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Gekoppeltes Pendel mit measure Dynamics TEP

Verwandte Begriffe
Spiralfeder, Gravitationspendel, Federkonstante, Drehschwingung, Drehmoment, Schwebung, Winkel-
geschwindigkeit, Winkelbeschleunigung, charakteristische Frequenz.

Prinzip
Zwei gleiche Gravitationspendel mit einer bestimmten charakteristischen Frequenz werden über eine
“weiche” Spiralfeder miteinander gekoppelt. Die Amplituden beider Pendel werden als Funktion der Zeit
aufgezeichnet. Die Kopplungsfaktoren werden über verschiedene Methoden bestimmt. Anschließend
werden die Ortspunkte der Schwingung in das Video eingeblendet.
Material
2 Pendel mit Schreiberanschluss 02816-00
1 Schraubenfeder, 3N/m 02220-00
2 Tischklemmen 02010-00
2 Stativstangen, PHYWE, 4 Kanten, l = 630 mm 02027-55
1 Stativstange, l = 500 mm, d = 10 cm 02032-00
4 Doppelmuffen 02040-55
1 Maßband 09936-00
1 Kraftmesser, transparent, 1 N 03065-02
1 Software measure Dynamics 14440-61

Zusätzlich benötigt:
Videokamera, Stativ, Computer

Abbildung 1: Versuchsaufbau
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TEP Gekoppeltes Pendel mit measure Dynamics

Aufgaben
1. Bestimmen der Federkonstante der koppelnden Feder.
2. Bestimmen und Einstellen der charakteristischen Frequenz des ungekoppelten Pendels. Be-
stimmen des Trägheitsmoments
Trägheitsmoment des Pendels.
3. Darstellung der Schwingung
ngung der beiden Pendel als Funktion der Zeit sowie Bestimmen der
Schwingungsfrequenz und Vergleich mit der theoretisch bestimmten Schwingungsfrequenz bei
A) der „in Phase“ Schwingung.
Schwingung
B) der „gegenphasigen“ Schwingung.
Schwingung
C) der Schwebung.

Aufbau und Durchführung


or mit den Messungen begonnen werden
Bevor we kann, ist zunächst der exakte Wert der Federkonstanten
der koppelnden Feder zu bestimmen. Hierfür wird die Feder auf den Tisch gelegt, an einem Ende fi-
f
xiert und am anderen Ende mittels des Kraftmessers gedehnt. Dabei wird am Kraftmesser die benötigte
Kraft und mit dem Maßband die Dehnung der Feder gemessen. Die Federkonstante lässt sich an- a
hand des Hooke’schen Gesetzes leicht bestimmen:

Es empfiehlt sich, die Feder um 10 cm, 20 cm, und 30 cm zu dehnen,


ehnen, um einen gemittelten Wert für die
Federkonstante zu erhalten.

Beide Pendel werden


rden nun ohne die koppelnde Feder gemäß Abb. 1 aufgebaut.

Um die Pendel in Schwingung zu setzen, werden die Pendelstangen im oberen Drittel mit den Finger- Finge
spitzen berührt und gleichzeitig in die gleiche bzw. entgegengesetzte Richtung ausgelenkt,
ausgelenkt bis die ge-
wünschte Amplitude erreicht wird. Auf diese Art und Weise können transversale Schwingungen vermie-vermi
den werden. In Hinsicht auf das nachfolgende Experiment mit dem gekoppelten Pendel sollte schon jetzt
darauf geachtet werden, dass die Pendel in der gleichen Ebene schwingen.
Aus den Videoaufnahmen wird die Schwingungsdauer für jedes einzelne Pendel bestimmt.
bestimmt Die Werte
für die Schwingungsdauer T beider Pendel müssen übereinstimmen. Falls Abweichungen beobachtet
werden, ist die Pendellänge zu korrigieren.
Für die Durchführung des Experiments mit der koppelnden Feder wird die Feder an den beiden Plastik-
haken der Pendelstangen an insgesamt zwei Punkten fixiert. Die Punkte e müssen jeweils äquidistant vom
Drehpunkt des jeweiligen Pendels sein.
Es werden
rden die Amplituden als Funktion der Zeit mit folgenden Anfangsbedingungen aufgenommen:

A) Beide Pendel werdenn mit derselben


dersel Amplitude in dieselbe
selbe Richtung ausgelenkt und gleichzeitig
losgelassen
sen (Schwingung “in Phase”).

