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Ubungsbuch

4., völlig iiberarbeiteie Aulkige

Klaus Seilnuller Saarbrücken

2000

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1

Vorwort

4

1. Aufgaben

1. Formale Logik

11

2. Mengenlehre

17

3. Algebraische Strukturen

23

4, Abbildungen

27

5. Finanzmathematik

33

6. Stetigkeit

41

7. Differenzierbarkeit

49

2

II. Hinweise

Inhaltsverzeichnis

61

Inhaltsverzeichnis

6. Stetigkeit

1. Formale Logik

2. Mengenlehre

3. Algebraische Strukturen

63

 

7. Differenzierbarkeit

67

8. Integrationstheorie

73

IV.

4.

Abbildungen

Klausuren

77

Beispiel für ein Klausurdeckblatt

5. Finanzmathematik

83

Beispiel für eine Klausurformelsammlung

6. Stetigkeit

7. Differenzierbarkeit

89

95

Klausur WS 1995/96

Lösung

Klausur SS 1995

8. Integrationstheorie

1.03

Lösung

Klausur SS 1992

III. Lösungen

1.

Formale Logik

2. Mengenlehre

107

109

119

Lösung

Klausur WS 1987/B8

Lösung

3. Algebraische Strukturen

135

4. Abbildungen

5. Finanzmathematik

143

155

175

189

211

227

230

231

233

235

239

242

246

248

252

254

3

Vorwort

5

Vorwort

Ohne auf die Diskussion, ob bzw. wieviel Mathematik für einen Ökonomen vonnöten ist, einzugehen, bleibt festzuhalten, daß erst das Rechnen von Aufgaben das notwendige Verständnis der mathematischen Theorie und deren Anwendung in der Praxis vermittelt. Im Gegensatz zur Schule haben die Übungsaufgaben in der universitären Ausbildung je- doch eine andere Zielsetzung.

Dem Schüler wird die mathematische Theorie anhand einer großen Zahl von Beispiel- aufgaben, die möglichst jeden Teilaspekt der Theorie abdecken tollen, vermittelt. Neben dem großen. Zeitaufwand (in der Schule ein relativ unwichtiger Faktor) hat diese Vorge- hensweise den Nachteil, daß der Eindruck vermittelt wird, daß alle Probleme schon gelöst sind' und man zur Lösung nur in die richtige „Schublade" greifen muß. Ein anstehendes Problem kann meist nur dann gelöst werden, wenn die Lösung eines ähnlichen Problems

bekannt ist. Die mathematische Theorie erscheint in diesem Fall als Ballast und es wird nur noch versucht, ein möglichst großes Reservoir an Beispielaufgaben anzulegen. Dahingegen wird dem Studenten in knapp bemessener Zeit eine riesige StolTmenge an Theorie vorgesetzt. Neben dem Übungscharakter (d.h. Verstehen der Theorie) soll der Student anhand der Übungsaufgaben lernen, vorliegende Probleme wissenschaftlich zu

lösen, d.h. eine selbständige Analyse, mathematische Modellierung und anschließende Lösung des Problems durchzuführen. Hier ist also aus einem Grundstock von Theorie die Methode auszuwählen, mit der das Problem gelöst werden kann.

Diese Umstellung von der schulischen Rezeptmentalität zur wissenschaftlichen Denkwei- se bereitet erfahrungsgemäß große Schwierigkeiten, die ich zumindest etwas abschwächen möchte. Das gesamte Übungsbuch ist daher in drei Teile untergliedert;

▪ Aufgabenteil I

• Hinweisteil 1.1

• Lösungsteil III

Im Aufgabenteil I (und damit auch in den beiden anderen Teilen) werden die Aufgaben passend zur Vorlesungsgliederung in acht Kapitel unterteilt:

'So entsteht in der Schule z.B. der Eindruck, als ob fast alle Gleichungen oder Integrale lösbar seien, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist.

