Sie sind auf Seite 1von 107

6 Teil 3

Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie

C
M
Prozessaudit

Q
A
V D
Potenzialanalyse
Produkt- und Produktionsprozessentwicklung
ht

Produkt- und Produktionsprozessrealisierung


Serienproduktion
ig
yr
op
C

4., überarbeitete Auflage, Mai 2022


C
M
Prozessaudit

Q
A
V D
Potenzialanalyse
ht

Produkt- und Produktionsprozessentwicklung


Produkt- und Produktionsprozessrealisierung
ig

Serienproduktion
yr
op
C

4., überarbeitete Auflage, Mai 2022

Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)


C
M
Q
A
V D
ht
ig
yr
op

ISSN 0943-9412
C

Copyright 2022 by

Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)


Qualitäts Management Center (QMC)
10117 Berlin, Behrenstr. 35
C
op
yr
ig
ht
VD
A
Q
M
C
Unverbindliche Normenempfehlung des VDA
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) empfiehlt seinen Mitgliedern, die
nachstehende Normenempfehlung bei der Einführung und Aufrechterhaltung
von QM-Systemen anzuwenden.

Haftungsausschluss
Dieser VDA-Band ist eine Empfehlung, die jedermann frei zur Anwendung
steht. Wer sie anwendet, hat für die richtige Anwendung im konkreten Fall
Sorge zu tragen.

C
Dieser VDA-Band berücksichtigt den zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausgabe
herrschenden Stand der Technik. Durch das Anwenden der VDA-Em-

M
pfehlungen entzieht sich niemand der Verantwortung für sein eigenes

Q
Handeln. Jeder handelt insoweit auf eigene Gefahr. Eine Haftung des VDA
und derjenigen, die an VDA-Empfehlungen beteiligt sind, ist ausgeschlossen.
A
Jeder wird gebeten, wenn er bei der Anwendung der VDA-Empfehlung auf
Unrichtigkeiten oder die Möglichkeit einer unrichtigen Auslegung stößt, dies
D
dem VDA umgehend mitzuteilen, damit etwaige Mängel beseitigt werden
V

können.
ht

Urheberrechtsschutz
Diese Ausgabe ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb
ig

der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des


yr

VDA unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen,


Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung
op

in elektronischen Systemen.
C

Übersetzungen
Diese Ausgabe wird auch in anderen Sprachen erscheinen. Der jeweils
aktuelle Stand ist bei VDA QMC zu erfragen.

3
4
C
op
yr
ig
ht
VD
A
Q
M
C
Vorwort
Zur Identifikation von Stärken und Schwächen hat sich das VDA 6.3-Pro-
zessaudit seit fast drei Jahrzehnten als wichtige Methode bewährt.
Dabei wird die Eignung der Prozesse in der Produktentstehungs- und Pro-
duktrealisierungsphase analysiert und bewertet.
Die Merkmale des VDA 6.3 sind:
- strukturierte Vorgehensweise bei der Analyse der Prozesse
- Bewertungssystematik und Punktesystem
- klare Abstufungsregeln

C
- Identifikation von besonderem Produkt- und Prozessrisiko

M
(sog. „*-Fragen“, d. h. Sternfragen)
- eindeutige Ergebnisdarstellung der Prozessbewertung (A, B, oder C)

Q
- weltweite Vergleichbarkeit der Ergebnisse für ähnliche Produkte und
Prozesse
- A
Potenzialanalyse für die Bewertung der Eignung neuer Lieferanten
Standorte und Technologien vor Vergabe
D
- Prozess- und Produktorientierung, kein Fokus auf das System
V

Das VDA 6.3-Prozessaudit gliedert sich in das QM-System eines Unterneh-


mens ein und trägt zur Erfüllung der Anforderungen der IATF 16949 bei.
ht

Das Prozessaudit nach VDA 6.3 ist Bestandteil der VDA-6.x-Familie:


ig
yr
op
C

Abbildung 0-1: Übersicht der Bände VDA-6.x-Familie


5
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 6

1 Hinweise zur Überarbeitung 8

2 Anwendungshinweise 10
2.1 Scope des Bandes 10
2.2 Einbindung in den Produktlebenszyklus 12

C
2.3 Abgrenzung der Potenzialanalyse zum Prozessaudit 13

M
2.4 Identifizieren von Prozessrisiken (Risikoanalyse) 14

Q
3 Anforderungen an Prozessauditoren 16
3.1 Auditorenqualifikation A 16
3.1.1 Interne Prozessauditoren 16
D
3.1.2 Lieferantenauditoren 17
V

3.1.3 Prozessauditoren als externe Dienstleister 18


3.2 Produkt- und Prozesskompetenz der Auditoren 19
ht

3.3 Verhaltenskodex für Auditoren 19


ig

4 Hinweise zur Durchführung von Remote-Audits 21


yr

4.1 Definition eines Remote-Audits 21


4.2 Definition eines Hybrid-Audits 21
op

4.3 Anwendungshinweise 21
4.4 Klassifizierung der Auditmethoden anhand bestehender Risiko- und
C

Einflussfaktoren 22
4.5 Eignung einzelner Prozesselemente/Fragen für die Anwendung von
Remote-Audits im Rahmen der Potenzialanalyse (P1) 24
4.6 Eignung einzelner Prozesselemente/Fragen für die Anwendung von
Remote-Audits (Prozesselemente P2-P7) 25

5 Potenzialanalyse (P1) 26
5.1 Definition Potenzialanalyse 26
5.2 Voraussetzungen 26

6
5.3 Vorbereitung 26
5.4 Ablauf einer Potenzialanalyse 27
5.5 Bewertung einer Potenzialanalyse 27
5.6 Folgeaktivitäten nach erfolgter Vergabe 30

6 Bewertung Prozessaudit materieller Produkte 31


6.1 Bewertung der Einzelfragen 31
6.2 Detaillierte Auswertung 33
6.3 Gesamtbewertung und Abstufungsregel 35

C
6.4 Bewertung von Produktgruppen 37
6.5 Anwendung des Fragenkataloges (Prozesselemente P2 bis P7) 39

M
6.6 Regeln zur Auditdurchführung 41

Q
6.7 Wiederholaudit 41

7 Fragenkatalog A 42
7.1 Übersicht Fragenkatalog 42
D
7.2 Projektmanagement (P2) 47
V

7.3 Planung Produkt- und Produktionsprozessentwicklung (P3) 52


7.4 Realisierung der Produkt- und Produktionsprozessentwicklung (P4) 60
ht

7.5 Lieferantenmanagement (P5) 69


ig

7.6 Prozessanalyse Produktion (P6) 74


7.7 Kundenzufriedenheit/Kundenbetreuung/Service (P7) 96
yr

8 Glossar und Abkürzungsverzeichnis 101


op

9 Downloads 103
C

7
1 Hinweise zur Überarbeitung
Der VDA-Band 6.3 wurde 1998 erstmals veröffentlicht, in den Jahren 2010
und 2016 sowie in der vorliegenden Ausgabe 2022 überarbeitet.
Was hat sich gegenüber der Version aus 2016 geändert?
- Softwareaspekte wurden im Fragenkatalog berücksichtigt.
- Eine inhaltliche Harmonisierung insbesondere mit den VDA-Methoden
Automotive SPICE und Reifegradabsicherung für Neuteile (VDA RGA)
ist erfolgt.

C
- Anforderungen zu Beschaffungsaktivitäten wurden in P3 und P4 hinzu-

M
gefügt.
- Hinweise zur Durchführung von Remote-Audits wurden integriert.

Q
- Das Kapitel 4 „Auditprozess“ ist entfallen, da die Inhalte in der ISO
19011 enthalten sind.
- Das Kapitel 8 „Prozessaudit Dienstleistungen“ wurde aus dem VDA-
A
Band 6.3 entfernt.
D
- Das Kapitel 10 „Best Practice/Lessons Learned“ ist entfallen.
V
- Die Auswertung von Transport- und Teilehandling (EU7) wurde entfernt.
- Die Fragen mit besonderer Bedeutung („*-Fragen“) wurden teilweise
ht

neu definiert.
- Die Fragen zur Potenzialanalyse wurden teilweise neu zugeordnet.
ig

- Es wird ein übergreifendes Online-Glossar für alle VDA-Bände etabliert.


yr

Was ist gleichgeblieben?


op

- Einstufungssystematik (A, B, C) für die Gesamtbewertung


- Struktur des Fragenkataloges
C

- Bewertungsmodell für die Einzelfragen (10-8-6-4-0)


- Anwendbarkeit der Prozesselemente P2-P7 gemäß Abbildung 2-1
- Turtle-Modell
- Bisherige Abstufungsregeln

Bei der Überarbeitung wurde die Abgrenzung zwischen Prozess- und Sys-
temaudit noch einmal explizit beachtet, die derzeitigen IATF-Anforderungen
sind berücksichtigt.

8
Die Schnittstelle zwischen Hardware und Software bei Produkten mit inte-
grierter (embedded) Software wurde gestärkt, jedoch ist für eine detaillierte
Bewertung der Software-Entwicklung die Methode Automotive SPICE® heran-
zuziehen.
Aufgrund der erfolgten Überarbeitung sind Auditergebnisse zwischen der vor-
liegenden Ausgabe und der bisherigen Ausgabe von 2016 nicht direkt ver-
gleichbar.

C
M
Q
A
V D
ht
ig
yr
op
C

9
2 Anwendungshinweise

2.1 Scope des Bandes


Das Prozessaudit ist eine Methode zur unabhängigen Analyse und Beurtei-
lung der Produktentstehungs- und Produktrealisierungsprozesse und deren
Wirksamkeit.
Prozessaudits können sowohl intern als auch extern im gesamten Produktle-
benszyklus angewendet werden und sind konform zu den Anforderungen der
IATF16949. Das Prozessaudit eignet sich für kleine, mittelständische und
große Organisationen.

C
Grundsätzlich ist die Anwendung des Bandes im gesamten Produktlebens-

M
zyklus möglich. Hierbei unterscheidet der Band in:
- Potenzialanalyse

Q
- Produkt- und Produktionsprozessentwicklung
- Produkt- und Produktionsprozessrealisierung
- Serienproduktion A
D
Die Anwendung des Prozessaudits kann in der Auswahl der Prozessele-
mente und dem Durchführungszeitraum variieren.
V

In der Serie dient das Prozessaudit zur regelmäßigen Überwachung der Seri-
enprozesse und kann darüber hinaus ereignisorientiert eingesetzt werden.
ht

Ziel des Prozessaudits ist es, die Übereinstimmung betrachteter Prozesse/


ig

Prozessschritte mit den Anforderungen und Vorgaben an den Prozess und


das Produkt zu überprüfen. Erkannte Abweichungen werden nach einem
yr

Punktesystem mit Bezug auf das Prozess-/Produktrisiko bewertet und als Au-
ditfeststellung dokumentiert. Fokus ist dabei, inwieweit aus der Auditfeststel-
op

lung potenziell nichtkonforme Produkte zu erwarten sind sowie die hieraus re-
sultierenden Risiken.
C

Jedes Hinzufügen oder Entfernen von Fragen, aber auch Veränderungen an


der Bewertungsmethodik schließt aus, dass es sich noch um ein VDA 6.3-Au-
dit handelt, da die Vergleichbarkeit des Bewertungsschemas nicht mehr ge-
geben ist.
Explizite Bewertungsfragen zum Themenkreis Nachhaltigkeit, die Einhaltung
sozialer Standards, Umweltschutz und Ressourcenschonung etc., sind im
Fragenkatalog nicht enthalten. Hierfür gibt es eigene Auditstandards sowie
gesetzliche und normative Vorgaben. Bemerkt der Auditor jedoch offensichtli-
che Punkte, die im Widerspruch zu den Anforderungen dieses Prozessaudit-

10
Standards stehen und/oder die Produkteigenschaften nachhaltig negativ be-
einflussen, sind diese zu dokumentieren und in der Bewertung zu berücksich-
tigen.
Tabelle 2-1: Differenzierung von Auditstandards

uditstandards o ne
stemauditstandards ro essauditstandards
ua it tsbe ug

F mwe ts ut
D rbeitssi er eit

C
D Brands ut

M
D utomoti e nergiemanagement
uide ines
D a a tig eit

Q
utomoti e or
D ierwo
berse urit
utomoti e
berse urit
A ie er ettengeset
D
o ia e tandards
anagements stem
udit ( ) ens enre te
V

Datensi er eit
ht

ogisti
ig
yr
op
C

11
2.2 Einbindung in den Produktlebenszyklus
Der VDA 6.3 Auditstandard ist im gesamten Produktlebenszyklus von der
Auswahl potenzieller Lieferanten (P1 Potenzialanalyse) über die Produkt- und
Produktionsprozessentwicklung (P2-P4) bis zur Serien- und Nachserienbe-
treuung (P5-P7) anwendbar. Durch den modularen Aufbau des Bandes kön-
nen auch einzelne Prozesselemente entsprechend dem zu betrachtenden
Umfang auditiert werden.

Die Abbildung 2-1 zeigt die mögliche Anwendung der einzelnen Prozessele-
mente gemäß VDA 6.3 und die Wechselbeziehung zu Standards nach VDA

C
RGA und Automotive SPICE®.

M
Q
A
V D
ht
ig
yr
op
C

Abbildung 2-1: Anwendungsmöglichkeiten Prozesselemente


P1: Potenzialanalyse
P2: Projektmanagement
P3: Planung der Produkt- und Produktionsprozessentwicklung
P4: Realisierung der Produkt- und Produktionsprozessentwicklung
P5: Lieferantenmanagement
P6: Prozessanalyse Produktion
P7: Kundenbetreuung, Kundenzufriedenheit, Service

Erläuterungen zur Potenzialanalyse siehe Kapitel 5.

12
Die Anwendung der Prozesselemente P2 bis P4 fokussiert die Phase der
Produkt- und Produktionsprozessentwicklung. Sowohl das Prozesselement
P2 als auch das Prozesselement P3 sind dabei idealerweise nach Vergabe
heranzuziehen und dienen der Analyse der Planungsaktivitäten.
Das Prozesselement P4 kann entsprechend zeitversetzt angewendet werden,
um die Umsetzung der Planungsaktivitäten aus dem Prozesselement P3 zu
analysieren und einer Bewertung zu unterziehen.
Die Aufteilung der Prozesselemente bietet die Möglichkeit, sowohl die Pla-
nungsaktivitäten als auch die Umsetzung/Realisierung anforderungsgerecht
zu bewerten. Die Anwendung der Prozesselemente P2 bis P4 dient, nach

C
Vergabe und bis einschließlich SOP, zur frühzeitigen Identifizierung von Rei-

M
fegrad‐ und Prozessrisiken.
Die Prozesselemente P5 bis P7 werden zeitlich um den Meilenstein SOP an-

Q
gewendet. Dies entspricht dem Reifegrad RG 6 aus VDA RGA. Im Rahmen
der Serienproduktion werden die Prozesselemente P5 bis P7 zur regelmäßi-
A
gen Überwachung der Serien- und Nachserienprozesse herangezogen oder
eine ereignisorientierte reaktive Prozessanalyse unterstützen.
D
Grundsätzlich bleibt jeder Organisation vorbehalten, die Anwendung der Pro-
V

zesselemente in Produkt- und Produktionsprozessentwicklung und Serie


nach eigenen Belangen auszurichten.
ht
ig

2.3 Abgrenzung der Potenzialanalyse zum Prozessaudit


yr

Wie der Abbildung 2-1 zu entnehmen ist, kann vor der Vergabe eines Auftra-
op

ges eine Potenzialanalyse (P1) durchgeführt werden. Diese dient dazu, mit
einem im Umfang reduzierten Fragenkatalog, potenzielle Lieferanten zu be-
C

werten, ob sie für eine Serienbelieferung geeignet sind. Da es sich um poten-


zielle Lieferanten handelt, muss die Analyse gegebenenfalls auf andere Pro-
dukte/Produktionsprozesse bezogen werden, die jedoch mit dem zu verge-
benden Produkt vergleichbar sein sollten. Die Vorgehensweise kann auf die
gesamte Lieferkette angewendet werden, wobei der zeitliche Vorlauf zum
SOP zu berücksichtigen ist.

13
2.4 Identifizieren von Prozessrisiken (Risikoanalyse)
Im Prozessaudit ist die Auswirkung der einzelnen Prozesse auf das Produkt
entscheidend, daher ist die Betrachtung aus Sicht des jeweiligen Produktrisi-
kos vorzunehmen. Aus diesem Grund müssen bereits in der Auditvorberei-
tung potenzielle Risiken innerhalb des Prozesses ermittelt werden, um diese
im Prozessaudit ausreichend zu bewerten.
Eine Risikoanalyse kann auf Basis des Turtle Modelles durchgeführt werden.
Das Turtle-Modell ist am Beispiel des Prozesselementes P6 dargestellt und
ist für alle anderen Prozesselemente ebenso anwendbar.

C
M
Q
A
V D
ht
ig
yr
op
C

Abbildung 2-2: Turtle-Modell

Zun st wird bes rieben, we er „ nput“ (siehe Fragenkatalog Unterele-


ment P6.1) dur den ro ess in den „ utput“ (siehe Fragenkatalog Un-
terelement P6.6) umgewandelt wird. Ergänzt werden diese Punkte um die
Fragestellungen:
• Wie ist der Prozessablauf (Arbeitsinhalt, Arbeitsablauf, Methoden,
Verfahren, Anweisungen – siehe auch Fragenkatalog Unterelement
P6.2)?

14
• Welche Bereiche, Funktionen bzw. Personen unterstützen den Pro-
zess (personelle Ressourcen wie Kapazität, Kompetenz, Befugnis,
Qualifizierung – siehe auch Fragenkatalog Unterelement P6.3)?
• Mit welchen Mitteln wird der Prozess realisiert (materielle Ressourcen
wie Maschinen, Werkzeuge, Prüfmittel, Einrichtungen, Ausrüstungen
– siehe auch Fragenkatalog Unterelement P6.4)?
• Wie wirkungsvoll wird der Prozess durchgeführt (Wirkungsgrad, Leis-
tungsindikatoren, Effektivität und Effizienz – siehe auch Fragenkata-
log Unterelement P6.5)?

C
In einem zweiten Schritt werden dann potenzielle Risiken zu den Inhalten der
Elemente des Turtles ermittelt. Der Auditor bzw. das Auditteam nutzt sein

M
Prozesswissen zur Identifizierung von potenziellen produkt- und prozessspe-
zifischen Risiken, die die Produktqualität beeinflussen können. Diese Risiken

Q
müssen im Audit hinterfragt und bewertet werden, um zu gewährleisten, dass
sie in geeignetem Umfang abgesichert werden. Auf Basis des angewandten
A
Turtle-Modells werden gezielt Schwerpunkte gesetzt.
V D
ht
ig
yr
op
C

Abbildung 2-3: Prinzipdarstellung verketteter Prozesse

Einen wesentlichen Einfluss auf mögliche Risiken haben die Schnittstellen


der Prozessschritte, die eine tiefergehende Analyse erfordern.

15
3 Anforderungen an Prozessauditoren

3.1 Auditorenqualifikation
Die Auditorenqualifikation ist eine wichtige Voraussetzung zur Erreichung der
Auditziele. Die Qualität und Vergleichbarkeit von Auditergebnissen werden
wesentlich durch die Qualifikation der Auditoren beeinflusst. Für die von der
jeweiligen Organisation festzulegenden Qualifikationskriterien für Auditoren
sind nachfolgende Mindestanforderungen, Inhalte der ISO 19011, sowie die
kundenspezifischen und weiteren externen Anforderungen zu berücksichti-
gen. Die Auditorenkompetenz ist – zum Zweck der Freigabe, Aufrechterhal-

C
tung und Verbesserung – nach einer von der Organisation festzulegenden
und dokumentierten Vorgehensweise (z. B. Beobachtung während der Audit-

M
Durchführung/Freigabe- und Witnessverfahren) zu bewerten.

Q
3.1.1 Interne Prozessauditoren

Fachliche Kenntnisse A
• Gute Kenntnisse der Qualitätswerkzeuge und -methoden (z. B. VDA
D
RGA, DoE, FMEA, FTA, PPF, SPC, SWOT, 8D-Methode)
V

• Kenntnis der zutreffenden kundenspezifischen Anforderungen


ht

• Kenntnis der zutreffenden Managementsystem-Anforderungen (z. B.