B) Beide Pendel werden mit der gleichen Amplitude,


Amplitude aber in entgegengesetzte Richtungen ausge-
ausg
lenkt und gleichzeitig losgelassen („gegenphasige“ Schwingung).

C) Ein Pendel bleibt in Ruhe. Das zweite Pendel wird ausgelenkt und losgelassen (Schwebung).
Hier können zufriedenstellende Ergebnisse nur dann erreicht werden, wenn die Pendel in der
Vorbereitung richtig nachjustiert wurden, so dass sie tatsächlich
tatsächli die gleiche
he Schwingungsdauer
besitzen.

In allen drei Fällen müssen die Schwingungen für mindestens ein bis drei Minuten aufgezeichnet wer-
we
den. Aus den geplotteten Kurven können so die durchschnittlichen Werte der entsprechenden Schwin-
Schwi
gungsdauern bestimmt werden.

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Bei der Videoaufnahme muss bzgl. der Einstellung und Positionierung der Kamera auf folgende Aspekte
geachtet werden:
• Die Zahl der Bilder pro Sekunde sollte auf ca. 30 fps eingestellt werden.
• Es ist ein heller, homogener Hintergrund zu wählen.
• Der Versuchsablauf ist zusätzlich zu belichten.
• Der Versuch ist in der Bildmitte aufzunehmen, hierzu ist die Videokamera auf einem Stativ mittig
zum Versuch zu positionieren.
• Der Versuch sollte möglichst formatfüllend aufgenommen werden.
• Zur Skalierung ist die Länge eines Pendelarms zu messen.

Nun kann mit der Videoaufnahme begonnen und anschließend der Versuch gestartet werden.

Theorie
Wenn zwei Gravitationspendel und mit derselben charakteristischen Frequenz über eine Feder
miteinander gekoppelt werden, gilt für die Ruheposition und für kleine Auslenkungen aufgrund der Gravi-
tation und der Feder-Spannung für das Drehmoment folgendes (siehe Abbildung 2):

Drehmoment aufgrund der Gravitation:

, = ϕ ~ (1).

Drehmoment aufgrund der Federspannung:

, = − cos ~−

= Federkonstante
= Auslenkung der Feder
= Kopplungslänge
= Masse des Pendels
= Pendellänge
= Gravitationsbeschleunigung
= Winkel zwischen der Vertikalen und der Ruheposition

Wenn nun um den Winkel ausgelenkt wird und um (siehe Abb. 3) und gleichzeitig losgelas-
sen werden, ergibt sich aufgrund
!=

= Trägheitsmoment eines Pendels um seine Drehachse

! − + ( − ) (2)

! − + ( − ) .

Durch Einführen der Abkürzungen

%&' *+ , -
und Ω (3)
( (

erhalten wir aus Gleichung (2)

! + − Ω ( - ) (4)

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! + + Ω ( - ) .

Bei / = 0 werden die drei folgenden Anfangsbedingungen erfolgreich realisiert.


realisiert

A) “In Phase” Schwingung

0 ; − 0

B) “Gegenphasige” Schwingung

− 0 ; − 2 0 (5).

C) Schwebung

0 ; 0; − 0

Abbildung 2:: Diagramm für die Bezeichnungen beim gekoppelten Pendel

Die allgemeinen Lösungen der Differentialgleichungen (4) mit den Anfangsbedingungen (5) sind:
sind

A: (/) (/) 0 12 / (6a)

B: (/) 0 cos ( 3 + 2 Ω /)) (6b)

(/) − 0 cos ( 3 + 2 Ω /)

567- 8 9- : 67
C: (/) 0 cos ( /)
. (6c)

567- 8 9- 8 67
. cos ( .. /)

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567- 8 9- : 67
(/) − 0 sin ( . /)

567- 8 9- 8 67
. sin ( . /)

Anmerkung
A) “In Phase” Schwingung
Beide Pendel schwingen in Phase mit der gleichen Amplitude und mit der gleichen Frequenz &. Letzte-
re ist identisch mit der charakteristischen Frequenz des ungekoppelten Pendels.

& (7a)

B) “Gegenphasige” Schwingung
Beide Pendel schwingen mit derselben Amplitude und derselben Frequenz ?, allerdings mit einer Pha-
sendifferenz von π. In Übereinstimmung mit (3) hängt die Winkelfrequenz

? 3 + 2 Ω (7b)

von der Pendellänge ab.

