Sie sind auf Seite 1von 17

Fakultät für Verfahrens und Chemietechnik

Aufgaben

zur Vorlesung

Konstruktion 2

Helmut Behler

Stand: Wintersemester 2010


Aufgaben zu Konstruktion 2

Aufgaben zu Schraubenverbindungen
Aufgabe 1

Schraubenachse, 12 am
Umfang DIN 933 DIN 934

lk
Innendruck pi

Symmetrieachse
des Windkessels

D
Ø 376

Ø 426

Daten:
p = 13,33 bar ± 50%
D = 356 mm
µ0 = 0,1
lk = 28,3 mm, n = 1 annehmen.
Schraubenwerkstoff entspricht Ck45, Festigkeitsklasse 8.8

Zur Vorauslegung kann gesetzt werden: FVM = 1,5 FB. Die Mindestklemmkraft muss
betragen: FKmin = 0,3FB.

1. Zeichnen Sie qualitativ die auf die Schraubverbindung wirkende Belastung.


Ermitteln Sie die Betriebskraft pro Schraube und bemessen Sie diese
vorläufig. Regelgewinde nach DIN 13.
2. Berechnen Sie das Anziehdrehmoment der Schrauben und die dabei
auftretende Vergleichsspannung. (Streckgrenzenausnutzung 90%).
3. Zeichnen Sie ein maßstäbliches Verspannungsdiagramm für den
Vorspannzustand.
4. Berechnen Sie den Setzverlust und ergänzen Sie das Diagramm aus 3.
entsprechend.
5. Weisen Sie die Festigkeit unter Betriebslast nach (statisch und dynamisch).
6. Ermitteln Sie, ob unter dem Schraubenkopf Fließen eintritt.
7. Durch welche Maßnahme kann bei sonst gleichen Randbedingungen der
wechselnde Anteil der Schraubenbelastung verringert werden?

2
Aufgaben zu Konstruktion 2

Lösung:

1.

1 π
FB max = ⋅ 2 ⋅ ⋅ 356 2 = 16590N
12 4
1 π
FB min = ⋅ 0,667 ⋅ ⋅ 356 2 = 5560N
12 4
Vorauslegung: gestrichene Größen ’.

F 'VM = 1,5FB max = 24885N


24885
σ v' ≈ 1,25 '
= 0,9R p 0,2 = 0,9 ⋅ 640 = 576MPa → A’S = 54mm2
AS

Der nächst größere Querschnitt ist M10 mit AS = 58mm2, A3 = 52,3 mm2, d2 = 9,026,
d3 = 8,16, SW = 16, dh = 11, AN = 78,53mm2, φ = 3,03°

Wegen der Betriebsbelastung könnte zur Sicherheit M12 gewählt werden mit AS =
84,3 mm2, A3 = 76,25 mm2, d2 = 10,863, d3 = 9,853, SW = 18, dh = 13, AN =
113,1mm2, φ = 2,04°

2.
0,1
µ = 0,1 → ρ0 ' = arctan = 6,587°
3
2
Nebeneinander M10 und M12:
S + dh S + dh
dK = W = 15,5 dK = W = 13,5
2 2
15,5 13,5
M K = 24885 0,1 = 19286Nmm M K = 24885 0,1 = 16798Nmm
2 2
10,863
M G = 24885 tan(2,04° + 6,587°) = 20507Nmm
2
9,026
M G = 24885 tan(3,03° + 6,587°) = 19030Nmm
2
M A = 19286 + 20507 = 39793Nmm M A = 16798 + 19030 = 35828Nmm

3
Aufgaben zu Konstruktion 2

Nur M10:
1,5
π  4 ⋅ 58  3
Wt =   = 124,61mm
16  π 
24885 19030
σz = = 429,1MPa τt = = 152,7MPa
58 124,61
σ v = 429,12 + 3 ⋅ 152,7 2 = 504,1MPa

8.8 bedeutet: Re = 640 MPa, damit ist die Streckgrenzenausnutzung bei dem
gewählten Anziehmoment und M10: 504/640 = 79% < 90%. Es wäre also möglich,
da alle Größen proportional zu FVM sind, die Vorspannkraft festzulegen auf:

