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Elektronische Halbmikrowaage 2004 MP6 Aufstellungs- und Bedienungsanweisung

Elektronische Halbmikrowaage

2004 MP6

Aufstellungs- und Bedienungsanweisung

Elektronische Halbmikrowaage 2004 MP6 Aufstellungs- und Bedienungsanweisung

Abb. 1: Gesamtansicht

Abb. 1: Gesamtansicht 1 Haube 8 Tariertaste 2 Libelle 9 Gewichtsanzeige 3 Kalibrierschalter 10

1 Haube

8

Tariertaste

2 Libelle

9

Gewichtsanzeige

3 Kalibrierschalter

10

Windschutz

4 Schiebetür

11

Waagschale

5 Netzschalter

12

Halbzylinder

6 Bodenplatte

13

Thermoschutzscheibe

7 Nivellierschraube

14

Befestigungsschrauben

Aufstellungs- und Bedienungsanweisung Elektronische Halbmikrowaage 2004 MP6

Bitte lesen Sie diese Anweisung vor Inbetriebnahme Ihrer Waage sorgfältig durch.

Inhalt:

Seite

I.

Aufstellungsanweisung

1.

Waage aufstellen

4

2.

Thermoschutzscheibe montieren

5

3.

Betriebsspannung kontrollieren und einstellen

6

4.

Waage aufstellen

7

5.

Transportsicherung lösen

7

6.

Transportsicherung befestigen

9

7.

Installation im Wägeraum

9

8.

Waage nivellieren

9

9.

Waage einschalten

10

10.

Empfindlichkeit justieren

10

11.

Anpassen an Umgebung und Verwendung

11

II.

Bedienungsanweisung

1.

Tariertaste

14

2.

Schalter-Einwägehilfe

14

3.

Wiegen eines unbekannten Gewichts

15

4.

Serienwägung unbekannter Gewichte mit geringer Gewichtstoleranzen

15

5.

Einwaage einer bestimmten Menge

16

6.

Abweichung vom Sollgewicht

16

7.

Einwaage mehrerer Komponenten

16

8.

Einwiegen mit »mg-Genauigkeit«

17

9.

Empfindlichkeit justieren

17

10.

Korrektur des Wägeergebnisses

17

11.

Was ist, wenn

18

12.

Zubehör

19

13.

Technische Daten

20

14.

Datenausgang

20

I. Aufstellungsanweisung

1. Waage auspacken

Packen Sie die Waage aus. In der Verpackung befinden sich:

1 elektronische Halbmikrowaage (Abb. 2, Pos. 1)

1 Halbzylinder (Abb. 2, Pos. 2)

1 Waagschale (Abb. 2, Pos. 3)

1 Satz Befestigungsmaterial (Abb. 2, Pos. 4)

1 Thermoschutzscheibe (Abb. 2, Pos. 5)

1 Schutzhaube (Abb. 2, Pos. 6)

1 Netzkabel (Abb. 2, Pos. 7)

1 Windschutz (Abb. 2, Pos. 8)

1 Bodenplatte (Abb. 2, Pos. 9)

Verwahren Sie das Packmaterial.

7) 1 Windschutz (Abb. 2, Pos. 8) 1 Bodenplatte (Abb. 2, Pos. 9) Verwahren Sie das

Abb. 2: Lieferumfang

2. Thermoschutzscheibe montieren

Entnehmen Sie die Thermoschutzscheibe (Abb. 2, Pos. 5) und das Befestigungsmaterial (Abb. 2, Pos. 4) der gesonderten Verpackung.

Entfernen Sie die vier Aufkleber (Abb. 2, Pos. 5) von der Frontscheibe der Waage und deponieren Sie die Aufkleber so - z.B. auf der Haube (Abb. 1, Pos. 1 ) - dass Sie sie wiederverwenden können.

Montieren Sie dann die Befestigungsschrauben so vor (siehe Skizze), dass Sie die Thermoschutzscheibe mit den 4 Befestigungsschrauben in die vorgesehenen Löcher (Abb. 1, Pos. 14) setzen können. Bitte achten Sie auf richtigen Sitz und Anordnung der Befestigungsteile (längerer Ansatz der Hülse zur Thermoschutzscheibe!).

