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DEUTSCHE NORM September 1999

Verpackungen aus Feinstblech


Begriffe und Verfahren {
zur Bestimmung von Abmessungen und Volumen
Teil 2: Wiederverschließbare Metallverpackungen (ISO 90-2 : 1997)
Deutsche Fassung EN ISO 90-2 : 1999
EN ISO 90-2
ICS 01.040.55; 55.120 Ersatz für
DIN EN 20090-2 : 1993-02
Light gauge metal containers —
Definitions and determination of dimensions and capacities —
Part 2: General use containers (ISO 90-2 : 1997);
German version EN ISO 90-2 : 1999
Récipients métalliques légers —
Définitions et détermination des dimensions et des capacités —
Partie 2: Récipients à usage général (ISO 90-2 : 1997);
Version allemande EN ISO 90-2 : 1999

Die Europäische Norm EN ISO 90-2 : 1999 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Die hiermit vorgelegte Europäische Norm ist die deutschsprachige Fassung der vom ISO/TC 52 „Light gauge metal
containers“ (Sekretariat: Frankreich) ausgearbeiteten Norm ISO 90-2. Die Normungsarbeiten wurden im NAVp durch
den Arbeitsausschuß 2.2 „Metallverpackungen aus Feinstblech und Aluminium“ betreut.

Für die im Inhalt zitierten Internationalen Normen wird im folgenden auf die entsprechenden Deutschen Normen
hingewiesen:
ISO 90-1 siehe DIN EN ISO 90-1
ISO 90-3 siehe DIN EN 20090-3
ISO 11949 siehe DIN EN 10203
ISO 11950 siehe DIN EN 10202
ISO 11951 siehe DIN EN 10205

Änderungen
Gegenüber DIN EN 20090-2 : 1993-02 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) 2.1 und 2.2 vollständig überarbeitet.
b) Bild 11: Bezeichnung „unrunde Behälter“ geändert in „langrunde Behälter“.
c) 2.6.4, 2.6.6 und 2.6.7 neu aufgenommen.
d) Abschnitt 5 „Grenzabweichung des Volumens“ neu aufgenommen.
e) Abschnitt 6 „Bezeichnung“ neu.
f) Norm inhaltlich und redaktionell vollständig überarbeitet.

Frühere Ausgaben
DIN EN 20090-2: 1993-02

Nationaler Anhang (NA) (informativ)


Literaturhinweise
DIN EN 10202 Kaltgewalzter elektrolytisch spezialverchromter Stahl; Deutsche Fassung EN 10202 : 1989
DIN EN 10203 Kaltgewalztes elektrolytisch verzinntes Weißblech; Deutsche Fassung EN 10203 : 1991
DIN EN 10205 Kaltgewalztes Feinstblech in Rollen zur Herstellung von Weißblech oder von elektrolytisch spezial-
verchromtem Stahl; Deutsche Fassung EN 10205 : 1991
DIN EN 20090-3 Verpackungen aus Feinstblech — Begriffe und Verfahren zur Bestimmung von Abmessungen und
Volumen — Aerosoldosen (ISO 90-3 : 1986); Deutsche Fassung EN 20090-3 : 1992
DIN EN ISO 90-1 Verpackungen aus Feinstblech — Begriffe und Verfahren zur Bestimmung von Abmessungen und
Volumen — Teil 1: Falzdeckeldosen (ISO 90-1 : 1997); Deutsche Fassung EN ISO 90-1 : 1999

Fortsetzung 14 Seiten EN

Normenausschuß Verpackungswesen (NAVp) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.


