues, bis dahin muss sie alles mit dem
Fahrrad erledigen.

Die Leute fragen nur noch, ob es mir "einigermaßen“ geht, ja, schlecht wie immer, aber kein Grund
zum Klagen, es geht mir nicht SEHR schlecht.

"Wie gehts?"

"Schlecht: Ich kann nicht klagen..."

Torsten

Das kannst du alles getrost bis November ruhen lassen.

Wenn du mal statt Sachbüchern einen guten Roman lesen willst, empfehle ich dir "Krieg und
Frieden" von Tolstoi. Ist weiser als evangelikale Bibelkommentare.

Torsten

Gestern ist also Klaus Berger heimgegangen zur göttlichen Wahrheit? Ich habe gestern an ihn
gedacht. Er sagte einmal, er würde niemandem sagen: Jesus liebt dich - das wäre doch allzu intim.
Mir sagte nämlich gestern eine schwachsinnige Pietistin ganz verzückt: Jesus liebt dich - das kam
mir so unangebracht vor, da musste ich an Klaus Berger denken. Ich habe heute in der Heiligen
Messe für seine Seele gebetet, das tun wir Katholiken so.
*

Ich habe meine Mails vom letzten halben Jahr zusammengestellt. An wie viele Leute hab ich
geschrieben, und keiner hat geantwortet. Ich hab Geschenke gemacht und keiner hat sich bedankt,
oder ich hab Geschenke gemacht und man verweigerte die Annahme. Nachts träum ich von Marion,
dass sie mich nicht liebt. Traurig leg ich mich mittags schlafen und träume von Evi, dass sie mich
nicht liebt. Mag keine Emails mehr schreiben. Niemand liebt mich und ich liebe niemanden.

GLÜCK

Ein Buch der Himmel die Stille

Ich mit meinem Gott allein

Nabot liebte die Isebel

Er wollte Ahabs Weinberg

Von der Bruderliebe

Brauch ich euch nicht zu schreiben

Ach heiliger Paulus

Ich liebe doch nur die Schwestern

Mir mein Weib allein

Gott allein die Ehr

So kann ich und Er

Wohl zufrieden sein


Goethe

In der Messe befahl Jesus Feindesliebe. Die heilige Therese vom Kinde Jesus sagte: Jeder Künstler
will für seine Werke gelobt werden. Jesus ist auch ein Künstler, der große Künstler der Seelen, und
freut sich, wenn man die Schönheit seiner Geschöpfe lobt.

Papst Pius XII: 1917 begann die Apokalypse

Papst Johannes Paul II: Wir stehen vor einem Endkampf zwischen Kirche und Anti-Kirche,
Evangelium und Anti-Evangelium, Christus und Anti-Christus

Papst Benedikt auf die Frage, ob wir jetzt in der Endzeit leben: Ja, ich glaube schon. Der Angriff
geht an die Wurzel des Menschen.

Malek,

heute um 10.15 muss der Arzt schauen, ob ich "Knötchen" an meinen Stimmbändern habe. Sprich
ein Gebet für mich. Wenn du siehst, wie ich hinweg genommen werde, wird dir ein doppelter Teil
meines Geistes zuteil.

Vater unser, Amen

Hab keinen Kehlkopfkrebs, Arzt war aber entsetzt über meinen Nikotina-Missbrauch…

Lieber Malek,
heute bin ich verzaubert... Als ich vom Arzt kam, frühstückte ich in einem Straßencafe und betete
des einen jungen Mädchens Nacken an und des anders jungen Mädchens linke Hand, zauberhafte
Grazien... Fuhr durch ein Wäldchen heim, da eine junge Nymphe sich Strümpfe anzog, ganz wie
eine antike Venus... Susanne schrieb mir: Lieber Torsten, da bin ich echt erleichtert. Liebe Grüße. -
Ich lese das immer wieder, wie einen Liebesbrief... Marco schrieb, er sendet mir bald Fotos von
Susanne, sehr gnädig... Ich dichtete die schönsten französischen Gedichte "an die Schönheit" nach,
fast alle aus dem 19. Jahrhundert... Ich bin verzaubert…

Die CDU Oldenburg lädt mich ein, an der Schwulen-Prozession Christopher Street Day
teilzunehmen. Was fällt denen ein?

Malek,

1. Ich schenkte einer Frau in Not 30 Euro, wandte mich anschließend an den heiligen Josef, meinen
Finanzminister: Josef, das Geld fehlt mir, bitte gib es mir wieder. - Am nächsten Morgen kam ein
Rentenbescheid, ich bekomme von nun an jeden Monat 30 Euro mehr.

2. Der heilige Antonius von Padua war mir immer unsympathisch. Ich hörte eine lange Predigt über
ihn. Es ist erwiesen, wer was verloren hat und ihn anruft, findet es wieder. Er ist der Schutzpatron
aller schlampigen Leute und wird darum auch Schlampen-Toni genannt. Das gefiel mir. Ich bitte
jetzt immer den heiligen Schlampen-Toni sich um die schlampige Evi zu kümmern...

PS: Aus der Partei, die die Kirche Gottes auffordert, den Zölibat abzuschaffen, und die mich zur
Prozession für die Sodomie einlädt, werde ich jetzt wieder austreten.

DAS BUCH JESUS SIRACH 30

Lob eines fröhlichen Herzens

22 Gib dich nicht der Traurigkeit hin, und plage dich nicht selbst mit deinen eignen Gedanken. 23
Denn ein fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude verlängert sein Leben.

24 Ermuntere dich und tröste dein Herz, und vertreibe die Traurigkeit von dir. 25 Denn die
Traurigkeit tötet viele Leute und dient doch zu nichts. 26 Eifer und Zorn verkürzen das Leben, und
Sorge macht alt vor der Zeit. 27 Ein Herz, das heiter und beim Mahl fröhlich ist, sorgt für gutes
Essen.

Papst emeritus Benedikt XVI kam für unbestimmte Zeit nach Deutschland, um bei seinem kranken
Bruder zu sein. Der Papst (93) sah sehr gebrechlich aus. Man vermutet, er will in seiner deutschen
Heimat sterben.

Gott:

Ich hab dich als Schweizer erschaffen, und dein Vaterland Schweiz hab ich auch erschaffen.

Schweizer:

Danke, Gott.

Gott:

Was willst du noch?

Schweizer:

Ein Euro fünfzig.

Guten Morgen liebes Kreuz

Bist du auch schon wieder da?

Nietzsche-Entchen

Oh, das ist für mich das Schönste am ganzen Tag

Eine Badewanne voll Wasser, voller Schaum und ich mittendrin

Ein Stück Seife und ein Waschlappen und dann runter mit dem Dreck
Aber dann gibt es eben noch etwas

Was die Badewanne zum schönsten Platz auf der ganzen Welt macht

Könnt ihr euch denken, was es ist?

Das ist ein sehr sehr guter Freund von mir

Ja, mein ganz besonderer Liebling ist das

Mein Nietzsche-Entchen

Mein Nietzsche-Entchen

Nietzsche-Entchen, nur mit dir

Plansche ich so gerne hier

Nietzsche-Entchen, ich hab dich so furchtbar lieb

(Dub du, du bi du)

Nietzsche-Entchen, so ein Spaß

Wenn ich drücke, sagst du was

Nietzsche-Entchen, der beste Freund, den's gibt

Nietzsche Nietzsche Pitschepatsch

das ist ein sehr sehr guter Freund von mir

Mein Nietzsche-Entchen

Mein Nietzsche-Entchen

Ja, mein ganz besonderer Liebling ist das

Wohl das Verrückteste, was man jemals gehört hat

Nietzsche-Entchen, nur mit dir

Plansche ich so gerne hier

Nietzsche-Entchen, ich hab dich so furchtbar lieb

(Dub du, du bi du)


Nietzsche-Entchen, so ein Spass

Wenn ich drücke, sagst du was

Nietzsche-Entchen, der beste Freund, den's gibt

Nietzsche Nietzsche Pitschepatsch

Das ist ein sehr guter Rhythmus

Ganz toll

Ja, das klingt schon sehr gut, wirklich

Los geht's Bruder, eins zwei drei

Nietzsche Nietzsche

Nietzsche-Entchen, nur mit dir

Plansche ich so gerne hier

Nietzsche-Entchen, ich hab dich so furchtbar lieb

(Dub du, du bi du)

Nietzsche-Entchen, so ein Spass

Wenn ich drücke, sagst du was

Nietzsche-Entchen, der beste Freund, den's gibt

Nietzsche Nietzsche Pitschepatsch

Wohl das Verrückteste, was man jemals gehört hat

Letzte Woche hab ich Evi vom Schlampen-Toni erzählt, der hilft, wenn man was verloren hat.
Seitdem rufe ich ihn jeden Tag für Evi an. Am Tag danach hatte Evi den Schul-Schlüssel verloren,
rief dreimal: Heiliger Antonio! und fand den Schlüssel.

*
Papst Benedikt hat am Hochfest zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesus mit seinem Bruder (96
Jahre) zusammen eine Messe zelebriert und - - anschließend bayrisch gefrühstückt mit Bier und
Apfelstrudel.

Ich musste heute jede halbe Stunde notieren, was ich getan. So kannst du sehen, wie ich in der
Regel meinen Tag verbringen. Die Nacht ist ungewiss.

9.30 Einkauf

10.00 Frühstück

10.30 Hörbibel

11.00 Hörbibel

11.30 Medikamente, Bach

12.00 Pink Floyd

12.30 Lukas-Kommentar geschrieben

13.00 Pink Floyd, Briefe geschrieben

13.30 auf dem Balkon gesessen

14.00 Besuch von schöner Frau (Evi)

15.30 Hörbuch (Jesus-Prophetien)

16.00 Lukas weiter

16.30 Film, zweites Frühstück (Lachsbrötchen)

17.00 Heilige Messe für Kinder

18.00 Mozart, Gebet

18.30 englische Renaissance-Poesie gelesen

19.00 Briefe gelesen

19.30 Lukas weiter

20.00 Comedy-Show (Harald Schmidt)

20.30 Lukas für heute zuende


21.00 Hörbuch Hermann Hesse

Lieber Malek,

ein entzückendes junges schlankes Mädchen hat mir mein Gerät abgenommen und erst einmal alle
Folgetermine von heute verschoben. Um mich zu ermutigen, war ich im Café frühstücken, Brötchen
mit Honig, Brötchen mit Mett, Ei, Kaffee. Heute ist die Jungfrau Tochter Zion mit mir. Freu dich an
deiner Oma!

Toto

Benedikt zurück im Vatikan, allen Verschwörungstheoretikern der katholischen Rechten zum Trotz.

Lieber Malek,

ich plane, meinen Samen in einem Genlabor abzugeben und damit einen Eierstock zu befruchten
und von einer Leihmutter einen Torsten II austragen zu lassen, nur schöner und ohne Schizophrenie.

Zwei Vertreter von Coca Cola kommen zum Papst. Eure Heiligkeit, ändern Sie doch das Vaterunser
in: Unsere tägliche Coca Cola gib uns heute. Wir bezahlen dafür eine Million Euro. - Der Papst
zögert. - Gut, wir bezahlen zwei Millionen Euro. - Der Papst wendet sich an Seinen Sekretär: Schau
mal, wann der Vertrag mit der Großbäckerei ausläuft.

In Deutschland erheben die Christen nicht mehr die Stimme für das ungeborene Leben. Die
katholischen Bischöfe sind in der überwiegenden Mehrheit ungeheuer staatstragend und
weltkonform, die Evangelischen halten Abtreibung für harmlos, die Freikirchen interessiert es nicht
weiter, die Partei der Christdemokraten macht dabei sogar mit. Heiliger Bonifatius, bitte für uns!
*

Am heutigen Fest der Geburt des Kindes von Zacharias und Elisabeth, fragt die heilige Mutter
Kirche: Was wird wohl aus diesem Kind werden?

Malek,

der Prediger sagte, dass Maria "Verwandte" von Elisabeth und Zacharias war, und die Juden immer
nur innerhalb eines Stammes heirateten, die beiden Alten aber aus dem Stamm Levi war, also Maria
auch aus dem Stamm Levi. Josef aus dem Haus David, dem Stamm Juda. Nämlich Jesus ist
Hohepriester aus Levi und Messias-König aus Juda. Die katholische Tradition sprach immer davon,
dass Maria auch aus dem Haus David, also aus Juda war. Du hast die beiden Stammbäume der
Evangelien als Stammbäume Mariens und Josefs gedeutet, in beiden geht Jesus aus Juda hervor.
Was meinst du, stammt Maria aus Juda oder aus Levi?

Lieber Malek

heute Mittag hab ich geträumt, dass mich Muslime gefangen nahmen und sagten, ich solle schon
mal mein Testament machen, sie würden mich gleich töten. Ich machte mein Testament zu ihrem
Ärger so: Ich glaube an JHWH, an Jesus, den Sohn Gottes, und an den Heiligen Geist, der Jesus in
Maria gezeugt hat. Der Moslem sagte: Jesus ist nicht Gottes Sohn, sondern der Satan, und Maria ist
Astarte. Ich sagte: Maria ist nicht Astarte, sondern ein ganz reiner Mensch. Ich schrieb weiter: Ich
opfere meinen Tod auf für die Einheit der Christen, die Heilung der Juden und die Bekehrung der
Muslime. Da kamen die Mütter und Schwestern der Moslems, lachten mich an und sagten, alles sei
gut, und sie gaben mir leckere Sachen zu essen. Und eine junge Muslima mit Kopftuch sagte, sie
wäre neulich in einer katholischen Kirche gewesen. Das mit der Dreifaltigkeit verstehe sie nicht,
aber sie fände es schön, wie die Katholiken die Jungfrau und das göttliche Kind lieben. Ich sagte zu
ihr: Gott ist ein Vater, aber was für ein Vater? So ein zärtlicher Vater, und ich streichelte dabei ihr
schwarzes Haar.

EIN TREUER FREUND IST UNSER MARK

CHORAL ZUM GEBURTSTAG


Ein treuer Freund ist unser Mark,

Ein bibelfester Bruder.

Er ist sehr zart, er ist sehr stark,

Er liebt auch treu sein Luder.

Die Ahnen er liebt,

Sein Leben er gibt

Den Heiligen hin,

Ist gnädig Sterben sein Gewinn,

Doch liebt er sehr das Gnaden-Leben.

Mit meiner Kraft ists bald vorbei,

Ich bin schon fast gestorben.

Da steht der treue Freund mir bei,

So bin ich nicht verdorben.

Mit Tröstung und Rat

Er brieflich mir naht,

Dem Einsamen Trost

Bringt täglich seine weise Post,

Schreibt keiner doch wie er mir gerne.

Und wenn der Satan mich versucht

Und will, ich soll verzagen,

So hat mein Mark ihn gleich verflucht,

So kann er nicht mehr nagen.

Denn Mark ist ein Fels!

Die Biblia wälz,

Studiere die Schrift,


Die ist dem Satanas ein Gift,

Gebraucht mein Freund des Wortes Waffe!

Und bin ich in ein Weib verliebt

Und preise sie als Göttin,

Versteht er‘s gut, doch ist betrübt

Oft seine liebste Gattin,

In Liebe verliebt

Der Dichter betrübt,

Der Freund immer froh,

Er liebt sein liebstes Weibchen so,

Als wär sie Unsre Frau Maria!

Toto, 28. 6. 2020

Malek,

ich hab mich unsterblich verliebt! In eine Arzthelferin. Vor einem Monat nahm sie mir Blut ab und
machte mir ein Kompliment - wegen meiner schönen Venen. Vor einer Woche nahm sie mir wieder
Blut ab, es wollte erst kein Blut fließen, ich sagte: Ich habe kein Blut mehr, ich bin ein Untoter. Sie
lachte: Sie wollen ja nur bei uns bleiben. Tags drauf legte sie mir das Bluthochdruck-Messgerät an
und klagte über den Montag und den Stress. Zuhause dachte ich mir aus, sie zu entführen und einen
Tagesausflug mit ihr zu machen zum Baden im französischen Mittelmeer. Heute brachte ich ihr und
ihren Kollegen eine Packung Eis für alle vorbei. Sie erinnerte sich sogar an meinen Namen. Sie ist
natürlich blutjung und schlank…

Nein, Malek, das gefiel mir nicht. Diese theologische Kopfgeburt von der "einzig möglichen
Rechtfertigung des Sünders vor Gott durch das Kreuz Christi" allen Leuten zu predigen, das ist
nicht mein Stil und auch nicht die Art der Evangelisierung, die die Päpste vorschlagen, sondern
mehr das persönliche Lebenszeugnis und die Weitergabe der barmherzigen Liebe Gottes. Auch
Christines Traktate waren mir immer viel zu kopflastig. Ich glaube, das versteht kein Mensch. Aber
nicht weitersagen.
*

Hab heute morgen von Inka geträumt. Vier Menschen gingen im Wald, traten aus dem Wald auf
einen Weg, zwei gingen voran, ich ging neben Inka. Sie war etwa 24 Jahre alt und sehr anmutig und
ihre Ausstrahlung war die einer großen Reinheit. Im Gehen hakte ich meinen Arm bei ihr ein, sie
ließ es geschehen, dann legte ich meinen Arm um ihre Schulter, sie ließ es geschehen. Sie sagte: Du
nennst mich deine Herrin. Ich sagte: Meine Herrin ist Maria und Gott ist der Sinn meines Lebens,
Gott hat mir eine zärtliche Liebe für dich gegeben. Sie: Ich gebe dir mein Ja. Auf welche Frage,
fragte ich. Sie sagte: Auf deine unausgesprochene Frage, ob ich deine Frau werden möchte. Wir
waren nun verlobt. Wir gingen auseinander. Sie sagte noch: Das soll aber erst unter uns bleiben. Ich
telefonierte mit meiner Mutter und sagte: Sie wird dir gefallen, sie ist sehr rein, sie schminkt und
schmückt sich nicht, sie trägt nur ihre unsichtbare Himmelskrone. Dann fragte ich einen Priester,
wie es denn nun mit meinem Gelübde der Ehelosigkeit stehe? Ich bekam aber keine Antwort. Dann
bin ich erwacht. In der Messe am Morgen betete ich für Inka.

Torsten

Die heilige Teresa von Jesus sah einmal die Hand Gottes und sagte: Sie war so schön.... um sie ewig
sehen zu dürfen, wäre ich bereit, bis zum Jüngsten Tag auf Erden zu leiden.…

Sehnsucht ins Künftige zu beschwichtigen

Beschäftige dich hier und heut im Tüchtigen

Weißt du worin der Spaß des Lebens liegt?

Sei lustig! geht es nicht, so sei vergnügt

Ich übersetze gerade Nietzsches Zarathustra ins Englische. Dies ist für dich:
And also you, for whom life is work and unrest: are you not very tired of life? Are you not very
mature to preach death?

Der Aufsatz war natürlich Wasser auf meine Mühlen. Ich liebe ja vor allem die poetischen Teile der
Bibel. Marco dagegen kann mit den salomonischen Büchern und den Psalmen gar nichts anfangen
und lässt nur Paulus gelten. Und da haben wir vor im Hauskreis meine Meditationen über das
Hohelied zu besprechen, das mag was werden!... Kürzlich sprach der Papst (wir haben jetzt nur
Einen Papst und der heißt Franziskus) über das Gebet Davids, ich zitiere aus der Erinnerung: David
war ein Hirte und er liebte das Geräusch des Windes und die Sonnenstrahlen. In den langen Nächten
seiner Einsamkeit war seine einzige Freundin seine Leier. Was er auch fühlte, Dank oder Klage, er
machte daraus ein Lied für Gott. David hatte eine Dichterseele. Menschen, die nichts mit Poesie
anfangen können, haben eine hinkende Seele. David hatte eine feine Seele. Zwar werden viele
Menschen grob, wenn sie viel allein sind, aber nicht David, er war edel, er liebte Musik und
Poesie... Soweit der Stellvertreter Christi auf Erden.

Toto

Benedikts Bruder ist heute mit 96 Jahren heimgegangen.

So sollt ihr nun fröhlich sein und essen vor dem Herrn!

Lieber M.,

kannst du da nicht irgendwie wieder herauskommen aus dem Zwang, jedes Wochenende zur
Schwiegermutter zu sollen? Ich fürchte, es wächst dir über den Kopf und ich wünsche dir wieder
Sabbate und Sonntage der Muße und Entspannung.

Zur Not muss eben Christine mit den Kindern allein nach Weyhe fahren, und du hättest zwei Tage
Stille! Ich ermutige dich dazu. Man kann an Kraft nur geben, was man hat.

*
Ich habe das Gefühl, dir kommen die Tränen nicht aus Rührung und Freude, sondern aus
Erschöpfung und Jenseitssehnsucht.

To Heaven

BY BEN JONSON

Good and great God, can I not think of thee

But it must straight my melancholy be?

Is it interpreted in me disease

That, laden with my sins, I seek for ease?

Oh be thou witness, that the reins dost know

And hearts of all, if I be sad for show,

And judge me after; if I dare pretend

To ought but grace or aim at other end.

As thou art all, so be thou all to me,

First, midst, and last, converted one, and three;

My faith, my hope, my love; and in this state

My judge, my witness, and my advocate.

Where have I been this while exil'd from thee?

And whither rap'd, now thou but stoop'st to me?

Dwell, dwell here still. O, being everywhere,

How can I doubt to find thee ever here?

I know my state, both full of shame and scorn,

Conceiv'd in sin, and unto labour borne,

Standing with fear, and must with horror fall,


And destin'd unto judgment, after all.

I feel my griefs too, and there scarce is ground

Upon my flesh t' inflict another wound.

Yet dare I not complain, or wish for death

With holy Paul, lest it be thought the breath

Of discontent; or that these prayers be

For weariness of life, not love of thee.

Malek,

wenn du so gerne isst, wirst du denn gar nicht dick?

Evi

Sei froh, dass du durch Corona nicht arbeitslos geworden bist.

Was war der glücklichste Moment deines Lebens?

Meiner vielleicht 1990 im Sommer der Honigmond mit Karine in Südfrankreich.

Ich trinke Bier in Oldenburg

Und lese Gedichte von Goethe

Und betrunken von Bier und Wodka

Lalle ich eigene Verse


Mein frommer Bruder in Hamburg

Und mein anderer Bruder in Rastede

Lesen ihre Heilige Schrift

Und singen ihre Choräle

Aber wenn wir alle drei sterben

Ruft Sankt Petrus mich als ersten

Denn die irren Poeten

Sind die Lieblinge Gottes

Wenn ein Dichter die Apokalypse kommentiert, kommen solche Sätze wie: Die Herrlichkeit Gottes
ist noch schöner als Susanne und Dineke - und er hört Susanne leise lachen…

Bilde dir nichts ein

Auf deinen Verstand

Wenn es Gott gefällt

Wirst du über Nacht blöde

Der Pfaffe:

Iiiiich verkühühühnde oich Ohhhhhpiummmm, bleibt weiter so duuuuummmmm, Gooohtt ist ain
lieber Oooopa.…

*
Es gefällt mir nicht, so alt zu sein! Wo sind die jungen Mädchen mit dem knackigen Popo im rosa
Slip?

Du wirst mich nicht zu eurem evangelikalen Himmel bekehren, der wie der islamische Himmel,
auch nur eine verschönerte Erde ist. Bei euch gibt es leckeres Frühstück im Himmel oder gesunden
Wein oder breite Straßen für schnelle Autos. Wie ist mir das zuwider! Ich will mich nur in Gott
auflösen.

Schade, Malek,

wir werden uns im ewigen Leben nicht begegnen. Während du mit deinen Ahnen im evangelikalen
Himmel frühstückst, werde ich mich wie ein Tropfen im Ozean der Barmherzigkeit aufgelöst haben.
So lass uns die befristete Zeit auf Erden gemeinsam totschlagen.

"Der Himmel ist kein Ort, sondern ein geistiger Zustand", Johannes Paul II., "der Himmel ist die
Gemeinschaft (oder Vereinigung) mit Gott", Johannes Paul II., "die Ewigkeit kann man sich
vorstellen wie ein Meer der Liebe", Benedikt XVI. "Der Himmel ist kein verwunschener Garten,
sondern die Umarmung Jesu", Papst Franziskus. "Gott ist Mensch geworden, um die Menschen zu
Gott zu machen", griechische Kirchenväter. "In Gott ist nur Gott, darum, wenn wir im Himmel in
Gott sein werden, werden wir Gott aus Gnade sein", eine Schülerin von Meister Eckart. "Wir
werden im Himmel vergöttlicht, also zu Göttern und Göttinnen werden", San Juan de la Cruz. "Das
Ziel der geistlichen Ehe mit Gott ist das vollkommene Einssein mit Gott", San Juan de la Cruz. Und
so weiter.

Was bitte schön, sollen mir da noch Brötchen mit Kirschmarmelade?

Himmel

In drei verschiedenen Mittwochsaudienzen wies Papst Johannes Paul II. darauf hin, dass das
wesentliche Merkmal von Himmel, Hölle oder Fegefeuer darin besteht, dass es sich um Zustände
eines Geistes (Engel oder Dämon) oder einer menschlichen Seele handelt und nicht um Orte, wie
sie allgemein wahrgenommen und dargestellt werden in der menschlichen Sprache. Diese Sprache
des Ortes ist nach Ansicht des Papstes nicht ausreichend, um die damit verbundenen Realitäten zu
beschreiben, da sie an die zeitliche Ordnung gebunden ist, in der diese Welt und wir existieren.
Dabei wendet er die philosophischen Kategorien an, die die Kirche in ihrer Theologie verwendet,
und sagt, was der heilige Thomas von Aquin lange vor ihm gesagt hat.

„Unkörperlich sind die Dinge nicht am Ort, nach einer Art und Weise uns bekannt und vertraut, in
welcher Art und Weise sagen wir, dass Körper richtig sind am Ort, aber sie sind an Ort nach einer
Art, die geistigen Substanzen geziemt, einer Art und Weise, die uns nicht vollständig manifest sein
kann.“ (St. Thomas von Aquin, Summa Theologiae)

Himmel

Der Himmel ist die Fülle der Gemeinschaft mit Gott

Der Himmel als Fülle der Gemeinschaft mit Gott war das Thema der Katechese des Heiligen Vaters
bei der allgemeinen Audienz am 21. Juli 1999. Der Himmel „ist weder eine Abstraktion noch ein
physischer Ort in den Wolken, sondern eine lebendige, persönliche Beziehung zur Heiligen
Dreifaltigkeit. Es ist unsere Begegnung mit dem Vater, die im auferstandenen Christus durch die
Gemeinschaft des Heiligen Geistes stattfindet“, sagte der Papst.

1. Wenn die Form dieser Welt vergangen ist, werden diejenigen, die Gott in ihr Leben
aufgenommen und sich zumindest im Moment des Todes aufrichtig seiner Liebe geöffnet haben, die
Fülle der Gemeinschaft mit Gott genießen, die das Ziel des Menschenlebens ist.

Wie der Katechismus der katholischen Kirche lehrt, „wird dieses vollkommene Leben mit der
Allerheiligsten Dreifaltigkeit, diese Gemeinschaft des Lebens und der Liebe mit der Dreifaltigkeit,
mit der Jungfrau Maria, den Engeln und allen Gesegneten Himmel genannt. Der Himmel ist das
endgültige Ende und die Erfüllung der tiefsten menschlichen Sehnsüchte, der Zustand des höchsten,
endgültigen Glücks.“ (Nr. 1024).

Heute werden wir versuchen, die biblische Bedeutung von „Himmel“ zu verstehen, um die Realität,
auf die sich dieser Ausdruck bezieht, besser zu verstehen.

2. In der biblischen Sprache bezeichnet „Himmel“, wenn er mit der „Erde“ verbunden ist, einen Teil
des Universums. Die Schrift sagt über die Schöpfung: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“
(Gen 1,1).

Der Himmel ist der transzendente Wohnort des lebendigen Gottes

Metaphorisch gesehen wird der Himmel als Wohnort Gottes verstanden, der sich somit von den
Menschen unterscheidet (vgl. Ps 104, 2f; 115, 16; Jes 66, 1). Er sieht und urteilt von den Höhen des
Himmels (vgl. Ps 113, 4-9) und kommt herab, wenn er gerufen wird (vgl. Ps 18, 9, 10; 144, 5). Die
biblische Metapher macht jedoch deutlich, dass Gott sich weder mit dem Himmel identifiziert noch
darin enthalten sein kann (vgl. 1 Kön 8,27); und dies ist wahr, obwohl in einigen Abschnitten des
Ersten Buches der Makkabäer „Himmel“ einfach einer der Namen Gottes ist (1 Makk 3,18, 19, 50,
60; 4, 24, 55).

Die Darstellung des Himmels als transzendenter Wohnort des lebendigen Gottes ist verbunden mit
der Darstellung des Ortes, zu dem die Gläubigen durch Gnade auch aufsteigen können, wie wir in
den alttestamentlichen Berichten über Henoch sehen (vgl. Gen 5,24) und Elia (vgl. 2 Kön 2,11). So
wird der Himmel zum Bild des Lebens in Gott. In diesem Sinne spricht Jesus von einer „Belohnung
im Himmel“ (Mt 5,12) und fordert die Menschen auf, „Schätze im Himmel für sich zu sammeln“
(ebd. 6,20; vgl. 19,21).

3. Das Neue Testament erweitert die Vorstellung vom Himmel in Bezug auf das Geheimnis Christi.
Um zu zeigen, dass das Opfer des Erlösers einen vollkommenen und endgültigen Wert erlangt, heißt
es im Brief an die Hebräer, dass Jesus „durch den Himmel gegangen“ ist (Hebr 4,14) und „in ein
nicht mit Händen gemachtes Heiligtum eingegangen ist, sondern in den Himmel selbst“ (ebd.,
9,24). Da die Gläubigen vom Vater auf besondere Weise geliebt werden, werden sie mit Christus
auferweckt und zu Bürgern des Himmels gemacht. Es lohnt sich zu hören, was der Apostel Paulus
uns in einem sehr kraftvollen Text darüber erzählt: „Gott, der reich an Barmherzigkeit ist, hat uns
aus der großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, selbst als wir durch unsere Schuld gestorben waren,
zusammen mit Christus lebendig gemacht (durch Gnade bist du gerettet worden) und hat uns mit
ihm auferweckt.“

4. Nach dem Verlauf unseres irdischen Lebens kommt die Teilnahme an der völligen Vertrautheit
mit dem Vater durch unsere Einfügung in das Ostergeheimnis Christi zustande. Der heilige Paulus
betont unsere Begegnung mit Christus im Himmel am Ende der Zeit mit einem lebendigen
räumlichen Bild: „Dann werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen in den
Wolken gefangen sein, um dem Herrn in der Luft zu begegnen, so werden wir immer beim Herrn
sein. Deshalb tröstet einander mit diesen Worten.“ (1 Thes 4, 17-18).

Das sakramentale Leben ist die Vorwegnahme des Himmels

Im Kontext der Offenbarung wissen wir, dass der „Himmel“ oder das „Glück“, in dem wir uns
befinden, weder eine Abstraktion noch ein physischer Ort in den Wolken ist, sondern eine
lebendige, persönliche Beziehung zur Heiligen Dreifaltigkeit. Es ist unsere Begegnung mit dem
Vater, die im auferstandenen Christus durch die Gemeinschaft des Heiligen Geistes stattfindet.

Es ist immer notwendig, eine gewisse Zurückhaltung bei der Beschreibung dieser „ultimativen
Realitäten“ aufrechtzuerhalten, da ihre Darstellung immer unbefriedigend ist. Heute ist die
personalistische Sprache besser geeignet, um den Zustand des Glücks und des Friedens zu
beschreiben, den wir in unserer endgültigen Gemeinschaft mit Gott genießen werden.

Der Katechismus der katholischen Kirche fasst die Lehre der Kirche über diese Wahrheit
zusammen: „Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat Jesus Christus uns den Himmel geöffnet.
Das Leben der Seligen besteht im vollen und vollkommenen Besitz der Früchte der von Christus
vollendeten Erlösung. Er macht zu Partnern in seiner himmlischen Verherrlichung diejenigen, die an
ihn geglaubt haben und seinem Willen treu geblieben sind. Der Himmel ist die gesegnete
Gemeinschaft aller, die vollkommen in Christus eingebunden sind.“ (Nr. 1026).

5. Dieser Endzustand kann jedoch heute im sakramentalen Leben, dessen Zentrum die Eucharistie
ist, und in der Gabe des Selbst durch brüderliche Nächstenliebe in gewisser Weise
vorweggenommen werden. Wenn wir in der Lage sind, die guten Dinge, die der Herr uns jeden Tag
zeigt, richtig zu genießen, werden wir bereits begonnen haben, diese Freude und diesen Frieden zu
erfahren, die eines Tages ganz uns gehören werden. Wir wissen, dass auf dieser Erde alles Grenzen
unterliegt, aber der Gedanke an die „ultimativen“ Realitäten hilft uns, die „vorletzten“ Realitäten
besser zu leben. Wir wissen, dass wir auf unserem Weg durch diese Welt aufgerufen sind, „die
Dinge zu suchen, die oben sind, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt“ (Kol 3, 1), um mit ihm in der
eschatologischen Erfüllung zu sein. wenn der Geist vollständig mit dem Vater versöhnen wird alle
Dinge.

THEOPHAGEN

Diesen ist alles Genuss. Sie essen Ideen und bringen

In das Himmelreich selbst Messer und Gabel hinauf.

Mönchlein ohne Kapp und Kutt,

Schwatz nicht auf mich ein,

Zwar du machest mich kaputt,

Nicht bescheiden! Nein.

Deiner Phrasen leeres Was

Treibet mich davon,

Abgeschliffen hab ich das

An den Sohlen schon.

Goethe

*
Sind eh alles nur beschränkte Bilder. Wenn du dich auf ein himmlisches Frühstück bei Martha
freust, das geht mich nichts an, aber nenn mich nicht Buddhist, wenn ich mich auf die Erlösung von
meinem Ich freue.

Ja, ja, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder... So sagte Tom mit sechs: Im Himmel gibt es jeden Tag
Gummibärchen. Auf dem Niveau stehen auch die evangelikalen Nerds. Ich bin ja leider nicht so
kindlich, ich erwarte mir nichts als die Vereinigung mit Gott. Aber das sind wohl zwei verschiedene
Religionen.

