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DIN EN 50272-4
(VDE 0510-104)
Diese Norm ist zugleich eine VDE-Bestimmung im Sinne von VDE 0022. Sie ist nach
Durchführung des vom VDE-Präsidium beschlossenen Genehmigungsverfahrens unter
der oben angeführten Nummer in das VDE-Vorschriftenwerk aufgenommen und in der
„etz Elektrotechnik + Automation“ bekannt gegeben worden.
ICS 29.220.20
Gesamtumfang 15 Seiten
Nationales Vorwort
Vorausgegangener Norm-Entwurf: E DIN EN 50272-4 (VDE 0510-104):2003-12.
Für diese Norm ist das nationale Arbeitsgremium K 371 „Akkumulatoren“ der DKE Deutsche Kommission
Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (http://www.dke.de) zuständig.
Nationaler Anhang NA
(informativ)
Für den Fall einer undatierten Verweisung im normativen Text (Verweisung auf eine Norm ohne Angabe des
Ausgabedatums und ohne Hinweis auf eine Abschnittsnummer, eine Tabelle, ein Bild usw.) bezieht sich die
Verweisung auf die jeweils neueste gültige Ausgabe der in Bezug genommenen Norm.
Für den Fall einer datierten Verweisung im normativen Text bezieht sich die Verweisung immer auf die in
Bezug genommene Ausgabe der Norm.
Eine Information über den Zusammenhang der zitierten Normen mit den entsprechenden Deutschen Normen
ist in Tabelle NA.1 wiedergegeben.
Tabelle NA.1
Klassifikation im
Europäische Norm Internationale Norm Deutsche Norm
VDE-Vorschriftenwerk
EN 50272-2:2001 – DIN EN 50272-2 VDE 0510-2
(VDE 0510-2):2001-12
– IEC 60050-482 IEV Teil 482:2004-07 –
EN 60086-1:2001 IEC 60086-1:2000 DIN EN 60086-1:2001-11 –
EN 60086-2:2001 IEC 60086-2:2000 DIN EN 60086-2:2005-03 –
+ A1:2001 + A1:2001
+ A2:2004 + A2:2004
EN 60086-3:2005 IEC 60086-3:2004 DIN EN 60086-3:2005-11 –
EN 60086-4:2000 IEC 60086-4:2000 DIN EN 60086-4 VDE 0509-4
(VDE 0509-4):2001-03
EN 60086-5:2005 IEC 60086-5:2005 DIN EN 60086-5 VDE 0509-5
(VDE 0509-5):2006-02
EN 60335-1:2002 IEC 60335-1:2001 DIN EN 60335-1 VDE 0700-1
+ A11:2004 mod. (VDE 0700-1):2005-07
+ A1:2004 + A1:2004
EN 61056-2:2003 IEC 61056-2:2002 DIN EN 61056-2:2003-05 –
EN 61429:1996 IEC 61429:1995 DIN EN 61429:1997-11 –
+ A11:1998 DIN EN 61429/A11:2000-01 –
2
DIN EN 50272-4 (VDE 0510-104):2007-10
Klassifikation im
Europäische Norm Internationale Norm Deutsche Norm
VDE-Vorschriftenwerk
EN 61951-1:2003 IEC 61951-1:2003 DIN EN 61951-1:2006-09 –
+ A1:2006 + A1:2005
EN 61951-2:2003 IEC 61951-2:2003 DIN EN 61951-2:2004-02 –
EN 61960:2004 IEC 61960:2003 DIN EN 61960:2004-12 –
EN 62133:2003 IEC 62133:2002 DIN EN 62133 VDE 0510-8
(VDE 0510-8):2003-09
Normen der Reihe IEC 60417 database Normen der Reihe –
EN 60417 DIN EN 60417
Nationaler Anhang NB
(informativ)
Literaturhinweise
DIN EN 50272-2 (VDE 0510-2), Sicherheitsanforderungen an Batterien und Batterieanlagen – Teil 2: Statio-
näre Batterien
DIN EN 60086-5 (VDE 0509-5), Primärbatterien – Teil 5: Sicherheit von Batterien mit wässrigem Elektrolyt
DIN EN 60335-1 (VDE 0700-1), Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke –
Teil 1: Allgemeine Anforderungen
DIN EN 61056-2, Bleibatterien für allgemeine Anwendungen (verschlossen) – Teil 2: Maße, Anschlüsse und
Kennzeichnung
DIN EN 61429, Kennzeichnung von Akkumulatoren und Batterien mit dem internationalen Recycling-Bildzei-
chen
DIN EN 61429/A11, Kennzeichnung von Akkumulatoren und Batterien mit dem internationalen Recycling-
Bildzeichen ISO 7000-1135 und Hinweis auf Richtlinien 93/86/EWG und 91/157/EWG
DIN EN 61951-1, Akkumulatoren und Batterien mit alkalischem oder anderen nichtsäurehaltigen Elektrolyten –
Tragbare wiederaufladbare gasdichte Einzelzellen – Teil 1: Nickel-Cadmium
DIN EN 61951-2, Akkumulatoren und Batterien mit alkalischem oder anderen nichtsäurehaltigen Elektrolyten –
Tragbare wiederaufladbare gasdichte Einzelzellen – Teil 2: Nickel-Metallhydrid
DIN EN 61960, Akkumulatoren und Batterien mit alkalischen oder anderen nichtsäurehaltigen Elektrolyten –
Lithium-Akkumulatoren und -batterien für tragbare Geräte
DIN EN 62133 (VDE 0510-8), Akkumulatoren und Batterien mit alkalischen oder anderen nicht säurehaltigen
Elektrolyten – Sicherheitsanforderungen für tragbare gasdichte Akkumulatoren und daraus hergestellte Batte-
rien für die Verwendung in tragbaren Geräten
3
DIN EN 50272-4 (VDE 0510-104):2007-10
IEV Teil 482, Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch – Teil 482: Primärzellen, Akkumulatoren und
Batterien – Hauptabschnitt 482-01: Grundbegriffe
4
EUROPÄISCHE NORM EN 50272-4
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE März 2007
ICS 29.220.20
Deutsche Fassung
Safety requirements for secondary batteries and Règles de sécurité pour les batteries
