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Handelsakademie Bregenz

Hinterfeldgasse 19
6900 Bregenz

TITEL

no plastics –
Lebe jetzt plastikfrei!

VERFASSERIN
Elena Immler, 5da und Elma Toromanovic, 5ba

SCHULJAHR
2019/2020

BETREUER
MMag. Günter Berger
Eidesstattliche Erklärung
Ich erkläre eidesstattlich, dass ich die Arbeit selbständig angefertigt, keine anderen als die
angegebenen Hilfsmittel benutzt und alle aus ungedruckten Quellen, gedruckter Literatur
oder aus dem Internet im Wortlaut oder im wesentlichen Inhalt übernommenen
Formulierungen und Konzepte gemäß den Richtlinien wissenschaftlicher Arbeiten zitiert,
durch Fußnoten gekennzeichnet bzw. mit genauer Quellenangabe kenntlich gemacht habe.

Bregenz, Februar 2020


Elena Immler

Elma Toromanovic
GENDER-ERKLÄRUNG
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Diplomarbeit die Sprachform des
generischen Maskulinums angewandt. Es wird an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die
ausschließliche Verwendung der männlichen Form geschlechtsunabhängig verstanden
werden soll.
Projektstrukturplan
Thema der Diplomarbeit no plastics – Lebe jetzt plastikfrei!

Schule Handelsakademie Bregenz

Klasse/Jahrgang/Schuljahr 5da/2020 & 5ba/2020

Ausbildungsschwerpunkt/Fachrichtung Ökosoziales Qualitätsmanagement

Projektstarttermin Juni 4. Jahrgang

Projektendtermin April 5. Jahrgang

Ausgangslage der Diplomarbeit

Plastik ist im Alltag überall präsent. Das weckte unser Interesse im Hinblick auf dieses
Thema. Jeder benutzt Plastik, doch keiner versucht sich intensiv mit einer Lösung zu
befassen.
Nach einem informativen Gespräch mit der Umdenkerin Corinna Amann zum Thema
„Plastikfreier leben“ und einigen Einblicken in die heutige Nutzung von Plastik, waren wir
uns sicher, dass wir uns mit diesem Thema intensiver befassen wollen.

Zielsetzung der Diplomarbeit

In der heutigen Zeit sind viele Menschen gegenüber Alternativen zu Plastik sehr abgeneigt,
da sie denken, es sei viel aufwändiger, auf den Giftstoff Plastik zu verzichten. Wir wollen
das Gegenteil beweisen!
Dieser Denkweise wollen wir mit unserer Diplomarbeit entgegenwirken und mit unserer
Dokumentation veranschaulichen, dass auch kleine Umsetzungen viel bewirken.
Selbstständige in sich geschlossene vorwissenschaftliche Diplomarbeit zum Thema
„no plastics – Lebe jetzt plastikfrei“ lt. Vorgaben erstellt, unter besonderer
Schwerpunktsetzung:

Elma Toromanovic
 Plastik
o Die Geschichte von Plastik
o Was ist Plastik genau?
o Plastikarten
o Mikroplastik
o Auswirkungen von Plastikmüll
o Folgen von Plastik im Hinblick auf die Zukunft
Elena Immler
 Leben ohne Plastik
o Wo fange ich an?
o Tipps und Tricks, um Plastik im Alltag zu vermeiden
o Pyramide des nachhaltigen Konsums
o Recyceln von Plastik
o Das Holzinger Modell
 Selbstversuch - eine Woche plastikfrei zu sein im Vergleich zu einer Woche
normal / Dokumentation
Elma Toromanovic
 Verbunden mit dem Praktikum in Irland
o Plastikgebrauch in einem anderen Land
o mehr/weniger Plastikgebrauch
o Erklärung von Corinna Amanns „Lädele“
Elena Immler
 Umfrage in Corinna Amann´s „Lädele
o Fazit der Befragung
Kontinuierliche Betreuung durch Professor MMag. Günter Berger erfolgt.

Elena Immler, 5dA


Projektmitglieder
Elma Toromanovic, 5bA

Kooperationspartner Corinna Amann

Projektmanager Elena Immler, 5dA

Bücher
 Plastiksparebuch (Team
smarticular)
Literaturrecherche  Noch besser leben ohne Plastik
(Nadine Schubert)
 Glücklich leben ohne Müll! (Bea
Johnson)
Tabelle 1: Projektstrukturplan
Abstract Deutsch
Als im Ausbildungsschwerpunkt „Ökosoziales Qualitätsmanagement“ die Themenbereiche
besprochen wurden, stellte unser Lehrer einige Beispiele vor. Unser Projektteam wurde auf
viele verschiedene Themen aufmerksam und kam am Ende zum Entschluss, über das Thema
„Plastik und deren Auswirkungen“ zu schreiben. Das Thema Plastik ist sehr umfangreich und
somit musste sich unsere Gruppe auf viele Einzelpunkte festlegen und auf ein Projekt, dass
wir daraufhin verwirklichen wollten.

Wir einigten uns schließlich darauf, das Plastikvorkommen in unserer Umgebung genauer
aufzuzeigen und verschiedene Möglichkeiten aufzuweisen, wie man dieses Vorkommen
senken kann. Dafür haben wir uns entschieden, unser Auslandspraktikum in Irland
einzubeziehen, um einen Ländervergleich innerhalb der EU zu machen.

Nachdem wir uns auf die oben genannten Punkte geeinigt haben, wurden wir noch auf das
Geschäft der Einzelunternehmerin Corinna Amann aufmerksam. Corinna Amann führt ein
Geschäft in Satteins, das vollkommen plastikfrei ist und viele Produkte, seien es Lebensmittel
oder Hygieneartikel, im Sortiment hat. Als feststand, dass Corinna Amann unsere
Projektpartnerin wird, wurde Elena selbst dazu motiviert, eine Woche komplett plastikfrei zu
leben und dies zu dokumentieren. Dazu bekamen wir auch noch die Möglichkeit, eine
Kundenumfrage in Corinna Amanns „Lädele“ durchzuführen.

Die Kundenumfrage verlief sehr gut und die Kunden in Corinna Amanns Geschäft waren
begeistert. Viele der Kunden waren zuversichtlich und lobten unser Engagement. Dies
motivierte uns auf unserem Weg, plastikfreier zu leben!

Nach all unseren Umfragen und der Dokumentation in Irland und in Vorarlberg, haben wir
dies in unserer Diplomarbeit zusammengefügt.

Unsere Diplomarbeit zeigt somit alle Nachteile und negativen Auswirkungen auf unsere
Umwelt auf. Der plastikfreiere Lebensstil war und bleibt unser Ziel, jedoch wollten wir mit
unserer Arbeit so viele Menschen wie möglich darauf aufmerksam machen und vor allem
aufweisen, wie leicht es doch sein kann.
Abstract English
When the subject areas were discussed, our teacher presented some example topics. Our
project team finally different topics and finally decided to write about "plastic and its
effects".
The subject of plastic is very extensive, therefore, our group had to commit itself to many
individual points and to a project that we wanted to implement as a result.

We finally agreed to display the plastic deposits in great detail and to show different ways of
reducing our plastic wage. Moreover, we decided to include a country comparison within the
EU, we laid our focus on the use of plastic in Ireland.

After we had agreed on the above-mentioned points, we became aware of the business of
the sole proprietor Corinna Amann. Corinna Amann runs a shop in Satteins that is
completely plastic-free and offers a wide range of products, food as well as hygiene
products.

When it was clear that Corinna Amann would become our project partner, we became
motivated to live completely free of plastic for a week and to document this. We also had
the opportunity to conduct a customer survey in Corinna Amann's “Lädele”. The customer
survey went very well and the customers in Corinna Amann's business were enthusiastic.
Many of the customers were confident and praised our commitment. This motivated us to
continue living plastic-free on our way!

After we had carried out all our surveys and finished the documentation in Ireland and in
Vorarlberg, we put our findings together in our diploma thesis. Our diploma thesis shows
which negative effects plastic has on our environment. The plastic-free lifestyle was and
remains our goal, but with our work we wanted to draw the attention of as many people as
possible on the importance of a plastic-free life, as well as showing how easy this can be.
Inhaltsverzeichnis

1 Projektorganisation..........................................................................................................13
1.1 Projektbeteiligte.......................................................................................................13

1.2 Ansprechpersonen....................................................................................................14

2 Danksagung.......................................................................................................................15

3 Einleitung..........................................................................................................................16

4 Plastik (Elma Toromanovic)..............................................................................................17


4.1 Die Geschichte von Plastik........................................................................................17

4.1.1 Plastik im 16. Jahrhundert................................................................................17

4.1.2 Plastik im 19. Und 20. Jahrhundert...................................................................18

4.1.3 Plastik heute.....................................................................................................20

4.2 Was ist Plastik genau?..............................................................................................21

4.3 Plastikarten...............................................................................................................23

4.4 Mikroplastik..............................................................................................................26

4.5 Auswirkungen von Plastikmüll..................................................................................27

4.5.1 Auswirkungen auf die Erde...............................................................................28

4.5.2 Auswirkungen auf die Tierwelt.........................................................................29

4.5.3 Auswirkungen auf den Menschen....................................................................33

4.6 Folgen von Plastik im Hinblick auf die Zukunft.........................................................34

4.6.1 Plastikgebrauch in Europa................................................................................34

5 Leben ohne Plastik (Elena Immler)...................................................................................36


5.1 Wo fange ich an?......................................................................................................36

5.1.1 Plastikfrei leben ist kein Zustand, sondern ein Weg. Wo wird angefangen,
Plastik im Alltag zu vermeiden?........................................................................................36

5.1.2 Wo wird Plastik benötigt?.................................................................................37

5.1.3 Wie hoch ist der eigene Plastikverbrauch?......................................................37


5.1.4 Welches Plastik ist wichtig?..............................................................................39

5.1.5 Wo kommt unnötiges Plastik zum Vorschein?.................................................39

5.2 Tipps und Tricks, um Plastik im Alltag zu vermeiden...............................................40

5.2.1 Kein schlechtes Plastik mehr kaufen................................................................40

5.2.2 Langlebiges Plastik bleibt, solange es den Nutzen erfüllt................................41

5.2.3 Kurzlebiges Plastik soll strikt vermieden werden.............................................41

5.2.4 Bei Neuanschaffungen versuchen, auf plastikfreie Alternativen auszuweichen


41

5.2.5 Bei der Anschaffung auf plastikfreie Transportmittel setzen...........................42

5.2.6 Nachhaltige Mülltüten......................................................................................42

5.2.7 Coffee to go: Thermobecher statt Plastikbecher..............................................43

5.2.8 Leitungswasser statt Flaschenwasser...............................................................43

5.2.9 Plastikfreier Schulalltag.....................................................................................44

5.2.10 Mode beziehungsweise Kleidung umstellen....................................................45

5.2.11 Bienenwachstücher als Verpackungsmittel......................................................47

5.2.12 Plastikfrei einfrieren.........................................................................................47

5.3 Die Pyramide des nachhaltigen Konsums.................................................................48

5.3.1 Nutzen, was man schon hat..............................................................................48

5.3.2 Reparieren Was du hast....................................................................................49

5.3.3 Mach selber......................................................................................................50

5.3.4 Leihe aus...........................................................................................................51

5.3.5 Tauschen statt wegwerfen................................................................................51

5.3.6 Gebraucht kaufen.............................................................................................52

5.3.7 Neu kaufen – möglichst umweltfreundlich und regional.................................52

5.4 Recyceln von Plastik..................................................................................................53

5.4.1 PET oder PETE...................................................................................................53

5.4.2 HDPE.................................................................................................................54
5.4.3 PVC....................................................................................................................54

6 Das Holzinger Modell (Elena Immler)...............................................................................56

7 Dokumentation des Selbstversuchs (Elena Immler).........................................................60


7.1 Küche........................................................................................................................60

7.1.1 Speiseplan.........................................................................................................60

7.1.2 Einkauf..............................................................................................................63

7.2 Badezimmer..............................................................................................................65

7.3 Wäsche waschen......................................................................................................67

7.4 Saubermachen..........................................................................................................67

7.5 Haushaltsgegenstände..............................................................................................67

8 Verbunden mit dem Praktikum in Irland (Elma Toromanovic)........................................68


8.1 Plastikgebrauch in einem anderen Land (Irland)/in englischer Sprache..................68

8.1.1 Country Comparison.........................................................................................70

9 Erklärung von Corinna Amanns „Lädele“ (Elma Toromanovic)........................................72

10 Umfrage in Corinna Amanns „Lädele“ (Elena Immler).....................................................75


10.1 Fazit der Befragung...................................................................................................75

11 Fazit...................................................................................................................................76

12 Zusammenfassung............................................................................................................77

13 Projektmanagement/-organisation..................................................................................79
13.1 Meilensteinplan für den gesamten Diplomarbeitsprozess......................................79

13.2 Tabellarischer Projektstrukturplan...........................................................................80

13.3 Grafischer Projektstrukturplan.................................................................................82

13.4 Projektabschlussbericht............................................................................................83

13.5 Projekttools WhatsApp, Microsoft Teams, E-Mail....................................................85

14 Anhang..............................................................................................................................86
15 Literaturverzeichnis..........................................................................................................93

16 Tabellenverzeichnis..........................................................................................................96

17 Abbildungsverzeichnis......................................................................................................97
1 Projektorganisation
1.1 Projektbeteiligte
In der folgenden Tabelle (Tabelle 1) sind alle Projektbeteiligten mit sämtlichen, relevanten
Daten beschrieben.

Tabelle 2: Projektbeteiligte

Name: Elena Immler


Rolle: Projektmanager
E-Mail: elena.immler@hotmail.com
Telefon: 0664 8173750

Abbildung 1: Portrait Elena


Immler

Name: Elma Toromanovic


Rolle: Projektbeteiligte
E-Mail: elmatoromanovic5@gmail.com
Telefon: 0699 11043204

Abbildung 2: Portrait Elma


Toromanovic

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1.2 Ansprechpersonen

Tabelle 3: Ansprechpersonen

Name: MMag. Günter Berger


Rolle: Projektbetreuer
Fachgebiet: Kaufmännische Fächer
E-Mail: guenter.berger@hak-bregenz.at
Telefon: 0664 4240008

Abbildung 3: Portrait MMag.


Günter Berger

Name: Corinna Amann


Rolle: Kooperationspartnerin
E-Mail: email@plastikfreier.com
Telefon: 0676 6060280

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2 Danksagung
Unsere Diplomarbeit wäre ohne Unterstützung nicht möglich gewesen, deshalb möchten wir
uns recht herzlich bei einigen Personen bedanken.

Als allererstes richten wir einen großen Dank an unseren Betreuungslehrer MMag. Berger
Günter, für seine Hilfe in allen Phasen während der Vorbereitung und Durchführung dieser
Diplomarbeit. Vielen Dank für Ihre Geduld, Ihre tatkräftige Unterstützung, Ihren Rückhalt
und dass Sie an uns glaubten. Auch unsere Projektpartnerin hat ein ausgiebiges Dankeschön
verdient, da sie uns eine Kooperation mir ihr und ihrem selbst aufgebauten Laden
ermöglichte. Sie war immer für Rückfragen offen und erlaubte uns, eine Befragung in ihrem
„Lädele“ durchzuführen.

Und selbstverständlich geht der Dank auch an unsere Liebsten zuhause, an unsere Eltern,
unsere Geschwister und an unsere Freunde, für die offenen Ohren und die motivierenden
Worte, wenn wir mal wieder vor einem leeren Blatt gesessen haben und nicht weiter
wussten. Uns aufzubauen und zum Weitermachen ermutigen war bestimmt nicht immer
einfach.

Vielen Dank an alle, die uns entsprechend zur Seite standen und uns bei der Verwirklichung
unserer Diplomarbeit halfen.

Elena Immler und Elma Toromanovic

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3 Einleitung
In einer Zeit, in der man laufend mit dem Begriff „Umweltverschmutzung“ in den Medien
konfrontiert wird, muss sich etwas verändert haben. Da es für uns keinen Planeten B gibt,
wollen wir die Gesellschaft mit unserer Diplomarbeit darauf aufmerksam machen, den
Planeten A zu retten. Wir wollen Ideen darlegen, wie auch kleine Schritte in Richtung eines
sauberen Planeten helfen, Ressourcen zu sparen und Umweltverschmutzung zu stoppen.
Diese Tipps sind wichtig, damit wir voneinander lernen können. Zudem wollen wir ein
Zeichen setzen und aufzeigen, dass es möglich ist, die Plastikverschwendung durch einfache
Schritte zu verhindern, denn Plastik ist in gewissen Bereichen sehr einfach zu ersetzen.

In dieser Diplomarbeit erläutern wir, wie leicht es funktioniert, Plastik einzusparen.


Hauptsächlich setzen wir uns zum Ziel, in unserer Generation mehr Bewusstsein für
Plastikverschwendung zu schaffen. Kleine Missionen wie diese Diplomarbeit bereiten uns
Freude und inspirieren auch andere.

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4 Plastik (Elma Toromanovic)
Plastikbecher, Plastikteller, Plastikstrohhalme. Wir nennen alles Plastik, was zu den
sogenannten Kunststoffen zählt. Aber was ist Plastik eigentlich?

