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WARNER BROS. PICTURES präsentiert

eine HEYDAY FILMS Produktion

ein DAVID YATES Film

eine HEYDAY FILMS Produktion ein DAVID YATES Film DANIEL RADCLIFFE RUPERT GRINT EMMA WATSON mit HELENA

DANIEL RADCLIFFE RUPERT GRINT EMMA WATSON mit HELENA BONHAM CARTER ROBBIE COLTRANE WARWICK DAVIS RALPH FIENNES MICHAEL GAMBON JOHN HURT JASON ISAACS GARY OLDMAN ALAN RICKMAN MAGGIE SMITH DAVID THEWLIS JULIE WALTERS

Regie DAVID YATES Produzenten DAVID HEYMAN, DAVID BARRON, J.K. ROWLING Nach dem Roman von J.K. ROWLING Drehbuch STEVE KLOVES Executive Producer LIONEL WIGRAM Kamera EDUARDO SERRA, A.S.C., A.F.C. Produktionsdesign STUART CRAIG Schnitt MARK DAY Musik ALEXANDRE DESPLAT Kostümdesign JANY TEMIME

Deutscher Filmstart: 14. Juli 2011 im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany a division of Warner Bros. Entertainment GmbH www.harrypotter.de

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INHALT

„Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ ist das letzte Abenteuer in der Harry-Potter-Filmserie. Das mit Spannung erwartete Kinoereignis ist der zweite von zwei abendfüllenden Teilen. Im epischen Finale weitet sich der Kampf Gut gegen Böse in der Welt der Zauberer zu einem regelrechten Krieg aus. Niemals stand derart viel auf dem Spiel – niemand ist mehr sicher. Die entscheidende Auseinandersetzung mit Lord Voldemort scheint unausweichlich, und es sieht fast so aus, als ob Harry Potter sich opfern muss. Alles endet hier. In „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ übernehmen wieder Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson ihre Rollen als Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger. Zur Besetzung gehören außerdem Helena Bonham Carter, Robbie Coltrane, Warwick Davis, Tom Felton, Ralph Fiennes, Michael Gambon, Ciarán Hinds, John Hurt, Jason Isaacs, Matthew Lewis, Gary Oldman, Alan Rickman, Maggie Smith, David Thewlis, Julie Walters und Bonnie Wright. Regie führte David Yates, der bereits die Blockbuster „Harry Potter und der Orden des Phönix“, „Harry Potter und der Halbblutprinz“ sowie „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1“ inszeniert hat. David Heyman, Produzent aller Harry-Potter-Filme, produzierte den Film zusammen mit David Barron und J.K. Rowling. Steve Kloves schrieb das Drehbuch nach dem Buch von J.K. Rowling. Lionel Wigram war als Executive Producer beteiligt. Zum kreativen Team zählen Kameramann Eduardo Serra, Produktionsdesigner Stuart Craig, Cutter Mark Day, der für die visuellen Effekte verantwortliche Tim Burke, der für die Spezialeffekte zuständige John Richardson und Kostümdesignerin Jany Temime. Die Musik komponierte Alexandre Desplat. Warner Bros. Pictures präsentiert eine Heyday Films Produktion: „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“, die letzte Fortsetzung in dem erfolgreichsten Film-Franchise aller Zeiten. „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ ist der erste Harry-Potter-Film, der sowohl in 3D als auch in 2D in die Kinos kommt. Der Film startet am 14. Juli im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany, a division of Warner Bros. Entertainment GmbH.

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ÜBER DIE PRODUKTION

„Du bist ein Zauberer, Harry.“ Vor zehn Jahren standen diese fünf Worte am Anfang der außergewöhnlichen Kinoreise eines Jungen, der zum Synonym der Magie wurde: Harry Potter. Seitdem hat die gleichnamige Kinoserie Filmgeschichte geschrieben und das Leben der Darsteller aller Altersstufen sowie der Filmemacher auf den Kopf gestellt, die sich zum Ziel gesetzt haben, J.K. Rowlings siebenbändiges literarisches Meisterwerk auf die Leinwand zu bringen. Die Serie begann 2001 mit „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) und endet mit der zweiteiligen Filmfassung des letzten Bandes „Harry Potter and the Deathly Hallows“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes). Inzwischen ist sie die umsatzstärkste Franchise aller Zeiten und regt die Fantasie eines weltweiten Publikums an. Bücher und Filme sind fester Bestandteil unserer Kultur geworden und haben das globale Lexikon um Begriffe wie Muggel, Quidditch, Hogwarts und sogar Expelliarmus! erweitert. David Heyman, der 1997 das noch unveröffentlichte Harry-Potter-Manuskript entdeckte und alle Filme produziert hat, gesteht: „Als wir mit dem ersten Film begannen, hätte ich mir nie träumen lassen, wie das Publikum im Laufe der Jahre reagieren würde. Alle meine Vorstellungen wurden übertroffen. Also blicke ich jetzt sehr stolz zurück, und ich bin den Fans und vor allem Jo Rowling sehr dankbar.“ Die Filmserie war für alle Beteiligten ein beispielloses Unternehmen – keine andere Kinoserie hat je ihre Geschichten in einer Sequenz von acht abendfüllenden Spielfilmen mit immer denselben Hauptfiguren aufeinander aufgebaut. Dazu Produzent David Barron: „Das war wirklich einzigartig, hing aber auch voll und ganz von dem reichen Quellenmaterial ab – und das besteht natürlich aus den Büchern.“ Autorin und Produzentin J.K. Rowling stellt fest, dass der rote Faden der Geschichte sich aus ihrem klaren kreativen Konzept ergab. „Ich hatte eine absolut eindeutige Vorstellung davon, wie Harry sich entwickeln würde. Ich erzähle nur eine einzige Geschichte. Für mich war das auch der Schlüssel zur Verfilmung der Bücher: So und nicht anders musste das gemacht werden. Als ich David Heyman kennen lernte, hat er das vollkommen verstanden.“ Einen weiteren unschätzbaren Mitarbeiter fand Rowling in Drehbuchautor Steve Kloves, der die Filmfassungen zu sechs der sieben Bücher lieferte. „Steve hat die Bücher völlig verinnerlicht“, sagt sie. „Natürlich habe ich von vornherein akzeptiert, dass man bei der Übertragung der Buchseiten auf die Leinwand Änderungen vornehmen muss. Doch selbst die geänderten Szenen blieben dem Geist der Bücher immer verbunden.“ Dazu Kloves: „Wir hatten es mit einer zusammenhängenden, umfassenden Geschichte zu tun, zu der es bei Produktionsbeginn buchstäblich noch kein Ende gab, denn erst drei der Bücher waren damals veröffentlicht. Das ergab manchmal recht problematische Situationen, aber mein Instinkt hat mich nicht getäuscht. Doch wenn ich mal Hilfe brauchte, wurde ich von

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jemandem unterstützt, der mir immer verhältnismäßig vernünftige Ratschläge gegeben hat: Jo“, sagt er, ohne mit der Wimper zu zucken. „Ohne mir je direkte Anweisungen zu geben, stand sie mir jederzeit zur Verfügung und verstand es sehr gut, mich sanft in die richtige Richtung zu lenken. Unterm Strich hat sich vor allem ein Prinzip bestens bewährt: immer an den Figuren dranbleiben.“ Regisseur David Yates sagt: „Indem wir uns auf die Figuren konzentrieren, treten viele der Werte, die Jo ins Zentrum der Bücher stellt, auch in den Filmen in den Vordergrund: Treue, Liebe, Freundschaft und Verständnis als Gegensatz von Intoleranz und dem Bösen.“ „Auch die Macht der Liebe spielt in den Büchern und Filmen eine große Rolle“, fügt Rowling hinzu. „Im Laufe der Geschichte werden verschiedene Spielarten der Liebe thematisiert, wobei Freundschaft wohl die intensivste Form der Liebe darstellt, wie sie in den Filmen zum Ausdruck kommt.“ Die Freundesliebe wird vor allem durch Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger verkörpert. Sie werden von drei jungen Darstellern gespielt, die buchstäblich auf der Leinwand aufgewachsen sind: Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson. Radcliffe erzählt: „Ich versuche erst gar nicht aufzuzählen, was die Harry-Potter-Rolle für mich bedeutet hat. Aber ich kann sagen, dass ich mit der Chance, ihn zu spielen, niemals leichtfertig umgegangen bin. Es handelte sich immer um dieselbe Rolle, aber wie alle anderen hat auch Harry sich im Laufe der Jahre sehr verändert – als Schauspieler sehe ich daher jeden Film als eine Gelegenheit, etwas Neues einzubringen und weitere Fähigkeiten zu entwickeln.“ „Für mich ist es ein großes Privileg, Hermine zu spielen“, sagt Watson. „Sie dient den Mädchen als Vorbild, weil sie sich selbst immer treu bleibt. Sie ist sehr intelligent, unglaublich mutig, aber auch eine treue Freundin, die selbst in den kniffligsten Situationen einen klaren Kopf behält. Es war traumhaft, all diese Elemente ihrer Persönlichkeit in den Filmen ausdrücken zu können.“ „Mir ist klar, dass ich die Ron-Rolle vermissen werde, denn es gab Zeiten, in denen ich mich mehr mit ihm als sonst jemandem identifiziert habe“, lacht Grint. „Mir gefiel die Entwicklung seines Charakters sehr. Anfangs war er ein ängstlicher Junge – es war toll mitzuerleben, wie er aufwuchs, mutiger und einfallsreicher wurde, vor allem im letzten Film, wo die drei in eine derart unberechenbare und gefährliche Situation geraten.“ Heyman stellt fest: „Im Laufe der Filme hat sich wirklich das Who’s who des britischen Schauspieleradels in unseren Studios versammelt – das war umwerfend. Doch miterleben zu dürfen, wie sich unsere jungen Darsteller zu guten Schauspielern und überzeugenden Persönlichkeiten entwickelten, zählt zu den größten Freuden meiner Arbeit an den ,Harry- Potter‘-Filmen. Wir sind unglaublich stolz auf sie.“ Auch das Publikum hat zugeschaut, wie die jungen Helden heranwuchsen – was auch die Geschichten erwachsener werden ließ. „Es geht darum, die Vorstellungskraft zu schulen, denn

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das sind die ‚Muskeln‘, die Kinder beim Wachsen entwickeln müssen“, sagt Alan Rickman, der in allen Filmen den rätselhaften Professor Severus Snape spielt. „Damit das richtig funktioniert, müssen sie über große Themen nachdenken. Was ist richtig, was falsch? Wem vertraue ich, wem nicht? Was bedeutet Tapferkeit … und was Treue? All das ist hier vorhanden.“ Mit jedem Titel stieg der Einsatz und die Gefahr, indem Lord Voldemort ins Leben zurückkehrte und schließlich die Herrschaft übernahm. In „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ herrscht jetzt Krieg, und die jungen Zauberer kämpfen an vorderster Front. Dazu Heyman: „Dieser letzte Kampf um Hogwarts ist die letzte Schlacht der Welt der Zauberer und – darauf haben wir in der gesamten Serie hingearbeitet – das letzte Duell zwischen Harry und Voldemort.“ Yates sagt: „Natürlich muss die Serie ein episches Finale bekommen – es gibt Schlachten und Drachen, Spinnen und Riesen … aber im Grunde stehen immer die Figuren im Vordergrund. Spektakuläre Schauwerte sind wichtig, aber die Zuschauer bleiben nur am Ball, wenn sie mit den Helden im Zentrum der Geschichte mitfiebern können.“ „Die Action nimmt rasant zu, aber immer konzentrieren wir uns auf die Emotionen – wir würden nie etwas machen, was davon ablenkt“, sagt Barron. Heyman stimmt ihm zu: „Der offene Krieg zwischen Gut und Böse ist spannend, aber alles wird von Gefühlen bestimmt. Und weil wir diese Helden nun schon so lange begleiten, spüren wir, wie viel wirklich auf dem Spiel steht.“ Der Höhepunkt der Geschichte offenbart einige überraschende Facetten mehrerer beliebter Figuren. Yates bestätigt: „Zu den interessantesten Aspekten in der Entwicklung der Story gehört, dass die Trennung zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis nicht immer klar zu erkennen ist: Wir merken, dass gewisse Leute doch komplexer sind, als es zunächst den Anschein hatte.“ „Alle Figuren – Harry eingeschlossen – haben ihre Fehler“, fügt Rowling hinzu. „Nicht eine einzige Person ist vollkommen gut oder vollkommen böse … mit Ausnahme von Voldemort. Er ist das Böse an sich – für Erlösung ist da kein Platz“, grinst sie. Im letzten Film kehren die Helden zu einigen vertrauten Orten zurück – darunter die schon legendäre Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei, die in „Teil 1“ erstmals nicht auftauchte. Die von Rowling erdachte und von Produktionsdesigner Stuart Craig gestaltete Schule diente den Schülern und Lehrern als Heimat, Hauptquartier und Rückzugsgebiet. Doch jetzt wird sie zum Schlachtfeld.

„Wenn es stimmt, was du sagst, und er tatsächlich den Elderstab besitzt, dann habt ihr wirklich keine Chance.“ „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ setzt ein, wo „Teil 1“ endete: mit einem Diebstahl, der nachhaltige Auswirkungen hat. Albus Dumbledores steinerne Gruft wird

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entweiht, und der unverkennbar geformte Stab wird den Händen des verstorbenen Schuldirektors entrissen. Mit triumphierender Boshaftigkeit hebt der Dieb – Lord Voldemort persönlich – den Elderstab hoch in die Luft und schickt Blitze in die am Himmel wirbelnden düsteren Wolken. Die Legende besagt, dass der Elderstab eines der Heiligtümer des Todes aus dem Titel ist – zusammen mit dem Stein der Auferstehung und dem Tarnumhang, die gemeinsam die Herrschaft über den Tod bedeuten. Jeder Gegenstand birgt eigene wertvolle Kräfte, wobei der Elderstab als mächtigster Zauberstab überhaupt gilt. Dazu Ralph Fiennes, der erneut den Dunklen Lord darstellt: „Voldemort glaubt, dass der Besitzer des Elderstabs automatisch die Herrschaft übernimmt, aber frustriert muss er feststellen, dass die Sache doch komplizierter ist.“ Voldemort hat Mr. Ollivander gefoltert, bis der verriet, wo der Elderstab zu finden war. Der hervorragende Zauberstabmacher warnt Harry, dass er im Kampf gegen Voldemort keine Chance hat, wenn der den Elderstab in seine Hand bekommt. Doch diese zusätzliche Drohung hält Harry Potter nicht von seiner Mission ab: Er muss die verbleibenden Horkruxe aufspüren und zerstören, weil der Dunkle Lord in ihnen Teile seiner Seele abgelegt hat, während er nach Unsterblichkeit strebt. Drei sind bereits vernichtet, vier bleiben noch übrig. Solange auch nur ein Horkrux vorhanden ist, bleibt der Dunkle Lord unüberwindlich. Yates kommentiert: „Zu Beginn von ‚Teil 2‘ ist Harry kein Junge mehr, sondern ein Mann, der sich skrupellos auf sein Ziel konzentriert: Er muss Voldemort umbringen. Er weiß, dass nur er selbst die Sache beenden kann – und er ist wild dazu entschlossen.“

„Selbst unter den Kobolden bist du berühmt, Harry Potter.“ Hinweise auf den Verbleib eines weiteren Horkruxes bekommt Harry von jemandem, den er vor Jahren in der Winkelgasse getroffen hat: dem Kobold Griphook, der in der Gringotts- Bank arbeitet. Warwick Davis, der als Griphooks Sprecher in „Harry Potter und der Stein der Weisen“ zu hören war, spielt diese Figur im letzten Film. Die Zuschauer kennen Davis bereits als Hogwarts-Professor Filius Flitwick. Über die beiden Rollen sagt er: „Als Schauspieler ist das für mich eine echte Herausforderung, weil die beiden Figuren völlig gegensätzlich sind. Flitwick ist ein Zauberer und sehr sympathisch, während Griphook ein Kobold ist, der Zauberer für unzuverlässig hält. Außerdem versucht Griphook die Situation für seine eigenen Zwecke auszunutzen. Wenn man Kobolden begegnet, sollte man lieber aufpassen“, grinst er. „Sie sind sehr eigennützig und tun alles, um ihre Interessen durchzusetzen.“ Griphook erzählt Harry, dass es ein Duplikat des Schwertes von Gryffindor in Bellatrix Lestranges Tresor in der Gringotts Bank gibt, doch sie weiß nicht, dass es sich um eine Fälschung handelt und dass Harry das echte Schwert besitzt. Der Kobold verrät, dass es in

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Madam Lestranges Tresor noch etliche weitere Gegenstände gibt, und Harry vermutet, dass der Tresor der eingefleischten Todesserin sicher ein perfektes Versteck für einen Horkrux sein könnte. „Im Grunde müssen sie die Bank berauben“, sagt Yates. „Sie müssen einbrechen, um herauszufinden, ob Bellatrix’ Tresor einen Horkrux enthält. Falls sie einen finden und ihn vernichten, kommen sie dem Sieg über Voldemort einen Schritt näher. Aber der Bankeinbruch ist kein leichtes Unterfangen, um es gelinde zu sagen. Es gilt etliche Hindernisse zu überwinden.“ Griphook erklärt sich bereit, den Freunden Zutritt zu Gringotts zu verschaffen – aber er fordert einen exorbitanten Preis: das Schwert von Gryffindor. Das Eindringen in Bellatrix’ Tresor steht auf einem anderen Blatt: Mithilfe des Vielsaft-Tranks verschaffen sie sich Zutritt in Begleitung von Madam Lestrange persönlich – nämlich Hermine Granger in Gestalt von Bellatrix. Seit ihrem ersten Auftritt in „Harry Potter und der Orden des Phönix“ ist der totale Wahnsinn Bellatrix Lestranges hervorstechendstes Merkmal, und Helena Bonham Carter genießt die grenzenlose Verrücktheit dieser Figur. Als sie jedoch Hermine spielen sollte, die vorgibt, Bellatrix zu sein, musste sie sich eindeutige Beschränkungen auferlegen: „In diesem Fall ist es nicht Bellatrix, sondern Hermines Version von Bellatrix. Die beiden unterscheiden sich diametral – umso lustiger war es, denn ich musste mein Spiel einer anderen Struktur unterordnen.“ Beim Herausarbeiten dieses Zwiespalts arbeitete Bonham Carter mit Yates und jener Person zusammen, die Hermine besser als sonst jemand kennt: Emma Watson. Yates erinnert sich: „In einer ausgedehnten Probensequenz hat uns Emma die Szene praktisch vorgespielt – sie machte vor, wie sie geht, wie sie die Dialogsätze sagt. Das nahmen wir auf Video auf, damit Helena ein Vorbild hatte, an dem sie sich beim Spiel orientieren konnte.“ Bonham Carter fügt hinzu: „Emma und ich haben die Szene ausführlich diskutiert, sie gab mir entscheidende Stichpunkte, die ich als Bedienungsanleitung für Hermine benutzt habe.“ „Ich wollte Helena vor allem klar machen, wie unbehaglich sich Hermine bei dieser ganzen Aktion fühlt“, berichtet Watson. „Sie findet das äußerst peinlich, weil Hermine erstens ziemlich gesittet ist, während die wilde Bellatrix in einem Lederkorsett herumstiefelt. Bellatrix ist böse und arrogant, während Hermine gutmütig ist. Wenn Hermine also gemein und aggressiv auftreten soll, fällt ihr das überhaupt nicht leicht.“ Ron verkleidet sich als Todesser, Harry und Griphook verbergen sich unter dem Tarnumhang, und so gelangt die Gruppe in die Gringotts-Bank, wo die Kobolde an den Schaltern sie kaum zur Kenntnis nehmen.

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In der Gringotts-Sequenz war Davis gleich doppelt gefragt – nicht nur als Schauspieler, sondern auch beim Casting. Er erklärt: „Ich arbeite als Agent für Schauspieler, die unter 1,50 Meter groß sind. Deshalb baten mich die Filmemacher, über 60 Darsteller für die Kobold- Rollen aufzutreiben, die gleichzeitig auch komplizierte Masken tragen sollten. Die Schauspieler reisten aus ganz Europa an – wir kamen uns vor wie bei den Vereinten Nationen der Kobolde.“ Die Verwandlung von Dutzenden von Schauspielern in Kobolde bedeutete auch viele Überstunden für den Maskeneffekte-Designer Nick Dudman und sein Team. Sie begannen mit der Gestaltung der Masken und achteten genau darauf, dass keine der anderen glich. Dudman bestätigt: „Wir mussten beim Design sehr Acht geben, damit sie sich nicht ähnlich sehen, denn jeder soll ganz individuell wirken. Die Maskenteile wurden dann zwar am Fließband produziert, doch jedes musste von Hand bemalt werden – jedes Haar der Augenbrauen musste einzeln per Hand ins Silikon eingepflanzt werden. Das erfordert unglaublich viele Arbeitsstunden.“ Wie am Fließband waren etwa 170 Maskenbildner im Einsatz, die für das Make-up der Kobolde zuständig waren – pro Kobold waren bis zu vier Stunden erforderlich. Um sicherzustellen, dass jede Maske Dudmans Vorgaben entsprach, leitete er vorab einen dreitägigen Kurs, um mit den internationalen Maskenbildnern immer wieder das Anbringen des Make-ups zu üben, bis er den Eindruck hatte, dass das Team präzise arbeitete. Dennoch betont Dudman: „Kein Darsteller verließ den Raum, ohne dass ich das fertige Resultat geprüft hatte.“ Weil die Kobolde Bankangestellte sind, wurden sie von Kostümdesignerin Jany Temime und ihrer Abteilung betont konservativ in dreiteilige Nadelstreifenanzüge gekleidet – jeder davon maßgeschneidert. Die Gringotts-Sequenz in „Harry Potter und der Stein der Weisen“ wurde an einem Originalschauplatz gedreht, nämlich der australischen Botschaft, die in die Zauberer-Bank umgerüstet wurde. Diese Location kam für „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ nicht infrage, weil die Action einen Trümmerhaufen hinterlässt. Stattdessen wurde die Gringotts-Bank in der Flughalle der Leavesden Studios nachgebaut. Stuart Craig hat alle „Harry Potter“-Filme als Produktionsdesigner betreut. Er erlebte diesen Fall als Chance, das Bankdesign zu verbessern und kühner zu gestalten, ohne dem Original untreu zu werden. „Es handelt sich um eine magische Bank – wir wollen, dass sie zwar sehr traditionell aussieht, aber wir übertreiben dabei. Es gibt mehr polierten Marmor, als man sich vorstellen kann – Marmorfußboden, Marmorwände, Marmorsäulen, Marmorschalter. Nichts davon ist echt, aber es sieht verblüffend realistisch aus. Viel Spaß brachte es, die Kobolde auf ihren gefährlich hohen Stühlen zu platzieren – von ihren sehr hohen Schreibtischen schauen sie auf ihre Kunden herunter. Außerdem fertigten wir drei riesige Kronleuchter an, weil es nicht möglich war, vorhandene Leuchter in der von uns gewünschten Größe aufzutreiben.“ Mit einer Mischung aus List und Zauberei schmuggeln sich Harry, Hermine und Ron in den Tresorraum von Gringotts, der sich in einer riesigen Höhle unter dem Gebäude befindet.