IATF 16949, DIN EN ISO 9001, VDA 6.1)
ig

• Produkt- und prozessspezifische Kenntnisse


yr

Fachlicher Nachweis
op

• Erfolgreiche Teilnahme (bestandene Lernkontrolle/Qualifikationsbe-


scheinigung) an einer VDA 6.3-Schulung
C

• Kenntnisse erforderlicher Qualitätswerkzeuge und Methoden in der


zu auditierenden Technologie

Berufliche Erfahrung

Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung (ab 2 Jahre Berufserfahrung können be-


triebliche Ausbildungszeiten berücksichtigt werden), vorzugsweise in produ-
zierenden Unternehmen der Automobilindustrie, davon mindestens 1 Jahr in
qualitätsbezogenen Tätigkeitsbereichen.

16
3.1.2 Lieferantenauditoren

Fachliche Kenntnisse

• Sehr gute Kenntnisse der Qualitätswerkzeuge und -methoden (z. B.


SPC, VDA-Band 5/MSA, FMEA, VDA RGA/APQP, VDA-Band
2/PPAP, 8D-Methode)
• Soweit erforderlich, Kenntnisse über die Softwareentwicklungs-Pro-
zesse und -Methoden
• Auditorenqualifikation (Gesprächsführung, Konfliktmanagement, Au-

C
dittechnik)

M
• Kenntnis der zutreffenden kundenspezifischen Anforderungen
• Kenntnis der zutreffenden Managementsystem-Anforderungen (z. B.

Q
IATF 16949, DIN EN ISO 9001, VDA 6.1)
• Produkt- und prozessspezifische Kenntnisse
A
D
Fachlicher Nachweis
V

• Auditorenqualifikation auf Basis DIN EN ISO 19011 (z. B. VDA Audi-


torenqualifikation, 1st/2nd party Auditor für DIN EN ISO 9001, IATF
ht

16949 oder VDA 6.1)


ig

• Kenntnisse erforderlicher Qualitätswerkzeuge und Methoden in der


zu auditierenden Technologie
yr

• Erfolgreiche Teilnahme (bestandene Prüfung – mündlich und schrift-


op

lich) an einer VDA 6.3-Schulung


• Nachweis, das theoretische Wissen in der Praxis umsetzen zu kön-
C

nen (z. B. Beobachtung während der Audit-Durchführung/Freigabe-


oder Witness-Verfahren)

Berufliche Erfahrung

Mindestens 5 Jahre Berufserfahrung (ab 3 Jahre Berufserfahrung können be-


triebliche Ausbildungszeiten berücksichtigt werden), vorzugsweise in produ-
zierenden Unternehmen der Automobilindustrie, davon mindestens 2 Jahre
Berufserfahrung in qualitätsbezogenen Tätigkeitsbereichen.

17
3.1.3 Prozessauditoren als externe Dienstleister
Externe Auditoren einer unabhängigen, dritten Organisation, die als beauf-
tragte Dienstleister der Organisation Audits durchführen.

Fachliche Kenntnisse
• Sehr gute Kenntnisse der Qualitätswerkzeuge und -methoden (z. B.
SPC, VDA-Band 5/MSA, FMEA, VDA RGA/APQP, VDA-Band
2/PPAP, 8D-Methode)
• Soweit erforderlich, Kenntnisse über die Softwareentwicklungs-Pro-

C
zesse und -Methoden

M
• Auditorenqualifikation (Gesprächsführung, Konfliktmanagement, Au-
dittechnik)

Q
• Kenntnis der zutreffenden kundenspezifischen Anforderungen
• A
Kenntnis der zutreffenden Managementsystem-Anforderungen (z. B.
IATF 16949, DIN EN ISO 9001, VDA 6.1)
D
• Produkt- und prozessspezifische Kenntnisse
V

Fachlicher Nachweis
ht

• Auditorenqualifikation auf Basis DIN EN ISO 19011 (z. B. VDA Audi-


torenqualifikation, 1st/2nd party Auditor für DIN EN ISO 9001, IATF
ig

16949 oder VDA 6.1)


yr

• Kenntnisse erforderlicher Qualitätswerkzeuge und Methoden in der


zu auditierenden Technologie
op

• Bestandene Prüfung mit Zertifikat im Rahmen einer VDA 6.3-Schu-


lung
C

• Nachweis das theoretische Wissen in der Praxis umsetzen zu können


(z. B. Beobachtung während der Audit-Durchführung/Freigabe- oder
Witness-Verfahren)

Berufliche Erfahrung
Mindestens 5 Jahre Berufserfahrung (ab 3 Jahre Berufserfahrung können be-
triebliche Ausbildungszeiten berücksichtigt werden), vorzugsweise in produ-
zierenden Unternehmen der Automobilindustrie, davon mindestens 2 Jahre
Berufserfahrung in qualitätsbezogenen Tätigkeitsbereichen.
18
3.2 Produkt- und Prozesskompetenz der Auditoren
Die Qualität eines Audits wird in hohem Maße durch die Produkt- und Pro-
zesskompetenz der Auditoren bestimmt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten,
dieses Wissen aufzubauen bzw. im Audit anzuwenden. Das geschieht z. B.
durch:
• Hinzuziehen von Fachexperten zur Bewertung von produkt- und pro-
zessspezifischen Fragestellungen, wenn diese über die Kenntnisse
des Prozessauditors hinausgehen
• Vorbereitung des Auditors durch Recherchen in Fachliteratur, Online-

C
Foren und Industriestandards sowie Wissensspeicher

M
• Abstimmung mit internen und externen Experten
• Ableitung von Erkenntnissen aus vorhergehenden Audits

Q
m dieses „ xpertenwissen“ s stematis u er assen, aus ubauen und den
A
Auditoren zur Verfügung zu stellen, wird empfohlen, Wissensspeicher anzule-
gen. Quellen dieses Wissens sind z. B. aufgetretene typische Fehler und in-
D
terne Lessons Learned. Die Vertraulichkeit von Informationen (von Kunden,
V

Lieferanten bzw. intern) ist sicherzustellen.


Des Weiteren ist zu beachten, dass die resultierenden Fragen keine zusätzli-
ht

chen Anforderungen stellen, die über die vertraglich vereinbarten Anforderun-


gen hinausgehen.
ig

Wissensspeicher können z. B. in Form von Wikis oder prozessbezogenen


yr

Auflistungen bereitgestellt werden.


op

3.3 Verhaltenskodex für Auditoren


• Prozessauditoren müssen ihre berufliche Fähigkeit und ihr Urteilsver-
C

mögen unter Beachtung der Gesetze und unter Wahrung der Prinzi-
pien der Ehrlichkeit und Redlichkeit einsetzen.
• Prozessauditoren müssen ihre Fachkompetenz weiterentwickeln. Sie
pflegen ihre Kenntnisse und Fertigkeiten bezüglich Auditverfahren,
QM-Systemen, Produkten und Prozessen sowie zu fachspezifischen
Methoden, Verfahren und einschlägigen Standards. Sie müssen mit
den Qualitätsanforderungen an die Produkte, mit den spezifischen Ri-
siken der von ihnen auditierten Prozesse und den möglichen Auswir-
kungen auf die hergestellten Produkte vertraut sein.
19
• Prozessauditoren müssen sich jederzeit so verhalten, dass Ansehen
und Ruf der eigenen Organisation nicht gefährdet werden.
• Prozessauditoren dürfen keine Aufträge übernehmen, die einen Inte-
ressenkonflikt darstellen.
• Prozessauditoren dürfen keine Aufträge übernehmen, die sie auf-
grund von fehlender Fachkompetenz nicht sachgerecht durchführen
können.
• Prozessauditoren sind hinsichtlich vertraulicher Informationen, die sie
bei ihrer beruflichen Tätigkeit erlangt haben, zur Verschwiegenheit

C
verpflichtet.

M
Q
A
V D
ht
ig
yr
op
C

20
4 Hinweise zur Durchführung von Remote-Audits
Die Durchführung eines Prozessaudits gemäß dem vorliegenden VDA 6.3
Auditstandard erfolgt grundsätzlich durch Vor-Ort-Audits.
Unter der Betrachtung von Risiko- und Einflussfaktoren sowohl für Auditie-
rende und Auditierte als auch für Produkte und Prozesse können Remote-Au-
dits im Einzelfall durchgeführt werden.
Die Gesamtverantwortung für die inhaltliche Gestaltung eines Audits und die
Auswahl der Auditmethode liegt bei der auditierenden Organisation, soweit
vom Kunden nicht anders vorgegeben. Die Festlegung einer unternehmens-

C
spezifischen Vorgehensweise für interne und externe Audits ist zu empfehlen.

M
4.1 Definition eines Remote-Audits

Q
Remote-Audits sind in der ISO unter dem Begri „Fernaudits“ de iniert
A
und können analog zu Vor-Ort-Audits sowohl intern als auch extern durchge-
führt werden.
V D
4.2 Definition eines Hybrid-Audits
ht

Hybrid-Audits zeichnen sich als eine Kombination aus Remote-Audits und


Vor-Ort-Audits aus. Das Kapitel 4.6 „Eignung einzelner Prozesselemente/Fra-
ig

gen für die Anwendung von Remote-Audits (Prozesselemente P2-P7)“ ist da


yr

bei zu berücksichtigen.
op

4.3 Anwendungshinweise
C

Grundsätzlich können Remote-Audits kein vollumfängliches VDA 6.3 Pro-


zessaudit (P2–P7) darstellen. Gründe hierfür liegen in der fehlenden Transpa-
renz während des Auditprozesses sowie in technischen, rechtlichen und Da-
tenschutzaspekten. Das Gleiche gilt für die Durchführung von Potenzialanaly-
sen (P1), welche nur bedingt ohne Vor-Ort-Begehung beim Lieferanten
durchführbar sind. Hybrid-Audits hingegen können, unter Berücksichtigung
der Risiko- und Einflussfaktoren, als vollumfänglich betrachtet werden.
Die „2/3-Regel“ (sie e Kapitel 6.1) für die Anzahl der zu bewertenden Fragen
kommt weiterhin zur Anwendung.

21
Für die Planung und Durchführung von Remote-Audits gelten die gleichen
Voraussetzungen hinsichtlich Vertraulichkeit und Geheimhaltung wie bei Vor-
Ort-Audits. Insbesondere das Aufzeichnen von Bild und Ton ohne ausdrückli-
che Zustimmung beider Parteien ist grundsätzlich untersagt.

4.4 Klassifizierung der Auditmethoden anhand bestehender


Risiko- und Einflussfaktoren

Ein Audit darf nicht dazu führen, dass Leib und Leben (Gesundheit) der Audi-

C
tierenden / Auditierten aufgrund von im Vorfeld bekannter Gegebenheiten vor

M
Ort gefährdet werden können.
Bei der Auswahl der geeigneten Auditmethode (Vor-Ort-Audit, Remote-Audit,

Q
Hybrid-Audit) ist insbesondere die Kritikalität des Produktes als auch des Ent-
wicklungs-/Herstellprozesses sowie die bisherige Performance und Standort-
A
faktoren ausschlaggebend. Die folgende Tabelle enthält eine Übersicht der
Auditmethoden mit einer Klassifizierung der Risiko- und Einflussfaktoren.
V D
ht
ig
yr
op
C

22
Tabelle 4-1: Übersicht der Auditmethoden mit Klassifizierung Risiko- und Ein-
flussfaktoren

p p p3
Ho es rodu t / ro itt eres rodu t / ro iedriges rodu t /
essrisi o essrisi o ro essrisi o

Ho e rodu t riti a it t itt ere rodu t riti a it t iedrige rodu t riti a it t

B
rodu tsi er eits B
spe ie e te nis e
re e an ,

C
igens a ten on
Homo ogationsre e an , rodu ten,
Besondere er ma e ( u Besondere er ma e ( un ti

M
assungs b w si er eits onsre e ant)
re e ant)

Q
Ho e ua it tsrisi en itt ere ua it tsrisi en iedrige ua it tsrisi en

B A B
unbe annte ro esse, neue B rodu te und ro esse sind
rodu te, o er nno ati unbe annter tandort be annt, ro esse wurden
D
onsgrad bereits auditiert
V

er orman e er orman e er orman e

B B B
ht

dauer a t negati e K tempor re negati e K a eptab e K


ig

Rei egrad Rei egrad Rei egrad


yr

rodu t oder ro essrei e


rodu t oder ro essrei e rodu t oder ro essrei e
ist ni t errei t, Kundenter
ist ni t errei t ist gegeben
mine ge rdet ( D R ( D R ge b) ( D R grün)
op

rot)

or rt udit H brid udit Remote udit*


ei : Remote udit*
C

ei : or rt udit

* Remote-Audits als Alternative zu einem Vor-Ort-Audit möglich

Anmerkung: Die kritischste Bewertung ist ausschlaggebend für die Auswahl der Auditme-
thode.

23
4.5 Eignung einzelner Prozesselemente/Fragen für die
Anwendung von Remote-Audits im Rahmen der
Potenzialanalyse (P1)
Tabelle 4-2: Übersicht der Auditfragen Potenzialanalyse (P1) und ihre Eig-
nung für Remote-Audits

Fragen bedingt Fragen bedingt


geeignet geeignet
D 3 geeignet D 3 geeignet

/ */ 3/
X * X
/ *

C
3 */ 3 * X (X)

M
* X 3* X

Q
3/ * X X

5 X A 5 3* (X)
D
5 5*/ 5 X 5 X
V

/ 5* X X

X 3/ * (X)
ht

(X) X
ig

3* X X
yr

* X 3* X
op

3 (X) * (X)
C

(x) = in Abhängigkeit von Produkt- und Prozessrisiken geeignet/bedingt geeignet

24
4.6 Eignung einzelner Prozesselemente/Fragen für die
Anwendung von Remote-Audits (Prozesselemente P2-
P7)
Tabelle 4-3: Übersicht der Auditfragen Prozesselemente P2-P7 und ihre Eig-
nung für Remote-Audits

Fragen bedingt Fragen bedingt


geeignet geeignet
D 3 geeignet D 3 geeignet

X * X

C
5 / 5 /
X (X)
5 3/ 5 *

M
5 5* X 3* X

Q
5 X X

5 X A 5 X
D
* X 5 X
V

X 5 (X)

3 X 5 3* (X)
ht

X 5 X
ig

5* (X) X
yr

X X
op

(X) 3 (X)
C

3* (X) * (X)

* X X

5 X X

3 (X) 3* X

3 (X) * (X)

33 (X) 5 X

(x) = in Abhängigkeit von Produkt- und Prozessrisiken geeignet/bedingt geeignet

25
5 Potenzialanalyse (P1)

5.1 Definition Potenzialanalyse


Im Rahmen der Potenzialanalyse werden neue, potenzielle Lieferanten be-
wertet. Bei bestehenden Lieferanten kann die Potenzialanalyse bei neuen
Standorten, Einsatz neuer Technologien und neuen Produkten genutzt wer-
den.
Hierbei erfolgt eine Abschätzung des Potenzials, die Anforderungen an die
angefragten Produkte und zugehörigen Prozesse zu erfüllen.

C
Berücksichtigt werden die Erfahrungen und Fähigkeiten des Lieferanten zur

M
Entwicklung und Herstellung des angefragten Lieferumfanges und seine Fä-
higkeit, kundenspezifische Anforderungen in der Produkt- und Produktions-

Q
prozessrealisierung umzusetzen.
Die Bewertung erfolgt anhand bestehender Prozesse für vergleichbare Pro-
dukte.
A
D
Das Ergebnis dient der Vorbereitung der Vergabeentscheidung und ist eine
V
Prognose zur Qualitätsfähigkeit des betrachteten Lieferanten/Standortes zur
Produkt- und Prozessrealisierung im Falle einer Beauftragung.
ht

Eine Potenzialanalyse kann auch projektunabhängig bei einem Lieferanten-


wechsel oder einer Standortverlagerung angewendet werden.
ig

Bei Standortverlagerungen (für Bauteile in Serie bei abgeschlossener Pro-


yr

duktentwicklung) wird für die Fragen der Prozesselemente P3 bis P4 aus-


schließlich die Prozessentwicklung sowie P2 für das Verlagerungsprojekt zur
op

Bewertung herangezogen.

5.2 Voraussetzungen
C

Da in der Anfrage- und Angebotsphase zwischen Kunde und neuen potenzi-


ellen Lieferanten kein Vertragsverhältnis besteht, sind mindestens die Ge-
heimhaltung und Zutrittsgenehmigung zu regeln.

5.3 Vorbereitung
Die Informationsbeschaffung zur Vorbereitung der Potenzialanalyse ist von
besonderer Bedeutung. Ein wesentlicher Bestandteil der Informationsbe-
schaffung ist die Einforderung einer Lieferantenselbstauskunft sowie eigene
Recherchen.
26
5.4 Ablauf einer Potenzialanalyse
Im folgenden Diagramm ist der Ablauf der Potenzialanalyse (P1) dargestellt.
Die in P1 zu bewertenden Fragen sind ausgewählte Fragen aus den Prozess-
elementen P2 bis P7. Die Übersicht der Fragen ist in Kapitel 7.1 dargestellt.
Die Analyse der Prozesse beim Lieferanten erfolgt anhand eines vergleichba-
ren Produktes/eines vergleichbaren Produktionsprozesses mittels Fragenka-
talog P1 und gegebenenfalls erforderlicher Wissensspeicher des betrachteten
Lieferumfangs.

C
M
Q
A
V D
ht
ig
yr
op

Abbildung 5-1: Ablauf einer Potenzialanalyse


C

5.5 Bewertung einer Potenzialanalyse


Für die Potenzialanalyse wird eine gesonderte Auswertung angewendet, da
es hier weniger um eine prozentuale Einstufung als vielmehr auf eine Aus-
sage „geeignet“ oder „ni t geeignet“ an ommt
Jede Frage wird hinsichtlich der Erfüllung der jeweiligen Anforderung und des
vorhandenen Risikos bewertet.
Nicht bewertete Fragen (n. b.) sind zu begründen. Es dürfen maximal 3 Fra-
gen auf „n. b.“ gesetzt werden, da sonst die Vergleichbarkeit der Ergebnisse
nicht mehr gegeben ist.
27
Die Bewertung erfolgt nach der Ampelsystematik „rot“, „gelb“ oder „grün“.

Bewertung der Einzelfragen

Die Anforderung der Frage ist nicht erfüllt. R

Die Anforderung der Frage ist nur bedingt erfüllt. Y

Die Anforderung der Frage ist erfüllt. G

Für Fragen, die mit „rot“ b w „ge b“ bewertet wurden, müssen Festste ungen

C
mit den dazugehörigen Nachweisen dokumentiert werden.
Die Gesamteinstufung zur Potenzialanalyse ergibt sich aus der Anzahl der je-

M
weils rot/gelb/grün bewerteten Fragen:

Q
Bewertung gemäß Fragenkatalog
Gesamteinstufung
A
Gelb Rot
D
Gesperrter Lieferant R mehr als 12 ab einer Frage
V

Gesteuerter Lieferant Y max. 12 keine

Freigegebener Lieferant max. 6 keine


ht

G
ig

Eine positi bewertete oten ia ana se („grün“, „ge b“) hat nicht zwangsläu-
yr

fig eine Vergabeentscheidung zur Folge.

ine negati bewertete oten ia ana se („rot“) s ießt eine ergabe aus.
op
C

28
Ergebnisinterpretation

Grün = Freigegebener Lieferant

Der Lieferant verfügt über das Potenzial, die Anforderungen des Kunden zum
angefragten Umfang umzusetzen, und kann für eine Vergabe berücksichtigt
werden.
Eine Vergabe des angefragten Projektes, Bauteilumfanges bzw. der Produkt-
gruppe durch den Kunden ist ohne Einschränkung möglich.

C
Gelb = Gesteuerter Lieferant

M
Für den angefragten Umfang kann nur eine bedingte Vergabeempfehlung er-

Q
folgen. Gegebenenfalls benötigt der Lieferant Unterstützung für die Umset-
zung der Anforderungen im Projekt. Unter bestimmten Voraussetzungen
A
kann auch eine begrenzte Vergabe an den Lieferanten erfolgen, wie z. B.:
D
• Begrenzung auf definierte Stückzahl (Kleinserien)
• Begrenzung auf Produkt/Prozess mit geringer Komplexität
V

• Begrenzung auf Teilmengen des Anfrageumfanges


ht

• Lieferant wird in ein Lieferantenentwicklungsprogramm aufgenom-


ig

men
Hinweis: Die Bedingungen sind zwischen den verantwortlichen Bereichen in-
yr

terdisziplinär festzulegen.
op
C

Rot = Gesperrter Lieferant


Eine Vergabe des angefragten Projektes, Bauteilumfanges bzw. der
Produktgruppe ist nicht möglich.

Hinweis: Im Einzelfall (z. B. kein Alternativ-Lieferant) kann eine Vergabe mit-


tels Managemententscheidung herbeigeführt werden. Hierbei ist unter Bewer-
tung des Risikos eine Qualifizierung durchzuführen und entsprechende Absi-
cherungsmaßnahmen sind einzuleiten und umzusetzen.

