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32. Stadtviertel und ihre Nutzung

Kennzeichen einer Stadt:

Hohe Bevölkerungsdichte

Dichte, geschlossene Bebauung mit uneinheitlicher Skyline

Mehrere deutlich abgegrenzte Teilgebiete mit einer weit gestreuten sozialen Gliederung der Bevölkerung

Zentralität

Großes Angebot an beruflicher Spezialisierung, Kultur, gesellschaftlichen Kontakten, Abwechslungsmöglichkeiten

Aufbau:

Umland Randzone Verstaedterte Zone Ergaenzungsgebiet Kernstadt  Kernstadt: Verwaltungsgebiet der zentralen
Umland
Randzone
Verstaedterte Zone
Ergaenzungsgebiet
Kernstadt
 Kernstadt: Verwaltungsgebiet der zentralen Stadtgemeinde

Ergänzungszone: angrenzende Gemeinde, die im Siedlungscharakter & in der struktureller bzw. funktioneller Hinsicht der Kernstadt ähnelt

Verstädterte Zone: bildet den Nahbereich der Umlandgemeinden. Bei einer aufgelockerten Bebauung hat die Bevölkerung noch eine ausgesprochen gewerbliche Erwerbsstruktur & arbeitet hauptsachlich im Kerngebiet

Randzone: die übrigen Umlandgemeinden. Der Anteil der landwirtschaftlichen Erwerbspersonen nimmt nach der Peripherie hin allmählich zu, ohne jedoch ein Übergewicht zu erlangen. Eine starke Pedlerwanderung speziell zum K.G. entsteht durch die hier wohnenden Arbeitskräfte

Stadtkern bzw. Zentrum: City in Europa, Downtown in Amerika

Zentrum (Kerngebiet) ist Hauptgeschäfts- und Einkaufszentrum, oft der älteste Teil der Stadt

In der City befinden sich: das Rathaus, die wichtigsten Banken, Arzt- und Anwaltspraxen; außerdem zahlreiche Kaufhäuser & Fachgeschäfte, kulturelle & Freizeiteinrichtungen wie Museen, Theater, Kinos, Cafés, Restaurants, …

Wohnungen finden sich im K.G. eher selten

Die City dient nicht nur der Versorgung der Stadtbewohner; Einzelhandel und Dienstleistungen werden auch von den Bewohnern des Umlands wahrgenommen -> dabei gilt: je hoher und besser das Angebot, desto großer ist die Zentralität der Stadt

Zentrale Orte sind Siedlungen, die Mittelpunkt für einen sie umgebundenen Bereich sind, den sie mit Waren & Dienstleistungen versorgen

Ergänzungsgebiete: Gebiete, die von einem Zentrum versorgt werden

Grundzentrum: Waren werden zur Deckung des täglichen Bedarf angeboten, es werden einfache Dienstleistungen bereitgestellt: z.B. kleinere Supermarkte, Fachgeschäfte mit einer eher geringen Auswahl an Waren

Mittelzentren besitzen bereits eine tiefer gehende Angebotsstruktur; Angebot & Umfang der Waren sind großer, darunter auch solche, die nicht täglich nachgefragt werden. Wie Bucher, Schuhgeschäfte, Textilgeschäfte, Möbel, Brillen,…Es gibt noch Verwaltungseinrichtungen (Rathaus) & weiterführende Schulen & Fachärzte

Oberzentren sind gekennzeichnet durch Universitäten, ein breites Angebot kultureller Veranstaltungen, überregionale Verwaltungseinrichtungen, Fachkliniken, Waren an langfristigen Bedarf & Luxusguter bsp. Edelboutiquen. Gleichzeitig gilt, dass jedes Zentrum einer höheren Stufe auch das Waren- & Dienstleistungsangebot der niedrigeren Zentren umfasst

Nordamerika: Einzelhandels- & Dienstleistungsviertel = CBD (Central Business District) Dem CBD fehlt ein historischer Stadtkern, stattdessen gibt es unzählige Hochhäuser (z.B. Manhattan)

Im Anschluss an die City o. CBD liegen die ältesten, dicht bebauten Wohngebiete der Stadt

Wegzug der städtischen Bevölkerung ins Umland (Suburbs) -> Innenstädte & innenstadtnahe Bereiche: leere Wohnungen -> Mietpreise sinken -> seit den 70ern zuwandernde Gastarbeiten bzw. ärmere Schicht zieht ein

In USA: sozial schwache Bevölkerungsgruppen der ethnischen Minderheiten ziehen in die frei werdende innerstädtische Wohnviertel -> oft entstehen da Ghettos o. Slums (Brooklyn, Bronx)

Je weiter man sich vom Stadtzentrum entfernt, umso lockerer wird die Bebauung -> erste derartige Siedlungen in Amerika: im 19. Jh., in Europa: Zwischenkriegszeit

Das sind dann Villenviertel, Kleinwohnhauser mit großen Garten, Reihen- & Mehrfamilienhäuser (Hȕvösvölgy?)

Neubaugebiete am Stadtrand dicht bebaut: Großwohnsiedlungen; sie entstanden in den 60er & 70er Jahren; konnten in über 2500 Wohnungen ca. 100 000 Menschen leben; sie entstanden wegen den damals herrschenden Wohnungsmangel (Gazdagrét); sind heute oft Problemviertel der Städte

Die soziale Oberschicht wohnt in den Suburbs (Einfamilienhäuser, Swimmingpool, Doppelgarage, geringe Verbauung, grüne Flachen, großer Garten) ; prinzipiell auch in der Innenstadt

Sozial schwache Schicht + Einwanderer in der Übergangszone Die Übergangszone ist gekennzeichnet von Kriminalität, Armut & schlechten Schule (vor allem in den USA); Innerhalb dieser Gebiete wohnt die Bevölkerung in dem ihrem sozialen Status angemessenen Wohnviertel