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DEUTSCHE NORM August 2003

Bordsteine aus Beton


Anforderungen und Prüfverfahren
Deutsche Fassung EN 1340:2003 EN 1340
ICS 93.080.20 Teilweise Ersatz für
DIN 483:1981-08
siehe Übergangsfrist

Concrete kerb units — Requirements and test methods;


German version EN 1340:2003

Eléments pour bordures en béton — Prescriptions et méthodes d’essai;


Version allemande EN 1340:2003

Die Europäische Norm EN 1340:2003 hat den Status einer Deutschen Norm.

Übergangsfrist

Daneben darf DIN 483:1981-08 noch bis zum 31. Januar 2005 angewendet werden.

Nationales Vorwort

Die vorliegende Europäische Norm wurde vom CEN/TC 178 „Pflastersteine, Platten und Bordsteine“
(Sekretariat: Großbritannien), Arbeitsgruppe 2 „Betonprodukte“ (Federführung: Großbritannien), erarbeitet.

Der für die deutsche Mitarbeit zuständige Arbeitsausschuss im DIN Deutsches Institut für Normung e. V. ist
der als Spiegelausschuss eingesetzte Arbeitsausschuss NABau 10.02.01 „Pflastersteine, Platten und
Bordsteine aus Beton“.

Die vorgesehene Neuausgabe von DIN 483 (zz. E DIN 483:2003-08) legt Maße und Profile für Bordsteine
fest, die vorwiegend in Deutschland verwendet werden.

Für die in Abschnitt 2 zitierten Internationalen Normen wird im Folgenden auf die entsprechenden
Deutschen Normen hingewiesen:

ISO 4662 siehe DIN 53512

Fortsetzung Seite 2
und 64 Seiten EN
NormCD Stand 2004-03

Normenausschuss Bauwesen (NABAu) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.

© DIN Deutsches Institut für Normung e.V. . Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, Ref. Nr. DIN EN 1340:2003-08
nur mit Genehmigung des DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Berlin, gestattet. Preisgr. 20 Vertr.-Nr. 2320
Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin
DIN EN 1340:2003-08

Änderungen

Gegenüber DIN 483:1981-08 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Die Anforderungen wurden neu festgelegt.

b) Die Prüfverfahren wurden aufgenommen.

c) Die Begriffe wurden aufgenommen.

d) Das Konformitätsbescheinigungsverfahren für die Vergabe der CE-Kennzeichnung wurde aufge-


nommen.

Frühere Ausgaben

DIN 483: 1920-10, 1934-01, 1958-05, 1959-01, 1963-09, 1978-03, 1981-08

Nationaler Anhang NA
(informativ)

DIN 53512, Prüfung von Kautschuk und Elastomeren — Bestimmung der Rückprall-Elastizität
(Schob-Pendel).
NormCD Stand 2004-03

2
EUROPÄISCHE NORM EN 1340
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE April 2003

ICS 93.080.20

Deutsche Fassung

Bordsteine aus Beton


Anforderungen und Prüfverfahren

Concrete kerb units — Requirements and test methods Bordures de trottoir en béton —
Prescriptions et méthodes d’essai

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 16. Oktober 2002 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-
Zentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland,
Island, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, der Slowakei, Spanien, der
Tschechischen Republik, Ungarn und dem Vereinigten Königreich.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION
NormCD Stand 2004-03

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2003 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 1340:2003 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 1340:2003 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort........................................................................................................................................................................ 5
1 Anwendungsbereich..................................................................................................................................... 6
2 Normative Verweisungen ............................................................................................................................. 6
3 Begriffe........................................................................................................................................................... 7
4 Anforderungen an die Materialien ............................................................................................................... 9
4.1 Allgemeines ................................................................................................................................................... 9
4.2 Asbest ............................................................................................................................................................ 9
5 Anforderungen an die Produkte .................................................................................................................. 9
5.1 Allgemeines ................................................................................................................................................... 9
5.2 Form und Maße ............................................................................................................................................. 9
5.2.1 Allgemeines ................................................................................................................................................... 9
5.2.2 Nennmaße .................................................................................................................................................... 10
5.2.3 Geometrie des Bordsteins ......................................................................................................................... 10
5.3 Physikalische und mechanische Eigenschaften ..................................................................................... 13
5.3.1 Allgemeines ................................................................................................................................................. 13
5.3.2 Witterungswiderstand ................................................................................................................................ 13
5.3.3 Biegezugfestigkeit ...................................................................................................................................... 13
5.3.4 Abriebwiderstand ........................................................................................................................................ 14
5.3.5 Gleit-/Rutschwiderstand............................................................................................................................. 14
5.3.6 Leistungsfähigkeit bei Brandbeanspruchung.......................................................................................... 15
5.3.7 Wärmeleitfähigkeit ...................................................................................................................................... 15
5.4 Äußere Beschaffenheit ............................................................................................................................... 15
5.4.1 Aussehen ..................................................................................................................................................... 15
5.4.2 Oberflächenstruktur.................................................................................................................................... 15
5.4.3 Farbe............................................................................................................................................................. 16
6 Beurteilung der Konformität und Übereinstimmungskriterien .............................................................. 16
6.1 Allgemeines ................................................................................................................................................. 16
6.1.1 Nachweis der Übereinstimmung ............................................................................................................... 16
6.1.2 Beurteilung der Übereinstimmung ............................................................................................................ 16
6.2 Typprüfung des Produkts .......................................................................................................................... 17
6.2.1 Ersttypprüfung ............................................................................................................................................ 17
6.2.2 Weitere Typprüfungen ................................................................................................................................ 17
6.2.3 Probenahme, Prüfung und Übereinstimmungskriterien ......................................................................... 17
6.3 Werkseigene Produktionskontrolle........................................................................................................... 18
6.3.1 Allgemeines ................................................................................................................................................. 18
6.3.2 Ausrüstung .................................................................................................................................................. 19
6.3.3 Ausgangsstoffe und andere angelieferte Materialien ............................................................................. 19
6.3.4 Produktionsverfahren................................................................................................................................. 19
6.3.5 Produktprüfung ........................................................................................................................................... 19
6.3.6 Kennzeichnung, Lagerung und Lieferung der Produkte......................................................................... 19
6.3.7 Fehlerhafte Produkte .................................................................................................................................. 19
6.3.8 Übereinstimmungskriterien für das Produkt............................................................................................ 20
7 Kennzeichnung............................................................................................................................................ 21
8 Prüfbericht ................................................................................................................................................... 22
NormCD Stand 2004-03

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EN 1340:2003 (D)

Seite

Anhang A (informativ) Prüfpläne .............................................................................................................................23


A.1 Überprüfung der Ausrüstung .....................................................................................................................23
A.2 Prüfung der Materialien ...............................................................................................................................24
A.3 Prüfung des Produktionsverfahrens..........................................................................................................25
A.4 Produktprüfung ............................................................................................................................................26
A.5 Abstufungsregeln ........................................................................................................................................27
Anhang B (normativ) Verfahren für die Annahmeprüfung einer Lieferung bei der Übergabe ..........................28
B.1 Allgemeines ..................................................................................................................................................28
B.2 Probenahmeverfahren .................................................................................................................................28
B.3 Übereinstimmungskriterien ........................................................................................................................29
Anhang C (normativ) Bestimmung der Maße eines einzelnen Bordsteins .........................................................30
C.1 Vorbereitung.................................................................................................................................................30
C.2 Gesamtaußenmaße ......................................................................................................................................30
C.3 Anlauf ............................................................................................................................................................30
C.4 Profilierung an den Enden ..........................................................................................................................31
C.5 Geradheit und Wölbung ..............................................................................................................................31
C.6 Dicke der Vorsatzschicht ............................................................................................................................31
C.7 Prüfbericht ....................................................................................................................................................31
Anhang D (normativ) Bestimmung der Widerstandsfähigkeit gegen Frost-Tau-Wechsel mit Tausalz...........32
D.1 Prinzip ...........................................................................................................................................................32
D.2 Probekörper..................................................................................................................................................32
D.3 Materialien ....................................................................................................................................................32
D.4 Geräte ............................................................................................................................................................32
D.5 Vorbereitung von Probekörpern.................................................................................................................33
D.6 Durchführung ...............................................................................................................................................34
D.7 Berechnung der Prüfergebnisse ................................................................................................................36
D.8 Prüfbericht ....................................................................................................................................................36
Anhang E (normativ) Bestimmung der gesamten Wasseraufnahme...................................................................37
E.1 Prinzip ...........................................................................................................................................................37
E.2 Probekörper..................................................................................................................................................37
E.3 Materialien ....................................................................................................................................................37
E.4 Geräte ............................................................................................................................................................37
E.5 Vorbereitung der Probekörper....................................................................................................................37
E.6 Durchführung ...............................................................................................................................................37
E.7 Auswertung der Prüfergebnisse ................................................................................................................38
E.8 Prüfbericht ....................................................................................................................................................38
Anhang F (normativ) Messung der Biegezugfestigkeit .........................................................................................39
F.1 Geräte ............................................................................................................................................................39
F.2 Vorbereitung.................................................................................................................................................40
F.3 Durchführung ...............................................................................................................................................40
F.4 Berechnung der Prüfergebnisse ................................................................................................................40
F.5 Prüfbericht ....................................................................................................................................................40
Anhang G (normativ) Bestimmung des Abriebwiderstands .................................................................................41
G.1 Kurzbeschreibung des Abriebverfahrens mit breiter Schleifscheibe ....................................................41
G.2 Schleifmittel..................................................................................................................................................41
G.3 Prüfeinrichtung ............................................................................................................................................41
G.4 Kalibrierung ..................................................................................................................................................45
G.5 Vorbereitung des Probekörpers .................................................................................................................45
G.6 Durchführung ...............................................................................................................................................46
G.7 Messung der Schleifspur ............................................................................................................................46
NormCD Stand 2004-03

G.8 Berechnung der Prüfergebnisse ................................................................................................................47


G.9 Prüfbericht ....................................................................................................................................................47

3
EN 1340:2003 (D)

Seite

Anhang H (normativ) Messung des Verschleißes mit dem Prüfverfahren nach Böhme .................................. 48
H.1 Prinzip .......................................................................................................................................................... 48
H.2 Schleifmittel ................................................................................................................................................. 48
H.3 Prüfeinrichtung............................................................................................................................................ 48
H.4 Vorbereitung der Probekörper................................................................................................................... 49
H.5 Durchführung .............................................................................................................................................. 50
H.6 Berechnung der Prüfergebnisse ............................................................................................................... 50
H.7 Prüfbericht ................................................................................................................................................... 50
Anhang I (normativ) Verfahren zur Bestimmung des Gleitwiderstandswerts von unpolierten Flächen
(USRV) .......................................................................................................................................................... 51
I.1 Prinzip .......................................................................................................................................................... 51
I.2 Prüfeinrichtung............................................................................................................................................ 51
I.3 Kalibrierung ................................................................................................................................................. 54
I.4 Probenahme................................................................................................................................................. 54
I.5 Durchführung .............................................................................................................................................. 55
I.6 Berechnung der Prüfergebnisse ............................................................................................................... 55
I.7 Prüfbericht ................................................................................................................................................... 55
Anhang J (normativ) Prüfung der äußeren Beschaffenheit ................................................................................. 56
J.1 Vorbereitung ................................................................................................................................................ 56
J.2 Durchführung .............................................................................................................................................. 56
Anhang K (informativ) Beispiel für die Anwendung des Verfahrens der Prüfung auf Übereinstimmung
der Biegezugfestigkeit durch Variable (6.3.8.3 B).................................................................................... 57
K.1 Allgemeines ................................................................................................................................................. 57
K.2 Grundgleichung........................................................................................................................................... 57
K.3 Annahmefaktoren........................................................................................................................................ 57
K.4 Standardabweichung s ............................................................................................................................... 58
K.5 Anwendung von Abstufungsregeln .......................................................................................................... 58
K.6 Ergebnisse ................................................................................................................................................... 58
Anhang ZA (informativ) Abschnitte dieser Europäischen Norm, die sich auf die Bestimmungen der
Bauproduktenrichtlinie der EU (89/106/EEC) beziehen........................................................................... 60
ZA.1 Anwendungsbereich und zugehörige Eigenschaft ................................................................................. 60
ZA.2 Bescheinigung der Konformität ................................................................................................................ 61
ZA.3 CE-Zeichen................................................................................................................................................... 63
NormCD Stand 2004-03

4
EN 1340:2003 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 1340:2003) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 178 „Pflastersteine, Platten und
Bordsteine“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom BSI gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines
identischen Textes oder durch Anerkennung bis Oktober 2003, und etwaige entgegenstehende nationale Normen
müssen bis Januar 2005 zurückgezogen werden.

Dieses Dokument wurde unter den Mandaten M/119 und M/122 erarbeitet, die die Europäische Kommission und
die Europäische Freihandelszone dem CEN erteilt haben, und unterstützt grundlegende Anforderungen der
EU-Richtlinien.

Zum Zusammenhang mit EU-Richtlinien siehe informativen Anhang ZA, der Bestandteil dieses Dokumentes ist.

Es wird keine vorhandene Europäische Norm ersetzt.

Die Anhänge B, C, D, E, F, G, H, I und J sind normativ, die Anhänge A, K und ZA sind informativ.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder
gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden,
Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich.
NormCD Stand 2004-03

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EN 1340:2003 (D)

1 Anwendungsbereich

Diese Europäische Norm legt Materialien, Eigenschaften, Anforderungen und Prüfverfahren für unbewehrte
Bordsteine, Rinnen und Ergänzungssteine aus zementgebundenem Beton fest, die für verkehrsmäßig genutzte
befestigte Flächen und auf Dächern verwendet werden.

Die Teile werden verwendet, um einen oder mehrere der folgenden Zwecke zu erfüllen:

Trennung, physische oder visuelle Begrenzung, Entwässerung oder Einfassung befestigter Bereiche oder
sonstiger Flächen.

Bei regelmäßiger Verwendung von Spikereifen sind manchmal zusätzliche Anforderungen notwendig.

Diese Norm regelt die Produktkennzeichnung und Konformitätsbewertung des Produkts nach dieser Europäischen
Norm.

Bis auf Maßabweichungen beinhaltet diese Norm keine Anforderungen an Querschnitte, Formen und Maße.

Diese Norm befasst sich nicht mit der Tastbarkeit und visuellen Wahrnehmbarkeit von Bordsteinen.

2 Normative Verweisungen
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen
Publikationen. Diese normativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen
sind nachstehend aufgeführt. Bei datierten Verweisungen gehören spätere Änderungen oder Überarbeitungen
dieser Publikationen nur zu dieser Europäischen Norm, falls sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet
sind. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation (einschließlich
Änderungen).

EN 10083-2, Vergütungsstähle — Teil 2: Technische Lieferbedingungen für unlegierte Qualitätsstähle.

EN 13369, Allgemeine Regeln für Betonfertigteile.

EN ISO 4288, Geometrische Produktspezifikationen (GPS) — Oberflächenbeschaffenheit: Tastschnittverfahren —


Regeln und Verfahren für die Beurteilung der Oberflächenbeschaffenheit (ISO 4288:1996).

EN ISO 6506-1, Metallische Werkstoffe — Härteprüfung nach Brinell — Teil 1: Prüfverfahren (ISO 6506-1:1999).

EN ISO 6506-2, Metallische Werkstoffe — Härteprüfung nach Brinell — Teil 2: Prüfung und Kalibrierung der
Härteprüfmaschinen (ISO 6506-2:1999).

EN ISO 6506-3, Metallische Werkstoffe — Härteprüfung nach Brinell — Teil 3: Kalibrierung der
Härtevergleichsplatten (ISO 6506-3:1999).

ISO 48, Rubber, vulcanized or thermoplastic — Determination of hardness (hardness between 10 IRHD and
100 IRHD).

ISO 4662, Rubber — Determination of rebound resilience of vulcanizates.

ISO 7619, Rubber — Determination of indentation hardness by means of pocket hardness meters.

ISO 7873, Control charts for arithmetic average with warning limits.
NormCD Stand 2004-03

ISO 7966, Acceptance control charts.

ISO 8486-1, Bond abrasives — Determination and designation of grain size distribution — Marcogrits F4 to F220.

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EN 1340:2003 (D)

3 Begriffe
Für die Anwendung dieser Europäischen Norm gelten die folgenden Begriffe.

3.1
Bordstein aus Beton
vorgefertigtes Erzeugnis aus Beton zur Trennung von Flächen gleicher oder verschiedener Höhen, um

∙ eine physische oder visuelle Begrenzung oder Einfassung zu erreichen;

∙ Entwässerungsrinnen, einzeln oder im Zusammenhang mit anderen Steinen, zu bilden;

∙ Flächen, die einer unterschiedlichen verkehrsmäßigen Nutzung unterliegen, voneinander zu trennen

3.2
Ergänzungsstein
Erzeugnis, manchmal Teil eines Bordsteins, der Rinne usw., das als Übergangsstück bei Richtungsänderungen
und für Form- oder Höhenänderungen verwendet wird, oder ein kleines Teil, um einen Strang zu vervollständigen

3.3
Gesamtlänge
Länge des Bordsteins ausschließlich Verbundanformungen oder Abstandshaltern

3.4
Höhe
Abstand zwischen der Bettungsfläche und der Trittfläche des Bordsteins

3.5
Unterseite
untere Fläche, die nach dem Versetzen Kontakt mit dem Boden hat

3.6
Sichtfläche
vom Hersteller konzipierte und nach Verlegung und Gebrauch sichtbare Fläche

3.7
Vorsatzschicht
Schicht aus Beton auf der Sichtfläche oder einem Teil der Sichtfläche, die aus anderen Materialien besteht
und/oder andere Eigenschaften aufweist als der Kernbeton

ANMERKUNG Zu unterscheiden von Feinmörtel, bei dem es sich um einen feinen Zementmörtel oder Zementleim handelt,
der auf die Oberfläche des Bordsteins aufgetragen wird.