4.1 Die Geschichte von Plastik


Der Begriff „Plastik“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „geformte/formende
Kunst“.
(Plastic Planet kein Datum)

Plastik ist aber auch umgangssprachlich der Ausdruck für Kunststoffe aller Art. Kunststoffe
sind entweder künstlich – aus dem Rohstoff Erdöl – oder halbsynthetisch.
(vgl.Plastic Planet)

4.1.1 Plastik im 16. Jahrhundert


Der erste Kunststoff, Kasein, wurde bereits im 16. Jahrhundert aus Milcheiweiß hergestellt.
Gefäße und Schmuck - einige davon farbig - wurden hergestellt. Die industrielle Herstellung
von Kunststoff begann vor gut hundert Jahren mit einem von Leo Hendrik Baekeland
entwickelten Verfahren und dem Kunststoff, den er Bakelit nannte. Die Ausgangsprodukte
für die synthetische Herstellung von Kunststoffen werden noch heute aus Öl, Kohle und
Erdgas gewonnen. Rund 4 Prozent der Erdölprodukte aus den Raffinerien werden in der
Kunststoffindustrie eingesetzt. Der am meisten verwendete Rohstoff für die
Kunststoffherstellung ist Rohbenzin (Naphtha). Bei einem thermischen Crackprozess, der als
Cracken bezeichnet wird, wird das resultierende Benzin "auseinandergebrochen" und in
Ethylen (Ethen), Propylen (Propen), Butylen (Buten) und andere
Kohlenwasserstoffverbindungen umgewandelt.
(vgl.Plastic Planet)

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4.1.2 Plastik im 19. Und 20. Jahrhundert
„Bis zum Durchbruch von Kunststoffen, also der Nachbau makromolekularer Naturstoffe,
dauerte es noch bis ins frühe 20. Jahrhundert. Der Engländer Alexander Parkes entwickelte
1856 mit dem von ihm patentierten Parkes-Prozess das sogenannte Parkesine, den ersten
thermoplastischen Kunststoff.“
(Franke 2018)
„Der erste Kunststoff wurde auf der Weltausstellung im Jahr 1862 in London präsentiert. Er
hieß „Parkesine“ – nach seinem Erfinder Alexander Parkes, der ihn aus Zellulose ableitete.
Dieses organische Material ließ sich formen, während es erhitzt wurde, und behielt seine
Form nach dem Abkühlen bei. Wenige Jahre später entwickelte John Wesley Hyatt Zelluloid,
indem er Nitrozellulose unter Hitze und Druck und Beigabe von Kampfer und Alkohol in einen
verformbaren Kunststoff verwandelte.“
(Bund - Friends of the Earth Germany 2019)

„Thermoplaste lassen sich bei einer bestimmten Temperatur verformen. Es war der erste und
ursprünglichste Kunststoff, der dann Stammhalter einer großen Familie von Polymeren
wurde. Damals steckte es jedoch noch in den Kinderschuhen.“
(Franke 2018)

Der belgisch-amerikanische Chemiker Leo Hendrik Baekeland hatte 1907 viel mit
verschiedenen Substanzen experimentiert. Daraus kam das sogenannte Bakelit, der erste
wirkliche synthetische Kunststoff. Leo Hendrik Baekeland entdeckte PVC (Polyvinylchlorid),
indem er eine Probe in der Sonne ließ.
(vgl.Franke 2018)

Baekeland fand so heraus, wie Kunststoff in Massen produziert werden konnte. Jedoch
wurde 1922 das Grundprinzip der Makromoleküle von Chemiker Hermann Staudinger
gefordert. 1953 erhielt der Chemiker dafür den Nobelpreis für Chemie. Durch die Arbeit von
Hermann Staudinger ist bekannt, dass Polymere aus langen Molekülketten bestehen. Für die
Entwicklung von Kunststoffen, bestehend aus synthetischen Polymeren, ist diese Erkenntnis
bis heute prägend.
(vgl. Franke, 2018)

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Es hätte noch 40 Jahre dauern sollen, bis ein vollständig synthetischer Kunststoff entwickelt
wurde. Nach der Verbesserung von Baekeland der Phenol-Formaldehyd-Reaktionstechniken,
erfand dieser den ersten Kunststoff. Dieser enthielt keine in der Natur bekannten Moleküle.
Der Kunststoff Bakelit diente später als guter Isolator und langlebiges wie hitzebeständiges
Material. Fünf Jahre später patentierte Fritz Klatte den Kunststoff namens PVC.
(vgl.Bund - Friends of the Earth Germany 2019)
Kunststoffe waren bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts jedoch recht überschaubar in der
Marktnische. Nach der Entdeckung, dass ein Abfallprodukt der chemischen Industrie genutzt
werden kann, um es herzustellen, kam es zum großen Boom. Das bei der Produktion von
Natronlauge anfallende Chlor wurde als günstiger Ausgangsstoff verwendet. Somit begann
der bis heute andauernde Aufstieg von PVC.
(vgl.Bund - Friends of the Earth Germany 2019)

Im zweiten Weltkrieg stieg die Nachfrage, da mit dem Stoff die Kabel auf Militärschiffen
isoliert wurden. Zwar wurde schnell klar, wie PVC und dessen Produktion der Gesundheit
und der Umwelt schadet, jedoch wurde die petrochemische Industrie nur auf den Profit
aufmerksam. Schnell wurde PVC zum wichtigsten Kunststoff und ist in einer Vielzahl von
Haushalts- und Industrieprodukten vorhanden.
(vgl.Bund - Friends of the Earth Germany 2019)

Abbildung 4: Die Geschichte der wichtigsten Kunststoffe

(Bund - Friends of the Earth Germany


2019)

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Neben PVC setzte sich Polyethylen durch. Der Kunststoff wurde in den 1930er Jahren
erfunden und benutzt, um viele Plastiktaschen und Lebensmittelbehälter herzustellen. 1954
entdeckte der Chemiker Guilio Natta einen weiteren Kunststoff mit den Eigenschaften von
Polyethylen. Das damalige Image des Materials trug auch zum sogenannten Kunststoff-
Boom. Für jeden war klar: Plastik ist schick, sauber und modern.
(vgl.Bund - Friends of the Earth Germany 2019)

4.1.3 Plastik heute


„Heute zählen PVC, Polyethylen und Polypropylen zu den weltweit am meisten eingesetzten
Kunststoffen.“
(Bund - Friends of the Earth Germany 2019)
Um die Eigenschaften von Plastik zu verbessern werden häufig chemische Zusätze wie
Weichmacher, Flammschutzmittel oder Farbstoffe hinzugefügt. Diese Zusätze machen das
Plastik langlebig und flexibel. Aber genau diese Zusätze schaden der Gesundheit und der
Umwelt. Die Zusätze können nämlich aus dem Material austreten und in Wasser oder Luft
übergehen. Letztlich gelingen die Zusätze in unsere Lebensmittel.
(vgl.Bund - Friends of the Earth Germany 2019)
Eine neue Generation mit Kunststoffen aus Maisstärke gibt es auch schon. Außerdem gelang
es, aus Schalen von Krebstieren ein völlig neues Herstellungsverfahren für einen biologisch
abbaubaren Kunststoff zu entwickeln. Solche und viele andere Kunststoffe sind heute auf
Basis natürlicher Ausgangsstoffe in Strohhalmen, Einweggeschirr und Plastiktüten enthalten.
Dies ist leider ein zu kleiner Beitrag zur Lösung der Plastikkrise.
(vgl.Bund - Friends of the Earth Germany 2019)

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4.2 Was ist Plastik genau?
Plastik oder Kunststoff besteht aus kleinen chemischen Bausteinen, die sich zu größeren
Strukturen zusammensetzen. Meistens sehen diese dann wie lange Ketten oder wie ein
verflochtenes Netz aus. Die Werkstoffe für Plastik bestehen zum Großteil aus
Makromolekülen. Makromoleküle (griechisch makros = groß) werden umgangssprachlich
auch als sehr große Moleküle bezeichnet. Die Struktur eines Makromoleküls besteht im
Wesentlichen aus mehreren, sich wiederholenden Einheiten, die wiederum aus abgeleiteten
Molekülstrukturen mit niedriger Molekülmasse gebildet werden. Die daraus entstandenen
Kunststoffe werden in 3 Gruppen unterteilt.
(vgl.Chemie.de)

Thermoplaste:
„Thermoplaste sind Kunststoffe, die aus langen linearen Molekülen bestehen. Durch
Energiezufuhr werden diese Materialien formbar bis plastisch und schmelzen schließlich. Sie
können durch verschiedene Ur- und Umformverfahren in die gewünschte Form gebracht
werden. Nachdem das jeweilige Teil abgekühlt ist, behält es seine Form bei. Dieser Prozess ist
reversibel (umkehrbar).“
(Chemie.de)

„Die meisten der heute verwendeten Kunststoffe fallen unter diese Gruppe. Für einfache
Konsumwaren, Verpackungen etc. werden sie ebenso häufig eingesetzt, wie für technische
Teile in der Automobil- und Elektroindustrie oder in der Bauindustrie, insbesondere für
Dachbahnen, Fensterprofile und Rohre.“
(Chemie.de)

„Um neue, bisher noch nicht vorhandene Eigenschaften zu erzeugen, können auch zwei oder
mehrere Thermoplaste vermischt werden (Polyblend).“
(Chemie.de)

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Duroplaste:
„Duroplaste sind Polymere, die in einem Härtungsprozess aus einer Schmelze oder Lösung
der Komponenten durch eine Vernetzungsreaktion hervorgehen. Diese irreversible Reaktion
wird meist durch Erhitzen bewirkt. Eine Erwärmung von Duroplasten führt nicht zu einer
plastischen Verformbarkeit, sondern lediglich zu deren Zersetzung. Ausgehärtete Duroplaste
sind meist hart und spröde sowie im weitergehenden Fertigungsprozess nur noch mechanisch
bearbeitbar.“
(Chemie.de)

„Wegen ihrer mechanischen und chemischen Beständigkeit auch bei erhöhten Temperaturen
werden sie häufig für Elektroinstallationen verwendet. Einer der verbreitetsten und ältesten
Kunststoffe dieser Klasse ist Bakelit. In diese Gruppe fallen auch Polyester (PES),
Polyurethanharze für Lacke und Oberflächenbeschichtungen und praktisch alle Kunstharze
wie beispielsweise Epoxide.“
(Chemie.de)

Elastomere:
„Zu den Elastomeren gehören alle Arten von vernetztem Kautschuk. Die Vernetzung erfolgt
beispielsweise durch Vulkanisation mit Schwefel, mittels Peroxide, Metalloxiden oder
Bestrahlung.“
(Chemie.de)
„Die Elastomere sind weitmaschig vernetzt und daher flexibel. Sie werden beim Erwärmen
nicht weich und sind in den meisten Lösemitteln nicht löslich. Daher werden sie für
Hygieneartikel oder Chemikalienhandschuhe verwendet. Die Gummimischung von Autoreifen
ist ebenfalls ein Elastomer, das seine Eigenschaften durch Vulkanisation erhält.“
(Chemie.de)

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4.3 Plastikarten
Plastik wird in verschiedene Plastikarten unterteilt. Es werden verschiedene Eigenschaften
unterschieden. Man kann am Recycling-Code erkennen, um welche Plastikart es sich
handelt.
(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

Polyethylen (PE)
„Mit rund 30% Anteil an der Gesamtmenge ist Polyethylen der am meisten verwendete
Kunststoff. Polyethylen ist ein teilkristalliner und unpolarer Thermoplast. Durch die Wahl der
Polymerisationsbedingungen lassen sich Molmasse, Molmassenverteilung, mittlere
Kettenlänge und Verzweigungsgrad einstellen.“
(Kunststoff.de)
Meist taucht Polyethylen in Getränkekästen, Schüsseln, Folien, Kunstholz auf.
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

Probleme mit PE
„Polyethylen ist der weltweit am meisten hergestellte und verwendete Kunststoff und findet
vor allem Einsatz in Einwegverpackungen. Entsprechend groß ist sein Beitrag an der
weltweiten Plastikverschmutzung, insbesondere der Ozeane.“
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)
Polypropylen (PP)

Produkte mit PP: Plastiksackerl, Lebensmittelverpackungen, medizinische Geräte


(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)
Probleme mit PP

„Polypropylen (PP) ist so wie PE ein preisgünstiger Kunststoff. Er gilt als toxikologisch minder
problematisch, doch konnten Untersuchung von Polypropylen-Babyflaschen durch das Joint
Research Center der Europäischen Kommission das Entweichen von rund 30 Chemikalien in
die Babymilch nachweisen. Grenzwerte seien keine überschritten worden.“
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

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Polyvinylchlorid (PVC)
Bei PVC unterscheidet man Hart- und Weichprodukte.
(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)
Produkte Hart-PVC: Abflussrohre, Fensterprofile
(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)
Produkte Weich-PVC: Bodenbeläge, Rohre, Kinderspielzeug, Schläuche, Kunstleder, Tapeten
(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)
Probleme mit PVC (Gesundheitsgefahr)
PVC verursacht von der Produktion bis zu seiner Entsorgung gravierende Gesundheits- und
Umweltprobleme:

 Weich-PVC gibt gesundheitsschädliche Weichmacher ab! PVC kann bis zu 70 Prozent


aus Weichmachern (z.B. hormonschädigenden Phthalaten) bestehen. Diese dampfen
aus, werden abgerieben oder ausgewaschen. Es wurden auch hohe Nolyphenolwerte
(hormonschädigend) festgestellt (z.B. in Babypuppen und Lebensmittelfolien).
 Das Recycling von PVC-Produkten ist problematisch.
 Bei der Verbrennung entstehen Chlorgase und giftige Dioxine.
 Bei der Deponierung entscheiden Schadstoffe.

(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

Polystyrol (PS):
Produkte mit PS: Styropor, Gehäuse für Schalter, Joghurtbecher, Spielzeug
(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

Probleme mit PS
„Bei der Herstellung von Polystyrol kommt das krebserregende Benzol zum Einsatz. Bei der
Entsorgung gestaltet sich das Recyceln schwierig. Nur ein Prozent der jährlich erzeugten 14
Millionen Tonnen Styropor dürften derzeit recycelt werden.“
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

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Polyurethan (PU)
„PU lässt sich nicht recyceln und ist deshalb nicht an einem bestimmten Code erkennbar.“
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)
Produkte mit PU: Schuhe, Beschichtungen und Klebstoffe, Autositze, etc.
(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

Probleme mit PU
„Recycling ist sehr schwierig und die Verbrennung problematisch, da zahlreiche gefährliche
Chemikalien wie Isocyanate und toxische Blausäure freigesetzt werden können. Polyurethan
zersetzt sich in Deponien in giftige Stoffe.“
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

Polyethylenterephtalat (PET):
C-PET Produkte: Teile von Haushalts- und Küchengeräten, Computer, Maschinenbauteile,
Sicherheitsgurte, etc.
PET-Produkte: Getränkeflaschen, Verpackungen für Kosmetika und Lebensmittel, etc.

Probleme mit PET


„In Getränkeflaschen gibt PET Acetaldehyd (Ethanal) in die Flüssigkeit ab. Diese kann neutral
schmeckenden Getränken einen chemisch-süßlichen Geschmack verleihen. Deshalb wurden
anfangs nur den Beigeschmack kaschierende Getränke abgefüllt. Acetaldehyd gilt als
gesundheitsschädlich. Jene Mengen, die aus PET-Flaschen entweichen, sind laut Deutschem
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für KonsumentInnen allerdings unbedenklich.
Flaschenproduzenten bzw. Getränkehersteller bekommen das Ausgangsmaterial von
Plastikproduzenten (z.T. recyceltes Material) geliefert, die chemischen Zusammensetzungen
sind oft unbekannt, da diese Firmengeheimnisse sind.“
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

Polycarbonat (PC)
Produkte: hitzebeständige Trinkgefäße wie Babyflaschen (in der EU seit 2011 verboten), CD-
Hüllen
(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

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Probleme mit PC
„Polycarbonat wird aus der hormonschädigende Chemikalie Bisphenol A (BPA) als
Ausgangsstoff hergestellt. BPA wird in der weiteren Folge sowohl während der Nutzung PC-
haltiger Produkte als auch während ihrer Deponierung freigesetzt und gelangt so in den
menschlichen Körper und in die Umwelt. BPA stört hormonelle Steuerungsprozesse und wirkt
beim Menschen fortpflanzungsschädigend, krebserregend, erhöht das Herzinfarktrisiko und
wirkt sich negativ auf die kognitive Entwicklung von Kindern aus. In der Umwelt kann es die
Fortpflanzungsfähigkeit von Wasserlebewesen beeinträchtigen und dadurch Ökosysteme
negativ beeinflussen.“
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

4.4 Mikroplastik
„Als Mikroplastik werden feste und unlösliche synthetische Polymere (Kunststoffe)
bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Diese sind im zunehmenden Ausmaß in der
Umwelt nachweisbar. Da Plastik in der Umwelt sehr langsam zerfällt, ist davon auszugehen,
dass es sich dort weiter anreichert.“
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)
Bei Mikroplastik unterscheidet man zwischen primärem und sekundärem Mikroplastik:
 Das primäre Mikroplastik wird eigens produziert und unzähligen Haushaltsartikeln
zugesetzt. Dies taucht meist in Peelings oder Zahncremen auf. Auch kommt primäres
Mikroplastik in Duschgels oder Wandfarben vor. Primäres Mikroplastik wird
industriell in Form von Pellets hergestellt. Dabei kommen unterschiedliche
Plastikarten zum Einsatz (PE, PP, PS, PVC, etc.)

(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

 Sekundäres Mikroplastik entsteht durch den Zersetzungsprozess beim Zerfall


größerer Kunststoffteile durch verschiedene Natureinwirkungen. Dadurch gelangen
feine Partikel in unser Ökosystem.

