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Erläuterung von Dr. rer. nat. Hartmut P. A.

Fischer
Siehe auch: https://www.pranatu.de/faq.html
https://www.facebook.com/pg/PraxisinstitutNaturmedizin

"Frage: Wie werden DMSO-Auszüge von Kräutern/Naturmaterial gemacht?


Kurze Antwort: Pflanzenmaterial mit DMSO Ph. Eur. in einem Glas überschichten und nach
2 – 3 Tagen dekantieren oder filtrieren.

Ausführliche Antwort:
Will man die gesamten löslichen Inhaltsstoffe von Pflanzen, Wurzeln, Moosen,
Traubenkernen, Rinde, Weihrauch, Propolis, … ausziehen, so empfiehlt sich DMSO in
pharmazeutischer Reinheit als bestes Lösemittel. DMSO hat eine mehr als doppelt so hohe
Molekülpolarität als Alkohol (Ethanol) oder Wasser und nimmt deshalb wasserlösliche
(hydrophile) Substanzen und sogar Salze auf. Gleichzeitig ist es ein organisches Lösemittel,
das fettlösliche (lipophile) Substanzen sehr gut aufnimmt. Es ist also als Auszugsmittel dem
Alkohol weit überlegen und holt die Gesamtheit der Pflanzenwirkstoffe aus dem Rohmaterial
zuverlässig heraus. Außerdem bringt das DMSO als „Kanalöffner“ zusätzlich die natürlichen
Wirkstoffe der Pflanzen besser zur Geltung. Gewichtige Gründe also für die neue und
faszinierende Methodik der DMSO-Auszüge.
Dazu überschichtet man das frische oder getrocknete Material in einem Becherglas,
Erlmeyerkolben oder einfach dem guten alten Einmachglas mit DMSO Ph. Eur. und deckt mit
Kork oder Glasdeckel ab. Keine innenbeschichteten Blechdeckel verwenden. Das Gemisch
bleibt bei normaler Raumtemperatur für 2 – 3 Tage stehen und wird zweimal täglich
geschwenkt – fertig. Man kann beobachten, dass die Färbung der flüssigen Phase sehr viel
schneller und intensiver auftritt als mit Alkohol als Auszugsmittel.
Danach kann man je nach Beschaffenheit/Teilchengröße des Naturmaterials einfach
abdekantieren oder durch ein weißes Baumwolltuch schütten oder durch einen Papierfilter
im Porzellankaffeetrichter. Generell sollte man bei eigenem Ernten/Sammeln der
Naturmaterialien und bei der Verarbeitung darauf achten, dass man keine
Metallgegenstände verwendet, also besser Keramikmesser oder Zupfen und keine
Metallsiebe usw...

Der gewonnene Auszug hat eine DMSO-


Endkonzentration von ca. 70 bis 95%, je nachdem ob
man Frischpflanzen oder getrocknete Materialien
verwendet. Eine Nachverdünnung, z.B. für die
äußerliche Verwendung macht man am besten direkt
vor dem Anwenden 1:1 mit reinem Wasser. Will man
die Pflanzenauszüge innerlich verwenden, so kann man
diese direkt tropfenwiese auf die Zunge geben oder z.B.
in einem lauwarmen Tee oder Wasser einnehmen."
DMSO-TINKTUREN Carola M. Staiber

Das benötigt man: Gläser mit Schraubverschluss, DMSO Ph. Eur. 99,9%,
getrocknete Kräuter (oder frische aus Garten oder abgelegener Natur), einen Porzellanfilter
und Bio-Filtertüten.
Dunkelglasfläschchen mit Tropfeinsatz zum Aufbewahren der Tinkturen.

Für die Tinkturen zerkleinere ich die frischen Kräuter mit einem Keramikmesser (oder
zerrupfe sie) und fülle sie bis zur Hälfte bis 2/3 in ein Schraubglas. Metall stört die feine
Schwingung der Pflanzen.
Die Kräuter übergieße ich dann mit purem DMSO und decke das Glas mit einem Glasdeckel,
einem mit reinem DMSO ausgespülten "Twist-off-Deckel" oder mit einem Baumwoll-
Taschentuch ab.
Nun lasse ich den Ansatz ca. 3 Tage an einem zimmerwarmen Ort stehen und rühre die
Kräuter jeden Tag mit einem Holzstäbchen gut auf.
Nach 3 Tagen siebe ich die Tinktur über einen Porzellan-Kaffeefilter ab und fülle sie in
Braunglasflaschen mit Tropfeinsatz (oder einer Silikoneinlage im Deckel) ab.

Diese Tinktur ist sicher viele Jahre haltbar.

