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Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG

Wegleitung zur UVG-Lohnsummendeklaration


Ausgabe 2016

Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) verpflichtet alle 2 AHV-pflichtige Lohnsumme aller Arbeitnehmer
Versicherer zur Führung verschiedener Statistiken. Aus diesem Grund
muss die alljährliche Lohnsummendeklaration von Ihnen recht detailliert Es sind die gesamten AHV-pflichtigen Löhne des Personals zu deklarie-
ausgefüllt werden. ren, wie sie der AHV-Ausgleichskasse für die Berechnung des AHV-
Mit dieser «Wegleitung» möchten wir Ihnen zeigen, welche Angaben die Beitrages anzugeben sind. Zu beachten sind dabei die Hinweise gemäss
Lohnsummendeklaration, die Sie uns bitte ausgefüllt, datiert und unter- Ziff. 1.1-1.6 sowie die nachstehenden, in Bezug auf die AHV-pflichtige
zeichnet zurücksenden wollen, beinhaltet. Lohnsumme gültigen Besonderheiten.
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Die Allianz Suisse empfängt auch Lohndaten, welche durch eine swissdec Für mitarbeitende Familienmitglieder, Gesellschafter, Aktionäre und
zertifizierte Lohnbuchhaltung aufbereitet wurden. Damit die Personendaten Genossenschafter ist der berufs- und ortsübliche Verdienst zu dekla-
direkt verarbeitet werden können, müssen diese anhand des Versiche- rieren, sofern dieser das in der Lohnbuchhaltung ausgewiesene AHV-
rungsprofils erfasst sein. Bei Fragen zum Lohnstandard-CH (ELM) gibt pflichtige Gehalt übersteigt;
swissdec@allianz-suisse.ch Auskunft. _
Familienzulagen, die als Kinder-, Ausbildungs- oder Haushaltzulagen
gewährt werden, gelten zwar als versicherter Verdienst, sind jedoch
1 Allgemeine Hinweise weder AHV- noch UVG-prämienpflichtig. Solche Zulagen sowie Tag-
gelder der IV und der Militärversicherung sowie Entschädigungen der
1.1 Obligatorisch gemäss UVG versichert sind sämtliche im Betrieb EO, einschliesslich Mutterschaftsentschädigung, sind in der Deklara-
beschäftigten Arbeitnehmer, welche eine unselbständige Erwerbs- tion nicht aufzuführen.
tätigkeit im Sinne der Gesetzgebung über die AHV ausüben, ein-
schliesslich der Heimarbeiter, Lehrlinge, Praktikanten und Volontä- 3 Nicht AHV-pflichtige Lohnsumme von Personen mit geringfügigem
re. Die Prämie für die gesetzliche Unfallversicherung wird aufgrund Lohn, Lehrlingen, anderen Jugendlichen und AHV-Rentnern
der Gehälter für dieses Personal erhoben.
Nicht versichert sind Arbeitnehmer, welche aufgrund der Bestim- Die Unfallversicherung gemäss UVG erstreckt sich auch auf Personen, auf
mungen über die Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und deren Verdienst keine AHV-Beiträge entrichtet werden müssen. Es sind
den EU-Staaten (bilaterale Abkommen) nicht dem schweizerischen dies
Sozialversicherungssystem unterstehen und keine besondere Ver- _
Arbeitnehmer, welche einen geringfügigen Lohn im Sinne der AHV-
einbarung getroffen wurde. Gesetzgebung erzielen;
1.2 Im Betrieb mitarbeitende Familienmitglieder des Betriebsinhabers _
Lehrlinge, Praktikanten, Volontäre und Schnupperlehrlinge bis zum
gelten ebenfalls als Arbeitnehmer gemäss Ziff. 1.1, sofern sie Ende des Kalenderjahres, in welchem sie das 17. Altersjahr vollendet
einen Barlohn beziehen und AHV-Beiträge entrichten. haben, sowie sonstige nicht AHV-pflichtige Jugendliche;
1.3 Bei Lehrlingen, die aufgrund eines Lehrvertrages beschäftigt wer- _
AHV-Rentner, im Maximum bis zum Betrag der AHV-Freigrenze von
den, muss in jedem Fall der effektive Verdienst deklariert werden. zurzeit CHF 16’800.- pro Jahr. Beträge über dieser Freigrenze sind
Hingegen ist für Praktikanten, Volontäre, zur Abklärung der gemäss Ziff. 2 zu deklarieren.
Berufswahl oder in Lehrwerkstätten tätige Personen ein Min- Für diese Personen sind die ausbezahlten Gehälter unter Vorbehalt von
d estlohn von CH F 81.20 pro Tag na ch vollendet em und Ziff. 1.3 Abs. 2 zu deklarieren.
CHF 40.60 pro Tag vor vollendetem 20. Altersjahr prämienpflichtig,
sofern der tatsächliche Verdienst nicht über diesen Ansätzen liegt.
4 AHV-pflichtige Lohnsumme, welche den Betrag von CHF 148’200.-
1.4 Folgende in Landwirtschaftsbetrieben mitarbeitende Personen pro Person und Jahr bzw. durchschnittlich CHF 406.- pro
sind in keinem Fall obligatorisch gemäss UVG versichert: die Ehe- Kalendertag übersteigt
frau des Betriebsleiters, seine Verwandten in auf- und absteigen-
der Linie und deren Ehefrauen sowie seine Schwiegersöhne, die Der für die obligatorische Unfallversicherung massgebende Höchstbetrag
voraussichtlich den Betrieb zur Selbstbewirtschaftung übernehmen des versicherten Verdienstes beläuft sich pro Person auf CHF 148’200.-
werden. An diese Personen ausbezahlte Gehälter sind daher nicht im Jahr bzw. CHF 406.- pro Kalendertag. Diejenigen Lohnanteile, welche
zu deklarieren. diese Limite übersteigen, sind demzufolge nicht prämienpflichtig und kön-
1.5 Mehrfachbeschäftigte nen bei der Lohnsummendeklaration in Abzug gebracht werden.
Für Personen, die durch mehrere Arbeitgeber entlöhnt werden, ist
d er Ver die nst insge samt nur b is zu m H öchst betra g von 5 AHV-pflichtige sowie nicht AHV-pflichtige Lohnsumme derjenigen
CHF 148’200 prämienpflichtig. Übersteigt der Gesamtverdienst die- Personen, welche weniger als 8 Stunden pro Woche im Betrieb
sen Höchstbetrag, so muss der einzelne Arbeitgeber pro Arbeits- beschäftigt sind
verhältnis nur denjenigen Anteil am Höchstbetrag deklarieren, der
seinem Anteil am Gesamtverdienst entspricht. Für Mitarbeiter, deren wöchentliche Arbeitszeit im Betrieb weniger als
1.6 Mitglieder von Verwaltungsräten sind für diese Tätigkeit nur 8 Stunden beträgt, erstreckt sich die gesetzliche Unfallversicherung nur
versichert und somit prämienpflichtig, sofern sie im Betrieb gleich- auf Berufsunfälle und Berufskrankheiten. Zur Berechnung der Prämie für
zeitig auch als Arbeitnehmer tätig sind. die Nichtberufsunfallversicherung werden ihre Gehälter deshalb nicht be-
rücksichtigt.

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