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ETHANOL /

ALKOHOL
UND SEINE
LANGZEITFOLGEN
I N H A L T S V E R Z E I C H N I S
• Zusammenfassung: Ethanol

• Wie wird Ethanol im Körper aufgenommen?

• Was macht das Ethanol im Gehirn?

• Wie wird Ethanol im Körper wieder abgebaut?

• Bis zu welcher Menge ist der Konsum von Alkohol


risikoarm?

• Langfristige Folgen (körperliche, psychische, soziale)

• Alkohol und Abhängigkeit

• Zusammenfassung
• Summenformel: C2H5OH
• Hydroxylgruppe: -ol
Z U S A M M E N -
F A S S U N G : • Löslichkeit von polaren und
unpolaren Stoffen
E T H A N O L
• Gut brennbar
• Zellgift für den Körper

Verwendung in/als:
- Glasreiniger
- Desinfektionsmittel
- Spiritus
Wie wird Ethanol im Körper aufgenommen?
Verteilt sich innerhalb
Vorwiegend über die
weniger Minuten im
Schleimhaut des Dünndarms
Blutkreislauf, sowie im
ins Blut.
gesamten Körperwasser.

Gewebe und Organe wie das


Stark durchblutete Organe
Herz, Gehirn und Muskeln
wie die Leber und das Gehirn
werden dem Alkohol
werden schneller erreicht.
ausgesetzt.

Maximale Blutkonzentration
wird nach etwa 45 bis 75
Minuten nach der Aufnahme
erreicht.
Wie wird Ethanol im Körper aufgenommen?

Faktoren, die die Alkoholaufnahme beeinflussen:

- Alkohol aus einem leeren Magen gelangt schneller in den Blutkreislauf als aus
einem vollen Magen

- Sowohl ein hoher Alkoholgehalt als auch Kohlensäure in alkoholischen


Getränken beschleunigen die Aufnahme von Alkohol

- Auch Medikamente beeinflussen die Aufnahme von Alkohol. Beispielsweise


kann das Medikament Acetylsalicylsäure (ASS), das Schmerzen und
Entzündungen lindern soll, die Konzentration von Alkohol im Blut erhöhen

- Individuelle körperliche und geistige Verfassung, sowie Toleranz


Unterschiede zwischen Personengruppen
bei der Alkoholaufnahme:

- Frauen nehmen im Vergleich zu Männern bei

Wie wird Ethanol


gleichen Trinkmengen mehr Alkohol auf. Grund dafür
ist, dass sie einen geringeren Wasseranteil im Körper
aufweisen (Frauen 51 Prozent, Männer 65 Prozent),
im Körper sowie geringer vorhandene alkoholabbauende
Enzyme. Wenn sich Alkohol in weniger Wasser verteilt,
aufgenommen? bedeutet das, dass die Alkoholkonzentration höher
liegt.

- Übergewichtige und ältere Personen haben


auch einen geringeren Wasseranteil im Körper als
Normalgewichtige und jüngere Personen. Dadurch
erreichen sie schneller eine höhere
Alkoholkonzentration im Blut.
Was macht das Ethanol im Gehirn?
• Empfindliches Organ für Ethanol
• Beeinflusst verschiedene Botenstoffe, die dafür zuständig sind,
Informationen zwischen Nervenzellen zu übermitteln
• Hemmende und dämpfende Wirkung auf Informationsübertragung
• Belohnungssystem im Gehirn wird aktiviert
• In geringen Mengen wirkt es stimmungshebend, entspannend und
angstlösend (Wohlgefühl)
• In größeren Mengen wirkt es betäubend
• Sobald das Ethanol abgebaut ist, lässt die hemmende Wirkung nach
• Gehirn entwickelt eine Konditionierung (später mehr dazu)
Wie wird Ethanol im Körper wieder abgebaut?
• Geringer Anteil wird ausgeatmet, sowie über Haut und Nieren
ausgeschieden
• Großteil verarbeitet der Körper zu Wasser und Kohlenstoffdioxid
• Abbau beginnt bereits in der Schleimhaut des Magens, bevor der
Alkohol ins Blut gelangt
• Über 90 Prozent des Alkohols werden von der Leber abgebaut
• Während des Vorgangs sinkt der Alkoholgehalt im Blut
- bei Frauen durchschnittlich um 0,13 Promille pro Stunde
- bei Männern durchschnittlich um 0,15 Promille pro Stunde
Bis zu welcher Menge ist der Konsum von Alkohol
risikoarm?
Einen vollständig risikofreien Alkoholkonsum gibt es nicht (!).