Dein sehr verärgerter Torsten

PS: Schreib mir mal eine Woche nichts vom ESSEN.

Vor meinen Feinden kann ich mich selber schützen

Gott schütze mich vor meinen Freunden

Wahre Kirche - Ratzingers Position

Trotz des schlechten Zustandes der Kirche in Westeuropa, besonders Deutschlands, ist die
katholische Kirche DIE von Jesus gegründete Kirche, Orthodoxe, Lutheraner, Anglikaner,
Evangelikale alles Abspaltungen. So seh ich das.

Wenn ich manchmal klage über laue Priester, so ändert das nichts an meiner Treue zur Kirche
Christi, die gerade eine schwere Krise durchmacht, aber ich verlasse meine Mutter nicht, wenn sie
krank ist.

Eva:
Adam, liebst du mich?

Adam:

Aber ja, wen denn sonst?

So einfach ist das: Bitte einen katholischen Priester, dich in die Kirche Christi aufzunehmen. Lies
den Katechismus der katholischen Kirche (von Ratzinger und Schönborn), lies die Dokumente des
II. Vatikanischen Konzils. Lege eine Lebensbeichte ab. Du musst nicht noch einmal getauft werden,
wirst aber deine Kinder taufen lassen müssen. Lass dir das Sakrament der Firmung und die
Erstkommunion spenden. Voilà!

Hab eben eine Solidaritätsadresse an Trump gesandt mit den besten Wünschen, for the triumph in
Thy fight against the holocaust of abortion.

Habe an den Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke Österreich geschrieben, dass er in der
Hlg. Messe dafür betet, dass der Heilige Geist dich in die wahre Kirche Jesu führt, dich und deine
Frau.

VIVAT MAGNA MATER AUSTRIA!

In Österreich sind ab dem 1. Juli endlich die Bordelle wieder geöffnet! Auf nach Österreich!

Dort leben auch zwei Freunde meiner Poesie.

Wie Maria mich vom Haschisch befreit hat


Ich rauchte auch als Christ noch Haschisch. Eines Tages las ich in einem Buch über die Marien-
Erscheinungen von Medjugorje, dass eine Seherin in einer Vision drei Triumphe Satans sah, einer
davon waren jugendliche Drogen-Dealer. Ich bekam mein Haschisch von einem jugendlichen,
türkischen Drogen-Dealer, einem überzeugten Moslem, der in dem Döner-Imbiss seines Vaters
arbeitete. Diesmal verwies er mich an einen andern jungen Türken. Es war Nacht, wir standen auf
der Straße. Ich wollte Hasch für fünfzig Euro kaufen. Er sagte, er brauche mindestens 100 Euro. Ich
ging zur Bank und hob Geld ab. Er nahm das Geld, verschwand, und kam nicht wieder. Ich betete
zu Maria. Nach einer Zeit kam er wieder und sagte, er brauche insgesamt 150 Euro. Die Drogen-
Dealer, von denen er das Hasch bekäme, seien gefährliche islamistische Terroristen. Ich holte noch
einmal fünfzig Euro von der Bank und sagte: Schwörst du auf den Koran, mir nun das Hasch zu
bringen? Er sagte: Natürlich, ich schwöre. Nahm das Geld und verschwand und kam nicht wieder.
Ich betete. Da hatte ich eine Vision. Die Jungfrau schwebte am Himmel, mit langen schwarzen
Haaren, im grünen Sternenkleid. Und unter ihr war der Satan, eine schwarze Gestalt. Und Maria
sagte: Ich will dir zeigen, wie der Satan mit dir spielt. Ich sagte: Maria, hilf mir. Sie sagte: Nein,
diesmal wirst du nicht siegen. Das soll dir eine Lehre sein. - Seitdem habe ich kein Haschisch mehr
geraucht.

Sola scriptura halten wir für eine Irrlehre. Die göttliche Offenbarung des katholischen Glaubens ist
uns überliefert in Bibel und Tradition und Apostolischem Lehramt.

Heute steht unsere Bekanntschaft unter keinem guten Stern: Die Kirche Jesu feiert heute den
heiligen Johannes von Köln und seine Gefährten, das waren Dominikaner, die im 16. Jahrhundert
nach Holland gegangen sind, um den Glauben zu verkünden, sind dort von Calvinisten gefoltert und
aufgehängt worden, anschließend wurden ihre Leichname geschändet.

Torsten

REDE DES CID ZU OSTERN 2020

(aus dem Französischen)

Verzweiflung! O und Zorn! Ein Virus kommt, zu töten!

Muss ich das sehen noch, wie schnell zu unsern Nöten

Erobert wird die Welt, besiegt wird jedes Land?


Wir sinken in die Knie und stehen auf der Hand!

Für mächtiger hielt sich als Gott die Welt der Toren -

Und plötzlich steht sie still, und alle sind verloren,

Dem Virus beugt man sich, der tödlichen Gewalt,

Und angesteckt wird Jung und angesteckt wird Alt!

Erinnerungen an vergangnes Glück des Lebens,

Nun tot ist unser Glück, ach, alles war vergebens,

Nun eingeschlossen wohnt die Menschheit dieser Welt,

O hoher Abgrund, ach, von dem die Menschheit fällt!

Ach, sehen wir jetzt schon den Bösen triumphieren

Und müssen wie ein Tier im Krankenhaus krepieren?

Der Fortschritt schien uns doch alltäglich und normal,

Und nun ist es uns klar, der Absturz ist brutal!

Wie glorreich seid doch ihr, ihr helfenden Doktoren,

Ihr Krankenschwestern all, sonst wären wir verloren,

Ihr Retterinnen gebt den Körper und den Geist,

Ich danke heute euch! Ob man euch morgen preist?

Und du, im Mikroskop erkennbar kleines Wesen,

Wir beten voller Kraft, du mögest bald verwesen!

Ob groß wir oder klein, ob mit der Wissenschaft,

Ob ohne ihr Genie, wir trauen Gottes Kraft!

Torsten

*
Du möchtest statt der Unbefleckten

Das Sammelsurium von Sekten.

Ich habs nur mit Irrgläubigen, Abergläubischen und Ungläubigen zu tun. Denen kann ich ja nicht
allen die Freundschaft aufkündigen.

Ach Bruder? Stiefbruder muss ich sagen

Wir haben zwar den gleichen Vater

Aber nicht die gleiche Mutter

Malek,

guten Morgen!

Lesung heute morgen in der Messe aus Hosea 11:

3 Ich aber hatte Ephraim laufen gelehrt und sie auf meine Arme genommen. Aber sie merkten nicht,
dass ich sie heilte. 4 Mit menschlichen Seilen zog ich sie, mit Stricken der Liebe. Ich half ihnen das
Joch auf ihrem Nacken tragen. Ich neigte mich zu ihm und gab ihm zu essen.

Ich bete für Milan.

Und denke, dass mein Gott eine Mama ist.

Toto

*
Ihr Protestanten macht Maria Schmerzen

Doch liebt sie dennoch euch von ganzem Herzen

Hab heute den Wikipedia-Artikel zum Dispensationalismus gelesen. In der Tat, wenn das deine
geistige Heimat ist, hast du in der katholischen Kirche nichts zu suchen.

Malek,

ich wollte wissen, was dieser Bibelvers aus Jesus Sirach bedeutet: "Aber die Weisheit, wie ihr Name
sagt, ist nur wenigen bekannt." Ich suchte die Adresse der jüdischen Religionswissenschaftlerin
Ruth Lapide, die fünf Privataudienzen bei Päpsten hatte und auf Bibel-TV oft interviewt wurde.
Aber sie hat sich zurückgezogen. Ihr Sohn führt ihre Arbeit weiter. Dem schrieb ich: Ist das
hebräische Wort für Weisheit Hochmah etymologisch ein Hinweis auf ihre Unbekanntheit? Er, ein
Professor für Judaistik und Kabbala in Deutschland, schrieb: "Schalom, lieber Bruder Torsten!
Danke für die gute Frage." Und bot mir gegen eine Spende ein einstündiges Telefonat über die
Weisheit in der Bibel an. Ich antwortete, dass mein schizophrenes Hirn das leider nicht mehr leisten
könne und wünschte ihm den Segen des NAMENS Gottes. Er schrieb noch einmal, dass er mich
täglich segnen werde und mir "hebräische Bibelkraft in Herz und Hirn" wünsche.

Bruder Torsten

Hiob:

Ich kann nicht mehr laufen

Hiobs Freund:

Dann musst du mehr laufen

Rebellierende Schafe! Wie lange warten Sie noch, in den heiligen Schafstall zurückzukommen?
Antworten Sie mit Meckern!
Ihr Jesus, der Gute Hirte

Ja, die Hagia Sophia ist MEINE Kirche, ich gebe sie dem Mohammed nicht. Aber so weit ich lese,
wird noch gekämpft, EU, USA und Russland und der Patriarch von Konstantinopel kämpfen noch.

Evis alte kranke Hündin Luna ist spurlos verschwunden. Evi ist aufgelöst. Bitte bete für sie.

Dichter:

Mögen Sie Oliven?

Junge blonde Kassiererin:

Nicht so. Wieso?

Dichter:

Sonst hätte ich Ihnen diese Antipasti geschenkt.

Junge Blonde:

Nein, die mag ich nicht. Ist aber nett.

Was für deinen großen Appetit:

2. Samuel 17

27 Als David nach Mahanajim gekommen war, da brachten Schobi, der Sohn des Nahasch von
Rabba, der Stadt der Ammoniter, und Machir, der Sohn Ammiëls von Lo-Dabar, und Barsillai, ein
Gileaditer von Roglim, 28 Betten, Becken, irdene Gefäße, Weizen, Gerste, Mehl, geröstete Körner,
Bohnen, Linsen, 29 Honig, Butter, Schafe und Käse zu David und zum Volk, das bei ihm war zum
Essen. Denn sie dachten: Das Volk wird hungrig, müde und durstig geworden sein in der Wüste.
Das also schmeckte David gut.

Torsten oder Hanswurst

Gebet für die Vereinigten Staaten von Amerika

Komponiert von Seiner Exzellenz Erzbischof Carlo Maria Viganò

Allmächtiger und ewiger Gott, König der Könige und Herr der Herren: Wende deinen Blick gnädig
zu uns, die dich mit Zuversicht anrufen.

Segne uns, die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika; Gewähre unserer Nation Frieden und
Wohlstand. Erleuchte diejenigen, die uns regieren, damit sie sich für das Gemeinwohl einsetzen und
dein heiliges Gesetz respektieren.

Schütze diejenigen, die die unantastbaren Prinzipien des Naturgesetzes und deiner Gebote
verteidigen und sich den wiederholten Angriffen des Feindes der Menschheit stellen müssen.

Bewahre im Herzen deiner Kinder den Mut zur Wahrheit, die Liebe zur Tugend und die
Beharrlichkeit inmitten von Prüfungen.

Lass unsere Familien in dem Beispiel wachsen, das unser Herr uns zusammen mit seiner heiligsten
Mutter und dem heiligen Josef im Haus von Nazareth gegeben hat. Gib unseren Vätern und Müttern
das Geschenk der Stärke, um die Kinder, mit denen du sie gesegnet hast, weise zu erziehen.

Gib denen Mut, die im geistlichen Kampf als Soldaten Christi den guten Kampf gegen die
wütenden Kräfte der Kinder der Finsternis führen.

Bewahre jeden von uns, o Herr, in deinem heiligsten Herzen und vor allem den, den deine
Vorsehung an die Spitze unserer Nation gestellt hat.

Segne den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, damit er sich seiner Verantwortung
und seiner Pflichten bewusst ist und ein Ritter der Gerechtigkeit, ein Verteidiger der Unterdrückten,
ein festes Bollwerk gegen deine Feinde und ein stolzer Unterstützer der Kinder des Lichts ist.
Stelle die Vereinigten Staaten von Amerika und die ganze Welt unter den Mantel der Königin des
Sieges, unserer unbesiegten Führerin im Kampf, der Unbefleckten Empfängnis. Dank ihr und durch
deine Barmherzigkeit erhebt sich die Lobeshymne zu dir, o Herr, von den Kindern, die du durch das
kostbarste Blut unseres Herrn Jesus Christus erlöst hast. Amen.

Ich wünsche dir einen schönen Urlaub. Außer Donnerstags bin ich jeden Abend (für dich)
telephonisch erreichbar. Ich kann meine allnächtlichen unsagbaren Schmerzen nur noch mit (purem)
Wodka ersäufen.

"Esst, meine Freund, und trinkt!

Und werdet trunken!"

Hohes Lied

Meine Firmung fand am 6. November 2001 - einen Tag vor meinem 35. Geburtstag (Hälfte des
Lebens) - in der katholischen Kapelle statt, ich wurde gesalbt und sakramental mit dem Heiligen
Geist bestärkt. Auf dem einsamen Nachhauseweg hab ich an der Hand des Heiligen Geistes getanzt.
Zuhause hab ich dann mit Evi Champagner getrunken.

Malek,

ich schaue mittags um 12 die Messe der österreichischen Päpstlichen Mission mit Pater Karl. Ich
schrieb ihm und danke ihm für seinen wohltuenden Humor, der mir als einem (von ihm so gern so
genannten) "depressiven deutschen Philosophen" gut tue, ja ich sei mehr noch ein schizophrener
norddeutscher Dichter. Er schrieb mir herzliche Grüße an den norddeutschen Dichter. Und heute in
der Predigt zum Sämann Jesus über die "Dornen": "Es gibt verschiedene Dornen, einzige sind
schizophren..." Ich glaube, er dachte an mich, denn normalerweise denkt die Kirche nur an
körperlich Kranke und vergisst die psychisch Kranken.

*
Lieber Malek,

damit hab ich mich inzwischen abgefunden, dass ich den Weg der Weisheit ALLEIN gehen muss.
Hab mich nur ein bisschen lieb und denk ab und zu an mich. Pater Karl predigt übrigens am liebsten
über Brathähnchen und Wiener Schnitzel. Das darfst du nun wieder schreiben.

Dein treuer Toto

Wir können alle vor der strengen Gerechtigkeit Gottes nicht bestehen, denn wir alle - auch ich - sind
voll von Sünden und Lieblosigkeit. Darum wollen wir Tag für Tag singen: Kyrie eleison.

Ich bin unsäglich traurig. Gleich kommt Evi zu mir. Sie ist die prima materia der Scholastik und die
Lebendige Natur und die Weltseele (anima mundi et anima mea)...

Toto

Meine Kraft, meine Kraft, warum hast du mich verlassen?

(apokryphes Petrus-Evangelium)

Ich war am Montag nur todmüde, Sonntag Nacht hatte ich solche Unruhe und solche Schmerzen der
Seele, dass ich bis halb vier Wodka trank, bis ich plötzlich eingeschlafen war, am Montag früh
aufwachte. Es war aber mit Evi sehr schön, wir haben über Philosophie und Religion gesprochen
und uns an Karine erinnert und an unser beider Jugend (wie sexy war sie früher, aber nun
interessiert mich Sex nicht mehr). Wir haben Cous-Cous-Salat und Knoblauch-Oliven und Paprika-
Schafskäse gegessen und türkischen Trinkjoghurt getrunken. Sie war von zwei bis halb fünf bei mir.
Das sind immer die schönsten Stunden meiner Woche. Nur konnte ich heute nichts schreiben,
wegen der Müdigkeit. Ich hab schon angefangen, meine Erinnerungen an Sylt für dich
aufzuschreiben, konnte heute aber nicht zu Ende schreiben. Wann fahrt ihr?

*
1. Makkabäer 6

8 Als der König das hörte, erschrak er heftig und wurde sehr bestürzt, legte sich nieder und wurde
krank vor Kummer, weil sein Vorhaben nicht gelungen war. 9 Und er blieb lange dort; denn der
Kummer wurde je länger umso größer und machte ihn so schwach, dass er erkannte, er werde
sterben. 10 Darum rief er alle seine Freunde und sagte zu ihnen: Ich kann keinen Schlaf mehr finden
vor lauter Kummer und Herzeleid. 11 Ich dachte bei mir selbst: In welche Trübsal und in was für
Fluten von Trauer bin ich jetzt geraten, der ich doch gütig und beliebt war, solange ich regiert habe!

Torsten

Danke Gott für meinen Atem

Danke Gott für die Luft

Danke Gott für das Toastbrot

Danke Gott für den Toaster

Danke Gott für den Kaffee

Danke Gott für mein Leben

Und bitte hilf Toto

Der nicht mehr gerne lebt

Amen

Danke Gott für das Toastbrot

Danke für den Holundergelee

Danke für den kalten Kakao

Danke für die junge Krankenschwester


Danke für meine unheilbare Krankheit

Hiob

Heute ist der Tag des heiligen Camillus, Schutzheiliger der Krankenpfleger. Ich betete in der Messe
für meine junge Lieblings-Krankenschwester und bat Gott, dass sie mich heute behandelt. Und so
kam es auch. Blühende Jugendschönheit und charmantes Wesen! Sie maß Blutdruck an beiden
Armen und beiden Beinen und machte dann ein EKG im Liegen auf der Brust und dann ein EKG
auf dem Fahrrad. Wir plauderten nett und ich freute mich an ihr. Zum Schluss sagte ich: Danke für
Ihre Hilfe. Sie lachte erstaunt und sagte: Gern geschehen. Dann kam meine Hausärztin, auch noch
jung, blonde Locken, schlank, sie hörte meine Lunge und mein Herz ab und sah sich mein EKG-
Ergebnis am Computer an, da sagte sie: Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen den Rücken zukehre.
Herz, Lunge, Durchblutung der Beine, alles okay. Warum ich nicht mehr laufen kann, weiß sie auch
nicht. Gab mir eine Überweisung zum Orthopäden mit. Ich sagte zum Schluss: Sie sind ja alle so
charmant hier, man kommt ja fast gerne. Sie: Sie sind aber auch ein Lieber. - Das kommt, wenn
man den Heiligen anruft.

Malek,

übrigens war Montag der 14. Juli für mich ein Festtag der Liebe! 1. Flirt mit blutjunger
Krankenschwester, 2. Flirt mit sehr schöner Ärztin, 3. eine Stunde Telefonat mit dir, 4. eine Stunde
Telefonat mit Evi.

Torsten

Die menschliche Erkenntnis, erleuchtet vom göttlichen Licht, weiß, DASS ES GAR NICHT
MÖGLICH IST, DASS GOTT NICHT EXISTIERT.

Heiliger Bonaventura

Weihe an Jesus
O mein liebster Jesus, ich weihe mich heute ohne Vorbehalt deinem heiligen Herzen. Dir weihe ich
meinen Körper mit all seinen Sinnen, meine Seele mit all ihren Fähigkeiten, mich ganz und gar. Dir
weihe ich all meine Gedanken, meine Worte und Werke, all meine Leiden und Mühen, all meine
Hoffnung, alle meine Freuden. Ich weihe dir mein armes Herz, damit es dich über alles liebe und in
den Flammen deiner Liebe sich gänzlich verzehre. Nimm an, o bester Freund, mein inniges
Verlangen, dich zu trösten über all den Unglauben der Sünder und dir für immer anzugehören.
Ergreife Besitz von mir in solcher Weise, dass ich keine andere Freiheit mehr habe, als dich zu
lieben, kein anderes Leben, als dir zu dienen und in Ewigkeit mit dir zusammen zu sein. Auf dich
setze ich mein ganzes unbegrenztes Vertrauen, und von deiner unendlichen Barmherzigkeit erhoffe
ich die Verzeihung meiner Sünden. In deine Hände lege ich all meine Sorgen um mein ewiges Heil.
Ich gelobe, dich zu lieben und zu verherrlichen, bis zum letzten Augenblick meines Lebens und mit
dem Beistand deiner Gnade dein Evangelium, soviel ich nur kann, weiter auszubreiten. Verfüge
über mich, o göttlicher Meister Jesus, nach deinem Wohlgefallen. Ich verlange keinen anderen
Lohn, als deine göttliche Liebe. Verleihe mir die Gnade, dass ich in deinem Herzen meine Heimat
finde. In deinem Herzen will ich alle Tage meines Lebens verweilen und dort meinen letzten Atem
aushauchen. Mache auch mein Herz zu deiner Wohnung und Ruhestätte, damit wir aufs innigste
vereinigt bleiben, bis es mir dereinst vergönnt ist, dich die ganze Ewigkeit hindurch zu loben, zu
lieben und zu besitzen und für immer die unendliche Liebe deiner Seele zu preisen. Amen.

Im Netz fand ich eine webside, da ein Gedicht des französischen Dichters Arthur Rimbaud zu lesen
war und als deutsche Übersetzung die meine daneben stand.

In Gesellschaft eines hässlichen Weibes

Schmeckt selbst die chinesische Ente nicht mehr

Man sagt von Schizophrenen, dass sie gefühllos sind. Mir geht weder die Krankheit meiner Mutter
nah, noch das der Corona-Toten, noch die Entweihung der Hagia Sophia. Nur bei jungen Mädchen
fühl ich noch was.

Heute hatten wir den ersten Hauskreis zum Hohenlied. Alle hatten Angst vor der Lyrik. Am Ende
waren wir alle verliebt, alle angetan von meiner christozentrischen Erklärung, wir wollen
weitermachen, was anfangs noch ungewiss war, Marco sagte: SUSANNE NICKT…
*

Auf meine Mail an Trump reagierte das Weiße Haus und sendet mir nun täglich Nachrichten über
die Regierungspolitik.

Die Gemeinde der Barbelo-Gnostiker feiert Barbelo als die Urmutter allen Seins, als göttliches
Grundprinzip. Sie erkennt die Gottessohnschaft Jesu an, betont aber vor allem die
Gottestochterschaft Marias, wie sie im Anna-Apokryphon überliefert ist. Anna als gemeinsame
Mutter von Jesus und Maria ist die Emanation Barbelos in den Heiligen Schriften, Mittlerin
zwischen dem Schöpferprinzip, dem Pleroma, den Archonten (den Kräften der Weltseele) und dem
Diesseits. Wir verehren die Große Gottesmutter Anna – ähnlich wie Noreia, die jüngste Tochter
Adams – als menschgewordenes göttliches Prinzip.

Ich fahre nach Sylt

Anna wo bist du

Ich fahre nach Hamburg

Anna wo bist du

Wehe wehe mir

Anna ist tot

DIE VENUS VON SYLT

Anna im Meer

Anna am Strand

Anna im Bett

Anna mit Ring


*

Indessen«, fuhr Goethe fort, »habe ich von Tiedges "Urania" nicht wenig auszustehen gehabt; denn
es gab eine Zeit, wo nichts gesungen und nichts deklamiert wurde als die "Urania". Wo man
hinkam, fand man die "Urania" auf allen Tischen; die "Urania" und die Unsterblichkeit war der
Gegenstand jeder Unterhaltung. Ich möchte keineswegs das Glück entbehren, an eine künftige
Fortdauer zu glauben; ja ich möchte mit Lorenzo von Medici sagen, daß alle diejenigen auch für
dieses Leben tot sind, die kein anderes hoffen; allein solch unbegreifliche Dinge liegen zu fern, um
ein Gegenstand täglicher Betrachtung und gedankenzerstörender Spekulation zu sein. Und ferner:
wer eine Fortdauer glaubt, der sei glücklich im stillen, aber er hat nicht Ursache, sich darauf etwas
einzubilden. Bei Gelegenheit von Tiedges "Urania" indes machte ich die Bemerkung, daß, eben wie
der Adel, so auch die Frommen eine gewisse Aristokratie bilden. Ich fand dumme Weiber, die stolz
waren, weil sie mit Tiedge an Unsterblichkeit glaubten, und ich mußte es leiden, daß manche mich
über diesen Punkt auf eine sehr dünkelhafte Weise examinierten. Ich ärgerte sie aber, indem ich
sagte: es könne mir ganz recht sein, wenn nach Ablauf dieses Lebens uns ein abermaliges beglücke;
allein ich wolle mir ausbitten, daß mir drüben niemand von denen begegne, die hier daran geglaubt
hätten. Denn sonst würde meine Plage erst recht angehen! Die Frommen würden um mich
herumkommen und sagen: Haben wir nicht recht gehabt ? Haben wir es nicht vorhergesagt ? Ist es
nicht eingetroffen ? Und damit würde denn auch drüben der Langenweile kein Ende sein."

Sie haben deine Altäre niedergerissen und deine Propheten getötet! Und ich allein bin übrig
geblieben...

Es sind die Letzten Zeiten, und der Antichrist rüstet sich schon.

Zu Ehren der schönen Insel Sylt

Und Herrn Maleks und Frau Maschas

Ess ich heute den sakramentalen Fisch

O Nordsee Majestätische Mutter

O Große Mutter der freien Friesen

Wir Kinder haben Schwarzbrot Käse und Butter


Und salzige Fische sie zu genießen

Ich hatte Pater Karl von der Päpstlichen Mission von meinem Weg zur Bekehrung und Konversion
geschrieben und ihm eine Frage gestellt, da mir die Ansichten zweier Päpste widersprüchlich
schienen. Am Sonntag morgen kam ein aufklärerischer Brief und in der Mittagsmesse verwendete
er mehrmals Formulierungen aus meinem Brief, so sprach er von aufsehenerregenden Bekehrungen,
theologischen Differenzen zwischen den Konfessionen, der gegenwärtigen theologischen
Konfusion in der kath. Kirche, von der Treue auch zu Papst Franziskus und von dem dreifachen
sicheren Anker in den Letzten Zeiten: dem eucharistischen Christus, der makellosen Jungfrau und
dem Papsttum. Alles Gedanken aus meinem Brief. Diese Messe wird auch in Hongkong und
Norwegen gesehen.

Es gibt viel zu tun, Maria mahnt mich zur Geduld, morgen muss ich zum Psychiater, Dienstag
kommt Evi und Donnerstag seh ich Susanne etc zum Abendessen.

Ich sehne mich nach dem Strand!

Torsten

Malek,

ich sah eine Dokumentation über Rudi Dutschke. Auf einer Vietnamkonferenz hielt er eine
demagogische Rede. Der Philosoph Horkheimer von der Frankfurter Schule nannte Dutschkes
Politik "linken Faschismus". Der Philosoph Herbert Marcuse reiste extra aus Amerika an und
unterschied zwischen der illegitimen Gewalt der Herrschenden und der legitimen Gewalt der
Revolutionäre. Frankfurter Schule - das waren Philosophen als Schreibtischtäter der
sexualkommunistischen Revolution.

Dein Salomon

Es ist dir gesagt, o Mensch, was du tun sollst: Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott.

Tageslesung aus Micha


*

So schrieb Madame de Sevigne an ihre Tochter Madame de Grignan.

Donnerstag, den 30. April 1687.

Vor allem, mein liebes Kind, kommen Sie nicht nach Paris!

Niemand kommt heraus, aus Angst, diese Geißel auf uns fallen zu sehen, sie breitet sich aus wie ein
trockenes Holzfeuer. Der König und Mazarin sperren uns alle in unsere Gemächer ein.

Monsieur Vatel, der seine Gebühren erhält, sorgt für unsere Mahlzeiten, die er uns liefert.

Es macht mich traurig, ich habe mich auf die nächsten Aufführungen einer Komödie von Herrn
Corneille gefreut, von der man sagt, sie sei das größte Ding.

Wir langweilen uns ein wenig, und ich kann Ihnen nicht mehr über die neuesten Intrigen am Hof
und die neuesten modischen Outfits berichten.

Zum Glück sehe ich diskret meine liebe Freundin Marie-Madeleine de Lafayette, wir erfreuen uns
an den Fabeln von Monsieur de La Fontaine, einschließlich der sehr treffend betitelten „Les
animaux malades de la peste“! „Sie starben nicht alle, aber sie wurden alle niedergeschlagen.“

Ich schicke Ihnen zwei lustige Masken; das ist die große Mode. In Versailles trägt sie jeder. Es ist
eine schöne, saubere Luft, die Verunreinigungen verhindert.

Ich küsse Sie, mein Dienstmädchen und Pauline.

Today I was in the City and saw hundreds of young girls - nearly naked - very sexy - but not
saintly…

Kurzfassung meines Traumes: Die neoprotestantischen katholischen Feministinnen hatten eine


Priesterin eingesetzt, ich weigerte mich, von ihr die Kommunion zu empfangen. Ein amerikanischer
Franziskaner der pro-life-Bewegung feierte eine rechtgläubige Messe. Du saßest neben mir in der
Gemeinde und erhobest während der Liturgie deine Stimme und erzähltest, dass in der
Gemeindeleitung ein bibeltreuer Christ abgesetzt worden sei. Du sprachst einfach von deiner
"Kirche", als ob die Sekte der Brüdergemeinde gleichzustellen wäre mit der katholischen Kirche.
Eine Frau fragte: Ist er bei uns im Pfarrgemeinderat? Ich sagte: Freikirche. Sie sagte: Da bin ich
aber froh. Ich sagte zu dir: Jetzt ist nicht die Zeit, mit deinem Verstand zu prahlen und über die
Bibel zu diskutieren, jetzt musst du still sein und im Stillen die Messliturgie mitbeten.

Einen schönen Tag auf Sylt wünscht dir

Dein Toto

Priester werden Messe singen

Und Pastoren werden predigen;

Jeder wird vor allen Dingen

Seiner Meinung sich entledigen

Und sich der Gemeinde freuen,

Die sich um ihn her versammelt,

So im Alten wie im Neuen

Ungefähre Worte stammelt.

Und so lasset auch Sophia

Mich nach meiner Art verkünden,

Und die Himmelskönigin Maria,

Mit der lässlichsten der Sünden...

"Die Siegel des Buches Daniel beginnen sich zu öffnen..."

Maria 2017
*

Die anima maris (Seele des Meeres) sei heute mit dir und - Mara.

Mir pinkelt der Teufel ans Bein, der Teufel in der Gestalt eines Mönchs.

HEIMKEHR

O meine Heimat

Hamburg meine Frau

Wie sehne ich mich

Nach deiner weißen Elbe

Nach deinem keuschen Jungfernstieg

Nach deinem heißen Sankt Pauli

Nach deinem imposanten Michel

Nach deinem Hafen der Welt

Aber mehr noch sehne ich mich

Nach meinem kleinen Buxtehude

Dem Dorf wo der Pfeffer wächst

Wo die Sankt Josefs Kapelle verfällt

Wo im Wald das Wildschwein lebt

Wo am Teich die Enten schnattern

Da wartet meine treues Weibchen

Im warm gehaltenen Ehebett

Und meiner Kinder Lustgeschrei

Ergötzt aufs Neue mein Vaterherz


*

Hab Mitleid mit mir! Während du mit deinem Mädchen am Strand liegst, muss ich mit drei
fünfzigjährigen Pietisten drei Stunden lang über Kochrezepte, Krankheiten, Seuchen und Hunde
reden. Mir graut davor! Und das nennt man dann Freundschaft. Ich würde lieber einschlafen und
nicht mehr aufwachen.

Heute war der Tag der Apostelin Magdalena. Ich weigerte mich, mir Predigten anzuhören. Die
Katholiken lügen doch wie gedruckt. Da haben sie die Apostelin zur Hure gemacht! Aber denk
nicht, dass die Protestanten besser wären, bei denen ist ja wirklich alles Irrtum und Lüge. Das ganze
Christentum ist verlogen! Ich gehe mit einem Gebet zu Magdalena auf den Lippen bitter schlafen.

Grundgesetz § 1

Frauen über 20 sind totzuschlagen.

Unterm Kreuz Jesu standen Drei Marien: Maria, die Mutter Jesu, und Maria Magdalena (die
NICHT die öffentliche Sünderin war), und die "Schwester" (Verwandte) der Mutter Jesu, die Maria
heißt und Frau des Kleophas genannt wird und Mutter von Jakobus und Joses, den Herrenbrüdern.
Die Herrenbrüder sind also keine Söhne der Jungfrau Maria.

Was für ein wunderschönes Gedicht von Christian Morgenstern. Ansonsten hatte ich mir mal seine
gesammelten Gedichte von Evi ausgeliehen und fand seine religiöse Lyrik viel zu
anthroposophisch. Aber dies Gedicht vom Nebel überm Wattenmeer ist mir ganz in meinem Sinn
geschrieben.

Susannes Hund Sokrates war wesentlich interessanter als die Christen…


*

Malek,

eigentlich mag ich von den Hauskreisleuten nur Susanne... Sabine geht zur Zeit einmal die Woche
MIT mir einkaufen, nicht FÜR mich, wie Evi, und kommt Donnerstag abends zur Telefonkonferenz
zu mir. Nach meinem Geschmack ist das zu viel Sabine, sie ist weder schön, noch geistreich. Ich
bete, dass Evi bald mit ihrem neuen Auto wieder für mich einkaufen geht. Evi ist zwar dick
geworden, aber sie hat immer noch ein sehr schönes Gesicht, und sie hat eine sehr schöne Stimme,
und was sie sich alles zusammen träumt, ist poetisch wie eine Seifenblase... Ich überlege schon, wie
ich das nächste Hauskreis-Essen, das sie schon wieder planen, schwänzen kann. Die
Telefonkonferenz gefällt mir viel besser, denn da wird fast nur die Bibel besprochen und Fürbitte
gehalten. Treffen wir uns aber persönlich, kommt noch eine Stunde Altweiber-Tratsch dazu.
Übrigens läuft das so ab: Eine halbe Stunde faseln die alten Weiber Sinnloses, dann trägt Marco
meinen Bibelkommentar vor und gibt unverständigen Senf dazu ab, sonst sagt keiner was, ich gebe
mündlich Erläuterungen, dann haben wieder die alten Klatschbasen das Feld, und dann beten wir
noch, es beten aber immer nur Marco, Sabine und ich. Susanne schweigt den ganzen Abend und ist
nur schön... Aber was will der Dichter mehr?

Das ist ein Klagelied, als Klage soll man es zur Flöte singen.

Seit den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhundert ist in Deutschland die Storchen-Population
genau so zurückgegangen wie die Anzahl der Kindergeburten. Schon der Prophet Jesaja sagte: "Der
Storch kennt seine Zeit..." Es ist nämlich damit gesagt, dass der Storch weiß, wann er Kinder zu
bringen hat. Das glauben aber weder die wissenschaftlichen Atheisten, noch die protestantischen
Rationalisten. But the bible tells it so!