3.8
seitliche Abschrägung (Anlauf)
Neigung einer Seitenfläche zur vertikalen Ebene über die Höhe eines Bordsteins, wie in Bild 1 dargestellt

3.9
Fase
abgeschrägte Kante, wie in Bild 1 dargestellt

3.10
Kante
NormCD Stand 2004-03

Teil eines Bordsteins, an dem zwei Sichtflächen zusammentreffen. Sie kann gebrochen, abgerundet, gefast,
halbrund oder abgeschrägt sein

7
EN 1340:2003 (D)

Legende
1 Fase
2 Höhe
α Anlauf
Bild 1 — Beispiel für Fase und seitliche Abschrägung (Anlauf)

3.11
Nennmaß
für die Herstellung eines Bordsteins vom Hersteller festgelegtes Maß, mit dem das Istmaß innerhalb festgelegter
zulässiger Abweichungen übereinstimmen sollte

3.12
nachträgliche Bearbeitung
Bearbeitungsverfahren, das nach der eigentlichen Herstellung vor oder nach dem Abbinden an dem ganzen
Bordstein oder einer seiner Flächen durchgeführt wird

3.13
Istmaß
das am Bordstein gemessene Maß

3.14
profilierte Fläche am Ende
Fläche am Ende eines Bordsteins mit nutartigem Profil

3.15
Rutschwiderstand
Fähigkeit, der Relativbewegung zwischen einem Fahrzeugreifen und der befahrenen Fläche des Bordsteins zu
widerstehen

3.16
Gleitwiderstand
Fähigkeit, der Relativbewegung zwischen einem Fuß und der begangenen Fläche des Bordsteins zu widerstehen

3.17
Bezugslinie
Bordstein- oder Rinnenlinie, an der das Bauteil verlegt werden soll

3.18
Verkehrsfläche
vom Hersteller vorgesehene über der Straßenfläche liegende Sichtfläche des Bordsteins, die der Verkehrsführung
NormCD Stand 2004-03

dient

3.19
Feinmörtel
feiner Zementmörtel oder Zementleim zur Aufbringung auf die Oberfläche

8
EN 1340:2003 (D)

4 Anforderungen an die Materialien

4.1 Allgemeines

Es dürfen nur Materialien verwendet werden, deren Eignung für die Herstellung von Betonpflastersteinen aufgrund
ihrer Eigenschaften und ihres Leistungsvermögens nachgewiesen sind.

Die Anforderungen an die Eignung von verwendeten Materialien müssen in der Dokumentation der
Produktionskontrolle angegeben werden.

Wenn durch Übereinstimmung mit den jeweils maßgebenden Vorschriften die Eigenschaften und das Leistungs-
vermögen der Materialien belegt wurden, brauchen keine weiteren Prüfungen durchgeführt zu werden.

In Anhang A ist ein Kontrollplan für die Prüfung der Materialien angegeben.

4.2 Asbest

Asbest oder asbesthaltige Materialien dürfen nicht verwendet werden.

5 Anforderungen an die Produkte

5.1 Allgemeines

Die Leistungsanforderungen an Bordsteine sind in Klassen festgelegt, die mit entsprechenden Markierungen
bezeichnet sind.

Bordsteine können ganz aus einem Beton oder mit unterschiedlichen Betonen für die Vorsatzschicht und für den
Kernbeton hergestellt werden.

Wenn Bordsteine mit einer Vorsatzschicht gefertigt werden, muss diese Vorsatzschicht, gemessen nach Anhang C,
eine Mindestdicke von 4 mm über den vom Hersteller angegebenen Bereich aufweisen.

Einzelne Zuschlagkörner, die in die Vorsatzschicht hineinragen, sind zu vernachlässigen. Die Vorsatzschicht muss
integrierter Bestandteil des Bordsteins sein.

Eine abgeschrägte Kante mit mehr als 2 mm Schräge muss als Fase beschrieben werden. Ihre Maße müssen vom
Hersteller angegeben werden.

Bordsteine können mit funktionalen und/oder dekorativen Profilierungen hergestellt werden, die in den Nennmaßen
eines Bordsteins nicht enthalten sein dürfen. Die Oberfläche von Bordsteinen kann strukturiert, bearbeitet oder
chemisch behandelt sein; diese Oberflächenbeschaffenheiten oder -behandlungen müssen vom Hersteller be-
schrieben und angegeben werden.

5.2 Form und Maße

5.2.1 Allgemeines

Alle in diesem Abschnitt angegebenen Maße beziehen sich auf Nennmaße.

Die Konformitätskriterien für jede einzelne Anforderung sind in 6.3.8.1 angegeben. Die Maße und Abweichungen
sind nach Anhang C zu messen.
NormCD Stand 2004-03

Nationale Normen dürfen Querschnitte und Längen festlegen.

ANMERKUNG Im Raumbedarf für einen Bordstein sollte ein Zuschlag für Fugen und Abweichungen berücksichtigt werden.

9
EN 1340:2003 (D)

5.2.2 Nennmaße

Die Nennmaße sind vom Hersteller anzugeben.

ANMERKUNG Die empfohlene Länge eines geraden Bordsteins einschließlich der Fuge beträgt 1000 mm.

5.2.3 Geometrie des Bordsteins

5.2.3.1 Gestaltung der Enden

Es ist zulässig, die Enden von Bordsteinen eben oder mit Profilierungen, die den Verbund oder die Verlegung
erleichtern, auszuführen. Diese Profilierungen müssen vom Hersteller angegeben werden.

Die Bilder 2, 3 und 4 geben Beispiele.

Legende
L Länge
Y ≤ X — 3 mm und Zy ≤ Zx — 3 mm
X minimum: ≥ 1/5 b und ≥ 20 mm
X maximum: ≤ 1/3 b und ≤ 70 mm
Zy maximum: y/2
X und Zx — 1, +2 mm
Y und Zy — 2, +1 mm

Bild 2 — Beispiel für ein Verbundelement; Maßanforderungen und zulässige Abweichungen


NormCD Stand 2004-03

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EN 1340:2003 (D)

Maße in Millimeter

Legende
L Länge

Bild 3 — Beispiel für Maße einer Profilierung und Abschrägung (Anlauf) an den Enden

Maße in Millimeter

Legende
H Höhe des Bordsteins
h Höhe des Rücksprungs oder Unterschnitts
L Länge
W Breite

Bild 4 — Beispiel für einen Rücksprung oder einen Unterschnitt am unteren Ende eines Bordsteins
NormCD Stand 2004-03

5.2.3.2 Kurvensteine

Kurvensteine müssen mit konvex oder konkav bezeichnet werden. Die Beschreibung muss sich auf die Bezugslinie
beziehen. Der Radius eines Kurvensteins und seine Gesamtlänge müssen zur bzw. entlang der Bezugslinie
gemessen werden.

11
EN 1340:2003 (D)

Die Vorzugsradien eines Kurvensteins sind 0,5 m, 1 m, 2 m, 3 m, 4 m, 5 m, 6 m, 8 m, 10 m und 15 m. Die


empfohlene Länge ist 780 mm. Nationale Normen können andere Radien und eine andere Länge festlegen.

a) Bordstein und Rinne als Innenbogen b) Bordstein und Rinne als Außenbogen
Legende
1 Bordstein
2 Straße
3 Länge
4 Radius
5 Rinne
Bild 5 — Beispiele für Kurvensteine a) konkav und b) konvex

5.2.3.3 Zulässige Abweichungen

Die Werte für die zulässigen Abweichungen von den vom Hersteller angegebenen Nennmaßen sind:

Länge: ± 1 %, gerundet auf 1 Millimeter, mindestens 4 mm und höchstens 10 mm.

Weitere Maße, außer dem Radius:

für Sichtflächen: ± 3 %, gerundet auf 1 Millimeter mindestens 3 mm und höchstens 5 mm;

für andere Teile: ± 5 %, gerundet auf 1 Millimeter, mindestens 3 mm und höchstens 10 mm.

Die Differenz zwischen zwei Messungen eines Einzelmaßes an einem Bordstein muss ≤ 5 mm betragen.

Für Sichtflächen, die als eben, und Kanten, die als gerade beschrieben werden, gelten die in Tabelle 1 ange-
gebenen zulässigen Abweichungen für Ebenheit und Geradheit.

Tabelle 1 — Zulässige Abweichungen für Ebenheit und Geradheit

Messlänge Zulässige Abweichung


mm mm
300 ± 1,5
400 ± 2,0
500 ± 2,5
800 ± 4,0
NormCD Stand 2004-03

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EN 1340:2003 (D)

5.3 Physikalische und mechanische Eigenschaften

5.3.1 Allgemeines

Die Bordsteine müssen zu dem Zeitpunkt, zu dem sie vom Hersteller als gebrauchstauglich erklärt werden, die
folgenden Anforderungen erfüllen.

Wenn Ergänzungssteine oder Bordsteine wegen ihrer Geometrie nicht nach dieser Norm geprüft werden können,
entsprechen sie dieser Norm, wenn sie mindestens die gleiche Betonqualität besitzen wie Bordsteine, die dieser
Norm entsprechen.

5.3.2 Witterungswiderstand

5.3.2.1 Prüfverfahren

Der Witterungswiderstand wird durch Prüfungen des Frost-Tausalz-Widerstandes nach Anhang D oder für die
Wasseraufnahme nach Anhang E und anhand der Übereinstimmungskriterien nach 6.3.8.2 bestimmt.

5.3.2.2 Leistungsfähigkeit und Klassen

Die Bordsteine müssen die Anforderungen der Tabellen 2.1 oder 2.2 erfüllen.

Empfehlungen zu Klasse(n) des Witterungswiderstandes dürfen national gegeben werden, um die Dauerhaftigkeit
des Produktes für dieses Land, für die das Produkt auf den Markt gebracht wird, sicherzustellen.

Tabelle 2.1 — Wasseraufnahme

Klasse Kennzeichnung Wasseraufnahme


Masse-%
1 A Keine Anforderung
2 B ≤ 6 als Mittelwert

Wo besondere Bedingungen herrschen, z. B. wenn Flächen bei Frost häufig mit Tausalzen in Kontakt kommen,
müssen die Anforderungen nach Tabelle 2.2 erfüllt werden.

Tabelle 2.2 — Frost-Tausalz-Widerstand

Klasse Kennzeichnung Masseverlust nach der Frost-Tausalz-Prüfung


2
kg/m
3 D ≤ 1,0
als Mittelwert mit keinem Einzelwert > 1,5

5.3.3 Biegezugfestigkeit

5.3.3.1 Prüfverfahren

Die charakteristische Biegezugfestigkeit ist durch Prüfung nach Anhang F zu ermitteln, und die Übereinstimmungs-
kriterien sind in 6.3.8.3 angegeben.
NormCD Stand 2004-03

5.3.3.2 Leistungsfähigkeit und Klassen

Die charakteristische Biegezugfestigkeit darf nicht geringer sein als der entsprechende Wert in Tabelle 3.

Kein Einzelergebnis darf geringer sein als die entsprechende Mindestbiegefestigkeit in Tabelle 3. Wenn Bordsteine
wegen ihrer Geometrie nicht nach dieser Norm geprüft werden können, entsprechen sie derselben Klasse wie die
geprüften Bordsteine, wenn sie mindestens die gleiche Betonqualität besitzen.
13
EN 1340:2003 (D)

Tabelle 3 — Biegezugfestigkeitsklassen

Klasse Kennzeichnung Charakteristische Mindestbiegezugfestigkeit


Biegezugfestigkeit
Mpa
MPa
1 S 3,5 2,8
2 T 5,0 4,0
3 U 6,0 4,8

Für die Anwendung können Richtlinien auf nationaler Ebene herausgegeben werden.

5.3.3.3 Dauerhaftigkeit der Festigkeit

Unter normalen Einsatzbedingungen behalten Bordsteine aus Beton während ihrer Lebensdauer eine
ausreichende Festigkeit, vorausgesetzt, dass sie 5.3.3.2 entsprechen und den üblichen Erhaltungsmaßnahmen
unterliegen.

Für die Anwendung können Richtlinien auf nationaler Ebene herausgegeben werden.

5.3.4 Abriebwiderstand

5.3.4.1 Prüfverfahren

Der Abriebwiderstand wird mit dem Abriebverfahren mit breiter Schleifscheibe nach Anhang G bestimmt oder als
Alternative darf das Prüfverfahren nach Böhme (siehe Anhang H) angewendet werden. Die Referenzprüfung ist
das Abriebverfahren mit breiter Schleifscheibe.

5.3.4.2 Leistungsfähigkeit

In Tabelle 4 sind Anforderungen an den Abriebwiderstand angegeben.

Kein Einzelergebnis darf größer sein als der geforderte Wert.

Tabelle 4 — Abriebwiderstandsklassen

Klasse Kennzeichnung Anforderung


Gemessen nach dem Alternativ gemessen nach dem
Prüfverfahren in Anhang G Prüfverfahren in Anhang H
1 F Keine Anforderung Keine Anforderung
3 H ≤ 23 mm ≤ 20 000 mm /5 000 mm
3 2

4 I ≤ 20 mm ≤ 18 000 mm /5 000 mm
3 2

5.3.5 Gleit-/Rutschwiderstand
NormCD Stand 2004-03

5.3.5.1 Feststellung

Bordsteine aus Beton besitzen einen ausreichenden Gleit-/Rutschwiderstand, vorausgesetzt, sie sind zur Erzielung
einer glatten Oberfläche nicht geschliffen und/oder poliert worden.

14
EN 1340:2003 (D)

5.3.5.2 Prüfverfahren

Sollte im Ausnahmefall ein Wert für den Gleit-/Rutschwiderstand erforderlich sein, muss das in Anhang I beschrie-
bene Prüfverfahren angewendet werden, und der Mindestwert des Gleit-/Rutschwiderstandes muss deklariert
werden.

Sollte die Oberfläche eines Bordsteins Riefen, Rillen oder andere Oberflächenmerkmale aufweisen, die ein Prüfen
mit dem Pendelgerät unmöglich machen, oder sollte die Bordsteinfläche als Prüffläche zu klein sein, muss der
Hersteller einen größeren Bordstein mit den gleichen Oberflächenmerkmalen prüfen.

ANMERKUNG Der Wert des Gleit-/Rutschwiderstandes bezieht sich auf Bordsteine, wie sie hergestellt sind, und stellt einen
ausreichenden Gleit-/Rutschwiderstand nach der Verlegung sicher.

5.3.5.3 Dauerhaftigkeit des Gleit-/Rutschwiderstandes

Unter normalen Einsatzbedingungen besitzen Bordsteine aus Beton einen ausreichenden Gleit-/Rutschwiderstand
während der Lebensdauer des Produkts, vorausgesetzt, dass sie den üblichen Erhaltungsmaßnahmen unterliegen
und dass nicht ein Großteil von Gesteinskörnungen, die sich unter Beanspruchung übermäßig polieren, an der
Oberseite frei liegen.

5.3.6 Leistungsfähigkeit bei Brandbeanspruchung

5.3.6.1 Brandverhalten

Bordsteine aus Beton besitzen ohne Prüfung das Brandverhalten nach Klasse A11).

5.3.6.2 Verhalten bei Brandeinwirkungen von außen

Bei Bordsteinen aus Beton, die bei Dachbelägen eingesetzt werden, wird ohne Prüfung2) davon ausgegangen,
dass sie die Anforderungen für die Brandbeanspruchung von außen erfüllen.

5.3.7 Wärmeleitfähigkeit

Wenn Bordsteine aus Beton dafür vorgesehen sind, zum wärmetechnischen Verhalten eines Bauteils beizutragen,
muss der Hersteller die Wärmeleitfähigkeit anhand von Entwurfsdaten von EN 13369 angeben.

5.4 Äußere Beschaffenheit

5.4.1 Aussehen

Die Sichtfläche des Bordsteins darf keine Schäden, wie z. B. Risse oder Abplatzungen, zeigen, wenn sie nach
Anhang J geprüft wird.

Bei zweischichtigen Bordsteinen, die nach Anhang K geprüft werden, darf kein Ablösen (d. h. Trennen) zwischen
den Schichten eintreten.

ANMERKUNG Ausblühungen beeinträchtigen nicht die Gebrauchstauglichkeit der Bordsteine und werden nicht als
bedeutend betrachtet.

5.4.2 Oberflächenstruktur

Wenn Bordsteine mit einer speziellen Oberflächenstruktur hergestellt werden, muss diese Struktur vom Hersteller
NormCD Stand 2004-03

beschrieben werden.

1) Es wird auf die Kommissionsentscheidung 96/603/EU (wie geändert) verwiesen.


2) Siehe Komissionsentscheidung 2000/553/EU.

15
EN 1340:2003 (D)

Wenn bei der Prüfung nach Anhang J keine wesentlichen Unterschiede in der Oberflächenstruktur gegenüber den
vom Hersteller bereitgestellten und vom Käufer genehmigten Mustern vorhanden sind, muss Übereinstimmung
festgestellt werden.

ANMERKUNG Abweichungen von der Gleichmäßigkeit der Oberflächenstruktur der Bordsteine können durch unvermeidbare
Schwankungen der Eigenschaften bei den Ausgangsstoffen und beim Erhärten hervorgerufen werden und werden nicht als
bedeutend betrachtet.

5.4.3 Farbe

Es liegt im Ermessen des Herstellers, ob die Vorsatzschicht oder der gesamte Bordstein farbig ausgeführt wird.

Wenn bei Prüfung nach Anhang J keine wesentlichen Unterschiede in der Farbe gegenüber den vom Hersteller
bereitgestellten und vom Käufer genehmigten Mustern vorhanden sind, muss Übereinstimmung festgestellt
werden.