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Der Zugang ist nur mit einem Wagen möglich, der wie eine Achterbahn über spiralenförmige Schienen rollt … und auch im entsprechenden Tempo, wobei aber keine Sicherheitsgurte vorgesehen sind. Der für die Spezialeffekte verantwortliche John Richardson erinnert sich: „Wir haben den Wagen aufgrund von Stuart Craigs Entwurf ganz neu gebaut. Im Gegensatz zu den meisten Film-Fahrzeugen, die wir in mehreren Versionen bauten, gab es diesmal nur diesen einen Wagen – er musste also an verschiedenen Vorrichtungen verankert und auf die Schienen gesetzt werden, sodass er sich auf und nieder bzw. seitlich bewegen konnte.“ Auf der untersten Ebene der Höhle stoßen Harry, Ron und Hermine auf das Sicherheitssystem der Bank – einen riesigen, feuerspeienden Drachen, der eher Gefangener als Wächter ist. Der furchteinflößende geflügelte Drache war das neueste Monster, das die Experten für visuelle Effekte unter Tim Burkes Leitung im Computer schufen. Griphook verrät den Freunden die Schwäche des Drachens – so können sie ihm ausweichen und zu Bellatrix’ Tresor gelangen. Als die Tür geöffnet ist, finden sie einen unermesslichen Schatz aus Goldmünzen und verschiedenen Kunstgegenständen. Doch Bellatrix hat mit einer letzten Sicherheitsmaßnahme vorgesorgt: Der Gemino-Fluch bringt jedes Objekt dazu, sich unbegrenzt zu klonen. Harry spürt, dass sich hier ein Horkrux befindet – Helga Hufflepuffs Becher. Harry bleiben nur Sekunden, um ihn zu schnappen und zu verschwinden, bevor sie alle von dem sich vervielfältigenden Schatz erdrückt werden. Richardsons Team war von der engen Räumlichkeit gehandikapt und gestaltete eine Reihe von Scherenhebebühnen, die ausgefahren wurden und dabei den Eindruck vermittelten, als ob der Schatz sich vermehrte. Die Requisitenabteilung unter Leitung von Barry Wilkinson und dem leitenden Modellbauer Pierre Bohanna stellte Abgüsse von über 200.000 Goldmünzen und Tausenden anderer Gegenstände her, um den Tresor zu füllen. Mithilfe von visuellen Effekten wurde dann jedes Objekt exakt und exponentiell reproduziert. Sobald Harry, Ron und Hermine den Horkrux haben, kann die Flucht aus der Bank nur mit Genialität und Einfühlungsvermögen gelingen. Doch die größten Gefahren stehen ihnen erst noch bevor – wieder sind die drei auf sich gestellt. Und kein Weg führt zurück. „Letztlich wissen sie alle, welcher Aufgabe sie sich stellen – die Dimensionen sprengen alles, was sie allein, zu dritt oder auch mit ihren Freunden und Familien bewältigen können“, sagt Radcliffe. Wichtiger als ihr persönliches Schicksal ist, dass diese 17-Jährigen reif und mutig genug sind, um zu erkennen, was hier auf dem Spiel steht. Es ist beeindruckend, wie ihnen das gelingt, und gerade deshalb ist diese Story so mitreißend.“

„Der Junge hat unser Geheimnis entdeckt, Nagini.“ Harry Potters außergewöhnliche Verbindung zu Lord Voldemort versetzt den jungen Zauberer immer wieder in Angst und Schrecken, aber wie kein anderer kann er sich auch in den Dunklen Lord hineinversetzen. Jetzt spürt er, dass Voldemort begreift, was die Freunde

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vorhaben. Noch schlimmer: Die Zerstörung eines Horkruxes nach dem anderen schwächt ihn nicht – er reagiert wie ein verwundetes Tier … verzweifelt und noch gefährlicher. Dazu Yates: „Als Voldemort entdeckt, dass Harry den Horkruxen auf der Spur ist, merkt er erstmals, dass er vielleicht doch verwundbar ist, und wir beobachten, wie er zwar nicht körperlich, aber innerlich zu zerfallen beginnt.“ „Jedes Mal, wenn ein Horkrux zerstört wird, trifft es Voldemort im Innersten, und David ermutigte mich, diese Szenen so zu spielen, als ob er implodiert“, erinnert sich Fiennes. „David war fantastisch: In jeder Einstellung – selbst in jenen, die nur den Bruchteil einer Sekunde zu sehen sind – versuchte er alle nur denkbaren Aspekte abzuklopfen, was wohl gerade in Voldemort vorgeht. Das hat mir sehr viel bedeutet.“ Der Regisseur sagt: „Ralph und ich wollen Voldemorts Angst und Zorn ausloten – all das, was ihn zu diesem Monster macht.“ Aus der Sicht des Effekteexperten fügt Tim Burke hinzu, dass sie die Vernichtung jedes Horkruxes durch eine physische Reaktion deutlich machen wollten: „Wir mussten das Böse in Voldemort unbedingt mit düsteren, verstörenden Bildern sichtbar machen, die auf jeden Fall die unterbewussten Ängste der Zuschauer ansprechen.“ Seit Voldemort in „Harry Potter und der Feuerkelch“ auf der Leinwand zu neuem Leben erwachte, waren visuelle Effekte nötig, um sein Schlangengesicht zu gestalten. Burke berichtet:

„Wir verwenden ein Verfahren namens Digitalmaske – dabei werden einige von Ralphs Gesichtsmerkmalen entfernt und durch Schlangendetails ersetzt – zum Beispiel durch die Nasenlochspalten. Jede Nuance seiner Mimik muss auf jedes Einzelbild übertragen werden, in dem Voldemort zu sehen ist – das ist keine leichte Aufgabe.“ Die Experten für visuelle Effekte mussten buchstäblich auch die echte Schlange Nagini zum Leben erwecken – sie weicht nie von Voldemorts Seite. Dazu Fiennes: „Er behandelt sie sehr zärtlich. Höchstwahrscheinlich ist das die intimste Beziehung, die er je erlebt hat – die beiden sind verwandte Seelen.“

„Du bist Aberforth. Dumbledores Bruder.“ Durch Voldemorts Augen bekommt Harry auch heraus, dass ein weiterer Horkrux in der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei zu finden ist. Rowling sagt: „Es ist völlig logisch, dass Voldemort einen Horkrux in Hogwarts versteckt, denn er hat sie meist an Orten untergebracht, die ihm etwas bedeuten, und in Hogwarts war er einst zu Hause. Auch diesen Umstand teilen er und Harry: Hogwarts war ihr Zufluchtsort.“ Doch die Schule, in der Harry sich einst sicher wähnte, ist inzwischen Feindesland: Die Todesser haben die Kontrolle übernommen, und Dementoren patrouillieren das Gelände. Die Rückkehr nach Hogwarts bedeutet für Harry und seine Begleiter ein ungeheures Risiko – aber dieses Risiko muss er eingehen.

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Harry, Ron und Hermine müssen sich durch einen Geheimzugang in Hogsmeade einschleichen. Aber sobald sie apparieren und sichtbar werden, ertönt die Alarmanlage. Schon sieht sich das Trio in die Enge getrieben, da öffnet sich eine Tür und eine scheinbar bekannte Gestalt holt sie herein. Einen Moment lang halten sie den Mann für ihren verstorbenen Professor Albus Dumbledore, doch bald stellt sich heraus, dass es sich um dessen Bruder Aberforth handelt, mit dem er keinen Kontakt hatte. Als Neuzugang im Harry-Potter-Ensemble übernimmt Ciarán Hinds die Rolle des Aberforth Dumbledore, der seinen Bruder nicht ausstehen konnte, weil offenbar in ihrer Jugend etwas vorgefallen ist. Hinds erklärt: „Es gab Reibereien, weil Albus’ Verhalten ihrer kleinen Schwester Ariana geschadet hat. Und so wie Aberforth über ihn spricht, hat er das nie verwunden.“ Obwohl die Filmemacher nicht wollten, dass Hinds’ Aberforth genauso aussieht wie Michael Gambons Albus, sorgten Dudman und Maskenbildnerin Amanda Knight gemeinsam dafür, dass die Familienähnlichkeit der Brüder deutlich erkennbar ist. Dennoch betont Jany Temime: „Er kleidet sich völlig anders als Albus, weil Aberforth eine Kneipe führt und Albus Professor war. Die Dumbledores sind Schotten und müssen natürlich einen Kilt tragen.“ Aberforth hilft Harry zwar, doch seine Verbitterung wird deutlich, als er versucht, Harry von seiner lebensgefährlichen Mission abzubringen, die Albus ihm aufgetragen hat. Doch trotz all dieser neuerlichen Anschuldigungen gegen Professor Dumbledore hat Harry seine Entscheidung bereits getroffen. „Eines der großen Themen dieser letzten Filme ist Treue“, betont Radcliffe. „Wie lange kann Harry jenem Mann die Treue halten, dessen Charakter zunehmend fragwürdig erscheint?“ Barron antwortet: „Harry beschließt, dem Dumbledore zu vertrauen, den er kannte, an den er glaubte und der ihn nie im Stich gelassen hat. Dumbledore hat ihm einen entscheidenden Auftrag erteilt, der unbedingt ausgeführt werden muss. Harry muss einfach weitermachen.“

„Snape weiß es. Er weiß, dass Harry entdeckt worden ist …“ Harrys Beharrlichkeit setzt sich gegen Aberforths Hass durch. Der gibt nach und holt einen alten Freund zu Hilfe: Neville Longbottom, wieder dargestellt von Matthew Lewis. Obwohl Harry, Ron und Hermine sich über die Wiederbegegnung mit ihrem Gryffindor- Kameraden freuen, stellen sie erschreckt fest, dass Neville offenbar misshandelt worden ist. Erstmals bekommen sie eine Ahnung davon, wie sehr sich die Zeiten in der Schule verändert haben, deren neuer Direktor jetzt Severus Snape heißt. „Hogwarts ist kaum wiederzuerkennen“, berichtet Heyman. „Die Todesser kontrollieren alles – jede Missachtung ihrer Regeln wird mit erheblicher Brutalität geahndet.“

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„Hier ist es inzwischen fast so trostlos wie in einem Gefängnis – mit der Zaubereischule hat das nur noch wenig zu tun“, sagt Yates und ergänzt, dass er und Kameramann Eduardo Serra diese Atmosphäre durch einen bestimmten optischen Stil schaffen: „Wir verwenden eine spezifische Farbpalette: Blautöne und kühle, gedämpfte Farben. Diese entwickeln sich hin zu wärmeren, opernhaften Gelb- und Rottönen, den Farben des Feuers und des Blutes … bestimmte Sequenzen in Teil 2 sollen so wirken wie ein epischer Kriegsfilm.“ Neville führt Harry, Hermine und Ron durch einen geheimen Tunnel bis nach Hogwarts, wo sie von vielen alten Freunden begeistert und erleichtert empfangen werden: Luna Lovegood (Evanna Lynch), Cho Chang (Katie Leung), Seamus Finnigan (Devon Murray) und Dean Thomas (Alfie Enoch). Sogleich keimt die Hoffnung auf, dass Harrys Rückkehr der Beginn einer neuen Rebellion von Dumbledores Armee ist. „Seine Gegenwart inspiriert sie“, stellt Barron fest. „Sie gewinnen Zuversicht, weil sie nicht allein sind.“ Zunächst einmal braucht Harry ihre Hilfe, um das Puzzle zusammenzusetzen und das Versteck des Horkruxes zu finden – er weiß, dass er etwas mit Rowena Ravenclaw zu tun hat. Luna und Cho sind beide Ravenclaws und vermuten, dass es sich um Rowenas verschollenes Diadem handeln könnte, das sie als eine Art Tiara beschreiben … seit ewigen Zeiten hat niemand es zu Gesicht bekommen. Bevor Harry diese Informationen auswerten kann, taucht plötzlich Ginny Weasley auf, die ihren eigenen Jubel über Harrys Rückkehr zunächst unterdrückt, um zu melden, dass Harry entdeckt worden ist … und Snape Bescheid weiß. Bonnie Wright spielt wieder die Ginny, deren Beziehung zu Harry Potter sich von der Schulmädchenschwärmerei zu einer ausgewachsenen Romanze entwickelt hat. „In diesem Moment werden sie wieder vereint – die Verbundenheit der beiden wird deutlich, aber sie können sich jetzt nicht damit aufhalten, weil alles derart schnell passiert“, berichtet sie. „Ginny begreift, dass sie eine große Verantwortung trägt – nicht zuletzt deshalb fühlte Harry sich zu ihr hingezogen. Sie sieht in ihm nicht den ‚Auserwählten‘ – sie nimmt ihn als Harry wahr. Ich finde es wunderbar, Ginny diese Entwicklung von einem scheuen kleinen Mädchen zur selbstbewussten jungen Frau durchleben zu lassen.“ Snape lässt alle in die Große Halle rufen, die jetzt kalt und grau wirkt – im krassen Gegensatz zu der einladenden Wärme der vergangenen Jahre. Die langen Tische mit reichlichen Speisen sind ebenso verschwunden wie das Licht der schwebenden Kerzen. Statt wie früher ausgelassen zu lärmen, marschieren die Schüler jetzt schweigend in strengen Kolonnengruppen entsprechend ihrer Häuser herein. In diesem Fall erweist sich die strikte Formation als perfekte Tarnung für einen jungen Brillenträger mit einer verräterischen Narbe. Als undurchschaubarer Professor Snape warnt Alan Rickman die versammelten Schüler in der für ihn typischen prononcierten Ausdrucksweise, dass jeder, der Harry Potter hilft, streng bestraft wird. Dazu Yates: „Alan spricht nicht nur, er setzt auch die Kunstpausen zwischen den Worten bewusst ein – absolut köstlich. Ich habe niemals mit einem Schauspieler gearbeitet, der

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so langsam spricht wie Alan“, sagt der Regisseur augenzwinkernd. „Aber dadurch hängen wir an seinen Lippen, an jeder Pause, an jedem Atemholen, denn wir können gar nicht abwarten, was als nächstes kommt.“ „Teilweise überlässt man sich einfach dem Stoff“, sagt Rickman. „Jo gibt die Richtung eindeutig vor. Wir sehen vor uns, wie Snape sein Haar trägt und was er anzieht: Offenbar besitzt er nur einen Anzug“, lacht er. „Wir wissen, dass er sehr zurückgezogen lebt. Wir erfahren, dass er nie laut wird. Er ist voller explosiver Energie … aber er kontrolliert sie.“ Snapes Worte sind kaum verklungen, als Harry vortritt und den Mann konfrontiert, der Professor Dumbledore vor seinen Augen umgebracht hat und dann so unverfroren war, dessen Platz einzunehmen. Harrys mutiger Schritt mobilisiert seine Freunde und auch seine Lehrer, darunter die Professoren McGonagall und Flitwick. Und in der Tür erscheinen Remus Lupin (David Thewlis) und Kingsley Shacklebolt (George Harris) sowie Mitglieder des Weasley- Clans: die Eltern Molly (Julie Walters) und Arthur (Mark Williams), die Zwillinge Fred und George (James und Oliver Phelps), das frisch verheiratete Paar Bill und Fleur (Domhnall Gleeson und Cleménce Poésy). Da der Auserwählte nun zurückgekehrt ist, erheben sich die überlebenden Mitglieder des Phönix-Ordens, um den Mächten des Dunklen Lords die Stirn zu bieten. Maggie Smith spielt wieder Minerva McGonagall, die zwischen Snape und Harry tritt und ihren ehemaligen Kollegen in ein erbittertes Zauberstab-Duell verstrickt. „Als Schauspielerin hat Maggie Weltklasse – sie holt aus jedem Satz und jeder ihrer Szenen das Optimum heraus. Ich habe mich sehr gefreut, wieder mit ihr arbeiten zu dürfen“, sagt Yates. Snape zieht sich auf dramatische Weise zurück, doch zum Feiern bleibt keine Zeit, denn Lord Voldemort lässt seine Allgegenwart spüren. Angesichts des drohenden Krieges spricht McGonagall einen Zauber aus, der alle Hogwarts-Kräfte zusammenruft, um das Schloss zu verteidigen: Auf magische Weise erwachen steinerne Wächter zum Leben, die jahrelang schweigend in Bereitschaft gewartet haben. Die bisher leblosen Soldaten wurden in Stuart Craigs Ausstattungsabteilung entworfen, modelliert und dann mit visuellen Effekten animiert. Tim Burkes Experten für visuelle Effekte schufen auch das per Zauberstab generierte Kraftfeld, das, wie er sagt, von Quallen inspiriert wurde. „Quallen haben verblüffende Strukturen, erscheinen durchsichtig und strahlen oft ein phosphoreszierendes Licht aus. Dieses Vorbild nutzten wir für den Zauberstabeffekt, damit sich eine organische Atmosphäre ergibt.“ Die Zauberer wissen, dass ihr Kraftfeld dem geballten Ansturm der Todesser nicht ewig standhalten kann, aber es kann sie zumindest so lange aufhalten, dass Neville, Seamus und Ginny den Eindringlingen einen gebührenden Empfang bereiten können. Und Harry bekommt ausreichend Zeit, um seine Mission fortzusetzen. „Denn wenn er die verbleibenden Horkruxe nicht findet, ist an einen Sieg nicht zu denken“, sagt Heyman.

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„Wenn wir für sie sterben, bringe ich dich um, Harry!“ Als der Kampf immer hitziger wird, trennen sich Harry, Hermine und Ron: Harry sucht nach dem Horkrux, Hermine und Ron kümmern sich darum, wie er vernichtet werden kann. Das Gryffindor-Schwert, mit dem sie Salazar Slytherins Medaillon in „Teil 1“ zerstören konnten, haben sie in der Gringotts-Bank abgeben müssen, aber Ron hat eine Idee. Rupert Grint erklärt:

„Er überlegt, dass man die Horkruxe mit den Fängen eines Basilisken vernichten könnte – so, wie es Harry mit Tom Riddles Tagebuch in der Kammer des Schreckens gemacht hat.“ Der Basilisk ist tot, aber sein Gerippe mit den kompletten Zähnen ist noch vorhanden. Ron und Hermine steigen in die Kammer hinab, die sich seit dem zweiten Film der Serie nicht verändert hat – neu ist nur das Skelett des toten Basilisken, das von Nick Dudmans Abteilung für diesen Zweck modelliert wurde. Ron zieht einen der Eckzähne heraus und reicht ihn an Hermine weiter, die ein bisschen nachhilft und ihn in den Becher sticht, der mit einem wütenden Schwall antwortet, bis sie beide klatschnass nach Atem ringen. Wortlos umarmen sie sich – es kommt zu dem Kuss, auf den die Fans gewartet haben. Auch Grint und Watson haben sich auf diesen Moment vorbereitet – aber aus anderen Gründen. „Weil ich Emma kenne, seit wir Kinder waren, habe ich erwartet, dass sich das peinlich anfühlen könnte“, gibt Grint zu. „Nichts gegen Emma, die ja ganz offensichtlich wunderschön ist – aber ich konnte mir das einfach nicht vorstellen. Je mehr ich darüber nachdachte, desto nervöser wurde ich.“ Wie sich herausstellte, empfand Watson das ganz ähnlich. „Gerade weil Rupert und ich so eng befreundet sind, fühlte ich mich dabei ein bisschen unbehaglich“, gesteht sie. „Wenn man mit jemandem aufgewachsen ist, ihn buchstäblich als Bruder empfindet und dann in eine Situation gerät, in der man ihm einen romantischen Kuss geben muss, ist das wirklich unangenehm.“ David Yates hatte dafür Verständnis und verschwieg ihnen bis zum Abend davor, wann die Szene gefilmt werden sollte. Dann gab er ihnen einen Rat als Regisseur: „Ich sagte ihnen, sie sollten Rupert und Emma vergessen und die Szene ganz Ron und Hermine überlassen. Das haben sie völlig verinnerlicht – und es war sehr charmant … wirklich überwältigend.“ Unterdessen eilt Harry in den Gemeinschaftsraum der Ravenclaws, wo er von Luna Lovegood aufgehalten wird, die eine außergewöhnlich dynamische Seite ihres Charakters demonstriert. Evanna Lynch sagt: „Harry glaubt, keine Zeit für Lunas verrückte Theorien erübrigen zu können, aber sie muss ihm etwas extrem Wichtiges mitteilen. Als er nicht zuhört, ist sie frustriert und schreit ihn an, was er von Luna nie erwartet hätte.“ Luna erinnert Harry daran, dass kein lebendes Wesen Rowena Ravenclaws Diadem je gesehen hat. Deshalb schickt sie ihn zu jener Person, oder besser: jenem Gespenst, das ihm vielleicht helfen kann. Kelly Macdonald spielt die legendäre Graue Dame aus dem Ravenclaw-

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Turm – tatsächlich ist dieser Geist Rowenas Tochter Helena. Sie weigert sich, Harry das Versteck des Diadems direkt zu verraten und gibt ihm ein Rätsel auf. Als er es löst, rennt er in den Raum der Wünsche: Der Horkrux ist unter einem Berg von ausrangierten Möbeln, Büchern und zahllosen weiteren Gegenständen verborgen, die so aussehen, als ob sie über Jahrhunderte aufgetürmt worden wären. Craig erklärt: „Der Raum der Wünsche ist eines unserer größten Sets – es misst 60 mal 90 Meter und ist vom Boden bis zur Decke mit Möbeln und Gegenständen jeglicher Art und Größe vollgestopft. Innenrequisiteurin Stephenie McMillan und ihre Leute haben monatelang damit zugebracht, gebrauchte Möbel aufzukaufen – ein gewaltiges Sammelsurium.“ Das Set wurde von Greenscreens eingerahmt, sodass der Raum durch visuelle Effekte erweitert und die Menge der Objekte vervielfacht werden konnte, denn David Yates hatte gefordert, „ein Gebirge von Zeugs“ zusammenzutragen. Der Regisseur bestätigt: „Es soll so aussehen, als ob sich die Halden bis hinter den Horizont erstrecken.“ In den Haufen befinden sich bestimmte Gegenstände, die Harry-Potter-Fans mit ihren Adleraugen wiedererkennen könnten. Dazu McMillan: „Wir recyceln viele Requisiten der früheren Filme: alte Schreibtische, alle Tische und Bänke aus der Großen Halle, Besen, die Stühle der Professoren, Schachfiguren, die Einrichtung von Professor Slughorns Party …“ „Aus allen Filmen waren Stücke dabei … das ist sehr geschichtsträchtig“, sagt Heyman. „Deshalb zählt dies zu meinen Lieblingssets.“ Einer der Möbelberge musste so angelegt werden, dass die Schauspieler ihn gefahrlos erklimmen konnten – zunächst sucht Harry nach dem Horkrux, dann klettert Draco Malfoy hinter Harry her. Draco hat Harry aufgespürt, um seinen Zauberstab zurückzufordern, den Harry ihm im Herrenhaus der Malfoys in „Teil 1“ abgenommen hat. Damals hat Draco erstaunlicherweise Harrys Leben gerettet, indem er seiner Tante Bellatrix nicht verriet, wer Harry ist. Wieder spielt Tom Felton den Draco – er sagt: „Es gibt nie eine Erklärung dafür, warum Draco das gemacht hat – es ist schön, dass Jo das unserer Interpretation überlässt. Ich persönlich glaube, dass er an einem Punkt angelangt ist, wo er Gutes tun will, doch das Böse steckt in seinen Genen. Daraus ergibt sich in Draco ein komplizierter innerer Kampf – es bringt mir viel Spaß, das darzustellen.“ „Draco hat sich aus einem eher eindimensionalen Rüpel in eine sehr komplexe Figur entwickelt“, bestätigt Rowling. „Tom überwältigte uns mit seiner Leistung, als Dracos Fassade Risse bekam und er eine emotionale Bandbreite zeigte, die man aufgrund der früheren Filme nie von ihm erwartet hätte.“ Mithilfe seiner Slytherin-Gefolgsleute Blaise und Goyle treibt Draco Harry im Raum der Wünsche in die Enge. Doch die Auseinandersetzung hat tödliche Auswirkungen, als Goyles Zauberstab buchstäblich nach hinten losgeht und den gesamten Raum in lebendiges

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Dämonsfeuer taucht. Obwohl die meisten Flammen später bei der Endfertigung hinzugefügt wurden, platzierte Richardsons Spezialeffekte-Team einige Flambeaus an strategischen Punkten. „Wir haben die Hitze deutlich gespürt“, bestätigt Felton. „Teils mussten wir uns also vorstellen, was da abläuft, teils passierte es direkt vor unseren Augen.“ Weil das Feuer jeden Fluchtweg versperrt, packen Harry – und Hermine und Ron, die gerade rechtzeitig zurückgekehrt sind – ein paar Besen und fliegen davon. Jetzt gilt es zu entscheiden, ob sie ihren alten Erzfeind Draco zurücklassen oder ihr Leben riskieren, um ihn zu retten. Ron vertritt eine eindeutige Meinung, aber für Harry gibt es keine Wahl. Grint erklärt:

„Das ist eine coole Szene. Es war toll, wieder auf den Besen zu reiten, denn wir wussten genau, dass es das letzte Mal sein würde.“ Im Laufe der Filme haben sich die Vorrichtungen für die Besen ständig weiterentwickelt, sodass die Filmemacher immer kompliziertere Flugsequenzen umsetzen konnten, um den größer werdenden Darstellern gerecht zu werden. Dazu Richardson: „Am Ende verwendeten wir einen kardanisch aufgehängten Besen mit einem anatomisch angepassten Sitz, auf dem der Reiter sicher festgeschnallt wurde – er konnte also nicht einmal herunterfallen, wenn der Besen kopfüber flog. Die kardanische Aufhängung wurde auf eine sechsachsige Bewegungseinheit montiert. Insgesamt ermöglichte uns diese Vorrichtung elegant fließende Flugbewegungen, die wir so sprunghaft ändern oder so dramatisch schwungvoll ausführen konnten, wie es uns beliebte.“ Dennoch musste für den letzten Film eine weitere Neuerung eingeführt werden, denn die Rettungssequenz erforderte einen Tandemflug. „Dafür mussten wir eine andere Besen- Aufhängung bauen“, sagt Richardson. „Wir stellten sie auf eine Schiene, damit wir mit hoher Geschwindigkeit an einem Tisch auf einer hydraulischen Rampe vorbeifliegen konnten, der genau im richtigen Moment kippte und zusammenbrach. Der Reiter auf dem Besen musste nach dem Typ auf dem Tisch greifen und ihn wie ein Cowboy hinten auf den Besen heben. Die Vorbereitung war sehr kompliziert, aber es hat wunderbar funktioniert.“ Die schwierige Rettung war eine Gemeinschaftsarbeit der Darsteller und des Stuntteams unter der Leitung von Greg Powell. Powell arbeitete auch eng mit Richardson und dem Regisseur des 2. Drehteams, Stephen Woolfenden, zusammen, um die Explosion der Fußgängerbrücke ins Bild zu bekommen – sie bildet eine der letzten Verteidigungslinien in Hogwarts. Woolfendens Drehteam filmte Luftaufnahmen der Brücke hoch über Fort William in Schottland. „Von dort schaut man auf den wunderschönen See – die Kulisse ist atemberaubend“, sagt er. Die eigentliche Zerstörung fand mittels einer hydraulischen Brücke in den Pinewood Studios statt. Powell sagt: „Die gesamte Konstruktion ist hydraulisch, doch wenn sie

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zusammenbricht, stürzt sie in freiem Fall in die Tiefe, sodass die Stuntleute einen Moment lang durch die Luft fliegen, was sehr gut aussieht.“ An der Brücke stellt sich Neville den Todesser-Legionen, was laut Matthew Lewis beweist, dass „doch mehr in Neville steckt, als es den Anschein hat.“ Der Schauspieler hat die Rolle in der gesamten Serie gespielt und freute sich nun besonders, dass Neville jenes Heldenpotenzial entwickeln darf, das er ihm immer zugetraut hat. „Neville wirkt nicht gerade wie ein Löwenherz, das es verdient hätte, Mitglied des stolzen Hauses Gryffindor zu sein. Doch Harry hat immer an ihn geglaubt, bis Neville sich selbst mehr zutraute – seine innere Kraft und Tapferkeit kommen jetzt endlich zum Vorschein. Nun ist er der mutige Freiheitskämpfer – das ist echt cool, eine wirklich lohnende Aufgabe.“ Yates sagt: „Am Ende der Schlacht ist Neville blutüberströmt, er hat reichlich einstecken müssen, aber er gibt nie auf – ein wunderbar anrührender Moment.“

