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DEUTSCHE NORM Dezember 1998

Akustik
Messung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen
Teil 4: Messung der Luftschalldämmung zwischen Räumen in Gebäuden
{
(ISO 140-4 : 1998)
Deutsche Fassung EN ISO 140-4 : 1998
EN ISO 140-4
ICS 91.120.20 Mit
DIN EN 20140-3 : 1995-03,
Deskriptoren: Luftschalldämmung, Gebäude, Schalldämmung, Messung DIN EN ISO 140-6 : 1998-12,
DIN EN ISO 140-7 : 1998-12 und
DIN EN ISO 140-8 : 1998-03
Acoustics —
Measurement of sound insulation in buildings and of building elements — Ersatz für
Part 4: Field measurement of airborne sound insulation between DIN 52210-1 : 1984-08
rooms (ISO 140-4 : 1998);
German version EN ISO 140-4 : 1998
Acoustique —
Mesurage de l’isolation acoustique des immeubles et des
éléments de construction —
Partie 4: Mesurage in situ de l’isolement aux bruits aériens
entre les pièces (ISO 140-4 : 1998);
Version allemande EN ISO 140-4 : 1998

Die Europäische Norm EN ISO 140-4 : 1998 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Die Internationale Norm ISO 140-4 ist im Komitee ISO/TC 43/SC 2 „Bauakustik“ in Abstimmung mit dem Europäischen
Komitee CEN/TC 126 „Akustische Eigenschaften von Baustoffen und Bauteilen und von Gebäuden“ unter intensiver
deutscher Mitarbeit erarbeitet worden. Für die deutsche Mitarbeit ist der Arbeitsausschuß NMP 231 „Schalldämmung
und Schallabsorption, Messung und Bewertung“ des Normenausschusses Materialprüfung (NMP) verantwortlich.
Abweichend von der Benennung in DIN EN 20140-3, die sich nur auf Messungen im Prüfstand bezieht, wird in diesem
Teil von DIN EN ISO 140 für R q die Benennung „Bau-Schalldämm-Maß“ verwendet.
Für die im Inhalt zitierten Internationalen Normen wird im folgenden auf die entsprechenden Deutschen Normen hinge-
wiesen:
ISO 140-2 siehe DIN EN 20140-2
ISO 140-3 siehe DIN EN 20140-3
ISO 140-5 siehe DIN EN ISO 140-5
ISO 354 siehe DIN EN 20354
ISO 717-1 siehe DIN EN ISO 717-1
IEC 61260 siehe DIN EN 61260
IEC 60651 siehe DIN EN 60651
IEC 60804 siehe DIN EN 60804
IEC 60942 siehe DIN EN 60942

Änderungen
Gegenüber DIN 52210-1 : 1984-08 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
— Inhalt vollständig überarbeitet.

Frühere Ausgaben
DIN 52211: 1953-09
DIN 52210: 1952-07, 1960x-03
DIN 52210-1: 1975-07, 1984-08

Fortsetzung Seite 2
und 16 Seiten EN

Normenausschuß Materialprüfung (NMP) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.


Normenausschuß Bauwesen (NABau) im DIN
Normenausschuß Akustik, Lärmminderung und Schwingungstechnik (NALS) im DIN und VDI
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DIN EN ISO 140-4 : 1998-12

Nationaler Anhang NA (informativ)


Literaturhinweise
DIN EN 20140-2
Akustik — Messung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen — Teil 2: Angaben von Genauigkeitsanforde-
rungen (ISO 140-2 : 1991); Deutsche Fassung EN 20140-2 : 1993
DIN EN 20140-3
Akustik — Messung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen — Teil 3: Messung der Luftschalldämmung
von Bauteilen in Prüfständen (ISO 140-3 : 1995); Deutsche Fassung EN 20140-3 : 1995
DIN EN 20354
Akustik — Messung der Schallabsorption im Hallraum (ISO 354 : 1985); Deutsche Fassung EN 20354 : 1993
DIN EN 60651
Schallpegelmesser (IEC 60651 : 1979 + A1 : 1993); Deutsche Fassung EN 60651 : 1994 + A1 : 1994
DIN EN 60804
Integrierende mittelwertbildende Schallpegelmesser (IEC 60804 : 1985 + A1 : 1989 und A2 : 1993); Deutsche Fassung
EN 60804 : 1994 + A2 : 1994
DIN EN 60942
Schallkalibratoren (IEC 60942 : 1997); Deutsche Fassung EN 60942 : 1998
DIN EN 61260
Elektroakustik-Bandfilter für Oktaven und Bruchteile von Oktaven (IEC 61260 : 1995), Deutsche Fassung
EN 61260 : 1995
DIN EN ISO 140-5
Akustik — Messung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen — Teil 5: Messung der Luftschalldämmung
von Fassadenelementen und Fassaden an Gebäuden (ISO 140-5 : 1998); Deutsche Fassung EN ISO 140-5 : 1998
DIN EN ISO 717-1
Akustik — Bewertung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen — Teil 1: Luftschalldämmung
(ISO 717-1 : 1996); Deutsche Fassung EN ISO 717-1 : 1996
EN ISO 140-4
August 1998

ICS 91.120.00

Deskriptoren:

Deutsche Fassung

Akustik
Messung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen
Teil 4: Messung der Luftschalldämmung zwischen Räumen in Gebäuden
(ISO 140-4 : 1998)

Acoustics — Measurement of sound insulation in build- Acoustique — Mesurage de l’isolation acoustique des
ings and of building elements — Part 4: Field measure- immeubles et des éléments de construction — Partie 4:
ment of airborne sound insulation between rooms Mesurage in situ de l’isolement aux bruits aériens entre
(ISO 140-4 : 1998) les pièces (ISO 140-4 : 1998)

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 14. August 1998 angenommen.
Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in
der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede
Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren biblio-
graphischen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch,
Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in
eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem
Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen
Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark,
Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der
Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


European Committee for Standardization
Comité Européen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

h 1998 CEN — Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Verfahren,
sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten. Ref. Nr. EN ISO 140-4 : 1998 D
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EN ISO 140-4 : 1998

Vorwort
Der Text der Internationalen Norm ISO 140-4 : 1998 wurde vom Technischen Komitee ISO/TC 43 „Acoustics“ in Zusam-
menarbeit mit CEN/TC 126 „Akustische Eigenschaften von Baustoffen und Bauteilen und von Gebäuden“ erarbeitet,
dessen Sekretariat von AFNOR gehalten wird.
ISO 140 „Akustik — Messung der Schalldämmung in Gebäuden und von Bauteilen“ besteht aus folgenden Teilen:
Teil 1: Anforderungen an Prüfstände mit unterdrückter Flankenübertragung
Teil 2: Angaben von Genauigkeitsanforderungen
Teil 3: Messung der Luftschalldämmung von Bauteilen in Prüfständen
Teil 4: Messung der Luftschalldämmung zwischen Räumen in Gebäuden
Teil 5: Messung der Luftschalldämmung von Fassadenelementen und Fassaden an Gebäuden
Teil 6: Messung der Trittschalldämmung von Decken in Prüfständen
Teil 7: Messung der Trittschalldämmung von Decken in Gebäuden
Teil 8: Messung der Trittschallminderungen durch eine Deckenauflage auf einer massiven Bezugsdecke in Prüfständen
Teil 9: Raum-zu-Raum-Messung der Luftschalldämmung von Unterdecken mit darüberliegendem Hohlraum im Prüf-
stand
Teil 10: Messung der Luftschalldämmung von kleinen Bauteilen im Prüfstand
Die Anhänge A und B sind normativ, die Anhänge C bis F sind informativ.
Diese Europäische Norm muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines
identischen Textes oder durch Anerkennung bis Februar 1999, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen
bis Februar 1999 zurückgezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder
gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.

