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Ein interessantes mit Bosancica geschriebenes Schriftstück.


Von

Dr. C. Truhelka.

I.

Der Gendarmerie -Wachtmeister in Vikoc, H. Kasum Poljakovi6, ließ dem


Landesmuseum folgenden Brief zukommen
„Im Herbste 1905 bauten die Landleute des Dorfes Jecmista, Gemeinde Vikoc,
Bezirk Foöa, von neuem eine Mühle im Walde ,Homarine‘ und als sie die sogenannte
,Magaza für das Mühlrad ausgruben, fanden sie 2 m tief in der Erde und im Gestein
{

einen Kieferklotz, dessen Splint ganz abgefault war, so daß nur der Kienkern übrigblieb.
„Die Bauern spalteten den Kien entzwei und fanden darin den beigeschlossenen Brief.
Er war im mitfolgenden Wachstuch eingehüllt und mit dem beigefügten Keil verschlossen.
„Nachdem dieser Brief vielleicht einen Altertumswert hat, wird er dem Landes-
museum zugestellt. Im Umkreise von einer halben Stunde gibt es keine anderen
Zeichen als Fichten- und Tannenwald.“
Das durch die Umsicht des Herrn Poljakovic für das Landesmuseum gewonnene
Denkmal erwies sich bei genauerer Untersuchung als einer der interessantesten bisher
bekannten „Zapise“. Er war auf einem aus drei Stücken zusammengesetzten Papier-
streifen von 8 cm Breite geschrieben, dessen jeder Teil 44 cm lang und mit dem vorher-
gehenden mit Zwirn vernäht war. Zur größeren Festigkeit waren die anstoßenden Enden
noch mit Wachs verklebt. Der ganze Streifen hatte eine Länge von 130 cm. Dieser
Papierstreifen war von oben bis unten beschrieben, der Länge nach in der Mitte umgefalzt
und dann zu einer festen, 4 cm langen Rolle zusammengerollt. Dabei wurden die inneren
Windungen der Rolle so zerknüllt und zerfetzt, daß es unmöglich ist, die letzten Zeilen
zu entziffern. Die Rolle war in ein Stückchen Leinen gehüllt und mit Wachs über-
zogen, um sie gegen Feuchte zu schützen, und dann wurde sie vermutlich in ein in einen
Kieferstamm gebohrtes Loch versenkt und mit einem Stöpsel aus Holz versichert.
Es mag eine lange Zeit vergangen sein, bis der Stamm umfiel und er mit einer
2 m hohen Erdschichte bedeckt wurde.
Als die Rolle in dem Landesmuseum ankam, zeigte es sich sofort, daß die Papier-
substanz morsch und brüchig war, so daß man es gar nicht wagen durfte, sie aufzu-
rollen. Ich versuchte sie zunächst durch Feuchte geschmeidig zu machen. Die Rolle
wurde auf feuchten Sand gelegt und mit einem Glassturz bedeckt und so einige
Zeit dem Einflüsse der sich entwickelnden Feuchte ausgesetzt. Als ich mich über-
zeugte, daß das Papier dadurch in der Elastizität gewonnen hatte, wurde die
Tat an
Rolle mit aller Die Arbeit gelang vollkommen und nur
nötigen Vorsicht aufgerollt.
jene Partien, die von Anfang an beschädigt waren, blieben beschädigt, und zwar die
zerknüllten inneren Windungen sowie die äußerste mit Wachs verklebte, welche zer-
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382 II Volkskunde.

stückelt war und nur noch aus einzelnen Partikeln bestand, die bei der Lesung nicht
zusammengefügt werden konnten und auch keine hypothetische Ergänzung des betreffen-
den Textes zuließen.
Bevor noch die Rolle im Kieferstamm verwahrt wurde, wurde der Rand mit einem
Messer glatt abgeschnitten, da aber die Schnittfläche etwas schräg war, war der Papier-
streifen beim Aufrollen gewellt ausgeschnitten. Obwohl dabei auch einzelne Buchstaben
abgeschnitten wurden, ist der Schaden doch nicht so bedeutend, daß er die Entzifferung
des Textes unmöglich machen würde.
Der Zapis, dessen erste 10 Zeilen nicht leserlich sind, beginnt mit der Aufzählung
einer ansehnlichen Reihe mohammedanischer Personennamen, vermutlich von Grundeigen-
tümern, für die er verfaßt war; der Zweck des Zapis war aber, den „Meteh von Ku-
novo“ vor den Teufeln, vor kaltem Hagel und trockenem Wind zu schützen. Es war dies
demnach eine Fluchtafel, die als Amulett die Äcker von Kunovo schützen sollte. Kunovo
ist gegenwärtig eine Gemeinde des Bezirkes Foca und besteht aus folgenden Ortschaften:

Crnobojevici, Gradojevi6i, Pribisici, Robovici, Rujici, Sadici, Sahbazi und Vjetrnik. Die
gegenwärtigen Bewohner sind ausnahmslos Mohammedaner, und daß sie es auch zur Zeit
waren, als der Zapis geschrieben wurde, ersieht man aus den im Beginn angeführten
mohammedanischen Namen.
Ich habe bei verschiedenen Gelegenheiten auf den in Bosnien allgemein verbreiteten
Glauben an die Wirksamkeit der Schriftamulette hingewiesen und das vorhandene ist
ein bezeichnender Vertreter einer Gruppe, welche zum Schutze der Feldfrucht ange-
wendet wurde. Gewöhnlich waren diese Feldamulette aus dünnem Bleiblech angefertigt,
worauf mit einer scharfen Spitze die Inschrift eingeritzt wurde, dann wurde das Blech
eingerollt und in dem betreffenden Acker oder Weingarten vergraben. Schon im Jahre
1889 habe ich im „Glasnik“ IV, S. 100 und 101 ein derartiges Bleiamulett veröffentlicht
und später gelangte ein anderes Amulett in das Museum, das ich am Schlüsse beschreiben
werde. Unser gegenwärtiger Zapis unterscheidet sich von den übrigen dadurch, daß er
auf Papier geschrieben ist und daß er nicht vergi’aben, sondern in einem Kieferstamm
fest verwahrt wurde.
Nachdem Gemeinde, auf die sich der Zapis bezieht, moslimanisch ist, wäre
die
anzunehmen, daß der Text türkisch und von einem Hodscha verfaßt sein sollte; in
Wirklichkeit ist er in Bosancica geschrieben und allem Anscheine nach von einem katho-
lischen Priester, denn ein ziemlicher Teil davon enthält einen lateinischen Text. Gerade
dieser Teil ist inhaltlich sehr wichtig, aber auch deshalb, weil wir zum erstenmal hier

den Fall antreffen, daß lateinische Texte auch mit der Bosancica wiedergegeben wurden.
Ohne auf die Details des Textes einzugehen, den ich in Ti’ansskription und Über-
setzung reproduziere, erwähne ich nur, daß jener lateinische Text aus dem apokryphen
Briefe Jesus an den Toparchen von Edessa Abgar entnommen ist, und daß im slawi-
schen Texte neben Beziehungen aus dem Evangelium, der Apostelgeschichte hauptsäch-
lich solche aus der Apokalypse häufig Vorkommen.
Die Schrift ist gut erhalten und leicht leserlich, abgesehen von kleinen Unkon’ekt-
heiten ist die Schrift ziemlich korrekt und wie es scheint von einem geübten Schreiber
verfaßt. Die Kolumne ist beiderseits durch eine senkrechte Linie eingefaßt. Der lateini-

sche Text weist einige eigentümliche Merkwürdigkeiten auf g vor e und i wird durch
:

Ä (= gj) ausgedrückt, also wie im Italienischen; s und st aber mit LU, UJ (s, st), wie
im Ungarischen. Der Franziskaner, der das Schriftstück verfaßte, dürfte also sein
Latein teilweise in Italien, teilweise in Ungarn gelernt haben, also den bis noch vor
kurzem bei den bosnischen Franziskanern üblichen Bildungsgang durchgemacht haben.
b

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Truhelka. Ein interessantes mit Bosancica geschriebenes Schriftstück. 383

Text.
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384 II. Volkskunde.

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Truhelka. Ein interessantes mit Bosaneica geschriebenes Schriftstück. 385

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Transskription.

