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DIN EN 335-2:2006-10

Nationales Vorwort
Diese Europäische Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 38 „Dauerhaftigkeit von Holz und Holz-
produkten“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR (Frankreich) gehalten wird.

Das zuständige deutsche Gremium ist der NA 042-03-06 AA „Spiegelausschuss zu CEN/TC 38 und
ISO/TC 165/SC 1 Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten“ im Normenausschuss Holzwirtschaft und
Möbel (NHM).

Änderungen

Gegenüber DIN EN 335-2:1992-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Benennung „Gefährdungsklasse“ durch „Gebrauchsklasse“ ersetzt;

b) Aufteilung der Gebrauchsklassen 3 und 4 in Unterklassen;

c) Anwendungsbereich auf Massivholzplatten ausgeweitet.

Frühere Ausgaben

DIN 68800: 1956-09


DIN 68800-3: 1974-05, 1981-05, 1990-04
DIN 68805: 1983-10
DIN EN 335-2: 1992-10

2
EUROPÄISCHE NORM EN 335-2
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE August 2006

ICS 71.100.50 Ersatz für EN 335-2:1992

Deutsche Fassung

Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten —


Definition der Gebrauchsklassen —
Teil 2: Anwendung bei Vollholz

Durability of wood and wood-based products — Durabilité du bois et des produits dérivés du bois —
Definition of use classes — Définition des classes d'emploi —
Part 2: Application to solid wood Partie 2: Application au bois massif

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 7. Juli 2006 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-Zentrum
mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien,
Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2006 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 335-2:2006 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 335-2:2006 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
Einleitung ............................................................................................................................................................4
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................5
2 Normative Verweisungen .....................................................................................................................5
3 Begriffe ...................................................................................................................................................5
4 Gebrauchsklassen: Anwendung bei Vollholz ....................................................................................6
4.1 Gebrauchsklasse 1................................................................................................................................6
4.2 Gebrauchsklasse 2................................................................................................................................6
4.3 Gebrauchsklasse 3................................................................................................................................6
4.4 Gebrauchsklasse 4................................................................................................................................6
4.5 Gebrauchsklasse 5................................................................................................................................6
4.6 Zusammenfassung der Gebrauchsklassen für Vollholz ...................................................................7
Anhang A (informativ) Leitfaden für die Anwendung bei Vollholz in Bezug auf die Dauerhaftigkeit ........8
A.1 Einleitung ...............................................................................................................................................8
A.2 Allgemein zu treffende Entscheidungen.............................................................................................8
A.3 Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen.....................................................................................................12
A.4 Natürliche oder erzielte Dauerhaftigkeit von Vollholz .....................................................................12
Literaturhinweise..............................................................................................................................................13

2
EN 335-2:2006 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 335-2:2006) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 38 „Dauerhaftigkeit von Holz
und Holzprodukten“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Februar 2007, und etwaige entgegenstehende nationa-
le Normen müssen bis Februar 2007 zurückgezogen werden.

Dieses Dokument ersetzt EN 335-2:1992.

EN 335 besteht aus drei Teilen. Der Teil 1 enthält allgemeine Definitionen der Gebrauchsklassen unter ver-
schiedenen Gebrauchsbedingungen, Teil 2 behandelt die Anwendung der Gebrauchsklassen bei Vollholz und
Teil 3 behandelt ihre Anwendung bei Holzwerkstoffen.

Die Überarbeitung von EN 335-2 erfolgt in Einklang mit ISO 21887 (in Vorbereitung).

ANMERKUNG Um falsche Auslegungen zu vermeiden, sollte beachtet werden, dass Bewertungssysteme für Holz
möglicherweise nicht mit den in diesem Teil der EN 335 definierten Europäischen Gebrauchsklassen übereinstimmen.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finn-
land, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Nor-
wegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tsche-
chische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

3
EN 335-2:2006 (D)

Einleitung
Die in diesem Teil von EN 335 beschriebenen Klassen fußen auf einer vorangegangenen Klassifikation, über
die beim Europäischen Homologations Komitee (EHC) 1981 Übereinkunft erzielt wurde und die in dem EHC-
Referenz-Dokument 1984 veröffentlicht wurden.