ANMERKUNG Abweichungen von der Farbintensität der Bordsteine können durch unvermeidbare Abweichungen bei der
Einfärbung, durch Schwankungen der Eigenschaften bei den Ausgangsstoffen und beim Erhärten hervorgerufen werden und
werden nicht als bedeutend betrachtet.

6 Beurteilung der Konformität und Übereinstimmungskriterien

6.1 Allgemeines

Für Prüfzwecke darf der Hersteller Produkte zu Familien zusammenfassen, wobei davon ausgegangen wird, dass
der Wert für die jeweilige Eigenschaft bei allen Produkten dieser Familie etwa gleich groß ist. Derartige Familien
sind:

1) Festigkeitsfamilie: Bordsteine, die unter Verwendung der gleichen Arten von Materialien und mit gleichen
Produktionsverfahren, unabhängig von Maßen und Farbgebung hergestellt werden.

2) Oberflächenfamilie: Bordsteine mit Vorsatzmischungen mit gleichen Hauptgesteinskörnungen (z. B.


natürlichem Flusskies, Splitte aus Granit, Porphyr, Basalt oder Kalkstein) und mit gleicher
Oberflächenbehandlung des Endprodukts, unabhängig von Maßen und Einfärbung.

6.1.1 Nachweis der Übereinstimmung

Übereinstimmung des Produkts mit den Anforderungen dieser Norm und mit den angegebenen Werten (Stufen
oder Klassen) für die Produkteigenschaften muss nachgewiesen werden, indem beides ausführt wird:

∙ eine Typprüfung des Produkts (siehe 6.2);

∙ eine werkseigene Produktionskontrolle im Herstellerwerk (siehe 6.3), einschließlich Produktprüfung.

6.1.2 Beurteilung der Übereinstimmung

Zusätzlich kann die Übereinstimmung des Produkts mit dieser Norm

∙ entweder durch eine Fremdüberwachung, die die Typprüfung des Herstellers und die Verfahren der
werkseigenen Produktionskontrolle überwacht,
NormCD Stand 2004-03

• oder durch eine Abnahmeprüfung einer Lieferung bei der Übergabe (z. B. im Streitfall, siehe Anhang B)

beurteilt werden.

16
EN 1340:2003 (D)

6.2 Typprüfung des Produkts

6.2.1 Ersttypprüfung

Die Ersttypprüfung muss bei Erstanwendung dieser Norm zu Beginn der Herstellung eines neuen Produkttyps oder
einer neuen Produktfamilie oder der Inbetriebnahme einer neuen Anlage durchgeführt werden, um zu bestätigen,
dass die erreichten Eigenschaften des Produkts die Anforderungen dieser Norm und die vom Hersteller
angegebenen Werte erfüllen.

Wenn das Produkt schon früher nach dieser Norm geprüft wurde, darf das Ergebnis für die Ersttypprüfung heran-
gezogen werden.

6.2.2 Weitere Typprüfungen

Bei einer Änderung der eingesetzten Ausgangsstoffe, der verwendeten Rezeptur oder der Produktionseinrichtung
oder -verfahren, die zu wesentlichen Änderungen einiger oder aller Eigenschaften des Endprodukts führen
könnten, müssen Typprüfungen für die jeweilige Eigenschaft wiederholt werden.

ANMERKUNG Beispiele für wesentliche Änderungen:

1) Umstellung von Kies auf Splitt oder Änderung der Zementart oder -festigkeitsklasse;
2) teilweiser Ersatz des Zements durch Zusatzstoffe.

Für den Abriebwiderstand und den Witterungswiderstand ist die Typprüfung in regelmäßigen Abständen mit der in
Tabelle 5 angegebenen Häufigkeit durchzuführen, selbst wenn keine Änderung vorgenommen wurde.

Tabelle 5 — Regelmäßig zu wiederholende Typprüfung

Eigenschaft Häufigkeit
Abriebwiderstand (nur Klassen 3 und 4) Einmal jährlich je Oberflächenfamilie
Witterungswiderstand (nur Klasse 3) Einmal jährlich je Oberflächenfamilie1)
1) Wenn das Ergebnis einer Typprüfung (Masseverlust) für eine Familie unter 50 % des zulässigen Werts liegt, darf die
Prüfhäufigkeit auf einmal je zwei Jahre reduziert werden.
Wenn eine Oberflächenfamilie einer regelmäßigen Wasseraufnahme-Prüfung mit der Häufigkeit für Produkte der Klasse 2
(siehe 6.3.8.2) unterzogen wird, um die Übereinstimmung mit Bordsteinen nachzuweisen, die einer Frost-Tausalz-Prüfung
unterworfen werden, darf die geforderte Prüfhäufigkeit auf einmal je zwei Jahre reduziert werden.
Wenn beide Bedingungen erfüllt werden, darf die Prüfhäufigkeit auf einmal je vier Jahre reduziert werden.

6.2.3 Probenahme, Prüfung und Übereinstimmungskriterien

Die Anzahl der zu prüfenden Bordsteine muss Tabelle 6 für die jeweilige Eigenschaft entsprechen.
NormCD Stand 2004-03

17
EN 1340:2003 (D)

Tabelle 6 — Probenahmeplan und Übereinstimmungskriterien für die Erst- und weitere Typprüfungen

Eigenschaft Anforderungen Prüfverfahren Anzahl der Übereinstimmungskriterien


Bordsteine
Aussehen 5.4.1 Anhang K 81) Kein Bordstein darf Risse,
Abplatzungen oder
Schichtentrennung aufweisen.2)
2)
Dicke der 5.1 Anhang C 81) Jeder Bordstein muss die
Vorsatzschicht Anforderungen erfüllen.
2)
Form und 5.2 Anhang C 81) Jeder Bordstein muss die
Maße Anforderungen erfüllen.
Biegezug- 5.3.2, Tabelle 3 Anhang F 8 Kein Bordstein darf eine geringere
festigkeit Biegezugfestigkeit aufweisen als
der charakteristische Wert für die
angegebene Klasse.
Abriebwider- 5.3.3 Anhang G oder 3 Jeder Bordstein muss die
stand (nur H Anforderungen erfüllen.
Klassen 3 und
4)
Gleit-/Rutsch- 5.3.4 Anhang J 5 Der Mittelwert von fünf
widerstand Bordsteinen darf nicht unter 45
(nur, wenn liegen.
geprüft)
Witterungs-
beständigkeit
– 5.3.1 Anhang E 3 Kein Bordstein darf eine größere
Klasse 2 Wasseraufnahme als 6 Masse-%
haben.
5.3.1 Anhang D 3
Der Mittelwert von drei

Bordsteinen darf nicht größer sein
Klasse 3 2
als 1,0 kg/m , wobei kein
Einzelergebnis größer als
2
1,5 kg/m sein darf.
1) Diese Bordsteine dürfen für nachfolgende Prüfungen verwendet werden.
2) C.6 gilt nur für Bordsteine mit Vorsatzschicht.

Die Typprüfungen müssen in Übereinstimmung mit den in dieser Norm aufgeführten Referenzprüfverfahren
durchgeführt werden.

Die Typprüfung wird in der Regel mit der Prüfausrüstung des Herstellers durchgeführt.

Die Prüfergebnisse sind aufzuzeichnen.

6.3 Werkseigene Produktionskontrolle

6.3.1 Allgemeines
NormCD Stand 2004-03

Der Hersteller muss ein System für die werkseigene Produktionskontrolle einrichten, dokumentieren und aufrecht-
erhalten, um sicherzustellen, dass die auf den Markt gebrachten Produkte den festgelegten oder erklärten Werten
entsprechen.

Das System für die werkseigene Produktionskontrolle muss die Verfahrensweise, die regelmäßigen Kontrollen und
Prüfungen enthalten; die Ergebnisse sind zur Steuerung der Ausgangsstoffe und anderer angelieferter Materialien,
der Ausrüstungen, des Produktionsverfahrens und der Produkteigenschaften heranzuziehen.

18
EN 1340:2003 (D)

In Anhang A ist ein Beispiel für einen geeigneten Prüfplan für die werkseigene Produktionskontrolle aufgeführt.

Ergebnisse von Kontrollen, die ein Eingreifen erfordern, und die Prüfergebnisse sind aufzuzeichnen.

Sollten die Kontrolle oder Prüfkriterien nicht eingehalten werden, sind die zu ergreifenden Maßnahmen anzugeben.

6.3.2 Ausrüstung

Alle Wäge-, Mess- und Prüfausrüstungen müssen kalibriert und regelmäßig auf Übereinstimmung mit den
festgelegten Verfahrensweisen, Häufigkeiten und Kriterien überprüft werden.

In Anhang A.1 ist ein Beispiel für einen Prüfplan für die Ausrüstung aufgeführt.

6.3.3 Ausgangsstoffe und andere angelieferte Materialien

Die maßgeblichen Spezifikationen für alle angelieferten Materialien sind zu dokumentieren.

In Anhang A.2 ist ein Beispiel für einen Prüfplan für Ausgangsstoffe aufgeführt.

6.3.4 Produktionsverfahren

Die wesentlichen Bereiche der Produktionsanlage und des Produktionsverfahrens müssen unter Angabe der
Häufigkeit der Kontrollen und Prüfungen sowie der erforderlichen Kriterien für die Ausrüstung und die laufende
Produktion festgelegt werden.

In Anhang A.3 ist ein Beispiel für einen Prüfplan für das Produktionsverfahren aufgeführt.

6.3.5 Produktprüfung

Es ist ein Probenahme- und Prüfplan für die Produkte zu erarbeiten und umzusetzen.

Die Probe muss für die Produktion repräsentativ sein.

Die Prüfungen sind in Übereinstimmung mit den in dieser Norm aufgeführten Verfahren oder unter Anwendung
alternativer Prüfverfahren durchzuführen, für die eine Korrelation zu den Normverfahren besteht.

Wenn Ergänzungssteine und Bordsteine aufgrund ihrer Geometrie nicht nach dieser Norm geprüft werden können,
gelten sie als konform nach dieser Norm, wenn sie mindestens dieselbe Betonqualität wie Bordsteine nach dieser
Norm haben.

Die Prüfergebnisse müssen die festlegten Übereinstimmungskriterien erfüllen (siehe 6.3.8) und dokumentiert sein.

In Anhang A.4.1 ist ein Beispiel für einen Prüfplan für die Produktprüfung aufgeführt.

In Anhang A.5 sind Abstufungsregeln für die Produktprüfung aufgeführt.

6.3.6 Kennzeichnung, Lagerung und Lieferung der Produkte

Die Kennzeichnungs-, Lagerungs- und Lieferkontrolle sowie die Verfahren für den Umgang mit fehlerhaften
Produkten (siehe 6.3.7) sind zu dokumentieren.

Produkte können freigegeben werden, bevor endgültige Prüfergebnisse vorliegen, sofern sie in ein geeignetes
Rückrufverfahren eingebunden sind.
NormCD Stand 2004-03

In Anhang A.4.2 ist ein Beispiel für einen Prüfplan für die Kennzeichnung, Lagerung und Lieferung aufgeführt.

6.3.7 Fehlerhafte Produkte

Wenn die Prüfergebnisse für ein Produkt nicht zufrieden stellend sind, muss der Hersteller die notwendigen
Schritte unternehmen, um den Mangel zu beheben.

19
EN 1340:2003 (D)

Produkte, die die Anforderungen nicht erfüllen, müssen aussortiert und entsprechend gekennzeichnet werden.

Wenn erst nach der Lieferung festgestellt wird, dass ein Produkt nicht konform ist, muss der Kunde benachrichtigt
werden.

6.3.8 Übereinstimmungskriterien für das Produkt

Wenn die Übereinstimmungskriterien in diesem Abschnitt entweder mit Hilfe einer Attribut-Prüfung oder einer
Variablen-Prüfung festgestellt werden können, liegt die anzuwendende Methode im Ermessen des Herstellers.

6.3.8.1 Form und Maße

A. Attribute

Die Übereinstimmung der Produktion mit 5.2 muss für jede Fertigungslinie an einem bis zu vier Produktionstagen
(Probenahme siehe zum Beispiel nach A.4.1.3) beurteilt werden. Jede der Anforderungen in 5.2 ist gesondert zu
betrachten.

a) Wenn die Probe aus weniger als acht Bordsteinen besteht (siehe Abstufungsregeln in A.5) und jede der
Anforderungen in 5.2 von allen Bordsteinen erfüllt ist, müssen diese Probe und die entsprechende Produktion
angenommen werden. Anderenfalls muss die Probe auf acht Bordsteine erhöht werden, und es gilt das
Verfahren in b).

b) Wenn die Probe aus acht Bordsteinen besteht und nicht mehr als ein Bordstein eine der in 5.2 jeweils
gesondert bewerteten Anforderungen nicht erfüllt, müssen die Probe und die entsprechende Produktion
angenommen werden. Anderenfalls muss die Probe auf 16 Bordsteine erhöht werden, und es gilt das
Verfahren nach c).

c) Wenn die Probe aus 16 Bordsteinen besteht und nicht mehr als zwei Bordsteine eine der in 5.2 jeweils
gesondert bewerteten Anforderungen nicht erfüllen, müssen die Probe und die entsprechende Produktion
angenommen werden. Wenn mehr als zwei Bordsteine eine der gesondert bewerteten Anforderungen nicht
erfüllen, dürfen die Probe und die entsprechende Produktion nicht angenommen werden, und es gilt 6.3.7.

B. Variable

Wenn die Standardabweichung für eine Fertigungslinie bekannt ist und regelmäßig überprüft wird, muss die
Übereinstimmung der Produktion mit 5.2 für jede Fertigungslinie je Produktionstag oder für höchstens fünf
aufeinander folgende Produktionstage beurteilt werden (siehe Probenahme nach A.4.1.3). Jede der Anforderungen
in 5.2 ist gesondert zu bewerten.

Die Übereinstimmung wird auf der Basis einer 10-%-Quantile beurteilt.

Die Akzeptanz der betrachteten Proben muss mit Hilfe von Prüfdiagrammen nach ISO 7966 oder ISO 7873 und
unter Berücksichtigung von 5.2 überprüft werden, vorausgesetzt, dass die Annahmewahrscheinlichkeit derjenigen
der Attributprüfung entspricht (siehe Anhang A).

6.3.8.2 Witterungswiderstand (Klasse 2 — Wasseraufnahme)

Die Übereinstimmung der Produktion mit 5.3.2 (Klasse 2) muss für jede Familie und für jeweils fünf Produktions-
tage oder mehr nach den Abstufungsregeln (Probenahme siehe zum Beispiel nach A.4.1.6) beurteilt werden.

a) Wenn die Probe aus drei oder sechs Bordsteinen besteht (siehe Abstufungsregeln in A.5) und die
Anforderungen in 5.3.2 (Klasse 2) erfüllt sind, müssen die Probe und die entsprechende Produktion ange-
NormCD Stand 2004-03

nommen werden. Anderenfalls muss die Probe auf neun Bordsteine erhöht werden, und es gilt das Verfahren
in b).

b) Wenn die Probe aus neun Bordsteinen besteht und die Anforderungen in 5.3.2 (Klasse 2) erfüllt sind, müssen
die Probe und die entsprechende Produktion angenommen werden. Anderenfalls werden die Probe und die
entsprechende Produktion nicht angenommen, und es gilt 6.3.7.

20
EN 1340:2003 (D)

6.3.8.3 Biegezugfestigkeit

A. Attribute

Die Übereinstimmung der Produktion mit 5.3.3 muss für jede Fertigungslinie je ein bis vier Produktionstage beurteilt
werden (siehe Probenahme nach A.4.1.4).

a) Wenn die Probe aus acht Bordsteinen oder weniger besteht (siehe Abstufungsregeln in Anhang A.5) und die
Biegezugfestigkeit Τ jedes Bordsteins nicht geringer als der charakteristische Wert von Tabelle 3 für die
angegebene Klasse ist, müssen die Probe und die entsprechende Produktion angenommen werden.
Anderenfalls muss diese Probe auf 16 Bordsteine erhöht werden, und es gilt das Verfahren in b).

b) Wenn die Probe aus 16 Bordsteinen besteht und die Biegefestigkeit T von nicht mehr als einem der Bordsteine
geringer als der charakteristische Wert von Tabelle 3 für die angegebene Klasse ist, müssen die Probe und die
entsprechende Produktion angenommen werden. Anderenfalls werden die Probe und die entsprechende
Produktion nicht angenommen, und es gilt 6.3.7.

B. Variable

Wenn die Standardabweichung für eine Fertigungslinie bekannt ist und regelmäßig überprüft wird, muss die
Übereinstimmung der Produktion mit 5.3.2 für jede Fertigungslinie je Produktionstag oder für höchstens fünf
aufeinander folgende Produktionstage beurteilt werden (siehe Probenahme nach A.4.1.4).

Die Übereinstimmung wird auf der Basis einer 5-%-Quantile beurteilt.

Die Akzeptanz der betrachteten Proben muss mit Hilfe von Prüfdiagrammen nach ISO 7966 oder ISO 7873 und
unter Berücksichtigung von 5.3.2 überprüft werden, vorausgesetzt, dass die Annahmewahrscheinlichkeit
derjenigen der Attributprüfung entspricht (siehe Anhang K).

Werden die Probe und die entsprechende Produktion nicht angenommen, gilt 6.3.7.

6.3.8.4 Äußere Beschaffenheit

Die Übereinstimmung der Produktion mit 5.4.1 muss nur im Zweifelsfall beurteilt werden (siehe Probenahme nach
A.4.1.2). Die geprüfte Probe muss den Anforderungen der Norm genügen. Anderenfalls werden die Probe und die
entsprechende Produktion nicht angenommen, und es gilt 6.3.7.