battery installations – d’accumulateurs et leur installation –
Part 4: Batteries for use in portable appliances Partie 4: Batteries d’accumulateurs utilisées
dans les appareils portables
Diese Europäische Norm wurde von CENELEC am 2006-03-01 angenommen. Die CENELEC-Mitglieder
sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind,
unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben
ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben
sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CENELEC-Mitglied auf Anfrage erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine
Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CENELEC-Mitglied in eigener Verantwortung durch
Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den
gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.
CENELEC-Mitglieder sind die nationalen elektrotechnischen Komitees von Belgien, Bulgarien,
Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland,
Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien,
Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem
Vereinigten Königreich und Zypern.
CENELEC
Europäisches Komitee für Elektrotechnische Normung
European Committee for Electrotechnical Standardization
Comité Européen de Normalisation Electrotechnique
Vorwort
Diese Europäische Norm wurde ausgearbeitet von dem Technischen Komitee CENELEC TC 21X
„Sekundärzellen und -batterien“. Der Text des Entwurfs wurde der formellen Abstimmung unterworfen und
von CENELEC am 2006-03-01 als EN 50272-4 angenommen.
2
EN 50272-4:2007
Inhalt
Seite
Vorwort............................................................................................................................................................... 2
Einleitung ........................................................................................................................................................... 4
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................. 4
2 Normative Verweisungen ...................................................................................................................... 4
3 Begriffe .................................................................................................................................................. 5
4 Gebrauchsanleitungen .......................................................................................................................... 5
5 Abmessungen und Austauschbarkeit von Zellen und Batterien............................................................ 5
6 Elektrische Sicherheit ............................................................................................................................ 6
6.1 Schutz gegen falschen Polanschluss.................................................................................................... 6
6.2 Ausführung von Batterien und Batteriefächern ..................................................................................... 6
6.3 Batteriefächer für Batterien, die vom Kunden gewechselt werden können .......................................... 6
7 Sicherer Umgang mit Batterien und Schutz gegen Fehlbehandlung .................................................... 6
7.1 Laden..................................................................................................................................................... 6
7.2 Thermische Überbeanspruchung .......................................................................................................... 6
7.3 Mechanische Beanspruchung ............................................................................................................... 6
7.4 Schutz gegen Umpolung bei Tiefentladungen ...................................................................................... 7
7.5 Schutz gegen Überladung ..................................................................................................................... 7
7.6 Sicherer Umgang mit Batterien ............................................................................................................. 7
8 Batteriefächer ........................................................................................................................................ 7
8.1 Unterbringung von Batterien.................................................................................................................. 7
8.2 Fächer für auswechselbare Batterien.................................................................................................... 7
8.3 Batteriekontakte..................................................................................................................................... 7
