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Inhaltsverzeichnis

INHALTSVERZEICHNIS

Verwendete Abkürzungen.....................................................................................................
Abbildungsverzeichnis...........................................................................................................
Tabellenverzeichnis..................................................................................................................
Formelzeichen.........................................................................................................................
1. Einleitung...........................................................................................................................
2. Phasen einer Studienarbeit...............................................................................................
2.1 Phase I: Planung.....................................................................................................................
2.2 Phase II: Durchführung...........................................................................................................
2.3 Phase III: Fertigstellung..........................................................................................................
3. Wissenschaftliche Methoden und Vorgehensweisen......................................................
3.1 Literaturrecherche...................................................................................................................
3.1.1 Literatur finden..............................................................................................................
3.1.2 Literatur beschaffen.....................................................................................................
3.1.3 Literatur analysieren....................................................................................................
3.1.4 Literatur zitieren..........................................................................................................
3.2 Vorgehensweise zur Bearbeitung wissenschaftlicher Arbeiten.............................................
3.3 Dokumentation und Veröffentlichung von Ergebnissen.......................................................
3.3.1 Vorgehen beim Schreiben.............................................................................................
3.3.2 Struktur und Gliederung der Arbeit..............................................................................
3.3.3 Sprache und Formulierungen.......................................................................................
4. Rahmenbedingungen am LPE........................................................................................
4.1 Umfang der Arbeit................................................................................................................
4.2 Erwartungen und Angebote im Rahmen der Betreuung........................................................
4.3 Grundlagen für die Bewertung..............................................................................................
4.4 Formatierung........................................................................................................................
4.4.1 Seitenformat.................................................................................................................
4.4.2 Textelemente.................................................................................................................
4.4.3 Ergänzende Darstellungen...........................................................................................
4.4.4 Formeln........................................................................................................................
4.4.5 Zitationsstil...................................................................................................................
4.4.6 Fußnoten......................................................................................................................
4.5 Abgabe der Arbeit................................................................................................................
4.5.1 Deckblatt & Co.............................................................................................................
4.5.2 Druckexemplare...........................................................................................................
4.5.3 Digitale Abgabe............................................................................................................
4.6 Externe Arbeiten...................................................................................................................
Literaturverzeichnis...............................................................................................................
Anhang A – Checkliste für das Überarbeiten......................................................................
Inhaltsverzeichnis

Anhang B – Forschungsarten................................................................................................
Anhang C – Formatierung des Literaturverzeichnisses......................................................
Anhang D – Design Research Methodology.........................................................................
Anhang E – Auflösung und Qualität von Abbildungen......................................................
Formelzeichen

VERWENDETE ABKÜRZUNGEN

Allgemeiner Aufbau:
Abkürzung + Tab + ausgeschriebene Bedeutung (ggf. englische Bedeutung in Klammern
ergänzen)
Beispiele:
LPE Lehrstuhl für Produktentwicklung
RUB Ruhr-Universität Bochum
Formelzeichen

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 2.1: Übergeordneter Ablauf einer Studienarbeit. Für jede Phase sind die
zusätzlich die wichtigsten Inhalte angegeben..........................................................................
Abbildung 2.2: Beispiel für die Kommunikation zwischen Studierendem und Betreuer...........
Abbildung 3.1: Template für einen Recherchestrategieplan......................................................
Abbildung 3.2: Empfohlener Ablauf für das Lesen von Veröffentlichungen mit Prüfen der
Relevanz nach jedem Abschnitt. In Anlehnung an das Vorgehen von Blessing und
Chakrabarti (2009)................................................................................................................
Abbildung 3.3: Beispiel für die Bedeutung der im wissenschaftlichen Umfeld
verwendeten Lesetechnik „Querlesen“..................................................................................
Abbildung 3.4: Klassischer Aufbau wissenschaftlicher Texte. Zu jedem Teil sind
mögliche Inhalte angegeben, wobei der Punkt „Diskussion“ unter Schlusskapitel je nach
Fragestellung auch zum Hauptteil der Arbeit gehören kann. Darüber hinaus wurden
Hinweise ergänzt, wie groß jeweils der Anteil an der Gesamtarbeit sein sollte.....................
Abbildung 4.1: Struktur der CD/des Ordners. Die CD/der Ordner umfasst neben der
schriftlichen Arbeit selbst auch alle verwendeten und erzeugten Quelldokumente...............
Formelzeichen

TABELLENVERZEICHNIS

Tabelle 2.1: Checkliste für die Planung der Arbeit. Linke Spalte nach May (2015).................
Tabelle 3.1: Übersicht verschiedener Methoden zur Umstrukturierung verschachtelter
Sätze. 19
Tabelle 4.1: Übersicht über Art und Umfang der verschiedenen Arbeiten am LPE
(Vorgaben der Prüfungsordnungen und lehrstuhleigene Ergänzungen).................................
Tabelle 4.2: Übersicht über die Einstellungen zur Formatierung der Seiten...........................
Tabelle 4.3: Übersicht über die verschiedenen Formatvorlagen.............................................
Tabelle 4.4: Formatierung der Kurzbelege nach der Autor-Jahr-Zitierweise am LPE............
Formelzeichen

FORMELZEICHEN

Allgemeiner Aufbau:
Zeichen + Tab + Bedeutung + Einheit in eckigen Klammern
Allgemeine Konventionen

 Als Dezimaltrennzeichen wird ein Komma verwendet


 Skalare Größen werden durch dünn gedruckte Buchstaben gekennzeichnet
 Vektoren und Matrizen werden durch fett gedruckte Buchstaben gekennzeichnet
 Hochgestelle Indizes kennzeichnen das Bezugskoordinatensystem

Beispiele:
p Druck [N/mm2]
B Lagerbreite [mm]
t0 Minimale Höhe [mm]
T Temperatur [°C]
Re Reynoldszahl [-]
4. Rahmenbedingungen am LPE

1. Einleitung
„Wissenschaftliches Arbeiten ist kein selbst definiertes Learning by doing.
Es setzt einen sicheren Umgang mit den entsprechenden Regeln voraus, um den geltenden
Normen und Qualitätsstandards genügen zu können.“ (May 2015)

Ziel dieses Leitfadens ist das Zusammenfassen der Normen und Qualitätsstandards, die für
Studienarbeiten am Lehrstuhl für Produktentwicklung gelten. Darüber hinaus werden Hinweise
und Tipps zur eigenständigen und erfolgreichen Durchführung der Studienarbeit gegeben. Auf
diese Weise wird zum einen sichergestellt, dass jeder Studierende zu Beginn alle notwendigen
Informationen erhält und zum anderen, dass jeder Studierende die gleichen Informationen
erhält. Der Leitfaden ist so formatiert, dass er als Rohdokument für Ihre wissenschaftliche
Arbeit genutzt werden kann.
Der Leitfaden umfasst dabei zwei allgemeine Kapitel (2. und 3.), die im Prinzip für jede Arbeit
genutzt werden können, und ein spezifisches Kapitel (4.), für Arbeiten am Lehrstuhl für
Produktentwicklung (LPE). Kapitel 2. befasst sich mit der übergeordneten Strukturierung und
Organisation des Projekts „Studienarbeit“. In Kapitel 3. werden verschiedene Methoden und
Vorgehensweisen vorgestellt, die bei der Durchführung und Verschriftlichung einer
Studienarbeit helfen. Kapitel 4. beinhaltet, wie der Name schon sagt, alle Rahmenbedingungen
am LPE.
Die Inhalte des Leitfadens werden vom Betreuer als bekannt vorausgesetzt und nur auf
Nachfrage näher erläutert. Auf diese Weise bleibt bei der Betreuung mehr Zeit für inhaltliche
Themen, sodass ein effektives und effizientes Arbeiten sichergestellt werden kann. Bevor Sie
nun beginnen dieses Dokument Wort für Wort durchzuarbeiten, sollten Sie einen Blick auf
Abbildung 3 .5 (S. 15) werfen und darauf basierend überlegen, wie Sie mit diesem Dokument
weiter verfahren.
Abschließend haben wir noch die Bitte um Ihre aktive Mitarbeit. Damit wir diesen Leitfaden
kontinuierlich aktualisieren und verbessern können, sind wir auf Ihr Feedback angewiesen. Wir
freuen uns über jede Anmerkung und jeden Verbesserungsvorschlag.
Viel Erfolg bei Ihrer Studienarbeit!
4. Rahmenbedingungen am LPE

2. Phasen einer Studienarbeit


Dieses Kapitel enthält Hinweise zum Ablauf einer Studienarbeit und soll Ihnen bei der
Strukturierung und Organisation Ihrer Arbeit helfen. Die hier enthaltenen Informationen können
allgemein für die Erstellung und Durchführung einer Studienarbeit genutzt werden. Alle
spezifischen Rahmenbedingungen für Studienarbeiten am LPE sind in Kapitel 4.
zusammengefasst.
Die Bearbeitung einer Studienarbeit gliedert sich in die Phasen Planung, Durchführung und
Fertigstellung, wie in Abbildung 2 .1 dargestellt. Diese Phasen werden in den folgenden
Unterkapiteln näher erläutert. Darüber hinaus wird die Bearbeitungszeit von einer Vor- und
Nachbereitung eingerahmt. Zur Vorbereitung auf Ihre Studienarbeit sollten Sie Ihre eigenen
Ziele definieren, die offiziellen Voraussetzungen klären und passende Themen suchen. Wenn
alle Punkte geklärt sind, Sie sich für ein Thema entschieden und die Betreuung geklärt haben,
können Sie mit der Bearbeitung beginnen. Nach der Fertigstellung und Abgabe Ihrer Arbeit
folgt die Nachbereitung dieser. In jedem Fall sollten Sie ein Abschlussgespräch mit Ihrem
Betreuer führen, in dem Sie noch einmal Feedback zu der schriftlichen Ausarbeitung und Ihrer
Arbeitsweise einholen und Ihrem Betreuer ein Feedback zur Betreuung geben. Falls eine
Präsentation Ihrer Arbeit erforderlich oder vereinbart ist, sollten Sie diese zeitnah vorbereiten
und halten.
4. Rahmenbedingungen am LPE

Abbildung 2.1: Übergeordneter Ablauf einer Studienarbeit. Für jede Phase sind die zusätzlich die
wichtigsten Inhalte angegeben.

2.1 Phase I: Planung


In der ersten Phase einer Studienarbeit steht die inhaltliche und organisatorische Planung dieser
im Vordergrund. Die inhaltliche Planung umfasst vor allem die Ausarbeitung einer konkreten
Fragestellung und Zielsetzung. Dagegen umfasst die organisatorische Planung: die zeitliche
Planung der Arbeitsschritte, die Planung der Interaktion mit dem Betreuer sowie die Planung
organisatorischer Rahmenbedingungen. Zum letztgenannten Punkt gehören die Anmeldung der
Arbeit und die Bereitstellung notwendiger Ressourcen. Mit Ausnahme der organisatorischen
Rahmenbedingungen entsprechen diese Punkte den Inhalten eines klassischen Exposés. In
Tabelle 2 .1 sind diese Inhalte eines Exposés noch mal zusammengefasst und kurz erläutert.
Unabhängig davon, ob ein Exposé geschrieben wird oder nicht, ist es notwendig, sich über die
genannten Punkte Klarheit zu verschaffen, diese mit dem Betreuer zu besprechen und schriftlich
festzuhalten. Alternativ zu dem Fließtext in einem Exposé bieten sich auch hier die in Kapitel
2.2 vorgestellten Methoden zur Dokumentation an.
Tabelle 2.1: Checkliste für die Planung der Arbeit. Linke Spalte nach May (2015)
Fragen die nach May (2015, S. 23–
Aufgaben die unter anderem zur Beantwortung
25) in einem Exposé beantwortet
bearbeitet werden müssen:
werden sollten:

Mit welchem Problem befasse ich  Klären der Aufgaben- bzw. Problemstellung
mich?  Einarbeitung in das Thema

Welche Ziele verfolge ich?  Klären des Forschungsziels (siehe Anhang D)


4. Rahmenbedingungen am LPE

 Formulierung von Forschungsfragen und/oder -


hypothesen

Wie ist der Stand der Forschung  Forschungsstand bzw. bisherige Lösungsansätze
bzw. Technik dazu und gibt es einen ermitteln
Aspekt, der bisher noch nicht oder  Forschungslücke bzw. Nachteile identifizieren
nur unzureichend behandelt worden  Ggf. nach Startliteratur fragen
ist?

Welche Literatur (z.B. bestimmte  Relevante Grundlagen identifizieren


Fachbücher oder zentrale  Forschungsbereich abgrenzen
Übersichtsarbeiten/Reviews) sollte  Überschneidungen mit anderen
ich dazu lesen und was davon habe Forschungsbereichen identifizieren
ich bereits gelesen?

Wie möchte ich dabei vorgehen?  Einordnung des Forschungstyps (z.B.


entsprechend Anhang)
 Vorgehensweise (z.B. nach VDI 2221 (1993))
 verwendete Methoden (z.B. Morphologischer
Kasten oder FE-Simulationen)
 notwendige Ressourcen (z.B. spezielle Software
oder Arbeitsmaterialien)

Wie sieht meine zeitliche  Arbeitspakete/-schritte


Strukturierung für die Realisierung  Zeitplan (mit Meilensteinen)
des Vorhabens aus?  regelmäßige Termine oder Statusberichte

Hinweis: Mit der Aufgabenstellung erhalten Sie eine mögliche Problembeschreibung und
Zielsetzung, die i.d.R. auf verschiedenen Annahmen durch Ihren Betreuer basieren. Ihre
Aufgabe ist, den Stand der Technik und der Forschung zu analysieren und die Annahmen
mithilfe geeigneter Literatur zu belegen oder ggf. Alternativen vorzuschlagen.

2.2 Phase II: Durchführung


In Phase II, Durchführung, werden die zentralen Inhalte und Ergebnisse der Studienarbeit
ausgearbeitet. Da das genaue Vorgehen dabei stark von der Aufgabenstellung und Zielsetzung
abhängt, wird hierzu auf Ihre eigene Planung aus Phase I verwiesen, sowie die in Kapitel 3.
vorgestellten Methoden und Vorgehensweisen. An dieser Stelle werden daher Hinweise für die
übergeordnete Strukturierung und Organisation Ihrer Arbeit gegeben.
Regelmäßig mit dem Betreuer abstimmen
Besprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Betreuer den aktuellen Stand und die Zwischenergebnisse
Ihrer Arbeit. Durch die intensive Beschäftigung mit Ihrem Thema werden Sie automatisch der
Experte für dieses Thema. Daher müssen Sie Ihre Ergebnisse aufbereiten und zusammenfassen,
wenn Sie mit anderen Personen darüber sprechen wollen. Dazu gehören neben den Ergebnissen
Hintergrundinformationen, die für das Verständnis notwendig sind. Beachten Sie dabei aber die
folgenden Regeln:
4. Rahmenbedingungen am LPE

1) Fokussieren Sie sich auf die Ergebnisse, aus denen sich bereits erste Schlussfolgerungen
ableiten lassen, die das weitere Vorgehen beeinflussen oder nicht plausibel sind. Andere
Ergebnisse sind i. d. R. für den Betreuer nicht interessant. Abbildung 2 .2 soll dies
verdeutlichen.
2) Geben Sie nur die Hintergrundinformationen, die absolut notwendig sind für das Verständnis.
Viele Details, sind für Verständnis unwichtig, z.B. die meisten Abmessungen bei
Konstruktionen oder Einstellungen bei Messungen.

Abbildung 2.2: Beispiel für die Kommunikation zwischen Studierendem und Betreuer

(Cham 2013).

Generell sollten Sie die nachfolgenden Fragen regelmäßig mit Ihrem Betreuer besprechen
(Biedermann et al. 2013). Die Liste eignet sich auch gut für die Vorbereitung eines Gesprächs
oder das Formulieren einer strukturierten Mail.

 Wo stehen Sie gerade?


 Was läuft gut? Was läuft weniger gut? Woran liegt es?
 Womit haben Sie Schwierigkeiten? Welche Ideen haben Sie dazu, mit diesen
umzugehen? Was brauchen Sie diesbezüglich vom Betreuer?
 Wie kann der Betreuer Sie unterstützen?
 Welche Aufgaben sind erledigt, welche noch offen?
 Was muss noch bis wann von wem erledigt werden?
 Wo gibt es noch offene Fragen?
 Welche Informationen und/oder Entscheidungen benötigen Sie vom Betreuer, um
selbstständig weiterarbeiten zu können?
 Gibt es Dinge, die Sie gerne noch besprechen oder diskutieren würden? Welche?
 Wie verbleiben Sie mit Ihrem Betreuer?
 Wer macht was bis wann? Wann treffen Sie sich wieder, um Vereinbarungen zu
überprüfen und ggf. anzupassen?
Zwischenfeedback einholen
Neben den oben genannten Fragen zur regelmäßigen Abstimmung ist es sinnvoll, während der
Bearbeitungszeit ein- bis zweimal nach einem Zwischenfeedback zu fragen. Ein
Zwischenfeedback ermöglicht Abweichungen in der Selbst- und Fremdwahrnehmung
4. Rahmenbedingungen am LPE

aufzudecken und für die weitere Bearbeitungszeit Änderungen vorzunehmen. Ebenso sollten Sie
Ihren Betreuer um ein Feedback zu den Zwischenständen der schriftlichen Ausarbeitung bitten.
Planung aktualisieren
Bei der Durchführung Ihrer Arbeit werden Sie – mehr oder weniger – von Ihrer ursprünglichen
Planung abweichen müssen. Dies ist ein normaler Prozess, da die Planung zu Beginn der Arbeit
auf einem begrenzten Wissensstand und noch zu belegenden Annahmen basiert. Im Verlauf der
Bearbeitung werden kontinuierlich neue Erkenntnisse gewonnen, die eine Anpassung der
Planung erfordern können. Wichtig ist es Abweichungen zu erkennen und die Planung
frühzeitig und kontinuierlich anzupassen.
Kontinuierliche Dokumentation der Arbeitsschritte und Ergebnisse
Die Veröffentlichung Ihrer Ergebnisse im Rahmen der schriftlichen Ausarbeitung ist ein
wesentlicher Bestandteil der Studienarbeit. Dies gilt sowohl in Bezug auf die Arbeitszeit als
auch auf die Bewertung. Daher sollten Sie bereits während der Planung und Durchführung
möglichst viel dokumentieren. Dazu können Sie unter anderem eine der nachfolgend
vorgestellten Vorgehensweisen nutzen (Blessing und Chakrabarti 2009, S. 219–221).