C) Schwebung
Für schwache Kopplung, z.B. ⪢ Ω, kann die Winkelfrequenz des ersten Faktors folgendermaßen
ausgedrückt werden:

567- 8 9- : 67
9-
≃ 67
(8a)

Für die Winkelfrequenz des zweiten Faktors erhalten wir:

567- 8 9- 8 67
9-
≃ + (8b)
67

Folglich erhalten wir:

< .

Abbildung 2 zeigt die Amplituden (/) und (/) beider Pendel als Funktion der Zeit für die Schwe-
bung und für verschiedene Kopplungslängen . Als Kopplungsfaktor definieren wir das Verhältnis

*+ , -
C . (9)
%&'8 *+ , -

Aus den Gleichungen (3) und (9) erhalten wir

9-
C 67- 8 9-
. (10)

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Der Kopplungsfaktor K aus Gleichung (10) kann aus den Frequenzen der individuellen Schwingungsmo-
Schwingungsm
di berechnet werden. Die
e Substitution der Gleichungen (7a) und (7b) in Gleichung (10) resultiert in

6D- :6E
-
C . (11)
6D- 86E
-

(“
(“gegenphasige” Schwingung)

Eine Substitution der Gleichungen (8a) und (8b) in Gleichung (10) führt zu:
zu

6F 6-
C 6F- 8 6-
(12)
(Schwebung)

Um den Einfluss der Kopplungslänge auf die Frequenzen der individuellen Schwingungen zu testen,
substituieren wir die Gleichungen (11) und (12) in Gleichung (9). So erhalten wir für die “gegenphasige“
Schwingung:
*+ 67-
+ (13)
%&'

Für die Schwebung ergibt sich:


*+
(14)
%&'

sowie
*+
+ . (15)
%&'

Auswertung

Aufgabe 1: Bestimmen der Federkonstante der koppelnden Feder.

Zunächst wird das aufgenommene Video an den Computer übertragen. Sodann wird das Programm
measure Dynamics gestartet und das Video unter „Datei“ – „Video laden …“ geöffnet. Zur weiterenweitere Ana-
lyse wird unter „Videoanalyse“ – „Skalierung …“ – „Maßstab“ die Länge der Feder mit der im Video er-
scheinenden Stecke markiert
rkiert und die Länge der Feder ohne Belastung (hier 14 cm) in das Eingabefens-
Eingabefen
ter eingegeben. Sodann werden
erden in der Tabellenmenüzeile drei neue Spalten erzeugt. In die erste wird
die Masse der Gewichte (Name: „Masse
Masse“, Einheit: „kg“ oder „g“), in die zweite Spalte
palte die Länge der Fe-
F
der (Name: „L“, Einheit: „m“) und in die dritte Spalte die Auslenkung der Feder (Name: „Ausdehnung“,

Einheit: „m“, Formel: „L-0,14“) eingetragen.
eingetragen Anschließend geht man unter „Messung“ zu „Längenmes-
„Längenme
sung“. Nun wird das Video an die einzelnen
einz Stellen gespult, an denen an die Feder Zusatzgewichte ge- g
hängt werden. Hier wird jeweils die Masse eingetragen und in die gleiche Zeile die Länge der Feder be- b
stimmt (die im Video erscheinende Strecke wird entlang der Feder gelegt) und eingetragen.
Nun geht man über ber „Anzeige“ zu „Diagramm“, klickt auf „Optionen“, löscht alle bereits existierenden
Graphen und wählt die Graphen Masse (waagrechte Achse) – Ausdehnung (senkrechte Achse) aus. Es
ergibt sich:

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Abbildung 3: Darstellung der Auslenkung der Feder als Funktion der auf ihr wirkenden Masse

In Abbildung 3 erkennt man den linearen Zusammenhang zwischen der Masse und der Ausdehnung.
Klickt man in der Menüzeile des Diagramms auf „Optionen“ und geht in diesem Reiter zu „Regressions-
gerade“, erscheint im Diagramm die Regressionsgerade und im Menüfenster die entsprechende Funkti-
on. Hier beträgt die Steigung der Geraden 0,2862. Die Federkonstante beträgt also: 2,86 N/m

Aufgabe 2: Bestimmen und Einstellen der charakteristischen Frequenz des ungekoppelten Pendels. Be-
stimmen des Trägheitsmoments des Pendels.

