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BWL-Vorlesung vom 30. Juni 2011 & 05. Juli 2011 & 6. Juli 2011

Übungsaufgaben (7)

Aufgabe 1)

Die Verhaltensforschung unterscheidet die folgenden Kaufentscheidungsprozesse:

impulsiv, habitualisiert, extensiv und limitiert. Welche Kaufentscheidungsprozesstypen liegen in den Beispielen vor?

a) Sie gehen über den Weihnachtsmarkt und suchen nach einem Christbaum. Nachdem Sie bei drei Anbietern waren, entscheiden Sie sich für den ersten, da Sie keinen Unterschied zwischen den Bäumen erkennen können.

b) Beim Besuch des Oktoberfestes kaufen Sie sich im Überschwang der Gefühle einen Hut in Form eines Bierkruges.

c) Beim Besuch eines Kaufhauses, in dem sie eigentlich „nur mal gucken“ wollten, kaufen Sie sich aufgrund eines Sonderangebotes neue Laufschuhe.

d) Mit ihrem Lebenspartner sind Sie auf der Suche nach Trauringen. Im 12. Juweliergeschäft werden Sie schließlich fündig.

e) Bei Ihren wöchentlichen Einkäufen erstehen Sie immer die Mettwurst, die Sie schon als Kind gerne gegessen haben.

f) Auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für Ihren Vater während der Mittagspause werden Sie glücklicherweise schon im zweiten Geschäft fündig.

Lösung:

Fall

impulsiv

habitualisiert

extensiv

limitiert

a)

     

X

b)

X

     

c)

X

     

d)

   

X

 

e)

 

X

   

f)

     

X

 

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Aufgabe 2)

Im Rahmen der Produktpolitik werden Grund- und Zusatznutzen unterschieden. Stellen Sie für die folgenden Produkte jeweils den Grund- und mögliche Zusatznutzen dar:

a) Rasenmäher

b) Wintermantel

c) Badezusatz

d) Couch

Lösung:

Produkt

Grundnutzen

Zusatznutzen

Rasenmäher

Rasen mähen

Automobilität, Bedienungs- freundlichkeit, Energiever- brauch

Wintermantel

Kälteschutz, Tragekomfort, modisch

modisch, Wasserabweis- end, Individuell, leicht

Badezusatz

Sauberkeit

Entspannung, Duft, Pflege, Erotik

Couch

bequemes sitzen

Still

Aufgabe 3)

Welche absatzpolitischen Instrumente können in den einzelnen Phasen des Produktlebenszykluses sinnvoll eingesetzt werden?

Lösung:

Phase

absatzpolitische Instrumente

Einführungsphase

Einführungswerbung, Preispolitik, Aufbau eines Vertriebs- netzes,

Wachstumsphase

Massenwerbung, Erweiterung des Vertriebsnetzes,

Reifephase

Preispolitik (z. B. Rabatte), Kundenbindende Maß- nahmen, Abwehr von Wettbewerbern

Sättigungsphase

leichte Variation des Produkts, Sonderverkauf,

Degenerationsphase

Relaunch (Wiederbelebung), Abschöpfung vom Deckungs- beiträgen (db = p - k v , DB = U - K v )*

* db = Deckungsbeitrag pro Stück, p = Preis pro Stück, k v = variable Stückkosten, DB = Gesamtdeckungsbeitrag, U = Gesamtumsatz, K v = Gesamte variable Kosten)

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Aufgabe 4)

Ein Anbieter auf einem Monopolmarkt kennt das Prohibitivpreis (p = 8,40 ) und die Sättigungsmenge (m = 42) seiner Produkte. Außerdem ist ihm bekannt, dass die Preis- Absatz-Funktion linear verläuft. Die variablen Kosten seiner Produkte betragen 0,33 pro Stück, Fixkosten fallen in Höhe von 24 an.

