Sie sind auf Seite 1von 22

MAC Adressen

(Media Access Control) (= tlw. Wdh.)


§ Layer 2 Ethernet MAC
Adresse: 48 Bit (12 hex
Zeichen)
à 248= 281.474.976.710.656
eindeu1ge Adressen

§ IEEE verlangt vom Hersteller


zwei Regeln:
§ OUI vom Hersteller in
den ersten 3 Bytes.

§ Alle MAC Adressen mit


gleichem OUI müssen
einen eindeuWgen
Wert in den letzten 3 Google: ouisearch --> NIC Hersteller herausfinden
6
Bytes haben.
6

MAC Adressen
(Media Access Control) (= tlw. Wdh.)
• Adressdarstellung:
– Hexadecimal representa0on: AC-DE-48-00-00-80
– Bit-reversed representa0on: 35:7B:12:00:00:01

• AdressauCau (bit-reversed):

3
14.03.22

MAC Adressen
(Media Access Control) (= tlw. Wdh.)
• Bytes 1-3: OUI (OrganizaWonally Unique IdenWfier)
– eindeu1ge Kennzahl für einen Hardware-Hersteller, vergeben von der IEEE.

• Bytes 4-6: Geräte-ID


– eindeu1ge Kennzahl für eine NetzwerkschniOstelle, vergeben vom Hersteller

• 1. Byte/1. Bit (LSB): I/G-Bit Individual/Group (I/G) address bit (LSB):


– Zeigt an, ob es sich bei der Zieladresse um eine individuelle (0) oder Gruppen-
Adresse (1) handelt. Eine Gruppen-Adresse kann sich an keine, eine, mehrere oder
alle Sta1onen in einem LAN richten. Die Brodcast-Adresse ist vordefiniert: besteht
aus 48 1en.

• 1. Byte/2. Bit (LSB): U/L-Bit = Universally or Locally administered (U/L)


address bit:
– Zeigt an, ob diese Adresse von einem lokalen (1) oder universellen Administrator
(0) vergeben wurde. Als "universeller Administrator" wird dabei der Hersteller der
Hardware bezeichnet.

MAC Adressen
• Die Standardnota,on, Canonical Format genannt,
für MAC-Adressen wird so geschrieben so wie es
gesendet wird, beginnend mit der least significant
bit.

LSB (least
significant bit)

MSB (most
significant bit)

4
14.03.22

ETH MAC Adresse


ipconfig/all

Cisco Packet Tracer


10

10

Unicast MAC Adresse

Unicast MAC-Adr.:
burned-in address (=
vom Hersteller auf
dem ROM
gespeichert)

CAST oder CASTING bedeutet sinngemäß verteilen oder kommunizieren. 11

11

5
14.03.22

Mul8cast MAC
Adresse

Mul$cast MAC address: beginnt IPV4 Range für Multicastadressen:


mit 01-00-5E in hexadezimal 224.0.0.0 - 239.255.255.255
12

12

Broadcast MAC Adresse

Braodcast MAC address: IPV4 für Broadcastadresse: Die


FF-FF-FF-FF-FF-FF Broadcastadresse für das Netzwerk
13

13

6
14.03.22

Wiederholung: Unterschied
MAC und IP
• MAC Adresse
– Diese Adresse ändert sich nicht
– Gleich wie Name eines Persons
– Heißt auch physikalische Adresse
– 48 Bit lang, in hexadezimal

• IP Adresse
– Ähnlich einer Wohnadresse
– Logische Adresse
– Wird vom Administrator oder DHCP-Server vergeben
– 2 Versionen: IPv4 und IPv6

Beide Adressen werden für die Kommunikation benötigt.

14

14

LAN (Local Area Network)


LAN-Technologien müssen zumindest vier grundlegende Funktionen im Netzwerk
übernehmen:

Kernaufgaben:
• Medienzugriff (Arbitration): Um hunderten Endgeräten gleichzeitig den Zugriff auf
lokale Netzwerkressourcen zu ermöglichen bedarf es eigener Multi-Access-
Zugriffsverfahren, die eine gegenseitige Behinderung der Endgeräte vermeidet.