(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

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„Primäres Plastik aus Haushaltsprodukten, Kosmetika und Reinigungsmittel, sowie
Mikrofasern, die beim Waschen von Kunstfasern freigesetzt werden, gelangt ins Abwasser.
Laut Angaben der österreichischen Kläranlagen-Betreiber können Kläranlagen etwa 95 % des
Mikroplastiks aus dem Wasser filtern. Das Mikroplastik reichert sich dann im Klärschlamm
an. Allerdings werden Klärschlämme in Österreich zum Teil kompostiert oder zur Düngung
direkt auf landwirtschaftliche Felder ausgebracht. Das mit großem Aufwand von der
Kläranlage aus dem Abwasser entfernt Mikroplastik, landet so erst wieder auf den
heimischen Böden. Direkt in die Umwelt gelangt Mikroplastik beispielsweise durch den
Abrieb von Autoreifen.“
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

„Insgesamt gelangen in der EU laut Berechnungen der EU-Kommission jedes Jahr


schätzungsweise 75.000 bis 300.000 Tonnen Mikroplastik in die Umwelt.“
(Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

Mikroplastik wird in unterschiedlichen Größen und Formmassen eingesetzt. Meist als Pulver
oder Lösung. Kunststoffe dienen somit meist als Peelingpartikel, Bindemittel, Filmbildner und
Füllmittel in Duschgels
(vgl.Global 2000 - Die Umweltschutzorganisation)

4.5 Auswirkungen von Plastikmüll


„Kunststoff wird meist aus Rohbenzin (Naphtha) gewonnen, teilweise auch aus Kohle und
Erdgas. Dazu kommen Weichmacher, Farbmittel, Füllstoffe, Flammschutzmittel. Etwa 5% des
Erdöls, dass aus Raffinerien kommt, wird in der Kunststoffindustrie verbraucht.“
(Schreckenbach 2015)
„Plastik verschwindet daher nicht, es baut sich auch nicht ab, sondern es zerfällt in kleine
Teile, in Mikroplastik. Es handelt sich um Plastik-Teilchen, die kleiner als 5 Millimeter sind.“
(Schreckenbach 2015)
Plastikabfälle landen im Meer und somit auch bei den Meeresbewohnern. Daher kommt
Plastikabfall auch in die Nahrung des Menschen, wenn dieser Fisch verzehrt. Schon beim
Verzehr von Nordsee Fischen und Langusten kann Mikroplastik nachgewiesen werden.
Obwohl diese Fischarten meist aus Gegenden kommen, in denen im Vergleich eher wenig
Plastikabfall zu finden ist.

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(vgl.Schreckenbach 2015)
„Wissenschaftler warnen, dass die Chemikalien in den Kunststoffen gravierende
Gesundheitsschäden verursachen: von Allergien und Fettleibigkeit bis hin zu Unfruchtbarkeit,
Krebs und Herzerkrankungen.“
(Schreckenbach 2015)

Mit diesen und vielen weiteren Folgen müssen wir rechnen, wenn wir den Plastikabfall nicht
reduzieren!

4.5.1 Auswirkungen auf die Erde


Wie kommt Kunststoff in die Umwelt? Wie wirkt sich Kunststoffabfall auf die Umwelt aus?
Der Haupttäter hier ist der Mensch. Unachtsam liegen gelassener Müll ist ein großes
Problem. Die Unternehmen, die Einwegverpackungen herstellen, können jedoch nicht aus
ihrer Verantwortung entlassen werden – schließlich akzeptieren diese, dass ihre Produkte
nach sehr kurzer Nutzungsdauer zu Abfall werden und verlagern so die Verantwortung auf
die Konsumenten. Viele Statistiken weisen aus, dass die Vermüllung in den letzten Jahren
stark zugenommen hat. Schuld daran sind die vielen Mitbringsel (Plastikbecher To-go,
Dosen, Folien), die die Konsumenten bekommen oder mitnehmen und diese dann an
verschiedenen Orten liegen lassen und nicht entsorgen. Die Flurreinigungsaktion „Sauberes
Salzburg“ 2017 hat gezeigt, dass fast 40% aller gesammelten Abfälle diese liegen gelassenen
Müllreste sind. Immer häufiger kommt es vor, dass beim Mähen von Gräsern der Grasschnitt
als Restmüll behandelt werden muss, aufgrund der Verunreinigung mit Plastik. In den
Abflüssen kommt es öfter zu Verstopfungen durch Verpackungsmaterial.
(vgl.Naturschutzbund Deutschland)

„Hinter jedem globalen Umweltproblem stehen letztlich physikalische Vorgänge, also


Eingriffe in die Natur, die die Dynamik der Erde verändern – und zwar in einer
Größenordnung, die zu Veränderungen führen, die für Mensch, Wirtschaft und Gesellschaft
höchst gefährlich werden könnten.“
(Jahrbuch Ökologie 2010)

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Kaum eine Bedrohung der Meere ist heute so sichtbar wie die Belastung durch Plastikabfälle.
In den 1950er-Jahren wurden knapp 1,5 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert, heute
sind es fast 400 Millionen Tonnen. Der Großteil des Plastikmülls landet in den Meeren. Mehr
als 50% des gesamten Meeresmülls besteht aus Kunststoffen. Auf jedem Quadratkilometer
Meeresoberfläche treiben rund 20.000 Plastikteile. Jedoch ist dies nur die Spitze des
Eisbergs, denn: mehr als 90% der Plastikabfälle landen am Meeresboden. Das Plastik zersetzt
sich im Meer nur in sehr langen Zeiträumen, praktisch bleibt es bestehen. Der Abfall zersetzt
sich durch Sonnenstrahlen und Salzwasser und gibt kleine Bruchteile ab.
(vgl.Naturschutzbund Deutschland kein Datum)

4.5.2 Auswirkungen auf die Tierwelt


Es ist bekannt, dass die Umweltverschmutzung, wo immer sie auftritt, die dort lebenden
Tiere und Pflanzen betrifft. Daher sollte es niemanden überraschen, dass Plastikmüll
negative Auswirkungen auf Lebewesen in und auf dem Meer hat. Aber wie genau und in
welchem Ausmaß kann manche Menschen überraschen. Vieles klingt auf den ersten Blick
offensichtlich, zum Beispiel, dass Schildkröten Plastiktüten essen, weil sie mit Quallen
verwechselt werden.
(vgl.Michau 2019)

„Die Interaktionen zwischen Lebewesen, Organismen und Plastikmüll sind sehr vielfältig.
Zahlreiche Vogel- und Hai Arten testen Plastik auf Verzehrbarkeit. Manche Arten
verwechseln Nahrung und Plastik und das Plastik gelangt unbeabsichtigt in ihre Mägen.
Forschungen zeigen, dass im Meer treibender Müll den Geruch von Algen annimmt. Dieser
Geruch animiert Seevögel zum Verzehr. Auch Fische, Meeressäuger, Schildkröten und
Wirbellose nehmen Plastik auf. Mechanisch und enzymatisch kann es in den Mägen in
kleinere Fragmente zerteilt werden. Einige Tiere wie Asseln oder die Große Strandschnecke
haben Filter in ihren Verdauungsapparaten und scheiden Plastik zum Teil wieder aus.“
(ESKP - Earth System Knowledge Platform 2017)

„Eine immense Zahl an Tieren verendet jedes Jahr an den Folgen der Verschmutzung unserer
Meere mit Plastik. Das Umweltbundesamt gibt dazu folgende Informationen. Ganze 43
Prozent aller Wal- und Delfinarten, alle Arten von Meeresschildkröten sowie 36 Prozent der
Seevögel fressen versehentlich Müll. Für 136 marine Arten ist bekannt, dass sie sich
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regelmäßig in Müllteilen verheddern und strangulieren. Die Tiere sterben meistens daran,
dass sie das Plastik mit ihrer natürlichen Nahrung verwechseln, es versehentlich verschlucken
oder sich an Dingen wie Plastikfäden oder alten Fischernetzen verheddern und so ersticken
oder ertrinken“
(Michau 2019)

Laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) sind bis zu 99 Prozent des
Plastikmülls in der Wassersäule oder am Meeresboden verteilt - jedoch ist dies nicht an der
Wasseroberfläche erkennbar. Die Tiere können auch an tödlicher Verstopfung leiden oder
ersticken. Darüber hinaus sind Verletzungen durch scharfkantige Kunststoffteile oder
Schnüre häufig im Magen sichtbar. Der WWF weist darauf hin, dass Kunststoff auch
Giftstoffe wie Weichmacher oder Flammschutzmittel enthalten kann, die das Leben im Meer
schädigen.
(vgl.Klockau 2019)

Es kommt auch vor, dass Lebewesen mit einem Teil ihres Körpers permanent im Müll hängen
bleiben. Wenn sie erwachsen werden, werden sie allmählich weniger schwimmfähig. Es gibt
auch Fischarten, die aktiv Schutz in Meeresmüll suchen. Dies zieht wiederum Beute an, die
Gefahr läuft, Opfer des Abfalls selbst zu werden.
(vgl.ESKP - Earth System Knowledge Platform 2017)

„Während viele Arten im Meer mobil sind oder mit der Strömung passiv verfrachtet werden,
können vor allem festsitzende Organismen, so z.B. Korallen sowie Seegras oder
Mangrovensetzlinge schlichtweg vom Müll begraben werden („Smothering“). Kleine
Mangrovenpflanzen kämpfen generell mit harschen Bedingungen in der Gezeitenzone.
Zusätzliche Belastungen, wie Lichtmangel durch den angeschwemmten Müll, bedrohen das
Wachstum dieser für das Ökosystem wichtigen, strukturbildenden Arten.“
(ESKP - Earth System Knowledge Platform 2017)

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„Vor der Küste Sardiniens wurde Anfang April ein toter Pottwal angeschwemmt, der mehr als
zwanzig Kilogramm Plastik im Magen hatte. Ein schwangeres Weibchen, der zwei Meter
große Fötus in seinem Bauch war bereits verwest. Mitte März strandete ein junger Cuvier-
Schnabelwal auf den Philippinen - er hatte sogar vierzig Kilogramm Plastikmüll verschlungen.
Ende 2018 wurden knapp sechs Kilogramm Plastik, darunter 115 Becher, 25 Tüten und mehr
als 1.000 weitere Plastikteile, in einem in Indonesien angespültem Pottwal entdeckt. 2017
stießen norwegische Forscher auf rund dreißig Plastiktüten im Bauch eines Cuvier-
Schnabelwals.“
(Klockau 2019)

(Klockau 2019)
Abbildung 5:Pottwal, der gerade vor Sardinien angespült wurde

Diese und viele weitere Bilder sollten ein großes Warnsignal für die Menschheit sein. Die
Tierwelt leidet aufgrund des falschen Verhaltens der Menschen. Der Plastikabfall in den
Meeren scheint trotzdem nicht zu sinken.

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Abbildung 6: Kampagne gegen Plastikabfall in Gewässern
(Watson)

„Paul Watson, der Präsident von Sea Shepherd, führt aus: "Wissenschaftler warnen, dass
schon 2050 mehr Plastik als Fische im Meer sein werden. Wir wollen das verhindern. Denn
wenn die Ozeane sterben, sterben wir auch."
(Watson)

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4.5.3 Auswirkungen auf den Menschen
Forscher finden zum ersten Mal Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben" - da ist wieder
das schlechte Gefühl, dass etwas schief geht. Eine Botschaft, die uns Sorgen macht: Jetzt ist
Plastik schon im Körper. Forscher haben winzige Plastikpartikel in Ozeanen, Flüssen und
Seen, in Fischen, in Cremes und Duschgels, in unserer Kleidung und in Kinderspielzeug
entdeckt. Sogar in der Luft sind die Reste von Plastik, die wir jeden Tag wegwerfen oder
verwenden.
(vgl.Stockrahm 2018)

„Mikroplastik wurde bereits in Fischen, Muscheln, Trinkwasser, Milch und Honig gefunden.
Über die Nahrungskette gelangen die Plastikteilchen und ihre Schadstoffe in den
menschlichen Körper und können sich dort anreichern.“
(Greenpeace)

„Gut bekannt sind die bioakkumulativen, hormonellen, krebserregenden und anderen


negativen Auswirkungen der Schadstoffe, die durch belastetes Mikroplastik in den Körper
geschleust werden können.“
(Greenpeace)

„Die Partikel entstehen durch den Abrieb von Autoreifen, auf Baustellen, gelangen über
Mülldeponien und Abfallentsorgung in die Umwelt, lösen sich auf Spielplätzen von den
Klettergerüsten und Bobbycars. Wir spülen sie mit Papier, Fasern und Partikeln aus Kleidung
und Kosmetika über Abflüsse in jegliche Gewässer. Über Kläranlagen, aber auch einfach nur
durch Wind und Regen verteilt sich das Mikroplastik bis tief in Äcker, Wälder und Böden
hinein. Wir trinken aus Plastikflaschen, nippen am Kunststoffdeckel des Coffee-to-go-Bechers
und kaufen in den Supermärkten jede Woche kiloweise in Plastik eingeschweißtes Obst und
Gemüse und viele andere Lebensmittel.“
(Stockrahm 2018)

Je mehr davon wir in die Umwelt und ins Meer abgeben, desto mehr gelangt es in den
Magen von Tieren, in unser Wasser und in unsere Böden. Es kommt als gebratener Fisch
oder Apfelsaft wieder in die Nahrungskette und landet bei uns. Die vielleicht wichtigste

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Botschaft der Angst vor Mikroplastik lautet: Uns geht es so gut oder so schlecht, wie der
Umwelt.
(vgl.Stockrahm 2018)
4.6 Folgen von Plastik im Hinblick auf die Zukunft
„Drei Viertel des Mülls im Meer besteht aus Kunststoffen, deren Abbau Jahrhunderte dauern
kann. Die Schätzung des globalen Eintrags geht von 10 Millionen Tonnen pro Jahr aus. Den
Hauptanteil des in die Meere abgelagerten Plastikmülls haben Länder in Südostasien zu
verantworten (China, Indonesien, den Philippinen, Thailand, Vietnam).“
(Schweisfurth)

4.6.1 Plastikgebrauch in Europa


Weniger als ein Drittel der Kunststoffabfälle in Europa wird recycelt. Die
Kunststoffproduktion ist in wenigen Jahrzehnten exponentiell gestiegen. Damit ging auch ein
Anstieg der Menge des anfallenden Plastikmülls einher. Die EU hat bereits mehrere
Maßnahmen ergriffen, um Kunststoffabfälle zu verringern.
(vgl.Europäisches Parlament 2018)

Abbildung 7: Recyclingquote von Kunststoffverpackungsabfällen (%)

(Europäisches Parlament 2018)

„Die EU-Abgeordneten unterstützten im September 2018 eine europäische Plastikstrategie,


in der gefordert wird, dass alle Verpackungsabfälle aus Kunststoff bis 2030 recycelbar sein
müssen. Dies würde bessere Designs zur Recyclingfähigkeit erfordern. Außerdem seien

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weitere Maßnahmen nötig, um den Markt für recycelte Kunststoffe anzuregen, so die
Abgeordneten.“
(Europäisches Parlament 2018)

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Diese Maßnahmen sollten die folgenden Punkte beinhalten:
 Schaffung von Qualitätsstandards für sekundäre Kunststoffe
 Förderung von Zertifizierungen, um das Vertrauen der Industrie und der Verbraucher
zu erhöhen
 Einführung verbindlicher Vorschriften für den Mindestgehalt an recycelten Inhalten
in bestimmten Produkten
 Aufforderung an die Mitgliedstaaten, eine Senkung der Mehrwertsteuer auf recycelte
Produkte in Betracht zu ziehen

(Europäisches Parlament 2018)

25 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle produzieren Europäer jährlich. Bis 2030 soll die EU-
Kommission die Plastik-Müllberge massiv reduzieren. Es sollen alle Kunststoffverpackungen
bis 2030 recyclingfähig sein. Einwegkunststoffe sollen reduziert werden und die absichtliche
Verwendung von Mikroplastik wird ebenso beschränkt.
(vgl.Brühling 2018)

„Im November 2016 wurde schon eine EU-weite Richtlinie zur Nutzung von Einweg-
Plastiktaschen umgesetzt. Sie soll die Plastikbeutel-Nutzung bis zum Jahr 2019 verglichen mit
2010 um 80 Prozent verringern.“
(Brühling 2018)

"Wenn wir nicht die Art und Weise ändern, wie wir Kunststoffe herstellen und verwenden,
wird 2050 in unseren Ozeanen mehr Plastik schwimmen als Fische."
(Timmermans kein Datum)

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5 Leben ohne Plastik (Elena Immler)
5.1 Wo fange ich an?
„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das
Gesicht der Welt verändern.“
(Global Marshall Plan)

Plastik macht unser Leben einfacher, aber die Welt kaputt. Doch ein Leben ohne Plastik ist
möglich.
Schauen Sie sich einmal um. Was sehen Sie?
So weit das Auge reicht – Plastik. Egal ob in Ihrem Haus oder auf der Straße.

Betrachten Sie mal den Plastikverbrauch einer vierköpfigen Familie. Das zwei Jahre alte Baby
hat einen Plastik-Schnuller im Mund, das ältere Geschwisterchen trinkt aus der
Plastikflasche. Die Mutter verpackt gerade die Jause für die Schule in eine Plastikbox. Der
ganze Alltag dieser Familie wird von Plastik begleitet. So stellt man sich gar nicht erst die
Frage, ob ein Leben ohne Plastik denkbar wäre. Plastik ist also ein essenzieller Bestandteil
unseres Lebens. Die Ressourcen sind aber aufgebraucht, was jetzt?
(Johnson 2016, S. 9)

5.1.1 Plastikfrei leben ist kein Zustand, sondern ein Weg. Wo wird angefangen, Plastik
im Alltag zu vermeiden?
Grundsätzlich ist es vor Veränderung wichtig, einen Überblick über die aktuelle Situation zu
gewinnen.
Dazu sollten sich folgende Fragen gestellt werden:

 Wo wird Plastik benötigt?


