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Hannes Blom Vorbereitung auf PraxisLab 2 18.06.

2020

Unterrichtsentwurf Erdkunde
1 Allgemeine Angaben
Datum: 17.06.2020
Uhrzeit: 11.00 Uhr
Stunde: 3. Stunde
Name: Hannes Blom
Schule: Johannes- Kepler- Gymnasium
Schulleiter: Paul-Georg Weiser
Mentor: Christian Däumling
Klasse: Q4
Fach: Erdkunde
Themenbereich: Herausforderung der Zukunft

Unterthema: Migration und ihre Folgen

Thema der Stunde: Herkunfts- und Zielregionen, Migrationsrouten (z. B. Migrationen


innerhalb eines Staates, nach Europa, in die Golfstaaten)

Ziel der Stunde: Am Ende der Schulstunde sollen die Schülerinnen und Schüler in
der Lage sein Migrationsrouten zu erkennen und nachvollziehen zu können.

2 Lernausgangslagen:

Schülerinnen und Schüler:

Zusammensetzung: Die Klasse befindet sich im G8 und hat seit der fünften Stufe
Erdkunde. Die Q4 ist für die Schülerinnen und Schüler das letzte Schuljahr. Sie
haben sich für den Grundkurs im Fach Erdkunde entschieden.

Leistungsstand: Die Lernenden haben einen Überblick über die Weltkarte und
können die Kontinente den Landflächen zuordnen. Sie haben in Europa einen guten
Überblick über die Länder, in den weiteren Kontinenten können die größten Länder
den Landumrissen zugewiesen werden. Die Schülerinnen und Schüler wissen im
Großen und Ganzen, was mit der Migration gemeint ist. Sie wissen, dass Menschen
aus der Not heraus ihr Land verlassen, um in einem neuen Staat ein neues Leben
anzufangen.
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Lehrerinnen und Lehrer:

Der Lehrer ist ein Student, der sich im 6. Semester in den Fächern Geographie und
Pädagogik und im 4. Semester im Fach Sport befindet. Er hat Kenntnisse über die
Human- und physische Geographie. Des Weiteren verfügt er über
Grundkompetenzen im Fach Mensch und Umwelt. Neben der Fachdidaktik besitzt
die Lehrkraft Kenntnisse über den Einsatz von Medien im Erdkundeunterricht. Der
Lehrkörper interessiert sich vor allem für die Länderkunde und beschäftigt sich viel
mit der Weltkarte. Dazu kommt ein Faible für die Bevölkerungsgeographie. Die
Klasse ist dem Lehrer bis dato relativ unbekannt, da er nur einen Bezug über das
Praktikum zu ihnen bekommen hat.

Rahmenbedingungen:

Der Klassenraum ist groß genug für die Klasse. Jeder Lernende verfügt an seinem
Tisch über genug Arbeitsplatz und hat einen freien Blick nach vorne, was ihm
ermöglicht die Tafel und den Lehrenden zu erkennen. Der Raum ist hell beleuchtet.
Der Raum verfügt über ein Whiteboard, das Zugriff zum Internet besitzt und genug
Atlasse für 30 Schülerinnen und Schüler. Zudem hat die Klasse Zugang zu einer
großen Weltkarte die sich aufhängen und ausrollen lässt. In der ersten und zweiten
Stunde hatten die Schulkinder Kunst. Sie haben viel geredet, sind sehr ausgeruht
und noch nicht wirklich wach. Sie befinden sich noch nicht im Arbeits- und
Schreibmodus.

Unterrichtszusammenhang:

Nachdem sich die Schulkinder am Ende der Q3 mit der Nachhaltigkeit


beziehungsweise der Rohstoffknappheit beschäftigt haben, bietet das Thema der
Herausforderungen der Zukunft mit der Migrationsbewegung als mögliches Resultat,
ein geeignetes Einstiegsthema in der Q4.