7 Kennzeichnung
Bei Bordsteinen müssen zu folgenden Einzelheiten Angaben gemacht werden:

1 2

* * Identifikation von Hersteller oder Werk

* Produktionsdatum und

* oder * bei Lieferung vor dem Datum, zu dem die Bordsteine für den vorgesehenen Gebrauch
als geeignet erklärt worden sind, die Angabe dieses Datums

* * Klasse(n), sofern zutreffend (siehe unten)


NormCD Stand 2004-03

* * Nummer dieser Europäischen Norm

* Identifikation des Produktes

21
EN 1340:2003 (D)

1: Auf dem Lieferschein oder in der Rechnung oder in der Herstellererklärung.

2: Bei 0,5 % der Bordsteine mit mindestens einer Kennzeichnung je Paket oder auf der Verpackung selbst, wenn
diese nicht wiederverwendet wird.

Klassen und ihre Kennzeichnung:

Anforderung Kennzeichnung

Witterungswiderstand A, B oder D

Abriebwiderstand F, H oder I

Biegefestigkeit des Betons S, T oder U

Sofern der Anhang ZA.3 dieselben Angaben wie dieser Abschnitt 7 enthält, sind die Anforderungen dieses
Abschnitts für CE – gekennzeichnete Produkte erfüllt.

8 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss folgende Angaben enthalten:

1) Name der Institution, die die Prüfung durchgeführt hat;

2) Name der Person, die die Prüfung durchgeführt hat;

3) Datum der Prüfung;

4) Quelle, aus der die Probe stammt;

5) Identifikation der Probe einschließlich des Herstelldatums;

6) Name der Person, die die Probe entnommen hat;

7) Nummer der maßgebenden EN und des Anhangs;

8) Bezeichnung der Prüfung;

9) Prüfergebnis;

10) alle sachdienlichen Hinweise zur Probe oder zum Prüfergebnis.


NormCD Stand 2004-03

22
EN 1340:2003 (D)

Anhang A
(informativ)

Prüfpläne

A.1 Überprüfung der Ausrüstung

Gegenstand Ziel Verfahren Häufigkeit


A.1.1 Prüf- und Messausrüstung
Alle Prüf- und Korrekte Funktion Falls zutreffend, Kalibrierung mittels Bei (Wieder-)Einbau,
Messausrüstungen und Genauigkeit einer Ausrüstung, die rück- nach größeren
verfolgbar nach nationalen Normen Reparaturen oder
kalibriert wurde und ausschließlich einmal jährlich
für diesen Zweck verwendet wird.
A.1.2 Lager- und Produktionseinrichtungen
1 Lagerung von Vermeiden von Sichtprüfung oder anderes – Bei Einbau
Materialien Verunreinigungen geeignetes Verfahren
– Wöchentlich
2 Gravimetrische Korrekte Funktion Sichtprüfung Täglich
oder
3 Vom Hersteller des Kalibrierung anhand einer – Bei (Wieder-)
volumetrische
Bordsteins Ausrüstung, die rückverfolgbar nach Einbau
Dosier-
angegebene nationalen Normen kalibriert wurde – Gravimetrisch:
einrichtung
Genauigkeit und ausschließlich für diesen Zweck einmal jährlich
verwendet wird. – Volumetrisch:
zweimal jährlich
– Bei Bedenken
4 Mischer Verschleiß und Sichtprüfung Wöchentlich
korrekte Funktion
5 Formen Sauberkeit und Sichtprüfung Täglich
Zustand
NormCD Stand 2004-03

23
EN 1340:2003 (D)

A.2 Prüfung der Materialien

Gegenstand Ziel Verfahren Häufigkeit


A.2.1 Alle Materialien
1 Alle Materialien Sicherstellung, dass die Prüfung der Lieferbescheinigung Jede Lieferung
Lieferung der Bestellung und/oder des Etiketts auf der
entspricht und aus der Verpackung mit dem Nachweis
richtigen Lieferquelle stammt der Übereinstimmung mit der
Bestellung

A.2.2 Materialien, die vor der Lieferung keiner Konformitätsbeurteilung unterzogen wurden1)
1 Zement und andere Konformität mit den Geeignetes Prüfverfahren Jede Lieferung
zementartige Anforderungen des
Materialien Herstellers des Bordsteins

2 Gesteinskörnungen Konformität mit den Sichtprüfung Jede Lieferung


Anforderungen des
3
Herstellers des Bordsteins

Zum Beispiel:
Prüfung durch Siebanalyse – Erstlieferung von neuer
– Korngrößenverteilung
Lieferquelle

– Bei Bedenken

– Einmal wöchentlich
Geeignetes Prüfverfahren
– Verunreinigungen oder
– Erstlieferung von neuer
Fremdkörper
Lieferquelle

– Bei Bedenken

4 Zusatzmittel Konformität mit normalem Sichtprüfung Jede Lieferung


Aussehen

5 Dichte Verfahren des Herstellers des


Bordsteins

6 Zusatzstoffe/Pig- Konformität mit normalem Sichtprüfung Jede Lieferung


mente Aussehen

7 Dichte Verfahren des Herstellers des


Bordsteins

8 Wasser, das nicht Konformität mit den Prüfung nach Vorschrift – Erstverwendung aus neuer
aus einem Anforderungen des Lieferquelle
öffentlichen Herstellers des Bordsteins
– Wasser aus Gewässern:
Versorgungsnetz
dreimal jährlich oder öfter
stammt
(hängt von örtlichen
Bedingungen ab)

– Andere Quellen: einmal


jährlich

– Bei Bedenken

9 Wiederaufbereitetes Prüfung auf Feststoffe und Sichtprüfung Wöchentlich


Wasser sonstige Verunreinigungen
10 Verfahren des Herstellers des Bei Bedenken
NormCD Stand 2004-03

Bordsteins
1) Materialien, die nicht vom Hersteller der Bordsteine oder von einem vom Hersteller akzeptierten Dritten überprüft wurden.

24
EN 1340:2003 (D)

A.3 Prüfung des Produktionsverfahrens

Gegenstand Ziel Verfahren Häufigkeit


1 Mischungs- Konformität mit vorgesehener – Sichtprüfung bei den Täglich
zusammensetzung Zusammensetzung (Gewicht oder Wiegeeinrichtungen
Volumen dosiert)
– Überprüfung anhand
von Unterlagen zum
Produktionsprozess
2 Konformität mit vorgesehenen Frischbetonanalyse Monatlich
Mischungswerten (nur bei Dosierung
nach Volumen)
3 Frischbeton Korrekte Mischung Sichtprüfung Täglich für
jeden
Mischer
4 Produktion Konformität mit dokumentierten Kontrollmaßnahmen Täglich
Werksverfahren anhand von
Werksverfahren
NormCD Stand 2004-03

25
EN 1340:2003 (D)

A.4 Produktprüfung
)
Gegenstand Ziel Verfahren Häufigkeit1) 2) 3
A.4.1 Produktprüfung
1 Aussehen Siehe 5.4 Sichtprüfung Täglich
2 Anhang J Bei Bedenken (Probe von zehn
Bordsteinen)
3 Form und Maße Siehe 5.2 Anhang C Acht Bordsteine je Fertigungslinie je
vier Produktionstage
4 Biegezugfestigkeit Siehe 5.3.2, Anhang F Acht Bordsteine je Festigkeitsfamilie je
Tabelle 3 Fertigungslinie je vier Produktionstage,
unabhängig von der Form
5 Dicke der Siehe 5.1 Anhang C Acht Bordsteine je Festigkeitsfamilie je
Vorsatzschicht Maschine je Produktionstag
unabhängig von der Größe
6 Witterungsbestän- Siehe 5.3.2 Anhang E Einmal je Oberflächenfamilie je fünf
digkeit2) (nur Produktionstage
Klasse 2)
A.4.2 Kennzeichnung, Lagerung, Lieferung
1 Kennzeichnung Kennzeichnung Sichtprüfung Täglich
des Produkts
nach
Abschnitt 7
2 Lagerung Aussortierung Sichtprüfung Täglich
von
fehlerhaften
Produkten
3 Lieferung Korrektes Sichtprüfung Täglich
Lieferalter,
korrekte
Beladung und
Ladepapiere
1) Ohne Typprüfung nach 6.2 dieser Norm.
2) Es gelten die Abstufungsregeln.
3) Siehe 6.1.
NormCD Stand 2004-03

26
EN 1340:2003 (D)

A.5 Abstufungsregeln

A.5.1 Normale Prüfung


Die Probenahme sollte nach A.4.1 erfolgen.
A.5.2 Übergang von der normalen zur reduzierten Prüfung
Die reduzierte Prüfung bedeutet, dass der Stichprobenumfang der normalen Prüfung1) halbiert wird.
Sie sollte angewendet werden, wenn die normale Prüfung wirksam ist und die vorausgegangenen 10
aufeinander folgenden Proben angenommen wurden.
Eine zusätzliche reduzierte Prüfung ist zulässig, wenn bei einer reduzierten Prüfung die gleichen
Bedingungen wie oben erfüllt sind.
Diese zusätzliche reduzierte Prüfung bedeutet, dass der Stichprobenumfang der reduzierten Prüfung
halbiert werden sollte.
A.5.3 Übergang von der reduzierten zur normalen Prüfung
Wenn die reduzierte oder zusätzliche reduzierte Prüfung angewendet wird, sollte die normale Prüfung
in folgenden Fällen wieder eingeführt werden:
– wenn eine Probe nicht angenommen wurde oder
– wenn die Herstellung unregelmäßig oder verzögert erfolgt oder
– wenn andere Bedingungen rechtfertigen, dass die normale Prüfung wieder eingeführt werden muss.
A.5.4 Verschärfte Prüfung
Die verschärfte Prüfung erfordert eine doppelte Anzahl Bordsteine je Probe.
Sie sollte angewendet werden, wenn während der normalen Prüfung zwei von fünf aufeinander
folgenden Proben zurückgewiesen wurden.
A.5.5 Übergang von der verschärften zur normalen Prüfung
Die verschärfte Prüfung sollte fortgesetzt werden, bis fünf aufeinander folgende Proben angenommen
sind.
Dann darf die normale Prüfung wieder aufgenommen werden.
A.5.6 Produktionsunterbrechung
Wenn bei zehn aufeinander folgenden Proben die Produktion bei der verschärften Prüfung bleibt,
sollte die Fertigungslinie als außer Kontrolle geraten betrachtet und angehalten werden.
Die Produktionsanlage muss überprüft und notwendige Änderungen müssen vorgenommen werden.
Nach der Instandsetzung der Produktionsanlage sollte die Produktion bei Beibehaltung der
verschärften Prüfung wieder aufgenommen werden.
1) Wenn die Anzahl der Bordsteine in der Probe geradzahlig ist, sollte die Reduzierung durch Division der Anzahl der
Bordsteine durch zwei erzielt werden. In den anderen Fällen sollte der Stichprobenumfang um eins reduziert werden.
NormCD Stand 2004-03

27
EN 1340:2003 (D)

Anhang B
(normativ)

Verfahren für die Annahmeprüfung einer Lieferung bei der Übergabe

B.1 Allgemeines
Das Probenahmeverfahren und die Übereinstimmungskriterien für eine Lieferung bei der Übergabe unterscheidet
zwei Fälle:

∙ Fall I: Die Produktkonformität unterlag keiner Fremdüberwachung (siehe 6.1.1).

∙ Fall II: Die Produktkonformität unterlag einer Fremdüberwachung.

Im Fall II ist nur im Streitfall eine Annahmeprüfung erforderlich (siehe 6.1.2).

Die Prüfung der äußeren Beschaffenheit muss vor den Prüfungen der anderen Eigenschaften durchgeführt
werden. Die Prüfung muss vom Käufer und vom Hersteller gemeinsam an einem zwischen ihnen vereinbarten Ort,
normalerweise auf der Baustelle oder im Werk, durchgeführt werden.

Alle anderen Prüfungen müssen in einer zwischen Käufer und Hersteller vereinbarten Prüfstelle durchgeführt
werden. Beide Parteien müssen ausreichend Gelegenheit erhalten, bei der Probenahme und der Prüfung
anwesend zu sein. Die Prüfungen dürfen mit der zuverlässig kalibrierten Prüfausrüstung des Herstellers
durchgeführt werden.

Im Streitfall ist (sind) nur die strittige(n) Eigenschaft(en) zu prüfen.

B.2 Probenahmeverfahren

B.2.1 Allgemeines

Die für eine Probe erforderliche Anzahl Bordsteine ist angelieferten Teilmengen zu entnehmen, die nachstehend
fallbezogen nach B.1 definiert sind:

∙ Fall I: 1 000 m.

∙ Fall II: abhängig von den Umständen des Streitfalls bis zu 2 000 m.

Außerdem gilt, dass eine Teilcharge der Lieferung zu der vorherigen vollen Charge hinzugefügt werden muss,
wenn die Menge der Teilcharge kleiner ist als die Hälfte der oben angegebenen Mengen.

Die zu prüfenden Bordsteine müssen für die Lieferung repräsentativ und gleichmäßig über die Lieferung verteilt
entnommen werden.

B.2.2 Anzahl Bordsteine je Probenahme


NormCD Stand 2004-03

Die Anzahl Bordsteine je Probenahme aus jeder Charge muss Tabelle B.1 entsprechen.

28
EN 1340:2003 (D)

B.2.3 Probenahmeplan

Tabelle B.1 — Probenahmeplan

Eigenschaft Anforderung Prüfverfahren Fall I Fall II3


Aussehen 5.4 Anhang J 8a1 4 (16)1)
Dicke der Vorsatzschicht 5.1 Anhang C.6 8 4 (16)
Form und Maße 5.2 Anhang C2) 81) 4 (16)1)

Biegefestigkeit 5.3.3, Tabelle 3 Anhang F 8 4 (16)1)


Abriebwiderstand (Klassen 3 5.3.4 Anhang G oder H 3 3
und 4)
Gleit-/Rutschwiderstand 5.3.5 Anhang I 51) 51)
(nur wo geprüft)
Witterungsbeständigkeit
– Klasse 2 5.3.2 Anhang E 3 3 (9)
– Klasse 3 5.3.2 Anhang D 3 3
1) Diese Bordsteine dürfen für weitere Prüfungen verwendet werden.
2) C.6 gilt nur für Bordsteine mit einer Vorsatzschicht.
3) Die Zahl in Klammern gibt die Anzahl der Proben an, die erforderlich sind, um eine weitere Probenahme von der Charge zu
vermeiden, wenn aufgrund der Übereinstimmungskriterien (siehe B.3.2) zusätzliche Bordsteine geprüft werden müssen,
um die Übereinstimmung festzustellen.

B.3 Übereinstimmungskriterien

B.3.1 Äußere Beschaffenheit

Wenn die Forderung nach 5.4 besteht, darf die Probe in Struktur und Farbe keine wesentlichen Unterschiede zum
Referenzmuster, das vom Hersteller bereitgestellt und vom Kunden genehmigt wurde, aufweisen.

Kein Bordstein der geprüften Probe darf Risse oder Ablösungen aufweisen. Bordsteine mit einer Vorsatzschicht
dürfen kein Ablösen der Schicht zeigen.

B.3.2 Weitere Eigenschaften

In Fall I gelten die Übereinstimmungskriterien für die Typprüfung nach Tabelle 6.

In Fall II gelten die Übereinstimmungskriterien für Attribute nach 6.3.8 für die dort angesprochenen
Eigenschaften. Für die übrigen Eigenschaften gelten die Übereinstimmungskriterien nach Tabelle 6.
NormCD Stand 2004-03

29
EN 1340:2003 (D)

Anhang C
(normativ)

Bestimmung der Maße eines einzelnen Bordsteins

Es dürfen alternative Prüfverfahren, z. B. bewegliche und feststehende Lehren, verwendet werden, sofern
mindestens die gleiche Genauigkeit wie in dem folgenden Prüfverfahren erzielt wird.

C.1 Vorbereitung
Von dem zu messenden Bordstein sind alle Überstände und Grate zu entfernen.

C.2 Gesamtaußenmaße

C.2.1 Geräte

Messausrüstung mit einer Messunsicherheit von 0,5 mm.

C.2.2 Durchführung

C.2.2.1 Länge

Die Gesamtlänge eines Bordsteins ist an der Vorder- und Rückseite jeweils 10 mm über der Grundfläche in ganzen
Millimetern zu messen. Die festgestellten Maße und die berechneten Abweichungen sind aufzuzeichnen. Die
Wölbung und seitliche Abschrägung sind nicht zu berücksichtigen.

Jedes Maß ist auf Übereinstimmung mit 5.2.3.3 zu überprüfen.

C.2.2.2 Breite

Die Breite ist an beiden Enden eines Bordsteins an der Oberseite (nur, wenn die Breite an der Oberseite und an
der Grundfläche als gleich vorgesehen ist) und 10 mm über der Grundfläche zu messen. Die festgestellten Maße
und die berechneten Abweichungen sind aufzuzeichnen.

Jedes Maß ist auf Übereinstimmung mit 5.2.3.3 zu überprüfen.

C.2.2.3 Höhe

Die Höhe ist an der Rückseite des Bordsteins in einem Abstand von 10 mm von beiden Enden zu messen. Die
festgestellten Maße und die berechneten Abweichungen sind aufzuzeichnen.

Jedes Maß ist auf Übereinstimmung mit 5.2.3.3 zu überprüfen.

C.3 Anlauf
NormCD Stand 2004-03

C.3.1 Geräte

Messausrüstung mit einer Messgenauigkeit von 0,5 mm.

30
EN 1340:2003 (D)

C.3.2 Durchführung

Es sind zwei Bordsteine (oder zwei Hälften eines Bordsteins nach der Biegezugprüfung) aneinander zu fügen und
die Öffnung an der Trittfläche zwischen den beiden Bordsteinen zu messen. Die mittlere Öffnung ist in ganzen
Millimetern aufzuzeichnen.

Wenn die Spezifikation Winkelformen vorschreibt, sind entsprechende Tabellen anzuwenden und der gemessene
Winkel aufzuzeichnen.