 Wie hoch ist der eigene Plastikverbrauch?
 Welches Plastik ist wichtig?
 Wo kommt unnötiges Plastik zum Vorschein?

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Plastik überhäufte Berge, Plastik überschwemmte Seen, Plastik verdreckte Inseln sind weit
verbreitet. Die Menge hat sich längst in unserem kollektiven Gedächtnis festgesetzt. Plastik
ist massenhaft vorhanden, weltweit verbreitet, neulich aber ein riesengroßes Problem, weil
unsere Ressourcen knapp werden. Wie diese vier Fragen oben zeigen, liegt der Schlüssel bei
jedem selbst. Wer über sein Plastikverhalten Bescheid weiß, weiß auch, dass Plastik
reduziert werden sollte. Wer Plastik vermeiden will, findet auch einen Weg. Das Wichtigste
ist der Wille. Die erste Frage beschäftigt sich mit dem generellen Problem, dass Plastik zu
häufig verwendet wird. Zweitens und drittens sollen über den eigenen Konsum Auskunft
geben. Letztlich soll noch zum Ausdruck gebracht werden, wo Potenzial für Verbesserungen
besteht.
(Der Informationsdienst des Institus der deutschen Wirtschaft 2017)

5.1.2 Wo wird Plastik benötigt?


Die Bau-, Auto-, Textilien- und Konsumbranche sind ebenfalls Spitzenreiter mit enormen
Mengen an Plastikverbrauch pro Jahr. Suchen wir nach den größten Verbrauchern, so finden
wir sie dort, wo auch die meisten Plastikverpackungen verwendet werden, in der
Lebensmittelbranche. Ebenfalls gebrauchen wir Plastik für Spielzeug, in der Möbelindustrie,
in Sportartikeln, zur Körperpflege, zur Kleiderherstellung, usw.
(smarticular.net 2019, S. 16 & 36)

5.1.3 Wie hoch ist der eigene Plastikverbrauch?


In diese Antwort fließen zahlreiche unterschiedliche Einflüsse mit hinein. Wohnort, Arbeit,
Freizeitaktivitäten, Familienstand, usw. Eine vierköpfige Familie hat nicht die gleichen
Kapazitäten wie eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern.
(smarticular.net 2019, S. 36)

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5.1.3.1 Was ist eine Plastikmatrix?
Eine Plastikmatrix gibt Auskunft über den Verbrauch von Plastik. Diese Matrix wird
persönlich von jedem selbst hergestellt, da sich jeder in einer verschiedenen Lebenssituation
befindet und soll einen Überblick über das Schadpotenzial und die Verfügbarkeit von
Alternativen des verwendeten Plastiks bieten. Diese zwei essenziellen Kriterien zeigen, in
welchen Bereichen sich das Plastiksparen am meisten lohnt und wo die Plastikalternative
geeigneter ist. Auf der X-Achse wird das Schadpotenzial für Umwelt und Gesundheit
dargestellt, unter der Berücksichtigung der Gebrauchsdauer und dem Nutzwert. Je höher das
Schadpotenzial, desto beachtlicher ist es, eine plastikfreie Alternative zu finden. Die Y-Achse
gibt an, wie leicht oder schwer es für jeden einzelnen ist, eine plastikfeie Alternative zu
finden.
(smarticular.net 2019, S. 17)

Abbildung 8: Plastikmatrix (smarticular.net 2019, S 17)

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5.1.4 Welches Plastik ist wichtig?
Plastik bekommt den Stellenwert, der ihm gegeben wird. Unterschieden wird
unverzichtbares und verzichtbares Plastik. Plastik - eingesetzt in einem Computer - ist
sinnvoll eingesetzt, Computer erleichtern das tägliche Leben. Kinderspielzeug mit hoher
Qualität übersteht Generationen. Aus vielen Perspektiven ist dies ein zweischneidiges
Schwert. Auch im medizinischen Bereich erleichtert Plastik das tägliche Leben eines Arztes.
Durch Erzeugnisse wie Einwegspritzen wurden erhebliche Verbesserungen im Bereich
Hygiene festgestellt. Infektionskrankheiten, die durch mangelndes Desinfizieren von
Mehrwegspritzen hervorgerufen wurden, können fast ganz eingedämmt werden. Weiters ist
die Zahl der Unfälle mit elektrischem Strom stark gesunken, seit es Isolationsmaterial aus
Kunststoff gibt.
(Schubert, Noch besser leben ohne Plastik 2017, S. 12) (smarticular.net 2019, S. 15 & 16)

5.1.5 Wo kommt unnötiges Plastik zum Vorschein?


Große Mengen des Plastikmülls der Welt sind Einwegplastik sowie Wegwerfplastik.
Plastiktüten, PET-Flaschen, Verpackungen jeglicher Art zerfallen in diesem Augenblick in ihre
einzelnen Bestandteile. Schätzungen zufolge benötigt dies jedoch eine Zeitdauer, die sich
über 400 Jahre erstreckt. Die Problemstellung beginnt dort, wo Plastikartikel zum Einsatz
kommen, weil es Umständlicher wäre, ein Umweltfreundlicheres Produkt zu verwenden. Es
ist wichtig, dass Konsumenten eine Möglichkeit haben auf Plastik zu verzichten. Zudem sollte
es dem Konsumenten keine großen Umstände bereiten, ein plastikfreies Produkt zu
verwenden. Beispielweise wird bei einer Wanderung meist aus Plastikbechern getrunken,
mit Plastikbesteck und auf Plastiktellern gegessen, weil nach Gebrauch weggeworfen
werden kann und es nicht wieder bis nach Hause getragen werden muss.
(smarticular.net 2019, S. 7 & 16)

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5.2 Tipps und Tricks, um Plastik im Alltag zu vermeiden
„Sei du selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst!“ – Mahatma Gandhi
(Zeit & Wahrheit)

5.2.1 Kein schlechtes Plastik mehr kaufen


5.2.1.1 Gutes Plastik
Als gutes beziehungsweise besseres Plastik wird Plastik bezeichnet, welches aufgrund
hochwertiger Qualität über viele Jahre eingesetzt werden kann. Es würde lediglich dem
Handel Nutzen schenken, wenn wir bereits gekauftes Plastik ob neu oder bereits benutzt
wegwerfen würden, um Plastikfrei zu leben. Es würde dem Handel insofern helfen, da wir
neue plastikfreie Produkte kaufen müssten. Jedoch unserer Umwelt nützt dies nichts.
Vorratsdosen ob grün oder blau leisten über mehrere Jahrzehnte gute Dienste. So lange die
Plastikdosen ihren Zweck erfüllen, sollten sie vorerst bleiben. Wird etwas durch den
Gebrauch kaputt und unreparierbar, so soll durch eine plastikfreie Alternative ersetzt
werden. Gutes Plastik enthält weniger schädliche Stoffe und ist zudem leichter biologisch
abbaubar als schlechtes Plastik.
(Schubert, Noch besser leben ohne Plastik 2017, S. 14)

5.2.1.2 Schlechtes Plastik


Der Badezimmerschrank voll Kunststoffverpackungen, der Schreibtisch voll
Kunststoffverpackungen, der Kühlschrank voll Kunststoffverpackungen, der Gefrierschrank
voll Kunststoffverpackungen. Bei diesen kurzlebigen Plastikverpackungen sieht die
Angelegenheit kritischer aus. Oftmals landen diese Verpackungen schon nach erstem
Gebrauch im Müll, woraus sich schließen lässt, dass die Lebensdauer auf wenige Tag
reduziert ist. Wertvolle Ressourcen werden verschwendet und riesige Berge von Müll
produziert. Die ordnungsgemäße Entsorgung von diesem unnötigen Plastik schadet nicht nur
unserer Luft, weil es durch die Verbrennung giftige Gase in die Atmosphäre befördert,
sondern ist zudem noch teuer für private Haushalte und den Staat.
(Schubert, Noch besser leben ohne Plastik 2017, S. 12)

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5.2.2 Langlebiges Plastik bleibt, solange es den Nutzen erfüllt
Von heute auf morgen plastikfrei zu werden funktioniert nicht und macht auch wenig Sinn.
Die Einstellung kann über Nacht geändert werden, jedoch kann das ganze Plastik nicht auf
einen Klick aus dem Haus verbannt werden. Der Weg zum plastikfreien Selbst dauert
mehrere Wochen bis Monate. Wer trägt hiervon einen Nutzen, wenn alles Plastik, das in
einem Haushalt besteht, auf Anhieb weggeworfen wird. Für die Umwelt hätte dies ebenfalls
überwiegend ungünstige Folgen, da neuwertige Ressourcen extrahiert werden müssten, um
neue plastikfreie Wahlmöglichkeiten anzubieten.
(Schubert, Noch besser leben ohne Plastik 2017, S. 7)

5.2.3 Kurzlebiges Plastik soll strikt vermieden werden


Kurzlebiges Plastik vermeiden leicht oder schwer? Bewusster Verzicht auf Plastik zeigt, dass
oftmals zu kurzlebigem Plastik gegriffen wird, obwohl eine Alternative gleichermaßen
gegeben ist. Mit einer Plastikfasten-Aktion kommen plastikfreie Angebote erstmalig zum
Vorschein und uns wird bewusst, dass wir viele Verpackungen gar nicht brauchen. Jedes
vermeidbare Kunststoffprodukt weniger ist ein Schritt in die richtige Richtung.
(Schubert, Noch besser leben ohne Plastik 2017, S. 12)

5.2.4 Bei Neuanschaffungen versuchen, auf plastikfreie Alternativen auszuweichen


Ein Kugelschreiber, eine Mappe, eine Tischlampe, ein Bürosessel, Duschgel, Kinderspielzeug,
Lichterketten. Bei den oben genannten Objekten gibt es auf der einen Seite die Variante mit
Plastik, auf der anderen Seite ebenso auch plastikfreie Lösungen. Der Kugelschreiber schreibt
in einer Holzhülle gleichermaßen wie in der Plastikhülle, das Schreibverhalten ist bei beiden
Produkten gleich. Ob eine Mappe aus farbigem Karton oder aus buntem Kunststoff besteht,
hat keinerlei Auswirkungen auf den Inhalt. Speziell darauf achten, dass keine Einmal- oder
Wegwerfprodukte gekauft werden, ist wichtig. Auch wenn eine Alternative teurer sein kann,
der Umwelt und auch der Gesundheit wird dadurch was Gutes getan.
(Schubert, Noch besser leben ohne Plastik 2017, S. 94 & 95)

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5.2.5 Bei der Anschaffung auf plastikfreie Transportmittel setzen
In den letzten Jahren gab es in Bezug auf den Transport von Lebensmitteln maßgebende
Änderungen. Das Verbot von Plastiktüten zeigt, dass auch von Seiten der Politik großes
Interesse besteht, nachhaltig zu transportieren. Änderungen müssen nicht nur im Bereich
B2C Business to Customer, also von den Supermärkten zu den Konsumenten vorgenommen
werden, sondern schon im B2B Bereich, beim Transport von den Produzenten in die
jeweiligen Verkaufsstandorte. Das viele Plastik, welches die Firmen auf diesem Weg
verwenden, wird nur selten beachtet.

Klar ist, dass Plastiktüten, die als Transportmittel zwischen Supermarkt und Zuhause
fungieren, unnötig sind! Zahlreiche Alternativen, wie beispielweise Stofftaschen, Rucksäcke,
Einkaufskörbe haben sich in unserem Alltag bereits als äußerst innovativ bewiesen. Weder
für Lebensmittel, Bücher oder Kosmetik wird eine extra Plastiktasche benötigt. Sie ist zwar
gratis im Supermarkt erhältlich, jedoch ist diese Plastiktüte qualitätsarm, da sie möglichst
billig produziert wird. Sie zerreißt aufgrund dessen schnell und verursacht überflüssigen Müll
und folglich auch teure Entsorgungskosten.
(smarticular.net 2019, S. 45 & 46) (Christoph 2020)

5.2.6 Nachhaltige Mülltüten


Auch im Bereich der Abfallentsorgung kann auf Plastik-Müll-Säcke verzichtet werden. Bei
denjenigen, die die Zeitung noch klassisch per Post beziehen, sammelt sich schnell reichlich
Altpapier. Dieses Altpapier muss nicht nutzlos sein. Wer ein bisschen Zeit investiert, kann aus
altem Papier viele neue einzigartige Dinge entstehen lassen, wie zum Beispiel eine Mülltüte,
die sonst aus Plastik wäre. Im Internet finden sich unter dem Begriff „nachhaltige Mülltüten“
viele Faltideen für den selbstgemachten gelben Sack. Die Säcke können nun für Restmüll,
Glas, Kunststoff, Alu oder für Papier verwendet werden. Dieser Prozess wird als Upcycling
bezeichnet. Jedoch für den Bioabfall wird kompostieren empfohlen.
(smarticular.net 2019, S. 210)

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5.2.7 Coffee to go: Thermobecher statt Plastikbecher
320.00 Coffe-to-go Becher werden stündlich in Deutschen Läden verkauft. Dieser
Massenkonsum verbraucht 64.000 Tonnen Holz und 11.000 Kunststoff jährlich.
Unfassbar, wie viele Einwegbecher täglich weggeworfen werden. Unmengen an Müll, die
aufgrund des „Coffee to go hype“ produziert werden. Beachtet man jedoch die zahlreichen
Vorteile eines Thermobechers, sollte man in Erwägung ziehen, auf die umweltschonende
Alternative umzusteigen.
 Die Isolierfunktion des Thermobechers hält den Kaffee länger warm.
 Der Thermobecher ist unkomplizierter für den Weg. Im morgendlichen Stress läuft
der Kaffee nicht aus oder schwappt über den Rand hinaus.
 Ein Thermobecher ist verschließbar.
 Keine verbrannten Finger mehr, auch liegen Thermobecher feiner in der Hand.
 Mit einem Thermobecher wird die Umwelt geschont, ebenfalls werden Ressourcen
gespart. Die Lebensdauer eines Einwegbechers beträgt maximal eine Stunde,
hingegen kann man einen Thermobecher über mehrere Jahre nutzen.
 Ein Thermobecher fördert die Gesundheit. Die innen mit Kunststoff beschichteten
Einwegbecher erhöhen den Mikroplastikgehalt im Körper. Das Mikroplastik löst sich
vom Becherrand und gelangt mit dem Kaffee in den Körper.
 Thermobecher schonen die Geldtasche. Über einen langen Zeitraum hinweg ist der
Thermobecher die rentablere Investition. Ein einmaliger Aufwand von circa 20 €,
verschafft einem in manchen Cafés einen Rabatt. Starbucks regt die Kunden an, einen
eigenen Becher mitzubringen. Das Franchising Unternehmen gewährt seinen Kunden
einen Preisnachlass von 30 Cent bei einem selbst mitgebrachten Thermobecher.
(Schauberger 2016) (Schubert, Noch besser leben ohne Plastik 2017, S. 13)

5.2.8 Leitungswasser statt Flaschenwasser


Die Ökobilanz der Plastikflasche ist ein Desaster. Von dem Begriff Recycling kann
bezugnehmend auf die Plastikflasche auch keine Rede sein. Zwar ist Pfand auf
Plastikflaschen schon weit verbreitet, doch recycelt können auch die Pfandflaschen nicht
werden. Sie werden zwar öfters benutzt, dabei verursachen sie aber hohe Transportkosten.
Zudem muss eine Pfandflasche vor der Wieder-Befüllung sorgfältig gereinigt werden.
Gefehlt wäre auch zu sagen, dass die Plastikflasche wesentlich zu einem gesünderen
Lebensstil beiträgt. Mit dem Konsum von Flaschenwasser schaden wir nicht nur unserem
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Planeten und verursachen ein ökologisches Desaster, noch viel mehr schaden wir unserem
Körper und unserer Gesundheit. Wissenschaftlich nagewiesen wurde, dass Wasser aus dem
Wasserhahn gesünder ist als jenes aus der Plastikflasche. Teile des Kunststoffes der
Plastikflasche können in das Wasser übergehen, folglich auch in den Körper gelangen und
den Geschmack des Getränkes verändern. Hormonelle Belastungen werden so häufiger. Da
Wasser einen der wesentlichen Bestandteile unseres Körpers darstellt und als Lebensmittel
Nummer eins für den Menschen gilt, sollte speziell bei Wasser auf beste Qualität geachtet
werden. Zudem ist es im Schnitt billiger, wenn auf Flaschenwasser verzichtet wird.
Erfahrungsgemäß ist Leitungswasser in vielen Regionen kostenlos, während der Supermarkt
für eine Flasche Wasser knapp einen Euro verrechnet.
(Leitungswasser statt Plastikflaschen! - Utopia.de 2015)

5.2.9 Plastikfreier Schulalltag


Stifte gibt es bereits aus Holz, mit Wechselminen aus Recyclingpapier. Buntstifte aus Holz
können Filzstifte ersetzen. Auch Radiergummis werden in fast jedem Büroartikelfachgeschäft
aus Kunststoff aber auch alternativ aus Naturkautschuk angeboten. Vermeiden Sie folglich in
Plastik eingepackte Radiergummis zu kaufen, denn die kleinen Verpackungen von
Radiergummis werden nicht recycelt. Wenn ein Lineal nicht durchsichtig sein muss, kann
auch eines aus Holz verwendet werden.
(Schubert, Noch besser leben ohne Plastik 2017, S. 94 & 95)

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5.2.9.1 Nachfüllen statt wegwerfen
Eine wiederbefüllbare Wasserflasche gehört beim Plastiksparen zur Grundausstattung.
Wiederbefüllbare Wasserflaschen werden aktuell immer beliebter. Zudem steigt die Zahl der
„Refillstationen“, an denen die Flaschen gratis mit Wasser befüllt werden können.

