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Mittelspannungs-Schaltanlagen

aus Sicht der aktuellen Norm


IEC 62271-200 / VDE 0671 Teil 200
Der Blick zurück auf die “alte” Norm

IEC 60298 / VDE 0670 Teil 6


Die IEC 60298 / VDE 0670 Teil 6 war Jahrzehnte lang
das Maß aller Dinge, wenn es um Typprüfungen für
metallgekapselte Schaltanlagen ging. Auf Basis dieses
Standards befinden sich weltweit mehrere zehntausend
Schaltfelder von ABB mit hervorragenden Betriebs-
erfahrungen im Einsatz, die nach dem Pflichtteil der
Norm sowie der optimalen Prüfung bei innerem Fehler
(Störlichtbogen) typgeprüft sind.

Um eine Schaltanlage als typgeprüft bezeichnen zu dürfen, Störlichtbogenschutz


waren folgende Einzelprüfungen erforderlich: Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, Schaltanlagen auf
Störlichtbogenfestigkeit und Personenschutz zu prüfen. Die
Dielektrische Prüfung Prüfung bei innerem Fehler (Störlichtbogen) war freiwillig und
zum Nachweis des Isolationspegels der Schaltanlage. konnte zwischen Hersteller und Betreiber vereinbart werden.
Prüfung der Für die Beurteilung der Prüfungen wurden sechs Kriterien
-- Bemessungs-Blitzstoßspannung herangezogen.
-- Bemessungs-Kurzzeit-Wechelspannung.
Schottungsarten
Stoß- und Kurzzeitstromprüfungen Um den Zugang zu einzelnen Bauteilen innerhalb der Schalt-
zum Nachweis der thermischen und dynamischen Stromtrag- anlage, z.B. bei Wartungsarbeiten an Leistungsschaltern ohne
fähigkeit der Haupt- und Erdstrombahn. Freischalten der Sammelschiene, zu gewährleisten, unter-
schied die IEC 60298, hinsichtlich des Berührungsschutzes,
Schaltleistungsprüfung drei verschiedene Schottungsarten:
zum Nachweis des Ein- und Ausschaltvermögens der einge-
bauten Schaltgeräte. -- Metallschottung
Unterteilung des Schaltfeldes in unterschiedliche (z.B. vier)
Erwärmungsprüfungen Räume:
zum Nachweis der Stromtragfähigkeit bei Bemessungs- - Sammelschienenraum
Betriebsströmen. - Schaltgeräteraum
- Kabelanschlussraum
Mechanische Funktionsprüfung - Niederspannungsschrank
zum Nachweis der mechanischen Funktionen und der Verrie-
gelungen. Schottwandmaterial zwischen den einzelnen Schotträumen
aus Stahlblech, Material für Blenden/Shutter aus Stahlblech
Druck- und Festigkeitsprüfungen oder Kunststoff.
zum Nachweis der Druckfestigkeit und Gasdichtigkeit (bei
gasisolierten Schaltanlagen). - - Schottung
Unterteilung des Schaltfeldes wie bei Metallschottung,
Schutzartprüfungen Schottwandmaterial zwischen den einzelnen Räumen aber
zum Nachweis des Berührungs- und Fremdkörperschutzes. aus Kunststoff.

-- Teilschottung
Alle anderen Bauformen, die nicht den oben genannten
Merkmalen der metallgeschotteten oder geschotteten Aus-
führungen entsprechen.

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Warum eine neue Norm?