29
5.6 Folgeaktivitäten nach erfolgter Vergabe
Die Ergebnisse der Potenzialanalyse sind als Input für die Planung der weite-
ren Methodenauswahl/-anwendung (z. B. Prozessaudit, VDA RGA) heranzu-
ziehen.
Mit Auftragsvergabe wird die Abarbeitung der Feststellungen verpflichtend.
Eine Validierung der Qualitätsfähigkeit im Sinne einer Serienlieferfreigabe
kann nur durch ein PPF-Verfahren zum entsprechend betrachteten kunden-
eigenen Lieferumfang vorgenommen werden. Dazu kann der Kunde im
Rahmen einer Prozessabnahme zusätzlich ein Prozessaudit durchführen.

C
M
Q
A
V D
ht
ig
yr
op
C

30
6 Bewertung Prozessaudit materieller Produkte

6.1 Bewertung der Einzelfragen


Jede Frage wird hinsichtlich der Erfüllung der jeweiligen Anforderungen und
des vorhandenen Risikos bewertet. Die Bewertung erfolgt je herangezogene
Frage in den Stufen 0, 4, 6, 8 oder 10 Punkte, wobei die nachgewiesene Er-
füllung der Anforderungen und die Risikobewertung für Prozess und Produkt
den Maßstab für die Punktevergabe bilden.

Punktanzahl Bewertung der Erfüllung einzelner Anforderungen

C
10 Anforderungen voll erfüllt; ohne Abweichungen

M
8 Anforderungen überwiegend erfüllt++; geringfügige Abweichungen

6 Anforderungen teilweise erfüllt; mittlere bis große Abweichungen

Q
4 Anforderungen unzureichend erfüllt; schwerwiegende Abweichungen

0 Anforderungen nicht erfüllt


A
D
++) Unter „überwiegend“ wird verstanden, dass die zutreffenden Anforderungen nur in Ein-
V

zelfällen nicht wirksam nachgewiesen werden konnten und kein spezielles Risiko gegeben
ist.
ht
ig
yr
op
C

31
Die folgende Tabelle dient als Leitfaden für die angemessene Punktevergabe
bei der Fragenbewertung:

Punkte

Sicht Prozess/
Sicht Produkt Sicht Kunde
Prozessschritt

e nis e orgaben rodu t ist rei on Be Kundenan orderungen


und pe i i ationen anstandungen, es ent voll erfüllt
um ro ess werden spri t den te nis en
einge a ten orgaben

C
ering ügige bwei Beanstandungen am Kundenan orderung
ungen im ro ess, rodu t, jedo ein

M
eingeschränkt erfüllt
we e die r ü ung in uss au die Fun
der n orderungen tion, ut ung oder Wei

Q
des Fo gepro esses ter erarbeitung
ni t beein ussen

Der ro ess ent


A
Beanstandungen am Kundenan orderung
D
spri t tei weise ni t rodu t o ne in uss teilweise erfüllt; Bean-
den de inierten n or au die Fun tion; Fe er standung möglich
V

derungen mit uswir ü rt jedo u Beein


ungen au den Fo tr tigungen bei ut
gepro ess ung b w Weiter erar
ht

beitung
ig

Der ro ess ent Beanstandungen am Kunden orderung un-


spri t ni t den de i rodu t mit in uss au zureichend erfüllt; Un-
yr

nierten n orderun die Fun tion, Fe er zufriedenheit des Kun-


gen mit signi i anten ü rt u ins r n un den
op

uswir ungen au gen der ut ung, Fe


den Fo gepro ess er beeintr tigt die
Weiter erarbeitung er
C

eb i

Der ro ess ist ni t Beanstandungen am Aus Kundensicht nicht


geeignet, die in a rodu t, eine Fun akzeptabel
tung der de inierten tion, die ut ung des
n orderungen si rodu tes ist er eb i
er uste en einges r n t, die Wei
ter erarbeitung ist ni t
mög i

32
Liegen zur Bewertung einer einzelnen Frage mehrere Feststellungen vor, so
ist für die Bewertung der jeweiligen Frage insgesamt die Einzelfeststellung
ausschlaggebend, die das größte Risiko darstellt.
Abhängig vom Risiko der gefundenen Feststellung können vom Auditor für
einzelne Feststellungen Sofortmaßnahmen eingefordert werden.
Ist eine Frage nicht bewertbar (n. b.), muss die Nichtbewertbarkeit begründet
werden.
Pro auditiertem Prozesselement, Unterelement bzw. Prozessschritt müssen
mindestens 2/3 der Fragen bewertet werden. Unter Berücksichtigung der Ver-

C
gleichbarkeit der Ergebnisse sollten alle Fragen der angewendeten Prozess-
elemente des VDA 6.3 zur Beurteilung herangezogen werden.

M
Bei fehlender Umsetzung von wirksamen Korrekturmaßnahmen aus vorange-

Q
gangenen Audits kann dies zusätzlich als Abweichung z. B. in den Fragen zu
„ rsa enana se“, „ aßna menumset ung“, „ r ü ung der Kunden orde
rungen“ gewertet werden A
D
Fragen hinsichtlich besonderem Produkt- und Prozessrisiko (*-Frage)
In den Prozesselementen sind Fragen mit besonderem Risiko für Produkt
V

und Prozess als Sternfrage gekennzeichnet (*-Frage). Die besonderen Risi-


ken werden durch die Abstufungsregeln (siehe 6.3) berücksichtigt. Die Be-
ht

wertung erfolgt analog zu den übrigen Fragen, d. h., es erfolgt keine schär-
ig

fere Bewertung von Sachverhalten bei *-Fragen.


yr

6.2 Detaillierte Auswertung


op

Auswertung der Prozesselemente, der Unterelemente von P6 und der einzel-


nen Prozessschritte.
C

Prozesselement
Der Erfüllungsgrad EPn eines ro esse ementes ( , 3, …, ) bere net
sich aus:

Summe der erzielten Punkte der zutreffenden Fragen


EPn [%] =
Summe aller möglichen Punkte der zutreffenden Fragen

33
Sonderfall: Berücksichtigung von mehreren Bewertungen pro Frage
Bei den Prozesselementen P3 und P4 (getrennte Bewertung für Produkt-
bzw. Prozessentwicklung) und P6 (Bewertung getrennt nach Prozessschrit-
ten) können pro Frage mehrere Bewertungen vorliegen. In diesem Fall muss
zunächst der Mittelwert (arithmetisch) je Frage berechnet werden. Die Weiter-
berechnung erfolgt mit dem auf zwei Nachkommastellen gerundeten Mittel-
wert.
Diese Mittelwerte ersetzen bei der Berechnung der Erfüllungsgrade die jewei-
ligen „erzielten Punkte“ der entsprechenden Frage.
Die „möglichen Punkte“ einer zutreffenden Frage sind 10 Punkte, unabhän-

C
gig von einer Mehrfachbewertung.

M
Unterelemente von P6

Q
Im Prozesselement P6 werden folgende Unterelemente bewertet:
EU1 Prozess-Input A
EU2 Arbeitsinhalte
D
EU3 Personelle Ressourcen
V

EU4 Materielle Ressourcen


EU5 Wirkungsgrad
ht

EU6 Prozess-Output
ig

Die Bewertung der Unterelemente erfolgt analog zur Bewertung eines Pro-
zesselements und dem Sonderfall: Berücksichtigung von mehreren Bewer-
yr

tungen pro Frage.


op

Summe der erzielten Punkte der zutreffenden Fragen des


Unterelementes aus P6
C

EUn [%] =
Summe aller möglichen Punkte der zutreffenden Fragen
dieses Unterelementes aus P6

Einzelner Prozessschritt
Für die Bewertung eines einzelnen Prozessschrittes werden die Fragen aus
P6 genutzt. Für jeden Prozessschritt können alle Fragen nach P6 bewertet
werden. Der Erfüllungsgrad En eines Prozessschrittes berechnet sich aus:

34
Summe der erzielten Punkte der Fragen aus P6 für diesen
Prozessschritt
En [%] = Summe aller möglichen Punkte der Fragen aus P6 für diesen
Prozessschritt

6.3 Gesamtbewertung und Abstufungsregel

Prozesselemente für materielle Produkte

Projektmanagement (P2) EP2

Planung der Produkt- und Prozessentwicklung (P3) EP3

C
Realisierung der Produkt- und Prozessentwicklung EP4

M
(P4)

Q
Lieferantenmanagement (P5) EP5

Prozessanalyse Produktion (P6) EP6


A
Kundenbetreuung, Kundenzufriedenheit, Service (P7) EP7
V D
Der Gesamterfüllungsgrad EG für das Prozessaudit wird wie folgt berechnet:
ht

Summe der erzielten Punkte aus allen bewerteten Fragen aus


EP2, EP3, EP4 ,EP5 ,EP6 und EP7
EG [%] =
ig

Summe der möglichen Punkte aus diesen Fragen


yr

Für die Prozesselemente P3 und P4 können getrennte Auswertungen für Pro-


op

duktentwicklung (EP3 Produkt) bzw. für Prozessentwicklung (EP3 Prozess) er-


stellt werden. Für die Berechnung des Gesamtergebnisses über alle Prozes-
selemente (z. B. P2 bis P7) werden die Mittelwerte der jeweiligen Frage im
C

Fragenblock P3 bzw. P4 zugrunde gelegt. Die Abstufungsregeln werden auf


das gesamte Prozesselement P3 bzw. P4 (gemeinsame Bewertung Produkt-
entwicklung und Prozessentwicklung) angewendet.

35
Werden im konkreten Audit einzelne Prozesselemente aus dem Gesamtfra-
genkatalog bewertet, berechnet sich das Ergebnis nur auf Basis der bewerte-
ten Prozesselemente. Im Auditbericht ist zu verdeutlichen, welche Prozess-
elemente für diese Bewertung herangezogen worden sind.

Beispiel P5/P6/P7
Werden die Prozesselemente P5, P6, P7 (z. B. Auditierung einer Serienferti-
gung) bewertet, dann errechnet sich das Ergebnis folgendermaßen:
Summe der erzielten Punkte aus allen bewerteten
Fragen aus P5, P6 und P7 (EP5 ,EP6 und EP7)
EG(P5P6P7) [%] =

C
Summe der möglichen Punkte aus diesen Fragen

M
Beispiel P4

Q
Wird nur das Prozesselement P4 (z. B. Audit zum Zeitpunkt der Übergabe von
Projekt an Serie) bewertet, dann errechnet sich das Ergebnis folgendermaßen:
A
Summe der erzielten Punkte aus allen bewerteten
D
Fragen aus P4 (EP4)
EG(P4) [%] =
Summe der möglichen Punkte aus diesen Fragen
V

Die Benennungen EG(P5P6P7) und EG(P4) werden gewählt, um die verwendeten


ht

Prozesselemente direkt erkennbar zu machen.


ig

Gesamterfüllungsgrad
yr

Das Gesamtergebnis wird auf ganze Prozentwerte gerundet.


op

Einstu- Erfüllungsgrad EG oder EG(Pn) [%] Bezeichnung der Einstufung


fung
C

A EG oder EG(Pn) ≥ 90 qualitätsfähig

B 80 ≤ EG oder EG(Pn) < 90 bedingt qualitätsfähig

C EG oder EG(Pn) < 80 nicht qualitätsfähig

Erfüllungsgrad von Teilaudits


Die Einstufung ergibt sich entsprechend aus Prozentwerten für das Teilaudit
(z. B. EG(P5P6P7) bzw. EG(P4)) und der Erreichung der Hürden (mindestens 80 %
ür „B“, bedingt qua it ts ig; b w mindestens % ür „ “, qualitätsfähig).

36
Abstufungsregeln
Ergebnisse aus den Prozesselementen und Unterelementen von P6 bzw.
Prozessschritten werden wie folgt bei den Abstufungsregeln berücksichtigt
und im Auditbericht dokumentiert.

Gründe zur Abstufung von A nach B, trotz Erfüllungsgrad EG


oder EG(Pn) ≥ 90%
• Mindestens ein Prozesselement (P2 bis P7) oder Prozessschritte
(E1 bis En) sind mit einem Erfüllungsgrad EP oder En < 80 % bewertet
• Erfüllungsgrad EU1 bis EU6 in einem der Unterelemente von P6

C
ist < 80 %

M
• Mindestens eine *-Frage mit 4 Punkten bewertet

Q
• Mindestens eine Frage aus dem Prozessaudit mit 0 Punkten bewertet

Gründe zur Abstufung nach C, trotz Erfüllungsgrad EG


A
oder EG(Pn) ≥ 80%
D
• Mindestens ein Prozesselement (P2 bis P7) oder Prozessschritt
V

(E1 bis En) sind mit einem Erfüllungsgrad EP oder En < 70 % bewertet.
• Mindestens eine *-Frage mit 0 Punkten
ht

Zur Anwendung der Abstufungsregeln (Prozesselement, Unterelement, Pro-


ig

zessschritte) werden die einzelnen Berechnungsergebnisse EPn, EUn und En


auf ganze Prozentwerte gerundet.
yr

6.4 Bewertung von Produktgruppen


op

Die Gesamtbeurteilung der Qualitätsfähigkeit kann bei Bedarf in Produktgrup-


pen auf Basis einzelner Prozessschritte untergliedert werden. Diese Vorge-
C

hensweise wird vorrangig zur Einstufung der Qualitätsfähigkeit von Lieferan-


ten durch die Automobilhersteller genutzt. Lieferanten erhalten somit eine auf
Produktgruppen beschränkte Bewertung der Qualitätsfähigkeit als Vorausset-
zung zukünftiger Vergaben.

37
Produktgruppe mögliche Prozessschritte

Press- und Stanzen, Galvanische Lackieren


Stanzteile Ziehen, Beschichtung
Biegen

Kunststoffspritz- Kunststoff Spritzen Lackieren


gussteile

Steuergeräte Bestücken Weichlöten Montieren Software Funktions-


aufspielen prüfung

Hinweis: Zur Bewertung von Prozessschritten sollten ergänzende Prozessanforderun-

C
gen in entsprechenden firmeneigenen Wissensspeichern generiert werden.

M
In der Bewertungsmatrix werden die entsprechenden Prozessschritte der zu
bewerteten Produktgruppe zugeordnet.

Q
Der Gesamterfüllungsgrad je Produktgruppe EG(PGn) wird wie folgt berechnet:

A
Summe der erzielten Punkte der Fragen der bewerteten
Prozesselemente Pn (dabei wird für jede Frage in P6 der
D
jeweilige Durchschnittswert je Frage aus den für diese PG
zu berücksichtigenden Prozessschritten errechnet++)
V

EG(PGn) [%] =
Summe aller möglichen Punkte der Fragen der
bewerteten Prozesselemente Pn (++)
ht

++ r uterungen u „er ie te un te“ und „mög i e un te“ sie e Kap : 6.2 Sonderfall.
ig

Die Abstufungsregeln werden bei produktgruppenbezogenem Auditergebnis


yr

spezifisch auf die jeweils betroffene Produktgruppe angewendet.


op
C

38
6.5 Anwendung des Fragenkataloges (Prozesselemente P2
bis P7)
Der vorliegende Fragenkatalog bildet die Basis für den Auditor. Abhängig von
der Phase im Produktlebenszyklus (siehe Kapitel 2.2) wählt der Auditor die
relevanten Prozesselemente für das Audit aus. Unter Berücksichtigung des
identifizierten Produkt- und Prozessrisikos können ergänzende spezifische
Anforderungen den Fragen zugeordnet werden.
Die Fragen sind sowohl bei Prozessen für materielle Produkte sowie für Pro-
dukte mit integrierter (engl.: embedded software) Software als auch für Hilfs-
und Betriebsstoffe anwendbar.

C
M
Aufbau des Fragenkatalogs
Die Fragen der Prozesselemente sind wie folgt aufgebaut:

Q
• Fragestellungen
A
• Bewertungsrelevante Mindestanforderungen
D
• Beispiele zur Umsetzung
V
Die „Beispie e ur mset ung“ eigen eine uswa mög i er nwendungs
fälle. Diese sind produkt-/prozessspezifisch auszuwählen, gegebenenfalls zu
ht

ergänzen, zu analysieren und zu beurteilen.


ine Bewertung er o gt gem ß den „bewertungsrelevanten Mindestanforde-
ig

rungen“
yr

Für den Auditor besteht das Audit aus zwei unabhängig voneinander auszu-
führenden Tätigkeiten (siehe Abbildung 6-1):
op

1. Um die Erfüllung der Anforderungen zu prüfen, stellt der Auditor dem


Auditierten offene Fragen. Zu berücksichtigen sind dabei die in der
C

Vorbereitung und während der Auditierung identifizierten Risiken.


2. Auf Basis der Feststellungen zu den geprüften Anforderungen bewer-
tet der Auditor deren Erfüllung (geschlossene Bewertungsfrage).

39
C
M
Q
A
D
Abbildung 6-1: Auditpyramide
V

Die Prozesselemente P3 und P4 können entweder gemeinsam oder getrennt


in Produktplanung/-realisierung und Produktionsprozessplanung/-realisierung
ht

auditiert werden. Dies ist abhängig von der auditierten Organisation.


ig

Wird im Prozesselement P6 Serienproduktion eine Unterteilung in Prozess-


schritten erforderlich, ist jeder Prozessschritt zu benennen und separat zu be-
yr

werten.
op

Zusätzlich zu den Fragen des vorliegenden VDA-Band 6.3 ist es empfehlens-


wert, Wissensspeicher anzulegen, um die jeweiligen produkt- und prozess-
C

spezifischen Risiken ausreichend abzubilden. Die Erfahrungen aus den Wis-


sensspeichern können die bewertungsrelevanten Anforderungen ergänzen.
Auf Basis der in Kapitel 2.4 beschriebenen Risikoanalyse sind identifizierte
Risiken mit dem existierenden Fragenkatalog abzugleichen und in die beste-
henden Fragen zu integrieren.

40
6.6 Regeln zur Auditdurchführung
Ein Audit kann nach Ermessen des Auditors abgebrochen werden, wenn
z. B. folgende Gründe vorliegen:
• Verweigerung von notwendigen Informationen während des Audits
• Offensichtliche Gesetzesverstöße
• Behinderung oder Gefährdung des Auditors durch den Auditierten
• Verweigerung des Zutritts in auditrelevante Bereiche trotz vorange-
gangener Abstimmung
• Mangelhafte Vorbereitung des Audits durch den Auditierten
• Darlegung offensichtlich unwahrer Aussagen

C
Der Auditabbruch ist zu begründen. Auditfeststellungen müssen bis zum Zeit-

M
punkt des Abbruchs dokumentiert werden.

Q
Die auditierende Organisation entscheidet über die Durchführung eines
neuen Audits.

6.7 Wiederholaudit
A
D
Es muss festgelegt werden, in welchen Fällen ein Wiederholaudit erforderlich
V

ist. Regeln für ein Wiederholaudit können z. B. sein:


• Nichterreichung eines definierten Erfüllungsgrades
ht

• Kritischer Prozess mit Risiken behaftet


• Nichterfüllung (0 Punkte) einer oder mehrerer *-Fragen
ig

• Rote Ampel bei Potenzialanalyse


yr

Dieses Wiederholaudit muss in einem festgelegten zeitlichen Rahmen erfol-


gen. Innerhalb dieses Zeitraumes hat die auditierte Organisation Maßnahmen
op

zur wirksamen Beseitigung der Abweichungen einzuführen.


Im Falle eines Wiederholaudits hat dieses im gleichen Umfang wie das voran-
C

gegangene Audit zu erfolgen. Eine Reduzierung des Auditumfangs auf eine


Wirksamkeitsprüfung der eingeführten Maßnahmen bei Feststellungen ist
nicht zulässig.

41
7 Fragenkatalog

7.1 Übersicht Fragenkatalog

Potenzialanalyse**

P2 Projektmanagement

2.1 Ist ein Projektmanagement mit einer Projektorganisation X


etabliert?

2.2* Sind für die Durchführung des Projekts die erforderlichen


Ressourcen geplant, vorhanden und werden Änderungen X

C
angezeigt?

M
2.3 Ist ein Projektplan vorhanden und mit dem Kunden abge-
X
stimmt?

Q
2.4 Werden die qualitätsrelevanten Aktivitäten des Projektes
X
umgesetzt und regelmäßig auf Einhaltung überwacht?

2.5
A
Werden die Beschaffungsaktivitäten des Projektes umge-
D
setzt und regelmäßig auf Einhaltung überwacht?
V

2.6* Wird das Änderungsmanagement im Projekt durch die


X
Projektorganisation sichergestellt?
ht

P3 Planung der Produkt- und Prozessentwicklung


ig

3.1 Liegen die produkt- und prozessspezifischen Anforderun-


X
yr

gen vor?