Anerkennungsnotiz
Der Text der Internationalen Norm ISO 140-4 : 1998 wurde vom CEN als Europäische Norm ohne irgendeine Abänderung
genehmigt.
ANMERKUNG: Die normativen Verweisungen auf Internationale Normen sind in Anhang ZA (normativ) aufgeführt.

1 Anwendungsbereich barungen auf diesem Teil von ISO 140 basieren, werden
Dieser Teil von ISO 140 legt Verfahren zur Messung der gebeten, die Möglichkeit zu prüfen, ob die jeweils neue-
Luftschalldämmung von Innenwänden, Decken und Türen sten Ausgaben der im folgenden genannten Normen
zwischen zwei Räumen in Gebäuden fest, wobei diffuse angewendet werden können. Die Mitglieder von IEC und
Schallfelder in beiden Räumen vorausgesetzt werden. Die ISO führen Verzeichnisse der gegenwärtig gültigen Inter-
Verfahren dienen auch zur Ermittlung des Schallschutzes, nationalen Normen.
der Bewohnern von Gebäuden zuteil wird. ISO 140-2 : 1991
Die mit diesen Verfahren ermittelten Werte für die Luft- Acoustics — Measurement of sound insulation in
schalldämmung sind frequenzabhängig. Sie können unter buildings and of building elements — Part 2: Determi-
Anwendung von ISO 717-1 in eine Einzahlangabe umge- nation, verification and application of precision data
wandelt werden, die die akustische Leistungsfähigkeit ISO 140-3 : 1995
charakterisiert. Acoustics — Measurement of sound insulation in
Die Ergebnisse können für den Vergleich der Schalldäm- buildings and of building elements — Part 3: Labora-
mung zwischen Räumen und zum Vergleich der vorhan- tory measurements of airborne sound insulation of
denen Schalldämmung mit festgelegten Anforderungen building elements
verwendet werden. ISO 354 : 1985
ANMERKUNG 1: Die Messung der Luftschalldämmung Acoustics — Measurement of sound absorption in a
von Bauteilen in Prüfständen wird in ISO 140-3 behan- reverberation room
delt. ISO 717-1 : 1996
ANMERKUNG 2: Die Messung der Luftschalldämmung Acoustics — Rating of sound insulation in buildings
von Fassadenelementen und Fassaden an Gebäuden and of building elements — Part 1: Airborne sound
wird in ISO 140-5 behandelt. insulation
IEC 60651 : 1979
Sound level meters
2 Normative Verweisungen IEC 60804 : 1985
Die folgenden normativen Dokumente enthalten Festle- Integrating-averaging sound level meters
gungen, die durch Verweisung in diesem Text Bestandteil IEC 60942 : 1988
des vorliegenden Teils von ISO 140 sind. Zum Zeitpunkt Sound calibrators
der Veröffentlichung dieser Internationalen Norm waren IEC 61260 : 1995
die angegebenen Ausgaben gültig. Alle Normen unter- Electroacoustics — Octave band filters and fractional-
liegen der Überarbeitung. Vertragspartner, deren Verein- octave band filters
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EN ISO 140-4 : 1998

3 Definitionen vorliegt. Mit dieser Normierung wird D nT abhängig von


der Richtung der Schallübertragung, wenn die beiden
Für die Anwendung dieses Teils von ISO 140 gelten die Räume unterschiedliche Volumina besitzen.
Definitionen nach ISO 140-3 und die folgenden Defini-
tionen: ANMERKUNG 2: Die Normierung der Schallpegeldiffe-
renz auf die Nachhallzeit von T0 = 0,5 s im Empfangs-
3.1 mittlerer Schalldruckpegel in einem Raum, L : raum entspricht der Normierung der Schallpegeldiffe-
Der zehnfache dekadische Logarithmus des Verhältnis- renz auf eine Bezugs-Absorptionsfläche von:
ses des räumlichen und zeitlichen Mittelwertes des Qua- A 0 = 0,32 V
drates des Schalldruckes zum Quadrat des Bezugs-
schalldruckes, wobei der räumliche Mittelwert über den Dabei ist:
gesamten Raum gebildet wird. Ausgenommen sind die A 0 die Bezugs-Absorptionsfläche in Quadratmeter;
Teile, bei denen das Direktfeld einer Schallquelle oder das V das Volumen des Empfangsraumes in Kubik-
Nahfeld der Raumbegrenzungen (Wände usw.) von deut- meter.
lichem Einfluß ist. Diese Größe wird in Dezibel angege-
ben. In der Praxis werden üblicherweise die Schalldruck-
pegel L j gemessen. In diesem Fall wird L bestimmt durch: 3.5 Bau-Schalldämm-Maß, Rq : Der zehnfache deka-
n
dische Logarithmus des Verhältnisses der auf eine zu
1 prüfende Trennwand auftreffenden Schalleistung W1 zu
L = 10 lg Œ n iw 10L /10 dB› dB
=1
j (1) der in den Empfangsraum übertragenen Gesamtschall-
leistung, wenn außer der durch das Trennbauteil über-
Dabei ist: tragenen Schalleistung W2 die durch flankierende oder
Lj der Schalldruckpegel L 1 bis L n an n verschiedenen durch andere Bauteile übertragene Schalleistung W3
Stellen im Raum. signifikant ist.
Diese Größe wird in Dezibel angegeben:

3.2 Schallpegeldifferenz, D : Die Differenz in Dezibel W1


Rq = 10 lg dB (5)
der räumlichen und zeitlichen Mittelwerte der Schall- W2 + W3
druckpegel, die in zwei Räumen von einer oder mehreren
Schallquellen in einem der beiden Räume erzeugt ANMERKUNG 1: Erklärungen zu W3 sind in Anhang C
werden: gegeben.
D = L1 – L2 (2) ANMERKUNG 2: Im englischen Sprachgebrauch wird
statt „apparent sound reduction index“ auch die
Dabei ist:
Benennung „apparent sound transmission loss“ ver-
L 1 der mittlere Schalldruckpegel im Senderaum; wendet. Beides entspricht dem Begriff „Bau-Schall-
L 2 der mittlere Schalldruckpegel im Empfangsraum. dämm-Maß“.
ANMERKUNG 3: Im allgemeinen besteht die in den Emp-
3.3 Norm-Schallpegeldifferenz, D n : Die Schallpegel- fangsraum übertragene Schalleistung aus der Summe
differenz in Dezibel bezogen auf die Bezugs-Absorptions- mehrerer Komponenten. Auch in diesem Fall wird in
fläche im Empfangsraum: diesem Teil von ISO 140, unter der Voraussetzung
ausreichend diffuser Schallfelder in den beiden Räu-
A men, das Bau-Schalldämm-Maß berechnet nach:
D n = D – 10 lg dB (3)
A0 S
Rq = D + 10 lg dB (6)
Dabei ist: A
D die Schallpegeldifferenz in Dezibel; Dabei ist:
A die äquivalente Schallabsorptionsfläche des Emp- D die Schallpegeldifferenz;
fangsraumes in Quadratmeter;
S die Fläche des Trennbauteils;
A 0 die Bezugs-Absorptionsfläche in Quadratmeter (für
Räume in Gebäuden oder Räume vergleichbarer A die äquivalente Schallabsorptionsfläche im Emp-
Größe A 0 = 10 m 2). fangsraum.
Bei der Bestimmung der Schalldämmung einer Tür
ist S die Fläche der freien Öffnung, in die die Tür ein-
3.4 Standard-Schallpegeldifferenz, D nT : Die Schall- schließlich des Rahmens eingebaut ist. Es ist sicher-
pegeldifferenz in Dezibel bezogen auf einen Bezugswert zustellen, daß die Schallübertragung durch den Rest
der Nachhallzeit im Empfangsraum: der umgebenden Wand vernachlässigbar klein ist.
T Bei versetzt zueinander angeordneten oder abgestuf-
D nT = D + 10 lg dB (4) ten Räumen ist S der Teil der Trennwandfläche, der
T0 beiden Räumen gemeinsam ist. Wenn die gemein-
Dabei ist: same Fläche weniger als 10 m2 beträgt, wird dieses im
Prüfbericht angegeben. S wird dann berechnet zu
D die Schallpegeldifferenz;
max (S, V /7,5). Hierbei ist V das Volumen, in Kubik-
T die Nachhallzeit im Empfangsraum; meter, des Empfangsraumes, der in diesem Fall der
T0 die Bezugs-Nachhallzeit. kleinere Raum ist.
Für Wohnräume gilt für T0 Für den Fall, daß keine gemeinsame Fläche existiert,
T0 = 0,5 s wird die Norm-Schallpegeldifferenz D n bestimmt.
ANMERKUNG 1: Die Normierung der Schallpegeldiffe- ANMERKUNG 4: Im allgemeinen sollte ein Vergleich
renz auf eine Nachhallzeit von 0,5 s berücksichtigt, zwischen Ergebnissen von Messungen an Gebäuden
daß in möblierten Wohnräumen nahezu volumen- und und denen im Prüfstand nur durchgeführt werden,
frequenzunabhängig eine Nachhallzeit von etwa 0,5 s wenn die gemeinsame Fläche S etwa 10 m2 beträgt.
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EN ISO 140-4 : 1998