Vorschläge zur Veränderung der fünf Klassen der EHC-Klassifikation wurden erörtert, insbesondere die Mög-
lichkeit einer Harmonisierung mit anderen Klassen, die außerhalb Europas benutzt werden. Es wurde jedoch
festgestellt, dass fünf Klassen die am besten geeignete Lösung für die Bedingungen in Europa sind.

Die Möglichkeit einer Harmonisierung zwischen den drei Feuchtekategorien des Eurocode 5 (EN 1995-1-1)
und den fünf Klassen von allen Teilen der EN 335 wurde sorgfältig geprüft. Die Letzteren wurden so weit wie
möglich angepasst. Dessen ungeachtet ist es wichtig festzustellen, dass die zwei Systeme unterschiedliche
Kriterien anwenden, um unterschiedliche Ziele zu erreichen.

Der Anwender kann die zutreffenden Teile von EN 335 dazu benutzen, die „Gebrauchsklassen“ einer gege-
benen Anwendungsumgebung und des geographischen Standortes festzulegen. Tabelle 1 hilft bei der Be-
stimmung der Organismen, die Holz in dieser Situation angreifen können. Der Anwender kann dann Art und
Dauer der geforderten Leistung berücksichtigen, einen angemessenen Grad der Dauerhaftigkeit auswählen
und sicherstellen, dass die angegebene Holzart oder das Holzprodukt diese Dauerhaftigkeit besitzt, entweder
als eine natürliche (siehe EN 350-2) oder als erzeugte Eigenschaft als Ergebnis einer zweckmäßigen Schutz-
behandlung (siehe EN 351-1).

ANMERKUNG Zurzeit enthält EN 350-2 nur Angaben über Vollholz und EN 351-1 betrifft nur die Anforderungen an
schutzbehandeltes Vollholz.

4
EN 335-2:2006 (D)

1 Anwendungsbereich
Dieser Teil von EN 335 gibt einen Leitfaden für die Anwendung der in Teil 1 von EN 335 festgelegten Ge-
brauchsklassen bei Vollholz in Bezug auf die Organismen, die Vollholz und Massivholzplatten befallen kön-
nen.

ANMERKUNG Auf Grund ihres entsprechenden Verhaltens gegenüber den Organismen werden Massivholzplatten in
diesem Teil als Vollholz behandelt.

Dieser Teil ist in Verbindung mit Teil 1 von EN 335 anzuwenden.

Anhang A enthält für den Benutzer Informationen und eine Anleitung zur Bestimmung der zutreffenden
Gebrauchsklasse und zur Auswahl eines geeigneten Grades der Dauerhaftigkeit (entweder natürlich oder
durch Schutzbehandlung erzielt). Er gibt keine Anleitung zu anderen Schutzmaßnahmen als die Behandlung
mit Holzschutzmitteln.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokumentes erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Aus-
gabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

Nicht zutreffend.

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe.

3.1
geschützt
abhängig von Gestaltungs- und Konstruktionsmaßnahmen, die dazu dienen, eine übermäßige Beanspru-
chung durch direkte Bewitterung zu verhindern

3.2
Vollholz
gesägtes oder anderweitig bearbeitetes Holz, einschließlich keilgezinktem und/oder schichtverklebtem Holz

ANMERKUNG In Anlehnung an EN 1001-2:2005, 1.39.

3.3
Massivholzplatte
Holzwerkstoff bestehend aus Holzstücken, die an ihren Schmalseiten und, falls mehrlagig, an den Breitseiten
miteinander verklebt sind

[EN 12775:2001, 4.1]

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EN 335-2:2006 (D)

4 Gebrauchsklassen: Anwendung bei Vollholz

4.1 Gebrauchsklasse 1

In dieser Umgebung ist der Feuchtegehalt von Vollholz derart, dass die Gefahr eines Befalls durch Schimmel-
pilze auf der Holzoberfläche oder durch holzverfärbende oder holzzerstörende Pilze unbedeutend ist (d. h.
das Holz muss praktisch während der gesamten Gebrauchsdauer in allen Teilen einen Feuchtegehalt von
höchstens 20 %1) aufweisen). Es ist jedoch ein Befall durch holzzerstörende Insekten, einschließlich Termiten,
möglich, obgleich die Häufigkeit und Bedeutung eines Insektenrisikos von der geographischen Gegend ab-
hängig ist2).