3.2*
op

Ist die Herstellbarkeit auf Basis der ermittelten Anforde-


rungen an das Produkt und den Prozess übergreifend be- X
wertet?
C

3.3 Sind die Aktivitäten zur Produkt- und Prozessentwicklung


detailliert geplant?

3.4* Sind die Aktivitäten für Beschaffungsumfänge geplant und


X
ist deren Einhaltung überwacht?

3.5 Sind in der Planung der Produkt- und Prozessentwicklung


die erforderlichen Ressourcen berücksichtigt?

3.6 Sind die Aktivitäten von Kundenbetreuung/Kundenzufrie-


denheit/Kundenservice und Schadteilanalyse Feld ge-
plant?

42
Potenzialanalyse**

P4 Realisierung der Produkt- und Prozessentwicklung

4.1* Sind die Festlegungen aus den Plänen zur Produkt- und
X
Prozessentwicklung umgesetzt?

4.2 Sind die personellen Ressourcen vorhanden und qualifi-


ziert, um den Serienanlauf sicherzustellen?

4.3 Sind die materiellen Ressourcen vorhanden und geeignet,


X
um den Serienanlauf sicherzustellen?

C
4.4* Sind die erforderlichen Eignungsnachweise und Freiga-
X

M
ben für die Produkt- und Prozessentwicklung vorhanden?

Q
4.5 Sind die geplanten Aktivitäten für Beschaffungsumfänge
umgesetzt?

4.6 A
Sind die Fertigungs- und Prüfvorgaben aus der Produkt-
und Prozessentwicklung abgeleitet und umgesetzt?
D
4.7 Ist ein Leistungstest unter Serienbedingungen für die Seri-
V

enfreigabe durchgeführt?

4.8 Sind die Prozesse zur Absicherung der Kundenbetreu-


ht

ung/Kundenzufriedenheit/Kundenservice sowie der


Schadteilanalyse Feld etabliert?
ig

4.9 Ist die Projektübergabe von der Entwicklung an die Seri-


yr

enproduktion geregelt?
op

P5 Lieferantenmanagement

5.1 Werden nur freigegebene und qualitätsfähige Lieferanten


C

X
eingesetzt?

5.2 Werden die Kundenanforderungen in der Lieferkette be-


rücksichtigt?

5.3 Sind mit den Lieferanten Zielvereinbarungen für die Liefer-


leistung abgestimmt und umgesetzt?

5.4* Sind für die beschafften Umfänge die erforderlichen Frei-


gaben vorhanden?

43
Potenzialanalyse**

5.5* Ist die vereinbarte Qualität der Beschaffungsumfänge ge-


X
währleistet?

5.6 Werden die Wareneingänge zweckentsprechend angelie-


X
fert und gelagert?

5.7 Ist das Personal für die jeweiligen Aufgaben qualifiziert


und sind die Verantwortlichkeiten definiert?

P6 Prozessanalyse Produktion

C
6.1 Was geht in den Prozess hinein?

M
Prozesseingabe (Input)

Q
6.1.1* Ist die Projektübergabe von der Entwicklung an die Seri-
enproduktion erfolgt und ist ein sicherer Anlauf gewähr- X
leistet?

6.1.2
A
Sind die benötigten Mengen/Fertigungslosgrößen der Vor-
D
materialien zum vereinbarten Zeitpunkt am richtigen La-
gerort/Arbeitsplatz verfügbar?
V

6.1.3 Werden die Vormaterialien zweckentsprechend gelagert


ht

und sind die Transportmittel/Verpackungseinrichtungen


auf die speziellen Eigenschaften der Vormaterialien abge-
stimmt?
ig

6.1.4 Sind die erforderlichen Kennzeichnungen/Aufzeichnun-


yr

gen/Freigaben vorhanden und den Vormaterialien ent-


sprechend zugeordnet?
op

6.1.5* Werden Änderungen am Produkt oder Prozess während


X
der Serie verfolgt und dokumentiert?
C

6.2 Sind alle Produktionsprozesse geregelt?


Prozessablauf

6.2.1 Sind die Vorgaben des Produktionslenkungsplans voll-


X
ständig und werden sie wirksam umgesetzt?

6.2.2 Erfolgt eine Wiederfreigabe von Fertigungsabläufen? X

6.2.3* Werden Besondere Merkmale in der Produktion gelenkt? X

44
Potenzialanalyse**

6.2.4* Werden nicht freigegebene und/oder fehlerhafte Teile ge-


X
lenkt?

6.2.5 Ist der Material- und Teilefluss gegen Vermischung/Ver-


wechslung abgesichert?

6.3 Welche Funktionen unterstützen den Prozess?


Personelle Ressourcen

6.3.1 Sind die Mitarbeiter geeignet, die gestellten Aufgaben zu


X
erfüllen?

C
6.3.2 Kennen die Mitarbeiter ihre Verantwortungen und Befug-

M
X
nisse zur Überwachung der Produkt- und Prozessqualität?

Q
6.3.3 Sind die erforderlichen Personalressourcen vorhanden?

6.4 Mit welchen Mitteln wird der Prozess realisiert?


Materielle Ressourcen A
D
6.4.1* Können mit den Fertigungseinrichtungen die produktspe-
X
zifischen Anforderungen für den Kunden erreicht werden?
V

6.4.2 Wird die Instandhaltung der Fertigungseinrichtungen und


X
ht

der Werkzeuge gelenkt?

6.4.3* Können mit den eingesetzten Mess- und Prüfeinrichtun-


ig

gen die Qualitätsanforderungen wirksam überwacht wer- X


den?
yr

6.4.4 Sind die Arbeits- und Prüfplätze den Erfordernissen ange-


X
op

messen?

6.4.5 Werden Werkzeuge, Einrichtungen und Prüfmittel sachge-


C

mäß gelagert?

6.5 Wie wirkungsvoll wird der Prozess durchgeführt?


Effektivität und Effizienz

6.5.1 Sind für den Herstellprozess Zielvorgaben vorhanden?

6.5.2 Werden Qualitäts- und Prozessdaten auswertbar erfasst?

6.5.3* Werden bei Abweichungen von Produkt- und Prozessan-


forderungen die Ursachen analysiert und die Korrektur- X
maßnahmen auf Wirksamkeit überprüft?

45
Potenzialanalyse**

6.5.4 Werden Prozesse und Produkte regelmäßig auditiert? X

6.6 Was soll der Prozess leisten?


Prozessergebnis (Output)

6.6.1 Sind die Mengen/Fertigungslosgrößen auf den Bedarf ab-


gestimmt und werden sie gezielt zum nächsten Prozess-
schritt weitergeleitet?

6.6.2 Werden Produkte/Bauteile zweckentsprechend gelagert


und sind die Transportmittel/Verpackungseinrichtungen

C
X
auf die speziellen Eigenschaften der Produkte/Bauteile
abgestimmt?

M
6.6.3 Werden die erforderlichen Aufzeichnungen/Freigaben do-

Q
X
kumentiert?

6.6.4* Werden die Kundenanforderungen bei der Auslieferung


des Endproduktes erfüllt?
A X
D
P7 Kundenbetreuung/Kundenzufriedenheit/Service
V

7.1 Werden die Anforderungen bezüglich QM-System, Pro-


X
ht

dukt und Prozess erfüllt?

7.2 Ist die Kundenbetreuung gewährleistet? X


ig

7.3* Ist die Teileversorgung sichergestellt? X


yr

7.4* Werden bei Abweichungen/Reklamationen Fehleranaly-


op

sen durchgeführt und Korrekturmaßnahmen wirksam um- X


gesetzt?
C

7.5 Ist das Personal für die jeweiligen Aufgaben qualifiziert


und sind die Verantwortlichkeiten definiert?

Erläuterun- Farbliche Kennzeichnung: *-Frage


gen:

** Fragen des Fragenkatalogs, die mindestens im Rahmen der Poten-


zialanalyse (P1) auditiert werden

46
7.2 Projektmanagement (P2)

Prozesselement P2: Projektmanagement

P2.1 Ist ein Projektmanagement mit einer Projektorganisation etabliert?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Ein Prozess zum Projektmanagement ist vorhan- • Festlegung der Rollen, Aufga-
den. ben, Kompetenzen und Ver-
Eine fachübergreifende Projektorganisation ist fest- antwortlichkeiten des Projekt-
gelegt. leiters/der Projektteamexper-
ten für Technologien

C
Aufgaben, Kompetenzen und Befugnisse der Pro- • Projektschnittstellen bei
jektteammitglieder sind definiert. standortübergreifenden Pro-

M
Ansprechpartner sind an die Kunden- und Lieferan- jekten
tenseite kommuniziert. • Projektorganigramm

Q
Die Projektorganisation und das dazugehörige Es- • Zusammensetzung des Pro-
kalationsmanagement erfüllen die Kundenanforde- jektteams
rungen. A • Qualifikationsnachweise
• Besondere Kundenanforde-
D
Die Kriterien für die Eskalation (inklusive Eskalation
rungen für Projektmanage-
im Lieferantenmanagement) sind festgelegt und
ment
V
Maßnahmen werden bei Abweichungen abgeleitet.
• Bei agiler Vorgehensweise:
Rollen sind gemäß Entwicklungsmethodik bzw. Kol- Definition Eskalationsmecha-
ht

laborationsmodell (agil oder nicht agil) festgelegt. nismus (z. B. Scrum-Master


Erfahrungen, insbesondere Lessons Learned, aus eskaliert an Product Owner)
ig

laufenden oder bisherigen Projekten mit einem ver- • Ansprechpartner/Entscheider


gleichbaren Produktumfang werden berücksichtigt. im Eskalationsprozess sind
yr

definiert
Projektrisiken sind identifiziert, bewertet und durch
• Protokolle von Meilensteinbe-
Maßnahmen reduziert.
op

wertungen einschließlich
Maßnahmen
C

47
P2.2* Sind für die Durchführung des Projekts die erforderlichen Ressourcen
geplant, vorhanden und werden Änderungen angezeigt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Ressourcenplanung berücksichtigt die Kunden-


• Nachweis der Ressourcen-
anforderungen auf Basis des Vertrages zum Projekt.
planung (Berücksichtigung
Eine Ressourcenplanung für die Projektteammitglie- weiterer Kundenprojekte)
der ist etabliert und realisiert. Die Auslastung der Mit- • Ressourcenplanung für
arbeiter ist dabei zu berücksichtigten. Equipment (z. B. Entwick-
Bei Änderungen (Termin, Umfang der Entwicklungs- lungsprüfstände, Prüf- und
leistung etc.) im Projekt erfolgt eine Überprüfung der Laboreinrichtungen)

C
Ressourcenplanung, gegebenenfalls eine Bedarfsan- • Ressourcenplanung durch
passung. Bei der Ressourcenplanung ist der kriti- den Scrum-Master

M
sche Pfad berücksichtigt. • Ressourcenplanung für In-
tegration und Tests

Q
Das notwendige Projektbudget für Personal und
Equipment ist geplant und freigegeben.
Bei Änderungen in der Projektorganisation (Schnitt-
A
stelle zum Kunden) sind diese anzuzeigen.
D
Die Ressourcen für softwarespezifische Aktivitäten
sind geplant.
V
ht
ig
yr
op
C

48
P2.3 Ist eine Projektsteuerung implementiert und ein mit dem Kunden abge-
stimmter Projektplan vorhanden?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Der Projektplan erfüllt die spezifischen Kundenan- • Projektplan mit Meilensteinen


forderungen. • Spezifische Kundenanforde-
Alle internen und Kundenmeilensteine sind im Pro- rungen an Technologien
jektplan vollständig enthalten. und/oder Produktgruppen
• Projektplan des Kunden
Zu den im Projektplan definierten Meilensteinen
• Terminvorgaben des Kunden
wird eine Bewertung (Review) durchgeführt, mit der
• Meilensteine des Kunden
Überprüfung, ob alle geplanten Aktivitäten umge-
• Zielvorgaben des Kunden

C
setzt und der geforderte Reifegrad erreicht ist.
(Messgrößen innerhalb der

M
Falls produktspezifisch notwendig, ist die Zeitdauer einzelnen Meilensteine)
der gesetzlichen Zulassungsverfahren in der Pro- • Meilenstein-Bewertungen
jektplanung enthalten.

Q
(Review)
Bei Änderungen des Projektplanes wird die Kom- • QM-Plan (z. B. aus VDA RGA
munikation intern sichergestellt. Änderungen des oder APQP)
A
Projektplanes, die den Kunden beeinflussen, wer-
den mit dem Kunden abgestimmt.
• Länderspezifische Zertifizie-
rungsvorgaben (ECE, SAE,
D
DOT, CCC, INMETRO, KBA
Änderungen im Projekt, die den Gesamtterminplan
V
etc.)
beeinträchtigen, sind im Eskalationsprozess be-
• Gesetzliche und behördliche
rücksichtigt (Risikomanagement).
Zulassungsverfahren von kri-
ht

Der kritische Pfad geht aus dem Projektplan hervor tischen Anlagen, u. a. Um-
und berücksichtigt die dazugehörigen Lieferum- weltauflagen
ig

fänge. • Releaseplanung zu Grund-


Qualitätsrelevante Aktivitäten des Projektes sowie funktionen und Meilensteinen
yr

Beschaffungsaktivitäten müssen Bestandteil des • Software-Projektplan


Projektplans sein. Aus dem Projektplan kann auch • Software-Meilensteine
op

auf separate Detailplanung verwiesen werden. • Basic-Rollout-Plan


Die Planungen müssen Prototypen- und Vorserien- (BROP)
• Feature-Rollout-Plan
C

teile berücksichtigen.
(FROP)
Der zum jeweiligen Zeitpunkt erforderliche Soft-
• Planung der ASPICE-Bewer-
wareumfang ist geplant.
tung inkl. Leveldefinition und
Umfang nach vereinbarter
Kundenvorgabe

49
P2.4 Werden die qualitätsrelevanten Aktivitäten des Projektes geplant und re-
gelmäßig auf Einhaltung überwacht?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die qualitätsrelevanten Aktivitäten des Projektes er- • Projektplan


füllen die spezifischen Kundenanforderungen. • Meilensteine des Kunden
Bestandteil der qualitätsrelevanten Aktivitäten bein- • Kundenanforderungen bzgl.
halten sowohl Produkt- als auch Prozessabsiche- Qualitätsplanungen
rungsmaßnahmen. • Qualitätsplan (Audits, Re-
views und VDA-RGA)
Die Planung muss die Verifizierung und Validierung
• Kundenspezifikationen
der Produkt- und Prozessanforderung enthalten.
• Spezifische Software-Meilen-

C
Die Planung berücksichtigt ebenfalls kritische Kom- steine

M
ponenten und Lieferumfänge (interne und externe • Reviews, z. B. von Code und
Lieferanten). Modellen
• Test-Case-Erstellung und

Q
Die Planung wird regelmäßig auf Einhaltung und
Erreichung der Ziele überwacht. -Validierung (Verifizierung?)
• Softwarerelevante KPIs (Met-
Die für Software relevanten Qualitätsaktivitäten sind
A riken, Testabdeckung, Test-
berücksichtigt.
automationsgrade, Fehlerab-
D
bauraten etc.)
• Softwarespezifische Planung
V

für Assessments und Assess-


ment-Level
ht

• SW-Q-Freigabe
• Risikoabschätzungen (Beson-
ig

dere Merkmale, Cyber-


security)
yr
op

P2.5 Sind die Beschaffungsaktivitäten Bestandteil der Projektplanung?


C

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Der Lieferantenauswahlprozess und Vergabeziel- • Projektplan


termine sind im Projektplan für alle Arten von Liefe- • Meilensteinplan
ranten enthalten. • Make-or-Buy-Entscheidung
Die Lieferanten für Anlagen, Maschinen, Werk- • U. a. Lieferanten für Dienst-
zeuge, Mess- und Prüfsysteme sowie Dienstleistun- leistungen, wie Entwicklung,
gen sind in die Planung integriert. Labore, Wartung, Software

Termine für Beauftragung, Lieferantenmeilensteine


und Abnahme sind in der Planung hinterlegt und
mit dem Gesamtterminplan abgestimmt.

50
P2.6* Wird das Änderungsmanagement im Projekt durch die
Projektorganisation sichergestellt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Das Änderungsmanagement im Projekt ist geregelt • Änderungsmanagement


und erfüllt die Anforderungen des Kunden. • Prozessbeschreibung
Änderungen (ausgelöst durch Lieferant, intern oder • Terminpläne
Kunde) müssen bewertet und bei Bedarf der Pro- • Änderungsformulare
jektplan angepasst werden. Die Bewertung muss • Änderungshistorie zu Produkt
die Risikobetrachtung für die Produktqualität sowie und Prozess
die Termineinhaltung beinhalten. • Änderungsbewertungen

C
• Änderungsgenehmigungen
Im Änderungsmanagement sind die Lieferanten ak-
tiv mit eingebunden. • Software: Change request,

M
change management
Die Einhaltung von definierten Änderungsstopps • Änderung aufgrund Fehlerbe-

Q
(Design Freeze) ist sicherzustellen. Ausnahmere- hebung, Architektur- und An-
gelungen sind zwischen Kunden und Lieferanten zu forderungsänderungen
vereinbaren und zu dokumentieren.
Alle Änderungen müssen dokumentiert werden.
A
D
Verantwortliche Personen für das Änderungsma-
nagement zum Kunden, innerhalb der Organisation
V

und zum Lieferanten sind definiert.


ht
ig
yr
op
C

51
7.3 Planung Produkt- und Produktionsprozessentwicklung
(P3)

Prozesselement P3: Planung Produkt- und Produktionsprozessentwicklung

P3.1 Liegen produkt- und produktionsprozessspezifische Anforderungen


vor?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die funktionalen und nicht-funktionalen Anforderun- Produkt-/Produktionsprozess-


gen inklusive der vom Kunden festgelegten Anfor- entwicklung

C
derungen sowie die gesetzlichen und behördlichen
• Anforderungen an die Schnitt-
Anforderungen, die auf das zu entwickelnde Pro-
stellen zwischen Hard- und

M
dukt (inkl. Software) und den Produktionsprozess
Software (Produkte mit inte-
zutreffen, sind zu ermitteln.
grierter/embedded Software)

Q
Die Organisation muss die aus seiner Erfahrung • Anfrage- und Vertragsunterla-
bekannten Anforderungen an das Produkt und den gen inkl. Lastenhefte
Produktionsprozess ermitteln und berücksichtigen.
A • Rückverfolgbarkeitskonzept
Besondere Merkmale müssen auf Basis der eige- • Bestell- und Prüfvorschriften
D
nen Anforderungen, Kundenanforderungen, gesetz- • Merkmalskatalog/Referenz-
lichen und behördlichen Anforderungen, Ferti- muster
V

gungstechnologie und Merkmalen identifiziert wer- • Produkt-/Prozessmerkmale


den, die sich aus dem Verwendungszweck/Ge- inkl. Merkmale zur Funktiona-
ht

brauch des Produktes ergeben. len Sicherheit


• Einkaufsbedingungen
Anforderungen des Kunden an die Auswahl von
• Logistische Anforderungen
ig

Lieferanten bzw. Vormaterialien müssen berück-


sichtigt werden. (Verpackung, JIT, JIS, Kon-
yr

signation)
Schnittstellenvereinbarungen bei von Kunden vor- • Qualitätsvereinbarungen inkl.
gegebenen Lieferanten (Setzlieferanten) liegen vor.
op

QM-spezifische Anforderun-
Anforderungen zur Dokumentation und Freigabe gen
des Kunden von Free and Open Source Software • Terminpläne
C

(FOSS) müssen berücksichtigt werden. • Portale/Informationsplattfor-


men im Internet
• Lessons Learned
• Umweltaspekte, Recycling-
anforderung
• Fähigkeitsanforderungen
• Anforderung an die Abnahme
Produktentwicklung
• Spezifikationen, Zeichnun-
gen

52
Prozesselement P3: Planung Produkt- und Produktionsprozessentwicklung

P3.1 Liegen produkt- und produktionsprozessspezifische Anforderungen


vor?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

• Software-Spezifikationen
Produktionsprozessentwick-
lung
• Anforderungen zu Anlagen,
Werkzeugen und Prüfmitteln

C
sowie Arbeits- und Prüfplatz-
gestaltung

M
• Anforderungen an Handling,

Q
Verpackung, Lagerung und
Kennzeichnung

A • Anforderungen zur Identifika-


tion, Konfiguration und Si-
D
cherstellung der korrekten
Aufbringung der Software
V
ht
ig
yr
op
C