— Leerseite —
EN ISO 90-2
Juni 1999

ICS 55.120 Ersatz für EN 20090-2 : 1992

Deutsche Fassung

Verpackungen aus Feinstblech

Begriffe und Verfahren


zur Bestimmung von Abmessungen und Volumen
Teil 2: Wiederverschließbare Metallverpackungen (ISO 90-2 : 1997)

Light gauge metal containers — Definitions and Récipients métalliques légers — Définitions et
determination of dimensions and capacities — Part 2: détermination des dimensions et des capacités —
General use containers (ISO 90-2 : 1997) Partie 2: Récipients à usage général (ISO 90-2 : 1997)

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 5. Mai 1999 angenommen.


Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in
der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede
Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren biblio-
graphischen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch,
Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in
eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem
Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen
Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark,
Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der
Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich.

Y XC
EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG
European Committee for Standardization
Comité Européen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

h 1999 CEN — Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren,
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten. Ref. Nr. EN ISO 90-2 : 1999 D
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EN ISO 90-2 : 1999

Inhalt
Seite Seite
1 Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 6 Bezeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
2 Begriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Anhang A (informativ)
Messung der Höhe von wieder-
3 Bestimmung der Abmessungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
verschließbaren Metallverpackungen . . . . . 13
4 Bestimmung des Volumens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Anhang B (informativ)
5 Grenzabweichung des Volumens . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Literaturhinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Vorwort
Der Text der Internationalen Norm vom Technischen Komitee ISO/TC 52 „Light gauge metal containers“ der International
Organization for Standardization (ISO) wurde als Europäische Norm durch das Technische Komitee CEN/TC 261
„Verpackung“, dessen Sekretariat von AFNOR betreut wird, übernommen.
Diese Europäische Norm ersetzt EN 20090-2 : 1992.
Diese Europäische Norm muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines
identischen Textes oder durch Anerkennung bis Dezember 1999, und etwaige entgegenstehende nationale Normen
müssen bis Dezember 1999 zurückgezogen werden.
Unter dem allgemeinen Titel „Verpackungen aus Feinstblech — Begriffe und Verfahren zur Bestimmung von Abmessun-
gen und Volumen“ umfaßt ISO 90 die folgenden Teile:
— Teil 1: Falzdeckeldosen
— Teil 2: Wiederverschließbare Metallverpackungen
— Teil 3: Aerosoldosen
Die Anhänge A und B des vorliegenden Teils von ISO 90 dienen ausschließlich der Information.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder
gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.

Anerkennungsnotiz
Der Text der Internationalen Norm ISO 90-2 : 1997 wurde von CEN als Europäische Norm ohne irgendeine Abänderung
genehmigt.

Einleitung
ISO 90 besteht aus drei Teilen; sie definiert Gruppen, beschreibt Verfahren zur Bestimmung von Abmessungen und
Volumen und legt Toleranzen und Bezeichnungen für starre Metallbehälter mit einer maximalen Materialnenndicke von
0,49 mm fest.
Dieser Teil von ISO 90 befaßt sich mit den unter 2.1 definierten wiederverschließbaren Metallverpackungen und gilt sowohl
für runde als auch unrunde Dosen.

1 Anwendungsbereich werden muß und der aus einem anderen Material beste-
Dieser Teil von ISO 90 definiert wiederverschließbare hen kann. Im allgemeinen kann der Behälter nach dem
Metallverpackungen, Behältertypen, Querschnitte, Aus- Öffnen wieder verschlossen werden.
führungen, Formen, besondere Ausführungsmerkmale ANMERKUNG: Die Bilder 1 bis 8 gelten sowohl für runde
und das Volumen. Es werden Verfahren zur Bestimmung als auch unrunde Querschnitte. Zusätzlich zu den
von Querschnitten und Behältnisvolumen sowie Randvoll- Darstellungen in Bild 2 a) und 2 b) können wiederver-
volumen festgelegt. Außerdem wird eine internationale schließbare Metallverpackungen auch mit einem oder
Bezeichnung empfohlen. zwei Handgriffen ausgestattet sein.