Sie auf richtigen Sitz und Anordnung der Befestigungsteile (längerer Ansatz der Hülse zur Thermoschutzscheibe!). 5
3. Betriebsspannung kontrollieren Abb. 3: Waagen-Rückseite 1 Typenschild 2 Schalter »Stability-Range« 3

3. Betriebsspannung kontrollieren

Abb. 3: Waagen-Rückseite

1

Typenschild

2

Schalter »Stability-Range«

3

Motorstop-Schalter

4

Dateneingang

5

Datenausgang

6

Netzanschluss mit Spannungswähler und Netzsicherung

7

Schalter »Stand-by/ON«

8

Kalibrierschalter

9

Schalter »Einwägehilfe«

10

Schalter »Filter«

Auf dem Typenschild (Abb. 3, Pos. 1 ) ist die Betriebsspannung angegeben. Stimmt Ihre Netzspannung nicht damit überein, müssen Sie die Betriebsspannung der Waage auf den Wert der Netzspannung einstellen.

Betriebsspannung einstellen

Das Netzkabel darf nicht angeschlossen sein! Mit dem Spannungswähler (Abb. 3, Pos. 6) können Sie die Betriebsspannung 100, 120, 220 oder 240 V einstellen. Hebeln Sie den Spannungswähler — indem Sie z.B. einen Schraubendreher in den Schlitz stecken — heraus und setzen Sie den Spannungswähler so ein, dass die gewünschte Betriebsspannung und der Pfeil sich gegenüberliegen. Vermerken Sie die geänderte Netzspannung auf dem Typenschild.

4. Waage aufstellen Abb. 4: Transportsicherung der Gewichte 1 Gummiprofilstück 2 Platte Abb. 5: Schalenaufhängung
4. Waage aufstellen Abb. 4: Transportsicherung der Gewichte 1 Gummiprofilstück 2 Platte Abb. 5: Schalenaufhängung

4. Waage aufstellen

Abb. 4: Transportsicherung der Gewichte

1 Gummiprofilstück

2 Platte

Abb. 5: Schalenaufhängung

1 Schalenbefestigung vor dem Einhängen

2 Schalenbefestigung nach dem Einhängen

3 Schrauben

Wählen Sie den Aufstellort so, dass das Wägeresultat nicht durch äußere Einflüsse (Wärmestrahlung, Luftströmung, Vibration) verfälscht wird oder die Funktionssicherheit der Waage durch aggressive Umgebungsatmosphäre gefährdet ist. Stellen Sie die Waage auf einen Wägetisch (s. Zubehör). Entfernen Sie die Klebebänder und nehmen Sie die im Wägeraum verpackten Teile heraus.

5. Transportsicherung lösen

Nehmen Siedle Haube (Abb. 1, Pos. 1) ab. Drehen Sie die Schraube (Abb. 5, Pos. 3) im Wägeraum heraus, ziehen Sie die Platte (Abb. 4, Pos. 2) nach vorn und nehmen Sie sie heraus. Nehmen Sie die Gummiprofilstücke (Abb. 4, Pos. 1) aus dem Gewichtskorb. Setzen Sie die Platte (Abb. 4, Pos. 2) wieder ein und befestigen Sie sie mit der Schraube (Abb. 5, Pos. 3). Legen Sie die Bodenplatte (Abb. 1, Pos. 6) in den Wägeraum und setzen Sie den Halbzylinder (Abb. 2, Pos. 2) und den Windschutz (Abb. 2, Pos. 8) in die Bodenplatte. Hängen Sie jetzt die Waagschale in der Weise ein, dass zunächst die halbkugelförmige Aufhängung am Schalenbügel — der Zapfen muss nach vorn zeigen - senkrecht von unten in die hintere Öffnung geführt (Abb. 5, Pos. 1) und dann bis zum Anschlag nach vorn geschoben wird (Abb. 5, Pos. 2).

Abb. 6a: Wägesystem transportgesichert 1, 2, 4 Arretierschrauben 3 Sicherungswinkel Abb. 6b: Wägesystem betriebsbereit
Abb. 6a: Wägesystem transportgesichert 1, 2, 4 Arretierschrauben 3 Sicherungswinkel Abb. 6b: Wägesystem betriebsbereit

Abb. 6a: Wägesystem transportgesichert

1, 2, 4 Arretierschrauben

3 Sicherungswinkel

Abb. 6b: Wägesystem betriebsbereit

1, 2, 4 Arretierschrauben

3 Sicherungswinkel

Lösen Sie die Transportsicherung in folgender Reihenfolge:

- Arretierschrauben (Abb. 6a, Pos. 1) am Oberträger, z.B. mit einer Münze, herausdrehen und in die Bohrungen (Abb. 6b, Pos. 1 ) stecken;

- Arretierschraube (Abb. 6a, Pos. 2) durch Linksdrehung lösen und bis zum Anschlag herausdrehen;

- Sicherungswinkel (Abb. 6a, Pos. 3) bis zum Anschlag nach hinten schieben;

- Arretierschraube (Abb. 6a, Pos. 4) durch Rechtsdrehung festschrauben. Setzen Sie die Haube wieder auf.