53
P3.2* Ist die Herstellbarkeit auf Basis der ermittelten Anforderungen an das
Produkt und den Produktionsprozess übergreifend bewertet?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Vorgehensweise zur Bewertung der Her- Produkt-/Produktionsprozessent-


stellbarkeit muss multidisziplinär (inklusive po- wicklung
tenziell geplanter Fertigungsstandorte) geregelt • Kundenanforderungen und
sein. -normen
Alle ermittelten produkt- und prozessspezifi- • Termine, Zeitrahmen
schen Anforderungen (Technik, Funktion, Qua-
lität, Logistik, Software etc.) müssen auf Her- • Vorschriften, Normen, Gesetze,

C
stellbarkeit geprüft werden. Umweltverträglichkeit

Materielle und personelle Ressourcen müssen • Anforderungen aus

M
in der Herstellbarkeitsanalyse betrachtet wer- Produkthaftung
den. • Rückverfolgbarkeitskonzept

Q
Die Bewertung der Herstellbarkeitsanalyse • Gebäude, Räumlichkeiten
muss vor Angebotsabgabe vorliegen.
A
Die Herstellbarkeit für Kaufteile muss sicherge-
• CAM, CAQ
• Produkt-/Prozessinnovationen
D
stellt sein.
Bei Nichterfüllbarkeit der Anforderungen müs- • Bereichsübergreifende Herstell-
V

sen diese dem Kunden mitgeteilt und Abwei- barkeitsbewertung (z. B. Verkauf,
chungen vor Beauftragung vom Kunden geneh- Entwicklung, Einkauf, Produkti-
ht

migt werden. onsplanung, Produktion, QM-


Planung, Logistik)
Ein Flashkonzept für die Programmierung im
ig

Werk und Update im Feld ist vorhanden (sofern Produktentwicklung


gefordert). • Labor-/Testequipment
yr

• Software-Parallelentwick-
lung/Prototyping
op

Produktionsprozessentwicklung
• Kapazitätsbetrachtung
C

• Verfügbarkeit vom Vormaterial


• Fertigungsmöglichkeiten, Ferti-
gungsstandorte
• Anlagen, Werkzeuge, Betriebs-
/Prüfmittel, Hilfswerkzeuge, La-
boreinrichtungen, Transportmit-
tel, Behälter, Lager
• Variantenmanagement, Flash-
Konzepte

54
P3.3 Sind die Aktivitäten zur Produkt- und Produktionsprozessentwicklung
detailliert geplant?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Bei der Planung der Produkt- und Prozessentwick- Produkt-/Produktionsprozess-


lung ist der Detaillierungsgrad in Abhängigkeit der entwicklung
Bauteil-, Software- und Prozesskomplexität zu be-
• Gesamtprojektplan inklusive
rücksichtigen.
aller Termine
In der Entwicklungsphase muss mit geeigneten Me-
• Kundenanforderungen
thoden zur Risikominimierung die Produkt- und Pro-
• Kundentermine

C
zessentwicklung so abgesichert werden, dass das
Produkt in der Serie die Anforderungen an die Ein- • Vorlaufzeiten

M
satzbedingungen (Funktion, Zuverlässigkeit, Si-
cherheit) erfüllen wird. • Methoden zur Risikominimie-

Q
rung inklusive Backupstrate-
Bei Produkt- und Prozessinnovationen ist ein Rück-
gie und Schutz von Cyber-
fallkonzept vorgesehen.
security
Risikoanalysen sind Bestandteil der Planung. A • (QFD, FMEA, HARA etc.)
D
Das Prüfplanungskonzept beinhaltet sowohl die An-
• Prototypen/Vorserienplanung
forderungen an die Serie als auch an Produktaudits
• Statusabfragen zum Ent-
V
und an die Requalifikation.
wicklungsfortschritt (Re-
Die Terminpläne enthalten alle Angaben zur Pro-
views)
ht

dukt- und Prozessentwicklung (inkl. der Zeitpunkte


und Zeitdauer, Meilensteine entsprechend dem Ge- • Projektpläne für Investment-
ig

samtprojektplan, Leistungstest, PPF-Termin, Soft- vorhaben (Gebäude und An-


warestände, Softwarefunktionsumfänge etc.). lagen)
yr

Methoden und Nachweise zur Entwicklungsfreigabe • Logistische Planung für alle


entsprechen den Kundenanforderungen und müs- Phasen der Produkt- und
op

sen bei Abweichungen mit diesem geklärt werden. Prozessentstehung inkl. Ver-
Der Software-Engineering-Prozess ist festgelegt packung
und erfüllt die Kundenanforderungen. • Ersatzteilkonzept
C

Bei der Planung ist auch der Entwicklungsfortschritt Produktentwicklung


der Software zu berücksichtigen, so dass die zum
• Zuverlässigkeitstests, Funkti-
jeweiligen Zeitpunkt erforderlichen Softwarefunktio-
onstests, Erprobungsplan
nen vorhanden und getestet sind.
• Termine für Muster der Ent-
wicklungsphase
• Anforderungsanalyse
• Architekturdesign
• Implementierung

55
P3.3 Sind die Aktivitäten zur Produkt- und Produktionsprozessentwicklung
detailliert geplant?

• Test
• Artefakte des agilen Pro-
jektmanagements (Product
Backlog, Sprint Backlog, In-
crement, Definition of ready,
Definition of done, Sprint-
Planung, DevOps)
• Release-Planung

C
Produktionsprozessentwick-
lung

M
• Werkzeugtermine (serien-

Q
werkzeugfallende Teile)
• Prüfplanung, Prüfmittelpla-
A nung, Instandhaltungspla-
nung inkl. Ersatzteilmanage-
D
ment
V
ht
ig
yr
op
C

56
P3.4* Sind die Aktivitäten für Beschaffungsumfänge geplant und ist deren
Einhaltung überwacht?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Zur Sicherstellung qualitätsfähiger Lieferanten im Produkt-/Produktionsprozess-


Projekt sind Kriterien zur Auswahl festgelegt. entwicklung
Für neue, nicht vom Kunden vorgegebene Lieferan- • Lieferantenauswahlkriterien
ten, neue Standorte oder neue Technologien ist
• Potenzialanalyse VDA 6.3
eine Potenzialanalyse geplant oder durchgeführt.
und/oder vergleichbare Me-
Der Umfang der Planungsaktivitäten nach Vergabe thodik für Software
richtet sich nach der Risikoklassifizierung der be-

C
• VDA 6.3 Auditplanung
schafften Umfänge.
• Steuerung (Lieferantenent-

M
Die Weitergabe von Kundenanforderungen in der
wicklung, Weitergabe Kun-
Lieferkette ist geregelt und nachvollziehbar.
denanforderungen) der Lie-

Q
Kundenanforderungen beinhalten auch Anforderun- feranten, PPF-Verfahren,
gen aus Zeichnung, Bauteil-, Software- oder Kom- Schadteilanalyse, Qualitäts-
ponentenlastenheft, Liefermenge, Termine, QM- A verantwortung, Gewährleis-
Vereinbarungen und zutreffenden Regelwerken. tung, Kommunikation
D
Vereinbarungen zu vom Kunden vorgegebenen Be- • Schnittstellenvereinbarung
zugsquellen (Setzlieferanten) sind projektspezifisch
V
(Leistungen nach LSV oder
definiert. interface agreement)
Die Beschaffungsaktivitäten für Anlagen, Maschi- • Lieferantenliste des Projek-
ht

nen, Werkzeuge, Mess- und Prüfsysteme sowie tes inkl. Lieferanten für
Dienstleistungen sind ermittelt und die Aktivitäten Dienstleistungen, wie Ent-
ig

(Auswahl, Beauftragung, Verifizierung und Ab- wicklung, Labore, Wartung,


nahme) sind geplant. Software
yr

Der Fortschritt der Lieferantenaktivitäten wie Beauf- • Risikoklassifizierung für die


tragungen, Termine, Kunden bzw. Lieferantenmei-
op

Lieferumfänge des Projektes


lensteine wird überwacht. und abgeleitete Aktivitäten
(VDA-RGA)
C

• Softwareumfänge von
Drittanbietern (Third-Party-
Software)
• Kriterien für die Freigabe von
FOSS

57
P3.5 Sind in der Planung der Produkt- und Produktionsprozessentwicklung
die erforderlichen Ressourcen berücksichtigt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die benötigten Ressourcen für das Projekt sind Produkt-/Produktionsprozessent-


ermittelt und dokumentiert. wicklung
Kapazitäten für die Realisierung von Prototypen- • Schulungsplanung, u. a. Kun-
bau, Musterbau, Vorserie, Leistungstest und Se- denbetreuung (0 km und Feld)
rienproduktion müssen geplant sein. • Kompetenzmatrix
Die Ressourcenplanung ist regelmäßig an Ver- • CAx Equipment
änderungen im Projekt anzupassen und auf • Verfügbarkeit von qualifiziertem

C
mögliche Engpässe ist zu reagieren. Personal für die jeweiligen Auf-

M
Bei der Einführung neuer Technologien und Pro- gaben
dukte ist eine durchgängige Mitarbeiterqualifizie- • Budget, Infrastruktur, wie z. B.

Q
rung einzuplanen sowie die Schaffung der not- Gebäude, Testeinrichtungen
wendigen Infrastruktur ist sichergestellt. (Hard- und Software), Laborein-
Innerbetriebliche Transportmittel sowie Verpa- richtungen, Maschinen, Anla-
ckungen und Sonderladungsträger sind geplant
A gen etc.
• Kapazitätsplanung aller Res-
D
und die Mengen entsprechend festgelegt.
sourcen
V

• Leistungstest, Run@Rate, 2-
Tages-Produktion
ht

• Softwarebereitstellung und -
verteilung
ig

• Planung der Tool-Chain (Soft-


ware-Entwicklungswerkzeuge)
yr

Produktentwicklung
• Test-/Prüf-/Laboreinrichtungen
op

(intern und extern)


• Ressourcen für Test-Planung,
C

Durchführung und Fehlerbesei-


tigung (Bug fixing)
• Ressourcen zum Aufbringen
der Software auf die Hardware
(z. B. Flashen, Codieren, Pro-
grammieren)
Produktionsprozessentwicklung
• Produktionsstandorte, Werk-
zeuge, Produktions- und Prüf-
einrichtungen, Infrastruktur

58
P3.6 Sind die Aktivitäten von Kundenbetreuung/Kundenzufriedenheit/
Kundenservice und Schadteilanalyse Feld geplant?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Konzepterstellung zur Teileversorgung über Produkt-/Produktionsprozess-


den Produktlebenszyklus inklusive der Ersatzteil- entwicklung
versorgung enthält die Kundenanforderungen.
• Investitionsplanung
Notfallpläne für die Serienbelieferung müssen im
Produktentwicklung
Konzept enthalten sein.
• Schnittstellen zu Analyse-
Der Analyseprozess für 0-km und Feldreklamation
zentren für Kundenreklamati-
ist für den Lieferumfang und die Lieferkette geplant.

C
onen, entsprechend Ausstat-
Dabei sind die Kundenanforderungen zur Schadteil-
tung SW
analyse Feld berücksichtigt.

M
• Zugriff für Diagnose
Schnittstellen zum Reklamationsprozess sind ge-
• Access control lists

Q
plant.
Ein Zugriffskonzept für Software ist erstellt und wird Produktionsprozessentwick-
aufrechterhalten. A lung
Eine Analyse aller Stakeholder ist erfolgt. Kommu- • Prüfplanung zur Standard-
D
nikations- und Eskalationswege sind festgelegt. und Belastungsprüfung
• Auslösekriterien sind defi-
V

niert
ht

• NTF-Prozess
• Ersatzteilversorgungskon-
ig

zepte
• Notfallpläne
yr
op
C

59
7.4 Realisierung der Produkt- und
Produktionsprozessentwicklung (P4)

Prozesselement P4: Realisierung der Produkt- und Produktionsprozessentwick-


lung

P4.1* Sind die Aktivitäten aus den Plänen zur Produkt- und
Produktionsprozessentwicklung umgesetzt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die in der Entwicklungsplanung festgelegten Ak- Produkt-/Produktionsprozessent-

C
tivitäten für die Produkt- und Produktionspro- wicklung
zessentwicklung sind angewendet, um die Ein-
• Methoden zur Risikominimie-

M
satzbedingungen (z. B. Funktion, Zuverlässig-
rung (z. B. FMEA, HARA, FTA)
keit, Sicherheit) zu erfüllen.
• statistische Versuchsplanung

Q
Die Risikoanalyse (z. B. FMEA, HARA) wird mul-
(z. B. DoE, Shainin, Taguchi)
tidisziplinär durchgeführt und entsprechend dem
Projektfortschritt kontinuierlich überabeitet. Defi- • Poka-Yoke-Prinzipien
nierte Maßnahmen sind gemäß Planung umge-
A Produktentwicklung
D
setzt und auf Wirksamkeit überprüft.
• Erprobungsplanung
Besondere Merkmale sind identifiziert, in den
V
• Einbauversuch und System-
entsprechenden Dokumenten (FMEA etc.) ge-
tests
kennzeichnet und durch Maßnahmen abgesi-
• A-, B-, C-, D-Muster
ht

chert.
• Lebensdauertests
ig

• Umweltsimulationstest (z. B.
Salzsprühnebeltest)
yr

• Automotive SPICE-Bewertun-
gen gemäß Planung
op

• Code, Software-Releasema-
nagement
• Rückführbarkeit, Fallbackkon-
C

zept
• Variantenmanagement
• Anforderungsanalyse, Architek-
turdesign, Implementierung und
Test gemäß Planung
Produktionsprozessentwicklung
• Produktionslenkungsplan/Prüf-
planung

60
P4.2 Sind die personellen Ressourcen vorhanden und qualifiziert, um die
Produkt- und Produktionsprozess-Realisierung sicherzustellen?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung


Produkt-/Produktionsprozess-
entwicklung
Eine Personaleinsatzplanung ist vorhanden.
• Kundenanforderungen
Die Aufgaben, Kompetenzen und Befugnisse des
Personals sind festgelegt und zugewiesen. Dies gilt • Anforderungsprofil für die je-
ebenso für das Personal externer Dienstleister. Ent- weiligen Stellen
sprechende Nachweise sind vorhanden. • Schulungsbedarfsermittlung
Eine regelmäßige Bedarfsanalyse während der

C
• Schulungsnachweise
Produkt- und Produktionsprozessentwicklung hin-
• Methodenkenntnisse

M
sichtlich möglicher entstehender Engpässe und zu-
sätzlicher Bedarfe ist sicherzustellen. • Fremdsprachenkenntnisse

Q
Qualifizierte Personalressourcen sind für alle Pha- • Software-Entwicklung: Quali-
sen der Produkt- und Produktionsprozess-Realisie- fizierte Software-Tester, In-
rung vorhanden und Anforderungen für das Serien- tegrationsmanager etc.
personal sind abgeleitet.
A • Agile Entwicklung durch qua-
D
Ausgegliederte Prozesse müssen berücksichtigt lifizierte Rollen (Dev-Ops
werden.
Manager, Release Train Ma-
V

nager etc.)
ht
ig
yr
op
C

61
P4.3 Sind die materiellen/immateriellen Ressourcen vorhanden und geeignet,
um die Produkt- und Produktionsprozess-Realisierung sicherzustellen?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Der Prozess zur Ressourcenermittlung ist umge- Produkt-/Produktionsprozess-


setzt. entwicklung
Die Ressourcenbereitstellung bezieht sich dabei • Kundenanforderungen
u. a. auf Gebäude, Prüfmittel und Testeinrichtun-
• Technische Schnittstellen zum
gen, Laboreinrichtungen, Maschinen, Anlagen, IT-
Kunden und Lieferanten
Systeme und Infrastruktur sowie deren Auslas-
tung. • ERP-Systeme

C
Ausgegliederte Prozesse müssen berücksichtigt • Unterstützende Prozesse,
werden. z. B. aus Logistik und IT

M
Eine regelmäßige Bedarfsanalyse während der Produktentwicklung

Q
Produkt- und Produktionsprozessentwicklung hin-
• Ressourcen für die Verifika-
sichtlich möglicher entstehender Engpässe und
tion und Validierung
zusätzlicher Bedarfe ist durchzuführen.
A
Materielle/immaterielle Ressourcen sind für alle
• Testaufbauten, z. B. Hard-
ware-in-the-Loop (HIL), Test-
D
Phasen der Produkt- und Produktionsprozess-Re-
bretter, Evaluation Boards
alisierung vorhanden und Anforderungen für die
V

Serie sind abgeleitet. • Entwicklungswerkzeuge, Be-


reitstellung der Tool-Chain zur
Innerbetriebliche Transportmittel sowie Verpa-
Software-Entwicklung
ht

ckungen und Sonderladungsträger sind definiert


und in ausreichender Menge vorhanden. Produktionsprozessentwick-
ig

lung
• Werksplanung
yr

• Werkslayout
op

• Anlagen-, Maschinen- und Li-


nien-Freigabe
• Stückzahlen/Durchlaufzeiten
C

• Transportwege
• Transportmittel, Behälter, La-
ger
• Kapazität vor Serienanlauf
(Erstbevorratung)

62
P4.4* Sind die erforderlichen Eignungsnachweise und Freigaben für die Pro-
dukt- und Produktionsprozessentwicklung vorhanden?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Freigaben und Eignungsnachweise sind für alle Produkt-/Produktionsprozess-


Einzelteile, Baugruppen, Softwarestände und Be- entwicklung
schaffungsumfänge gemäß Entwicklungsterminplä-
• PPF-Ergebnisse, insbeson-
nen nachzuweisen.
dere Konformitätsbestäti-
Die Eignung der Mess- und Prüfmittel ist nachge- gung gesetzlicher und be-
wiesen. hördlicher Anforderungen
Die Materialdaten sind bestätigt und freigegeben. (z. B. IMDS, REACH, RoHS)

C
Die Maßnahmen aus den Risikoanalysen (z. B. • Entwicklungsfreigaben vom

M
FMEA, HARA) sind in die Produkt- und Produkti- Kunden
onsprozessrealisierung eingeflossen und deren Produktionsprozessentwick-

Q
Wirksamkeit ist bestätigt. lung
Bei Produkten mit integrierter (embedded) Software • Prozessparameter und deren
sind die Belange bzgl. Software gemäß VDA-Band
A Toleranzen
2 zu berücksichtigen.
• Bestätigtes Logistikkonzept
D
Die Produktionsprozess- und Produktfreigabe (z. B. Eignung der Verpa-
(PPF) muss zum vereinbarten Termin vorliegen. ckung durch Probeversand)
V

Für Prozessparameter zur Herstellung besonderer


Merkmale sind deren Toleranzen zu verifizieren. • Fähigkeitsnachweise
ht

• Kapazitätsstudien
• Anlagen- und Werkzeug-
ig

Freigaben
yr

Software
• Einsatzempfehlung pro Re-
op

lease (Release-Notes)
• Freigabe von Softwareum-
C

fängen von Drittanbietern


(Third-Party-Software) und
FOSS in Abgleich mit den
Kundenanforderungen
• Vorlage von Testergebnis-
sen und Testauswertungen

63
P4.5 Sind die geplanten Aktivitäten für Beschaffungsumfänge umgesetzt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die geplanten Aktivitäten für Beschaffungsumfänge • PPF-Freigabe


sind realisiert. Dieses beinhaltet Risikobewertung,
• FMEA, HARA
Projektplan, Reifegrad, Freigaben und Terminerfül-
lung. • VDA 6.3-Audit, Potenzial-
analyse etc.
Die Planungsaktivitäten gemäß Risikoklassifizie-
rung wurden umgesetzt, Maßnahmen sind abgelei- • Freigaben, Nachweise und
tet und überwacht. Leistungstests gemäß Ver-
einbarung aus Abstimmung
Für die Beschaffungsumfänge liegen die erforderli-

C
PPF Verfahren
chen Eignungsnachweise und Freigaben (Produkti-
• NTF-Prozess, Auslösekrite-

M
onsprozess- und Produktfreigabe) gemäß Projekt-
terminplan vor. Die Materialdaten sind bestätigt und rien für Belastungsprüfungen
freigegeben.

