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FRAGE 1 - Nennen und erklären Sie ein Argument für und ein Argument gegen die Berufung auf

eine
kausale Basis/intrinsische Natur in der Analyse von Dispositionszuschreibungen.

Kein Ball hat die intrinsische Kraft von Bewegung

Mann springt plötzlich auf ohne extrinsische Ursache, aber aufgrund intrinsischer Zustände.

Der Mann hat die intrinsische Kraft/Fähigkeit zu handeln, aber ist oft durch extrinsische Faktoren dazu
verleitet.

Allerdings gibt es Stoffe wie Nitroglyzerin, welche durch Hitze entzünden und andere, welche von
alleine explodieren

Eine Fähigkeit/Kraft einem Ding zuzuschreiben heisst nicht eine simple qualitative Zuschreibung
vorzunehmen, denn dies würde nur die sensorische Wahrnehmung beschreiben wie sich das Ding
gerade manifestiert wie z.B. diese Ding sieht grün aus.

Er ist intelligent heisst, falls ihm eine schwierige Aufgabe präsentiert wird kann er sie schneller lösen
als andere.

Wenn etwas die Fähigkeit hat etwas zu tun und etwas anderes nicht ist dies nicht nur ein Unterschied
in was die Person tun wird sondern ein Unterschied im Wesen der Person, sprich intrinsisch.

Eine intrinsische Bedingung ist nicht zwingend ein intrinsischer Zustand.

Ermöglichende Bedingung: die Befriedigung, die sicherstellt, dass ein Objekt bereit ist.
Stimulus Bedingung: nötige Eigenschaft des Stimulus ??

Beispiel Auto: Motor-> intrinsische Bedingung ein Auto zu sein Fahrer ->extrinsisch

Ein Plazebo hat nicht die Power/Fähigkeit jemanden zu heilen, auch wenn empirisch eine
Verbesserung der Symptomatik nach dessen Einnahme passiert. Der Plazebo hat nicht die
biochemische Zusammensetzung, um die Krankheit zu heilen.

Es reicht allerdings auch nicht zu wissen wie die Natur der Dinge ist, um Vorhersagen zu machen,
denn es müssen empirische Daten vorhanden sein aus der Praxis.

2 Dinge können die gleichen Dispositionen haben, obwohl sie von unterschiedlicher Natur sind und
unterschiedliche Ursachen für die Disposition aufweisen.

Ein Blatt das einmal gebrannt hat ist nicht mehr entzündlich, da es seine Substanz verloren hat.

Wir nennen es Fähigkeiten und nicht Tendenzen, weil dies zu passiv klingen würde.

Argument dafür

Meines Erachtens gibt es zwei Arten von Dispositionen. Manifestierte und nicht manifestierte.
Dispositionen sind Eigenschaftsbeschreibungen, welche dazu dienen, Dinge zu unterscheiden. Ich
stimme nicht mit der Aussage «Eine Fähigkeit/Kraft einem Ding zuzuschreiben heisst nicht eine simple
qualitative Zuschreibung vorzunehmen, denn dies würde nur die sensorische Wahrnehmung
beschreiben wie sich das Ding gerade manifestiert wie z.B. dieses Ding sieht grün aus.» vonn Harre
und Madden überein, denn ich bin der Ansicht, dass Dispositionen sehr wohl qualitative
Zuschreibungen sind. Denn alle Dispositionen sind Eigenschaften eines Dinges, welche wiederholt in
der gleichen oder unterschiedlichen Situation beobachtet werden können.