Lösung:

Preisabsatzfunktion

9 6,75 a 4,5 2,25 0 42 p(x) = a + b ! x a
9
6,75
a
4,5
2,25
0
42
p(x) = a + b ! x
a = 8,40
x = 42
8,40
1
0 = 8,40 + b ! 42
"
b = -
= -
= - 0,2
42 5

" p(x) = 8,40 - 0,2 ! x

G = U - K

U = p ! x U = 8,40 ! x - 0,2 ! x 2

K(x) = 0,33 ! x + 24

G' = 0

U' = 8,40 - 0,4 ! x

K' = 0,33

8,40 - 0,4 ! x = 0,33 x = 20,175 (! 21) " (In U und K einsetzen und dann G = U - K)

G max = 57,41

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Aufgabe 5)

Sie betreiben ein kleines Handelsgeschäft und kaufen Gartenstühle aus China zum Preis von 16 pro Stuhl ein , die Sie dann für 24 pro Stuhl weiter verkaufen. Die fixen Kosten für Miete und ihr Gehalt betragen 40.000 jährlich.

Wie viele Stühle müssen Sie pro Jahr verkaufen, um Gewinn zu erwirtschaften? Wie hoch ist die gewinnmaximale Ausbringungsmenge?

Lösung:

 

G = 0

!

U = K 24 ! " x = 16 ! / Stück " x + 40.000 ! x = 5.000 Stück

oder:

p = 24 !

 

k v = 16 !

#

db = p - k v = 24 ! - 16 ! = 8 !

 

K f

40.000 !

x BE =

=

8 ! /

Stück = 5.000 Stück

 

db

Aufgabe 6)

Gegeben sei eine lineare Preis-Absatzfunktion der Form p = a - b*x. Die Preiselastizität an der Stelle p = 3000 und x = 500 beträgt -3. Wie hoch sind demnach Sättigungsmenge und Prohibitivpreis?

Lösung:

Preisabsatzfunktion

und x = 500 beträgt -3. Wie hoch sind demnach Sättigungsmenge und Prohibitivpreis? Lösung: Preisabsatzfunktion 4

4

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p = a - b ! x

#

%

%

%

Preiselastizität $

%

%

%
&

Aufgabe 7)

Bogen = ! =

Punkt = ! =

"x

x

"p

p

dx

dp

!

!

p

x

p

x

Ein Freund von Ihnen handelt mit selbst angebauten Pflanzen, die er auf dem Wochenmarkt verkauft. Bei einem Preis von 7 verkauft er wöchentlich 300 Stück. Die Herstellungskosten pro Stück betragen 3 . Sonst fallen keine Kosten an. Sie sind der Meinung das er mehr Geld verdienen könne, wenn er ihr Wissen um die Berechnung der gewinnmaximalen Menge berücksichtigen würde.

Ihr Freund ist allerdings skeptisch und meint, dass bei einer Preiserhöhung um 1 % der Absatz an Pflanzen um 2,33 % zurück gehen würde. Und wenn er mehr als 10 verlangen würde, kauft niemand mehr Pflanzen bei ihm.

Können Sie ihrem Freund helfen den Gewinn zu maximieren?

a

Prohibitivpreis = 10

! = -2,33 =

dx

d

! p

x

10 7,5 5 2,5 0
10
7,5
5
2,5
0

5

x

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a = 10

7 = 10 + 300b

p(x) = a - b ! x

dp

dx

= -b

"

dp

dx

= -

1

b

- 2,33 =

1

!

7

b 300

"

b = 0,01

" p(x) = 10 - 0,01 ! x

U = p ! x

U = 10 ! x ! 0,01 ! x 2

K = 3 ! x (siehe Angabe)

U' = K' 10 ! 0,02 ! x = 3

"

x = 350

p = 6,50

G = U (350) - K (350) = 1.225

Aufgabe 8)

350 300
350
300

Ein Unternehmen vertreibt 4 Produkte. Die Kalkulation erfolgt nach der Vollkostenrechnung, d. h. die Stückkosten beinhalten sowohl fixe als auch variable Kosten. Der Einfachheit halber wurden die fixen Kosten (gesamt 12 Mio. Euro) gleichmäßig auf die abgesetzten Produkte verteilt. Folgende Daten sind bekannt:

   

Preis

k

variable

k

fixe

 

Produkt

Menge

(Stück)

(Stück)

(Stück)

Stückkosten

 

A Mio

1

10

 

9

3

12

 

B Mio

1

20

 

22

3

25

 

C Mio

1

8

 

2

3

5

 

D Mio

1

24

 

14

3

17

Sollte das Unternehmen bestimmte Produkte aus dem Sortiment eliminieren, um ggf. einen größeren Gewinn zu erzielen? Welche Produkte sollten eliminiert werden und welche Auswirkung ergäben sich?

