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Installation und Integration von PHP und MySQL unter Windows

PHP und MySQL bilden eine leistungsfähige Kombination, wenn es darum geht, dynamische Inhalte an die Anwender auszuliefern. Dieser Artikel zeigt, wie
man die beiden Anwendungen unter Windows installiert und in Betrieb nimmt.

Diese beiden gelten als Traumpaar: Im Laufe der Jahre sind sowohl PHP als auch MySQL ihrer ursprünglichen Nische entwachsen und treiben nun einige der
geschäftigsten Websites der Welt an. Auch wenn beide Produkte ursprünglich Open Source waren und unter Unix/Linux liefen, sind sie seit langem auch für die Windows-
Plattform verfügbar. In diesem Artikel werden Schritt-für-Schritt-Anweisungen für die Installation und Konfiguration dieser Produkte in einer Windows-Umgebung gegeben.

Diese spezielle Software-Kombination wird häufig als WIMP (Windows/IIS/MySQL/PHP) bezeichnet, in Anlehnung an den verbreiteten Namen LAMP
(Linux/Apache/MySQL/PHP) in der Linux-Welt.

Das Labor-System für diesen Artikel läuft unter der 64-Bit-Version von Windows Server 2003 Enterprise Edition.

Schritt 1: Die Application-Server-Rolle auf dem Windows-Server-2003-R2-System installieren

Für dieses Beispiel wird IIS als Webserver eingesetzt. Man kann PHP und MySQL aber auch mit Apache verwenden, so dass man keinen IIS braucht.

Um die Application-Server-Rolle auf dem System zu installieren, wählt man Serververwaltung im Start-Menü. Im Hauptfenster von Serververwaltung klickt man die Option
"Rolle hinzufügen oder entfernen" an (Abbildung A).

Abbildung A: Durch die Installation der Application-Server-Rolle auf


dem Server kann man Websites hosten.

Windows wird den Server nach vorhandenen Rollen durchsuchen und dann eine vollständige Liste der zur Installation verfügbaren Rollen anzeigen (Abbildung B).

Abbildung B: Die Application-Server-Rolle umfasst IIS und ASP.net.

Während des Installationsvorgangs für die Serverrolle wird man möglicherweise gebeten, die Windows-Server-CD einzulegen. Die für diese Rolle benötigten Dateien
befinden sich auf CD 1.

Wenn das erledigt ist, wird der Bildschirm Serververwaltung aktualisiert und zeigt nun die neu hinzugefügte Rolle an.

Schritt 2: PHP und MySQL herunterladen

Jetzt kann der Server mit dem Ausliefern von Webseiten beginnen. Da bis jetzt aber weder PHP noch MySQL installiert ist, bleiben die Seiten statisch. Bevor PHP und
MySQL installiert werden können, muss erst die Windows-Versionen der Software von den jeweiligen Websites heruntergeladen werden.

Download: MySQL
Download: PHP

MySQL

Zuerst wird MySQL installiert. Momentan befindet sich MySQL 5.1 im Beta-Stadium, Version 5.0 steht für die allgemeine Verwendung zur Verfügung. Auch wenn MySQL
auf eine 64-Bit-Version von Windows installiert wird, lädt man die 32-Bit-Version der Software herunter. PHP, das auf demselben Server laufen soll, ist noch nicht
allgemein für 64-Bit-Hardware verfügbar, was bedeutet, dass auch IIS mit 32 Bit auf dem Server laufen muss. Es gibt also keine Möglichkeit, vollständig mit 64 Bit zu
arbeiten. MySQL ist in drei Ausgaben verfügbar: Essentials, Complete und eine Ausgabe ohne Installer.
1. Essentials: Das Essentials-Paket ist eine MSI-Installation, die den Bedürfnissen der meisten Benutzer gerecht wird.
2. Complete: Wie zu erwarten, enthält das Complete-Paket mehr Komponenten als Essentials, darunter eine Sammlung von Benchmark-Tools.
3. Noinstall: Dieses Paket ist das gleiche wie das Complete-Paket, enthält aber keinen Konfigurationsassistenten oder Installer und muss manuell installiert werden.

Für die Zwecke dieses Artikels empfiehlt sich das Essentials-Paket. Hierfür wird die Datei mit dem Namen mysql-essential-5.0.24a-win32.msi heruntergeladen und auf
dem Desktop gespeichert.