MycTa<MiBb n XaM3HHb ii ^ayTOBb n KacyMOBB 11 XacaHOBb n IlepxaTOBb


IIaja3HT0Bi.,
n MeaHTOBb MexeMe^oBb h lenpiiHHb n IIaja3iiTOBb, XyceimoBb, PaMa,n,aHOBb Ajihhb ;

JarynoBb, ÄJia-y30Bb XacaHOBb n HaT Hiiiia h MypaTOBb ii IlepxaTOBb, Kacy-


MOBb *), Jyny30Bb, Bejiimb, JaxiiHb.
MoaiiTBa ot TpecKa h ot rpoMa ii ot öeca ii ot rpafta.
Cnja caoBeca XpncTOCb cbojomb pyKOMb 3annca HeKOMy papy na Epyco.niMy i
ito
rjiace E3ycb beatus es rex me non vidis(t)i
Abagarono qui et in me credere vuisti:
2
. .
)

multi enim sunt qui 3 ) me viderunt 4 ) et in me credere noluerunt misisti ad me ut venirem


a... seden modo quia oportet me implere, ad que missus sum post(o)quam autem as(c)endo
in c(o)elum mi(n)tam ad te unum de dis(c)ipulis meis nomine Tadeum qui 5 ) curabit te
ab omni infirmitate tua benediccio mea. Christus vincit, Christus regnat,
Christus inperat. Ave Christe tetragrammaton Alfa et san(c)tam conta am
(h)onorem deo et patrie liberacionem. Dixit Dominus ex Bas an : convertam in profun-
dum maris. Verbum caro factum est et (h)abitavit in (no)bis et vidimus gloriam Jesus ,

gloriam quasi unigeniti a patre plenum gracie et veritatis et (h)abitavit in nobis Jesus,
Jesus, Jesus Maria Maria Maria Maria MaTii XpncTOBa. 3anpeuiTajy
Jesus, Jesus,
BaMb h cTysemi rpaße h cyxn Be rpe apxaHrejioMb Muxaiijiomb ca BaceMii ü )
ftnjaBOJie r

cmaMH HeöecKHMii ii raBpnjioMb y XpiuioMb ii PanamioMb n ApanaTiiJioMb ii Eniimi-


JiOMb h IlyToceMb h PyMHJiOMb h HaxpaHOTOMb h üaoHOMb p,a He npiixoflHTe Ka cneMy
MeTexy KyHOBCKOMy !

*) 0 = y- 2
)
Im Original: KX. 3
)
Im Original: KX. 4
)
Im Original: MAG P O N IT1 b.
6
)
Im Original: |CH. 6
)
= CBIIMa.
Band XI. 25
! !

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386 I. Archäologie und Geschichte.

3anpeuixajy BaMb pnjaBOJie n rpape cepin priexn, Koe pe'ie Xpncxocb Ha KpcTy
Biice Bory : One npocra ohiimb koh ne My’ie 3a Jiyöaßb TBojy : h ja npocTHMb 3a .xy-
öaBL TBojy
3anpemTajy BaM pnjaBOJie cnaßuneM npecxojiOMb n CapaomioMb p a He npnxo-
pnxe pnjaBOJie n cxypeim rpape Ka TOMy Mexexy, 3anpeuiTajy BaMb pnjaBOJie n cxy-
peHn rpape TpeMa nax(p)njapacn, AßpaMOM, IlcaKOM u Jhkobom eace no TiiiBajy nop
pyöoMb aMopHCKneMb : ) h Baca iiMeHa TBoja 3aK.iHHajy iiMe AHu,HJinjauib, Eejib, Bpa- :

Tayxb, BapmaHb, AHKHÖanib, AHrjiyuib, IJepHnpani, IlannJiym, Ko3opopau,b JJymnHym,


PeKb IJpmepb, JlaMÖopb, Ahmhhib,
;
IJepHnipa, AKOMHpam, AnoMnpn . . ApuKJinje, CoTOHa
11 Jlynpmepb.
3aKJiiiHajy Bac pnjaBOJie n cxypeHn rpape rocnopoMb öoroMb h 4 eßaHrejin n
310 cßeTHMii on;n ii 60 MyHeHupn h XpncTOMb n cßeTiieMb JoßaHOMb pa He npnxo-
pnxe pnjaBOJie ii cxypeHn rpape Ka cneMy Mexexy !

3anpeniTajy BaMb pnjaBOJie h cxypeHn rpape n cyxu BeTpe cepMn xjieön, ente ce
y eßanrejiy noMeHy n oxponexoM, eace npnja Hcycb ii nocTaBH npepb yneHHKe n
cjiaBHneM npninacTHjeMb XpncxoBiieMb n CBeTneMH KHHJKeBHnn,n ii HoaceMb n ManeMb,
ejKe ype3a IleTapb j^xo paöy ÜHJiaxoBy ii aHrejm, eace oxBaJincxa KaMeHb op rpoöa
XpiiCTOBa ii cTpaxoM ot Hepyame cxpaace Kpaaeße ii cepMii 3Biie3paMn n ManeMb 6o-
pymxneMb pa He npnxopnxe pnjaBOJie n cxypeHn rpape Ka cneMy MexeKy KyHOBCKOMy
3anpemxajy BaMb pnjaBOJie n cxypeim rpape ii cyxn Bexpe 24 cxappn cepemxn
Ha npecxojiy h MyHnaMH n rpoMH ii rjiacn cepemxn ox npecxojia n oxpoKn, eace no-
jaxy necaHb rocnopimy Banemxn xapecrai (?) n BneHiipi CBexnexb, eace nojioarauie
npepa npecxojioM ii KHnraMii HamicaHiieMb eaie Biipe Ha npecxojiy Ha pecHnn,e ,