„Harry Potter. Der Junge, der überlebte. Komm her und stirb.“ Während die Schlacht von Hogwarts um sie herum tobt, führen Harry, Hermine und Ron immer noch einen ganz anderen Krieg … für die gesamte Welt der Zauberer. Die Spur zum nächsten und vielleicht gefährlichsten Horkrux führt sie zum Bootshaus der Schule, wo die drei Zeugen einer entscheidenden Begegnung zwischen Snape und Voldemort werden. Heyman sagt: „Einer der spannendsten Aspekte in Jos Büchern ist der Umstand, dass alle Figuren in einer Grauzone zwischen Licht und Schatten, Gut und Böse angesiedelt sind – so wie wir alle. Snapes Schicksal ist zum Beispiel viel komplexer, als wir uns je vorstellen konnten, und den Zuschauern wird es sehr gefallen, wenn jetzt seine ganze Geschichte ans Tageslicht kommt.“ „Dass er etwas vorhat, war von vornherein klar“, stellt Rickman fest. „Es ging nur um die Frage, worin sein Plan besteht … das Risiko stieg, als er sich in immer trübere Gewässer vorwagte. Letztlich ging es um Erlösung und Loyalität und, in Snapes Fall – ohne zu viel zu verraten –, um den Mut, für seine Überzeugung einzustehen.“ Im Buch findet diese kritische Begegnung des Dunklen Lords mit Severus Snape in der Heulenden Hütte statt, doch David Yates holte sich von Rowling persönlich die Erlaubnis, die Szene für den Film zu verlegen. Das Bootshaus wurde in der Flughalle von Leavesden aufgebaut – es liegt unterhalb des Schlosses Hogwarts am Ufer. Craig gestaltete das Gebäude mit Glaswänden im Tudorstil, damit „wir ständig daran erinnert werden, dass im Hintergrund der Kampf weitergeht, denn die Feuer spiegeln sich im Glas und auf dem Wasser.“ Wasser reflektiert auch die Erinnerungen im Denkarium in Dumbledores Büro, wo Harry klar wird, was er tun muss. Daniel Radcliffe erinnert sich: „In ‚Der Orden des Phönix‘ erfuhr Harry von der Prophezeiung: ‚Keiner kann leben, wenn der andere überlebt.‘ Seitdem war ihm

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in jeder Phase seiner Entwicklung klar, dass die Konfrontation eines Tages kommen würde – und jetzt weiß er ganz genau, dass der Moment gekommen ist.“ „Harry weiß, dass sein Schicksal mit dem von Voldemort verbunden ist“, sagt Heyman. „Er weiß, dass er sich dem Dunklen Lord stellen muss, wenn er nicht will, dass alle anderen sterben – deshalb ist er jetzt bereit, sein Schicksal anzunehmen. Dan zeigt eine erstaunliche Leistung. Er beweist in diesen Szenen eine Weisheit und Reife, die weit über sein Alter hinausgehen. Er hat all die Gefühle und Gründe für Harrys Handlungsweise genau durchdacht und liefert so eine äußerst wahrhaftige Darstellung.“ Yates ergänzt: „In einer meiner Lieblingsszenen macht Harry sich allein auf, um all die anderen zu retten. Seine Entschlusskraft hat etwas sehr Schönes und Anrührendes.“

„Na los, Tom. Bringen wir es zu Ende, wie wir es begonnen haben: gemeinsam.“ Der lang erwartete Showdown zwischen Harry und Voldemort „führt sie dorthin zurück, wo beide das wurden, was sie heute sind“, stellt Rowling fest. „In Hogwarts muss alles enden.“ Der Kampf findet in den einst heiligen Hallen der gesamten Schule statt. Yates inszenierte die Sequenz so, dass sich nicht nur zwei Zauberer mit ihren Zauberstäben duellieren – vielmehr kommt es zur tödlichen Auseinandersetzung zweier Erzfeinde, die nur mit dem Tod des einen – oder beider – enden kann. Dazu der Regisseur: „Sie rasen durch die Flure, bekämpfen sich mit Zaubersprüchen, geraten aber auch körperlich aneinander. Einmal packen sie sich gegenseitig an der Gurgel und stürzen von einem hohen Geländer, sie verkeilen sich ineinander, bis man nicht mehr genau erkennen kann, wer wer ist. Das war mir sehr wichtig, denn thematisch hat sich das im Laufe der Filme vorbereitet.“ Craig und sein Team legten das Set als eine vielschichtige Kampfarena an. Dazu der Produktionsdesigner: „Vor allem ging es uns darum, dem Schlachtfeld ein weiteres Element hinzuzufügen, um interessantere Bilder zu ermöglichen. Deshalb war David (Yates) schon an den Entwürfen beteiligt. Wir schufen eine Reihe von Treppen, damit sich Harry oder Voldemort von unten nach oben vorarbeiten können, wobei die Richtung sich sehr leicht auch ins Gegenteil verkehren kann.“ „In dieser Szene bin ich sicher mehr Treppen gestiegen als in meinem gesamten bisherigen Leben“, lacht Radcliffe. „Das war wirklich unglaublich.“ In der Filmwelt von Harry Potter ging es immer um die nahtlose Verbindung von tatsächlich gebauten und virtuellen Kulissen. Aber diese Verschmelzung war vor allem für die Inszenierung der Schlacht von Hogwarts in „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ von entscheidender Bedeutung: Erstmals wurden die Panorama-Bilder mit den Außenansichten von Schloss Hogwarts nicht mithilfe von tatsächlich gebauten Miniaturmodellen gefilmt, sondern durch Computereffekte erstellt.

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Yates sagt: „Wir bauten zwar wie üblich einige Teile, aber konstruierten auch ein digitales Hogwarts, sodass wir die Freiheit hatten, die Action ganz beliebig in der Schule und in ihrem Umfeld anzusiedeln.“ Doch nicht nur Harry und Voldemort kämpfen auf Leben und Tod. In der Welt der Zauberer um sie herum sind die Mächte des Guten und des Bösen – große und kleine Wesen – in den letzten, bedingungslosen Kampf verstrickt, bei dem auf beiden Seiten viele bekannte Gesichter wieder auftauchen. David Barron berichtet: „Wir hatten ein unglaubliches Glück, denn praktisch alle Darsteller wollten im Finale dabei sein – einige erscheinen nur ganz kurz, aber die Mitwirkung war ihnen genauso wichtig wie uns. Es sind sogar einige Figuren dabei, die in den früheren Filmen vorzeitig abtreten mussten und jetzt auf überraschende Weise wieder auftauchen, darunter Gary Oldman als Sirius Black und Michael Gambon als Dumbledore.“ Ein Wiedersehen gibt es auch mit Robbie Coltrane als Rubeus Hagrid, Emma Thompson als Professorin Sybil Trelawney, Jim Broadbent als Professor Horace Slughorn, Miriam Margolyes als Professorin Pomona Sprout, Gemma Jones als Madam Pomfrey, David Bradley als Argus Filch, Jason Isaacs und Helen McCrory als Lucius und Narcissa Malfoy, Natalia Tena als Nymphadora Tonks und Dave Legeno als Fenrir Greyback. Der Krieg gegen die Todesser reißt schreckliche Lücken in die Reihen der beliebten Figuren. Geschätzte Zauberer fallen, und Bellatrix Lestrange will gerade eine weitere Zauberin – Ginny Weasley – umbringen, als Molly Weasley dazwischen geht. Die Matriarchin der Weasleys wird von Julie Walters gespielt, die sagt: „Natürlich reagiert Bellatrix: ‚Na los doch, Oma!‘ Aber sie ahnt nicht, mit wem sie es zu tun bekommt, denn eine liebende Mutter ist zu allem fähig.“ Die Macht der Mutterliebe ist ein durchgängiges Thema in den ,Harry Potter‘- Geschichten, angefangen mit Lily Potter, die sich für ihren Sohn geopfert hat, damit er der Junge sein konnte, der überlebte. Rowling sagt: „Ich habe meine Mutter verloren, als ich bereits sechs Monate an ‚Harry Potter‘ schrieb. Kurz darauf wurde ich selbst Mutter. In jeder Beziehung hat Mutterschaft mein eigenes Leben nachhaltig bestimmt, während ich an der Serie arbeitete – auf ganz natürliche Weise hat das die Geschichte wesentlich beeinflusst.“ Als Narcissa Malfoy eine Entscheidung treffen muss, die für Harry Leben oder Tod bedeuten könnte, wird deutlich, dass die Kraft der Mutterliebe nicht auf eine Seite des Spektrums beschränkt ist. „Narcissa ist zwar eine geborene Lestrange und eine verheiratete Malfoy, aber letztlich gibt ihre leidenschaftliche Treue zu ihrem Sohn den Ausschlag. Sie riskiert ihr eigenes Leben, um Draco zu schützen – sie ist also vor allem eine Mutter.“ Andererseits „sieht Voldemort keine Notwendigkeit für Liebe, Freundschaft oder Mitgefühl“, stellt Radcliffe fest. „Er verachtet sie von Grund auf, hält sie für eine Schwäche – aber genau das ist seine eigene Schwäche.“

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Nicht nur einige Bewohner der prächtigen Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei sind als Kriegsopfer zu beklagen, sondern auch von der Schule selbst bleiben nur Trümmer übrig. Obwohl die Zerstörung völlig willkürlich wirkt, bestätigt Craig, dass sie wohlgeplant war. „Es geht ja nicht nur darum, ein paar Wände einzureißen – die Silhouette der Gebäude hat die Bedeutung einer Skulptur. Zum Beispiel bildet die Große Halle das Rückgrat von Hogwarts. Wenn sie also zerstört wird – das wussten wir genau – müssen wir damit einen bleibenden Eindruck hinterlassen.“ „Dadurch wird deutlich, was ein Krieg wirklich anrichtet: Er vernichtet die Orte, die uns Sicherheit und Geborgenheit bieten“, sagt Rowling. „Natürlich handelt es sich im Grunde nur um Gebäude. Aber wenn sie die Heimat bedeuten, dann beeinflussen sie das ganze Leben.“ Die Große Halle war eines der ersten und größten Sets und bildete während der gesamten Serie in Leavesden eine Konstante. Entsprechend massiv war der Eindruck auf die Filmemacher, Darsteller und Teammitglieder, als sie nun Zeugen wurden, wie sie in Schutt und Asche zerfiel. Radcliffe berichtet: „Wir konnten es kaum mit ansehen, wie das, was uns so gewaltig und solide erschienen war, plötzlich zusammenbrach.“ „Das war ein echter Schock“, nickt Grint. „Wir sind auf diesen Sets aufgewachsen – es war wirklich schwer, das mitanzusehen.“ „Dass alles endgültig zusammenbricht, ist ein wirklich tragisches Gefühl“, sagt Watson. „Wahrscheinlich habe ich im Stillen angenommen, dass sich nie etwas ändern würde“, grinst sie.

Heyman, der vor Jahren den Bau des Hogwarts-Sets miterlebt hat, meint: „Dass die Pracht von Hogwarts zerstört wurde, hat uns emotional sehr getroffen. Auf sehr drastische Weise haben wir in dem Moment begriffen, wie schnell wir uns dem Ende unserer Reise näherten.“ Die Gefühlswogen schlugen hoch, weil alle Beteiligten täglich etwas „zum letzten Mal“ taten, bis tatsächlich die letzte Klappe fiel. Nach einer zehnjährigen Reise fühlten sich Darsteller und Filmemacher in Dankbarkeit und Stolz verbunden, als sie diese historische Filmserie beendeten. David Barron erinnert sich: „Ich hielt mich für gut vorbereitet, denn ich wusste ja seit Langem, dass dieser Tag kommt. Aber wir waren alle überraschend gerührt. Alle haben sich so intensiv in diese Filme eingebracht, und bei diesem letzten war es unser zusätzliches gemeinsames Ziel, der Serie zu einem angemessenen Finale zu verhelfen.“ „Zu jedem Job gehört auch der Abschied“, sagt Alan Rickman. „Der Tag kommt, an dem man loslassen muss. Sonst geht es ja nicht weiter. Am besten stellt man fest, dass alles auf ordentliche Art und Weise zu Ende gebracht worden ist.“

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Rupert Grint meint: „Das Erlebnis Harry Potter war für mich eine ganz besondere Erfahrung – ich werde sie nie vergessen. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich daran teilhaben durfte.“ „Wie soll ich ausdrücken, was mir all dies bedeutet hat?“, fragt sich Emma Watson. „Ich finde nicht, dass es vorbei ist, weil es immer ein Teil von mir bleiben wird. Und ich empfinde es als besonderes Privileg, dass ich dabei sein durfte.“ Daniel Radcliffe überlegt: „Natürlich kann ich niemals auch nur ein einziges Bild dieser Filme sehen, ohne dass es sofort Erinnerungen an Orte, bestimmte Stimmungen oder Personen wachruft. Nicht einmal jetzt kann ich genau beschreiben, wie wichtig mir das war. Aber ich kann sagen, dass es toll war – und auf jeden Fall etwas, was ich niemals wiederholen kann.“ David Yates sieht das ähnlich. „Es ist schwierig, das aus der richtigen Perspektive zu beurteilen – ich kann nur sagen, dass es enorm Spaß gemacht hat – manchmal war es anstrengend und sehr problematisch, aber immer war der Spaß dabei. Um nichts auf der Welt möchte ich darauf verzichten, und ich bin stolz und glücklich darüber, bis zum Ende dabei gewesen zu sein.“ „Die Zusammenarbeit war wunderbar“, bestätigt J.K. Rowling. „Ich bin stolz darauf, mit etlichen äußerst begabten Menschen gearbeitet und dauerhafte Freundschaften geschlossen zu haben. Ich habe mit den Filmen also eine wahrhaft hervorragende Erfahrung gemacht.“ „Ich empfinde es als sehr großes Glück, ein Teil von Harry Potter zu sein. Doch wir alle hätten diese Chance nie bekommen, wenn Jo Rowling nicht diese so genial erfundene Welt geschaffen hätte“, stellt David Heyman abschließend fest. „An den Büchern gefällt mir unter anderem, dass sie zeitlos sind … hoffentlich ist uns das auch mit den Filmen gelungen.“

DARSTELLER

ist uns das auch mit den Filmen gelungen.“ DARSTELLER DANIEL RADCLIFFE Radcliffe war Titelheld aller

DANIEL RADCLIFFE Radcliffe war Titelheld aller Blockbuster-Verfilmungen von J.K. Rowlings Harry-Potter- Bestsellern. Derzeit spielt Radcliffe die Hauptrolle des J. Pierrepont Finch in der für den Tony nominierten Broadway-Neu-Inszenierung von „How to Succeed in Business Without Really Trying“ (dt. Titel der Buchvorlage: Wie man Karriere macht, ohne sich anzustrengen) – dies ist seine erste Rolle in einem Broadway-Musical. Regie und Choreografie verantwortet Tony- Preisträger Rob Ashford. Radcliffe wurde mit dieser Leistung mehrfach ausgezeichnet – er gewann den Broadway.com-Publikumspreis als Beliebtester Musical-Darsteller sowie (zusammen mit John Larroquette) als Beliebtestes Bühnen-Paar sowie den Preis als Bester Hauptdarsteller eines Musicals auf BroadwayWorld.com. Mit derselben Rolle wurde er

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außerdem für den Drama Desk Award, den Outer Critics Circle Award, den Drama League Award sowie den Fred and Adele Astaire Award nominiert. Sein Broadway-Debüt gab Radcliffe 2008 als Alan Strang in Peter Shaffers Stück „Equus“ (Equus). Er wurde bei der Verleihung der BroadwayWorld.com Awards als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet, außerdem gewann er den Hauptdarstellerpreis und den Preis für die Beste Newcomer-Leistung bei der Verleihung des Publikumspreises von Broadway.com. Daneben verbuchte er mit seiner Darstellung Nominierungen für den Drama League Award und den Drama Desk Award. Radcliffe hatte für die Rolle des Alan bereits 2007 in London begeisterte Kritiken erhalten, wo er sein West-End-Debüt gab. Bei beiden „Equus“- Inszenierungen führte Thea Sharrock Regie. Radcliffes Partner war der Tony-Preisträger und Harry-Potter-Kollege Richard Griffiths. Auf der Leinwand übernimmt Radcliffe eine Hauptrolle in dem Horror-Thriller „The Woman in Black“ unter der Regie von James Watkins – er soll am 20. Januar anlaufen. Weitere Filme: der australische Independent-Spielfilm „December Boys“ (December Boys) und der TV- Film „My Boy Jack“ (My Boy Jack). Sein Fernsehdebüt gab Radcliffe als junger David Copperfield in der BBC/PBS-Fassung von Charles Dickens’ Romanklassiker (dt. DVD-Titel: „David Copperfield“). Berühmt wurde er, als er 2001 die begehrte Rolle des kindlichen Zauberers in „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) übernahm. In den vergangenen Jahren spielte er Harry Potter auch in „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz). Den Abschluss bildet der zweiteilige „Harry Potter and the Deathly Hallows“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes). Fürs Fernsehen sprach Radcliffe die Rolle des grüblerischen Vampirs Edmund im Serienspecial „The Simpsons – Treehouse of Horror XXI“. Zuvor trat Radcliffe als er selbst neben Ricky Gervais in der preisgekrönten BBC/HBO-Serie „Extras“ auf.

RUPERT GRINT In allen Harry-Potter-Filmen spielt Grint Ron Weasley, Harry Potters Schulkameraden und verlässlichen besten Freund. Demnächst tritt Grint in dem Weltkriegsfilm „Comrade“ auf. Darin stranden britische und deutsche Soldaten in der norwegischen Wildnis und müssen gegen alle Widerstände Freunde werden, wenn sie überleben wollen. Peter Næss dreht diesen Film in Norwegen – er soll 2012 in die Kinos kommen. Eine weitere Rolle übernimmt Grint in dem unabhängig produzierten

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Thriller „Cross Country“. Im Herbst 2010 war Grint in der unabhängig produzierten Actionkomödie „Wild Target“ (Wild Target – Sein schärfstes Ziel) neben Bill Nighy und Emily Blunt unter der Regie von Jonathan Lynn zu sehen. Grint spielt den Azubi eines Mannes, den er für einen Privatdetektiv hält, der aber in Wirklichkeit ein Auftragskiller ist. Sein Profi-Debüt gab Grint 2001 als Ron Weasley in „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen). Seine Leistung in diesem Film brachte ihm eine Nominierung für den Preis der britischen Filmkritiker sowie den Young Artist Award für den überzeugendsten Newcomer ein. Den Ron spielte er anschließend auch in „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz). Ein letztes Mal spielt er den Ron Weasley in den abschließenden Teilen von „Harry Potter and the Deathly Hallows“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes). 2006 verlieh das bedeutendste britische Filmblatt Empire Grint, Daniel Radcliffe und Emma Watson den renommierten Outstanding Contribution Award (Preis für außergewöhnliche Leistungen), mit dem ihre Darstellungen in allen Harry-Potter-Filmen gewürdigt wurden. Zu Grints weiteren Filmen zählen Peter Hewitts „Thunderpants“ mit Simon Callow, Stephen Fry und Paul Giamatti, Jeremy Brocks „Driving Lessons“ (Driving Lessons – Mit Vollgas ins Leben; auch: Unterwegs mit Evie) mit Julie Walters und Laura Linney sowie der unabhängig produzierte britische Film „Cherrybomb“ (Cherrybomb), der die Kritiker auf Filmfestivals in ganz Europa begeisterte.

EMMA WATSON Emma Watson hat Hermine Granger, die treue Freundin von Harry Potter und Ron Weasley, in allen Harry-Potter-Filmen dargestellt. Sie verkörpert diese Rolle ein letztes Mal im zweiteiligen Serienfinale „Harry Potter and the Deathly Hallows“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes). Watson gab ihr Profi-Debüt als Zehnjährige im ersten Harry-Potter-Film „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) und erhielt für ihre Darstellung den Young Artist Award als Beste junge Hauptdarstellerin. Zweimal wurde sie für den Critics’ Choice Award des Rundfunkkritikerverbands nominiert: für ihre Leistungen in „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban) und in „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch). Außerdem kürten sie die Leser des Magazins Total Film mit dem erstgenannten Film zur Besten Nachwuchsdarstellerin. 2011 wurde Watson mit „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part

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1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1) für den Nickelodeon Kids’ Choice Award sowie für den Empire Award nominiert. Demnächst übernimmt Watson eine Hauptrolle in Simon Curtis’ „My Week With Marilyn“ neben Eddie Redmayne und Michelle Williams. Watson spielt darin eine Kostümassistentin namens Lucy – es geht um eine Woche im Leben von Marilyn Monroe während der Dreharbeiten zu „The Prince and the Showgirl“ (Der Prinz und die Tänzerin,

1957).

Derzeit dreht Watson „The Perks of Being a Wallflower“, geschrieben und inszeniert von Stephen Chbosky. Der Film entsteht in Pittsburgh/Pennsylvania. Watson spielt die Hauptrolle der Samantha. Als Vorlage dient Chboskys eigener Pubertätsroman über die Probleme einer 15- jährigen Außenseiterin namens Charlie. 2008 sprach Watson die Prinzessin Pea in dem Animationsabenteuer „The Tale of Despereaux“ (Despereaux – Der kleine Mäuseheld). Als Pauline Fossil war sie neben Victoria Wood, Richard Griffiths und Emilia Fox in dem BBC-TV-Drama „Ballet Shoes“ (Ballet Shoes) zu sehen. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin arbeitet Watson intensiv mit Fair Trade und dem Bio-Textilienfabrikant People Tree zusammen, um gemeinsam eine neue Modekollektion für Teenager zu kreieren. Anfang 2011 stellte sie zusammen mit Alberta Ferretti eine Kollektion von Bio-Kleidung vor. Aktuell wurde Watson als das neue Gesicht der berühmten Marke Lancôme angekündigt – sie folgt damit den Fußstapfen von Penélope Cruz, Kate Winslet und Julia Roberts.

HELENA BONHAM CARTER Helena Bonham Carter spielt die von Lord Voldemort fanatisch begeisterte Todesserin Bellatrix Lestrange, die sie bereits 2007 in dem Hit „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und danach in „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1) dargestellt hat. Die zweifache Oscar ® -Kandatin verbuchte ihre aktuellste Nominierung in Tom Hoopers preisgekröntem, auf wahren Begebenheiten basierendem „The King’s Speech“ (The King’s Speech, 2010). Für ihre Leistung als Elizabeth, Gattin von König George VI., wurde sie außerdem für den Golden Globe ® und den Preis der Screen Actors Guild (SAG, US- Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) nominiert, und sie gewann den Preis der British Academy Award (BAFTA) sowie den British Independent Film Award. Zudem wurde das Ensemble von „The King’s Speech“ mit dem Preis der SAG ausgzeichnet. Kürzlich erhielt sie den British Film Award der Tageszeitung Evening Standard und eine Nominierung für den Golden Globe mit ihrer Darstellung der Mrs. Lovett in Tim Burtons

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Verfilmung von Stephen Sondheims Musical „Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street“ (Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street) mit Johnny Depp in der Hauptrolle. 2010 drehte sie mit Burton und Depp das erfolgreiche fantastische Abenteuer „Alice in Wonderland“ (Alice im Wunderland). Derzeit arbeiten die beiden an dem Thriller „Dark Shadows“ (Dark Shadows), der Kinoversion der klassischen Kultserie. Der Film kommt 2012 ins Kino. Bonham Carter erhielt Nominierungen für den Oscar, den Golden Globe, den Preis der BAFTA und den SAG-Preis mit ihrer Leistung in dem Kostümfilm „The Wings of the Dove“ (Die Flügel der Taube, 1997) nach dem Roman von Henry James. Etliche Kritikerverbände zeichneten sie für diese Rolle als Beste Darstellerin aus, darunter die Kritiker in Los Angeles, die Rundfunkkritiker, das National Board of Review (branchenunabhängige Organisation zur Förderung der Filmkunst) und die Londoner Filmkritiker. Ihr vielversprechendes Spielfilmdebüt gab sie mit der Titelrolle in Trevor Nunns historischer Biografie „Lady Jane“ (Lady Jane – Königin für neun Tage). Kaum hatte sie diese Produktion beendet, bot ihr Regisseur James Ivory die Hauptrolle in „A Room With a View“ (Zimmer mit Aussicht) nach dem Roman von E.M. Forster an. Beifall erntete sie auch mit zwei weiteren Filmadaptationen von Forster-Romanen: Charles Sturridges „Where Angels Fear to Tread“ (Engel und Narren) und James Ivorys „Howards End“ (Wiedersehen in Howards End), der ihr die erste BAFTA-Nominierung einbrachte. Zu Bonham Carters früheren Filmen gehören Franco Zeffirellis „Hamlet“ (Hamlet) mit Mel Gibson, „Mary Shelley’s Frankenstein“ (Mary Shelleys Frankenstein) von und mit Kenneth Branagh, Woody Allens „Mighty Aphrodite“ (Geliebte Aphrodite) sowie „Twelfth Night“ (Was ihr wollt), bei dem sie wieder mit Trevor Nunn zusammenarbeitete. Danach spielte sie Hauptrollen in David Finchers „Fight Club“ (Fight Club) mit Brad Pitt und Edward Norton sowie in „Big Fish“ (Big Fish – Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht), „Planet of the Apes“ (Planet der Affen) und „Charlie and the Chocolate Factory“ (Charlie und die Schokoladenfabrik) jeweils unter der Regie von Tim Burton und in Regisseur McGs Action-Blockbuster „Terminator Salvation“ (Terminator: Die Erlösung). Außerdem übernahm sie Hauptrollen in Independent-Filmen wie „Novocaine“ (Novocaine – Zahn um Zahn), „The Heart of Me“, „Till Human Voices Wake Us“ und „Conversations With Other Women“ (Conversations With Other Women). Daneben war sie in Animationsfilmen als Sprecherin zu hören: in „Carnivale“, in der Hauptrolle von Tim Burtons „Corpse Bride“ (Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche) sowie im Oscar-preisgekrönten „Wallace & Gromit in The Curse of the Were-Rabbit“ (Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen). Ihre Arbeit fürs Fernsehen brachte Bonham Carter eine Emmy ® - und eine Golden-Globe- Nominierung für ihre darstellerischen Leistungen in dem TV-Film „Live From Baghdad“ (Live aus Bagdad) und in der Miniserie „Merlin“ (Merlin) sowie eine Golden-Globe-Nominierung für

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ihr Porträt der Marina Oswald in der Miniserie „Fatal Deception: Mrs. Lee Harvey Oswald“ ein. Außerdem war sie als Anne Boleyn in der britischen Miniserie „Henry VIII“ und als Mutter von sieben Kindern (darunter vier autistischen Söhnen) in dem BBC-Fernsehfilm „Magnificent 7“ zu sehen. Aktuell übernahm sie die Titelrolle in der BBC-Filmbiografie „Enid“ (Enid) als berühmte Kinderbuchautorin Enid Blyton. Zu ihren Bühnenauftritten zählen „Woman in White“, „The Chalk Garden“ (Der Kreidegarten), „House of Bernarda Alba“ (Bernarda Albas Haus) und „Trelawny of the Wells“, um nur einige zu nennen.