ANMERKUNG 5: Bei dem Bau-Schalldämm-Maß wird die Signal-Rausch-Verhältnis bei hohen Frequenzen sicher-
in den Empfangsraum übertragene Schalleistung auf zustellen (weißes Rauschen sollte verwendet werden).
die auf eine gemeinsame Trennwand einfallende In jedem Fall darf das Schallspektrum im Senderaum
Schalleistung bezogen. Die tatsächlichen Übertra- zwischen benachbarten Terzbändern keine größeren
gungsbedingungen bleiben unberücksichtigt. Schallpegelunterschiede als 6 dB aufweisen.
Das Bau-Schalldämm-Maß ist von der Meßrichtung Die Schalleistung sollte ausreichend hoch sein, damit der
zwischen den Räumen unabhängig, wenn die Schall- Schalldruckpegel im Empfangsraum in jedem Frequenz-
felder in beiden Räumen diffus sind. band mindestens 10 dB höher ist als das Grundgeräusch.
Falls dies nicht erfüllt ist, müssen Korrekturen nach 6.6
vorgenommen werden.
4 Meßgeräte Werden mehr als ein Lautsprecher gleichzeitig in einem
Die Meßgeräte müssen den Anforderungen nach gemeinsamen Gehäuse als Schallquelle betrieben, so
Abschnitt 6 entsprechen. müssen sie gleichphasig betrieben werden oder es muß
auf eine andere Weise sichergestellt werden, daß die
Die Geräte zur Messung des Schallpegels müssen Anforderungen an gleichmäßige Rundumabstrahlung
hinsichtlich der Meßunsicherheit den Anforderungen nach A.1.3 eingehalten werden. Mehrere Schallquellen
der Klassen 0 oder 1 nach IEC 60651 und IEC 60804 dürfen gleichzeitig verwendet werden, vorausgesetzt, sie
entsprechen. Wenn vom Hersteller der Meßgeräte sind von gleicher Bauart und werden durch gleichartige,
nicht anders angegeben, muß das gesamte Meßsy- jedoch unkorrelierte Signale angeregt. Wird eine Einzel-
stem einschließlich des Mikrofons vor jeder Messung schallquelle eingesetzt, ist die Messung an mindestens
mit einem Schallkalibrator der Klasse 1 nach zwei Standorten der Schallquelle durchzuführen. Bei
IEC 60942 kalibriert werden. Bei Schallpegelmessern, unterschiedlichen Raumvolumen sollte der Raum mit dem
die für Messungen in Schallfeldern von ebenen fort- größeren Volumen als Senderaum gewählt werden, wenn
schreitenden Wellen kalibriert sind, müssen Korrektu- die Standard-Schallpegeldifferenz zu ermitteln ist und
ren für das Diffusfeld angewendet werden. keine dazu im Widerspruch stehende Verfahrensweise
Die Filter müssen den Anforderungen nach IEC 61260 vereinbart wurde. Für die Ermittlung des Bau-Schall-
entsprechen. dämm-Maßes können die Meßergebnisse nur aus einer
Die Geräte zur Messung der Nachhallzeit müssen den Meßrichtung oder aus beiden Richtungen verwendet
Anforderungen nach ISO 354 entsprechen. werden. Dies bedeutet, daß die Lautsprecherpositionen im
Anforderungen an die Schallquelle sind in 6.2 und selben Raum liegen müssen, oder die Messungen müssen
Anhang A angegeben. in umgekehrter Richtung durch Vertauschen von Sende-
und Empfangsraum und mit einer oder mehreren Schall-
ANMERKUNG: Empfehlungen für Zulassungsprüfun-
quellenpositionen in jedem Raum wiederholt werden.
gen und regelmäßige Konformitätsprüfungen von
Schallpegelmessern sind in OIML R 58 [3] und Die Lautsprecherbox wird so angeordnet, daß ein mög-
OIML R 88 [4] niedergelegt. lichst diffuses Schallfeld erzeugt wird und sie einen so
großen Abstand von dem Trennbauteil und den flankie-
renden Elementen hat, daß der Anteil der direkten Schall-
5 Prüfanordnung strahlung auf diese nicht überwiegt. Die Schallfelder in
den Räumen hängen stark vom Typ und vom Standort der
Messungen zwischen leeren Räumen mit identischer Schallquelle ab. Mit den in Anhang A angegebenen Ver-
Form und gleichen Abmessungen sollten vorzugsweise fahren ist eine Prüfung zur Eignung der Lautsprecher und
mit Diffusoren in jedem Raum (z. B. Möbel, Leichtbauplat- der Lautsprecherpositionen vorzunehmen.
tenelemente) durchgeführt werden. Die Fläche eines
Diffusors sollte mindestens 1,0 m2 betragen; gewöhnlich
sind drei oder vier Gegenstände ausreichend. 6.3 Messung des mittleren Schalldruckpegels
ANMERKUNG: Richtlinien (z. B. als Technischer Bericht) 6.3.1 Allgemeines
für die Durchführung von Messungen in besonderen
Der mittlere Schalldruckpegel wird entweder mit einem
Meßsituationen sind in Vorbereitung.
Einzelmikrofon und punktweiser Abtastung auf verschie-
denen Positionen, mit einer Anordnung mehrerer fest-
stehender Mikrofone, mit kontinuierlich bewegtem Mikro-
6 Durchführung der Prüfung und fon oder mit einem Schwenkmikrofon bestimmt. Die
Auswertung Schalldruckpegel an den unterschiedlichen Mikrofonpo-
6.1 Allgemeines sitionen müssen für alle Schallquellenpositionen energe-
tisch gemittelt werden [siehe Gleichung (1)].
Messungen der Luftschalldämmung in Gebäuden müs-
sen in Terzbändern durchgeführt werden, es sei denn, 6.3.2 Mikrofonpositionen
daß Messungen in Oktavbändern vereinbart wurden. Die
Durchführung von Messungen in Oktavbändern ist in Die folgenden Abstände sind Mindestwerte:
Anhang B festgelegt. Wenn die Ergebnisse in Einzahlan- — 0,7 m zwischen Mikrofonpositionen;
gaben umgewandelt werden, sind diese Ergebnisse nicht — 0,5 m zwischen jeder Mikrofonposition und den
unmittelbar mit denen aus Messungen in Terzbändern Raumbegrenzungen oder Diffusoren;
vergleichbar. — 1,0 m zwischen jeder Mikrofonposition und der Schall-
quelle.
6.2 Erzeugung des Schallfeldes im Senderaum ANMERKUNG: Wenn möglich, sollten größere Abstände
Der im Senderaum erzeugte Schall muß stationär sein verwendet werden.
und im betrachteten Frequenzbereich ein kontinuierliches a) Feste Mikrofonpositionen
Spektrum besitzen. Wenn Filter benutzt werden, müssen Mindestens fünf Mikrofonpositionen müssen verwen-
sie mindestens Terzbandbreite besitzen. Wenn Breit- det werden; diese müssen gleichmäßig innerhalb des
bandrauschen verwendet wird, darf das Spektrum ange- für Messungen zulässigen Bereiches im Raum verteilt
paßt werden, um im Empfangsraum ein ausreichendes sein.
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EN ISO 140-4 : 1998