Q
sind definiert
Die zutreffenden projektspezifischen Kundenanfor- • Ersatzteilversorgungskon-
derungen wurden berücksichtigt. zepte
A
Die Prozesse zur Absicherung von Kundenbetreu- • Notfallpläne
D
ung/Kundenzufriedenheit/Kundenservice sowie der
• Schnittstellenvereinbarung
Schadteilanalyse Feld sind etabliert.
V
(Leistungen nach LSV oder
interface agreement)
• Unterlieferantenmanagement
ht

des Auditierten für Off the


shelf components, Engineer-
ig

ingbeauftragungen (ohne
Body leasing - Arbeitnehmer-
yr

überlassung)
op

• Referenz ASPICE-Prozess-
gruppe Acquisition, ACQ2,
ACQ.3, ACQ.4
C

64
P4.6 Sind die Fertigungs- und Prüfvorgaben aus der Produkt- und Produkti-
onsprozessentwicklung abgeleitet und umgesetzt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Fertigungs- und Prüfvorgaben enthalten alle Produkt-/Produktionsprozess-


Prüfmerkmale aus der Produkt- und Produktions- entwicklung
prozessentwicklung (inkl. Besondere Merkmale).
• Risikoanalysen
Diese müssen die Komponenten, Baugruppen, Un-
tergruppen und Materialien einschließlich der Pro- Produktentwicklung
zesse für die Herstellung der Produkte berücksichti- • Produktauditplanung
gen.
• Requalifikationsplanung

C
Erkenntnisse aus Risikoanalysen (z. B. FMEA,
HARA) sind berücksichtigt. Produktionsprozessentwick-

M
lung
Ein Produktionslenkungsplan ist vorhanden.
• Prüfanweisung

Q
Dieser muss in der Prototypenphase (wenn vom
Kunden gefordert), Vorserienphase und Serien- • Arbeitsanweisung
phase vorliegen. • Reaktionspläne
A
Inhalte und Umfang von Produktaudits und Requali- • Produktionsfreigaben (Erst-
D
fikationsprüfungen sind definiert. stück, Letztstück, Wiederfrei-
Wartungsvorgaben liegen vor. gabe)
V

Alle Testfälle sind entsprechend den Teststufen • Serienbegleitende Prüfungen


und gemäß Kundenanforderung beschrieben (z. B.
ht

Software
V-Modell).
• Kriterien zur Sicherstellung
Die zum jeweiligen Zeitpunkt erforderlichen Soft-
ig

der korrekten Aufbringung


warefunktionen sind freigegeben. der Software
yr

• Kriterien für die Freigabe im


Produktionstest
op
C

65
P4.7 Ist ein Leistungstest unter Serienbedingungen für die Serienfreigabe
durchgeführt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Der Leistungstest unter Serienbedingungen hat den Produktionsprozessentwick-


Nachweis erbracht, mit den eingesetzten Ressour- lung
cen die vereinbarte Stückzahl in der vorgegebenen
• Serienbedingungen: z. B.
Zeit spezifikationsgerecht für den Kunden fertigen
Werkzeug, Anlagen, Takt-
zu können.
zeit, Personal, Fertigungs-
Kann der Nachweis nicht erbracht werden, müssen und Prüfvorgaben, Mess-
Maßnahmen definiert sein. und Prüfmittel

C
Die Installation der Software-Anteile in den Kompo- • Kundenanforderungen
nenten muss bei der Ermittlung der Taktzei-

M
• Leistungstest, Run@Rate
ten/Durchlaufzeiten berücksichtigt werden.
• Festlegung von Mindest-

Q
Hinweis: In Abhängigkeit der Phase der Durchfüh-
stückzahlen (Kammlinie und
rung des Audits können entsprechende Leistungs-
vereinbarte Flexibilität)
tests noch in Planung sein!
A
Die Frage ist für die Produktentwicklung nicht rele- • Serienreife der Betriebsmittel
und Einrichtungen (Messpro-
D
vant!
tokolle)
V

• Personalkonzept zur Serie


• Verpackungsvorgabe
ht

Software
• Flashzeiten inkl. Test, ROM-
ig

Programmierung
yr
op
C

66
P4.8 Sind die Prozesse zur Absicherung von Kundenbetreuung/Kundenzufrie-
denheit/Kundenservice sowie der Schadteilanalyse Feld etabliert?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Kundenanforderungen zur Teileversorgung Produkt-/Produktionsprozess-


über den Produktlebenszyklus sind in den Pro- entwicklung
zessen etabliert.
• Prüfeinrichtungen/-mittel zur
Die geplanten Prozesse zur kontinuierlichen Seri- Standard- und Belastungsprü-
enversorgung inkl. Absicherung von Notfällen fung
sind vorhanden.
• Auslösekriterien sind definiert
Der Analyseprozess für 0-km und Feldreklama-

C
• Prüfpläne für die Schadteilana-
tion ist für den Lieferumfang etabliert. Dabei sind
lyse
die Kundenanforderungen zur Schadteilanalyse

M
Feld berücksichtigt. • NTF-Prozess

Q
Die Anforderungen an die Analysefähigkeit am Produktionsprozessentwicklung
Standort sind mit dem Kunden vereinbart.
• Qualifikationsmatrix und Schu-
Werden externe Standorte zur Analyse genutzt, A lungsnachweise
so sind die Schnittstellen definiert und ein Nach-
• Prüfeinrichtungen/-mittel
D
weis über das Vorhandensein der dort benötigten
Ausstattung und Kapazität liegt vor. • Dienstleistungsvereinbarung
V
mit externen Analysestandor-
Neue Technologien und Produkte sind auch in
ten
der Kundenbetreuung berücksichtigt.
ht

• Ersatzteilversorgungskonzepte
Die für diese Prozesse vorgesehenen Mitarbeiter
sind qualifiziert. Die Infrastruktur ist vorhanden. • Notfallpläne
ig

Prozesse für die Produktbeobachtung im Feld


yr

sind festgelegt.
Analyseprozess von Fehlern und die Diagnose
op

(embedded Software im Steuergerät) müssen


vorhanden sein.
Prozesse für Software-Updates Over-the-Air
C

(OTA) sind festgelegt, sofern vereinbart.

67
P4.9 Ist die Projektübergabe von der Entwicklung an die Serienproduktion ge-
regelt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Übergabe der Arbeitsergebnisse aus dem Produkt-/Produktionsprozess-


Projekt an die Serie ist geregelt. entwicklung
Die Tätigkeiten aus dem Projektplan sind umge- • Kundenanforderungen
setzt. Offene Punkte sind terminiert und Verant-
• PPF-Nachweise
wortlichkeiten benannt.
• Checkliste mit Übergabekrite-
Voraussetzung einer Serienlieferfreigabe ist die
rien, Übergabeprotokolle, Ab-
erfolgreiche interne Freigabe sowie die Kunden-

C
nahmeprotokolle
freigabe. Resultierende Maßnahmen aus interner
und externer Freigabe sind termingerecht umge- • Teilelebenslauf

M
setzt.
• Produktionskennzahlen wie

Q
Die personellen Ressourcen für die Serie sind OEE, ppm, Ausschussquote
gemäß Planung vorhanden und qualifiziert. etc.
Die materiellen Ressourcen für die Serie sind ge-
A • Erfahrungen aus dem laufen-
mäß Planung vorhanden. den Projekt
D
Maßnahmen zur Anlaufabsicherung sind be- • Personelle Ressourcen (Pro-
schrieben bzw. eingeleitet. duktionsmitarbeiter, Prozessin-
V

Bei Produkten mit integrierter (embedded) Soft- genieure, Instandhaltung etc.)


ware sind die Ergebnisse aus der Entwicklung • Materielle Ressourcen (Ma-
ht

(inkl. der Zwischenstände und deren Dokumenta- schinen und Anlagen, Ge-
tion) aufgezeichnet. bäude, Zufahrten, Testeinrich-
ig

Eine Absicherung der Industrialisierung ist gege- tungen, Ladungsträger, Verpa-


ckung etc.)
yr

ben.
• Changelog, Release Note
op

• Industrialisierung von Soft-


ware: beinhaltet Flashbarkeit
von SW in der Serie auf Steu-
C

ergerät und Codierung

68
7.5 Lieferantenmanagement (P5)

Prozesselement P5: Lieferantenmanagement

P5.1 Ist sichergestellt, dass nur freigegebene Lieferanten eingesetzt werden?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Bei Serieneinsatz muss sichergestellt sein, dass • Definierte Kriterien zur Lieferan-
nur freigegebene Lieferanten eingesetzt werden. tenauswahl
Hierfür sind Freigabekriterien definiert.
• QM-Vereinbarungen
Bei der Auswahl von Lieferanten und zur Bewer-
• Nachweis von Maßnahmen zur

C
tung der Qualitätsfähigkeit sind abhängig von der
Risikominimierung für nicht er-
Risikoklassifizierung des Bauteils Prozessaudits
füllte Kriterien

M
zu planen und durchzuführen.
• Bewertung der Qualitätsfähig-
Auswertungen der Qualitätsleistungsbewertung

Q
keit z. B. durch KPI (ppm, Liefer-
bei bestehenden Lieferanten sind berücksichtigt.
leistung), Eskalationslevel
Risiken in der Lieferkette (intern/extern) wurden
A
ermittelt, bewertet und durch geeignete Maßnah- • Self-Assessment, Auditergeb-
men reduziert. nisse der Lieferanten
D
Schnittstellenvereinbarungen bei von Kunden • ASPICE Assessment-Ergeb-
nisse
V
vorgegebenen Lieferanten (Setzlieferanten) sind
berücksichtigt. • VDA 6.3-Prozessaudit
ht

• VDA 6.3-Potenzialanalyse
ig
yr
op
C

69
P5.2 Werden die Kundenanforderungen in der Lieferkette berücksichtigt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Weitergabe von Kundenanforderungen ist • Anforderungen aus: Zeichnun-


geregelt und nachvollziehbar. gen, Bauteil-, Software- oder
Das Änderungsmanagement während der Serie Komponentenlastenheft, Mei-
ist berücksichtigt. lensteinplan, QM-Vereinbarun-
gen oder sonstigen gültigen
Schnittstellenvereinbarungen bei von Kunden Vorgaben
vorgegebenen Lieferanten (Setzlieferanten) sind
berücksichtigt. • Besondere Merkmale
• Requalifikations-Anforderungen

C
• Übermittlung der Reklamatio-

M
nen inkl. Maßnahmen
• Gesetzliche und behördliche

Q
Anforderungen

A
D
P5.3 Sind Ziele für die Lieferleistung vereinbart und wird deren Einhaltung
V
regelmäßig bewertet?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung


ht

Mit den direkten Lieferanten müssen Zielvereinba- • Messbare Zielgrößen: Liefer-


ig

rungen für die Lieferleistung abgestimmt und um- menge, Termintreue, Fehler-
gesetzt sein. rate, PPM, Sonderfahrten,
yr

Die Leistungen der Lieferanten müssen in definier- Ausschuss, Durchlaufzeiten


ten Zeiträumen nach festgelegten Kriterien über- von Reklamationen
op

prüft und ausgewertet werden. • Eskalationskriterien gemäß


Bei Abweichungen von den vereinbarten Zielen QM-Vereinbarungen
müssen Maßnahmen definiert sein und deren Um- • Nachweis von Maßnahmen
C

setzung einschließlich Termine überwacht wer- (Entwicklungsprogrammen)


den. für nicht der Lieferleistung ent-
Schnittstellenvereinbarungen bei von Kunden vor- sprechende Lieferanten
gegebenen Lieferanten (Setzlieferanten) sind be-
rücksichtigt.

70
P5.4* Sind für die beschafften Umfänge die erforderlichen Freigaben
vorhanden?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Für alle Beschaffungsumfänge muss vor Serienein- • Protokoll zur Abstimmung


satz neuer oder geänderter Produkte oder Produk- des PPF-Verfahrens
tionsprozesse eine Freigabe gemäß Kundenverein-
• PPF-Berichte
barung vorliegen.
• Referenzteile zum PPF-Ver-
Schnittstellenvereinbarungen bei von Kunden vor-
fahren
gegebenen Lieferanten (Setzlieferanten) sind be-
rücksichtigt. • Grenzmuster

C
• Produkt- und Produktionspro-

M
zess-Änderungen in der Lie-
ferkette

Q
• Freigabevereinbarung für
Umfänge von Kleinserien
und Individualbedarfen
A
V D
P5.5* Wird die vereinbarte Qualität der Beschaffungsumfänge überwacht?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung


ht

Zur Überwachung der Qualität der Beschaffungs- • Freigegebenes Prüfverfahren


ig

umfänge werden Prüfungen gemäß Prüfplanung


• Stichprobenumfang (z. B. dy-
durchgeführt, dokumentiert und ausgewertet.
namisiertes Skip-Lot-Verfah-
yr

Abweichungen werden im Rahmen eines standar- ren)


disierten Reklamationsprozesses bearbeitet.
• Grenzmuster
op

Prüf- und Messmittel für Beschaffungsumfänge


• PPM-Auswertungen, 8D-Be-
sind ausreichend vorhanden und werden ordnungs-
richte
C

gemäß gelagert. Die Prüfplätze sind angemessen


gestaltet (z. B. Klimatisierung, Lichtverhältnisse, • Verbesserungsprogramme
Ordnung, Sauberkeit und Schutz vor Beschädigung
• Materialzertifikate gemäß
und Verschmutzung).
DIN EN 10204
• Lehren/Aufnahmen
• Zeichnungen/Spezifikationen
• Bestell- und Verpackungs-
vorgaben

71
P5.6 Werden die Wareneingänge zweckentsprechend angeliefert und gela-
gert?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung


Vormaterialien und die eingesetzten Ladungsträger • Verpackung
werden entsprechend dem Verwendungsstatus be-
• Kennzeichnung (Rückver-
schädigungs- und vermischungssicher angeliefert
folgbarkeit/Prüfstatus/Ver-
und gelagert.
wendungsstatus)
Für Vormaterialien, die unter Einfluss von Tempe-
• Sperrlager, Sperrflächen
ratur, Feuchtigkeit, Erschütterung etc. Schaden
nehmen können und Auswirkungen auf die Qualität • Chargenbezogene Verwen-

C
des Endproduktes haben, müssen die Transport- dung

M
und Lagerbedingungen spezifiziert sein und nach-
• Klimatische Bedingungen
gewiesen werden.
• Schutz vor Beschädigung/

Q
Suspekte/gesperrte Vormaterialien sind eindeutig
Verschmutzung/Korrosion
zu kennzeichnen und vor unbefugtem Zugriff zu
schützen. • Ordnung und Sauberkeit
A
Bei der Weiterverarbeitung ist FIFO/FEFO (Haltbar- • Vermischungs-/Verwechs-
D
keitsanforderungen) und Chargenrückverfolgbarkeit lungssicherheit
sichergestellt. Dies gilt ebenfalls für Restmengen.
V

Die Vormaterialbestände im Lagerverwaltungssys-


tem stimmen mit den vorhandenen Warenmengen
ht

überein.
Die Lagerbedingungen entsprechen den Produkt-
ig

anforderungen.
yr
op
C

72
P5.7 Ist das Personal für die jeweiligen Aufgaben qualifiziert und sind die
Verantwortlichkeiten definiert?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung


Die Verantwortungen, Aufgaben und Befugnisse • Kenntnisse über Spezifikatio-
der Mitarbeiter in ihrem jeweiligen Aufgabengebiet nen, Produktmerkmale, Kun-
sind festgelegt. denanforderungen und Ferti-
Die Mitarbeiter sind entsprechend dem Aufgaben- gungsabläufe
profil qualifiziert. • Normen
Qualifizierungsbedarfe müssen in Bezug auf die • Gesetzliche und behördliche
Aufgaben ermittelt und Qualifizierungen geplant Anforderungen

C
und durchgeführt werden.
• Verpackungsanforderungen

M
Kenntnisse zu bisherigen Beanstandungen inkl.
Abstellmaßnahmen bei betroffenen Beschaffungs- • Qualitätstechniken
umfängen sind vorhanden. • Stellen-/Aufgaben-/Funkti-

Q
onsbeschreibung
• Kompetenz-/Qualifikations-
A matrix
D
• Qualifikation Lieferantenaudi-
toren
V
ht
ig
yr
op
C

73
7.6 Prozessanalyse Produktion (P6)

Prozesselement P6: Prozessanalyse Produktion

P6.1 Was geht in den Prozess hinein?


Prozesseingaben (Input)

P6.1.1* Ist die Projektübergabe von der Entwicklung an die Serienproduktion


erfolgt und die Anlaufabsicherung gewährleistet?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Projektübergabe an die Serienproduktion ist ge- • Übergabeprotokolle

C
mäß den festgelegten Kriterien dokumentiert.
• festgelegte Maßnahmen und

M
Die Verantwortlichkeiten sind für den gesamten Umsetzungszeitplan
Übergabeprozess geregelt und werden wahrge-
• Protokoll Freigabe der Pro-

Q
nommen. Offene Punkte werden weiterverfolgt und
duktion
termingerecht umgesetzt.
• Freigaben für alle Anlagen-
Vor der ersten Serienlieferung liegt eine (PPF) Pro-
A teile und Werkzeuge in 6.1.2
duktionsprozess- und Produktfreigabe mit allen ge-
• PPF-Unterlagen inkl. Kun-
D
forderten Unterlagen vor.
Maßnahmen zur Anlaufabsicherung sind auf Basis denfreigabe und Referenz-
V

einer Risikoanalyse umgesetzt. teile zum PPF-Verfahren

Werkzeuge, Transport- und Serienverpackung, • Sonderfreigaben


ht

Prüf- und Messmittel stehen in notwendiger Anzahl • Freigegebene Software-


zur Verfügung. stände
ig

Analysemöglichkeiten für die Schadteilanalyse sind • Beispiele zur Anlaufabsiche-


vorhanden.
yr

rung:
Die Software der Produkte entspricht den letzten Erhöhte Prüfdichte, Screen-
op

freigegebenen Ständen. ing, ergänzende Prüfungen,


Resident,
• Safe-Launch-Konzept
C

74
P6.1.2 Sind die benötigten Mengen/Fertigungslosgrößen der Material zum ver-
einbarten Zeitpunkt am festgelegten Platz verfügbar?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Das Material muss in der vereinbarten Qualität, in • Material umfasst zum Bei-
der richtigen Menge, in der richtigen Verpackung, spiel: Software, Verpackung,
mit der richtigen Dokumentation zum vereinbarten Ladungsträger, Bauteile und
Zeitpunkt am vereinbarten Platz sein. Bau- Komponenten, Rohmaterial,
teile/Komponenten müssen an definierten Lager- Halbzeuge, Serienverpa-
plätzen/Stellplätzen bereitgestellt werden. ckung zum Kunden, Hilfs-
Am Arbeitsplatz sind die Teile und Vormaterialien und Betriebsstoffe und Pro-

C
bedarfsgerecht unter Berücksichtigung der Auf- zessmaterialien
tragsmenge/Losgröße gemäß dem Logistikkonzept • geeignete Transportmittel

M
bereitgestellt.
• Definierte Lagerplätze und
Die Wiederzuführung von Restmengen, separierter

Q
Bestände
Teile, Nacharbeitsteile, wiederverwendeter Teile
• KANBAN, Just in time/Just in
aus Produktaudits, Prüfteile etc. und deren Rück-
A sequence, FIFO/FEFO
verfolgbarkeit muss eindeutig geregelt sein.
Regelungen zur Wiederzuführung von Teilen aus- • Revisions- bzw. Änderungs-
D
gegliederter Prozesse (z. B. Sortierdienstleister) stand von Materialien und
Software
V
müssen vorhanden sein.
• Besondere Anforderungen
an Bauteile und Behälter
ht

(z. B. ESD, Luftfeuchte, Tem-


peratur, Restschmutz)
ig
yr
op
C

75
P6.1.3 Werden die Materialien zweckentsprechend gelagert und sind die
Transportmittel/Verpackungseinrichtungen auf die speziellen
Eigenschaften der Materialien abgestimmt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Verpackungsvorschriften müssen durchgängig be- • Lagermengen


rücksichtigt und umgesetzt werden.
• Lagerbedingungen
Die Materialien müssen auch während der Ferti-
• freigegebene Sonder- und
gung und des innerbetrieblichen Transports sowie
Standardtransportbehälter
beim Transport zu und von Dienstleistern durch ge-
eignete Transporteinheiten vor Beschädigung und • Schutz vor Beschädigung

C
Verschmutzung geschützt werden. des Materials
• 5S

M
Lagerplätze/Arbeitsplätze/Behälter müssen der für
das Material notwendigen Ordnung/Sauberkeit ge-
• Überfüllung (Lagerplätze,
recht werden. Reinigungszyklen sind definiert und

Q
Behälter)
werden überwacht.
• Höchst-, Mindestlagerzeiten,
Die Bereitstellung des Materials am Arbeitsplatz/in
A
der Montagelinie muss ein prozesssicheres Hand-
ling ermöglichen.
vorgeschriebene Zwischen-
lagerzeit, FIFO/FEFO
D
Lagerzeiten sowie Verbaubarkeitszeiten für Materi-
V

alien müssen durch geeignete Methoden überwacht


werden
ht

Betriebs- und Hilfsstoffe für Maschinen und Anla-


gen, die direkte Auswirkungen auf das Produkt/die
ig

Produktqualität haben, müssen entsprechend über-


wacht werden.
yr

Material, Betriebs- und Hilfsstoffe sind gegenüber


Umwelt- und Klimaeinflüssen geschützt.
op
C

76
P6.1.4 Sind die erforderlichen Kennzeichnungen/Aufzeichnungen/Freigaben
vorhanden und den Materialien entsprechend zugeordnet?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Der Freigabestatus von Materialien muss eindeutig • Kundenvorgaben für Kenn-


identifizierbar sein. Die Kennzeichnung der Freiga- zeichnungen und Rückver-
ben an den Gebinden, Chargen, Ladungsträgern, folgbarkeit
Bauteilen muss festgelegt sein.
• Kennzeichnung freigegebe-
Es muss sichergestellt sein, dass nur freigegebene ner Teile/Materialien (Aufkle-
Materialien der Fertigung bzw. dem nächsten Pro- ber, Warenanhänger, Wa-
duktionsabschnitt zugeführt und verbaut werden. renbegleitschein, VDA-Label,

C
Die Rückverfolgbarkeit muss gemäß einem festge- Data Matrix Code (DMC)
etc.)