IEC 62271-200 / VDE 0671 Teil 200


Die Norm IEC 62271-200 “Hochspannungs-Schaltgeräte und Schaltanlagen” – “Teil 200: Metallgekapselte Wechsel-
strom-Schaltanlagen für Bemessungs-Spannungen über 1 kV bis einschließlich 52 kV” wurde im November 2003
heraus-egeben. Diese internationale Norm ist eine Weiterentwicklung der bisherigen, im Jahr 1990 herausgegebenen
Norm IEC 60298, in der gasisolierte Schaltanlagen nur unzureichend berücksichtigt waren. Ein Ziel der Neuausgabe
war es, den Schwerpunkt mehr auf die funktionellen als auf die konstruktiven und baulichen Merkmale zu richten
und Begriffe wie z.B. “metallgeschottet”, “geschottet” und “teilgeschottet” zu vermeiden, die sich bereits in
nordamerikanischen Normen (ANSI) befinden und die immer zu Verwirrungen führen, da die Definitionen in beiden
Normen unterschiedlich sind. Parallel zu der Überarbeitung der Norm entschied sich das Technische Komitee TC 17
der IEC dazu, alle sich auf Hochspannungs-Schaltanlagen beziehende Normen unter der Hauptnummer 62271 neu
zu nummerieren. Wie bei der IEC üblich, wurde die Norm, im Gegensatz zu den europäischen Normen (EN), ohne
Übergangsfrist herausgegeben.

Der Siegeszug des Vakuumlöschprinzips und dessen Ein-


satz in wartungsarmen Leistungsschaltern ermöglichte unter
anderem erst die Entwicklung gasisolierter Schaltanlagen mit
fest eingebauten Schaltgeräten. Die beiden neuen Technologi-
en, gasisolierte Schaltanlagen und Vakuum-Leistungsschalter,
wurden in der IEC 60298 nur unzureichend berücksichtigt.

Dem allgemeinen Trend der Normung folgend wurde eine


Harmonisierung mit den amerikanischen Normen ANSI / IEEE
angestrebt.
Die neue Norm.
Zum Ende der 90er Jahre begannen die zuständigen IEC-
Gremien mit der Überarbeitung der Schaltanlagennorm, die Die Norm wurde von Grund auf überarbeitet, um sie an
schließlich als IEC 2271-200 veröffentlicht wurde und im den technischen Stand von Hochspannungs-Schaltanlagen
November 2003 in Kraft trat. Gleichzeitig wurde die alte bis 52 kV anzupassen. Die wesentlichen Änderungen sind:
IEC 60298 ohne Übergangsfrist zurückgezogen. Danach Neue Begriffe, Anlagenklassen, Einführung einer Störlicht-
erfolgte die Verabschiedung der IEC 62271-200 als Euro- bogenqualifikation IAC und die zugehörigen Prüfungen.
panorm EN 62271-200 und daraus resultierte die deutsche
Norm VDE 0671 Teil 200. Nach einer Übergangsfrist von
drei Jahren, die zum 1. Februar 2007 endete, sind diese
Normen uneingeschränkt gültig und ersetzen die EN 0298 IEC
bzw. VDE 0670 Teil 6 vollumfänglich. (International Eletrotechnical Commission) Gültig ab
1. November 2003 als EC 62271-200. (Die alte IEC 60298
Sämtliche Normen für die Mittelspannung werden zukünftig in wurde ohne Übergangsfrist zurückgezogen!)
der Kategorie 62271 erscheinen. So wurde in ähnlicher Weise
aus IEC 60056 die IEC 62271-200. CENELEC
(Comité Européen de Normalisation Electrotechnique)
Gültig ab 1. Februar 2004 als europäische Norm 62271-200.
(Es galt eine dreijährige Übergangsfrist, die am 1. Februar 2007
endete.)

VDE
(Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.)
Gültig ab 1. November 2004 in Deutschland als VDE 0671
Teil 200. (Es galt eine dreijährige Übergangsfrist, die am
1. Februar 2007 endete.)

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Die IEC 62271-200 / VDE 0671 Teil 200
im Überblick
Geänderte dielektrische Prüffolge
Gemäß IEC 60298 wurden bei der Prüfung mit Bemessungs-
Blitzstoßspannung 15 Spannungsstöße in einer Serie durch-
geführt, wobei zwei Durchschläge zulässig waren.

Gemäß der neuen Norm sind ebenfalls 15 Spannungsstöße in


einer Serie durchzuführen, wobei weiterhin zwei Durchschlä-
ge zulässig sind. Allerdings müssen nach einem erfolgten
Durchschlag mindestens 5 Spannungsstöße ohne Durch-
schlag erfolgen. Die Prüfserie muss erweitert werden, wenn
der Durchschlag in einem der letzten 5 aus einer Reihe von
15 Impulsen auftritt. Dies kann zu einem Höchstwert von 25
Impulsen je Serie führen, wobei weiterhin höchstens zwei
Durchschläge zulässig sind.