Das jeweils aufgenommene Video wird an den Computer übertragen. Sodann wird das Programm
measure Dynamics gestartet und das Video unter „Datei“ – „Video laden …“ geöffnet. Zur weiteren Ana-
lyse werden in dem Video mit Hilfe der Menüzeile oberhalb des Videos Versuchsbeginn („Startmarke“
und „Zeitnullpunkt“) und Versuchsende („Endmarke“) festgelegt. Der Versuch beginnt mit dem ausge-
lenkten Pendel und endet nach mehreren Pendelschwingungen. Bei diesem Versuch ist darauf zu ach-
ten, dass der Versuch exakt nach einer bestimmten Anzahl von Schwingungen endet. Nun wird die An-
zahl der Schwingungen bestimmt und die dafür benötigte Zeit abgelesen.
Für Pendel 1 ergibt sich:
1,996 s
bzw.
2∙K 1
3,15 .
s

Für Pendel 2 ergibt sich ebenfalls:


1,996 s
bzw.
2∙K 1
3,15 .
s

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Die Schwingungsdauer der beiden Pendel stimmt also überein. Wäre dies nicht so, müsste die Pendel-
Pende
länge für die nachfolgenden
olgenden Versuche so korrigiert werden, bis die Schwingungsdauern übereinstimmen.

Mit Hilfe von Gleichung (3) und der bekannten Pendelmasse von 1 kg folgt für das Trägheitsmo-
Trägheitsm
ment des Pendels:
/ 0,978 kg ∙ m .

Aufgabe 3: Darstellung der Schwingung der beiden Pendel als Funktion der Zeit sowie Bestimmen der
Schwingungsfrequenz und Vergleich mit der theoretisch bestimmten Schwingungsfrequenzi
Schwingungsfrequenz

A) „in Phase“ Schwingung


Im Folgenden werden die aufgenommenen Videos wie in Aufgabe 2 an den Computer übertragen sowie
Zeitnullpunkt und Versuchsbeginn und -ende festgelegt. Anschließend wird unter „Videoanalyse
Videoanalyse“ – „Ska-
lierung …“ – „Maßstab“ der Pendelarm mitm der im Video erscheinenden Strecke markiert und die vorab
gemessene Länge in das Eingabefenster eingegeben. Außerdem wird unter „Bildrate
„Bildra ändern“ die bei der
Aufnahme eingestellte Bildrate eingetragen und unter „Ursprung und Richtung“ der Ursprung des Koor-Koo
dinatensystems jeweils auf den Drehpunkt des Pendels gesetzt. Außerdem wird das Koordinatensystem
mit Hilfe der rechten Maustaste so gedreht, dass die x-Achse
Achse horizontal nach links zeigt.
Nun kann unter „Videoanalyse“ – „Automatische Analyse“ bzw. „Manuelle Analyse“ mit der eigentlichen
e
Analyse der Bewegung begonnen werden. Bei der automatischen Analyse empfiehlt es sich, sich unter dem
Reiter „Analyse“ „Bewegungserkennung mit Farbanalyse“ auszuwählen. Unter „Optionen“ kann die au- a
tomatische Analyse zusätzlich bei Bedarf optimiert werden,
werden, indem z.B. die Empfindlichkeit geändert oder
der Suchradius eingeschränkt wird. Als nächstes ist in dem Video eine Filmposition zu suchen, auf der
das zu analysierende Objekt frei sichtbar ist. Sodann wird dieses Objekt angeklickt. Wird das Objekt er-
kannt, erscheint ein grünes Rechteck und die Analyse
Analys kann durch Klicken auf Startt begonnen werden.
Werden mit Hilfe der automatischen Analyse keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt, kann unter
„Manuelle Analyse“ die Messreihe korrigiert werden, indem
indem das zu analysierende Objekt manuell mar- ma
kiert wird.
In diesem Versuch müssen in einem Video zwei Bewegungen, nämlich die Bewegungen der beiden
Pendel, analysiert werden. Dies kann dadurch erreicht werden, dass für jede Bewegung, d.h. für jede
Analyse, ein eigenes Tabellenblatt verwendet wird. Das Tabellenblatt wird in der Tabellenmenüzeile ge-g
wechselt. Zunächst wird also dieie Pendelbewegung vom ersten Pendel analysiert,, anschließend wird in
einem zweiten Tabellenblatt die Pendelbewegung des zweiten Pendels analysiert. Für die zweite Analy-
se ist die Lage des Ursprungs zu ändern, nämlich auf den Drehpunkt des zweiten Pendels.

