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Erstes Konzertstück

f-Moll op. ii

Zweites Konzertstück
Es-Dur op. 12

ftir Cornet á Pistons in B


oder B-Trompete

und Klavier

H
2AM
StadtfoQchereien Dusseldorf

ZIMMERMANN FRANKFURT
ZM 33020
Vorwort

Der Trompeter, Komponist und Dirigent WILLY BRANDT wurde 1869 in Coburg geboren. Eine musikalische
Ausbildung erhielt er in seiner Heimatstadt. Mit 18 Jahren tat sien Willy Brandt bereits ais Virtuoso hervor
und erhielt sein erstes Engagement in der Kurkapelle von Bad Oeynhausen. Ende 1888 wechselte er an das
Orchester in Helsinki, wo er drei Winter-Spielzeiten lang ais i. Trompeter und Solist tátig war. In óffentlichen
Solokonzerten trat er zudem mit Virtuosenstücke u.a. von Herfurth, Fuchs, Hoch und Arban auf.
Im September 1890 reiste Willy Brandt nach Moskau, zu einem Probespiel des Orchesters am Bolschoi-
Theater. Ais er mit Verspatung zum anberaumten Termin erschien, war die Stelle des Trompeters bereits ver-
geben. Trotzdem hórte man den von weither gereisten Musiker an und war so begeistert von seinem Spiel,
dass man ihm ersatzweise kurzerhand die vakante Stelle des Kontrafagottisten anbot, um ihn am Haus zu
behalten. Wenig spáter rückte Brandt dann ans Pult des i. Trompeters auf, das er fast 20 Jahre lang bis zu
seinem Ausscheiden 1909 besetzte. Nur im letzten Jahr seiner Anstellung war er ais Kornettist tátig.
Brandts pádagogische Laufbahn begann 1899, ais er die Nachfolge von Theodor Richter ais Professor für
Trómpete am Moskauer Konservatorium antrat. Bei Gründung des Konservatoriums in Saratov 1912 wechselte
er in gleicher Position an die Wolga. Zu seinen Schülern záhlten u.a. Pyotr Lyamin, Vladimir Drucker und
Mikhail Tabakov, mit dem zusammen er auch ein Blechblaser-Quartett gründete. Willy Brandt, der seinen
Ñamen in Russland zumeist mit Vasily Georgyevich Brandt angab, gilt ais Begründer der russischen
Trompetenschule. Er starb überraschend am 2. Februar 1923.

Die beiden KONZERTSTÜCKE FÜR CORNET Á PISTONS UND KLAVIER op. u und 12 erschienen* in der vorliegend
wiedergegebenen Original-Ausgabe erstmals 1910 im Musikverlag Zimmermann in Leipzig, der aus der 1876
von Julius Heinrich Zimmermann in St. Petersburg eróffneten Instrumenten- und Musikalienhandlung
hervorgegangen war. 1880 folgte die erste Instrumentenfabrik für Messinginstrumente, die russische
Musiker und auch die russische Armee mit deutschen Instrumenten versorgte, 1882 eine Niederlassung in
Moskau.
1886 schliefilich siedelte Julius Heinrich Zimmermann nach Leipzig über und mit ihm der Verlag, der auch in
der Folgezeit zahlreiche Werke russischer (oder wie im Fall von Willy Brandt in Russland lebender)
Komponisten publizierte. Die St. Petersburger Filíale führte ab 1900 sein áltester Sohn August Zimmermann.
Julius Heinrich Zimmermann war um 1910 allgemein ais gróBter Musikwarenhándler Europas bekannt, und so
kam es, dass auch Willy Brandt ein Kornett der Firma Zimmermann spielte, das noch erhalten ist und heute
im Trompetenmuseum in Bad Sáckingen aufbewahrt wird. Somit erstreckten sien die deutsch-russischen
Kontakte zwischen Willy Brandt und Julius Heinrich Zimmermann auf beide Zweige der Firma:
Instrumentenfabrik und Verlag.

Der Verlag

in zwei getrennten Ausgaben mit den Plattennummern Z. 4897 und Z. 4898

Traduction franpaise voir page 24.


Herrn A. K. Marquardt gewidmet.

Erstes Konzertstack.
(f molí.)
Willy Brandt, Op.ll.
Maestoso.
Cornet á
Pistons in B.

PIANO.

marcato

© by Musikverlag Zimmermann, Frankfurt am Main / Fotokopieren unserer Ausgaben ist verboten und wird rechtlich verfolgt I grurtdsátzlScñ
Nachdruck 2003 [veríx&sn /"

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