 Mit dem Frage-und-Antwort Schema:


Bei dieser Vorgehensweise wird eine Tabelle mit zwei Spalten angelegt. Links werden
die Fragen eingetragen, die in einem Kapitel oder allgemein in der Arbeit, beantwortet
werden sollen; rechts werden dann die Antworten ergänzt, d. h. die Ergebnisse der
Arbeit. Dieses Vorgehen ist besonders gut geeignet, um den logischen Faden der Arbeit
oder einzelner Kapitel herauszuarbeiten und kann auch gut für das Strukturieren des
Textes genutzt werden (siehe Kapitel 3.3.1).
 Basierend auf der Gliederung:
Bei diesem Vorgehen wird zu Beginn der Arbeit eine Gliederung erstellt, die dann
während der Durchführung mit Inhalten gefüllt, konkretisiert und überarbeitet wird.
Dabei bleibt zunächst offen in welcher Art und Weise die Inhalte eingefügt werden. Im
Prinzip können hier Fließtexte mit Stichpunkten, ergänzenden Textdarstellungen und
Tabellen nach dem Frage-und-Antwort Schema kombiniert werden. Ein Nachteil dieses
Vorgehen ist der recht hohe Aufwand bei einer Umstrukturierung der Gliederung.

 Als Präsentation:
Bei dieser Vorgehensweise werden zu jedem Bearbeitungsschritt und Ergebnis eine
oder mehrere entsprechende Folien erstellt. Der begrenzte Raum auf einer Folie zwingt
den Verfasser sich auf die Kernaussagen zu fokussieren und diese prägnant
aufzubereiten. Durch das Verschieben der Folien kann auch die übergeordnete Struktur
der Arbeit jederzeit überarbeitet und angepasst werden. Laut Blessing und Chakrabarti
(2009)bildet eine solche Präsentation eine besonders gute Diskussionsgrundlage für
Gespräche mit dem Betreuer, da sie einen kurzen Überblick über die Arbeitsschritte und
Ergebnisse liefert.

2.3 Phase III: Fertigstellung


Gegen Ende der Bearbeitungszeit, sollten Sie mit der Fertigstellung Ihrer Arbeit beginnen. Je
nach Umfang Ihrer kontinuierlichen Dokumentation kann die Fertigstellung der Arbeit bis zu
4. Rahmenbedingungen am LPE

einem Drittel der Bearbeitungszeit in Anspruch nehmen. Beginnen Sie daher rechtzeitig mit
dieser Phase und planen Sie insbesondere ausreichend Zeit für die externe Korrektur ein. Im
Folgenden finden Sie weitere Hinweise zur Überarbeitung und externen Korrektur der Arbeit
sowie zur Vorbereitung der Abgabe.
Überarbeitung
Bei der Überarbeitung können zwei Formen unterschieden werden: die Überarbeitung einzelner
Kapitel oder Textpassagen im Rahmen der kontinuierlichen Dokumentation und die
Überarbeitung der vollständigen Arbeit nach Fertigstellung aller Kapitel. Wenn Sie beide
Formen der Überarbeitung zuverlässig anwenden, werden Sie ein paar Punkte mehrfach prüfen.
Hier gilt: Prüfen Sie lieber etwas einmal zu viel als einmal zu wenig. Die abschließende
Überarbeitung Ihrer schriftlichen Ausarbeitung sollte die folgenden Bereiche umfassen:

 Formalia
 Inhalt und Struktur
 Interpunktion
 Sprache

Das Schreibzentrum der Ruhr-Universität Bochum veröffentlicht zu jedem dieser Punkte ein
Merkblatt, das Sie zur Orientierung nutzen sollten
(http://www.sz.ruhr-uni-bochum.de/service/downloads.html). In Anhang A finden Sie eine
Checkliste, die Sie für die finale Überarbeitung nutzen können. Die Liste umfasst die
wesentlichen Punkte aus den genannten Merkblättern, ergänzt mit weiteren Punkten, auf die Sie
in diesem Dokument hingewiesen werden. Da Sie diese Informationen auch schon gut während
des Schreibprozesses nutzen können, sollten Sie sich die Merkblätter und die Checkliste bereits
zu Beginn Ihrer Arbeit anschauen.
Externe Korrektur
„Geben Sie die Arbeit nicht ab, bevor sie von unbefangenen Dritten mehrmals auf
Verständlichkeit und grammatische Fehler überprüft worden ist. Dies gilt insbesondere bei nicht
deutscher Muttersprache. Achten Sie allerdings darauf, dass bei der Korrektur durch Dritte die
Grenze des Zulässigen nicht überschritten wird und die Arbeit Ihre eigenständige Leistung
bleibt.“ (May 2015, S. 87f)
Abgabe vorbereiten
Da die Abgabe mitunter etwas stressig werden kann, sollten Sie diese rechtzeitig vorbereiten.
Die folgende Liste enthält einige Fragen, die sie bezüglich der Abgabe klären sollten.

 Gibt es ein einheitliches Deckblatt, das ich verwenden muss?


 Welche Inhalte müssen in den Anhang aufgenommen werden?
 Wie viele Exemplare muss ich wann und wo abgeben? Was mache ich, wenn der
Abgabetag auf einen Sonn- oder Feiertag fällt?
 Wie soll die gedruckte Arbeit gebunden werden?
 Wo lasse ich meine Arbeit drucken und binden? Ggf. einen Termin vereinbaren?
 Welche Inhalte müssen zusätzlich digital abgegeben werden (CD)?
4. Rahmenbedingungen am LPE

Hinweis: Für eine Studien- oder Abschlussarbeit am LPE werden diese Fragen in Kapitel 4.5
beantwortet.
4. Rahmenbedingungen am LPE

3. Wissenschaftliche Methoden und Vorgehensweisen


In diesem Kapitel werden Methoden und Vorgehensweisen zur Bearbeitung wissenschaftlicher
Fragestellungen vorgestellt, von denen einige für alle Arten von wissenschaftlichen Arbeiten
relevant sind und andere nur in speziellen Fällen berücksichtigt werden müssen. Die Relevanz
der jeweiligen Methode wird an entsprechender Stelle im Text erläutert. Allgemein existieren
folgenden Arten von wissenschaftlichen Arbeiten:

 Experimentelle Arbeiten
 Konstruktive Arbeiten
 Simulative Arbeiten
 Literaturrecherchen
 Methodische Arbeiten

3.1 Literaturrecherche
Dieses Kapitel fasst ein paar grundlegende Tipps zu den einzelnen Schritten einer
Literaturrecherche zusammen. Es ist nicht möglich eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben
ohne Literatur dafür zu recherchieren. Der Umfang der Recherche variiert mit Art und Thema
der Arbeit, aber in jedem Fall benötigen Sie Literatur, um Ihre Aussagen zu belegen, z. B. bei
der Herleitung der Ziele.

3.1.1Literatur finden
Der erste Schritt einer Literaturrecherche ist das Finden geeigneter Quellen. Dazu ist es wichtig,
die Recherche gezielt vorzubereiten, eine Suchstrategie zu entwickeln und die relevante
Literatur in den Ergebnislisten zu identifizieren. Dabei sind vor allem die letzten beiden Punkte
ein iterativer Prozess.
Recherche vorbereiten
Grundlage der Suchstrategie ist das Thema Ihrer Arbeit. Beginnen Sie daher damit sich einen
Überblick über Ihr Thema zu verschaffen. Lesen Sie sich allgemeine Informationen dazu durch
und machen Sie sich mit den Definitionen der Fachbegriffe vertraut. An dieser Stelle ist
Wikipedia eine hilfreiche Quelle, die später allerdings nicht zitiert werden sollte. Weitere
hilfreiche Quellen sind Lehrbücher, Dissertationen und Review-Paper. Häufig kann der
Betreuer Ihnen bestimmte Quellen zur Einarbeitung empfehlen.
Suchstrategie entwickeln
Wenn Sie einen guten Überblick haben, sollten sie damit beginnen Suchbegriffe zu sammeln
und diese zu strukturieren. Dazu bietet sich der in Abbildung 3 .3 gezeigte
Recherchestrategieplan an. Überlegen Sie dazu zunächst, welche Schlagwörter für Ihr Thema
relevant sind und dieses beschreiben (‚Keywords‘ → Zeile füllen). Im Anschluss sollten Sie
nach Synonymen, Ober- und Unterbegriffen sowie anderen Schreibweisen und Übersetzungen
(deutsch u. englisch) suchen und dieses ergänzen (‚Synonyms‘ → Spalte füllen). Auf diese
Weise erhalten Sie eine Matrix mit Begriffen, die Sie für Ihre Suche verwenden und
kombinieren können.
4. Rahmenbedingungen am LPE

Abbildung 3.3: Template für einen Recherchestrategieplan


(TU München o. J.)

Wie in dem Recherchestrategieplan angedeutet, sollten unterschiedliche Keywords innerhalb


einer Recherche mit UND bzw. AND verknüpft werden und alle Synonyme mit ODER bzw.
OR. Neben diesen beiden Operatoren bieten die meisten Suchmaschinen weitere Möglichkeiten
eine Suche zu erweitern oder zu verfeinern. Machen Sie sich vor Beginn der Recherche mit den
jeweiligen Möglichkeiten vertraut und setzen sie diese gezielt ein, um die Ergebnisliste zu
verbessern. Gerade zu Beginn einer Recherche ist sinnvoll hier ein wenig zu experimentieren
und auszuprobieren, was sich wie auswirkt. Eine Literaturrecherche ist immer ein iterativer
Prozess und ihre erste Suchanfrage wird auch bei guter Vorbereitung in den wenigsten Fällen
die Beste sein.
Die meisten Suchmaschinen bieten die folgenden Möglichkeiten (Biedermann et al. 2013).

 Suchbegriffe trunkieren (Rechts?, Links?, Mehrfach?); Bsp.: tranport*, organi?ation,


colo$r
 Phrasensuche; Bsp.: „hidden field equation*“
 Indexsuche (Autoren, Schlagworte, …)
 Verknüpfung von Suchbegriffen: AND, OR, NOT, ADJ/NEAR, SAME, …
 Suchfilter vor und/oder nach einer Suche
 Lemmatisierung von Begriffen, d. h. Bilden der Grundform eines Wortes wie in einem
Nachschlagewerk
Für eine vollständige Suchstrategie müssen Sie auch überlegen, wo Sie suchen wollen. Welche
Datenbanken sinnvoll sind, hängt sowohl von Ihrem Thema ab als auch davon, welche Art
Literatur sie finden wollen und welchen Umfang Ihre Recherche haben soll. So finden Sie z.B.
Bücher und Dissertationen am besten über eine Recherche in Bibliothekskatalogen,
4. Rahmenbedingungen am LPE

Zeitschriftenaufsätze und Normen dagegen in Online-Datenbanken. Eine Plattform, die Sie


themenunabhängig für Ihre Suche nutzen können und sollten ist Google Scholar
(https://scholar.google.de/). Eine Vielzahl an Fachbüchern können Sie zudem über die Plattform
Springer Link finden (https://link.springer.com/). Der Zugriff zu dieser Datenbank ist Ihnen
jedoch nur aus dem RUB-Netzwerk möglich. Viele fachspezifische Datenbanken bieten
allerdings mehr Möglichkeiten, die Suche einzuschränken bzw. zu erweitern. Fragen Sie
diesbezüglich am besten Ihren Betreuer welche Datenbanken für Ihr Thema geeignet sind.
Relevante Literatur identifizieren
Wenn Sie nun mithilfe Ihrer Suchstrategie verschiedene Datenbanken durchsuchen, müssen Sie
die jeweiligen Ergebnisse bewerten, um relevante Literatur zu identifizieren und Ihre Suche ggf.
zu erweitern oder zu verfeinern. Biedermann et al. (2013) schlägt in Bezug auf die gesamte
Ergebnisliste die folgenden Kriterien vor.

 Umfang der Ergebnisliste: Haben Sie zu viele oder zu wenig Treffer?


 Relevanz der Ergebnisse: Sind die Ergebnisse für Ihr Thema nützlich? (siehe auch
Kapitel 3.1.3)
 Unpassende Treffer: Wie können unpassende Treffer ggf. ausgefiltert werden?
 Qualität der Suchbegriffe: Sollten andere Suchbegriffe verwendet werden? Oft bietet
die Trefferliste neue Anregungen.
 Qualität und Zuverlässigkeit der Treffer in Bezug auf:
o Autoren: Wo sind diese beschäftigt? Was ist ihre Qualifikation?
o Zweck/Zielgruppe: Für wen und wozu wurde die Veröffentlichung
geschrieben?
o Wissenschaftlichkeit: Welche Methoden wurden angewendet? Werden alle
Aussagen durch Quellen belegt? Wie ist die Qualität der verwendeten Quellen?
o Aktualität: Aus welchem Jahr ist die Veröffentlichung bzw. wann wurde die
Internetseite erstellt/aktualisiert?
o Verlag/Journal: Wie ist das Renommee? Wie ist der Review-Prozess?

3.1.2Literatur beschaffen
Im Wesentlichen haben Sie drei Möglichkeiten sich Literatur zu beschaffen: Online
herunterladen, direkt ausleihen oder bestellen per Fernleihe. Diese sind nachfolgend kurz
zusammengefasst. Für detailliertere Informationen wird auf die Internetseiten der Bibliothek
verwiesen.

 Online Herunterladen
o Nutzen der Rechner, die an der Uni zur Verfügung gestellt werden, z. B. in der
Bibliothek, im CIP-Pool oder am Lehrstuhl.
o Nutzen des eigenen Rechners an der Uni und verbinden mit dem Uni-Netzwerk
über Eduroam.
o Nutzen des eigenen Rechners außerhalb der Uni und Verbinden mit dem Uni-
Netzwerk über einen VPN-Tunnel.
Hinweis: Teilweise kann eine zusätzliche Anmeldung erforderlich sein.
Informationen dazu finden Sie auf den Seiten der Bibliothek.
4. Rahmenbedingungen am LPE

 Direkt Ausleihen
o Verfügbare Titel und Standorte über OPAC recherchieren: https://opac.ub.ruhr-
uni-bochum.de/webOPACClient/start.do.
Hinweis: Studierende aus Bochum können mit einer ausgedruckten
Immatrikulationsbescheinigung auch die Bibliotheken der TU Dortmund, Uni
Duisburg/Essen und FH Bochum nutzen
 Bestellen per Fernleihe
o Bücher oder Zeitschriftenartikel können aus anderen Bibliotheken geliefert
werden.
Bestellen über den Bibliothekszugang: http://www.ub.rub.de/Digibib/fernleihe/.
Hinweis: Die Kosten von 1,50€ können vom Lehrstuhl übernommen werden.
Fragen Sie dazu Ihren Betreuer nach einer TAN-Nummer.

3.1.3Literatur analysieren
Der wichtigste Schritt Ihrer Literaturrecherche ist die Analyse der Literatur, die sie gefunden
und beschafft haben. Für das Sammeln und Strukturieren Ihrer Ergebnisse empfehlen wir Ihnen
das Literaturverwaltungsprogramms Citavi. Die Ruhr-Universität Bochum hat eine
Campuslizenz für das Programm. Weitere Informationen zur Installation und Nutzung von
Citavi finden Sie auf den Seiten des Rechenzentrums und der Bibliothek (https://it-
services.ruhr-uni-bochum.de/software/citavi,
http://www.ub.ruhr-uni-bochum.de/informationen/citavi.html). Citavi unterstützt Sie sowohl
beim Sammeln der Literatur (Browser Add-In: Citavi Picker), als auch beim Lesen
(Vorschau/Vollbild mit direkten Markierungsfunktionen) und Exzerpieren (Wissenselemente)
dieser. Für die Strukturierung Ihrer Literatur und Wissenselemente (= Exzerpte, Gedanken,
Dateien) stehen Ihnen in Citavi drei verschiedene Systeme zur Verfügung: Schlagwörter,
Kategorien und Gruppen. Der entscheidende Vorteil in der Verwendung von Citavi liegt in der
parallelen Nutzung dieser Systeme. Sie können Ihre Literatur und Wissenselemente z. B. über
die Schlagwörter inhaltlich strukturieren und gleichzeitig über die Kategorien den Kapiteln Ihrer
schriftlichen Ausarbeitung zuzuordnen. Wenn Sie eigene Schlagwörter definieren und
verwenden wollen, sollten Sie in jedem Fall den automatischen Import deaktivieren.
Auch wenn durch eine systematische Recherche die Qualität und Relevanz der gefundenen
Literatur insgesamt bereits gut ist, ist es notwendig, jede Quelle beim Lesen einzeln auf
Relevanz für das eigene Thema zu prüfen. Da häufig sehr viele Quellen „gelesen“ werden
müssen, empfehlen Blessing und Chakrabarti (2009) das in Abbildung 3 .4 dargestellte
Vorgehen. Dabei wird eine Veröffentlichung nicht von vorne nach hinten durchgelesen, sondern
abschnittsweise. Es wird zuerst die Zusammenfassung, dann Einleitung und Fazit, dann
Ergebnisse und erst im letzten Schritt der Mittelteil mit Grundlagen, Zielen und Methoden
gelesen. Nach jedem Abschnitt wird erneut geprüft ob die Inhalte relevant für das eigenen
Thema sind. Sind die Inhalte nicht relevant, wird die Quelle verworfen und es wird nicht
weitergelesen. Der große Mittelteil einer Veröffentlichung mit Grundlagen, Zielen und
Methoden wird also nur gelesen, wenn aus Zusammenfassung, Einleitung und Fazit sowie dem
Ergebnisteil hervorgeht, dass die Veröffentlichung für das eigene Thema relevant ist. Wurde
eine Veröffentlichung auf diese Weise als relevant identifiziert, sollte diese detailliert analysiert
werden und zentrale Inhalte in eigenen Worten festgehalten werden.
4. Rahmenbedingungen am LPE

Zusammenfassung
lesen

Relevant?