2.1.2 Eindrückdeckeldose: Behälter mit abnehmbarem


2 Begriffe Eindrückdeckel, der in die Öffnung des Dosenrumpfes
paßt (siehe Bild 1).
Für die Anwendung dieses Teils von ISO 90 gelten die
folgenden Begriffe: 2.1.2.1 Eimer/Hobbock: Eindrückdeckeldose mit einem
oder zwei Handgriffen (siehe Bild 2).
2.1 wiederverschließbare Metallverpackungen 2.1.2.2 Eindrückdeckeldose mit Spannring: Eindrückdek-
2.1.1 wiederverschließbare Metallverpackungen: Ein star- keldose, deren Deckel von einem Spannring gehalten wird.
rer, aus Metall gefertigter Behälter mit einer maximalen
Materialnenndicke von 0,49 mm, der nach dem Füllen mit 2.1.3 Eindrückdeckeldose mit Deckelring: Behälter mit
einem Verschluß verschlossen wird, der nicht aufgefalzt oben aufgefalztem Ring und einem in diesen Ring
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passenden Eindrückdeckel; die Dose wird durch die Ver- 2.1.4 Stülpdeckeldose: Behälter mit abnehmbarem
schlußöffnung gefüllt und ist nicht mit einer Folie aus- Deckel, der über die Öffnung des Dosenrumpfes gestülpt
gestattet (siehe Bild 4). werden kann (siehe Bild 5).

Bild 1: Eindrückdeckeldose

a) Ein Handgriff b) Zwei Handgriffe

Bild 2: Eimer/Hobbock

Bild 3: Eindrückdeckeldose mit Spannring Bild 4: Eindrückdeckeldose mit Deckelring


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EN ISO 90-2 : 1999

a) b)

Bild 5: Stülpdeckeldose

Bild 6: Behälter mit aufgeclinchtem Stülpdeckel (Eimer/Hobbock)

Bild 7: Flachkanne
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Bild 8: Trichterkanne

2.1.4.1 Behälter mit aufgeclinchtem Stülpdeckel (Eimer/ ANMERKUNG: Die kürzere der parallelen Seiten (siehe
Hobbock): Behälter (Eimer/Hobbock) mit abnehmbarem Bild 13 a)) und die nicht parallelen Seiten (siehe
Stülpdeckel, der über die Öffnung des Dosenrumpfes Bild 13 b)) dürfen bogenförmig sein.
über eine Außenrolle geclincht ist (siehe Bild 6).
2.1.5 Flachkanne: Behälter mit aufgefalztem flachen,
2.3 Ausführungen
gelochten Oberboden, der unterschiedliche Verschluß-
ausführungen haben kann (siehe Bild 7). ANMERKUNG: Die Bilder 14 und 15 gelten für runde und
unrunde Querschnitte gleichermaßen.
2.1.6 Trichterkanne: Behälter mit aufgefalztem trichter-
förmigem gelochtem Oberboden, der unterschiedliche 2.3.1 dreiteiliger Behälter: Behälter aus drei Haupt-
Verschlußausführungen haben kann (siehe Bild 8). bestandteilen: Rumpf, Deckel und Boden (siehe Bild 14).
2.2 Querschnitte 2.3.2 zweiteiliger Behälter: Behälter aus zwei Haupt-
2.2.1 runder Behälter: Behälter mit kreisförmigem bestandteilen: Rumpf und Boden, die ein Teil bilden, und
Querschnitt (siehe Bild 9). Deckel (siehe Bild 15).
2.2.2 unrunder Behälter
2.2.2.1 rechteckiger Behälter: Behälter mit rechtecki- 2.4 Formen
gem (siehe Bild 10 a)) oder quadratischem Querschnitt ANMERKUNG: Die Bilder 16 und 17 gelten für runde und
(siehe Bild 10 b)). unrunde Querschnitte gleichermaßen.
2.4.1 zylindrischer Behälter: Behälter mit konstantem
2.2.2.2 langrunder Behälter: Behälter mit parallelen,
Querschnitt vom Deckel zum Boden, wobei örtliche Ver-
gleichlangen Längsseiten und zwei gerundeten Stirnsei-
änderungen, verursacht durch besondere Ausführungs-
ten; die Stirnseiten dürfen halbkreisförmig sein (siehe
merkmale wie Sickung usw., nicht berücksichtigt werden
Bild 11 a)) oder andere Radien haben (siehe Bild 11 b)).
(siehe Bild 16).
2.2.2.3 ovaler Behälter: Behälter mit ovalem Quer-
schnitt (siehe Bild 12). 2.4.2 konischer Behälter: Behälter mit sich linear
änderndem Querschnitt vom Deckel zum Boden, wobei
2.2.2.4 trapezförmiger Behälter: Behälter mit trapezför- örtliche Querschnittsveränderungen, verursacht durch
migem Querschnitt und abgerundeten Ecken (siehe besondere Ausführungsmerkmale wie Sickung, Einzug
Bild 13). usw., nicht berücksichtigt werden (siehe Bild 17).