8.4 Schutzmaßnahmen gegen Gefahren durch freigesetzte Gase............................................................. 8
9 Maßnahmen bei Unfällen mit Batterien ................................................................................................. 8
9.1 Verschlucken von Knopfzellen .............................................................................................................. 8
9.2 Verätzungen oder Vergiftungen durch undichte Batterien .................................................................... 8
10 Kennzeichnung und Entsorgung von Batterien, die in tragbaren Geräten verwendet werden ............. 8
Anhang A (informativ) Hinweise für den Gebrauch und Empfehlungen für den Endverbraucher.................... 9
A.1 Hinweise für den Gebrauch ................................................................................................................... 9
A.2 Empfehlungen für den Endverbraucher ................................................................................................ 9
Literaturhinweise.............................................................................................................................................. 11
3
EN 50272-4:2007
Einleitung
Diese Norm informiert über die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Personen beim Umgang mit wie-
deraufladbaren Batterien, die zur Gleichstromversorgung in tragbaren Geräten verwendet werden. Daher gilt
die Norm für wiederaufladbare, handelsübliche Batterien und Batteriesysteme unter Beachtung der Anforde-
rungen in der „Niederspannungsrichtlinie“.
In den Europäischen Ländern bestehen entsprechende, vergleichbare Normen oder Spezifikationen oder
Teile davon, die zu beachten sind und die durch die neue Norm ersetzt werden.
In manchen tragbaren Geräten oder Spielzeugen ist das Entladen sowohl von Primär- als auch von
Sekundär-Batterien möglich. Wenn diese Zellen oder Batterien untereinander austauschbar sind, dann sollen
die Normen der Serie EN 60086, Teile 1 bis 5 Vorrang haben.
1 Anwendungsbereich
Diese Norm gilt für Sicherheitsfragen, die mit der Unterbringung, der Schaltungsanordnung und dem Betrieb
von wiederaufladbaren Batterien in tragbaren Geräten in Verbindung stehen. Es werden Anforderungen fest-
gelegt, die die Hersteller von Geräten und von wiederaufladbaren Batterien verpflichten, die missbräuchliche
Nutzung von Batterien beim Betrieb zu verhindern, Schutzmaßnahmen vorzusehen, die verhindern, dass im
Falle eines Batteriefehlers Personen verletzt werden, und dem Anwender ausreichende Informationen zur
Verfügung zu stellen.
2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Aus-
gabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).
EN 60086-5, Primärbatterien – Teil 5: Sicherheit von Batterien mit wässrigen Elektrolyten (IEC 60086-5)
EN 60335-1, Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke – Teil 1: Allgemeine
Anforderungen (IEC 60335-1)
EN 61429 + A11, Kennzeichnung von Akkumulatoren und Batterien mit dem internationalen Recycling-Bild-
zeichen ISO 7000-1135 und Hinweis auf Richtlinien 93/86/EWG und 91/157/EWG (IEC 61429)
EN 61951-1, Akkumulatoren und Batterien mit alkalischen oder anderen nichtsäurehaltigen Elektrolyten –
Tragbare wiederaufladbare gasdichte Einzelzellen – Teil 1: Nickel-Cadmium (IEC 61951-1)
EN 61951-2, Akkumulatoren und Batterien mit alkalischen oder anderen nichtsäurehaltigen Elektrolyten –
Tragbare wiederaufladbare gasdichte Einzelzellen – Teil 2: Nickel-Metallhydrid (IEC 61951-2)
4
EN 50272-4:2007
EN 61960, Akkumulatoren und Batterien mit alkalischen oder anderen nichtsäurehaltigen Elektrolyten –
Lithium-Akkumulatoren und -batterien für tragbare Geräte (IEC 61960)
EN 62133, Akkumulatoren und Batterien mit alkalischen oder anderen nicht säurehaltigen Elektrolyten –
Sicherheitsanforderungen für tragbare gasdichte Akkumulatoren und daraus hergestellte Batterien für die
Verwendung in tragbaren Geräten (IEC 62133)
IEC 60050-482, International Electrotechnical Vocabulary – Chapter 482: Primary and secondary cells and
batteries
3 Begriffe
3.1
Batterie zur Verwendung in tragbaren Geräten
Sie wird hauptsächlich zur Energieversorgung von elektrischen Geräten oder Teilen davon verwendet. Zu-
sammen mit dem Gerät bildet die Batterie eine integrale, funktionelle Einheit. Batterien, die in tragbaren Ge-
räten eingesetzt werden, sind üblicherweise wartungsfrei. Weitere Begriffsdefinitionen siehe Internationales
Elektrotechnisches Wörterbuch IEC 60050-482, Primär- und Sekundär-Batterien.