6.

Transportsicherung befestigen

Die Waage darf nur im arretierten Zustand transportiert werden! Schalten Sie die Waage ein. Nehmen Sie die Haube ab. Befestigen Sie die Transportsicherungen in folgender Reihenfolge:

- Arretierschraube (Abb. 6b, Pos. 4) durch Linksdrehung lösen.

- Motorstop-Schalter (Abb. 3. Pos. 3) betätigen bei Anzeige .—L

bzw.

.—H.

Es erfolgt dann automatisch das Hochschalten der Substitutionsgewichte. Die Arretierung darf erst fortgesetzt werden, wenn alle Gewichte hochgeschaltet sind. Sind alle Gewichte geschaltet, erscheint in der Anzeige 15.-H.

- Sicherungswinkel (Abb. 6b, Pos. 3) bis zum Anschlag nach vorn schieben (Abb. 6a, Pos. 3);

- Arretierschraube (Abb. 6a, Pos. 2) durch Rechtsdrehung festschrauben;

- Arretierschrauben aus den Bohrungen (Abb. 6b, Pos. 1 ) nehmen und am Oberträger (Abb. 6a, Pos. 1 ), z.B. mit einer Münze durch Rechtsdrehung festschrauben.

Schalten Sie jetzt die Waage aus. Entfernen Sie nun aus dem Wägeraum in der angegebenen Reihenfolge:

Waagschale (Abb. 2, Pos. 3) Windschutz (Abb. 2, Pos. 8) Halbzylinder (Abb. 2, Pos. 2) Bodenplatte (Abb. 2, Pos. 9)

Drehen Sie die Schraube (Abb. 5, Pos. 3) im Wägeraum heraus, ziehen Sie die Platte (Abb. 4, Pos. 2) nach vorn und nehmen Sie sie heraus. Setzen Sie die Gummiprofilstücke (Abb. 4, Pos. 1) so in den Gewichtskorb ein, dass sie ihn umfassen und an den Außenseiten anliegen. Setzen Sie jetzt die Platte (Abb. 4. Pos. 2) im Wägeraum wieder ein und befestigen Sie sie durch Festdrehen der Schraube (Abb. 5, Pos. 3). Setzen Sie die Haube wieder auf.

7. Installation im Wägeraum

Vor Einhängen der Waagschale (Abb. 2, Pos. 3 vgl. auch Abb. 5) müssen in folgender Reihenfolge Bodenplatte (Abb. 2, Pos. 9), Halbzylinder (Abb. 2, Pos. 2) und Windschutz (Abb. 2, Pos. 8) im Wägeraum eingesetzt werden.

8. Waage nivellieren

Richten Sie die Waage mit den Nivellierschrauben (Abb. 1. Pos. 7) nach der Libelle (Abb. 1, Pos. 2) aus.

9. Waage einschalten

Schließen Sie die Waage an das Wechselstromnetz an, und schalten Sie sie mit dem Schalter (Abb. 3, Pos. 7) ein. Die Waage ist mit einer »Stand-by«-Schaltung ausgerüstet und sollte daher zur Erzielung optimalen Verhaltens, wie jedes hochpräzise Messinstrument, ständig am Netz angeschlossen bleiben. Lediglich nach Anschließen des Gerätes an das Wechselstromnetz ist eine Anwärmzeit von mindestens 60 Minuten einzuhalten.

Betriebsart »Stand-by«:

Betriebsart »On«:

Schalter auf Pos. »

»Stand-by«: Betriebsart »On«: Schalter auf Pos. » « Schalter auf Pos. »|« Nach Abschluss der Wägung

«

Schalter auf Pos. »|«

Nach Abschluss der Wägung kann das Gerät wieder auf »Stand-by« geschaltet werden. Die dem Verschleiß unterworfenen Baugruppen werden abgeschaltet. Bei Umschalten des Schalters auf Pos. "l" ist das Gerät nach der Segmentkontrolle sofort wieder betriebsbereit.

Achtung:

Soll das Gerät außer Betrieb genommen werden oder Peripheriegeräte angeschlossen bzw. von der Waage getrennt werden, bitte Netzstecker ziehen.

Segmentkontrolle der Gewichtsanzeige In Pos. "l" des Schalters (Abb. 3, Pos. 7) erscheint in der Gewichtsanzeige (Abb. 1, Pos. 9) -88888888. Anschließend wird automatisch tariert (Gewichtsanzeige 0.00000 g).