C.4 Profilierung an den Enden

C.4.1 Geräte

Messausrüstung mit einer Messgenauigkeit von 0,5 mm.

C.4.2 Durchführung

Der Bordstein ist auf eine Seite zu legen, und es ist der Schlitz an beiden Enden des Steins zu messen. Die
entsprechenden Maße der Schlitze sind in ganzen Millimetern aufzuzeichnen.

C.5 Geradheit und Wölbung

C.5.1 Geräte

Messausrüstung mit einer Messgenauigkeit von 0,1 mm.

C.5.2 Durchführung

Es sind die maximale konvexe und konkave Abweichung entlang der Verkehrsfläche zu messen.

C.6 Dicke der Vorsatzschicht

C.6.1 Geräte

Messausrüstung mit einer Messgenauigkeit von 0,5 mm.

C.6.2 Durchführung

Es ist ein gebrochener Bordstein zu verwenden.

Es ist die Dicke der Vorsatzschicht an der gebrochenen Sichtfläche an dem Punkt zu messen, wo erkennbar der
Wert am kleinsten ist. Die Messung ist auf ganze Millimeter gerundet aufzuzeichnen. In die Vorsatzschicht ragende
vereinzelte Zuschlagkörner sind zu vernachlässigen.

C.7 Prüfbericht
NormCD Stand 2004-03

Der Prüfbericht muss alle festgestellten Maße enthalten.

Siehe auch Abschnitt 8.

31
EN 1340:2003 (D)

Anhang D
(normativ)

Bestimmung der Widerstandsfähigkeit gegen


Frost-Tau-Wechsel mit Tausalz

D.1 Prinzip
Der Probekörper wird konditioniert und dann bei mit 3%iger NaCl-Lösung bedeckter Oberfläche 28 Frost-Tau-
2
Wechseln ausgesetzt. Das abgesplitterte Material wird gesammelt und gewogen und das Ergebnis in kg/m
angegeben.

D.2 Probekörper
2 2
Die Fläche der Oberseite des Probekörpers muss über 7 500 mm , jedoch unter 25 000 mm betragen. Sie ist als
Prüffläche zu verwenden. Die Dicke des Probekörpers darf 103 mm nicht überschreiten. Wenn der Probekörper,
um diese Anforderung zu erfüllen, aus einem Bordstein herausgeschnitten werden muss, muss dies durch Sägen
aus einem mindestens 20 Tage alten Bordstein erfolgen.

D.3 Materialien
D.3.1 Trinkwasser.

D.3.2 Tausalzlösung, bestehend aus 97 Masse-% Trinkwasser und 3 Masse-% NaCl.

D.3.3 Klebstoff zum Festkleben der Gummischicht am Betonprobekörper. Der Klebstoff muss in der jeweiligen
Umgebung beständig sein.

ANMERKUNG Ein Kontaktkleber hat sich als geeignet erwiesen.

D.3.4 Silikon-Dichtungsmasse oder andere Dichtungsmasse als Abdichtung zwischen dem Probekörper und der
Gummischicht und zum Verfüllen einer möglichen Fase am Umfang des Probekörpers.

D.4 Geräte
D.4.1 Diamantsäge zum Schneiden von Betonprobekörpern.

D.4.2 Klimakammer mit einer Temperatur von (20 ± 2) °C und einer relativen Luftfeuchte von (65 ± 10) %. In der
2
Klimakammer muss die Verdunstung von einer freien Wasseroberfläche (200 ± 100) g/m in (240 ± 5) min
betragen. Die Verdunstung muss mittels einer Schale mit einer Höhe von etwa 40 mm und einer Querschnittsfläche
2
von (22 500 ± 2 500) mm gemessen werden. Die Schale muss bis (10 ± 1) mm unter den Rand gefüllt sein.

D.4.3 Gummischicht, (3,0 ± 0,5) mm dick, die beständig gegen die verwendete Salzlösung und bis zu einer
Temperatur von –20 °C ausreichend elastisch ist.
NormCD Stand 2004-03

D.4.4 Wärmedämmung aus Polystyren, (20 ± 1) mm dick, mit einer Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,035 W/(m · K)
und 0,04 W/(m · K) oder eine entsprechende andere Wärmedämmung.

D.4.5 Polyethylenfolie, 0,1 mm bis 0,2 mm dick.

D.4.6 Frostschrank, mit zeitgesteuertem Kühl- und Heizsystem, dessen Leistungsvermögen und Luftumwälzung
die Einhaltung der Zeit-Temperatur-Kurve von Bild D.3 bewirken.

32
EN 1340:2003 (D)

D.4.7 Thermoelemente oder ein gleichwertiges anderes Temperaturmessgerät zum Messen der Temperatur in
der Tausalzlösung auf der Prüffläche mit einer Messunsicherheit von ± 0,5 °C.

D.4.8 Gefäß zum Sammeln des abgewitterten Materials. Das Gefäß muss bis zu einer Temperatur von 120 °C
verwendbar und gegen Natriumchlorid beständig sein.

D.4.9 Papierfilter zum Auffangen des abgewitterten Materials.

D.4.10 Pinsel zum Abbürsten des abgewitterten Materials: 20 mm bis 30 mm breiter Malerpinsel, dessen Borsten
auf eine Länge von 20 mm abgeschnitten sind.

D.4.11 Spritzflasche mit Trinkwasser zum Abspülen des abgewitterten Materials und Auswaschen von Salz vom
abgewitterten Material.

D.4.12 Trockenschrank geeignet für eine Temperatur von (105 ± 5) °C.

D.4.13 Waage mit einer Messunsicherheit von ± 0,05 g.

D.4.14 Noniusschieblehre mit einer Messunsicherheit von ± 0,1 mm.

D.5 Vorbereitung von Probekörpern


Von Proben, die mindestens 28 Tage und, ausgenommen bei der Abnahmeprüfung, höchstens 35 Tage alt sind,
sind Grate und loses Material zu entfernen; die Proben sind in der Klimakammer (168 ± 5) h bei einer Temperatur
2
von (20 ± 2) °C, einer relativen Luftfeuchte von (65 ± 10) % und einer Verdunstungsrate von (200 ± 100) g/m in
den ersten (240 ± 5) min, gemessen nach D.4, zu lagern. Der Abstand der Proben untereinander muss mindestens
50 mm betragen. Während dieser Zeit wird die Gummischicht auf alle Flächen des Probekörpers, mit Ausnahme
der Prüffläche, geklebt und bleibt während der Prüfung geklebt. Zum Verfüllen der Fase um den Probekörper und
als Abdichtung am Rand der Prüffläche in der Ecke zwischen dem Beton und der Gummischicht zum Schutz gegen
das Eindringen von Wasser zwischen Probekörper und Gummi ist Silikon-Dichtungsmasse oder andere
Dichtungsmasse zu verwenden. Der Rand der Gummischicht muss (20 ± 2) mm über die Prüffläche ragen.

ANMERKUNG Der Klebstoff wird gewöhnlich auf den Betonflächen und Gummiflächen verteilt. Als geeignet hat sich die in
Bild D.1 dargestellte Art der Verklebung der Gummischicht erwiesen.

Legende
1 Überlappung 4 Prüffläche
2 Gummischicht 5 Probekörper
3 Strang aus Dichtungsmasse
NormCD Stand 2004-03

Bild D.1 — Beispiel für den Querschnitt eines Probekörpers mit Gummischicht und dem Strang der
Dichtungsmasse (rechts) und einer Draufsicht vom Probekörper (links)

33
EN 1340:2003 (D)

Die Größe der Prüffläche 1 muss aus dem Mittelwert von drei Messungen ihrer Länge und Breite, auf Millimeter ge-
rundet, ermittelt werden. Nach der Lagerung im Klimaschrank ist Trinkwasser mit einer Temperatur von (20 ± 2) °C
bis zu einer Höhe von (5 ± 2) mm auf die Prüffläche zu gießen. Diese muss (72 ± 2) h bei einer Temperatur von
(20 ± 2) °C so bleiben und kann zur Bewertung der Wirksamkeit der Dichtung zwischen Probekörper und
Gummischicht dienen.

Vor dem Frost-Tau-Wechsel müssen alle Flächen des Probekörpers, mit Ausnahme der Prüffläche, wärme-
gedämmt werden. Dies kann während der Nachbehandlung durchgeführt werden. Die Dämmung muss D.4
entsprechen.

15 min bis 30 min vor dem Einbringen des Probekörpers in den Kälteschrank muss das Wasser auf der Prüffläche
durch eine (5 ± 2) mm dicke Schicht, gemessen vom oberen Rand des Probekörpers, aus 3 % NaCl in Trinkwasser
ersetzt werden. Diese muss durch Anbringung einer horizontalen Polyethylenfolie, wie in Bild D.2 dargestellt,
gegen Verdunstung geschützt werden. Die Polyethylenfolie muss während der Prüfung möglichst glatt bleiben und
darf nicht mit der Tausalzlösung in Berührung kommen.

Legende
1 Prüffläche 5 Gummischicht
2 Polyethylenfolie 6 Wärmedämmung
3 Tausalzlösung 7 Temperaturmessgerät
4 Probekörper 8 Dichtungsmasse

Bild D.2 — Prinzipieller Aufbau für die Frost-Tausalz-Prüfung

D.6 Durchführung
Die Probekörper sind so in den Frostschrank einzubringen, dass die Prüffläche höchstens 3 mm/m in jeder
Richtung von der Horizontalen abweicht, und sie sind Frost-Tau-Wechseln auszusetzen. Während der Prüfung
muss die Zeit-Temperatur-Kurve in der Tausalzlösung in der Mitte der Oberfläche aller Probekörper in dem
schraffierten Bereich von Bild D.3 liegen. Darüber hinaus muss die Temperatur während jedes Wechsels
mindestens 7 h, jedoch höchstens 9 h, über 0 °C liegen. Die Temperatur in der Tausalzlösung in der Mitte der
NormCD Stand 2004-03

Prüffläche ist kontinuierlich mindestens für einen Probekörper aufzuzeichnen, der in einer repräsentativen Position
im Frostschrank angeordnet ist. Die Lufttemperatur im Kälteschrank ist während der Prüfung aufzuzeichnen. Die
Zeit für den ersten Prüfzyklus für einen Probekörper beginnt (0 ± 30) min nach seinem Einbringen in den
Kälteschrank. Wenn ein Zyklus unterbrochen werden muss, muss der Probekörper in gefrorenem Zustand
zwischen –16 °C und –20 °C verbleiben. Wenn diese Unterbrechung länger als 3 Tage andauert, muss die Prüfung
abgebrochen werden.

34
EN 1340:2003 (D)

Bild D.3 — Zeit-Temperatur-Zyklus

In Tabelle D.1 sind die Knickpunkte angegeben, die den schraffierten Bereich in Bild D.3 vorgeben.

Tabelle D.1 — Koordinaten der Knickpunkte

Obergrenze Untergrenze
Zeit (Stunden) Temperatur (°C) Zeit (Stunden) Temperatur (°C)
0 24 0 16
5 −2 3 −4
12 −14 12 −20
16 −16 16 −20
18 0 20 0
22 24 24 16

Um den korrekten Temperaturzyklus für alle Probekörper zu erreichen, ist eine gute Luftzirkulation im Frostschrank
sicherzustellen. Wenn nur einige Probekörper zu prüfen sind, sind die freien Stellen im Frostschrank mit
Blindprobekörpern auszufüllen, es sei denn, es ist erwiesen, dass der korrekte Temperaturzyklus auch ohne sie
erreicht wird.

Je nach Bedarf ist nach 7 bzw. 14 Frost-Tau-Wechseln in der Auftauperiode weitere Lösung mit 3 % Natriumchlorid
in Trinkwasser zuzufügen, um eine Schicht von (5 ± 2) mm auf der Oberfläche der Proben beizubehalten.

Nach 28 Frost-Tau-Wechseln muss für jeden Probekörper folgendes Verfahren durchgeführt werden:
NormCD Stand 2004-03

a) Es ist das Material, das von der Prüffläche abgewittert ist, durch Abspülen mit der Spritzflasche in den Behälter
und durch Abbürsten in den Behälter zu sammeln, bis die Fläche frei von abgewittertem Material ist.

b) Die Flüssigkeit und das abgewitterte Material im Gefäß sind vorsichtig durch ein Filterpapier zu filtrieren. Um
alle Rückstände von Natriumchlorid zu entfernen, wird das im Filterpapier gesammelte Material mit mindestens
1 l Trinkwasser gespült. Das Filterpapier und das gesammelte Material werden mindestens 24 h bei
(105 ± 5) °C getrocknet. Die Trockenmasse des abgewitterten Materials ist unter Berücksichtigung des
Filterpapiers auf ± 0,2 g zu bestimmen.

35
EN 1340:2003 (D)

D.7 Berechnung der Prüfergebnisse


Der Massenverlust je Flächeneinheit des Probekörpers (L) in Kilogramm je Quadratmeter ist nach Gleichung

L = M/A

zu berechnen.

Dabei ist

M die Masse der Gesamtmenge an abgewittertem Material nach 28 Frost-Tau-Wechseln, in kg;


2
A die Fläche der Prüffläche, in m .

D.8 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss die folgenden Angaben enthalten:
2
a) den Massenverlust je Flächeneinheit des Probekörpers (L), in kg/m ;

b) die Masse der Gesamtmenge an abgewittertem Material nach 28 Frost-Tau-Wechseln, in mg;


2
c) die Fläche der Prüffläche, in mm .

Siehe auch Abschnitt 8.


NormCD Stand 2004-03

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EN 1340:2003 (D)

Anhang E
(normativ)

Bestimmung der gesamten Wasseraufnahme

E.1 Prinzip
Nach Konditionierung des Probekörpers auf (20 ± 5) °C wird er eingetaucht, bis Massekonstanz erreicht ist und
dann im Trockenschrank auf Massekonstanz getrocknet. Der Masseverlust wird in Prozent der Masse des
trockenen Probekörpers angegeben.

E.2 Probekörper
Von jedem Ende eines Bordsteins werden zwei Probekörper geschnitten. Die Probekörper können gesägt oder ein
Kern ausgebohrt werden und müssen eine Masse von mehr als 2,5 kg aber nicht mehr als 5,0 kg besitzen. Wenn
der Stein aus zwei Mischungen besteht, müssen die Probekörper die Mischungen in ähnlichen Anteilen wie im
Bordstein enthalten.

E.3 Materialien
Trinkwasser.

E.4 Geräte
2
E.4.1 Belüfteter Trockenschrank mit einem Volumen in Litern je Lüftungskanalfläche von weniger als 2 000 mm ,
in dem die Temperatur auf (105 ± 5) °C geregelt werden kann. Der Trockenschrank muss ein Volumen von
mindestens dem 2,5fachen des Volumens der gemeinsam zu trocknenden Probekörper besitzen.

E.4.2 Ein flacher Behälter mit einem Volumen von mindestens dem 2,5fachen des Volumens der
einzutauchenden Proben und einer Höhe, die mindestens 50 mm größer ist als die Höhe der eingetauchten
Probekörper.

E.4.3 Waage mit einer Skalenteilung in Gramm und einer Ablesegenauigkeit von 0,1 %.

E.4.4 Eine harte Bürste.

E.4.5 Tuch.

E.5 Vorbereitung der Probekörper


Sämtlicher Staub, Überstände usw. sind mit einer harten Bürste zu entfernen, und es ist sicherzustellen, dass jeder
Probekörper eine Temperatur von (20 ± 5) °C besitzt.
NormCD Stand 2004-03

E.6 Durchführung
Die Probekörper sind in den Behälter mit Trinkwasser mit einer Temperatur von (20 ± 5) °C bis zur Massekonstanz
M1 einzutauchen. Die Probekörper sind mindestens 15 mm voneinander entfernt anzuordnen, und es ist sicherzu-
stellen, dass sie von mindestens 20 mm Wasser bedeckt sind. Die Mindesteintauchdauer muss 3 Tage betragen.
Massekonstanz gilt als erreicht, wenn zwei in einem Abstand von 24 h durchgeführte Wägungen einen
Massenunterschied von weniger als 0,1 % aufweisen. Vor jeder Wägung ist der Probekörper mit dem angefeuch-

37
EN 1340:2003 (D)

teten und ausgedrückten Tuch abzuwischen, um überschüssiges Wasser zu entfernen. Dies ist erreicht, wenn die
Oberfläche des Betons nicht mehr glänzt.

Die Probekörper sind so im Trockenschrank anzuordnen, dass der Abstand zwischen ihnen mindestens 15 mm
beträgt. Sie sind bei einer Temperatur von (105 ± 5) °C auf Massekonstanz M2 zu trocknen. Die Mindesttrock-
nungsdauer muss 3 Tage betragen, und Massekonstanz gilt als erreicht, wenn zwei in einem Abstand von 24 h
durchgeführte Wägungen eines Probekörpers einen Massenunterschied von weniger als 0,1 % aufweisen. Die
Probekörper müssen vor dem Wiegen auf Raumtemperatur abgekühlt sein.

E.7 Auswertung der Prüfergebnisse


Die Wasseraufnahme Wa jedes Probekörpers wird als Gehalt in Prozenten seiner Masse nach der Gleichung
berechnet:

M1 − M2
Wa = × 100 %
M2

Dabei ist

M1 die Masse der Probekörper zu Beginn der Prüfung, in g;

M2 die Masse der Probekörper am Ende der Prüfung, in g.

Als Prüfergebnis des Bordsteins wird der Mittelwert berechnet.

E.8 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss die Werte der Wasseraufnahme für jeden der Probekörper ausweisen.

Siehe auch Abschnitt 8.


NormCD Stand 2004-03

38
EN 1340:2003 (D)

Anhang F
(normativ)

Messung der Biegezugfestigkeit

F.1 Geräte
Die Prüfmaschine für Biegezug muss eine Skala mit einer Messunsicherheit von ± 3 % für den Bereich der
erwarteten Prüflasten besitzen und eine Steigerung der Last auf festgelegte Werte ermöglichen.