PHP

Damit die Website dynamisch erstellt werden kann, ist es empfehlenswert, eine Sprache wie PHP zu verwenden, besonders wenn Informationen aus einer Datenbank wie
MySQL kommen. Es gibt zwei verschiedene Versionen von PHP: eine Version der 4.x-Reihe und eine Version der 5.x-Reihe. Wenn Scripts von einer älteren Website
verwendet werden, braucht man möglicherweise die Version der 4.x-Reihe, weil es bei PHP 5.x einige Änderungen gab. Da hier eine brandneue Website aufgebaut wird,
wird die neueste Version des Produkts gewählt.

Die heruntergeladene Datei heißt php-5.1.6-Win32.zip.

Schritt 3: MySQL installieren

Die Installation ist recht einfach, doch werden der Vorgang und auch die Konfiguration nachfolgend Bildschirm für Bildschirm dargestellt.

Der erste Bildschirm des Installers bittet den Anwender, den Installationstyp auszuwählen. Hier wird eine typische Installation vorgenommen, die MySQL in C:\Programme
(x86)\MySQL\MySQL Server 5.0 installiert. Für 32-Bit-Betriebssysteme heißt das Zielverzeichnis C:\Programme\MySQL\MySQL Server 5.0 (Abbildung C).

Abbildung C: Welche Art der Installation soll durchgeführt werden?


Der zusammenfassende Bildschirm wird hier nicht gezeigt. Ob man es glaubt oder nicht, für eine typische Installation von MySQL war es das schon! Doch die eigentliche
Arbeit folgt erst.

MySQL konfigurieren

Gleich nach der Installation wird der Konfigurationsassistent gestartet, der eine Reihe von Fragen darüber stellt, wie man den Server zu nutzen beabsichtigt. Anhand der
Antworten erzeugt der Konfigurationsassistent eine Konfigurationsdatei für den Datenbankserver, welche die Optimierungsparameter enthält, anhand derer der Server
seine Aufgabe erledigen kann.

Der erste Schritt bei der Konfiguration ist, zu entscheiden, wie man den Server konfigurieren möchte. Möchte man lieber eine Reihe von Fragen zur Servernutzung gestellt
bekommen oder möchte man lieber, dass MySQL eine vorgefertigte Konfigurationsdatei verwendet, die dann per Hand geändert werden kann? Für dieses Beispiel wird
die detaillierte Option gewählt (Abbildung D).

Abbildung D: Detaillierte Analyse oder lediglich eine Standard-


Konfiguration verwenden?

Um die richtigen Entscheidungen darüber zu treffen, wie viel RAM und andere Ressourcen für die Datenbankfunktion reserviert werden sollen, fragt der
Konfigurationsassistent, wie der Server genutzt werden wird (Abbildung E). Wenn der Server ausschließlich für Datenbank-Arbeit eingesetzt wird, verwendet MySQL so
viel RAM und Ressourcen, wie man zur Verfügung stellt. Da der Testserver als Datenbank- und als Webserver fungieren soll, wird die Option Server Machine gewählt.
Abbildung E: Was für eine Art Server wird verwendet?

Wieder stellt der Konfigurationsassistent eine Frage, die dem Tool dabei hilft, ein optimiertes System für den gewünschten Zweck zur Verfügung zu stellen. Für dieses
Beispiel wurde die Option Multifunctional Database (Abbildung F) gewählt, die für die allgemeine Nutzung geeignet ist.

Abbildung F: Wie soll die Datenbank verwendet werden?

Im nächsten Schritt muss die Einstellung der Inno-DB-Tablespace vorgenommen werden. Hier wurden die Standard-Einstellungen gewählt (Abbildung G).
Abbildung G: Inno-DB-Konfigurationsoptionen festlegen.

Wie in Abbildung H zu sehen, legt man im nächsten Schritt fest, wie viele gleichzeitige Verbindungen zu einer MySQL-Datenbank bestehen sollen. Diese Zahl darf man
nicht unterschätzen, denn wenn keine Verbindungen mehr übrig sind, werden zusätzliche Anwender nicht auf die Datenbank zugreifen können. Doch sollten auch keine
unrealistischen Zahlen angegeben werden, denn zusätzliche Datenbankverbindungen erfordern zusätzliche Ressourcen. Hier muss ein Kompromiss gefunden werden.

Abbildung H: Die Zahl der Verbindungen zur Datenbank ist in Bezug


auf die Ressourcen von Bedeutung.