Bild 9: Runder Behälter


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a) Rechteckiger Querschnitt b) Quadratischer Querschnitt

Bild 10: Rechteckige Behälter

a) Halbkreisförmige Enden b) Enden mit unterschiedlichen Radien

Bild 11: Langrunde Behälter

Bild 12: Ovaler Behälter

a) b)
Bild 13: Trapezförmige Behälter

2.5 Besondere Ausführungsmerkmale 2.5.3 gesickter Behälter: Behälter, dessen Rumpf nach
ANMERKUNG: Die Bilder 18 bis 21 gelten für runde und innen und/oder außen kleine Querschnittsveränderungen
unrunde Querschnitte gleichermaßen. aufweist (siehe Bild 20).
2.5.4 Behälter mit Rumpfrolle: Behälter, bei dem ein
2.5.1 eingezogener Behälter: Behälter, dessen Rumpf Ende des Rumpfes angerollt ist; diese Rolle darf nach
an einem Ende (siehe Bild 18 b)) oder an beiden Enden innen oder außen angerollt sein.
(siehe Bild 18 a)) im Querschnitt reduziert ist.
2.5.5 Behälter besonderer Formgebung: Behälter, des-
2.5.2 Stufenranddose: Behälter, bei dem ein Ende des sen Rumpf Querschnittsveränderungen zur besonderen
Rumpfes im Querschnitt vergrößert ist (siehe Bild 19). Formgebung aufweist.
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Bild 14: Dreiteiliger Behälter Bild 15: Zweiteiliger Behälter

2.6 Volumen ermittelt (es ist aufzurunden, wenn die erste Ziffer hinter
2.6.1 Nennfüllmenge, V : Die vom Behälter aufzuneh- dem Komma 5 oder größer ist; in allen anderen Fällen ist
mende Füllgutmenge (in ml ). abzurunden).