Vakuum-Schaltkammer
Mit dieser Prüfabfolge soll sichergestellt werden, dass alle
Durchschläge ausschließlich in selbstheilender Isolation erfol-
gen. Nach alter Norm wurde dies durch optische Begutach- Konkretisierung der Prüfbedingungen
tung überprüft, diese kann nun entfallen. für die Schaltgeräte
(Ein- und Ausschaltvermögen)
Schaltgeräte in der Hauptstrombahn und Erdungsschalter
sind zum Nachweis ihres Bemessungs-Ein- und Ausschalt-
vermögens so zu prüfen wie diese üblicherweise in die metall-
gekapselte Schaltanlage, mit allen zugehörigen Bauteilen, ein-
gebaut sind. Dies soll eventuelle Einflüsse der Kapselung auf
Leistungsschalterraum einer gasisolierten Schaltanlage das Schaltverhalten berücksichtigen. Obwohl Vakuumschalter
in dieser Hinsicht keine nennenswerten Beeinflussungen
erfahren, war diese Prüfanordnung bei gasisolierten Schalt-
anlagen schon seit ihrer Einführung gängige Praxis.

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Einführung neuer Schottungsklassen
Hinsichtlich der Art der Trennwände und Shutter zwischen
unter Spannung stehenden Teilen und einem geöffneten
Schottraum werden zwei Klassen der Schottung (siehe auch
Tabelle 1) unterschieden:

- - Klasse PM (partition of metal) und


-- Klasse PI (partition of insulating material)

Klassen von Schaltanlagen hinsichtlich der Art der Merkmale


Trennwand zwischen unter Spannung stehenden Teilen
und einem geöffneten zugänglichen Schottraum


PM Metallische Shutter und Zwischenwände zwischen unter Spannung
stehenden Teilen und geöffnetem Schottraum (Aufrechterhaltung des
metallgekapselten Zustandes)


PI Isolierstoffbedeckte Diskontinuität in metallischen Zwischenwänden/
Shuttern zwischen unter Spannung stehenden Teilen und geöffnetem
Schottraum

Tabelle 1

Blick in den Kabelanschlussraum in einer gasisolierten Schaltanlage mit Blick in den Leistungsschalterraum einer luftisolierten Leistungschalter-
Kabelstecker und Kabel. Metallische berührungssichere Oberflächen ent- anlage. Schottungsklasse PM bei geschlossenen metallischen Shuttern
sprechen der Klasse PM.

Mittelspannungs-Schaltanlagen aus Sicht der aktuellen Norm | 5


Arten von Schotträumen hinsichtlich deren Zugänglichkeit
Darüber hinaus wurden verschiedene Arten von Schotträumen
hinsichtlich der Zugänglichkeit festgelegt. Die unterschiedli-
chen Arten der Zugänglichkeit eines Schottraumes und deren
Merkmale sind detailliert in Tabelle 2 beschrieben.

Arten von Schotträumen hinsichtlich der Zugänglichkeit Merkmale



Für den Betreiber Verriegelungsgesteuert zugänglicher Zum Öffnen sind keine Werkzeuge
zugängliche Schotträume Schottraum: erforderlich. Verriegelung gestattet den
Zum Öffnen beim normalen Betrieb und Zugang nur, wenn Hochspannungsteile
bei normaler Instandhaltung vorgesehen. spannungsfrei und geerdet sind.

Verfahrensabhängig zugänglicher Zum Öffnen sind keine Werkzeuge


Schottraum: erforderlich. Vorkehrungen für die
Zum Öffnen beim normalen Betrieb und Verriegelung sind mit den Arbeitsanwei-
bei normaler Instandhaltung vorgesehen. sungen des Betreibers zu kombinieren,
um den Vorgang nur zuzulassen, wenn
Hochspannungsteile spannungsfrei und
geerdet sind.