10. Empfindlichkeit justieren

Bei der Justierung der Empfindlichkeit ermittelt die Waage selbst einen Korrekturfaktor. Dieser Faktor wird gespeichert und beim Wägevorgang automatisch berücksichtigt. Sie können das Justierprogramm über einen besonderen Schalter aufrufen. Im Justierprogramm erfolgt die Gewichtsanzeige mit einer größeren Auflösung als im Wägeprogramm. Gehen Sie bitte bei der Justierung der Waage besonders sorgfältig vor und halten sich unbedingt an die Beschreibung.

Zur Justierung der Empfindlichkeit gehen Sie bitte wie folgt vor:

- Waagschale entlasten und Schiebetüren schließen;

- Motorstop-Schalter (Abb. 3, Pos. 3) auf STOP schalten;

- Gewichtsanzeige bei Stillstand — g leuchtet —tarieren. In der Gewichtsanzeige erscheint 0.00000 g. Die zulässige Toleranz beträgt ± 1 Digit.

- Schiebetür öffnen und Prüfgewichte (15 g Tol. ± 15 µg) auf die Waagschale setzen;

- Schiebetür schließen;

- Kalibrierschalter (Abb. 3, Pos. 8) auf CAL. schalten. Während des Laufs des Justierprogramms wird die Gewichtsanzeige dunkelgetastet. Punkt und Stillstandssymbol g blinken.

Als Quittung, dass das Justierprogramm beendet ist, ertönt ein akustisches Signal und in der Gewichtsanzeige wird das Gewicht der Prüfgewichte blinkend angezeigt.

- Kalibrierschalter zurückschalten.

- Erscheint in der Gewichtsanzeige der Wert des Prüfgewichts mit einer größeren Toleranz als ± 1 Digit, müssen Sie die Justierung der Empfindlichkeit wiederholen.

Anschließend müssen Sie die Gewichtsschaltung (Abb. 3, Pos. 3) wieder einschalten.

11. Anpassung an Umgebung und Verwendung

Zur optimalen Anpassung der Waage an die Umgebungsbedingungen und an die Art der Verwendung ist das Gerät mit Schaltern zum Wählen der

- Filterung(Abb.3,Pos.10)

- Stillstandsbreite (Abb. 3, Pos. 2)

- Einwägehilfe (Abb. 3, Pos. 9)

- Art der Datenausgabe (Abb. 3, Pos. 2) ausgerüstet.

11.1 Begriffserläuterungen

11.1.1 Filter

Ein verstellbares Analogfilter (aktiver Tiefpass) erlaubt eine Grobanpassung der Waage an den Vibrationspegel des von Ihnen ausgewählten Waagenstandortes.

Die Feinanpassung erfolgt automatisch mittels digitaler Filterung und automatisch optimierter Integrationszeit.

11.1.2

Stillstandsbreite

Der Mikroprozessor der Waage vergleicht ständig den aktuellen Gewichtswert mit dem vorherigen. Bei Differenz < Stillstandsbreite erkennt der Mikroprozessor auf Stillstand, das Stillstandskriterium ist erfüllt, und das Stillstandssymbol »g« leuchtet auf. Ist jedoch die Differenz von zwei aufeinanderfolgenden Gewichtswerten > Stillstandsbreite, erlischt das Stillstandssymbol »g«.

11.1.3 Elektronische Einwägehilfe

Die Waage besitzt eine elektronische Einwägehilfe, die bei größeren Gewichtsveränderungen, automatisch die beiden niederwertigsten Dekaden der Anzeige dunkel tastet.

Die Gewichtsanzeige erfolgt dann mit einer Anzeigefolgefrequenz von 250 ms.

Durch die kurze Messwertfolge und das Beobachten einer kleineren Dekadenanzahl werden Überfüllungen beim Einwiegen vermieden.

11.1.4 Art der Datenausgabe

- bei Stillstand Daten werden am Datenausgang nur bei Erfüllung des Stillstandskriteriums - wenn das »g« leuchtet — für Übertragungszwecke freigegeben. Diese Art der Datenausgabe ist zu bevorzugen, wenn die Beschickungsart und die Umweltbedingungen es zulassen, dass das Wägesystem intervallmäßig zur Ruhe kommt.

- ohne Stillstand Daten sind jederzeit abrufbar. Zu wählen, wenn die Beschickungsart es nicht zulässt, dass das Wägesystem intervallmäßig zur Ruhe kommt und die angeschlossene Peripherie Gewichtswerte kontinuierlich erfassen muss.

11.2 Einstellungen

11.2.1 Filter

An Schalter (Abb. 3, Pos. 10) Normal (Pos. »FAST«) (= werkseitige Schalterstellung) Vibration (Pos. »SLOW«)

Die Einschwingzeit des Meßsystems verlängert sich in der Schalterstellung »SLOW« geringfügig.