90
FVM = 24.885 ⋅ = 31.600N (bei M10)
79
Wir rechnen mit den bisherigen Größen weiter.

3.
Hierzu werden die Nachgiebigkeiten von Flansch und Schraube benötigt.
Klemmlänge lk = 28,3, Mutternhöhe m = 4
Schraubenlänge: gewählt: 35mm Gewindelänge: b = 26 (Roloff/Matek)
Daher:

1  2 ⋅ 4 + (35 − 26) 19,3 + 5  − 6 mm


δS =  +  = 3,243 ⋅ 10
210000  78,53 52,3  N
π π
Aers
4
( 8
) [ 2
]
= 16 2 − 112 + 16(25 − 16 )(0,898 + 1) − 1 = 253,2mm 2
1
 28,3 ⋅ 16  3
x = 2  = 0,898
 25 
28,3 mm
δP = = 0,532 ⋅ 10 −6
210000 ⋅ 253,2 N

0,532
Φ= = 0,141
0,532 + 3,243

Skizze wie oben...

4.
Keine Rauhigkeiten gegeben, geschätzt: fz = 10 µm = 0,01mm

0,01
Fz = ⋅ 10 6 = 2649N
0,532 + 3,243

5.
Statisch: Aus 3. ergibt sich die maximale Schraubenkraft im Betrieb:
Fmax = FVM − Fz + ΦFB
Fmax = 24885 − 2649 + 0,141 ⋅ 16590 = 24575N

4
Aufgaben zu Konstruktion 2

24575
Zugspannung: σ z = = 423,7MPa
58
19030
Torsion (unbeeinflusst durch den Betrieb): τ t = = 152,7MPa
124,61
Vergleichsspannung: σ v = 423,7 2 + 3 ⋅ 152,7 2 = 499,5MPa --> ok.

16590 + 5560
Dynamisch: Ausschlagsspannung σ a = 0,141 ⋅ = 26,9MPa < 50MPa, ok
2 ⋅ 58

π
6. Ringfläche: A=
4
( )
16 2 − 112 = 106,03mm 2
24575
Spannung: σ= = 231,8MPa < Re (Baustahl etc.) --> kein Fließen
106,3
7.
Dehnschraube/Dehnhülse

Aufgabe 2

Daten:

Gewinde:
M 24 x 3
d2 = 22,051, d3 = 20,319
AS = 353 mm2, A3 = 324,3 mm2
φ = 2,48°
SW = 36mm

Belastung:
FVM,max = 190 kN
FB = 45 kN schwellend
µG = µK = 0,15

Werkstoff:
Schraube 12.9, vergütet und
schlussgerollt,
Mutter 12,
Behälter C45V

Die dargestellte von Hand angezogene Schraubenverbindung ist nachzurechnen.


Annahme für den Kraftangriff: n = 0,8.

5
Aufgaben zu Konstruktion 2

1. Wie groß ist die Streckgrenzenausnutzung beim Anziehen der Schraube?


2. Bestimmen Sie den Setzkraftverlust? Alle Rauheiten 4µm annehmen.
3. Wie groß ist die Klemmkraft im Betrieb?
4. Wie groß ist die Sicherheit gegen Dauerbruch?
5. Tritt zwischen Schraubenkopf und Flansch Fließen auf?

Lösung

1.
FVM 190.000
σz = = = 605MPa
Amin π ⋅ 20 2
4
 2 
Haftreibung: ρ0' = arctan 0,15  = 9,83°
 3 
22,051
MG = 190.000 ⋅ tan( 2,48° + 9,83°) = 457.133Nmm
2
π 20 3
Wt = = 1570,8mm 3
16
457.133
τt = = 291MPa
1.570,8

σ v = 605 2 + 3 ⋅ 2912 = 787MPa

787
Streckgrenzenausnutzung: (Werkstoff 12.9: Re = 1080 MPa) A = = 73% --> zu
1080
klein.

2. Hierzu müssen die Nachgiebigkeiten von Schraube und Flansch berechnet


werden.