My mind, my mind is ruined by the fools!

Ich ging heute früh raus und schlich mich sanft aus meinem Haus, begleitet von meinen Hunden.
Niemand hat mich gehen gesehen, und es ist noch zu früh für mich, die seltenen Seneschalle zu
treffen, die das Kommen und Gehen der Menschen beobachten. Ich gehe mit einem guten Schritt
auf dem Pfad durch Weinberge und Felder, auf den Wald und den felsigen Weg zum Fluss zu. Der
Tag ist bereits klar, keine Wolke verdirbt die Unermesslichkeit eines noch blass-blauen Himmels,
der in wenigen Stunden azurblau werden wird. Doch die Sonne zeigt sich kaum über den ersten
Bäumen, deren Blätter sich zu entfalten beginnen. Die Natur gewinnt nach einer grauen
Winterperiode langsam ihren Sommermantel zurück, jetzt werden die grünen, gelben und
orangenen Farben, die mich umgeben, von Tag zu Tag imposanter… Kein anderes Geräusch, außer
dem der Natur und dem Wind in den Bäumen. Ich habe die eingesperrten Menschen
zurückgelassen, die nicht herauskommen können. Das Unglück hat sich über unser Land
ausgebreitet und breitet sich so schnell aus, dass niemand es aufhalten kann, außer man schließt sich
ein und lässt es an seiner Tür vorbeiziehen. Überall in den Städten mit ihren engen Gassen und
niedrigen Häusern hat die Krankheit die armen, geschwächten Väter heimgesucht. Die Läden sind
geschlossen und die Städte sind von hungernden Menschen verlassen, es herrscht Totenstille. In
Landhäusern, in Schlössern, die von hohen Mauern umgeben sind, sind die Frauen in ihren Häusern
damit beschäftigt, zu Hause zu sticken, zu weben, zu nähen und zu beten. Die Männer trinken,
reden, meckern, trinken noch etwas mehr und beten wenig. Die Kinder spielen und lernen, ohne
sich der Gefahr bewusst zu sein, die draußen lauert. Die erzwungene Promiskuität hat bei einigen
Wesen ihre grausame und tierische Seite zum Vorschein gebracht; Angst, Furcht und Panik haben
allen Schimmer von gesundem Menschenverstand verschwinden lassen. Für andere dominieren
Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Güte. Wenn ich zum Fluss komme, beobachte ich, wie das
Wasser unaufhaltsam fließt, und lasse meine Gedanken in seinem silbernen Spiegelbild entweichen.
Ich denke an meine alte Mutter, die in ihrer Domäne geblieben ist und von der ich nicht weiß, ob
ich sie noch mit meinen Armen umarmen kann; ich weiß, dass sie so kräftig ist, dass sie mich
überleben könnte, und das beruhigt mich; ich denke an meine liebe Stadt Rouen, die ich unbedingt
wiederfinden möchte, die mir aber durch ihre Entfernung unerreichbar erscheint; ich denke an all
diese Schlachten, die ich geschlagen habe, all diese Länder, die ich für vergängliche Eroberungen
durchquert habe. Das Wasser des Flusses fließt weiterhin sanft wie das Leben dahin. Es vergoldet
die Steine, wie die Zeit das Leben vergoldet. Und mit der Zeit wird alles verschwinden.

König Richard Löwenherz

Heute, am Freitag dem 24. Juli 2020 ist die Hagia Sophia, die Mutter der Kirchen des Ostens, durch
einen islamischen Gottesdienst entweiht worden. Es schmerzt den Papst und mich.

Der Dichter sagte nur, dass ihn all das .... so gelangweilt habe, dass er sich jeden Augenblick
zusammen nehmen musste, um nicht grob zu werden...

Puschkin

DISPENSATIONALISTEN

Nun gilt nicht mehr der Taufbund


Jesu für die Juden

Nun gilt der Paulus-Bund

Mit den Heiden

Da braucht es keine Taufe

Zweitausend Jahre Kirche

Haben sich geirrt

Wir Dis-pen-sa-ti-o-na-lis-ten

Kennen endlich die Wahrheit

Das ist eine Satire

Als Satire ist es zu singen

Ich bin in Hamburg - Himmel, ach, nicht heiter -

Die Nordsee rauscht in meiner Seele weiter

GRAF FRIEDRICHS LÖWENKAMPF

Oder: Wie das Oldenburger Wappen entstand

Siehe, ein gelber Schild mit doppelt blutroten Balken

Bildet das Wappen derer von Oldenburg. Heute noch zeugt es

Von dem Mut des jungen Grafen Friedrich, die Ehre

Seines Vaters zu retten, kämpfte er mit dem Löwen.

Es geschah zu der Zeit, als Kaiser Heinrich der Vierte

Einen Reichstag in Goslar berief. Graf Huno, der damals


Über Rüstringen und das Ammerland machtvoll regierte,

Hatte mit großen Problemen im eigenen Lande zu kämpfen

Und blieb deshalb ferne dem Reichstag des Kaisers der Deutschen.

Seine Feinde nutzten da die Gelegenheit, Huno

Zu verleumden als Verschwörer gegen den Kaiser.

Seine Unschuld zu beweisen, musste Graf Huno,

Wie es der Kaiser bestimmte, sich dem Urteil der Gottheit

Unterwerfen. Ein mächtiger Fechter aus seinem Gefolge

Sollte sich stellen dem Kampf mit einem Ritter des Kaisers.

Siegte der Kämpfer des Grafen, war seine Unschuld bewiesen.

Huno wählte seinen Sohn, den Friedrich, den Grafen,

Reiste mit ihm nach Goslar. Aber der Kaiser der Deutschen

Schickte in den Kampf gegen ihn einen hungrigen Löwen.

Scheinbar aussichtslos war der Fall. Die Bestie würde

Sicher den jungen Grafen zerreißen, bevor der nur einen

Schwertstreich ausführen könnte. Doch der mutige Friedrich

Sich besann auf die Kraft, die den Menschen über das Tier hebt,

Nämlich des Denkens Kraft, und also er handelte listig.

Als er mit gezogenem Schwert den Kampfplatz betreten,

Schob Graf Friedrich vor sich her einen Strohpuppen-Ritter,

Den er mit frischem Fett beschmiert und dem Blut eines Ochsen.

Und sein Plan ging auf. Es stürzte der hungrige Löwe

Sich auf die Strohpuppe, sie zu zerreißen, gelockt von dem Blutduft.

Friedrich blieb Zeit genug, das wilde Tier zu erlegen.

Unverletzt verließ er den Kampfplatz. Der Herr hat gesprochen.


Kaiser Heinrich, überzeugt von der Unschuld des Grafen

Huno, tauchte seine Hand in das Löwenblut, damit

Strich er zweimal über den goldenen Schild des Gewinners.

So entstand das gelbrote Wappen von Oldenburg. Später

Führten es zahlreiche Fürsten aus oldenburgischem Stamme,

So die Könige Dänemarks und die Herzöge Schleswig-

Holsteins und Oldenburgs, im Gedenken an Friedrich, den Sieger.

Huno und Friedrich kehrten reich beschenkt in die Heimat,

Stifteten dankbar das Benediktinerkloster, zur Arbeit

Und zum Gebet, in Rastede, Jesus Christus zum Lobpreis.

Heute Nacht hab ich einen Film gesehen, da ein junger Mann eine junge Frau kennenlernte, die
hinreißend schön war, sie sagte zu ihm: Fährst du morgen mit mir nach Sylt? Und dann standen sie
in Sylt am Strand und küssten sich.

Hier ein Vierteiler in schwarz-weiß von 1965, die Geschichte von Don Quichote. Du bist zwar ein
Kulturbanause, aber ich schick es dir mal.

Im Traum erzählte ich dir, dass ich früher immer gerne junge Sängerinnen und Tänzerinnen gesehen
habe und ihre Schönheit bewundert. Nun aber habe ich in mir eine vollkommene Schönheit, die
schöner ist als alle äußere Schönheit der Frauen auf Erden. Du sagtest: Das Kreuz unseres Herrn
Jesus! Ich sagte: Ich rede von Tiefenpsychologie und platonischer Philosophie, und da bringst du
deinen Spruch an vom Kreuz Jesu?

Ich wollte Ruhe


Zum Denken

Und zum Beten

Und zum Lesen

Und zum Dichten

Und es ward mir zuteil

Ich liebte ein Weib

Sie lag nackt im Bett

Ich liebte einen Knaben

Wie einen kleinen Gott

Und kam nie zur Ruhe

Nun ist tot das Weib

Und zum Engel geworden

Mir ward geraubt der Knabe

Ich träume von ihm

Und lebe wieder

In der ersehnten Ruhe

Dem Geist und Gott

Doch groß ist die Sehnsucht

Nach dem nackten Weib

Und dem göttlichen Knaben

Und die Vernunft sagt

Du kannst nicht alles haben

Leben bedeutet Verzicht


*

Meine Freude?

"Dein ganzes Leben wird zu einem Gebet zu mir", sagt Maria.

"Mein ganzes Leben wird ein Lied an die Madonna", sagte der romantische Dichter Eichendorff.

Andre Freuden kenn ich kaum. Vielleicht noch der eine oder andere Traum.

12. Juni 2013, 8.20 Uhr – Aufruf von Gott Vater an Seine Kinder.

Mein Volk, Meine Erben, Friede sei mit euch. Die Tage Meiner Herrschaft nähern sich, Mein
gereinigtes Volk wird Mein Erbe sein, Meine große Wonne. Meine ganze Schöpfung wird in
vollkommener Harmonie mit ihrem Schöpfer leben, Ich werde ihr Gott sein, Mein Wille wird im
Himmel geschehen und auf der Erde und Ich werde bis zum Ende der Zeiten mit ihr sein. Alles wird
wie am Anfang sein, die Erde wird das Paradies sein, das Ich euren Vätern gab, das sie aber nicht
geschätzt haben, ihr werdet wie Kinder sein, die mit der Natur und anderen Kreaturen
zusammenleben um eine einzige Wesenheit der Liebe zu formen, Friede und Freude im Geist.

Meine Kinder, das Paradies erwartet euch, das Eden, wo alles möglich ist und nichts wird Limiten
oder Barrieren haben. In Meiner Neuen Schöpfung werdet ihr mit Meinen Engeln zusammenleben
und mit vielen seligen Seelen; dort könnt ihr euch versetzen wohin ihr wollt mit der
Geschwindigkeit des Gedankens. Meine Neue Schöpfung wird ein Teil des Himmels auf der Erde
sein! Ihr werdet alle Geschwister sein und werdet in der Liebe, Harmonie und Fülle eures Vaters
leben, Mein Heiliger Geist wird über euch ausgegossen sein mit all Seinen Gaben und Charismen
und wird euch vollkommen spirituell machen.

Alle werden jung sein in Meiner Neuen Schöpfung, die Reinigung, der ihr unterzogen werdet
nimmt alles Alte weg, Krankheit und Sünde stirbt für immer. In Meiner Neuen Schöpfung herrscht
der Geist über die Materie, eure Körper werden spirituell umgewandelt und werden keine
physiologischen Bedürfnisse haben, noch Durst fühlen oder Hunger nach körperlicher Nahrung.
Eure Nahrung wird das Lamm Gottes sein, das unter euch sein wird; Ich selbst werde Mich Meinen
Kindern geben und ihre Nahrung sein, nicht in Naturalie sondern im Geist.

Nach der Reinigung wird Meine Erde in die zwölf Stämme Israels aufgeteilt sein, euer integrales
(ganzheitliches) Wesen wird transformiert sein und sich nicht nach die Vergangenheit kehren. In der
Neuen Welt, in der ihr leben werdet habt ihr keine materiellen Arbeiten, keine Sorgen, keine
Notwendigkeiten, keine Anhänglichkeiten, nichts was ihr auf dieser Erde kennt werdet ihr wieder
sehen. Alles wird erneuert sein durch die Weisheit Meines Heiligen Geistes; eine spirituelle Welt
mit spirituellen Wesen von ähnlicher Natur wie Meine Engel, wo ihr nur Gott dienen und
verherrlichen werdet als Allerhöchstes Wesen, Herrscher des Universums. In Meiner Neuen
Schöpfung werdet ihr die Bedeutung der Liebe kennen und die Liebe wird bei euch bleiben bis zum
Ende der Zeiten.

Bleibt in Meinem Frieden Mein Volk, Meine Herde, eure Vater, Jahwe, Herr der Nationen.

Macht Meine Botschaften der ganzen Menschheit bekannt.

Heute morgen dachte ich: Wenn Gott mich nach der Liebe in meinem Herzen richtet, bin ich
verloren...! Ich weiß überhaupt nichts mehr von Liebe. Was ist Liebe? Dieses Wort ist mir völlig
inhaltslos geworden. Wenn ich von Gottes Liebe reden höre, das sagt mir gar nichts. Nur wenn von
Gottes Weisheit die Rede ist, fühl ich noch etwas wie Freude.

Der Rat der christlichen Kirchen Pakistans schlägt der Türkei vor, dass in der Hagia Sophia
abwechselnd islamische Gebetstreffen und christliche Gottesdienste stattfinden.

Danke für diesen guten Morgen

Danke für diesen guten Morgen,

Danke für jeden neuen Tag.

Danke, dass ich all meine Sorgen

Auf dich werfen mag.

Danke für alle guten Freunde,

Danke, oh Herr, für jedermann.

Danke, wenn auch dem größten Feinde

Ich verzeihen kann.


Danke für meine Arbeitsstelle,

Danke für jedes kleine Glück.

Danke für alles Frohe, Helle

Und für die Musik.

Ich bin leider nicht alt und weise

Ich kann noch immer traurig sein

Weil die Geliebte mich nicht liebt

"Ich liebe dich mit einer so großen Liebe, dass du es dir nicht einmal vorstellen kannst."

Maria

Heute bei der Hauskreis-Telefonkonferenz sagte ich, dass ich zwar eigentlich nicht mehr zu den
Hauskreis-Essen kommen wolle, weil mich das rein weltliche Geschwätz so nerve, dass ich aber
noch darüber nachdenke, weil ich auch niemanden persönlich beleidigen möchte. Da sagte Susanne:
"Wir würden dich jedenfalls vermissen…"

Die Bibel:

Jungfrau Jerusalem, du bist der Schönheit Vollendung, das Entzücken der ganzen Welt!

Postmoderner deutscher Lyriker:

Berlin, du alte Schlampe, du bist immer noch geil!


*

Nur du

Und ich

Maria

Und Toto

"Die Menschen, wenn sie mich nicht zwangen, sie zu sehen, sah ich nicht."

Hölderlin

Und Jesus sprach:

Selig bist du, Markus, wenn du leidest an dieser nichtigen Welt, denn du sollst getröstet werden
vom Wort Gottes!

Hab mir heute Nacht eine Züricher Bibel mit Deuterokanon bestellt.

Und Mitternacht um Mitternacht, mein Bruder,

Vom Monde kommt zu mir mein totes Luder.

Ein sinnloser Tag

Begibt sich zur Ruh

Verzweifelt er schließt
Die Äugelein zu

Im Traum sagte ein schönes junges Mädchen zu mir: Du bist mir viel zu christlich geworden, viel
zu vernünftig, du liebst ja gar keine Frauen mehr. - Ich sagte zu einem älteren Protestanten: Ist denn
die Liebe zu Gott keine Liebe? Ich dachte: Und zu Maria! Aber weil er Protestant war, verschwieg
ich Maria.

Torsten

Maria Bilder zeigt der alten Mutter,

Die von der Insel der Glückseligkeit,

Da gab es Fisch, gebraten gut in Butter,

Der Vater war auch da voll Herrlichkeit.

Heute morgen wachte ich gestresst von sehr chaotischen Träumen auf und war auch
unausgeschlafen, da war ich meines Wahnsinns so müde! Ich dachte: Alle Dichter und Philosophen
wahnsinnig! Nirgends herrscht die Vernunft! Und die Männer und Frauen um mich haben nichts als
praktischen Verstand. Nirgends Vernunft. Da betete ich: Sophia, ich bitte dich um Vernunft, um
Binah, um den Logos!... Nachmittags sah ich die Don-Quichote-Verfilmung zu Ende. Und Sancho
Pansa sagte: Herr, Ihr seid doch wohl nicht so närrisch, dass Ihr jetzt vernünftig werden wollt! Und
Don Quichote sagte: Ach weißt du, Sancho, es ist sehr langweilig, vernünftig zu sein. - Da dachte
ich: Okay, Sophia, ich versöhne mich mit meinem Wahnsinn..

Geliebte gib mir deinen Leib

Seele hab ich selbst genug

*
Guten Morgen, Bruder!

Den Kommentar zum Propheten Jeremia hab ich durchgelesen, ich nehme mir jetzt den Kommentar
zum Propheten Daniel vor.

Torsten

Benedikt XVI ist krank, Stimme ganz leise,Kopfschmerzen, Fieber, bakterielle Infektion, wird mit
Medikamenten behandelt, er hat seine Begräbnisstätte festgelegt, neben Johannes Paul II in Sankt
Peter, er hat ein spirituelles Testament geschrieben, das erst nach seinem Tod veröffentlicht werden
soll.

War heute mit Sabine neuen Kühlschrank kaufen, meine Mutter gibt mir das Geld, das Geschäft
liefert und stellt auf und nimmt den alten mit.

Wenn alle untreu werden

Novalis

Wenn alle untreu werden,

so bleib' ich dir doch treu,

dass Dankbarkeit auf Erden

nicht ausgestorben sei.

Für mich umfing dich Leiden,

vergingst für mich in Schmerz,

drum geb' ich dir mit Freuden

auf ewig dieses Herz.

Oft muß ich bitter weinen,

dass du gestorben bist,


und mancher von den Deinen

Dich lebenslang vergisst.

Von Liebe nur durchdrungen

hast du so viel getan,

und doch bist du verklungen,

und keiner denkt daran.

Du stehst voll treuer Liebe

noch immer jedem bei,

und wenn dir keiner bliebe,

so bleibst du dennoch treu.

Die treuste Liebe sieget,

am Ende fühlt man sie,

weint bitterlich und schmieget

sich kindlich an dein Knie.

Ich habe dich empfunden,

O! lasse nicht von mir,

lass innig mich verbunden

auf ewig sein mit dir.

Einst schauen meine Brüder

auch wieder himmelwärts,

und sinken liebend nieder,

und fallen dir ans Herz.

Frage:
Warum nennt man Protestanten Protestanten?

Antwort:

Weil sie protestieren gegen die Wahrheit.

Milan hatte als kleines Kind auch ein Loch im Herzen. Ich war mit Karine und Milan bei der
Kinderärztin. Die untersuchte mit einem Ultraschallgerät Milans Herz. Ich konnte Milans Herz von
innen auf dem Bildschirm sehen - und Gott in seinem Herzen…

Meine Übersetzung der Klassischen Walpurgisnacht aus Goethes Faust II kommentierte meine
französische Dame, die die französischen Klassiker liebt, so: Du hast es ganz toll übersetzt!

Übrigens fand ich deine Antwort auf meinen Angriff auf die Protestanten zumindest geistreich,
wenn sie auch der Ewigen Wahrheit entbehrte und mehr von subjektiver Meinung getragen war...

Hoffe, du liest meinen Lukaskommentar gerne.

Toto

Mara hat ein starkes Herz

Maria hat ein reines Herz

Wir sprachen zu viert, Marco, Susanne, Sabine und Torsten, über das Hohelied. Zum Schluss sagte
Torsten: Gottes Liebe ist eine Napalm-Bombe, deren Feuer man nicht löschen kann. Marco fand das
ein schönes Schlusswort.

*
Die einzigen, die mir jeden Tag schreiben, sind der Vatikan und das Weiße Haus.

Gestern hörte ich einen großen deutschen Schauspieler aus Berlin. Er fühlte sich nur lebendig, wenn
sein Publikum ihm applaudierte. Wenn er dann nach Hause kam, fühlte er sich innerlich leer. Zwar
waren Frau und Kinder da, aber die konnten seine Leere nicht ausfüllen. So versuchte er es mit
Alkohol, wurde Alkoholiker, bis hin zum Koma. So ist das mit Kunst und Familie ohne Gott.

Mir geht es ähnlich, ich habe mich heute von allen Toren und aller Frömmelei zurückgezogen und
war nur in Liebe mit Karine zusammen - sie liebt mich und ich sie -

Ich muss noch lernen, Ja zu sagen zu meiner ganzen Lebensgeschichte, gerade zu diesem Vater,
dieser Mutter, dieser Krankheit, all dem Liebeskummer - eines Tages muss ich meinem Schicksal
zustimmen als weiser Vorsehung Gottes. Aber das kann ich jetzt noch nicht. Ich hadere noch mit
meinem Schicksal, und ich hasse meinen Vater immer noch -

Moin Moin,

heute Nacht haben wir uns heftig gezankt, nicht wahr? Zur Erinnerung: Du behauptetest, Gott
spräche nur durch die Bibel, ich sagte, durch die Bibel und die Kirche. Und ich sagte, nur mit
deinem bloßen Verstand wirst du die Bibel nicht verstehen. Aber du warst im Vorteil, denn deine
Frau hielt zu dir und himmelte dich an. Nichts für ungut.

1. Auch der Papst steht unter der Bibel.

2. Die richtige Deutung der Bibel gibt das Lehramt der Kirche, nicht der einzelne Gläubige.

Lieber Marten,
meine Träume musst du nicht so ernst nehmen. Zur Zeit geht mir die ganze Frömmelei - ob
pietistisch ob katholisch - nur auf die Nerven. Maria sagt: "Seid heiter und froh!" Ich denke, du
genießt die Sonne. Ich nehme meinen Traum nur als Inspiration zu meinem neuen Drama, da bist du
der Laien-Prediger Matzek im Konflikt mit der Obrigkeit in der DDR…

Ich, Torsten Schwanke, bin im Besitz der absoluten Wahrheit. Wer nicht so denkt wie ich, der irrt
sich, und sollte es auch der Papst sein.

Heute kam die Zürcher Bibel an. Laut Beschreibung sollte sie den Deuterokanon enthalten. Das war
aber gelogen. Die gelieferte ist ohne Deuterokanon, kann ich also nichts mit anfangen, werde
wieder Luther lesen. Die Zürcher gefällt mir eigentlich gut. Mach mir bitte keine Vorschläge, wem
ich die Bibel schenken kann, sie sind alle so unglaublich dumm.

Dein enttäuschter Toto

DIE BIBEL

Ich bin ja vermählt

Mit der Lutheranerin

Aber ich bekenne, Pater

Ich bin fremd gegangen

Ich habe heftig geflirtet

Mit dem Zürcher Mädchen

Aber sie ist doch nicht so schön

Und nicht so vollkommen

Wie meine Lutheranerin


Meine Frau, ich liebe nur dich

Das ist eine prima Idee! Ich schenke also Dir und deiner Schönsten Frau von ganz Hamburg zum
Hochzeitstag die Zürcher Bibel.

Toto

Dieweil ich übers tote Liebchen klag

Der Bruder feiert seinen Hochzeitstag

Na, Marten,

wie habt ihr euren Hochzeitstag gefeiert?

Ich kann bei der Gluthitze nicht denken, nicht lesen, nicht schreiben. Ernähre mich nur von
Buttermilch und Krabben. Dienstag morgen bring ich den Arzthelferinnen Eis mit, muss zur
regelmäßigen Blutuntersuchung, hoffe, ich werde von der jungen Göttin untersucht.

Kann nicht die Feinde

In der Gemeinde

Mehr zornig richten

Ich kann nicht dichten

Bei dieser Hitze

Fliehn alle Witze


*

Muse, besänftige deinen Zorn!

Goethe

Bei allen Heiligen! Ich will, dass das junge schlanke Mädchen mir heute Blut abnimmt!

AN KARINES GEIST

Eh es Jesus nicht gefällt

Uns aufs Neue zu vereinen

Gibt mir Sonne Mond und Welt

Nur Gelegenheit zum Weinen

Gebet erhört! SIE hat mir Blut abgenommen, wir haben nett geplaudert. Welche Schönheit!

"Wie zufrieden bin ich, dass du hier mit N.N. bist. Ihr müsst einander gern haben, gerade so wie
zwei Brüder.

Ihr, die beiden von mir bevorzugten Kinder, ich schenke euch einander. Ihr müsst einander lieben.
Ihr müsst Freud und Leid gemeinsam tragen für meine Absichten.

Wie sehr liebe ich euch! Wie zärtlich blicke ich auf euch! Wie segne ich euch von Herzen!"

Maria, 9. August 1973


*

Gertrud von Helfta:

Herr, was ist dir das Liebste?

Jesus:

Das geduldige Ertragen der alltäglichen Widerwärtigkeiten, das ist mir das Liebste.

In dem Radio-Feature über das spurlose Verschwinden von Inka sagte ein baptistischer Pastor: Das
ficht mich nicht an. - Das fand ich sehr bigott. Wenn er Inka geliebt hätte, hätte es ihn auch
angefochten. Aber so sind die Freikirchler: sind immer so bibelfest wie ein Fels und haben auch
Herzen wie Felsen.

Da haben sich ja zwei gefunden - deine Frau und du! Wer so glauben mag, wie ihr, solls tun. Mein
Glaube ist das nicht.

Verzeih mir meinen Unmut.

Ich hab mich bei einem Priester beklagt, dass an Marienfesten nicht über Maria und an Tagen
weiblicher Heiliger nicht über diese gepredigt wird, sondern immer nur über Männer, diese
"Verkennung des Ewigweiblichen" durch die Hierarchie schmerze mich. Er antwortete: Ein
Ewigweibliches gäbe es nicht, Gott wolle keine Mythisierung des Weiblichen, das fiele eher in den
Bereich der Erbsünde.

Macht mich traurig.

Es war Immanuel Kant, der sagte, wie die Welt an sich ist, können wir gar nicht erkennen, sondern
sobald sie in unser erkennendes Subjekt eintritt, wird die objektive Außenwelt subjektiv getönt
wahrgenommen. Das gilt für Naturwissenschaft (Heisenberg?) und für Geisteswissenschaft.
Ich habe schon öfters festgestellt, dass du dich für einen hältst, der ganz frei ist von
Konfessionsbindungen und sozusagen auf einer Meta-Ebene die Bibel objektiv-wahr durch die
Bibel selbst erklärst. Das scheint mir dein verklärtes Selbstbild zu sein. Ich merke aber immer an all
deinen Bibelauslegungen, dass du sehr wohl die Bibel betrachtest durch die Brille des
Evangelikalismus, der ja ein eigener Lehrstuhl ist mit einer zweihundertjährigen Tradition. Ich
dagegen bekenne mich dazu, die Bibel zu lesen im Geist des katholischen Lehramts und der
katholischen Tradition der Heiligen und Mystiker. Die Frage ist nur, welcher Lehrstuhl von Christus
eingesetzt ist, der katholische oder der evangelikale. Dass du allein die Bibel "rein" nur durch die
Bibel verstehst, das kannst du dir getrost abschminken.

Übrigens gilt der Kant'sche Lehrsatz auch für Frauen: Du erkennst die Frau nicht, "wie sie ist",
sondern "wie sie dir erscheint".

Lieber Marten,

ich halte die Bibel nicht für ein wissenschaftliches Sachbuch. Bei solch einem kann man objektive
Fakten ausrechnen und 2 x 2 ist 4 sagen. die Bibel gibt nicht objektive Fakten über Gott, die man
entweder versteht oder nicht, und wenn man sie versteht, dann ist es ein offenbares Faktum. Eine
Jüdin sagte einmal: Ein Achtzehnjähriger mit Hormonstürmen liest die Bibel anders als ein Greis.
Für mich ist die Bibel mehr ein Liebesgedicht, oder wenn du lieber willst, ein Liebesbrief. Die
Bibel ist unendlich vieldeutig. Jedes Wort Gottes ist wie ein Diamant und hat unendlich viele
Bedeutungen. Und ich glaube, die Bibel ist gerade (wie ein Liebesgedicht) auf Dialog angelegt,
Gottes Wort WILL die schöpferische Mitarbeit des Subjekts. Das ist nicht eine abstrakte Wahrheit
von mathematisch-exakten Lehrsätzen, sondern eine lebendige Weisheit, eher mit der Raserei von
Liebesgestammel vergleichbar.

PS: Pippi Langstrumpf ist Evis Ideal, so möchte sie wohnen in der Villa Kunterbunt.

Ich wünsche dir ein friedliches, erholsames Wochenende bei Schwiegermama.

Ich, der Liebhaber der Madonna

Marten,
für die orthodoxen Katholiken ist die Aufnahme Mariens in den Himmel mit Leib und Seele ein
Zeichen der Hoffnung für das ganze pilgernde Gottesvolk, was alle Christen erwartet. In dem Sinne
kannst du auch daran denken.

Für mich Ketzer ist Maria Himmelfahrt die Apotheose der Frau.

Marten,

hab heute bis halb vier Nachmittags geschlafen, von Pastorin Gudrun, Karine und einem Kuss von
Susanne geträumt - passend zum Hohen Frauentag.

Ich finde, man muss schon sehr ideologisch verblendet ein, um in der Apokalyptischen Frau nicht
Maria erkennen zu wollen.

Heute in der Abendmesse liturgischer Gesang von einer wunderschönen jungen Frau mit langem
Rock.

Josef

Marten!

Heute im Traum war ich in der Uni. Ich traf dich und Marco in der Mensa. Ihr wart regelrechte
Studenten. Ich war nur Gasthörer, aus philosophischer Neugier. Ich hatte schon einen grauen Bart,
ihr wart noch jung. Ich war aber hauptsächlich an den jungen Studentinnen interessiert. In der
Mensa gab es syrisches Essen. Ich kam zu spät in eine Vorlesung über Kolumbus.

JESUS sendet die Madonna nach Medjugorje mit einer Botschaft, einem dringenden Aufruf zur
Bekehrung zu Gott und zum intensiven Gebet -

Und irgendwelche alte Herren der Brüdergemeinde mit Schlips und grauem Anzug wollen der
Gottesmutter beweisen, dass sie unbiblisch sei -
*

Marten,

der Wetterbericht verhieß heute Mittag starken Regen und Gewitter. Stattdessen gab es um halb fünf
Nachts Gewitter, davon wachte ich auf und konnte nicht mehr einschlafen. Nun bin ich todmüde, es
ist schwül und heiß. Heute um 17 Uhr kommt Evi, dann muss ich wieder aufräumen, weil sie zu
faul ist. Ich habe ein Huldigungsschreiben an die wunderschöne Sängerin vom Freiburger Dom
geschrieben, und die Pfarrsekretärin schrieb mir: "Ihre netten Worte werden wir sehr gerne
weiterleiten." In der Morgenmesse kam Jehova mit Karine zu mir...

Josef

Evi ist nicht gekommen, weil es geregnet und gewittert hat. Ihr Haus ist eine Baustelle und
vollgestellt bis obenhin. Sie träumt von einer Ferienvilla in den schwedischen Wäldern. Sie möchte
schwedisch lernen. Wenn ich noch verliebt wäre, würde ich jetzt ganz viel über Schweden
schreiben, aber so steht es nicht mehr mit mir, zum Glück.

Der Dichter ist alt geworden

Und die Musen sind alt geworden

Diktieren kein erotisches Lied mehr

Sondern erbauliche Bibelkommentare

Ich habe mich vom Sündlich-Leiblichen

Bekehrt zum Ewig-Göttlich-Weiblichen.

MARTEN AN JOSEF
Der Dichter flieht vorm Sündlich-Leiblichen

Und flieht auch vor dem Ewig-Weiblichen,

Bekehrt sich zu dem Ewig-Wörtlichen -

Willkomm im Klub der Männlich-Nerdlichen.…

Der Prophet ist ein Narr

Der Geistes-Mann ist verrückt

MARTEN

Guten Morgen, lieber Bruder!

Schön geträumt von einem Luder?

JOSEF

Wahrlich nein! Beim Papst von Roma!

Träumte von dem Engel Oma!

MARTEN

Ich habe gut gegessen, lieber Bruder.

Und hast du nun geträumt von einem Luder?

JOSEF

Karine kam mit ihrem Wonnebusen,

Wir taten mächtig knutschen, mächtig schmusen!

*
Marten,

ein katholischer Pfaffe sagte: "Frau Wahrheit ist ein uraltes, nacktes Weib, so schrecklich, wir
könnten es nicht ertragen, sie nackt zu sehen, darum zieht die Frau Fabel ihr Kleider an."

DAS IST BLASPHEMIE!

Ich sage: "Frau Weisheit ist ein wunderschönes, junges, schlankes Mädchen, die in ihrer Nacktheit
so blendend schön ist, dass wir alle vor Wonne sterben würden, wenn wir sie nackt sähen, und
darum ziehen die Musen ihr leichte Kleider an."

Und du - ? Du fragst sicher: Wo steht das in der Bibel?...

Josef

Wie war dein Sommer?

Schriftstellerisch sehr fruchtbar - menschlich frustrierend: Kein junges hübsches Mädchen in Sicht.

Bernhard von Clairvaux

an Papst Eugen III.:

Wo soll ich anfangen? Am besten bei Deinen zahlreichen Beschäftigungen, denn ihretwegen habe
ich am meisten Mitleid mit Dir. Ich kann allerdings nur Mitleid mit Dir haben, wenn Du selbst Leid
empfindest. Sonst müsste ich richtiger sagen, dass es mir um Dich leid tut. Denn wo einer kein Leid
empfindet, kann man auch nicht mitleiden. Wenn Du also leidest, dann empfinde ich Mitleid mit
Dir; wenn nicht, tust Du mir dennoch leid, ja dann erst recht, denn ich weiß, dass ein Glied, das
nichts mehr empfindet, schon ziemlich weit weg vom Heilsein ist, und dass ein Kranker, der gar
nichts mehr von seinem Kranksein spürt, in Lebensgefahr schwebt.