4.2 Gebrauchsklasse 2

In dieser Umgebung überschreitet der Feuchtegehalt von Vollholz gelegentlich 20 % entweder insgesamt oder
nur in Teilen des Elements und ermöglicht so einen Befall durch holzzerstörende Pilze.

ANMERKUNG Hölzer, die im Gebrauch zusätzlich eine dekorative Funktion besitzen, können durch Verfärbungen als
Folge des Wachstums von Schimmelpilzen und holzverfärbenden Pilzen beeinträchtigt werden.

Das Risiko eines Insektenbefalls ist ähnlich wie für Gebrauchklasse 12).

4.3 Gebrauchsklasse 3

In dieser Umgebung kann für Vollholz häufig ein Feuchtegehalt über 20 % erwartet werden. Daher wird das
Holz häufig einem Befall durch holzzerstörende Pilze ausgesetzt sein.

ANMERKUNG Hölzer, die im Gebrauch zusätzlich eine dekorative Funktion besitzen, können durch Verfärbungen als
Folge des Wachstums von Oberflächenschimmelpilzen und holzverfärbenden Pilzen beeinträchtigt werden.

Das Risiko eines Insektenbefalls ist ähnlich wie für Gebrauchsklasse 12).

4.4 Gebrauchsklasse 4

In dieser Umgebung hat Vollholz ständig einen Feuchtegehalt deutlich über 20 % und ist einem Befall durch
holzzerstörende Pilze ausgesetzt.

ANMERKUNG Termiten können in bestimmten geographischen Gegenden ein zusätzliches Problem sein. Ferner kann
der überirdische (oder oberhalb des Wasserspiegels befindliche) Bereich von bestimmten Elementen, z. B. Zaunpfähle,
2)
durch Holzinsekten befallen werden .

4.5 Gebrauchsklasse 5

In dieser Umgebung hat Vollholz ständig einen Feuchtegehalt deutlich über 20 %. Angriff durch wirbellose
Meerwasserorganismen ist das Hauptproblem, vor allem in wärmeren Gewässern, können Organismen wie
Limnoria spp., Teredo spp. und Bohrmuscheln schwere Schäden verursachen.

ANMERKUNG Der oberhalb des Wasserspiegels befindliche Bereich von bestimmten Elementen, z. B. Hafendalben,
2)
kann auch Holzinsekten einschließlich Termiten ausgesetzt sein .

1) Bestimmt nach ISO 3130.


2) Käfer kommen in ganz Europa (einschließlich Überseeregionen von europäischen Ländern) vor, das Befallsrisiko
schwankt stark von hoch bis unbedeutend. Zur Beurteilung des Risikos eines Insektenbefalls sollten lokale oder nati-
onale Fachleute zu Rate gezogen werden.

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EN 335-2:2006 (D)

4.6 Zusammenfassung der Gebrauchsklassen für Vollholz

Tabelle 1 gibt die typischen Feuchtegehalte von Vollholz und eine Zusammenfassung der Organismen wieder,
die es in den verschiedenen Gebrauchsklassen befallen könnten.

Tabelle 1 — Zusammenfassung der Feuchtebedingungen in den Gebrauchsklassen und angreifende


Organismen bei Vollholz

Beschreibung Auftreten von Organismena


Allgemeine der Exposition
Gebrauchs- gegenüber
Gebrauchs- Marine
klasse Befeuchtung Pilze Käferb Termiten
bedingungena Organismen
während des
Gebrauchs
trocken
1 innen, abgedeckt — U L —
max. 20 %
innen oder abge- gelegentlich
2 Uc U L —
deckt > 20 %
3.1 außen, ohne gelegentlich
Erdkontakt, > 20 % Uc U L —
geschützt
3
3.2 außen, ohne häufig
Erdkontakt, > 20 % Uc U L —
ungeschützt
4.1 außen, in vorwiegend oder
Kontakt mit Erde ständig
Ud U L —
und/oder Süß- > 20 %
wasser