3 Sachanalyse und Didaktik:

Ausgangspunkt bei diesem Thema ist die andauernde Emigration und Immigration.
Dieses Thema beschäftigt die Menschheit seit jeher und nimmt seit der
Globalisierung immer mehr zu, da es einfachere Wege gibt den Wohnort zu
wechseln beziehungsweise in ein anderes Land zu ziehen. Auch in der Zukunft wird
uns dieses Thema zunehmend begleiten, da die Bevölkerung auf der Welt rapide
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ansteigt und die Erde mit ihren Ressourcen an ihre Grenzen stößt. Aus diesem
Grund werden sehr wahrscheinlich Kriege um überlebenswichtige Materialien
ausbrechen. Auch durch den Klimawandel und den dadurch immer weniger
werdenden bewohnbaren Flächen werden die Menschen gezwungen sein eine neue
Bleibe zu suchen. Deshalb ist im weiteren Verlauf der Unterrichtseinheit wichtig die
Ursachen für Migration herauszuarbeiten. Darüber hinaus kann es wichtig sein,
welche Auswirkung die Migration in den Herkunfts- und Zielregionen hat.
Das Thema „Migration und ihre Folge“ ist ein Teilgebiet der Bevölkerungsgeographie,
der wiederum ein Teilgebiet der Humangeographie darstellt. Die Schülerinnen und
Schüler sollten bereits ein Grundverständnis von der Weltkarte haben und
Emigration und Immigration definieren können. Natürlich sollten sie mit dem Atlas
umgehen können. Die Schulklasse bekommt zu Beginn der Stunde ein Arbeitsblatt
mit einer Karte, die Europa und Westasien zeigt. Die Umrisse der Länder sind
eingezeichnet, jedoch nicht beschriftet. Hier sollen sie mit Hilfe des Atlas einen Weg
von Afghanistan bis Deutschland skizzieren und die Länder, die sie auf ihrer Route
durchqueren, ergänzen. In der Klasse können die Schulkinder jetzt ihre Ergebnisse
vortragen und die Strecke, die sie gewählt haben, vorne auf der Landkarte zeigen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen anschließend einen Text eines afghanischen
Geflüchteten lesen, der seine Route Richtung Deutschland beschreibt und dort
Angaben über die verschiedenen Länder, die er durchquert hat, macht. Anhand
dieses Textes sollen sie das Herkunftsland sowie die durchkreuzten Länder im Atlas
finden und gegebenenfalls die neu genannten Länder auf ihrer Karte ergänzen. Sie
sollen ebenfalls den ganzen Weg auf ihrem Arbeitsblatt, das ihre eingezeichnete
Strecke, einzeichnen. Im Anschluss wird vorne auf der großen Landkarte der Weg
des Afghanen von einem Lernenden mit dem Zeigestock gezeigt. Die restliche
Klasse kann diesen Weg ebenfalls vorne zeigen. Bei Fehlern können die Schulkinder
aufzeigen und den Präsentierenden berichtigen. Danach ist das Ziel der Lernenden,
zurück an ihrem Platz, herauszufinden, ob es Auffälligkeiten bei dem Weg gibt. Sie
können ihren Weg, mit dem des Geflüchteten vergleichen und Unterschiede
herausarbeiten. Es soll drauf geachtet werden, ob beispielsweise der direkte Weg
gewählt wurde oder ob Länder umgangen wurden. Es sollte zudem darauf geachtet
werden, in welchem Land sich der Geflüchtete wie fortbewegt hat und wie lange sein
Aufenthalt in dem jeweiligen Land war. Die Schüler sollen hier bemerken, warum der
gefährliche Weg über Wasser von der Türkei nach Griechenland gewählt wurde,
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anstatt über die Festlandgrenze nach Bulgarien zu reisen. Sie sollten zudem
hinterfragen warum die Route bis nach Deutschland läuft und nicht vorher beendet
ist.