b) Bewegte Mikrofonpositionen 6.5 Messung der Nachhallzeit und Berechnung


Bei Verwendung eines bewegten Mikrofons muß der der äquivalenten Schallabsorptionsfläche
Bahnradius mindestens 0,7 m betragen. Die Bahn- Der Korrektionsterm in Gleichung (6), der die äquivalente
ebene muß gegen die Raumbegrenzungsflächen Schallabsorptionsfläche enthält, wird aus der nach
(Wand, Boden, Decke) um mindestens 109 geneigt ISO 354 gemessenen Nachhallzeit bestimmt und nach
sein, um einen großen Anteil des für Messungen der Sabineschen Formel berechnet:
zulässigen Raumbereichs zu erfassen. Die Dauer der
Bahnperiode darf nicht kleiner als 15 s sein. 0,16 V
A= (7)
T
6.3.3 Messungen Dabei ist:
a) mit einer einzelnen Schallquelle A die äquivalente Schallabsorptionsfläche in Quadrat-
Die Mindestanzahl der Messungen mit festen Mikro- meter;
fonpositionen beträgt zehn. (Zum Beispiel eine Mes- V das Volumen des Empfangsraumes in Kubikmeter;
sung bei jeder Mikrofonposition, zugeordnet zu jeder T die Nachhallzeit im Empfangsraum in Sekunden.
Lautsprecherposition.)
Nach ISO 354 wird die Ermittlung der Nachhallzeit aus
Die Mindestanzahl der Messungen mit einem beweg-
der Abklingkurve etwa 0,1 s nach Abschalten der Schall-
ten Mikrofon beträgt zwei. (Zum Beispiel eine Mes-
quelle oder mit einem Schalldruckpegel begonnen, der
sung mit jeder Lautsprecherposition.)
einige Dezibel geringer ist als der zu Beginn des Abklin-
b) mit mehreren gleichzeitig arbeitenden Schallquellen gens. Der Bereich ist so zu wählen, daß er nicht weniger
Die Mindestanzahl der Messungen mit festen Mikro- als 20 dB umfaßt und nicht so lang ist, daß der betrachtete
fonpositionen beträgt fünf. Die Mindestanzahl der Abklingverlauf nicht mehr durch eine Gerade angenähert
Messungen mit einem bewegten Mikrofon beträgt werden kann. Die untere Grenze dieses Bereiches muß
eins. mindestens 10 dB über dem Fremdgeräuschpegel liegen.
Für jedes Frequenzband werden mindestens sechs
Abklingverläufe ausgewertet. Es müssen in jedem Fall
6.3.4 Mittelungszeit mindestens eine Lautsprecher- und drei Mikrofonposi-
Die Mittelungszeit muß an jeder einzelnen Mikrofon- tionen mit je zwei Abklingkurven verwendet werden.
position in jedem Frequenzband mit einer Band-Mitten- Bewegte Mikrofone nach 6.3.2 dürfen benutzt werden,
frequenz unterhalb von 400 Hz mindestens 6 s betragen. wenn die Bahnumlaufzeit mindestens 30 s beträgt.
Für Bänder mit höheren Band-Mittenfrequenzen darf die
Zeit auf 4 s, jedoch nicht darunter, verringert werden. Bei 6.6 Fremdgeräuschkorrektur
Verwendung eines bewegten Mikrofons muß die Mit-
telungszeit eine ganze Anzahl von Bahnumläufen erfas- Der Fremdgeräuschpegel wird gemessen, um sicherzu-
sen und darf nicht kleiner als 30 s sein. stellen, daß die Meßwerte im Empfangsraum nicht durch
Störschall, wie z. B. Geräusche außerhalb des Prüf-
raumes, elektrisches Rauschen im Empfangssystem
oder elektrisches Übersprechen zwischen Sende- und
Empfangssystemen, beeinflußt werden.
6.4 Meßfrequenzbereich Der Fremdgeräuschpegel muß mindestens 6 dB (und
Der Schalldruckpegel muß mit Terzfiltern mindestens bei vorzugsweise mehr als 10 dB) unter dem Pegel der Kom-
folgenden Mittenfrequenzen in Hertz gemessen werden: bination aus Signal und Fremdgeräusch liegen. Ist die
Pegeldifferenz geringer als 10 dB, jedoch größer als 6 dB,
müssen Korrekturen des Signalpegels nach folgender
100 125 160 200 250 315 Gleichung berechnet werden:

400 500 630 800 1 000 1 250 L = 10 lg (10 L sb /10 dB –10 L b /10 dB ) dB (8)

1 600 2 000 2 500 3 150 Dabei ist:


L der korrigierte Signalpegel, in Dezibel;
L sb der Pegel der Kombination aus Signal und Fremd-
Um Zusatzinformationen zu erlangen und Ergebnisse zu geräusch, in Dezibel;
erhalten, die mit denen von Messungen in Prüfständen L b der Fremdgeräuschpegel, in Dezibel.
nach ISO 140-3 verglichen werden können, wird empfoh-
Ist die Pegeldifferenz in einem der Frequenzbänder klei-
len, den Meßfrequenzbereich um Terzbänder mit folgen-
ner als oder gleich 6 dB, wird der Korrekturwert von
den Mittenfrequenzen in Hertz zu erweitern:
1,3 dB verwendet, entsprechend einer Differenz von 6 dB.
In diesem Fall wird D n, D nT oder R q im Prüfbericht so
4 000 5 000 angegeben, daß deutlich ersichtlich ist, daß die ange-
gebenen Werte die Meßgrenze darstellen [siehe j) in
Abschnitt 9].
Werden Zusatzinformationen im tiefen Frequenzbereich
benötigt, werden Terzfilter mit folgenden Mittenfrequen-
zen in Hertz verwendet:
7 Präzision
Es wird gefordert, daß das Meßverfahren eine zufrieden-
stellende Wiederholpräzision in Übereinstimmung mit
50 63 80 den Anforderungen nach ISO 140-2 ergibt. Diese sollte
nach dem in ISO 140-2 angegebenen Verfahren bestimmt
Zur Durchführung derartiger Zusatzmessungen in tiefen und von Zeit zu Zeit geprüft werden, insbesondere dann,
Frequenzbändern wird eine Anleitung in Anhang D gege- wenn eine Änderung im Verfahren oder der gerätetech-
ben. nischen Ausrüstung vorgenommen wurde.
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EN ISO 140-4 : 1998

