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Verflüssigung von Wasserstoff und Helium

O2, N2, CO, Ar, CH4 haben thermodynamisch ähnliche Eigenschaften


 Verflüssigung ähnlich wie Luft

Für H2 und He sind Modifikationen nötig Die Inversionstemperatur liegt


sehr tief  bei Raumtemperatur
ist JT-Effekt negativ, T steigt bei
Drosselung.

H2: T < 200 K nötig


He: T < 33 K nötig

muss schon am warmen Ende


des Wärmetauschers gelten, da
wie für Linde-Verfahren gezeigt
der gesamte JT-Effekt bereits am
warmen Ende auftritt.

 Vorkühlung des Gases (H2


mit lN2, He mit lH2) nötig

Die Vorkühlung kann durch Kopplung des Hauptwärmetauschers mit einem


Wärmebad und weiteren Gegenströmern erfolgen.
Wasserstoffverflüssigung

Bei Raumtemperatur liegt H2 zu 75% in der Ortho- und zu 25% in der Para-
Modifikation vor, bei ca. 25 K nur mehr als Parawasserstoff.

Da die Ortho-Modifikation energiereicher ist, führt die


Umwandlung zu großer Energiefreisetzung
(Umwandlungswärme: 700 kJ/kg, Verdampfungwärme
450 kJ/kg). Erfolgt diese erst bei tiefen Temperaturen
würden innerhalb 10 Tage 50% der Flüssigkeit
verdampfen.

Beim H2 – Verflüssiger muss daher ein Katalysator


(z.B. Fe-Oxid) vorgesehen werden der den Ortho-
Wasserstoff schon bei Raumtemperatur in Para-
Wasserstoff umwandelt.
Aus Sicherheitsgründen oft 2 Anlagen:
Eine Heliumanlage die die nötige Kälte erzeugt (dort
sind alle elektrischen Anschlüsse)
Eine Anlage die den zu verflüssigenden Wasserstoff
enthält
Transferkopplung

H2-He Wärmetauscher
Katalysator

H2-H2 Wärmetauscher

Flüssigkeitsgefäß
Helium - Verflüssigung

1934 schlug Kapitza vor He nur mit Stickstoffvorkühlung zu verflüssigen. Die nötige
Kältemenge wird in einem Claude – Prozess erzeugt. D.h. die Entspannung erfolgt
in einer Expansionsmaschine unter Leistung äußerer Arbeit.

Vor dem Zusatzkühler ist der Druck


bereits von 30 auf 17 bar gedrosselt.

1942 hat Meißner den Prozess


dahingehend optimiert, dass die
Druckabsenkung vor dem letzten
Wärmetauscher nicht nötig ist  exakter
Claude-Prozess
Expansionsmaschine:
Eintrittstemperatur ~26 K
Austrittstemperatur ~13 - 14 K

A, B, C, D Wärmetauscher

Kompressorleistung; 5.9 kg He/h auf 30 bar Gefäß für fl. Luft

Abkühlzeit: 2 h

Verflüssigungsleistung; 2 lHe/h

Expansionsmaschine
70 -100 min-1
eine unrunde Scheibe bewirkt,
dass der Expansionshub JT-Ventil
rascher als der Gegenhub
erfolgt
Sammelgefäß für lHe
Heliumanlage nach Kapitza
Ausführung Meißner
1947 Collins: He-Verflüssiger mit 2 Expansions-
maschinen auf 2 unterschiedlichen Temperatur-
niveaus  lN2 Vorkühlung kann entfallen

Expansionsmaschinen
Verflüssiger nach Collins
Koch Inc. USA

Expansionsmaschine
Expansionsmaschine 15  9 K
50  25 K
Kryopumpe
Tieftemperaturventil

JT-Ventil Ventilkammer
Hauptwärmetauscher
Reiniger (300 – 4.3 K)

Stickstoffabblasung
Aktivkohlefilter
He-Verflüssiger der Fa. Sulzer (CH)