Einleitung und Fazit


lesen

Relevant? Quelle verwerfen

Ergebnisse lesen

Relevant?
Quelle analysieren!

Grundlagen, Ziele ● Was (Was ist das Ziel)?


und Methoden lesen ● Warum (warum haben die Autoren das so gemacht)?
● Ergebnis (was sind die Erkenntnisse)?
● Wie gut (welche Qualität hat die Studie)?

Abbildung 3.4: Empfohlener Ablauf für das Lesen von Veröffentlichungen mit Prüfen der Relevanz
nach jedem Abschnitt. In Anlehnung an das Vorgehen von Blessing und Chakrabarti
(2009).

3.1.4Literatur zitieren
Jede Leistung und Aussage Ihrer Arbeit, die Sie von anderen übernommen haben, muss
entsprechend gekennzeichnet werden. Verwenden Sie fremdes Gedankengut ohne eine
entsprechende Kennzeichnung ist dies ein Plagiat. Ohne Kennzeichnung muss der Leser
annehmen, dass es sich um das eigene Gedankengut des Autors handelt. Ein Plagiat ist somit
gleichzeitig (Ideen-)Diebstahl und Täuschung. Ihrem Anspruch auf die Autorenschaft Ihrer
Arbeit liegt zugrunde, dass es sich dabei um eine eigenständige Leistung handelt. Dies
bekräftigen Sie zusätzlich durch die Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung. Aus diesem Grund
führt jedes Plagiat automatisch und ohne weitere Vorankündigung zu erheblichen
Konsequenzen, angefangen beim Punktabzug bis hin zur Exmatrikulation. (May 2015)
Allgemeine Regeln zum Zitieren

 Bei jeder Quellenangabe muss genau zu erkennen sein, auf welche Aussage(n) sie sich
bezieht. Bezieht sich eine Quelle nur auf einen bestimmten Teil/eine Unteraussage eines
Satzes, wird die Quelle genau an der Stelle eingefügt, d. h. unter Umständen mitten im
Satz. Bezieht sich eine Quelle auf den gesamten Satz, wird diese am Ende eingefügt und
der Satz nach dem Kurzbeleg mit dem Satzzeichen (i. d. R. Punkt) beendet. Im
Unterschied dazu wird das Satzzeichen vor den Kurzbeleg gezogen, wenn sich die
Quelle auf den gesamten Absatz bezieht.
4. Rahmenbedingungen am LPE

Hinweis: In einigen Fachbereichen ist es üblich bei indirekten Zitaten den Verweis
„vgl.“ zu verwenden. Die Ingenieurwissenschaften zählen nicht dazu.
 Wenn eine Abbildung oder Tabelle aus einer Quelle übernommen und nachgebaut
und/oder verändert wird ist bei der Quellenangabe wie folgt ein Verweis zu ergänzen.
Bei Citavi wird dies wieder über den Bereich ‚Mit Optionen einfügen‘ gelöst.
o Direktes Übernehmen der Darstellung ohne Veränderungen: kein Verweis!
o Nachbauen einer Abbildung ohne inhaltliche Veränderungen: „nach: “, z.B.
(nach May 2015)
o Inhaltliche Veränderung einer kopierten oder nachgebauten Abbildung:
„modifiziert nach: “ , z.B. (modifiziert nach May 2015)

3.2 Vorgehensweise zur Bearbeitung wissenschaftlicher Arbeiten


Für die Untersuchung von Forschungsfragen gibt es keine allgemeingültige Vorgehensweise. Je
nach Art der Arbeit existieren unterschiedliche Grundgerüste zur Strukturierung, die bei der
Bearbeitung der Thematik helfen. Die Wahl des Vorgehens für Ihre Studienarbeit kann in
Abstimmung mit dem Betreuer erfolgen. Mit der Design Research Methodology (DRM) wird
im Anhang D dieses Leitfadens eine mögliche Vorgehensweise zur Bearbeitung einer
theoretisch-methodischen Arbeit exemplarisch vorgestellt.

3.3 Dokumentation und Veröffentlichung von Ergebnissen


Das Ziel jeder Forschungsarbeit ist die Veröffentlichung der Ergebnisse, um das Wissen
allgemein zugänglich zu machen und in Austausch mit anderen Wissenschaftlern zu treten. Ein
Hauptergebnis einer Studien- oder Abschlussarbeit an der Universität ist somit immer auch die
Dokumentation dieser. Mit der schriftlichen Ausarbeitung machen Sie ihre Ergebnisse für Ihren
Betreuer, Ihre Prüfer und andere interessierte Personen zugänglich. Darüber hinaus sollten Sie
mit Ihrem Betreuer klären, ob es Sinn macht Ihre Ergebnisse gemeinsam auf einer Konferenz
oder in einem Journal vorzustellen.
Wissenschaftliches Schreiben unterscheidet sich von dem Schreiben einer Geschichte oder eines
Aufsatzes. Daher ist es sinnvoll, sich vor Beginn mit der Thematik selbst auseinanderzusetzen
und mit einigen Grundregeln vertraut zu machen. Dieses Kapitel gibt Hinweise zur
Strukturierung und Gliederung einer Arbeit sowie einen Überblick über Besonderheiten der
wissenschaftlichen Sprache und ein mögliches Vorgehen beim Schreiben. Für weiterführende
Informationen werden die folgenden Quellen empfohlen:

 Esselborn-Krumbiegel, H. (2017): Richtig wissenschaftlich schreiben.


Wissenschaftssprache in Regeln und Übungen. 5. aktualisierte Auflage. Paderborn,
Paderborn: UTB; Schöningh Paderborn (UTB M, 3429).
 Glasman-Deal, H. (2016): Science research writing. For non-native speakers of english.
Repr. London: Imperial College Press.
 Kurse und Informationsmaterial des Schreibzentrums der RUB: http://www.sz.ruhr-uni-
bochum.de/
4. Rahmenbedingungen am LPE

3.3.1Vorgehen beim Schreiben


Um zu verstehen, welches Vorgehen beim Schreiben sinnvoll ist, ist es wichtig, sich zu
verdeutlichen, wie wissenschaftliche Texte gelesen werden und was dies für die
Verständlichkeit eines Textes bedeutet. Wie in Kapitel 3.1.3 erläutert sollten wissenschaftliche
Texte nicht von der ersten bis zur letzten Seite chronologisch und Wort für Wort durchgelesen
werden.

Abbildung 3.5: Beispiel für die Bedeutung der im wissenschaftlichen Umfeld verwendeten Lesetechnik
„Querlesen“
(Cham 2015).

Ausgehend von der Lesetechnik ist eine gute Textstruktur daher essentiell für das Verständnis.
Nach Biedermann et al. (2013) hängt die Verständlichkeit eines Textes von drei Merkmalen ab:
1. einem guten Aufbau des Textes
2. einem guten Satzbau der einzelnen Sätze und
3. der richtigen Wortwahl
Diese Reihenfolge verdeutlicht, dass die Zeit beim Schreiben sinnvoll auf die Aufgaben
„Strukturieren“ und „Formulieren“ verteilt werden sollte. Dazu bietet sich das nachfolgend
vorgestellte Vorgehen an (Esselborn-Krumbiegel 2017; Lang 2010).
Ziel des Textes festlegen
Der erste Schritt beim Schreiben ist immer das Ziel des Textes festzulegen. Ein Textziel kann
z. B. sein, einen bestimmten ingenieurwissenschaftlichen Sachverhalt zu erläutern oder einen
bestimmten Ansatz aus dem Stand der Forschung weiterzuentwickeln. Das Schreibzentrum der
RUB empfiehlt zur Strukturierung der Arbeit und Festlegung der Textziele auf Ebene der
einzelnen Kapitel die Beantwortung der folgenden Fragen:

 Was ist das Thema dieses Kapitels?


 Welchen Bezug hat dieses Kapitel zur übergreifenden Fragestellung?
 Wie wichtig ist dieses Kapitel im Gesamtzusammenhang der Argumentation?
 Welchen Bezug hat dieses Kapitel zum vorhergehenden Kapitel?
 Was ist der Schwerpunkt dieses Kapitels
 (Welche Abschnitte hat dieses Kapitel?)
 (Wie sind diese Abschnitte logisch miteinander verbunden?)
 Was war wichtig in diesem Kapitel? Was sollte der Leser behalten?
4. Rahmenbedingungen am LPE

Die beiden eingeklammerten Fragen sind bei dem hier vorgestellten Vorgehen dem nächsten
Schritt zuzuordnen.
Struktur des Textes entwickeln
Der zweite Schritt beim Schreiben ist das Entwickeln des roten Fadens und einer geeigneten
Textstruktur. In diesem Schritt sollten für jedes Kapitel die oben eingeklammerten Fragen
beantwortet werden. Ziel dieses Schrittes ist, zu jedem Absatz einen Themensatz (Lang 2010)
bzw. einen Kernsatz (Esselborn-Krumbiegel 2017) zu formulieren. Mithilfe dieser Sätze wird
die Textstruktur ausgearbeitet. Dazu können zunächst alle Themen- bzw. Kernsätze gesammelt
werden, die zur Erreichung des Textziels benötigt werden. Wenn das Kapitel darüber hinaus
ergänzende Darstellungen umfassen soll, sollten diese bereits jetzt erstellt werden. Im Anschluss
können die gesammelten Sätze und ergänzenden Darstellungen dann in eine logische
Reihenfolge gebracht werden, die den roten Faden des Textes widerspiegelt. Dieses Textskelett
sollte sich bereits flüssig lesen lassen. Es darf keine Brüche oder Lücken in der Argumentation
geben, sodass dieses vollständig logisch nachvollziehbar ist. Verschiedene Aussagen, die sich
auf das gleiche beziehen, sollten auch zusammen dargestellt werden. Das Entwickeln des roten
Fadens und Überführen in eine Textstruktur kann auch gut durch den Einsatz grafischer
Darstellungen unterstützt werden, z. B. Strukturskizze, Flussdiagramm, Mindmap (Esselborn-
Krumbiegel 2017).
Rohfassung des Textes schreiben
Im dritten Schritt des Schreibprozesses wird eine Rohfassung des Textes geschrieben. Dazu
kann es hilfreich sein, die zuvor festgelegte Struktur in ein neues Dokument zu kopieren und
Abstände zwischen den Themen- bzw. Kernsätzen einzufügen. Jeder Satz markiert so einen
neuen Absatz, der mit Inhalt gefüllt werden muss (Esselborn-Krumbiegel 2017).
Esselborn-Krumbiegel (2017) schlägt für die einzelnen Absätze den folgenden Aufbau vor:

 Kernsatz
 Kernsatz erklären
 Beispiel anführen
 Folgerungen ziehen
 Überleitung formulieren

Beim Schreiben der Rohfassung sollten die einzelnen Absätze jeweils am Stück geschrieben
werden (Lang 2010). Dabei ist es sinnvoll diese erste Fassung so zu schreiben „wie man
spricht“. Es kann helfen, sich eine konkrete Gesprächssituation mit einer bestimmten Person
vorzustellen und exakt das zu schreiben, was man der Person zu dem Thema erklären würde
(Esselborn-Krumbiegel 2017). Dabei sollten Sie versuchen Ihren Schreibprozess nicht zu
unterbrechen, weil Sie das Gefühl haben die eine oder andere Formulierung ist noch nicht gut
genug. Besser ist es, wenn Sie bei diesen Gedanken einen Vermerk (z.B. über die
Kommentarfunktion in Word) an die entsprechende Textstelle machen und später – in der
Überarbeitung – darauf zurückkommen (Esselborn-Krumbiegel 2017).
Als Verfasser eines Textes sind einem die logischen Zusammenhänge der Aussagen und
Argumente in der Regel auch dann klar, wenn diese im Text nicht explizit dargestellt werden.
Für den Leser des Textes gilt dies nicht und im schlimmsten Fall versteht er Aussagen und
Zusammenhänge gar nicht oder falsch. Aus diesem Grund ist es wichtig, jede sachliche
4. Rahmenbedingungen am LPE

und/oder gedankliche logische Verbindung auch sprachlich darzustellen. Beispiele: S.36


(Esselborn-Krumbiegel 2017, 35f)
Text überarbeiten
Der letzte Schritt im Schreibprozess ist die Überarbeitung der Rohfassung. Ein Problem bei der
Überarbeitung eigener Texte, ist i. d. R. die große Nähe zu diesem. Daher ist es sinnvoll, zu
versuchen, für die Korrekturphase Rahmenbedingungen zu verändern und so eine gewisse
Distanz zu dem Text aufzubauen. Aus diesem Grund sollten Texte für die Korrektur z. B. immer
ausgedruckt werden. So schaffen Sie einen deutlichen Unterschied zu der vorherigen
Schreibarbeit am Bildschirm und entdecken vor allem formale Fehler einfacher. Weitere
Möglichkeiten die Distanz zu Ihrem Text zu vergrößern sind z. B. ein Wechsel der Schriftart
oder eine ungewöhnliche Ortswahl für das Lesen des Textes. Durch die ungewohnte Situation
erkennen Sie Fehler und Schwächen einfacher. Ebenfalls sinnvoll ist sich die Texte für die
Korrektur abschnittsweise selbst laut vorzulesen. Beim Hören des Textes werden unglückliche
Formulierungen oder logische Sprünge oder Lücken i.d.R. schneller wahrgenommen.
Unabhängig von der gewählten Methode, sollten Sie das (laute) Lesen nicht für eine sofortige
Überarbeitung unterbrechen. Markieren Sie stattdessen während des Lesens alle Textpassagen
oder Sätze, die Ihnen nicht gefallen, und überarbeiten Sie diese dann im Anschluss in Ruhe.
(Esselborn-Krumbiegel 2017)
Beachten Sie bei der Überarbeitung immer, dass Inhalt und logischer Aufbau im Vordergrund
stehen und zuerst überprüft werden sollten. Die stilistische Überarbeitung sollte erst im
Anschluss erfolgen. Darüber hinaus sollten Sie sich für die stilistische Überarbeitung ein
Zeitlimit setzen, da eine vollständige Zufriedenheit mit dem Ergebnis selten erreicht wird und
eine quasi unendliche Überarbeitung nach sich ziehen kann. (Lang 2010)
Hinweis: Wie bereits in Kapitel 2.3 auch hier der Hinweis auf die Unterlagen des
Schreibzentrums der RUB (http://www.sz.ruhr-uni-bochum.de/service/downloads.html). Nutzen
Sie diese Unterlagen! Die enthaltenen Tipps werden als bekannt vorausgesetzt.

3.3.2Struktur und Gliederung der Arbeit


Die klassische Gliederung wissenschaftlicher Texte ist: Abstract (Kurzzusammenfassung),
Einleitung, Methoden, Ergebnisse und ein Schlusskapitel (Glasman-Deal 2016). Wie in
Abbildung 3 .6 dargestellt, bilden die beiden Teile Methoden und Ergebnisse mit mind. 80%
den zentralen Teil der Arbeit, der von einem Einleitungs- und einem Schlusskapitel eingerahmt
wird. Des Weiteren wird der gesamten Arbeit häufig eine Kurzzusammenfassung vorangestellt.
Dieser grundsätzliche Aufbau sollte auch in jeder Studienarbeit wiederzufinden sein. Dabei
kann der zentrale Teil auch aus mehr als zwei Kapiteln bestehen und muss nicht zwingend die
beiden Teile Methoden und Ergebnisse umfassen. Die Struktur des zentralen Teils ist von der
jeweiligen Art der Arbeit abhängig und vom Studierenden daran anzupassen. Die Namen der
Kapitel sind unter Berücksichtigung der unten genannten Hinweise frei zu wählen. Verwenden
Sie bei der Erstellung Ihrer Gliederung auch die auf S. 15 genannten Fragen zur Strukturierung.
Die symmetrische Darstellung der Gliederung in Abbildung 3 .6 soll den Zusammenhang
zwischen dem Einleitungs- und Schlusskapitel verdeutlichen. Viele Inhalte, die Sie in der
Einleitung erklären, sollten Sie im Schlussteil noch einmal aufgreifen, indem Sie z. B. den Stand
der Forschung mit Ihren neuen Erkenntnissen ergänzen bzw. Ihre Ergebnisse daran spiegeln
4. Rahmenbedingungen am LPE

oder Ihre in der Einleitung genannten Forschungsfragen beantworten. Auf diese Weise ist die
Arbeit in sich geschlossen und wirkt auf den Leser „rund“.