Als risikoarm wird eine Trinkmenge bezeichnet, bei der das Risiko von schädlichen Folgen für die
körperliche und psychische Gesundheit relativ gering ist. Die Deutsche Hauptstelle für
Suchtfragen (DHS) legte Schwellenwerte fest, die aber nur zur groben Orientierung dienen
können. Von risikoarmem Alkoholkonsum spricht man demnach, wenn

- Frauen täglich weniger als 12 Gramm reinen Alkohol trinken,


- Männer täglich weniger als 24 Gramm reinen Alkohol trinken.
Auf ein Jahr gerechnet entspricht das bei Frauen 4,4 Litern und bei Männern 8,8 Litern reinem Alkohol.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen empfiehlt auch bei risikoarmem Konsum mindestens
zwei konsumfreie Tage pro Woche einzulegen, damit man sich nicht an den Alkohol gewöhnt.
Mögliche (chronische) körperliche Folgen:

- Lebererkrankungen (Leberentzündung, Leberzirrhose und


Leberkrebs)
- Herz- und Kreislauferkrankungen (u.a. Bluthochdruck, Arteriosklerose,
Schlaganfall, Herzinfarkt)
- Nervenschäden (Polyneuropathie)
Langfristige
Folgen von - Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Alkoholkonsum - Entzündungen im gesamten Verdauungstrakt

- Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen)

- Muskelschwund

- Krebserkrankungen (u.a. Leberkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs, Magen-,


Speiseröhrenkrebs)
Mögliche (chronische) körperliche Folgen:

- Schädigungen des Kleinhirns und Verschlechterung der Gehirnfunktion

- Störungen der Blutbildung

Langfristige - Schlafbezogene Atemstörungen


Folgen von
Alkoholkonsum - Schwächung des Immunsystems (und dessen Folge z.B.
Lungenentzündungen und Tuberkulose)

- Hautprobleme (z.B. bakterielle Infektionen)

- (!) Schädigung des ungeborenen Kindes während einer Schwangerschaft


durch Alkoholkonsum der Mutter (fetales Alkoholsyndrom)
Mögliche (chronische) psychische Folgen:

- Psychische Entzugserscheinungen oder Psychosen


- Nachlassende geistige Fähigkeiten
Langfristige - Demenzerkrankungen

Folgen von - Persönlichkeitsveränderungen


- Psychische Symptome und/oder Erkrankungen
Alkoholkonsum wie:
- Stimmungsschwankungen
- Angstzustände
- Depressionen
- Suizidgedanken
- Alkoholsucht
Langfristige Folgen von Alkoholkonsum

Mögliche (chronische) soziale Folgen:

- beeinträchtigte Selbstkontrolle und Kritikfähigkeit


- erhöhte Bereitschaft zu aggressivem Verhalten ( = erhöhtes Risiko,
gewalttätig zu werden und Straftaten zu begehen)
- beeinträchtigtes Reaktionsvermögen -> häufigere (Auto-)unfälle
- soziale Ausgrenzung
- Konflikte am Arbeitsplatz (bis zum Jobverlust)
- finanzielle Schwierigkeiten
- besonders eine Sucht wirkt sich auf das soziale Umfeld, u.a. die
Familie aus
Alkohol & Abhängigkeit
Alkoholabhängigkeit entwickelt sich langsam über mehrere Jahre hinweg

Chronisches Trinken bewirkt Ausschüttung von Dopamin und aktiviert


mesolimbisches Belohnungssystem und das Gehirn entwickelt eine Konditionierung
Unbemerkter Übergang vom kontrollierten Alkoholkonsum zum unkontrollierten
Trinken (+ wachsender Drang)
Sucht ist nicht zwangsläufig mit exzessivem Konsum verbunden

Bleibt häufig über lange Zeit verborgen (Tabuthema)


Zusammenfassung

Da Alkohol sowohl wasser- als auch fettlöslich ist, verteilt er sich innerhalb
kurzer Zeit im gesamten Körper und greift besonders Organe wie Leber, Herz
und Gehirn an.

Die Toleranz des Alkohols ist von der psychischen und körperlichen Verfassung
abhängig und kann je nach Konsumhäufigkeit variieren.

Es besteht ein hohes Risiko, abhängig zu werden und dauerhafte, bzw.


chronische Folgen zu erleiden.
VIELEN
DANK FÜR
EURE
AUFMERKSAMKEIT!

Noch Fragen?

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