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Arzt-Arzt-Gespräch

- in kurzer Zeit
- kompakt die/ den
- in guter Reihenfolge Patientin/ Patienten
- ohne Wiederholungen - wichtige Dinge nur einmal erwähnen vorstellen

Prinzipien:

- kurz und knapp, wie möglich


- aber auch ausführlich und vollständig in der Prüfung
- nicht vereinfachen in der Prüfung
- alles was man von der Patientin/ dem Patienten erfahren hat, soll sehr detailliert
wiedergegeben werden

Reihenfolge:

- es gibt keine perfekte Reihenfolge der Übergabe der Patientin/ des Patienten
- die Reihenfolge ist dadurch bestimmt, wie relevant eine Information bei dem
jeweiligen Fall ist → wichtig dabei ist, dass die Kollegin/ der Kollege gut versteht,
worum es geht
- mit anderen Worten, wenn man die Anamnese in eine Übergabe überträgt, sollte die
Reihenfolge verändert werden → das Wichtigste kommt zuerst

Fachsprache:

- streng in der Fachsprache verfassen


- alles was die Patientin/ der Patient gesagt hat, muss in Fachsprache „übersetzt“
werden
- Tipp: Damit es später leichter bei der Übergabe der Patientin/ des Patienten ist,
sollte die „Übersetzung“ in die Fachsprache bereits bei der Anamnese erfolgen
Methode:

- es gibt im Prinzip viele Methoden aber für die Prüfung ist folgende von Nutzen:

1. Begrüßung:

- Guten Tag, Frau Oberärztin/ Herr Oberarzt.


Frau/ Herr Dr. Mayer.

(danach sollten Sie sagen, warum Sie mit der Oberärztin/ dem Oberarzt sprechen wollen):

- Ich würde Ihnen gerne eine Patientin/ einen Patienten vorstellen, die/ den ich…

(danach sagen, wann Sie die Aufnahme/ die Untersuchung/ das Anamnesegespräch gemacht
haben → das ist in Bezug auf die Leitsymptomatik, die später erwähnt wird, relevant bzw.
wichtig für die Orientierung Ihrer Kollegin/ Ihres Kollegen, wann das war):

- … gerade eben…
- … vor einer Stunde…
- … gestern…
.
.
.

(danach kommt die Antwort auf die Frage wo):

- … in der Ambulanz/ in der Notaufnahme…


- … auf der chirurgischen Station…
- … auf Station…

- … gesehen…
- … aufgenommen… habe.
- … untersucht…

(Der Satz sollte je nach Situation gebildet werden).

- Diese Grammatik wird immer stimmen.


- Außerdem waren Sie höflich und haben Ihrer Kollegin/ Ihrem Kollegen sofort am
Anfang die wichtigsten Informationen (was und wo etwas passiert ist) gegeben.

2. Patientendaten/ Umstände unter denen die Patientin/ der Patient kam +


die Beschreibung des Leitsymptoms:

(Manchmal werden Sie folgende Sätze je nach Fall abwandeln müssen aber viele Fälle
können mit den folgenden Sätzen dargestellt werden):

- Frau
Müller, 40 Jahre, stellt sich vor mit …
Herr

kommt auf Überweisung vom


Hausarzt/ Orthopäden und…

(diesen Teil nur hinzufügen, wenn es


sich um eine Überweisung handelt)

(danach den Moment der Symptomatik erwähnen):

heute Morgen
die Präposition vor wird nur
- seit bestehende_ mit dem Verb aufgetretene_
gestern und seit nur mit bestehende_
benutzt

heute Morgen/ gestern wird


nur mit seit + bestehende_
- vor 30 Minute aufgetretene_ benutzt
2 Stunden alle anderen Zeitangaben
3 Tagen können sowohl mit seit +
einer Woche bestehende_ als auch mit vor
+ aufgetretene_ benutzt
werden
- bestehende_ _n Schmerzen (Plural)

_r Dyspnoe/ Inkontinenz/ Diarrhoe/


Gewichtsabnahme…

- aufgetretene_ _m Husten/ Fieber/ Schmerz/


Kopfschmerz…

- Die Lokalisation der Schmerzen kann entweder später beschrieben werden mit einem
separaten Satz oder durch das Einschieben zwischen bestehende_ / aufgetretene_
und Schmerz/en … :

einschieben:

- bestehende_

thorakalen/ retrosternalen/ abdominalen…

Schmerz/en

oder:

in der Leiste/ im Thorax/ im rechten Unterbauch…

- aufgetretene_
separater Satz:

nach Qualität: nach Intensität: nach Verlauf:

- Die Schmerzen sind stehend, massiv progredient


dumpf, mittelgradig intermittierend
kolikartig, … … und persistierend
haben eine …
Intensität von wellenförmig
1-10 im Verlauf
- Der Schmerz ist

3. Sofortmaßnahmen + Begleitsymptomatik + alle anderen Elemente, die in einer


Anamnese wichtig sind in Bezug auf das Leitsymptom (entsprechen in der richtigen
Reihenfolge):

3.a. Sofortmaßnahmen:

- nur notwendig, wenn Sie eine Verdachtsdiagnose hatten, die auf ein akutes Ereignis oder
auf ein Ereignis, was eine sofortige Intervention notwendig gemacht hat oder auf ein
Symptom, was sofort behandlungsbedürftig ist z. B. massive Dyspnoe, retrosternaler
Schmerz oder Ähnliches, wo man sofort reagieren muss, hinweist:

- Wegen des Verdachts auf… akuten Myokardinfarkt…

- … habe ich der Patientin/ dem Patienten sofort…

- … Sauerstoff die Vitalparameter bestimmt

… ein Analgetikum gegeben und den Blutzucker gemessen

… Nitrospray ein EKG geschrieben


- In der Prüfung bitte keine Untersuchungsergebnisse erfinden, außer es ist in der
Aufgabenstellung genannt.
- Aber eine Prüfungsfrage könnte diesbezüglich folgendermaßen lauten: Was könnte
ein typischer Befund im EKG sein?

3.b. Begleitsymptomatik:

- an dieser Stelle werden mögliche Symptome, die mit dem Leitsymptom in Zusammenhang
stehen könnten (oder auch nicht) genannt

- alles was die Patientin/ der Patient noch erwähnt hat, sollte an dieser Stelle genannt
werden
Übelkeit

Erbrechen
- Des Weiteren die Patientin
Husten
berichtet über
- Außerdem der Patient Fieber

Schüttelfrost

Nachtschweiß

Auswurf

- einzelne Begleitsymptome sollten natürlich noch genauer erklärt werden → wie


lange es besteht, was die Eigenschaften des Symptoms sind…

3.c. danach wird über alle anderen Aspekte gesprochen:

Prinzip 1:

- mit dem medizinisch Relevanten beginnen (das was in Bezug auf das Leitsymptom
relevant ist)

- z.B. akuter retrosternaler Schmerz:

nach dem Leitsymptom:

Kardiovaskuläre Risikofaktoren:
- Der Patient ist 68. Er hat arterielle Hypertonie (Vorerkrankungen). Diabetes ist
bekannt. Er ist Raucher mit 20 PY (Noxen) und es gibt eine positive
Familienanamnese, weil der Vater mit 52 an einem Myokardifarkt gestorben ist.

Prinzip 2:

- danach alle anderen Informationen mit geringerer Priorität (Allergien,


Medikamentenanamnese, psychosoziale Anamnese…)

Vorerkrankungen:

- Bei den Vorerkrankungen


An Vorerkrankungen ist/ sind bekannt: arterielle Hypertonie…
An relevanten Vorerkrankungen

- … seit (5 Jahren) behandelt


Dauer mit …. (Medikament).
eingestellt

Voroperationen:

hatte (JAHR) eine Appendektomie

Sie/ Die Patientin Cholezystektomie

Er/ Der Patient

wurde (JAHR) appendektomiert

cholezystektomiert

Allergien:

- Sie / Die Patientin Pollen Pollenallergie Laktoseintoleranz


Er/ Der Patient Penicillin Penicillinallergie Glutenintoleranz
hat eine Allergie gegen Hausstaub
Erdbeeren
Familienanamnese:

ein Myokardinfarkt bei der Mutter

- In der Familienanamnese findet/ finden sich


Demenz beim Vater

- bei Todesursachen:

- Der Vater ist mit 72 an Apoplex gestorben.

4. Verdachtsdiagnose:

besteht der Verdacht auf

- Aufgrund der Symptomatik …


habe ich den Verdacht auf

5. Differenzialdiagnose:
- Als Differenzialdiagnosen kommen in Betracht (alles aufzählen).

6. weitere Prozedere:
Zur weiteren Abklärung würde ich gerne folgende diagnostische Maßnahmen
durchführen:
-
-
-

Falls sich mein Verdacht bestätigt, würde ich folgende therapeutische Maßnahmen
einleiten:
-
-
-

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