Abbildung 3.6: Klassischer Aufbau wissenschaftlicher Texte. Zu jedem Teil sind mögliche Inhalte
angegeben, wobei der Punkt „Diskussion“ unter Schlusskapitel je nach Fragestellung
auch zum Hauptteil der Arbeit gehören kann. Darüber hinaus wurden Hinweise ergänzt,
wie groß jeweils der Anteil an der Gesamtarbeit sein sollte
(modifiziert nach Glasman-Deal 2016).

Hinweise zur Gliederung

 Es muss immer mindestens zwei Punkte pro Gliederungsebene geben.


 Überschriften auf höherer Gliederungsebene sind immer auch für die Überschriften auf
den darunter liegenden Ebenen bindend.
 Die Punkte auf einer Gliederungsebene müssen vollständig sein. Das bedeutet, sie
müssen alle Aspekte des übergeordneten Themas umfassen, z. B. indem ein Kapitel
„Sonstiges“ ergänzt wird oder die übergeordnete Kapitelüberschrift eingegrenzt wird.
 Die Kapitelüberschriften sollten entweder einheitlich als Fragen oder als Ergebnis
formuliert werden, z. B.
3. Entwicklung der Laufkatze 3. Optimierte Laufkatze
3.1. Anforderungen 3.1. Lasten- und Pflichtenheft
3.2. Konzept 3.2. Struktur- und Funktionsprinzip
4. Rahmenbedingungen am LPE

3.3. Konstruktion 3.3. CAD-Modell


3.4. Funktionstest 3.4. Anwendungsbeispiel

 Studentische Arbeiten sollten nicht mehr als drei Gliederungsebenen umfassen. Wenn
Sie den Eindruck haben, dass sie mehr Ebenen benötigen, sollten Sie überlegen, ob Sie
die Arbeit anders strukturieren können. Es ist eigentlich immer möglich, mit drei
Ebenen auszukommen.
 Die schriftliche Ausarbeitung ist ein Ergebnisbericht. Für den Leser ist dabei unwichtig,
ob die Ergebnisse die ursprüngliche Aufgabe erfüllen und welche Sackgassen es
unterwegs gab. Ein solcher Ergebnisbericht ist daher klar abzugrenzen von einer
Tätigkeitsbeschreibung oder einem Fortschrittsbericht. Überarbeiten Sie Ihre zu Beginn
erstellte Gliederung kontinuierlich, um immer ergebnisorientiert zu bleiben. Auf diese
Weise kann es auch passieren, dass Sie gegen Ende der Arbeit bereits ausformulierte
Inhalte wieder verwerfen müssen.

3.3.3Sprache und Formulierungen


Wissenschaftliche Texte sollten immer möglichst knapp und präzise sein. Um dies zu erreichen
sollten Sie Sprache und Formulierungen bewusst einsetzten und darauf achten häufige Fehler zu
vermeiden. Die nachfolgenden Punkte fassen ein paar dieser Stilmittel und Fehler zusammen.
Die Auswahl orientiert sich größtenteils an Kapitel 2 „Sprachliche Präzision“ aus dem oben
genannten (Kapitel 3.3) Buch von Helga Esseborn-Krumbiegel. Für eine detailliertere
Beschreibung und mehr Beispiele wird auf das Buch selbst verwiesen.
Die Hauptsache im Hauptsatz nennen
Wichtige Feststellungen oder Behauptungen sollten immer im Hauptsatz stehen. Hierzu können
auch zwei Hauptsätze mit einem Doppelpunkt verbunden werden. Vorsicht ist geboten, bei
nahezu inhaltsleeren Hauptsätzen, die nur der Einleitung eines Satzes dienen. Diese können
häufig weggelassen oder durch ein einfaches Adverb ersetzt werden. (Esselborn-Krumbiegel
2017, S. 45–47)

 Als generelle Regel gilt , dass die Intention eines Menschen, ein Verhalten zu zeigen,
umso stärker ist, je günstiger die Einstellung und die subjektive Norm sind und je
größer die wahrgenommene Verhaltenskontrolle ist.
 Generell ist die Intention eines Menschen, ein Verhalten zu zeigen, umso stärker, je
günstiger die Einstellung und die subjektive Norm sind und je größer die
wahrgenommene Verhaltenskontrolle ist.
Schachtelsätze vermeiden
Ob ein Satz einfach zu verstehen ist oder nicht, hängt nicht nur von seiner Länge ab. Auch Sätze
mit nur einem Nebensatz sind unter Umständen schwierig zu verstehen, wenn dieser Nebensatz
in der Mitte steht und den Hauptsatz unterbricht. Ein wissenschaftlicher Text kann zwar nicht
nur aus Hauptsätzen bestehen, aber dennoch sollte jeder Satz überschaubar bleiben. Ein
überschaubarer Satz ist nach folgendem Schema aufgebaut (Esselborn-Krumbiegel 2017, S. 49–
51).
[Nebensatz +] Hauptsatz + Nebensatz [+ Nebensatz + ...]
4. Rahmenbedingungen am LPE

In den meisten Fällen reicht ein Nebensatz pro Hauptsatz aus. Werden mehr Nebensätze
benötigt, sollte dem Hauptsatz nicht mehr als ein Nebensatz vorangestellt werden. Achten Sie
unabhängig von der Anzahl an Nebensätzen darauf, dass der Satz gut verständlich bleibt. Ist ein
Satz nicht mehr verständlich, sollten Sie eine der Methoden in Tabelle 3 .2 anwenden
(Schneider und Murschetz 2001, S. 103–123).
Tabelle 3.2: Übersicht über verschiedene Methoden zur Umstrukturierung verschachtelter Sätze.
Methode Beispielsatz Mögliche Umformulierung

Satzklammer Die Laufkatze, die in dieser In Abbildung 10 ist die


zerschlagen, indem der Arbeit optimiert wurde, ist in Laufkatze zu sehen, die in
Zwischensatz als Abbildung 10 zu sehen. dieser Arbeit optimiert wurde.
Nebensatz angehängt
oder vorangestellt wird.

Nachtragen längerer Die Laufkatze wird unter Die Laufkatze wird für den
Umstandsangaben im Berücksichtigung des Einsatz in der Wüste optimiert,
Mittelfeld. Einflusses von Temperatur, indem der Einfluss von
Staubbildung und Temperatur, Staubbildung und
Randbedingungen für den weiterer Randbedingungen
Einsatz in der Wüste optimiert. berücksichtigt wird.

Einschieben des Verbs Die Laufkatze kann mit Solid Die Laufkatze kann mit Solid
hinter dem ersten Glied Works, Catia, AutoCAD oder Works realisiert werden oder
einer Aufzählung. Creo Elements realisiert mit Catia, AutoCAD oder Creo
werden. Elements.

Zerschlagen des Satzes, Bei der hier vorgestellten Die hier vorgestellte Laufkatze
z.B. zwei getrennte Laufkatze, die auf den wurde für den Wüsteneinsatz
Sätze oder Doppelpunkt Wüsteneinsatz optimiert wurde, optimiert. Dabei ist die
als Scharnier. steht die Eigenschaft im wichtigste Eigenschaft:
Vordergrund, dass diese Robustheit gegen den Einfluss
besonders robust gegen den von Staub in der Luft.
Einfluss von Staub in der Luft
ist.

Eindeutige Satzbezüge herstellen


Achten Sie bei Verwendung von Relativpronomen (der/die/das bzw. welcher/welche/welches),
Possessivpronomen (mein/dein/sein/ihr/…) und Partizipien auf einen eindeutigen Bezug
(Esselborn-Krumbiegel 2017).

 Der Aufbau von Wissensstrukturen über Marken und ihre Veränderungen, deren
Relevanz es zu analysieren gilt, sind im Hinblick auf das Markenimage als langfristiger
Prozess zu betrachten. → Wovon ist die Relevanz zu analysieren? Den
Wissensstrukturen, den Marken oder den Veränderungen?
 Grundlage der Marktsegmentierung ist in der Regel die Marktforschung. Ihr Ergebnis
ist die Formulierung einer Strategie, die eine effektive und gewinnbringende
4. Rahmenbedingungen am LPE

unternehmerische Bearbeitung jedes einzelnen Segmentes erlaubt. → Wessen Ergebnis?


Der Marktsegmentierung oder -forschung?
 Der Mehrheitsmeinung folgend verbreitete sich diese Epidemie vor allem in
wasserarmen Landstrichen. → Wer oder was folgt der Mehrheitsmeinung?
Wortstellung beachten
Wörter, die am Beginn eines Satzes bzw. Nebensatzes stehen, werden automatisch betont. Dies
kann bewusst genutzt werden, um einen Argumentationsschritt zu verdeutlichen. In der zweiten
Variante des folgenden Beispiels wird z. B. durch die veränderte Wortstellung der Gegensatz
zwischen Beschreibung und Erklärung herausgestellt.  

 Die Forscher sind sich in der Beschreibung dieses Phänomens weitgehend einig, sie
Beziehen aber nach wie vor kontroverse Positionen, wenn es um die Ursachen geht.
 In der Beschreibung dieses Phänomens sind sich die Forscher weitgehend einig, die
Ursachen aber werden nach wie vor kontrovers diskutiert. (Esselborn-Krumbiegel 2017,
53f)
Besondere Vorsicht ist bei Wörtern wie „auch“, „selbst“ und „sogar“ geboten, da der Sinn eines
Satzes sich je nach Stellung des Wortes ändert.
Nominalstil gezielt verwenden
Nominalisierungen transportieren viel Information mit wenig Worten. Daher ist der Nominalstil
ein gutes Hilfsmittel, um wissenschaftliche Texte knapp und präzise zu formulieren. Beispiele
für die Nominalisierung von Verben oder Adjektiven sind Verdeutlichung, Entgegensetzung,
Erklärbarkeit, Interpretierbarkeit und Aufrechterhaltung. Soll mit dem Wort ein Vorgang oder
eine Tätigkeit beschrieben werden, sollte besser der substantivierte Infinitiv gewählt werden, z.
B. das Trocken, das Füllen, das Abschließen. Achten Sie bei der Verwendung von
Nominalisierungen allerdings darauf, dass die Nominalisierung nicht schwerfällig klingt. Tut sie
es, sollte sie besser wieder in ein Verb oder Adjektiv zurückverwandelt oder durch einen
Nebensatz ersetzt werden. Die folgenden Beispiele verdeutlichen wie Nominalisierungen
sinnvoll eingesetzt werden können.

 Dass der Begriff vieldeutig ist, zeigt sich daran, dass man ihn austauschen kann. → Die
Vieldeutigkeit des Begriffs zeigt sich in seiner Austauschbarkeit.
 Ziele wirken sich darauf aus, wie Informationen verarbeitet werden. → Ziele wirken
sich auf die Informationsverarbeitung aus.
Füllwörter und Füllsätze vermeiden
Füllwörter und Füllsätze transportieren keinen Inhalt und sollten daher weggelassen werden.
Füllwörter werden z. B. häufig unbewusst verwendet, um Aussagen zu relativieren. In
wissenschaftlichen Texten sollte eine Relativierung nicht notwendig sein, da jede Behauptung
belegt sein muss. Können Sie Ihre Aussage nicht belegen und wollen Sie deswegen relativieren,
sollten Sie auf diese Aussage entweder ganz verzichten oder die Inhalte weiter ausarbeiten, um
die Aussage doch belegen zu können. Füllsätze sind dagegen häufig Ankündigungen, die durch
aussagkräftigere Informationen ersetzt werden oder weggelassen werden sollten. (Esselborn-
Krumbiegel 2017, 63f)
4. Rahmenbedingungen am LPE

 Beispiele für Füllwörter: eben, ja, wohl, natürlich, wahrscheinlich, wirklich, eigentlich,


vielleicht, regelrecht, insgesamt, gewissermaßen, irgendwie, besonders, doch, ziemlich,
absolut, dafür, durchaus, hier, mithin, natürlich, praktisch
 Füllsätze und Phrasen
o Wir werden im Folgenden zeigen, wie sich im frühen 20. Jahrhundert die
Transaktionskosten im Einzelhandel veränderten und welche Konsequenzen
diese Entwicklung für die betroffenen Unternehmen hatte. → Wir werden im
Folgenden zeigen, dass der Einzelhandel im frühen 20. Jahrhundert durch die
Senkung der Transaktionskosten steigende Umsätze erzielen konnte.
o Hier stellt sich nun eine entscheidende Frage. → Weglassen und gleich die
Frage stellen!
o im Rahmen von, vor diesem Hintergrund, an dieser Stelle → Weglassen!

Die richtigen Wörter verwenden


Manche Wörter haben eine sehr allgemeine Bedeutung und sind damit quasi bedeutungslos.
Dies sind z. B. Verben wie aufweisen, bewirken oder erstellen, die lediglich ausdrücken, dass
etwas existiert oder geschieht, aber nicht wie oder warum. Ebenso sind Substantive wie
Aspekte, Dinge oder Bereiche quasi informationsleer. Im Gegensatz dazu enthalten Wörter wie
Ursache oder Konsequenz eine Information über die zugrundeliegenden Zusammenhänge und
Abhängigkeiten. Wann immer möglich, sollten leere Wörter vermieden und die Aussage mit
einem anderen Wort präzisiert werden. Ein nützliches Hilfsmittel sind hier auch Fachbegriffe
aus den jeweiligen Fachdisziplinen. (Esselborn-Krumbiegel 2017, S. 60–62)

 Leere Verben: aufweisen, bewirken, erstellen → verursacht, führt zu, …


 Leere Substantive: Aspekte, Dinge, Bereiche → Ursache, Konsequenz, Eigenschaft, …

Verwenden Sie für eine Sache immer den gleichen Begriff, wo möglich den Fachbegriff. Diese
Begriffe werden dann zwangsweise häufig wiederholt. Dies ist erwünscht., obwohl
Wiederholungen anderer Art zu vermeiden sind (siehe unten). Zum einen erhöht das
Wiederholen des gleichen (Fach-)Begriffs die Verständlichkeit des Textes, zum anderen lauert
in jedem Synonym das Risiko, dass es nicht exakt das Gleiche bedeutet wie das ursprüngliche
Wort, z. B. Antlitz - Gesicht - Visage - Fresse. (Schneider und Murschetz 2001, S. 74–79)

 Ein (Fach-)Begriff für eine Sache, auch wenn dieser sich dann häufig wiederholt.
 Vorsicht bei der Verwendung von „Synonymen“.

Bei der richtigen Wortwahl sollten Sie auch darauf achten aufgeblähte Hauptwörter zu
vermeiden. Ein aufgeblähtes Hauptwort ist z. B. Aufgabenstellung. Es ist besser von der
Aufgabe zu sprechen. (Schneider und Murschetz 2001)

 Aufgabenstellung, Fragestellung, Problemstellung → Aufgabe, Frage, Problem


 Unkosten → Kosten
 Zukunftsprognose, Zukunftsperspektive, Zukunftsplan → Prognose, Perspektive, Plan
 Testversuch, Examensprüfung → Test ODER Versuch, Examen ODER Prüfung

Allgemeine Vorsicht ist bei der Verwendung von Adjektiven geboten. Adjektive dienen der
Beschreibung von etwas und sind häufig wertend. Dies gilt besonders bei der Verwendung von
4. Rahmenbedingungen am LPE

Steigerungsformen oder besonders ausschmückenden Adjektiven. Prüfen Sie daher bei jedem
Adjektiv genau ob dieses wirklich für die Beschreibung benötigt wird.

 Steigerungen: besser, nützlicher, höchst, zutiefst, in keinster Weise, …


 Ausschmückende Adjektive: außerordentlich, ungewöhnlich, grundsätzlich, überaus,
sehr, ganz
Wiederholungen
Vermeiden Sie unnötige Dopplungen oder Wiederholungen. Unnötige Dopplungen schleichen
sich zum einen gerne bei Pleonasmen ein und zum anderen bei Abkürzungen. (Esselborn-
Krumbiegel 2017, 67f)

 Pleonasmen: überwiegende Mehrheit, letztes Ultimatum, neu renoviert, eindeutig


beweisen, wieder zurückgewinnen, noch einmal wiederholen, bereits schon, ganz
offensichtlich, andere Alternative, feste Überzeugung, langfristige Strategie, einzelne
Details, aktuelle Trends, …
 Abkürzungen: PDF-Format, OPAC Katalog, …

Andere Wiederholungen sind wiederum gewünscht. Zum einen gilt dies für Fachwörter und
andere Begriffe, die Sie nutzen, um eine bestimmte Sache zu beschreiben (s.o. „Ein Begriff für
eine Sache“). Zum anderen verdeutlichen Wiederholungen in Form von Vorankündigungen,
Rückverweisen oder Zusammenfassungen den roten Faden einer Arbeit und erleichtern dem
Leser das Verständnis. (Esselborn-Krumbiegel 2017, S. 141ff)

 Vorankündigungen: Weisen Sie mit Vorankündigungen regelmäßig auf Erläuterungen,


Beispiele oder Folgerungen hin, die weiter unten im Text oder in einem späteren
Kapitel erläutert werden.
 Rückverweise: Rückverweise sind sinnvoll, um dem Leser wichtiger Ergebnisse wieder
in Erinnerung zu rufen.
Zusammenfassungen: Auch wenn Ihre Arbeit eine gesonderte Zusammenfassung der gesamten
Arbeit umfasst, kann es sinnvoll im Verlauf der Arbeit kurz Zusammenfassungen zu ergänzen.
Diese müssen nicht in eigenen Unterkapiteln stehen, sondern können z.B. auch einfach den
letzten Absatz oder Satz eines Kapitels umfassen. In diesem Fall sollten Sie versuchen mit der
Zusammenfassung die Frage zu beantworten: "Was soll mein Leser aus dem Kapitel behalten?"
4. Rahmenbedingungen am LPE

4. Rahmenbedingungen am LPE
Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die geltenden Rahmenbedingungen für studentische
Arbeiten am Lehrstuhl für Produktentwicklung (LPE). Dabei wird sowohl auf formelle Aspekte,
wie den Umfang der Arbeit oder die Abgabe dieser, als auch auf informelle Aspekte, wie das
Betreuungsverhältnis im Sinne von Erwartungen und Angeboten, eingegangen.

