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Gruppe Regensburg Presseerklärung vom 28. Juli 2011 Informationen zu neuer EU-Gesetzgebung Greenpeace fordert radikalen

Gruppe Regensburg

Presseerklärung vom 28. Juli 2011

Informationen zu neuer EU-Gesetzgebung

Greenpeace fordert radikalen Umbau der Fischerei

Regensburg, 28.07.2011 – Die Greenpeace-Gruppe Regensburg informiert am kommenden Samstag (30.07.2011) von 11 bis 15 Uhr in der Gesandtenstraße (Ecke Malergasse) über die Reformen der EU-Fischereipolitik.

Fast neun von zehn Speisefischbeständen in den europäischen Meeren sind heute überfischt oder kurz davor. Deswegen soll bis 2013 die EU-Fischerei neue Gesetze und Regeln bekom- men - als Reaktion auf die zurückgehenden Fischbestände durch den Einsatz größerer Schiffe mit größeren Netzen und stärkerer Leistung. „Das kann nicht lange gut gehen“, so Rosa Roß- kopf, Meeresansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Regensburg. Greenpeace fordert deswegen einen radikalen Umbau der europäischen Fischerei. Die dazu notwendigen Gesetze müssen während der Fischerei-Reform auf den Weg gebracht werden.

„Für die künftige Fischerei ist ein Abbau der Flottenüberkapazität in der EU notwendig“, erklärt Rosa Rosskopf. „Wir müssen weg von der Dominanz großskaliger, kapitalintensiver und zerstö- rerischerer Fangmethoden hin zu einer kleinskaligen, gemeinschaftsintegrierten und arbeitsin- tensiven Fischerei, die ökologisch verantwortliche, selektive Fangtechniken nutzt und umwelt- verträglich ist“.

Als Teil regionaler Fischereibewirtschaftungsstrategien fordert Greenpeace die Einrichtung von Meeresschutzgebieten. Die Kompetenz zur Regulierung der Fischerei in diesen Schutzgebieten muss in der Hand der einzelnen Mitgliedsländer liegen und nicht länger bei der EU.

Die Fangquotenvergabe muss künftig auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, insbe- sondere die Festsetzung eines auf wissenschaftlichen Empfehlungen beruhendem Fangmen- gen-Maximums.

Zudem ist die Transparenz und Rückverfolgbarkeit für das Konsumgutes Fisch notwendig.

Auch die Verbraucherinnen oder Verbraucher können gegen den Raubbau der Meere vorge- hen. „Essen Sie weniger und bewusster Fisch und achten Sie beim Kauf darauf, dass der Fisch aus einem gesunden Bestand kommt und mit einer schonenden Methode gefangen wurde“ for- dert Rosa Roßkopf. Eine Entscheidungshilfe bietet dabei der Greenpeace-Fischratgeber.

Achtung Redaktionen: Rückfragen richten Sie bitte an Rosa Rosskopf, Meeresansprechpartnerin der Greenpeace- Gruppe Regensburg am Samstag vor Ort, oder an Jürgen Friedmann, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Regensburg, unter 0941 - 20 69 4 70 bzw. presse@greenpeace-regensburg.de.

Greenpeace-Gruppe Regensburg Taubengäßchen 1 93047 Regensburg Tel. 0941 - 5 19 98 Fax 0941 - 46 71 0 29 presse@greenpeace-regensburg.de www.greenpeace-regensburg.de

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