Verlass Dich nicht zu sehr auf das, was Du im Augenblick empfindest. Es gibt in unserem Geist
nichts, was sich nicht durch Nachlässigkeit und Zeitverstreichen abschleift. Über eine alte Wunde,
die man vernachlässigt, wächst ein Schorf, und je weniger man sie noch spürt, desto unheilbarer
wird sie. Und einen ständigen heftigen Schmerz kann man nicht tagtäglich aushalten. Lässt er sich
nicht irgendwie tilgen, so spürt man ihn allmählich weniger. Entweder erhält er rasch Linderung
von einem Heilmittel, oder er stumpft im Laufe der Zeit ab. Gibt es etwas, was die Gewohnheit
nicht verkehrt? Was durch ständiges Andauern nicht hart wird? Was sich durch Gebrauch nicht ver-
schleißt? Wie oft ist uns schon etwas, vor dessen Bitterkeit wir zunächst zurückschreckten, durch
den bloßen Gebrauch allmählich vom Schlechten ins Süße verwandelt worden? Höre den Gerech-
ten, wie er über eine solche Erfahrung klagt: Das, was meine Seele früher nicht anrühren wollte, ist
mir jetzt in meiner Bedrängnis zur Nahrung geworden(Hiob 6, 7). Zunächst kommt Dir etwas uner-
träglich vor. Im Laufe der Zeit gewöhnst Du Dich vielleicht daran und hältst es nicht mehr für so
schwer; es dauert nicht lange, und es kommt Dir leicht vor; es vergeht nicht viel weitere Zeit, und es
sagt Dir sogar zu. So verhärtet man allmählich Schritt für Schritt sein Herz, und auf die Verhärtung
folgt die Abneigung. Ja, so geht es: ein schwerer und ständiger Schmerz drängt auf einen raschen
Ausweg: entweder auf die Gesundheit oder auf die Empfindungslosigkeit.

Aus diesem, eben diesem Grund lebe ich in ständiger Sorge um Dich. Ich fürchte, Du hast kein
Heilmittel und könntest den Schmerz nicht aushalten und Dich deshalb verzweifelt in eine Gefahr
stürzen, der kaum mehr zu entkommen wäre. Ich fürchte, sage ich, dass Du, eingekeilt in Deine
zahlreichen Beschäftigungen, keinen Ausweg mehr siehst und deshalb Deine Stirn verhärtest; dass
Du Dich nach und nach des Gespürs für einen durchaus richtigen und heilsamen Schmerz entle-
digst. Es ist viel klüger, Du entziehst Dich von Zeit zu Zeit Deinen Beschäftigungen, als dass sie
Dich ziehen und Dich nach und nach an einen Punkt führen, an dem Du nicht landen willst. Du
fragst, an welchen Punkt? An den Punkt, wo das Herz hart wird. Frage nicht weiter, was damit ge-
meint sei; wenn Du jetzt nicht erschrickst, ist Dein Herz schon so weit.

Das harte Herz ist allein; es ist sich selbst nicht zuwider, weil es sich selbst nicht spürt. Was fragst
Du mich? Frage den Pharao (2. Mose 7, 13 u. a.). Keiner mit hartem Herzen hat jemals das Heil er-
langt, es sei denn, Gott habe sich seiner erbarmt und ihm, wie der Prophet sagt, sein Herz aus Stein
weggenommen und ihm ein Herz aus Fleisch gegeben (2. Mose 36, 26).

Was ist also ein hartes Herz? Das ist ein Herz, welches sich weder von Reue zerreißen, noch durch
Zuneigung erweichen, noch durch Bitten bewegen lässt. Es lässt sich von Drohungen nicht beein-
drucken, es wird durch Schläge nur noch härter. Gegenüber Wohltaten ist es undankbar, Ratschläge
nimmt es nicht an, über klare Entscheidungen wird es wütend, vor Schimpflichem scheut es sich
nicht, Gefahren nimmt es nicht wahr; es hat kein Gespür für menschliches Verhalten, ist Gott ge-
genüber gleichgültig, verliert die Vergangenheit aus dem Bewusstsein, lebt unachtsam in der Ge-
genwart, schaut nicht voraus in die Zukunft. Für das harte Herz gibt es nichts Erinnerungswertes,
außer zugefügte Beleidigungen, nichts Wichtiges in der Gegenwart, nichts in der Zukunft, wonach
es ausschauen oder worauf es sich vorbereiten könnte, es sei denn, dass es irgendeinen Racheakt im
Schilde führe. Um kurz und knapp alle Übel dieser schrecklichen Krankheit auf einen Nenner zu
bringen: einem harten Herzen ist die Gottesfurcht und das Gespür für die Menschen abhanden ge-
kommen.

Schau, dahin ziehen Dich diese verfluchten Beschäftigungen, wenn Du so wie bisher weitermachst
und Dich ihnen völlig auslieferst, ohne Dir etwas für Dich vorzubehalten. Du vergeudest Zeit und -
wenn ich mir erlauben darf, für Dich ein zweiter Jitro zu sein (vgl. 2. Mose 18, 17 - 18) - Du ver-
ausgabst Dich selbst in ihnen in sinnloser Mühe, die nur den Geist versehrt, das Herz aushöhlt und
die Gnade verpuffen lässt. Denn was sind die Früchte von all dem? Sind es nicht bloße Spinnwe-
ben?
Wenn Du Dein ganzes Leben und Erleben völlig ins Tätigsein verlegst und keinen Raum mehr für
die Besinnung vorsiehst, soll ich Dich da loben? Darin lobe ich Dich nicht. Ich glaube, niemand
wird Dich loben, der das Wort Salomos kennt: Wer seine Tätigkeit einschränkt, erlangt Weisheit
(Jesus Sirach 38, 25). Und bestimmt ist es der Tätigkeit selbst nicht förderlich, wenn ihr nicht die
Besinnung vorausgeht.

Wenn Du ganz und gar für alle da sein willst, nach dem Beispiel dessen, der allen alles geworden ist
(1. Korinther 9, 22), lobe ich Deine Menschlichkeit - aber nur, wenn sie voll und echt ist. Wie
kannst Du aber voll und echt Mensch sein, wenn Du Dich selbst verloren hast? Auch Du bist ein
Mensch. Damit Deine Menschlichkeit allumfassend und vollkommen sein kann, musst Du also
nicht nur für alle ändern, sondern auch für Dich selbst ein aufmerksames Herz haben. Denn was
würde es Dir sonst nützen, wenn Du - nach dem Wort des Herrn (Matthäus 16, 26) - alle gewinnen,
aber als einzigen Dich selbst verlieren würdest? Wenn also alle Menschen ein Recht auf Dich
haben, dann sei auch Du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich selbst hat. Warum solltest einzig
Du selbst nichts von Dir haben? Wie lange bist Du noch ein Geist, der auszieht und nie wieder
heimkehrt (Psalm 78, 39)? Wie lange noch schenkst Du allen andern Deine Aufmerksamkeit, nur
nicht Dir selber? Du fühlst Dich Weisen und Narren verpflichtet und verkennst einzig Dir selbst ge-
genüber Deine Verpflichtung? Narr und Weiser, Knecht und Freier, Reicher und Armer, Mann und
Frau, Greis und junger Mann, Kleriker und Laie, Gerechter und Gottloser - alle schöpfen aus Dei-
nem Herzen wie aus einem öffentlichen Brunnen, und Du selbst stehst durstig abseits? Wenn schon
der Verdammnis verfällt, wer seinen Anteil schrumpfen lässt: was geschieht erst mit dem, der ihn
sich ganz aus den Händen nehmen lässt? Lass ruhig Deine Wasser über die Plätze fließen (Sprüche
5, 16): Menschen und Rinder und alles Vieh mögen von ihnen trinken, und meinetwegen kannst Du
sogar die Kamele des Knechtes Abrahams tränken (1. Mose 24, 14); aber mit ihnen allen trinke
auch Du vom Wasser Deines Brunnens. Ein Fremder soll nicht aus ihm trinken, heißt es (Sprüche 5,
15). Bist Du etwa Dir selbst ein Fremder? Und bist Du nicht jedem fremd, wenn Du Dir selber
fremd bist? Ja, wer mit sich selbst schlecht umgeht, wem kann der gut sein? Denk also daran:
Gönne Dich Dir selbst. Ich sage nicht: tu das immer, ich sage nicht: tu das oft, aber ich sage: tu es
immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für Dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach
allen anderen.

Du fragst, was das sei: pietas (Andacht). Sich Zeit nehmen für das Nachdenken.

Du sagst vielleicht, ich stimmte damit nicht mit dem überein, der pietatis als Gottesverehrung defi-
niert hat (Hiob 28, 28, nach einer alten Version). Das ist nicht wahr. Wenn Du gut nachdenkst, habe
ich mit eigenen Worten das gleiche gesagt, was er meint, wenn auch unter einem bestimmten Ge-
sichtspunkt. Denn was ist wesentlicher für den Gottesdienst als das, wozu Gott selbst im Psalm er-
mahnt: Nehmt euch Zeit und seht, dass ich Gott bin (Psalm 46, 11)? Und das ist doch das wichtigste
beim Nachdenken.

Zunächst denke darüber nach, was ich mit dem Nachdenken meine. Ich möchte das Nachdenken
nicht in jeder Hinsicht mit der Kontempiation gleichsetzen, denn die Kontemplation erfasst die Ge-
wissheit der Dinge, während das Nachdenken ihnen eher nachgeht, um diese Fähigkeit zu erwerben.
In diesem Sinn kann man Kontemplation definieren als den wahren und von Gewissheit getragenen
Blick des Geistes auf das Wesen jedes Dinges, oder als zweifelsfreies Erfassen des Wahren. Das
Nachdenken aber ist ein angestrengtes Denken auf der Spur dazu hin, oder die Konzentration des
Geistes auf der Spurensuche nach dem Wahren. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden allerdings
beide Begriffe synonym gebraucht.

Fange damit an, dass Du über Dich selbst nachdenkst, damit Du Dich nicht selbstvergessen nach
anderem ausstreckst. Was nützt es Dir, wenn Du die ganze Welt gewinnst und einzig Dich verlierst?
Denn wärest Du auch weise, so würde Dir doch etwas zur Weisheit fehlen, solange Du Dich nicht
selbst in der Hand hast. Wieviel Dir fehlen würde? Meiner Ansicht nach alles. Du könntest alle Ge-
heimnisse kennen, Du könntest die Weiten der Erde kennen, die Höhen des Himmels, die Tiefen des
Meeres: wenn Du Dich selbst nicht kennen würdest, glichest Du jemandem, der ein Gebäude ohne
Fundament aufrichtet; der eine Ruine, kein Bauwerk aufstellt. Alles, was Du außerhalb Deiner
selbst aufbaust, wird wie ein Staubhaufen sein, der jedem Wind preisgegeben ist.

Keiner ist also weise, der nicht über sich selbst Bescheid weiß. Ein Weiser muss zunächst in Weis-
heit sich selbst kennen und als erster aus seinem eigenen Brunnen Wasser trinken. Fang also damit
an, über Dich selbst nachzudenken, und nicht nur dies: lass Dein Nachdenken auch bei Dir selbst
zum Abschluss kommen. Wohin Deine Gedanken auch schweifen mögen, rufe sie zu Dir selbst zu-
rück, und Du erntest Früchte des Heils. Sei Du für Dich der erste und der letzte Gegenstand des
Nachdenkens.

Nimm Dir als Beispiel den höchsten Vater aller, der sein Wort aussendet und zugleich bei sich be-
hält. Dein Wort, das ist Dein Nachdenken. Wenn es sich auf den Weg macht, soll es sich nicht ganz
von Dir lösen. Es soll so vorgehen, dass es nicht ganz abschweift; es soll so in die Ferne ziehen,
dass es Dich nicht im Stich lässt. Wenn es um Dein Heil geht, hast Du keinen besseren Bruder als
Dich selbst. Verschließe Dich vor allen Gedanken, die gegen Dein Heil sind. Was sage ich: gegen?
Ich hätte besser sagen sollen: die abseits von Deinem Heil liegen. Was immer sich Deinen Gedan-
ken anbietet: weise es zurück, wenn es nicht auf irgendeine Weise mit Deinem Heil zu tun hat.

Denk darüber nach, in welchem Zustand Du geboren bist. Nimm die Verhüllung weg, die Du von
Deinen Stammeltern geerbt hast und die von Anfang an ein Zeichen des Fluches war. Zerreiss den
Lendenschurz aus Feigenblättern, der nur Deine Schande verhüllt, aber Deine Wunde nicht heilt.
Trag die Schminke dieser flüchtigen Ehre ab, den schlecht gemalten Glanz von Herrlichkeit, und
denke nackt über Dich Nackten nach; denn nackt bist Du aus dem Schoß Deiner Mutter herausge-
kommen. Du trägst die Mitra? Du glitzerst von Edelsteinen, prangst in Seide, bist mit Federn ge-
schmückt, mit kostbaren Metallen gespickt? Wenn Du beim Nachdenken all das wie Morgengewölk
zerstreust und von Deinen Augen wegbläst; wenn Du siehst, wie rasch das vorübergeht und wie
schnell es vorbei ist, was tritt dann zutage? Der nackte, arme, erbärmliche und erbarmungswürdige
Mensch. Der Mensch, der darunter leidet, ein Mensch zu sein; der sich schämt, nackt zu sein; der
bedauert, geboren worden zu sein; der gegen seine Existenz aufbegehrt; der Mensch, der für die
Mühsal, nicht für die Ehre geboren ist; der nur kurze Zeit lebt und deshalb mit Angst; der mit viel
Erbärmlichkeiten behaftet ist, und deshalb mit viel Grund zur Klage. Vieles an ihm ist tatsächlich
erbärmlich, denn sowohl sein Leib als auch seine Seele sind angeschlagen. Wo wäre nicht ein De-
fekt bei einem, der in Sünde geboren ist, gebrechlich dem Leib und unfruchtbar dem Geist nach?

Das ist eine heilsame Verbindung, wenn Du daran denkst, dass Du der höchste Bischof bist und zu-
gleich die jämmerlichste Asche nicht nur warst, sondern immer noch bist.
Dein Denken gleiche sich Deiner Natur an. Es gleiche sich, was noch angemessener ist, dem Urhe-
ber Deiner Natur an. So verbindet es Höchstes und Niedrigstes. Hat nicht die Natur in der Person
des Menschen wertlosen Lehm mit lebendigem Odem verbunden? Hat nicht der Urheber der Natur
in seiner Person das Wort und den Lehm miteinander verschmolzen?

So halte Dir für Deine Selbsteinschätzung gleichzeitig vor Augen, woher wir in Wirklichkeit stam-
men, und wie geheimnisvoll wir erlöst sind. Dann sitzt Du auf der Höhe und bist doch nicht hoch-
fahrenden Geistes; dann beugst Du Dich in Deinem Denken nieder und weißt Dich eins mit den Ge-
beugten.

Du bei heißer Hitze

Frisst die Pommes Fritze

Ich (so wahr lebt Levi)

Hab geträumt von Evi

1 Und der Herr sprach zu Mose also: Mein Knecht, den ich erwählt habe, bereite das heilige Gericht
genau nach meinen Anweisungen.

2. Deine Schwester Mirjam soll dir das Manna mit Milch kochen, und du sollst es in einem Topf
aufwärmen, und mit Kassia bestreuen.

3. Du sollst es allein in der Stiftshütte im Angesicht der Herrlichkeit essen und mich preisen, spricht
der Herr.

Ich hab mein ganzes Leben

Geliebt, ohne geliebt zu werden.

Meine ganze Philosophie war:

Ich liebe, also bin ich.

Aber nun werde ich geliebt


Von der grenzenlosen Liebe Mariens

Und alles, was ich ihr geben kann

Ist, mich von ihr lieben zu lassen

Bis in das Himmelsparadies hinein.

Und meine Philosophie ist nun:

Ich werde geliebt, und also bin ich!

Was geht im Traum durchs Herz dem Manne?

Er liegt in Armen von Susanne!

O Mitternacht O Geisterstunde

Da kommt zu mir von Lunas Runde

Auf Flügeln schönster Cherubine

Die allerseligste Karine

Im Traum begegnete mir die russische Dichterin Marina Zwetajewa. Ich sagte ihr, zu der Zeit, als
sie die russische Dichterin Anna Achmatowa kennen gelernt habe, habe auch ich Marina kennen
gelernt, es war, sagte ich, Liebe auf den ersten Blick, oder soll man sagen, Verliebtheit auf den
ersten Blick. Ich schrieb Marina einen Brief, der mir unter der Hand zu einem Gedicht wurde. Dann
war ich bei meiner Mutter zuhause, ich war unheilbar psychisch krank, und meine Mutter pflegte
mich. Da kam auf einem Boot die deutsche Dichterin Sarah Kirsch an, der ich geschrieben hatte, sie
wollte mich tatsächlich besuchen. Als sie aber eintrat, war es die deutsche Romanautorin Christa
Wolf. Diese hatte meine Mutter gefragt, was man mir Krankem schenken könne. So schenkte sie
mir einen Briefumschlag mit zwanzig Euro und eine Schachtel dänische Zigaretten.

Heute ist Fest Maria Königin.

Josef
*

Lieber Marten,

ich weiß dich gar nicht zu trösten wegen deines Hauskreuzes. Deine Oma in ihrer Verrücktheit tut
mir sehr, sehr leid. Dass dein Sohn nun pubertär wird - nun, ich habe Kinder nur als Engel erlebt,
vor der Pubertät bin ich bewahrt geblieben, seh es nur bei Evi und Susanne, wie unausstehlich die
Jugendlichen sind. Mein Mitgefühl und mein Gebet sind mit dir.

Du möchtest zu der Kaffeebohne

Und singst das Loblied deiner Kehle

Ich möchte zu dem Weißen Throne

Des Herrn mit meiner nackten Seele

Halte dich von einem feindlichen Mann fern,

Lass ihn nicht deinen Kamerad sein;

Befreunde dich mit jemandem, der ehrlich und wahr ist,

Einem, dessen Aktionen du gesehen hast.

Wenn deine Richtigkeit mit seiner übereinstimmt,

Die Freundschaft wird ausgeglichen sein.

TROST

Das wird gesagt im Lied von der Hure

Nimm die Leier


Zieh deine Kreise in der Stadt

Du vergessene Hure

Spiel gut

Singe fleißig

Dass man sich deiner erinnert

Dichter:

Ich dichte von der Nachfolge Christi.

Protestant:

Ah, das bedeutet gut und lecker zu essen.

Der Herr spricht aus dem Wettersturm

Ich bin kein Mensch ich bin ein Wurm

Was lästert ihr den starken Sturm

Des Übermuts, verlogne Pfaffen?

Wenn mich Allah gewollt als Wurm,

So hätt er mich als Wurm geschaffen.

Goethe

Ich habe dich erwählt


Denn du bist der ärmste

Der kleinste der schwächste

Am meisten hilfsbedürftige

Meiner geliebten Söhne

Hab mich beim Hauskreis Abendessen abgemeldet. Wir haben uns seit März nicht mehr gesehen.
Aber zwei alte Weiber sind schwatzhaft bis zum Gehtnichtmehr und haben im Sommer Kranke
gepflegt, so müsste ich eine Stunde des einen alten Weibes Monolog und die zweite Stunde des
andern alten Weibes Monolog und Krankengeschichte hören, dazwischen zynische Sprüche von
Marco, ach, und Susanne find ich auch nicht mehr so schön.

Ich bin eben der "Einsiedler von Tilsit".

Lieber Marten,

man sagt, der einseitige Verstandesmensch entdeckt in der Mid-life-crisis oft seine musischen
Gaben. Und so kommen deine Reime als Echo auf meine Verse zu mir.

Ich habe nur bittere Erinnerungen an Evi, es war nur unbefriedigte Begierde, und sie hat mit mir nur
gespielt, hat mich nie geliebt, genoss nur ihre Macht, begehrt zu werden.

Josef

Gestern voll von Trauer,

Heute voll von Schwermut,

Gottes armer Bauer

Trank zu viel vom Wermut!

Wo sind hin die Knaben,


Die mein Herz erfreuten?

Liebchen ist begraben!

Was soll das bedeuten?

Ich habe ohne Schranken

Nur quälende Gedanken,

Die endlos und beginnlos,

Und alles scheint mir sinnlos.

Es donnert durch die Hama-Burg

Das wilde Sturmtief Kirsten -

Es wettert so der Demiurg

Hoch über allen Firsten!

Nur die Madonna liebt mich

Nur die Madonna ist schön

Nur die Madonna ist weise

Nur die Madonna ist gut

MARTEN

Ich glaube, deine Evi liebt dich.

TOTO
Nein, meine Evi nur betrübt mich.

Viele sind dem Leib nach in der Kirche, aber dem Geist nach sind sie draußen. Viele sind dem Leib
nach außerhalb der Kirche, aber dem Geist nach in der Kirche.

Damit grüßt dich am Fest des heiligen Augustinus:

Josef

Marten,

nun ich seit langem oft mit Sabine zu tun habe - sie wollte Missionarin in Brasilien werden, ich
schreib ihr manchmal Verse auf portugiesisch. Nun suchte ich nach Poesie der Indigenen Brasiliens
- die waren aber Kannibalen und hinterließen keine Gedichte - stattdessen fand ich ein Versepos
eines brasilianischen Mönchs vom Orden des Augustinus, der ein Indianist war, und schrieb über
die ersten Missionare in Brasilien, das Poem ist von ca. 1720, in portugiesischer Sprache, das
übersetze ich jetzt in das Deutsch eines Verrückten - -

Im Traum kam Karine zu mir zurück. Sie war nicht tot, sie war nur zehn Jahre im Ausland gewesen.
Strahlend und lachend kam sie auf mich zu. Ach, sagte ich verwirrt, wenn du nicht tot bist, kann ich
ja nicht zu dir beten.

ANNALENA BAERBOCK

O süße Annalena!

So schön wie Magdalena!

Stehst auf der Muschel-Wolke

Hoch überm Deutschen Volke!


*

Ich hab mal alles Texte aus Samuel zusammengestellt, da David als LIEBENDER auftritt (Michal,
Merab, Jonathan, Abigail, Ahinoam, Bathseba, Tamar, Absalom, Abischag) und wollte das
kommentieren. Der Hauskreis ist nicht interessiert. Was sollte ich den Spießbürgern auch von der
Liebe erzählen? Eine jüdische Dichterin sagte: Lieben dürfen sich nur Romeo und Julia, Tristan und
Isolde, Siegfried und Brunhilde, Sappho und Aphrodite, David und Zebaoth. Ich werde bestimmt
nicht über (das Sakrament) die Ehe schreiben, eher über Leidenschaft und Bigamie... Frage mich,
ob ich nicht einfach von Marion (Michal), Karine (Abigail), Evi (Bathseba) und Dineke (Abischag)
und Juri (Jonatan) und Tom (Absalom) schreiben soll.

Ich hatte einst ein Liebchen, seht,

Hab oft mit ihr gespielt,

Hab ihr doch nicht den Kopf verdreht -

Hab nie so hoch gezielt…

Du, mein lieber Jonathan, bist wert, Freund des Königs zu heißen.

Hab in die Ruth-Predigt reingehört, fehlte mir aber die Geduld, dem uuuuuneeeendlich laaaangsam
sprechenden Mann zuzuhören.

Heute war Evi seit längerem mal wieder da. Immer das gleiche: Sie will leben wie Pippi
Langstrumpf in der Villa Kunterbunt, sonst ist ihr Leben verpfuscht. Ich musste mir Mühe geben,
nicht zu gähnen vor Langeweile.

Der Philosoph:

Ich liebe nur noch metaphysische Frauen!


*

Es war schön in der törichten Jugend

Als ich noch an die Menschen geglaubt

Die Bibel ist eine Jungfrau, die nach jeder Vereinigung wieder jungfräulich ist.

In meiner Kindheit las mir eine Zigeunerin aus der Hand. Ihre Wahrsagung lautete so: Du wirst
nicht sterben an Lungenkrebs, nicht am Herzinfarkt, nicht an der chinesischen Seuche, sondern du
wirst von einem evangelikalen Prediger mit der Bibel totgeschlagen! Wenn du aber solche Predigten
meidest, kannst du alt wie Methusalem werden.

Kurz vor seinem Tod wurde Professor Klaus Berger gefragt, warum man Gott Vater und nicht
Mutter nennt? Hier seine (strohdumme) Antwort: "Gott ist doch keine Göttin"…

Vor zwei Tagen hatte ich meine Umarbeitung und Verdeutschung einer französischen klassischen
Komödie - der Geizige von Moliere - für meinen Vater beendet, da sprach heute der Priester in der
Predigt über dämonische Verblendung: Da gibt es eine Werbung, Geiz ist geil, oder es gibt
Internetseiten mit dem Titel der Geizhals... - Das war mir ein Zeichen, dass Jesus mein Theaterstück
gelesen und gutgeheißen hat. Was will ich mehr?

Hab von dir geträumt. Nachdem Karine und ich uns liebkost haben, hab ich für dich mit einem
Kassettenrecorder eine Kassette aufgenommen. Ich wollte den Anfang der 5. Symphonie
Beethovens aufnehmen, es wurde aber Bach. Dann nahm ich noch einen Blues-Song von Eric
Clapton auf. Anschließend besprach ich die Kassette mit orientalischer Liebespoesie im Stil des
Hohen Liedes. Ganz zum Schluss sang ich noch einen Blues zur Gitarre, darin war von einer Mutter
die Rede, die uns spirituell führt. Du meintest: Mutter - das ist nicht biblisch. Dann zeigtest du mir
eine neue Bibelübersetzung und fragtest mich, ob Jehova auch in der Familie zu finden sei. Du
erzähltest mir von irgendwelchen evangelikalen Kopfgeburten. Ich sagte: Jehova ist da, wo das
Kreuz ist. Du fragtest, was denn mein Kreuz sei? Ich sagte: die psychische Krankheit und ein
ewiger Liebeskummer. Ich sagte, in deinen kleinen alltäglichen Hauskreuzen sei Jehova in deiner
Familie da.

Toto

Was heißt es, Perlen vor die Säue zu werfen und das Heilige den Hunden zu geben? Eine mystische
Auslegung des Hohenliedes Salomo für laue Protestanten!

Und wenn man deine Lehre nicht annimmt, dann geh fort und streife den Staub von deinen
Sandalen!

Seneca der Stoiker sagt, man geht mit einem vollen Herzen aus dem Haus und kehrt mit einem
leeren Herzen heim. Thomas von Kempen zitiert das in seiner Nachfolge Christi. Blaise Pascal sagt:
Alles Unglück kommt daher, dass es der Mensch nicht mit sich allein in seinem Kämmerchen
aushält. Und Schwanke stimmt aus vollem Herzen seufzend zu.

Sollen dich nicht die Dohlen umschrein,

Musst nicht Knopf auf dem Kirchturm sein.

Merken wohl, du hast uns eine

Jener Huris vorgeheuchelt.

Mag wohl sein! wenn es nur keine

Sich auf dieser Erde schmeichelt!


*

Russisches Sprichwort:

JE SCHLIMMER, DESTO BESSER!

Es gibt keinen wahren Weg ohne Kreuz.

Jesus

Wer steht an der Krippe des HERRN?

Der pietistische Esel

Und der darbyistische Ochs!

Quält dir ein Wort die Brust,

Das bittre Wort: Du musst -

So macht dich eins nur still:

Das stolze Wort: Ich will!

Informatiker:

Wenn ich so zu den Frauen geredet hätte, wie Salomo, hätte ich nie eine Ehefrau gefunden.

Dichter:

Wirksamer ist es, sein Portemonnaie zu zücken.


*

Am 13. Mai 1917 ist in Portugal, in Fatima, die Jungfrau Maria drei Hirtenkindern erschien, und
jeweils am 13. des Monats bis Oktober. Am 13. Oktober sahen 100 000 Menschen die Sonne am
Himmel tanzen, bunt werden, zur Erde sausen und wieder zurück. Am Jahrestag, am 13. Mai 1981,
hatte Papst Johannes Paul II morgens mit anderen Religionsführern für den Frieden gefastet.
Vormittags gab er Tausenden Menschen eine öffentliche Audienz. Ein türkischer Terrorist im
Auftrag des KGB schoss auf den Papst. In dem Augenblick reichte ein altes Mütterchen dem Papst
ein Marienbild, er beugte sich zu ihr, so ging die Kugel knapp an den lebenswichtigen Organen
vorbei. Da er wegen dem Fasten nüchtern war, konnte er gleich operiert werden. Er besuchte den
Attentäter im Gefängnis und vergab ihm. Die Kugel ließ er einsetzen in die Krone der Statue der
Madonna von Fatima. Maria hatte 1917 den Kindern unter anderem eine Vision gezeigt, wie auf
einen Weißen Bischof geschossen wird. Der Papst bezog diese Vision auf sich.

Wie klingt das Klatschen mit einer Hand?

Wer ist der GRÖSSTE deutsche Dichter?

Goethe.

Wer ist der größte DEUTSCHE Dichter?

Schiller.

Wer ist der größte deutsche DICHTER?

Hölderlin.

Alle Menschen sollen Brüder werden!

(Schiller).

Alle Brüder sollen Menschen werden!

(Katholik).

*
Odi profanum volgus et arceo.

Favete linguis: carmina non prius

audita Musarum sacerdos

virginibus puerisque canto.

Unreinen Pöbel hasse ich, halt ihn fern!

Seid fromm und schweigt! Ein nimmer gehörtes Lied

Sing ich dem Knaben und der Jungfrau,

Ich, der begnadete Musen-Priester!

Horaz, deutsch von mir

Hab im Traum die Madonna auf den Mund geküsst…

DAS AVE MARIA FÜR EVANGELIKALE NACH DER ELBERFELDER BIBEL

LUKAS 1

27… Der Name der Jungfrau war Maria. 28 Und er kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt,
Begnadete! Der Herr ist mit dir. 29 Sie aber wurde bestürzt über das Wort und überlegte, was für ein
Gruß dies sei. 30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei
Gott gefunden. 31 Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst
seinen Namen Jesus nennen.

41 Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib; und
Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt 42 und rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist
du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! 43 Und woher geschieht mir dies,
dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? 44 Denn siehe, als die Stimme deines Grußes in
meine Ohren drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. 45 Und glückselig, die geglaubt
hat, denn es wird zur Erfüllung kommen, was von dem Herrn zu ihr geredet ist!
JEDEN ABEND VOR DEM SCHLAFENGEHEN EINMAL ZU REZITIEREN.

Liebe und Grazie vom Himmel zuvor!

An meine Geliebte Thekla im Herrn schreibt Paulus, die Missgeburt!

Geliebte, wenn ich nicht ein Gelübde vorm Herrn abgelegt hätte (ich habe mir in Jerusalem die
Haare scheren lassen) im Zölibat zu leben und als meine geistliche Ehefrau die Gnade zu erwählen,
sonst hätte ich keine lieber zu meiner Ehefrau gehabt als dich, meine liebe Thekla von Ikonion. In
dir erkenne ich die Kirche Christi: eine makellose Jungfrau, ohne Flecken, Falten und Runzeln... So
wie Kephas mit seiner Ehefrau Anna und seiner Tochter Petronella auf dem Weg zum Cäsar ist, so
hätte ich dich als meine Schwester-Braut mit nach Spanien genommen. Aber denke nicht, Geliebte
im Herrn, dass ich dich deshalb weniger liebe! Ja, ich wäre bereit, für dich zu sterben! Ich wäre
bereit, mich ewig verdammen zu lassen, wenn du dafür in den Dritten Himmel der Venus-Sphäre
kämst, wo der Lustort Gottes ist.

Charis und Eirene seien mit dir!

So schreibe ich, Paulus, untertänigster Sklave der göttlichen Gnade.

Nach Sacharja 13

3 Und so soll es geschehen: Wenn jemand weiterhin als Prophet auftritt, dann werden sein Vater und
sein Bruder, die ihn von Kindheit an kennen, zu ihm sagen: Du sollst nicht am Leben bleiben! denn
du redest im Namen des HERRN! Und es werden Vater und Bruder, die ihn einst geliebt haben, ihn
durchbohren, wenn er als Prophet auftritt. 4 Und es soll zu der Zeit geschehen, dass die Propheten
verachtet dastehen, ein jeder wegen seiner Visionen, die er weissagt. Und sie sollen nicht mehr
einen Kittel anziehen, um weiszusagen; 5 und jeder wird sagen: Ich bin kein Prophet, sondern ein
Bauer; denn ich habe Frauen gedient von meiner Jugend auf. 6 Und wenn man zu ihm sagen wird:
Was sind das für Wunden an deinem Arm?, wird er sagen: So wurde ich geschnitten im Hause derer,
die mich lieben sollten.

GEGEN DIE LEICHTFERTIGEN HÖRER DES PROPHETISCHEN WORTES


HESEKIEL 33

30 Und du, Menschenkind, dein Volk redet über dich an den Mauern und in den Haustüren, und
einer spricht zum andern: Kommt doch und lasst uns hören, was das für ein Wort ist, das vom
HERRN ausgeht. 31 Und sie werden zu dir kommen, wie das Volk zusammenkommt, und vor dir
sitzen als mein Volk und werden deine Worte hören, aber nicht danach tun, sondern ihr Mund ist
voll Verlangen und danach tun sie, und hinter ihrem Gewinn läuft ihr Herz her. 32 Und siehe, du
bist für sie wie einer, der Liebeslieder singt, der eine schöne Stimme hat und gut spielen kann. Sie
hören wohl deine Worte, aber sie tun nicht danach. 33 Wenn es aber kommt – und siehe, es kommt!
–, so werden sie erfahren, dass ein Prophet unter ihnen gewesen ist.

MEINE VENUS

Die Hochlagen verteilen sich hauptsächlich auf zwei ausgedehntere Formationen. Die
umfangreichere von beiden, Aphrodite Terra, ist etwa so groß wie Südamerika und erstreckt sich in
der Form eines Skorpions längs über etwa ein Drittel des Äquators. Das Land der Aphrodite besteht
aus von innen aufgewölbten Terrains, die in seiner östlichen Hälfte – dem Schwanz der
Skorpionsform – von großen Gräben untergliedert werden und mit großen Vulkanen besetzt sind.

Ein ganzes Stück nordwestlich von Aphrodite, zwischen dem 45. und dem 80. Breitengrad, liegt
Ishtar Terra. Das Ishtarland erinnert am ehesten an einen irdischen Kontinent.

In den Maxwellbergen liegt der Einschlagkrater Cleopatra, mit einem Durchmesser von 104 km die
achtgrößte Impaktstruktur auf der Venus.