• Adressierung (Addressing): Innerhalb des LANs müssen alle Netzwerkgeräte auf


Hardware-Ebene eindeutig identifizierbar sein.

• Fehlererkennung (Error Detection): Aufgrund des intensiven Datenverkehrs in einem


LAN braucht es eine möglichst frühe Erkennung von Übertragungsfehlern, damit
Prozessor-Leistung nicht unnötig vergeudet wird.

• L3-Protokollidentifizierung: Ab der Netzwerkschicht ist ein Mechanismus zur


Identifizierung des L3-Protokolls auf Empfängerseite erforderlich.

17

17

7
14.03.22

Ethernet - Merkmale
• Alle Stationen benutzen ein gemeinsames Medium (shared media)

• Alle Stationen (hosts) sind voneinander unabhängig und sind


gleichberechtigt

• Jede Station ist in der Lage mit jeder anderer Station im


Netzsegment zu kommunizieren

• Hohe Bitraten

• Geringe Fehlerraten

• Arbeitet in OSI-Layer 1 und 2

34

34

9
14.03.22

Ethernet – Netzwerk-
komponenten
• Verteiler: Repeater und Hubs
– Repeater: (obsolet)
• L1 Komponente
• Bustopologie: Verbindet zwei (koaxiale) Ethernet-Segmente
• Regeneriert eingehende Signale am Ausgang
• überträgt jegliches Signal

– Hub: (obsolet) = Sternverteiler = Konzentrator = kollabierter Bus


• L1 Komponente
• Sterntopologie: Verbindet n (twisted-pair) Ethernet-Segmente
• Regeneriert eingehende Signale am Ausgang
• überträgt ein eingehendes Signal auf alle anderen Ports
• „intelligente Hubs“: beherrschen auto-sensing (automatische
Bestimmung der maximalen Übertragungsrate) und
Kollisionserkennung

39

39

17
14.03.22

Ethernet – Netzwerk-
komponenten
– Switch:
• L2 Komponente
• Sterntopologie: Vermittelt zwischen n (twisted-pair) Ethernet-
Segmenten
• Arbeitet logisch wie eine Bridge
• Arbeitet schneller als eine Bridge, da Filterung und Weiterleitung
in Hardware realisiert sind (ASIC: Application Specific Integrated
Circuit).
• unterstützt Mikrosegmentierung: nur ein Host pro Segment
– CSMA/CD nicht mehr benötigt (keine Kollisionen möglich)
– full-duplex Kommunikation möglich
• unterstützt (optional) Virtuelle LANs (VLANs) zur weiteren
Segmentierung des LANs

41

41

ETH ist Best Effort Delivery


• Keine Garan0e
• Es ist egal was ETH-Frame “trägt“

42

42

19
14.03.22

ETH Frame Size


• Ethernet II und IEEE 802.3 Standards definieren die
minimale Framegröße von 64 Bytes und maximum
1518 Bytes.

• Framelänge kleiner als 64 Bytes werden als "collision


fragment" oder "runt frame” bezeichnet.

• Das zu übertagende Frame kleiner als 64 Bytes oder


größer als 1518 Bytes wird vom Empfänger
verworfen.