2.6.2 Nennfüllmasse, m : Die vom Behälter aufzuneh- 3.3 Höhenmessung


mende Füllgutmasse (in g).
Siehe Anhang A.
2.6.3 Behältnisvolumen, C : Das Gesamtvolumen eines
verschlossenen Behälters (in ml ), bestimmt nach 4.2. 3.4 Charakteristische Maße
2.6.4 Randvollvolumen, C 2 : Das Gesamtvolumen (in ml ) Nennquerschnitte werden durch die in 3.4.1 bis 3.4.4
einer nicht-verschlossenen Dose bzw. eines Behälters, festgelegten Maße definiert.
bestimmt nach 4.3.
3.4.1 Zylindrischer runder Behälter
2.6.5 Kopfraum, K : Die Differenz zwischen dem Behält- Maß D (siehe Bild 9).
nisvolumen und der Nennfüllmenge in ml oder als
Prozentsatz des Behältnisvolumens. 3.4.2 Zylindrischer unrunder Behälter
Maße A und B (siehe Bilder 10 bis 13).
2.6.6 Rumpfhöhe, H 1 : Höhe des Behälterrumpfes, über
die Falze gemessen (siehe Bild A.1). 3.4.3 Konischer runder Behälter
Maße D 1 und D 2 , wobei D 1 das größere und D 2 das
2.6.7 Gesamthöhe, H 3 : Höhe des Behälters mit auf- kleinere Maß ist (siehe Bild 22).
gesetztem Verschluß (siehe Bild A.1).
3.4.4 Konischer unrunder Behälter
Maße A 1, B 1, A 2 und B 2 , wobei A 1 und B 1 die größeren
3 Bestimmung der Abmessungen und A 2 und B 2 die kleineren Maße sind (siehe Bild 22).
3.1 Querschnittmessung
3.1.1 Der innere Rumpfquerschnitt wird mit einem Lehr- 3.5 Besondere Ausführungsmerkmale
dorn gemessen oder anhand des mit einem Meßschieber
gemessenen äußeren Querschnitts ermittelt. 3.5.1 Eingezogene Behälter
Die Querschnitte im eingezogenen Bereich werden wie
3.1.2 Der Öffnungsquerschnitt eines Einzuges oder folgt angegeben (siehe Abschnitt 6 und Bild 22):
eines Stufenrandes wird mit einem Lehrdorn gemessen, — für runde Behälter:
der im inneren Querschnitt der Öffnung anzulegen ist, auf D N1 — Deckel;
die der Deckel/Boden aufgefalzt wird.
D N2 — Boden;
3.1.3 Der Öffnungsquerschnitt eines zylindrischen oder — für unrunde Behälter:
konischen Behälters wird mit einem Lehrdorn gemessen, A N1 × B N1 — Deckel;
der im inneren Querschnitt der Öffnung anzulegen ist, auf A N2 × B N2 — Boden.
die der Deckel/Boden aufgefalzt wird.
3.5.2 Stufenranddosen
3.2 Nennquerschnitte Die Querschnitte im Stufenrandbereich werden wie folgt
Der Nennquerschnitt wird durch Runden des inneren angegeben (siehe Abschnitt 6 und Bild 22):
Rumpfquerschnitts (siehe 3.1.1) oder des Einzugs- oder — für runde Behälter: D S ;
Stufenrand-Querschnitts (siehe 3.1.2) auf volle Millimeter — für unrunde Behälter: A S × B S .
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Bild 16: Zylindrischer Behälter Bild 17: Konischer Behälter

a) Zwei Einzüge b) Ein Einzug

Bild 18: Eingezogene Behälter

a) b)
Bild 19: Stufenranddosen
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a) Mit Außensicken b) Mit Innensicken c) Mit Außen- und Innensicken

Bild 20: Gesickte Behälter

a) Mit innerer Rolle b) Mit äußerer Rolle

Bild 21: Behälter mit Rumpfrolle


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Kurzzeichen Kurzzeichen
Cy N

Runde Behälter Runde Behälter


V–D V – D/DN2

Unrunde Behälter Unrunde Behälter


V–A×B V – A × B/AN2 × BN2

a) Zylindrische Behälter b) Eingezogene zylindrische Behälter (bodenseitig)

Kurzzeichen Kurzzeichen
N S

Runde Behälter Runde Behälter


V – D/DN1 V – D/ DS

Unrunde Behälter Unrunde Behälter


V – A × B/AN1 × BN1 V – A × B/AS × BS

c) Eingezogene zylindrische Behälter (deckelseitig) d) Zylindrische Stufenranddosen

Kurzzeichen Kurzzeichen
T T

Runde Behälter Runde Behälter


V – D1 /D 2 V – D1 /D 2

Unrunde Behälter Unrunde Behälter


V – A1 × B1 / A2 × B2 —

e) Konische Behälter f) Eingezogene konische Behälter (bodenseitig)