8 Darstellung der Ergebnisse 9 Prüfbericht


Zur Darstellung der Luftschalldämmung zwischen Räu- Der Prüfbericht muß enthalten:
men muß die Norm-Schallpegeldifferenz D n, die Stan- a) Verweisung auf ISO 140-4;
dard-Schallpegeldifferenz D nT oder das Bau-Schall- b) Name der Organisation, die die Messungen durchge-
dämm-Maß R q bei allen Meßfrequenzen auf eine führt hat;
Dezimalstelle hinter dem Komma in tabellarischer und in
Kurvenform angegeben werden. Kurven im Prüfbericht c) Name und Adresse der Organisation oder der Person,
müssen die Pegel in Dezibel über der Frequenz in log- die den Prüfauftrag gab (Kunde);
arithmischem Maßstab zeigen, und folgende Abmessun- d) Prüfdatum;
gen müssen verwendet werden: e) Beschreibung und Lage der Gebäudekonstruktion
— 5 mm für eine Terz; und der Prüfanordnung;
— 20 mm für 10 dB. f) Volumina beider Räume;
Die Vordrucke nach Anhang E werden bevorzugt verwen- g) entweder die Norm-Schallpegeldifferenz D n oder die
det. Als Kurzfassung des Prüfberichtes werden alle Infor- Standard-Schallpegeldifferenz D nT zwischen den
mationen von Wichtigkeit, die den Prüfgegenstand, das Räumen oder das Bau-Schalldämm-Maß R q des
Prüfverfahren und die Prüfergebnisse betreffen, ange- Trennbauteils als Funktion der Frequenz, je nachdem,
geben. welche Angabe angemessen ist;
Werden Oktavwerte für D n, D nT oder R q aus den Werten h) die für die Ermittlung von R q verwendete Fläche S ;
in Terzbändern berechnet, müssen die folgenden Glei- i) Kurzbeschreibung von Einzelheiten des Verfahrens
chungen verwendet werden: und der Meßgeräte;
3 j) Angabe von Ergebnissen, die als Meßgrenzen anzu-
D n, Oktav = –10 lg Œ j =1
w
10 –D n, Terz, j /10 dB
3 › dB (9) sehen sind. Sie müssen als D n, D nT oder R q ö . . . dB
angegeben werden. Die Angabe muß erfolgen, wenn
der Schalldruckpegel in einem Band infolge des
3 Fremdgeräuschpegels (akustisch oder elektrisch,
D nT, Oktav = –10 lg Œ w
j =1
10 –D n, Terz, j /10 dB
3 › dB (10)
siehe 6.6) nicht meßbar ist;
k) die Flankenübertragung (sofern gemessen (siehe
Anhang C)) in der gleichen Form wie R q. Es sollte so
3 deutlich wie möglich angegeben werden, welcher Teil
R qOktav = –10 lg Œ w
j =1
10 –R qTerz, j /10 dB
3 › dB (11)
oder welche Teile der übertragenen Schalleistung in
der Messung der Flankenübertragung enthalten ist
(sind).
Wenn das Prüfverfahren für R q entweder in gleicher oder Zur Ermittlung der Einzahlangaben aus den Kurven
umgekehrter Meßrichtung wiederholt wird, ist der arith- D n(f), D nT (f) und R q (f) siehe ISO 717-1. Es muß deutlich
metische Mittelwert aller Meßergebnisse in jedem angegeben werden, daß die Ermittlung auf einem Ergeb-
Frequenzband zu berechnen. nis beruht, das in einem Gebäude gewonnen wurde.

Anhang A (normativ)
Eignung und Aufstellung der Schallquelle

A.1 Eignungsprüfung für Lautsprecher und A.1.2 Lautsprecherpositionen bezogen auf


Lautsprecherpositionen relativ zu Mikrofonpositionen
Mikrofonpositionen Es muß sichergestellt sein, daß sich die Mikrofonpositio-
A.1.1 Allgemeines nen außerhalb des direkten Schallfeldes der Schallquelle
befinden. Jede feste Mikrofonposition muß außerhalb des
Ziel dieser Anforderungen ist es, daß das Schallfeld im Bereiches liegen, in dem sich die Pegel mit zunehmen-
Senderaum, das von den Mikrofonen abgetastet wird, so dem Abstand von der Schallquelle deutlich verringern.
diffus wie möglich wird. Die Positionen und die Richt-
Wenn eine Schallquelle mit ungerichteter Abstrahlung
wirkung der Schallquelle müssen es zulassen, daß sich
verwendet wird, darf der Abstand zu einem Mikrofon nicht
Mikrofonpositionen außerhalb des Direktfeldes der
geringer als 1 m sein (siehe 6.3.2).
Schallquelle befinden, und sie müssen sicherstellen, daß
das Direktfeld von der Schallquelle an der Oberfläche der Bei einem bewegten Mikrofon darf keine signifikante
Wände, Fußböden und Decken, die zur Schallübertragung Pegelerhöhung auftreten, wenn die Bahn in der Nähe der
beitragen, nicht überwiegt. Schallquelle verläuft.
Anforderungen an die Abstrahleigenschaften der Schall-
quelle hängen von den Abmessungen des Senderaumes
A.1.3 Prüfverfahren für die Richtwirkung der
ab. Es muß mindestens die Anforderung für Abstände
nach 6.3.2 erfüllt sein, wenn eine Schallquelle verwendet Lautsprecherabstrahlung
wird, die die Anforderungen an gleichmäßige ungerichtete An allen Schallquellenpositionen im freien Raum sollten
Strahlung nach A.1.3 erfüllt. Lautsprecher verwendet werden, deren Lautsprecher-
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EN ISO 140-4 : 1998

systeme in einem geschlossenen Gehäuse eingebaut um den „ungünstigsten Fall“ zuverlässig zu erfassen. Bei
sind. Alle Lautsprechersysteme in demselben Gehäuse Polyedern ist die Prüfung in nur einer Ebene ausreichend.
müssen gleichphasig abstrahlen.
Auf den Oberflächen eines Polyeders, vorzugsweise
eines Dodekaeders, eingebaute Lautsprechersysteme A.2 Anleitung für die Auswahl optimaler
führen zu einer ausreichenden Annäherung an eine Schallquellenpositionen
gleichmäßige ungerichtete Abstrahlung. Auch mit einem
Die Eignung von Schallquellenpositionen hängt auch von
halbkugelförmigen Polyeder-Lautsprecher (direkt auf dem
der Abstrahlcharakteristik des Lautsprechers sowie von
Fußboden aufgebaut) ist eine ungerichtete Abstrahlung in
den Mikrofonpositionen (oder bei bewegten Mikrofonen
den Raum erreichbar. In diesem Fall werden die vertikalen
der Mikrofonbahn) ab.
Messungen vom unteren Raum zum oberen Raum durch-
geführt. Der Abstand zwischen unterschiedlichen Lautsprecher-
positionen darf nicht geringer als 0,7 m sein.
Eine Überprüfung der Richtcharakteristik kann durch
Messen der Schalldruckpegel um die Schallquelle in Mindestens zwei Positionen müssen wenigstens 1,4 m
einem Abstand von etwa 1,5 m in einem freien Schallfeld voneinander entfernt sein.
erfolgen. Die Schallquelle muß mit einem Rauschsignal Der Abstand zwischen den Raumbegrenzungen und dem
gespeist und die Messungen müssen in Terzbändern Mittelpunkt der Schallquelle darf nicht geringer als 0,5 m
durchgeführt werden. Es sind die Pegeldifferenzen sein. Kleine Unregelmäßigkeiten der Raumbegrenzungen
zwischen dem Energiemittelwert für den Winkelbereich dürfen vernachlässigt werden.
von 3609 (L 360 ) und den „gleitenden“ Mittelwerten aller In denselben Ebenen parallel zu den Raumbegrenzungen
Winkelintervalle von 309 (L 30, i ) zu bestimmen. Die Richt- dürfen sich nicht mehrere Lautsprecherpositionen befin-
wirkungsmaße sind: den.
DI i = L 360 – L 30, i Abweichend von den oben genannten Anforderungen
bezüglich des Abstandes zwischen Raumbegrenzungen
Gleichmäßige ungerichtete Strahlung kann angenommen und der Quelle ist es insbesondere in kleinen Räumen für
werden, wenn die DI-Werte im Frequenzbereich von die praktische Durchführung der Messungen häufig von
100 Hz bis 630 Hz innerhalb der Grenzen von t 2 dB Vorteil, Lautsprecher an Positionen in den Ecken des
liegen. Im Bereich von 630 Hz bis 1 000 Hz erhöhen sich Senderaumes zu verwenden. Besonders ist auf den mög-
die Grenzen linear von t 2 dB auf t 8 dB. Für Frequenzen lichen Einfluß der Flankenübertragung und auf die uner-
von 1 000 Hz bis 5 000 Hz sind es t 8 dB. Die Prüfung wünschte Zunahme von Schallpegelschwankungen im
sollte in unterschiedlichen Ebenen durchgeführt werden, Senderaum zu achten.

