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Beitrag vom 18.06.2011

Meisterschaft ohne Punktverlust

TSV Gundelsdorf mit blütenweißer Weste

von Dominik Zwosta

22 Siege in 22 Spielen. Dazu ein Torverhältnis von 102:14. Souveräner als der TSV Gundelsdorf in der A-Klasse Kronach 3, kann man eine Meisterschaft wohl fast nicht einfahren. So stand man bereits vier Spieltage vor Schluss als Meister fest, und spielt nun in der nächsten Saison seit 21 Jahren endlich wieder in der Kreisklasse Kronach.

Nachdem man in der letzten Saison mit deutlichem Abstand nach oben auf Platz sieben im Niemandsland der Tabelle befand, beschlossen die Verantwortlichen um den Ersten Vorsitzenden Uwe Fugmann, mit Tobias Gebhardt für die Saison 2010/11 einen absoluten Trainerneuling als Spielertrainer zu installieren. Ein absoluter Volltreffer, wie sich herausstellte. Gebhardt war über Jahre hinweg der absolute Toptorjäger des Nachbarvereins FC Wacker Haig und seit kurzem in Besitz der Trainerlizenz. Als Neuzugänge konnte man darüber hinaus noch Joachim Kreul, ebenfalls vom SV Wacker Haig und Oliver Reinhardt und Christopher Weinmann, beide vom SV Reitsch, vermelden.

und Christopher Weinmann, beide vom SV Reitsch, vermelden. Die Meistermannschaft des TSV Gundelsdorf anpfiff.info Durch

Die Meistermannschaft des TSV Gundelsdorf anpfiff.info

Durch diese Verstärkungen war bereits vor der Saison für manchen Experten der TSV ein Kandidat für die Meisterschaft, und Tobias Gebhardt verstand es auch von Anfang an, der Mannschaft das in der letzten Saison oftmals noch vermisste Sieger- Gen einzupflanzen. So traf man nach dem 2:0-Auftaktsieg gegen Wallenfels in den nächsten vier Spielen, unter anderem gegen den Zweit- und Drittplatzierten mindestens sieben Mal ins gegnerische Tor, und erklomm somit am dritten Spieltag erstmals die Tabellenspitze, die man bis zum Schluss nicht mehr abgeben musste.

Zur Winterpause konnte man den ärgsten Verfolgern bereits bis auf zehn Punkte enteilen und es deutete sich schon an, dass die Meisterschaft wohl an den TSV vergeben ist. Wer nun jedoch auf Nachlässigkeiten der jungen Truppe um Kapitän Christian Weich hoffte, wurde enttäuscht. So gelang es Gebhardt auch in der Wintervorbereitung die Konzentration hoch zu halten und man dominierte die Liga weiterhin nach Belieben und eilte von Sieg zu Sieg. Am 18. Spieltag war es dann soweit. Durch einen weiteren souveränen 4:0-Heimsieg gegen den SV Wickendorf konnte die Meisterschaft endgültig eingefahren werden. Aber auch als bereits feststehender Meister ließ man in den letzten Spielen nicht locker und schaffte es somit die Serie ohne jeglichen Punktverlust zu beenden. Eben eine wahre Meisterleistung.

Beste Offensive und beste Defensive

wahre Meisterleistung. Beste Offensive und beste Defensive Das erfolgreiche Sturmduo des TSV Gundelsdorf: Felix Fischer

Das erfolgreiche Sturmduo des TSV Gundelsdorf: Felix Fischer (links) und Dominic Lindner anpfiff.info

Mit 102 Toren stellte man logischerweise die beste Offensive der gesamten Liga und stellte dabei mit dem 20-jährigen Felix Fischer auch den Toptorjäger. Er war mit 22 Einsätzen auch der absolute Dauerbrenner und traf dabei 25 Mal. Man darf gespannt sein, ob er seine Trefferquote auch eine Etage höher halten kann. Eine bekannte Fußballerweisheit besagt ja: „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften“. Und auch hier liefert der TSV Gundelsdorf mit nur 14 Gegentoren eine absoluten Ausnahmewert. Garanten hierfür waren vor allem Torwart Michael Müller, der seinen Kasten insgesamt 13-mal völlig sauber halten konnte, und Libero Oliver Reinhardt, der es verstand, seine Vorderleute zu dirigieren und dem gegnerischen Stürmer kaum Möglichkeiten zum Torabschluss zu geben.

Kann die Mannschaft die gezeigten Leistungen auch in der nächsten Saison konstant abrufen, dürfte man auch eine Liga höher eine gute Rolle spielen und vielleicht irgendwann in Gundelsdorf sogar mal Kreisliga-Spiele bestaunen dürfen. Zuzutrauen ist es der Mannschaft und Trainer Tobias Gebhard auf jeden Fall.