Auf die MySQL-Datenbank wird normalerweise über TCP/IP zugegriffen. Standardmäßig verwendet MySQL Port 3306 für die Kommunikation. Auf der Konfigurationsseite,
die in Abbildung I zu sehen ist, kann man TCP/IP ausschalten oder die Port-Nummer ändern. Ebenfalls auf dieser Seite kann die Option Enable Strict Mode ausgewählt
werden, wodurch MySQL gegenüber geringfügigen Syntaxfehlern weniger tolerant wird. Wer sehr, sehr neu auf diesem Gebiet ist, sollte Strict Mode deaktivieren. Nach
einer Lernphase ist es aber empfehlenswert, Strict Mode zu verwenden, da sich dadurch die Wahrscheinlichkeit vermindert, dass unbrauchbare Daten in die Datenbank
gelangen.

Abbildung I: Einstellungen für TCP/IP und Strict Mode.

Über den nächsten Bildschirm muss nicht viel gesagt werden (Abbildung J). Da in diesem Beispiel nur Englisch verwendet wird, genügt der Standardzeichensatz.
Abbildung J: Den Zeichensatz auswählen.

Im nächsten Bildschirm des Konfigurationsassistenten wird gefragt, ob MySQL als Windows-Dienst installiert werden und ob der Dienst bei jedem Serverstart starten soll.
Weiter muss man entscheiden, ob die MySQL-Befehle zum Windows-Pfad hinzugefügt werden sollen. Aus Gründen der Bequemlichkeit wurde hier gewählt, den MySQL-
Dienst mit dem Betriebssystem starten zu lassen und den Systempfad zu ergänzen (Abbildung K).

Abbildung K: Umgebungsoptionen auswählen.

Die Sicherheit des Webservers und der Datenbank sind wichtige Elemente. Daher sollte man ein starkes Root-Passwort für den Datenbankserver festlegen, den
entfernten Root-Zugang nur aktivieren, wenn es absolut unumgänglich ist, und kein anonymes Konto anlegen (Abbildung L).
Abbildung L: Sicherheitsoptionen für den Datenbankserver
festlegen.

Die Sicherheitseinstellungen sind der letzte Konfigurationsschritt des Assistenten. Wenn er abgeschlossen ist, bereitet der Assistent die Konfiguration vor, schreibt die
Konfiguration in C:\Programme [{x86)]\MySQL\MySQL Server 5.0\my.ini und startet dann den Datenbankdienst.

Jetzt funktioniert der MySQL-Datenbankserver. Weiter geht es mit PHP.

Schritt 4: PHP installieren und konfigurieren

Dies ist wahrscheinlich der härteste Teil des Projekts. PHP dazu zu bringen, mit IIS 6 zu funktionieren, kann gelegentlich eine Herausforderung sein. Es folgt eine
detaillierte Anleitung, wie man auch diese Hürde nimmt.

PHP installieren

Die erste Aufgabe ist, PHP aus der .zip-Datei zu installieren, die man wie oben beschrieben heruntergeladen hat. Im Allgemeinen ist PHP in einen Ordner namens
C:\PHP5 zu installieren. Dies geschieht in der eigenen Umgebung wie folgt:

1. Einen Ordner mit dem Namen PHP5 auf Laufwerk C: anlegen.


2. Der Inhalt der heruntergeladenen .zip-Datei wird in diesen Ordner entpackt. Der eingebaute Entpacker für .zip-Dateien in Windows Server 2003 R2 leistet hier gute
Dienste.

Ob man es glaubt oder nicht, das war schon die ganze "Installation" von PHP 5. Jetzt kommt der etwas kniffligere Teil: PHP konfigurieren.

PHP konfigurieren
Es müssen einige Schritte erledigt werden, damit PHP unter Windows mit IIS funktioniert.

1. Das Verzeichnis C:\PHP5 zum Systempfad hinzufügen (Abbildung M). Dadurch kann das System die PHP-DLL-Dateien, die benötigt werden, leichter finden.
1. Start wählen und mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz klicken.
2. Aus dem Kontextmenü Eigenschaften auswählen.
3. Auf der Eigenschaften-Seite den Tab Erweitert wählen.
4. Auf den Knopf Umgebungsvariablen klicken.
5. Aus der Liste von Systemvariablen auf die Pfadvariable doppelklicken.
6. Am Ende der Pfadvariablen ";C:\PHP" hinzufügen (ohne Anführungszeichen).
7. Den Server neu starten.