Al-Platten-Rippenwärmetauscher
Ausbau der
Wärmetauscher
Heliumverflüssiger

Linde Kryotechnik

Verflüssigungsleistung:

50 l/h ohne lN2-Vorkühlung


67 l/h mit lN2-Vorkühlung

Reiniger:
Standardverunreinigung: <2%
Max. Verunreinigung: 5%
lN2 Vorkühlung Expansionsturbinen
Verflüssigung

Wärmetauscher

Reiniger

Benutzerversammlung 17.06.2010
JT-Ventil

Ejektor
Ejektor
Compressor
p1 pS HD-Gasstrom wird mit kaltem, vom Dewar
rückströmendem ND-Gas gemischt

Prinzip ist ähnlich wie bei Wasserstrahlpumpe


P.C.

Ejektor besteht aus 2 Lavaldüsen


m1

m1
  Die 2. Düse wird mit Überschallgeschwindigkeit
angeströmt
m1
m2

E.E.   
p1 p2,T2
m2

p3

m2

 JT
p3,T3

P.C. precooling
E.E. expansion ejector
Kontinuitätsgleichung:

v
A
 konst. v2 < v1
v v2 > v1 v1
p11 p2 < p1 p1
Bernoulligleichung: p2 > p1

v
2 2
p

  konst. konvergente Düse Diffusor

konvergente Düse:
pe
,
Ve
,
Te
,
He
Strömung sei reibungsfrei und adiabatisch
p 0H 0v 0
,
V0
,
T0

ve 1. Hauptsatz:
0

TeT 0
1 2

H
cp
T
cp
T0
1
 

2e
Ae   
   
 
p 0R
V0
cp


T0
1

 

1


pep 0

 
ve

p0
V0
2

1
     

1

1
  
TeT 0

pep 0


       
Adiabatengl.:     
 
Austrittsgeschwindigkeit
1 v
Kontinuitätsgleichung:   m e  Ae e
Ve Ve  m  A  2  p  A  p 2

1
V 0Ve

pep0
e e e 0 0 e e 0
RT0
 
Adiabatengleichung:   
 

1
pep0

pep0

 

1
    
  

1
     

e
   
    

Durchflussfunktion



verjüngende Düse

  A p* … Lavaldruck (hängt nur von κ ab)

 Ist maximal wenn p/p0 = p*/p0


p/p0 < p*/p0 ist nicht möglich wegen
m
A

p
2
     konst.
A
Ae Bei Ausströmen aus konvergenter Düse kann im
0 1 Endquerschnitt kein kleinerer als der Lavaldruck
pe/p0 p/p0 p* auftreten.
Die maximal erreichbare Geschwindigkeit in Ae ist die Schallgeschwindigkeit.
Diese wird erreicht, wenn p/p0 = p*/p0 ist.

Da die Geschwindigkeit nicht beliebig steigerbar ist (vmax = vs), ist auch der
Massenstrom begrenzt.

pu

pe

p
*
pu

pe

p
*
m

   

Pu .. Gegendruck

p
p0
p
*
p0

→ wichtig für die Auslegung von Sicherheitsventilen


p 


verjüngende Düse

  A
p0
nutzbar umgesetzte Energie

pe = p* Verlust A
Hahne IX.15
pu Ae
V p/p0
pe*/p0

p = p* - pu nutzbar mit Hilfe eines Diffusors

p p0

p p0
*
m

A
wegen     konst.     

 Lavaldüse
Lavaldüse

p0 p2
V0
Hahne IX.17 V2
T0 T2
v0 = 0 v2
pu

Für die Geschwindigkeit gilt wie für die konvergente Düse

1
p p0

 
v

p0
V0
2

1
     

1
  
    
 
Ist im engsten Querschnitt der Lavaldüse pe = p*, so tritt dort Schallgeschwindigkeit
auf. Da im Diffusor der Querschnitt zunimmt muss bei gegebenem p2/p0 gelten
v2
ve
*
vs
 

Im divergenten Teil der Laval-Düse tritt Überschallgeschwindigkeit auf, wenn im


engsten Querschnitt Schallgeschwindigkeit auftritt.
Das Verhältnis v2/ve* heißt Lavalzahl La2. Für Ausströmen von Luft in Vakuum ist
Lamax = 2.45.