Vorteile: einer Glas-/Edelstahlflasche:


 schützt die Umwelt
 reduziert Afälle
 Schonung der Ressourcen
 Glasflaschen sind unbegrenzt recycelbar
 trägt zum guten Gewissen bei
 ist gesund
 schont die Geldbörse
 Glasflaschen bewahren natürlichen Geschmack
 Glasflaschen sind undurchlässig
 individuell designbar
 Es lösen sich keine schädlichen Partikel aus dem Material der Flasche.
 Eine Edelstahlflasche hält das Getränk besonders lange warm oder kalt.
(Johnson 2016, 286) (smarticular.net 2019, S. 261 & 262)

5.2.10 Mode beziehungsweise Kleidung umstellen


„Die Modeindustrie ist das Hauptbeispiel einer Aktivität, die das Ziel hat, Ressourcen zu
verbrauchen, nicht, um dadurch Zufriedenheit zu schaffen, sondern Unzufriedenheit mit
dem, was die Leute besitzen – um absolut zufriedenstellende Güter veralten zu lassen.“
(Johnson 2016, S. 143)

Mode beschreibt einen Megatrend, der sich dauerhaft ändert. Unsere Gesellschaft verlangt
zu jedem Anlass angemessene Bekleidung. Sich angemessen kleiden verlangt dennoch nicht,
andauernd neue Kleidung zu kaufen. Da so oft eingekauft wird, um auf dem aktuellen Stand
zu sein, geht der bewusste Umgang mit Qualität und Nutzen verloren. Da für viel Kleidung
möglichst wenig Kapital zur Verfügung steht, muss billig produziert werden. Um billig

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verkaufen zu können, dass ein Gewinn erwirtschaftet wird. Da der Rohstoff Plastik
kostengünstig erhältlich ist, verarbeiten Produzenten diesen auch massenhaft in der
Kleidung. Angeschrieben wird Plastik klein und im Prozentformat auf dem Etikett, unter
Namen wie Polyester, Acryl oder Synthetik. Diese Stoffe lösen sich beim Waschen in der
Waschmaschine und gelangen in Mikroplastikform in das Abwasser und schlussendlich in das
Grundwasser und in das Meer. Alternative Stoffe wären beispielsweise Jute, Bambus,
Baumwolle, Leinen, Seide oder Hanf. (Johnson 2016, 149 & 150) (Schubert, Noch besser
leben ohne Plastik 2017, 19)
Besser wäre also, sich ein ökologisches und qualitativ hochwertiges Produkt anzuschaffen
und es verschieden zu kombinieren. Dies fördert einerseits die Kreativität, andererseits
schont es die Umwelt. Nachteil von einem Qualitätsprodukt ist der Preis, aufgrund der
Langlebigkeit des Produktes gleicht sich dies aber wieder aus.
(Johnson 2016, S. 151)

Vergleich von Bio-Baumwollshirt und Polyestershirt

Bio-Baumwollshirt Polyestershirt

Weich Synthetisches Gefühl

Bequem Nicht atmungsaktiv

Atmungsaktiv Nicht hautverträglich

Hautverträglich Teuer

Individuell anpassbar

Nimmt Feuchtigkeit auf


Tabelle 4: Vergleich von Bio-Baumwollshirt und Polyestershirt

(Merritt, Rush order Tees 2019)

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5.2.11 Bienenwachstücher als Verpackungsmittel
Ein Bienenwachstuch ist ein Baumwollstoff, der in Bienenwachs oder Baumharz getränkt
wurde. Es fungiert als natürliches Verpackungsmaterial für Lebensmittel und ist zu 100%
recycelbar. Mit einem Bienenwachstuch trägt man wesentlich zu einem plastikfreieren
Leben bei, da es viele Male wiederverwendbar ist und somit Plastikverpackungen umgeht.
Eingesetzt kann es werden um, Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Nüsse, Kräuter oder Brot
frisch zu halten. Abdecken von Schalen und Schüsseln funktioniert mit einem
Bienenwachstuch beliebig oft und verbannt somit die Alufolie und die Plastikfolie aus der
Küche.

Vorteile eines Bienenwachstuches gegenüber einer Plastikfolie:


 Wiederverwendbar
 Abwaschbar
 Auch in Bio-Qualität erhältlich
 100% recycelbar
(smarticular.net 2019, S. 67)

5.2.12 Plastikfrei einfrieren


Plastik dominiert immer noch im Gefrierschrank, da Plastikfolien und Plastikbeutel einfache
Lösungen sind, um Lebensmittel einzufrieren. Diese Bequemlichkeit bringt jedoch einigie
Probleme mit sich, einschließlich Mikroplastik in den Lebensmitteln als auch übermäßigen
Abfall. Plastikfolie ist in der Regel zum Einmalgebrauch bestimmt und Plastikbeutel halten
nicht ewig. Plastikfrei zu werden ist eine bessere Lösung und viel einfacher als es scheint.
Einmach- oder Kugelgläser eignen sich sehr gut zum Einfrieren, solange die Weithalsvariante
verwendet wird und das Glas nicht bis zum Rand befüllt wird, da sich der Inhalt ausdehnen
kann. Es ist möglich, flüssige als auch feste Speisen einzufrieren.
(smarticular.net 2019, S. 70 -72)

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5.3 Die Pyramide des nachhaltigen Konsums

Abbildung 9: Die Pyramide des nachhaltigen Konsums (smarticular.net 2019, S 32)

Als Hilfestellung zu einem plastikfreien Leben dient die oben abgebildete Pyramide des
nachhaltigen Konsums. Die Schritte im Dreieck optimieren sich von unten nach oben. Ziel der
Pyramide ist es, entbehrliches Plastik im Leben zu sparen. Häufig kommt es vor, dass es gar
nicht erforderlich ist, eine Neuanschaffung zu tätigen, da es viele alternative Möglichkeiten
gibt, das Produkt von einer anderen Quelle zu beziehen. Diese Schritte sollen Anhaltspunkte
darlegen, wie sehr einfach Plastik reduziert werden kann. Wer sich diese Pyramide immer
wieder vor Augen hält, dem wird eine glückliche plastikfreie Zukunft prophezeit.
(smarticular.net 2019, S. 32 & 33)

5.3.1 Nutzen, was man schon hat


Die Wiederverwendung von Dingen im Haushalt ist nicht nur sparsam, sondern auch
sinnvoll. Vorteile sind, dass Geld gespart wird und dass die Gegenstände eine längere
Lebensdauer erhalten, womit folglich auch Ressourcen gespart werden. Recycling ist
essenziell bei dem Überkonsum der heutigen Gesellschaft, aber noch wichtiger ist, die
Produkte öfters zu verwenden. Das Recycling verbraucht tatsächlich Energie, Transportzeit
und Kraftstoff, um die Artikel dahin zu bringen, wo sie gebraucht werden. Wenn ein
Gegenstand selbst wiederverwendet wird, kann Energie, Zeit und Kraftstoff gespart werden
und weniger Emissionen werden erzeugt.
(smarticular.net 2019, S. 33) (soapboxie 2018)

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5.3.2 Reparieren Was du hast
5.3.2.1 Upcycling
Viele Plastikartikel können aber auch während ihrer Lebensdauer umfunktioniert werden. So
dient ein Plastiksack nicht nur als Transportmittel vom Supermarkt nach Hause, sondern
auch als Bastelgrundlage für einen Gürtel oder eine Geldtasche. Mit ein bisschen Kreativität
können aus alten Plastikartikeln einzigartige Kunstwerke entstehen. Wenn es an der
Kreativität fehlt, bietet das Internet zahlreiche Upcycling-Ideen, die einfach selbst zu basteln
sind.
(Howard 2010)

5.3.2.2 Reparieren
Um die Lebensdauer der Dinge des täglichen Bedarfs zu verlängern, reicht meist schon ein
Besuch im örtlichen Baumarkt oder ein müheloser Anruf beim Hersteller. Viele Dinge lassen
sich einfach reparieren, dazu offeriert das Internet zahlreiche Videos, Erklärungen und
Anleitungen, die einen Reparaturvorgang vorzeigen. Das Problem ist, dass heutzutage viele
von uns nicht über die einfachsten kleinen Reparaturen hinausgehen, sondern sich dafür
entscheiden, bei den kleinsten Anzeichen von Problemen neue Sachen zu kaufen. Es hat
jedoch viele Vorteile, Dinge zu reparieren, anstatt sie wegzuwerfen und neue zu kaufen, von
Geldeinsparungen, bis zu Ressourcenschonung. Weitere Vorteile können sein, sich neues
Wissen anzueignen, nach der Reparatur einzigartige Produkte zu besitzen, das Verbringen
von Zeit mit der Familie, sowie das Behalten von Erbstücken und anderen individuellen
Gegenständen. Sie können auch zukünftig Dinge mit besserer Qualität kaufen, da sie durch
das Reparieren Geld sparen und mehr Wert aus einem Produkt ziehen. Vorherige
Generationen waren wahrscheinlich viel geschickter darin Dinge zu reparieren als die
heutige Altersklasse, da Geschäfte und Geld in vorheriger Zeit oft begrenzt waren. Die
aktuellen billigen Industriegüter veranlassen uns aber, die Dinge neu zu kaufen, anstatt zu
reparieren. Jedoch ist Reparieren ein wieder wachsendes Marktangebot, aus dem sich viele
neue Jobs entwickeln. Es ist eine neue grüne Sparsamkeit im Gange und es gibt sogar schon
neue Humor-Sites für verrückte Reparaturen. Wer auch Hilfe bei Reparaturen brauch, findet
diese leicht in Repair-Cafés.
(Howard 2010) (smarticular.net 2019, S. 33)

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Beispiel:
Reparieren im Haushalt
Wäschekörbe sind enorm anfällig kaputt zu gehen. Sie sind zwar nicht teuer, wenn man sie
nachkaufen möchte, aber auch nicht schwer zu reparieren. Anstatt sie alle paar Monate
wegzuwerfen und einen neuen zu kaufen, stützen sie ihn doch ganz einfach mit ein bisschen
Klebeband oder einem gebogenen Kleiderbügel.
(Howard 2010)

5.3.3 Mach selber


Zahlreiche Dinge, die in Plastikverpackungen bezogen werden, lassen sich ganz einfach auch
selber herstellen. Diese Vorgehensweise spart Plastikabfall, ist gesünder, da keine industriell
verarbeiteten Lebensmittel konsumiert werden und auch preisgünstiger.
(smarticular.net 2019, S. 35)

Beispiele:
Mozzarella
Mozzarella wird im Supermarkt ausschließlich in Plastikbehältern angeboten, doch es ist
nicht schwer, Mozzarella selbst herzustellen. Es wird dazu lediglich frische Milch,
Zitronensäure, Lab und Salz benötigt. Diese Zutaten sind zur Gänze ohne Plastik erhältlich.
(smarticular.net 2019, S. 101 - 104)

Haarshampoo
Pflegeprodukte wie Haarschampoo, Creme oder Peelings enthalten versteckt hinter
Kurzbezeichnungen Mikroplastik. Diese verschiedensten Formen von Plastik gelangen durch
das Abwasser, aus welchem diese Teilchen nur spärlich herausfilterbar sind, in die Umwelt.
Ein großer Nachteil ist nicht nur das verschmutzte Abwasser, sondern auch die Mengen an
Plastikverpackungen, in welchen die Pflegeprodukte verpackt sind. Deshalb gilt einfach
selber machen anstatt kaufen. Eine einfache und plastikfreie Haarwäsche ist nur mit
Roggenmehl und lauwarmem Wasser möglich. Roggenkörner sind reich an Mineralstoffen
und Aminosäuren die dem Haar natürlichen Glanz und Geschmeidigkeit verleihen.
(smarticular.net 2019, S. 130 & 131)

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5.3.4 Leihe aus
Es ist nicht nötig, dass jede Familie einen eigenen Rasenmäher besitzt, der maximal 2
Stunden in der Woche in Verwendung ist und die restliche Zeit in der Garage steht. Es gibt
viele Websites, die Menschen in der gleichen Region verbinden, damit sie sich kennenlernen
und Ressourcen untereinander austauschen können.
Es funktioniert wie folgt: Eine Verbindung unter Nachbarn wird auf einer Online-Plattform
hergestellt, um selten benutzte Haushaltsgeräte, die viel Zeit in Abstellkammern ausharren,
wie zum Beispiel einen Staubsauger oder eine Bohrmaschine auszuleihen.

Vorteile des Teilens:


 Weniger Müll
 Kostet deutlich weniger
 Schont die Umwelt
 Mehr Platz im Haushalt
 Dinge können getestet werden
 Neue Freunde können gefunden werden
(smarticular.net 2019, S. 34) (Christoph 2020)

5.3.5 Tauschen statt wegwerfen


Jeder hat Sachen in seinem Haushalt, die nur im Weg stehen. Mit neuen Apps, die dem
klassischen Flohmarkt eine moderne Note verleihen, können Leute ihre unerwünschten
Sachen schnell vor Ort verkaufen oder tauschen. Nachdem ein paar Schnappschüsse mit
Beschreibung und Preis aufgenommen wurden, können die Artikel sofort an andere
Benutzer in der Region verkauft werden. Der Verkauf erfolgt dann von Angesicht zu
Angesicht zwischen Nachbarn. Es besteht auch oft die Möglichkeit, Dinge gegen andere
gebrauchte Gegenstände einzutauschen.
(smarticular.net 2019, S. 34) (Wood 2017)

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5.3.6 Gebraucht kaufen
Viele Menschen ziehen es nicht in Betracht, gebraucht zu kaufen, wenn sie etwas brauchen.
Jedoch ist zum Beispiel Vintage-Kleidung in den letzten Jahren immer beliebter geworden.
Gebraucht zu shoppen ist der perfekte Weg, um alles zu finden was gebraucht wird, zu
einem Bruchteil des Preises, den das Gut neu kosten würde. Die Vorteile liegen darin, dass
lokalen Gemeinden geholfen wird, zudem haben Second-Hand-Läden und
Wohltätigkeitsläden in der Regel weniger Kunden, was bedeutet, dass ein personalisierter
Kundenservice geboten wird. Viele gebrauchte Gegenstände, insbesondere Möbel, sind in
der Regel von höherer Qualität, denn wären die Gegenstände nicht in bester Qualität,
könnten sie auch nicht ein zweites Mal verkauft werden. So erhält man beispielsweise einen
Massivholztisch zum selben Preis wie einen Tisch eines Billigmöbelhauses. Gelegentlich
finden sich auch Designerartikel zu erschwinglichen Preisen bei Gebrauchtkäufen. Bei
Gebrauchtkäufen werden nicht immer die gleichen Artikel verkauft, was bedeutet, dass Sie
schlussendlich ein einzigartiges Produkt bekommen. Durch Second-Hand-Käufe wird die
Nachfrage von neuen Billigprodukten gesenkt.
(smarticular.net 2019, S. 34) (Wood 2017)

5.3.7 Neu kaufen – möglichst umweltfreundlich und regional


Wenn keine der oben genannten Alternativen denkbar sind, kann ein Produkt nur neu
gekauft werden. Aber auch bei einer Neuanschaffung bestehen Möglichkeiten zur
Bekämpfung der Plastikverschmutzung. Ökologische und ethische Gesichtspunkte sollten bei
einem Neukauf stets berücksichtigt werden. Auch ist es bedeutend, Denkweisen mit
Bekannten zu teilen, denn je mehr Menschen umweltfreundliche Erzeugnisse gebrauchen,
desto eher werden Unternehmen ihr Sortiment umstellen und Produkte wieder
verpackungsfrei anbieten. Diese minimalen Änderungen eines Unternehmens-Sortiments
haben große Auswirkungen auf den ökologischen Fußabdruck.
(smarticular.net 2019)

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5.4 Recyceln von Plastik
„Recycling ist ein Aspirin, das einen ziemlich großen kollektiven Kater lindert …
Überkonsum.“
(Johnson 2016, S. 35)

Eine Studie sagt, dass rund 32% der Plastik Verpackungen jedes Jahr in den Ozeanen enden.
Laut National Geographic wurden 91% des vielseitigen Materials noch nie recycelt, obwohl
es einfach ist, Plastik zu recyceln. Es gibt viele verschiedene Symbole und Regeln, wenn es
um das Recyceln von Plastik geht. Jedoch pflegt jede Region eine andere Vorgangsweise
beim Recyceln. Die Märkte für recyceltes Plastik verändern sich stetig, deshalb besteht nicht
immer eine Chance, Abnehmer für recyceltes Plastik zu finden. Dennoch sollte Plastik
eingesammelt und nachhaltig entsorgt werden. Diese verschiedenen Symbole geben an, wie
Plastik recycelt werden muss:

5.4.1 PET oder PETE


Das meist verwendete Plastik PET, ausgeschrieben Polyethylenterephthalat, wird
hauptsächlich für die Herstellung von Trinkflaschen benutzt. Seine Eigenschaften leicht, billig
und leicht zu recyceln, bieten ideale Voraussetzungen für Einweg-Plastikflaschen. Obwohl es
einfach recycelbar ist, wird doch nur ein geringer Teil, rund 20% recycelt, jedoch ist es bei
Herstellern besonders gefragt.

Wo wird PET überall verwendet?


Soft Drinks, Wasser, Ketchup, Zahnpasta Tuben, Bierflaschen…

Wie wird PET recycelt?