Abbildung M: Den Systempfad ändern, damit er auch das PHP-


Verzeichnis enthält.

2. Nun muss die Datei C:\PHP5\php.ini-dist nach C:\PHP5\php.ini kopiert werden. Das ist die Konfigurationsdatei für PHP. Die -dist-Version ist nur ein Muster.
3. Dann legt man eine Systemvariable mit dem Namen "PHPRC" an und ordnet ihr den Pfad zur php.ini-Datei zu. Wer dies tut, statt einen Eintrag in der
Registrierdatenbank zu erzeugen, um dasselbe Ziel zu erreichen, muss darauf achten, dass die PHPRC-Variable nur den Pfad zur php.ini-Datei enthält und nicht
den Pfad plus den Namen der php.ini-Datei.
4. Damit PHP mit MySQL zusammenarbeitet, müssen schließlich einige Änderungen in der Datei c:\php5\php.ini vorgenommen werden.
1. Dafür öffnet man c:\php5\php.ini mit seinem bevorzugten Texteditor.
2. Dann sucht man die Konfigurationsoption extension_dir und prüft, ob die Zeile lautet: extension_dir = "./ext" Damit erfährt PHP, wo sich zusätzlich zu
ladende Module befinden. Man braucht mindestens ein Modul, um MySQL mit PHP zu verwenden.
3. Weiter muss die Zeile ";extension=php_mysql.dll" gesucht und das führende Semikolon entfernt werden. In der php.ini-Datei wird das Semikolon
verwendet, um eine Konfigurationszeile auszukommentieren. In diesem Fall soll die Zeile, die das PHP-MySQL-Modul lädt, entkommentiert werden.
4. Direkt unter der eben genannten Zeile fügt man "extension=php_mysqli.dll" hinzu. Mit diesem Modul werden einige zusätzliche MySQL-Funktionen in der
neueren Version des Produkts aktiviert.
5. In der Eingabeaufforderung gibt man den Befehl "iisreset" ein, um IIS und PHP mit der neuen Konfigurationsdatei neu zu laden.
6. Den Server neu starten.
IIS konfigurieren

Als nächstes muss man IIS so konfigurieren, dass er im 32-Bit-Modus läuft (nur bei 64-Bit-Windows). Die offiziellen PHP-Windows-Binaries stehen für eine 64-Bit-
Windows-Architektur noch nicht zur Verfügung, man kann aber trotzdem mit einem 64-Bit-Windows arbeiten. Damit das funktioniert, muss IIS 6 aber im 32-Bit-
Emulationsmodus betrieben werden. Dafür ist auf dem Windows-Server Folgendes einzustellen:

1. Eine Eingabeaufforderung aufrufen.


2. Im Fenster der Eingabeaufforderung zum Ordner C:\Inetpub\Adminscripts wechseln. Wenn Windows auf einem anderen Laufwerk als "C:" installiert ist, den
entsprechenden Laufwerksbuchstaben verwenden.
3. Im Adminscripts-Ordner ist folgender Befehl einzugeben:
cscript adsutil.vbs set w3svc/AppPools/Enable32bitAppOnWin64 1
Der Wert "1" für Enable32bitAppOnWin64 sagt Windows, dass es w3svc im 32-Bit-Modus betreiben soll, während der Wert "0" 64 Bit bedeutet.
4. Dann gibt man iisreset ein.

IIS konfigurieren

Auch wenn PHP konfiguriert ist, muss IIS erst mitgeteilt werden, wie er den neuen Dienst nutzen kann, bevor PHP verwendet werden kann. Tut man das nicht,
führt der Versuch, PHP-Dateien vom IIS-Server mit einem Webbrowser zu laden, nur zu Fehlern.

PHP ist auf eine von zwei Weisen zusammen mit IIS nutzbar: entweder unter Verwendung von ISAPI oder als CGI-Erweiterung. Da die ISAPI-Methode im
Allgemeinen zu mehr Leistung führt, wird diese Möglichkeit gewählt. Zuerst muss die PHP-ISAPI-Erweiterung zum IIS hinzugefügt.