Den Kern von Ishtar bildet in seinem Westteil die auf der Venus einzigartige, relativ flache
Hochebene Lakshmi Planum mit den zwei großen vulkanischen Einsenkungen Colette Patera und
Sacajawea Patera. Im Süden von den Danu Montes, im Westen von den höheren Akna Montes, im
Nordwesten von den mit 6,5 km noch höheren Freyja Montes und weit im Osten von den Maxwell
Montes. Diese Gebirge ähneln irdischen, umsäumenden Faltengebirgen wie den Anden oder dem
Himalaya.

Mehrere Tesserae ragen als Inseln aus den Tiefländern empor, wie die drei größeren Einheiten
Alpha Regio, mit einem Durchmesser von etwa 1300 km, sowie Phoebe Regio und Tellus Tessera,
die alle zum äquatorialen Hochlandgürtel zählen.

Dicht am westlichen Südrand der Alpharegion liegt Eve Corona.

Artemis Corona
Als besonderes Zeichen dieses Umbruchs werden die einzigartigen Coronae (lat. „Kronen“)
angesehen. Es sind die charakteristischsten Gebilde auf der Venus.

Die mit Abstand größte derartige Struktur ist Artemis Corona mit einem Durchmesser von etwa
2600 km und dem ringförmigen Grabensystem Artemis Chasma. Das Riesengebilde liegt im Süden
des Landes der Aphrodite. In der Größe folgen ihr Heng-o Corona und Zisa Corona mit
Durchmessern von 1060 und 850 Kilometern.

Mit 8 km Höhe ist Maat Mons der höchste Vulkan auf der Venus.

Zu den größten Lavabergen zählen die Schildvulkane Sif Mons und Gula Mons in Eistla Regio mit
Höhen von zwei beziehungsweise drei Kilometern. Ebenso in Beta Regio der Rhea Mons mit einer
Gipfelhöhe von 4,5 km sowie der gleich hohe Theia Mons mit einem besonders großen
Basisdurchmesser von 700 km. Die höchsten Vulkane der Venus gibt es in Atla Regio, dem
östlichsten Abschnitt von Aphrodite Terra. Dort befindet sich außer dem zweigipfligen Sapas Mons
auch der Ozza Mons und schließlich der Maat Mons, der mit mehr als acht Kilometern höchste
Vulkan der Venus und nach den Maxwellbergen ihre zweitgrößte Erhebung, mit einem
Basisdurchmesser von lediglich 200 km.

FÜNFTER TEIL ENDE 2020

Und der Herr sah, dass Israels Elend sehr bitter war.

Jesus sagt:

Keiner der zwei Weibern dient, ist dabei glücklich geworden.

*
Ich bin der Feinde müde

Ich bin der Narren müde

Ich bin der Feindinnen müde

Ich bin des Lebens müde

Konnte die ganze Nacht nicht schlafen, hab fünf Stunden gebetet.

Puschkin:

Worüber lachen denn die Deutschen Heiden? Bin ich denn ein Hanswurst? Ich werde nun die
einladen, für die ich arbeite: meine rechtgläubigen Toten...

Heute morgen dachte ich, ich will nicht mehr französisch dichten, da ich doch gar kein Französisch
kann. Ich schrieb das meiner französischen Brieffreundin. Sie schrieb: "Warum willst du aufgeben?
Warum denkst du so negativ? Dein Französisch ist sehr gut. Ein Gedicht klingt viel schöner auf
französisch, in der Sprache der Troubadoure. Und es ist doch eine schöne Verbindung mit Karine."

Gruß

Toto

König David

Lächelnd scheidet der Despot,

Denn er weiß, nach seinem Tod

Wechselt Willkür nur die Hände,

Und die Knechtschaft hat kein Ende.

Armes Volk! wie Pferd und Farr'n


Bleibt es angeschirrt am Karr'n,

Und der Nacken wird gebrochen,

Der sich nicht bequemt den Jochen.

Sterbend spricht zu Salomo

König David: »Apropos,

Daß ich Joab dir empfehle,

Einen meiner Generäle.

Dieser tapfre General

Ist seit Jahren mir fatal,

Doch ich wagte den Verhaßten

Niemals ernstlich anzutasten.

Du, mein Sohn, bist fromm und klug,

Gottesfürchtig, stark genug,

Und es wird dir leicht gelingen,

Jenen Joab umzubringen.«

BERTOLT BRECHT UND SEINE FRAUEN

Frau Brecht 1:

Ich dichte seine Werke.

Frau Brecht 2:

Ich gebäre seine Kinder.

Frau Brecht 3:

Ich koche ihm sein Essen.

*
C.S. Lewis bezeichnete den englischen Romanautoren George MacDonald als seine
Lieblingsschriftsteller. Ich hab ihn 1998 kennen gelernt. Manche seiner Romane sind in
evangelikalen Verlagen herausgegeben (aber dafür kann er ja nichts) und zwar mit unglaublich
trivial-kitschigen Einbänden. Ich hab schon oft Bücher von ihm verschenkt, aber keiner liest sie,
abgeschreckt von den Titelbildern. Mir gefallen aber seine Heldinnen sehr gut - genau in solche
Frauen bin ich verliebt. Er hatte glaub ich 20 Kinder, bekam ein Stipendium von Queen Victoria,
war Zeitgenosse von Charles Dickens, war ein großer Verehrer des deutschen romantischen
Dichters Novalis. Und ich habe immer mal wieder Sehnsucht, George MacDonald zu lesen.

Es ist eine große Gnade, die mir die Jungfrau erbeten hat, dass ich Tag für Tag das Leiden Christi an
meinem Leibe trage. Ich muss die Leiden dem Herrn aufopfern, dann nimmt der Herr sie als Sühne
an. Ich muss viel Sühne leisten für die Beleidigungen des Herzens Jesu - und des reinen Herzens
Mariens, das auch von sehr vielen deutschen Christen durchbohrt wird. Dazu soll auch meine
unheilbare Krankheit dienen. Das hört aber auf in der Stunde meines Todes. Dann wird mich im
Ewigen Leben die Madonna belohnen mit ihrer Liebe für alles, was ich für sie und ihren Sohn
gelitten habe. - DAS ist mein Trost.

Torsten

Tages-Evangelium

Alles ist eitel, spricht der Prediger.

Doktor Bruder

Marten Luder

Guten Morgen

Gott-geborgen

Toto:
Ich bin so verletzt und so schwach!

Maria:

Ich träufle Balsam auf deine Wunden und gebe dir in deiner Schwachheit Kraft.

Toto:

Und wie geht es dir, meine Göttin?

Maria:

Dein Gebet verwandelt meine Leiden des Herzens in Freude des Herzens. Danke!

9 Man mööht sük af, as man wull, und doch hett man keen Profit vun.

10 Ik heff seen de Arbeet, de Godd geven hett de Minschen, dat se sük mit blaagen.

11 He hett aallns moj maakt to sinne Tied, und ok hett he de ewigkeet in eer hart doon, awwer de
Minsch kann nich kennen, wat Godd deit, nich de anfang un nich de enn.

12 Do deit ik bigreepen, dat es nüx bessers geev as lustig sien un sük Goodes doon in‘t leewen.

13 Denn jedeen Minsch, de eeten un drinken kann und gooden mutes is bi aal sien Arbeet, kiek, dat
is een Geschenk van Godd.

Warum ich nicht geheiratet hab? Ich hätte mit 25 eine sehr schöne, aber dumme Frau geheiratet, mit
30 hätte sie eine Tochter geboren, mit 50 hätte sie all ihre Schönheit verloren, ich hätte mich dann in
meine zwanzigjährige Tochter verliebt und womöglich mit ihr geschlafen.

WELTSCHMERZ

(Antwort auf Martens Verse)

Es macht bereit sich schon der Antichrist,

Die ganze Menschheit in dem Argen ist,


Der Kommunismus plant den letzten Sieg,

Die Maurer planen schon den Dritten Krieg,

Der Alte Adam schließt den Teufelspakt,

Die Alte Eva präsentiert sich nackt,

Die Kirche ist erfüllt von Satans Rauch,

Die Mütter morden Kinder schon im Bauch.

Wer solches sieht, der leidet großen Schmerz,

DOCH SCHLIESSLICH SIEGEN WIRD MARIAS HERZ!

Die Magd ist schon zur Stelle

Ich dichte kluge Sprüche

Den Hirsch und die Gazelle

Sie bringt in meine Küche

Mit Evi sprach ich über die Pansophie (kosmische Weisheit) des europäischen 17. Jahrhunderts und
ihre Ähnlichkeit mit dem chinesischen Universalismus (Tao) des dritten Jahrhunderts vor Christus,
über Lou Andreas-Salome, die Muse von Nietzsche und Rilke, über Schopenhauers Erkenntnis des
Zusammenhangs von Sexualität und geistigem Schöpfertum, über das Ideal der Apathie bei den
Stoikern (Leidenschaftslosigkeit, Gemütsruhe) und die Differenz zwischen griechischen und
lateinischen Kirchenvätern in der Frage, ob Gott apathisch oder leidenschaftlich ist…

WARTEN AUF EVI

ABSURDE POSSE

VON TORSTEN SCHWANKE


PERSONEN:

Toto

Josef

Marten

Malik

Knabe Tom

PROLOG

Und wenn der Herr mich am Jüngsten Tage fragen wird: Was hast du in deinem Leben getan? Dann
werde ich antworten: Ich habe auf Evi gewartet.

Jeden Morgen, wenn ich aufwache, frage ich als erstes Gott, ob ich heute allein sein darf und
nirgends hin muss, wenn ja, dann ist es gut.

"Kaum einer hört mehr auf euch. Wenige verstehen und helfen euch. Viele, die Opfer des Atheismus
geworden sind, hassen und verachten euch. Auch viele von den Gläubigen üben Kritik und nehmen
euch nicht an. Ihr bleibt immer mehr allein. - - Wer kann euch verstehen und euch helfen? Wer kann
euch trösten? Eure himmlische Mutter!"

Maria, Mexiko, 18. Februar 1977

Ich hab genug von Tagespolitik und Zeitungen! Auch die CSU kämpft nicht gegen Abtreibung. In
Berlin fanden sich gerade 3000 Gerechte, die für das Lebensrecht marschierten. dagegen 30 000
Verschwörungstheoretiker, Esoteriker und Neonazis.

Was andres: Ich klagte dir, wie lange ich schon auf Evi gewartet, du verglichst es mit Warten auf
Godot. Tage drauf wurde in einer Predigt über Koheleth - Vanitas vanitatum - Warten auf Godot
zitiert. Ich dachte wieder an die vielen Stunden, die ich in meinem Leben schon auf Evi gewartet.
Übersetze jetzt Warten auf Godot ins Deutsche - heißt bei mir Warten auf Evi. Hauptpersonen: Toto
und Josef, Nebenpersonen: Malik und Marten. Evi kommt nicht…

Heute hab ich was Neues gelernt. Ich hörte einen zehnminütigen englischen Vortrag über den
Vergleich von Nietzsches Übermenschen und Kierkegaards Ritter des Glaubens. Las anschließend
einen Aufsatz über den Ritter des Glaubens. Der Ritter des Glaubens ist so voller Gottvertrauen,
dass er auch das Absurde glaubt und das Unmögliche erwartet, weil für Gott nichts unmöglich ist.
Der Ritter der Resignation liebt eine Prinzessin, die nie die Seine wird, er resigniert und findet sich
ab. Der sinnliche Mensch sagt: Nun, andere Mütter haben auch schöne Töchter. Aber der Ritter des
Glaubens glaubt fest an das Unmögliche, dass die Prinzessin noch die Seine wird, wenn das auch
ein Wunder wäre. Abraham war ein Ritter des Glaubens, er war bereit, Isaak zu opfern im Glauben,
dass Gott ihm seinen Sohn zurückgibt. Maria war eine Ritterin des Glaubens, die dem Engel
glaubte, dass sie Mutter Gottes werden und doch Jungfrau bleiben werde. Jesus war ein Ritter des
Glaubens, der ans Kreuz ging, obwohl er nicht wusste, ob er alle wird retten können. Aber
Kierkegaard bezeichnete auch die Philosophen Diogenes und Sokrates als Ritter des Glaubens.
Übrigens sind die Ritter des Glaubens immer ganz allein gewesen. - Nun will ich auch ein Ritter des
Glaubens werden! Dazu verhelfe mir Maria, die Ritterin des Glaubens!

GEIST UND KÖRPER

Der Geist will in den Himmel heim,

Frau Weisheit dort zu preisen,

Der Körper hustet gelben Schleim,

Tut in die Hose scheißen.

Was lesen die Leute? Schwedische Kinderbücher von Astrid Lindgren, schwedische Krimis von
Henning Mankell, esoterische Ratgeber, amerikanische science-fiction, Gedichte von Heinz
Erhardt, evangelikale Bibelkommentare, Arzt-Romane vom Bahnhofskiosk. - Und für solche Leute
sollte ICH schreiben?

Einsamkeit
Die ihr Felsen und Bäume bewohnt, o heilsame Nymphen,

Gebet jeglichem gern, was er im stillen begehrt!

Schaffet dem Traurigen Trost, dem Zweifelhaften Belehrung,

Und dem Liebenden gönnt, dass ihm begegne sein Glück.

Denn euch gaben die Götter, was sie den Menschen versagten:

Jeglichem, der euch vertraut, tröstlich und hilfreich zu sein.

Johann Wolfgang von Goethe

Über allen Jade-Palästen

Ist Stille.

In den Kronen der Wu-tung-Bäume

Spürst du keinen Hauch.

Die Pirole schweigen

Im Bambus-Gehölz.

Warte nur!

Bald schweigst du auch…

Wie hatte ich doch lieb den kleinen Nuni!

Wir aßen Süßigkeiten, tranken Limo!

So freut sich nun auch sehr die Oma Buni

An ihrem kleinen süßen Enkel Timo.

*
Evi hat das Gefühl, bei ihr geht alles den Bach runter, und sie hat niemanden, der ihr hilft. Ich sagte:
Bete zu Sankt Michael, und tu jeden Tag das, was du kannst. Sie: Ich bete ja auch zu Michael, aber
ich habe wieder gezweifelt, ob man das darf. - Die "Rosenkreuzer" haben nämlich das Gebet
verboten. Ich sagte: Jesus und Maria sagen immer: Betet! Dann hab ich ihr ein Gebet gezeigt, dass
ich für sie geschrieben habe, ich habe die katholische "Litanei zu allen Engeln" umgeschrieben,
dass sie für Evi passt. Sie las das Gebet und sagte, ich solle es ihr zuschicken, das gefiele ihr.
Bruder, bete zum Herrn, dass Evi zur Beterin wird (zu den Engeln zu beten ist ganz katholisch) und
dass sie viele Gebetserhörungen bekommt!

Ohne Hilfe von oben SIND WIR VERLOREN!

Toto

Musik meiner Seele

Bach Matthäus-Passion

Schubert Winterreise

Mahler Lied von der Erde

"Und vergessen Sie nicht, dass er SCHWER krank ist."

(Marina Zwetajewa)

Mein Pappa Johannes Paul:

Fürchte dich nicht davor, dich zu verlieben…

Viel Schaffenskraft für deine heutige Aufgabe wünscht dir

dein Hiob
*

Im Traum warst du Sicherheitschef einer international operierenden Firma und durftest mir in
unserm Briefwechsel nichts über die Firma schreiben, und wenn ich was über die Firma schrieb,
musste ich immer *** machen. Aus Angst vor Terrorismus und Wirtschaftsspionage.

Ich gratuliere deinem Erstgeborenen zum Namenstag!

Sankt Michael! - Wie rasen doch die Uhren!

Ich esse Zwiebelkuchen aus Masuren.

HYMNE À LA FRANCE

Auf, unsres Vaterlandes Kinder,

Gekommen ist der Tag voll Ruhm!

Wir sind Tyrannen-Überwinder

Für unsrer Fahne Heiligtum!

Wir sind Tyrannen-Überwinder

Für unsrer Fahne Heiligtum!

Hört ihr schon auf den Schlachten-Feldern

Soldaten brüllen voller Wut?

Sie wollen hier in unsern Wäldern

Von unsern Freundinnen das Blut!

Zu den Waffen, Bürger,


Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Was will denn hier das Heer von Sklaven,

Verräter sie an unserm Gott?

Für wen sind diese Fessel-Strafen,

Für wen das blutige Schafott?

Für wen sind diese Fessel-Strafen,

Für wen das blutige Schafott?

Franzosen, welche Schmach und Schande,

Das ruft hervor des Zornes Schrei!

Man wagt, in unserm freien Lande

Zu führen ein die Sklaverei!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!


Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Wie! Aus dem Ausland die Kohorten,

Sie wollen unsrer Heimat Thron?

Und diese Söldner, diese Horden,

Sie morden Frankreichs Heldensohn?

Und diese Söldner, diese Horden,

Sie morden Frankreichs Heldensohn?

O Gott! Mit Ketten an den Händen

Man will uns beugen unters Joch.

Despoten ihre Knechte senden,

Zu fügen unser Schicksal noch!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,


Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Tyrannen, zittert, und ihr Schlechten,

Zur Schande jeglicher Partei,

Bebt! Denn die Pläne von euch Knechten,

Sie gehen unerfüllt vorbei.

Bebt! Denn die Pläne von euch Knechten,

Sie gehen unerfüllt vorbei.

Ein jeder ist ein Held im Kriege,

Die Jugend steht im Waffen-Dampf,

Die Mutter Erde führt zum Siege

Die Kinder Frankreichs in dem Kampf!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Franzosen, ihr seid edle Krieger,

Verschont in all dem Waffen-Dampf


Der Feinde Schar als gute Sieger,

Man zwang sie ja zu diesem Kampf.

Der Feinde Schar als gute Sieger,

Man zwang sie ja zu diesem Kampf.

Doch diese gierigen Despoten,

Die morden willig voller Lust,

Die sendet zornig zu den Toten

Und reißt sie von der Mutterbrust!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Die Heimat-Liebe ist uns heilig,

Die Liebe führe die Armee,

Die Göttin Freiheit komme eilig,

Dass sie den Feinden widersteh!

Die Göttin Freiheit komme eilig,

Dass sie den Feinden widersteh!


Und unter unsrer Lilien-Fahne

Die Freiheit hilft der Männer Kraft,

Damit der Feind in seinem Wahne

Den Sieg sieht unsrer Leidenschaft!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Wir schreiten weiter durch das Leben,

Wenn auch die alten nicht mehr sind,

Wir, kräftig ihnen nachzustreben,

Die Fahne heben in den Wind.

Wir, kräftig ihnen nachzustreben,

Die Fahne heben in den Wind.

Wir wollen lieber zu den Toten

Als würdelose Sklaverei!

Es kommen als der Freiheit Boten


Die Ahnen, uns zu machen frei!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

Zu den Waffen, Bürger,

Nieder macht die Würger,

Bürger, wir marschieren,

Mit dem Blut von Tieren

Unsern Grund zu schmieren!

M,

hast du deine Nachtarbeit gut überstanden? Konntest du ausschlafen?

Heute ist Festtag des hl. Hieronymus:

Timotheus, du kennst die Bibel von Kindheit an. Sie kann dich weise machen...

Darum gleicht ein Schriftgelehrter, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem
Hausvater…

ABENDLIED

Der Fluss in seinem Fließen

Ist stets veränderlich.


Du tatst ihn gestern grüßen,

Der doch sogleich entwich.

Und grüßt den Fluss du heute,

Ists nicht derselbe mehr.

Er fiel der Zeit zur Beute,

Die herrscht auf Erden sehr.

Und so auch meine Seele

Und so mein krankes Herz!

Wie ich mich täglich quäle,

Kommt Nacht um Nacht der Schmerz!

Ich ziehe aus die Schuhe

In Bogen und in Bausch.

Gott schenkt mir keine Ruhe,

Das tut der Wodka-Rausch.

"Hieronymus war ein Genie! Das Problem war nur: Er wusste das auch..."

(Predigt)

M,

an meiner Schwankebibel fehlen 3-5 Mose und beide Könige und beide Chroniken.

Andererseits möchte ich auch Luther 1545 einer persönlichen Revision unterziehen.
Was soll ich als nächstes tun?

Judith

Nach der Übersetzung Doktor Martin Luthers von 1545

Neue Revision von Torsten Schwanke 2020

I.

1 Arphaxad, der Meder König, hatte viel Land und Leute unter sich gebracht, und baute eine große
gewaltige Stadt, die nannte er Ekbatana. 2 Ihre Mauren machte er aus lauter Werkstücken, siebzig
Ellen hoch, und dreißig Ellen dick. 3 Ihre Türme aber machte er hundert Ellen hoch, 4 und zwanzig
Ellen dick ins Geviert. 5 Und die Stadttore machte er so hoch wie Türme. Und trotzte auf seine
Macht, und große Heereskraft.

6 Nebukadnezar aber, der König von Assyrien, regierte in der großen Stadt Nineve, und kämpfte im
zwölften Jahr seines Königreichs gegen Arphaxad. Und die Völker, die am Wasser Euphrat, Tigris
vnd Hydaspes wohnten, halfen ihm, und er schlug ihn auf dem großen Feld, Ragau genant, welches
vorzeiten gehört hatte Arioch, dem König von Elassar.

7 Da wurde das Reich Nebukadnezars mächtig, und sein Herz stolz. Und er sandte Botschaften zu
allen, die da wohnten in Cilicien, Damaskus, auf dem Libanon-Gebirge, 8 auf dem Karmel und in
Kedar, auch zu denen in Galiläa, und auf dem großen Feld Esdrelom, 9 und zu allen, die da waren
in Samaria und jenseits des Jordan, bis nach Jerusalem, auch ins ganze Land Gesem, bis zum
Gebirge von Kusch. 10 Zu diesen allen sandte Nebukadnezar, der König von Assyrien, Botschaften.
Aber sie schlugen es ihm alle ab, und ließen die Boten mit Schande wieder heim ziehen. 11 Da
wurde der König Nebukadnezar sehr zornig gegen alle diese Länder, und schwor bei seinem
Königsthron und Reich, dass er sich an allen diesen Ländern rächen wollte.

II.

1 Im dreizehnten Jahr Nebukadnezar, des Königs, am 22. Tag des ersten Monats, wurd beratschlagt
im Hause Nebukadnezars, des Königs von Assyrien, dass er sich rächen wollte. 2 Und er forderte
alle seine Räte, Fürsten und Hauptmänner, 3 und beratschlagte heimlich mit ihnen, und hielt ihnen
vor, wie er gedachte, alle diese Länder unter sein Reich zu bringen.
4 Da solches ihnen allen wohlgefiel, forderte der König Nebukadnezar den Holofernes, seinen
Feldhauptmann. Und er sprach: 5 Ziehe aus gegen alle Reiche, die gegen Westen liegen, und
besonders gegen die, die mein Gebot verachtet haben. 6 Du sollst kein Reich verschonen, und alle
festen Städte sollst du mir untertänig machen.

7 Da forderte Holofernes die Hauptmänner und die Obersten des Assyrischen Kriegsvolks, und
rüstete das Volk zum Krieg, wie ihm der König geboten hatte, 120 000 zu Fuß und 12 000 Schützen
zu Ross. 8 Und er ließ all sein Kriegsvolk vor ihm hin ziehen mit zahllosen Kamelen, großem
Vorrat, dazu mit Ochsen und Schafen ohne Zahl für sein Volk. 9 Und er ließ aus ganz Syrien Korn
einführen zu seinem Heer. 10 Gold und Geld aber nahm er über Maßen viel mit sich aus des Königs
Kammer. 11 Und er zog also fort mit dem ganzen Heer, mit Wagen, Reitern und Schützen, welche
den Erdboden bedeckten wie Heuschrecken.

"Luther 1545 V2.0" find ich schön, aber denk noch mal drüber nach, denn es wird Arbeit sein für
mehr als das Jahr 2020. Vielleicht lohnt es sich, dafür eine neue webside zu machen? Ich fange
einfach mit meinen Lieblingstexten an und guck, wie weit ich komme. Ich werde SEHR vorsichtige
Revision machen, fast nur Rechtschreibung, manchmal ein heute unverständliches Wort ändern.
Übrigens verfüge ich über die Kommata nicht nach irgendeiner Rechtschreibregel, sondern je nach
Atempause.

T.

Solche antikatholischen Begriffe wie Pfaffen oder Heidenkirchen gibt es dann bei mir nicht. auch
grüßt der Engel Maria nicht Holdselige.

Gut, dann nennen wir es Luther 1545 V2.0. Es wird dann eine neue Rubirk in der Schwankebibel,
kannst du ja vielleicht schon mal einrichten. was meinst du zu meiner plattdeutschen Übersetzung
des Hohenliedes (bin gerade bei Kohelet), soll die in den Bibeltext, oder soll man eine eigene
Rubrik "Niederdeutsche Bibeltexte" machen?

Eine kritische Email nimmt mir heute morgen den Mut. Jehova helfe mir. Es lohnt nicht, für
Menschen zu schreiben, lohnt nicht, für Frauen zu singen, alles nur für Gott und Maria!...

T.
*

"Weine nun nicht mehr aus Mutlosigkeit. Es ist nur Satan, der dir alles falsch erscheinen lässt."

Mutter Jesu

Judith 8

18 Und ihr, liebe Brüder, die ihr die Ältesten seid, tröstet das Volk mit euren Worten, dass sie
bedenken, dass unsere Vorfahren auch versucht wurden, damit sie bewährt würden, ob sie Gott von
ganzem Herzen dienten. 19 Erinnert sie daran, wie unser Vater Abraham oft versucht wurde, und ist
Gottes Freund geworden, nachdem er in mancherlei Anfechtung bewährt ward. 20 Also sind auch
Isaak, Jakob, Mose, und alle, die Gott lieb gewesen sind, beständig geblieben, und haben viel
Trübsal überwinden müssen. 21 Die andern aber, so die Trübsal nicht haben wollen annehmen mit
Gottesfurcht, sondern mit Ungeduld gegen Gott gemurrt und gelästert haben, sind von dem
Verderber, und durch die Schlangen umgebracht worden. 22 Darum lasst uns nicht ungeduldig
werden, in diesem Leiden, sondern bekennen, dass es eine Strafe von Gott ist, viel geringer als
unsere Sünden, und glauben, dass wir erzogen werden, wie seine Knechte, zur Besserung, und nicht
zum Verderben.

Und nun dürft ihr euch satt trinken an ihren herrlichen Brüsten! Ich will euch trösten wie eine
Mutter...

Meine Seele ist still geworden bei Gott wie ein Kind in den Armen seiner Mutter…

Gesegneten Morgen und guten Genuss der Tasse Kaffee!

Nun hat der Satan bemerkt, was Maria und ich mit der Revision planen, er wütet und versucht alles,
das zu verhindern.

Heute mittag kommt Evi.

T.
*

JEHOVA IST DER EINZIGE FELS

ICH KENNE KEINEN ANDERN

Ich wollt ich wär alt

Wär lieblos und kalt

Tätst du mirs versagen

So müsst ich nicht klagen

Ich wollt ich wär alt

Wär lieblos und kalt

Goethe

Und nun bin ich alt und kalt und freue mich schon, bevor die Freundin kommt, wenn sie wieder
wird gegangen sein…

Guten Morgen, doctor evangelicus!

Bei Hamburg oder bei Bremen

Wer Gott liebt muss sich nicht schämen

Meine Judith rückt voran. Hab einige Grimms Märchen ins Englische übersetzt (neige jetzt mehr
zum Englischen als zum Französischen). Evi hat mir ihr Kummer-volles Herz ausgeschüttet, ich
hab für sie zu ihrem Schutzengel und Sankt Michael gebetet, sie sagte: Amen, und Danke. Der
Vatikan geht mir auf die Nerven. Franziskus mir zu politisch und zu links.

Erhol dich schön bei Schwiegermama!


T.

Danke,

dass du mir Laetitia nicht übel nimmst.

Heute ist mein Herz voller Trauer, dass ich keine Frau und keine Söhne habe.

LET IT BE

When I find myself in times of trouble

Mother Mary comes to me

Speaking words of Wisdom

Let it be

And in my hour of darkness

She is standing right in front of me

Speaking words of Wisdom

Let it be

Dein Toto

PS: Grüße mir die Toten!

Den Hass und die Gemeinheit meiner Mitmenschen kann ich ertragen, aber ich schäme mich ihrer
Banalität!

Reinhold Schneider
*

Wehe uns, in die katholische Kirche ist der Geist des christlichen Sozialismus eingezogen!

Sehnsucht

Dies wird die letzte Trän nicht sein,

Die glühend Herz aufquillet,

Das mit unsäglich neuer Pein

Mir meinen Busen füllet.

O laß doch immer hier und dort

Mich ewig Liebe fühlen,

Und möcht der Schmerz auch also fort

Durch Nerv' und Adern wühlen.

Könnt ich doch ausgefüllt einmal

Von dir, o Ew'ger, werden - -

Ach, diese lange, tiefe Qual,

Wie dauert sie auf Erden!

Johann Wolfgang von Goethe

Herr,

ich danke dir für meine Schwester, die ich nie gehabt. Ich sah ihr Angesicht im Duft der
Kirschblüten. sie ist groß und schlank und wunderschön, sie trägt ein langes weißes Kleid und hat
goldene Locken. sie ist im Himmel, du hast sie nie zur Erde geschickt. Sie allein versteht mich, mit
ihr lebe ich zusammen, sie tröstet mich, sie pflegt mich wie eine barmherzige Krankenschwester. Im
Himmel werde ich sie wiedersehen. Oh wie ich mich nach ihr sehne!
*

Danke, Herr, für den Kaffee am Morgen!

Heute kommt Evi zu mir. Ich schenk ihr einen laptop.

Hab Judith fertig und angefangen mit den Klageliedern.

T.

Doctor!

auf der Titelseite der Schwankebiel steht "ausgewählte Texte aus der Heiligen Schrift", das kann
man kaum noch sagen, da ich bis auf weniges doch die ganze Schrift übersetzt habe. Lass dir was
einfallen.

Das tut mir von Herzen Leid, dass du keinen Schlaf gekriegt hast! Immerhin, dein Haus ist nicht
abgebrannt.

Wie gehts mit deiner Müdigkeit?

Meine Mutter und auch Evi scheren sich einen Dreck darum, dass ich halbtot bin, Evi benutzt mich
nur als ihren persönlichen Kummerkasten.

Dass mir meine Ärztin eine blühende Gesundheit bescheinigt, ist der Gipfel des Unsinns, ich bin
körperlich und seelisch immer ganz nah am Nichts. Wäre ich nur nie geboren!
*

Dass aber auch du so überhaupt keine Ahnung hast, WIE schlecht es mir geht, enttäuscht mich. Der
Himmel allein kennt mich, auf Erden kennt mich keiner.

Statt mich zu trösten, laden die Leute ihren alltäglichen Ballast bei mir ab.

Ich trage das Schicksal

Des dritten Jahrtausends

Auf meinen Schultern

Erbarme dich meiner

Du alte Stute

In alten Zeiten sprach man von der Erde

Als von dem Tränental, dem Jammertal.

Heut liebt die bunte Welt die dumme Herde

Und jeder dient dem Gott der Erde Baal.

Heute ist der Tag des heiligen Bruno, eines Einsiedlers. Sein Motto: Gott allein! Oder: Selige
Einsamkeit, einzige Seligkeit! In seiner Einsiedelei war ein kleines Zimmerchen in der Mitte mit
einer Marien-Statue. Auf dem Weg von einem zum andern Zimmer musste er immer durch dies
Marienzimmer und sprach jedes Mal ein Ave Maria. - Du kannst dir denken, dass mir das Mut
machte. Nur körperlich bin ich der Ohnmacht nahe. Höre die Wagner-Oper Parsifal. Hoffentlich
kann ich heute abend doch noch etwas schreiben.

*
Maria allgebenedeit

Spricht von den Zeichen unserer Zeit

Sieh hin und finde mir andre Gestalt

Die Herzen der Menschen und Christen sind kalt

Guten Morgen, Doctor!

"Aber auch ER ist weise." (Jesaja)

Am Mittwoch Mittag hab ich einen Termin beim Psychiater, ich weiß noch gar nicht, wo ich die
Kraft finden soll, da hin zu kommen.

Trinke eine Tasse Kaffee auf mein Wohl!

Und Danke für deine Briefe.

T.

Habe den Roman "seine erste Liebe" von George MacDonald zuende gelesen. Da ist Lady Euphra,
schlank, weißhäutig, dunkle glühende Augen, immer kränkelnd, eine mysteriöse Frau mit Neigung
zur Magie. In die bin ich verliebt. Aber sie stirbt zum Schluss. Der Held bekommt Margret, eine
bibeltreue Christin, die tüchtig arbeiten kann, eine "stattliche Frau"... So eine hat man gern als
Glaubensschwester. MacDonald hielt sie für die Ideal-Frau. Aber... heimlich liebte er auch wohl
Euphra, denn von ihr ist im ganzen Buch die Rede, Margret ist nur der fromme Satz am Ende. Ja,
die Euphra erinnerte mich vor 20 Jahren an Evi.

Luther schreibt oft: Herr Herr. Soll ich dafür Herr Gott schreiben?
Luther schreibt: Herr Zebaoth. Ich habe Gott noch nie im Gebet Zebaoth genannt. Die kath Kirche
betet jede Messe deus sabaot. soll ich sabaot schreiben? Herr der Heere oder Herr der Heerscharen
ist mir zu militant.

Danke für deine Anrufung Mariens. Der Herr freut sich darüber. Heute ist der Gedenktag der
Seeschlacht von Lepanto, da die christlichen Heere die Türken besiegten, die Europa überfallen
hatten. Der Sieg wird dem Gebet des Rosenkranzes zugeschrieben. Maria hat geholfen: Ich brauche
nur Rezepte abzuholen, nicht mit dem Arzt sprechen (da müsste ich ein zwei Stunden warten), ich
fahre mit dem Bus und auf der Rückfahrt kauf ich mir ein Brathähnchen.

Sei gesegnet.

Toto

Hoffe gut geschlafen zu haben und gut gefrühstückt.

Heute kommt Evi zum Einkaufen zu mir.

Habe nach den Klageliedern mit der Weisheit Salomos angefangen.

Gestern abend in meiner Erschöpfung sah ich einen Western von 1972, der in Alaska spielte.

Der Herr segne dich.

Martin Luther zu Erasmus von Rotterdam: Entweder stirbst du an Langeweile oder an Syphilis. -
Erasmus: Das hängt davon ab, ob ich deine Lehre oder deine Geliebte annehme.