Sie muss so aufgebaut sein, dass in den Probekörper eine Drei-Punkt-Biegebeanspruchung ohne gleichzeitige
Torsion eingeleitet wird (siehe Bild F.1).

Die Länge der Auflager muss mindestens gleich der Breite (horizontales Maß in Prüfposition) der zu prüfenden
Probe sein, und die Last muss über eine Drehgelenkverbindung auf eine Stahlplatte mit einem Durchmesser von
(40 ± 1) mm und einer Mindestdicke von 20 mm übertragen werden.

Die unteren Auflager müssen starr sowie rund oder mit einem Radius von (20 ± 1) mm abgerundet sein.

Legende
1 Schwerpunktachse
2 Unterlage
3 Hartholzkeil
NormCD Stand 2004-03

Bild F.1 — Prinzip der Prüfung

39
EN 1340:2003 (D)

F.2 Vorbereitung
Es sind ganze Bordsteine zu verwenden, und Grate sind zu entfernen. Die Bordsteine sind (24 ± 3) h in Wasser bei
einer Temperatur von (20 ± 5) °C zu lagern, dann zu entnehmen, abzutrocknen und unmittelbar danach zu prüfen.

Für die Routineprüfung dürfen andere Lagerungsarten verwendet werden, sofern eine Korrelation zwischen den
Ergebnissen beider Verfahrensweisen besteht.

F.3 Durchführung

Der Abstand zwischen den Auflagern und den Stirnflächen des Bordsteins muss 100 mm betragen, ist die
Stützweite jedoch geringer als das Vierfache des vertikalen Maßes in Prüfposition, muss der Abstand zwischen
den Auflagern und den Stirnflächen des Bordsteins auf die Hälfte des vertikalen Maßes des Bordsteins in der
Prüfposition verringert werden.

Ist die Stützweite geringer als das Vierfache der Tiefe, kann diese Prüfung nicht durchgeführt werden.

Die Ist-Stützweite zwischen den Auflagern muss bis auf 0,5 %, auf einen Millimeter gerundet, mit der festgelegten
Stützweite übereinstimmen und muss dokumentiert werden.

Die Last ist auf ± 5 mm genau über der Schwerpunktachse des Bordsteins anzuwenden.

Bei der Prüfung des Bordsteins muss das größere Querschnittsmaß horizontal verlaufen.

Der Probekörper ist symmetrisch auf die Auflager der Prüfmaschine zu legen, wobei sein größtes Querschnittsmaß
horizontal verläuft, und unter der Stahlplatte ist eine Lage Sperrholz mit einer Dicke von (4 ± 1) mm anzubringen.

Bei der Prüfung von Produkten mit einer Schräge ist ein geeigneter Hartholzkeil oder eine Abgleichschicht aus
Mörtel zwischen Bordstein und Stahlplatte zu bringen.

Die Last ist stoßfrei und mit einer Laststeigerung von (0,06 ± 0,02) MPa/s bis zum Bruch des Probekörpers
anzuwenden. Die Bruchlast P ist auf 100 N genau aufzuzeichnen.

F.4 Berechnung der Prüfergebnisse


Mit den Nennmaßen der Bruchfläche ist das Flächenmoment zweiten Grades I in Bezug auf eine horizontale Achse
durch die Mitte der Bruchfläche zu berechnen.

Die Biegezugfestigkeit T des Bordsteins in Megapascal berechnet sich nach der Gleichung:

P × L× y
T =
4×I

Dabei ist

P die Bruchlast, in N;
L der Abstand zwischen den Auflagern, in mm;
I das Flächenmoment zweiten Grades, bestimmt aus dem Nennmaß;
y der Abstand vom Schwerpunkt zur äußersten Zugfaser.
Das Einzelergebnis ist in Megapascal anzugeben.
NormCD Stand 2004-03

F.5 Prüfbericht

Der Prüfbericht muss die Biegezugfestigkeit des Bordsteins enthalten.

Siehe auch Abschnitt 8.

40
EN 1340:2003 (D)

Anhang G
(normativ)

Bestimmung des Abriebwiderstands

G.1 Kurzbeschreibung des Abriebverfahrens mit breiter Schleifscheibe


Die Prüfung erfolgt durch Abschleifen eines Teils der Oberseite eines Bordsteins mit einem Schleifmittel unter
genormten Bedingungen.

G.2 Schleifmittel
Das für diese Prüfung geforderte Schleifmittel ist Schmelzkorund mit einer Korngröße von F80 nach
ISO 8486-1:1996. Es darf nicht mehr als dreimal verwendet werden.

G.3 Prüfeinrichtung
Das Verschleißprüfgerät (siehe Bild G.1) besteht im Wesentlichen aus einer breiten Schleifscheibe, einem Vorrats-
behälter und einem oder zwei Regelventil(en) zum Regulieren der Schleifmittelzufuhr, einem einstellbaren
Behälter, einer fahrbaren Probekörperhalterung und einem Gegengewicht.

Werden zwei Ventile eingesetzt, so dient eins zur Regulierung der Durchflussmenge und kann fest eingestellt
werden, das andere hingegen wird eingesetzt, um die Zufuhr ein- oder abzustellen.
NormCD Stand 2004-03

41
EN 1340:2003 (D)

Legende
1 fahrbare Probekörperhalterung 8 Gegengewicht
2 Stellschraube 9 Schlitz
3 Probekörper 10 Schleifspur
4 Ventil 11 Schleifmittelzufuhr
5 Vorratsbehälter für Schleifmittel 12 Auffangbehälter für Schleifmittel
6 einstellbarer Behälter 13 Keil
7 breite Schleifscheibe

Bild G.1 — Verschleißprüfgerät

Die breite Schleifscheibe muss aus Stahl nach EN 10083-2 bestehen, der auf einen Härtewert von 203HB
und 245HB gebracht ist (wie in EN ISO 6506-1, EN 6506-2 und EN ISO 6506-3 festgelegt). Ihr Durchmesser muss
(200 ± 1) mm und die Dicke (70 ± 1) mm betragen. Ihr Antrieb muss so erfolgen, dass in (60 ± 3) s
75 Umdrehungen durchgeführt werden.
NormCD Stand 2004-03

Eine fahrbare Probekörperhalterung wird durch ein Gegengewicht gegen die Schleifscheibe gezogen.

Das Schleifmittel fließt aus dem Vorratsbehälter in den einstellbaren Behälter.

Der einstellbare Behälter kann zylindrisch sein und muss einen schlitzförmigen Auslauf besitzen. Die Schlitzlänge
muss (45 ± 1) mm und die -breite (4 ± 1) mm betragen. Der Körper des einstellbaren Behälters muss in allen
Richtungen mindestens 10 mm größer als der Schlitz sein. Im Falle eines rechteckigen Behälters, bei dem

42
EN 1340:2003 (D)

mindestens eine der Seitenflächen bis zur Schlitzlänge geneigt ist, sind diese Maßbegrenzungen nicht notwendig
(siehe Bild G.2, Beispiel 2).

Maße in Millimeter

Legende
A vertikale Seitenfläche
B geneigte Seitenfläche
Siehe Bild G.1

Bild G.2 — Lage des Schlitzes auf der Unterseite des einstellbaren Behälters

Der Abstand zwischen dem Schlitz und der Achse der breiten Schleifscheibe muss (100 ± 5) mm betragen, und die
Schleifmittelzufuhr muss 1 mm bis 5 mm hinter der Vorderkante der Scheibe erfolgen (siehe Bild G.3).
NormCD Stand 2004-03

43
EN 1340:2003 (D)

Maße in Millimeter

Legende
Siehe Bild G.1

Bild G.3 — Lage des Schlitzes relativ zur breiten Schleifscheibe

Die Schleifmittelzufuhr aus dem einstellbaren Behälter auf die Schleifscheibe muss mindestens 2,5 l/min betragen.
Die Schleifmittelzufuhr muss stetig erfolgen, und der Mindestfüllstand im einstellbaren Behälter muss 25 mm
betragen (siehe Bild G.3).
NormCD Stand 2004-03

Nützliche Hilfsmittel für die Messung sind:

ein Vergrößerungsglas, vorzugsweise mit Beleuchtung, ein Stahllineal und eine digitale Schieblehre.

44
EN 1340:2003 (D)

G.4 Kalibrierung
Das Prüfgerät ist zu kalibrieren nach 400 aufgebrachten Schleifrillen oder nach jeweils zwei Monaten. Hierbei ist
die kürzere Zeitspanne maßgeblich, sowie immer dann, wenn die Prüfperson wechselt, eine neue Schleifmittel-
charge oder eine neue Schleifscheibe eingesetzt wird.

Die Zufuhrrate des Schleifmittels ist zu überprüfen, indem das Material aus einer Höhe von etwa 100 mm in ein
vorgewogenes standsicheres Gefäß mit glattem Rand, einer Höhe von (90 ± 10) mm und bekanntem Volumen
eingefüllt wird, das bei vollständiger Füllung etwa 1 l betragen muss. Sobald sich das Gefäß füllt, muss das Schütt-
gerät angehoben werden, um eine Fallhöhe von etwa 100 mm einzuhalten. Wenn das Gefäß gefüllt ist, muss die
Oberfläche glatt gestrichen werden, und das Gefäß ist zu wiegen, um bei bekanntem Volumen die Masse des
Schleifmittels, d. h. die Schüttdichte, zu bestimmen. Das Schleifmittel muss das Verschleißprüfgerät in (60 ± 1) s
durchlaufen, und es wird unterhalb der Schleifscheibe in einem vorgewogenen Gefäß mit einem Volumen von
mindestens 3 l aufgefangen. Das gefüllte Gefäß ist zu wiegen, und aus der oben ermittelten Schüttdichte kann für
das Schleifmittel ermittelt werden, ob die Zufuhrrate größer oder gleich 2,5 l/min beträgt.

Das Prüfgerät ist gegen eine Bezugsprobe aus „Boulonnais-Marmor“ (1) nach dem Verfahren in G.6 zu kalibrieren,
wobei das Gegengewicht so einzustellen ist, dass die Länge der Schleifrille, die nach 75 Umdrehungen der
Scheibe in (60 ± 3) s erzeugt wurde, (20,0 ± 0,5) mm beträgt. Das Gegengewicht ist zu erhöhen oder zu verringern,
um die Länge der Schleifrille zu vergrößern bzw. zu verkleinern. Die Anordnung aus fahrbarer Probekörper-
halterung und Gegengewicht ist auf unerwünschte Reibung zu überprüfen.

Die Schleifrille ist nach dem in G.7 angegebenen Verfahren auf 0,1 mm zu messen; der Kalibrierwert ist der aus
drei Ergebnissen gebildete Mittelwert.

Die Verwendung eines alternativen Materials ist zulässig, wenn eine gute Korrelation mit einer Bezugsprobe aus
„Boulonnais-Marmor“ nachgewiesen ist.

Die Bezugsangaben für „Boulonnais-Marmor“ sind:

Lunel, demi-clair, Dicke: ≥ 50 mm, senkrecht zur Schichtung geschnitten, geschliffen mit Diamantkorngröße
100/120, Rauheit: Ra = (1,6 ± 0,4) µm, gemessen mit einem nach EN ISO 4288 kalibrierten „Rugotest".

Bei jeder Kalibrierung des Geräts ist die Rechtwinkligkeit der Probekörperhalterungen zu überprüfen.

Die Schleifrille auf der Bezugsprobe muss rechtwinklig sein, der Unterschied zwischen auf beiden Seiten gemes-
senen Spurlängen darf 0,5 mm nicht überschreiten. Falls erforderlich, ist zu überprüfen, dass:

• der Probekörper rechtwinklig zur Scheibe gehalten wird;

• die fahrbare Probekörperhalterung und der Schlitz des Vorratsbehälters parallel zur Scheibenachse verlaufen;

• über den Schlitz eine gleichmäßige Schleifmittelzufuhr erfolgt;

• in der Anordnung aus fahrbarer Probekörperhalterung und Gegengewicht keine unzulässige Reibung auftritt.

G.5 Vorbereitung des Probekörpers


Der Probekörper muss ein vollständiger Bordstein oder ein Stück davon mit Mindestmaßen von 100 mm × 70 mm
und einer Dicke von (60 ± 10) mm sein, der die Oberseite des Bordsteins enthält.

Der Probekörper muss sich in einem sauberen und trockenen Zustand befinden.

Der zu prüfende obere Teil der Sichtfläche muss innerhalb einer zulässigen Abweichung von ± 1 mm eben sein,
NormCD Stand 2004-03

wobei die Messung nach C.4 in zwei zueinander senkrechten Richtungen über 100 mm durchgeführt wurde.

Wenn der obere Teil der Sichtfläche grob bearbeitet ist oder außerhalb dieser zulässigen Abweichung liegt, muss
sie leicht geschliffen werden, um eine ebene glatte Oberfläche innerhalb der zulässigen Abweichung zu erzeugen.

Unmittelbar vor der Prüfung ist die zu prüfende Oberfläche mit einer harten Bürste zu reinigen und mit einer
Oberflächenfärbung zu versehen, um die Messung der Schleifrille zu erleichtern (z. B. mit einem Markierstift).

45
EN 1340:2003 (D)

G.6 Durchführung
Der Vorratsbehälter ist mit dem trockenen Schleifmittel zu füllen, dessen Feuchtegehalt 1,0 % nicht überschreiten
darf. Die Probekörperhalterung ist von der Schleifscheibe wegzuziehen. Der Probekörper ist so einzuspannen,
dass die erzeugte Schleifspur mindestens 15 mm von jeder Probenkante entfernt ist, anschließend ist der Probe-
körper auf einem Keil zu befestigen, um das Schleifmittel unter ihm durchlaufen zu lassen. Der Auffangbehälter für
das Schleifmittel ist unterhalb der breiten Schleifscheibe anzuordnen.

Der Probekörper ist mit der breiten Schleifscheibe in Berührung zu bringen, das Regelventil ist zu öffnen, und
gleichzeitig ist der Motor so in Betrieb zu setzen, dass die breite Schleifscheibe in (60 ± 3) s 75 Umdrehungen
ausführt. Die Gleichmäßigkeit der Schleifmittelzufuhr ist während der Prüfung durch Augenschein zu kontrollieren.
Nach 75 Umdrehungen der Scheibe ist die Schleifmittelzufuhr zu beenden und die Schleifscheibe anzuhalten. An
jedem Probekörper sind möglichst zwei Prüfungen durchzuführen.

G.7 Messung der Schleifspur


Der Probekörper wird unter ein großes Vergrößerungsglas mit einer mindestens zweifachen Vergrößerung gelegt,
das vorzugsweise mit einer Beleuchtung ausgestattet ist, um die Messung der Schleifrille zu erleichtern.

Mit einem Bleistift mit einem Minendurchmesser von 0,5 mm und der Härte 6H oder 7H sind die äußeren Grenzen
der Schleifrille in Längsrichtung (I1 und I2) mit einem Lineal nachzuziehen (siehe Bild G.4).

Anschließend ist in der Mitte der Schleifrille senkrecht zur Mittellinie der Schleifrille eine Linie (AB) zu ziehen. Die
rechteckigen Messspitzen einer digitalen Schieblehre sind auf dem Innenrand der Längsbegrenzungen (I1 und I2) in
den Punkten A und B aufzusetzen, und die Maße sind auf 0,1 mm zu bestimmen und aufzuzeichnen.

Zur Kalibrierung ist diese Messung (10 ± 1) mm von den Enden der Schleifrille (C D) zu wiederholen, um drei
Messwerte zu erhalten.

Maße in Millimeter

Legende
Siehe Bild G.1

Bild G.4 — Beispiel für einen geprüften Probekörper mit Darstellung der Schleifspur
NormCD Stand 2004-03

Ein Teil der Oberflächeneinfärbung kann durch die Einwirkung des Schleifmittels oberhalb der Schleifrille entfernt
werden. Dies ist für das Zeichnen der Linie l1 nicht von Bedeutung, die dort zu ziehen ist, wo die Oberfläche des
Probekörpers tatsächlich abgerieben wurde.

46
EN 1340:2003 (D)

G.8 Berechnung der Prüfergebnisse


Das Ergebnis ist das unter Berücksichtigung eines Kalibrierfaktors korrigierte Maß, das auf 0,5 mm gerundet wird.
Der Kalibrierfaktor ist die Differenz zwischen dem Wert 20,0 und dem aufgezeichneten Kalibrierwert.

Wenn auf einem Probekörper zwei Schleifrillen erzeugt wurden, ist der größere Wert als Ergebnis zu wählen.

ANMERKUNG Wenn beispielsweise der Kalibrierfaktor 19,6 mm beträgt und ein Maß von 22,5 mm ermittelt wurde, ist das
Ergebnis 22,5 + (20,0 − 19,6) = 22,9 mm, das auf 23,0 mm gerundet wird.

G.9 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss die Längen der Schleifrillen aufführen.

Siehe auch Abschnitt 8.


NormCD Stand 2004-03

47
EN 1340:2003 (D)

Anhang H
(normativ)

Messung des Verschleißes mit dem Prüfverfahren nach Böhme

H.1 Prinzip
Auf die mit Norm-Schleifmittel bestreute Schleifbahn der Schleifscheibe nach Böhme werden quadratische Platten
oder Würfel aufgesetzt, und bei drehender Schleifscheibe werden die Probekörper einer Verschleißbelastung von
(294 ± 3) N für eine bestimmte Anzahl von Prüfperioden ausgesetzt (siehe H.5).

Der Schleifverschleiß wird als Volumenverlust des Probekörpers bestimmt.

