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Schulpraktische Studien 4.

Semester - VL

Verlaufsplanung für Lernangebote bzw. Unterrichtseinheiten

Name des/der Studierenden: Dauer: Datum:


100 min.
Thema der Unterrichtseinheit: ____Musikerziehung_________
_
Klanggeschichte zu den 4 Jahreszeiten von Vivaldi

Auszug relevanter Lehrplanstellen:


„Klangexperimente - Klangmöglichkeiten von (…) Orff-Instrumenten erforschen und erleben; einfache
Handlungsabläufe klanglich darstellen (…) und darüber sprechen.“ (Lerhplan VS, S. 166)
„Hören - Geräusche und Klänge aus dem Lebensbereich der Kinder - Höraufgaben zu unmittelbar erzeugten
Geräuschen und Klängen und zu Tonaufnahmen stellen (zB zu Geräuschen im Klassenzimmer, in der Wohnung,
im Straßenverkehr) Übungen zum Unterscheiden von Geräuschen und Klängen verschiedener Instrumente und
Materialien (Holz, Papier, Metall u.a.m.). Übungen zum räumlichen Hören (Orten von Klangquellen, Verfolgen
der Bewegungsrichtung von Klängen im Raum)“ (ebd.)
„Klangexperimente - Klangergebnisse vergleichen, beurteilen und ordnen (Tonbandaufzeichnungen); Klänge
und Geräusche zur Ausgestaltung von Stimmungsbildern und Texten einsetzen (zB Gewitter, Streitgespräch)“
(ebd., S.167)
„Kurze, in sich abgeschlossene Werkausschnitte bekannter Komponisten - Allenfalls einige Informationen über
den Komponisten und seine Zeit, die zum besseren Verständnis des Werkes beitragen.“ (ebd.)

Gedanken zum Bildungsauftrag (Zukunft, Gegenwart, exemplarisch):

G: Die Kinder haben Freude daran, sich mit verschiedenen Instrumenten und deren Klängen
auseinanderzusetzen.

Z: Sich mit Musik auseinanderzusetzen, die durch die Musik subjektiv wahrgenommenen
Empfindungen ausdrücken zu können und die Eindrücke anderer Menschen zu akzeptieren,
trägt zu einem harmonischen Sozialverhalten bei. Selbst ein Instrument spielen zu können,
steigert Zufriedenheit und Selbstbewusstsein.

E: Anhand der 4 Jahreszeiten von Vivaldi wird exemplarisch dargestellt, dass einige
Komponisten mit ihrer Musik Geschichten erzählen, die man sich sehr bildlich vorstellen und
relativ einfach in Worte fassen kann.

Fachwissenschaftliche/fachdidaktische Überlegungen (Vorkenntnisse, Sachanalyse…)

Es wird die Klasse geteilt und wir haben in der 3. und 4. Stunde nur die älteren Kinder.

Antonio Vivaldi, 1678 als Sohn eines Geigers in Venedig geboren, war ein bedeutender
italienischer Komponist. Er wurde zwar zum Priester geweiht, entschied sich aber bald für
die Musik. Als einer der wichtigsten Geigenvirtuosen seiner Zeit komponierte er zahlreiche
Opern, sakrale Werke und über 400 Konzerte. Zu seinen Lebzeiten beeinflusste Vivaldis
Musik andere Komponisten wie Johann Sebastian Bach. Als Vivaldi 1741 in Wien starb,
geriet er beinahe in Vergessenheit, was aber heute nicht mehr der Fall ist.
Die vier Jahreszeiten (italienisch: Le quattro stagioni) heißt das wohl bekannteste Werk
Antonio Vivaldis. Es handelt sich um vier Violinkonzerte mit außermusikalischen
Programmen; jedes Konzert porträtiert eine Jahreszeit.

Geplante Lehr- und Lernziele: Erreichte Lehr- und Lernziele (nach dem
Unterricht festhalten, in d. Reflexion darauf
Kinder sollen… Bezug nehmen):
Von allen Kindern:
1.) die Richtung von einem Geräusch
bzw. Klang nur durchs Hören bestimmen.
2.) Klänge und Geräusche im Raum Von einigen Kindern:
wiederfinden können.
3.) sich über eine Jahreszeit
nachdenken, und sie musikalisch
Von keinem Kind:
darstellen.
4.) aufeinander Rücksichtnehmen und
die Meinungen anderer akzeptieren.

Was ist mir diesmal besonders wichtig? Geplante Maßnahmen dazu:


Jedes Kind soll die Möglichkeit bekommen, mit verschiedenen Instrumenten zu spielen und
diese auszuprobieren. Es werden dafür viele Übungen angeboten und die einzelnen
Übungen werden auch öfters wiederholt.

Verwendete Literatur:
Gestaltung - Planung/Material eines Lernangebotes bzw. der Unterrichtseinheit

Medien/Material - Checkliste: 1.) Papierknäuel, 2.) Triangel und Klangholz, 3.) Teppich mit Instrumente: Klanghölzer, Triangel, Rassel,
?Tonbaustein? 4.) Bild, 5.) Plakat + Plakatstifte, 6.) Instrumententisch: Klanghölzer, Triangel, Rasseln, Handtrommeln, Glockenspiele,
Xylophone, Metallophone, Schellenarmbänder, Rasseln, etc., 7.) CD und CD-Player,
Unterrichts

Kompetenzber
L- Ziele

Medien
Sozial-
phasen
Zeit &

Inhalte/einzelne (Lern-) Unterrichtsschritte, Pädagogische u. didaktische Überlegungen, Begründungen (Warum

form
eiche lt. Erlass
Materialangebot gerade so?):
2009

Einstieg: SK
10:05 Die Kinder werden begrüßt und es wird kurz Die Kinder bekommen einen Überblick über das, was sie heute
über die heutige Einheit gesprochen. erwarten wird.