Die meisten Recycling-Programme beinhalten das Recyceln von PET.

Was entsteht aus dem recycelten PET?


Tragetaschen, Möbel, Teppiche, Gurte,
Lebensmittelbehälter, wenn der Kunststoff den Reinheitsstandards entspricht
(Abdelrahman 2019)

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5.4.2 HDPE
Das Plastik HDPE, ausgeschrieben und übersetzt Polyethylen mit hoher Dichte, wird
überwiegend für Verpackungszwecke genutzt.

Wo wird HDPE verwendet?


Saft Flaschen, Reinigungsmittelflaschen, Shampoo-Flaschen, Einkaufstüten, Motorölflaschen,
Joghurtbecher….

Wie wird HDPE recycelt?


Die meisten Recycling-Programme recyceln HDPE.

Was entsteht aus dem recycelten HDPE?


Stifte, Abflussrohre, Hundehütten, Möbel…
(Abdelrahman 2019)

5.4.3 PVC
Eine zähe und wetterfeste Art von Plastik ist PVC, ausgeschrieben Polyvinylchlorid. Der billige
Rohstoff ist in vielen Produkten und Verpackungen enthalten, häufig wird es auch für
Rohrleitungen und Abstellgleise verwendet. Da PVC Chlor enthält, sollte es niemals
verbrannt werden, da dieser Prozess Giftstoffe freisetzen würde.

Wo wird PVC verwendet?


Speiseölflaschen, Reinigungsmittelflaschen, Shampoo-Flaschen, Abstellgleise, Fenster…

Wie wird PVC recycelt?


Wenige Recycle-Systeme enthalten das Recyceln von PVC, deshalb wird es auch kaum
recycelt.

Was entsteht aus dem recycelten PVC?


Verkleidungen, Bodenbeläge, Kabel, Bremsschwellen, Schmutzfänger…
(Abdelrahman 2019)

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Gelber Sack
Das Müllentsorgungsprogramm in Österreich, sowie auch in Deutschland, ist über den
Namen „gelber Sack“ bekannt. Die Abfälle in den gelben Tonnen werden schrittweise
recycelt. Als primärer Schritt werden die Feinpartikel sowie kleine Plastikteile mithilfe eines
Siebes aussortiert und verbrannt. Teile mit einer Größe von 20 - 60 Millimeter werden
ebenfalls aussortiert und als Ersatzbrennstoffe in Zementwerken verwendet. Weißblech und
Alu werden mittels Magneten aus der Menge herausgefiltert, Tetra Paks werden an
Papierfabriken gesendet. Plastikartikel wie Folien und Kunststoffe, die als „sortenrein“
gelten, werden herausgefiltert, Betrieben zugesandt, die Granulate daraus erstellen.
(Schubert, Noch besser leben ohne Plastik 2017, S. 15)

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6 Das Holzinger Modell (Elena Immler)
Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Robert-Junk-Bibliothek für Zukunftsfragen Hans
Holzinger entwickelte ein Modell, wie Menschen in fünf Stufen ihre Gewohnheiten in
nachhaltiges Verhalten verändern.

„Wissen...Wir sind informiert über die (ökologischen) Folgen unseres Tuns und über
Alternativen
Sollen......Die Gesellschaft fordert ökologisches Verhalten ein und betont dieses.
Wollen....Wir haben das ökologische/ethische Verhalten verinnerlicht. Es ist Teil von uns.
Können. . .Es gibt ökologische Alternativen und diese sind zu annehmbaren Preisen erhältlich.
Müssen...Die Gesellschaft schreibt ökologisches Verhalten vor. Freiwilligkeit reicht nicht!“
(Holzinger 2012, S. 226)

Ich werde dieses Modell anhand des plastikfreien Lebensstils erläutern:


Die erste Stufe, das „Wissen“ klärt auf, ob sich die Menschen bewusst sind, welche
Auswirkungen ihr Verhalten auf die Umwelt hat. Da wir in der Region Österreich eine
überwiegend fortgeschrittene Bildung genießen, wissen sehr viele Menschen über die Folgen
des übermäßigen Plastikkonsums Bescheid. Ebenfalls ist sich die Mehrheit der Menschen
einig, dass Veränderungen im Bereich des Verpackungsplastiks vorgenommen werden
sollten. Darüber hinaus, wenn das Thema Müllentsorgung angesprochen wird, wissen die
Menschen, dass das aktuelle System hochwertig ist, es aber noch reichlich
Verbesserungspotenzial gibt. Die Umwelt leidet unter der massiven Verschwendung der
Ressourcen aufgrund des Plastikkonsums und wir Menschen wissen dies. Es fehlen jedoch
die Stufen 2 bis 5.

Zweitens das „Sollen“ beschäftigt sich mit den ethischen Ansichten, wie zum Beispiel
Gebote, Normen und Ideale einer Gesellschaft. Die Gesellschaft fordert mehr nachhaltiges
Verhalten, auch sind sich die Menschen einig, dass Plastikmüll verhindert werden sollte. Im
Internet finden sich reichlich Beweise, dass die Gesellschaft Plastikverpackungen ächtet. Die
Redaktion „Der Spiegel“ veröffentlichte bereits zahlreiche Artikel zum Thema Plastikmüll.
(Spiegel Wissenschaft 2020)

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Des Weiteren beschäftigt sich das Modell mit dem „Wollen“, welches den inneren Trieb
betont. Das innerliche Wertesystem ist einer der wichtigsten Faktoren, um das Verhalten zu
verändern. Wenn sich jemand aus eigenem Willen für etwas entscheidet, weil es ihm selbst
wichtig ist, macht er dies gewiss auch gründlich und gewissenhaft. Da die Menschen Plastik
als eine Last für die Gesundheit ansehen, wollen sie auch bewusster darauf verzichten. Denn
wer den eigenen Willen durchsetzt, fühlt sich zufrieden und in Harmonie, deshalb ist das
Wollen ein Schlüsselpunkt für ein nachhaltiges und plastikfreies Verhalten.

Im nächsten Schritt unter dem Schlagwort „Können“ beleuchtet Hans Holzinger, ob


Menschen die Möglichkeit haben, eine ökologische Alternative zu verwenden, die zu einem
akzeptablen Preis erhältlich ist. Das Können beschäftigt sich aber nicht nur mit dem
physischen Angebot, sondern auch mit den Fähigkeiten und Kompetenzen, welche ein
nachhaltiges Leben ermöglichen. Die Zahl von plastikfreien Läden beziehungsweise
Unverpacktläden steigt stetig, weil der Wandel zu einem nachhaltigen Verhalten
voranschreitet. Deshalb wächst auch das Angebot und es wird einfacher für die Gesellschaft,
einen plastikfreien Lebensstil auszuüben. Wächst das Angebot, hat dies zur Folge, dass mehr
Kunden in einem Geschäft einkaufen. Dies wiederum beeinflusst, dass mehr Ware eingekauft
wird. Je größer der Einkauf wird, desto niedriger werden die durchschnittlichen Kosten eines
Produkts und es wird billiger. Diese Reduzierung wird als Skaleneffekt bezeichnet.

Als letzte Bedingung des Holzinger Modells, um einen ökologischen Wandel hervorzurufen,
steht das „Müssen“. Dieses Müssen besagt, dass das Land in Form von Gesetzen ein
nachhaltiges Verhalten vorschreibt. Zudem wird bei diesem letzten Punkt die Freiheit der
Gesellschaft eingeschränkt, bei Fehlverhalten treten auch notwendige Konsequenzen in
Kraft. Dieses Gesetz könnte bewirken, dass Plastik in gewissen Bereichen, wie zum Beispiel
im Verpackungssektor, verboten wird und Unternehmen als auch Kunden auf plastikfreie
Alternativen umstellen müssten. Ein anderes Beispiel wäre, dass Menschen nur ein gewisses
Kontingent an Plastikmüll veranlassen dürfen und Sonderzahlungen leisten müssten, wenn
sie dieses überschreiten.

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„Sie dienen mir eine Verantwortung an, die ich nicht tragen kann, weil das, was ich
verantworten soll, überhaupt nicht in meiner Verfügungsgewalt ist.“
(Holzinger 2012, S. 226)

Um das Verhalten der Gesellschaft zu verändern, müssen aber alle fünf Bedingungen bis zu
einem bestimmten Grad erfüllt sein, am wichtigsten sind jedoch die Rahmenbedingungen zu
schaffen und die intrinsische Motivation hervorzurufen. Denn es ist zwecklos, die folgende
Generation zu einem nachhaltigen Verhalten zu nötigen, ihr aber keine alternativen
Ausführungsmöglichkeiten zu bieten, um nachhaltig zu leben. Die Instanzen „Wissen“,
„Sollen“ und „Wollen“ stehen stark in Verbindung mit Erziehung, Entwicklung, Bildung,
Fortschritt und Werte bildenden Instanzen, wie zum Beispiel Medien, Schulen... Ob die
Gesellschaft ein nachhaltiges Verhalten ausleben kann, hängt von der Politik ab, deren
Aufgabe es ist, Reize zu schaffen. Dies könnte beispielsweise in Form von Subventionen oder
Förderungen für nachhaltige Geschäfte gefördert werden. Auch die Rahmenbedingungen für
das Müssen zu schaffen, ist Aufgabe der Politik. Die Politik sollte Gesetze ausarbeiten, die ein
nachhaltiges Verhalten vorschreiben, denn letztlich wird eine nachhaltige Gesellschaft nur
mit neuen modernen Regeln zustande kommen. Wir müssen loskommen von der „Ethik der
Nachhaltigkeit“ zum „Recht der Nachhaltigkeit“.
(Holzinger 2012, S. 225 ff)

Eine weitere äußerst effektive Regel, um Plastik in der Umwelt zu reduzieren, wäre ein
Pfandsystem einzuführen. Ein Pfandsystem ist eine etablierte und effektive Lösung, mit der
Plastikflaschen in der Recyclingwirtschaft erfasst und gesammelt werden, um
sicherzustellen, dass sie niemals in die Umwelt gelangen. Pfandsysteme würden wertvolle
Plastikflaschen einsammeln, sodass sie wiederverwendet werden können. Zudem sind
Pfandsysteme aktuell weit verbreitet und genießen tolle Rückmeldungen. Fast drei von vier
Personen befürworten die Maßnahme, und die Wirtschaftsführer würden Pfandsysteme
unterstützen. Dies würde den Abfall drastisch reduzieren, das Recycling erhöhen, die CO2-
Emissionen reduzieren und gleichzeitig die Gemeinden, die lokalen Behörden und die
Wirtschaft unterstützen.

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Es funktioniert wie folgt: Der Getränkehersteller füllt sein Getränk in Flaschen, welche an
Groß- oder Einzelhändler verkauft werden. Der Groß- oder Einzelhändler zahlt eine Kaution
an den Hersteller. Diese Anzahlung wird dann in Form eines Zuschlags direkt an den Kunden
weitergegeben. Als Endkunden zahlen wir diese Kaution oder Pfand an den Supermarkt, den
Kiosk, den Getränkemarkt und wir erhalten sie zurück, wenn wir die Flaschen zurückgeben.
(James 2017)

„Im Grunde wüssten wir jedoch, dass diese >>kleinen Triumphe über den inneren
Schweinehund<< letztlich Ausflüchte seien, die >>ein bisschen richtiges Leben im falschen
ermöglichen<< sollen.“
(Holzinger 2012, S. 226)

Nutzen für Corinna Amanns plastikfreien Laden


Wenn sich das Verhaltensmodell von Holzinger in der Gesellschaft durchsetzt, würde auch
Corinna mit ihrem plastikfeien Laden davon profitieren. Corinna ist trägt speziell beim
„können“ zu einem nachhaltigen Verhalten bei, denn sie bietet ein physisches Angebot, um
das gewünschte Verhalten zu ermöglichen. Wenn es Pflicht wäre, plastikfrei einzukaufen,
würde Corinna reichlich Kunden gewinnen. Sie könnte dadurch ihren Gewinn steigern und
eventuell mehr Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Auch könnte Corinna durch mehr
Einnahmen ein aktiveres Marketing für ihren Laden betreiben, sodass sie auch Kunden aus
umliegenden Gebieten gewinnen kann. Sie könnte so nicht nur mehr Bewusstsein schaffen,
sondern auch ihre Preise attraktiver gestalten. Wenn sie größere Mengen einkauft, weil sie
mehr Kunden bewirtet ist es möglich, dass sie bei treuen Lieferanten Mengenrabatte
aushandelt.

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7 Dokumentation des Selbstversuchs (Elena Immler)
Passend zu unserer Diplomarbeit habe nun auch ich versucht, eine Woche auf
Plastikprodukte zu verzichten. Im folgenden erde ich erläutern, was ich als Alternativen zu
den Plastikprodukten verwendet habe und wo es mir Schwierigkeiten bereitet hat, auf
Plastik zu verzichten.

Meine plastikfreie Woche fand vom 11. bis 17. November 2019 statt.

Für diesen Teil der Arbeit verwendete ich ausschließlich meine eigenen Erfahrungen als
Quelle.

7.1 Küche
7.1.1 Speiseplan

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Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
Joghurt mit
Brötchen mit Honig und
Porridge, mit Salami Brot mit Joghurt mit
Butter & Samen
Morgens frischen Früchten Käse und Geschmack Nussstrudel Nussstrudel
Marmelade, (Chiasamen,
und Honig Paprika aus dem Glas
Tee Leinsamen,
Seesamen…)
Selbst-
Hühner- Gebackene
Nudeln mit gemachte gegartes Gemüse
Schnitzel mit Champignon, mit Kaiser- Käsespätzle,
Mittags Käsesauce & Pizza, mit mit Süßkartoffel-
Pommes und Gurken/Karotten- schmarren Kartoffelsalat
Schinken Mais, Paprika, pommes und dipp
Salat salat
Salami
Selbst-
Stück
gemachte Nudeln mit
Abends Omelett Flammkuchen Himbeer- Bruchetta nichts
Kartoffelchips, Pesto
kuchen
Popcorn
Obst am Brötchen mit
Zwischen- selbstgebackene
Vormittag Schokolade Apfel Banane Stück Nussstrudel Käse und Wurst
durch Kekse
(Mandarine) am Nachmittag

Tabelle 5: Speiseplan

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Frühstück
Milch, Butter, Topfen sowie Käse holte ich frisch beim Immler Hof in Eichenberg.
Brot unverpackt kaufen ging leicht, ich musste einfach zum Bäcker gehen, der mir dies in
meine mitgebrachte Stofftasche zum Transportieren gab. Zuhause lagerte ich es in einer
Brotdose aus Porzellan.
Auf Anfrage durfte ich sogar Früchte kaufen, ohne dass ich es mit dem zu druckenden
Preisschild beschriften musste. Honig für mein Müsli gibt es auch im Glas zu kaufen.
Ich überlegte mir abwechslungsreiche Alternativen zu jeder Mahlzeit, die ich auch großteils
selbst herstellte. Bekanntlich werden Fertigprodukte nämlich in Plastik verpackt. Die
versteckte Herausforderung war nicht Rezepte zu finden, wo es die Produkte ohne Plastik zu
kaufen gibt, die Herausforderung bestand darin, die Rezepte nachzukochen.
Das Glas des Joghurts konnte man beim Supermarkt wieder zurückgeben, sodass dieser es
dem Bauern zum Wiederbefüllen zurückgeben konnte.
Samstag morgens aß ich einen Nussstrudel aus der Bäckerei, wo ich ihr unverpackt kaufen
durfte und der ich sonntags noch für das Frühstück reichte.

Mittag
Nudeln und Reis gibt es im Papierkarton zu kaufen.
Champignon und Schnitzel-Panade machte ich aus hartem Brot, welches ich zu Bröseln klein
hackte.
Die Hühnerschnitzel durfte ich mit eigenen Behältern im Spar Lochau kaufen.
Kartoffeln kann man im Papiersack kaufen.
Für den Kaiserschmarren benötigte ich, Wasser, Eier, Vanillezucker, normalen Zucker, Salz,
Mehl, Milch und Butter.
Käsespätzle bereitete ich nach dem Rezept meiner Oma zu, Zutaten waren: Mehl, Salz, Eier,
Topfen.

Abend
Den Flammkuchen teig fertigte ich aus Wasser, Öl, Salz und Mehl.

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Zwischendurch
Beim süßen Zwischendurch-Snack kamen ich natürlich auch nicht zu kurz. Schokolade gibt es
in einem Laden namens Candyshop, dort kann man die Schokolade hinter einer Theke selbst
aussuchen oder sie wird im Karton angeboten. Auch im „Lädele“ unserer Projektpartnerin
gab es reichlich Süßigkeiten, die sie unverpackt anbietet.

In der Küche ging es ganz leicht, die bestehenden Küchengeräte aus Plastik zu ersetzten.
Anstatt einen Teig in einer Plastikschüssel zusammenzurühren, nahm ich eine Schüssel aus
Porzellan oder Glas. Beim Backen wurde der Küchenhelfer Mixer mit einem Schneebesen aus
Eisen ausgetauscht.

7.1.2 Einkauf
Bio-Bananen in Plastiktüten, Gurken in der Folie und Schinkenscheiben einzeln verpackt:
Lebensmittel in Plastikverpackungen sind aus den Supermarktregalen leider nicht mehr
wegzudenken. Was viele aber nicht wissen, wie absurd der alltägliche Verpackungswahnsinn
aber wirklich ist und welche Folgen er mit sich bringt.
Jedoch ist mir während meines Versuches aufgefallen, dass es ganz einfach ist, Plastik beim
Einkaufen zu sparen.Ich kaufte die Produkte für die Speisen regional bei den
Direkterzeugern, auf dem Wochenmarkt und in Unverpackt-Läden.