4.1 Umfang der Arbeit


Das Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit bezeichnet allgemein die intensive
Auseinandersetzung mit einer zuvor festgelegten und klar begrenzten Problemstellung innerhalb
eines festgelegten Zeitraums (May 2015). Je nach Art der Arbeit unterscheidet sich sowohl der
Umfang der Arbeit als auch der Anspruch an diese. Für die Anfertigung Ihrer Projekt-,
Bachelor- oder Masterarbeit am LPE fasst Tabelle 4 .3 die allgemeinen Vorgaben durch die
Prüfungsordnungen sowie die speziellen Vorgaben durch den LPE zusammen. Die allgemeinen
Vorgaben Arbeitsstunden und Bearbeitungszeitraum sind nur für Bachelor- und
Masterstudierende der RUB nach den Prüfungsordnungen 2013 (Ruhr-Universität Bochum
2013a, 2013b) gültig. Für andere Studiengänge oder Universitäten können andere Vorgaben
gelten. Diese sind eigenständig durch den Studierenden zu ermitteln und dem Betreuer
unaufgefordert zu Beginn der Arbeit mitzuteilen.
Tabelle 4.3: Übersicht über Art und Umfang der verschiedenen Arbeiten am LPE (Vorgaben der
Prüfungsordnungen und lehrstuhleigene Ergänzungen).
(Ruhr-Universität Bochum 2013a, 2013b)

Innovationsgehalt Richtwerte* der


Arbeits- Bearbeitungs-
schriftlichen
stunden zeitraum Reproduktion Eigenanteil Ausarbeitung

Projektarbeit 180 h Max. 6 Monate 80 % 20 % 50 Seiten

Bachelorarbeit 360 h 2-3 Monate 70 % 30 % 75 Seiten

Masterarbeit 900 h 4-6 Monate 50 % 50 % 100 Seiten


* Die angegebenen Seitenzahlen sind Richtwerte und müssen nicht exakt eingehalten
werden. Der genaue Seitenumfang ist abhängig von der Art der Arbeit und sollte mit dem
Betreuer abgestimmt werden

Im Einzelfall kann der Bearbeitungszeitraum auf begründeten Antrag durch den


Prüfungsausschuss um bis zu vier Wochen verlängert werden (Ruhr-Universität Bochum 2013a,
2013b). Eine Begründung liegt z. B. im Falle einer längeren Krankheit mit Nachweis durch ein
entsprechendes Attest vor. Keine Ausreichende Begründung liegt z.B. im Falle einer
Unterbrechung aufgrund einer Wiederholungsprüfung vor. In jedem Fall sind eingetretene und
absehbare Verzögerungen jeglicher Art frühzeitig dem Betreuer mitzuteilen.
Um unerwünschte Verzögerungen zu vermeiden und Ihre Arbeit gut zeitlich zu planen, ist es
sinnvoll sich vor Beginn der Arbeit kurz zu verdeutlichen, was der genannte Umfang bedeutet.
Beispielsweise ist bei einer Bachelorarbeit die Vorgabe 360 h. Verteilt auf den maximalen
Bearbeitungszeitraum von 3 Monaten (= 12 Wochen) sind dies 30 h pro Woche. Um diese Zeit
zu erreichen müssen Sie z. B. Montag bis Freitag jeweils von 9-16 Uhr inkl. einer Stunde Pause
4. Rahmenbedingungen am LPE

arbeiten. Bei einer Masterarbeit sind es sogar 35 h pro Woche über den Zeitraum von 6
Monaten ohne Urlaub. Überlegen Sie sich daher im Voraus gut, wie viel Zeit Sie neben der
Erstellung Ihrer Studienarbeit für andere Dinge wie z. B. Prüfungsvorbereitung, Praktika und
Nebenjobs haben werden.
Für die Projektarbeit ist keine Anmeldung beim Prüfungsamt erforderlich. Die Note wird nach
Abschluss der Arbeit direkt durch den Lehrstuhl an das Prüfungsamt gemeldet. Laut
Prüfungsordnung (Ruhr-Universität Bochum 2013a) sollte die Bearbeitungsdauer ein Semester
(6 Monate) nicht überschreiten. Um die Rahmenbedingungen zu klären und Missverständnisse
zu vermeiden, wird zwischen Ihnen und Ihrem Betreuer vor Beginn der Arbeit ein individueller
Bearbeitungszeitraum bzw. Abgabetermin vereinbart. Bei Überschreiten dieser Frist wird die
Arbeit unter Umständen nicht mehr vom Lehrstuhl angenommen. Sorgen Sie daher bitte dafür,
dass zwischen Ihnen und Ihrem Betreuer die zeitlichen Rahmenbedingungen explizit diskutiert
werden.
Der Tabelle können Sie entnehmen, dass der Anspruch an den Innovationsgehalt einer
wissenschaftlichen Arbeit entsprechend Ihres Fortschritts im Studium steigt. Reproduktion und
Eigenanteil sind dabei nicht klar zu trennen. Sowohl die Benennung als auch die reine
Anwendung von Grundlagen ist eine Form der Reproduktion, wohingegen die Anwendung
verschiedener Grundlagen in einer neuen Kombination oder die Übertragung dieser auf einen
neuen Anwendungsbereich eine Eigenleistung darstellen. In der Regel ergibt sich die
entsprechende Verteilung bereits durch die Aufgabenstellung. Bei Unklarheiten wenden Sie sich
bitte an Ihren Betreuer.
Am LPE werden in Tabelle 4 .3 Richtwerte für den Umfang der schriftlichen Ausarbeitung in
Form von Seitenanzahlen vorgegeben, die sich auf die Seiten mit eigenem Text beziehen, d. h.
nicht auf den Pro- und Epilog der Arbeit. Auf Basis dieser Richtwerte ist der Umfang der Arbeit
mit dem Betreuer abzustimmen.

4.2 Erwartungen und Angebote im Rahmen der Betreuung


Um eine gute Betreuung zu ermöglichen, mit der beide Seiten zufrieden sind, ist es notwendig,
ein gemeinsames Verständnis über Art und Umfang dieser zu erlangen. Die nachfolgenden
Listen sollen eine Grundlage dafür bilden. Weitere Details, wie z. B. die Regelmäßigkeit der
Statusberichte oder die erforderlichen Ressourcen, sollten zu Beginn der Arbeit geklärt werden.
Für persönliche Treffen mit Ihrem Betreuer ist eine Terminvereinbarung zwingend erforderlich,
auch wenn das Treffen kurzfristig ansteht. Das Treffen muss von Ihnen vorbereitet und geführt
werden, der Betreuer bietet dabei lediglich die Hilfestellung. Für die gesamte Betreuung wird
darüber hinaus empfohlen besprochene Ziele und Vorgehensweisen sowie wesentliche Inhalte
immer schriftlich festzuhalten. Absprachen und Vereinbarungen, die Sie mit Ihrem Betreuer
treffen, sind verbindlich. Insbesondere wenn diese wiederholt nicht eingehalten werden, führt
dies zu einer Herabstufung der Bewertung Ihrer Arbeit.
Was wird vom Studierenden erwartet?

 Den Betreuer regelmäßig, insbesondere zu festgelegten Meilensteinen, über den


aktuellen Fortschritt zu informieren, z. B. über einen Statusbericht per Mail.
 Die selbstständige Einarbeitung in das Themengebiet.
 Die zeitliche und inhaltliche Strukturierung der eigenen Arbeit.
4. Rahmenbedingungen am LPE

 Das Einbringen eigener Aspekte und Lösungen.


 Die rechtzeitige Bitte um Hilfe bei Problemen mit konkreten Fragen und eigenen
Vorschlägen bzgl. einer Lösung oder des weiteren Vorgehens. Rechtzeitig sowohl in
Bezug auf das eigene, zielorientierte Vorgehen, als auch in Bezug auf die Verfügbarkeit
und Zeitplanung seitens der Betreuung.
 Eine rechtzeitige Terminvereinbarung für ein Treffen mit dem Betreuer, um
sicherzustellen, dass der Betreuer sich für den Termin bewusst Zeit nehmen kann. Auch
bei kurzfristigen Treffen ist eine Terminabsprache erforderlich.
 Das eigenständige Umsetzen von Anmerkungen und Feedback.
 Die eigenständige und gewissenhafte Durchführung und Verschriftlichung der Arbeit.
 Die Einhaltung formaler Vorschriften, z. B. Bearbeitungszeit, Formatierung,
Rechtschreibung und Grammatik.
Was gehört zur Betreuung?

 Die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen, wie


o Materialien, z. B. elektrotechnische Bauteile.
o den Zugang zu lizenzierter Software, die nicht allgemein im CIP-Pool
verfügbar ist.
o den Zugang zu besonderen Geräten, z. B. Lötstation oder 3D-Drucker.
 Ein frühzeitiges Feedback zu einzelnen Teilen der schriftlichen Ausarbeitung oder
anderer Zwischenergebnisse wie z. B. wichtiger Rechnungen.
 Ein regelmäßiges Feedback zur Arbeitsweise.
 Eine faire und transparente Bewertung der Arbeit.
 Das Geben von Hilfestellungen und Hinweisen bei Problemen während der Arbeit,
insbesondere durch fachliche Diskussionen.
 Das Liefern von Ansätzen, aber nicht von Lösungen.
 Das Unterstützen bei der Lösungsfindung durch gezielte Fragen, fachliche Diskussionen
und Bewertung verschiedener Lösungsvorschläge bzw. Vorgehensweisen gemeinsam
mit dem Studierenden.
 Das Unterstützen bei der Vorbereitung einer Abschlusspräsentation, z. B. im Rahmen
einer Probepräsentation.

4.3 Grundlagen für die Bewertung


Damit die Bewertung fair und transparent ist, wird im Folgenden kurz darauf eingegangen,
welche Kriterien bei der Bewertung einer Studienarbeit am LPE berücksichtigt werden. Es wird
sowohl Ihr Arbeitsstil bewertet als auch die Ergebnisse und Einhaltung formaler Kriterien. Jeder
der Bereiche Arbeitsstil, Ergebnisse/Ausarbeitung und Formales macht dabei ungefähr ein
Drittel der Note aus. Die schriftliche Ausarbeitung macht somit fast die Hälfte der Note aus.
Dies sollten Sie entsprechend in Ihrer Zeitplanung berücksichtigen.
Die nachfolgende Liste enthält zu jedem der Bereiche ein paar Fragen, die bei der Bewertung
berücksichtigt werden.
Arbeitsstil

 Hat der Student die zentralen Inhalte der Arbeit selbstständig erarbeitet?
4. Rahmenbedingungen am LPE

 Wurden komplexe Inhalte vom Studenten sinnvoll abstrahiert und zusammengefasst?


 War eine klare Prioritätensetzung zu erkennen, sodass die Ergebnisse zielstrebig
erarbeitet werden konnten?
 Hat der Student regelmäßig und zuverlässig gearbeitet?

Ergebnisse/Ausarbeitung

 Wurde die Aufgabenstellung erfüllt oder sogar übertroffen?


 Sind die Ergebnisse von guter Qualität?
 Ein negatives Ergebnis wird nicht schlechter bewertet! Die Qualität eines Ergebnisses
wird unter anderem in den folgenden Dimensionen beurteilt: Reproduzierbarkeit,
Genauigkeit, Fehleranfälligkeit, Benutzerfreundlichkeit.
 Sind in der schriftlichen Ausarbeitung alle notwendigen/wichtigen Inhalte und Details
enthalten?
Formales

 Ist in der schriftlichen Ausarbeitung ein klarer roter Faden erkennbar?


 Wurden in der schriftlichen Ausarbeitung sinnvolle Bilder, Tabellen und Grafiken
ergänzt bzw. erzeugt, um Zusammenhänge zu verdeutlichen und das Verständnis zu
fördern?
 Sind die Texte gut verständlich und wurde die entsprechende Fachterminologie korrekt
angewendet?
 Sind alle Aussagen in der Arbeit durch Quellen belegt und wurden diese korrekt zitiert?

Hinweis: Einige der genannten Punkte können nur fair bewertet werden, wenn eine klare
Zielvereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Betreuer vorliegt. Diese sollte schriftlich
festgehalten werden, z.B. in der Aufgabenstellung und/oder einem Exposé, und regelmäßig
überprüft und angepasst werden. Da es Ihre Arbeit ist und Sie dafür benotet werden, sollten Sie
selbstständig darauf achten, dass Ihnen eine aktuelle und realistische Zielvereinbarung vorliegt
und im Zweifel die Initiative ergreifen.

4.4 Formatierung
Damit alle studentischen Arbeiten am LPE ein einheitliches Erscheinungsbild haben, ist die
Formatierung der Texte, ergänzenden Darstellungen und Quellenangaben vorgegeben. Das
vorliegende Word-Dokument ist entsprechend formatiert und kann als Vorlage genutzt werden.
Dies funktioniert allerdings nur, wenn Sie die von Word zur Verfügung gestellten Werkzeuge
richtig anwenden. In den folgenden Unterkapiteln wird auf einige dieser Werkzeuge verwiesen;
im Internet finden Sie zahlreiche Anleitungen, wie Sie diese korrekt anwenden. Wenn Sie Ihre
Arbeit in Latex schreiben wollen, fragen Sie Ihren Betreuer bitte nach der entsprechenden
Vorlage.

4.4.1Seitenformat
Die Arbeiten am LPE werden für die Abgabe einseitig gedruckt. Da es also keine Rückseiten
gibt, werden alle Seiten einheitlich als Vorderseiten entsprechend Tabelle 4 .4 formatiert. Bei
der Formatierung der Kopfzeile und einiger Textelemente werden allerdings drei Abschnitte
unterschieden: ein Prolog, die eigentliche Arbeit und ein Epilog. Der Prolog umfasst die
4. Rahmenbedingungen am LPE

Verzeichnisse, die der eigentlichen Arbeit vorgelagert sind; d. h. Inhaltsverzeichnis,


Abbildungsverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis usw. Zur Arbeit selbst zählen alle inhaltlichen
Kapitel vom Einleitungskapitel bis einschließlich Literaturverzeichnis. Der Anhang der Arbeit
bildet den Epilog.
Tabelle 4.4: Übersicht über die Einstellungen zur Formatierung der Seiten
Seitengröße: A4 (210 mm x 297 mm)

Ausrichtung: Hochformat

Seitenränder  Oben: 2,5 cm


 Unten: 2 cm
 Links: 3,5 cm
 Rechts: 2,5 cm

Kopfzeile: Abschnitt 1: PROLOG

 Linksbündig: Kapitelüberschrift (LPE_PROLOG_Überschrift)


 Rechtsbündig: Seitenzahl in römischen Ziffern beginnend bei I

Abschnitt 2: ARBEIT

 Linksbündig: Kapitelüberschrift (Überschrift 1)


 Rechtsbündig: Seitenzahl in arabischen Ziffern beginnend bei 1

Abschnitt 3: EPILOG

 Linksbündig: Kapitelüberschrift (LPE_EPILOG_Überschrift)


 Rechtsbündig: Seitenzahl in arabischen Ziffern fortlaufend zu
vorherigem Abschnitt

Fußzeile: Keine!