Anhang B (normativ)
Verfahren zur Messung der Schalldämmung in Oktavbändern

B.1 Allgemeines B.3 Messung des mittleren


Für die Messungen der Luftschalldämmung zwischen Schalldruckpegels
Räumen in Gebäuden wird in dieser Norm das Verfahren Einzelheiten der Meßverfahren, wie Mikrofonpositionen
für die Messung in Terzbändern festgelegt. Wenn jedoch oder Umlaufbahnen von Mikrofonen, Mittelungszeiten und
Messungen in Oktavbändern durchgeführt werden sollen, räumliche Mittelungsverfahren, sind dieselben wie die in
muß dieser Anhang benutzt werden. 6.3 festgelegten.

B.2 Erzeugung des Schallfeldes im


Senderaum B.4 Interessierender Frequenzbereich
Der Schalldruckpegel muß mit Oktavfiltern mit minde-
Der im Senderaum erzeugte Schall sollte konstant sein
stens den folgenden Mittenfrequenzen, in Hertz, gemes-
und ein gleichmäßiges Spektrum aufweisen. Dies ist
sen werden:
durch Messung der Schalleistungspegel der Schallquelle
in Terzbändern in einem Hallraum zu prüfen. Die Unter- 125 250 500 1 000 2 000
schiede zwischen den Schalleistungspegeln in Terzbän-
dern, die zu einem Oktavband gehören, darf im Oktav-
band von 125 Hz nicht größer als 6 dB, im Band von Es wird empfohlen, den Frequenzbereich der Messung
250 Hz nicht größer als 5 dB und in den Bändern höherer um das Oktavfilterband von 4 000 Hz zu erweitern, um
Mittenfrequenzen nicht größer als 4 dB sein. Zusatzinformationen und Ergebnisse zu erhalten, die mit
Es müssen Filter mit mindestens Oktavbandbreite ver- denen von Messungen in Prüfständen nach ISO 140-3
wendet werden. Bei Breitbandrauschen darf das Rausch- verglichen werden können. Werden Zusatzinformationen
spektrum modifiziert werden, um im Empfangsraum einen im tiefen Frequenzbereich benötigt, sollte ein Oktavfilter
ausreichenden Signal-Stör-Abstand bei hohen Frequen- mit der Mittenfrequenz von 63 Hz verwendet werden.
zen sicherzustellen. Werden derartige Zusatzmessungen in dem unteren
Weitere Anforderungen an die Schallquelle entsprechen Frequenzband durchgeführt, sollte die Anleitung in
denen von 6.2. Anhang D befolgt werden.
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EN ISO 140-4 : 1998

B.5 Messung der Nachhallzeit und B.8 Darstellung der Ergebnisse


Berechnung der äquivalenten Zur Darstellung der Luftschalldämmung zwischen
Schallabsorptionsfläche Räumen muß die Norm-Schallpegeldifferenz D n, die
Standard-Schallpegeldifferenz D nT oder das Bau-Schall-
Wie in 6.5 beschrieben. dämm-Maß R q bei allen Meßfrequenzen auf eine
Dezimalstelle hinter dem Komma in tabellarischer und in
Kurvenform angegeben werden. Kurven im Prüfbericht
müssen die Pegel in Dezibel über der Frequenz in
B.6 Fremdgeräuschkorrektur logarithmischem Maßstab zeigen, und folgende Maße
Wie in 6.6 beschrieben. müssen verwendet werden:
— 15 mm für eine Oktave;
— 20 mm für 10 dB.
Wenn das Prüfverfahren für R q entweder in gleicher oder
B.7 Präzision in umgekehrter Meßrichtung wiederholt wird, muß der
arithmetische Mittelwert aller Meßergebnisse in jedem
Wie in Abschnitt 7 beschrieben.
Frequenzband berechnet werden.

Anhang C (informativ)
Messung der Flankenübertragung
Es kann davon ausgegangen werden, daß die in den ANMERKUNG 1: In der Bauakustik ist auch die Bezugs-
Empfangsraum übertragene Schalleistung aus der schnelle von 5 × 10–8 m/s in Gebrauch. Deshalb
Summe folgender Komponenten besteht: sollte die in Gleichung (C.1) verwendete Bezugs-
WDd die Schalleistung, die direkt von der Trennwand schnelle immer angegeben werden.
aufgenommen worden ist und von ihr direkt abge- Der verwendete Schwingungsaufnehmer sollte fest an
strahlt wird; der Oberfläche befestigt werden, und seine Masseimpe-
WDf die Schalleistung, die direkt von der Trennwand danz sollte gegenüber der Punktimpedanz der Oberflä-
aufgenommen worden ist, jedoch von flankieren- che ausreichend gering sein.
den Bauwerksteilen abgestrahlt wird; Wenn die Koinzidenz-Grenzfrequenz (niedrigste Koinzi-
WFd die Schalleistung, die von flankierenden Bau- denzfrequenz bei Schalleinstrahlung von 909) des Trenn-
werksteilen aufgenommen worden ist und von der bauteils oder der flankierenden Teile verglichen mit dem
Trennwand direkt abgestrahlt wird; interessierenden Frequenzbereich tief ist, kann die von
WFf die Schalleistung, die von flankierenden Bau- einem speziellen Element k mit der Fläche S k in den
werksteilen aufgenommen worden ist und von Empfangsraum abgestrahlte Leistung Wk abgeschätzt
ihnen abgestrahlt wird; werden durch:
WLeck die Schalleistung, die durch Undichtigkeiten, Lüf- Wk = r cS k v 2k s k (C.2)
tungskanäle usw. (als Luftschall) übertragen wird.
Wenn die Flankenübertragung untersucht werden muß, kann Dabei ist:
dies auf einem der folgenden Wege durchgeführt werden: v 2k der räumliche Mittelwert des mittleren Quadrates
a) Durch Abdecken des Trennbauteils auf beiden Seiten der senkrechten Komponente der Oberflächen-
mit zusätzlichen biegeweichen Schichten, z. B. 13-mm- schnelle;
Gipsplatten auf einem separaten Rahmen in einem sk der Abstrahlgrad, ein Zahlenwert von etwa 1 ober-
Abstand, der zu einer Resonanzfrequenz des halb der Koinzidenz-Grenzfrequenz;
Systems Schicht-Luftraum führt, die weit unterhalb rc die Kennimpedanz von Luft.
des interessierenden Frequenzbereiches liegt. Der
Luftraum sollte mit schallabsorbierendem Material Wird z. B. die von den flankierenden Bauteilen abge-
gefüllt sein. Mit dieser Messung werden WDd, WDf und strahlte Leistung auf diese Weise bestimmt, kann die
WFd unterdrückt, und das gemessene Bau-Schall- Messung für die Berechnung des Bau-Schalldämm-
dämm-Maß wird durch WFf bestimmt. Zusätzliche Maßes verwendet werden:
biegeweiche Schichten, die spezielle flankierende
Oberflächen abdecken, erlauben die Identifikation der
Hauptflankenwege.
R q Df + Ff = 10 lg ŒW W1
Df + W Ff › dB (C.3)