3.2
Sekundär-Zelle/-Batterie, Akkumulator
Zelle, die dafür ausgelegt ist, dass sie elektrisch wiederaufladbar ist. Sie bildet eine funktionale Grundeinheit,
die durch direkte Umwandlung von chemischer Energie eine elektrische Energiequelle ergibt. Die Zelle (oder
Batterie) besteht aus einer Anordnung von Elektroden, Separatoren, Elektrolyt, Gehäuse und
Anschlusspolen.
[IEV 482-01-03]
4 Gebrauchsanleitungen
Die Benutzer von Geräten sind durch Gebrauchsanleitungen über die folgenden Punkte mit besonderem
Bezug auf die Batterien zu informieren:
a) vorgesehenes oder verwendbares Batteriesystem und Batterieabmessungen nach geltender Norm,
b) richtiges Einsetzen der Batterien in das Gerät in Bezug auf die Polarität,
c) Angaben über das Laden von wiederaufladbaren Sekundär-Batterien,
d) Verbot der Ladung bei Verwendung von nicht wiederaufladbaren Primärbatterien,
e) Lager- und Temperaturbedingungen,
f) Wartungsanleitungen,
g) Angaben zur Vermeidung von Gefahren und Maßnahmen nach einem Unfall,
h) Angaben zur Entsorgung.
Für Batterien in tragbaren Geräten müssen Betriebsanleitungen mitgeliefert werden. Diese können Teil der
Gebrauchsanleitung der Geräte sein. Erforderliche Angaben zum sicheren Betrieb, wie z. B. die Polarität, die
Spannung, der Batterietyp usw., sind innerhalb oder in der Nähe des Batteriefachs zu wiederholen.
Die Austauschbarkeit von Zellen und Batterien mit gleicher Nennspannung und identischen Abmessungen,
aber in unterschiedlicher Technologie, ist gestattet, wenn der Gerätehersteller entsprechende Angaben ge-
macht hat (siehe EN 60086-1, 4.1.7).
5
EN 50272-4:2007
Zellen, die in einem Batteriestrang verschaltet sind, müssen die gleiche Konstruktion und Ausführung haben
und vom gleichen Hersteller sein (siehe IEC/TR 62188, 7.9).
6 Elektrische Sicherheit
Die Gerätehersteller müssen Vorkehrungen treffen, damit ein falscher Polanschluss von der Batterie an das
Gerät nicht möglich ist. Sicherheitsvorkehrungen können z. B. sein:
• Kennzeichnung der Lage der einzelnen Zelle oder Batterie,
• Kabel mit Polaritätskennzeichnung,
• Stecker,
• Formgebung von Gehäusen und Kontakten,
• elektronische Schaltungen
ANMERKUNG Wenn möglich, ist das Batteriesymbol nach IEC 60417 database zu verwenden.
Die Ausführung von Batterie und Batteriefach muss so gestaltet sein, dass das Risiko einer Verpolung (Ver-
tauschung der Polanschlüsse) der Batterie sowohl beim Gebrauch als auch beim Laden auf ein Minimum
reduziert ist. Die Ausführung der Polanschlüsse und die Art der Verbindung zum Gerät oder zur Ladeeinrich-
tung sind so zu gestalten, dass ein falscher Anschluss nicht möglich ist (siehe IEC 60086-5).
6.3 Batteriefächer für Batterien, die vom Kunden gewechselt werden können
Wenn die Batteriefächer so gestaltet sind, dass die Batterien vom Kunden ausgewechselt werden können,
gelten die Anforderungen nach EN 60086-5.
7.1 Laden
Die Hinweise, die für das Laden von Batterien und für die Ladegeräte gelten, sind zu beachten. Wenn das
Wechseln von Batterien durch den Endverbraucher vorgesehen ist, muss der Gerätehersteller klare Angaben
zu den Ersatzbatterien machen.