ROBBIE COLTRANE Coltrane spielt den beliebten Hogwarts-Hausmeister Rubeus Hagrid, den er in allen Harry-Potter-Filmen verkörpert hat. Nominierungen für den Preis der British Academy of Film and Television (BAFTA) sowie den Preis der Kritiker von Los Angeles bekam er für seine Darstellung in „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen). Dieselbe Rolle spielte er auch in „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix), „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und zum letzten Mal in dem zweiteiligen „Harry Potter and the Deathly Hallows“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes). Ab Sommer 2012 ist Coltrane in dem Animationsfilm „Brave“ zu hören. Zu seiner umfangreichen Filmografie gehören „The Brothers Bloom“ (Brothers Bloom), „Ocean’s Twelve“ (Ocean’s Twelve) für Regisseur Steven Soderbergh, die Stephen-Sommers-Filme „Van Helsing“ (Van Helsing) und „The Adventures of Huckleberry Finn“ (Die Abenteuer von Huck Finn), der von den Hughes-Brüdern inszenierte „From Hell“ (From Hell) mit Johnny Depp, die James-Bond-Filme „The World Is Not Enough“ (James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug) und „GoldenEye“ (James Bond 007 – GoldenEye), Luis Mandokis „Message in a Bottle“ (Message in a Bottle – Der Beginn einer großen Liebe), „Buddy“ (Buddy – Mein haariger Freund), „The Pope Must Die“ (Ein Papst zum Küssen), „Nuns on the Run“ (Nonnen auf der Flucht), der ihm 1991 bei der Verleihung der British Film Awards der Tageszeitung Evening Standard den Peter Sellers Comedy Award einbrachte, Kenneth Branaghs „Henry V“ (Heinrich V.), „Let It Ride“ (Alles auf Sieg), Carl Reiners „Bert Rigby, You’re a Fool“ (Singende Kumpel haben’s schwer), Neil Jordans „Mona Lisa“ (Mona Lisa), „Absolute Beginners“ (Absolute Beginners – Junge Helden) sowie „Defense of the Realm“ (Atom, Lüge und was kommt danach?; auch: Button – Im Sumpf der Atommafia).

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Seine wohl populärste Rolle spielte Coltrane als Fitz in der international gepriesenen und äußerst beliebten Fernsehserie „Cracker“ (Für alle Fälle Fitz – Nine Eleven), der etliche TV- Filme folgten, von denen der letzte im Herbst 2006 ausgestrahlt wurde. Seine Darstellung des abgebrühten, Sprüche klopfenden Polizeipsychologen Dr. Eddie „Fitz“ Fitzgerald brachte Coltrane zahlreiche Darstellerpreise ein, darunter drei Jahre hintereinander (1994, 1995 und 1996) den Preis der BAFTA für den Besten TV-Darsteller, 1993 den Darstellerpreis der Broadcasting Press Guild, 1994 die Silberne Nymphe für den Besten Darsteller auf dem Television Festival Monte Carlo, 1994 den Darstellerpreis der Royal Television Society, den Darstellerpreis der französischen Festival International de Programmes Audiovisuels (FIPA) und den ACE-Darstellerpreis in der Kategorie Film/Miniserie. In den frühen 1980ern wurde Coltrane zunächst durch seine Comedy-Auftritte in Shows wie „Alfresco“, „Kick Up the Eighties“, „Laugh??? I Nearly Paid My Licence Fee“ und „Saturday Night Live“ populär. Er ist in 13 Folgen der britischen Serie „Comic Strip“ aufgetreten, außerdem in zahlreichen weiteren Serien, zum Beispiel in der dritten Staffel von „Blackadder“ (Blackadder) und in „Blackadder’s Christmas Carol“ (Black Adders Weihnachtsgeschichte; auch: Black Adders Schwarze Weihnacht). Außerdem wurde er als Danny McGlone in Tony Smiths „Tutti Frutti“ in der Kategorie Bester Darsteller für den Preis der BAFTA nominiert. Zu seinen weiteren Arbeiten fürs Fernsehen zählen die ITV-Miniserie „Murderland“ sowie die Fernsehfilme „The Ebb-Tide“, „Alice in Wonderland“ (Alice im Wunderland) und „The Planman“ (Jack Lennox – Einer zieht die Fäden), bei dem er auch als Executive Producer fungierte. In 2006 wurde Coltrane für seine Leistungen als Schauspieler der Orden Order of the British Empire verliehen.

WARWICK DAVIS Davis spielt sowohl den Kobold Griphook als auch den Hogwarts-Professor Filius Flitwick. Den Griphook hat er bereits in „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1) verkörpert – aber die Zuschauer kennen ihn vor allem als Professor Flitwick, den er in allen vorangegangenen „Harry Potter“-Filmen gespielt hat.

Derzeit dreht Davis das Fantasy-Abenteuer „Jack the Giant Killer“ unter der Regie von Bryan Singer. Der Kinostart ist für Sommer 2012 vorgesehen. Seine Karriere begann er als Wicket im „Star Wars“-Film „Return of the Jedi“ (Die Rückkehr der Jedi-Ritter). Es folgte der Film „Labyrinth“ (Die Reise ins Labyrinth) und das international erfolgreiche Abenteuer „Willow“ (Willow), dessen Titelrolle Davis auf den Leib geschrieben wurde.

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Zu seinen Filmen der letzten Jahre zählen „The Chronicles of Narnia: Prince Caspian“ (Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia) und „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ (Per Anhalter durch die Galaxis). In der hochgelobten Filmbiografie „Ray“ (Ray) spielte Davis den Zeremonienmeister Oberon im Jazzclub, in dem Ray Charles erstmals auftrat. Weitere Filme: „Leprechaun“ (Leprechaun) und fünf Sequels, „The White Pony“ (White Pony; auch: Das verwunschene Pony), „The New Adventures of Pinocchio“ (Die neuen Abenteuer des Pinocchio), „Star Wars: Episode I – The Phantom Menace“ (Star Wars – Episode 1 – Die dunkle Bedrohung), „A Very Unlucky Leprechaun“ (Molly und der Kobold) und „Prince Valiant“ (Prinz Eisenherz). Auf dem Bildschirm trat Davis neben Daniel Radcliffe in einer Episode von Ricky Gervais’ HBO-Serie „Extras“ auf, in „Snow White: The Fairest of Them All“ (Schneewittchen), „Carrie & Barry“, „Dr. Terrible’s House of Horrible“, „Murder Rooms: Mysteries of the Real Sherlock Holmes“, „The 10th Kingdom“ (Das zehnte Königreich), „Gulliver’s Travels“ (Gullivers Reisen), „The Silver Chair“ und „Prince Caspian and the Voyage of the Dawn Treader“ (Prinz Kaspian von Narnia). Die Rolle des Wicket spielte er auch in den TV-Filmen „The Ewok Adventure“ (Ewoks – Karawane der Tapferen) und „Ewoks: Battle for Endor“ (Ewoks – Kampf um Endor). Der erfahrene Bühnendarsteller ist in Großbritannien in „Snow White“ (Schneewittchen), „Peter Pan“ (Peter Pan) und „Aladdin“ (Aladin) aufgetreten.

RALPH FIENNES Fiennes spielt wieder den bösen Lord Voldemort, einen der gefürchtetsten und unerbittlichsten Schurken der modernen Literatur und des zeitgenössischen Kinos. 2005 übernahm er diesen Part erstmals in „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), 2007 dann in dem Blockbuster „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und aktuell in „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). 2010 war er auch neben Liam Neeson und Sam Worthington in „Clash of the Titans“ (Kampf der Titanen) zu sehen. Dieselbe Rolle spielt er in „Clash of the Titans 2“, der 2012 starten wird. Kürzlich gab Fiennes sein Spielfilmregie-Debüt mit einer modernen Fassung von William Shakespeares Politthriller „Coriolanus“ (Coriolanus), in dem er die Hauptrolle neben Gerard Butler und Vanessa Redgrave übernahm. Der Film soll Ende 2011 in den USA und im Januar 2012 in Großbritannien anlaufen. Schon zweimal war Fiennes für den Oscar nominiert, zuerst 1994 für seine Leistung in Steven Spielbergs Oscar-preisgekröntem Besten Film „Schindler’s List“ (Schindlers Liste). Seine erschreckende Darstellung des Nazi-Kommandanten Amon Goeth brachte ihm den British

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Academy Award (BAFTA), die Preise der National Society of Film Critics (Verband der US-

Filmkritiker) und der New Yorker, Bostoner und Chicagoer Filmkritiker sowie eine Nominierung für den Golden Globe ein. Seine zweite Oscar-Nominierung folgte 1997 für einen weiteren Besten Film, Anthony Minghellas „The English Patient“ (Der englische Patient). Er bekam auch Nominierungen für den Golden Globe und den Preis der BAFTA sowie zwei Nominierungen der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) – in den Kategorien Bester Darsteller und Bestes Ensemble. 2005 erhielt Fiennes aufgrund seiner Leistung in Fernando Meirelles’ Drama „The Constant Gardener“ (Der ewige Gärtner) den British Independent Film Award, den British Film Award der Tageszeitung Evening Standard, den Preis der Londoner Filmkritiker und eine Nominierung für den Preis der BAFTA. 2008 wurde er gleich doppelt für den British Independent Film Award nominiert, jeweils als Nebendarsteller in „The Duchess“ (Die Herzogin), der ihm auch eine Nominierung für den Golden Globe einbrachte, und in „In

und sterben?). Für den Emmy, den Golden Globe und den Preis der

Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) wurde er mit seiner Leistung in dem HBO-Film „Bernard and Doris“ als Partner von Susan Sarandon nominiert. Zu seinen zahlreichen weiteren Filmen zählen „The Reader“ (Der Vorleser) mit Kate Winslet, Kathryn Bigelows Oscar-preisgekrönter „The Hurt Locker“ (Tödliches Kommando – The Hurt Locker), James Ivorys „The White Countess“ (The White Countess), der Oscar- prämierte Aardman-Animationsfilm „Wallace & Gromit in The Curse of the Were-Rabbit“ (Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen), „Red Dragon“ (Roter Drache), Neil Jordans „The End of the Affair“ (Das Ende einer Affäre) und „The Good Thief“ (The Good Thief; auch: Der Dieb von Monte Carlo), David Cronenbergs „Spider“ (Spider), Martha Fiennes’ „Chromophobia“ und „Onegin“ (Onegin – Eine Liebe in St. Petersburg), Istvan Szabos „Sunshine“ (Sunshine – Ein Hauch von Sonnenschein), „Maid in Manhattan“ (Manhattan Love Story), das Animationsmusical „The Prince of Egypt“ (Der Prinz von Ägypten), „The Avengers“ (Mit Schirm, Charme und Melone), „Oscar and Lucinda“ (Oscar und Lucinda), Kathryn Bigelows „Strange Days“ (Strange Days), Robert Redfords „Quiz Show“ (Quiz Show – Der Skandal) sowie „Wuthering Heights“ (Stürmische Leidenschaft; auch: Sturmhöhen), mit dem er sein Kinodebüt gab. Als Absolvent der Royal Academy of Dramatic Arts begann Fiennes seine Karriere auf der Bühne in London, darunter zwei Spielzeiten lang mit der Royal Shakespeare Company (RSC). 1995 spielte Fiennes den Hamlet in Jonathan Kents Inszenierung. Am Broadway gewann er für diese Leistung den Tony. Zu seinen anschließenden Theaterarbeiten zählen „Ivanov“ (Iwanow), wieder unter der Regie von Kent, die Titelrollen in Shakespeares „Richard II“ (König Richard II.) und „Coriolanus“ (Coriolan), Christopher Hamptons „The Talking Cure“

Bruges“ (Brügge sehen

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(Die Methode), in dem er die Rolle des Carl Jung übernahm, der Titelheld in Ibsens „Brand“ (Brand) mit der RSC und der Mark Anton in „Julius Caesar“ (Julius Cäsar). 2006 wirkte er erneut unter Regisseur Jonathan Kent in Brian Friels’ Stück „Faith Healer“ (Der Wunderheiler) mit, das am Gate Theatre in Dublin uraufgeführt und dann auch am Broadway gespielt wurde. Diese Darstellung brachte Fiennes eine Tony-Nominierung ein. 2008 trat Fiennes im Londoner West End in der Uraufführung von Yasmina Rezas Stück „The God of Carnage“ (Der Gott des Gemetzels) auf. Im selben Jahr war er in Samuel Becketts Solo-Stück „First Love“ am New Yorker Lincoln Center und dann in Kents Inszenierung von „Oedipus“ (König Ödipus) am Londoner National Theatre zu sehen. Im August 2011 kehrt Fiennes ins Londoner West End zurück und übernimmt die Rolle des Prospero in Shakespeares „The Tempest“ (Der Sturm) unter der Regie von Trevor Nunn.

MICHAEL GAMBON Gambon spielt wieder Albus Dumbledore, den er schon in „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) und „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) dargestellt hat. Gambon ist für seine Leistungen auf Bühne, Bildschirm und Leinwand ausgezeichnet worden. Nominierungen der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV- Schauspieler) und für den Critics’ Choice Award erhielt er aktuell als Ensemble-Mitglied in „The King’s Speech“ (The King’s Speech). Zuvor wurde er als Ensemblemitglied in Robert Altmans „Gosford Park“ (Gosford Park) mit dem Preis der SAG und dem Critics Choice Award ausgezeichnet. Den TV-Preis der British Film Academy (BAFTA) gewann er viermal – mit „Perfect Strangers“, „Longitude“ (Längengrad), „Wives and Daughters“, der ihm auch den Preis der Royal Television Society (RTS) einbrachte, und „The Singing Detective“ (Der singende Detektiv), für den er als Titelheld auch die Preise der Royal Television Society und der Broadcast Press Guild erhielt. Nominierungen für den Emmy und den Golden Globe bekam Gambon für seine Darstellung von Präsident Lyndon Baines Johnson im HBO-Film „The Path to War“. 1998 wurde er für seine Verdienste um das Theater von Königin Elizabeth II. geadelt. Demnächst ist Gambon in „Page Eight“ zu sehen, den David Hare schreibt und inszeniert. Weitere Filme: „Fantastic Mr. Fox“ (Der fantastische Mr. Fox), „The Book of Eli“ (The Book of Eli), „Brideshead Revisited“ (Wiedersehen mit Brideshead), Jake Paltrows „The Good Night“ (The Good Night – Träum weiter…), Robert De Niros „The Good Shepherd“ (Der gute Hirte), das Remake von „The Omen“ (Das Omen), Wes Andersons „The Life Aquatic“ (Die Tiefseetaucher), „Sky Captain and the World of Tomorrow“ (Sky Captain and the World of Tomorrow), „Sylvia“ (Sylvia), „Open Range“ (Open Range – Weites Land), „The Insider“

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(Insider), Tim Burtons „Sleepy Hollow“ (Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen), „The Last September“, „Dancing at Lughnasa“ (Tanz in die Freiheit; auch: Ein Sommer und eine Nacht), „The Gambler“ (Dunkle Tage in St. Petersburg), „The Wings of the Dove“ (Die Flügel der Taube) und „The Cook, the Thief, His Wife & Her Lover“ (Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber). Im Fernsehbereich übernahm er Rollen in Mike Nichols’ preisgekrönter HBO-Miniserie „Angels in America“ (Engel in Amerika), in der BBC-Miniserie „Masterpiece Theatre:

Cranford“ (Elizabeth Gaskell’s Cranford) und im HBO-Film „Joe’s Palace“. Als gebürtiger Ire begann Gambon seine Karriere am Edwards/MacLiammoir Gate Theatre in Dublin. 1963 gehörte er zum Originalensemble der National Theatre Company am Old Vic unter Laurence Olivier, bevor er an das Birmingham Repertory Theatre ging, wo er den Titelhelden in „Othello“ (Othello) spielte. Oft ist er auch im Londoner West End aufgetreten, zum Beispiel in Simon Grays „Otherwise Engaged“ (Nicht erreichbar), in den Londoner Premieren dreier Alan-Ayckbourn-Stücke, „The Norman Conquests“ (Normans Eroberungen), „Just Between Ourselves“ (Ganz unter uns) und „Man of the Moment“ (Der Held des Tages), in „Alice’s Boys“, Harold Pinters „Old Times“ (Alte Zeiten), als Titelheld in „Uncle Vanya“ (Onkel Wanja) und in „Veterans Day“ mit Jack Lemmon. 1987 gewann er etliche Preise, darunter den Olivier Award als Bester Darsteller, für seine Leistung in der Londoner Neuinszenierung von Arthur Millers „A View From the Bridge“ (Ein Blick von der Brücke). Am Royal National Theatre (RNT) spielte Gambon wichtige Rollen in den Uraufführungen von Harold Pinters „Betrayal“ (Betrogen) und „Mountain Language“ (Berg- Sprache), Simon Grays „Close of Play“ (Ende des Spiels), Christopher Hamptons „Tales From Hollywood“ (Geschichten aus Hollywood), in drei weiteren Stücken von Alan Ayckbourn, „Sisterly Feelings“ (Geschwisterliche Gefühle), „A Chorus of Disapproval“ (Einer für alles), das ihm den Olivier Award einbrachte, und „A Small Family Business“ (Familiengeschäfte), sowie in David Hares „Skylight“, das später im West End und dann am Broadway aufgeführt wurde. Weitere RNT-Auftritte: „Endgame“ (Endgame) mit Lee Evans, und als Falstaff in „Henry IV, Parts I and II“ (König Heinrich der IV.). Hinzu kommen „Volpone“ (Volpone oder Der Fuchs), das ihm den Preis des Evening Standard einbrachte, Nicholas Hytners Inszenierung „Cressida“ am Almeida Theatre, Patrick Marbers Inszenierung „Caretaker“ (Der Hausmeister) im West End und Stephen Daldrys „A Number“ (Die Kopien) am Royal Court Theatre.

CIARÁN HINDS Hinds übernimmt die Rolle von Aberforth Dumbledore, dem Bruder des verstorbenen Hogwarts-Direktors Albus Dumbledore. 2010 spielte Hinds neben Anthony Hopkins eine Hauptrolle in dem Psycho-Thriller „The Rite“ (The Rite – Das Ritual). Demnächst tritt er im Remake von „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“

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(Dame, König, As, Spion) auf, außerdem im Thriller „The Woman in Black“, dem Action- Fantasy-Film „Ghost Rider: Spirit of Vengeance“ sowie im animierten „John Carter of Mars“ (John Carter of Mars). 2009 wurde er auf dem Tribeca Film Festival mit „The Eclipse“ als Bester Darsteller ausgezeichnet. 2010 wurde er auf dem Filmfestival in Dublin für sein Lebenswerk geehrt. Zu seinen aktuellen Filmen zählen „Life During Wartime“, „Race to Witch Mountain“ (Die Jagd zum magischen Berg), „Stop-Loss“ (Stop-Loss), „Miss Pettigrew Lives for a Day“ (Miss Pettigrews großer Tag), „There Will Be Blood“ (There Will Be Blood), „Margot at the Wedding“ (Margot und die Hochzeit), „The Nativity Story“ (Es begab sich aber zu der Zeit…) und „Amazing Grace“. Neben Eric Bana und Daniel Craig trat er in Steven Spielbergs umstrittenem Tatsachendrama „Munich“ (München) auf. Außerdem wirkte Hinds in der HBO- Serie „Rome“ (Rom) mit, die ihm mit der Rolle des Julius Caesar den Irish Film and Television Award einbrachte. Frühere Filmrollen: „Calendar Girls“ (Kalender Girls), „Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life“ (Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens), „Veronica Guerin“ (Die Journalistin), „Road to Perdition“ (Road to Perdition), „The Sum of All Fears“ (Der Anschlag), „Titanic Town“ (Frontline – Zwischen den Fronten), „Oscar and Lucinda“ (Oscar und Lucinda), „Some Mother’s Son“ (Mütter & Söhne), „Circle of Friends“ (Circle of Friends – Im Kreis der Freunde), und das Artus-Sagenepos „Excalibur“ (Excalibor – Das Schwert des Königs), mit dem er sein Spielfilmdebüt gab. Hinds begann seine Karriere in seiner nordirischen Heimat und trat oft am Citizens’ Theatre in Glasgow auf. Später wurde er ins Ensemble der Royal Shakespeare Company aufgenommen, in dem er Rollen in „The Last Days of Don Juan“, „Troilus and Cressida“ (Troilus und Cressida), „Edward II“ (Edward II.) und den Titelhelden in „Richard III“ (Richard III.) spielte.

JASON ISAACS Jason Isaacs übernimmt erneut die Rolle des anmaßend-arroganten Todessers Lucius Malfoy, der Macht und Ansehen verloren hat. Zuvor spielte er den Lucius in „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). Aktuell hat Isaacs die Hauptrolle in der neuen NBC-Serie „Awake“ übernommen, die er auch produziert. Die Dreharbeiten beginnen im August 2011 in Los Angeles. Demnächst spielt Isaacs neben Taylor Lautner und Maria Bello eine Hauptrolle in John Singletons „Abduction“ (Abduction), der im September 2011 anlaufen soll.

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Zuvor war Isaacs neben Matt Damon in Paul Greengrass’ Action-Thriller „Green Zone“ (Green Zone) und in dem unabhängig produzierten „Skeletons“ zu sehen. Als Sprecher ist er in „Cars 2“ (Cars 2) und in der Videopremiere „Green Lantern: Emerald Knights“ zu hören, die beide ab Sommer zu sehen sind. Kürzlich trat er in der BBC-TV-Miniserie „Case Histories“ nach den Krimi-Bestsellern von Kate Atkinson auf – er spielt darin den legendären Detektiv Jackson Brodie. Als Executive Producer und Hauptdarsteller neben Viggo Mortensen war er 2008 in dem vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus angesiedelten „Good“ zu sehen, der ihm als Nebendarsteller eine Nominierung für den Preis der Londoner Filmkritiker einbrachte. Als Hauptdarsteller wurde er mit seiner Leistung in der BBC-Miniserie „The State Within“ (Die Schattenmacht – The State Within) für den Golden Globe nominiert. Die Hauptrolle in dem BBC-TV-Film „The Curse of Steptoe“ brachte ihm eine Nominierung für den Fernsehpreis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) ein. Berühmt wurde Isaacs 2000 mit seiner Darstellung des brutalen Colonel William Tavington in Roland Emmerichs „The Patriot“ (Der Patriot), für den ihn die Londoner Filmkritiker in der Nebendarsteller-Kategorie nominierten. 2001 spielte er einen Transvestiten in dem Remake von „Sweet November“ (Sweet November – Eine Liebe im Herbst), und ebenfalls kaum zu erkennen war er als glatzköpfiger Capt. Mike Steele in Ridley Scotts Kriegsdrama „Black Hawk Down“ (Black Hawk Down). Es folgten John Woos Weltkriegsdrama „Windtalkers“ (Windtalkers), die romantische Komödie „Passionada“ (Passionada) sowie die Action-Komödie „The Tuxedo“ (The Tuxedo – Gefahr im Anzug) mit Jackie Chan. 2003 spielte Isaacs die Doppelrolle des Captain Hook und Mr. Darling in P.J. Hogans Realfilm-Abenteuer „Peter Pan“ (Peter Pan). Isaacs war in mehreren Filmen des Regisseurs Paul Anderson zu sehen: in „Event Horizon“ (Event Horizon – Am Rande des Universums), „Soldier“ (Star Force Soldier) und „Shopping“ (Shopping) sowie mit einem Gastauftritt in „Resident Evil“ (Resident Evil). Weitere Rollen: „The End of the Affair“ (Das Ende einer Affäre), „Armageddon“ (Armageddon – Das jüngste Gericht) sowie die Independent-Filme „Friends with Money“ (Freunde mit Geld), „Tennis, Anyone…?“, „The Chumscrubber“ (Glück in kleinen Dosen), „Nine Lives“ (Nine Lives), „Hotel“, „The Last Minute“ (The Last Minute) und „Divorcing Jack“ (Starkey). Auf dem Bildschirm wirkte er in drei Staffeln der mit dem Peabody Award ausgezeichneten Showtime-Serie „Brotherhood“ mit. Weitere TV-Rollen: der Fernsehfilm „Scars“ auf Channel 4, eine gelegentliche Rolle in der NBC-Serie „The West Wing“ (The West Wing – Im Zentrum der Macht) und eine Gastrolle in der Serie „Entourage“ (Entourage). Am Anfang seiner Karriere spielte er zwei Staffeln lang in der britischen Hitserie „Capital City“ (Capital City), und er war in der umstrittenen BBC-Miniserie „Civvies“ dabei.

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Im Londoner Royal National Theatre trat er als Louis in der gefeierten Inszenierung des mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Stücks „Angels in America – Parts 1 & 2“ (Engel in Amerika) auf. Fünfmal war er auf dem Edinburgh Festival zu sehen und mehrfach im Londoner West End, darunter in der kürzlichen Neuinszenierung von Harold Pinters „The Dumb Waiter“ (Der stumme Diener). Jason Isaacs stammt aus Liverpool. Während seines Jura-Studiums an der Bristol University wirkte er als Regisseur und/oder Hauptdarsteller in 20 Stücken mit. Seine Ausbildung machte er an der renommierten Central School of Speech and Drama in London.