11.2.2

Stillstandsbreite und Art der Datenausgabe

können am Schalter »Stability Range« (Abb. 3, Pos.2) nach Entfernung der Kappe eingestellt werden. Aus der nachstehenden Tabelle ist die Schalterposition auszuwählen, die die gewünschten Daten beinhaltet. Der Schalter muss bei auf Stand-by geschalteter Waage auf die gewählte Position mittels Schraubendreher gestellt werden. Nach erfolgter Einstellung kann die Waage dann wieder in Betrieb genommen werden.

Tabelle

Schalterposition

Stillstandsbreite

Datenausgabe

(Ziffernschritt)

b.SK

o.SK*

0

32

x

1

1

x

2

2

x

3

3

x

4

4

x

5

5

x

6

2

x

7

4

x

werkseitige Einstellung: Schalterposition 2

*SK = Stillstands-Kriterium

11.2.3 Einwägehilfe

Am Schalter "Einwägehilfe" (Abb. 3.Pos. 9) mit den Stellungen »ON«, »OFF« und »AUTO« wählen Sie bitte je nach Art der Wägung die geeignete Stellung wie nachstehend erläutert.

Schalterstellung »ON«

Normalstellung mit automatisch optimierter Messfolge und ständiger Anzeige der letzten Dekaden.

Schalterstellung »OFF«

Fortwährendes Dunkeltasten der beiden niederwertigsten Dekaden.

Schalterstellung »AUTO«

Die Waage tastet automatisch bei größeren Gewichtsveränderungen die niederwertigsten Dekaden dunkel und verkürzt die Messfolge.

II. Bedienungsanweisung

Schalten Sie die Waage mit dem Schalter (Abb. 3, Pos. 7) ein. Es folgt automatisch die Segmentkontrolle der Gewichtsanzeige. In der Gewichtsanzeige (Abb. 1, Pos. 9) erscheint - 88888888. g und anschließend automatisch (nach Stillstand) die Tarierung (Gewichtsanzeige 0.00000 g).

1. Tariertaste

Die Tarierfunktion wird nach Betätigen der Tariertaste (Abb. 1, Pos. 8) durch ein akustisches Signal quittiert. Die Gewichtsanzeige wird solange dunkelgetastet, bis die Tarierung (bei Stillstand) erfolgt ist. Die Tarierfunktion kann auch extern über einen Fußschalter (Best.-Nr. 7152) ausgelöst werden. (Über Datenausgang anschließbar.)

2. Schalter-Einwägehilfe

Die Waage verfügt über einen Schalter — Einwägehilfe — mit den Stellungen »ON«, »OFF« und »AUTO" (Abb. 3, Pos. 9). Je nach Art der Wägung kann, wie nachstehend erläutert, die geeignete Stellung angewählt werden.

Schalterstellung »ON«

Normalstellung mit automatisch optimierter Messfolge, und ständiger Anzeige der letzten Dekaden.

Schalterstellung »OFF«

Fortwährendes Dunkeltasten der »0,1 mg-und 0,01 mg-Dekaden« und Verkürzung der Messfolge.

Schalterstellung »'AUTO«

Die Waage tastet automatisch bei größeren Gewichtsveränderungen die »0,1 mg- und 0,01 mg- Dekaden« dunkel und verkürzt die Messfolge. Bei der Feindosierung erscheinen die »0,1 mg- und 0,01 mg-Dekaden« wieder mit verlängerter Messfolge.

3.

Wiegen eines unbekannten Gewichts

Gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

- Gewichtsanzeige (Abb. 1, Pos. 9) bei Stillstand - g leuchtet - mit Tariertaste (Abb. 1, Pos. 8) auf Null stellen.

- Schiebetür öffnen und Wägegut auf die Waagschale legen.

Hinweis:

Es ist ratsam, nicht mit den Händen in den Wägeraum zu fassen. Bringen Sie das Wägegut mit einem Greifwerkzeug auf die Waagschale. Grund: Die Temperaturverhältnisse im Wägeraum sollten weitgehend konstant gehalten werden, damit konvektionsbedingte Luftströmungen im Wägeraum den Messwert nicht verfälschen.

- Schiebetür schließen und Gewicht ablesen, wenn g leuchtet. Wenn der Wägebereich überschritten wird, erscheint statt der Ziffer »15. —H« (15 bedeutet, die 15. Gewichtsschaltstufe ist geschaltet).

4. Serienwägungen mit geringen Gewichtstoleranzen

Bitte beachten Sie folgendes:

Die Gewichtsschaltung außerhalb des elektronischen Messbereichs erfolgt vollautomatisch.