b) Durch Messen der mittleren Schnellepegel auf dem


Trennbauteil und auf den flankierenden Oberflächen ANMERKUNG 2: Die Flankenübertragung kann unter Ver-
im Empfangsraum. Der mittlere Oberflächenschnelle- wendung des Intensitätsmeßverfahrens direkt gemes-
pegel L v des Trennbauteils ist gegeben durch: sen werden, wenn verschiedene spezielle Bedingun-
gen zur Erzielung zuverlässiger Ergebnisse mit
L v = 10 lg Πv 21 + v 22 + . . . + v 2n
n · v 20 › dB (C.1)
diesem Verfahren erfüllt werden. Solange keine Ver-
weisung auf eine Norm für dieses Verfahren möglich
ist, sollte dies im Prüfbericht angegeben werden.
Dabei ist:
v1, v2, . . ., vn die Effektivwerte der zur Oberfläche
senkrechten Komponenten der Ober-
flächenschnelle an n unterschied-
lichen Positionen des Trennbauteils;
v0 die Bezugsschnelle 1) (v 0 = 10–9 m/s). 1)
Siehe ISO 1683 : 1983
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EN ISO 140-4 : 1998

Anhang D (informativ)
Anleitung für Messungen in den unteren Frequenzbändern

D.1 Allgemeines D.3 Abtastung des Schallfeldes


In den unteren Frequenzbändern (im allgemeinen unter- Zur Erzielung eines zuverlässigen räumlichen Mittelwer-
halb etwa 400 Hz und speziell unterhalb von 100 Hz) kön- tes der Schalldruckpegel muß die Anzahl der Mikrofonpo-
nen die Bedingungen eines diffusen Schallfeldes in den sitionen erhöht werden. Die Mikrofonpositionen sollten
Prüfräumen nicht erwartet werden, speziell dann nicht, gleichmäßig über das zulässige Raumvolumen verteilt
wenn die Raumvolumina nur 50 m3 oder sogar weniger werden. Bei Verwendung eines bewegten Mikrofons soll-
betragen. Die allgemeine Anforderung, daß die Raum- ten alle Teile des zulässigen Raumvolumens gleichmäßig
abmessungen mindestens eine Wellenlänge betragen abgetastet werden. Bei sehr tiefen Frequenzen, bei denen
sollten, kann für die tiefsten Bänder nicht erfüllt werden. die Raummaße in den Bereich einer halben Wellenlänge
Die kleine Anzahl der Eigenfrequenzen des Raumes in gelangen, findet man extrem niedrige Schalldruckwerte
den Frequenzbändern sind der Grund für die Ausbildung im Mittelteil des Raumes. Deshalb müssen auch außer-
stehender Wellen im gesamten Raum. halb dieses Bereiches geeignete Mikrofonpositionen
Die Erregung der Eigenschwingungen des Raumes ist angeordnet werden.
stark von den Schallquellenorten abhängig. Das Schall-
dämm-Maß ändert sich, je nachdem, welche Eigen-
schwingungen des Raumes angeregt werden. Selbst
wenn die Wiederholpräzision bei tiefen Frequenzen nicht D.4 Lautsprecherpositionen
schlecht ist, kann die Vergleichspräzision sehr schlecht
sein. Mangelnde Diffusität in kleinen Räumen bei Messungen
bei tiefen Frequenzen kann teilweise durch das Anregen
Um die Streuung der Meßergebnisse zu verringern, ist verschiedener Schallfelder nacheinander und Mittelwert-
zusätzlicher Aufwand hinsichtlich der Anregung und der bildung der Ergebnisse kompensiert werden. Deshalb
Abtastung des Schallfeldes in den Räumen und bezüglich muß die Anzahl der Lautsprecherpositionen erhöht wer-
der speziellen Anforderungen, denen die Räume zu den, die Mindestanzahl sollte drei sein.
genügen haben, notwendig.
In Räumen mit kleinem Volumen und ungünstigen Maßen
ist es nicht immer möglich, zuverlässige Ergebnisse von
Messungen bei tiefen Frequenzen zu erhalten. Es sollte
mindestens eine Raumabmessung einer Wellenlänge und
D.5 Mittelungszeit
eine weitere mindestens einer halben Wellenlänge der Infolge der geringeren Bandbreite der Filter und der
tiefsten Bandmittenfrequenz entsprechen, und es sollte geringen Überlappung der Moden sollten die Mittelungs-
Raum vorhanden sein, die Schallquelle und die Mikrofone zeiten für Messungen im 50-Hz-Band auf mindestens
nach den Anforderungen zu positionieren. 15 s erhöht werden (etwa das Dreifache verglichen mit
den Anforderungen an Messungen bei 100 Hz). Bei Ver-
wendung eines bewegten Mikrofons sollte die Mittelungs-
D.2 Mindestabstände zeit mindestens 60 s betragen.

Zu den Raumbegrenzungen hin wird unterhalb eines


Abstandes von etwa einem Viertel einer Wellenlänge eine
starke Schalldruckpegelerhöhung gemessen. Die Min-
destabstände (siehe 6.3.2) sind linear zu erhöhen und für
D.6 Nachhallzeit
Messungen im 50-Hz-Band zu verdoppeln. Für den Bei sehr tiefen Frequenzen neigen Prüfräume zu sehr
Abstand zwischen den Mikrofonpositionen und den langen Nachhallzeiten. Dies muß durch Verbesserung der
Raumbegrenzungen sollten etwa 1,2 m die untere Grenze Überlappung der Moden vermieden werden, um die
sein. Dies gilt auch für die Abstände zwischen Mikrofon- Dominanz einzelner Eigenschwingungen im Raum zu
positionen und der Oberfläche des Trennbauteils. verringern. Absorber sollten im Raum gut verteilt sein.

Anhang E (informativ)
Vordrucke für die Darstellung der Ergebnisse
Dieser Anhang zeigt Beispiele für die Darstellung der Prüfergebnisse von Messungen der Luftschalldämmung zwischen
Räumen in Gebäuden (in Terz- und Oktavbändern).
Die Bezugskurven in den Diagrammvorlagen sind ISO 717-1 entnommen. Die neueste Fassung dieser Norm wird ange-
wendet. Die Darstellung sollte ergänzt oder zumindest durch die verschobenen Bezugskurven entsprechend dem in
ISO 717-1 festgelegten Verfahren ersetzt werden.
Seite 10
EN ISO 140-4 : 1998

Norm-Schallpegeldifferenz nach ISO 140-4


Messung der Luftschalldämmung zwischen Räumen in Gebäuden
Auftraggeber: Prüfdatum:
Beschreibung von Aufbau und Lage des Trennbauteils und der Prüfanordnung,
Meßrichtung:

der Frequenzbereich entsprechend der Kurve


Volumen des Senderaumes: m3 der Bezugswerte (ISO 717-1)
Volumen des Empfangsraumes: m3

Frequenz Dn
f Terz
Hz dB

50
63
80

100
125
160

200
250
315

400
500
630

800
1 000
1 250

1 600
2 000
2 500

3 150
4 000
5 000

Bewertung nach ISO 717-1:


Dn, w (C; C tr ) = ( ; ) dB C 50-3150 = dB; C 50-5000 = dB; C 100-5000 = dB
Die Ermittlung basiert auf Gebäude-Messungen, C tr 50-3150 = dB; C tr 50-5000 = dB; C tr 100-5000 = dB
die in Terzbändern gewonnen wurden.