1. Dafür geht man zu Start | Verwaltung | Internet Information Services (IIS) Manager.
2. Man wählt Servername | Web Service Extensions.
3. Im rechten Bereich wählt man die Option "Neue Web Service Extension hinzufügen ...".
4. Auf dem nächsten Bildschirm gibt man im Feld "Name der Extension" "PHP ISAPI" ein.
5. Dann klickt man auf den Button "Hinzufügen".
6. Danach Wechsel zur Datei C:\PHP5\php5isapi.dll.
7. Auf OK klicken.
8. Die Checkbox "Set extension status to Allowed" markieren (Abbildung N).
9. Auf OK klicken.
Abbildung N: Die neue Erweiterung auf die Datei php5isapi.dll im
Ordner C:\PHP5 zeigen lassen.

Neue Erweiterung hinzufügen (.php)

10.Dafür geht man zu Start | Verwaltung| Internet Information Services (IIS) Manager.
11.Mit der rechten Maustaste auf Web Sites klicken und im Kontextmenü Properties auswählen.
12.Auf der Properties-Seite den Tab Home Directory auswählen.
13.Auf Configuration klicken.
14.Danach klickt man auf Add.
15.Im Fenster Add/Edit Application Extension Mapping, gleich neben der Executable-Box, auf Browse klicken und zu C:\PHP5\php5isapi.dll wechseln.
16.Im Feld Extension ".php" eingeben (Abbildung O).
17.Unter der Überschrift Verbs wählt man die Option "Limit to" und gibt "GET,POST,HEAD" in die Textbox ein.
18.Dann klickt man auf OK, bis man wieder im Hauptfenster des IIS-Managers ist.
Abbildung O: Die PHP-Erweiterung teilt IIS mit, wie er mit
Anforderungen von .php-Seiten umgehen soll.

Es ist darauf zu achten, dass im IIS die Berechtigungen für die Site gesetzt sind, so dass Scripte ausgeführt werden können:

19.Dafür geht man zu Start | Verwaltung| Internet Information Services (IIS) Manager.
20.Klick mit der rechten Maustaste auf Web Sites und im Kontextmenü Properties auswählen.
21.Auf der Properties-Seite den Tab Home Directory auswählen.
22.In Application Settings die Option "Execute permissions" zu "Scripts only" ändern (Abbildung P).
Abbildung P: Die Einstellungen im IIS ändern, so dass Scripts
funktionieren.

Zum Schluss ist darauf zu achten, eine Standard-PHP-Seite wie etwa index.php im IIS hinzuzufügen. Dadurch wird verhindert, dass Benutzer den vollen Pfad
inklusive des PHP-Scriptnamens zu einem speziellen Ordner auf dem Webserver angeben müssen. Wenn stattdessen ein Benutzer ein Verzeichnis besucht und
eine Datei mit dem Namen index.php vorhanden ist, wird der IIS diese automatisch laden.

23.Dafür geht man zu Start | Verwaltung| Internet Information Services (IIS) Manager.
24.Klick mit der rechten Maustaste auf Web Sites und im Kontextmenü Properties auswählen.
25.Auf der Properties-Seite den Tab Documents wählen.
26.Klick auf Add.
27.Im Bildschirm Add Content Page "index.php" eingeben (Abbildung Q).
28.Auf OK klicken.
29.Noch einmal auf OK klicken. Wenn die Meldung erscheint, dass das auch einen Child Node betrifft, klickt man auf OK.
Abbildung Q: Die Index-Seite wird geladen, wenn keine der darüber
stehenden Seiten vorhanden ist.

PHP testen

Jetzt ist es Zeit, PHP zu testen, um zu prüfen, ob es dynamische Seiten über den IIS ausliefern kann.

30.Im Web-Wurzelverzeichnis des IIS (normalerweise C:\Inetpub\wwwroot) legt man eine Datei mit dem Namen phpinfo.php an.
31.In diese Datei nuss eine einzige Textzeile kopiert werden: <? phpinfo(); ?> Das ist ein PHP-Script und dient dazu, die vollständige Konfiguration des PHP-
basierten Webservers auszuspucken.
32.Jetzt geht man von einem beliebigen Rechner zu http://{eigener Server}/phpinfo.php oder vom Server aus zu http://127.0.0.1/phpinfo.php.
33.Kommt eine Fehlermeldung, ist irgendetwas nicht korrekt konfiguriert.
34.Man sollte einen Bildschirm erhalten, der etwa wie der folgende aussieht (Abbildung R).
35.Es ist darauf zu achten, ob in phpinfo ein Abschnitt für MySQL vorhanden ist. Wenn nicht, muss man zurückgehen und prüfen, ob die Datei php.ini korrekt
geändert ist, so dass sie die MySQL-Module lädt.
Abbildung R: Die PHP-Testseite enthält eine vollständige Übersicht
über die PHP-Konfiguration.