Durch Betätigen des Motorstop-Schalters (Abb. 3, Pos. 3) können Sie den Motor blockieren. Dadurch verhindern Sie, dass die Schaltgewichte jedes Mal auf Null zurücklaufen, wenn die Waagschale entlastet wird.

Sollte ein Gewicht unterhalb des blockierten Werts liegen, erscheint in der Gewichtsanzeige ».—L« und die Gewichtsschaltstufe. Liegt ein Gewicht oberhalb des blockierten Werts, erscheint in der Gewichtsanzeige ».—H« und die Gewichtsschaltstufe. In diesen Fällen müssen Sie den Motorstop-Schalter betätigen, um die Blockierung der Gewichtsschaltung aufzuheben.

Die Wägung führen Sie wie folgt durch:

- Gewichtsanzeige bei Stillstand — g leuchtet — mit Tariertaste (Abb. 1, Pos. 8) auf Null stellen.

- Schiebetür öffnen und Wägegut auf die Waagschale legen.

- Schiebetür schließen und Gewicht ablesen, wenn g leuchtet.

- Gewichtsschaltung durch Betätigen des Motorstop-Schalters blockieren.

- Schiebetür öffnen und Wägegut von der Waagschale nehmen, ».—L« und Gewichtsschaltstufe werden angezeigt.

- Nächsten Gegenstand auf die Waagschale legen, usw.

5.

Einwaage einer bestimmten Menge

- Den Schalter »Einwägehilfe« auf »AUTO« stellen.

- Schiebetür öffnen und Taragefäß auf die Waagschale stellen.

- Schiebetür schließen, Stillstand abwarten und Anzeige durch Betätigen der Tariertaste auf Null stellen.

- Schiebetür öffnen und Wägegut einfüllen. Die Waage tastet jetzt die letzten Dekaden dunkel und die Messfolge verkürzt sich unmittelbar bei der Gewichtszunahme. So kann ein Überfüllen vermieden werden.

- Beobachten Sie beim Dosieren die höchste Dekade auf der Anzeige und dosieren Sie so lange, bis dort der gewünschte Wert erscheint.

- Verfahren Sie bis zur »mg-Dekade« sinngemäß.

- Vor der Dosierung der »0,1 mg- und 0,01 mg-Dekade« Vorgang kurz unterbrechen, bis die »0,1 mg- und 0,01 mg-Dekaden« wieder auftasten, dann solange in Kleinstmengen dosieren, bis der gewünschte Wert erscheint.

- Schiebetür schließen, Stillstand abwarten, Gewichtswert kontrollieren.

- ggf. Vorgang wiederholen.

6. Abweichung vom Sollgewicht

- Schiebetüren schließen und Gewichtsanzeige bei Stillstand -g leuchtet — mit Tariertaste auf Null stellen.

- Schiebetür öffnen und Sollgewicht auf die Waagschale legen.

- Schiebetür schließen und Gewichtsanzeige bei Stillstand — g leuchtet — mit Tariertaste auf Null stellen.

- Schiebetür öffnen. Sollgewicht von der Waagschale nehmen und Prüfling auflegen.

- Schiebetür schließen und bei Stillstand — g leuchtet - Abweichung vom Sollgewicht ablesen. Die Waage zeigt die Abweichung vom Sollgewicht jeweils vorzeichenrichtig an. Mit den weiteren Prüflingen entsprechend verfahren.

7. Einwaage mehrerer Komponenten

- Schalter »Einwägehilfe« (Abb. 3, Pos. 9) auf »AUTO« stellen.

- Schiebetür öffnen und Taragefäß auf die Waagschale stellen.

- Schiebetür schließen und Gewichtsanzeige bei Stillstand — g leuchtet — mit Tariertaste auf Null stellen.

- Schiebetüröffnen und 1. Komponenteeinwiegen (vgl. 11.5.)

- Schiebetür schließen und Gewichtsanzeige bei Stillstand — g leuchtet — mit Tariertaste auf Null stellen.

- Schiebetür öffnen und 2. Komponente einwiegen.

- Schiebetür schließen und Gewichtsanzeige bei Stillstand — g leuchtet — mit Tariertaste auf Null stellen. Den Vorgang können Sie bis zur Höchstlast der Waage beliebig oft wiederholen.

8.

Einwiegen mit »mg-Genauigkeit«

Bei Wägungen, für die die beiden letzten Dekaden (0,1 mg- und 0,01 mg-Dekade) nicht erforderlich sind, kann die Zahl der Nachkommastellen bei Verkürzung der Messfolge durch Wahl der Schalterstellung »OFF« auf drei reduziert werden. Kleinster Ziffernschritt ist dann 1 mg.