 
 
1  2 ⋅ 0,4 ⋅ 24 + 5 + 12 + 30 + 25  = 1,100 ⋅ 10 −6 mm
δS =
210000  π 24 2 324,3 π 26 2 π 20 2  N
 
 4 4 4 

π π
Aers =
4
( ) [ ]
36 2 − 26 2 + 36(50 − 36 ) 1,952 2 − 1 = 1043,2mm 2
8
1
 60 ⋅ 36  3
x = 2  = 0,952
 50 
60 mm
δP = = 0,274 ⋅ 10 −6
210000 ⋅ 1043,2 N

Summe der Rauhigkeiten: Folie 39: fz = 1,5 + 2,5 + 2,5 + 3 = 9,5µm


nach VDI 2230

6
Aufgaben zu Konstruktion 2

0,0095
Fz = ⋅ 10 6 = 6915N
0,274 + 1,1

3.
0,274
Φ= = 0,199
0,274 + 1,1
Kein Anziehfaktor angegeben, 1 gesetzt.

FK = FV − (1 − nΦ)FB = 190000 − (1 − 0,8 ⋅ 0,199 )45000 = 152.179N

4.
45.000
Ausschlagsspannung σ a = 0,8 ⋅ 0,199 ⋅ = 10,1MPa < 50MPa, ok
2 ⋅ 353
5.
π
Ringfläche: A=
4
( )
36 2 − 26 2 = 486,9mm 2
Spannung:
190.000 + 0,8 ⋅ 0,199 ⋅ 45.000 − 6915
σ= = 390,8MPa < 490MPa = Re
486,9
(R/M, Tabelle 1 − 1, C45E, neue Norm)
--> kein Fließen

Aufgabe 3

Die im Bild dargestellte Zylinderkopfverschraubung eines Kompressors ist


nachzuprüfen. Die Verschraubung besteht aus vier schlussvergüteten
Dünnschaftschrauben M10 – 10.9. Aufgrund der Steifigkeit des Zylinderkopfes kann
Biegung unberücksichtigt bleiben. Der auf den Zylinderkopf wirkende Druck beträgt
max. 20 bar (schwellend). Zylinderkopf und Kompressorgehäuse sind aus GGG60
(E-Modul 177000 MPa). Die Schrauben sind drehmomentgesteuert (kA = 1,6)
angezogen mit MA = 60 Nm. µG = µK = 0,12, alle Rauheiten 4µm. Kraftangriff: n = 1
zur Vereinfachung.

1. Zeichnen Sie ein qualitatives Verspannungsdiagramm der


Schraubenverbindung. Skizzieren Sie in das Aufgabenbild den Vorspann- und
den Betriebskraftfluss.
2. Wie groß sind die max. und die min. Montagevorspannkraft?
3. Berechnen Sie die Nachgiebigkeiten von Schraube und Flansch und das
Nachgiebigkeitsverhältnis Φ.
4. Wie groß ist der Vorspannverlust durch Setzen und die Restklemmkraft?
Zeichnen Sie beides qualitativ in das Diagramm aus 1.
5. Bestimmen Sie für die Schrauben die Sicherheiten gegen Fließen und
Dauerbruch.
6. Statt der Dünnschaftschraube soll eine Innensechskantschraube nach DIN
912 verwendet werden. Skizzieren Sie eine konstruktive Maßnahme, die eine
vergleichbare Wirkung wie die Dünnschaftschraube hat (keine Rechnung).

7
Aufgaben zu Konstruktion 2

8
Aufgaben zu Konstruktion 2

Aufgaben zu Schweißverbindungen
Aufgabe 4

Die Skizze zeigt die Befestigung einer Seilrolle für eine Fördereintrichtung. Unter
Vernachlässigung der Seilreibung gilt: S1 = 10 kN (Schwellbelastung). Der Werkstoff
der Befestigungsbleche ist S355 (St 52-3).

a) Bestimmen Sie die Belastung in der Schweißnaht.


b) Bestimmen Sie alle erforderlichen geometrischen Größen wie Flächen und
Flächenmomente usw. der Schweißnaht.
c) Berechnen Sie die dynamische Vergleichsspannung. Ist die Schweißnaht
dauerfest nach DV 952?