Bei vollständiger Umwandlung von H0 in kinetische Energie für p2 = 0 ergibt sich


als theoretische Höchstgeschwindigkeit am Austritt der Laval-Düse nach dem 1.
Hauptsatz

H0

p0
V0

R
T0
2

2
 

1
  
 
Erfolgt die Ausströmung isentrop gilt

1
T 2T 0

p 2p 0


0
pu   
   
 
v2 > vs

T2
0
v
v
pe  
vs

Hahne IX.19 pu
Ejektor

Steiner S.61-62

m1 m1
c2 c
m0 c3
c0

m1
m0 c
c3
Impulssatz:       

m 1m0

1
c0

c2
,
c3


m0
c3

~
m0
c3

c 2c 3
     

1
    
2

0 

Energiegleichung für stationäre Strömung pro Masseneinheit:

c
2 2

H
1

1
    konst.

 Zusammenhang von Geschwindigkeit und Enthalpiegefälle

HE H , 2

H1 H4
H2 H
c2 c3

HE H c
2
Entspannung:     

2
    

K c

3
K c4
Kompression:

c


3
Molier - Diagramme
Idealisiert: verlustfreie Entspannung

p1
1
H

m0
 p4

m1
4
HE  p0
HK 0

2
S
m1 m1
H1 H
m0 H
H0

m1
m0
H4
Bilanz:       
m0
H4
H0

       
1

4
Molier - Diagramme
real: Verluste

p1 Irreversibilitäten
1

m0
H  p4
M 4‘

m1
HE  p0
HK
0
3‘

2‘

Verluste: Reibung  Entropiezunahme in Düse und Diffusor

Stöße  Erwärmung  3 verschiebt sich nach 3‘


Expansionsmaschinen
Hauptzweck ist die Kälteerzeugung und nicht wie sonst bei Expansion von
Wasserdampf die Erzeugung von mechanischer oder elektrischer Energie.
Vor der Entspannung müssen Gase von Verunreinigungen, die fest oder
flüssig werden können, befreit werden.

Bei Stickstoff: vor allem CO2 und H2O


Bei Helium: auch Luft und H2

Durch die lange Welle


kann die Dichtung in
Bereich relativ hoher
Temperatur verschoben
werden.
Hausen 9.13
Wichtig ist, dass nicht
zuviel Öl verwendet
wird, um das Eindringen
und Frieren in den
kalten Bereich zu
vermeiden.
Kolbenexpansionsmaschine nach Heylandt
Kolbenexpansionsmaschinen heute vielfach durch Expansionsturbine ersetzt

Zentripetalturbine hat höheren Wirkungsgrad als Zentrifugalturbine


Sternläufer:

Umdrehungen: 3000 – 150 000 min-1


Wirkungsgrad um 85% möglich
Massenstrom soll in weiten Bereichen geregelt werden können, da beim
Kaltfahren mehr Kälte nötig ist als im Beharrungszustand.

Außerdem soll Anlage auch im Teillastbetrieb gefahren werden können

z.B.: Regelung über Ventile


Besser bzgl. Wirkungsgrad sind schwenkbare Düsenblätter

 Leitschaufelregelung

Die mechanische Leistung übernimmt ein Bremsgebläse

Statt Ölschmierung heute Gaslagerung oder Magnetlagerung

Während des Betriebs ist das Laufrad freifliegend


Tieftemperatur-Expansionturbine mit
selbständigen Gaslagern

100 000 – 300 000 min-1


Hausen 9.18

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