9. Empfindlichkeit justieren

Es empfiehlt sich, die Empfindlichkeit der Waage Ihren Genauigkeitsanforderungen entsprechend wöchentlich, täglich oder bei größeren Temperaturänderungen zu justieren.

10. Korrektur des Wägeergebnisses

Bei Absolutwägungen wird der angezeigte Gewichtswert durch den Luftauftrieb verfälscht. Das korrekte Gewicht erhalten Sie, wenn Sie die Masse des Wägegutes bestimmen. Bei Differenzwägungen des gleichen Wägegutes ist das nicht notwendig. Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:

m = n w

1 -

!L

8000 kg · m -3

1 -

!L

!

In dieser Formel bedeutet:

m = Masse des Wägegutes

n w = Gewichtsanzeige !L = Dichte der Luft zur Zeit der Wägung

!" # Dichte des Wägegutes zur Zeit der Wägung

Die Schaltgewichte der Waage bestehen aus korrosionsfestem, unmagnetischem Stahl mit der Dichte 7,88 g/cm 3 .

11.

Was ist, wenn

die Gewichtsanzeige nicht leuchtet?

- Der Netzanschluss ist nicht hergestellt.

- Die Waage steht auf Stand-by.

- Die Netzsicherung (Abb. 3, Pos. 6) ist defekt.

die Gewichtsanzeige ».—H« zeigt?

- Die elektrische Messbereich ist überschritten, der Motorstop-Schalter muss betätigt werden.

die Gewichtsanzeige ».—L« zeigt?

- Der elektrische Messbereich ist unterschritten, der Motorstop-Schalter muss betätigt werden.

die Gewichtsanzeige nach Einschalten der Waage blinkt?

- Die Empfindlichkeit muss neu justiert werden (S. 10 + 11)

die Gewichtsanzeige sich laufend ändert?

- Die Waage wurde nicht früh genug mit dem Netz verbunden; sie hat die Betriebstemperatur noch nicht erreicht.

- Die Aufstellverhältnisse sind schlecht (Luftzug, Vibration).

- Das Wägegut verändert seinen Wert durch Verdunstung oder Feuchteaufnahme.

Beim Auftreten von Störungen benachrichtigen Sie bitte unseren Kundendienst.

12. Zubehör

Wägeschiffchen (Gewicht 20 g)

Wägeschälchen (Gewicht 20 g)

60010

aus Chromnickelstahl aus Chromnickelstahl

60011-15

mit Gravur »Gift«" etc.

aus Chromnickelstahl

6003

aus Glas

6015

Tragekoffer

6070

Staubschutzhaube

6014 01

Vibrationsspatel für das Einwiegen pulveriger oder körniger Substanzen

6025

Wägetisch

6801

Wandkonsole

6804

Prüfgewichtssatz (1x10 g, 1x5 g)

7062 03

Einrichtung zur Dichtebestimmung fester und flüssiger Stoffe

6069

Unterflurwägeeinrichtung 7077

Fußschalter für Tarierung

7152

lEC-Datenbus-Wandler

7053 16

20 mA (TTY)/RS 232 C (V 24)-Wandler

7053 17

Seriell/Parallel-Wandler

7053 18

Drucker »Data-Print«"

7179

Externes Tastenfeld »Data-lnput« mit einer Funktionstaste,

7143 0

mit vier Funktionstasten,

7143 1

mit vier Funktionstasten und 10er Tastatur

7143 2

mit sieben Funktionstasten und 10er Tastatur

7143 3

mit acht Funktionstasten

7143 4

Drucker »Data-Print« mit einer Funktionstaste,

7181 0

mit vier Funktionstasten,

7181 1

mit vier Funktionstasten und 10er Tastatur

7181 2

mit sieben Funktionstasten und 10er Tastatur

7181 3

T-Konnektor, zum Anschluss von 2 Zubehörteilen an den Datenausgang

7158

Fußschalter zur Printauslösung an Data-Print und Data-lnput

7123

Fußschalter zur Funktionsauslösung von Data-Print und Data-lnput

7123 1

Handtaster zur Printauslösung an Data-Print und Data-lnput

7126

Handtaster zur Funktionsauslösung an Data-Print und Data-lnput

7126 1

13.

Technische Daten

Modell

2004 MP6

Wägebereich

g

166

Ablesbarkeit

mg 0,01

Standardabweichung

mg ± 0,02

Elektronischer Messbereich

g

16

max. Linearitätsabweichung im elektr. Bereich

mg ± 0,02

Schaltgewichtsbereich automatisch

g

10 - 150

Genauigkeit der einzelnen Schaltgewichte

mg 0,04

Tarierbereich (subtraktiv)

g

166

Einschwingzeit im elektronischen Messbereich

s

5

Integrationszeit

autom. optim.