M
legten Rückverfolgbarkeitskonzept vom Zulieferan-
ten bis zum Kunden umgesetzt sein. • Aufzeichnungen von Freiga-

Q
Kundenvorgaben sowie gesetzliche und behördli- ben
che Anforderungen zur Kennzeichnung müssen be- • Rückverfolgbarkeitssystem
rücksichtigt sein.
A • Dokumentation von Sonder-
freigaben (Anzahl, Dauer, Art
D
der Kennzeichnung etc.)
• Systeme zur Bestandsfüh-
V

rung
ht
ig
yr
op
C

77
P6.1.5* Werden Änderungen am Produkt und Produktionsprozess während der
Serie verfolgt und dokumentiert?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Änderungen am Produkt und Produktionsprozess • Auslösematrix gemäß VDA-


sind gemäß dem beschriebenen Änderungsma- Band 2 oder Kundenvorgabe
nagement umgesetzt. Produkt- und Produktions- • Dokumentierte Freigabe einer
prozessänderungen werden gemäß Kundenanfor- Änderung
derung mit dem Kunden abgestimmt, genehmigt
• Bereichsübergreifende Bewer-
und freigegeben (inkl. Softwareänderungen). Eine
tung vor Änderungen
PPF ist durchzuführen. Die Historie der Ände-
• Änderungshistorien/Teilele-

C
rungsstände muss durchgängig nachvollziehbar
sein. benslauf (auch für Software-
Stände)

M
Es muss der richtige und freigegebene Ände-
• Design- und Prozess-FMEA
rungsstand des Materials bzw. der Software ein-

Q
gesetzt werden. • Einsatzsteuerung bei Ände-
rungen
Die Aktualisierung der Risikoanalysen ist nach Än-
A • Vorlauffertigung
derungen zu prüfen.
• Eineindeutige Kennung, Integ-
D
ritätskennzeichen (Build num-
ber, Hashkey) von Software
V
ht
ig
yr
op
C

78
Prozesselement P6: Prozessanalyse Produktion

P6.2 Sind alle Produktionsprozesse geregelt?


Prozessablauf

P6.2.1 Sind die Vorgaben des Produktionslenkungsplans und die Fertigungs-


und Prüfunterlagen vollständig und werden diese wirksam umgesetzt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Fertigungs- und Prüfunterlagen sind vollstän- • Prüfmerkmale, Prüfmittel,


dig und Bestandteil des Produktionslenkungs- Prüfmethoden, Prüfhäufigkei-
plans. ten, Prüfzyklen und Requalifi-

C
Im Produktionslenkungsplan bzw. in den Ferti- kationen

M
gungs- und Prüfunterlagen sind die Daten zu frei- • Daten zu Maschinen/Werk-
gegebenen Maschinen/Werkzeugen/Hilfsmitteln zeugen/Hilfsmitteln (Identifika-

Q
anzugeben. tionsnummer), Prozesspara-
Der Zugriff auf die Unterlagen muss arbeitsplatz- meter und Toleranzen (Drü-
nah möglich sein. cke, Temperaturen, Zeiten,

Erforderliche Maßnahmen (Reaktionsplan) bei


A Geschwindigkeiten etc.)
D
Prozessstörungen sind im Produktionslenkungs- • Arbeitsanweisung (inkl. Nach-
plan beschrieben und werden dokumentiert umge- arbeit)
V

setzt. • Prüfanweisung
Prozessparameter, die Einfluss auf die Produktei-
ht

genschaften/-qualität haben, müssen angegeben


sein.
ig

Prozessparameter und Prüfmerkmale sind mit To-


leranzen anzugeben.
yr

Eingriffsgrenzen in Prozessregelkarten sind fest-


op

gelegt, erkennbar und nachvollziehbar.


Abweichungen und eingeleitete Maßnahmen zu
Prozessvorgaben und Prüfmerkmalen sind zu do-
C

kumentieren.
Nacharbeitsbedingungen sind spezifiziert, in der
Risikoanalyse bewertet und im Prozess abgesi-
chert (Kennzeichnung der Teile, erneute Prüfung
etc.).

79
P6.2.2 Erfolgt eine Freigabe von Fertigungsabläufen?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Eine produktionsprozessspezifische Erstteil-/Letzt- • Freigabe eines Fertigungslo-


teil- und Wiederfreigabeprüfung wurde durchgeführt ses inkl. Wiederfreigabe
und dokumentiert.
• Erstteil-/Letztteil- und Wie-
Die Freigabe ist für Produkt und Prozess erforder- derfreigabe
lich und muss durch autorisierte Mitarbeiter anhand
• Einstellpläne/Referenz-
von Abnahmekriterien dokumentiert erfolgen. Ab-
teile/Einrichtteile
weichungen und umgesetzte Maßnahmen sind do-
(z. B. Fehlerprüfteile)
kumentiert.

C
Zum Zeitpunkt der Freigabe müssen die benötigten • Mögliche Auslösekriterien für
Prüf- und Grenzmuster zur Verfügung stehen. Wiederfreigabe:

M
Auslösekriterien für eine Wiederfreigabe müssen, ○ Fertigungsunterbrechung
z. B. bei einer Fertigungsunterbrechung, definiert (z. B. Nachtruhe bei

Q
sein. 2-Schicht-Betrieb, Werk-
zeugwechsel, Material-/
Wird die Fertigung nach Entnahme von Prüfteilen
A
fortgesetzt, muss der Zugriff auf diese Produkte bis
zur Freigabe der Prüfteile möglich sein.
Chargen-/Produktwech-
sel)
D
○ Reparatur, Werkzeug-
V
wechsel
○ Geänderte Einstelldaten
ht

• Freigegebene Nacharbeiten
ig
yr
op
C

80
P6.2.3* Werden Besondere Merkmale in der Produktion gelenkt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Besondere Merkmale, vom Kunden und der Organi- • Zeichnungen


sation festgelegt, sowie definierte Prozessparame-
• Kennzeichnung der kunden-
ter zu deren Einhaltung sind im Produktionslen-
spezifischen Besonderen
kungsplan gekennzeichnet, werden systematisch
Merkmale, z. B.: D/TLD, DS,
überwacht und dokumentiert.
DZ, R, S, F
Aufzeichnungen über Abweichungen und Abstell-
• Prozess-FMEA
maßnahmen werden geführt. Abweichungen, die
Auswirkungen auf die Eigenschaften des Produktes • Produktionslenkungsplan

C
haben, müssen durch den Kunden genehmigt wer-
• SPC-Auswertungen
den.

M
• Qualitätsregelkarten
Nachweise zu Besonderen Merkmalen liegen vor.
Die Archivierungsdauer und -art dieser Nachweise • Fähigkeitsnachweise

Q
sind festgelegt und entsprechen den Kundenanfor- • Prüfprozesseignungsnach-
derungen. weis
A • Prüfergebnisse
D
• Prozessparameter-Aufzeich-
nungen
V
ht
ig
yr
op
C

81
P6.2.4* Werden fehlerverdächtige und fehlerhafte Produkte gelenkt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Fehlerverdächtige und fehlerhafte Produkte müs- • Kennzeichnung Produkt Sta-


sen separiert, gekennzeichnet, erfasst und prozess- tus
sicher aus dem Fertigungsablauf ausgeschleust
• definierte Ausschleuse-
werden.
/Nacharbeitsstationen in der
Diese Produkte sind direkt oder am Behälter ge- Fertigung
kennzeichnet.
• Sperrlager, Sperrbereiche,
Autorisiertes Personal entscheidet über die weitere Klärungsflächen
Verwendung fehlerverdächtiger Produkte.

C
• Aufzeichnungen über Aus-
Der Umfang inkl. Prüfung und Freigabe von zulässi- schuss, Nacharbeit und Re-

M
ger Nacharbeit ist in Arbeitsanweisungen beschrie- paratur
ben.
• Befugnisse

Q
Sperrlager und Sperrbereiche müssen eindeutig er-
kennbar sein. Eine unbeabsichtigte oder unautori-
sierte Verwendung der gesperrten Teile muss aus-
A
geschlossen sein.
V D
ht
ig
yr
op
C

82
P6.2.5 Ist der Materialfluss gegen Vermischung/Verwechslung
abgesichert?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Eine Vermischung oder Verwechslung von Materia- • Prozess-FMEA


lien, Software und Bauteilen muss ausgeschlossen
• Poka-Yoke-Maßnahmen
sein.
• Abfragen und Prüfungen in
Maßnahmen zur Vermeidung und Entdeckung von
Fertigungseinrichtungen
Vermischung, Verwechslung und Falschverbau
sind umgesetzt. • Chargenrückverfolgbarkeit
Der Verwendungsstatus muss durch Kennzeich- • FIFO/FEFO

C
nung der Produkte eindeutig ersichtlich sein.
• KANBAN

M
Die Wiederzuführung von Restmengen, separierter
• Entfernung ungültiger Kenn-
Teile, Nacharbeitsteile und wiederverwendeten Pro-
zeichnungen

Q
dukten muss eindeutig geregelt sein. Die Rückver-
folgbarkeit ist sichergestellt. • Wertstromanalyse
Regelungen zur Wiederzuführung von Bauteilen A • Sortierdienstleistung
ausgegliederter Prozesse müssen vorhanden sein.
• Eineindeutige Kennung, In-
D
Einstellmeister, Einricht- und Referenzteile müssen tegritätskennzeichen (Build
gekennzeichnet und vor unbeabsichtigter Verwen- number, Hashkey) von Soft-
V

dung geschützt sein. ware


ht
ig
yr
op
C

83
Prozesselement P6: Prozessanalyse Produktion

P6.3 Mit welchen personellen Ressourcen wird der Prozess realisiert?

Personelle Ressourcen

P6.3.1 Sind die Mitarbeiter geeignet, die gestellten Aufgaben zu erfüllen?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Für jede Aufgabe/Tätigkeit ist das dazugehörige • Qualifikationsnachweise


Anforderungsprofil festgelegt. Die Qualifikation der
• Schulungsplan
Mitarbeiter entspricht dem Anforderungsprofil. Bei

C
Nichterfüllung müssen Qualifizierungsmaßnahmen • Einarbeitungsplan mit Nach-
geplant werden. weisen

M
Durchgeführte Einarbeitung, Unterweisungen, Ein- • Training-on-the-job

Q
weisungen/Qualifikationsnachweise sind dokumen-
• Qualifikationsmatrix
tiert.
• Kenntnisse zum Produkt und
Besondere Eignungsnachweise, die für die jewei-
A
lige Tätigkeit erforderlich sind, müssen vorliegen.
zu aufgetretenen Fehlern
• Handhabung von Messmit-
D
Bei Prozessänderungen werden Schulungen/Unter-
teln
weisungen durchgeführt und dokumentiert.
V

• Interpretation von Regelkar-


Die Anforderungen gelten auch für temporäre Mitar-
ten
beiter.
ht

• Unterweisung in Arbeitssi-
cherheit
ig

• Unterweisung zu Besonderen
Merkmalen
yr

• Eignungsnachweise (z. B.
op

Schweißer-Zeugnisse, Seh-
tests, Hörtest)
C

84
P6.3.2 Kennen die Mitarbeiter ihre Verantwortungen und Befugnisse zur
Überwachung der Produkt- und Prozessqualität?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Verantwortungen, Aufgaben und Befugnisse der • Arbeits-/Prüfanweisungen


Mitarbeiter zur jeweiligen Tätigkeit sind beschrieben • Aufgabenbeschreibungen
und umgesetzt.
• Einrichtfreigabe/Erststück-
Die Mitarbeiter kennen die Folgen fehlerhafter prüfung/Letztstückprüfung)
Arbeitsausführung. Die Aufgaben und Funktionen
• Sperr- und Entsperrbefugnis
des Produktes sind bekannt, ebenso die Auswir-
kungen, wenn diese nicht mehr gegeben sind. • Eskalationsschema

C
• Produktschulungen
Die Mitarbeiter werden regelmäßig über die er-
• Produktsicherheits-/Produkt-

M
reichte Qualitätsleistung und Kundenbeanstandun-
gen informiert. haftungsschulung

Q
Die Anforderungen gelten auch für temporäre Mitar-
beiter.

A
D
P6.3.3 Sind die erforderlichen Personalressourcen vorhanden?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung


V

Für alle Schichten gibt es eine Personaleinsatzpla- • Schichtplan


ht

nung, welche die erforderliche Anzahl qualifizierter • Qualifikationsnachweise


Mitarbeiter berücksichtigt.
• Qualifikationsmatrix
ig

Für unterstützende Bereiche wie Labor, Messraum


• dokumentierte Vertreterrege-
usw., die nicht in allen Schichten besetzt sind, ist
yr

lung
eine Regelung vorhanden.
Schwankungen in den Abrufen und Abwesenheiten • Personaleinsatzplanung
op

(z. B. Krankheit, Urlaub, Schulung) werden in der • Mentoren


Einsatzplanung berücksichtigt.
Die Anforderungen gelten auch für temporäre Mitar-
C

beiter.

85
Prozesselement P6: Prozessanalyse Produktion

P 6.4 Mit welchen materiellen Ressourcen wird der Prozess realisiert?


Materielle Ressourcen

P6.4.1* Können mit den Fertigungseinrichtungen die produktspezifischen


Anforderungen des Kunden erreicht werden?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Es muss nachgewiesen werden, dass mit den vor- • Maschinen-/Prozessfähig-


handenen Fertigungseinrichtungen die Fertigungs- keitsnachweise
prozesse gemäß Kundenanforderungen umgesetzt
• Überwachung prozessbe-

C
sind und die daraus resultierenden Produkte den
stimmender Parameter (z. B.
Kundenspezifikationen entsprechen.

M
Druck, Zeit, Temperatur)
Die Fertigungseinrichtungen, Maschinen und Anla-
• Fähigkeit der Ersatzwerk-

Q
gen müssen in der Lage sein, die vorgegebenen
zeuge
Toleranzen für das jeweilige Produkt- und Prozess-
merkmal einzuhalten. • Zuführ- und Entnahmevor-
Prozessbeeinflussende Parameter und Software
A richtungen
• Reproduzierbarkeit von Auf-
D
sind vor unbefugtem Eingriff geschützt.
Für ausgewählte Produkt- und Prozessmerkmale nahmen, Fixierungen etc.
V

sind Fähigkeiten zu ermitteln und deren Erfüllung • Technische Sauberkeitsan-


nachzuweisen. forderungen
ht

Für die Prozessfähigkeiten sind interne und Kun- • Konfigurationsmanagement,


denvorgaben einzuhalten. Für die Prozessfähigkeit abgesicherte Bereitstellung
ig

gi t die indest orderung p ≥ ,33 Für er gemäß der eineindeutigen


male, für die eine Fähigkeit gefordert, ist aber nicht Kennung, Integritätskennzei-
yr

nachgewiesen werden kann, ist eine 100-%-Prü- chen (Build number, Hash-
fung erforderlich. key) von Software
op
C

86
P6.4.2 Wird die Instandhaltung der Fertigungseinrichtungen und der Werkzeuge
gelenkt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Für Maschinen, Anlagen, Einrichtungen und Werk- • Produktionsnahes logisti-


zeuge sind vorbeugende und/oder vorausschau- sches Equipment, wie Flur-
ende Instandhaltungsaktivitäten für Wartung, In- förderfahrzeuge
spektion und Instandsetzung risikobasiert ermittelt
• Wartungs- und Instandhal-
und umgesetzt.
tungspläne
Durchgeführte geplante und ungeplante Instandhal-
• TPM Total Productive Main-
tungsaktivitäten sind dokumentiert und werden auf

C
tenance
Verbesserungspotenzial analysiert.
• Schlüsselprozesse und Eng-

M
Ressourcen zur Durchführung der Instandhaltungs-
passmaschinen
aktivitäten sind vorhanden.
• Technische Dokumentation

Q
Ein Prozess zur Analyse und Optimierung von Still-
standzeiten, Maschinenauslastung und Werkzeug- des Herstellers
standzeiten ist wirksam umgesetzt. • präventive Werkzeugaus-
A
Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen ist sichergestellt. tauschprogramme für Einhei-
ten, die erhöhtem Verschleiß
D
Produktionswerkzeuge unterliegen einem Werk- unterliegen
zeugmanagement, welches unter anderem fol-
V

gende Punkte sicherstellt: • Werkzeugbegleitkarte

• Werkzeuglebenslauf mit allen Änderungen • Werkzeugeinsatzstatus, z. B.


ht

und Werkzeugstandzeiten einsetzbar, nicht einsatzbar

• Einsatzstatus • Werkzeugkennzeichnung,
ig

z. B. Kundeneigentum,
• Werkzeugkennzeichnung Werkzeugnummer, Index
yr

Die Anforderungen gelten auch für externe Dienst-


leister.
op
C

87
P6.4.3* Können mit den eingesetzten Prüfeinrichtungen und Messsystemen die
Qualitätsanforderungen wirksam überwacht werden?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Prüfeinrichtungen und Messsysteme sind für • Messsystemanalyse


den Einsatzzweck und die Handhabung in der Ferti-
• Prüfprozesseignung
gung geeignet und im Produktionslenkungsplan
aufgeführt. • Austauschmessmittel
Für diese Prüfeinrichtungen und Messsysteme lie- • Software-Integritätsprüfung
gen bestätigte Fähigkeitsuntersuchungen vor.
• Kalibrierstatus (Prüfplakette,
Prüfeinrichtungen und Messsysteme sind gekenn- Barcode, Gravur etc.)