Schritt 5: Die Web-Verbindung von MySQL testen

Um zu sehen, ob die Installation wirklich erfolgreich war, muss sie anhand einer Musterdatenbank getestet werden. Für diesen Artikel werden die MySQL-
Kommandozeilentools verwendet, um eine kleine Musterdatenbank zu erzeugen, deren einziger Zweck ist zu prüfen, ob die PHP/MySQL-Verbindung funktioniert.

Um diese Musterdatenbank zu erzeugen muss man:

36.zuerst die eigentliche Datenbank erzeugen. Das wird mit dem folgenden Befehl erzielt:
mysqladmin -uroot -p******* create sample
Achtung: Wenn man hier eine Fehlermeldung erhält, ist zu prüfen, ob das Passwort stimmt (der Parameter -u gibt den zu verwendenden Benutzernamen
an, und der Parameter -p ist das Passwort, das weiter oben bei der Konfiguration von MySQL zugeordnet wurde).
37.Jetzt geht es weiter mit dem Erzeugen der Tabelle und dem Hinzufügen einiger Daten. Auf der Kommandozeile gibt man folgenden Befehl ein:

1. C:>mysql -uroot -p******* sample


Die "*" ersetzt man hier durch dasselbe Passwort, das vorher benutzt wurde. Die restlichen Schritte werden von der MySQL-Shell aus
vorgenommen.
2. In der MySQL-Eingabeaufforderung gibt man Folgendes ein:
CREATE TABLE sample_table ( FirstName varchar(30), MiddleName varchar(30), LastName varchar(30) ); mysql> INSERT into sample_table
Values ( "Scott", "David", "Lowe") ; mysql> INSERT into sample_table Values ( "Ralph", "John", "Malph") ;
3. Achtung: Die Semikolons in den vorigen Schritten sind sehr wichtig.
4. Verwendet man den Root-User-Account, um vom Webserver aus auf die Datenbank zuzugreifen, ist das ein großes Sicherheitsrisiko. Daher ist es
empfehlenswert, für diesen Zweck ein eigenes Benutzerkonto einzurichten. Dafür gibt man in der MySQL-Shell folgenden Befehl ein:
GRANT ALL ON sample.* to Webuser@localhost identified by 'password';
5. Mit "quit" wird die MySQL-Shell verlassen.

Als Nächstes ist auf dem Webserver ein PHP-Script notwendig, das die Inhalte dieser neuen Datenbank auslesen kann. Wenn dieser Teil erfolgreich verläuft, steht
ein funktionierendes IIS/PHP/MySQL-System!

38.Im Web-Wurzelverzeichnis (normalerweise C:\inetpub\wwwroot) legt man eine Datei mit dem Namen dbtest.php an.
39.In diese Datei kopiert man folgenden PHP-Code:

<?
$Username = "Webuser";
$Password = "password";
$Database = "sample";
$Hostname = "localhost";
$MySQLConnection =
mysql_connect($Hostname, $Username,
Diese Datei speichert man und gibt im Webbrowser dann$Password)
http://{eigener Server}/dbtest.php ein. Als Ergebnis dürfte ein ähnlicher Inhalt wie in Abbildung S
erscheinen. or die("Unable to connect to MySQL
Database!!");
$MySQLSelectedDB =
mysql_select_db($Database,
$MySQLConnection)
or die("Could not Set the
Database!!");
$MySQLRecordSet = mysql_query("SELECT
* FROM sample_table");
print "First Name - " . "Middle Name
- " .
"Last Name<br>";
while ($MyRow =
mysql_fetch_array($MySQLRecordSet,
MYSQL_ASSOC))
{
print $MyRow['FirstName'] . " -
" . $MyRow['MiddleName'] .
" - " . $MyRow['LastName'] .
"<br>";
}
mysql_close($MySQLConnection);
? >
Abbildung S: Wenn man die drei Namen sieht, war die Konfiguration
erfolgreich.

Niemand hat gesagt, dass die Installation und Konfiguration leicht wären! Wer jedoch diese Schritte nachvollzieht, dürfte in ziemlich kurzer Zeit ein
funktionierendes MySQL/PHP-System haben.