4 4.2 außen, in ständig


Kontakt mit Erde > 20 %
(hohe Bean-
Ud U L —
spruchung)
und/oder Süß-
wasser
im Meerwasser ständig
5 Ud Ue Le U
> 20 %
U = tritt universell in Europa und im Europäischen Wirtschaftsraum auf
L = tritt lokal in Europa und im Europäischen Wirtschaftsraum auf
a Auf Grund von lokalen Besonderheiten der Exposition und der Notwendigkeit von zielgerichteten Maßnahmen ist
eine örtliche Unterteilung der Organismen möglich.
b Das Befallsrisiko kann in Abhängigkeit von den spezifischen Gebrauchsbedingungen und der geographischen
Gegend unbedeutend sein.
c Holzverfärbende Pilze und Fäulnispilze.
d Holzverfärbende, Pilze, Fäulnispilze und Moderfäulepilze.
e Der oberhalb des Wasserspiegels befindliche Bereich von bestimmten Elementen kann Holzinsekten einschließ-
lich Termiten ausgesetzt sein.

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EN 335-2:2006 (D)

Anhang A
(informativ)

Leitfaden für die Anwendung bei Vollholz in Bezug auf die


Dauerhaftigkeit

A.1 Einleitung
Aufgabe dieses Anhangs ist es, die Anwendung dieser Norm zu erleichtern durch:

Hinweise für die zu treffende Entscheidung;

allgemeine Überlegungen im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit von Holzelementen, die aus Vollholz ange-
fertigt wurden;

Hinweise für die Festlegung der Gebrauchsklassen.

A.2 Allgemein zu treffende Entscheidungen


Durch Anwendung der in Bild A.1 wiedergegebenen Entscheidungsabfolge kann der Anwender ein geeigne-
tes Material für die Bedingung des beabsichtigten endgültigen Gebrauchs auswählen. Die Schritte können wie
folgt zusammengefasst werden:

a) Berücksichtigung der geforderten Leistung des Elements;

b) Bestimmung der Gebrauchsklasse in der Situation, in der das Holzelement benutzt werden wird und der
Organismen, die es beanspruchen (siehe Bild A.2 für Holz ohne Erdkontakt und Bild A.3 für Holz in Kon-
takt mit Erde oder Wasser);

c) Bewertung, ob die natürliche Dauerhaftigkeit des anzuwendenden Holzes ausreichend ist oder ob eine
Schutzbehandlung erforderlich ist;

d) Auswahl einer dauerhafteren Holzart oder einer anderen Lösung (Konstruktionsart) für das Element oder
Schutzbehandlung;

e) Falls eine Schutzbehandlung erforderlich ist, Auswahl der geeigneten Behandlung unter Berücksichtigung
der Organismen, gegen die ein Schutz notwendig ist.

8
EN 335-2:2006 (D)

Bild A.1 — Allgemeine Entscheidungsabfolge zur Auswahl eines für die Gebrauchsklasse geeigneten
Vollholzes

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EN 335-2:2006 (D)

Bild A.2 — Allgemeine Entscheidungsabfolge zur Bestimmung der Gebrauchsklassen und der zugehörigen Schadorganismen:
Vollholz, ohne Erdkontakt

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EN 335-2:2006 (D)

Bild A.3 — Allgemeine Entscheidungsabfolge zur Bestimmung der Gebrauchsklassen und der zugehörigen Schadorganismen —
Vollholz, in Kontakt mit Erde und/oder Wasser

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EN 335-2:2006 (D)

A.3 Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen


Wenn die Gebrauchsklasse für ein Element im Gebrauch nicht genau festgelegt werden kann oder wenn ver-
schiedene Teile desselben Elements für verschiedene Gebrauchsklassen vorgesehen sind, sollten die Ent-
scheidungen zu Gunsten der höheren Gebrauchsklassen erfolgen. Können Holzelemente ohne Erdkontakt
auf Grund der Konstruktionsart oder der Oberfläche Wasser anreichern, so kann es notwendig sein, diese
Situation einem Erd- oder Wasserkontakt gleichzusetzen. Diese Gefährdung kann von unbedeutend bis hoch
variieren. Elemente in den Gebrauchsklassen 4 und 5 müssen sich nicht vollständig in Erdkontakt oder Was-
ser befinden. Der Teil oberhalb der Erde oder des Wasserspiegels kann einem Angriff durch zusätzliche
Organismen ausgesetzt sein, die üblicherweise in dieser Gebrauchsklasse nicht auftreten.