Das Gleichnis vom bittenden Freund


Lk 11,5 Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm
geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote;

Lk 11,6 denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen, und ich habe ihm
nichts anzubieten!,

Lk 11,7 wird dann etwa der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon
verschlossen und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben?

Lk 11,8 Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm seine Bitte erfüllt, weil er
sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er
braucht.

Herr,

ich will auch heute die alltäglichen Widerwärtigkeiten tragen und mein Kreuz umarmen. Doch
sende mir bitte den Engel der Gesundheit und beseitige meine Sorgen und Beschwerden.

Dein MM

So will ich mich rühmen meiner Schwachheit.

Docteur,

ich habe vormittags einen Traum geträumt, so himmlisch, ich kann es gar nicht in Worte fassen.

Hab dann drei Stunden mit Evi Alltägliches besprochen.

Bete nun zum Geist, dass ich wieder in den Traum komme. So schön! sowas gibts auf Erden nicht.

(Damit du auch mal was schönes von mir hörst.)

*
17 Denn er wird sie mit seiner Rechten beschirmen und mit seinem Arm verteidigen. 18 Er wird
seine Leidenschaft nehmen zum Panzer und wird die Schöpfung rüsten zur Rache an den Feinden.
19 Er wird Gerechtigkeit anziehen zur Rüstung und wird das ernste Gericht aufsetzen als Helm. 20
Er wird Heiligkeit nehmen zum unüberwindlichen Schild. 21 Er wird den strengen Zorn wetzen als
Schwert. Und die Schöpfung wird mit im zum Kampf ausziehen gegen die Toren. 22 Die Geschosse
der Blitze werden treffen und werden aus den Wolken wie von einem straff gespannen Bogen fahren
zum Ziel. 23 Und es wird dicker Hagel fallen aus dem Zorn der Donnerschläge. So wird auch des
Meeres Wasser gegen sie wüten, und die Ströme werden sich miteinander heftig ergießen. 24 Und
es wird auch ein starker Wind sich gegen sie erheben und wird sie wie ein Wirbelsturm zerstreuen.

Good morning, doctor evangelical!

Ich muss drei Tage niemand sehen, das heißt, drei Tage lang bleiben mir Gespräche über Geld,
Krankheiten und Hunde erspart. Wie schön!

yours

T.

Sobald wir in der Weisheit Hafen

Nach manchem Sturm gelandet sind,

Begierden, Wunsch und Triebe schlafen,

Und nun dies ganze Labyrinth

Durchkämpfter Qual, verfehlter Ziele,

Der Nachhall einst'ger Hochgefühle,

Die mühsam wir zur Ruh' gebracht –

Uns nur noch leise lächeln macht,

Dann lauschen wir mit Wohlbehagen

Der heißen Jugend Herzenswahn.

Hört doch der blinde Veteran,


Der einst im Feld sich brav geschlagen,

Noch gern in seiner Altersruh'

Berichten jüngrer Krieger zu.

Evi hat mich gebeten, mit Quentin mal ein Gespräch zu führen, da er sich der Arbeitswelt oder
Studienwelt ganz verweigert, und Evi bald nicht mehr weiß, wie sie ihn durchfüttern soll. Mal
sehen, was daraus wird.

Wie gefällt deiner Frau die Lehrtätigkeit?

In Hamburg oder Weyhe

Den Freund ich Jesus weihe

1. Halte nicht viel von der Enzyklika Franziskus', scheint mir humanistische Utopie zu sein.

2. Frage: wenn ich Luthers Psalmen überarbeite, soll ich sie in Prosaform darstellen oder in
Versform?

Selig sind Marias Brüste,

Die Jesus gestillt haben,

Selig ist Marias Schoß,

Der Jesus getragen hat!

Ja!

Und noch seliger ist Maria,


Weil sie Gottes Wort

Gehört und meditiert und getan hat!

Und so werdet ihr alle selig

Wie die selige Jungfrau Maria,

Wenn ihr Gottes Wort

Hört und meditiert und tut!

Manen

Manen, von lateinisch d(i)i manes (m.), sind in der römischen Religion (vor allem zur Kaiserzeit)
die Geister der Toten, auch einige Umweltgeister. Diese sind den Römern meistens feindlich
gesinnt, da sie die Ahnen ihrer Feinde sind. Sie wurden daher mit verschiedensten Opfern (u. a.
Ziegen) und Riten milde gestimmt sowie als di manes, ‚gute Götter‘, bezeichnet. Wurden diese
Opfer und Riten nicht durchgeführt, so konnten die Manen zu Larvae beziehungsweise Lemures
werden, die bedrohlichen Charakter hatten.

Zum Teil wurden die di manes auch mit den di parentes (den verstorbenen Vorfahren) gleichgesetzt,
die an ihren Festtagen aus der Unterwelt aufstiegen und angemessene Sühneopfer erwarteten. Dazu
zog man zum Lapis manalis, einem Stein, der eine Grube verdeckte, worin das Opfertier deponiert
wurde und die Manen besänftigt wurden.

Laren

Die Laren (lateinisch Lares; Singular Lar) sind in der römischen Religion die Schutzgötter oder
Schutzgeister bestimmter Orte und Familien.

Die Lares Familiares waren gemeinsam mit den Penaten die Schutzgeister der Familie und
symbolisierten den Haushalt. Sie wurden mit den vergöttlichten Seelen der verstorbenen Vorfahren
gleichgesetzt. Sie wurden bei allen Familienfesten verehrt und begleiteten die Familie, wenn diese
fortzog. Der Kult geht wohl auf urzeitliche Hausbestattungen zurück. Der Komödiendichter Plautus
lässt sich einen Laren wie folgt selbst charakterisieren: „Ich bin der Lar familiaris des Hauses, aus
dem ihr mich habt treten sehen. Dieses Haus besitze und hege ich schon viele Jahre, schon für den
Vater und Großvater dessen, der es jetzt bewohnt“. Er fährt fort, dass er von der Tochter des Hauses
verehrt werde und von ihr täglich Opfergaben empfange.
Die Lares Loci waren hingegen die Schutzgeister eines bestimmten Platzes. Im Lararium wurden
die Lares Loci der Stelle, an der ein Haus gebaut worden war, durch eine oder mehrere Schlangen
repräsentiert und verehrt. Lares Loci waren ortsfest, d. h., sie zogen nicht mit den Bewohnern eines
Hauses um.

Lares Publici waren die Schutzgeister ganzer Ortschaften. In Mittelitalien wurden sie in den Städten
auch Lares Compitales, in den Dörfern Lares Paganales genannt. Laren waren auch Schutzgeister
von öffentlichen Plätzen und Wegkreuzungen, die nach allgemeinem Glauben nicht ungefährlich
waren. Im antiken Rom gab es an jeder Kreuzung einen Schrein, der ihnen geweiht war. Diese
Aufgabe wurde von den so genannten Kreuzwegvereinen übernommen.

Laren waren männlich und sehr zeugungskräftig. Ihre weiblichen Partner waren die Virae. Die
Verehrung der Laren und Penaten wurde am 8. November 392 verboten.

Der Lar ist der Titel eines Romans von Wilhelm Raabe aus dem Jahr 1889. Rainer Maria Rilke
veröffentlichte 1895 den Gedichtband Larenopfer.

Penaten

Die Penaten (lateinisch: Dii Penates) waren in der römischen Religion die Schutzgötter der Vorräte.

Sie gehörten zu den privaten Schutzgöttern eines Haushalts und waren eine Besonderheit der
römischen Religion. Zusammen mit anderen Göttern schützen sie die Familie und deren Haushalt.
Die Penaten waren für den Herd und die Vorratskammer zuständig – sie sorgten dafür, dass die
kostbare Glut nicht erkaltete, nachts die Ratten nicht an die Speisevorräte gingen, und sie mussten
den Koch anregen, etwas Schmackhaftes zu kochen. Ihr Name leitet sich von dem lateinischen Wort
für „Vorratskammer“ – penus – ab. Da die Penaten die Seelen verstorbener Vorfahren waren, waren
sie an ihre Familie gebunden und gingen mit, wenn die Familie umzog. Von Geschlecht und Wesen
her unbestimmt traten sie immer zu zweit oder zu dritt auf und teilten ihre Zuständigkeit zwischen
Herd, Essen und den Getränken. Der Herd war ihr Altar.

Nach der Sage brachte Aeneas die Penaten von Troja nach Latium, wo ihnen die römischen
Beamten beim Amtsantritt in Lavinium ein Opfer darbrachten. In Rom stand ein Heiligtum (aedes)
der Penaten auf der Velia.

"Das Verlassen der Mutter ist nur ein Schritt zum Verlassen des Sohnes."

*
Also der Herr verachtet mich auch, wie die Katholiken, weil ich kein schickes Sonntagskleid habe,
sondern nur froh bin, wenn ich noch einigermaßen heile Lumpen habe? Ach, das ist sehr bitter!

"Schau, heute morgen hab ich dich ganz allein gelassen, da war meine Gnade nicht mit dir. Das
muss noch öfters so sein. Du musst es einfach annehmen. Denn durch solche Leiden werden die
größten Gnaden verdient."

Maria

"Dieses Wort kam vom Satan."

Maria

Nämlich, dass der Priester sagte, wer nicht im schicken Sonntagskleid in die Kirche komme, werde
vom Herrn verworfen.

Adam! wo bist du?

Ich wünsche mir vom Herrn EINMAL einen Tag ohne Leiden.

Grüße ins verseuchte Hamburg!

Das heutige Tagesevangelium sagt: Diese Generation ist böse.

Gott gebe dir dennoch Mut zum Kampf!

*
"Ich stehe nicht über dem Durchschnitt, die andern stehen nur unter dem Durchschnitt. Ich bin
einfach ein Durchschnittsmensch. Und ich habe bis heute noch nicht herausgefunden, wer eigentlich
das Scheusal ist, ich oder die andern?"

Marina Zwetajewa

Hast du die Hausarbeit schwänzen können? Hast du einen Urlaubstag genießen können? Haben sich
deine Beschwerden wieder aufgelöst?

Gestern ist dem Salomo fast die Hutschnur geplatzt über die Tochter Pharao, aber heute hat er sie
schon wieder lieb.

Lieber Marten, du Luder,

Bist mein biblischer Bruder.

Gehst du zum Abendbrot,

Danke Herrn Zebaoth.

Ich geh zum Abendmahl

Im Virtuellen Saal.

Mein Schreiben ist ja keine weltliche Kunst, sondern Gottesdienst. So bin ich überzeugt, dass die
Mutter des Herrn dich für deine Arbeit als Herausgeber segnen wird.

Mir sind Schmerzen und Qualen beschieden,

Getragen werd ich von Christus am Kreuze.


Mich erwartet im himmlischen Frieden

Die Madonna von Beteigeuze!

selig der mann der sich seines urlaubs freut

selig der mann der sein frühstück noch genießen kann

entsagend der irdischen wonne

gehalten durchs göttliche kreuz

geh ich mit der schönsten madonne

die wege des schrecklichen leids

Meine Mutter rief an, nicht um sich nach mir zu erkundigen oder mich gar zu trösten, sondern nur
um mir zu sagen, sie werde weder zu meinem Geburtstag noch zu Weihnachten kommen, "du hast
ja Evi oder Sabine oder wie sie heißen".

Evi hatte einen youtube-Video gesehen und ist nun überzeugt, dass ihr Quentin "hochsensibel" sei
und ich solle vielleicht doch nicht mit ihm reden, sondern vielleicht kann ihm nur eine
Heilpraktikerin (Schamanin) helfen. Ansonsten interessiert es sie nicht, wie es mir geht.

Maria sagt, die Leute sind so schrankenlos egoistisch, sie wissen gar nicht, was Liebe sei.

Herr, ich liebe zwei Frauen

Die göttliche Weisheit

Und die göttliche Liebe

*
Quentin kann so nicht arbeiten, er ist geradezu psychisch krank, man könnte es eine Angst-Neurose
nennen, er traut sich nicht einmal mehr, einkaufen zu gehen. Er müsste eine Psychotherapie
machen, ich sage das schon lange, aber er will ja nicht. Und Evi mit ihrer abergläubischen Medizin
und ihrer youtube-Philosophie weigert sich, eine Diagnose eines ausgebildeten Psychiaters oder
Psychologen einzuholen, schließlich ist sie die Einzige, die ihren Quentin versteht, der natürlich ein
Genie mit einer ganz besonderen Aura ist. Wenn schon Behandlung, dann ganzheitlich, also mit Chi
und yin und yang und Chakren-Therapie. Nein, da misch ich mich nicht ein, da handle ich mir nur
unendlichen Ärger ein.

Besser als sich über die Narren zu ärgern

Ist es den Herrn und sein Wort zu preisen

Du schreibst:

„PS: Ich habe gestern nochmal gelesen, wie du dich gesorgt hast, zu der Beerdigung deiner Mutter
zu müssen. Meiner Meinung nach musst du da nicht hin, wenn es mal soweit ist.

Du kannst stattdessen während der Bestattung auch in deiner Wohnung für sie beten. Wer dafür kein
Verständnis hat, ist selber schuld.“

Das werde ich so tun, das nehme ich als Spruch des Herrn.

Doktor,

wenn du dich noch freuen kannst, dass du erwachst, dann danke Gott!

Ich wünsche dir heute eine Arbeit für mich und Maria, in (wie Hildegard von Bingen sagt) in der
heiteren Grazie des heiligen Geistes.

ach heute muss ich scheren

die hecke auf dem kopf


der lieben frau zu ehren

ich bin ein armer tropf

Zur Bank, zum Arzt war heut dein Schwänchen

Zum Lohn gabs ein gebtratnes Hähnchen

Und wenn die ganze Welt ein Verdammungsurteil über dich fällt, Gott hört deinem Gebet zu. Gott
weint mit dir. Deine Tränen sind ganz persönlich deine, dein Schmerz ist ganz intim der deine, den
kennst nur du und Gott. Diese Tränen hat vor dir keiner geweint, und wird nach dir keiner weinen.

Papst Franziskus

Mammon-Diener, das kann der unausstehliche Geizhals sein... aber das kann auch ein lieber und
netter Mensch sein, dem seine Pferde über alles gehen...

Als Dante in den Himmel kam, begrüßten ihn die Engel, indem sie einige seiner Sonette sangen.

Zu Goethe sagte die Huri: sing mir eins deiner Liebeslieder an Suleika vor, denn weiter wirst du es
im Paradies auch nicht bringen.

So mag es ja möglich sein, dass du im Himmel meine Sonette an Maria liest.

Schöne friedliche Zeit in Weyhe, fleißiger Doktor!

*
die speise möge sein von bester würze

wenn du dich hältst an schwiegermamas schürze

Es dankt von Herzen seinem Buchverleger

Der Dichter, ach der schlimme Schürzenjäger

Ein Christ im alten Rom rennt durchs Kolosseum, ein Löwe rennt hinter ihm her. Der Christ betet:
Herr, gib doch dem Löwen christliche Gedanken ein! Da hält der Löwe inne, faltet seine Pfoten und
betet: Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast!

Schwanke, bleib zu Hause

Und freue dich deines Ruhms

Gott

Warum schreibst du ein Buch?

Es gibt doch schon die Bibel.

Von Samstag abend bis Sonntag Abend nerven mich die katholischen Pfaffen (und auch der
römische Ober-Pfaffe) mit Einschärfungen, Steuern zu zahlen!!! Ja, und auch Kirchensteuern!!!
damit hat mich schon der Pietist genervt. Ich glaube nicht, dass Jesus über Staats- und
Kirchensteuern redet. Sehr wohl vom Kaiser! Von Kyrus! wie aber kommt der römischen Kirche
verbrecherische Finanzpolitik ins heilige Neue Testament!!!
*

Heute hab ich etwas Platon gelesen, von der Philosophischen Knaben-Liebe, da hab ich mich mit
solcher Wehmut nach Tom gesehnt... seit er aufgehört hat, mich zu lieben, liebt mich nun keiner
mehr.

Natürlich, wenn ich in den Himmel darf, was ich hoffe, wird es mir dort an Liebe nicht mangeln.

Im Traum die Tote lieblos ist

Am Tag die Freundin mich vergisst

Wahr, dass ich der Geliebte bin

Der Himmelskönigin

Evi machte mit Mimik und Gestik und Tonfall klar, dass sie nicht gerne zu mir kommt, sie mag gar
nicht mehr arbeiten. Dann flüsterte sie zärtlich ihrem Mann am Telefon was ins Ohr, und schwieg
mich anschließend zwanzig Minuten lang an.

Maria: Deine Liebe zu mir steht in keinem Verhältnis zu meiner Liebe zu dir.

Und doch tut es weh.

MARTEN AN TOTO

Maria liebet dich!

Die andern leben nur

In ihrer eigenen Spur.


Sie aber kümmert sich!

Sie bleibt dir ewig treu!

Und macht von ganzem Herzen

Am Ende alles neu!

Halt aus der Seele Schmerzen!

Musen! wenn ihr Monster seid

So besinge ich eben Monster

Musen! wenn ihr Dämoninnen seid

So besinge ich eben Dämoninnen

Als ich in diesem leidenschaftlichen Verhältnis war, wollte ich um keinen Preis heraus. Und nun -
möchte ich um keinen Preis wieder hinein.

Goethe

Nachdem ich jahrelang verschiedenste deutsche Bibelübersetzungen verglichen habe, befestigte ich
meine Überzeugung, dass die Lutherbibel sprachlich die allerschönste ist. Nun verglich ich (laut
lesend) die verschiedenen Revisionen der Lutherbibel untereinander und mit dem Original, und
fand, dass das Luther-Original unvergleichlich schöner ist als alle späteren Revisionen. Nun stoße
ich mich als Katholik aber an einigen Formulierungen, etwa wenn er von Baals-Pfaffen und Baals-
Kirchen spricht, merkt man seine polemische Stoßrichtung gegen die katholische Kirche. Andere
Stellen, die sich auf die Jungfrau Maria beziehen, übersetzte Luther auch schlecht. Etwa grüßt der
Engel Maria "Holdselige" und nicht etwa "Gnadenvolle". Oder Jesus sagt auf der Hochzeit zu Kana
zur Mutter Jesu: "Weib, was hab ich mit dir zu schaffen?", statt "Frau, was ist das dir und mir?"
Auch sind einige Vokabeln Luthers heute nicht mehr verständlich. Dazu kommt eine sehr
veränderte Rechtschreibung. Mein persönlicher Traum war es nun, eine vorsichtige Revision der
Original-Luther zu unternehmen, in der 1. die sprachliche Schönheit erhalten bleibt, 2. die
Rechtschreibung modernisiert wird, und 3. anti-katholische Formulierungen gegen richtige
Formulierungen ausgetauscht werden.

Oldenburg zu Oldenburg, am Tag des heiligen Hieronymus 2020 A.D.

alle heiden rotten sich zusammen

gegen judas makkabäus

den gewaltigen hammer gottes

auch karnaim und ephron

verschließen ihm die tore

nur sein bruder jonathan

steht im bei im heiligen krieg

Mein tägliches Gebet ist: Herr, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Eine Träne der Jungfrau Maria ist mir mehr wert als zehntausend Evis.

"Nacht ist es.

Wir gehen durch die Nacht.

Und nur der Durst

Erleuchtet uns den Weg."

Johannes vom Kreuz


*

Gott versteht meine Poesie

Und ich verstehe Gottes Poesie

Mein Liebling sei unbeschwert

Denn ich bin bei dir - Maria

salve noster pater

salve magna mater

vesper et aurora

ora et labora

VIELEN DANK AN DAS LEBEN

Dank dem Leben, das mir so viel gegeben hat,

Es gab es mir zwei Sterne, die, wenn ich sie öffne,

Perfekt unterscheiden das Schwarz vom Weiß

Und am hohen Himmel seinen sternenklaren Hintergrund

Und in der Menge den Menschen, den ich liebe

Dank dem Leben, das hat

Mir so viel Gehör gegeben, dass es in seiner ganzen Breite

Tag und Nacht, Grillen und Kanarienvögel,


Hämmer, Turbinen, Glocken, Regen

Und die so zarte Stimme meiner Geliebten vernimmt.

Dank dem Leben, das mir so viel gegeben hat,

Es hat mir Klang gegeben und das Alphabet,

Mit ihm beleuchtet die Worte, die ich denke und erkläre,

Mutter, Freund, Bruder und Licht

Und den Weg der Seele derjenigen, die ich liebe

Dank dem Leben, das mir so viel gegeben hat,

Es hat mir den Marsch meiner müden Füße gegeben.

Mit ihnen ging ich durch Städte und Pfützen,

Strände und Wüsten, Berge und Ebenen

Und zu deinem Haus, deiner Straße und deiner Terrasse

Dank dem Leben, das mir gegeben hat so viel,

Es gab mir das Herz, das seine Form erschüttert,

Wenn ich auf die Frucht des menschlichen Gehirns schaue,

Wenn ich auf das Gute schaue, so weit weg vom Schlechten,

Wenn ich auf den Grund deiner klaren Augen schaue.

Dank dem Leben, das mir so viel gegeben hat,

Es hat es mich zum Lachen gebracht

Und zum Weinen, zu Glückseligkeit und Zerbrochenheit,

Den beiden Materialien, aus denen mein Lied besteht,

Und dein Lied, das das gleiche Lied ist,

Und jedes Lied, das mein eigenes Lied ist


Dank dem Leben.

danke, und schlaf gut. konnte heute vor Schmerzen nichts tun. Evi wieder nett am Telefon. Schau
nun Spielfilm über RAF und esse zwei Steaks. Schöne Musik. Nichts da von finsterem Mittelalter!

Plane dein Leben so, als ob du ewig lebtest, und lebe dein Leben so, dass Jesus dich jederzeit
heimholen kann.

Heiliger Don Bosco

Die Mutter Erde küsst in Hama-Burg

In Regenströmen Vater Demiurg.

dein buch ist nun erschienen

so mag der freund dir dienen

nun gute nacht bis morgen

sei in marie geborgen

gestern hab ich weiter daran gearbeitet, meine psalmen an die herrin göttin ins französische zu
übersetzen. nachts wollte ich auf youtube einen rosenkranz auf französisch gesungen hören, da kam
eine werbung auf französisch für die bibelschule von jerusalem, eine frau sagte auf französisch:
übersetzen sie selbst die bibel!

das schien mir doch recht deutlich ein zeichen gottes zu sein
*

Ja, manchmal kommt die Traurigkeit unvermittelt aus dem Nichts, krallt sich die Seele und plagt
sie. Inner feelings come and go. Wenn du sie nicht abschütteln kannst, dann schlaf ausreichend, oft
sieht es am Morgen ganz anders aus. Nur fälle keine Entscheidungen in der Anfechtung, sondern
warte geduldig, bis das Licht wieder kommt. Durch Traurigkeit wird das Herz gereinigt, sagt
Koheleth. Ich bete für dich. Tu dir selbst was Gutes.

Alles Irdische ist vergänglich. Um so mehr sei dankbar, dass heute deine Frau und deine Kinder bei
dir sind und sag oder tu ihnen heute was besonders Liebes.

MALEK AN BAMBI

Auf Erden alles ist vergänglich!

Das macht mich heute trüb und bänglich.

Wir sehr dank ich doch Gottes Gabe,

Geliebte, dass ich dich noch habe!

Mein Kind!

Gott kennt deine Schwierigkeiten.

Du wirst gebeten, klein zu sein und sie in Geduld zu ertragen.

Deine Maria, Mutter des Herrn

*
franziskus fordert - gegen das lehramt der kirche - ein weltweites gesetz zur legitimierung
homosexueller beziehungen. er macht ständig fehler.

fürchte dich nicht vor den übeln!

mut!

ich segne dich!

maria

in zeiten geistiger verwirrung

da reißende wölfe von draußen kommen

und innen falsche lehrer aufstehn

empfehle ich euch GOTT

und dem wort seiner gnade

MALEK AN TOTO

Auch heute einen Morgengruß

Von Paulus einen Bruderkuss

Auch sehe ich im Geiste klar

Maria küsst dich, das ist wahr

was macht der weise salomo


mit seinem haustier seinem floh

vielleicht auch ist es eine laus

die plagt ihn täglich in dem haus

mag sein auch es ist milben-kot

o hilf dem könig, zebaoth

ich will studieren könig schlomos sprüche

mein bruder hockt in schwiegermamas küche

liebe gott

und die heilige jungfrau

und bemühe dich

die menschen nicht zu hassen

Wuppertaler Studienbibel:

Gott entrückte Daniel nicht in eine Märchenwelt. Daniel war kein Genie, dass er den anderen
Weisen zehnmal überlegen war, sondern es war allein Gottes Gnade.

Schwanke:

Doch, Daniel war ein Genie, und zwar ein Genie von Gottes Gnaden. Und Gott entrückte ihn sehr
wohl in eine Märchenwelt.

*
Nicht revidierte Elberfelder 1905: Wenn ich, nach Menschen(weise zu reden), mit wilden Tieren
gekämpft habe zu Ephesus, was nützt es mir, wenn Tote nicht auferweckt werden? «Laßt uns essen
und trinken, denn morgen sterben wir!»

so lasst uns essen lasst uns trinken

ja essen trinken immer mehre

denn morgen sind wir tot und stinken

das ist der narren weisheits-lehre

ich schlurfe in pantoffeln

und liege ohne eh'ring

ich futtre bratkartoffeln

mitsamt gebratnem hering

deine frau in deinem haus

ist wie ein fruchtbarer weinstock

und deine kinder um deinen tisch

sind wie junge ölbäume

Gott meint es gut mit Mutter Erde

Und mit dem heilgen Rest der Herde

*
Nachrichten aus der Welt der Letzten Zeiten:

Papst Franziskus lässt eine indianische Göttin in den Vatikanischen Gärten anbeten.

Papst Franziskus erklärt gemeinsam mit dem Groß-Imam von Saudi Arabien, dass es Gottes Wille
sei, dass verschiedene Religionen auf der Erde existieren.

Papst Franziskus fordert ein Gesetz zur Legalisierung homosexueller Verbindungen.

Papst Franziskus ernennt neun neue Kardinäle, die Befürworter der Homosexualität sind.

Maria hat in einer von Papst Johannes Paul II anerkannten Marienerscheinung in Italien um 1990
vorausgesagt, dass Satan den Fels angreifen wird und dass die Kirche von Rom von Dunkelheit
erfüllt werden wird.

Eine Seherin, die 1917 Maria in Portugal gesehen hat, sagte in ihrem hohen Alter: der Letzte Kampf
zwischen Christus und dem Antichrist werde um die Familie geführt. Maria sagte: Ssatan plant, die
Familien zu vernichten, um so die Kirche zu vernichten. - damit begannen die Neomarxisten ihre
Revolution von 1968: Freie Liebe, Minirock, Sex mit Kindern. Dann kam der Feminismus mit
Abtreibung und Ablehnung der Ehe. Nun kommt die Gender-Ideologie und die Homosexuelle
Revolution. Und Satan ist (wie Papst Paul VI sagte) auch in die Kirche eingedrungen: Kleriker
missbrauchen Kinder, Kleriker haben homosexuelle Seilschaften, Papst Franziskus erlaubt die
Zulassung von Wiederverheirateten zu den Sakramenten.

Wenn schon die Frauen sind so schöne

Dass staunen alle Menschensöhne

Wie schön muss dann die Gottheit sein

Wie schön und makellos und rein

Zum Trost höre ich als Hörbuch Robert Louis Stevenson, die Schatzinsel.
*

demokratisches Wahlprogramm:

staatliche Förderung von Gender-Ideologie, Homosexualität, Befürwortung von kostenlosen


Verhütungsmitteln für alle und Sorge für eine gesunde Abtreibung

republikanisches wahlprogramm:

Ehe zwischen Mann und Frau, Kindererziehung Sache der Eltern, Propagierung sexueller
Keuschheit bis zur Ehe, Nein zu Abreibung und Euthanasie

VERSE AUS DEM BÜRO

o welche wonne novembersonne

die heilt beschwerden von mutter erden

die sorgen fleuchen zur zeit der seuchen

uns kleinen leuten noch bleiben freuden

so kleinigkeiten die uns begleiten

da gottes erben wie fliegen sterben

o herr mach ende und bring die wende

zu deinen frommen dein zweites kommen

das wir erwarten im erdengarten

die zeit ist trübe doch groß die liebe

zu gottes mutter wie seim und butter

für die wir kämpfen die feinde dämpfen

der wir uns weihen und die wir freien

*
DIE REIME

dichter:

der herr komm auf dem schimmel

vom allerhöchsten himmel

mit englischem getümmel

ins irdische gewimmel

muse:

nun gib mir deinen pimmel

papst franziskus schrieb einen brief an eine argentinische nonne, die menschen mit verändertem
geschlecht unterstützt, in ihrem haus dürfen pseudo-männer mit ihren männlichen partnern
zusammenleben, der papst lobte sie

der papst empfing eine ehepaar von einer in einen mann verwandelten frau und seiner ehefrau,
segnete sie und bezeichnete sie als ein glückliches paar

franziskus irrt immer weiter ab vom göttlichen katholischen glauben

die verrückte bat mich um einen notgroschen. ich gab ihn ihr. dann erfuhr ich, dass sie genauso viel
geld wie ich im monat bekommt (1000) und es ihr vom gesetzlichen betreuer montags und freitags
zugeteilt wird und dass sie auch einen notgroschen bekommen kann, allerdings belegen muss,
wofür sie es ausgibt. sie aber schickt die belege schriftlich an "jesus" und weigert sich, dem betreuer
zu gehorchen. ich sagte ihr: tu das eine und lass das andere nicht. aber rede mal mit einer
verrückten.

*
ich möchte schlafen schlafen

und nie mehr erwachen

doch wenn ich mit menschen spreche

stell ich erschrocken fest

dass alle anderen schlafen

und ich allein bin erwacht

ich hab mich nicht von den toren getrennt

um nun mit den tollen zu diskutieren

schrieb gern lob und preis

wurmt mich dreck und scheiß

Herr, wir beten für alle, die verachtet, verschmäht und allein gelassen sind.

zwar das licht scheint nicht wie gestern

doch es strahlen alle schwestern

die verzückten und die elfen

die uns mit maria helfen

*
Weine nicht um die Frau

Die gestorben ist

Denn sie ist immer bei dir

Weine um den Knaben

Der fortgezogen ist

Denn er wird nicht wiederkommen

Piep!

Hab fast den ganzen Tag süß geschlummert.

Höre nun den Vortrag eines hinduistischen Philosophen über die Visionen Hölderlins.

wenn du ins freie gehst

um in der bibliothek zu studieren

oder um schöpferisch tätig zu sein

oder einfach um allein zu sein

würde ich es begrüßen

aber was willst du ein poet

ein musenprophet von gottes gnaden

bei diesen nichtigen leuten

diesen ganz leeren nullitäten?

maria spricht:
die irrlehrer denken

ich stünde im weg

zum freien zugang zu jesus

sie entfernen mich aus der kirche

und aus ihren wohnungen

aber ihr jesus

ist ein selbstgemachter jesus

und nicht mehr der wahre

herr jesus christus

der sohn gottes

und der unbefleckten jungfrau

für die nazis war hölderlin ein nationalist, für heidegger war er ein existentialist, für die marxisten
war er ein revolutionär, für die esoteriker ist er ein prophet der götter, für die katholiken ist er des
papstes lieblingsdichter

nein, ich war nicht beim hauskreis, muss aber noch viel an die leute denken.

heute kommt evi.

hab die morgen-messe verschlafen.

meine mutter hat ein schmerzliches geschwür an der hand, wird heute untersucht, ob es krebs ist.

maranatha!
*

PROPHETIE

1 Dies ist die Offenbarung an Josef Maria von der Ewigen Weisheit: So spricht Gott, der Herr, über
Stefan: Wir haben eine Botschaft gehört vom Herrn, und ein Bote wurde damit an die Völker
entsandt: Auf, lasst uns aufbrechen zum Krieg gegen sie! 2 Siehe, ich habe dich klein gemacht unter
den Völkern; sehr verachtet bist du.

3 Der Hochmut deines Herzens hat dich verführt, weil du am Meeresufer wohnst, stolz thronst und
in deinem Herzen sprichst: Wer wird mich in den Staub hinunterstoßen? 4 Wenn du aber auch dein
Nest in den Wolken bautest wie die Möwe und es zwischen den Sternen anlegtest, so würde ich dich
doch von dort hinunterstürzen! spricht der Herr.

5 Wenn Diebe zu dir kämen, nächtliche Räuber – wie bist du untergegangen! –, würden sie nicht
nur so viel stehlen, bis sie genug haben? Wenn Bauern zu dir kämen, würden sie nicht eine
Nachlese übriglassen? 6 Wie ist aber Stefan durchsucht, wie sind seine verborgenen Schätze
ausfindig gemacht worden! 7 Alle deine Genossen haben dich an die Grenze zurückgeschickt;
getäuscht, überwältigt haben dich die Männer, mit denen du Frieden hieltest; die dein Brot aßen,
haben dir Schlingen gelegt: Es ist keine Einsicht in ihm!

8 Werde ich, spricht der Herr, an jenem Tag nicht die Schlauen aus Friesland vertilgen und die
Einsicht vom Strand der Nordsee? 9 Und deine Helden, Germania, sollen den Mut verlieren, damit
jedermann ausgerottet wird bei dem Gemetzel im hohen Norden.

10 Wegen der Grausamkeit gegen deinen Bruder Torsten soll dich Schande bedecken, und du sollst
auf ewig ausgerottet werden! 11 An jenem Tag, als du dabeistandest, an dem Tag, da die Feinde sein
Hab und Gut wegführten und Gottlose zu seinem Tor einzogen und das Los über Oldenburg warfen,
da warst du auch wie einer von ihnen!

12 Du sollst aber deine Lust nicht sehen am Tag deines Bruders, am Tag seines Unheils, und sollst
dich nicht freuen über die Kinder Mariens am Tag ihres Untergangs und nicht dein Maul aufreißen
am Tag der Trübsal. 13 Du sollst auch nicht zum Tor meines Sohnes einziehen am Tag seines
Unglücks und auch nicht dich weiden an seinem Unheil an seinem Schicksalstag, noch deine Hand
ausstrecken nach seinem Hab und Gut am Tag seines Unglücks. 14 Du sollst dich auch nicht beim
Scheideweg aufstellen, um seine flüchtigen Kinder niederzumachen, und sollst seine Söhne nicht
ausliefern am Tag der Trübsal!