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Lösung:

   

Produkt

 

A

B

C

D

db

1

-2

6

10

DB

1.000.000

-2.000.000

6.000.000

10.000.000

DB gesamt

 

15.000.000

 

K

fix

3.000.000

3.000.000

3.000.000

3.000.000

Gewinn

-2.000.000

-5.000.000

3.000.000

7.000.000

Gewinn gesamt

 

15.000.000 - 12.000.000 = 3.000.000

 

=> Produkt B wird eliminiert und Produkt A bleibt im Sortiment aufgrund des positiven Deckungsbeitrages.

Aufgabe 9)

!!! NICHT VORHANDEN !!!

Aufgabe 10)

Sie sind Mitarbeiter einer Werbeagentur und erhalten von einem Reisebüro den Auftrag für die folgenden Angebote die Zielgruppe zu spezifizieren, deren Motive darzustellen und darauf aufbauen einen Slogan zu kreieren:

a) Schiffreise in die Karibik (Dezember bis Februar) 14 Tage ab Southhampton auf einem Luxusliner zum Preis von 20.800 .

b) Flugreise nach Ibiza (Mai bis Oktober) 14 Tage Halbpension, Preis ab 1.500 .

c) Flugreise nach Mallorca ( November bis März) 1 Monat Vollpension ab 1.900 , monatliche Verlängerung für jeweils 1.200 möglich.

d) Kreuzfahrt entlang der Côte d‘Azur und der italienischen Riveria (Mai bis Juni), 18 Tage auf dem Schiff mit täglich wechselnden Häfen, Preis ab 4.500 .

e) Flug nach Griechenland, von dort Reise per Schiff und Bus nach Athen, Mykena und Troja mit Begleitung. Im Angebot sind Seminare und Diavorträge enthalten. 14 Tage ab 6.000 .

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Lösung:

Angebot

Zielgruppe

Motiv

Slogan

a)

wohlhabende Rentner,

„Ausbrechen“ aus dem Alltag, jedoch im ge- wohnten Umfeld

„Stillgerecht in die Karibik“, „Reisen mit Still“,

b)

Single mit mittleren Ein- kommen zwischen 20 und 35

Abwechslung

„Sonne und Mehr!“

c)

Rentner

Entspannung, Erholung, Kultur kennen lernen, besseres Wetter

„Das haben Sie sich verdient!“

d)

Ehepaar mittleren Alters (Reise ohne Kinder)

Prestige nach außen tragen, wenige freie Zeit im Jahr nutzen

„Luxus pur!“, Werbeslogan mit Still und Geschmack

e)

Bildungshungrige Menschen, Geschichtslehrer, -dozenten

?

?ixdz

Aufgabe 11)

Im Rahmen der Vertriebsplanung ist die Vertriebsleiterin unschlüssig, ob sie einen Reisenden einsetzen oder einen freien Handelsvertreter beauftragen soll. Die Reisende würde fest angestellt werden und 90.000 Bruttogehalt verdienen. Lohnnebenkosten fielen in Höhe von 30.000 an zzgl. Reisekosten in Höhe von 40.000 . Ab einer Verkaufsmenge von 500 erhält der Reisende 100 Provision pro verkaufte Einheit.

Der Handelsvertreter erhält hingegen 300 Provision pro Stück und das Unternehmen beteiligt sich mit 40.000 an den Fahrt- und Telefonkosten.

Lösung:

Reisender Handelsvertreter
Reisender
Handelsvertreter

500

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K Handelsvertreter = 300 ! x + 40.000

K Reisender = 160.000

für x < 500

K Reisender = 100 ! x + (160.000 - 50.000 ) = 100 ! x + 110.000

K Handelsvertreter = K Reisender

für x > 500

300 /Stück ! x + 40.000 = 100 /Stück ! x + 110.000

x = 400 Stück

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