4.4.2Textelemente
Textelemente werden den größten Teil Ihrer Arbeit ausmachen. Dabei ist zwischen
Überschriften, Textblöcken und Listen zu unterscheiden. In diesem Word-Dokument ist für
jedes benötigte Element eine eigene Formatvorlage hinterlegt. Tabelle 4 .5 gibt einen
Überblick und eine kurze Beschreibung der entsprechenden Vorlagen. Werden bei Erstellung
der Arbeit in Word alle Textelemente durch Verwendung der entsprechenden Formatvorlage
formatiert, sollte die Formatierung automatisch richtig sein. Wichtig ist dabei, dass Sie auch für
die Erstellung von Listen die entsprechende Formatvorlage verwenden und nicht einfach eine
Aufzählung einfügen. Andernfalls kann es passieren, dass die Aufzählung bei einer
Aktualisierung des Dokuments wieder als normaler Text formatiert wird. Beachten Sie darüber
hinaus, dass Sie im Anhang (Epilog) die Nummerierung manuell erstellen müssen, indem Sie
der eigentlichen Überschrift ein „Anhang A/Anhang B/…“ voranstellen.
Tabelle 4.5: Übersicht über die verschiedenen Formatvorlagen.
LPE_PROLOG_Überschr Times New Roman, 16pt, fett
ift Keine Nummerierung
4. Rahmenbedingungen am LPE

Seitenumbruch oberhalb
Absatz nach: 20pt
Überschrift 1 Times New Roman, 16pt, fett
Seitenumbruch oberhalb
Nummerierung: 1./2./…
Absatz nach: 6pt
Wird automatisch in das Inhaltsverzeichnis übernommen.
Überschrift 2 Times New Roman, 14pt, fett
Automatische Nummerierung: 1.1./1.2./…/2.1/…
Absatz nach: 4pt
Wird automatisch in das Inhaltsverzeichnis übernommen.
Überschrift 3 Times New Roman, 14pt, fett
Nummerierung: 1.1.1./1.1.2./…/2.1.1./…
Absatz nach: 2pt
Wird automatisch in das Inhaltsverzeichnis übernommen.
LPE_ARBEIT_Zwischen Times New Roman, 11pt, fett
überschrift Keine Nummerierung
Absatz nach: 6pt
LPE_EPILOG_Überschri Times New Roman, 16pt, fett
ft Seitenumbruch oberhalb
Nummerierung: Anhang A/Anhang B/… (muss manuell erstellt
werden!)
Absatz nach: 20pt
LPE_Text; Standard Times New Roman, 11pt, normal
Blocksatz
Zeilenabstand: 1,25
Absatz nach: 6pt
LPE_Liste Times New Roman, 11pt, normal
Linkszentriert
Zeilenabstand: 1,25
Einzug links: 0,63 cm
Sondereinzug hängend: 0,63 cm

Hinweis: Den größten Teil Ihrer Arbeit werden Sie als „LPE_Text; Standard“ formatieren. Da
der Text hier als Blocksatz formatiert ist, kann es stellenweise zu ungünstigen Zeilenumbrüchen
kommen. Prüfen Sie in einem solchen Fall den Einsatz der folgenden Hilfsmittel:

 Automatische oder manuelle Silbentrennung, z. B. bei sehr eng oder weit gesetzten
Wörtern.
 Bedingter Trennstrich, z. B. bei einem zusammengesetzten Wort, das an einer
bestimmten Stelle getrennt werden soll.
 Geschützter Bindestrich, z. B. bei unerwünschtem Zeilenumbruch nach einem
Bindestrich.
 Geschütztes Leerzeichen, z. B. bei einem Abbildungsverweis, um eine Trennung
zwischen Abbildung und Nummer zu vermeiden oder bei Zahlen mit Einheit.
4. Rahmenbedingungen am LPE

4.4.3Ergänzende Darstellungen
Ergänzende Darstellungen eigenen sich sehr gut, um viele Informationen gebündelt und
übersichtlich darzustellen und das Verständnis zu fördern. Darüber hinaus lockern sie lange
Fließtexte auf und fördern die Übersichtlichkeit. Die ergänzenden Darstellungen werden beim
Lesen eines Textes in der Regel als erstes beachtet, insbesondere beim Querlesen oder schnellen
Überfliegen. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Text mit sinnvollen und gut gestalteten
Abbildungen und Tabellen ergänzen. Versuchen Sie ein „Corporate Design“ einzuhalten, also
z.B. in allen Darstellungen die gleiche Schriftart & -größe und gleiche Farben zu verwenden,
Diagramme gleich zu skalieren etc. Beachten Sie dazu die nachfolgenden Regeln und Hinweise
sowie die zahlreichen Beispiele in diesem Dokument.
Regeln zum Einfügen ergänzender Darstellungen

 Ergänzende Darstellungen sind zentriert auszurichten.


 Ergänzende Darstellungen stehen in einem eigenen Absatz, d. h. neben diesen darf kein
Text stehen.
 Jede ergänzende Darstellung muss beschriftet werden. Die Beschriftung ist bei
Abbildungen unter diesen zu platzieren und bei Tabellen über diesen. In Word werden
Beschriftungen wie folgt eingefügt: Element auswählen → Rechtsklick →
„Beschriftung einfügen“ → richtige Bezeichnung und Positionierung auswählen:
„Tabelle“, „Über dem ausgewählten Element“; „Abbildung“, „Unter dem ausgewählten
Element“.
 Alle ergänzenden Darstellungen müssen ohne Lesen des Textes verständlich sein.
Daher müssen alle Elemente, z. B. Farben, Formen und Abkürzungen, in der
Beschriftung erklärt werden. Insbesondere bei Abbildungen kann es dadurch zu recht
langen Beschriftungen kommen. Stellen Sie der Beschreibung in diesem Fall einen
kurzen Titel voran und bearbeiten Sie die automatisch erstellten Verzeichnisse bei der
finalen Überarbeitung manuell nach, sodass dort nur die Titel erscheinen.
Hinweis: Abbildungen müssen zusätzlich im Text erklärt werden. Solche
Wiederholungen sind notwendig und erwünscht.
 Quellenangaben in Beschriftungen sollen nicht im Abbildungs- oder
Tabellenverzeichnis aufgeführt werden. Eine Anleitung dazu finden Sie unter
folgendem Link: https://help.citavi.com/knowledge-base/article/quelle-in-einer-
bildlegende-im-abbildungsverzeichnis-unterdr%C3%BCcken
 Im Text muss auf jede ergänzende Darstellung verwiesen werden. Die Verweise im
Text sollten als Querverweise eingefügt werden, damit sich die Nummerierung beim
Einfügen neuer Elemente automatisch anpasst. Die Funktion „Querverweis“ finden Sie
sowohl unter „Einfügen“, als auch unter „Referenzen“. Verweisen Sie immer nur auf
Bezeichnung und Nummer. Des Weiteren sollten entweder alle Verweise einheitlich in
den normalen Textflusses integriert werden (z. B.: „Abbildung 1 zeigt ...“, „…, wie in
Abbildung 1 dargestellt“) oder als Anmerkung in Klammern eingefügt werden
(Abbildung 1). In jedem Fall muss der Verweis vor der Abbildung oder Tabelle platziert
werden, damit die ergänzende Darstellung beim Lesen des Textes nicht platziert wird,
bevor sie zugeordnet werden kann.
4. Rahmenbedingungen am LPE

Abbildungen erstellen

 Abbildungen müssen außerhalb von Word erstellt und vorbereitet werden. So stellen Sie
gleichzeitig sicher, dass am Ende der Arbeit für die digitale Abgabe alle Abbildungen
als einzelne Dateien vorliegen.
 Wenn Sie mehrere Bilder oder Diagramme in einer Abbildung zusammenfassen,
müssen diese einzeln nummeriert werden, z. B. mit A/B/…, und muss in der
Beschriftung darauf Bezug genommen werden. Verweise im Text können sich dann
sowohl auf die gesamte Abbildung beziehen (Abbildung 1), als auch auf einzelne
Bilder/Diagramme (Abbildung 1A).
 Überlegen Sie bei jeder Abbildung, was Sie Ihrem Leser damit verdeutlichen wollen.
Nehmen Sie nur Elemente in die Abbildung auf, die für das Verständnis notwendig
sind, bzw. entfernen Sie Elemente, die für das Verständnis nicht gebraucht werden.
Prüfen Sie daher übernommene Abbildungen inhaltlich, z. B. auf Beschriftungen, die
nicht benötigt werden.
Hinweis: Eigene Fotos sind häufig unübersichtlich. Achten Sie auf gute
Lichtverhältnisse und einen ruhigen Hintergrund und bearbeiten Sie die Bilder
gegebenen falls nach, z.B. mit GIMP. Darüber hinaus sollten Sie prüfen ob für das
Verständnis wirklich ein Foto notwendig ist oder auch eine Skizze ausreichen würde.
Skizzen sind i. d. R. übersichtlicher.
 Achten Sie bei Ihren Abbildungen auf eine gute Qualität und eine ausreichend hohe
Auflösung. Rastergrafiken sollten eine Mindestauflösung von 150-300 dpi haben.
Bearbeiten Sie Bilder und gescannte Abbildungen gegebenenfalls nach. Im Anhang E
eine exemplarische Abbildung in mehreren Qualitätsstufen zu finden, um die Relevanz
der Qualität bzw. Größe von Abbildungen zu verdeutlichen.
Hinweis: Grafiken und Diagramme können Sie auch gut selbst neu erstellen und dann
mit dem „Nach: (Quelle)“ oder falls Sie eigene Änderungen vorgenommen haben
„Modifiziert nach: (Quelle)“ einfügen.
 Um die Bildqualität beim Skalieren der Abbildung zu erhalten, eignet sich die
Verwendung von Vektorgrafiken. Für Office-Anwendungen existiert das Microsoft-
eigene Format „Windows Enhanced Metafile“ (EMF, Dateiendung .emf), das sich
problemlos in Microsoft Word-Dokumente integrieren lässt. Die Abbildungen können
Sie beispielsweise mit Microsoft Power-Point oder Visio erstellen, deren Nutzung für
RUB-Studierende kostenlos ist. Eine weitere Möglichkeit zur Erstellung und
Bearbeitung von Vektorgrafiken bietet zudem die freie Software Inkscape. Achten Sie
bei der Nutzung von Nicht-Microsoft auf das richtige Dateiformat für Vektorgrafiken,
da das EMF-Format bei diesen Programmen nicht verfügbar ist. Beachten Sie, dass
Vektorgrafiken trotz der höheren Bildqualität in der Word-Vorschau qualitativ
schlechter wirken können. Um die richtige Darstellung der Abbildung nach dem Druck
zu überprüfen, exportieren Sie die Seiten mit den entsprechenden Abbildungen als PDF
und kontrollieren Sie die Vektorgrafiken.
 Wenn in einer Abbildung Text enthalten ist, muss dieser gut lesbar sein.
Hinweis: Bei selbst erstellten Abbildungen bitte die Schriftart Arial nutzen und kopierte
Abbildungen bei schlechter Lesbarkeit unbedingt nachbearbeiten.
4. Rahmenbedingungen am LPE

 Vermeiden Sie bei farblicher Abgrenzung die Kombination von Rot und Grün, da
Menschen mit Rot-Grün-Sehschwäche Ihre Abbildung sonst unter Umständen nicht
verstehen können. Verwenden Sie, wenn möglich, statt der Farbe Rot die Mischfarbe
Magenta. Des Weiteren wird bei der Darstellung in Diagrammen zur Unterscheidung
mehrerer Datensätze eine Variation der Linienarten (durchgezogen, gestrichelt, etc.)
und Marker (Punkte, Dreiecke, Quadrate, etc.) empfohlen. Weitere Informationen zur
Farbgestaltung von ergänzenden Darstellungen für Menschen mit Sehschwächen finden
Sie unter folgendem Link: http://jfly.iam.u-tokyo.ac.jp/color/
 Achten Sie bei farbigen Abbildungen zusätzlich darauf, dass diese auch als Schwarz-
weiß-Version lesbar sind. Auch wenn Sie die Abbildungen selbst farbig drucken, ist es
möglich, dass in Zukunft Ihr Betreuer oder andere Mitarbeiter und Studierende Teile
Ihrer Arbeit aus ökonomischen und ökologischen Gründen in schwarz-weiß ausdrucken.
Tabellen erstellen

 Formatieren Sie Ihre Tabellen so, dass sich Spalten- und Zeilentitel deutlich vom
eigentlichen Inhalt abgrenzen lassen.
 Wählen Sie für alle Tabellen einen einheitlichen Stil bei der Formatierung.
 Wenn Sie in einer Tabelle eine Liste einfügen, sollten Sie den Einzug anpassen, um
Platz zu sparen oder nutzen Sie direkt die Formatvorlage LPE_Liste-in-Tabelle.
 Sie können Ihre Tabellen sowohl direkt in Word erstellen als auch eine Tabelle bzw.
einen Tabellenausschnitt aus Excel einfügen und verlinken.

4.4.4Formeln
Um mathematische Zusammenhänge darstellen zu können, benötigen sie Symbole und
Gleichungen. Einzelne Symbole innerhalb eines Satzes können Sie über das Symbol-
Dialogfenster einfügen (Tab „Einfügen“ → „Symbole“). An der gleichen Stelle finden Sie auch
den integrierten Formeleditor zum Einfügen von Termen und Gleichungen (Tab „Einfügen“ →
„Formel“). Längere Formeln müssen immer in einen eigenen Absatz geschrieben werden. Sie
werden darüber hinaus über die gesamte Arbeit fortlaufend nummeriert und müssen wie die
ergänzenden Darstellungen zuvor im Text referenziert werden. Wie bei Gleichung ( 4 .1)
dargestellt, wird die Formel zentriert ausgerichtet und die fortlaufende Nummerierung in der
gleichen Zeile rechtsbündig platziert.
n
n
()
( x +a ) =∑ n x k an−k
k=0 k
(4.1)

Diese Formatierung ist in Word nicht direkt möglich, sondern kann nur über die Verwendung
einer Tabelle erreicht werden. Bei Formel ( 4 .2) ist dieser Umweg einmal dargestellt und im
Folgenden werden die einzelnen Schritte erklärt:

 Tabelle mit zwei Zeilen und drei Spalten einfügen. In die obere Zeile wird die Formel
mit der Nummerierung eingefügt, die untere Zeile dient als Abstandshalter für den
nachfolgenden Text.
 Formel in der mittleren, oberen Spalte erstellen oder dorthin kopieren und zentriert
formatieren.
4. Rahmenbedingungen am LPE

 Nummerierung erstellen über: Tab „Referenzen“ → „Beschriftung einfügen“ →


Bezeichnung „Formel“ auswählen, „Bezeichnung nicht in der Beschriftung“ aktivieren.
 Erstellte Nummer in die rechte, obere Zelle kopieren und unter dem Tab
„Tabelle/Layout“ mittig rechts ausrichten.
 Komplette Tabelle auswählen und Rahmen ausblenden.

Hinweis: Am besten kopieren Sie einfach die Tabelle von Gleichung ( 4 .1) aus diesem Kapitel
und überprüfen bei der finalen Überarbeitung noch einmal ob alle Formeln richtig formatiert
sind.

−b ± √ b2−4 ac
x= (4.2)
2a

Die Verweise auf Formeln werden wie bei Abbildungen und Tabellen über die Funktion
„Querverweis“ erstellt.

4.4.5Zitationsstil
Neben allgemeinen Regeln für das korrekte Zitiere, gibt es verschiedene Zitierstile. Auf die
allgemeinen Regeln wird in Kapitel 3.1.4 näher eingegangen, auf den am LPE verwendete
Zitationsstil nachfolgend.
Am LPE wird für alle wissenschaftlichen Arbeiten der Autor-Jahr-Zitierstil verwendet, der auch
als Harvard-Stil bekannt ist. Bei diesem Stil wird im Text mit einem Kurzbeleg auf das
Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit verwiesen. Wie der Name bereits impliziert setzt sich
der Kurzbeleg dabei aus Autor, Jahr und gegebenenfalls Seitenzahl zusammen. Je nach Quelle
unterscheidet sich die Anwendung des Stils im Detail. Daher gilt für alle Arbeiten am LPE
ausschließlich die hier definierte Umsetzung des Zitationsstils. Unklarheiten oder Fälle, die hier
nicht vorgestellt werden, sind rechtzeitig mit dem Betreuer zu klären.
Formatierung der Kurzbelege im Text
Bei der Autor-Jahr-Zitierweise unterscheidet sich der Kurzbeleg im Text je nachdem ob Sie den
Autor direkt benennen oder nur indirekt auf eine Quelle verweisen. Wie genau der Kurzbeleg
bei einem oder mehr Autoren formatiert wird, können Sie Tabelle 4 .6 entnehmen. Für die
Verwaltung und Zitation Ihrer Literaturquellen empfehlen wir die Verwendung eines
Literaturverwaltungsprogramms (z.B. Citavi). Wenn Sie mit Citavi und Word arbeiten, können
Sie einfach das Word-Add-In verwenden und den Zitierstil „LPE-Harvard“ auswählen. Die
entsprechende Datei erhalten Sie von Ihrem Betreuer. Durch Doppelklick auf einen Titel wird
dann automatisch ein Kurzbeleg in der ausgewählten Zitierweise erstellt. Wenn Sie den Autor
direkt nennen wollen müssen sie den Titel auswählen und unter ‚Mit Optionen einfügen‘ (oben
im Citavi-Aufgabenbereich oder Rechtklick auf den Titel) den Stil ‚Person (Jahr)‘ auswählen.
Zusätzlich erstellt Citavi ein Literaturverzeichnis mit allen Quellen, die in dem Dokument
bereits zitiert wurden. Dieses ist immer aktuell, vollständig und in der gewünschten
Formatierung. Wenn Sie nicht mit Citavi und Word arbeiten, müssen Sie das
Literaturverzeichnis selbstständig in dem gewünschten Format erzeugen. Dazu finden sie in
Anhang eine exemplarische Umsetzung.
4. Rahmenbedingungen am LPE

Tabelle 4.6: Formatierung der Kurzbelege nach der Autor-Jahr-Zitierweise am LPE.


Kurzbeleg Nennen des Autors im Text

Ein Autor (Nachname YYYY) Nachname (YYYY)

Eine wissenschaftliche Arbeit muss Nach May (2015) muss eine


bestimmte inhaltliche und formale wissenschaftliche Arbeit bestimmte
Kriterien erfüllen (May 2015). inhaltliche und formale Kriterien
erfüllen.

Zwei Autoren (Nachname1 und Nachname2 Nachname1 und Nachname2


YYYY) (YYYY)

Der Begriff „Design“ bezeichnet Blessing und Chakrabarti (2009)


alle Entwicklungsaktivitäten von der bezeichnen mit dem Begriff
Produktidee bis hin zur „Design“ alle
vollständigen Entwicklungsaktivitäten von der
Produktdokumentation (Blessing Produktidee bis hin zur
und Chakrabarti 2009). vollständigen
Produktdokumentation.

Drei oder mehr (Nachname1 et al. YYYY) Nachname1 et al. (YYYY)


Autoren

Die Durchführung einer In Biedermann et al. (2013) wird die


Studienarbeit ist mit einem Projekt Durchführung einer Studienarbeit
zu vergleichen, bei dem der mit einem Projekt verglichen, bei
Studierende der Projektleiter ist dem der Studierende der
(Biedermann et al. 2013) Projektleiter ist.