Bild 22: Bezeichnungsbeispiele für wiederverschließbare Metallverpackungen (fortgesetzt)


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Kurzzeichen Kurzzeichen
T S

Runde Behälter Runde Behälter


V – D2/DN1 V – D2 /D S

Unrunde Behälter Unrunde Behälter


— V – A2 × B2/AS × BS

g) Eingezogene konische Behälter (deckelseitig) h) Konische Stufenranddosen

Bild 22: Bezeichnungsbeispiele für wiederverschließbare Metallverpackungen (abgeschlossen)

4 Bestimmung des Volumens Tabelle 2: Genauigkeit der Waage


4.1 Allgemeines Werte in Gramm
Die Verfahren zur Bestimmung des Volumens basieren
Masse der Behälter
alle auf der Ermittlung der Wassermenge im Behälter. Bei Fehlergrenze
Behältern mit einem Volumen von 400 ml oder größer m
kann ein Korrekturfaktor (siehe 4.1.1) angewendet werden,
allerdings nur, wenn eine sehr genaue Volumenbestim- m ß 500 t 0,5
mung erforderlich ist.
500 I m ß 2 500 t 1,0
4.1.1 Korrekturfaktoren
Der zur Bestimmung des Volumens anzuwendende Kor- 2 500 I m ß 5 000 t 2,5
rekturfaktor hängt von der Wassertemperatur ab (siehe
Tabelle 1). 5 000 I m t 5,0

4.1.2 Genauigkeit der Waagen


Die zur Bestimmung der Masse der Behälter, m , 4.2 Bestimmung des Behältnisvolumens, C
verwendete Waage muß mindestens die in Tabelle 2 ANMERKUNG: Das Behältnisvolumen wird üblicherweise
angegebene Genauigkeit aufweisen. an leeren Behältern bestimmt.

4.2.1 Es werden zwei Löcher von 3 mm bis 6 mm


Tabelle 1: Temperaturabhängige Korrekturfaktoren Durchmesser etwa 7 mm voneinander entfernt von innen
nach außen, nahe am Rand, in den losen Deckel gebohrt.
Wassertemperatur Korrekturfaktor Bei unrunden Deckeln werden die Löcher möglichst nahe
9C F an einem Eckradius gebohrt. Der Behälter wird durch Auf-
falzen des Deckels und/oder Bodens zusammengesetzt.
12 1,000 5 Bei zweiteiligen Behältern werden die beiden Löcher
nahe am Rand des aus einem Stück bestehenden
14 1,000 8 Bodens gebohrt.

16 1,001 1 4.2.2 Der Behälter wird mit dem passenden Verschluß


dicht verschlossen. Falls ein dichter Verschluß nicht mög-
18 1,001 4 lich ist, werden Klebebänder oder Siegellack benutzt.

20 1,001 8 4.2.3 Die Masse der leeren Behälter, m 1, in Gramm, wird


ermittelt (siehe 4.1.2).
22 1,002 2
4.2.4 Gegebenenfalls wird die Temperatur des verwen-
24 1,002 7 deten Wassers gemessen (siehe 4.1.1).