Nr. des Prüfberichtes: Name des Prüfinstituts:

Datum: Unterschrift:
Seite 11
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Norm-Schallpegeldifferenz nach ISO 140-4


Messung der Luftschalldämmung zwischen Räumen in Gebäuden
Auftraggeber: Prüfdatum:
Beschreibung von Aufbau und Lage des Trennbauteils und der Prüfanordnung,
Meßrichtung:

der Frequenzbereich entsprechend der Kurve


Volumen des Senderaumes: m3 der Bezugswerte (ISO 717-1)
Volumen des Empfangsraumes: m3

Frequenz Dn
f Oktav
Hz dB

63

125

250

500

1 000

2 000

4 000

Bewertung nach ISO 717-1:


Dn, w (C; C tr ) = ( ; ) dB C 63-2000 = dB; C 63-4000 = dB; C 125-4000 = dB
Die Ermittlung basiert auf Gebäude-Messungen, C tr 63-2000 = dB; C tr 63-4000 = dB; C tr 125-4000 = dB
die in Oktavbändern gewonnen wurden.

Nr. des Prüfberichtes: Name des Prüfinstituts:

Datum: Unterschrift:
Seite 12
EN ISO 140-4 : 1998

Standard-Schallpegeldifferenz nach ISO 140-4


Messung der Luftschalldämmung zwischen Räumen in Gebäuden
Auftraggeber: Prüfdatum:
Beschreibung von Aufbau und Lage des Trennbauteils und der Prüfanordnung,
Meßrichtung:

der Frequenzbereich entsprechend der Kurve


Volumen des Senderaumes: m3 der Bezugswerte (ISO 717-1)
Volumen des Empfangsraumes: m3

Frequenz D nT
f Terz
Hz dB

50
63
80

100
125
160

200
250
315

400
500
630

800
1 000
1 250

1 600
2 000
2 500

3 150
4 000
5 000

Bewertung nach ISO 717-1:


DnT, w (C; C tr ) = ( ; ) dB C 50-3150 = dB; C 50-5000 = dB; C 100-5000 = dB
Die Ermittlung basiert auf Gebäude-Messungen, C tr 50-3150 = dB; C tr 50-5000 = dB; C tr 100-5000 = dB
die in Terzbändern gewonnen wurden.

Nr. des Prüfberichtes: Name des Prüfinstituts:

Datum: Unterschrift:
Seite 13
EN ISO 140-4 : 1998

Standard-Schallpegeldifferenz nach ISO 140-4


Messung der Luftschalldämmung zwischen Räumen in Gebäuden
Auftraggeber: Prüfdatum:
Beschreibung von Aufbau und Lage des Trennbauteils und der Prüfanordnung,
Meßrichtung:

der Frequenzbereich entsprechend der Kurve


Volumen des Senderaumes: m3 der Bezugswerte (ISO 717-1)
Volumen des Empfangsraumes: m3

Frequenz D nT
f Oktav
Hz dB

63

125

250

500

1 000

2 000

4 000

Bewertung nach ISO 717-1:


DnT, w (C; C tr ) = ( ; ) dB C 63-2000 = dB; C 63-4000 = dB; C 125-4000 = dB
Die Ermittlung basiert auf Gebäude-Messungen, C tr 63-2000 = dB; C tr 63-4000 = dB; C tr 125-4000 = dB
die in Oktavbändern gewonnen wurden.

Nr. des Prüfberichtes: Name des Prüfinstituts:

Datum: Unterschrift:
Seite 14
EN ISO 140-4 : 1998

Bau-Schalldämm-Maß nach ISO 140-4


Messung der Luftschalldämmung zwischen Räumen in Gebäuden
Auftraggeber: Prüfdatum:
Beschreibung von Aufbau und Lage des Trennbauteils und der Prüfanordnung,
Meßrichtung:

Fläche S des Trennbauteils: m2 der Frequenzbereich entsprechend der Kurve


Volumen des Senderaumes: m3 der Bezugswerte (ISO 717-1)
Volumen des Empfangsraumes: m3

Frequenz Rq
f Terz
Hz dB

50
63
80

100
125
160

200
250
315

400
500
630

800
1 000
1 250

1 600
2 000
2 500

3 150
4 000
5 000

Bewertung nach ISO 717-1:


R qw (C; C tr ) = ( ; ) dB C 50-3150 = dB; C 50-5000 = dB; C 100-5000 = dB
Die Ermittlung basiert auf Gebäude-Messungen, C tr, 50-3150 = dB; C tr, 50-5000 = dB; C tr, 100-5000 = dB
die in Terzbändern gewonnen wurden.

Nr. des Prüfberichtes: Name des Prüfinstituts:

Datum: Unterschrift:
Seite 15
EN ISO 140-4 : 1998

Bau-Schalldämm-Maß nach ISO 140-4


Messung der Luftschalldämmung zwischen Räumen in Gebäuden
Auftraggeber: Prüfdatum:
Beschreibung von Aufbau und Lage des Trennbauteils und der Prüfanordnung,
Meßrichtung:

Fläche S des Trennbauteils: m2 der Frequenzbereich entsprechend der Kurve


Volumen des Senderaumes: m3 der Bezugswerte (ISO 717-1)
Volumen des Empfangraumes: m3

Frequenz Rq
f Oktav
Hz dB

63

125

250

500

1 000

2 000

4 000

Bewertung nach ISO 717-1:


R qw (C; C tr ) = ( ; ) dB C 63-2000 = dB; C 63-4000 = dB; C 125-4000 = dB
Die Ermittlung basiert auf Gebäude-Messungen, C tr 63-2000 = dB; C tr 63-4000 = dB; C tr 125-4000 = dB
die in Oktavbändern gewonnen wurden.

Nr. des Prüfberichtes: Name des Prüfinstituts:

Datum: Unterschrift:
Seite 16
EN ISO 140-4 : 1998

Anhang F (informativ)
Literaturhinweise
[1] ISO 140-5 : 1998 Acoustics — Measurement of sound insulation in buildings and of building elements — Part 5:
Field measurements of airborne sound insulation of facade elements and facades
[2] ISO 1683 : 1983 Acoustics — Preferred reference quantities for acoustics levels
[3] OIML R 58 : 1984 Sound level meter 2)
[4] OIML R 88 : 1989 Integrating-averaging sound level meters 2)

Anhang ZA (normativ)
Normative Verweisungen auf internationale Publikationen mit ihren entsprechenden
europäischen Publikationen
Diese Europäische Norm enthält durch datierte oder undatierte Verweisungen Festlegungen aus anderen Publikationen.
Diese normativen Verweisungen sind an den jeweiligen Stellen im Text zitiert, und die Publikationen sind nachstehend
aufgeführt. Bei datierten Verweisungen gehören spätere Änderungen oder Überarbeitungen dieser Publikationen nur zu
dieser Europäischen Norm, falls sie durch Änderung oder Überarbeitung eingearbeitet sind. Bei undatierten Verweisungen
gilt die letzte Ausgabe der in Bezug genommenen Publikation.

Publikation Jahr Titel EN Jahr

ISO 140-2 1991 Acoustics — Measurement of sound insulation in buildings and EN 20140-2 1993
of building elements — Part 2: Determination, verification and
application of precision data
ISO 140-3 1995 Acoustics — Measurement of sound insulation in buildings and EN ISO 140-3 1995
of building elements — Part 3: Laboratory measurements of
airborne sound insulation of building elements
ISO 354 1985 Acoustics — Measurement of sound absorption in a reverberation EN ISO 354 1993
room
ISO 717-1 1996 Acoustics — Rating of sound insulation in buildings and of EN ISO 717-1 1996
building elements — Part 1: Airborne sound insulation

2)
Diese Dokumente können bezogen werden von: Organisation internationale de métrologie légale, 11 rue Turgot,
75009 Paris, France

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