51

51

Ethernet Frame
Präambel (Preamble)
• ist ein alternierendes Muster aus ‚1‘ und ‚0‘
• zeigt an, dass ein neuer Frame beginnt
• enthält notwendige Taktinformation zur
Synchronisierung des Empfängers

Frame-Anfangskennzeichnung (Start-of-frame
delimiter)
• ist ebenfalls ein alternierendes Muster aus ‚1‘
und ‚0‘
• endet mit zwei aufeinanderfolgenden 1-Bits
• zeigt an, dass das nächste Bit das
höchstwertige Bit des höchstwertigen Byte der
Empfängeradresse ist.
52

52

20
14.03.22

Ethernet Frame
Empfänger-Adresse (Des$na$on Address)
• bezieht sich auf die physikalischen Adressen
• das höchstwer1ge Adressbit bes1mmt, ob
– es sich um eine individuelle Adresse handelt (Bit ist 0, unicast)
– es sich um eine Gruppenadresse handelt (Bit ist 1, mul*cast,
broadcast)
• Das dem höchstwer1gen Adressbit folgende Bit
bes1mmt, ob
– es sich um eine global verwaltete Adresse handelt (Bit ist 0)
– es sich um eine lokal verwaltete Adresse handelt (Bit ist 1)
• Die restlichen Adressbits legen entweder die
individuelle Adresse oder die zu adressierende
Gruppe fest.

Absender-Adresse (Source Address)


• enthält die physikalische Adresse des Absenders

53

53

Ethernet Frame
Typ/Länge (Length/Type Field)
• Ist der enthaltene Wert kleiner oder gleich 1500, dann entspricht er der Anzahl der
relevanten Daten im Datenfeld.
• Ist der enthaltene Wert größer als 1536 (0x600), dann handelt es sich um einen
speziellen Frame, dessen Typ und Format anhand des Werts herausgefunden
werden kann. Beschreibt das L3-Protokoll.
• Beispiele: Type Value

IP 0x0800

ARP 0x0806

MAC Control Frame 0x8808

Xerox NS IDP 0x0600

DEC 0x6008

Ether Talk (Apple Talk over Ethernet) 0x809B

Apple Talk Address Resolution Protocol AARP 0x80F3

IPX/SPX – Novell Inc. 0x8183

Loopback (Configuration Test Protocol) 0x9000

3Com 0x9003 54

54

21
14.03.22

Ethernet Frame
Datenfeld (Data)
• Die Länge des Datenfelds ist mindestens 46,
höchstens 1500 Byte (=MTU – Maximum
Tranmission Unit).

• Ist die Anzahl der zu übertragenen Daten kleiner


als 46 Byte, dann muss mit willkürlich gewählten
Daten auf 46 Byte aufgestockt werden.

55

55

Ethernet Frame
Prüfsequenz (Frame check sequence)
• Es wird von Sender aus eine 32-bit CRC Prüfsumme über
Empfänger-, Absenderadresse, Typ- und Datenfeld errechnet (also
ohne Preamble, SFD, FCS) und im FSC-Feld des Ethernet-Rahmens
mitgesendet.

• Empfänger berechnet den Wert erneut und vergleicht mit dem


Wert im FCS-Feld.

• Sollte ein Fehler entdeckt werden, wird das Frame sofort gelöscht!

• Mithilfe des CRC-Werts werden 99,9% aller Fehler in einem Rahmen


erkannt

56

56

26
14.03.22

27
14.03.22

Ethernet Opera8on –
LLC Sublayer
• LLC (Logical Link Control)
– Kommunikationsschnittstelle zwischen der oberen (OSI Layer 3)
und untere Schicht (Layer 2)
– Nimmt die PDU aus Layer 3 und fügt Steuerungsinformationen
für die Übertragung zum Ziel hinzu
DSAP (DesLnaLon Service Access
Point ): gibt den Protokoll-Typ (L3) für
den Empfänger an.
SSAP (Source Service Access Point):
gibt den Protokoll-Typ (L3) des
Senders an.
Control: Control InformaLon, für
Flusssteuerung

IEEE 802.3 frame DSAP+SSAP ersetzen den Zweck des Type-


Felds im DIX-Frame
Diese drei Bytes können dazu benutzt werden, um ein control message bei
Problemen oder Fehlern zum Sender zurück zu schicken.
61

61

28
14.03.22

Ethernet – Media Access


Control
Es gibt grundsätzlich zwei Arten für den Zugriff auf ein
shared medium:
• controlled access (determinis0sche Methode)
– Zeitpunkt für den Zugriff auf das Medium für jede StaHon
ist verschieden; bekanntesten Vertreter: Token Ring
– Keinen Kollisionen, doch die langen Wartezeiten bis eine
StaHon übertragen darf

• conten0on based access


– Jede StaHon darf grundsätzlich zu jedem beliebigen
Zeitpunkt mit der Übertragung beginnen.