Standard-Einnahme:
Je nach Körpergewicht 10 - 20 Tropfen in 250 ml Wasser drei Mal täglich einnehmen.

Äußerliche Anwendung:
Eine kleine Menge der Tinktur auf 50 bis 30 % verdünnen. Diese Verdünnung ist nicht mehr
haltbar und sollte innerhalb von 2 bis 3 Tagen aufgebraucht werden.

20 - 30 % ige DMSO "Stofftuch-Auflage"


Dafür löst man 10 - 15 ml der Tinktur in 500 ml körperwarmem Wasser. Ein weißes,
sauberes Baumwoll-Stofftuch damit tränken und locker auflegen.
Man sollte besonders bei Kindern die Verträglichkeit überprüfen.
Thymian
Die traditionelle Volksmedizin überliefert eine speichel- und magensaftanregende Wirkung und
empfiehlt Thymian bei Appetitlosigkeit sowie Verdauungsbeschwerden. Thymian ist dabei sehr gut
verträglich und hat keine Nebenwirkungen.
10 - 15 Tropfen in 250 ml Wasser drei Mal täglich einnehmen.

Bei Bronchitis kann eine Thymian-Brustauflage (s.o.) empfohlen werden.

Gundermann und Thymian sind ein unschlagbares Duo bei Erkältungsinfekten.

Sammelzeit: Mai bis Juli


Gundermann
wirkt u.a. blutreinigend, stark entzündungshemmend und schleimlösend bei
Atemwegs-Erkrankungen
Schnupfen
Erkältung und Bronchitis

Thymian
Bei Erkältungen sind oft Bakterien im Spiel. Daher kann der Thymian hier hervorragend
helfen. Gleichzeitig regen die ätherischen Öle des Thymians die Tätigkeit der
Flimmerhärchen auf den Schleimhäuten der Atemwege an.
Vorhandener zäher Schleim wird dabei allmählich verflüssigt und kann letztendlich leichter
abtransportiert und abgehustet werden. Dazu kommt die thymiantypische
entzündungshemmende sowie krampflösende Wirkung wirkt u.a. ebenfalls schleimlösend
aber auch antibakteriell bei
Husten mit/oder ohne Schleimbildung,
Bronchitis, Keuchhusten
Heiserkeit etc..

Bei akuten Erkältungsinfekten nimmt man täglich 3 x 10 - 15 Tropfen in 250 ml Wasser


verdünnt ein. Diese Tinktur eignet sich auch gut zum Gurgeln bei Rachenentzündungen oder
zur Mundspülung bei Zahnfleischentzündungen und Aphten (natürlich ebenfalls gut mit
Wasser verdünnt).
Das Wilde Stiefmütterchen
Das Kraut des Wilden Stiefmütterchens enthält Methylsalicylsäure und Derivate davon.
Diese Verbindungen sind mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure des Aspirins verwandt und
wirken auch ganz ähnlich. So lindern sie Entzündungen und entsprechende entzündliche
Begleitbeschwerden wie Rötung und Schmerz.
Verwendet wird das Wilde Stiefmütterchen äußerlich bei
- Ekzemen
- Schuppenflechte (Psoriasis)
- Eiterflechte (Impetigo)
- Hautjucken
- Akne Sammelzeit:
- Milchschorf bei Kindern. Mai bis August

Achtung: Es kann anfangs zu einer Verstärkung der Hautbeschwerden kommen.

Für die bewährte Mischung bei Hautleiden nimmt man zu gleichen Teilen
Wildes Stiefmütterchen (Blüten, Kraut und Wurzel)
Junge Walnussblätter
Knotige Braunwurz (Blüten und Kraut) (evtl. aus der Apotheke)
Ringelblume (Blüten)

Diese Pflanzenteile legt man 3 Tage nach der oben beschriebenen Methode ein und wendet
es als Auflage an.

Ebenso eignet sich eine Mischung (zu gleichen Teilen) aus


Gänseblümchen, Wildem Stiefmütterchen und Ringelblume

Ringelblume (Calendula) Sammelzeit:


Frühjahr bis Herbst
Die Inhaltsstoffe der Ringelblume wirken
- entzündungshemmend, antimikrobiell,
- krampfstillend und sanft abführend,
- durchblutungsfördernd und wundheilend,
- sind das Beste gegen Quetsch- und Schürfwunden

Äußerliche Anwendungsgebiete der Ringelblume sind schlecht heilende Wunden


(dabei wird die Bildung von neuem, gut durchblutetem Gewebe stimuliert),
Verbrennungen, trockene Haut, Ekzeme, Furunkel und Hämorrhoiden (80%ig auftupfen).

Zum Einreiben bei Muskelschmerzen, Muskelzerrung, Bluterguss, Verspannungen.