Wenn ein Holzteil unzugänglich ist oder wenn die Folgen für einen Ausfall besonders schwerwiegend sind,
kann es zweckmäßiger sein, eine dauerhaftere Holzart oder eine intensivere Schutzbehandlung zu berück-
sichtigen, als in der betreffenden Gebrauchsklasse üblich. Die unterschiedliche Dauerhaftigkeit und Tränkbar-
keit von Splint- und Kernholz sollten berücksichtigt werden.

Für einige Holzschutzmittel besteht die Gefahr einer Auswaschung, wenn das behandelte Holzelement nach
der Behandlung und vor Ingebrauchnahme nicht ausreichend geschützt ist. Dies betrifft insbesondere Ele-
mente in den Gebrauchsklassen 1 und 2, wenn diese während der Bauphase der Witterung ausgesetzt sind.
Unter diesen Umständen und wenn das festgelegte Holzschutzmittel auswaschbar ist, muss das Holzelement
abgedeckt oder anderweitig sowohl nach der Behandlung, während des Transports und der Bauphase als
auch im Gebrauch geschützt werden.

Die Handhabung des Holzes und die Baupraxis während der Bauphase, die Qualität der Unterhaltung, die Art
und Funktionstüchtigkeit von angewendeten Oberflächenanstrichen, die Verträglichkeit zwischen Schutz-
behandlungen und Anstrichen, gehören zu den Faktoren, welche die Standdauer von behandeltem Holz be-
einflussen können und die bei Ausarbeitung der Spezifikation berücksichtigt werden sollten.

A.4 Natürliche oder erzielte Dauerhaftigkeit von Vollholz


Die natürliche Dauerhaftigkeit von Vollholz hängt z. B. ab von:

der Holzart;

der Gegenwart von Kern- oder Splintholz.

Eine verbesserte Dauerhaftigkeit kann bei Vollholz durch Schutzbehandlung erzielt werden. Die Art der Be-
handlung, die angewendet werden kann, hängt ab von:

der Holzart;

der Gegenwart von Kern- und Splintholz;

dem angewendeten Holzschutzmittel und der Eindring- und Aufnahmewerte, die aus EN 351-1 ausge-
wählt worden sind.

Für die natürliche Dauerhaftigkeit von Holz siehe EN 350-2.

Für die zur Verfügung stehenden Eindring- und Aufnahmekombinationen siehe EN 351-1.

Für die Leistungsanforderungen an Holzschutzmittel siehe EN 599-1.

12
EN 335-2:2006 (D)

Literaturhinweise

[1] EN 350-2, Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten — Natürliche Dauerhaftigkeit von Vollholz —
Teil 2: Leitfaden für die natürliche Dauerhaftigkeit und Tränkbarkeit von ausgewählten Holzarten von
besonderer Bedeutung in Europa3)

[2] EN 351-1, Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten — Mit Holzschutzmitteln behandeltes Vollholz
— Teil 1: Klassifizierung der Schutzmitteleindringung und -aufnahme3)

[3] EN 460, Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten — Natürliche Dauerhaftigkeit von Vollholz —
Leitfaden für die Anforderungen an die Dauerhaftigkeit von Holz für die Anwendung in den
Gebrauchsklassen

[4] EN 599-1, Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten — Anforderungen an Holzschutzmittel wie sie
durch biologische Prüfungen ermittelt werden — Teil 1: Spezifikationen entsprechend der Gebrauchs-
klasse

[5] EN 1001-2, Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten — Terminologie — Teil 2: Vokabular

[6] ISO 3130, Wood — Determination of moisture content for physical and mechanical tests

[7] ISO 21887, Durability of wood and wood-based products — Definition of use classes (in Vorbereitung)

[8] EN 335-1, Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten — Definition der Gebrauchsklassen — Teil 1:
Allgemeines

[9] EN 12775, Massivholzplatten — Klassifizierung und Terminologie

3) wird überarbeitet

13

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