4 Überlegung zur Methode

In der ersten Erarbeitungsphase müssen die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe des
Atlas eigenständig die Länder in eine Karte eintragen. Das habe ich aus dem Grund
gewählt, da ein neues Schuljahr beginnt und die Arbeit mit dem Atlas aufgefrischt
werden soll. Es trägt außerdem dazu bei, dass sich die Klasse wieder besser auf
einer Landkarte zurechtfindet und einen Überblick über die Gegebenheiten
insbesondere Europa und den Nahen Osten bekommt. Sie sollen im Anschluss
selbst den Weg von Afghanistan nach Deutschland einzeichnen, damit sie ihren mit
dem des Geflüchteten vergleichen können. Sie werden dort sehr wahrscheinlich
merken, dass ihre Strecke von dem des Afghanen abweicht und sie sollen dann
kritisch hinterfragen, warum das der Fall ist. Der Plan ist, dass sie nicht verstehen,
warum der Geflüchtete nicht den kürzesten Weg genommen hat. Diese
Problemstellung soll ein Anreiz für die Schülerinnen und Schüler sein sich weiter mit
dem Thema zu beschäftigen. Das Ergebnis wird vorne auf der Landkarte gesichert,
damit die anderen Schüler die Lösung besser visualisiert bekommen und ein
Vergleich mit ihrem Weg möglich ist. Zudem müssen die Lernenden ihre Strecke vom
Arbeitsblatt auf die große Karte übertragen. Der Unterricht findet weitestgehend in
Einzelarbeit statt, damit die Schulklasse in den Arbeitsmodus kommt und jeder
wieder vertraut mit der Arbeit im Atlas wird. Nur bei der Herauskristallisierung der
Auffälligkeit wird in Partnerarbeit gearbeitet, damit ein kommunikativer Austausch
stattfindet und die Lernenden sich, aufgrund der schwierigen Aufgaben, austauschen
können. Es werden Atlasse und die große Karte als Medien eingesetzt, da sie fester
Bestandteil des Erdkundeunterrichts sind und jeder mit ihnen arbeiten können muss.
Man könnte alternativ als Landkarte über das Whiteboard eine Karte einblenden.

5 Lernziele und Ihr Beitrag zum Kompetenzerwerb

In dieser Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler …


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- aufgrund ihrer Kenntnisse mit dem Umgang des Atlas, diesen sinnvoll
einsetzen (fachlicher Kompetenzbereich)
- schnell und gezielt im Atlas suchen (fachlicher Kompetenzbereich)
- die neu kennengelernten Länder auf der Landkarte zuordnen können und sie
finden, ohne sie groß suchen zu müssen (fachlicher Kompetenzbereich)
- den Text selbständig erschließen können (personaler Kompetenzbereich)
- die gesammelten Informationen aus dem Text eigenständig auf das
Arbeitsblatt übertragen können (methodischer / personaler
Kompetenzbereich)
- die Karte aus dem Atlas auf die Karte des Arbeitsblattes beziehungsweise der
großen Landkarte übertragen (methodischer Kompetenzbereich)
- lernen ihre Ergebnisse in der Klasse zu präsentieren (sozialer
Kompetenzbereich)
- lernen vor der Klasse zu stehen (sozialer Kompetenzbereich)

6 Geplanter Unterrichtsverlauf

Zeit/ Phase Unterrichtsgeschehen Arbeitsform Medien/ Material


Einstieg Begrüßung SuS und L/S-Gespräch
der Gäste,
Information über den
Verlauf der Stunde
Erarbeitung I SuS zeichen Strecke EA Arbeitsblatt
von Afghanistan bis
Deutschland ein
Ergebnissicherung I SuS zeigen ihre L/S-Gespräch; Landkarte
Route vorne auf der Plenum
Landkarte und tragen
die durchquerten
Länder vor
Erarbeitung II SuS lesen Text EA Arbeitsblatt
SuS schlagen Länder EA Atlas
in Atlanten nach
Und skizzieren Route EA Arbeitsblatt
SuS skizzieren Route EA Arbeitsblatt
Ergebnissicherung SuS zeigen Route L/S-Gespräch; Landkarte
II vorne auf der Plenum
Landkarte
Erarbeitung II SuS arbeiten PA Arbeitsblatt
Auffälligkeiten des
Weges heraus
Ergebnissicherung SuS tragen die L/S-Gespräch; Arbeitsblatt
II Auffälligkeiten Plenum
zusammen,
gegebenenfalls an
der Landkarte zeigen
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Ausstieg L schließt Stunde und L/S-Gespräch;


informiert die SuS Plenum
über die HA bis zur
nächsten Stunde.
Verabschiedung der
Gäste

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