Unverpackt-Läden
In Unverpackt-Läden erhält man fast alles, was man für das alltägliche Leben braucht,
Nudeln, Hülsenfrüchte, Getreide und vieles mehr.

So funktioniert es: Jeder bringt den Behälter selbst von zuhause mit, dieser wird vor dem
Befüllen auf einer Waage abgewogen und mit dem Gewicht beschriftet. Das notierte
Gewicht wird später an der Kassa vom schlussendlichen Gewicht des vollen Behälters
abgezogen. Die Differenz wird am Ende dann bezahlt. Jede Art von Behältern ist erlaubt,
wichtig ist nur, dass sie gewisse Hygiene-Standards erfüllen.

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Wochenmarkt
„Lose Ware ist nicht auf Bioläden beschränkt: CSAs (Solidarische Landwirtschaft, SoLaWis),
Wochenmärkte und spezialisierte Anbieter können großartige Quellen für verpackungsfreie
Produkte sein, wenn sie sich konsequent um Nachhaltigkeit bemühen.“
(Johnson 2016, S. 74)

Auch bei frischem Gemüse hatte ich reichlich Auswahl auf dem Wochenmarkt in Hard,
welcher jeden Mittwochvormittag stattfindet. Die regionalen Anbieter auf dem Markt sind
äußerst freundlich und unkompliziert. Auf Anfrage verzichten sie auf die Verpackung und
befüllen die selbst mitgebrachten Behälter gerne. Um das frische Gemüse und Obst vom
Markt nach Hause zu transportieren, verwendete ich wiederverwendbare Stofftaschen.

Regionale Bauern
Vorarlberg ist für seine regionalen Klein-Bauern bekannt, so war es nicht schwer, einen Hof
zu finden, der mir Eier und Milch im Glas verkauft. Ich bekam Milch in der Glasflasche
abgefüllt, Käse und Butter frisch, in eine mitgebrachte Dose verpackt vom Immler Hof am
Eichenberg.

Bäckerei
In meiner plastikfreien Woche fehlte es mir aber natürlich nicht an süßen Leckereien. In der
Bäckerei gibt es die Möglichkeit, auch süße Belohnungen plastikfrei zu kaufen. Meist wird
das Gebäck in kleinen Papier-Säcken verpackt. Für einen gänzlich ökologischen Lebensstil
können aber auch diese durch Stofftaschen ersetzt werden.

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7.2 Badezimmer
„Vielleicht ist das Badezimmer die zweitgrößte Quelle regelmäßig anfallenden Mülls im Haus.
Sie können ihn leicht vermeiden, wenn Sie entrümpeln, auf Widerverwendbares umstellen
und Sammelbehälter aufstellen.“
(Johnson 2016, S. 102)

Plastikfreie Alternativen im Badezimmer zu finden ist schon eine weitaus komplexere


Angelegenheit als in der Küche. Im Badezimmer ist die Hygiene ein äußerst essentieller und
wichtiger Punkt.
Es gab Produkte, die sehr einfach zu ersetzen waren und es gab Artikel, wo ich zuerst
intensiv nach einer alternativen Lösung suchen musste. Es gab aber auch Produkte, auf die
ich ganz verzichten musste.

Plastikartikel, die ich mit diesen Alternativen ersetzte:

Plastikartikel Alternativen

Stofftaschentücher, die später heiß


Taschentücher aus der Plastikverpackung gewaschen werden, um die Bakterien
abzutöten.

Wattepads, um das Gesicht zu reinigen und Baumwollpads oder kleine Waschlappen,


das Augen Make-up zu entfernen, die in die ganz normal mit der Wäsche gewaschen
Plastik verpackt sind. werden konnten.

Unsere Projektpartnerin Corinna Amann hat


dazu in ihrem „Lädele“ eine
Rasierhobel aus Plastik
wiederverwendbare und plastikfreie
Alternative aus Metall, die ich verwendete.

Duschgel aus der Plastikflasche Hartseife mit Seifensäckchen

Bei Haarshampoo gibt es ebenfalls schon


Haarshampoo unkomplizierte Hartseifen, die ich im Laden
bei Corinna Amann kaufte.

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Zahnbürste aus Plastik Bambuszahnbürste

Schminkpinsel mit Plastikstiel Schminkpinsel aus Holz

Selbst hergestellt, laut Rezept aus dem


Lippenbalsam
Buch „Plastiksparen“ auf Seite 158 & 159

Stoffhaargummis oder Haargummis aus


Haargummis
Naturkautschuk

Toilettenpapier, welches in Karton verpackt


Toilettenpapier in der Plastikverpackung
ist
Tabelle 6: Plastikartikel vs. Alternativen

Noch keine Alternativen vorhanden:


 Conditioner
 Concealer
 Zahnseide
Jedoch sind diese Produkte nicht lebenswichtig und ich konnte darauf verzichten.

Schwer, eine Alternative zu finden:


 Rouge verpackt gibt es mittlerweile schon in einer Bambusverpackung, jedoch bieten
dies nur wenige Geschäfte an.
 Creme, die nicht in Plastik verpackt ist. Der Markt bietet bereits Cremen verpackt in
Metalldosen an, doch meist ist es sehr umständlich ein Geschäft zu finden, wo es
Cremen in Glas oder Metalldosen zu kaufen gibt.

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7.3 Wäsche waschen
Da ich feststellte, dass auch in meiner Kleidung viel Plastik enthalten ist, war es schwierig
eine Methode zu finden, wie ich auch hier plastikfrei bleiben kann. Dazu nahm ich das Buch
„Plastiksparbuch“ zur Hilfe. In dem Buch werden Methoden beschrieben, wie ich verhindern
kann, dass sich das Plastik aus meiner Kleidung herauswäscht. Als erstes reduzierte ich die
Temperatur und die Länge des Waschganges, auch verringerte ich die Schleuderdrehzahl
und verzichtete auf Weichspüler. Das Waschmittel für meine Wäsche kaufte ich bei unserer
Projektpartnerin Corinna Amann im Laden, denn dort besteht die Möglichkeit, das
Waschmittel selbst in eine Glasflasche abzufüllen.

7.4 Saubermachen
Zum Putzen von Badezimmer-, Küchen- oder Schlafzimmer Oberflächen verwendete ich
einen Allzweckreiniger, der ich ebenfalls im Geschäft von Corinna Amann kaufte.

7.5 Haushaltsgegenstände

Am schwierigsten war für mich definitiv, Alternativen für gewisse Haushaltsgeräte, die
alltäglich benötigt werden, zu finden. Auf meinen Computer konnte ich keine ganze Woche
verzichten, da ich ihn ständig privat und für die Schule gebrauche. Auch mein Handy und das
Ladekabel für das Handy konnten nicht mit einer plastikfreien Alternative ausgetauscht
werden. Ebenfalls war es ein Problem, meinen Taschenrechner aus Plastik aus meinem Alltag
zu verbannen, da ich ihn fast täglich in Gebrauch habe. Hingegen konnte der Staubsauger
einfach durch den klassischen Kehrbesen mit Kehrschaufel ersetzt werden.

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8 Verbunden mit dem Praktikum in Irland (Elma Toromanovic)
8.1 Plastikgebrauch in einem anderen Land (Irland)/in englischer Sprache
Plastic use in another country (IRELAND)

Combined with my internship in Ireland I asked my supervisor to write this part of the
thesis in English. My project partner Elena and I spent one month in Ireland to be precise
in Dublin. Before we started our internship in Dublin we decided to record/document the
plastic use in Ireland and how different it is to Austria.

For this part of our thesis I only use our own notes as a source.

I started off by comparing the awareness in Ireland about the problem we have with the
plastic waste and how important it is to reduce this problem.

I quickly noticed how the people in Ireland are more open-minded than in Austria,
especially if i compare Dublin and Bregenz. However, it must be said that Dublin is a big
city where a lot of different ethnicities merge with each other.

The people in Dublin seem to be very aware of climate change and the causes.
Nevertheless, there weren’t as many possibilities to avoid plastic in daily life as in
Austria. When purchasing fruit and vegetables, a lot of unnecessary plastic waste is often
produced and the possibility of choosing between packed and unpacked is sometimes
very limited for consumers.

Nearly every supermarket offered a big range of fruits and vegetables which are encased
in plastic. Unfortunately, that is the area with the easiest way to avoid plastic.
Fruits and vegetables wrapped in synthetic substance should be banned as it is not
necessary to keep the food fresh.

It is not enough to offer consumers reusable nets if they find predominantly prepacked
products on the shelves. The trade is obliged to increase the range of unpacked fruit and
vegetables.

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For hygienic reasons, the plastic packaging is not mandatory, as fruits and vegetables
should be washed before consumption. The argument that plastic packaging would
ensure a longer shelf life does not always apply either, because the transport routes are
comparatively short, at least for regional and seasonal goods.

To find out how concerned the society in Dublin is i tried to interview as many people as
possible. Our host mother talked a lot about how the problem is recognized by the
people but not really addressed by the politics in Ireland. Even though Dublin is a big city
with a good economy there are not enough stores that try to avoid the plastic waste. It
was nearly impossible to locate a zero-waste shop in Dublin. And if we discovered those
stores, they were not as known as they should be.

A lot of teens in Dublin talked about how interesting those plastic-free shops are but how
they think it is way more complicated to do your weekly shopping.

People tend to say those stores were more expensive than the typical supermarket
around the corner. Tesco, the famous British grocery retailer in Ireland can be found in
almost every second street. It can be compared to the famous grocery retailer „Spar“ in
Austria.
According to the people i interviewed at Tesco you can find your everyday-need
groceries for an affordable price. My partner Elena and i often went shopping our food
there and it was frustrating to see how nearly not one product is plastic-free. We tried to
live without any plastic waste, but it was nearly impossible. Especially when you do not
have the time to drive to the zero-waste shops in Dublin, as they also happened to be far
away from our home in Dublin.

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As easily recognizable there is not much we could find
without a plastic wrapping. There were some fruits
without plastic wrapping, but they could not be found in
every Tesco we visited.

The biggest problem we faced within those 4 weeks


abroad was the water in Ireland. Tap water in Ireland is
not recommendable, especially if you are used to clean
alpine water in Austria. It was impossible to avoid buying
plastic bottles because the tap water not only tasted bad
Abbildung 10: Einkaufswagen Irland
(Eigene Aufnahme) but was also bad for our health.

Now it should be calculated how many bottles do that in just one month, it leaves
speechless.

Coming back to the internship and work in Ireland all that can be said that there is way too
much plastic waste. The society is aware about the problem, but everyone tries to pass the
problem on.

8.1.1 Country Comparison


Now to the comparison of Austria and Ireland.
Austria and especially Vorarlberg does well when it comes to plastic waste and zero-waste
possibilities. The people in Vorarlberg are very ecological and try to live as environmental-
friendly as possible. A lot of companies try to reduce their plastic waste and to produce
green to the full. A big difference Austria has to Ireland is that there are way more trashcans
on the streets. The communities in Vorarlberg pay great attention to waste disposal and
there are increasingly possibilities to properly dispose waste. For this reason, it is nearly
impossible for people to throw their waste on the streets.

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Compared to Austria the waste management in Ireland is very bad. There are way less litters
on the streets and in public institutions there are often only residual waste bins. Society is
not expected to separate garbage. In Austria it is taken for granted to separate the waste in
organic waste, residual waste, plastic waste, wastepaper, glass.

In my opinion Austria is on its best way to reduce the plastic waste in total. There are a lot of
things we, as an individual, can change. My journey to Ireland showed me how important
the separation of waste is and how much plastic waste is unnecessary. I really hope there
will be a big change but to be honest I think in times of Fridays for Future it WILL be possible!

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9 Erklärung von Corinna Amanns „Lädele“ (Elma
Toromanovic)

Abbildung 11: Logo von Corinna Amanns "Lädele"

Über Corinna Amann:


2015 fing alles mit einem Selbstversuch an. 130 Tage vor dem Umzug in ein neues
Eigenheim, wollte Corinna Amann und ihre Familie auf so viel Einwegplastik wie nur möglich,
verzichten. Heute hält Corinna Vorträge & Workshops zum Thema „plastikfreier
leben/plastikfreier einkaufen“. Zudem betreibt sie seit September 2018 ihren eigenen
Unverpackt-Laden „Plastikfrei einkaufen mit Cori“ samt Online-Shop.

„Heute Vormittag als ich wieder auf diversen „do it yourself Seiten“ war, bin ich wieder auf
Plastic Planet und die Grazer Familie, die seit längerem plastikfrei lebt, gestoßen. Nach
längerem Internet-Stöbern hab ich dann beschlossen auch plastikfreier leben zu wollen.
Abgesehen vom offensichtlichen Beweggrund, nämlich dass Plastik schlicht weg unseren
Planeten zerstört (bzw. einer der Haupttäter ist) habe ich mehrere persönliche
Motivationspunkte:“
(Amann 2015)

„Wir bauen derzeit ein Haus, bzw. lassen es bauen. Clemens schaut wirklich sehr genau, dass
nur baubiologisch bedenkenlose Produkte verwendet werden: es wird ein Holzhaus, wir
dämmen mit Schafschurwolle, es werden so gut es geht keine Kleber oder giftige Schäume
verwendet, wir haben abgeschirmte, halogenfreie Elektrokabel, keine Plastikwasserleitungen
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sondern Kupferrohre etc. Da wir, bzw. vermehrt Clemens, sehr darauf geachtet hat, wollen
wir uns natürlich jetzt nicht die Giftstoffe mit den Möbeln bzw. anderen Alltagsgegenständen
in das Haus holen. Darum hab ich mir für mein Projekt auch 130 Tage Zeit gegeben, denn
Ende November ist Einzugstermin und Ziel ist es kaum Plastikartikel ins neue Haus zu
zügeln.“
(Amann 2015)

„Ein weiterer Beweggrund ist, dass ich glaube, dass ein plastikfreieres Leben auch ein
gesünderes Leben ist. Ich denke man wird bewusster einkaufen und sich auch bewusster mit
der Umwelt befassen und somit auch bewusster leben. Mir ist heute ein Satz von Dr. Dahlke
eingefallen, den er auf einem Vortrag in Dornbirn sagte: „gesundes Essen ist nicht in Plastik
verpackt“. Ich denke das ist ein guter Anhaltspunkt, für mich jedoch nur ein Anhaltspunkt
und keine generelle Regel.“
(Amann 2015)

Wir wurden selbst durch einen Vortrag im St. Arbogast auf Corinna Amann aufmerksam.
Nach ihrem Vortrag waren wir sehr motiviert selbst zu versuchen plastikfreier zu leben. Nach
viel Recherche konnten wir uns schließlich einigen unsere Diplomarbeit auf dieses Thema zu
richten. Nachdem wir von unserem Betreuungslehrer dazu ermutigt wurden, wussten wir
gleich wer unsere Projektpartnerin sein sollte. Corinna Amann war natürlich gleich dabei und
somit konnten wir diese Diplomarbeit erst richtig verwirklichen.

Corinna Amann führt das Einzelunternehmen selbst. Ein Einzelunternehmen in Österreich


wird von einer Person (natürliche Person) geführt. Das Unternehmen wird auf den Namen
dieser Person geführt. Die Haftung erfolgt mit dem eigenen Vermögen.

Eine Eintragung ins Firmenbuch ist nur bei einem Umsatz von 700.000 Euro jährlich
erforderlich.

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Corinna Amanns Geschäft befindet sich im Bezirk Feldkirch.
Adresse: Wiesleweg 18, 6822 Satteins

Die Mehrheit ihrer Kunden kommt aus Feldkirch, Frastanz, Satteins. Somit schränkt sich die
Zahl der Kunden auf den Umkreis ein.

Nach der Befragung der Kunden im Geschäft, konnte festgestellt werden, dass viele der
Kunden durch Freunde und Bekannte aufmerksam wurden. Corinna Amann konnte durch
gute Mundpropaganda viele Stammkunden gewinnen und konnte ihr Kundenumfeld
erweitern.
Bei jedem erneuten Besuch im Geschäft von Corinna Amann, konnten wir eine
Sortimentsvergrößerung feststellen. Wir wünschen Corinna Amann und ihrer Geschäftsidee
weiterhin viel Erfolg und hoffen weitere Erfolge mitzuerleben.

Das Engagement von Corinna Amann sollte jeden motivieren und zeigt: JEDER kann etwas
bewirken!

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10 Umfrage in Corinna Amanns „Lädele“ (Elena Immler)
Wir führten eine Umfrage in Corinna Amanns plastikfreiem Laden durch, um herauszufinden
wie es uns gelingt, mehr Menschen für ein plastikfreies Leben zu begeistern und wie die
aktuelle Situation im Umkreis von Satteins aussieht. Die Zusammenstellung unserer Fragen
besprachen wir selbstverständlich vorab mit unserer Projektpartnerin, die uns
freundlicherweise half, ihre Kunden zu befragen. Die Kunden reagierten alle sehr positiv auf
unser Interesse am plastikfreien Lebensstil und waren alle bereit, sich 4 - 5 Minuten Zeit für
die Befragung zu nehmen. Jeder konnte nur einmal an der Befragung teilnehmen. Die
ausgefüllten Umfragen befinden sich im Anhang.

Frage eins soll klären, wie die Menschen, die in Corinnas Laden einkaufen, auf den
Unverpackt-Laden aufmerksam geworden sind, um auszumachen wie wir das Interesse
erweitern können. Die zweite Frage soll ergründen, wie lange die jeweiligen Befragten schon
auf ihren Plastikkonsum achten. Drittens soll aufzeigen, ob es genügend Möglichkeiten gibt,
in der Region plastikfrei einzukaufen. Die vorletzte Frage soll ermitteln, wie die Menschen
den österreichischen Plastikverbrauch mit dem internationalen Konsum in anderen EU-
Ländern vergleichen. Die letzte Frage soll aufzeigen, wo Verbesserungspotenzial besteht,
dass mehr Menschen eine plastikfreie Zukunft einschlagen.