63

63

Ethernet – Media Access


Control

64

64

29
14.03.22

Zugriff auf das Übertragungs-


medium
Ethernet benutzt das
CSMA/CD Verfahren,
um den Zugriff auf
das Übertragungs-
medium zu erlangen.

Ist wichtig für Half-


Duplex Betrieb!
Bei Vollduplex: ohne
CSMA/CD
66

66

Zugriff auf das Übertragungs-


medium - CSMA/CD
Kurz gesagt laufen Buszugriffe wie folgt ab:
• Jede StaHon überprüg laufend, ob das Übertragungsmedium
frei ist, oder zurzeit bereits von einer anderen StaHon benutzt
wird (Carrier Sensing).

• Falls auf dem Medium eine Datenübertragung festgestellt


wird, wird gewartet bis diese abgeschlossen wurde.

• Die StaHon prüg, ob es etwas zum Senden gibt und ob keine


Sendeverzögerung (Backoff) mehr anhängig ist.
– Wenn das der Fall ist, dann beginnt die StaLon sofort ihre Framedaten zu senden.

67

67

30
14.03.22

Zugriff auf das Übertragungs-


medium - CSMA/CD
• Versuchen zwei oder mehrere Stationen gleichzeitig zu
senden (Multiple Access), so kommt es zu einer
Kollision, die von allen beteiligten Stationen erkannt
wird (Collision Detect).

• Nach einem zufälligen Zeitraum (Backoff Time)


versuchen die kollidierten Teilnehmer erneut zu
übertragen.

• Kommt es nochmals zu einer Kollision, so werden die


Zeitspannen, aus denen die zufällige Wartezeit
ausgewählt wird, schrittweise vergrößert.

68

68

Kollisionsmanagement
Verschiedene Gründe, dass zwei oder mehrere StaWonen „gleichzeiWg“ Daten
senden.

Beispiele:
• Zwei StaWonen zur gleichen Zeit geprüp, ob das Medium frei ist. Da dies der
Fall war, begannen auch beide zeitgleich zu senden und es kommt zur
Kollision.

• Die StaWonen sind im physikalischen Netz op ziemlich weit voneinander


enternt. Aufgrund der Signallaufzeiten (bei den verwendeten Kupfermedien
ca. 200.000 km/s) meint die StaWon, der Bus wäre frei. In Wirklichkeit hat
jedoch am anderen Ende eine StaWon bereits Daten zu senden begonnen
(Mul%ple Access).
à Sendevorgang sofort abbrechen (Collision Detect). Nach einer durch
den Backoff-Algorithmus besWmmten Sendeverzögerung (Backoff) erneut
senden.

69

69

31
14.03.22

Kollisionsmanagement
• Die Übertragungszeit der minimalen Framelänge
(64 Byte) wird als Slottime (51,2μs @ 10MHz)
bezeichnet.

• Bei Gigabit wurde Ethernet: ca. 4,6 μs für die


Übertragung des kürzesten Frames und somit
kann eine Kollision im physikalischen Netz,
hervorgerufen von Stationen mit einer
gegenseitigen Entfernung von ca. 200 m, noch
erkannt werden.

70

70

32
14.03.22

Back-Off Algorithmus
5. Sie berechnet ihre individuelle Wartezeit
(Twait)

6. Sie wartet während Twait mit jedem


Sendeversuch.

7. Nach Ablauf von Twait startet sie den


Versuch den betroffenen Rahmen zu senden
von ganz vorne.
74

74

33

Das könnte Ihnen auch gefallen