cepemxn h 4 aHreaii cepemxn Ha nexnpexb yranexb 3eMJie ppjKeinxn nexnpn Bexpe


3CMa.;icKe h cepiii nenaxn CBexiieMH pa He npnxopnxe pnjaBOJie ii cxypeHn rpape n :

cyxn Bexpe Ka Mexexy KyHOBCKOMy.


3anpemxajy xn pnjaBOJie y cxypeHn rpape xpcxnjy, eace H3MepeHa 6n npKOBb
öoacnja ii öpcHiieMb, eace ii3Öpa Muxanaa apxaHre.ua ca SMnjaMH n 12 anycxo.m n
12 KaMeHOMa : pa He npnxopn rpapb Ka cneMy Mexexy.
3anpenixajy BaMb pnjaBOJie ii cxypemi rpape 40 nypecn, eace anycxojin caxßo-
piiHie,Koja nypeca h 3JiaMeHnja nnrne JlyKa y eBaHrejmjy ii cjiaBHiijeMb npnmaexn-
jeMb CBexaro pyxa camipeHa nexn mxn n BejmpneM CBexjiOMb Ilcaja rpepnjame y JI,a-
. .

MaeaK oöpaxn ra ox xen ppKBe h aHrejioMb, eace ce jaßn KopHnjiy n cnpne CBexaro
Ilexpa y Hepacujy 2 ) ii pyxoMb, eace nopa3H Ilpopa ipapa n MOJinxBaMH IlaBJioBneMn,
eace 3anpexn cxh IlaBao ii Me By xo bh Ba xaMHHü,e y noJiyHomxn BanHpe IlaBao n
Ciuia h pacxpronie ce y3ii-Mb pa He npnxopnxe cneMy Mexexy. :

CxaHeM poöpe, cxaHeM poöpe, cxaHeM ca cxpaxoMb öoacneMb p;a cxaHe rpap, p;a
He npe Ha cnn Mexexb. Bol)ame Majna CBoj pop; no n.iaHHHii, öjeme nx rpap; h . .

maeMy rocnop;b pene iyih ciijy MOJHixBy Op rpapacxa bh rocnopii noMHJiyncxa


: bh, :

rocnopii noMHJiyj Apxanre.ie Mnxaiuie h BaBpiLie h Ypnae ii Panarae n Apanaxaiuie


:

ii EmiMiiJie h nyxome n PyMHJie h HaHaxpaHoxe h IlaoHe caÖJiypnxe cnera Mexexa


KyHOBCKora op 3Jiaro paacpa h ox piijaBOJia h ox Hima h ox öoraxexe öoraipxBOMb
öoraxora CnMeoHa CxjiynHiiKa. yMHOJKexe BacaKeMb öjiaroMb 3a nyöaBb BaceMorora 3 )
öora Caöaoxa BaceMb Mexexy cßexa Mapiija r Ph cn Mexexb chhomb . . .

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Trnhelka. Ein interessantes mit Bosancica geschriebenes Schriftstück. 387

Übersetzung.

(Etwa: Gott schütze die Felder des . .


.)

.... und des Hassan und Bajazids, und B Durmisch’, Mustafas, Hamsas,
Dauts und Kasums und Hassans und Ferhads und Mezets, Mechmeds und Ceprcijas
und Bajazids, Husseins, Ramadans, Alias, Jagups, Ala us’, Hassans und Cat .... . .
.’

und Murats und Ferhads, Kasums, Junus’, Velias’, Jahias.