Umgebungstemperatur

283 K bis 303 K (+10 o C

+30 o C)

Netzspannung (einstellbar)

V 100, 120, 220, 240 (+10% bis –15%)

Frequenz

Hz 50/60

Leistungsaufnahme ca.

W

12

Datenausgang (serienmäßig)

BCD 1-2-4-8 Code bit-parallel/dekaden-seriell

14. Datenausgang (serienmäßig)

Eine Datenausgabe erfolgt nach einem Low-Signal > 50 ms (Print-Befehl), das extern ausgelöst werden muss (Pin 15). Vor der Datenausgabe fragt die Waage den Busy-Eingang (Pin 14) ab, ob der Datenempfänger zur Datenübernahme bereit ist. Dabei bedeuten:

Busy = Low: Datenempfänger nicht bereit Busy= High: Datenempfänger bereit

nicht bereit Busy= High: Datenempfänger bereit zur Datenübernahme Wird ein Print-Befehl bei Busy = Low

zur Datenübernahme

Wird ein Print-Befehl bei Busy = Low gegeben, erfolgt die Datenausgabe automatisch, sobald Busy = High und die Stillstandskontrolle Stillstand meldet (werkseitige Einstellung).

Für den Fall, dass die Datenausgabe auch bei Nichterfüllung des Stillstandskriteriums erfolgen soll, kann dementsprechend durch Wahl der Stellung 6 oder 7 des Schalters »Stability Range« (Abb. 3, Pos. 7) vorgegangen werden. Während der Wartezeit werden Anzeige und Stillstandskontrollzeichen (g) dunkel getastet.

Bei Overflow (Waagenanzeige zeigt .-H) erfolgt keine Datenausgabe.

Die Daten sind gültig mit Takt = High (Pin 12). Am Ende der Datenübertragung wird das Signal »data-end« (Pin 11) gegeben. Die Ausgabe des Daten-Blocks erfolgt nur einmal. Die Information steht am Ausgang bit-parallel und dekaden-seriell zur Verfügung.

Datenleitungen:

A =

2 0 — Pin 1

B =

2 1 — Pin 2

C =

2 2 — Pin 3

D =

2 3 — Pin 4

Adressleitungen:

A =

2 0 — Pin 6

B =

2 1 — Pin 7

C =

2 2 — Pin 8

D =

2 3 — Pin 8

Die Daten werden in 10 Dekaden ausgegeben.

Zeit t 0 — t 7 :

Gewichtswert 10 0 — 10 7

Zeit t 8 :

(10 0 = niedrigstwertige Dekade) Sonderzeichen:

%

Stillstandssignal (nur in Verbindung mit Data-Input)

g

Stillstandssignal

Vz

Vorzeichen

Zeit t 9 :

DP

Dezimal-Punkt (Komma)

Die Waage kann mit einem Low Signal > 50 ms extern tariert werden (Pin 16).

Die Versorgungsspannungen + 5 V (Pin 19) und 8,5 V ~(Pin 17 u. 18) stehen ebenfalls am Datenausgang zur Verfügung.

Die Anschlüsse Pin 1

71430/1/2/3/4 und Data-Print 7179, 71810/1/2/3 vorgesehen.

Wird die Waage in Verbindung mit Data-lnput bzw. Data-Print sowie speziellem Programm

betrieben, können im Programm definierte Konstante, 0

Die Ausgabe ist gültig mit Takt C = High (Pin 13). Für die digitalen Ein- und Ausgänge des Datenausganges gelten die Spezifikationen der C-MOS- Serie 4000.

11, 13

34 sind für die Eingabetastaturen Data-lnput 714301,

E (Hex-Code) ausgegeben werden.

Datenausgang Data Output 0 Pin 1 — 2 1 2 — 2 Daten 2 3
Datenausgang
Data Output
0
Pin
1
2
1
2
2
Daten
2
3
2
3
4
2
5
0
6
2
1
7
2
Adresse
2
8
2
3
9
2
10
11
Data-end
12
13
14
Busy
15
Print
16
Tara ext.
17
8,5 V ~
18
19
+ 5 V
20
CM

Erforderlicher Anschlussstecker: 3M 3461-0001 Codierung zwischen Pin 3 und 5

Datenausgang — Zeitdiagramm

Codierung zwischen Pin 3 und 5 Datenausgang — Zeitdiagramm Bemerkungen: Daten können vom Empfänger auf beiden

Bemerkungen: Daten können vom Empfänger auf beiden Flanken des Taktsignals übernommen werden.

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