Lösung

a)

Fx = 8,66kN Fy = 15kN
⇒ Ax = 8,66kN Ay = 15kN M A = 0,15 ⋅ 15 + 0,03 ⋅ 8,66 = 2,51kNm
b) Schubfläche: Aτ = 4 ⋅ 160 ⋅ 5 = 3200mm 2

9
Aufgaben zu Konstruktion 2

Zugfläche: Aσ = 4 ⋅ 160 ⋅ 5 + 4 ⋅ 10 ⋅ 5 = 3400mm 2


Biegewiderstandsmoment:
4 ⋅ 160 2 ⋅ 5 4 ⋅ 5 ⋅ 10 ⋅ 80 2
Wb = + = 101.333mm 3
6 80

Vertikalnähte | Steiner-Anteil der Horizontalnähte

c) Nennspannungen:

8660
σz = = 2,6MPa
3400
15000
τ || = = 4,7MPa
3200
2,51 ⋅ 10 6
σb = = 24,8MPa
101333
σ ⊥ = 24,8 + 2,6 = 27,4MPa
Vergleichsspannung: σ v = σ ⊥2 + 2τ ||2 = 27.4 2 + 2 ⋅ 4,7 2 = 28,2MPa = σ O
Die Beanspruchung ist schwellend, d.h.: σ m = σ a = 14,1MPa
Kerbfall E1, Tabellen Roloff/Matek 6-12 und 6-13:
ertragbare Oberspannung 125 MPa.
125
Sicherheit: SW = = 4,5
28,2

10
Aufgaben zu Konstruktion 2

Aufgabe 5

Das dargestellte Rad eines Lastfahrzeugs soll durch eine Drehstabanordnung


abgefedert werden. Der Drehstab aus S355 (St 52-3, Rp0,2 = 355 MPa) ist in A mit
dem Lagerbock und in C mit der Radschwinge (ebenfalls S355) verschweißt, in B
jedoch reibungsfrei drehbar geführt. Die Schweißnähte in A und C sind als
Doppelkehlnähte in Normalgüte ausgeführt, Schweißnahtdicke a = 8 mm. Radlast:
FR = 2000 N ± 800 N. Die Lagerböcke A und B sind als biegeweich anzunehmen, so
dass dort kein Biegemoment aufgenommen werden kann. (Die Schwere des
Spannungskollektivs ist nicht bekannt.)

a) Skizzieren Sie den zeitlichen Verlauf der Radlast.


b) Skizzieren Sie den Q-, Mb- und Mt-Verlauf für Schwinge und Drehstab.
Berechnen Sie die Zahlenwerte dieser Schnittgrößen im Punkt C.
c) Berechnen Sie die Nennspannungen an der Schweißnaht im Punkt C.
d) Wie groß ist dort die Sicherheit gegen Fließen?
e) Ist die Schweißnaht bei C dauerfest nach DV 952?
f) Beschreiben oder skizzieren Sie mögliche konstruktive Maßnahmen zur
Verbesserung der Festigkeit der Schweißnaht in C.

11
Aufgaben zu Konstruktion 2

Aufgaben zu Wellen
Aufgabe 6

Zahlenwerte:
Mt = 29,9 Nm, a = 191 mm, rW = 125 mm, rK = 1,2 mm, a/b = 3, r/d1 = 0,3
d3/d2 = 1,15, µ = 0,1. Werkstoff S355.

Ein stufenlos regelbares Übersetzungsgetriebe überträgt kraftschlüssig über eine


Reibrolle das Drehmoment Mt und gibt es am rechten Wellenende querkraftfrei über
eine Kupplung ab.