Gehet gegen Blitz und Donner, gegen Wut und Hagel.
Diese Schrift schrieb Christus einem Kaiser in Jerusalem (sic für Edessa!), welche
lautet : „Wohl Dir, König von Abgar, der Du mich nicht sahst und mir doch
Jesus :

glauben wolltest. Es sind nämlich ihrer Viele, die mich sahen und in mich nicht
glauben wollten. Du sandtest zu mir, ich möge kommen, aber nur weil ich erfüllen
muß, weshalb ich gesandt wurde, werde ich nach meinem Aufstieg in den Himmel Dir
einen von meinen Schülern Namens Thaddäus senden, der dich von aller deiner Krank-
heit heilen wird. Mein Segen !

Christus siegt, Christus herrscht, Christus befiehlt. Sei gegrüßt, Christus der vier-
buchstabige Alpha und Ehre Gott und dem Vaterland Rettung.
die heilige
Es sprach der Herr von Basan Ich werde mich in die Tiefen des Meeres verwandeln.
:

Das Wort wurde zu Fleisch und wohnte in uns.


Wir sehen Gottes Glorie, die Glorie des Einziggeborenen vom Vater, voll der
Gnade und Wahrheit und es wohnt in uns Jesus, Jesus, Jesus, Jesus, Jesus, Maria,
Maria, Maria, Maria Mutter Christi.
Wind beim Erzengel
Ich beschwöre euch Teufel und kalter Hagel und trockener
Michael mit allen Himmelsmächten und bei Gabriel und Uriel und Raphael und Ara-
patilus, und Epimilus und Pythos und Rumil und Nachranotos und Paonos, damit ihr
diesem Bezirke von Kunovo nicht naht.
Ich beschwöre euch Teufel und Hagel mit den sieben Worten, die Christus am
Kreuze hangend zu Gott sprach: Vater, verzeihe ihnen, die mich quälen deinetwegen,
wie ich ihnen deinetwegen verzeihe !

Ich beschwöre euch Teufel bei dem berühmten Throne und bei den Seraphims,
nahet Teufel und kalter Hagel nicht diesem Bezirke, ich beschwöre euch, Teufel und
kalter Hagel, bei den drei Patriarchen Abraham, Isak und Jakob, die unter dem
Stamme von Amorea ruhen und alle deine Namen verdammen : Ancilaus, Bel, Bratauch,
Barschan, Ankibasch, Ang’lus, Cernieasch, Papilusch, Kozodorac, Dominus, Rek, Ciper,
Lambor, Amisch, Cernica, Akomirasch, Apomiri Ariklius, Satanas und Lucifer. . .

Ich beschwöre euch Teufel und kalter Hagel bei Gott dem Herrn, den vier
Evangelisten, den 310 h. Kirchenvätern und den 60 Märtyrern und bei Christus und
St. Johannes, auf daß ihr Teufel und kalter Hagel diesem Bezirke nicht nahet!
Ich beschwöre euch Teufel und kalter Plage! und trockener Wind bei den sieben
Broten, die im Evangelium genannt werden, und bei dem Kinde, das Christus nahm
und vor die Schüler hinstellte, und bei der glorreichen Ankunft Christi und bei den
heiligen Schriftgelehrtenund beim Messer und Schwert, womit Petrus das Ohr dem
Diener des Pilatus abschnitt, und bei den Engeln, welche den Stein vom Grabe Christi
wälzten, und bei der Angst der unschuldigen königlichen Wache und bei den sieben
Sternen und beim stechenden Schwerte, auf daß ihr Teufel und kalter Hagel und
trockener Wind dem Bezirke von Kunovo nicht nahet
Ich beschwöre euch Teufel und kalter Hagel und trockener Wind bei den vier-
undzwanzig Greisen, die am Throne saßen, und beim Blitz und Donner und bei der
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© Biodiversity Heritage Library, http://www.biodiversitylibrary.org/; www.zobodat.at

388 I. Archäologie und Geschichte.

Stimme des am Throne Sitzenden und bei den Kindern, die Gesänge sangen dem Herrn
hadeiscli(?), und bei den Kronen der Heiligen, die sie vor dem Throne niederlegten,
und bei den Büchern, die geschrieben welche zur Rechten am Throne sitzend
sahen, und bei den vier Engeln, die an den vier Ecken der Erde sitzen und die vier
Erdenwinde halten, und bei den sieben heiligen Siegeln auf daß ihr Teufel und kalter :