• Formale Logik

Mengenlehre

Algebraische Strukturen

Abbildungen

• Finanzmathematik

Stetigkeit

• Differenzierbarkeit

Integrationstheorie

Durch diese Aufgabengliederung wird die Umsetzung des gegebenen Problems in eine ma- thematische Formulierung' erleichtert. Im Hinweisteil II werden zu jeder Aufgabe mehr oder minder ausführliche Hinweise ge- geben. Hier versuche ich auf Probleme der mathematischen Formulierung, aber auch auf

rechnerische Schwierigkeiten einzugehen und passende Tips zu geben3 . Dieser Teil kann

durchaus übersprungen werden, wenn keine Probleme bei der Lösung auftreten. Der Lösungsteil III setzt voraus, daß der Leser bereit ist kleine Schritte selbst aus- zuführen, was bedeutet, daß die einzelnen Rechenschritte nicht bis ins Kleinste vorgeführt werden'. Dies hat den Vorteil, daß keine so starke Fixierung auf die einzelnen Rechen- schritte erfolgt, so daß der rote Faden der Lösung nicht vor lauter Rechendetails verlo- rengeht und der eigentliche Lösungsansatz mehr in den Vordergrund rückt. Dennoch kann diese Vorgehensweise die größten Schwierigkeiten, die beim Lösen von ma- thematischen Aufgaben entstehen, nicht beseitigen. Zwei davon möchte ich hier nennen:

- Jede Aufgabe verlangt zunächst eine große Arbeitsdisziplin, da die gestellten Pro- bleme von den meisten Anfängern nur mit viel Aufwand bearbeitet (nicht unbedingt gelöst) werden können 5

'Sofern die Aufgabe nicht schon eine mathematische Form besitzt. 3 Es sollte dabei jedoch beachtet werden, daß i.a. mehrere Lösungswege existieren und daß sich der Hinweis nur auf den - für den Autor - naheliegendsten 0?) Weg bezieht. 4 So wird z.B. nicht mehr vorgeführt, wie eine quadratische Gleichung zu lösen ist. Is Nicht selten bereitet schon das Lesen und Verstehen der Aufgabenstellung Probleme, was auf Defizite und Verständnisprobleme in der Theorie deutet.

6

Vorwort

- Viele Aufgaben können nicht gelöst werden, was häufig zu Frustrationen führt.

In beiden Fällen sollte jedoch bedacht werden, daß nicht die Lösung, sondern der Weg heim Suchen der Lösung das Ziel jeder Übungsaufgabe ist. Deshalb sind fehlerhaft gelöste

Aufgaben oder Aufgaben, bei denen erfolglose Lösungsversuche gemacht werden, wichtiger als Aufgaben, die auf Anhieb gelöst werden.

Abschließend möchte ich meinen Mitarbeitern Herrn cand.rer.oec. Peter Zillekens und vor allem Herrn cand.rer.oec. Martin Maler danken, die für das Layout dieses Buches verantwortlich sind und mit sehr großem Aufwand entweder eigene Lösungsvorschläge oder meine Lösungsvorschläge in eine akzeptable Form gebracht haben.

Saarbrücken, im November 1993

K . Schindler

Vorwort zur zweiten Auflage

Die vorliegende zweite Auflage weist gegenüber der ersten wesentliche Änderungen auf. Zunächst haben wir eine erhebliche Anzahl von größeren und kleineren Fehlern, auf die uns zum Teil die Leser dieses Übungsbuches aufmerksam gemacht haben, beseitigt (ein

Dank hier besonders Frau cand.rer.oec. B. Brosch). Nachdem einige nicht besonders be- liebte Aufgaben gestrichen worden sind, haben wir eine Menge zusätzlicher Aufgaben (u.a.

2 aktuelle Klausuren) ins Übungsprogramm genommen (insgesamt sind es jetzt 190 Auf- gaben). Eine weitere wesentliche Änderung hat im Teil 11 des Buches stattgefunden. liier haben wir versucht, die Hinweise zu aktualisieren und vor allem möglichst verständlich zu formulieren. Dafür möchte ich Herrn cand.rer.oec. H. Schmidt, der hierbei seine ganze Erfahrung als Übungsleiter und viel Engagement eingebracht hat, herzlich danken (Die Verantwortung liegt selbstverständlich bei mir.).

Saarbrücken, im Oktober 1996

K. Schindler

Vorwort

Vorwort zur dritten Auflage

7

Die vorliegende dritte Auflage weist gegenüber der zweiten neben einigen Änderungen im Layout vor allem die Korrektur einer größeren Zahl von Fehlern auf.

Saarbrücken, im Oktober 1998

K. Schindler

Vorwort zur vierten Auflage

Die vierte Auflage weist die Korrektur von einer größeren Zahl von Fehlern auf. Ich danke hierfür vor allem Frau J. Kronenberger, die damit jedoch gleichzeitig die Verantwortung

übernommen hat.

Saarbrücken, im November 2000

K. Schindler

Teil I.