1. Zeichnen Sie das mechanische Ersatzbild und den qualitativen Verlauf der
Schnittgrößen
2. Bestimmen Sie die Anpresskraft FN, damit das Nennmoment mit 1,2-facher
Sicherheit übertragen wird. Wie groß sind dann die Lagerkräfte A und B?
3. Welches sind die gefährdeten Querschnitte? Welche qualitativen (wechselnd,
statisch) Beanspruchungen liegen dort vor?
4. Legen Sie die Welle so aus, dass die Sicherheit gegen Fließen mindestens
1,5 und die Sicherheit gegen Dauerbruch mindestens 2 beträgt. Beachten Sie
dabei: Durchmesser Normzahl und Lagerinnendurchmesser nach DIN748
festlegen.
5. Führen Sie einen Festigkeitsnachweis durch.

Lösung

1.

2.
M t 29900 FR 239,2
FR = = = 239,2N FN = SR = 1,2 ⋅ = 2.870,4N
rW 125 µ 0,1
Lagerkräfte:

x: A X = −2.870,4N y: − 239,2 + Ay + B y = 0 z: Az = −Bz

12
Aufgaben zu Konstruktion 2

∑M y = 0 = 2.870,4 ⋅ 125 + Bz ⋅ 191 ⇒


Bz = −1.878,3N und Az = 1.878,3N

191
∑M z = 0 = 239,2 ⋅
3
+ By ⋅ 191 ⇒ By = −79,7N und Ay = 318,9N

3.
Die gefährdeten Querschnitte liegen bei
I (dort hohe Belastung und kleiner Querschnitt)
II (hohe Belastung und scharfe Kerbe)
bei III ist die Geometrie wie bei II, allerdings eine geringere Belastung.

Bei I und bei II liegt ruhende Torsion und wechselnde Biegung vor.
σ b,a = σ b σ b,m = 0 τ t ,a = 0 τ t ,m = τ t

4.
Biegemoment: M y = 125FN = 125 ⋅ 2.870 = 358.750Nmm
191 191
Mz = FR = ⋅ 239 = 15.309Nmm
3 3
Pythagoras: M b = 358750 2 + 15309 2 = 359127Nmm
Torsion: M t = 29.900Nmm

Zur Vorauslegung, da die Torsion nicht wechselnd ist:


σ
σ v = σ 2 + 2τ 2 ≈ b,W =100MPa (S355: σ b,W = 400MPa )
4
Kreisquerschnitt: W t = 2 W b
M Mt
σb = b τt =
Wb 2Wb

Da Torsion hier viel kleiner als Biegung:


32 ⋅ 359127 32 ⋅ 359127
σb = 3
= 100 also: d = 3 = 33,2mm
πd 100π

Auswahl: d1 = 35mm, d2 = 40mm, d3 = 1,15d2 = 46mm

5.
Nennspannungskonzept:
M 359.127
σ b,a = K A b = 1 ⋅ = 85,3MPa
Wb π 3
35
32
Wegen der Passfeder ist der wirksame Querschnitt bei der Torsion 35 – 6 = 29mm.
M 29.900
τ t ,m = K A t = 1 ⋅ = 6,3MPa
Wt π 3
29
16

Ertragbare Bauteilspannungen:

13
Aufgaben zu Konstruktion 2

Oberfläche: Geschätzte Rauhigkeit Rz = 6,3 µm --> KF = 0,93


Kerbe: βk,b = 1,7 ... 2,6 (Passfeder)
K1 = 1, K2 = 0,9
β 1 2,6 1
K σ = k ,b + −1= + − 1 = 2,965
K2 KF 0,9 0,93
σ b,W ⋅ K 1 400
σ b,WK = = = 134,95MPa
Kσ 2,965

Mittelspannungseinfluss:
Gestaltänderungsenergiehypothese: σ v ,m = 3 ⋅ τ m = 10,9MPa
σ v ,a = σ b,a = 85,3MPa
σ b,WK 134,95
ψ b,σk = = = 0,149
2K 1 ⋅ Rm − σ b,WK 2 ⋅ 520 − 134,95
σ b,ADK = σ b,WK − ψ b,σk σ v ,m = 134,95 − 0,149 ⋅ 10,9 = 133,3MPa

Sicherheit gegen Dauerbruch:


1 σ b,a 133,3
= ⇒ SD = = 1,56 < 2
SD σ b,ADK 85,3
Die Sicherheit ist nicht ausreichend!