HELEN MCCRORY Helen McCrory spielt Narcissa Malfoy, deren Loyalität zum Dunklen Lord durch die Liebe zu ihrem Sohn Draco auf die Probe gestellt wird. Dieselbe Rolle spielte sie bereits in „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). Inzwischen hat McCrory Martin Scorseses „Hugo Cabret“ (Die Entdeckung des Hugo Cabret) abgedreht, der im November 2011 anlaufen soll. 2006 spielte sie Tony Blairs (Michael Sheen) Frau Cherie Blair in dem preisgekrönten, auf einer wahren Geschichte basierenden „The Queen“ (Die Queen). Mit dieser Leistung wurde sie als Nebendarstellerin für den Preis der Londoner Filmkritiker nominiert. In denselben Rollen traten sie und Sheen 2010 in dem gefeierten HBO-Film „The Special Relationship“ auf. Weitere aktuelle Filme: Julian Jarrolds „Becoming Jane“ (Geliebte Jane), „Flashbacks of a Fool“ (Flashbacks of a Fool) mit Daniel Craig, der Animationsfilm „Fantastic Mr. Fox“ (Der fantastische Mr. Fox) und der Thriller

„4.3.2.1“.

McCrory stammt aus London, sie begann ihre Karriere auf der Bühne. Mit ihrer Leistung in „Blood Wedding“ gewann sie als Beste Darstellerin den Preis der Manchester Evening News, und den Ian Charleson Award verbuchte sie als Rose Trelawney in „Trelawney of the Wells“. Für den Londoner Evening Standard Award erhielt sie eine Nominierung mit Tschechows „Uncle Vanya“ (Onkel Wanja), und eine Nominierung für den Olivier Award folgte mit ihrer Leistung als Rosalind in Shakespeares „As You Like It“ (Wie es euch gefällt). Auch McCrorys zahlreiche Arbeiten im Fernsehbereich wurden gewürdigt – unter anderem mit dem Darstellerpreis der Broadcasting Press Guild für ihre Rolle in der Serie „North Square“. Weitere TV-Auftritte: die Titelrolle in den TV-Filmen „Anna Karenina“ und „Carla“, die Miniserien „The Jury“ und „The Last King“ sowie die Serie „Life“. McCrory gab ihr Kinodebüt in Neil Jordans „Interview with the Vampire“ (Interview mit einem Vampir). Aufmerksamkeit erregte sie mit ihrem Auftritt in dem BBC-Wales-Fernsehfilm „Streetlife“, der ihr etliche Preise einbrachte: Preis der walisischen Abteilung der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA), den Preis des Fernsehfestivals in Monte Carlo

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und den Preis der Royal Television Society. Weitere Filme: Gillian Armstrongs „Charlotte Gray“ (Die Liebe der Charlotte Gray) mit Cate Blanchett, Kevin Reynolds’ „The Count of Monte Cristo“ (Monte Cristo), Roger Michells „Enduring Love“ (Liebeswahn) mit Daniel Craig und Lasse Hallströms „Casanova“ (Casanova) mit Heath Ledger.

ALAN RICKMAN Wieder tritt Rickman als rätselhafter Professor Severus Snape auf, den er in allen Harry- Potter-Filmen gespielt hat. Der ehemalige Lehrer für Zaubertränke ist inzwischen Direktor von Hogwarts. Rickman hat Snape seit „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) in allen Harry-Potter-Filmen gespielt. Demnächst ist Rickman neben Colin Firth und Cameron Diaz in Michael Hoffmans Krimi-Komödie „Gambit“ zu sehen, die die Coen-Brüder schreiben. Alan Rickman hatte sich in seiner britischen Heimat bereits als preisgekrönter Theaterdarsteller profiliert, als er 1988 mit dem Action-Blockbuster „Die Hard“ (Stirb langsam) sein Filmdebüt gab. Seitdem hat er für seine Film- und TV-Rollen etliche Preise gewonnen. 1992 erhielt er als Bester Nebendarsteller den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) mit seiner Darstellung des Sheriffs von Nottingham in „Robin Hood:

Prince of Thieves“ (Robin Hood – König der Diebe). Den British Film Award der Tageszeitung Evening Standard und den Preis der Londoner Filmkritiker verbuchte er mit derselben Rolle sowie mit seinen Leistungen in Anthony Minghellas „Truly, Madly, Deeply“ (Wie verrückt und aus tiefstem Herzen) und Stephen Poliakoffs „Close My Eyes“ (Schließe meine Augen – begehre oder töte mich), wobei die Londoner Filmkritiker gleichzeitig auch noch seine Darstellung in „Quigley Down Under“ (Quigley der Australier) auszeichneten. BAFTA- Nominierungen erhielt er später mit Ang Lees „Sense and Sensibility“ (Sinn und Sinnlichkeit) und Neil Jordans „Michael Collins“ (Michael Collins). Erst kürzlich war Rickman als Richter Turpin in Tim Burtons Verfilmung des Musicals „Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street“ (Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street) von Stephen Sondheim zu sehen. Für Burton übernahm er 2010 auch die Sprechrolle der Blauen Raupe in dem Fantasy-Hit „Alice in Wonderland“ (Alice im Wunderland, 2010). Weitere Filme: „Bottle Shock“ (Bottle Shock), der ihm 2008 den Darstellerpreis auf dem Seattle Film Festival einbrachte, „Nobel Son“ (Nobel Son), „Perfume:

The Story of a Murderer“ (Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders), „Snow Cake“ (Snow Cake), „Love Actually“ (Tatsächlich… Liebe), „Blow Dry“ (Über kurz oder lang), „Galaxy Quest“ (Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall), „Dogma“ (Dogma), „Judas Kiss“ (Judas Kiss), und „Mesmer“ (Mesmer), mit dem er 1994 auf dem Filmfestival in Montreal zum Besten Darsteller gekürt wurde. Als rätselhafter russischer Mönch und Titelheld in dem HBO-Film „Rasputin“ (Rasputin) gewann Rickman 1997 den Emmy, den Golden Globe und den Preis der Screen Actors Guild

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(US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler). Seitdem wurde er auch mit dem HBO-Film „Something the Lord Made“ (Ein Werk Gottes, 2004) für den Emmy nominiert. 2010 trat er neben Emma Thompson in dem BBC-Fernsehfilm „The Song of Lunch“ auf. 1997 gab Rickman sein Spielfilmregiedebüt mit „The Winter Guest“, in dem Emma Thompson neben ihm die Hauptrolle spielte. Rickman schrieb auch mit Sharman Macdonald das Drehbuch nach Macdonalds Bühnenstück. Der Film lief auf dem Filmfestival in Venedig, war für den Goldenen Löwen nominiert und gewann drei weitere Preise. Auf dem Chicago Film Festival wurde er als Bester Film ausgezeichnet. Außerdem inszenierte Rickman das Stück auch auf der Bühne des West Yorkshire Playhouse und am Almeida Theatre in London. Daneben inszenierte er am Royal Court Theatre im Londoner West End „My Name Is Rachel Corrie“ (Mein Name ist Rachel Corrie), das als Bestes neues Stück und für die Beste Regie mit dem Theatregoers’ Choice Award (Preis der Theaterbesucher) ausgezeichnet wurde und später in New York lief. Zuletzt inszenierte er August Strindbergs „Creditors“ (Gläubiger) am Londoner Theater Donmar Warehouse – im April 2010 wurde die Inszenierung auch in New York an der Brooklyn Academy aufgeführt. Rickman lernte sein Handwerk an der Royal Academy of Dramatic Arts und war dann zwei Spielzeiten lang Mitglied der Royal Shakespeare Company (RSC). 1985 spielte er den Vicomte de Valmont in der Uraufführung von „Les Liaisons Dangereuses“ (Gefährliche Liebschaften) im West End und 1987 auch am Broadway, wo er für den Tony nominiert wurde. 2001 und 2002 trat Rickman in der gefeierten West-End-Inszenierung von Noel Cowards „Private Lives“ (Hochzeitsreise) auf. Er gewann den Variety Club Award und den Theatre Goers Award, und er war für den Olivier Award sowie für den Preis der Tageszeitung Evening Standard nominiert. 2002 wechselte das Ensemble an den Broadway, wo Rickman in der Kategorie Bester Darsteller erneut für den Tony nominiert wurde. Auf der Bühne des Abbey Theatre in Dublin spielte er aktuell in Ibsens „John Gabriel Borkman“ (John Gabriel Borkman) – im Januar 2011 wurde die Inszenierung auch an der Brooklyn Academy aufgeführt.

MAGGIE SMITH Wieder übernimmt Smith die Rolle der Hogwarts-Professorin Minerva McGonagall. Diese Rolle spielte Smith erstmals in „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) sowie später in „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz). Zu Smiths zahlreichen Auszeichnungen für ihre Bühnen-, Film- und TV-Rollen gehören zwei Oscars: Den ersten Oscar gewann sie mit ihrer unvergesslichen Darstellung der Titelheldin

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„The Prime of Miss Jean Brodie“ (Die besten Jahre der Miss Jean Brodie, 1969), der ihr auch den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) und eine Nominierung für den Golden Globe einbrachte. Ein Jahrzehnt später erhielt sie ihren zweiten Oscar sowie den Golden Globe, den Preis der Tageszeitung Evening Standard und eine BAFTA-Nominierung für ihren Auftritt in „California Suite“ (Das verrückte California Hotel). Nominierungen für den Oscar, den Golden Globe und den BAFTA verbuchte Smith kürzlich mit Robert Altmans „Gosford Park“ (Gosford Park), mit dem sie außerdem den Preis der Screen Actors Guild (US- Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) sowie – als Ensemblemitglied – den Critics’ Choice Award gewann. Zu Smiths umfangreichen Würdigungen ihrer darstellerischen Kunst zählen die Oscar- Nominierungen für „Othello“ (Othello), „Travels With My Aunt“ (Reisen mit meiner Tante) und „A Room With a View“ (Zimmer mit Aussicht), der ihr außerdem den Preis der BAFTA und den Golden Globe einbrachte, BAFTA-Preise für „Tea with Mussolini“ (Tee mit Mussolini) und „A Private Function“ (Magere Zeiten), den Preis der Tageszeitung Evening Standard für James Ivory´s „Quartet“ (Quartett) und den BAFTA-Preis, sowie den Preis der Tageszeitung Evening Standard für „The Lonely Passion of Judith Hearne“ (Die große Sehnsucht der Judith Hearne). Demnächst tritt Smith in dem von Dustin Hoffman inszenierten „Quartet“ und John Maddens „The Best Exotic Marigold Hotel“ auf. Zu ihren Filmen zählen auch „Gnomeo & Juliet“ (Gnomeo und Julia), „Nanny McPhee Returns“/Nanny McPhee and the Big Bang“ (Eine zauberhafte Nanny – Knall auf Fall in ein neues Abenteuer), „Divine Secrets of the Ya-Ya Sisterhood“ (Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern), „The First Wives Club“ (Der Club der Teufelinnen), „Sister Act“ (Sister Act – Eine himmlische Karriere), „The Secret Garden“ (Der geheime Garten), „Hook“ (Hook), „Becoming Jane“ (Geliebte Jane), „The Last September“, „Washington Square“ (Washington Square), „Richard III“ (König Richard III.), „The Missionary“ (Der Missionar), „Death on the Nile“ (Tod auf dem Nil), „Murder by Death“ (Eine Leiche zum Dessert) und „The Honey Pot“ (Venedig sehen – und erben…). Auf dem Bildschirm tritt sie in der ITV-Serie „Downton Abbey“ auf, die in den USA von PBS ausgestrahlt wird. Den Emmy erhielt sie für ihre Leistung in dem HBO-Film „My House in Umbria“ (Mein Haus in Umbrien, 2003). 2010 verbuchte sie ihre vierte Emmy-Nominierung mit dem HBO-Film „Capturing Mary“. Emmy-Nominierungen bekam Smith zuvor für ihre Rollen in den TV-Filmen „Suddenly, Last Summer“ und „David Copperfield“ (David Copperfield), der ihr auch eine BAFTA-Nominierung einbrachte. Weitere BAFTA- Nominierungen bekam sie mit „Memento Mori“ (Memento) und „Mrs. Silly“ sowie mit der Miniserie „Talking Heads“, mit der sie den Preis der Royal Television Society gewann. Ihre erste Theaterrolle spielte Maggie Smith 1952 in der Oxford University Drama Society. Als Profi trat sie erstmals 1956 in der New Yorker „New Faces“-Revue auf. 1959

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wurde sie in die Old Vic Company aufgenommen und begann sofort Preise zu sammeln. 1962 gewann sie den Preis des Evening Standard als Doreen in „The Private Ear“ (Hören Sie zu) und als Belinda in „The Public Eye“ (Geben Sie Acht). 1963 wurde sie Ensemblemitglied am Londoner National Theatre und spielte neben Laurence Olivier als „Othello“ die Desdemona. Weitere Erfolge am National Theatre verbuchte sie mit „Black Comedy“, „Miss Julie“ (Fräulein Julie), „The Country Wife“ (Die Unschuld vom Lande), „The Beaux Stratagem“ (Stutzerlist), „Much Ado About Nothing“ (Viel Lärm um nichts) und „Hedda Gabler“ (Hedda Gabler). Während ihrer glänzenden Film- und Fernsehkarriere ist Smith den Londoner und New Yorker Bühnen immer treu geblieben. Den Tony gewann sie mit „Lettice and Lovage“ (Laura und Lotte), Tony-Nominierungen erhielt sie zuvor für „Night and Day“ (Tag und Nacht) und „Private Lives“ (Hochzeitsreise). Den Preis des Evening Standard verbuchte sie mit „Virginia“ (Virginia) und „Three Tall Women“. 1990 wurde sie mit dem Orden Dame of the British Empire gewürdigt. Sie ist Ehrenmitglied des British Film Institute und erhielt 1993 den Silbernen Preis der BAFTA für ihr Lebenswerk.

JULIE WALTERS Julie Walters spielt wieder die mütterliche Mrs. Molly Weasley, als die sie bereits in allen früheren Harry-Potter-Filmen mitgewirkt hat. Zweimal war Walters für den Oscar nominiert. Berühmt wurde sie mit ihrem Kinodebüt „Educating Rita“ (Rita will es endlich wissen) an der Seite von Michael Caine. Diese Rolle brachte ihr neben der ersten Oscar-Nominierung den Golden Globe und den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) ein. Die zweite Oscar-Nominierung folgte für ihre Rolle als Billys Ballettlehrerin in Stephen Daldrys „Billy Elliot“ (Billy Elliot – I Will Dance). Sie wurde für den Golden Globe und den Europäischen Filmpreis nominiert und gewann den Preis der BAFTA sowie die Preise der Publikationen Empire, Evening Standard und den Preis der Londoner Filmkritiker. Außerdem bekam sie gleich zwei Nominierungen der Screen Actors Guild (US-Gewerkschaft der Film- und TV-Schauspieler) – eine in der Kategorie Nebendarstellerin und eine weitere als Ensemblemitglied. Ihre Leistungen in „Personal Services“ (Personal Service) und „Stepping Out“ (Stepping Out) brachten ihr Nominierungen für den BAFTA ein – mit Letzterer gewann sie den Variety Club Award. Im aktuellen „Brave“ ist Walters als Sprecherin zu hören. 2010 wirkte sie als Sprecherin in dem animierten Hit „Gnomeo & Juliet“ (Gnomeo und Julia) mit. 2008 war Walters neben Meryl Streep in der weltweit erfolgreichen Filmversion des Musicals „Mamma Mia!“ (Mamma Mia!) zu sehen. Weitere Filme: Julian Jarrolds „Becoming Jane“ (Geliebte Jane), „Driving Lessons“ (Driving Lessons – Mit Vollgas ins Leben) mit ihrem Harry-Potter-Sohn Rupert Grint, „Wah-Wah“, „Calendar Girls“ (Kalender Girls), „Before You Go“, Roger Michells „Titanic

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Town“ (Frontline – Zwischen den Fronten), „Girls’ Night“ (Girls’ Night – Jetzt oder nie), „Intimate Relations“ (Bed & Breakfast – Die Miete zahlt der Tod), „Sister My Sister“ (Sister My Sister), „Just Like a Woman“ (Just Like a Woman; auch: Unbeschreiblich weiblich), „Buster“ (Buster – Ein Gauner mit Herz) und Stephen Frears’ „Prick Up Your Ears“ (Prick Up Your Ears; auch: Das stürmische Leben des Joe Orton). Auch den britischen Fernsehzuschauern ist Walters sehr vertraut. 2010 wurde sie gleich doppelt für den TV-Preis der BAFTA nominiert – jeweils in der Kategorie Hauptdarstellerin:

für ihre Leistungen in den Fernsehfilmen „A Short Stay in Switzerland“ und „Mo“. Sie erhielt den Preis für Letzteren. 2002, 2003 und 2004 gewann sie drei BAFTAs hintereinander für ihre Auftritte in „Strange Relations“/auch: „My Beautiful Son“, „Murder“ (der ihr auch den Preis der Royal Television Society einbrachte) und „The Canterbury Tales“, für den sie außerdem den Preis der Broadcasting Press Guild erhielt. Zuvor bekam sie bereits vier weitere BAFTA- Nominierungen: 1983 für die Miniserie „Boys From the Blackstuff“, 1987 für die Serie „Victoria Wood: As Seen on TV“, 1994 für den TV-Film „The Wedding Gift“, und 1999 für die Serie „Dinnerladies“. Weitere TV-Rollen: „Filth: The Mary Whitehouse Story“, „The Ruby in the Smoke“ (Der Rubin im Rauch), „Ahead of the Class“, „The Return“, „Oliver Twist“, „Jake’s Progress“, „Pat and Margaret“ (Wie werde ich meine Schwester los?), „The Summer House“, „Julie Walters and Friends“, „Talking Heads“ und „The Birthday Party“. Daneben hat sich Walters auch auf der Theaterbühne profiliert. 2001 gewann sie den Olivier Award mit Arthur Millers „All My Sons“ (Alle meine Söhne). Sam Shepards „Fool for Love“ (Liebestoll) brachte ihr in der Kategorie Beste Darstellerin eine weitere Nominierung für den Laurence Olivier Award ein. Bühnenrollen übernahm sie in Willy Russells „Educating Rita“ (ihr Bühnendebüt – die Rolle spielte sie später auch in der Verfilmung), „Jumpers“ (Akrobaten), „Having a Ball“, „Frankie and Johnny in the Clair de Lune“, „When I Was a Girl I Used to Scream and Shout“ (Als junges Mädchen habe ich ständig geschrien), Tennessee Williams’ „The Rose Tattoo“ (Die tätowierte Rose), und im Musical „Acorn Antiques“. Außerdem hat Walters 2006 ihren ersten Roman „Maggie’s Tree“ veröffentlicht. Ihre Autobiografie „That’s Another Story“ erschien 2008.

TOM FELTON Felton ist wie in allen bisherigen Harry-Potter-Filmen wieder als Slytherin-Anführer und Harrys Erzfeind Draco Malfoy zu sehen. In Kürze ist Felton in dem gespenstischen Thriller „The Apparition“ neben Ashley Greene und Sebastian Stan sowie in dem Science-Fiction-Action-Film „Rise of the Apes“ – dem Prequel zu „Planet of the Apes“ (Planet der Affen) – neben James Franco und Freida Pinto zu sehen. Hinzu kommt der unabhängig produzierte Sportfilm „From the Rough“ – darin geht es um den Coach Santana Sparks, dargestellt von Taraji P. Henson.

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Schon als Neunjähriger übernahm Felton seine erste Profi-Rolle: Er spielte den Peagreen Clock in Peter Hewitts Fantasy-Film „The Borrowers“ (Ein Fall für die Borger). Dadurch wurde Regisseur Andy Tennant auf ihn aufmerksam, der ihn im Spielfilmepos „Anna and the King“ (Anna und der König, 1999) besetzte. Darin spielte der damals elfjährige Felton Annas Sohn Louis Lenowens neben Jodie Foster in der Titelrolle der Anna. Zwei Jahre später ergatterte er die begehrte Rolle des Draco Malfoy im ersten Harry- Potter-Film „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen). Dieselbe Rolle übernahm Felton auch in „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix), „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). Als Bester Bösewicht gewann er mit den beiden letztgenannten Filmen den MTV Movie Award in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Eine Gastrolle spielte er 2010 in der Komödie „Get Him to the Greek“ (Männertrip) mit Russell Brand. Neben seinen Aufgaben als Schauspieler widmet sich Felton seiner anderen Leidenschaft – der Musik. Er hat sich das Gitarrespielen selbst beigebracht und schreibt und spielt seine eigenen Songs.

MATTHEW LEWIS Lewis spielt Harry Potters treuen und mutigen Freund Neville Longbottom, der sich im Kampf gegen Lord Voldemort bewährt. Schon mit fünf Jahren gab Matthew sein Bühnendebüt in einem Amateurensemble. Die Rolle des Neville bekam er aufgrund eines offenen Vorsprechens für „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) in seiner Heimatstadt Leeds. Er spielte die Rolle auch in „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix), „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). 2010 trat er in dem unabhängig produzierten Film „The Sweet Shop“ auf. Er hat bereits Hauptrollen in einer Reihe von britischen Fernsehserien gespielt, zum Beispiel in „Heartbeat“, „City Central“, „Where the Heart Is“, „Sharpe“ (Die Scharfschützen), „Dalziel and Pascoe“ und „Some Kind of Life“ (Zurück ins Leben).

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Aktuell

hat

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als

Hauptdarsteller

eine

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mit

Bill

Kenwrights

Produktion des Stücks „Verdict“ (Das Urteil) von Agatha Christie abgeschlossen.

EVANNA LYNCH Ihr Schauspieldebüt gab Evanna Lynch als Luna Lovegood in „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix). Sie spielte die Rolle auch in „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). Die gebürtige Irin war bereits ein glühender Harry-Potter-Fan, als sie Anfang 2006 unter 15.000 hoffnungsvollen Mädchen für die Rolle der Luna ausgewählt wurde. Durch ihre Seelenverwandtschaft mit der ungewöhnlichen Filmfigur setzte sie sich deutlich von den Konkurrentinnen ab und ergatterte die begehrte Rolle.

BONNIE WRIGHT Bonnie Wright ist mit der Rolle der Ginny Weasley aufgewachsen – Ginny ist das jüngste der Weasley-Geschwister. In den späteren Filmen verliebte sich Harry Potter in die mutige junge Zauberin. Wright war erst zehn Jahre alt, als sie die Ginny 2001 in „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) spielte. In den folgenden zehn Jahren wuchs sie mit der Rolle buchstäblich auf: Es folgten „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix), „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). Außerdem übernimmt Wright Hauptrollen in zwei unabhängig produzierten Filmen: in der Filmanthologie „Geography of the Hapless Heart“ und im Thriller „The Philosophers“. Zuvor ist sie in zahlreichen TV-Produktionen aufgetreten. Sie spielte die junge Agatha Christie in dem BBC-Fernsehfilm „Agatha Christie: A Life in Pictures“ (Agatha Christie – Mein Leben in Bildern) und wirkte in dem Hallmark-Abenteuerfilm „Stranded“ (Schiffbrüchig) mit. Als Sprecherin war sie in einer Episode der animierten Disney-Serie „The Replacements“ (Disneys Tauschrausch) zu hören. Neben ihrer Schauspielerei entwickelt Wright ihr musikalisches Talent – sie spielt Gitarre und Saxofon.

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HINTER DER KAMERA

DAVID YATES Regie Yates schließt die Harry-Potter-Filmserie mit einem epischen Finale ab – er hat die letzten vier der acht Filme umfassenden Franchise inszeniert. Der preisgekrönte Regisseur gewann den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) erstmals für seine BBC-Miniserie „The Way We Live Now“ mit Matthew Macfadyen und Miranda Otto. 2003 inszenierte er die Serie „State of Play“ (Mord auf Seite eins), wurde damit für den BAFTA-Preis nominiert und gewann den Preis der Directors Guild of Great Britain (DGGB, Gewerkschaft der Regisseure). Im Jahr darauf inszenierte Yates den kompromisslosen Zweiteiler „Sex Traffic“ (Sex Traffic), gewann erneut den Preis der BAFTA und erhielt eine zweite DGGB-Nominierung. Sein schonungsloser Report über die Sex-Branche wurde mehrfach international ausgezeichnet, verbuchte acht BAFTA-Preise und vier RTS-Preise, in beiden Fällen auch als Bestes Drama, sowie den Jury-Preis für die Beste Miniserie auf dem TV-Festival in Reims und die Goldene Nymphe auf dem TV-Festival in Monte Carlo. 2005 wurde Yates mit dem HBO-Film „The Girl in the Café“ (G8 auf Wolke Sieben) für den Emmy nominiert. Bill Nighy und Kelly Macdonald spielten in dieser Lovestory die Hauptrollen. Yates wuchs in St. Helens/Merseyside auf, er studierte Politik an der University of Essex und der Georgetown University in Washington/DC. Seine erste Regiearbeit war der preisgekrönte Kurzfilm „When I Was a Girl“, den er auch geschrieben hat.