Batteriesysteme für tragbare Geräte dürfen nicht überhitzt werden. Überhitzung aufgrund der Betriebsbedin-
gungen zerstört die Batterie und in einzelnen Fällen auch das Gerät. Je nach Batteriebauart können korrosive
und/oder giftige Flüssigkeiten oder Gase freigesetzt werden. Deshalb müssen die Batterien so in die Geräte
eingesetzt werden, dass ihr zulässiger Temperaturbereich nicht überschritten wird.
Die Batterien sind vor mechanischer Beschädigung zu schützen, weil dadurch gefährliche, chemische Stoffe
austreten können, die zu Kurzschlüssen und dadurch bedingt zu Überhitzungen und Bersten weiterer Zellen
führen können.
6
EN 50272-4:2007
Die Batterien sind so zu laden bzw. zu entladen, dass sie gleichmäßig geladen und entladen werden (Zwi-
schenabgriffe innerhalb eines Batteriesatzes führen zu ungleichmäßigen Entladezuständen). Es dürfen nur
Zellen und/oder Batterien der gleichen Bauart und gleichen Alters in Reihe geschaltet werden.
Um bei einer Tiefentladung eines Batteriesatzes die Umpolung einzelner Zellen zu verhindern, ist zu beach-
ten, dass nur die vom Hersteller angegebene maximale Anzahl von Zellen in Reihe geschaltet wird und alle
erforderlichen Schutzmaßnahmen beachtet werden. Je nach Batteriesystem kann durch Umpolung die Batte-
rie zerstört oder das Gerät beschädigt werden; auch der Benutzer kann Gefahren ausgesetzt werden, wenn
z. B. eine Batterie leck wird.
Wenn durch die verfügbare Batterieleistung Personen- oder Geräteschäden verursacht werden können,
müssen die Geräte und Batterien durch entsprechende Vorkehrungen gegen Kurzschluss und Überlast ge-
schützt sein.
Um mit Batterien beim Transport, bei der Montage und beim Wechseln sicher umgehen zu können, müssen
die Polanschlüsse und Verbindungskabel so gestaltet sein, dass Kurzschlüsse nicht möglich sind.
8 Batteriefächer
Sekundär-Batterien können in tragbare Geräte fest eingebaut sein, herausnehmbar sein, um sie außerhalb
des Geräts separat wieder aufzuladen, oder durch Primärbatterien ersetzbar sein. Im Fall von aus-
wechselbaren Batterien gelten die Anforderungen nach 8.1 bis 8.4.
Bei Verwendung von wasserdichten Geräten sind Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, um die Entstehung
von Wasserstoff zu verhindern oder zu begrenzen.
Batteriegehäuse zur Unterbringung von Batterien in elektrischen Geräten sind, falls erforderlich, so zu
gestalten, dass sie von anderen Funktionsteilen des Geräts abgetrennt sind und von außen zugänglich sind.
ANMERKUNG Zellen oder Batterien können auslaufen. Sowohl verschlossene Bleibatterien als auch gasdichte,
wiederaufladbare Batterien haben Sicherheitsventile, die Gase freisetzen können, wenn sie ansprechen.
Batteriefächer müssen leicht zugänglich sein, damit die Batterien ausgewechselt und die Gehäuse und Kon-
takte gereinigt werden können.
8.3 Batteriekontakte
Die Kontakte und ihre Abmessungen sind so zu gestalten, dass der Spannungsabfall möglichst gering und
der Stromfluss sichergestellt ist. Zum Beispiel sind federnde Kontakte zu verwenden. Kontakte im
Batteriefach müssen aus Material bestehen, das beständig gegen Korrosion durch den Elektrolyten ist.
7
EN 50272-4:2007
Die freigesetzten Gasmengen nehmen insbesondere dann zu, wenn die Batterie oder das Ladegerät nicht
richtig funktioniert.
Die Gase können durch Energiequellen, wie z. B. Funken, Wärme oder elektrostatische Entladung entzündet
werden, wenn gewisse Gaskonzentrationen und Volumina überschritten werden.
Verschiedene Schutzmaßnahmen können angewendet werden, um den Anwender vor Gefahren zu schüt-
zen, z. B.