Aufgabe 7

Die Welle für eine Schleifspindel ist zu untersuchen. Das linke Lager ist das
Festlager. Zahlenwerte: qu = qr = 1 N/mm, n = 6000 upm, d = 100 mm, l1 = 160 mm,
l2 = 240 mm, lS = 80 mm, alle Kerbradien 0,2mm. Werkstoff S355.

1. Berechnen Sie die Lagerreaktionen.

14
Aufgaben zu Konstruktion 2

2. Berechnen Sie das Torsionsmoment und die Antriebsleistung.


3. Bestimmen Sie die Schnittgrößen und legen Sie die gefährdeten Querschnitte
fest.
4. Legen Sie den Durchmesser am gefährdeten Querschnitt fest.
5. Wie groß ist für diesen Durchmesser die Sicherheit gegen Dauerbruch?

Aufgabe 8

Die skizzierte Ventilatorantriebswelle ist zu untersuchen. Sie wird über eine


Riemenscheibe (linke Seite) angetrieben. Die an der Riemenscheibe eingeleitete
Querkraft beträgt 10660 N. Die Lüfterleistung beträgt 100 kW bei einer Drehzahl von
2000 upm. Weitere Daten: Laufradmasse: 156 kg, Riemenscheibenmasse: 40 kg.
dk1 = 224 mm, a = 330 mm, b = 630 mm, c = 300 mm, y = 280 mm, cB = 1,6.
Wellenwerkstoff E295.

1. Kann man die Gewichtskräfte vernachlässigen?


2. Bestimmen Sie das Torsionsmoment.
3. Bestimmen Sie die Lagerreaktionen.
4. Bestimmen Sie die Schnittgrößen an der Stelle X.
5. Weisen Sie die Sicherheit gegen Fließen an der Stelle X nach.
6. Weisen Sie die Dauerfestigkeit an der Stelle X nach.

Aufgabe 9

15
Aufgaben zu Konstruktion 2

Für ein Kegelradgetriebe ist die skizzierte Antriebswelle aus S355 zu entwerfen. Das
Torsionsmoment Mt wird am Antriebszapfen über eine Kupplung ausgeleitet.
Längenmaße: lA = 150 mm, lB = 90 mm, dm = 200 mm. Am mittleren Surchmesser
des Kegelrades wirken folgende Kräfte: Fa = 600 N, Fr = 250 N, Ft = 1800 N
(senkrecht zur Zeichenebene).

1. Ermitteln Sie den erforderlichen Mindestdurchmesser der Welle. Welchen


Durchmesser (Vielfaches von 5mm) schlagen Sie vor?
2. Schneiden Sie die Welle frei und tragen Sie alle Kräfte (und Momente) ein.
3. Ermitteln Sie die Lagerkräfte.
4. Ermitteln Sie die maximalen Biegemomente.
5. Skizzieren Sie die Verläufe von Mt und My und Mz (Biegung).
6. Weisen Sie die Festigkeit (gegen Fließen und Dauerbruch)der Welle nach.
Annahme: Mt schwellend, Mb wechselnd, Radien an allen Kerbgründen
0,2mm.

16
Aufgaben zu Konstruktion 2

Aufgaben zu Wälzlagern
Aufgabe 10

Die Welle aus Aufgabe 9 soll gelagert werden. Für das Loslager A steht das
Rillenkugellager 6206 zur Verfügung; für das Festlager B das Rillenkugellager 6308
zur Auswahl.

Sind die Lager ausreichend dimensioniert wenn bei einer Drehzahl von 1000 upm
eine Lebensdauer von 50000 Std. verlangt ist?

Aufgabe 11

Die in der Skizze zu Aufgabe 6 angedeuteten Wälzlager seien Rillenkugellager in


Grundausführung.
Berechnen Sie die statische Sicherheit und die Lebensdauer (in 106 Umdrehungen)
wenn der in Aufgabe 6 errechnete Durchmesser d2 zugrunde gelegt wird.

17

Das könnte Ihnen auch gefallen