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Woher der Wind weht

Wind kennt jeder - wie aber kommt er zustande?


"Zieh Dich warm an, draußen ist es windig". Der gutgemeinte Ratschlag folgt unserer Erfahrung: Im
Freien gibt es Wind, starker Wind kühlt uns schnell aus. Manche stört der Wind, andere freuen
sich über ihn. Kinder, die einen Drachen steigen lassen wollen, brauchen ihn sogar. Eine
Windkraftanlage ohne Wind ist sogar nutzlos.
Der Wind hat Eingang in unsere Sprache durch Wortschöpfungen wie "Windbeutel" (ein
Gebäckstück) oder "Windei" (ein Vogelei ohne Kalkschale; in unserer Umgangssprache bezeichnet
es etwas nicht zu Ende gebrachtes) gefunden. Als "Windmacher" bezeichnet man Menschen, die
viel reden, aber wenig tun.

Was ist Wind eigentlich?

Wind ist nichts anderes als bewegte Luft. Solange sich die Luft nur langsam bewegt, stört sie uns
auch nicht. Im Gegenteil, an einem heißen Sommertag empfinden wir ein wenig Wind als
angenehm. Wind kann in seiner Wirkung beschrieben werden, die Geschwindigkeit der bewegten
Luft ("Windgeschwindigkeit") kann gemessen werden. Es gibt den Begriff der "Windstärke". Für
Segler ist die Windrichtung wichtig. Daher gibt es Wettervorhersagen, die auch eine
Windvohersage beeinhalten.

Wie entsteht der Wind?

Wind entsteht durch Unterschiede im Luftdruck unserer Erdatmosphäre. Wenn es Gebiete mit
hohem Luftdruck gibt, dann strömt Luft zu Gebieten mit niedrigem Luftdruck. Diesen Vorgang
nennt man Druckausgleich. Ein Gas (die Luft) ist bestrebt, überall den gleichen Druck zu haben. Die
Druckunterschiede entstehen durch ein ungleichmäßige Verteilung der Temperaturen in der
Erdatmosphäre.
So steigt erwärmte Luft auf, da sie sich ausdehnt und leichter wird. Kältere Luft kann nachströmen
und schon ist bereits Wind entstanden. Über unseren Kontinenten gibt es zu jeder Zeit ungleich
verteilte Gebiete mit hohem und niedrigem Luftdruck ("Hochdruckgebiet", "Tiefdruckgebiet"),
daher ist es äußerst selten, daß wir völlige Windstille erleben.

Wie stark kann Wind wehen und was kann dann passieren?

Die Windstärken werden in einer einfachen Skala angegeben, die Windgeschwindigkeit in


Meter/Stunde [m/h]. "Windstärke 1" bedeutet z.B. 1-5 km/h und wird als "leichter Zug" ("es
zieht...") bezeichnet. "Windstärke 5" bedeutet eine Windgeschwindigkeit von 29-38 km/h und
wird als "frischer Wind " bezeichnet.
Ab Windstärke 12 (über 118 km/h) spricht man von einem Orkan. Wind und Sturm kann eine
Vielzahl von Schäden verursachen. Dazu gehören das Abdecken von Dächern, das Umwerfen von
Bäumen oder LKWs oder Schäden an Schiffen.
 
Wie kann man Wind nutzen?

Die Entstehung von Windkraftanlagen ("Windräder") können viele Kinder in ihrer Umgebung
beobachten. Wer in den letzten Jahren die Nordseeküste besucht hat, war sicher überrascht von
der riesigen Anzahl solcher Anlagen dort. Diese Anlagen erzeugen aus Windenergie elektrische
Energie und leiten diese in unser Stromnetz ein.
Schon früher wurde der Wind genutzt, denken wir nur an eine Windmühle. Es gibt Versuche,
riesige Lenkdrachen als Hilfsantrieb für Schiffe zu nutzen, um Treibstoff zu sparen.

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