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Dezernat 2 17.12.

2010

Ergebnisprotokoll
über das Gespräch mit der Hochschulleitung zu einer Fakultätenbildung der
Fachbereiche 1 und 2

Zeit: 13.12.2010

Teilnehmer: Präsident Rollinger, Vizepräsident Hötker,


Dekanin Lenschow, Herr Prof. Dr. Schneider, FB 1,
Dekanin Klagge, Frau Prof. Dr. Kunst, FB 2,
Herr Krön, Dezernat 7, Frau Licher, Frau Seidel, Dezernat 2

Präsident Rollinger führt in das Thema, Zusammenlegung der Fachbereiche 1 und 2


zu einer Fakultät, ein. Die Zusammenlegung der Fachbereiche zu einer Fakultät stellt
eine grundlegende strukturelle Änderung dar. Gem. § 41 NHG muss daher vor einer
derartigen Maßnahme die Stellungnahme des Senates eingeholt werden. Die
förmliche Zustimmung des Fachbereiches ist nicht erforderlich. Die Entscheidung
trifft das Präsidium im Rahmen eines Präsidiumsbeschlusses.

Präsident Rollinger erläutert kurz den vom Dezernat 2 erarbeiteten Vorschlag zur
Ausstattung eines denkbaren zukünftigen Dekanates und Prüfungsamtes. Dieser
Vorschlag wurde in vergangenen Gesprächen eingehend mit den Dekaninnen
Klagge und Lenschow diskutiert. Kurz wird auf die Etatisierung einer 0,5 DV Stelle
eingegangen, die derzeit aus Mitteln des FB 1 finanziert wird. Präsident Rollinger
spricht in diesem Zusammenhang das zukünftige Mittelaufkommen der FBe an,
welches sich aufgrund des abgeschlossenen Generationswechsels und des neuen
Dezentralisierungsmodells in 2011 reduzieren wird.

Dekanin Lenschow führt aus, dass der FB 1 sich ein Modell mit einer Dekanats-
verwaltungsleitung durchaus vorstellen kann, der FB 1 sich aber gerade erfolgreich
konsolidiert hat, über gut funktionierende Organisationsstrukturen verfügt und daher
einer Fakultätenbildung ablehnend gegenübersteht. Dies wird von Prof. Schneider
bestätigt.

In diesem Zusammenhang wird seitens des Präsidenten auf das Verhältnis Institut
/Dekanat und deren Aufgabenverteilung eingegangen. Wichtig ist hier die Klärung
der Frage, welche Aufgaben auf welcher Instanz wahrzunehmen sind.
Ansprechpartner/ Gesprächspartner sollen für die Hochschulleitung zukünftig nur die
Dekanate, nicht aber, so wie es derzeit in einigen Fachbereichen praktiziert wird, die
einzelnen Fächer bzw. Institute sein. Daher ist eine Stärkung der Dekanate und der
Dekanatsverwaltungen unabdingbar.
Prof. Schneider regt an, über die Professionalisierung des Dekans/der Dekanin
nachzudenken. Dekanin Klagge vertritt hierzu die Ansicht, dass ein/e hauptamtliche/r
Dekan/in bei einer Fachbereichsgröße von etwa 30 Professuren unrealistisch und
auch nicht notwendig sei.
Die Stärkung der Verwaltung impliziert nach Aussage von Präsident Rollinger auch
gleichzeitig eine Stärkung des Dekans/der Dekanin. Je größer der Fachbereich/die
Fakultät, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, einen Dekan/eine Dekanin zu
finden, der/die sich als Vertreter/in aller Fächer versteht.

Im Gegensatz zum Fachbereich 1 ist die Stimmung im Fachbereich 2 zu einer


möglichen Fakultätenbildung unentschieden. Eine mögliche Zusammenlegung beider
Fachbereiche dürfe nach Aussage von Dekanin Klagge keine Nachteile bringen, so
will der Fachbereich, dass im Falle einer Zusammenlegung eine
Ausstattungsgarantie hinsichtlich der Mittelverteilung, aber auch hinsichtlich der
Stellen gegeben wird.
Ängste im Fachbereich 2 bestehen hinsichtlich der Größe der Institute, so würde dem
im FB 1 neu zu gründenden Institut im FB 2 viele kleine(re) Institute
gegenüberstehen. Zu Klären bleibt in diesem Zusammenhang auch die Einbindung
des IMIS.
Vorstellbar wäre, dass das IMIS interdisziplinäres Institut der neuen Fakultät wird,
das einen Sonderstatus hat und quer zu den anderen Instituten bzw. Lehreinheiten
organisiert ist. Allerdings sei eine solche Zuordnung nur denkbar, so Dekanin Klagge,
wenn sichergestellt werde, dass die Ausstattung des IMIS mit Finanzmitteln weiterhin
unabhängig vom Fachbereich erfolgt und wenn das IMIS einverstanden ist. Der
Präsident betont, dass die Bedeutung des IMIS damit nicht geschmälert werde. Gelöscht: D
Gelöscht: würde
Auch die heutige Besprechung macht deutlich, dass die Bildung einer Fakultät viele Gelöscht: n
Fragen mit sich bringt. Notwendig ist die Entwicklung eines Konzeptes, das jedoch
Zeit und die konstruktive Mitarbeit der Fächer erfordert. Als Zeithorizont für die
Bildung einer Fakultät wird vom Präsidium April 2012 angestrebt. Bis dahin sollten
die notwendigen Stellungnahmen/Beschlüsse der Gremien vorliegen.

Präsident Rollinger und Vizepräsident Hötker bieten an zwecks eines


Informationsaustausches die Fachbereiche 1 und 2 aufzusuchen.

Folgende weitere Verfahrensschritte sind geplant.

1. Die Fachbereiche 1 und 2 identifizieren Themenbereiche, die vor einer


Entscheidung geklärt werden müssen, wie z.B.:
¾ Integration IMIS,
¾ Mittelverteilung,
¾ Investitionsmittel,
¾ wie würde eine zukünftige Lehreinheit aussehen, in welchem Verhältnis
stehen die Institute und das Dekanat zueinander.

2. Die Koordination der weiteren Schritte übernimmt das Dezernat 7, Herr


Krön
¾ Beteiligung weiterer Organisationseinheiten (z.B. D3, D4 pp)
3. Dezernat 2.1 erstellt eine weitere Vorlage zur Ausstattung eines
künftigen Dekanates/Prüfungsamtes (ohne persönliche Daten, wie
Namen, Ausscheidedaten).
¾ Das IMIS soll hier keine Berücksichtigung finden. Die Angaben zu Frau
Pusch sollten noch einmal überprüft werden.

Gez.
Seidel