10.1 Fazit der Befragung


Die meisten Menschen haben über Bekannte von dem plastikfreien Laden von Corinna
Amann erfahren. Auch sind sich viele Leute schon über längere Zeit bewusst, dass sich
bezüglich der Müllpolitik etwas ändern sollte. Ob es genug Möglichkeiten gibt plastikfrei
einzukaufen, darüber sind sich die Kunden von Corinna einig: ihr Laden macht es ihnen
leicht, auf Verpackungen aus Plastik oder Papier zu verzichten. Im Vergleich zu anderen EU-
Ländern genießt Österreich positives Feedback, denn unser Plastikverbrauch soll besser sein
als in vielen anderen Ländern der EU, jedoch besteht reichlich Potenzial noch mehr
Verpackungsmüll zu vermeiden. Das meiste Potenzial mehr Menschen zu einem
plastikfreieren Leben zu bewegen, liegt in der Bewusstseinsarbeit bereits bei der jungen
Generation in der Schule.

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11 Fazit
Unser Ziel war es, die Schüler in unserer Schule auf das Thema „plastikfreier Lebensstil“
aufmerksam zu machen. Wir wollten unsere Schüler und auch die Lehrer dazu animieren,
ihren Lebensstil zu überdenken und viele verschiedene plastikfreie Möglichkeiten zu testen.
Da die HAK Bregenz schon einige Projekte in dieser Richtung durchführt, beispielsweise der
Verkauf der Emil Trinkflaschen, war dies nichts Neues für unsere Schüler. Wir konnten in
Gesprächen in der Klasse viele „Probleme“ seitens der Möglichkeit, auch wirklich plastikfrei
zu leben, aufdecken und haben somit die Möglichkeit gesucht, viele Lösungen zu finden.
Corinna Amann hat uns viele hilfreiche Tipps gegeben und wir konnten viel von ihr lernen.
Auch im Ausbildungsschwerpunkt wurde uns viel beigebracht, was wir später in unserer
Diplomarbeit verwenden konnten. Die Arbeit an der Diplomarbeit machte uns somit auch
Spaß und motivierte uns sehr, etwas nachhaltiger zu leben. Der Gedanke „nachhaltig zu
leben sei schwer und umständlich“ starb somit völlig aus und wir hoffen, dies auch bei den
Lesern dieser Diplomarbeit geschafft zu haben.

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12 Zusammenfassung
Das Thema unserer Diplomarbeit war schnell klar und auch die Gruppe war direkt motiviert.
Wir haben uns schnell auf die Suche nach hilfreicher Literatur über Plastik und dessen
Zusammensetzung gemacht und wurden in der Landesbibliothek Vorarlberg und der
Bibliothek der FH Dornbirn fündig.

Nachdem wir die Grundbasis aufgebaut haben und alle Daten zu Plastik und der Geschichte,
wie es überhaupt zu einem sogenannten Plastikboom kam, gesammelt haben, fingen wir an
unseren Selbstversuch zu planen.

Es gelang uns viele Ideen zu sammeln und auch durch Corinna Amann wurden wir auf viele
Internetseiten aufmerksam, die sich auf einen plastikfreieren Lebensstil spezialisiert haben.
Nachdem wir unseren Selbstversuch geplant und schließlich auch erfolgreich durchgeführt
hatten, wurde dies ein Teil in unserer Diplomarbeit. Es machte uns viel Spaß und zeigte
eigentlich nur nochmal auf, wie einfach es sein kann, wenn man es wirklich will!

Corinna Amann ermöglichte uns, eine Kundenumfrage in ihrem Geschäft durchzuführen, und
somit konnten wir viel Input für unsere Diplomarbeit gewinnen. Die Kunden wurden nach
deren eigenen Meinungen zum plastikfreien Lebensstil befragt und wir sammelten viele
Ideen und Vorschläge, wie wir diesen Lebensstil beibehalten und vor allem fördern können.
Durch die Auswertung der Umfrage konnten wir feststellen, wie motiviert die Menschen
sind. Die Kunden meinten, je mehr Möglichkeiten bestehen auf Plastik zu verzichten, desto
normaler wird es sein.

Auch unser Auslandspraktikum wurde miteinbezogen und somit hatten wir die Chance,
einen Ländervergleich zu machen. Österreich schnitt sehr gut ab und wir können mit Stolz
sagen, dass es einen richtigen Aufschwung gibt. Die Gesellschaft scheint immer mehr an
einem plastikfreien Lebensstil interessiert zu sein und auch unsere Diplomarbeit wurde von
allen positiv angenommen.

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Wir hoffen, dass unsere Arbeit die Schüler und Lehrer möglicherweise auch dazu animiert,
den eigenen Lebensstil zu überdenken und regionale Geschäfte wie Corinna Amanns
„Lädele“ fördern!

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13 Projektmanagement/-organisation
13.1 Meilensteinplan für den gesamten Diplomarbeitsprozess
In der folgenden Tabelle werden die Meilensteine unserer Diplomarbeit übersichtlich
dargestellt.

Datum Meilenstein Inhalt des Meilensteins

14.06.2019 M1 Festlegung des Themas „no plastics“

22.06.2019 M2 Themenbesprechung mit Günter Berger

03.07.2019 M3 Analysen im Ausland (Irland)

02.08.2019 M4 Telefonat mit Corinna Amann

22.08.2019 M5 Einteilung der individuellen Themenstellungen

12.09.2019 M6 Projektbearbeitung mit Corinna Amann

15.10.2019 M7 Einreichung der Themenstellung

Genehmigung der Themenstellung durch Direktor


25.10.2019 M8
und Betreuungslehrer

28.10.2019 M9 Selbstversuch plastikfrei zu leben

16.02.2020 M10 Fertigstellung der Diplomarbeitsthemen

Zusammenführung der Dokumente – Formatierung


18.02.2020 M11
der Diplomarbeit

31.03.2020 - Einzelpräsentationen und Diskussion der


M12
02.04.2020 Diplomarbeit
Tabelle 7: Meilensteinplan

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13.2 Tabellarischer Projektstrukturplan

PSP-Code Aufgabe Verantwortliche Fertigstellung (Soll) Fertigstellung (Ist)

1 Projektmanagement

1.1 Projekt erteilt Elena Immler und Elma Toromanovic September 2019 September 2019

1.2 Projekt starten Elena Immler und Elma Toromanovic September 2019 September 2019

1.3 Projekt koordinieren Elena Immler und Elma Toromanovic November 2019 November 2019

1.4 Projekt abschließen Elena Immler und Elma Toromanovic Februar 2020 Februar 2020

2 Literaturrecherche, Informationssammlung

2.1 Vertiefende Recherche zum Thema durchführen Elena Immler und Elma Toromanovic Oktober 2019 Oktober 2019

2.2 Grobgliederung erstellen und abgeben Elena Immler und Elma Toromanovic Oktober 2019 Oktober 2019

2.3 Feedback des Betreuers einholen und einarbeiten Elena Immler und Elma Toromanovic Oktober 2019 Oktober 2019

3 Erstellung der Literaturarbeit

3.1 Kapitel je Schüler feststellen Elena Immler und Elma Toromanovic Juni 2019 Juni 2019

3.2 Kapitel erstellen Elena Immler und Elma Toromanovic Januar 2020 Februar 2020

3.3 Kapitel zusammenführen und fertigstellen Elena Immler und Elma Toromanovic Februar 2020 Februar 2020

3.4 Literaturarbeit erstellt Elena Immler und Elma Toromanovic Februar 2020 Februar 2020

4 Erstellung der praktischen Arbeit

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4.1 Forschungs-Methoden vorbereiten Elena Immler und Elma Toromanovic Oktober 2019 Oktober 2019

4.2 Forschungs-Methoden vorbereiten Elena Immler und Elma Toromanovic Oktober 2019 Oktober 2019
Ergebnisse interpretieren und in die Arbeit
4.3 Elena Immler und Elma Toromanovic Dezember 2019 Januar 2020
einarbeiten
4.4 Praktische Arbeit abgeschlossen Elena Immler und Elma Toromanovic Januar 2020 Februar 2020

5 Fertigstellung der Diplomarbeit

5.1 Diplomarbeit laut Vorgaben fertigstellen Elena Immler und Elma Toromanovic Februar 2020 Februar 2020

5.2 Betreuungsgespräch durchführen Elena Immler und Elma Toromanovic Februar 2020 Februar 2020

5.3 Korrekturlesen der Diplomarbeit Elena Immler und Elma Toromanovic Februar 2020 Februar 2020

5.4 Erfassung erstellt, binden und einreichen Elena Immler und Elma Toromanovic Februar 2020 Februar 2020

6 Durchführung Präsentation und Diskussion

6.1 Präsentation vorbereiten Elena Immler und Elma Toromanovic März 2020 März 2020

6.2 Präsentation üben und auf Diskussion vorbereiten Elena Immler und Elma Toromanovic März 2020 März 2020

6.3 Präsentation und Diskussion durchführen Elena Immler und Elma Toromanovic April 2020 April 2020

6.4 Präsentation und Diskussion durchgeführt Elena Immler und Elma Toromanovic April 2020 April 2020
Tabelle 8: Projektstrukturplan

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13.3 Grafischer Projektstrukturplan

Erstellung der
Diplomarbeit

Durchführung
Literaturrecherche, Erstellung der Erstellung der Fertigstellung der
Projektmanagement Präsentation und
Informationssammlung Literaturarbeit praktischen Arbeit Diplomarbeit
Diskussion

Vertiefende Recherche Kapitel je Schüler Forschungs-Methoden Diplomarbeit laut


Projekt erteilt Präsentation vorbereiten
zum Thema durchführen feststellen vorbereiten Vorlgaben fertigstellen

Praäsentation üben und


Grobgliederung erstellen Forschungs-Methoden Betreuungsgespräch
Projekt starten Kapitel erstellen auf Diskussion
und abgeben vorbereiten durchführen
vorbereiten

Ergebnisse interpretieren
Feedback des Betreuers Kapitel zusammenführen Korrekturlesen der Präsentation und
Projekt koordinieren und in die Arbeit
einholen und einarbeiten und fertigstellen Diplomarbeit Diskussion durchführen
einarbeiten

Praktische Arbeit Erfassung erstellt, binden Präsentation und


Projekt abschließen Literaturarbeit erstellt
abgeschlossen und einreichen Diskussion durchgeführt

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Abbildung 12: grafischer Projektstrukturplan

13.4 Projektabschlussbericht
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Hauptsächlich setzen wir uns zum Ziel, in unserer Generation mehr Bewusstsein für
Plastikverschwendung zu schaffen. Durch diese Diplomarbeit wuchs unser Interesse und unser Wissen
Reflexion Projektziele zum Thema Plastik und Leben ohne Plastik, auf welches wir nun bei Diskussionsrunden zurückgreifen
können. Somit rückt das Thema plastikfrei leben in den Fokus und mehrere Menschen werden
darüber informiert, wie wichtig es ist, auf die Umwelt zu achten.

Vorher geplante Termine konnten bis auf drei Ausnahmen zur Gänze eingehalten werden. Lediglich
das Erstellen der Kapitel verschob sich um zwei Wochen, um die Ausarbeitung genauer vorzunehmen.
Reflexion Projekttermine Auch die Interpretation der praktischen Arbeit nahm mehr Zeit in Anspruch als geplant. Somit
verzögerte sich auch der Abschluss der praktischen Arbeit. Schlussendlich waren wir bei der
Ausarbeitung unserer Diplomarbeit aber stets termingetreu.

Unsere Diplomarbeit war von Anfang an gut organisiert und stets mit der Projektpartnerin
abgesprochen, die uns immer für Rückfragen zur Verfügung stand. Unser Betreuungslehrer half uns
Reflexion Projektorganisation
ebenfalls sehr bei der Organisation und Strukturierung. Bei arrangierten Besprechungsterminen
erklärte er uns alles zum Ablauf einer Diplomarbeit und unterstützte uns sehr.

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Da eine wissenschaftliche Arbeit sehr viel Aufwand und einen gut strukturierten Arbeitsplan
verlangt, lernten wir uns Zeit gut einzuteilen, da es nicht möglich ist, alles zeitgleich zu erledigen.
Zusammenfassende Erfahrungen
Auch lernten wir vieles über einen nachhaltigen und plastikfreien Lebensstil, den wir zukünftig so
gut es geht fortsetzen wollen, um die Umwelt zu schützen.

Tabelle 9: Projektabschlussbericht

Interner Projektauftraggeber Projektmanagerin/Projektteam

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13.5 Projekttools WhatsApp, Microsoft Teams, E-Mail
Als Hilfsmittel für unsere Diplomarbeit nutzten wir: WhatsApp, Microsoft Teams, E-Mail
WhatsApp: der Nachrichtendienst wird von allen Jugendlichen verwendet, um sich
auszutauschen. Wir benutzten WhatsApp auch, um unsere Fortschritte zu vergleichen und
konnten somit schnell Kritiken äußern. Der Nachrichtendienst hat den Vorteil, dass Bilder
und weitere Dokumente schnell verschickt werden können. Somit konnten wir Fragen und
Antworten schnell und unabhängig von Zeit und Ort austauschen.
Microsoft Teams verwendeten wir, um unsere Arbeiten und Fortschritte dem
Betreuungslehrer zur Verfügung zu stellen. Das Programm ist leicht zu verwenden und sehr
angenehm, um Fortschritte in Gruppen auszutauschen. Der Vorteil von Teams ist es, dass
jeder, der Zugriff auf die Daten hat, auch gleich Änderungen vornehmen kann. Jedoch
verwendeten wir es nur, um in Kontakt mit unserem Betreuungslehrer zu kommen.
Das Schreiben von E-Mails fiel nicht weg. Mittels E-Mail konnten wir mit verschiedenen
Lehrern und Projektpartnern in Kontakt bleiben. Wir konnten auch die Dokumente und PDF-
Dateien unserer Diplomarbeit weiterleiten und herunterladen. Ein Nachteil bei E-Mail: jede
Änderung muss erneut versendet werden und das verursacht eine Vielzahl von unnötigen
„Zwischen-E-mails“.
Unserer Meinung nach kann man heutzutage dank Internet und Social Media sehr leicht
kommunizieren und verschiedene Projekte online gestalten. Dank den Nachrichtendiensten
wie WhatsApp konnten wir jederzeit Fragen stellen und auch immer verschiedene Dateien
öffnen.

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14 Anhang

Abbildung 13: Umfragebogen 1

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Abbildung 14: Umfragebogen 2

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Abbildung 15: Umfragebogen 3

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Abbildung 16: Umfragebogen 4

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Abbildung 17: Umfragebogen 5

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Abbildung 18: Umfragebogen 6

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Abbildung 19: Umfragebogen 7

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15 Literaturverzeichnis
Abdelrahman, Brian Clark Howard und Amina Lake. 2019. goodhousekeeping. 18. 05. Zugriff
am 14. 02 2020. https://www.goodhousekeeping.com/home/g804/recycling-
symbols-plastics-460321/.
Amann, Corinna. 2015. Plastikfreier einkaufen mit Cori Amann. Juli.
https://www.plastikfreier.com/in-130-tagen-plastikfreier-leben/.
Brühling, Anja. 2018. BR24. April. https://www.br.de/themen/wissen/plastik-muellberge-
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16 Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Projektstrukturplan....................................................................................................6
Tabelle 2: Projektbeteiligte.......................................................................................................13
Tabelle 3: Ansprechpersonen...................................................................................................14
Tabelle 4: Vergleich von Bio-Baumwollshirt und Polyestershirt..............................................46
Tabelle 5: Speiseplan................................................................................................................61
Tabelle 6: Plastikartikel vs. Alternativen...................................................................................66
Tabelle 7: Meilensteinplan.......................................................................................................79
Tabelle 8: Projektstrukturplan..................................................................................................81
Tabelle 9: Projektabschlussbericht...........................................................................................84

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17 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Portrait Elena Immler..........................................................................................13
Abbildung 2: Portrait Elma Toromanovic.................................................................................13
Abbildung 3: Portrait MMag. Günter Berger............................................................................14
Abbildung 4: Die Geschichte der wichtigsten Kunststoffe.......................................................19
Abbildung 5:Pottwal, der gerade vor Sardinien angespült wurde...........................................31
Abbildung 6: Kampagne gegen Plastikabfall in Gewässern......................................................32
Abbildung 7: Recyclingquote von Kunststoffverpackungsabfällen (%)....................................34
Abbildung 8: Plastikmatrix (smarticular.net 2019, S 17)..........................................................38
Abbildung 9: Die Pyramide des nachhaltigen Konsums (smarticular.net 2019, S 32).............48
Abbildung 10: Einkaufswagen Irland (Eigene Aufnahme)........................................................70
Abbildung 11: Logo von Corinna Amanns "Lädele"..................................................................72
Abbildung 12: grafischer Projektstrukturplan..........................................................................83
Abbildung 13: Umfragebogen 1................................................................................................86
Abbildung 14: Umfragebogen 2................................................................................................87
Abbildung 15: Umfragebogen 3................................................................................................88
Abbildung 16: Umfragebogen 4................................................................................................89
Abbildung 17: Umfragebogen 5................................................................................................90
Abbildung 18: Umfragebogen 6................................................................................................91
Abbildung 19: Umfragebogen 7................................................................................................92

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