26 1,003 3 4.2.5 Der Behälter wird durch eines der Löcher mit
Wasser gefüllt, wobei der Behälter so zu neigen ist, daß
28 1,003 8 die Löcher so hoch wie möglich sind. Wenn das Wasser
aus dem zweiten Loch austritt, werden die Löcher mit den
30 1,004 4 Fingern zugehalten, der Behälter leicht geschüttelt und
vollständig gefüllt.
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4.2.6 Wenn das beschriebene Füllverfahren zur Verfor- 4.3.10 Die Differenz zwischen den Wägungen
mung des Behälters führt, ist wie folgt zu verfahren: (m d2 – m d1), gegebenenfalls mit dem entsprechenden
Der Behälter wird in einen mit Wasser gefüllten Prüfbehäl- Korrekturfaktor (siehe 4.1.1) multipliziert, ergibt das Rand-
ter gestellt, wobei der Behälter so zu neigen ist, daß die vollvolumen, C 2 , des Behälters in ml.
Löcher so hoch wie möglich sind. Der Behälter wird durch
eines der Löcher vollständig mit Wasser gefüllt. Der Was-
serstand im Behälter darf nicht mehr als 10 mm unter
dem höchsten Punkt des Behälters sein. Die Löcher wer-
den mit kleinen Klebebandstreifen verschlossen. Der 5 Grenzabweichung des Volumens
Behälter wird aus dem Wasserbehälter genommen. Grenzabweichungen für Behältnisvolumina und Randvoll-
volumina sind in Tabelle 3 angegeben.
4.2.7 Das überflüssige Wasser wird von der Außenseite
Mindestens 99,7 % der einzelnen Behälter müssen ein
der Behälter entfernt.
Volumen aufweisen, das innerhalb dieser Grenzen liegt 1).
4.2.8 Die Masse des gefüllten Behälters, m 2 , in Gramm,
wird ermittelt (siehe 4.1.2). Tabelle 3: Grenzabweichungen für
Behältnisvolumina, C , und/oder Randvollvolumina, C 2 ,
4.2.9 Die Differenz zwischen den Wägungen (m 2 – m 1), runder und unrunder Behälter
gegebenenfalls mit dem entsprechenden Korrekturfaktor
(siehe 4.1.1) multipliziert, ergibt das Behältnisvolumen, C , Behältnisvolumen, C ,
des Behälters in ml . und/oder Grenzabweichungen
Randvollvolumen, C2,
ml % ml
4.3 Bestimmung des Randvollvolumens, C 2
kleiner als 80 t 10
Dieses Verfahren wird bei Behältern mit nicht-rückfedern-
den Seiten (Rumpf) und/oder Deckeln/Böden, wie unter von 80 bis 100 t 8
2.1.3, 2.1.3.1, 2.1.4 und 2.1.5 beschrieben, angewendet.
von 101 bis 150 t 8
4.3.1 Lediglich bei dreiteiligen Behältern wird nach dem
üblichen Verfahren ein Boden auf den Rumpf aufgefalzt. von 151 bis 200 t12
(Bei den unter 2.1.4 und 2.1.5 beschriebenen Behältern
werden Deckel und Boden aufgefalzt.) von 201 bis 266 t 6

von 267 bis 320 t 16


4.3.2 Der Behälter wird mit einer festen Scheibe aus
durchsichtigem Kunststoff verschlossen, die zwei Löcher von 321 bis 520 t 5
von 3 mm bis 6 mm Durchmesser, etwa 7 mm voneinan-
der entfernt, oder ein Loch von 6 mm Durchmesser hat. von 521 bis 650 t 26

4.3.3 Die Masse des leeren Behälters mit der von 651 bis 10 000 t 4
Kunststoffscheibe, m d1, in Gramm, wird möglichst genau
ermittelt (siehe 4.1.2).