Durchführung einer Hörsensibilisierungsübung.


Die Kinder sollen dafür ihre Augen schließen. 1 Die Augen der Kinder sind geschlossen, damit sie sich voll auf das
Es wird ein Papierknäuel im Raum geworfen Geräusch konzentrieren können.
1 und die Kinder sollen (mit geschlossenen
Augen) in die Richtung zeigen, in der der
Papierknäuel liegt. Diese Übung wird 3 bis 4
Mal durchgeführt. Anschließend wird das Selbe 2 Richtungshören wird trainiert.
mit einem Instrument gemacht.

10:10 Die Kinder schließen die Augen und eine Hier geht es erneut um das Richtungshören, zusätzlich kommt noch
2 Person erzeugt 3 verschiedene Geräusche im hinzu, sich vorzustellen, wie (womit) die Geräusche erzeugt wurden
Raum. Die Kinder sollen diese vorgemachten und sich die genaue Abfolge der Geräusche zu merken.
Geräusche wiedererkennen und wiedergeben.
Dieser Vorgang wird 3 bis 4 Mal wiederholt.

10:15 Die Kinder stehen auf, bleiben aber in


Kreisposition. L. legt einen Teppich mit Die Kinder lernen so nonverbal zu kommunizieren.
Instrumente in die Mitte. Jedes Kind muss sich 3 Dadurch wird das Bedürfnis darauf zu spielen vorerst gestillt.
ein Instrument holen, es darf aber immer nur Die anderen Kinder lernen bereits durchs zuhören, verschiedene
ein Kind in die Mitte gehen. Wenn zwei oder Klänge und Instrumente kennen.
mehrere Kinder in die Mitte gehen, müssen
diese wieder zurück gehen. Die Kinder dürfen
dabei nicht sprechen. Beim Herausgehen
dürfen sie ihr Instrument spielen bis sie wieder
auf ihren Platz sind.

10:20 Die Kinder die im Kreis nebeneinander stehen, PA


bilden ein Paar. Einer der beiden Kinder
schließt die Augen und das andere Kind führt Wahrnehmung durch den Gehörsinn wird geschult.
seinen Partner mit dem Instrument durch den Soziales Lernen.
Raum.
Ein Kind muss den Klang des Instrumentes des
Partners erkennen und ihn so von den anderen
Klängen im Raum unterscheiden.

Hauptteil
10:30 Die Gruppe trifft sich wieder im Sitzkreis. Nun SK 4 Viele Kinder haben den Namen dieses bekannten Komponisten
stellt eine Studierende den Komponisten bestimmt schon einmal gehört – sie erhalten kindgemäße
Antonio Vivaldi vor. Informationen und ein Bild des Komponisten.

Gemeinsam versucht die Klasse nun


Assoziationen zur Jahreszeit Sommer zu 5 Die gemeinsame Erarbeitung am Beispiel des Sommers soll den
3 sammeln. Diese Begriffe werden auf ein Plakat Kindern die anschließende Gruppenarbeit erleichtern – sie wissen
geschrieben. dann bereits was zu tun ist.
Als nächstes werden passende Instrumente zu 6
den einzelnen Begriffen gesucht – eine kurze Mithilfe des Instrumententischs stellen wir sicher, dass nicht alle
4 Klanggeschichte entsteht. Instrumente aus den Kästen geholt werden und dadurch ein Chaos
Diese entstandene Geschichte wird noch entsteht.
einmal wiederholt.

Zum Vergleich wird nun das Musikstück


„Sommer“ aus Vivaldi’s „Vier Jahreszeiten“ 7 Ein Ausschnitt des Musikstücks wird vorgestellt – dies findet nach
vorgespielt. der selbstständigen Auseinandersetzung mit der Jahreszeit statt,
Gemeinsam werden kurz Unterschiede zum damit die Kreativität und Fantasie der Kinder nicht durch das
eigenen Musikstück gesammelt. originale Musikstück eingegrenzt wird.

10:50 Pause

10:55 Erneut trifft sich die Klasse im Sitzkreis. Nun


werden die Ziele der folgenden Gruppenarbeit
besprochen.

11:00 Die Gruppen werden von den Studierenden Durch diese Gruppeneinteilung wird verhindert, dass immer die
eingeteilt. Die Kinder sollen sich dafür in einer selben Kinder zusammenarbeiten.
Zweierreihe anstellen. Ein/e Studierende/r geht
nun der Länge nach zwischen den Kindern
durch – dadurch entstehen zwei Gruppen.

Jede Gruppe bekommt ein Plakat, eine GA 5 Die Arbeit in der Gruppe erfordert soziale Kompetenzen und
Stiftebox und eine Auswahl an Instrumenten. – 6 Kompromissfähigkeit.
die Kinder gestalten nun in Kleingruppen eine Die Kinder können ihre eigenen Vorstellungen in Klängen umsetzen.
Klanggeschichte.
11:15
Nun präsentiert jede Gruppe ihre entstandene SK Dadurch bekommen die Kinder einen Eindruck von der Arbeit der
Klanggeschichte der jeweils anderen Gruppe. jeweils anderen Gruppe.
Direkt nach der Klanggeschichte hören wir uns
gemeinsam Vivaldi’s dazugehöriges 7 Durch den Vergleich der eigenen Arbeit mit dem Musikstück eines
Musikstück an. Komponisten können Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Erneut werden gemeinsam herausgehört werden.
Unterschiede/Ähnlichkeiten gesammelt.
11:35

Alternative: Klangurwald Falls noch Zeit bleibt.

Angedachte / geplante Elemente zur Individualisierung /Binnendifferenzierung:

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