DAVID HEYMAN Produzent Heyman hat alle Filmversionen von J.K. Rowlings extrem erfolgreichen Harry-Potter- Büchern produziert. 1997 las er das erste Buch als noch unveröffentlichtes Manuskript und erkannte sofort dessen Kinopotenzial. Mit „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 2“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2) schließt er die erfolgreichste Filmserie aller Zeiten ab. Derzeit produziert Heyman Alfonso Cuaróns „Gravity“ mit den Oscar-Preisträgern George Clooney und Sandra Bullock. Der Film soll 2012 anlaufen. Weitere aktuelle Produktionen: David Hares „Page Eight“, ein Spionage-Thriller mit Ralph Fiennes, Rachel Weisz, Bill Nighy und Michael Gambon, „Yes Man“ (Der Ja-Sager) mit Jim Carrey, Francis Lawrences erfolgreicher Science-Fiction-Thriller „I Am Legend“ (I Am Legend) mit Will Smith, Mark Hermans gefeierter „The Boy in the Striped Pyjamas“ (Der

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Junge im gestreiften Pyjama) mit Vera Farmiga und David Thewlis sowie John Crowleys unabhängig produzierter „Is Anybody There?“ mit Michael Caine in der Hauptrolle. Heyman hat Schulen in England und den USA besucht. Seinen Berufseinstieg absolvierte er als Laufbursche der Produktion bei Milos Formans „Ragtime“ (Ragtime) und David Leans „A Passage to India“ (Reise nach Indien). 1986 wurde Heyman in Los Angeles bei Warner Bros. Manager im kreativen Bereich und betreute Filme wie „Gorillas in the Mist“ (Gorillas im Nebel – Die Leidenschaft der Dian Fossey) und „GoodFellas“ (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia). Ende der 1980er-Jahre stieg er bei United Artists zum Vice President auf. Heyman entschied sich dann jedoch, es als unabhängiger Produzent zu versuchen. Seine ersten eigenen Produktionen waren Ernest R. Dickersons „Juice“ (Juice – City-War) mit Tupac Shakur und Omar Epps in den Hauptrollen sowie Greg Mottolas Low-Budget-Klassiker „The Daytrippers“ (Seitensprung in Manhattan) mit Liev Schreiber, Parker Posey, Hope Davis, Stanley Tucci und Campbell Scott. Nach vielen Arbeitsjahren in den USA kehrte Heyman 1996 nach Großbritannien zurück und gründete die Firma Heyday Films unter der Prämisse, seine außergewöhnlichen Kontakte in den USA und Europa zu nutzen, um internationale Spielfilme und TV-Projekte zu produzieren. Auf dem Kinobetreiberkongress „ShoWest“ wurde Heyman zum Produzenten des Jahres 2003 gekürt – er ist damit der erste britische Produzent, dem diese Ehre zuteil wurde. Auf der diesjährigen Fachmesse CineEurope wurde er als Produzent des Jahrzehnts gewürdigt.

DAVID BARRON Produzent Barron hat bereits als Produzent an „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) sowie als Executive Producer an „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) und „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) mitgewirkt. Barron produzierte aktuell zusammen mit David Heyman den von David Hare geschriebenen und inszenierten Thriller „Page Eight“ mit Ralph Fiennes, Rachel Weisz, Bill Nighy und Michael Gambon. Seit über 25 Jahren ist er in der Filmbranche tätig, er arbeitete zunächst in der Werbung, dann im Fernseh- und Filmproduktionsbereich. Als Aufnahmeleiter oder Regieassistent war er an „The French Lieutenant’s Woman“ (Die Geliebte des französischen Leutnants) und „The Killing Fields“ (Killing Fields – Schreiendes Land) beteiligt. Dann überwachte er die Produktion von „Revolution“ (Revolution), „Legend“ (Legende), „The Princess Bride“ (Die Braut des Prinzen), „The Lonely Passion of Judith Hearne“ (Die große Sehnsucht der Judith

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Hearne), „Hell Bound“ (Hellbound: Hellraiser II), „Nightbreed“ (Cabal – Die Brut der Nacht) und Franco Zeffirellis „Hamlet“ (Hamlet). 1991 übernahm er als Manager die Verantwortung für die Produktion von George Lucas’ ehrgeizigem Fernsehprojekt „The Young Indiana Jones Chronicles“ (Die Abenteuer des jungen Indiana Jones). Anschließend betreute Barron als Herstellungsleiter den Spielfilm „The Muppet Christmas Carol“ (Die Muppets Weihnachtsgeschichte). 1993 wurde er Associate Producer in Kenneth Branaghs Produktionsteam. Dessen „Frankenstein“ (Mary Shelleys Frankenstein) betreute er als Produktionsleiter. Mit diesem Film begann seine langjährige Zusammenarbeit mit Branagh – Barron produzierte auch Branaghs Regiearbeiten „In the Bleak Midwinter“/US-Titel: „A Midwinter’s Tale“ (Ein Winternachtstraum), „Hamlet“ (Hamlet) und „Love’s Labour’s Lost“ (Verlorene Liebesmüh’). Barron produzierte außerdem Oliver Parkers „Othello“ (Othello), in dem Branagh neben Laurence Fishburne eine Hauptrolle spielte. Mit seiner Firma Runaway Fridge entwickelt Barron derzeit Stoffe für Film- und TV- Projekte.

J.K. (JOANNE KATHLEEN) ROWLING Autorin/Produzentin Rowling schrieb die Bestseller der Harry-Potter-Buchserie, die von Millionen Kindern und Erwachsenen in aller Welt begeistert verschlungen werden. Das erste Buch „Harry Potter and the Philosopher’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) erschien 1997, zehn Jahre später das siebente und letzte Buch „Harry Potter and the Deathly Hallows“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes). Jedes Buch brach Verkaufsrekorde, inzwischen sind von der Serie weltweit über 400 Millionen Exemplare verkauft worden. Sie erschienen auf über 200 Märkten und wurden in 69 Sprachen übersetzt. Außerdem entstanden aus ihnen Blockbuster- Verfilmungen. Daneben hat J.K. Rowling zwei schmale Bände veröffentlicht, die in den Romanen als Titel von Harrys Lehrbüchern auftauchen. „Fantastic Beasts and Where to Find Them“ (Phantastische Tierwesen & wo sie zu finden sind) und „Quidditch Through the Ages“ (Quidditch im Wandel der Zeiten) wurden im März 2001 als Unterstützung der karitativen Organisation Comic Relief veröffentlicht. Im Dezember 2008 erschien „The Tales of Beedle the Bard“ (Die Märchen von Beedle dem Barden) und verdiente Millionen für die Organisation The Children’s High Level Group, die kleine Pflegekinder in Europa und aller Welt unterstützt. Für ihre Beiträge zur Kinderliteratur wurde J.K. Rowling mit dem Order of the British Empire ausgezeichnet. Außerdem gewann sie zahlreiche Preise und erhielt Auszeichnungen wie den renommierten Premio Príncipe de Asturias in Spanien, sie wurde in die französische

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Ehrenlegion aufgenommen und bekam aktuell den dänischen Hans-Christian-Andersen-Preis. Im Juni 2008 hielt sie die Rede auf der Abschlussfeier der Harvard University. J.K. Rowling gründete den Fonds Volant Charitable Trust, der soziale Mängel zu lindern versucht und dabei vor allem Frauen und Kinder unterstützt. Der Fonds finanziert verschiedene Projekte in Großbritannien und in anderen Ländern. Außerdem fördert er die Erforschung der Ursachen und die Behandlung von Multipler Sklerose. Sieben Jahre lang war sie Botschafterin der karitativen Organisation One Parent Families, die inzwischen Gingerbread heißt. Sie unterstützt Alleinerziehende und ihre Kinder. 2007 übernahm sie die ehrenamtliche Präsidentschaft in dieser Organisation. 2010 gründete sie die karitative Organisation Lumos, die unterprivilegierte Kinder unterstützt.

STEVE KLOVES Drehbuch Kloves schrieb die Drehbücher zu sechs der sieben Filme in der Harry-Potter- Blockbusterserie nach den Bestsellern von J.K. Rowling. Den Kinderfilmpreis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) erhielt er im Bereich Spielfilm zusammen mit anderen für „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen) und „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens). Dann lieferte er die Drehbücher zu „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). Eine Oscar-Nominierung erhielt Kloves in der Kategorie Drehbuch nach einer Vorlage für Curtis Hansons gefeierten „Wonder Boys“ (Die WonderBoys, 2000) mit Michael Douglas, Tobey Maguire und Frances McDormand. Außerdem gewann Kloves den Critics’ Choice Award, und er verbuchte Nominierungen für den BAFTA, den Golden Globe und den Preis der Writers Guild of America (WGA, US-Gewerkschaft der Autoren). Kloves’ Karriereeinstieg war 1984 das Skript zu „Racing with the Moon“ (Die Zeit verrinnt, die Navy ruft), einer Pubertätsgeschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, die Richard Benjamin mit Sean Penn, Elizabeth McGovern und Nicolas Cage inszenierte. 1989 drehte Kloves seinen ersten eigenen Film „The Fabulous Baker Boys“ (Die fabelhaften Baker Boys) mit Jeff Bridges, Beau Bridges und Michelle Pfeiffer. Kloves hatte auch das Drehbuch verfasst. Der Film wurde vierfach für den Oscar nominiert, darunter auch Hauptdarstellerin Michelle Pfeiffer, die den Golden Globe und den Preis der BAFTA gewann.

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Kloves erhielt als Autor zusätzlich den Preis des British Film Institute und wurde von der WGA nominiert. Kloves schrieb und inszenierte außerdem den Psycho-Thriller „Flesh and Bone“ (Flesh and Bone – Ein Blutiges Erbe) mit Dennis Quaid, Meg Ryan und Gywneth Paltrow.

LIONEL WIGRAM Executive Producer Wigram war als Executive Producer bereits an „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix), „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1) beteiligt.

2006 gründete er seine Produktionsfirma Wigram Productions und schloss einen Vertrag

mit Warner Bros. 2009 produzierte er Guy Ritchies internationalen Blockbuster „Sherlock Holmes“ (Sherlock Holmes) mit Robert Downey Jr. und Jude Law. Derzeit produziert Wigram auch Ritchies Sequel „Sherlock Holmes: A Game of Shadows“, in dem wieder Downey und Law die Hauptrollen spielen. Demnächst laufen die von ihm produzierten Fantasy-Filme „Arthur and Lancelot“ und „The Seventh Son“ an. Als Executive Producer betreute er „August Rush“ (Der Klang des Herzens) und aktuell Zack Snyders animiertes Abenteuer „Legend of the Guardians: The Owls of Ga’Hoole“ (Die Legende der Wächter). Wigram studierte in Oxford und zählt zu den Gründungsmitgliedern der Oxford Film Foundation. Schon während seines Studiums begann er in den Semesterferien in der Filmbranche zu arbeiten – als Produktionsassistent von Produzent Elliott Kastner. Nach dem

Abschluss arbeitete er für Kastner in Kalifornien. 1987 produzierte Wigram seinen ersten Film „Never on Tuesday“ (Das Highway-Trio). Es folgten „Cool Blue“ mit Woody Harrelson und 1988 „Warm Summer Rain“ (Heißer Atem) mit Kelly Lynch. In dieser Zeit war er an der ersten Drehbuchfassung von „Carlito’s Way“ (Carlito’s Way) beteiligt.

1990 stieß Wigram als Manager im Entwicklungsbereich zu Alive Films und arbeitete an

Filmen von Wes Craven und Sam Shepard. Er produzierte „Cool as Ice“ (Cool as Ice) und betreute Steven Soderberghs „Underneath“ (Die Kehrseite der Medaille) als Executive Producer. 1993 gründete Wigram zusammen mit Alive-Eigner Shep Gordon eine Managementfirma für Köche, Alive Culinary Resources. Die beiden managen die meisten

Spitzenköche der USA und produzierten eine Kochvideo-Serie für Time Life, in der erstmals Emeril Lagasse auftrat.

1994 stieß Wigram zu Renny Harlins und Geena Davis’ Firma The Forge, in der er die

Entwicklungsabteilung leitete. Zu seinen Projekten dort gehören „The Long Kiss Goodnight“

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(Tödliche Weihnachten), „Cutthroat Island“ (Die Piratenbraut) und der HBO-Film „Mistrial“ (Allein gegen das Recht). Vor seinem Produktionsvertrag war Wigram zehn Jahre lang Senior Vice President of Production bei Warner Bros. In dieser Funktion verantwortete er den Erwerb der Harry-Potter- Buchreihe für das Studio – er war an allen Filmen der Serie beteiligt. Außerdem betreute er „The Avengers“ (Mit Schirm, Charme und Melone), „The Big Tease“ (Der große Mackenzie), „Charlotte Gray“ (Die Liebe der Charlotte Gray), „Three Kings“ (Three Kings – Es ist schön König zu sein) und „The Good German“ (The Good German – In den Ruinen von Berlin).

EDUARDO SERRA, A.S.C., A.F.C. Kamera Zweimal wurde Serra für den Oscar nominiert: mit „Girl With a Pearl Earring“ (Das Mädchen mit dem Perlenohrring) und „The Wings of the Dove“ (Die Flügel der Taube). Beide Filme brachten ihm auch Nominierungen für den British Academy Award (BAFTA) ein – für Letzteren gewann er diesen Preis. Etliche Kritikervereinigungen zeichneten ihn für „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ aus, darunter die Kritiker in Los Angeles. Daneben hat er eine Reihe von internationalen Preisen gewonnen. Serra stammt aus Portugal, lebt in Frankreich und arbeitet beiderseits des Atlantiks – 40 Filme drehte er allein in Frankreich. Eine César-Nominierung erhielt er für Patrice Lecontes „Le mari de la coiffeuse“ (Der Mann der Friseuse) – mit dem Regisseur hat Serra insgesamt fünf Filme gemacht. Auch sieben Claude-Chabrol-Filme hat er gedreht – der letzte war „Bellamy“ (Kommissar Bellamy). Weitere Filme: „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1), Edward Zwicks „Defiance“ (Unbeugsam) und „Blood Diamond“ (Blood Diamond), „Beyond the Sea“ (Beyond the Sea – Musik war sein Leben) von und mit Kevin Spacey, M. Night Shyamalans „Unbreakable“ (Unbreakable – Unzerbrechlich), Michael Winterbottoms „Jude“ (Herzen in Aufruhr) sowie Vincent Wards „What Dreams May Come“ (Hinter dem Horizont) und „Map of the Human Heart“ (Flucht aus dem Eis), um nur einige zu nennen. Aktuell drehte Serra „Belle du Seigneur“, die Kinofassung von Albert Cohens Bestseller mit Jonathan Rhys Meyers in der Hauptrolle.

STUART CRAIG Produktionsdesign Für seine überragenden Leistungen im Bereich des Produktionsdesigns ist Craig oft ausgezeichnet worden – dreimal gewann er den Oscar, zweimal den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA). Er hat alle „Harry Potter“-Filme betreut. Oscar-

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Nominierungen erhielt er für „Harry Potter and the Sorcerer’s Stone“ (Harry Potter und der Stein der Weisen), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), der ihm außerdem den BAFTA einbrachte, und aktuell für „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). Mit den ersten sechs Harry- Potter-Filmen wurde er für den Preis der BAFTA nominiert – dazu zählen „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und „Harry Potter and the Half- Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz). Seinen ersten Oscar gewann Craig mit Richard Attenboroughs berühmter Filmbiografie „Gandhi“ (Gandhi). Es folgten Oscars für Stephen Frears’ „Dangerous Liaisons“ (Gefährliche Liebschaften) und Anthony Minghellas „The English Patient“ (Der englische Patient). Mit Letzterem verbuchte er auch den Preis der Art Directors Guild Award (US-Gewerkschaft der Ausstatter). Oscar-Nominierungen erhielt er für David Lynchs „The Elephant Man“ (Der Elefantenmensch), mit dem er seinen ersten BAFTA-Preis gewann, Roland Joffés „The Mission“ (Die Mission) und Attenboroughs „Chaplin“ (Chaplin). Alle oben genannten Filme brachten ihm BAFTA-Nominierungen ein. Hinzu kommt eine weitere für Hugh Hudsons „Greystoke: The Legend of Tarzan, Lord of the Apes“ (Greystoke – Die Legende von Tarzan, Herr der Affen). Lange Jahre arbeitete Craig mit Regisseur Richard Attenborough zusammen – ihr erster gemeinsamer Film war „A Bridge Too Far“ (Die Brücke von Arnheim). Es folgten „Cry Freedom“ (Schrei nach Freiheit), „Shadowlands“ (Shadowlands – Ein Geschenk des Augenblicks) und „In Love and War“ (In Love and War, 1996) neben den erwähnten „Gandhi“ und „Chaplin“. Als Produktionsdesigner betreute Craig auch Robert Redfords „The Legend of Bagger Vance“ (Die Legende von Bagger Vance), Roger Michells „Notting Hill“ (Notting Hill), Jeremiah Chechiks „The Avengers“ (Mit Schirm, Charme und Melone), Stephen Frears’ „Mary Reilly“ (Mary Reilly), Agnieszka Hollands „The Secret Garden“ (Der geheime Garten), Michael Caton-Jones’ „Memphis Belle“ (Memphis Belle) und Pat O’Connors „Cal“ (Cal; auch Produktion). Am Anfang seiner Laufbahn war Craig als Ausstatter an Regisseur Richard Donners „Superman“ (Superman) beteiligt. Aktuell arbeitet Craig an Michael Hoffmans Krimi-Komödie „Gambit“, die 2012 anlaufen soll.

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MARK DAY Schnitt Mark Day arbeitet im Film- und TV-Bereich bereits sehr lange mit Regisseur David Yates zusammen – zu ihren gemeinsamen Filmen zählen „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix), „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). Die Miniserie „State of Play“ (Mord auf Seite eins, 2003), an der er ebenfalls mit Yates arbeitete, brachte Day den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) sowie eine Nominierung der Royal Television Society (RTS) ein. 2005 gewann er den TV-Preis der BAFTA und den Preis der RTS für Yates’ TV-Film „Sex Traffic“ (Sex Traffic). Aufgrund seiner Zusammenarbeit mit Yates verbuchte Day RTS- und BAFTA-Nominierungen auch für die Miniserie „The Way We Live Now“ sowie eine weitere RTS-Nominierung für den TV-Film „The Young Visiters“. 2006 erhielt Day eine Emmy-Nominierung für den Schnitt des TV-Films „The Girl in the Café“ (G8 auf Wolke Sieben), inszeniert von Yates. Day schnitt außerdem Yates’ Miniserie „The Sins“ und den Kurzfilm „Rank“. Daneben arbeitete Day mehrfach auch mit anderen Regisseuren zusammen, zum Beispiel mit David Blair an dem Spielfilm „Mystics“ (Mystics – Gangster, Geister und ihr Meister) sowie an den TV-Projekten „Anna Karenina“, „Split Second“ und „Donovan Quick“, mit Paul Greengrass am Spielfilm „The Theory of Flight“ (Vom Fliegen und anderen Träumen) und am TV-Film „The Fix“ sowie mit John Schlesinger am TV-Film „The Tale of Sweeney Todd“, an „Cold Comfort Farm“ (Cold Comfort Farm) und „A Question of Attribution“. Zu Days weiteren TV-Arbeiten zählen die Filme „Flesh and Blood“ von Julian Farino, „Murder Rooms: Mysteries of the Real Sherlock Holmes“ von Paul Seed, Richard Eyres „Suddenly, Last Summer“ und „Memento Mori“ (Memento) von Jack Clayton. Mit Letzterem wurde er ein weiteres Mal für den Preis der BAFTA nominiert.

ALEXANDRE DESPLAT Musik Der vierfache Oscar-Kandidat Alexandre Desplat bekam seine aktuellste Oscar- Nominierung für die Filmmusik zum als Bester Film ausgezeichneten „The King’s Speech“ (The King’s Speech), mit dem er auch den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) gewann und eine Nominierung für den Golden Globe verbuchte. Eine weitere Oscar-Nominierung bekam er für die Musik zum Animationsfilm „Fantastic Mr. Fox“ (Der fantastische Mr. Fox, 2009), der ihm auch eine Nominierung für den Preis der BAFTA einbrachte. Nominierungen für den Oscar, den Golden Globe und den BAFTA-Preis erhielt er mit David Finchers „The Curious Case of Benjamin Button“ (Der seltsame Fall des Benjamin

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Button), Nominierungen für den Oscar und den BAFTA erhielt er für Stephen Frears’ „The Queen“ (Die Queen). Außerdem gewann er den Golden Globe für seine Musik zu John Currans „The Painted Veil“, weitere Nominierungen erhielt er mit seinen Scores zu Stephen Gaghans „Syriana“ (Syriana) und Peter Webbers „Girl With a Pearl Earring“ (Das Mädchen mit dem Perlenohrring). In seiner französischen Heimat gewann Desplat den César für die Musik zu „De battre mon cœur s’est arrêté“ (Der wilde Schlag meines Herzens), der ihm 2005 auch den Silbernen Bären der Berlinale einbrachte. Anfang 2011 bekam er seine aktuellste César- Nominierung mit Roman Polanskis „The Ghost Writer“ (Der Ghostwriter). Außerdem wurde er vier weitere Male für den César nominiert – zuletzt für den französischen Oscar-Kandidaten „Un prophète“ (Ein Prophet, 2009). Desplat komponiert die Musik zu etlichen kommenden Filmen, darunter „The Ides of March“ von und mit George Clooney sowie Polanskis „Carnage“ nach Yasmina Rezas Stück „Gods of Carnage“ (Der Gott des Gemetzels). Zu seinen Filmen zählen auch Terrence Malicks „The Tree of Life“ (The Tree of Life), Stephen Frears’ „Tamara Drewe“ (Immer Drama um Tamara), Chris Weitz’ „A Better Life“, „New Moon“ (New Moon – Biss zur Mittagsstunde) und „The Golden Compass“ (Der goldene Kompass), Nora Ephrons „Julie & Julia“ (Julie & Julia), „Coco Before Chanel“ (Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft), Stephen Frears’ „Chéri“ (Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten), und Ang Lee’s „Lust, Caution/Se, jie“ (Gefahr und Begierde).

JANY TEMIME Kostümdesign Temime entwarf bereits die Kostüme zu „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban), „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch), „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix), der ihr in der Kategorie Fantasy-Film eine Nominierung der Costume Designers Guild (Gewerkschaft der Kostümdesigner) einbrachte, „Harry Potter and the Half- Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz) und dem zweiteiligen „Harry Potter and the Deathly Hallows“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes). Derzeit arbeitet sie an Alfonso Cuaróns „Gravity“ mit Sandra Bullock und George Clooney sowie am Action-Abenteuer „Clash of the Titans 2“ mit Sam Worthington. Zuletzt betreute Temime die Kostüme zu Martin McDonaghs „In Bruges“ (Brügge sehen… und sterben?) mit Ralph Fiennes, Colin Farrell und Brendan Gleeson, Alfonso Cuaróns „Children of Men“ (Children of Men) mit Clive Owen, Agnieszka Hollands „Copying Beethoven“ (Klang der Stille) mit Ed Harris und Beeban Kidrons „Bridget Jones: The Edge of Reason“ (Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns) mit Renée Zellweger.

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Eine Nominierung für den British Independent Film Award erhielt Temime für „High Heels and Low Lifes“ (Verbrechen verführt) mit Minnie Driver. Die Waliser Variante des Preises der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA), den Cymru Award, gewann sie mit ihren Kostümen zu Marc Evans’ „House of America“. Und auf dem Filmfestival in Utrecht gewann sie 1995 das Goldene Kalb für Marleen Gorris’ Oscar-preisgekrönten „Antonia“ (Antonias Welt). Insgesamt hat sie an über 40 internationalen Spielfilmen und TV-Produktionen mitgewirkt, zum Beispiel an Werner Herzogs „Invincible“ (Unbesiegbar) mit Tim Roth, Todd Komarnickis „Resistance“ (Resistance), Marleen Gorris’ „The Luzhin Defense“ (Lushins Verteidigung), Paul McGuigans „Gangster No. 1“ (Gangster Nr. 1), Edward Thomas’ „Rancid Aluminium“ (Rancid Aluminium; auch: Extreme Risk), Mike van Diems „Karakter“ (Karakter), der 1998 als Bester nicht-englischsprachiger Film den Oscar gewann, Danny Deprez’ „De bal“ (Der Ball), George Sluizers „The Commissioner“ (Der Commissioner – Im Zentrum der Macht) und „Crimetime“ (Crimetime – Das Auge des Verbrechens), Ate de Jongs „All Men Are Mortal“ sowie Frans Weisz’ „Hoogste tijd“/„The Last Call“.

TIM BURKE Leitung der visuellen Effekte Mit „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1) wurde Burke zum dritten Mal für den Oscar nominiert. Nominierungen für den Oscar und den Preis der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) verbuchte er auch mit „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban). Außerdem gewann er den Preis der Visual Effects Society für Hervorragende visuelle Effekte in einem Kinofilm. Weitere BAFTA-Nominierungen erhielt er für die visuellen Effekte zu „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ (Harry Potter und der Orden des Phönix) und „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (Harry Potter und der Halbblutprinz). Zuvor hat er in diesem Bereich an „Harry Potter and the Chamber of Secrets“ (Harry Potter und die Kammer des Schreckens) und „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) mitgewirkt. Als Mitglied des Teams für visuelle Effekte erhielt er mit Ridley Scotts Epos „Gladiator“ (Gladiator) den Oscar und eine BAFTA-Nominierung. Für Ridley Scott betreute er auch die visuellen Effekte zu „Black Hawk Down“ (Black Hawk Down) und „Hannibal“ (Hannibal). Außerdem verantwortete Burke die visuellen Effekte zu „A Knight’s Tale“ (Ritter aus Leidenschaft) und die digitalen Effekte zu „Enemy of the State“ (Der Staatsfeind Nr. 1). Weitere Filme: „Babe: Pig in the City“ (Schweinchen Babe in der großen Stadt) und „Still Crazy“ (Still Crazy) sowie die TV-Filme „Merlin“ (Merlin) und „The Mill on the Floss“. Bevor

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er in der Filmbranche anfing, sammelte er zehn Jahre Erfahrung im Fernsehbereich und in der Werbung. Aktuell wurde Burke als Mitglied in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences aufgenommen.

NICK DUDMAN Spezielle Make-up-Effekte Mit seinem Team schuf Nick Dudman die Make-up-Effekte und die animatronischen Fabelwesen zu allen bisherigen Harry-Potter-Filmen. Für die ersten vier Filme erhielt er Nominierungen der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) und aktuell eine weitere Nominierung für „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1). 2006 wurde er Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Dudmans erster Job in der Filmbranche betraf den Jedi-Meister Yoda – er war während der Dreharbeiten zum „Star Wars“-Abenteuer „The Empire Strikes Back“ (Das Imperium schlägt zurück) Azubi beim britischen Maskenbildner Stuart Freeborn. Vier Jahre lang lernte Dudman bei Freeborn, dann bekam er das Angebot, das britische Make-up-Labor bei Ridley Scotts „Legend“ (Legende) zu leiten. Anschließend war er unter anderem am Make-up und den Masken zu „Mona Lisa“ (Mona Lisa), „Labyrinth“ (Die Reise ins Labyrinth), „Willow“ (Willow), „Indiana Jones and the Last Crusade“ (Indiana Jones und der letzte Kreuzzug), „Batman“ (Batman), „Alien 3 “ (Alien 3 ) und „Interview with the Vampire“ (Interview mit einem Vampir) beteiligt. 1995 weitete er seinen Tätigkeitsbereich auf die Animatronik und großformatige Monstereffekte aus, als er das Angebot erhielt, für Luc Besson bei „The Fifth Element“ (Das fünfte Element) die 55 Mitarbeiter der Monsterabteilung anzuleiten. Dafür gewann er den Preis der BAFTA für visuelle Effekte. Anschließend verantwortete er die Abteilungen Fabelwesen und Maske bei etlichen Kassenknüllern, darunter „Star Wars: Episode I – The Phantom Menace“ (Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung), „The Mummy“ (Die Mumie) und „The Mummy Returns“ (Die Mumie kehrt zurück). Als Berater war er an den Masken- und Kostümeffekten zu „Batman Begins“ (Batman Begins) beteiligt. 2007 gewann er bei der Verleihung des kanadischen Filmpreises Genie einen Spezialpreis für die Masken in „Beowulf & Grendel“ (Beowulf & Grendel). Dudmans Firma Pigs Might Fly Ltd. entwickelt und vertreibt Kunstblut, das keine Flecken hinterlässt.

