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1. Die Anfänge der Erde: Wanderung der Kontinente

Die Erde ist ein Planet, der vor ca. 4 Milliarden Jahren entstanden ist und der aus unterschiedlichen Schichten besteht. Vor 250 Mio. Jahren gab es noch keinen Atlantik. Die kontinentalen Platten waren zu einem Urkontinent namens PANGAEA (=alle Länder) zusammengefügt. An den Nahtstellen entstanden die alten Gebirge an der nordamerikanischen Ostküste (Appalachen) und in Europa (Skandinavisches Gebirge, Deutsches Mittelgebirge). Vor 135 Mio. Jahren war Pangaea in einzelne Teile zerbrochen: in einen Nordkontinent Laurasia und einen Südkontinent Gondwana. Dazwischen breitete sich die Tethys (Urmeer) aus. Der Nordatlantik begann sich zu öffnen und trennte Nordamerika von Gondwana ab. Vor 100 Mio. Jahren zerbrach Gondwana. Südamerika und Afrika drifteten auseinander, der Südatlantik weitete sich, Indien begann seine 8000 km lange Wanderung Richtung Norden nach Asien. Vor 45 Mio. Jahren machte sich Australien selbstständig, löste sich von der Antarktis und bewegte sich in nördliche Richtung. Afrika drängte gegen Europa. Die Tethys wurde immer mehr eingeengt und ist heute nur noch als europäisches Mittelmeer vorhanden. Das Relief unserer Kontinente wie wir es heute kennen- ist demnach das Ergebnis von wechselnden Plattentrennungen und Plattenkollisionen im Laufe von Jahrmillionen. Die großen Hochgebirgsgürtel der Erde sind Zeugen des Aufeinanderstoßens verschiedener Platten. Sollten die Bewegungsrichtungen der Platten sich nicht verändern, so nimmt man an, dass in 100 Mio. Jahren Afrika direkt an Europa grenzen wird. Das Mittelmeer wird verschwenden und neue Hochgebirge werden entstehen. Der Atlantik wird sich verbreitern. Wenn die Kontinentalplatten in weiterer Folge ihre Nordwärtswanderung fortsetzen, könnten sie sich wieder zu einem Großkontinent zusammenschließen.