H.2 Schleifmittel

Als Norm-Schleifmittel ist ein künstlicher Korund3) zu verwenden, mit dem bei der Prüfung von Probekörpern aus
Normgranit ein Schleifverschleiß von 1,10 mm bis 1,30 mm und bei Probekörpern aus Norm-Kalkstein ein
Schleifverschleiß von 4,20 mm bis 5,10 mm entsteht. Für die Einhaltung dieser Anforderungen müssen
Homogenität des Materials, Gleichmäßigkeit der Schüttdichte und die Kornzusammensetzung des Schleifmittels
überwacht werden.

H.3 Prüfeinrichtung
H.3.1 Dickenmesseinrichtung. Für die Bestimmung des Dickenverlusts muss eine Messuhr verwendet werden,
deren Tastkopf kugelig gelagert ist und die eine ringförmige Auflagefläche mit einem Außendurchmesser von 8 mm
und einem Innendurchmesser von 5 mm besitzt, sowie ein entsprechender Messtisch.

H.3.2 Schleifscheibe. Die in Bild H.1 dargestellte Schleifscheibe nach Böhme besteht im Wesentlichen aus einer
rotierenden Scheibe mit einer festgelegten Schleifbahn, auf die das Schleifmittel gestreut wird, einer
Probekörperhalterung und einer Belastungseinrichtung.

H.3.3 Rotierende Scheibe. Die rotierende Scheibe muss einen Durchmesser von etwa 750 mm haben und eben
und waagerecht angeordnet sein. Im Belastungszustand muss ihre Drehzahl (30 ± 1) Umdrehungen je Minute
betragen.

Die Scheibe muss mit einem Umdrehungszähler und mit einer Vorrichtung ausgerüstet sein, die die Drehbewegung
nach 22 Umdrehungen selbsttätig ausschaltet.

H.3.4 Schleifbahn. Die Schleifbahn muss ringförmig sein, einen Innenradius von 120 mm und einen Außenradius
von 320 mm (d. h. die Breite beträgt 200 mm) besitzen und kann auswechselbar sein.

Die Schleifbahn muss aus Gusseisen mit perlitischem Gefüge bestehen, dessen Phosphorgehalt 0,35 % nicht
überschreitet und dessen Kohlenstoffgehalt über 3 % liegt. Die Schleifbahn muss eine Brinellhärte zwischen
190 HB und 220 HB 2,5/187,5 (nach EN ISO 6506-1, EN ISO 6506-2 und EN ISO 6506-3) aufweisen, die als
Mittelwert aus den Messungen von mindestens zehn Punkten am Rand der Schleifbahn bestimmt wird.
NormCD Stand 2004-03

Die Schleifbahnoberfläche wird durch den Gebrauch abgenutzt; der dadurch auftretende Dickenverlust darf 0,3 mm
nicht überschreiten, und die Tiefe einzelner Riefen darf höchstens 0,2 mm betragen. Werden diese Werte über-
schritten, ist die Schleifbahn auszuwechseln oder nachzuarbeiten. Nach dreimaliger Nachbearbeitung der Schleif-
bahn ist ihre Härte erneut zu bestimmen.

3) Bezugsquellen und Informationen können erhalten werden von: Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen,


Marsbruchstrasse 186, D-44287 Dortmund, Deutschland

48
EN 1340:2003 (D)

H.3.5 Probekörperhalterung. Die Probekörperhalterung muss aus einem U-förmigen, etwa 40 mm hohen
Rahmen bestehen, der von der Schleifbahn einen Abstand von (5 ± 1) mm hat. Der Rahmen muss so angeordnet
werden, dass die Mitte des Probekörpers von der Mitte der Schleifscheibe 220 mm entfernt ist und die Leiste an
der Probekörperhalterung, die den Probekörper stützt, in einem Abstand von (4 ± 1) mm oberhalb der
Schleifscheibe angeordnet ist. Die Probekörperhalterung muss so befestigt sein, dass während der Prüfung keine
Vibrationen eintreten können.

H.3.6 Belastungseinrichtung. Die Belastungseinrichtung muss aus einem zweiarmigen Hebel mit
unterschiedlicher Länge, einem Belastungsgewicht und einem Gegengewicht bestehen; der Hebel muss möglichst
reibungsarm im Drehzapfen gelagert sein und während der Prüfung nahezu waagerecht liegen. Das System muss
so ausgelegt sein, dass die Belastungskraft über einen Druckstempel senkrecht auf die Mitte des Probekörpers
übertragen wird. Das Eigengewicht des Hebels wird durch das Gegengewicht und die Schale, die das
Belastungsgewicht aufnimmt, im Gleichgewicht gehalten. Die auf den Probekörper wirkende Kraft ergibt sich aus
der Gewichtskraft des Belastungsgewichts, multipliziert mit dem Hebelverhältnis; das Belastungsgewicht muss so
2
gewählt werden, dass die Prüfkraft (294 ± 3) N beträgt (dies entspricht etwa 0,06 N/mm ) und ist durch Berechnung
nachzuprüfen.

Maße in Millimeter

Legende
1 Gegengewicht
2 Schleifbahn
3 Belastungsgewicht
4 Haltevorrichtung
5 Probekörper
6 Schleifscheibe

Bild H.1 — Prinzip der Schleifscheibe nach Böhme

H.4 Vorbereitung der Probekörper


Als Probekörper sind quadratische Platten oder Würfel mit einer Kantenlänge von (71,0 ± 1,5) mm zu verwenden.
NormCD Stand 2004-03

Die Kontaktfläche und die gegenüberliegende Fläche des Probekörpers müssen parallel zueinander und eben
sein. Für die Bestimmung des Dickenverlusts nach H.6 muss die gegenüberliegende Fläche ggf. parallel
geschliffen oder anderweitig bearbeitet werden, damit sie parallel zur Kontaktfläche liegt.

Anders als unten angegeben müssen die Probekörper bei einer Temperatur von (105 ± 5) °C bis zur
Massekonstanz getrocknet werden; in der Regel ist die Kontaktfläche über vier Prüfperioden (siehe H.5)
vorzuschleifen.

49
EN 1340:2003 (D)

Für den Ausnahmefall, dass die Probekörper im durchfeuchteten oder wassergesättigten Zustand zu prüfen sind
(siehe H.5), müssen die Probekörper mindestens sieben Tage in Wasser gelagert und vor jeder Wägung mit einem
leicht angefeuchteten Kunstschwamm abgerieben werden, damit alle Probekörper immer das gleiche feuchte
Aussehen haben.

Es muss jeweils ein Probekörper aus mindestens drei verschiedenen Probestücken oder Werkstücken gleicher Art
geprüft werden.

Vor der Prüfung ist die Rohdichte ρR des Probekörpers durch Messen auf 0,1 mm und Wägen auf 0,1 g zu
bestimmen.

Bei zweischichtigen Probekörpern ist die Rohdichte der Probekörper an gesonderten, aus der Verschleißschicht
entnommenen Probekörpern zu bestimmen, wobei diese ggf. vor der Prüfung zu schleifen sind.

H.5 Durchführung
Vor der Verschleißprüfung und nach je vier Prüfperioden (siehe H.4) ist der Probekörper auf 0,1 g zu wägen.

Auf die Schleifbahn sind 20 g Norm-Schleifmittel zu streuen. Der Probekörper ist mit der zur Schleifbahn
weisenden Kontaktfläche in die Halterung einzuspannen und mittig mit (294 ± 3) N zu belasten.

Die Schleifscheibe ist in Bewegung zu setzen, und es ist darauf zu achten, dass das Schleifmittel auf der
Schleifbahn gleichmäßig entsprechend der Breite des Probekörpers verteilt bleibt.

Die Prüfung des Probekörpers muss 16 Prüfperioden umfassen, von denen jede aus 22 Umdrehungen besteht.

Nach jeder Prüfperiode sind die Schleifscheibe und die Kontaktfläche zu säubern; die Kontaktfläche des
Probekörpers ist jeweils im gleichen Sinn um 90° zu drehen und neues Schleifmittel auf die Schleifbahn zu streuen,
wie in H.2 beschrieben.

Bei der Prüfung von durchfeuchteten oder wassergesättigten Probekörpern muss die Schleifbahn vor jeder
Prüfperiode mit einem leicht feuchten Schwamm gereinigt und angefeuchtet werden, bevor das Schleifmittel
aufgestreut wird. Ab Beginn der Prüfung muss aus einer einstellbaren und schwenkbaren Tropfdüse Wasser aus
einem Behälter mit einer Menge von 13 ml/min (entsprechend 180 bis 200 Tropfen) auf die Schleifbahn tropfen.
Die Tropfen müssen aus einer Höhe von etwa 100 mm auf die Mitte der Schleifbahn 30 mm vor den Probekörper
fallen. Bei der Prüfung nach diesem Verfahren muss sorgfältig darauf geachtet und sichergestellt werden, dass das
Schleifmittel kontinuierlich auf die wirksame Fläche der Schleifbahn zurückgeführt wird (siehe H.3).

H.6 Berechnung der Prüfergebnisse


Der Verschleiß ist der mittlere Volumenverlust ∆V des Probekörpers nach 16 Prüfperioden, der nach folgender
Gleichung berechnet wird:

∆m
∆V =
ρR

Dabei ist
3
∆V der Volumenverlust nach 16 Prüfperioden, in mm ;
∆m der Masseverlust nach 16 Prüfperioden, in g;
NormCD Stand 2004-03

ρR die Rohdichte des Probekörpers oder bei mehrschichtigen Probekörpern die Rohdichte der
3
Verschleißschicht, in g/mm .

H.7 Prüfbericht
3 2
Es ist der Verschleiß, gerundet auf die nächste ganze Zahl von 1 000 mm je 5 000 mm , anzugeben.
Siehe auch Abschnitt 8.

50
EN 1340:2003 (D)

Anhang I
(normativ)

Verfahren zur Bestimmung des Gleitwiderstandswerts


von unpolierten Flächen (USRV)

I.1 Prinzip

Die Messung des USRV eines Probekörpers wird mit dem Pendelgerät zur Bewertung der Griffigkeitseigenschaften
des Probekörpers durchgeführt.

Das Pendelgerät besteht aus einem unter Federspannung stehenden Gleitkörper aus Norm-Gummi, der am Ende
des Pendels befestigt ist. Beim Schwingen des Pendels wird die Reibkraft zwischen dem Gleitkörper und der
Prüffläche über die Verringerung der Länge des Pendelwegs auf einer kalibrierten Skala gemessen.

I.2 Prüfeinrichtung

I.2.1 Pendelgerät

I.2.1.1 Die Pendelgerät muss wie in Bild I.1 dargestellt aufgebaut sein. Alle Lager und beweglichen Teile müssen
weitestgehend gekapselt sein, und alle verwendeten Materialien für den Einsatz bei Nässe müssen
korrosionsgeschützt sein.

Legende
NormCD Stand 2004-03

1 C-Skala (126 mm Reiblänge) 6 Justierschraube


2 F-Skala (76 mm Reiblänge) 7 Probekörperhalterung
3 Schleppzeiger 8 Dosenlibelle
4 Pendel 9 Höhenverstellung
5 Gummi-Gleitkörper

Bild I.1 — Pendelgerät

51
EN 1340:2003 (D)

I.2.1.2 Das Pendelgerät muss folgende Merkmale besitzen:

1) einen federbelasteten gummibeschichteten Gleitkörper mit den Eigenschaften nach I.2.1.4 bis I.2.1.10. Er
muss so am Ende des Pendelarms befestigt sein, dass der Abstand zwischen Gleitkante und
Aufhängungsachse (510 ± 1) mm beträgt;

2) Vorrichtungen zum vertikalen Ausrichten der Pendelstütze;

3) eine Grundplatte mit einer ausreichenden Masse, um sicherzustellen, dass keine Veränderung der
Prüfeinrichtung eintritt;

4) Vorrichtungen zum Verlängern bzw. Verkürzen der Aufhängeachse des Pendels, so dass der Gleitkörper

 frei schwingen kann, ohne die Oberfläche des Probekörpers zu berühren, und

 eingestellt werden kann, um die Oberfläche mit einer festgesetzten Länge von (126 ± 1) mm zu
überstreichen. Dafür ist ein Maßstab erforderlich, auf dem dieser Abstand wie auf Bild I.2 dargestellt
gekennzeichnet ist.

Seitenansicht

Draufsicht
Legende
1 Maßstab für die Reiblänge
2 Gleitkörper
NormCD Stand 2004-03

3 Bezugskante
4 gemessene Reiblänge
5 tatsächliche Reiblänge

Bild I.2 — Lehre für den Schleifweg

52
EN 1340:2003 (D)

5) Vorrichtungen zum Halten und Freigeben des Pendelarms, so dass er aus einer horizontalen Lage heraus
frei fallen kann;

6) einen Schleppzeiger mit einer Nennlänge von 300 mm, der über der Achse der Aufhängung in Waage ist,
die Lage des Pendelarms über das gesamte Vorwärtsschwingen anzeigt und sich über einer
kreisförmigen Skala bewegt. Die Masse des Schleppzeigers darf nicht mehr als 85 g betragen;

7) die Hemmung im Zeigermechanismus muss so einstellbar sein, dass sich die Zeigerspitze beim freien
Schwingen des Pendelarms aus der Waagerechten beim Vorwärtsschwingen bis zu einem Wert von
(10 ± 1) mm unter der Waagerechten bewegt. Dies ist die Nullmessung.

8) eine kreisförmige C-Skala, die für eine Reiblänge von 126 mm auf einer ebenen Oberfläche kalibriert und
von 0 bis 150 in Intervallen zu je 5 Einheiten unterteilt ist.

I.2.1.3 Die Masse des Pendelarms einschließlich des Gleitkörpers muss (1,50 ± 0,03) kg betragen. Der
Massenschwerpunkt muss in einem Abstand von (410 ± 5) mm von der Aufhängungsachse entfernt auf der Achse
des Arms liegen.

I.2.1.4 Der breite Gleitkörper muss aus einem Gummikissen mit einer Breite von (76,2 ± 0,5) mm, einer Länge
von (25,4 ± 1,0) mm (in Schwingungsrichtung) und einer Dicke von (6,4 ± 0,5) mm bestehen, die Gesamtmasse
aus Gleitkörper und Unterteil muss (32 ± 5) g betragen.

I.2.1.5 Der Gleitkörper muss von einem stabilen Unterteil mit mittiger Drehzapfenachse gehalten werden, die
so am Ende des Pendelarms angebracht werden muss, dass die Führungskante des Gleitkörpers die Prüf-
oberfläche berührt, wenn der Arm am tiefsten Punkt seines Schwingwegs ist, wobei die Ebene des Schleifschuhs
eine Neigung von (26 ± 3)° zur Horizontalen besitzt. In dieser Anordnung kann sich der Gleitkörper ohne Behin-
derung um seine Achse drehen, um sich den Unebenheiten der Prüffläche bei schwingendem Pendel anzupassen.

I.2.1.6 Der Gleitkörper muss gegenüber der Prüffläche unter Federspannung stehen. Bei der Kalibrierung
muss die statische Kraft auf den Gleitkörper in seiner Mittelstellung (22,2 ± 0,5) N betragen, die beim Kalibrier-
verfahren der Einrichtung eingestellt wird. Die Änderung der statischen Kraft auf den Gleitkörper darf nicht größer
als 0,2 N je Millimeter Durchfederung des Gleitkörpers sein.

I.2.1.7 Die Anfangswerte der Rückprallelastizität und -härte des Gleitkörpers müssen den Werten nach
Tabelle I.1 entsprechen und mit einer Konformitätsbescheinigung, die den Namen des Herstellers und das Herstel-
lungsdatum enthält, nachgewiesen werden. Ein Gleitkörper muss ausgesondert werden, wenn der nach ISO 7619
gemessene IRHD-Wert nicht mehr den in der Tabelle angegebenen Anforderungen entspricht oder spätestens drei
Jahre nach der Herstellung.

Tabelle I.1 — Eigenschaften des Reibgummis

Temperatur in °C
Eigenschaft 0 10 20 30 40
Rückprall- 43 bis 49 58 bis 65 66 bis 73 71 bis 77 74 bis 79
elastizität (%)a
Rückprallhärte 53 bis 65
(IRHD)b
a Rückprallversuch nach ISO 4662.
b Internationale Gummihärtegrade nach ISO 48.

Die Kanten des Gleitkörpers müssen rechtwinklig und sauber geschnitten sein; der Gummi darf keine
Verunreinigungen, z. B. Schleifmittel oder Öl, aufweisen. Der Schleifschuh muss bei einer Temperatur zwischen
NormCD Stand 2004-03

5 °C und 20 °C lichtgeschützt aufbewahrt werden.

I.2.1.9 Vor Gebrauch eines neuen Gleitkörpers muss er vorbehandelt werden, damit die Auftreffkante
mindestens 1 mm breit wird, wie in Bild I.3 dargestellt.

Dies muss durch Einrichten der Prüfeinrichtung und Ausführen von 5 Schwingbewegungen über eine trockene
Oberfläche mit einem Reibwert über 40 auf der C-Skala mit anschließenden 20 weiteren Schwingbewegungen auf
derselben Oberfläche nach Befeuchten erreicht werden.

53
EN 1340:2003 (D)

Schnitt A-B (2:1)


Legende
1 Gummi-Gleitkörper
2 Aluminiumträger
3 Auftreffkante
4 abgenutzte Breite (b)

Bild I.3 — Anordnung des Gleitkörpers zur Veranschaulichung der höchsten Abnutzung
der Auftreffkante eines Gleitkörpers

I.2.1.10 Der Gleitkörper muss ausgesondert werden, wenn die Breite der Auftreffkante nach Bild I.3 größer als
3 mm oder starke Kerben oder Grate aufweist. Der Gleitkörper kann umgedreht werden, damit eine neue Kante
beansprucht werden kann, die gleichfalls vorzubehandeln ist.

I.2.2 Ein Behälter mit Trinkwasser von (20 ± 2) °C zum Befeuchten der Oberflächen des Probekörpers und des
Gleitkörpers.