& Grendel). Dudmans Firma Pigs Might Fly Ltd. entwickelt und vertreibt Kunstblut, das keine Flecken hinterlässt.

54

DIE BESETZUNG (in der Reihenfolge ihres Auftretens)

LORD VOLDEMORT

PROFESSOR ALBUS DUMBLEDORE

PROFESSOR SEVERUS SNAPE

HARRY POTTER

RON WEASLEY

HERMIONE GRANGER

LUNA LOVEGOOD

RALPH FIENNES

MICHAEL GAMBON ALAN RICKMAN

DANIEL RADCLIFFE

GRINT

EMMA WATSON EVANNA LYNCH

RUPERT

BILL WEASLEY

DOMHNALL

GLEESON

FLEUR DELACOUR

CLEMÉNCE POÉSY

GRIPHOOK

WARWICK DAVIS

OLLIVANDER

JOHN HURT

BELLATRIX LESTRANGE

HELENA BONHAM CARTER

DEATH EATER

GRINGOTTS GUARD

AGED GRINGOTTS GOBLIN

BOGROD

HELENA RAVENCLAW

LUCIUS MALFOY

NARCISSA MALFOY

GRAHAM

ANTHONY ALLGOOD

RUSTY GOFFE

KEY

KELLY MACDONALD

JASON ISAACS

HELEN MCCRORY

DUFF

JON

DRACO MALFOY

TOM FELTON

HOGSMEADE DEATH EATERS

IAN PECK

 

BENJAMIN

NORTHOVER

ABERFORTH DUMBLEDORE

ARIANA DUMBLEDORE

NEVILLE LONGBOTTOM

SEAMUS FINNIGAN

LAVENDER BROWN

CIARÁN HINDS

HEBE BEARDSALL MATTHEW LEWIS DEVON MURRAY

JESSIE CAVE

PADMA PATIL

AFSHAN

AZAD

LEANNE

ISABELLA LAUGHLAND

ROMILDA VANE

KATIE BELL

ANNA SHAFFER

GEORGINA LEONIDAS

CORMAC MCLAGGEN

FREDDIE

STROMA

DEAN THOMAS

ALFIE

ENOCH

CHO CHANG

KATIE LEUNG

NIGEL

WILLIAM

MELLING

55

SCREAMING GIRL GINNY WEASLEY AMYCUS CARROW ALECTO CARROW PROFESSOR MINERVA MCGONAGALL PROFESSOR HORACE SLUGHORN PANSY PARKINSON GREGORY GOYLE BLAISE ZABINI TWIN GIRL 1 TWIN GIRL 2 PROFESSOR POMONA SPROUT MADAM POMFREY PROFESSOR FILIUS FLITWICK KINGSLEY SHACKLEBOLT REMUS LUPIN MOLLY WEASLEY ARTHUR WEASLEY FRED WEASLEY GEORGE WEASLEY PERCY WEASLEY ARGUS FILCH PIUS THICKNESSE SCABIOR NYMPHADORA TONKS GIANTS

FENRIR GREYBACK DEATH EATER PROFESSOR SYBIL TRELAWNEY YOUNG LILY POTTER YOUNG PETUNIA DURSLEY YOUNG SEVERUS SNAPE THE SORTING HAT YOUNG JAMES POTTER YOUNG SIRIUS BLACK

GRACE PHILLIPS

BONNIE WRIGHT RALPH INESON

SUZANNE TOASE

MAGGIE SMITH

JIM BROADBENT

SCARLETT BYRNE

JOSH HERDMAN

LOUIS CORDICE

AMBER EVANS

RUBY EVANS

MIRIAM MARGOLYES GEMMA JONES WARWICK DAVIS

GEORGE HARRIS

DAVID THEWLIS

JULIE WALTERS MARK WILLIAMS JAMES PHELPS OLIVER PHELPS

CHRIS RANKIN

DAVID BRADLEY

GUY HENRY

NICK MORAN

NATALIA TENA

PHIL WRIGHT

GARY SAYER

TONY ADKINS

DAVE LEGENO

PENELOPE MCGHIE

EMMA THOMPSON

ELLIE DARCEY-ALDEN

ARIELLA PARADISE BENEDICT CLARKE

LESLIE PHILLIPS

ROBBIE JARVIS

JAMES WALTERS

SIAN

56

LILY POTTER JAMES POTTER BABY HARRY POTTER WORMTAIL RUBEUS HAGRID SIRIUS BLACK DEATH EATERS

GERALDINE SOMERVILLE

ADRIAN RAWLINS TOBY PAPWORTH

TIMOTHY SPALL

ROBBIE COLTRANE

GARY OLDMAN PETER G. REED JUDITH SHARP

EMIL HOSTINA BOB YVES VAN HELLENBERG HUBAR

GRANVILLE SAXTON

TONY KIRWOOD

ASHLEY MCGUIRE

 

ARTHUR

BOWEN

ALBUS SEVERUS POTTER (19 YEARS LATER) LILY POTTER (19 YEARS LATER)

JAMES POTTER (19 YEARS LATER)

DAPHNE DE BEISTEGUI WILLIAM DUNN

GORDON

JADE

ASTORIA MALFOY (19 YEARS LATER) SCORPIUS MALFOY (19 YEARS LATER)

BERTIE

GILBERT

ROSE WEASLEY (19 YEARS LATER)

HELENA BARLOW

HUGO WEASLEY (19 YEARS LATER)

RYAN TURNER

STUNT COORDINATOR

GREG

POWELL

STUNT PERFORMERS

SARAH

FRANZL

ROWLEY

IRLAM

MARC

MAILLEY

BRADLEY FARMER

NICK CHOPPING

TOLGA KENAN

TILLY POWELL

MATT STIRLING MARK ARCHER

JAMES

GROGAN

ROY

TAYLOR

JOANNA WHITNEY

RICK ENGLISH

LUCY ALLEN

ELAINE FORD

JAMES O’DEE

57

RICHARD HAMMATT

LEE MILLHAM

GARY ARTHURS

RICHARD BRADSHAW

DAVID CRONNELLY

CLIVE CURTIS

JAMIE EDGELL CALVIN WARRINGTON-HEASMAN

NICK HOBBS

ROB INCH

DEREK LEA

TONY LUCKEN

PETER PEDRERO ROCKY TAYLOR

TONY VAN SILVA AMANDA FOSTER

KIM MCGARRITY

JO MCLAREN

JONATHAN COHEN

NICHOLAS DAINES

PAUL LOWE ANDY MERCHANT

PETER MILES BRIAN NICKELS

DOMINIC PREECE

GORDON SEED

CC SMIFF

 

PETER WHITE

NINA

ARMSTRONG

NELLIE

BURROUGHS

SIAN MILNE

ALLI RYAN

HELEN BAILEY

MAXINE WHITTAKER

MICHAEL BYRCH

GRACE FRANZL

DAVE FISHER

58

DIRECTED BY SCREENPLAY BY PRODUCED BY

DER STAB

PETE FORD

DANNY FREITAS NICK MCKINLESS IAN KAY

MIKE LAMBERT

MAURICE LEE

KAI MARTIN JAMIE MILLINGTON

DANIEL NAPROUS MARCUS SHAKESHEFF

MARVIN CAMPBELL

RYAN STUART

MENS-SANA TAMAKLOE

AARON TOPHAM

ANDY WAREHAM REG WAYMENT MARTIN WILDE

LEWIS YOUNG

ADAM BRASHAW

KIERRON QUEST

SAM DENT

HOLLAND HANTON

RYAN NEWBERRY RHYS HENSON ANTHONY KNIGHT

JAMIE HULL JULIET MCGILL HANNAH JONES MARTIN BAYFIELD IAN LONGSTAFF

BOBBY

DAVID YATES

STEVE KLOVES

DAVID HEYMAN

59

DAVID BARRON J.K. ROWLING J.K. ROWLING LIONEL WIGRAM

SERRA, A.S.C., A.F.C.

STUART CRAIG

MARK DAY

JOHN TREHY

TIM LEWIS

ALEXANDRE DESPLAT

TIM BURKE

JANY TEMIME

NICK DUDMAN

FIONA WEIR

TIM LEWIS

SIMON EMANUEL

JAMIE CHRISTOPHER

STEPHEN WOOLFENDEN

RUSSELL LODGE

DOMINIC FYSH

ROY BUTTON

JOHN RICHARDSON

MIKE BREWSTER

EMMA NORTON

CHRIS SHAW

JOHN MOFFATT

PETER DOYLE

JAMES MATHER

NEIL LAMONT

STEPHENIE MCMILLAN

PAUL HAYES

GARY GERO

VANESSA DAVIES HERMIONE BYRT

KATE BAIRD

DEBBI BOSSI

HUGH MURRAY

BASED ON THE NOVEL BY EXECUTIVE PRODUCER DIRECTOR OF PHOTOGRAPHY PRODUCTION DESIGNER EDITED BY CO-PRODUCERS

EDUARDO

MUSIC COMPOSED AND CONDUCTED BY VISUAL EFFECTS SUPERVISOR COSTUME DESIGNER SPECIAL MAKE-UP EFFECTS CASTING BY UNIT PRODUCTION MANAGER PRODUCTION MANAGER FIRST ASSISTANT DIRECTOR SECOND UNIT DIRECTOR PRODUCTION MANAGER, SECOND UNIT FIRST ASSISTANT DIRECTOR, SECOND UNIT ASSOCIATE PRODUCER SPECIAL EFFECTS SUPERVISOR DIRECTOR OF PHOTOGRAPHY, SECOND UNIT VISUAL EFFECTS PRODUCER VISUAL EFFECTS SUPERVISORS

SUPERVISING DIGITAL COLOURIST SUPERVISING SOUND EDITOR SUPERVISING ART DIRECTOR SET DECORATOR CONSTRUCTION MANAGER CHIEF ANIMAL TRAINER HEAD OF HARRY POTTER PRODUCTION PUBLICITY 1ST ASSISTANT EDITORS

3D PRODUCER 3D STEREOGRAPHER

60

POST PRODUCTION SUPERVISOR KEY SECOND ASSISTANT DIRECTOR SCRIPT SUPERVISOR SENIOR ART DIRECTOR ART DIRECTORS

ART DEPARTMENT COORDINATOR ON SET ART DIRECTORS

DRAUGHTSMEN

KATIE REYNOLDS MATTHEW SHARP

ANNA WORLEY

ANDREW ACKLAND-SNOW AL BULLOCK

BARTHOLOMEW

GARY TOMKINS HATTIE STOREY

NICHOLAS HENDERSON

MARTIN FOLEY

MOLLY HUGHES

CHRISTIAN HUBAND

KATE GRIMBLE

PETER DORME

ASHLEY WINTER

JODIE JACKMAN

OLIVER ROBERTS

STEPHEN SWAIN

ALEX SMITH

ANDREW PALMER

AMANDA LEGGATT

MARK

 

EMMA

VANE

JULIA DEHOFF

JUNIOR DRAUGHTSMEN

ASHLEY

LAMONT

KETAN

WAIKAR

MOLLY SOLE

LOTTIE

SVEAAS

JORDANA FINKEL

ANDREW PROCTOR

DORRIE YOUNG

 

ED

SYMON

ARCHIVIST

ELICIA

SCALES

PROPS CONCEPT ARTIST

MIRAPHORA

MINA

GRAPHIC DESIGNERS

EDUARDO

LIMA

SPECIALIST RESEARCHER CONCEPTUAL ARTISTS

LAUREN WAKEFIELD

CELIA BARNETT ADAM BROCKBANK

61

ANDREW WILLIAMSON PETER MCKINSTRY

 

PAUL

CATLING

STORYBOARD ARTISTS

JIM

CORNISH

ART DEPARTMENT ASSISTANTS

SET DECORATOR PRODUCTION BUYER ASSISTANT PRODUCTION BUYER HOME ECONOMISTS

STEPHEN

FORREST SMITH JANE CLARK

MARTIN ASBURY

LYDIA FRY

JACK DUDMAN

ALEX BOWENS

LIAM GEORGENSON

CARLA RENNIE-NASH ROSIE GOODWIN

LUCINDA STURGIS ROSE GILMAN MARY LUTHER

KATHARINE TIDY

DRAPESMASTERS

GARY

HANDLEY

DAN

HANDLEY

GREENERY

PROPERTY MASTER

ASSISTANT PROPERTY MASTER HOD SUPERVISING MODELLER

2 ND ASSISTANT DIRECTORS

3 RD ASSISTANT DIRECTORS

A CAMERA OPERATOR

EMILIO GONZALES MONTES LUCINDA MCLEAN RICHARD SWINNERTON BARRY WILKINSON

BEN WILKINSON

PIERRE BOHANNA STEWART HAMILTON

JANE RYAN

ALI MORRIS

EILEEN YIP

RACHAEL TOTTINGHAM AMY STARES MIKE PROUDFOOT

B CAMERA OPERATORS

DAVID

MORGAN

DAVID

WORLEY

STEADICAM OPERATOR

1 ST ASSISTANT CAMERA

ALF TRAMONTIN

ROBERT DIBBLE

BRAD LARNER

62

2 ND ASSISTANT CAMERA

KEY GRIP BEST BOY GRIP GRIPS

MILES PROUDFOOT TOM TAYLOR TIM MORRIS SALLY WRIGHT

KENNY ATHERFOLD

DAVID CROSS

RON NICHOLLS

 

ANDY

HOPKINS

ANDY

EDRIDGE

CRANE TECHNICIAN

JAMES

FOLLY

HEAD TECHNICIAN

JOE

BUXTON

GAFFER

ROBERT “CHUCK” FINCH

BEST BOYS

BILL

MERRELL

RICHARD

MERRELL

 

STEVE FINCH

RIGGING GAFFER

DAVID

RIDOUT

BEST BOYS

SAM BLOOR

 

ROBERT

BROCK

GRIP ELECTRICAL

TOMMY FINCH

DAVE BRENNAN STEVE WOOD

LEE KNIGHT

GEOFF READ

GRAHAM DRISCOLL

PAUL WOOD

MARK LAIDLAW ELLIOT THOMAS PATRICK O’FLYNN

STEVE POWTON

BEN WILSON

BILLY DUNN

JACK RIDOUT

DARREN GATRELL MICHAEL WHITE

AARON DUNNING

JACK WHITE

JAMES KNOX

63

STILLS PHOTOGRAPHER ADDITIONAL STILL PHOTOGRAPHERS

ROSS SLATER

MARK LOOKER

TONY SKINNER

JAAP BUITENDIJK

LINUS LUCAS

LINDSEY FALLON

VIDEO ASSIST COORDINATOR

BOB BRIDGES

VIDEO ASSIST OPERATOR

STU

BRIDGES

PRODUCTION SOUND MIXER

STUART

WILSON

BOOM OPERATORS

ORIN

BEATON

PRODUCERS’ COORDINATORS

ASSISTANTS TO MR. YATES

MITCH LOW

ANNA HALL

ANJI HOLT CAROLINE LOVELACE

 

MICHAEL

BERENDT

ASSISTANT TO MR. HEYMAN

OLIVER

WISEMAN

ASSISTANT TO MR. BARRON

LUCINDA BARKER

PRODUCTION ASSISTANT

JAMIE

WOLPERT

SUPERVISING LOCATION MANAGER

SUE QUINN

LOCATION MANAGERS

MARK

SOMNER

ASSISTANT LOCATION MANAGERS

LOCATION COORDINATOR ADDITIONAL EDITING ASSISTANT EDITORS

2ND ASSISTANT EDITOR VISUAL EFFECTS EDITOR VISUAL EFFECTS ASSISTANT EDITOR 2ND VISUAL EFFECTS ASSISTANT EDITOR SOUND DESIGNER SOUND FX EDITORS

JOSEPH

JAYAWARDENA

LEE ROBERTSON

STEVE HARVEY

PETER BARDSLEY JON ROPER LUCY FOULDS

PHILIP KLOSS

ALEX FENN

ADAM GOUGH

MYLES ROBEY

MATTHEW GLEN

WAYNE SMITH

HENRY KEMPLEN

MICHAEL FENTUM

DOMINIC GIBBS JED LOUGHRAN SAMIR FOCO

64

FOLEY EDITORS

DIALOGUE EDITORS

ADR EDITOR CROWD DIALOGUE EDITOR ASSISTANT SOUND EDITORS

FOLEY ARTISTS

FOLEY MIXERS

RE - RECORDING MIXERS

DI SUPERVISOR

LEAD COLOURIST

DI SYSTEMS ADMINISTRATOR

POST-PRODUCTION COORDINATOR ASSISTANT POST-PRODUCTION COORDINATOR POST PRODUCTION ASSISTANTS

COSTUME SUPERVISOR ASSISTANT COSTUME DESIGNERS

WARDROBE SUPERVISOR WARDROBE MISTRESSES

WARDROBE MASTERS

WARDROBE

ALISTAIR HAWKINS

DEREK TRIGG

HUMBERDROSS

BJØRN OLE SCHROEDER ROB KILLICK DANIEL LAURIE

BECKI PONTIG

LUKE O’CONNELL

RACHEL BOOT

PETER BURGIS

ANDI DERRICK

GLEN GATHARD

LUKE BROWN

STUART HILLIKER MIKE DOWSON

ADAM SCRIVENER

GRACE LAN

MELISSA KANGLEON

NIKLAS ALDERGREN

HELEN GLOVER

GEMMA NICHOLSON

SAM GIRDLER

KALEY EDWARDS GEORGE MITCHELL

CHARLOTTE FINLAY

VIVIENNE JONES

RICHARD DAVIES

CHLOE AUBRY

MICHELLE PHILO

YVONNE OTZEN

ANDREW HUNT

SUNNY ROWLEY

SHIRLEY NEVIN

HELEN JEROME

NEIL MURPHY

WILLIAM STEGGLE

DAVE EVANS

LEIGH

65

COSTUMERS

COSTUME COORDINATOR MAKE-UP DESIGNER MAKE-UP ARTISTS

CONTACT LENS TECHNICIAN DENTAL PROSTHETICS HAIR DESIGNER WIG MAKERS

HAIR & MAKE-UP ARTIST FOR EMMA WATSON HAIRDRESSERS

AIMEE LISBY

RUPERT STEGGLE

SUE BRADBEAR

MAURICIO CARNEIRO

STEVE KILL

SHARON MCCORMACK

DAVID MCLAUGHLIN

GARY PAGE TIM SHANAHAN

VON SCHUPPEN JANE WRIGLEY DOMINIC YOUNG

SANAZ MISSAGHIAN AMANDA KNIGHT

SHARON NICHOLAS

AMY BYRNE AMANDA BURNS

BELINDA HODGSON

SARAH DOWNES

JESSICA NEEDHAM KEN LINTOTT ELIZABETH LEWIS

JEMMA SCOTT

CHRIS LYONS

LISA TOMBLIN

ALEX ROUSE

SARAH WEATHERBURN

CHARLOTTE HAYWARD

ELISABETTA DE LEONARDIS

FRANCESCA CROWDER

ANN TOWNSEND

NADINE MANN

STEPHEN ROSE

TRACEY SMITH

JENNY HARLING HILARY HAINES

FRANCESCO ALBERICO

JO

66

PRODUCTION COORDINATOR ASSISTANT PRODUCTION COORDINATORS

STUNT SECRETARY SET ASSISTANTS

ANITA CASALI

LUCA VANNELLA WINNIE WISHART

VICKY BISHOP

KATIE

BYLES

ALEX

KLIEN

JADE GORDON CHARLIE BUSHNELL

EMMA DUNLEAVY

ROBERT MADDEN

GARETH LEWIS MARK COCKREN

GREG TYNAN

ADAM HOLMES

NORA HENDERSON

DAVID KEADELL ZOE MORGAN CHISWICK

ALFIE OLDMAN OLIVE UNIACKE

NICK STARR

SHOKY CARTER

CHAZ JOHNSON

CHANYA BUTTON

STEVEN MATES

TOM WADE KENNY MUSSON ED SQUIRES

JOSH LAIDLAW

TOM BULL

 

ROBERT

SKINNER

PRODUCTION ASSISTANTS

DEAN

CRAWFORD

ROSIE

MCARTHUR

RYAN BOHAN SARAH MCKENNA LOUISE LEGUEN DE LACROIX

LUCY LUND

ROXANNE ODD

67

PRODUCTION ACCOUNTANT VISUAL EFFECTS DEPARTMENT ACCOUNTANT ASSISTANT ACCOUNTANTS

SPECIAL EFFECTS ASSISTANT SUPERVISOR SPECIAL EFFECTS MAIN UNIT FLOOR SUPERVISOR SPECIAL EFFECTS SUPERVISING ENGINEERS

SPECIAL EFFECTS COORDINATOR SPECIAL EFFECTS BUYER SPECIAL EFFECTS SENIOR TECHNICIANS

GARY NIXON

NICKY COATS

JAY ROSENWINK

PAULA SARGEANT

CHRISTINE SAMWAYS

JAYNE BARTON LOUISE VAN HAMME

AMANDA FERNIE

OLIVER MITCHELL

JULIA O’SULLIVAN

CHARLOTTE WELLER

MEGAN UDALL

STEPHEN HAMILTON

RICKY FARNS

NIGEL BRACKLEY

DAVID HUNTER

MARK BULLIMORE

BRIAN MORRISON

JOHN PILGRIM

RAY LOVELL

ROSIE RICHARDSON

PETER ASTON

JONATHAN BULLOCK

JOHN MORRIS

TERRY BRIDLE

DIGBY MILNER

PETER PICKERING

MARCUS

RICHARDSON

TREVOR

BUTTERFIELD

NICK FINLAYSON MARK HADDENHAM

PAUL WHYBROW

MATT HARLOW

NORMAN BAILLIE

FRANK GUINEY

DOUG MCCARTHY

JONATHON BARRASS

68

SPECIAL EFFECTS TECHNICIANS

FLYING WIRE COORDINATOR FLYING WIRE TECHNICIANS

SIMON HEWITT

ROBBIE SCOTT

PHOEBE TAIT

KEVIN WESCOTT

CHRIS LOVEGROVE RONNIE DURKAN

MATT WOOD

HELENA BRACKLEY RUSSELL FARNS

DEMI DEMETRIOU

ANDREW ELLINAS

SAM PEREZ

JAMES WILLIS

RICHIE BAKER

KEVIN WELCH

ALAN PEREZ

ANDY WELLER

 

DANNY

WEBSTER

MAKE-UP EFFECTS COORDINATOR

GEORGIE

GARDNER

WORKSHOP SUPERVISOR/MAKE-UP EFFECTS BUYER SUPERVISING PROSTHETIC MAKE-UP ARTISTS

JOHN LAMBERT MARK COULIER

ART FINISHING SUPERVISOR KEY SCULPTOR KEY FABRICATOR CONCEPT ARTIST/SCULPTOR KEY MOULDMAKERS

KATY FRAY

PAUL SPATERI

PAULA EDEN

JULIAN MURRAY JANET BURNS

MARTIN REZARD

JAMIE IOVINO

MEL COLEMAN

KEY PROSTHETIC MAKE-UP ARTISTS

STEPHEN

MURPHY

DUNCAN

JARMAN

PROSTHETIC MAKE-UP ARTISTS

BARRIE GOWER

BARNEY NIKOLIC

PAMELA GOLDAMMER

ADRIAN RIGBY

SARITA ALLISON

JO GROVER

69

JENNA WYATT

RICKI-LEE BERRY

KATY SPARKLES

FABRICATORS

CHLOE MUTON-PHILLIPS EMMA SHEFFIELD GEMMA DE VECCHI CATHERINE FLEMING

LOUISE

DAY

ALEX

HARWOOD

TINA FOSTER

POPPY KAY

THEA

FULLER

VICKI

RIXON

SCULPTORS

KATE

HILL

SHAUNE

HARRISON

ANIMATRONIC MODEL DESIGNERS

RAGNHILD PRESTHOLT

IVAN MANZELLA

 

LUKE FISHER

GORDAN

LUNDSTROM

JOSH WESTON

DAVID DARBY

MATT O’TOOLE

STEVE WRIGHT

JOE SCOTT

HUGH JAMES SANDYS VAL JONES-MENDOZA

ESTEBAN MENDOZA

 