C
zeichnet, der Status der Gültigkeit wird überwacht.
• Referenzteile

M
Ein Prozess zur periodischen Überwachung der
Prüfeinrichtungen und Messsysteme ist installiert

Q
und umgesetzt.
Bei Abweichungen erfolgt eine Bewertung mögli-
cher Risiken bezogen auf Prozess, Produkt und A
Kunde. Maßnahmen sind definiert und wirksam um-
D
gesetzt.
Zubehör für Prüfeinrichtungen und Messsysteme,
V

welche Einfluss auf das Messergebnis haben, wer-


den auf die gleiche Weise überwacht.
ht
ig

P6.4.4 Sind die Arbeits- und Prüfplätze den Erfordernissen angemessen?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung


yr

Sowohl die Arbeitsplatz- als auch die Umgebungs- • Ordnung und Sauberkeit, 5S
op

bedingungen sind auf Arbeitsinhalte und die Pro-


• Beleuchtung
dukte abgestimmt, um Verschmutzung, Beschädi-
gung und Verwechslung vorzubeugen bzw. auszu- • Geräuschbelastung
C

schließen. • Klimatisierung
Dies gilt auch für dauerhaft und temporär eingerich-
• Reinraum/Sauberkeitsraum
tete Nacharbeits-, Sortier- und Prüfplätze.
• ESD
Die Arbeitsplatzgestaltung ist der Arbeitsaufgabe
angepasst. • Arbeitsplatzorganisation
• Umfeld/Handling der Bau-
teile am Arbeitsplatz
• Arbeitssicherheit

88
P6.4.5 Werden Werkzeuge, Einrichtungen und Prüfmittel sachgemäß gelagert?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Alle Werkzeuge, Einrichtungen und Prüfmittel müs- • Beschädigungssichere Lage-


sen sachgemäß gelagert werden. rung, z.B. Anfahrschutz
Beschädigungsfreie Lagerung und Schutz gegen- • 5S-Methodik
über Umwelteinflüssen ist sichergestellt.
• Definierter Lagerort, z.B. Bo-
Ordnung und Sauberkeit sind gewährleistet. denmarkierung
Die Ausgabe und Verwendung ist geregelt und wird • Nachvollziehbare Lagerver-
dokumentiert. waltung

C
M
Prozesselement P6: Prozessanalyse Produktion

Q
P6.5 Wie wirkungsvoll wird der Prozess durchgeführt?
Effektivität und Effizienz

P6.5.1
A
Sind für den Produktionsprozess Zielvorgaben vorhanden?
D
Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung
V

Prozessspezifische Ziele sind festgelegt, werden • Kennzahlen für Produktions-


überwacht und kommuniziert.
ht

prozess, z. B. produzierte
Für die Zielvorgaben sind Kundenanforderungen Stückzahl, Qualitätskennzah-
len, Durchlaufzeiten, Fehler-
ig

berücksichtigt.
kosten, Prozesskennzahlen,
Ein regelmäßiger Soll-/Ist-Vergleich wird durchge- Anlagen- und Maschinenver-
yr

führt und dokumentiert. fügbarkeit


op

• First time trough quality, First


pass yield
• Reduzierung von Ver-
C

schwendung (z. B. Aus-


schuss und Nacharbeit,
Energie und Prozessstoffe)

89
P6.5.2 Werden Qualitäts- und Produktionsprozessdaten auswertbar erfasst?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die zum Nachweis der Produktkonformität notwen- • Regelkarten


digen Qualitäts- und Prozessparameter (Soll-
• Fehlersammelkarten
Werte) sind festgelegt und dokumentiert. Die IST-
Daten sind erfasst und ausgewertet. • Fehlerarten/Fehlerhäufigkei-
ten
Besondere Ereignisse sind dokumentiert.
• Ausschuss/Nacharbeit
Die erfassten Daten sind zu Produkt und Prozess
zuordenbar, auffindbar, lesbar, zugänglich und • Prozessdatenblatt mit Para-
nach den Anforderungen archiviert. Anforderungen meterveränderungen

C
zur Rückverfolgbarkeit sind dabei berücksichtigt.
• Schicht-/Maschinenbuch

M
Die erfassten Daten sind ausgewertet und entspre-
• Takt-, Durchlaufzeiten
chende Maßnahmen zur Verbesserung eingeleitet.
• Störmeldungen (z. B. Anla-

Q
Das Verbesserungspotenzial muss kontinuierlich
genstillstand, Stromausfall,
aus bisherigen Erkenntnissen zu Qualität, Kosten,
Programmfehlermeldungen)
Service ermittelt werden. A • Ausbringung/Verfügbarkeit
D
• Sperrmitteilungen/Sortierakti-
onen
V

• Rückverfolgbarkeit
ht
ig
yr
op
C

90
P6.5.3* Werden bei Abweichungen von Produkt- und
Produktionsprozessanforderungen die Ursachen analysiert und die
Korrekturmaßnahmen auf Wirksamkeit überprüft?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Bei Produkt-/Produktionsprozessabweichungen • 8D-Methode


sind Sofortmaßnahmen zur Einhaltung der Anforde-
• Ursachen-/Wirkungsdia-
rungen umgesetzt, bis die Wirksamkeit der Korrek-
gramm
turmaßnahmen nachgewiesen ist. Die Sofortmaß-
nahmen sind den Mitarbeitern bekannt. • Taguchi, Shainin
Geeignete Methoden zur Ursachenanalyse werden • Methode 5W

C
angewendet.
• Prozessfähigkeitsanalyse

M
Wiederholfehler sind erfasst, eine entsprechend de-
• Design- und Prozess-FMEA
tailliertere Ursachenanalyse ist durchzuführen.
• Abweichgenehmigung/

Q
Korrekturmaßnahmen sind aus der Ursachenana-
Sonderfreigabe
lyse abgeleitet, deren Umsetzung ist überwacht und
die Wirksamkeit verifiziert. • Ergänzende Dimensions-,
A
Produktionslenkungsplan und Risikoanalyse wer-
Werkstoff-, Funktions-, Dau-
erlaufprüfungen
D
den ereignisorientiert aktualisiert.
Abweichungen, die Auswirkungen auf die Eigen-
V

schaften des ausgelieferten Produktes haben, sind


dem Kunden kommuniziert.
ht
ig
yr
op
C

91
P6.5.4 Werden Prozesse und Produkte regelmäßig auditiert?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Das Auditprogramm für Prozess- und Produktaudits • Spezifikationen


basiert auf Kundenanforderungen und spezifischen
• Besondere Merkmale
Risiken und ist umgesetzt.
• Auditprogramme inkl. plan-
Die durchgeführten Prozess- und Produktaudits
mäßiger und ereignisorien-
sind geeignet, die spezifischen Risiken und
tierter Audits
Schwachstellen zu identifizieren.
• Frequenz von Audits
Bei Auditabweichungen wird eine Ursachenanalyse
durchgeführt, Korrekturmaßnahmen abgeleitet, de- • Auditergebnisse, Auditbe-

C
ren termingerechte Umsetzung überwacht und die richte, Maßnahmenpläne

M
Wirksamkeit verifiziert.
• Qualifikation des Auditors
Bei Auditabweichungen, die Auswirkungen auf be-
• Auditumfang, z. B.: P5, P6,

Q
reits ausgelieferte Produkte haben, wurde der
P7
Kunde informiert.
• Kennzeichnung, Verpackung
A • Änderungsstand von Einzel-
teilen und Software
V D
ht
ig
yr
op
C

92
Prozesselement P6: Prozessanalyse Produktion

P6.6 Was soll der Prozess leisten?


Prozessergebnis (Output)

P6.6.1 Sind die Mengen/Fertigungslosgrößen auf den Bedarf abgestimmt und


werden sie gezielt zum nächsten Produktionsprozessschritt weitergelei-
tet?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Produkte müssen durch geeignete Transport- • KANBAN


mittel an definierte Lagerplätze/Stellplätze weiterge-
• FIFO/FEFO

C
leitet werden.
• JIT/JIS

M
Die Auftragsmenge/Losgröße für eine bedarfsge-
rechte Weiterleitung von Produkten zum definierten • Lagersteuerung

Q
Platz ist berücksichtigt.
• Fertigungsmengen auf Kun-
Der Verwendungsstatus (i.O., Nacharbeit, Aus- denbedarf abgestimmt
schuss etc.) des Produktes muss aus der Kenn- A • Technische Sauberkeit
zeichnung (Bauteil, Behälter etc.) ersichtlich sein.
D
Die Kennzeichnung des Änderungsstandes muss
nachvollziehbar sein.
V

Es ist sichergestellt, dass nur i.O.-Produkte zum


nächsten Produktionsprozessschritt weitergeleitet
ht

werden.
Die Rückgabe von Restmengen einschließlich de-
ig

ren mengenmäßiger Erfassung und Weiterverarbei-


tung ist geregelt.
yr
op
C

93
P6.6.2 Werden Produkte zweckmäßig gelagert und sind die
Transportmittel/Verpackungseinrichtungen auf die speziellen
Eigenschaften der Produkte abgestimmt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die Produkte müssen durch eine zweckmäßige La- • Schutz vor Beschädigung
gerung und Verpackung vor Beschädigungen ge-
• ESD-Schutz bei Elektronik-
schützt sein.
bauteilen
Interne und kundenspezifische Verpackungsanfor-
• Technische Sauberkeit
derungen sind bekannt und umgesetzt. Dies gilt
auch für freigegebene Ersatzverpackungen. • Ordnung und Sauberkeit,

C
5S, Überfüllung (Lager-
Die Lagerplätze/Behälter müssen die Sauberkeits-
plätze, Behälter)

M
anforderungen erfüllen.
Vorgegebene Lagerzeiten müssen überwacht wer- • Überwachung der Lager-
zeit/Lagermengen (Höchst-,

Q
den.
Mindestlagerzeiten, vorge-
Die Produkte sind während Lagerung und Versand schriebene Zwischenlager-
A
gegenüber Umwelt-/Klimaeinflüssen zu schützen.
Die Anforderungen gelten für die Handhabung in-
zeit)
• Vorgaben zur Reinigung von
D
nerhalb der Produktionsprozesse und den Versand. Verpackungen
V

• Ausreichende Anzahl an
Verpackungen
ht
ig

P6.6.3 Werden die Nachweise und Freigaben dokumentiert?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung


yr

Die Freigabe von Produkten sowie die zugehörigen • Kundenspezifikationen


op

Nachweise sind dokumentiert.


• Kundenvorgaben zu Archivie-
Sonderfreigaben/Abweichgenehmigungen sind do- rungsfristen
C

kumentiert. Diese umfassen den festgelegten Zeit-


• Archivierungsvorgaben/-an-
raum oder die Anzahl der Produkte.
forderungen (z. B. EDV, Pa-
Interne- und Kundenvorgaben zur Dokumentation pier, Brandschutzbestimmun-
von Nacharbeit oder Reparatur sind umgesetzt. gen, Lesbarkeit)
Die Rückverfolgbarkeit der Produkte ist sicherge- • Teilelebenslauf
stellt.
Für die Archivierung sind die Kundenanforderungen
umgesetzt.

94
P6.6.4* Werden die Kundenanforderungen bei der Auslieferung des Produkts
erfüllt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die kundenspezifischen Anforderungen wie Liefer- • Qualitätsvereinbarungen


treue, Qualitätsziele, Qualitätsleistung bezogen auf mit Kunden
das Endprodukt sind bekannt und werden kontinu-
• Verpackungsvorschrift
ierlich überwacht, beurteilt und dokumentiert.
• Zielvereinbarungen
Bei Abweichungen werden Ursachen analysiert,
Maßnahmen definiert und umgesetzt. • Versandaudits
Produkte werden gemäß Kundenanforderungen ge- • Kundenvorgaben zur

C
kennzeichnet, gelagert und versendet. Kennzeichnung (z. B.:

M
Bei Sonderfreigaben/Abweichgenehmigungen sind VDA-Label)
Produkte/Verpackungen als solche gekennzeich- • Kennzeichnung bei Son-

Q
net. derfreigaben
Interne und Kundenvorgaben für die Kennzeich-
A
nung von nachgearbeiteten oder reparierten Pro-
dukten sind umgesetzt.
D
Der Umgang mit beigestellten Produkten ist gere-
gelt.
V

Wenn Ausliefersperren den Kunden betreffen, ist


dieser zu informieren und die weitere Vorgehens-
ht

weise abzustimmen.
ig
yr
op
C

95
7.7 Kundenzufriedenheit/Kundenbetreuung/Service (P7)

Prozesselement P7: Kundenbetreuung/Service

P7.1 Werden die Anforderungen bezüglich QM-System und Produktkonformi-


tät erfüllt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Die internen und kundenspezifischen Anforderun- • Qualitätsvereinbarungen mit


gen an das QM-System und dessen Weiterentwick- dem Kunden
lung werden erfüllt. Hierbei sind die Prozesse der
• Requalifikationskonzept, z. B.
Organisation (inklusive der ausgegliederten Pro-

C
durchgeführte Produktaudits,
zesse) und der Lieferkette berücksichtigt.
Funktionsprüfungen, Dauer-

M
Requalifikationsprüfungen werden gemäß Kunden- laufprüfungen
anforderungen durchgeführt
• Zertifizierung des QM-Sys-

Q
Kundenanforderungen zur Rücknahme von Teilen tems
und deren Recycling müssen umgesetzt sein.
• Nachweise zur Konformität,
A
Nachweise zur Konformität mit notwendigen natio-
nalen und internationalen Vorschriften liegen vor.
z. B. Allgemeine Bauartge-
nehmigungspflichtige Bau-
D
teile, CCC, ECE, DOT, Zerti-
V
fikate, Prüfberichte
ht
ig
yr
op
C

96
P7.2 Ist die Kundenbetreuung gewährleistet?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Es ist zu gewährleisten, dass kompetente An- • Kenntnisse zum Produktein-


sprechpartner für die unterschiedlichen Organisati- satz
onsbereiche des Kunden zur Verfügung stehen.
• Kenntnisse zu Produktprob-
Die Kommunikation ist gemäß den Kundenvorga- lemen, Produkt-, Transport-
ben sichergestellt. reklamationen
Die Produktbeobachtung im Feld ist sichergestellt. • Umsetzung neuer Anforde-
Der Zugriff auf Kundenportale gemäß den kunden- rungen

C
spezifischen Vereinbarungen ist gewährleistet und • Mitteilung von Verbesse-
die erforderlichen Daten sind aktuell/gepflegt. rungsmaßnahmen

M
• Weltweite Kundenbetreuung

Q
• Information des Kunden bei
Abweichung von den Anfor-
derungen
A • Erforderliche Daten (z. B.
D
Zertifikate, Kontaktdaten)
V
ht
ig
yr
op
C

97
P7.3* Ist die Lieferfähigkeit sichergestellt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Konzepte inkl. Absicherung von Notfällen zur Si- • Notfallpläne (z. B. für alterna-
cherstellung der Lieferfähigkeit sind vorhanden und tive Fertigungen, Zulieferan-
aktuell. Hierbei sind die Prozesse der Organisation ten, Verpackungen, Trans-
(inklusive der ausgegliederten Prozesse) und der porte)
Lieferkette zu berücksichtigen. Dies umfasst auch
• Kapazitäten und Reaktions-
immaterielle Produkte wie Software etc.
zeit für Sortieraktionen
Risiken und daraus resultierende Auswirkungen für
• Einsatz fremder Kapazitäten
den Kunden sind berücksichtigt.

C
• Kommunikation bei Liefer-
Es müssen Abläufe installiert sein, die gewährleis-
engpässen

M
ten, dass die Organisation sofort nach Erkennen
von Lieferengpässen den Kunden informiert. Die In- • Regelung der Entschei-
formation enthält die voraussichtliche Dauer, den dungsbefugnisse/Eskalations-

Q
Umfang des Lieferengpasses, den Grund und die stufen bei der Einleitung von
eingeleiteten Maßnahmen. Sondermaßnahmen
Die Kundenanforderungen zur Ersatzteilversor-
A
gung, während und nach der Serienphase, müssen
• Sperrung von Teilen
D
• Einbeziehung von Lieferan-
umgesetzt sein.
ten zur Ersatzteilversorgung
V

• Bereitstellung von Software-


updates
ht
ig
yr
op
C

98
P7.4* Werden bei Reklamationen Fehleranalysen durchgeführt und
Korrekturmaßnahmen wirksam umgesetzt?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Bei 0-km und Feldreklamationen kommt ein Rekla- • Prozess zur Reklamations-
mationsprozess, der die Kundenvorgaben erfüllt, bearbeitung und Schadteil-
zur Anwendung. analyse Feld
Analyseabläufe müssen definiert sein. Die notwen- • Interne/externe Analysemög-
digen personellen und materiellen Ressourcen sind lichkeiten (Labore, Prüf-/
verfügbar, um eine fristgerechte Bearbeitung si- Testeinrichtungen, Personal)
cherzustellen. Die mit dem Kunden vereinbarten
• Einsatz von Problemlösungs-

C
Fristen sind einzuhalten, Abweichungen sind zu
methoden (8D)
kommunizieren.

M
• Informationsfluss bei Abwei-
Bei Feldreklamationen ist ergänzend ein Schadteil-
chung bis zum Kunden
analyseprozess gemäß Kundenanforderungen

Q
durchzuführen (z. B. VDA-Band Schadteilanalyse • Wissensspeicher, Lessons
Feld). Learned
A
Schnittstellenvereinbarungen bei von Kunden vor-
gegebenen Lieferanten (Setzlieferanten) sind be-
• Qualitätsregelkreis
D
• Risikoanalyse (z. B. FMEA,
rücksichtigt.
HARA)
V

• Zugriff auf die notwendigen


Freigabedokumente (z. B.
ht

PPF)
ig
yr
op
C

99
P7.5 Ist das Personal für die jeweiligen Aufgaben qualifiziert und sind die
Verantwortlichkeiten definiert?

Bewertungsrelevante Mindestanforderungen Beispiele zur Umsetzung

Es muss festgelegt sein, welche Verantwortungen, • Organigramm und Eskalati-


Aufgaben und Befugnisse die Mitarbeiter in ihrem onsabläufe
jeweiligen Aufgabengebiet haben.
• Nachweis von Kenntnissen
Schulungsbedarfe müssen in Bezug auf die Auf- zu: Produkt/Spezifikationen/
gabe individuell ermittelt und umgesetzt werden. spezielle Kundenanforderun-
Die Mitarbeiter kennen die Produkte und die Folgen gen
fehlerhafter Arbeitsausführung für die Lieferfähig- • Normen/Gesetze (Produkt-

C
keit bzw. die Qualität des Endproduktes. haftung)

M
• Vorgesehener Einsatz-
zweck/Gebrauch

Q
• Fehleranalyse
• Bewertungsmethoden (z. B.
A Audit, Statistik)
D
• Qualitätsmethoden (z. B. Pa-
reto, 8D, Ursachen-/
V

Wirkungsdiagramm, 5-Why)
• Fremdsprachenkenntnisse
ht
ig
yr
op
C

100
8 Glossar und Abkürzungsverzeichnis
Definitionen und Begriffe aus den VDA-Publikationen werden im übergreifen-
den Online-Glossar des VDA QMC zur Verfügung gestellt:
https://vda-qmc-learning.de/module/glossar/glossar.php

Abkürzung Langbezeichnung

AIAG Automotive Industry Action Group

Automotive
“SPICE” ste t ür “Software Process Improvement and Capability Determination”
SPICE®

CAx Computer-aided x

C
CMMI Capability Maturity Model Integration

M
DIN Deutsches Institut für Normung

Q
EDn Erfüllungsgrad eines ro esse ementes ür Dienst eistungen (D , D3, …, D )

ESD electrostatic discharge

EG
A
Der Gesamterfüllungsgrad für das Prozessaudit
D
EG(PGn) Gesamterfüllungsgrad je Produktgruppe
V
En Erfüllungsgrad eines Prozessschrittes

EPn Erfüllungsgrad eines ro esse ements ( , 3, …, )


ht

EU1 Unterelement von P6 oder D6: Prozess-Input


ig

EU2 Unterelement von P6 oder D6: Arbeitsinhalte

EU3 Unterelement von P6 oder D6: Personelle Ressourcen


yr

EU4 Unterelement von P6 oder D6: Materielle Ressourcen


op

EU5 Unterelement von P6 oder D6: Wirkungsgrad

EU6 Unterelement von P6 oder D6: Prozess-Output


C

i.O. in Ordnung

IEC International Electrotechnical Commission

Inmetro National Institute of Metrology, Standardization and Industrial Quality

ISO International Organization for Standardization

n.b. nicht bewertet

n.i.O. nicht in Ordnung

P1 Prozesselement: Potenzialanalyse

101
Abkürzung Langbezeichnung

P2 Prozesselement: Projektmanagement

P3 Prozesselement: Planung der Produkt- und Prozessentwicklung

P4 Prozesselement: Realisierung der Produkt- und Prozessentwicklung

P5 Prozesselement: Lieferantenmanagement

P6 Prozesselement: Prozessanalyse Produktion

P7 Prozesselement: Kundenbetreuung, Kundenzufriedenheit, Service

REACH Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals

C
RoHS Restriction of Hazardous Substances

M
SAE Society of Automotive Engineers

VDA Verband der Automobilindustrie e. V.

Q
A
V D
ht
ig
yr
op
C

102
9 Downloads
Da die Darstellung der Tabellen und Grafiken durch das Buchformat nur
bedingt möglich ist, stellen wir Ihnen diese unter folgender URL:
www.vda-qmc.de/downloads kostenlos als PDF zur Verfügung.
Zudem wird auf dieser Seite ein Formular für die Lieferantenselbstauskunft
zum Download angeboten.

Zugangsdaten:

Benutzername: prozessaudit

C
Passwort: vda_6.3

M
Q
A
V D
ht
ig
yr
op
C

103
Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie

Den aktuellen Stand der veröffentlichten VDA Bände zum Qualitätsmana-


gement in der Automobilindustrie (QAI) finden Sie im Internet unter
http://www.vda-qmc.de.
Auf dieser Homepage können Sie auch direkt bestellen.

C
M
Q
A
V D
ht
ig
yr
op
C

Bezug:

Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)


Qualitäts Management Center (QMC)
10117 Berlin, Behrenstr. 35
Telefon +49 (0) 30 89 78 42-235, Telefax +49 (0) 30 89 78 42-605
E-Mail: info@vda-qmc.de, Internet: www.vda-qmc.de

104
C
op
yr
ig
ht
VD
A
Q
M
C

105

Das könnte Ihnen auch gefallen