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Germanistische Linguistik:

Theoretische Grundlagen II

Wintersemester 2021/22
Said Sahel

Organisatorisches, Einführung
Organisatorisches
Das Seminar ist geöffnet für...

• den Master Deutsch als Fremdsprache und


Germanistik
Studienleistung

• Regelmäßige Teilnahme
• Vorbereitung der Sitzungen durch
– Lektüre der empfohlenen Literatur und
– Bearbeitung der Aufgaben in LernraumPlus
Dokumente

• Die für die Lehrveranstaltung relevanten Dokumente


stehen in LernraumPlus zum Herunterladen bereit.

Passwort: theorien_2_ws2122
Benotete Einzelleistung

• Klausur
• Die Klausur wird in der letzten Semesterwoche
geschrieben
Einführung
Die moderne Sprachwissenschaft

• Die Sprachwissenschaft ist eine relativ junge Disziplin


• Als Begründer der modernen Sprachwissenschaft gilt
Ferdinand de Saussure
„Cours de linguistique générale, 1916“
• Ferdinand de Saussure gilt gleichzeitig als Begründer des
Strukturalismus
• Ferdinand de Saussure wandte sich gegen die im 19. Jh.
herrschende Auffassung von Sprachwissenschaft der
Junggrammatiker
Strukturalismus vs. Junggrammatiker
Strukturalismus Junggrammatiker
(u.a. de Saussure) (u.a. Paul, Osthoff)

Synchronie
đồng bộ
Diachronie

Sprachsystem Individualsprachen

Syntax, Semantik Lautebene


Gegenstand der Sprachwissenschaft?
Ergebnis

• Die unterschiedlichen Strömungen in der


Sprachwissenschaft gehen auf unterschiedliche
Auffassungen bzgl. der Frage zurück, was Gegenstand der
Sprachwissenschaft ist
• Junggrammatiker: die Individualsprache
• Strukturalismus: das Sprachsystem als Abstraktion von
den Individualsprachen
• Generative Grammatik: die dem Sprachgebrauch
zugrunde liegenden mentalen Strukturen
kognitiv im Kopf
19. Jahrhundert: Junggrammatiker

20. Jahrhundert (bis etwa 60er Jahre ): Strukturalismus

20. Jahrhundert (ab den 60er Jahren): Generative Grammatik


Generative Grammatik

Regelbasierte (deriv.) Ansätze: constraint-basierte Ansätze:


gen. Transformationsgrammatik, (Prince/Smolensky 1993)
Prinzipien- und Parametermodell,
Minimalismus
(Chomsky 1957, 1965, 1993)
„Die eigentlich wichtige und interessante Aufgabe einer Grammatik ist,
etwas über die Struktur der Einheiten einer Sprache mitzuteilen. Wer sich
kulturell, unterhaltend
mit einer Sprache zu beschäftigen hat und andere als feuilletonistische
Aussagen über sie machen möchte, muss sich auf strukturelle
Begebenheiten beziehen können. Egal, ob einer den Thesen vom
Niedergang unserer Muttersprache widersprechen will, ob er das Pidgin
von Auslandsimmigranten erfassen möchte, ob er sprachtherapeutisch
oder sprachpädagogisch tätig ist oder irgendein anderes sprachpraktisches
Interesse hat, er wird das jeweilige Sprachverhalten leichter und weitgehender
verstehen, wenn die verwendete Sprache ihm strukturell durchsichtig ist.“
(Eisenberg 2006: 4-5)

Eisenberg, Peter (2006): Grundriss der deutschen


Grammatik. 2 Bde. 3. Aufl. Stuttgart: Metzler.

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