Die Tinktur wirkt gegen Viren (Herpes simplex, Influenza A2 und Influenza APR-8, HIV-1)
und gegen Pilze.

Gegen Periodenschmerzen kann man ab einer Woche vor der Regel


3x tägl. 10 Tr. in je 200ml Wasser trinken.
Ysop
Früher wie heute ist Ysopkraut ein gutes
Milzmittel und regt das Lymphsystem an.
Im Garten angepflanzt kann das Kraut,
bei guten Bedingungen zu einem beachtlichen
Busch heranwachsen.
Die violetten Blüten sind eine Bereicherung
in Salaten und eine wertvolle Insektenweide.

Man kann es als Teeaufguss


oder die Tinktur tropfenweise anwenden bei

- lästigem Nachtschweiß
- Hals- und Brustleiden
Sammelzeit:
- geschwollenen Mandeln Frühjahr bis Herbst
- Heiserkeit
- Rheuma, Gallen- und Nierenleiden

Stärkt die Nerven, hilft bei Asthma und Bronchitis hat eine anregende Wirkung auf den
Hirnstamm und ist ein Tonikum für das Nervensystem (lindert Melancholie, Schwermut). Das
ausgleichende Heilkraut erzeugt ein Gefühl der Entspannung und erhöht beim gesunden
Menschen die Ausdauer.
Ysoptropfen im Tee lassen einen drei bis vier Stunden länger durchhalten.
Praktisch bei Phasen der Prüfungsvorbereitung, Examen-Lernstress im Schlußstadium,
ein Arbeitsberg türmt sich auf dem Schreibtisch . . . Ysop setzt die letzten Reserven frei!
Aber auch diese erschöpfen sich irgendwann, deshalb nach drei Wochen Ysop bitte unbedingt
zwei Wochen Pause machen.

Salbei
Heilt Entzündungen am Zahnfleisch, in Mund und Rachen,
wirkt beruhigend, setzt die Schweißabsonderung herab und
beeinflusst Magen und Darm günstig.
Er hat eine desinfizierende und krampflösende Wirkung.

Eigenschaften:
- auswurffördernd,
- entzündungshemmend, keimtötend, wundheilend,
- krampflösend, menstruationsregulierend,
- Schweiß hemmend,
- Blähungswidrig, Magen stärkend, Galle anregend, Durchfall hemmend,
- Mit der verdünnten Tinktur zu gurgeln, begünstigt die Heilung von Halsentzündungen und
- verhilft zu festsitzenden Zähnen.

Salbei ist milchsekretionshemmend, deshalb sollen schwangere Frauen auf Salbeitee


verzichten.
Holunderblüten und Lindenblüten
- Unterstützen das Schwitzen bei
fieberhaften Erkältungskrankheiten
- und sind potente Vorbeugemittel gegen
Erkältungen und Grippe.
- Beide aktivieren die Abwehrkräfte des Körpers.

Spitzwegerich
Schleimlösend und hustenstillend
Hervorragendes Mittel im Sommer gegen das
Anschwellen und Jucken bei jeglicher Art von
Insektenstichen:
Bienen – Wespen – Bremsen....(auf Baumwoll-Pads
geben und auf betroffene Stelle auflegen),
verhindert meistens ein Anschwellen der
betroffenen Stelle. Im Winter ein überaus wirksames
Sammelzeit: Mai bis August Mittel bei jeder Art Husten.

Schafgarbe
Sammelzeit Juni-September
Wirkt blutreinigend, blutstillend, krampflösend,
gefäßtonisierend, entzündungswidrig. Anwendung bei

- Bauchkrämpfen,
- schmerzhafter Periode, bei zu starker Monatsblutung,
- Fluor albus (weißer Ausfluss) junger Mädchen
- bei Blutarmut und zur Blutreinigung,
- als Auflage bei Geschwüren, Blutergüssen, eiternden
Wunden.

Darüber hinaus verwendet man Schafgarbe bei


- Kopfschmerzen,
- Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit. Sammelzeit: Mai bis Juli
- Bei Magen - und Darmbeschwerden
Ackerschachtelhalm
Regt die Durchblutung und Straffung der Haut an
- Zur Entschlackung,
- bei Nieren- und Blasenbeschwerden,
- Rheuma, Gicht,
- Nervenkrankheiten,
- Bronchitis,
- Bindegewebeschwäche,
- Haarausfall und bei brüchigen Finger- und
Zehennägeln.

Achtung: der giftige Sumpfschachtelhalm hat nur


bis zu 8 kurze "Ähren" um den Halm Sammelzeit: April bis Juni

Birke
- Harntreibend bei Nierenleiden und Wassersucht.
- Blutreinigend bei Gicht und Rheuma
- Wird außerdem als Tonikum
(10 Tr. in 50ml Wasser) zum Einreiben für
Kopfhaut und Haare eingesetzt.