Regeln zu Kurzbelegen im Text

 Das Feld „Nachname“ hat in Abhängigkeit der Art der Quelle verschiedene Bezüge:
o Bei Monographien (Bücher, in denen alle Kapitel von dem gleichen Autor/den
gleichen Autoren geschrieben sind) und Zeitschriftenartikeln bezieht sich das
Feld auf den Autor bzw. die Autoren.
o Bei Sammelwerken (Bücher, in denen die Kapitel von verschiedenen Autoren
verfasst wurden) bezieht sich das Feld auf den oder die Herausgeber.
o Bei Schriften ohne Nennung der Autoren, z. B. Tagungsbänder oder
Bekanntmachungen einer Hochschule, bezieht sich das Feld auf die Institution.
 Wenn es zu einem Autor und Erscheinungsjahr mehrere Quellen gibt wird an die
Jahreszahl ohne Leerzeichen eine fortlaufende Nummerierung angehängt im Stil
YYYYa, YYYYb, YYYYc, … nummeriert, z. B. (Ruhr-Universität Bochum 2013a;
Ruhr-Universität Bochum 2013b)
 Sollen an einer Stelle mehrere Quellen genannt werden, stehen diese in alphabetischer
Reihenfolge in einer gemeinsamen Klammer und werden mit einem Semikolon
getrennt, z.B. (Blessing und Chakrabarti 2009; Lang 2010; May 2015)
4. Rahmenbedingungen am LPE

 Wenn Sie auf eine oder mehrere bestimmte Seiten verweisen wollen können Sie diese
durch ein Komma getrennt hinter der Jahreszahl einfügen. Die Formatierung der
Seitenangabe erfolgt nach einer der folgenden Möglichkeiten: S.10, S.10-11, S.10-15
oder S. 10, S.10f, S.10ff.
Hinweis: In den Ingenieurwissenschaften werden nur selten Seitenzahlen angegeben.
Dennoch ist dies im Rahmen einer Studienarbeit aus zwei Gründen sinnvoll: 1) Sie sind
gezwungen jede Quellenangabe genau zu prüfen, sodass insbesondere beim Zitieren
von Standardwerken Fehler vermieden werden. 2) Ohne Seitenzahl ist es für Ihren
Betreuer mitunter sehr aufwändig die entsprechende Textstelle wiederzufinden, um
diese weiter zu verwenden und auf Ihren Ergebnissen aufbauen zu können.

4.4.6Fußnoten
Die Verwendung von Fußnoten ist in den Ingenieurwissenschaften unüblich und sollte daher
weitestgehend vermieden werden. Insbesondere die Quellenangabe beim Zitieren darf unter
keinen Umständen durch Fußnoten erfolgen. Eine Fußnote ist nur in Ausnahmefällen zu
verwenden, wenn die anzugebende Information weder direkt im Fließtext noch durch
Klammern getrennt sinnvoll integriert werden kann.

4.5 Abgabe der Arbeit


Die Abgabe Ihrer Arbeit erfolgt immer an dem zu Beginn vereinbarten Termin.
Abschlussarbeiten werden zunächst am Prüfungsamt abgegeben, sonstige Studienarbeiten (z. B.
Projektarbeiten) werden direkt am Lehrstuhl abgegeben. In beiden Fällen wird eine Arbeit bei
verspäteter Abgabe nicht anerkannt. Wenn Sie die Arbeit per Post einreichen, zählt das Datum
des Poststempels (Ruhr-Universität Bochum 2013a; Ruhr-Universität Bochum 2013b; Angaben
ohne Gewähr). Von jeder Arbeit müssen zwei gedruckte Exemplare und eine digitale Version
abgegeben werden. In den nachfolgenden Unterkapiteln sind die genauen Anforderungen an die
Erstellung der Rahmenseiten, Druckexemplare und die digitale Version zusammengefasst.

4.5.1 Deckblatt & Co


Für die Abgabe benötigen Sie ein paar offizielle Rahmenseiten im LPE-Design. Diese umfassen
das Deckblatt, die Aufgabenstellung, eine Seite mit Zusammenfassung und Abstract sowie die
Eidesstattliche Erklärung und eine Rückseite. Damit Ihr Betreuer die Seiten für Sie erstellen
kann, schicken Sie diesem bitte rechtzeitig die folgenden, gesammelten Informationen zu.

 Vollständiger Name
 Matrikelnummer
 Titel der Arbeit
 Zusammenfassung (finale Version, d.h. bereits durch jemand andere Korrekturgelesen;
Max. halbe Seite bzw. 1200 Zeichen) und Übersetzung auf Englisch (Abstract)
 Anmelde- und Abgabedatum

4.5.2Druckexemplare
Die Druckexemplare Ihrer Arbeit werden in gebundener Form abgegeben (Leimbindung). Dazu
wird die Arbeit einseitig (DIN A4) auf normalem Papier (80 g/m²) gedruckt. Bunte
4. Rahmenbedingungen am LPE

Abbildungen sowie die Rahmenseiten sind dabei in Farbe zu drucken. Für die Bindung ist die
folgende Struktur einzuhalten.

 Einband vorne: Klarsichtfolie


 Deckblatt (auf Karton)
 Aufgabenstellung
 Zusammenfassung/Abstract
 Arbeit inkl. Anhang
 Eidesstattliche Erklärung
 Rückseite
 Einband hinten: Schwarzer Karton mit schwarzer Leimbindung

Die Unterlagen, die Sie von Ihrem Betreuer erhalten sind hier in fett hervorgehoben. Diese
Seiten sollen randlos, d. h. ohne weißen Rand, gedruckt werden. Da i. d. R. nicht direkt randlos
gedruckt werden kann, müssen die Seiten auf größerem Papier ausgedruckt und zugeschnitten
werden. Aus diesem Grund sind wurde den PDF-Seiten, die sie von Ihrem Betreuer erhalten ein
Anschnitt von 3mm hinzugefügt. Die Seiten sind daher etwas größer als das normale DIN A4
Format. Der vordere Einband ist immer eine Klarsichtfolie, beim hinteren Einband können Sie
zwischen den beiden dargestellten Optionen wählen. Wir empfehlen Ihnen Ihre Arbeit im Copy-
Center der Ruhr-Universität (SSC 01/129) zu drucken und zu binden, da diese mit allen
Anforderungen vertraut sind.

4.5.3Digitale Abgabe
Die digitale Abgabe Ihrer Arbeit erfolgt auf CD oder USB-Stick und umfasst neben der
schriftlichen Ausarbeitung und Ihren Abbildungen auch die weiteren Ergebnisse der Arbeit, wie
CAD-Modelle, Simulationen, Excel-Tabellen oder Code. Abbildung 4 .7 zeigt exemplarisch
die Struktur einer solchen CD oder eines digitalen Ordners. Nutzen Sie die Datei Hinweise.txt
für Erläuterungen zu Ihren Quelldokumenten.
4. Rahmenbedingungen am LPE

Abbildung 4.7: Struktur der CD/des Ordners. Die CD/der Ordner umfasst neben der schriftlichen Arbeit
selbst auch alle verwendeten und erzeugten Quelldokumente.

4.6 Externe Arbeiten


In Ausnahmefällen werden am LPE auch externe Arbeiten betreut. Beachten Sie dazu die
nachfolgenden Punkte. Weitere Informationen finden Sie im Infoblatt zu externen Arbeiten, das
Sie von Ihrem Betreuer erhalten.

 Ihre Studienarbeit ist eine Prüfungsleistung und Unternehmen sind nicht berechtigt
Prüfungsaufgaben zu stellen. Ein Unternehmen kann daher immer nur einen
Themenvorschlag machen. Die genauen Aufgaben und Ziele werden immer von den
Lehrenden an der Universität festgelegt.
 Es können nur Themen betreut werden, die einen klaren, inhaltlichen Bezug zu den
aktuellen Forschungsarbeiten des LPE haben.
 Es werden keine Geheimhaltungserklärungen unterschrieben. Beachten Sie dazu die
gesondert veröffentlichte Erklärung.
 Im Unternehmen werden Sie unter Umständen von jemandem betreut, der wenig
Erfahrung im wissenschaftlichen Arbeiten hat und für den andere Ziele im Vordergrund
stehen. Es ist Ihre Verantwortung, dass Ihre Arbeit den erforderlichen
wissenschaftlichen Anspruch erfüllt.
4. Rahmenbedingungen am LPE

LITERATURVERZEICHNIS

Biedermann, W.; Kirner, K.; Kissel, M.; Langer, S.; Münzberg, C.; Wickel, M. (2013):
Forschungsmethodik in den Ingenieurwissenschaften. Lehrstuhl für Produktentwicklung und
Leichtbau, Technische Universität München. München. Online verfügbar unter
http://www.mw.tum.de/fileadmin/w00btx/lpl/Documents/Forschungsmethodik_Skript.pdf.
Blessing, L. T. M.; Chakrabarti, A. (2009): DRM, a design research methodology. Dordrecht,
London: Springer.
Cham, J. (2013): Show me your data. Hg. v. PhD Comics. Online verfügbar unter
http://phdcomics.com/comics/archive.php?comicid=1581, zuletzt geprüft am 24.01.2019.
Cham, J. (2015): Academics don't read. Hg. v. PhD Comics. Online verfügbar unter
http://phdcomics.com/comics/archive.php?comicid=1824, zuletzt geprüft am 24.01.2019.
Esselborn-Krumbiegel, H. (2017): Richtig wissenschaftlich schreiben. Wissenschaftssprache
in Regeln und Übungen. 5. aktualisierte Auflage. Paderborn, Paderborn: UTB; Schöningh
Paderborn (UTB M, 3429).
Glasman-Deal, H. (2016): Science research writing. For non-native speakers of english. Repr.
London: Imperial College Press.
Jordan, T. (2015): Design Research Methodology (DRM) nach Blessing und Chakrabati. LPE
Doktorandenseminar Mai 2015. Lehrstuhl für Produktentwicklung, Ruhr-Universität
Bochum. Bochum, 19.05.2015.
Lang, S. (2010): Strukturieren statt formulieren. In: Forschung & Lehre (2), S. 118–119.
May, Y. (2015): Wissenschaftliches Arbeiten. Eine Anleitung zu Techniken und Schriftform.
Stuttgart: Reclam (Reclams Universal-Bibliothek, Nr. 15231 : Kompaktwissen für
Schülerinnen und Schüler).
Ruhr-Universität Bochum (2013a): Amtliche Bekanntmachung. Bachelor-Prüfungsordnung
für den Studiengang "Maschinenbau" an der Ruhr-Universität Bochum (982).
Ruhr-Universität Bochum (2013b): Amtliche Bekanntmachung. Master-Prüfungsordnung für
den Studiengang "Maschinenbau" an der Ruhr-Universität Bochum (983).
Schneider, W.; Murschetz, L. (2001): Deutsch für Profis. Wege zu gutem Stil. 22. Aufl.
München: Goldmann (Goldmann-Taschenbuch, 16175 : Mosaik bei Goldmann).
TU München (Hg.) (o. J.): Search strategy grid. Online verfügbar unter
https://mediatum.ub.tum.de/doc/1231329/1231329.pdf.
Anhang D – Design Research Methodology

VDI 2221 (1993): Methodik zum Entwickeln und Konstruieren technischer Systeme und
Produkte. Berlin.
Anhang D – Design Research Methodology

ANHANG A – CHECKLISTE FÜR DAS ÜBERARBEITEN

Tabelle A.1: Checkliste für die finale Überarbeitung der Arbeit. Aufbau und Inhalt orientieren sich
größtenteils an den Informationen des Schreibzentrums der RUB. Dort finden Sie auch
detailliertere Erklärungen und weiterführende Hinweise zu einzelnen Punkten.
Formalia

Leitfrage/Anweisung OK?

Haben Sie Abkürzungen einheitlich verwendet und bei der ersten Verwendung im
Text ausgeschrieben? Erscheinen alle Abkürzungen im Abkürzungsverzeichnis?

Sind Abbildungen und Tabellen korrekt gestaltet und wichtige Teile gut erkennbar?
Sind alle Abbildungen und Tabellen im Text erwähnt?
Sind alle Abbildungen auch nur mit der Beschriftung verständlich?
Haben alle Abbildungen auch gedruckt eine gute Qualität?

Prüfen Sie die Kopfzeilen: Beginnen sie auf der richtigen Seite?
Stimmen in der Kopfzeile genannte Titel und Kapitel überein?

Sind überall wo notwendig geschützte Leerzeichen eingefügt?


z.B. bei Einheiten, bei Abkürzungen und bei Querverweisen

Sind alle Verzeichnisse aktuell und vollständig?

Gibt es ungünstige Seitenumbrüche?


z.B. sodass eine halbe Seite leer ist oder Abbildungen/Tabellen von der Beschriftung
getrennt wurden

Sind die Trennungen der automatischen Silbentrennung korrekt bzw. haben Sie
überall dort Trennoptionen („Strg“ + „-“) gesetzt, wo sonst größere Lücken im
Schriftbild stehen würden?

Stimmen Ihre Zitation und ihr Literaturverzeichnis mit den Vorgaben (z. B. APA-
Richtlinien) überein?

Ist bei allen Aufzählungen der Einleitungssatz passend und führt auch nicht zu
Wiederholungen?
Ist die Reihenfolge der Punkte richtig?

Inhalt und Struktur

Leitfrage/Anweisung OK?

Sind alle wichtigen Informationen im Text vorhanden?


z.B. Beantwortung aller Forschungsfragen

Sind keine überflüssigen Informationen im Text?


→ Fragen Sie sich bei jeder Information, was diese zur Beantwortung Ihrer
Anhang D – Design Research Methodology

Forschungsfragen beiträgt. Wenn die Antwort „Nichts“ ist, sollte der Inhalt
gestrichen werden.

Sind uneindeutige Begriffe definiert?


Wird immer ein Begriff für eine Sache verwendet?

Sind alle Wertungen begründet und nachvollziehbar?

Ist das Tempus korrekt?


Prinzipiell wird alles im Präsens geschrieben. Ausnahmen sind z.B.
Versuchsdurchführungen, die in der Vergangenheit stattgefunden haben und
abgeschlossen sind (Präteritum).

Ist der rote Faden auf Kapitelebene erkennbar?


Ist der rote Faden auf Absatzebene erkennbar?
Ist der rote Faden auf Satzebene erkennbar?
(Bitte die ausführlichen Beschreibungen unter beachten:
http://www.sz.ruhr-uni-bochum.de/imperia/md/content/inhalt_und_struktur.pdf)

Ist die Länge des Texts bei allen Kapiteln angemessen?

Sind die Überschriften aussagekräftig?

Ist der Text gut querlesbar?

Tragen alle Abbildungen und Tabellen zum Verständnis bei?

Verdeutlichen die verwendeten Beispiele den Inhalt?

Sprache

Leitfrage/Anweisung OK?

Sind alle Bezüge eindeutig?


Beachten Sie neben Relativ- und Possessivpronomen Wörter wie z.B. hier, dabei,
dazu, deshalb, und/oder, auch, sowohl… als auch, weder… noch, wobei, dort,
vorher/nachher, jedoch, trotzdem, dennoch, weil

Streichen sie überflüssige Wörter.


Achten Sie dabei insbesondere auf Füllwörter, ausschmückende Adjektive,
überflüssige Hilfsverben und unnötige Wiederholungen.

Explizieren Sie vage Begriffe.


z.B. quasi, scheinbar, irgendwie, ziemlich, eigentlich, etwas

Markieren Sie beim lauten Lesen alle schwer zu verstehenden Sätze und formulieren
diese neu. Zerschlagen Sie dabei alle Schachtelsätze.

Interpunktion

Leitfrage/Anweisung OK?
Anhang D – Design Research Methodology

Prüfen Sie ob bei der Verwendung von Einheiten entweder immer oder nie ein
Leerzeichen zwischen Zahl und Einheit steht.

Durchsuchen Sie Ihren Text nach doppelten Leerzeichen und ersetzen Sie diese.

Prüfen Sie ob hinter jedem Komma ein Leerzeichen steht.


Theoretische Forschung Explorative Forschung
Tätigkeit Erklären Entdecken und Beschreiben
Tabelle B.1

Forschungs-
Was ist die Ursache für Variationen von A? Korreliert A mit B?
frage (Bsp.)

Entdeckung und Beschreibung interessanter Phänomene,


Ziel Gründe für Variationen und Zusammenhänge klären
ihrer Variationen und Korrelationen
Deduktive, nomologische Theorien mit Axiomen und
Ergebnisse Berichte
Vorhersagen
Qualitäts- Definitionen
Anhang D – Design Research Methodology

standards
Kriterien für
Empirische Belege
einen Beitrag
ANHANG B – FORSCHUNGSARTEN

Betrachtungsgegenstände können abgegrenzt werden Klare Abgrenzung der Betrachtungsgegenstände

Validierung durch Verknüpfung der


Tätigkeit Vorhersagen können falsifiziert werden
Betrachtungsgegenstände
Forschungs-
Kein Bezug zu Technologien Klare Trennung: Korrelation ist keine Kausalität
frage (Bsp.)

Ziel Neuheit Beschreibung eines neuen Phänomens

Beschreibung eines bekannten Phänomens unter neuen


Übersicht über verschiedene Forschungsarten nach Biedermann et al. (2013).