4.3.4 Gegebenenfalls wird die Temperatur des verwen-


deten Wassers gemessen (siehe 4.1.1).
6 Bezeichnung
4.3.5 Der Behälter wird mit Wasser gefüllt, wobei Luft- Wiederverschließbare Metallverpackungen sollten inter-
blasen zu vermeiden sind. national wie folgt bezeichnet werden:
a) mit einem Kurzzeichen:
4.3.6 Der Behälter wird mit der Scheibe verschlossen, Cy für zylindrische Behälter;
wobei das Loch/die Löcher in der Scheibe so dicht wie
möglich an der Behälterwand liegen sollte(n); der Behäl- N für eingezogene Behälter;
ter wird durch das Loch/die Löcher vollständig gefüllt. T für konische Behälter;
S für Stufenranddosen;
4.3.7 Wenn das beschriebene Füllverfahren zur Ver- D für Folienringdosen.
formung des Behälters führt, ist wie folgt zu verfahren: b) mit ihrer Nennfüllmenge, V, angegeben in ml , oder
Der Behälter wird in einen mit Wasser gefüllten Prüfbehäl- ihrer Nennfüllmasse, m , in g;
ter gestellt, wobei der Behälter so zu neigen ist, daß die c) mit ihrem charakteristischen Nennquerschnitt, ange-
Löcher so hoch wie möglich sind. Der Behälter wird durch geben in mm, nach 3.1 und 3.2;
eines der Löcher vollständig mit Wasser gefüllt. Das Was-
d) mit den Nennquerschnitten der Deckel/Böden bei ein-
ser im Prüfbehälter darf nicht mehr als 10 mm unter dem
gezogenen Behältern oder Stufenranddosen nach 3.5,
höchsten Punkt des Behälters sein. Die Löcher werden
unmittelbar hinter den Maßen des Rumpfes.
mit kleinen Klebebandstreifen verschlossen. Der Behälter
wird aus dem Wasserbehälter entnommen. Beispiele für die Bezeichnung sind in Bild 22 angegeben.

4.3.8 Das überflüssige Wasser wird von der Außenseite 1)


Dieser Prozentsatz basiert auf statistischen Erkennt-
der Behälter entfernt. nissen: Wenn eine Variable x, nach einer Normalver-
teilung der Parameter m und s verteilt ist (wobei m das
4.3.9 Die Masse des gefüllten Behälters mit der arithmetische Mittel und s die Standardabweichung
Scheibe, m d2 , in Gramm, wird möglichst genau ermittelt ist), liegen 99,7 % ihrer Werte zwischen (m – 3s ) und
(siehe 4.1.2). (m + 3 s ).
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EN ISO 90-2 : 1999

Anhang A (informativ)
Messung der Höhe von wiederverschließbaren Metallverpackungen
Nach Abschnitt 6 sollten wiederverschließbare Metallverpackungen international bezeichnet werden mit
a) einem Kurzzeichen;
b) ihrer Nennfüllmenge oder ihrer Nennfüllmasse;
c) ihren Nennquerschnitten.
Es kann jedoch erforderlich sein, auf die Rumpfhöhe (siehe 2.6.6) und die Gesamthöhe (siehe 2.6.7) des Behälters zu
verweisen.
Die Rumpfhöhe, H 1, und die Gesamthöhe, H 3 (siehe Bild A.1), sollen mit einem Meßschieber oder einer Höhenlehre
gemessen werden.

a) b)

c) d)

Bild A.1: Messung der Höhe von wiederverschließbaren Metallverpackungen

Es wird empfohlen, lediglich den auf volle Millimeter gerundeten Wert der Rumpfhöhe, H 1, anzugeben (es ist aufzurunden,
wenn die erste Ziffer hinter dem Komma 5 oder größer ist; in allen anderen Fällen ist abzurunden).
Seite 14
EN ISO 90-2 : 1999

Anhang B (informativ)
Literaturhinweise
ISO 90-1 : 1997
Light gauge metal containers — Definitions and determination of dimensions and capacities — Part 1: Open-top cans
ISO 90-3: — 2)
Light gauge metal containers — Definitions and determination of dimensions and capacities — Part 3: Aerosol cans
ISO 11949 : 1995
Cold-reduced electrolytic tinplate
ISO 11950 : 1995
Cold-reduced electrolytic chromium/chromium oxide-coated steel
ISO 11951 : 1995
Cold-reduced blackplate in coil form for the production of tinplate or electrolytic chromium/chromium oxide-coated
steel
EN 541 : 1995
Aluminium und Aluminiumlegierungen — Walzerzeugnisse für Dosen, Verschlüsse und Deckel — Anforderungen

2)
Wird noch veröffentlicht (Revision von ISO 90-3 : 1986)

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