I.3 Kalibrierung
Die Prüfeinrichtung muss mindestens einmal jährlich nachkalibriert werden.

I.4 Probenahme
Es ist eine repräsentative Probe von 5 Bordsteinen derselben Oberflächenfamilie zu entnehmen.

Die zu prüfende Oberfläche ist die, die in horizontal liegt und dem Verkehr ausgesetzt ist.
NormCD Stand 2004-03

Jeder Bordstein in der Probe muss eine Prüffläche von 136 mm × 86 mm ermöglichen, die repräsentativ für den
gesamten Bordstein ist. Diese Fläche muss mit dem 76 mm breiten Gleitkörper mit einer Nennreiblänge von
126 mm geprüft werden, und die Messwerte werden auf der C-Skala abgelesen.

Bei großen Bordsteinen sollten aus diesen repräsentative Proben für die Prüfung geschnitten werden.

54
EN 1340:2003 (D)

I.5 Durchführung
Das Pendelgerät und der Gleitkörper sind vor der Prüfung mindestens 30 min bei einer Raumtemperatur von
(20 ± 2) °C aufzubewahren.

Unmittelbar vor der Prüfung mit dem Pendelgerät ist der Probekörper für mindestens 30 min in Wasser bei einer
Temperatur von (20 ± 2) °C zu lagern.

Das Pendelgerät ist auf eine feste ebene Oberfläche zu stellen, und die Justierschrauben sind so einzustellen,
dass die Pendeltragsäule vertikal steht. Anschließend ist die Achse der Pendelaufhängung so weit nach oben zu
verstellen, dass der Arm frei schwingen kann, und die Reibung des Zeigermechanismus wird so eingestellt, dass
bei der Freigabe von Pendelarm und Zeiger aus der rechten horizontalen Position heraus der Zeiger die
Nullstellung der Prüfskala im Umkehrpunkt erreicht.

Vor der Benutzung eines neuen Gleitkörpers ist dieser nach dem in I.2.1.9 beschriebenen Verfahren
vorzubehandeln.

Gleitkörper, die die in I.2.1.10 angegebenen Anforderungen nicht erfüllen, sind auszusondern.

Der Probekörper ist mit dem Längsmaß in Richtung des Pendelwegs und mittig zum Gummi-Gleitkörper und zur
Achse der Pendelaufhängung fest anzuordnen. Es ist sicherzustellen, dass der Weg des Gleitkörpers entlang der
Reiblänge parallel zur Längsachse des Probekörpers verläuft.

Die Höhe des Pendelarms ist so einzustellen, dass der Gummi-Gleitkörper beim Überstreichen des Probekörpers
diesen mit der gesamten Breite des Gleitkörpers und über die festgelegte Reiblänge berührt. Die Oberflächen von
Probekörper und Gleitkörper sind mit einer ausreichenden Wassermenge zu befeuchten, wobei darauf zu achten
ist, dass die eingestellte Lage des Gleitkörpers nicht verändert wird. Pendel und Schleppzeiger sind aus der
horizontalen Lage heraus freizugeben, und das Pendel ist bei seiner Rückwärtsbewegung aufzufangen. Die
Schleppzeigerstellung auf der Skala ist aufzuzeichnen (Pendelprüfwert). Dieser Vorgang ist fünfmal zu
wiederholen, wobei der Probekörper jedes Mal erneut befeuchtet wird, und der Mittelwert aus den letzten drei
Messwerten ist aufzuzeichnen. Der Probekörper ist um 180° zu drehen und das Verfahren zu wiederholen.

I.6 Berechnung der Prüfergebnisse


Bei Verwendung des breiten Gleitkörpers für eine Reiblänge von 126 mm ist der Pendelwert jedes Probekörpers
als Mittelwert aus den zwei Mittelwerten zu berechnen, die in entgegengesetzten Richtungen gemessen und auf
die nächste ganze Einheit auf der C-Skala gerundet wurden.

Der USRV ist der Mittelwert aus den Pendelwerten der 5 Probekörper.

I.7 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss die folgenden Zusatzinformationen enthalten:

1) den Mittelwert der Pendelprüfung jedes Probekörpers;

2) den mittleren USRV der Probe.

Siehe auch Abschnitt 8.


NormCD Stand 2004-03

55
EN 1340:2003 (D)

Anhang J
(normativ)

Prüfung der äußeren Beschaffenheit

J.1 Vorbereitung
Nach Untersuchung jedes Bordsteins hinsichtlich des Ablösens von Schichten sind die Proben auf dem Boden
auszulegen.

J.2 Durchführung
Bei Tageslicht muss ein Betrachter jeweils in einem Abstand von 2 m von den Proben die Bordsteine registrieren,
die Risse oder Abplatzungen aufweisen.

Struktur und Farbe sind mit dem Muster des Herstellers zu vergleichen.
NormCD Stand 2004-03

56
EN 1340:2003 (D)

Anhang K
(informativ)

Beispiel für die Anwendung des Verfahrens der Prüfung auf


Übereinstimmung der Biegezugfestigkeit durch Variable (6.3.8.3 B)

K.1 Allgemeines

Für die werkseigene Produktionskontrolle kann Übereinstimmung entweder durch Attribute oder durch Variable
bestimmt werden (siehe 6.3.8 B).

Auf der Grundlage der Prüfung der Biegezugfestigkeit zeigt das hier beschriebene Flussdiagramm (siehe Bild K.1)
zwei mögliche „Wege": entweder durch Attribute oder durch Variable, jedoch wird immer mit den Attributen
begonnen, weil der Variablen-Weg umfangreiche Ergebnisse für die Berechnung der Standardabweichung
voraussetzt.

Die Annahmewahrscheinlichkeit muss der der Prüfung durch „Attribute“ (6.3.8.3 A) gleichwertig sein.

K.2 Grundgleichung
Die Grundgleichung zur Prüfung auf Übereinstimmung einer gegebenen Produktion lautet für die drei
Festigkeitsklassen:

_
Klasse 1: X n ≥ 3,5 + q n × s (MPa)

_
Klasse 2: X n ≥ 5,0 + q n × s (MPa)

_
Klasse 3: X n ≥ 6,0 + q n × s (MPa)

Dabei ist

_
Xn Mittelwert der Produktionsprobe von n Produkten;

qn Annahmefaktor;

s Standardabweichung für die Produktionsmaschine.

K.3 Annahmefaktoren
In Abhängigkeit von der Anzahl der Proben lauten die Annahmefaktoren:

n=4 q4 = 0,9
NormCD Stand 2004-03

n=8 q8 = 1,2

n = 16 q16 = 1,3

57
EN 1340:2003 (D)

K.4 Standardabweichung s
Für die Bestimmung der Standardabweichung s können in Abhängigkeit von der erforderlichen Genauigkeit
verschiedene Verfahren verwendet werden.

Die Mindestanzahl von Ergebnissen für die Bestimmung der Standardabweichung hängt von der Prozessstabilität
ab: Gewöhnlich werden 30 Ergebnisse verwendet, wenn die Stabilität jedoch bewiesen ist, können 15 ausreichen.
Diese Ergebnisse (30 oder 15) sollten von Prüfungen aus einem repräsentativen Produktionszeitraum stammen,
z. B. bei 4 Produktionstagen 8 oder 4 Ergebnisse je Tag.

Die Standardabweichung sollte regelmäßig überprüft werden.

K.5 Anwendung von Abstufungsregeln


Wenn die Produktion im Rahmen der vorgegebenen Kriterien liegt, kann die Anzahl der zu prüfenden Proben
verringert werden.

Das ist logisch, weil die Wahrscheinlichkeit für Ausfälle abnimmt. Die Abstufungsregeln sind in A.5 angegeben.

K.6 Ergebnisse
Wenn das Ergebnis nach der Gleichung in K.2 positiv ist, und wenn kein Einzelergebnis T je nach Festigkeitsklasse
unter 2,8 MPa, 4,0 MPa bzw. 4,8 MPa liegt, erfüllt die betreffende Produktion die Anforderungen dieser Norm.
Erfüllen die Ergebnisse die Anforderungen der Norm nicht, gilt 6.3.7.
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Bild K.1 — Biegezugfestigkeit nach EN 1340

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Anhang ZA
(informativ)

Abschnitte dieser Europäischen Norm, die sich auf die Bestimmungen der
Bauproduktenrichtlinie der EU (89/106/EEC) beziehen

ZA.1 Anwendungsbereich und zugehörige Eigenschaft


Diese Europäische Norm und ihr Anhang ZA wurden unter den Mandaten M/119 „Bodenbeläge“ und M/122
„Bedachungen, Oberlichter, Dachfenster und Zubehörteile“ erarbeitet, die dem CEN von der Europäischen
Gemeinschaft und der Europäischen Freihandelszone erteilt wurden.

Die in diesem Anhang angegebenen Abschnitte dieser Europäischen Norm entsprechen den Anforderungen dieser
Mandate, die unter der Bauproduktenrichtlinie der EU (89/106) erteilt wurden.

Die Übereinstimmung mit diesem Anhang ZA rechtfertigt die Annahme, dass die in dieser Europäischen Norm
behandelten Bauprodukte für ihren vorgesehenen Einsatzzweck unter Berücksichtigung von Tabelle ZA.1 geeignet
sind, und es ist auf die begleitenden Angaben zum CE-Zeichen zu verweisen.

WARNHINWEIS: Für ein Bauprodukt, das in den Anwendungsbereich dieses Anhangs fällt, können
weitere Anforderungen oder EU-Richtlinien gelten, die die Eignung für den vorgesehenen Einsatzzweck
nicht beeinflussen.

Für Produkte, die in den Anwendungsbereich dieser Norm fallen, können zusätzlich zu Unterabschnitt 4.2, der sich
mit gefährlichen Substanzen befasst, weitere Anforderungen gelten (z. B. eine veränderte europäische
Gesetzgebung und nationale Gesetze, Vorschriften und Ausführungsbestimmungen). Um die Bestimmungen der
Bauproduktenrichtlinie der EU zu erfüllen, müssen sich diese Anforderungen auch danach richten, wann und wo
sie gelten.

ANMERKUNG Eine informative Datenbank mit europäischen und nationalen Bestimmungen über gefährliche Substanzen
kann auf der Website Bau EUROPA (Zugang über http://europa.eu.int) eingesehen werden.

Bauprodukt: Bordsteine aus Beton nach dem Anwendungsbereich dieser Norm

Vorgesehene(r) Einsatzweck(e): Bodenbelag in Räumen und im Freien und/oder Dachbeläge


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Tabelle ZA.1 — Geforderte Eigenschaften


Wesentliche Abschnitt der Mandatierte Anmerkungen/ Art der Verwendung
Eigenschaften Anforderung Stufen oder Einheiten
in dieser Klassen
Norm
Brandverhalten 5.3.6.1 Klasse A1 Bodenbelag in Räumen
Verhalten bei 5.3.6.2 Keine Gilt als ausreichend Dachbelag
Brandeinwirkung
von außen
Freisetzung von 4.2 Nicht Siehe 4.2 Bodenbelag in Räumen
Asbest enthalten und im Freien und auf
Dächern
Biegezugfestigkeit 5.3.3.1 Keine Bodenbelag in Räumen
und im Freien
Gleit-/Rutsch- 5.3.5.1 Keine Bodenbelag in Räumen
widerstand und im Freien

5.3.5.2 Keine Nur bei Bordsteinen, Bodenbelag in Räumen


deren obere und im Freien
Oberfläche
geschliffen oder
poliert oder so
hergestellt wurde,
dass eine glatte
Oberfläche
entstanden ist
Wärmeleitfähigkeit 5.3.7 Keine Bodenbelag in Räumen
Dauerhaftigkeit* 5.3.3.3 Keine Bodenbelag im Freien
5.3.5.3 Keine Bodenbelag in Räumen
und im Freien
* Wenn ein Mitgliedstaat eine Beziehung zwischen Dauerhaftigkeit und Wetterbeständigkeit herzustellen
wünscht, gilt 5.3.2.

Die Anforderung an eine bestimmte wesentliche Eigenschaft hat in den Mitgliedstaaten (MS) keine Gültigkeit, in
denen es keine gesetzlichen Anforderungen an diese Eigenschaft für den vorgesehenen Einsatzzweck des
Produkts gibt. In diesem Fall sind Hersteller, die ihre Produkte auf die Märkte dieser MS bringen, nicht verpflichtet,
das Leistungsvermögen ihrer Produkte im Hinblick auf diese Eigenschaft zu bestimmen oder zu erklären, und es
darf die Option „Keine Leistungsfähigkeit bestimmt“ (NPD) in dem CE-Zeichen (siehe ZA.3) verwendet werden.

Die Option NPD darf nicht für die wesentliche Anforderung Bruchfestigkeit verwendet werden.

ZA.2 Bescheinigung der Konformität


Das System der Bescheinigung der Konformität des in Tabelle ZA.1 angegebenen Produkts ist entsprechend der
Entscheidung der Kommission 1994/94/EU (?) für diese Produktfamilie nach Anhang III der Mandate M/119 und
M/122 in Tabelle ZA.2 für den vorgesehenen Einsatzzweck aufgeführt:
NormCD Stand 2004-03

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EN 1340:2003 (D)

Tabelle ZA.2 — System zur Bescheinigung der Konformität

Produkt Vorgesehener Einsatzzweck Stufe(n) oder System zur


Bescheinigung der
Konformität
Bordsteine aus Zum Einsatz im Freien und für Asbest: nicht enthalten 4
Beton Straßenbeläge für die
Befestigung von
Fußgängerbereichen und von
Flächen für den
Fahrzeugverkehr im Freien
Vorgefertigte Zum Einsatz in Räumen Brandverhalten: A1* 4
Bordsteine aus einschließlich umschlossener
Asbest: nicht enthalten
Beton öffentlicher Transportbereiche
Vorgefertigte Als Dachbelag Brandtauglichkeit im 4
Bordsteine aus Freien gilt als
Beton ausreichend**
Asbest: nicht enthalten
System 4: Nach Anhang III.2.(ii) der BPR, dritte Möglichkeit
* Materialien der Klasse A1 brauchen nach Entscheidung 1996/603/EU (wie geändert) nicht auf Brandverhalten geprüft zu
werden.
** Siehe Kommissionsentscheidung 1996/603/EU (wie geändert).

Tabelle ZA.3 — Zuweisung von Aufgaben

Aufgaben für den Hersteller Anwendungsbereich der Zu verwendende Abschnitte


Aufgaben
Ersttypprüfung 6.2
Alle zutreffenden Eigenschaften
Werkseigene in Tabelle ZA.1 6.3
Produktionskontrolle

ZA.2.2 Erklärung der Konformität

Der Hersteller oder sein für die EEA (European Economic Area – Europäischer Wirtschaftsraum) benannter
Bevollmächtigter muss eine Konformitätserklärung erarbeiten und bewahren, die den Hersteller oder seinen
Bevollmächtigten berechtigt, das CE-Zeichen zu führen. Diese Erklärung muss enthalten:

∙ Name und Adresse des Herstellers oder seines in der EEA benannten Vertreters und den Produktionsort;

∙ Beschreibung des Produkts (Typ, Bezeichnung, Einsatzzweck) und eine Kopie der Angaben, die zum
CE-Zeichen gehören;

∙ Bestimmungen, denen das Produkt entspricht (z. B. Anhang ZA dieser EN);


NormCD Stand 2004-03

∙ besondere Bedingungen, die für den Einsatz des Produkts gelten (sofern erforderlich);

∙ Name und Position der Person, die ermächtigt ist, die Erklärung im Namen des Herstellers oder seines
Vertreters zu unterzeichnen.

Die Erklärung muss in der (den) Sprache(n) des Mitgliedstaats verfasst sein, in dem das Produkt eingesetzt wird.

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EN 1340:2003 (D)

ZA.3 CE-Zeichen
Der Hersteller oder sein für die EU oder EFTA benannter Vertreter ist für die Anbringung des CE-Zeichens
verantwortlich.

Die Anbringung des CE-Konformitätssymbols muss nach den Richtlinien 93/68/EU erfolgen und zusätzlich die
folgenden Angaben enthalten. Sie müssen auf der Verpackung und/oder in den Lieferscheinen vorhanden sein.

• der Name oder das Firmenzeichen des Herstellers;

• die registrierte Anschrift des Herstellers;

• die letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem das Zeichen geführt wird;

• die Nummer dieser Norm (EN 1340);

• der Produkttyp (d. h. Bordstein aus Beton) und vorgesehener (vorgesehene) Einsatzzweck(e), z. B.
Bodenbelag in Räumen, Bodenbelag im Freien und/oder Dachbelag, und

• Angaben über die mandatierten Eigenschaften bzw. erklärten Werte.

Für Produkte zum Einsatz in Fußgängerbereichen und auf Flächen für den Fahrzeugverkehr im Freien:

∙ Bruchfestigkeit;

∙ Gleit-/Rutschwiderstand ("ausreichend“ nationale Vorschriften werden durch das CE-Zeichen nicht berührt);

∙ Dauerhaftigkeit.

Für Produkte für Bodenbeläge in Räumen:

∙ Brandverhalten;

∙ Bruchfestigkeit;

∙ Gleit-/Rutschwiderstand ("ausreichend");

∙ Dauerhaftigkeit;

∙ Wärmeleitfähigkeit (sofern zutreffend).

Für Produkte als Dachbelag:

∙ Verhalten bei Brandeinwirkungen von außen: „ausreichend".

Die Bilder ZA.1 und ZA.2 geben Beispiele im Hinblick auf die Angaben, die auf handelsüblichen Unterlagen oder
auf der Verpackung anzugeben sind.
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Bild ZA.1 — Beispiel für Angaben zum CE-Zeichen


NormCD Stand 2004-03

Bild ZA.2 — Beispiel für Angaben zum CE-Zeichen

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