Da das Pendel in einer Ebene schwingt, ist es empfehlenswert,


empfehlenswert die Tabellenblätter in der Tabellenmenü-
Tabellenmen
zeile jeweils um eine weitere Spalte zu erweitern, die den Auslenkwinkel φ anzeigt. Die Spalte erhält
erh fol-
gende Bezeichnungen: Name: „Winkel
Winkel“,
“, Einheit: „°“, Formel: „arctan2(x;y)*360/(2*π)“.
„arctan2(x;y)*360/(2*π
Zur graphischen Darstellung geht man überüber „Anzeige“ zu „Diagramm“, klickt auf „Optionen“, löscht
lösch alle
bereits existierenden Graphen und wählt die Graphen t (waagrechte
(waag Achse) – Winkel (senkrechte Ach-
se) jeweils aus beiden Tabellenblättern aus und klickt auf „Hinzufügen“.. Es ergibt sich:

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Abbildung 4: Darstellung der Auslenkung beider Pendel für die „in Phase“ Schwingung als Funktion der Zeit t

Betrachtet man einen kleineren Ausschnitt, so ergibt sich:

Abbildung 5: Ausschnitt aus der Auslenkung beider Pendel für die „in Phase“ Schwingung als Funktion der Zeit t

Aus der Abbildung 5 ist zu erkennen, dass die beiden Pendel mit derselben Amplitude und derselben
Frequenz & schwingen. Die y-Achse verläuft versetzt, weil die Schwingung nicht symmetrisch zur Null-
stellung ohne koppelnde Feder verläuft. Die Frequenz & beträgt hier:
2∙K 2∙K 1
& 3,15 ∙ .
1,993 s s

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Dieser Wert entspricht dem Wert der charakteristischen Frequenz beim ungekoppelten Pendel. Die The-
Th
orie kann somit bestätigt werden.

B) „gegenphasige“ Schwingung
Analog zu A) wird bei der „gegenphasigen“ Schwingung vorgegangen. Es ergibt sich:

Abbildung 6:: Darstellung der Auslenkung beider Pendel für die „gegenphasige“ Schwingung als Funktion der Zeit t

Betrachtet man einen kleineren Ausschnitt, so ergibt sich:

Abbildung 7:: Ausschnitt aus der Auslenkung beider Pendel für die „gegenphasige“ Schwingung als Funktion der
Zeit t

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Aus Abbildung 7 ist zu erkennen, dass die beiden Pendel mit der gleichen Amplitude und der gleichen
Frequenz ? , aber mit einer Phasendifferenz von π schwingen. Die Frequenz beträgt hier:

2∙K 2∙K 1
? 3,51 ∙ .
1,789 s s

Aus der Theorie ergibt sich für die Frequenz gemäß Gleichung (13):

1
? 3,47 ∙ .
s

Die Theorie kann somit bestätigt werden.

C) der Schwebung
Analog zu A) und B) wird bei der „Schwebung“ vorgegangen. Es ergibt sich:

Abbildung 8: Darstellung der Auslenkung beider Pendel für die „Schwebung“ als Funktion der Zeit t

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Betrachtet man einen kleineren Ausschnitt, so ergibt sich:

Abbildung 9:: Ausschnitt aus der Auslenkung beider Pendel für die „Schwebung“ als Funktion der Zeit t

Aus Abbildung 9 ist zu erkennen, dass es zwei Schwingungen gibt: das Hin- und Herpendeln des Pen-
Pe
dels mit der Frequenz und das gegenseitige Übertragen der Amplitude mit der Frequenz . Sie be-
tragen hier:
2∙K 2∙K 1
0,175 ∙ ,
35,87 s s

2∙K 2∙K 1
3,51 ∙ .
1,789 s s

Gemäß den Gleichungen (8a) und (8b)


b) bzw. (14) und (15) betragen die Frequenzen gemäß Theorie:
1
0,169 ∙ ,
s
1
3,32 ∙ .
s

Die experimentell bestimmten Werte für die Frequenzen stimmen mit den aus der Theorie berechneten
Werten nahezu überein.

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