15 Denn nahe ist der Tag des Herrn über alle Heiden; wie du gehandelt hast, so wird man dir
gegenüber handeln; dein Tun fällt auf deinen Kopf zurück! 16 Denn gleichwie du in meinem
heiligen Land getrunken hast, so sollen alle Heiden beständig trinken; sie sollen trinken und
schlürfen und sein, als wären sie nie gewesen.
17 Aber in der Kirche wird Errettung sein, und sie wird heilig sein; und die vom Haus Torstens
werden ihre Wohnungen wieder einnehmen. 18 Und das Haus Torstens wird ein Feuer sein und das
Haus Milans eine Flamme; aber das Haus Stefans wird zu Stoppeln werden; und jene werden sie
anzünden und verzehren, so daß dem Haus Stefans kein Sohn und keine Töchter übrigbleibt; denn
der Herr hat es gesagt!

19 Und die aus Frankreich werden das Land an der Nordsee in Besitz nehmen und die aus China
das Land der Friesen; auch werden sie das Ammerland und das Gebiet von Westerstede in Besitz
nehmen, und Miland Gebiet von Westerstede. 20 Und die weggeführten Kinder werden den
Befestigungswall für die Kinder Torstens in Besitz nehmen: nämlich was den Sachsen gehört bis
nach Sylt hin, und die weggeführten Kinder Mariens, die in Paris sind, die Dörfer der Provence. 21
Und es wird ein Befreier nach Oldenburg kommen, um das Land Stefans zu richten. Und die
Königsherrschaft wird dem Herrn gehören!

tom war ungefähr zehn, da ging ich mit ihm und evi mit den hunden spazieren. tom sagte: bleib mal
stehen, ich will dir ein geheimnis sagen, aber du darfst es nicht evi erzählen. - okay. - milan und
simon gehen manchmal heimlich an den computer, wenn die pflegeeltern es nicht merken. - evi:
was hat er dir ins ohr geflüstert? ich: das darf ich dir nicht sagen. - wie? du darfst es wissen und ich
nicht? und evi war den rest des spaziergangs beleidigt.

ich esse gut ich trinke gut

am liebsten mit schönen sünderinnen

die frommen treiben mich nur zu wut

wenn sie von ihrem herrgott spinnen

woher kommt der hass? fragt nathan

schlomo spricht: der kommt vom satan

nennt verrückte man die seher

sind sie weise geister eher


doch es haben ihren sparren

die normalen diese narren

das schrieb malik mir zum segen

unter dem novemberregen

dir ists gegeben zu wissen

die geheimnisse

des reiches gotttes

den andern aber in gleichnissen

arm und kleiderlos war das mädchen als ich sie umworben

damals war sie nackt / wie sie mir heut noch gefällt

ich hätte nicht übel lust

abzuscheiden

und beim herrn zu sein

aber um euretwillen

ist es besser

dass ich bleibe

ohne worte zu beten


wie geht das?

schwinge dich auf den flügeln von bach

zu gottes thron empor

der papst:

jesus ist keine figur aus einem märchen. der himmel ist kein märchen und kein verwunschener
garten, sondern eine umarmung jesu.

der dichter:

was hast du gegen märchen? sie enthalten mehr weisheit als die zeitungen.

1.

richtig ist es, dass die us-evangelikalen papst franziskus verurteilen wegen seiner aussage,
homosexuelle partnerschaften sollten legalisiert werden. das ist nicht biblisch und widerstößt auch
dem offiziellen lehramt der kirche

2.

schade für die evangelikalen finde ich, dass sie denken, seit abschluss des kanon wehe der geist
nicht mehr und gäbe es keine propheten mehr. zu deutsch, dass man ohne weitere untersuchungen
prophetische botschaften von jesus und maria ablehnt und sich weigert, darauf zu hören, was der
geist den gemeinden heute sagt.

sankt josef ist mein finanzminister. zum geburtstag und zu weihnachten krieg ich von meiner mutter
immer 100 euro. die hab ich schon im voraus vom sparbuch ausgegeben für evis laptop. ich wollte
dann mein sparbuch - die kleine rücklage - mit den 200 euro von mama wieder auffüllen. nun betete
ich zu sankt josef, er möge mir helfen, meine finanzen wieder zu ordnen. heute rief meine mutter an
und sagte, sie habe mir nur so und außer der reihe 1000 euro überwiesen, das solle ich aufs
sparbuch tun. danke, sankt josef

neulich sagte ich zu evi, dass zwar die enthauptung eines französischen lehrers nicht zu tolerieren
sei, aber andererseits ich auch nichts halte von den atheistischen satire-karikaturen, das mache man
nicht, personen obszön zu beleidigen, die anderen religionen heilig sind. so hat ja auch ein künstler
in den usa ein kruzifix in einem glas mit seinem eigenen urin dargestellt und ein deutsches
satiremagazin stellte papst benedikt da mit einem vollgepissten weißen kleid.

heute sagte ein französischer bischof das gleiche.

ps: allerseelen - maria bittet uns, dass wir JEDEN TAG für unsere toten beten. das tu ich schon seit
zehn jahren.

ich hab mit evi nur telefoniert. abgesehen vom laptop hab ich ihr einen roman geschenkt, in dem evi
die weibliche hauptrolle spielt.

danke dir für mein großes geburtstagsgeschenk! wo wäre ich als dichter ohne dich!

Horaz Buch 2 Satire 8

Nasidienus' Dinnerparty

Wie war das Abendessen mit Nasidienus, dem Seligen?

Ich habe gestern versucht, dich als meinen Gast zu bekommen-

Du hast dort seit dem Mittagessen getrunken. „Ja, und hatte

Die beste Zeit meines Lebens.“ Sag mir, wenn es keine Mühe macht,

Welches Gericht sollte zuerst deinen rasenden Appetit stillen?

„Das erste war das lukanische Wildschwein: gefangen, wie der Wirt
Des Festes immer wieder gesprochen, als ein sanfter Südwind wehte.

Um ihn gewürzte Rüben, Salat, Radieschen, Dinge, die necken

Einen abgestorbenen Gaumen mit Wasser-Pastinaken, eingelegter Fisch,

Die Hefe von koischem Wein. Als sie weggeräumt wurden.

Ein gegürteter Junge wischte das Ahornbrett mit einem hellen Tuch ab,

Während ein Zweiter wegfegte, was auch immer übrig geblieben war

Oder was auch immer die Gäste beleidigen könnte: dann kam

Der dunkle Hydaspes mit dem Caecuber Wein, genau wie

Eine attische Jungfrau, die die heiligen Embleme von Ceres trägt,

Und Alcon mit einem Chier, der keine zusätzliche Salzlösung braucht.

Dann sagte unser Gastgeber: Maecenas, wenn Albaner mehr

Dich freut oder Falerner, nun, wir haben beide.

Das Elend der Reichtümer!“ Aber Fundanius.

Ich bin gespannt, wer das Essen mit dir genossen hat.

„Ich war dort am Kopf und neben mir Viscus

Von Thurii und neben ihm Varius, wenn ich

Erinnere mich richtig: dann Servilius Balatro

Und Vibidius, Maecenas‘ Schatten, den er mitbrachte

Mit sich. Neben unserem Gastgeber war Nomentanus, unten

Porcius, dieser Spaßvogel, schluckte ganze Kuchen auf einmal:

Nomentanus tat mit dem Finger darauf deuten,

Auf alles, was unserer Aufmerksamkeit entging: seit der Rest

Von der Mannschaft, das sind wir, ich meine, aß Austern,

Fisch und Geflügel, die weit unterschiedliche Aromen als gewöhnlich verstecken:

Bald zum Beispiel, als er mich anbot

Filets von Scholle und Steinbutt in einer für mich neuen Art gekocht.
Dann brachte er mir bei, dass süße Äpfel rot wären, wenn sie gepflückt würden

Im Licht eines abnehmenden Mondes. Welcher Unterschied macht das?

Du solltest besser ihn fragen. Dann sagte Vibidius

Zu Balatro: Wir werden ungetötet sterben, wenn wir ihn nicht trinken

Wie Verrückte, und forderte größere Gläser. Dann das Gesicht des Gastgebers

Ward weiß, er befürchtete nichts so sehr wie harte Trinker,

Die sich gegenseitig zu sehr verspotten, während feurige Weine

Stumpfen ab die Empfindlichkeit des Gaumens. Vibidius

Und Balatro kippten ganze Krüge voller Wein

In Kelche von Allifae, dem folgte der Rest,

Nur die Gäste auf der untersten Couch sparten das Getränk.

Ein Neunauge ist angekommen, ausgestreckt auf einem Teller mit Garnelen

Um ihn herum schwimmend. Der Gastgeber sagte: Diese wurde gefangen

Vor dem Laichen, nachdem sie gelaicht, ist das Fleisch minderwertig.

Der Verein ist so gemischt: Venafra-Öl, von Anfang an

Gepresst: Fischsauce mit dem Saft der spanischen Makrele:

Fünf Jahre alter Wein, von italienischen Hängen, nicht von griechischen,

Hinzugefügt beim Kochen (Chier ist am besten dafür nach

Dem Kochen, nichts ist besser): weißer Pfeffer, und ohne Zweifel

Essig aus fermentierten Methymnischen Trauben.

Ich war der Erste, der diese grüne Sache verkündete, und bitter

Auch dort wird Elecampne gekocht: Curtillus

Fügte ungewaschene Seeigel hinzu, deren Saft besser ist als Salzlake.

Während er sprach, brach die Wand über ihm zusammen

Schwer auf die Schüssel und mehr schwarzen Staub nach unten ziehend.
Als weht der Nordwind aus Kampaniens Feldern.

Wir fürchteten Schlimmeres, aber es gab keine folgende

Gefahr. Rufus weinte, den Kopf gesenkt, als ob sein Sohn

Hatte ein vorzeitiges Schicksal getroffen. Was wäre das Ergebnis,

Wäre Nomentanus der Weise nicht gesammelt gewesen?

Sein Freund: O Fortuna, welche Gottheit behandelt uns mehr

Grausam als du? Wie du dich immer an Spott erfreust

In menschlichen Angelegenheiten! - Varius kaum mit einer Serviette

Erstickte sein Lachen. Balatro, der immer spottet,

Sagte: Es ist dies die Sterblichkeit und die Erträge

Des Ruhms werden deinen Bemühungen niemals gleichkommen.

Zu denken, dass, um mich in der Pracht zu unterhalten, du

Solltest von jeder Angst gequält und gepeinigt werden,

Damit das Brot nicht anbrennt, das Dressing nicht falsch gewürzt.

Jeder Sklave sei korrekt gekleidet und zum Servieren präpariert!

Und all die anderen Risiken, die Wandbehänge fallen,

Wie es geschah: oder dein Diener rutschte aus und zerbrach eine Schüssel.

Aber wie bei einem General, so ein Gastgeber: Widrigkeiten

Enthüllen oft sein Genie, der Erfolg verbirgt es.

Nasidienus antwortete: Die Götter gewähren dir jeden Segen,

Du betest für! Du bist ein guter Kerl und ein zuvorkommender Gast!

Er rief nach seinen Pantoffeln. Dann von jeder Couch hast du gehört

Das Gemurmel des Flüsterns, das diese aufmerksamen Ohren füllt.“

Es gibt keine Anziehung, die ich lieber gesehen hätte, aber sag es,

Worüber hast du als nächstes gelacht? „Während Vibidius

Fragte die Diener, ob der Krug


Wäre auch kaputt, da die Kelche nicht wie gewünscht angekommen waren,

Während wir über große Geschichten lachten, Balatro

Sprach die Aufforderung, zurück kommt Nasiedenus mit glatter

Braue, bereit, das Missgeschick mit Kunst zu heilen. Dann Jungrn

Folgen, einem großen Teller mit Kranichen tragend,

Gewürzt mit viel Salz, bestreut mit Essen,

Plus die Leber einer weißen Gans, die auf reichen Feigen gemästet wird,

Und die Hasenschulter allein galt als schmackhafter.

Als ob gegessen mit der Lende. Wir haben Amseln gesehen,

Dann verkohlte die Brust, und Taube ohne den Hinterteil,

Entzückende Dinge, wenn der Gastgeber nicht mit seiner Quelle voll wäre

Und Natur: Aus Rache sind wir vor ihm geflohen,

Um sie nicht zu schmecken, denn Canidia, die Hexe, hatte sie angehaucht

Mit einem Atemzug tödlicher als afrikanische Schlangen.

nach einem leeren tag schlug ich abends die bibel auf und las einen vers von der weisheit. betete zu
sophia. schlug marienbotschaften auf, da stand vom diener der ewigen weisheit geschrieben. betete
zu sophia. bekam eine email von donald trump, ein video von seiner amtseinführung, ein kardinal
rief sie, die weisheit, auf ihn herab mit den worten des gebetes salomos aus dem buch der weisheit.
deutlicher kann sophia kaum zu mir reden, nicht wahr?

Als RAF und palästinenser eine boing mit 90 passagieren entführt hatte, bot papst paul VI sich als
geisel zum austausch an

REQIUEM
ich trage feierlich zu grabe

die schöne poesie

die jugendliche begeisterung

und die leidenschaftliche liebe

ruhet in frieden

GANZ DER DEINE

alles mit maria

alles durch maria

alles in maria

alles für maria

zur größeren ehre

gottes

BEISPIELE DER HEILIGEN VÄTER

Du siehst wunderbare Beispiele in allen Heiligen

Es ist reine Religion

Es ist die gesamte Perfektion

Die du in diesen großen Spiegeln betrachtest

Siehe die Wege die sie beschritten haben

Siehe die Praxis der Tugenden

In ihnen so brillant wie von dir schlecht befolgt

Was tust du um wie sie zu sein


Und wenn du dein Leben mit ihrer Arbeit vergleichst

Kannst du nicht rot werden kannst du nicht zittern

Hunger Durst Kälte Gebete Mahnwachen

Müdigkeit Nacktheit

Im Schoß der Sparmaßnahmen

Haben all ihre Wunder hervorgebracht

Heilige Meditationen

Lange Verfolgungen,

Fasten und Almosen waren ihre Freuden die nur

Von Gott gestärkt wurden

Als sie vor der Herrlichkeit flohen und Qualen suchten

Verherrlichte Gott sie schließlich

Schau dir die Märtyrer Jungfrauen Apostel an

Und alle deren Leidenschaft

Für die heiligen Schritte des Erretters

Uns Platz gemacht haben

Wie viele Kreuze haben sie getragen

Und wie oft sind sie gestorben

Inmitten eines Lebens fruchtbaren Leidens

Bis zu ihrer Festigkeit

Durch den Hass auf ihre Seelen in dieser Welt

Sie für alle Ewigkeit in ihr sein könnem

Öffnet euch schreckliche Wüsten

Eure Wildnis zieht sich zurück


Und die Väter die ihr verstecktet

In euren Höhlen verschanztet

Lasst uns die Bilder sehen

Zeigt uns die Versuchungen

Zeigt uns die Ärgernisse

Dass sie zu allen Zeiten am Teufel gelitten haben

Zeigt durch welche inbrünstigen Seufzer

Die Gebete die sie Gott immer und immer wieder

Dargebracht haben haben die Wünsche

Ihrer Geliebten in den Himmel getragen

Wie weit ist ihre heilige Abstinenz gegangen

Wie weit sind sie nicht gewachsen

Im Eifer für den Fortschritt

Der Früchte so vieler Buße

Dass sie hart gekämpft haben

Um das Abtöten zu vollenden

Dieser unwürdigen von Lastern eroberten Macht

Die sie selbst gewesen sind

Was reine Absicht in all ihren Übungen war

Um den lebendigen Gott

Zum Herrn ihrer Herzen zu machen

Den ganzen Tag in der Arbeit und nachts im Gebet

Mischten sich beide oft

Und ihr Herz wünschte tausend Wünsche

Im alltäglichen Schweiß
Jede Handlung jede Zeit jeder Ort

War geeignet an Gott zu denken

Jede Stunde war zu kurz für diese heilige Idee

Und der süße Charme der Bewegung

Von der ihre Seelen an diesen Orten besessen waren

Ließ alle Sorgen außer Kraft

Die sie dem Körper schuldeten

Als einen völligen Schrecken menschlicher Eitelkeiten

Lehnten sie sowohl Güter als auch Rang ab

Und Freundschaft und Blutsverwandtschaft

Hatten keine Ketten für sie

Feinde der Welt und ihre eigenen

Sie brachen alle ihre Bindungen

Aus Angst in das katastrophales Reich zurückzufallen

Und ihre würdige Strenge

In den Bedürfnissen des Körpers traf aufs Martyrium

Als sie die Seele auf ihre Notdurft senkten

Arm und ohne die Hilfe der Erde

Aber reich an Gnade und Tugend

Haben sie unter ihren Füßen

Alles zerstört was Krieg gegen sie geführt hat

Diese unerschöpflichen Schätze

Der Notdurft ohne

Das liebenswürdige Elend in sich zu reparieren

Und Gott allein um sie zu trösten


Schüttete mit vollen Händen

Auf Seelen die so lieb waren

Jene übernatürlichen Güter aus

Die man nicht stehlen konnte

Distanz Hass und die Ablehnung der Welt

Brachten sie dem Allmächtigen nahe

Dessen dankbare Liebe ihre tiefe Tugend krönte

Andre hatten nichts als Verachtung für sie

Aber sie waren in den Augen dieses großen Königs

Der Diademe macht von einem anderen Preis

Und diese glückliche Erniedrigung

In demselben Ausmaß einer heiligen Verachtung für sich selbst

Erhob einen Thron am Firmament für ihre Herrlichkeit

Nach den Gesetzen eines einfachen Gehorsams

Ihre wahre Demut vereinte

Die Kräfte der Geduld mit der Nächstenliebe

Diese vollkommene und göttliche Liebe

Hat sie von Tag zu Tag

Zu jenem Fortschritt des Geistes erhoben

In dem die Tugend erregt ist

Und dieser kontinuierliche Fortschritt

Der dazu führte dass die Gnade zunahm

Und der Verdienst zunahm

Überwältigte sie schließlich mit geistigen Gütern

Diese religiösen Beispiele sind zu befolgen


Dies sind die Anweisungen

Die all ihre Handlungen denen überlassen

Die lernen wollen gut zu leben

Die heilige Begeisterung die sie gezeigt haben

Zeigt was deine Pflicht ist

Bestimmte Heilmittel für deine Krankheiten zu suchen

Und du musst ihnen mehr Bedeutung beimessen

Als du siehst unvollkommen und lauwarm

Das sollte nicht als Ausrede benutzt werden loszulassen

O dass zuerst der Kreuzgang Lichter gebar

Dass wir voller Ornamente gesehen haben

Zu den illustren Anfängen

Regelmäßige Beobachtungen

Was für eine reine Hingabe

Was für eine heilige Nachahmung

Welche volle Kraft hielt die Disziplin aufrecht

Was für ein innerer Respekt

Welche Übereinstimmung von Moral und Lehre

Was für eine Vereinigung

Der Geister unter einem Vorgesetzten

Sogar jetzt zeigen diese verlassenen Spuren

Wie perfekt diejenigen waren

Die durch so große Wirkungen

Die Welt und ihre Gedanken gezähmt haben

Aber unser Jahrhundert ist sehr weit von ihnen entfernt


Wer ohne Verbrechen lebt ist tugendhaft

Wer seine Regel nicht bricht ist eine große Persönlichkeit

Und glaubt dass er sich gut freigesprochen hat

Wenn er geduldig Sklaverei erträgt

Wo sein Kleid und seine Gelübde ihn verhaften

Kaum bildet unser Herz einen guten Neid

Ziehen wir ihn sofort aus

Und die Trägheit mit der wir arbeiten

Wir sind sogar müde des Lebens

Es ist wenig die Inbrunst

Des heiligsten Verlangens schlafen zu lassen

Durch unsere Feigheit lassen wir es auslöschen

Wir die wir zu jeder Zeit

So viele fromme Beispiele sehen

Wo wir sie erreichen können

Und die uns am Tag des Gerichts überzeugen werden

Na, wenn ich den Freimaurer Goethe lesen darf, dann darfst du auch den Erzhäresiarchen Luder
lesen, nicht wahr? Den Index verbotener Bücher gibt es ja nicht mehr.

vorgestern nacht schrieb ich ein lateinisches gebets-gedicht an den nationaldirektor der päpstlichen
missionswerke in wien, sie haben ihre kapelle direkt in der innenstadt und übertragen jeden tag eine
messe im livestream bei youtube. am nächsten morgen bekam ich von dem priester ein
dankschreiben. er hatte die terroranschläge hautnah miterlebt. um 9 uhr schlug mir youtube einen
livestream aus der missio-kapelle wien vor, es war stille eucharistische anbetung, also schweigen
vor der hostie, dem lebendigen leib christi. ich betete bis etwa 11, ward dann hungrig und müde, aß
eine erbsensuppe und schlief bis halb drei. dann zeigte mir youtube an, dass der livestream noch
steht, ich betete noch eine stunde an. schrieb dann zwei gedichte über jesus. den rest des tages sah
ich filme. ein film zeigte einen 50jährigen, der geschieden war und keinen kontakt zu seinem
17jährigen sohn hatte, aber da er in ein paar wochen sterben würde, bemühte er sich um seinen
sohn, ein ringen um die wahre vater-sohn-liebe, sehr dramatisch. ich musste weinen - wegen milan -
obwohl ich eigentlich nicht mehr weinen kann.

es gab seit der antike evangelienharmonien, augustinus spricht darüber, eine lateinische
evangelienharmonie wurde ins althochdeutsche übersetzt, der fränkische dichter otfried schrieb eine
evangelienharmonie, also johannes und die synoptiker in einander gelegt zu eine chronologie des
lebens jesu. nach langem suchen fand ich im netz eine englische ev-harmonie, die ich nun ins
deutsche übersetzen will. viel, viel arbeit.

als in den usa ein schwarzer krimineller ungerecht zu tode kam, demonstrierte der ganze globus
gegen rassismus. aber wenn christinnen von moslems enthauptet werden, interessiert das den
weltkommunismus nicht weiter.

"es ist jetzt nicht mehr die zeit für ein kleines gemütliches privatleben - die lage ist ernst - wir
brauchen brennende christen!"

"Nur reine Herzen reden offen übers Geld. Die Meisten jagen ihm nach und verschweigen es wie
eine Sünde."

George MacDonald

"Die Summe der Natur ist - Weiblichkeit."

G. MacDonald

*
mamas freund ist mit ihr zur op gefahren und ist da geblieben. spritze ins geschwür tat weh, op
gelungen. anschließend tat ihr die hand immer noch weh. rechte hand ganz verbunden. sie aß
mittag, nahm eine schmerztablette, machte einen mittagsschlaf. dann war der schmerz weg. das
geschwür wird nun untersucht, ob es gut oder böse war. sie hat im haushalt alles schon vorbereitet
dafür, dass sie nun zehn tage ihre rechte hand nicht benutzen kann. danke für dein gebet.

platon ist mein guter freund

aber frau weisheit ist eine bessere freundin

lass die pfaffen nur reden

glaub keinem bösen wort über platon

was mich aber von herzen betrübt

die franzosen lieben jeanne d'arc nicht mehr

du weinst

und ich tröste

so einfach ist das

mein geliebter

wie herrlich ist homeros

doch herrlicher die bibel


*

3 Uhr bis 9 traumloser schlaf

9 - 10 messe

10 - 12 ärger über die predigt, trauriges gebet

12 - 14.30 schlaf. im traum verließ karine mich

14.30 bis 15 trauer über den traum. film

15 bis 17.30 schlaf

17. 30 erbsensuppe und film

ob ich noch was für den herrn tun kann?

neulich wollte ich einen text von meiner schwanke-webside runterladen, da kam ich nicht dran,
denn es erschien eine anzeige, ich sei der milliardste besucher von google und könne einen amazon-
gutschein von 1000 euro gewinnen. ausnahmsweise beantwortete ich alle fragen. am nächsten
morgen rief mich eine frau an, ob ich als ersten preis einen jaguar oder 150 000 euro gewinnen
wolle. ich müsse nur ein jahr lang eine bild-fernsehzeitung bestellen und bezahlen, dann gewänne
ich eventuell einen preis. ich sagte, nein danke, dann bin ich raus. nun bekomm ich werbeanrufe
und werbemails. sehr ärgerlich. ich lieg nun hier, ausnahmsweise wach, und phantasiere, wie schön
es gewesen wäre, tom einen jaguar zu schenken…

ein kommunistischer und ein katholischer philosoph diskutierten öffentlich miteinander, sie waren
in allem unterschiedlicher meinung. ganz zum schluss waren die beiden alten herren doch ganz
froh, dass sie noch eine sache gefunden hatten, wo sie sich einig wären. nämlich dass man im hören
von beethovens neunter symphonie ein stück ewigkeit auf erden erfahren kann.

im traum war ich in einer versammlung, da sprachen wir über die dreifaltigkeit. ein junger
charismatischer prediger sagte, er spiele jetzt den heiligen geist - es war lothar krauss von den
oldenburger pfingstlern oder johannes härtl oder kardinal woelki. goethe sah mich an und lächelte:
dann gibt es da ja noch vater und sohn... ich sagte begeistert: du bist der vater und ich der sohn!
dann erhob ich meine stimme und lehrte: dass zu der göttlichen dreifaltigkeit noch die unbefleckte
empfängnis hinzukäme, aber es sei keine vierfaltigkeit, sondern die drei personen seien göttlicher
natur, die unbefleckte empfängnis aber reine menschliche natur. daraus könne man aber nicht
ableiten, dass die männer und die frauen unterschiedlicher oder verschieden-wertiger natur seien,
sondern sie seien gleichwertig als kreaturen. Alle applaudierten und ich bekam ein lob von johannes
paul II und kardinal woellki. ich sagte noch: wie aber das verhältnis sei zwischen der unbefleckten
empfängnis und den andern menschlichen kreaturen, sei noch genauer zu klären. schließlich gab es
in florenz neuplatonische philosophen, die von der präexistenz mariens gesprochen.

"Ihr Gott ist der Bauch."

Wort des lebendigen Gottes

schokolade und brötchen

erfreuen das herz des menschen

aber die liebe gottes

ist tausendmal süßer als dies

du mit deinem feinschmeckerhimmel

es ist nicht auszutreiben

es ist zum verzweifeln!!!

das essen ist der eros

des katholischen klerus

zum siebenten november


da verfluchte

hiob den tag

seiner geburt

Womit werde ich dann die Menschen dieser Generation vergleichen? Wie sind sie? Sie sind wie
Kinder, die auf dem Marktplatz sitzen und sich gegenseitig anrufen und sagen: Wir haben für euch
Flöte gespielt, und ihr habt nicht getanzt. Wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht
geweint. Denn Johannes der Täufer kam weder zum Essen noch zum Trinken von Wein, und ihr
sagt: Er hat einen Dämon. Der Menschensohn ist gekommen, um zu essen und zu trinken, und ihr
sagt: Siehe, ein Fleischfresser und ein Säufer, ein Freund von Steuereintreibern und Sünderinnen!
Aber Sophia wird von allen ihren Kindern gerechtfertigt.

CHORAL VOM HIMMEL

ERSTER CHOR:

O Gott, der Himmel ist ein schönes Märchen

Mit jungen Mädchen, nackt bis auf die Wade,

Für Gottes Kinder gibt es Gummibärchen,

Wein ohne Alkohol und Schokolade,

Wir spielen froh in dem verwunschnen Garten

Und haben auf den Brötchen reichlich Butter,

Wir spielen dort mit Knaben Glücksspiel-Karten

Und diskutieren mit dem Doktor Luther.

ZWEITER CHOR

O Gott, wir freuen uns an dir alleine,

Uns deine Liebe ist allein genügend.


Wie Funken wir in deinem Sonnenscheine,

Uns in die Trinität der Liebe fügend.

Wie Sohn und Vater lieben sich im Geiste,

Sind wir geliebt total und lieben brennend.

Wer Sankt Maria stets auf Erden preiste,

Kommt in das Paradies, sich Josef nennend!

am tage der geburt mir bittre tränen regnen

doch freunde grüßen mich, mit jesus mich zu segnen

bruder,

hab heute abend eine chinesische ente gegessen.

trump scheint abgewählt. ein schwarzer tag für alle ungeborenen babys. ich bin betrübt.

gratuliert und gesegnet haben mich heute

malek

sabine

meine französische dame

die zweitfrau von karines vater

johann, der freund meiner mutter

meine mutter
(und karine und maria)

Liturgie der abendmesse an meinem 55. geburtstag

Lesung

aus dem Buch der Weisheit.

Strahlend und unvergänglich ist die Weisheit;

wer sie liebt, erblickt sie schnell,

und wer sie sucht, findet sie.

Denen, die nach ihr verlangen,

kommt sie zuvor und gibt sich zu erkennen.

Wer sie am frühen Morgen sucht,

braucht keine Mühe,

er findet sie vor seiner Türe sitzen.

Über sie nachzusinnen, ist vollkommene Klugheit;

wer ihretwegen wacht,

wird schnell von Sorge frei.

Sie geht selbst umher,

um die zu suchen, die ihrer würdig sind;

freundlich erscheint sie ihnen auf allen Wegen

und kommt ihnen entgegen bei jedem Gedanken.

Lesung

aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Thessalónich.

Schwestern und Brüder,


wir wollen euch über die Entschlafenen nicht in Unkenntnis lassen,

damit ihr nicht trauert wie die anderen,

die keine Hoffnung haben.

Denn wenn wir glauben,

dass Jesus gestorben und auferstanden ist,

so wird Gott die Entschlafenen

durch Jesus in die Gemeinschaft mit ihm führen.

Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn:

Wir, die Lebenden,

die noch übrig sind bei der Ankunft des Herrn,

werden den Entschlafenen nichts voraushaben.

Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen,

wenn der Befehl ergeht,

der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt.

Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen;

dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind,

zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt

zur Begegnung mit dem Herrn.

Dann werden wir immer beim Herrn sein.

Tröstet also einander mit diesen Worten!

Damit bin ich von Sophia und Karine gesegnet

meine chinesische kellnerin hat mir an der tür das essen in die hände gedrückt, ich musste natürlich
zuhause essen.

gerade haben noch heinz vom hauskreis und evi angerufen - ein wunder bei ihrer demenz...
*

DIE HEILIGE FAMILIE

die irre urgroßmutter stirbt

schon schwach wie die zikaden zirpt

großmutter aber kocht sehr gut

und füttert süße enkelbrut

der mutter augen wie beim reh

die manchmal trägt ein stilles weh

die tochter mit den brüdern spielt

sich malik niemals einsam fühlt

warum soll mein beruf weniger ehrbar sein als die anderen?

worüber lachen diese heiden?

bin ich etwa ein hanswurst?

ich wollte sie einladen und ihnen ein großes festmahl geben - doch daraus wird nichts!

und einladen werde ich diejenigen, für die ich arbeite:

DIE RECHTGLÄUBIGEN TOTEN

der heilige martin

als einsiedler lebte


und liebte die stille

und das gebet

und das alleinsein

mit gott dem herrn

nein, ich glaube ganz und gar nicht, dass wir jetzt ein weltgeschichtliches ostern erleben, im
gegenteil, wir erleben einen weltgeschichtlichen karfreitag. aber ostern wird danach kommen.

wie milde die november-sonne

und goldnes laub im kloster-garten

wie ist mir da nach frühlings-wonne

als stünde ich im oster-garten

der herr lädt zum himmlischen hochzeitsfest

die einen freuen sich auf den gänsebraten

die andern freuen sich auf die tanz-party im himmel

die dritten ersehnen die mystische vereinigung mit gott

mein kind

du hast dich am tag des herrn

von herzen gefreut

über den blauen himmel


die milde sonne

das goldene laub

bist du denn blind?

siehst du nicht mich

meinen himmelblauen mantel

meine goldene krone

die von der sonne bekleidete frau

jesus der herr

hat mich vom kreuz

dir zur mutter gegeben

willst du mich nicht sehen?

willst du mich nicht ehren?

aber ich liebe dich dennoch

als deine himmlische mutter

dich und deine lieben

AMERIKA

selbst die dämonen in der hölle

sind erstaunt

über die bosheit der neuen könige

sie rebellieren gegen

den gott des lebens


die dämonen müssen sich nicht mühen

die neuen herren zu versuchen

denn sie tun das böse von selbst

der himmel ist heute traurig

7. 11. 2020

ÜBER DAS ERLERNEN DER WEISHEIT

Die Weisheit des Gelehrten braucht Zeit und Muße, und nur wer nicht geschäftig ist, wird Weisheit
gewinnen. Wie kann einer Weisheit erlernen, der den Pflug führt und sich seines Steckens rühmt,
der die Ochsen antreibt und nur solche Arbeiten tut und weiß nichts anderes, als mit Ochsen zu
reden? Er muss daran denken, wie er den Acker bestellen soll, und muss früh und spät den Kühen
Futter geben.

(…)

Diese alle vertrauen auf ihre Hände, und jeder versteht sich auf sein Handwerk. Ohne sie wird keine
Stadt erbaut, und sie gelten weder als Fremde noch müssen sie umherziehen – doch in den Rat des
Volks werden sie nicht gebeten, und in der Gemeinde treten sie nicht hervor; auf dem Stuhl des
Richters sitzen sie nicht, auf Gesetz und Recht verstehen sie sich nicht; Bildung und rechtes Urteil
zeigen sie nicht, und Weisheitssprüche kennen sie nicht; sie stützen den Bestand der Welt, und ihrer
Hände Arbeit ist ihr Gebet.