Schotträume mit Zugänglichkeit Werkzeugabhängig zugänglicher Schottraum: Zum Öffnen sind Werkzeuge erforderlich.
nur für besondere Fälle Öffnen vom Betreiber möglich. Ist jedoch nicht Keine festgelegten Vorkehrungen zur
für den normalen Betrieb und die normale Beschreibung des Zugangsverfahrens.
Instandhaltung vorgesehen.

Besondere Maßnahmen können erforder-


lich sein, um die Funktion der Anlage
während des Zugangs aufrechtzuerhalten.

Nicht zugänglicher Schottraum Das Öffnen ist durch den Betreiber nicht möglich Öffnungsvorgang zerstört die Integrität des
(nicht zum Öffnen vorgesehen). Schottraumes. Ein deutlicher Hinweis, ihn
nicht zu öffnen, ist auf dem Schottraum
anzubringen oder durch seine konstruktive
Auslegung offensichtlich zu machen.

Dieses entspricht den Schotträumen von
gasisolierten Schaltanlagen.

Tabelle 2

Funktionsräume sind gegeneinander geschottet. Die Hoch-


spannungsräume sind in der gasisolierten Technik ausgeführt
gemäß EN 60694 bzw. EN 62271-1 als hermetisch abge-
Gasisolierte Schotträume sind schlossene Drucksysteme. Das sind Volumina, die während
betriebsmäßig nicht zu öffnen der erwarteten Lebensdauer keiner weiteren betriebsmäßigen
und haben damit keine LSC-
Gas- oder Vakuumbehandlung bedürfen.
Klassifizierung

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Kategorie der Betriebsverfügbarkeit
LSC eingeführt
(LSC = Loss of service continuity)

Die unterschiedlichen LSC-Kategorien beschreiben die


Möglichkeit andere Schotträume und/oder Schaltfelder unter
Spannung zu halten, während ein Schottraum einer Haupt-
strombahn geöffnet wird.

Demnach erfolgt die Zuordnung nicht mehr über die kon-


struktive Beschreibung (Metallschottung, Schottung oder
Teilschottung), sondern über betreiberbezogene Kriterien
der Betriebsverfügbarkeit (LSC) gemäß Tabelle 3.

Gasgefüllte Schotträume können nicht geöffnet werden, da


sie dadurch die Funktionsfähigkeit verlieren. Das heißt, für
nicht zugängliche Räume gibt es kein Kriterium für den Verlust
der Betriebsverfügbarkeit.

Luftisoliertes Schaltfeld mit einer Betriebsverfügbarkeit LSC2B

Kategorien von Schaltanlagen Merkmale


Betriebsverfügbarkeit beim Öffnen
zugänglicher Schotträume

LSC1 Andere Schaltfelder oder einige dieser


Schaltfelder müssen abgeschaltet werden

LSC2 LSC2A Andere Schaltfelder können unter Spannung


stehen

LSC2B Andere Schaltfelder und alle Kabel-Schott-


räume können unter Spannung stehen

Tabelle 3

Räume, die Kabelanschlüsse oder Sicherungsbehälter


beinhalten, die komplett berührungssicher oder metallisch
abgedeckt sind, bieten die Klasse LSC2B.

Beim notwendigen Zugriff auf Kabel oder Sicherungen ist


es selbstverständlich, dass diese freizuschalten und zu
erden sind.

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Störlichtbogenqualifikation IAC eingeführt
(IAC = internal arc classified)
Die Rahmenbedingungen für die Störlichtbogenprüfung
werden durch die Norm definiert und verbindlich vor-
gegeben (z.B. Zugänglichkeitsgrad, Art der Einspeisung,
Zündort, Raumnachbildung, Deckenhöhe, etc.).
Außerdem müssen die folgenden fünf überarbeiteten
Kriterien (diese entsprechen inhaltlich den sechs Kriterien
der alten Norm) stets vollständig erfüllt sein (Ausnahmen
sind nicht zulässig):

Kriterium Nr. 1
Ordnungsgemäß gesicherte Türen und Abdeckungen öffnen ZX1.2
sich nicht. Verformungen sind annehmbar, vorausgesetzt,
dass an keiner Stelle ein Teil die Indikatoren oder die Wände
erreicht.