• Vermeidung von Funkenbildung,
• keine Verwendung von Funken bildenden Betriebsmitteln innerhalb des Batteriefachs,
• ausreichende Lüftung des Batteriefachs ist erforderlich, z. B. durch natürliche oder technische Lüftung,
• Reduzierung der Gaskonzentration innerhalb des Gehäuses durch Verwendung von Katalysatoren oder
absorbierenden Stoffen,
• Reduzierung der Gaskonzentration durch Diffusion oder Verwendung von Membranen nach außen.
Knopfzellen können aufgrund ihrer Abmessungen verschluckt werden. Wegen der Verdauungssäfte ist anzu-
nehmen, dass die Zellen innerhalb von wenigen Stunden leck werden und Verätzungen der Schleimhäute
und möglicherweise eine Vergiftung verursachen. Die Gebrauchsanleitung muss angeben, dass unverzüglich
medizinische Hilfe erforderlich ist.
Auf der Verpackung von Knopfzellen muss der Warnhinweis „Von Kindern fernhalten“ aufgedruckt sein.
Wenn unter extremen Umständen die Batterien undicht werden, muss mit dem Austritt von Elektrolyt oder
von Gasen gerechnet werden. Um Verätzungen oder mögliche Vergiftungen zu vermeiden, sind die Benutzer
in den Gebrauchsanleitungen über die potentiellen Gefahren zu informieren.
Wenn verbrauchte Zellen oder Batterien entsorgt und weiter verwertet werden sollen, müssen die folgenden
Richtlinien der Europäischen Union beachtet werden:
– 91/157/EEC (Council Directive) „Batteries and accumulators containing certain dangerous substances“
(Batterien und Akkumulatoren, die gewisse gefährliche Stoffe enthalten);
– 93/86/EEC (Commission Directive) „Adaptation to technical progress of Council Directive 91/157/EEC“
(Anpassung der Rats-Richtlinie 91/157/EEC an den technischen Fortschritt).
8
EN 50272-4:2007
Anhang A
(informativ)
9
EN 50272-4:2007
q) Zellen oder Batterien dürfen nicht mit Lösungsmitteln in Kontakt kommen, wie z. B. mit Verdünnung,
Alkohol, Öl, Rostschutzmittel oder Oberflächen angreifendem Mittel, z. B. Waschmittel.
r) Sekundär-Zellen und -Batterien müssen vor ihrer Benutzung geladen werden. Es darf nur das richtige,
zugehörige Ladegerät benutzt werden. Zum richtigen Laden sind die Herstellerangaben bzw. die Anga-
ben im Gerätehandbuch zu beachten.
s) Batterien nicht dauernd laden, wenn sie nicht benutzt werden.
t) Nach längerer Lagerzeit kann es erforderlich sein, die Zellen oder Batterien mehrmals zu laden und zu
entladen, damit sie wieder auf Leistung kommen.
u) Sekundär-Zellen und Batterien sind am leistungsfähigsten, wenn sie bei normaler Raumtemperatur
(20 °C ± 5 K) betrieben werden.
v) Original-Druckschriften mit den Produktinformationen für späteres Nachschlagen aufbewahren.
w) Zellen oder Batterien nur für solche Anwendungen einsetzen, für die sie auch vorgesehen wurden.
x) Batterien möglichst aus dem Gerät entfernen, wenn sie nicht gebraucht werden.
y) Beigefügte, spezielle Entsorgungsinformationen über Batterien oder Batterie-Systeme sind zu befolgen.
10
EN 50272-4:2007
Literaturhinweise
EN 61056-1, Bleibatterien für allgemeine Anwendungen (verschlossen) – Teil 1: Allgemeine Anforderungen,
Eigenschaften – Prüfverfahren (IEC 61056-1)
EN 61959, Akkumulatoren und Batterien mit alkalischem oder anderen nichtsäurehaltigen Elektrolyten –
Mechanische Prüfungen für tragbare gasdichte Akkumulatoren und Batterien (IEC 61959)
EN 62281, Sicherheit von Primär- und Sekundär-Lithiumbatterien beim Transport (IEC 62281)
IEC/TR 62188, Secondary cells and batteries containing alkaline or other non-acid electrolytes – Design and
manufacturing recommendations for portable batteries made from sealed secondary cells
IEC/TS 61438, Possible safety and health hazards in the use of alkaline secondary cells and batteries –
Guide to equipment manufacturers and users
11