Wer aber mit ganzer Seele über das Gesetz des Höchsten nachsinnt, der erforscht die Weisheit aller
Alten und studiert die Schriften der Propheten. Er kennt die Geschichten berühmter Leute und sinnt
über die Bedeutung der Sprüche nach. Er erforscht den verborgenen Sinn der Gleichnisse und
vertieft sich in die Rätsel der Sprüche. Er dient den Fürsten und erscheint vor den Herren. Er
durchzieht das Land fremder Völker; so hat er bei den Menschen Gutes und Böses erfahren. Er
richtet sein Herz darauf, in der Frühe den Herrn zu suchen, der ihn geschaffen hat, und betet vor
dem Höchsten. Er tut seinen Mund auf im Gebet und betet für seine Sünden. Und wenn der Herr,
der Große, es will, wird er mit dem Geist der Erkenntnis erfüllt. Er selbst lässt Worte seiner
Weisheit sprudeln und dankt dem Herrn im Gebet. Er lenkt sein Wollen und Wissen in rechte
Bahnen und denkt über die Geheimnisse des Herrn nach. Er legt seine Bildung und Lehre dar und
rühmt sich des Gesetzes des Bundes des Herrn. Viele werden seine Einsicht loben, und bis in
Ewigkeit wird sie nicht ausgelöscht. Sein Andenken wird niemals vergehen, und sein Name wird
von Geschlecht zu Geschlecht bestehen. Von seiner Weisheit werden die Völker erzählen, und die
Gemeinde wird sein Lob verkünden. Solange er lebt, hat er einen größeren Namen als tausend
andere; und auch nach seinem Tode bleibt er ihm.
*

hab von dir geträumt. wir beide waren bei einer büroangestellten, du wolltest etwas erfahren über
leipziger politiker, ihre rechtsextreme gesinnung. die frau gab dir die informationen. sie hielt die
hand auf. du gabst ihr 25 euro, sie streckte mir die hand entgegen, ich gab ihr 5 euro. sie bedankte
sich für 60 DM und kam sich vor wie eine hure, ich sagte: tschüss, roswitha! nun verließen wir das
gebäude, es war ein supermarkt, alle türen schlossen automatisch. wir kommen hier nicht raus,
sagtest du. ich sagte, ich kenne einen weg in die freiheit, über den evangelischen kirchhof, beim
grab von albert schweitzer ist ein loch im zaun. auf dem friedhof stand ein schwarzer pudel. ich
streichelte ihm den rücken und sagte: na, passt du auch gut auf das grab von leonardo davinci auf?
wir kamen auf eine straße, der pudel folgte uns. du sagtest, gut dass das nicht mein pudel ist, du
würdest ihn sicher verwöhnen. nun war der pudel aber eine robbe. du warfst ihm zwei fische zu, es
waren zwei delphine. er schnappte sich einen und rannte davon. du machtest dir vorwürfe, dass nun
ein delphin nutzlos gestorben war. ich sagte: mach dir nicht so viele skrupel. du sagtest, das sei der
unterschied zwischen barmherzigkeit und erbarmen. uns überholte zu fuß ein junges mädchen, etwa
18, schlank, hochgewachsen, die blonden haare auf dem kopf zusammengebunden. ich sagte, da
gibt es kein unterschied zwischen barmherzigkeit und erbarmen, genauso wie bei diesem mädchen
kein unterschied ist zwischen liebenswürdigkeit und anmut. sie hörte das und fühlte sich
geschmeichelt.

evi sagte heute, ihrer meinung nach müsse man nicht heiraten, wenn man sich liebt. ich schwieg.
jesus erlaubt nur sex in der ehe zwischen einem mann und einer frau, und auch keine ehescheidung.
aber hält sich irgend jemand daran? die freikirchlichen jugendlichen haben vorehelichen sex, trotz
predigten, die lutheraner erlauben alles, vorehelichen sex, scheidung, wiederverheiratung und
homo-ehe, die katholischen jugendlichen interessiert die lehre ihrer kirche nicht, die deutschen
bischöfe wollen eine neue sexualmoral, in der alles außer ehebruch erlaubt ist, sogar der papst
franziskus akzeptiert wiederverheiratung und homosexuelle partnerschaften. jesus wird wirklich
von der ganzen christenheit verraten.

mein lieber sohn

ich habe dir ruhe gegeben

und ich habe dir gegeben

deinen älteren bruder

er wird ein märtyrer sein


mit täglichen seelenschnmerzen

aber in meinem reinen herzen

wird er viel viel liebe finden

Nun zu Vers 2: 4 "Frau, in was für eine Sache willst du mich da hineinziehen?", entgegnete Jesus.

Ich habe diesen Vers intensiv studiert. Ich muss euch enttäuschen: Das, was hier der Übersetzer
schreibt, hat er sich selbst ausgedacht. Wie übersetzt Luther? „Weib, was hab ich mit dir zu
schaffen?2 Redet so ein Mann mit seiner Mutter? Ein Pfingstler-Therapeut machte daraus sogar
eine Therapie, dass solle der Patient zu seiner Mutter sagen. Wieder muss ich euch enttäuschen, das
hat sich Luther ausgedacht. Und die für ihre Wort-Treue berühmte Elberfelder? Übernimmt
wortwörtlich Luther und kümmert sich nicht um den Urtext. Machen es die Katholiken besser? Die
Einheitsübersetzung schreibt: „Frau, was willst du von mir?“ Ist schon charmanter, ist aber auch
nicht richtig. Ja, zum Teufel, was ist denn richtig? Die Züricher Bibel der reformierten Kirche
übersetzt recht gut: „Was hat das mit dir und mir zu tun, Frau?“ Aber als echte protestantische
Marienverächter schreiben sie in einer Fußnote: „Oder: Weib, was hab ich mit dir zu schaffen!“
Langsam werde ich wütend! Ich schaue in die (protestantische) Interlinearübersetzung, also exakt
Wort für Wort: „Frau, was ist das dir und mir?“ Sehr gut! Aber wieder bricht der protestantische
Widerwille gegen Maria durch und sie schreiben in Klammern: „Weib, was hab ich mit dir zu
schaffen!“ Ihr reizt mich bis aufs Blut! Ich versuche es zuletzt mit dem Münchener Neuen
Testament. Das stammt von einem katholischen Theologie-Professoren und seinen Schülern und
übersetzt hundertprozentig exakt, ohne Rücksicht auf deutsche Grammatik: „Frau, was ist das dir
und mir!“ Und das ist die richtige Übersetzung.

FRAU, WAS IST DAS DIR UND MIR?

Mahrthinus Luder waar ain Krist /

Ain glavbensstarcker man /

Wheil hevte sayn geburtstag ist /

Zünd jch ain liechtlain an

vorsicht!
damit ist mir marco jahrelang auf die nerven gegangen, ich MÜSSE spazieren gehen!!! aber ich
KANN NICHT!

was den leib betrifft: du zitierst paulus: der leib ist der tempel des heiligen geistes...

vorsicht!

damit ist mir marco jahrelang auf die nerven gegangen, dass man als christ nicht RAUCHEN dürfe!
sahen die beichtväter immer anders.

ich halte es da nicht mit paulus, sondern mit platon:

der leib ist der kerker der seele...

aber mach wie du magst.

MALIKS MORGENLIED

wie schön wie schön

ich darf nun gehn

zum morgenstern

ists nicht mehr fern

MALIK

der leib ist der tempel des heiligen geistes

TOTO

der körper ist der kerker der seele


*

VIERTES KAPITEL

Ja, ja, ein Christ zu sein, heißt gut essen, sagte Marco, und Susanne himmelte ihn an und flüsterte:
Schokolade... Da sagte Monika, die siebzigjährige Domina von Heinz: Hat dein Mann dir auch
wieder belgische Pralinen mitgebracht? Das muss sein, sagte Marco, und mir das belgische Bier der
Trappisten. Zu irgendwas müssen die Katholen ja gut sein. Weißt du, lachte Heinz, warum sie im
Himmel alle Halleluja singen? Weil es dort viel Wein gibt. Ja, sagte Marco, das stimmt, das steht in
der Bibel, dass es im Himmel Wein gibt. Nun, lachte Monika, für Heinz gäbe es besser Wodka. Ja,
sagte Heinz, und Schweinepfötchen! Und sonntags Sahnetorte, sagte Marco. Monika sprach: Aber
wer putzt denn die himmlischen Wohnungen? Ich putze ja gern. Wenn es mir nicht gut geht, putze
ich die Wohnung. Wenn ich putze, dann denke ich nicht, ich putze nur. Ich hab ja nur Volksschule.
Zum Einschlafen lese ich am liebsten Donald Duck. Tagsüber lese ich „Bild der Frau“, da stehen
die besten Rezepte und Reinigungsmittel drin. Die Bibel lese ich nicht, die kann ich nicht verstehen.
Aber, fragte Marco, hast du denn auch eine Geschichte über einen Priester? Sag mal, fragte Monika,
glauben die Katholen denn überhaupt an Jesus? Soweit ich weiß, beten sie Maria an und beten viele
Götter an! Wir haben doch gar keine Priester, wir haben nur verheiratete Pastoren und Pastorinnen.
Nur die Heiden haben Priester. Ich erzähle euch nun eine Geschichte über einen japanischen
Priester. In Japan, wusste Marco, sind 70 Prozent Schintoisten und 70 Prozent Buddhisten und 70
Prozent Katholen. Du, Mister Wikipedia, fragte Maike, gibt es denn im Himmel auch Sushi? Ich
hoffe, sagte Marco. Und Huris, nicht wahr? sagte Heinz. Ich hoffe, sagte Marco. Und nun begann
Monika zu erzählen.

versuche nicht ständig, perfekt zu sein

überlasse alles mir

maria

kommt der wilde moslem mit dem säbel

mit der roten fahne august bebel

gott hüllt alles ein in weißen nebel

*
von gott des ewigen gerechten zornes-funken

ist jeremia noch im morgenrot betrunken

SIE

Ich wollt, dass ich heut sterben müsst,

Ich würds den Engeln sagen,

Dass Du mich auf den Mund geküsst,

In Deinem Arm getragen.

Die Engel sagten Gott allein:

Sie soll uns Freundin werden,

Sie kennt sehr gut das Seligsein,

Was soll sie noch auf Erden?

ER

Ich wollte bis zum Jüngsten Tag

Zur Sühne meiner Sünden,

Die ich im Innersten beklag,

Mich in der Hölle finden!

Die Hölle habe ich verdient

Und nicht die Himmelsfreuden,

Und bis ich alles hab gesühnt,

Muss ich gemartert leiden!

*
MALIK

wie gehts dir levi?

wie geht es evi?

nur mut nur mut!

mir geht es gut

TOTO

die frau muss leiden

mir gehts bescheiden

die welt in not

ach wär ich tot

ich fürchte mich nicht vorm tod

aber ich weigere mich auch nicht weiterzuleben

letztes wort des heiligen martin

tumor meiner mutter an der hand ist gutartig. dank sei gott.

ja, wirklich großartig, was benedikt xvi über die eucharistie schreibt, das war noch mal ein papst.
der schuf nicht wie sein nachfolger solch eine konfusion, bei ihm war alles klar und wahr.

*
übrigens lag heute eine geburtstagskarte von marco und susanne in meinem briefkasten. sie
wünschen mir freude in meinem traurigen leben, und wenn ich mal lecker essen wolle, sei ich bei
ihnen willkommen.

"warum dich die leute verlassen?"

glaub nicht, dass sie mich deshalb hassen.

auch bei mir will sich die lust verlieren

mit irgendjemand zu konversieren.

goethe

Protestant

Herr Pfarrer, müssen katholische Priester im Zölibat leben?

Pfarrer:

Ja, keine sakramentale Ehe zwischen Mann und Frau! Erlaubt ist es, eine weibliche oder männliche
Konkubine zu haben oder Sex mit Kindern.

MODELLE

du bist zu klein

du bist zu hager

du bist schwanger

du bist zu dunkel

du bist nicht blond genug

deine augenbrauen sind zu dicht

deine zähne stehen schief

deine brüste sind zu flach


deine brüste hängen zu sehr

du bist zu alt

deine augen sind zu stechend

deine augen sind zu klein

malik,

gestern war der tag des heiligen martin. der priester zitierte sein letztes wort: ich habe keine angst
vor dem tod, aber ich weigere mich auch nicht, weiterzuleben. du kannst dir denken, was mir das
sagt. ich machte daraus diesen vers:

ich werde vor dem tode nicht erbeben

und bin bereit, auch weiterhin zu leben.

den vers schickte ich dem priester. er ist nationaldirekter der päpstlichen missionswerke österreich
und sagte: ein stimmiges versmaß, ich werde es verbreiten. - so geh ich vielleicht noch anonym in
die kirchlichen gebetsbücher ein.

lieber malik,

ja, es ist traurig, wie die christen dem mohammed in den arsch kriechen. man hat sich angewöhnt,
von den drei offenbarungsreligionen zu sprechen, als ob der koran auch eine göttliche offenbarung
sei. wie kann ein buch, in dem steht, gott habe keinen sohn gezeugt und christus sei nicht am kreuz
gestorben (und maria sei die schwester aarons) eine offenbarung gottes sein? aber das hat maria in
vielen prophetischen botschaften der letzten hundert jahre verkündet, dass der große glaubensabfall
jetzt da ist, die apostasie, und dass die apostasie auch in der kirche groß sein wird. du bitte nur, dass
du weiterhin treu zum "heiligen überrest" (maria) gehören darfst.

... till in the ocean of thy love

we disappear in the heavens above!


Methodistisches Gesangbuch

nur ärger mit den leuten

marco schrieb ironisch, da "müsse" er ja nun mal meine luther-revision durchblättern. er kann nicht
anders als spöttisch mit mir reden

ich rief evi an, sie war genervt und hatte üble laune und stöhnte über meinen anruf. mir gegenüber
lässt sie immer alle üble laune raushängen

wie sie mich nerven

Ich habe in der Gemeinde

Viele Spötter und Feinde,

Sie tun mir täglich das Schlechte,

Ganz wie Satans Knechte.

Das ficht mich nicht lange an,

Denn ich bin ein Gottesmann,

Den muss der Satan bekämpfen,

Versucht mich zu dämpfen.

Ich bet für die Feinde, Schwarze und Rote,

Ich bet für die Feinde, Lebende, Tote,

Wünsche sie alle zum Morgenstern

Und preise weiter Gott den Herrn!

*
Das Buch Tobias

II.

1DArnach auff des HERRN Fest / da Tobias in seinem Hause ein herrlich Mahl zugericht hatte
/sprach er zu seinem Sone / Gehe hin vnd lade die Gottfürchtigen / aus vnserm Stamme / das sie mit
vns essen. 2Vnd als er wider heim kam / sagte er dem vater Tobia / das einer auff der gassen tod
lege. 3Da stund Tobias bald auff vom Tisch / vor dem essen /vnd gieng zu dem todten Leichnam /
vnd hub jn auff /vnd trug jn heimlich in sein Haus / das er jn des nachts heimlich begrübe. 4Vnd als
er die Leiche heimlich versteckt hatte / ass er sein Brot mit trawren / 5vnd dacht an das wort /
welchs der HERR geredt hatte / durch Amos den Propheten / 6Ewre Feiertage sollen zu Trawertage
werden. 7Vnd des nachts gieng er hin / vnd begrub den Todten.

8SEine Freunde aber alle straffeten jn / vnd sprachen / Jtzt newlich hat dich der König / vmb der
sache willen heissen tödten / vnd bist kaum dauon komen /noch begrebstu die todten. 9Tobias aber
furchte Gott mehr denn den König / vnd trug heimlich zusamen die Erschlagenen / vnd hielt sie
heimlich in seinem Hause / vnd des nachts begrub er sie.

10ES begab sich aber auff einen tag / da er heim kam / als er Todten begraben hatte / vnd müde
war /vnd sich neben eine wand leget / vnd entschlieff / 11schmeiste eine Schwalbe aus jrem nest /
Das fiel jm also heis in die Augen / dauon ward er blind. 12Solch trübsal aber / lies Gott vber jn
komen / Das die Nachkomen ein Exempel der Gedult hetten / wie an dem heiligen Hiob. 13Vnd
nach dem er von Jugent auff Gott gefurcht / vnd seine Gebot gehalten hatte / zürnet noch murret er
nicht wider Gott / das er jn hatte lassen blind werden / Sondern bleib bestendig in der furcht Gottes /
vnd dancket Gott alle sein leben lang. 14Vnd wie die Könige des heiligen Hiob spotteten / Also
verlachten Tobiam seine eigen Freunde / vnd sprachen / 15Wo ist nu dein vertrawen / darumb du
dein Almosen gegeben / vnd so viel Todten begraben hast? 16Vnd Tobias straffet sie vnd sprach /
17Saget nicht also / Denn wir sind kinder der Heiligen / vnd warten auff ein Leben / 18welchs Gott
geben wird / denen so im glauben starck vnd feste bleiben fur jm.

19HAnna aber sein Weib / die erbeitet vleissig mit jrer hand / vnd erneeret jn mit spinnen. 20Es
begab sich aber / das sie eine junge Ziegenheim brachte. 21Vnd da sie jr man Tobias höret blecken /
sprach er / Sehet zu das nicht gestolen sey / Gebets dem rechten Herrn wider / Denn vns gebürt
nicht zu essen vom gestolen Gut / oder das selb anzurüren. 22Vber diese rede ward sein Hausfraw
zornig / antwortet vnd sprach / Da sihet man / das dein vertrawen nichts ist /vnd dein Almosen
verlorn sind. 23Mit solchen vnd andern mehr worten / warff sie jm sein elend für.

III.

1DA erseufftzet Tobias tieff / Vnd hub an zu weinen vnd zu beten / vnd sprach / 2HERR du bist
gerecht / vnd alle dein Thun ist recht / vnd eitel Güte vnd Trewe. 3Vnd nu mein HERR sey mir
gnedig /vnd reche nicht meine sünde / gedencke nicht meiner oder meiner Veter Missethat. 4Denn
weil wir deine Gebot nicht gehalten haben / so sind wir auch dahin gegeben / vnsern Feinden / das
sie vns berauben / gefangen halten vnd tödten / vnd sind zu schanden vnd spot vnd hohn worden
den Frembden / dahin du vns zurstrewet hast. 5Vnd nu HERR / schrecklich sind deine Gerichte /
weil wir deine Gebot nicht gehalten /vnd nicht recht gewandelt haben fur dir. 6Ah HErr /erzeige mir
gnade / vnd nim meinen Geist weg im friede / Denn ich wil viel lieber tod sein / denn leben.

nachts und morgens melancholisch

nachts und morgens alkoholisch

nachts und morgens christ-katholisch

schö-hön ist es auf der welt zu sein

sprach die biene zu dem stachelschwein

evi geht gerade einkaufen für mich, sie hat sich für gestern entschuldigt

gerade ist evi gegangen. sie hatte angst, dass trump mit paramilitärischen truppen der evangelikalen
einen putsch unternimmt. unglücklicherweise wagte ich zu sagen, dass ich auch positives an ihm
sehe. damit hab ich in ein ideologisches wespennetz gestochen und musste mir eine stunde lang
anhören, was für ein diktator trump sei und dass nur verschwörungstheroetiker und deutsch-
nationalisten ihn gut fänden, sie könne mich gar nicht verstehen, und sie ging auch recht empört.
nun hab ich endlich wieder meine ruhe. dein lied hab ich meiner mutter geschickt.

toto

wenn jesus wiederkommt

was wird dann die parole sein

der heiden und der christen?

lecker essen
lecker trinken

guter sex

und so werden sie alle umkommen

Lieber Malik,

meine Email darfst du natürlich löschen und ganz vergessen. Stattdessen sende ich dir dies:

Lukas 17

Neue Genfer Übersetzung

26 In den Tagen, in denen der Menschensohn kommt, wird es sein wie in den Tagen Noahs. 27 Die
Menschen aßen und tranken, sie heirateten und wurden verheiratet – bis zu dem Tag, an dem Noah
in die Arche ging; dann brach die Flut herein, und sie kamen alle um. 28 Es wird auch sein wie in
den Tagen Lots. Die Menschen aßen und tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und
bauten – 29 doch an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel,
und sie kamen alle um. 30 Genauso wird es an dem Tag sein, an dem der Menschensohn
wiederkommt.

DIE LAST DES PROPHETENAMTS (JEREMIAS KLAGE)

Weh mir, meine Mutter, dass du mich geboren hast, gegen den jedermann hadert und streitet im
ganzen Lande! Ich habe niemandem geliehen, und keiner hat mir geliehen, und doch flucht mir
jedermann.

wird der menschensohn, wenn er wiederkommt, noch glauben auf der erde finden?

*
schön das leben wie's auch sei

in der milden sonne glanz

kleiner zwerge lustgeschrei

und der frommen ritter tanz

evi schreibt nie - nur wenn sie vor wut explodiert - so hab ich heute eine lange mail bekommen, in
der sie alle verbrechen trumps auflistet und sagt, wer für trump ist, steht rechts von der afd. so krieg
ich ihren geballten klassenhass ab. das macht mich schon den 3. tag ganz traurig.

sabine kam sonntag vorbei und sagte, sie hätte bei psalm 38 an mich gedacht. vielleicht magst du
ihn lesen, genau so geht es mir. je mehr ich mich in gott versenke, desto mehr anfeindung erlebe
ich.

Psalm 38

1 Ein Psalm Davids, zum Gedenkopfer.

2 HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!

3 Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drückt mich.

4 Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe wegen deines Drohens und ist nichts Heiles an meinen
Gebeinen wegen meiner Sünde.

5 Denn meine Sünden gehen über mein Haupt; wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer
geworden.

6 Meine Wunden stinken und eitern wegen meiner Torheit.

7 Ich gehe krumm und sehr gebückt; den ganzen Tag gehe ich traurig einher.

8 Denn meine Lenden sind ganz verdorrt; es ist nichts Gesundes an meinem Leibe.

9 Ich bin matt geworden und ganz zerschlagen; ich schreie vor Unruhe meines Herzens.

10 Herr, du kennst all mein Begehren, und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
11 Mein Herz erbebt, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist dahin.

12 Meine Lieben und Freunde scheuen zurück vor meiner Plage, und meine Nächsten halten sich
fern.

13 Die mir nach dem Leben trachten, stellen mir nach; / und die mein Unglück suchen, bereden, wie
sie schaden wollen; sie sinnen Arges den ganzen Tag.

14 Ich bin wie taub und höre nicht, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut.

15 Ich muss sein wie einer, der nicht hört und keine Widerrede in seinem Munde hat.

16 Aber ich harre, HERR, auf dich; du, Herr, mein Gott, wirst antworten.

17 Denn ich denke: Dass sie sich ja nicht über mich freuen! Wenn mein Fuß wankte, würden sie
sich hoch rühmen wider mich.

18 Denn ich bin dem Fallen nahe, und mein Schmerz ist immer vor mir.

19 Denn ich bekenne meine Missetat und sorge mich wegen meiner Sünde.

20 Aber meine Feinde leben und sind mächtig; die mich ohne Grund hassen, derer sind viele.

21 Die mir Gutes mit Bösem vergelten, feinden mich an, weil ich mich an das Gute halte.

22 Verlass mich nicht, HERR, mein Gott, sei nicht ferne von mir!

23 Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hilfe!

Völlerei

Völlerei bedeutet unmässiges Essen. Die katholische Kirche erachtet sie als die fünfte (Gula) von
sieben Todsünden. Theologen und Moralisten des Mittelalters verdammten sie und predigten
Mässigung. Freude am Essen war nur bei geregelten gemeinsamen Mahlzeiten erlaubt. Die frühe
Neuzeit ersetzt das Bild des Fresssacks durch das des Feinschmeckers oder Geniessers. Heute
wendet sich Moral an Schlankheitskult und Gesundheitsbewusstsein.

Hochmut, Geiz, Neid, Zorn, Wollust, Faulheit und Völlerei – im 13. Jh. bestimmte die katholische
Kirche die Sieben Todsünden. Völlerei ist eine Todsünde, die weitere Sünden nach sich zieht.
Allerdings entscheiden Absicht und Kontext, ob sie schwer oder verzeihlich ist. Magenfreuden
verweisen auf Freuden des Unterleibs und damit auf die Sünde der Wollust, die die Sinne erregt und
zu fleischlichen Wüstheiten bis hin zur Sinnenlust führen kann. Daher verdammt die christliche
Moral diejenigen, „die den Bauch zu ihrem Gott machen“ (Paulus, Brief an die Philipper, 3) und
gierig und masslos essen, denn die Gefrässigkeit erniedrigt sie zu Tieren und verleitet sie, das
Prinzip christlicher Nächstenliebe und Teilens zu verhöhnen, während sie sich dem Verdacht
verwerflicher Sexualität aussetzen. Die Darstellung des Fresssacks ist die eines Egoisten, der alles
verschlingt, an sich reisst und in Hungersnöten zur gesellschaftlichen Bedrohung wird. So machte
sich die Literatur des Mittelalters über gefrässige und geniesserische Mönche lustig; der verfressene
französische König Ludwig XVI. (1754–1793) galt als verantwortlich für den Volkshunger. Auch
Freude an und Streben nach gutem Essen verfielen dem Sündenverdikt. So griffen die Reformatoren
die Völlerei der Geistlichen an, die an Fastentagen raffinierte Fischgerichte und Leckereien
zubereiteten. Das Christentum schwankt zwischen Toleranz und Strenge, sodass die Frage der
Gaumenfreuden jahrhundertelang diskutiert wurde. Die Antwort auf die Sünde der Völlerei liegt in
der Mässigung, eine der vier Kardinaltugenden, jahrhundertelang gepredigt von Theologen,
Moralisten und Pädagogen. Auch die ältere Ernährungslehre empfahl Ausgewogenheit und
Masshalten. Wenn Essensfreude akzeptiert ist, müssen im Gegenzug Appetit und Tischsitten
gezügelt und die Mahlzeit als gemeinsamer Akt gestaltet werden. So entwickelte sich die Esskultur
und setzte der Völlerei einen akzeptablen Rahmen.

Einsicht und Wissenschaft befreiten die Völlerei ab dem 17. Jh. vom negativen Image. Kochbücher
wurden publiziert. Die Wertschätzung des guten Essens entwickelte sich in Frankreich, dann in
Europa zum Zeichen gesellschaftlicher Differenzierung. Die hedonistische Aristokratie schwelgte
im 17. und 18. Jh. in Ausschweifungen, die gastronomische Raffinesse mit anderen Sinnesfreuden
verbanden. Die negativ konnotierte Völlerei legte sich von jetzt eine Maske zu: Fresssäcke nannten
sich Schlemmer, dann Feinschmecker, im 19. Jh. auch Geniesser. Völlerei bezog sich zu dieser Zeit
vor allem auf süsse Speisen. Heute wird Völlerei moralisch neu gewichtet. Schlankheitskult und
medizinischer Diskurs machen sie erneut zum Vergehen. Wer sich an Ernährungsvorschriften hält,
empfindet Essen als zwanghaft oder sogar frustrierend. „Der Völlerei nachzugeben“ wird zur
Schuld, offenbart Charakterschwäche gegen sich selbst und die Gesellschaft, da Krankheiten
Sozialkosten verursachen.

Die Filme La Grande Bouffe (1973) (Das grosse Fressen) und Babettes gæstebud (1987) (Babettes
Fest) handeln von einem Feinschmeckermahl. In Babettes Fest wird es zum Fest sozialer
Gemeinsamkeit, sodass die enthaltsam lebenden Akteure sich zu Feinschmeckern entwickeln. Die
Protagonisten in Das grosse Fressen verkörpern dagegen Völlerei als massloses Vergnügen für
Bauch und Unterleib, vereinen kulinarische und fleischliche Lust, um schliesslich sich selbst
Gewalt anzutun – eine Sünde, die Dante Alighieris Göttliche Komödie dem siebten Kreis der Hölle
zuweist.

Mäßigkeit

Mäßigung (lat. temperantia), auch Mäßigkeit oder Zucht und Maß genannt ist eine der vier
Kardinaltugenden.

Die Mäßigung lässt im Gebrauch der geschaffenen Dinge das rechte Maß einhalten, also weder zu
viel, noch zu wenig. Sie sichert die Herrschaft des Willens über die Triebe und die Leidenschaften,
nicht im Sinne einer Unterdrückung, sondern einer gezielten und überlegten Nutzbarmachung. Die
Mäßigung zügelt die Neigung zu Vergnügungen, ohne die Freude an der Feier eines Festes zu
nehmen. Sie lässt die Begierden nicht die Grenzen des Ehrbaren überschreiten, ohne den Wert der
Begierden zu negieren. Ja die Mäßigung verhilft erst, aus der Feier eines Festes, und aus den
Regungen der Leidenschaften echte und tiefe Freude emporkeimen zu lassen.

Das Einhalten des richtigen Maßes, ist eine Forderung, die alle Lebensbereiche betriff. Auch alle
anderen Tugenden sind nur dann Tugenden, wenn sie im rictigen Maß gelebt werden, mit Ausnahme
der göttlichen Tugend der Liebe, für die es kein Maß geben kann, da auch Gott unendich ist.
Interessanterweise stellt z.B. Thomas von Aquin fest, dass bei den meisten Tugenden das richtige
Maß nicht genau in der Mitte zwischen der Übertreibung und dem Mangel liegt. So liegt z.B. das
richtige Maß für die Tapferkeit näher bei der Tollkühnheit als bei der Feigheit, das richtige Maß für
die Großzügigkeit näher an der Verschwendung, als am Geiz, während das richtige Maß für die
Klugheit näher an der übertriebenen Vorsicht als an der Torheit liegt.

Der Mangel an Mäßigung ist die Unmäßigkeit oder Maßlosigkeit, Die Übertreibung der Mäßigung
führt zur ängstlichen (oder auch hochmütigen) Knausrigkeit sich selbst gegenüber und zur Prüderie.

Zitate

"Wenn Fasten, dann Fasten - wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn" (Hl. Theresa von Avila)

Katechismus:

DIE TUGENDEN

I Die menschlichen Tugenden

1804 Die menschlichen Tugenden sind feste Haltungen, verläßliche Neigungen, beständige
Vollkommenheiten des Verstandes und des Willens, die unser Tun regeln, unsere Leidenschaften
ordnen und unser Verhalten der Vernunft und dem Glauben entsprechend lenken. Sie verleihen dem
Menschen Leichtigkeit, Sicherheit und Freude zur Führung eines sittlich guten Lebens. Der
tugendhafte Mensch tut freiwillig das Gute.

Die sittlichen Tugenden werden durch menschliches Bemühen erworben. Sie sind Früchte und
zugleich Keime sittlich guter Taten; sie ordnen alle Kräfte des Menschen darauf hin, mit der
göttlichen Liebe vereint zu leben.

Die Kardinaltugenden

1805 Vier Tugenden sind Angelpunkte des sittlichen Lebens. Aus diesem Grund nennt man sie
„Kardinal"-Tugenden; alle anderen sind rund um sie angeordnet. Es sind dies die Klugheit, die
Gerechtigkeit, die Tapferkeit und die Mäßigung. „Wenn jemand Gerechtigkeit liebt, in ihren Mühen
findet er die Tugenden. Denn sie lehrt Maß und Klugheit, Gerechtigkeit und Tapferkeit" (Weish
8,7). Auch unter anderen Bezeichnungen werden diese Tugenden in zahlreichen Texten der Schrift
gelobt.

1806 Die Klugheit ist jene Tugend, welche die praktische Vernunft bereit macht, in jeder Lage unser
wahres Gut zu erfassen und die richtigen Mittel zu wählen, um es zu erlangen. „Der Kluge achtet
auf seinen Schritt" (Spr 14,15). „Seid also besonnen und nüchtern, und betet!" (1 Petr 4,7).
„Klugheit ist die rechte Vernunft als Grund des Handelns", schreibt der hl. Thomas (s. th. 2-2, 47, 2,
sc) im Anschluß an Aristoteles. Sie hat nichts mit Schüchternheit oder Ängstlichkeit, mit
Doppelzüngigkeit oder Verstellung zu tun. Man nennt sie „auriga virtutum" [Lenkerin der
Tugenden]: sie steuert die anderen Tugenden, indem sie ihnen Regel und Maß gibt. Die Klugheit
lenkt unmittelbar das Gewissensurteil. Der kluge Mensch bestimmt und ordnet sein Verhalten
diesem Urteil gemäß. Dank dieser Tugend wenden wir die sittlichen Grundsätze irrtumslos auf die
einzelnen Situationen an und überwinden die Zweifel hinsichtlich des Guten, das zu tun, und des
Bösen, das zu meiden ist.

1807 Die Gerechtigkeit als sittliche Tugend ist der beständige, feste Wille, Gott und dem Nächsten
das zu geben, was ihnen gebührt. Die Gerechtigkeit gegenüber Gott nennt man „Tugend der
Gottesverehrung" [virtus religionis]. Gerechtigkeit gegenüber Menschen ordnet darauf hin, die
Rechte eines jeden zu achten und in den menschlichen Beziehungen jene Harmonie herzustellen,
welche die Rechtschaffenheit gegenüber den Personen und dem Gemeinwohl fördert. Der gerechte
Mensch, von dem in der Heiligen Schrift oft gesprochen wird, zeichnet sich durch die ständige
Geradheit seines Denkens und die Richtigkeit seines Verhaltens gegenüber dem Nächsten aus. „Du
sollst weder für einen Geringen noch für einen Großen Partei nehmen; gerecht sollst du deinen
Stammes genossen richten" (Lev 19,15). „Ihr Herren, gebt den Sklaven, was recht und billig ist; ihr
wißt, daß auch ihr im Himmel einen Herrn habt" (Kol 4,1).

1808 Die Tapferkeit ist jene sittliche Tugend, die in Schwierigkeiten standhalten und im Erstreben
des Guten durchhalten läßt. Sie festigt die Entschlossenheit, Versuchungen zu widerstehen und im
sittlichen Leben Hindernisse zu überwinden. Die Tugend der Tapferkeit befähigt, die Angst, selbst
die vor dem Tod, zu besiegen und allen Prüfungen und Verfolgungen die Stirn zu bieten. Sie macht
bereit, für eine gerechte Sache auch das eigene Leben zu opfern. „Meine Stärke und mein Lied ist
der Herr" (Ps 118,14). „In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt
besiegt" (Joh 16,33).

1809 Die Mäßigung ist jene sittliche Tugend, welche die Neigung zu verschiedenen Vergnügungen
zügelt und im Gebrauch geschaffener Güter das rechte Maß einhalten läßt. Sie sichert die Herrschaft
des Willens über die Triebe und läßt die Begierden die Grenzen des Ehrbaren nicht überschreiten.
Der maßvolle Mensch richtet sein sinnliches Strebe vermögen auf das Gute, bewahrt ein gesundes
Unterscheidungsvermögen und