Kriterium Nr. 2
Innerhalb der festgelegten Prüfdauer darf die Kapselung nicht
aufreißen. Das Wegschleudern kleiner Teile bis zu einem Ein- In der für Mittelspannungs-Schaltanlagen gültigen Störlicht-
zelgewicht von 60 g wird akzeptiert. bogenqualifikation stehen die einzelnen Kürzel für folgende
Angaben:
Kriterium Nr. 3
Es entstehen keine Löcher in den zugänglichen Seiten bis zu IAC
einer Höhe von 2 m durch Einwirkung des Störlichtbogens. Internal Arc Classified

Kriterium Nr. 4 A
Indikatoren werden nicht durch die Wirkung heißer Gase ent- Aufstellung der Schaltanlage in abgeschlossenen elektrischen
zündet. Falls sich Indikatoren durch brennende Farbanstriche, Betriebsstätten mit Zugang für befugtes Personal, Abstand
Aufkleber oder glühende Partikel entzünden, sind diese von der Indikatoren 300 mm vom Schaltfeld.
der Bewertung auszuschließen.
FLR
Kriterium Nr. 5 Zugang von vorne (F - Front)
Die Kapselung bleibt mit ihrem Erdungspunkt verbunden. von den Seiten (L - Lateral)
und von hinten (R - Rear)

I
Prüfstrom (in kA).

t
Störlichtbogendauer (max. 1 s)

Die IAC-Qualifikation ist gemäß Norm zwingender


Bestandteil des Typenschildes auf jedem Schaltfeld
(z.B. IAC AFL 31,5 kA 1 s).

8 | Mittelspannungs-Schaltanlagen aus Sicht der aktuellen Norm


Auswirkung der neuen Norm
auf den Betreiber
Für Betreiber von Schaltanlagen
ergibt sich mit der aktuellen Norm
IEC 62271-200 / VDE 0671 Teil 200
folgende Situation:
1. Neue metallgekapselte Schaltanlagen müssen die
IEC 62271-200 erfüllen.

2. Bereits vorhandene Schaltanlagen können weiter nach


IEC 60298 betrieben werden. Es besteht Bestandsschutz
für alle Schaltanlagen, die vor dem 1. Februar 2007 in
Betrieb genommen wurden.

3. Erweiterungen bereits vorhandener Schaltanlagen mit


Schaltfeldern des gleichen Schaltanlagentyps belassen
die gesamte Anlage auf dem Status einer Anlage nach
IEC 60298 unabhängig davon, welcher Norm die neuen
Felder entsprechen.

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ABB Schaltanlagen
aus Sicht der neuen Norm

Schaltanlagentyp Sammelschienen- Bemessungs- Kurzschluss- Bemessungs-Strom Bemessungs-Strom


system spannung (kV) strom (kA) 3s Sammelschiene (A) Abzweig (A)


ZX0 Block einfach 24 25 1250 1250

Kabelanschlussraum + Umgebung Sicherungsbehälter



ZX0 Einzel einfach 24 25 1250 1250

Kabelanschlussraum + Umgebung Sicherungsbehälter

ZX1.2 einfach 40,5 31,5 2500 2500

Kabelanschlussraum

ZX2 einfach 40,5 40 4000 2500

Kabelanschlussraum

ZX2 doppel 40,5 40 2500 2500

Kabelanschlussraum

Safe Ring einfach 12 20 630 630


24 / 36 16

Safe Plus einfach 12 20 630 / 1250 630


24 / 36 16
12 50 4000 4000
UniGear Typ ZS1 einfach 17,5 40 4000 4000
24 25 2500 2500