Für mich scheint die kausale Basis/intrinsische Natur in der Analyse der Dispositionszuschreibungen
sinnvoll, auch wenn man zwischen Dispositionen unterscheiden kann, welche manifestiert sind und
solchen, welche sich nur unter gewissen Voraussetzungen manifestieren. Der Unterschied scheint von
grundlegender Natur zu sein, allerdings sind die Dispositionen, welche konstant manifestiert sind nur
auf eine stabile Ursache zurückzuführen. Die Ursache für die Disposition ist konstant manifestiert,
weshalb auch die Disposition konstant manifestiert ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese
unveränderbar ist. Eine Rose beispielsweise ist unter normalen Umständen schön Rot tagein tagaus,
bis sie langsam verwelkt und ihre Farbe ändert. Es besteht also ein zweiseitig stabiles und kausales
Abhängigkeitsverhältnis zwischen externen und internen Umständen. Dier Rotheit kommt durch
intrinsische Eigenschaften der Rose zu standen unter bestimmten extrinsischen Bedingungen. Was
wir mit der Disposition tun, ist ein Potential eines Objektes zu beschreiben sich unter gewissen
externen Umständen in einer bestimmten weise zu manifestieren. Wie lange diese Manifestation
vonstattengeht, sprich ob eine Disposition eines Objektes sich während der ganzen Existenz des
Objektes manifestiert oder gar nicht spielt dabei keine Rolle. Allein die Möglichkeit einer Manifestation
ist entscheidend.

Der von mir erläuterte Sachverhalt spricht klar für eine kausale Basis/intrinsische Natur in der Analyse
von Dispositionszuschreibungen, denn jede Disposition beschreibt die mögliche Manifestation eines
Zustandes, welcher auf die kausal auf die Übereinstimmung von internen und externen Bedingungen
folgt. Die Dispositionen sind intrinsischer Natur, weil sie nicht die tatsächliche Manifestation, sondern
lediglich das inhärente Potential in dem Objekt beschreibt gegeben gewisser externer Umstände
unabhängig davon wie die externe Realität zum aktuellen Zeitpunkt aussieht.

Argument dagegen

Die Formulierung eines Gesetzes ist kein Bericht über ihre Existenz. (Pendelbeispiel)
Es muss nur Dinge geben können, welche das Gesetz erfüllen könnten.

Ein Gesetz lernen heisst auch es anwenden zu können

Kausalität: ein unbeobachtbares Band zwischen den Gegenständen dieser Beobachtungen

Kausalzusammenhänge sind Gesetze. Allerdings sind sie nicht Eigenschaften. Ansonsten würde man
hypothetische Allgemeinurteile zu kategorischen Einzelurteilen auslegen. Eine Schachregel, die als
Schachfigur dargestellt wird.

Dispositionen sind nicht innig mit Vorfallserzählungen, aber wenn sie wahr sind werden sie von diesen
erfüllt.

Manche Dispositionen wie 70kg sein trifft auf verschiedenste dinge zu, Winterschlaf machen nur auf
wenige.

Oft wird eine Disposition mit «können» einer Person zugeschrieben allerdings wird mit «er/sie kann»
auch ausgedrückt «wenn er sich genügend anstrengt» usw.
->als Einwand erwähne ich hier, dass nur weil eine Dispositionszuschreibung mit Wörtern gemacht
wird, welche auch für andere sprachliche Gebrauchsweisen genutzt wird, ist diese nicht weniger gültig
oder zutreffend. Hier über die Syntax zu sprechen ist meines Erachtens absolut nutzlos und
überrascht mich da einerseits nur die Semantik relevant ist und er andererseits vorher im Text
hinweist, dass sprachliche Konstruktionen wie Wörter oder Sätze nicht eine Realität ausserhalb ihrer
Darstellung gegeben werden sollte z.B. eine Schachregel wie eine Schachfigur zu behandeln.

Während grossen Teilen des Textes spricht Ryle über die möglichen Ausprägungen von «können»
z.B. dass es durch «dazu neigen» nicht ausgeschlossen wird, aber es auch nicht impliziert. Wenn ein
Gegenstand dazu neigt würde ich ihm auch hier eine Disposition zuschreiben, denn er hat intrinsische
Fähigkeiten, welche unter bestimmten extrinsischen Gegebenheiten einen Zustand hervorbringen.

Gemäss Ryle ist Kausalität ein unbeobachtbares Band zwischen


700-900 WörterEingabetermin: 31.10.2021Eingabe per E-Mail: david.dolby@uzh.ch

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