DAN

CURTIS

MOULD MAKERS

CHRIS

KEAREY

TAMZIN

KEAREY

CLAIRE

GREEN

GUY MAINWARING

JONATHAN KLAHR

ROD HAMLIN

DAN FRYE

MARIATHASAN

DAN MEAKER

RAJ

70

KEY ARTFINISHERS

ART FINISHERS

JIMMY BERNARDINIS

TINA MOORE

LEON SMIKLE

AMY ROGERS

ZOE MARSDEN

KATI HOOD

TRACY O’BRIEN

JENI WALKER

BECKY CAIN

HELEN ROWE

WALDO MASON

INGRID PARKES

JUTTA RUSSELL

STEPHANIE HOVETTE

SAM IVES

VALENTINA VISINTIN VALTER CASOTTO MARIA CORK

JORN SEIFERT

VESNA GIORDANO

ELENA CONSTANTINOU

CHARLIE HOUNSLOW

NIKKIE GRIMSHAW

LISA CARRACEDO

SARAH LOCKWOOD

MARTHA FEIN

ABBIE JONES

SUNITA PARMAR

TAMAR AVIV

JESS MOORE

FAYE WINDRIDGE

FAY HATZIUS

ELOISE ANSON

EVA MILLER

VIKKI HOLT

EVIE WRAY

NIKKI MILINA

71

ALEXYS BECERRA

SELEN HURER

EMMA SLATER

KATY CHERRY

KRISTY SOUTHCOTT

HANNA YOUNG

LUCY KING

ELLE BAIRD

PHOEBE BROWN

ASSISTANT CONSTRUCTION MANAGER

DAVID

WESCOTT

CONSTRUCTION COORDINATOR

AMANDA

PETTETT

CONSTRUCTION BUYER

GARRY HAYES

HOD CARPENTER

JOHN KIRSOP

HOD METAL WORKER

KEVIN

NUGENT

HOD SCENIC PAINTER

PAUL WESCOTT

HOD PLASTERER

PAUL

TAGGART

HOD RIGGER

SIMON ALDERTON

HOD LETTER & DÉCOR ARTIST

STEVEN

HEDINGER

HOD SCULPTOR

BRYN

COURT

CONSTRUCTION SUPERVISORS

ANDREW

CASTLE

DAVID

WHYMAN

CONSTRUCTION CHARGEHANDS

LAURENCE BURNS

WILLIAM STICKLEY

STEPHEN CHALLENOR

JOE MONKS MICHAEL WESCOTT MARTIN MORAN ALAN HOPKINS

ERNIE HALL

SEAN YOUNG

IAN GRANT

RUSSELL PROSSER

CHRIS HEDGES

HUGH MADDEN

DAVID LAINSBURY

GEOFF BALL

KELVIN CARTER

72

KEITH DYETT

STEVE EELS

JAMIE GAMBLEN

TONY GRAYSMARK

STEPHEN

LINES

RICHARD

HALL

MARTIN GEORGE

STEVEN CLARK

STEVE BROWN GARY WALKER

DARREN BLANCHARD NICK ALDERTON

BARRY BROWN

STEVE CHALLIS

STEVEN BOVINGDON

PAUL

DAVIES

STEVE

LOWEN

THOMAS MANGAN

JOHN GOBLE

LETTER & DÉCOR ARTIST

CLIVE

INGLETON

SCENIC ARTISTS

MARCUS

WILLIAMS

MATTHEW

WALKER

CONSTRUCTION STANDBYS

PETER MANN

PAUL DUNCAN

SEAN

HIGGINS

PROPERTY STOREMAN CHARGEHAND PROPMEN

TOMMY LOWEN

NIGEL ROSS

RYAN SINNOTT

ANDY CHALLIS ANDREW HARVEY IAN MURPHY

BRIAN STACHINI

PAUL CHEESMAN MICKY MILLS

STEVE MCDONALD

PAUL BURGESS MATT COOKE

73

PROPMEN

SUPERVISING STANDBY PROPMAN STANDBY PROPMAN SUPERVISING SENIOR MODELLER SENIOR MODELLERS

MODELLERS

CHRISTIAN SHORT

BIGG

STEVEN MORRIS

JOHN MOORE

RON HIGGINS

KEVIN HERBERT

CRAIG TARRY

JIM SKIPSEY CHRISTIAN MCDONALD JAKE WELLS GERRY O’CONNOR MIKE FLEMMING OSSIE MERCHANT BUDDIE WILKINSON

GEORGE PUGH

SIMON WILKINSON

GARY IXER

JOHN WELLER

ADRIAN GETLEY TRACEY CURTIS

CHRISTOPHER ELDRIDGE

PAUL KNIGHT

TOBY HAWKES

JONATHAN JACKSON

WOTHERSPOON

TIFFANY KEARSLEY

MERRYWEATHER

TAMZINE HANKS

HANNAH BIGGS

CATRIONA MACCANN

KATIE LODGE

SAM LEAKE

SARAH CLAMP RICHARD VAN DEN BERGH

MARK WOOLLARD

PAUL WALLER

JIM BARR

PETER

STEVE

DAVID

74

JUNIOR MODELLERS

PROP MANUFACTURING BUYER ANIMALS BY HEAD ANIMAL TRAINERS

ANIMAL TRAINERS

ASSISTANT ANIMAL TRAINERS

UNIT NURSES

JOHN MARRIOTT

VICTORIA HAYES

ANDREW HODGSON

NEIL ELLIS

SOPHIE ALLEN

CHLOE TURNER

STUART MERIDEW

BIRDS & ANIMALS UK

JULIE TOTTMAN JOANNA VAUGHAN

MATTHEW PATCHING

GUILLAUME GRANGE

LISA SANDERS CAROLINE BENOIST

LAURA REDDISH

KAREN FAYERTY

NATASHA HOOK

MARTINIO BOLGER RACHEL BUCKNOR

UNIT DOCTOR

DR.

IAN FURBANK

CASTING ASSISTANTS

RUTH KEY

 

ALICE SEARBY

UNIT PUBLICIST

AMY

ROBERTSON

TRANSPORT COORDINATOR

DAVID ROSENBAUM

TRANSPORT CAPTAIN

EDDIE

COLEMAN

ASSISTANT TRANSPORT CAPTAINS

VIVIENNE ROSENBAUM

STUDIO MANAGER ASSISTANT STUDIO MANAGER CATERING SUPERVISOR CATERING MANAGER SAFETY COORDINATOR HEALTH & SAFETY ADVISORS

STEVEN GRIGGS DANIEL DARK

OLIVER GREETHAM

RICHARD GIBBS PETER BARTON

JAKE EDMONDS

MICK HOLTOM

LARRY EYDMANN

ANDY PARRY

BRIAN MCDERMOTT

RICHARD STONER

75

LEADING FIRE-FIGHTERS

SET SECURITY

WEATHER CONSULTANT

 

TOM FRAZER

TRACEY

MELBOURNE

STEPHEN SCRASE

PAUL NOEL

GRIEG BESCOBY

JUSTIN CHALKLEY

BRANDON

KEN BURRY

RICHARD WILD

MILLER

DR.

SECOND UNIT

PRODUCTION COORDINATORS

KATE GARBETT TONY DAVIS

EMILY CORDIER

EMMA STOKES

SCOTT BUNCE BRYN LAWRENCE TOM EDMONDSON

ROSIE COKER

ARABELLA CONSTANCE-CHURCHER

REBECCA DARK

HOLLY GARDNER

STEVE GROUT

DAVID PEARCE

BEN QUIRK

DEXTER BRYANT

ADAM FORD

WILL GARDNER

NICK LAURENCE

ANNABEL NORBURY

VAUGHN STEIN

STEFAN STANKOWSKI

GARY SPRATLING PAUL EDWARDS JOHN FERGUSON

RAY MEERE

MARTIN LEWIS

NIC MILNER

PRODUCTION SECRETARY

2 ND ASSISTANT DIRECTOR

B UNIT ASSISTANT DIRECTOR STUNT DEPARTMENT ASSISTANT DIRECTOR

3 RD ASSISTANT DIRECTOR SET ASSISTANTS

CAMERA OPERATORS

STEADICAM OPERATOR

1 ST ASSISTANT CAMERA

2 ND ASSISTANT CAMERA

B UNIT CAMERA OPERATOR/DOP

76

B

UNIT 1 ST ASSISTANT CAMERA

MARC

ATHERFOLD

 

SPENCER

MURRAY

B

UNIT 2 ND ASSISTANT CAMERA

FRANCESCO FERRARI

SCRIPT SUPERVISOR

B UNIT SCRIPT SUPERVISORS

DAVID MACKIE

SHARON MANSFIELD

NICOLETTA MANI

SUZANNE MCGEACHAN

KEY GRIP

DARREN

HOLLAND

GRIPS

DAVID

RIST

ANTHONY

BENJAMIN

LIBRA TECHNICIANS

JOHN FLEMMING

KEVIN FRASER GARY POCOCK DEREK RUSSELL

DAVE FREETH

TIM DEAN MARIO SPANNA

CRANE TECHNICIANS

PAUL

LEGALL

FRED

HARRIS

LEE

KEMBLE

KES THORNLEY

GAFFER

WICK

FINCH

BEST BOYS

TOM

O’SULLIVAN

B UNIT GAFFER

GRIP ELECTRICAL

SOUND MIXER BOOM OPERATORS

VIDEO OPERATORS

PERRY CULLEN

WILLIAM FINCH

FRED BROWN

IAN SINFIELD

BRIAN SULLIVAN

DANNY TYLER

BRADLEY WILSON ANDY MOUNTAIN

ROBERT WELLER

JOHN CASALI

GARY DODKIN

CHRIS MURPHY

DAN HARTLEY RICHARD SHEAN

77

MAKE-UP ARTIST HAIRDRESSER COSTUME MASTER WARDROBE SPECIAL EFFECTS FLOOR SUPERVISOR SPECIAL EFFECTS SENIOR TECHNICIAN SPECIAL EFFECTS TECHNICIANS

CHARGEHAND STANDBY PROPMAN STANDBY PROPMAN CATERING MANAGER AERIAL COORDINATOR HELICOPTER PILOT WESCAM OPERATOR WESCAM TECHNICIANS

SAFETY ENGINEER FLYING PICTURES HEAD OF OPERATIONS FLYING PICTURES OPERATIONS COORDINATOR

JENNIFER HEGARTY

CATHERINE HEYS

LAURENT GUINCI

STEPHANIE PAUL

STEPHEN HUTCHINSON

LUKE MURPHY

NICK JOSCELYNE

NOAH MEDDINGS

JASON TORBETT SONNY MERCHANT

GEORGE SCHEMBRI

MARC WOLFF

WILL SAMUELSON

ADAM DALE CHARLIE WOODBURN

J. GLYN WILLIAMS

STEPHEN J. NORTH

ANDY STEPHENS LUCIA FOSTER-FOUND

ADDITIONAL ELEMENTS UNIT

1ST ASSISTANT DIRECTOR 1ST ASSISTANT DIRECTOR (SFX SHOOT)

2ND ASSISTANT DIRECTOR 3RD ASSISTANT DIRECTOR SET ASSISTANT STUNT COORDINATOR MOVEMENT COACH SOUND MIXER BOOM OPERATOR SOUND MAINTENANCE SCRPT SUPERVISOR COSTUME SUPERVISOR

UNDERWATER UNIT

UNDERWATER DOP UNDERWATER OPERATOR

NICK

HECKSTALL-SMITH

FINN MCGRATH

BEN DIXON

RAY KENNY

TOBY SPANTON

EUNICE HUTHART

ALISA BURKE

DANNY HAMBROOK

ADAM LASCHINGER

NICK GILLET

JULIE BROWN

ANNIE CRAWFORD

TIM WOOSTER

SEAN CONNOR

78

1 ST ASSISTANT CAMERA

2 ND ASSISTANT CAMERA

GAFFERS

UNDERWATER ELECTRICIANS

DIVING COORDINATOR ASSISTANT DIVING COORDINATOR DIVING SUPERVISOR DIVERS

HEAD OF EDUCATION HEAD OF CROWD TUITION DEPARTMENT OF EDUCATION

NIGEL PERMANE

ALEX HOWE

RICHARD COPEMAN

ALICE HOBDEN

KING

MARK CAMPANY AARON KEATING

BOB JOHNSON DAVE SHAW PHOEBE RUDOMINO

DEAN MILLS

PETER HARCOURT PETER MCCLUE DAVE TANNER DAVE GREEN

PAUL DANIELS ROB HORTON-HOWE

JANET WILLIS

IAN HOSKIN

GISELLA GOODWIN

WILMA KEPPEL

PATRICIA ODDY

WAYNE

MARI

SMITH

JOHN

TWIGG

TONY O’ SULLIVAN HELEN BRIDGES THERESA KELLY ANNE LANIGAN

ELIZABETH SWINSCOE

SHARON MILTON

JOY

REYNOLDS

ROGER

REYNOLDS

JANE

THURLOW

IAN

BUCKLEY

JUDITH PHILLIPS

JOHN BUCKINGHAM

DIANA LINKLATER

79

PARSELTONGUE BY SCORE PRODUCED BY

MUSIC RECORDED AND MIXED AT MUSIC RECORDED AND MIXED BY

TECHNICAL SCORE ENGINEER ASSISTANT TECHNICAL SCORE ENGINEERS

SUPERVISING MUSIC EDITOR MUSIC EDITORS

SCORE ORCHESTRATED BY

MUSIC PERFORMED BY ORCHESTRA LEADER CHOIR CHORUS MASTERS

LONDON

SOLO VOCAL MUSIC COPYING AND LIBRARIAN

SCORE EDITOR MIDI PROGRAMMING

MARILYN PRYOR

KATE CATON

ADAM SLATTER

ASHLEY SLAY HAZEL CAPAL MAUREEN BOWEN

DR. FRANCIS NOLAN

ALEXANDRE DESPLAT

PETER COBBIN

CONRAD POPE

GERARD MCCANN

ROAD STUDIOS PETER COBBIN

SAM OKELL

JOHN BARRETT

PAUL PRITCHARD

ALED JENKINS

PATRICK PHILLIPS GERARD MCCANN

KIRSTY WHALLEY PETER CLARKE

ABBEY

ALLAN

JENKINS

STUART

MORTON

CONRAD POPE

CLIFFORD J. TASNER JEAN-PASCAL BEINTUS

BILL NEWLIN

SYMPHONY ORCHESTRA

CARMINE LAURI

LONDON VOICES

TERRY EDWARDS BEN PARRY MAI FUJISAWA

MARK GRAHAM

DAVID HAGE

ROB HOUSTON

DAVID WALTER

80

SCORE COORDINATORS

SCANNING TITLES BY END CREDITS BY VISUAL EFFECTS PRODUCTION SUPERVISOR VISUAL EFFECTS TURNOVER SUPERVISOR VISUAL EFFECTS COORDINATORS

VISUAL EFFECTS DATA COORDINATOR VISUAL EFFECTS PRODUCTION ASSISTANT VISUAL EFFECTS DEPARTMENT COMPOSITORS

XAVIER FORCIOLI NINON DESPLAT CINESITE

FOREIGN OFFICE

FUGITIVE STUDIOS

RICHARD YEOMANS

OLLY YOUNG

KINGSLEY COOK

EDWARD L. DARK

NICHOLAS ATKINSON ERRAN LAKE SIMON BURCHELL

JACK HUGHES MIKE ILLINGWORTH

VISUAL EFFECTS MATCH MOVE TECHNICIAN

JUSTIN

PEER

3D PRODUCTION SUPERVISOR

GAVIN

ROUND

3DVFX PRODUCTION SUPERVISOR

JO-ANN

EVANS

3D ASSISTANT EDITOR

NADIA

NAIMI

3D 2ND ASSISTANT EDITOR

CATHERINE

WILLIAMS

3D COORDINATORS

RICHARD

EDWARDS

3D VFX COORDINATOR 3D BASELIGHT OPERATOR 3D COLORIST VISUAL EFFECTS BY VISUAL EFFECTS SUPERVISOR VISUAL EFFECTS EXECUTIVE PRODUCER VISUAL EFFECTS PRODUCER 2D SUPERVISOR CG SUPERVISOR LEAD ARTISTS

KATE RENWICK

VICTORIA ALBANESE

RISTO JANKKILA

GREG FISHER

DOUBLE NEGATIVE

DAVID VICKERY

DOMINIC SIDOLI

CHARLOTTE LOUGHNANE

SEAN STRANKS

RICK LEARY

KIERON HELDSON

PIETRO PONTI

JONATHAN KNIGHT

ROBIN BEARD

ALEXANDER SEAMAN

GAVIN HARRISON TOM BRACHT

81

VISUAL EFFECTS PRODUCTION

CHRIS THOMAS

CHRISTINE WONG

ISAAC LAYISH

VIKTOR RIETVELD

CHRISTOPHER LENTZ

JULIA REINHARD

RICHARD REED

ANDREW SCRASE

TRACEY LEADBETTER

FAY

HANCOCKS

KATY

MUMMERY

SARAH MIDDLETON JULES LISTER

 

KATIE

BELL

DARRYL LI

ERIN KIM

 

MARIANA

MANDELLI

3D ARTISTS

ANTHONY

CHADWICK

ANDREW CADEY

ALINE SUDBRACK

AZZARD GORDON

ANOUCHKA FARRENC

ALEXANDER CHALIOVSKI

CARLO VOLPATI

ANTON SMIT ABBIE SMITH CHRIS MCLAUGHLIN

BEATRIZ LORENZO

ANDY WARREN

CHRIS UNG KERSCHBAUMER

CHRIS HART

DAVID STRIPINIS

BJORN HENRIKSSON

CLEMENT GERARD

ED LEE

BRECHT DEBAENE

BERNHARD

82

DANIEL MASKIT

EMANUELE PARIS BRIAN SILVA DAVID FORSBREY FANNY ROCHE

NICKEL

ELIOT SPEED

FERNANDO BENITEZ

CLAIRE HARRISON

EMILY COBB

GEORGE BARBOUR

CARLOS-CHRISTIAN

CONOR

O’MEARA

GABOR

LENDVAI

GEORGE PLAKIDES

ELAINE KIERAN

GAL ROITER

GRAHAM JACK

FLORIAN SALANOVA

HUGO HERNANDEZ

GUREL

MEHMET

JACOB

SLUTSKY

JAMES

LAKIN

HEIKO

SULBERG

JAY

FLEMING

JAMES REID

JASON HARRIS

JORGE PIMENTEL KIYOSHI ABE JONATHAN PEREZ JOSH HERRIG KRISTIN STOLPE

JORGE DEL VALLE

KAORI DOI

LUKE BAILEY

JULIEN FOURVEL

KARIN MATTSSON MATT BULLOCK

83

KATHERINE PURSEY

KEY LEE

MATTHIEU POIREY

LUCA ZAPPALA

KEZIAH BAILEY

MING-CHIA LEE

LUDWIG ADAZA LAETITIA GABRIELLI MUHITTIN BILGINER MALCOLM WATTS

LEAH LOW

PAUL BOYD

MARKUS DRAYSS MARKO SCHOBEL

PAUL MCWILLIAMS

MIKE RHONE

MARTIN PARSONS

PETER OCAMPO

NICK RAMPLING

MATTHEW SMITH

PETTER FOLKEVALL NICK SYMONS MICHAEL LYLE

RACHAEL HENDER

PAUL CLAESSENS

NATHAN ORTIZ

RHYS SALCOMBE

ROB RIDE

NICHOLAS ILLINGWORTH

RICHARD BURNSIDE

ROBERT SEATON

NICOLAS DELBECQ

ROBERT STIPP

ROKAS RAKAUSKAS

PAUL DAVIES

ROBERTO

CLOCHIATTI

ROSS

WILKINSON

84

2D ARTISTS

PETER SZEWCZYK

RYU HARADA

SAM HANOVER

PHILIPPE GAULIER

SIMON

PYNN

SAMY

FECIH

SHAHID MALIK STEPHEN THORNHILL SANDRO SEGNI SOREN RAGSDALE

STUART LOVE

SOREN PEDERSEN

STELLA NG

TIMOTHY RUSSELL

STEPHEN ELLIS

STEPHEN BORNEMAN

TIMOTHY WARNOCK

TANIA RICHARD STEVE BROWN

TITO FERNANDES TERRY MARRIOT

STEVEN GODFREY VIKRAM MOHAN TOM BRACHT

TIMO-PEKKO NIEMINEN

YANNICK HONORE

VIRGIL MANNING

VICTOR WAGNER

YASUNOBU ARAHORI

ANNIE NAKAMURA

PAPAVRAMIDES

ANA MESTRE

ADAM HAMMOND

ASHWINI PRABHU

AMI PATEL

ANDREAS KREIN

AUSTIN RONALD

ALEXANDRA

85

DANIEL

RAUCHWERGER

DOMINIQUE FIORE

CHARLOTTE MERRILL

IGOR FIORENTINI

ELLEN MIKI

CHRISTOPHER JAQUES

 

JAMES

FOSTER

GRAHAM DAY

DANIEL

LEATHERDALE

JEAN-FRANCOIS

LEROUX

HELEN JOHNSON

EDWARD ANDREWS

JONATHAN HARRIS

JACQUI PURKESS

FRANCESCA DARE

KATE PORTER

JAMIE MCPHERSON

ISAAC

LAYISH

KIRSTY

CLARK

JIM O’HAGAN

LAVRNJA-CZAPSKI

KYLE GOODSELL

JIM STEEL KAMELIA CHABANE

MARK PAYNE

JOERG BAIER

KEVIN NORRIS OLOV SAMUELSSON JON URIARTE

LESTER BROWN

OSCAR TORNINCASA

KIRSTY LAWLOR

LIAM MAJOR PATRICK BURKE LAURA INGRAM

LUAN HALL

PAUL SCOTT

JOZEF

86

EDITORIAL & STUDIO

RESEARCH & DEVELOPMENT/TECH

MARCIN KOLENDO

LUKE BALLARD

RAFAL KANIEWSKI

MARK BORTOLOTTO

LUKE BIGLEY RAPHAEL HAMM

NIK BROWNLEE MARY STROUMPOULI RICHARD STAY

NIKI TURPIN

MICHAEL CONNOR

SANGITA MISTRY SARAH LOCKWOOD NICK MARSHALL SANJU TRAVIS TAMMY SMITH

NICOLAS JOYEN-CONSEIL

SONNY PYE

TOM HOCKING

SABINE LAIMER

TARA ROSEBLADE

WESLEY ROBERTS

SAM DAWES

WALTER GILBERT

ZACHARY LO

SAM REED WILL MARTINDALE LEANNE YOUNG

NICK

DACEY

CHRIS

PAYNE

MATTHEW

LEACH

MILES

DRAKE

LAURIE PELLARD ADAM STEPHENS

KAT TYSOE

MATTHEW BORNEMAN

OLIVER HARDING

87

VISUAL EFFECTS BY VISUAL EFFECTS SUPERVISOR VISUAL EFFECTS PRODUCER DIGITAL EFFECTS SUPERVISOR CG SUPERVISOR VFX ANIMATION SUPERVISOR VFX LINE PRODUCER VFX STEREOGRAPHER VFX EDITOR VFX PRODUCTION COORDINATORS

THE

MARIE TOLLEC

SIOBHAN PLATTEN

INGRID DAHL-OLSEN

PHILIPPE LEPRINCE

LUKE GODDARD

SCHARFENBERG

JONATHAN STROUD

DAVIDE VERCELLI

JENNIFER WOOD JAMES ROBERTS IAN MASTERS

LAMONT-FISHER

JEFF CLIFFORD

IAN MCGONIGAL

MOVING PICTURE COMPANY GREG BUTLER OLIVER MONEY

JESSICA NORMAN

MAX WOOD

FERRAN DOMENECH GRACIE EDSCER

DAMIEN FAGNOU

CRYSTAL HADCROFT

ROSS JOHNSON

LAIA ALOMAR

MICHELLE TEEFEY-LEE

ALEX KERRIDGE

JULIAN BLOOMFIELD

MELANIE MARTIN SOFUS GRAAE KYLE WETTON EST DONNELLY

TIM POUNDS-CORNISH JACK GEORGE NADIR BENHASSAINE ABIGAIL MENDOZA

NISHA VIJAYAN

MATTHIAS

JOE

88

LEAD DIGITAL EFFECTS ARTISTS

DIGITAL EFFECTS ARTISTS

LUCILE ABIVEN

SURENDRA NATH

SUKUMAR SREENIVAS

KAYLEIGH HARDING

VASTAVIKA SINGH JIGNESH MEHTA CHARLIE STEWART MATT PACKHAM

DAVID GRIFFITHS

BRAD FLOYD

SAM BASSETT

AARON LAWN

AXEL BONAMI

SIMON JONES

DIEGO G. GUERRERO

NIGEL

ANKERS

ADRIANO

RINALDI

NICOLA

DANESE

VIRGINIE

BOURDIN

JULIO

DEL RIO HERNANDEZ

MARCO CARBONI THOMAS DOW ANTHONY ABEJURO JOHN NIFOROS DONNA POYNTON

PAULA BELL

PUJA PARIKH

JULIEN BOLBACH

LISA GONZALEZ

ELLIOT NEWMAN HASLINA DASLEY

DAN

ZELCS

SHIKHAR

GUPTA

MANI SATYABALAN

MARK TOMPKINS

PAUL CATLING ANDREY RYABOVICHEV

89

STEPHANE LEVALLOIS

JAMES KELLY

DOUG LAMOUR

SANDRA MURTA

DAN COPPING

MICHAEL BECKI

JULIAN HOWARD

KABELAN THEIVENDRAN

MATTHEW HUNT DAFYDD MORRIS

CHRIS BENDING ASHLEY TILLEY

ADAM DAVIS GERALD BLAISE

LEANDRE LAGRANGE

THOMAS MANSENCAL

SHELDON STOPSACK

DAVID MAYHEW

SAM BERRY

ANTONY NGUYEN

RORY WOODFORD

RUTH WIEGAND

VIKTOR FILLO

JOSEPH LACAP

TARKAN SARIM ROTOHIKO HOBMA

REBECCA HESKES

THOMAS

LEAH BEEVERS

PAUL HOLMES

STEPHEN MOLYNEAUX ANA ELEZ LJILJANA SKRBA STEVEN SANDLES

LUCY BAILEY

SAM CORCORAN

JORDI RIERA ROBERT TOVELL

90

SANJAY BALIGA

RITCHIE HOYLE JEDRIK ELIASEN JOSEPH THOMAS OWEN MCNALLY

RAJESH VELAYUDHAN

PRINCE RAJASEKAR

JASON VICENTE

MOHAMMEDUNNY

HINZ WELKENS SUJAY KUMAR

MATHEW MATHEW

RANAJOY KAR

ROHIT AGARWAL

KHADER-HAYATH

STEVEN LOVELL

AMBRISH RANGAN

BEN BROWN

JULIAN BURT

SAHIL TANDIAL PETER SALTER OLIVER DALE

IAN SHEPHERD

CHRISTINA MANDIA