UniGear 550 einfach 12 / 17,5 31,5 4000 1250

UniGear Typ ZS1 12 31,5 4000 3150


Doppelsammelschiene doppel 17,5 31,5 4000 3150
24 25 2500 2000
12 50 4000 4000
UniGear Typ ZS1 doppel 17,5 40 4000 4000
Duplex 24 25 2500 2500
ZS8.4 einfach 12 / 24 25 1) 1250 1250 2)
LSC 2A, PI
ZS8.4 einfach 12 / 24 25 1) 1250 1250 2)
LSC 2A, PM
ZS8.4 - Duplex doppel 12 / 24 25 1) 1250 1250
LSC 2A, PM
ZS8.4 einfach 12 25 1250 1250 2)
LSC 2B, PM

1)
16 kA für 24 kV Lasttrennschalterfelder gasisoliert luftisoliert
2)
Lasttrennschalterfelder 630 A

10 | Mittelspannungs-Schaltanlagen aus Sicht der aktuellen Norm


Betriebs- Schottungs- Störlichtbogen- Geprüfte Druckentlastung Geprüfte Druckentlastung
verfügbarkeit klasse qualifikation in den Raum mit … nach außen mit …

Keine Angabe Druckentlastung in den


(nicht zugänglicher PM IAC A FL 25 kA, 1s Doppelboden oder nach hinten nicht anwendbar
Schottraum) in den Raum
LSC 2B
Keine Angabe Druckentlastung in den
(nicht zugänglicher PM IAC A FL 25 kA, 1s Doppelboden oder nach hinten nicht anwendbar
Schottraum) in den Raum
LSC 2B
Keine Angabe
(nicht zugänglicher PM IAC A FL 31,5 kA, 1s Plasmaabweiser nicht anwendbar
Schottraum) IAC A FLR 31,5 kA, 1s DE-Kanal und Absorber DE-Kanal
LSC 2B
Keine Angabe
(nicht zugänglicher PM IAC A FLR 40 kA, 1s DE-Kanal und Absorber DE-Kanal
Schottraum)
LSC 2B
Keine Angabe
(nicht zugänglicher PM IAC A FLR 40 kA, 1s DE-Kanal und Absorber DE-Kanal
Schottraum)
LSC 2B
Druckentlastung in den
LSC 2B PM IAC A FL 20 kA, 1s Doppelboden oder nach hinten nicht anwendbar
IAC A FL 16 kA, 1s in den Raum
Druckentlastung in den
LSC 2B PM IAC A FL 20 kA, 1s Doppelboden oder nach hinten nicht anwendbar
IAC A FL 16 kA, 1s in den Raum
LSC 2B IAC A FLR 50 kA, 1s
Lasttrennschalter- PM IAC A FLR 40 kA, 1s DE-Kanal mit Top-Chimny DE-Kanal
felder LSC 2A 3) IAC A FLR 25 kA, 1s

LSC 2B PM IAC A FLR 31,5 kA 1s DE-Kanal mit Top-Chimny DE-Kanal

IAC A FLR 31,5 kA, 1s


LSC 2B PM IAC A FLR 31,5 kA, 1s DE-Kanal mit Top-Chimny DE-Kanal
IAC A FLR 25 kA, 1s
IAC A FLR 40 kA, 1s
LSC 2B PM IAC A FLR 40 kA, 1s DE-Kanal mit Top-Chimny DE-Kanal
IAC A FLR 25 kA, 1s
LSC 2A PI IAC A FL 25 kA, 1s Feldhöhe 2100 DE-Kanal
IAC A FLR 25 kA, 1s nicht anwendbar
LSC 2A PM IAC A FL 25 kA, 1s 2300 Feldhöhe DE-Kanal
IAC A FLR 25 kA, 1s nicht anwendbar
LSC 2A PM IAC A FLR 25 kA, 1s Feldhöhe 2300 DE-Kanal

LSC 2B PM IAC A FL 25 kA, 1s Feldhöhe 2300 DE-Kanal


Lasttrennschalter- IAC A FLR 25 kA, 1s nicht anwendbar
felder LSC 2A 4)

3)
Lasttrennschaltfelder LSC 2A nur 40 kA, 1s
4)
bei 24 kV nur 16 kA, 1s

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