- Durch Birkenblättertropfen in Wasser oder Tee


werden Niere und Blase so stark angeregt, dass
man etwa 15% mehr Urin ausscheiden kann.
- Diese Entgiftung wirkt mild gegen Pickel, Pusteln,
Eiterungen, Ekzeme und Juckreiz.

Sammelzeit: April bis Juni

Melisse
- Krampflösend, schmerzstillend,
- verdauungsfördernd,
- gegen kolikartige Magen Darmschmerzen, blähungswidrig,
- bakterienhemmend,
- beruhigend, schlaffördernd.
- Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen,
- Schwangerschaftserbrechen,
- Menstruationsbeschwerden,
- Migräne und Nervosität.

Sammelzeit:
Mai-September
Brennnessel
Eigenschaften:
- blutbildend, blutdrucksenkend,
- Stoffwechsel anregend,
- schleimlösend, stärkend,
- lindert Arthrose, Arthritis,
- Durchfall hemmend,
- Harn treibend, blutreinigend,
- daher gut bei Nieren - und Blasenleiden,
- Colitis ulcerosa und Morbus Crohn,
- pflegt Leber und Galle.
- Prostatabeschwerden und Blasenprobleme.
- Gegen Haarausfall (tägliche Einreibung der
Kopfhaut)
Sammelzeit: April bis Juni
Gesammelt werden die jungen Triebspitzen
und Samen von April bis Juli

Mutterkraut (Ätherisch: Kamille Blau)


Das Mutterkraut (Blüten und Blätter) wird in der
Volksmedizin Großbritanniens als "Aspirin des 18.
Jahrhunderts" oder als "feaver heal" bezeichnet.
Anwendungen:

- zur Vorbeugung von Kopfschmerzen


- Zahn- und Magenschmerzen,
- Rheuma und Gelenksentzündungen
- gegen Migräne und Spannungskopfschmerz
- gegen Fieber
- krampflösend
- schmerzstillend
Erntezeit: Juni bis August - beruhigend auf das Nervensystem
- Menstruationsschmerzen,
Korbblütler sind nicht für Schwangere - unregelmäßige Monatszyklen
und Stillende geeignet!

Propolis (Kittharz der Bienen)


- antibiotisch Vorsicht: Vereinzelt kann es zu
- bei leichten Erkältungsanzeichen allergischen Reaktionen bei der
- reinigt und desinfiziert die Haut, Schürfwunden Anwendung von Propolis kommen
- Geschwüre, Furunkel , schlecht heilende Wunden
- Bekämpfung von Viren und Pilzen, Fußpilz und anderen Hautpilzen
- regt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem
- hilft bei Allergien, Nesselsucht
- Hexenschuss
Kamille

Strahlenlose Kamille Echte Kamille Sammelzeit Juni/Juli

Beide Arten sind am charakteristischen Duft und dem hohlen Köpfchen erkennbar

Eigenschaften:
Entzündungshemmend, wundheilend, krampflösend, antiseptisch,
schmerzlindernd, beruhigend, magenstärkend, menstruationsregulierend.
Als Gurgelwasser bei Entzündungen des Mund, - Nasen - und
Rachenraumes.
Lindert kleine Verletzungen, Insektenstiche und Pickel.
Sie hilft bei Magenstörungen, Magen - und Menstruationsschmerzen,
Schlaflosigkeit und Nervosität, akute Bauchschmerzen, Blähungen und Übelkeit.

TIPP: Bei Gastritis und Magengeschwür 10 bis 15 Tropfen in einem Glas Wasser nach den
Mahlzeiten einnehmen, mindestens 4 Wochen lang.

Nicht verwenden bei Empfindlichkeit und Allergien gegen Korbblütler

Weihrauch
Am besten eignen sich
" Boswellia serrata." oder "Boswellia Sacra".
Je heller und durchsichtiger, desto hochwertiger
(1. Qualität! verwenden). Die 2. Qualität wird zum
Räuchern verkauft. Größere Klumpen werden erst
gemörsert. Nach meiner Erfahrung braucht das DMSO
mindestens 2 Wochen, um das Harz zu lösen. selbst
dann bleiben kleinkrümelige Reste übrig.
- chronische Entzündungen, Gelenkentzündungen
- rheumatische Erkrankungen (Einnahme)
- Akne
- Knochenbruch
- Darmerkrankungen und Hämorrhoiden
- Colitis ulcerosa Achtung: Die Beschreibungen dienen
nur der allgemeinen Information, nicht
der Selbstdiagnose, und ersetzen nicht
den Arztbesuch.

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