Hagel und trockener Wind dem Bezirke von Kunovo nicht nahet.
Ich beschwöre euch Teufel und kalter Hagel bei der Rute, mit der Gottes
Kirche ausgemessen wurde, und bei der Wahl, die Erzengel Michael unter den Schlan-
gen traf, und bei den 12 Aposteln und 12 Steinen, auf daß der Hagel diesem Bezirke
nicht nahe.
Ich beschwöre euch Teufel und kalter Hagel bei den 40 Wundern, welche die
Apostel vollbrachten, welche Wunder und Zeichen Lukas im Evangelium beschrieb,
und bei der glorreichen Herabkunft des heiligen Geistes, der am fünften
nieder-
kam, und bei dem großen Glanze, als Isaias nach Damaskus ging, bekehrte er ihn von
der Kirche, und bei dem Engel, der Kornelius erschien, und bei der Reise des h. Petrus
nach Cäsarea und beim Geiste, der den Kaiser Herodes vernichtete, und bei den Gebeten
Pauls, womit der h. Paulus im Kerker den Namen und um Mitternacht
gingen Paulus und Sylla heraus und es zerrissen ihre Fesseln: auf daß ihr diesem Be-
zirke nicht nahet.
Ich stehe gut, ich stehe gut, ich stelle in Gottesfurcht, stehe Hagel, er gehe nicht
auf diesen Bezirk Die Mutter führte ihr Geborenes durchs Gebirge der Hagel (über-
!

fiel) sie. Dem Sprechenden sprach Gott: Spreche dieses Gebet: Verschone uns, o Herr,
mit Hagel, Herr, verschone uns, Erzengel Michael und Gabriel, Uriel und Raphael und
Arapatiel und Epimilos und Pythos und Rurnil und Anacharon und Paon schont diesen
Bezirk von Kunovo von bösem Regen und vom Teufel und vom Zauber und vom . . .

mit dem Reichtum des reichen Simeon Stilistes. Vermehrt mit allem Gut dem allmäch-
tigen Gott Sabaoth zidiebe in diesem Bezirke h. Maria diesen Bezirk mit
deinem Sohne und Erzengel Michael schütze

II.

Herr Dr. Rudolf Münster b erg, Kustos am kunsthistorischen Hofmuseum in Wien,


erhielt von einem Sammler in Mostar zum Geschenk eine in mehrere Stücke gebrochene
Bleitafel, die mit Bosanci6a beschrieben war und vermutlich im Bezirke Mostar, jeden-
falls aber in der Herzegowina gefunden wurde. Der Herr Kustos, von der Ansicht
geleitet, daß der richtige Platz, wo dieses Denkmal aufbewahrt werden soll, das bos-

nisch-herzegowinische Landesmuseum in Sarajevo sei, hat es dem Landesmuseum als

Spende überlassen und wir wollen es hier veröffentlichen.


Das erhaltene Stück der ursprünglich größeren Tafel ist 5‘5 cm breit und 16 cm
lang und durch Umfalzen in fünf Stücke gebrochen. Wie man bemerkt, fehlt dabei
der Anfang und das Ende des Schriftstückes.
Die Zeichen sind mit einem Stichel ziemlich deutlich eingeritzt und soweit sie
erhalten sind gut leserlich. Die ersten 11 Zeilen des Bruchstückes enthalten einen
mit Bosancica geschriebenen Test in Neugriechisch, den ich in Unkenntnis dieser
Sprache nicht entziffern kann ;
die folgenden 15 Zeilen aber sind in kroatischer
Sprache.
Das Denkmal gehört dem Inhalte nach in die gleiche Kategorie wie das oben be-
schriebene und der kroatische Text lautet:
X

© Biodiversity Heritage Library, http://www.biodiversitylibrary.org/; www.zobodat.at

Truhelka. Ein interessantes mit Bosancica geschriebenes Schriftstück. 389

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„ Sveti polu tom’ pomozi.


Zapriesta te djavle b(o)gom’ zivim’, koi podr’zi nebo i zemlu r (= 100 1), zaprieUa
te vas’kr’snutjem Hristo[vi]m’ 4 eva(n)gelist[i] Mar’kom i M(a)tio[m]’, Lukom’ i [Iva -
i

nom’] i 310 svetie otac’ i 4 rikami koe ophode svu zemlu, da nemas’ o[bl]ast ni na Situ
[ni na] vinu. Pame . . .

Das ist : Heiliger, hilf diesem Acker.


Ich beschwöre Dich Teufel beim lebenden Gott, der Himmel und Erde erhält, ich
beschwöre Dich mit Christi Auferstehung, mit den vier Evangelisten, Markus, Matthäus,
Lukas und Johannes, mit den 310 heiligen Vätern und den vier Flüssen, die die ganze
Erde umströmen, auf daß Du keine Macht habest weder auf Korn noch auf den Wein . . .

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