Ergebnisse Verallgemeinerbar: erklärt einige/alle Variationen


Rahmenbedingungen
Qualitäts- Sparsam: erklärt mehr Variationen oder gleich viele mit
Verknüpfung bereits bekannter Phänomene
standards weniger Aussagen
Angewandte Forschung Experimentelle Forschung
Tätigkeit Gestalten Prüfen

Forschungs-frageWelche Technologie kann ich wie einsetzten, um die


Wird A wirklich von B verursacht?
(Bsp.) Ausprägung von A zu verbessern?

Neue, verallgemeinerbare Lösungen entwickeln für wichtige


Prüfen und Belegen von Vorhersagen einer deduktiven
Ziel
Problemklassen nomologischen Theorie

Beschreibung wichtiger, praktischer Probleme Hypothesen und Beschreibungen von Experimenten

Ergebnisse Verallgemeinerbare Lösungen Validierte Metriken und Analysedaten


Anhang D – Design Research Methodology

Machbarkeitsstudien (Proof of concept prototypes) Empirische Belege für Vorhersagen und deren Widerlegung

Wichtige Problemklasse soll gelöst werden Validität und Qualitäts-standards für Experimente

Qualitäts- Entscheidungen werden mit wissenschaftlichen


Wiederholbarkeit
standards Erkenntnissen unterstützt
Lösung muss neu, verallgemeinerbar und empirisch belegt
Befangenheit des Experimentators
sein

Neuer Prozess, neues Produkt oder neues GestaltungsobjektAbleitung der Hypothesen aus Vorhersagen einer Theorie

Kriterien für
wichtige ungelöste Problemklasse wird gelöst Aufbau schließt alternative Erklärung aus
einen Beitrag

schlägt verallgemeinerbare Lösung vor Unkontrollierte Einschränkungen werden genannt


Anhang D – Design Research Methodology

ANHANG C – FORMATIERUNG DES LITERATURVERZEICHNISSES


Anhang D – Design Research Methodology
Anhang D – Design Research Methodology

ANHANG D – DESIGN RESEARCH METHODOLOGY

Die Design Research Methodology (DRM) nach Blessing und Chakrabarti (2009) liefert eine
Grundgerüst zur Strukturierung einer Forschungsarbeit und Orientierung während der
Bearbeitung. Die übergeordnete Idee der DRM basiert auf einer engen Verknüpfung zwischen
der Entwicklung von Verständnis und der Entwicklung einer Unterstützung. Um in einem
effektiven und effizienten Entwicklungsprozess bessere Produkte zu entwickeln, ist es immer
notwendig beide Bereiche – Verständnis und Unterstützung – gleichermaßen auszuarbeiten. Die
DRM bietet dazu ein Grundgerüst, das für verschiedene Forschungsarbeiten genutzt werden
kann. Wie in Abbildung D.1 besteht dieses aus den Stufen Klärung des Forschungsziels,
Deskriptive Studie I, Präskriptive Studie und Deskriptive Studie II, die iterativ durchlaufen
werden.

Abbildung D.1: Grundgerüst der Design Research Methodology (DRM). In der Mitte ist das iterative
Durchlaufen der vier Stufen dargestellt. Links davon sind die Hilfsmittel und rechts die
Ergebnisse der einzelnen Stufen hinzugefügt. (nach Blessing und Chakrabarti 2009)
Die einzelnen Stufen werden in den nachfolgenden Kapiteln näher erläutert. Darüber hinaus
werden in Kapitel unterschiedliche Forschungsprojektarten vorgestellt, bei denen die DRM
jeweils etwas anders durchlaufen werden sollte. Generell gibt dieses Kapitel nur eine kurze
Übersicht über die DRM. Bei weiterem Interesse an der DRM oder einer der angesprochenen
Methoden wird auf den Leitfaden zur Forschungsmethodik in den Ingenieurwissenschaften von
Biedermann et al. (2013) und die Originalquelle von Blessing und Chakrabarti (2009)
verwiesen.
Hinweis: Struktur und Aufbau der folgenden Kapitel orientieren stark an dem Leitfaden zur
Forschungsmethodik in den Ingenieurwissenschaften von Biedermann et al. (2013) und an
einem Vortrag zur Vorstellung der DRM am LPE von Jordan (2015). Auf eine gesonderte
Kennzeichnung wurde in diesem Rahmen verzichtet.
Anhang D – Design Research Methodology

Forschungsziel klären
Im ersten Schritt der DRM sollen konkrete und erreichbare Ziele formuliert und das Thema
eingegrenzt werden. Das wichtigste Hilfsmittel dazu, ist eine detaillierte Literaturanalyse (siehe
Kapitel 3.1), mit deren Hilfe die folgenden Ergebnisse erarbeitet werden sollen (Blessing und
Chakrabarti 2009).

 Forschungsplan mit folgenden Inhalten


o Forschungsfragen und -hypothesen definieren
o Relevante Forschungsbereiche identifizieren, z.B. mithilfe des ARC
Diagramms (siehe dazu: Blessing und Chakrabati 2009, S.63ff)
o Methodisches Vorgehen festlegen, z.B. durch Wahl eines geeigneten
Forschungstyps (siehe Kapitel XX)
o Zeitplan ausarbeiten
 Beschreibung des Ist-Zustands, z.B. in einem initialen Referenzmodell
 Erster Entwurf des Soll-Zustands, z.B. in einem initialen Einflussmodell
 Ester Entwurf der Bewertungskriterien und des Ablaufs

Eine besondere Bedeutung bei der Klärung des Forschungsziels hat das Formulieren der
Forschungsfrage(n) und -hypothese(n). Eine Forschungsfrage ist eine Frage, für die noch keine
Antwort existiert. Eine Forschungshypothese ist eine mögliche Antwort auf diese. Sowohl
Forschungsfragen, als auch -hypothesen sind eindeutig, lösungsneutral und wertfrei zu
formulieren. Die einzelnen Elemente und deren Zusammenhänge müssen daher definiert sein
und in dieser Form auch beobachtbar und bewertbar. Bei der Formulierung ist bewusst darauf
zu achten, dass keine Lösung impliziert wird und keine Wertung der enthaltenen Elemente oder
Zusammenhänge stattfindet. Eine Hypothese muss darüber hinaus falsifizierbar sein. So ist
beispielweise die Aussage „Alle Materialien dehnen sich bei Erwärmung aus“ falsifiziert,
sobald ein Material gefunden wird, das sich bei Erwärmung nicht ausdehnt. Überlegen Sie daher
beim Formulieren einer Hypothese immer, wie diese widerlegt werden kann.
Die Struktur von Forschungsfragen unterliegt einer starken Systematik. Jede Forschungsfrage
beinhaltet die Elemente: Abhängige Variablen (A), Unabhängige Variable (U) und
Kontrollgrößen (K). Die abhängigen Variablen sind die zu untersuchenden Aspekte, die sich bei
Veränderung der unabhängigen Variablen systematisch ändern. Die unabhängigen Variablen
sind also die Elemente, die bei der Untersuchung bewusst verändert werden. Im Gegensatz dazu
werden die Kontrollgrößen bewusst konstant gehalten. In den nachfolgenden Beispielen sind die
einzelnen Elemente entsprechend gekennzeichnet. (Biedermann et al. 2013)

 Durch welche Ansätze und mit welchen Größen U kann der monetäre Wert von
AnpassbarkeitA in technischen SystemenK ermittelt werden?
 Welche Hilfsmittel und MethodenU zur Erlebnisgestaltung der Mensch-Maschine-
InteraktionK können in der Entwicklung mechatronischer ProdukteK angewendet
werden, um ein subjektiv stärkeres positives ErlebnisA zu erzeugen?
 Wie beeinflusst das KundenverhaltenU das VerbrauchseinsparungspotenzialA bei Plug-in
HybridenK?
Abschließend noch ein paar Fragen aus Biedermann et al. (2013), die bei der Formulierung von
guten Forschungsfragen und -hypothesen helfen können.
Anhang D – Design Research Methodology

 Was ist der Zweck der Frage/Hypothese, was soll erreicht bzw. ermittelt werden?
 Was muss gemessen werden, damit man die Frage beantworten bzw. die Hypothese
widerlegen kann? Sind alle Begriffe/Variablen definiert/operationalisiert?
 Wer kann die Daten zur Verfügung stellen, die für die Beantwortung der Frage bzw. die
Widerlegung der Hypothese erforderlich sind? Können aussagekräftige und stichhaltige
Daten erlangt werden?
 Braucht man eine bestimmte Methode oder einen bestimmten Forschungsansatz, um die
Frage zu beantworten/die Hypothese zu widerlegen? Kann der Aufwand geleistet
werden?
Deskriptive Studie I durchführen
Ziel der zweiten Stufe der DRM, der deskriptiven Studie I, ist ein umfassendes Verständnis der
betrachteten Phänomene und des Ist-Zustands zu erlangen. Basierend auf der Analyse
empirischer Daten sollen die Ergebnisse aus der ersten Stufe weiter ausgearbeitet und detailliert
werden. Dabei ist sowohl ein rein literaturbasiertes Vorgehen möglich als auch ein umfassendes
Vorgehen bestehend aus Literaturrecherche und eigenen empirischen Untersuchungen (Blessing
und Chakrabarti 2009).
Die Bearbeitung der deskriptiven Studie I beginnt immer mit einer intensive Literaturanalyse
durchgeführt, um den aktuellen Zustand (= Stand der Technik) aufzuarbeiten und vollständig zu
beschreiben, z.B. mit Hilfe eines detaillierten Referenzmodells. Beim rein literaturbasierten
Vorgehen werden keine weiteren Analysen durchgeführt und es folgt direkt die allgemeine
Schlussfolgerung und ggf. Aktualisierung der Modelle. Wohingegen beim umfassenden
Vorgehen zuvor noch eine oder mehrere empirische Studien durchgeführt werden. Dazu wird
zunächst der Forschungsfokus geschärft, indem die Forschungsfragen und -hypothesen
basierend auf dem neuen Wissenstand erweitert und/oder konkretisiert werden. Im nächsten
Schritt wird der Forschungsplan für die Durchführung der empirischen Studie aufgestellt. Dazu
gehört sowohl die Auswahl und Kombination geeigneter Forschungsmethoden, als auch die
Entwicklung der erforderlichen Materialien. Tabelle D.1 gibt einen Überblick über verschiedene
Datenerfassungsmethoden. Für die Auswahl der Methoden bietet sich die Question-Method-
Matrix an (siehe dazu: Blessing und Chakrabarti 2009, S. 106–109). Nach Erstellung des
Forschungsplans wird die empirische Studie durchgeführt. Dies umfasst die Datenerfassung und
-verarbeitung, die Analyse und Interpretation der Daten sowie das Verifizieren der Ergebnisse
und das Ableiten von Schlussfolgerungen. Abschließend werden auch beim umfassenden
Vorgehen allgemeine Schlussfolgerungen gezogen und die Modelle noch einmal an den neuen
Erkenntnisstand angepasst (Blessing und Chakrabarti 2009).
Tabelle D.1 Übersicht einiger Datenerfassungsmethoden. Echtzeit Datenerfassung beschreibt das
Erfassen von Daten zum Zeitpunkt der realen Aktion. Bei den Rückblickenden
Methoden werden dagegen Aktionen erfasst, die in der Vergangenheit stattgefunden
haben.
Echtzeit Datenerfassungsmethoden Rückblickende Datenerfassungsmethoden

 Beobachtung (ohne Einbezug des  Dokumente (Archivanalyse,


Versuchsleiters) Fallbeispiele)
 Teilnehmerbeobachtung (der  Produktdaten
Versuchsleiter ist Teilnehemer)  Fragebögen
Anhang D – Design Research Methodology

 Simultane Verbalisierung  Interviews


 Führen eines Tagesbuchs (der
Entwickler als Beobachter oder
beobachtender Teilnehmer)
 Aufzeichnen einer Entwicklung durch
Momentaufnahmen
 Experimente & Simulationen

Präskriptive Studie durchführen


Ziel der dritten Stufe der DRM, der präskriptiven Studie, ist Entwicklung einer Lösung auf
Basis der vorangegangenen Erkenntnisse. Diese Stufe kann initial, umfassend-konstruktiv oder
umfassend-literaturbasiert bearbeitet werden. Insgesamt werden im Rahmen einer präskriptiven
Studie iterativ die folgenden Schritte durchlaufen: Klärung der Aufgabenstellung*,
Konzeptentwicklung*, Ausarbeitung des Lösungsansatzes, Realisierung der Lösung und
Evaluation der Lösung (* Schritte bei initialer Bearbeitung).
Das Ergebnis einer initialen Bearbeitung ist die ausführliche Dokumentation der angestrebten
Unterstützung. Dies umfasst sowohl die Beschreibung des Lösungskonzeptes als auch der
angestrebten Veränderungen durch die Lösung (Angestrebtes Einflussmodell) und einen Plan
zur Einführung dieser. Die Ergebnisse einer umfassenden Bearbeitung der präskriptiven Studie
umfassen darüber hinaus die ausführliche Dokumentation der aktuellen Unterstützung und der
ersten Evaluationsschritte sowie einen Plan für die ausführliche Evaluation im Rahmen der
deskriptiven Studie II. Die aktuelle Unterstützung ist die konkrete Lösung, die realisiert wurde;
z.B. ein Leitfaden, eine Checkliste oder eine Software.
Bei der umfassend-literaturbasierten Vorgehensweise liegt der Fokus weniger auf der
Entwicklung einer neuen Unterstützung, als vielmehr auf der Evaluation einer bereits
bestehenden Lösung. Eine angemessene Evaluation ist nur möglich, wenn der angestrebte und
erwartete Einfluss sowie die umgesetzten Funktionen bekannt sind. Aus diesem Grund ist es
notwendig, dass in der präskriptiven Studie die gleiche Dokumentation über die Lösung
ausgearbeitet wird wie bei einer eigenen Neuentwicklung. Dazu ist es notwendig die
existierende Literatur und Dokumentation zu analysieren und nach Möglichkeit mit Entwicklern
und/oder Anwendern zu sprechen.
Deskriptive Studie II durchführen
Ziel der vierten Stufe der DRM, der deskriptiven Studie II, ist die Bewertung der entwickelten
Lösung und die Ableitung weiterer Entwicklungspotenziale sowie Transfermöglichkeiten in
andere Problemfelder. Grundlage für die Bewertung können Fallbeispiele, Pilotstudien oder
andere empirischen Untersuchungen sein. Dabei ist sowohl die Anwendbarkeit, als auch die
Wirksamkeit bzw. der Anwendungserfolg zu bewerten.
Analog zur deskriptiven Studie I kann die deskriptive Studie initial oder umfassend
durchgeführt werden. Bei der initialen Bearbeitung wird basierend auf einer Analyse der
bestehenden Dokumentation (z.B. aus den vorhergehenden Stufen) ein Evaluationsschwerpunkt
festgelegt und ein Evaluationsplan entwickelt. Zusätzlich dazu wird im Rahmen der
umfassenden Bearbeitung die Evaluation auch durchgeführt und Schlussfolgerungen aus den
Anhang D – Design Research Methodology

Ergebnissen gezogen. Die Ergebnisse der deskriptiven Studie umfassen daher immer den
Evaluationsplan und bei der umfassenden Bearbeitung zusätzlich die Schlussfolgerungen in
Bezug auf Anwendbarkeit und Wirksamkeit der betrachteten Unterstützung.
Forschungstyp auswählen
Blessing und Chakrabarti (2009) unterscheiden sieben Forschungsprojektarten, bei denen die
einzelnen Stufen der DRM unterschiedlich durchlaufen werden und unterschiedlich ausführlich
bearbeitet werden. Abbildung D.2 gibt eine Übersicht über die Forschungstypen. Für jeden Typ
ist der Ablauf innerhalb der DRM dargestellt. Darüber hinaus wird für jeden Forschungstyp das
jeweilige Ziel angegeben, um die Auswahl zu erleichtern. Die Auswahl eines geeigneten Typs
hängt sowohl von den Forschungsfragen/-hypothesen und den bestehenden Vorarbeiten, als
auch vom Bearbeitungsaufwand und der zur Verfügung stehenden Ressourcen ab. Für
Studienarbeiten kommen z.B. aufgrund des begrenzten Umfangs nur die ersten vier
Forschungsprojekttypen in Frage. Nach Biedermann et al. (2013) bietet sich für eine
theoretische Studienarbeit Typ 1 oder 2 an, für eine konstruktive oder produktgestaltende
Studienarbeit Typ 3 oder 4 und für eine experimentelle Studienarbeit ein beliebiger
Forschungstyp aus den ersten vier vorgestellten.

Abbildung D.2: Gegenüberstellung der Forschungsprojektarten innerhalb der DRM nach Blessing und
Chakrabarti (2009). Für Studienarbeiten bieten sich aufgrund des Zeitrahmens vor allem
die ersten vier Typen an. Typ 5 bis 7 sind hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt.
Anhang D – Design Research Methodology

ANHANG E – AUFLÖSUNG UND QUALITÄT VON ABBILDUNGEN

Abbildung E.1: Lagerbauformen von Gleitlagern – Rastergrafik mit 72 dpi im .jpg-Format

Abbildung E.2: : Lagerbauformen von Gleitlagern – Rastergrafik mit 150 dpi im .jpg-Format
Anhang D – Design Research Methodology

Abbildung E.3: Lagerbauformen von Gleitlagern – Rastergrafik mit 300 dpi im .jpg-Format

Kreiszylindrisches
Zweikeillager Dreikeillager
Lager

Offset-Halves
Vierkeillager Kippsegmentlager
Lager
Abbildung E.4: Lagerbauformen von Gleitlagern – Vektorgrafik im .svg-Format

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