Aufgaben

1. Formale Logik

1.1 Aufgabe

a) Stellen Sie die folgeiden Sätze mit Hilfe der Symbolsprache der Mathematik und der formalen Logik dar:

i) Ist x größer als 2 oder kleiner als —2, dann ist x2 größer als 4.

ii) Zwei ganze Zahlen a und b sind genau dann gerade, wenn a — 8 gerade ist.

iii) Eine ganze Zahl ist nicht durch 6 teilbar, falls sie nicht durch 3 teilbar ist.

b) Welche der Aussagen aus a) sind falsch?

1.2 Aufgabe

Man entscheide, ob die folgenden Aussagen wahr sind und bilde deren Negationen:

a)

b)

c)

d)

e)

V E N:x 2

1ix E Q :

>x;

>

x;

ax E N : 5 + = 2;

E Z : 5 + x-= 2;

Vx,z E

N:x+z= y;

f)e,yEN3zEZ:x+z=y;

g) E ZVx,z E N : -hy = z.

12

13 Aufgabe

AUFGABEN

1. FORMALE LOGIK

a) Stellen Sie die Subjunktion mittels K unjunk -tion und Negation dar.

b) Stellen Sie die Bifunktion mittels Disjunktion und Negation dar.

c) Bestimmen Sie die Wahrheitsfunktion f(p, q,r), die der folgenden Wahrheitstabelle

ßenii8t:

p

q

W W 147 ET F F F F - WWFFWWFF

r W F W FWF.W

f (29, q,

F F W F FWWF

1.4 Aüfgabe Zeigen Sie mittels Wahrheitstabelle folgende Äquivalenzen:

.,

4 Pv <=> -(--P A -9).

p

—› q .;=>

---s-p

Untersuchen Sie mittels Fallunterscheidung, ob die folgende Implikation gilt:

(y —> z) A (2 > (y

(r V s))) A - - , (r

S)

y;

c) Zeigen Sie durch äquivalente Umformung, daß die beiden Aussageverbindungen

und

1{(a

(d A b))

--1((d A b) --> a)). A —4-1(e A a) A -'(a

(äAi)V(äAd)v(bAd)V(AaAd)

äquivalent sind.

L5 Aufgabe

d)}]

Überprüfen Sie, ob eine Implikation vorliegt.

12

a)

b)

{(p q) 1

{(a A b)

[(f A :§) (7= A t ) V (zt A 7 - )1

—› {(a

d) A e —› je}

{(q A

1. FORMALE LOGIK

AUFGABEN

13

1.6 Aufgabe

Seien p, q, r Aussagen. Untersuchen Sie, ob die Aussagenverbindungen a i (p, q, r) und a2(p,g,r) logisch äquivalent sind:

a i (p,q,r)

ax(PA,r)

1.7 Aufgabe

{(pAg.)

{I) AUA --> {PVI V r}

r}

{(p

q) A (r

q)).

a) Überprüfen Sie, ob eine Implikation vorliegt:

(((p VU) Ar) e ((q /-3) v f))

((p V U) (q V ir) (r VO).

b) Überprüfen Sie die beiden Aussageverbindungen auf logische Äquivalenz

(((pVi)nr)44(qAp)) und (pAgAr)V(iAgAr)V(UArAp).

c) Es seien Pi := „Säuglinge sind unlogisch.", p2

„Wir verachten niemanden, der mit

einem Krokodil fertig werden kann.", p 3 := „Wir verachten die, die unlogisch sind."

sowie q = „Säuglinge können nicht mit Krokodilen fertig werden". Untersuchen Sie den Wahrheitswert,der Aussageverbindung

(Pi A P2 A P3) ---> q.

1.8 Aufgabe

(ZEIT—Magazin Nr. 36, September 1989)

"Jeder unserer Patienün, der einen Riechzwang traumatisiert, neigt zu Nasophobie'", doziert Professor Seelenwaber. "Und", so fährt der bekannte Tiefentraurnateloge fort, "wer von ihnen nicht an Psychoponie leidet, der verdrängt seine Jugendbeschleunigung. Dazu sollten Sie wissen, daß jeder Fußpsychotiker an Psychoponie oder an der Zwitterneurose

oder beidem leidet."

Die Studenten schreiben Seelenwabers Ausführungen eifrig mit: "Wer entweder einen Riechzwang traumatisiert oder seine Jugendbeschleunigung verdrängt, leidet, sofern er ein Fußpsychotiker ist, nicht an der Zwitterneurose. Und wer an Psychoponie leidet, kann nicht sowohl ein Fußpsychotiker sein, als auch zur Nasophobie neigen.

14

AUFGABEN

1. FORMALE LOGIK

Hat jemand ein Ohrzupfsyndrom und ist er außerdem ein Fulipsychotiker, so verdrängt er entweder seine. Jugendbeschleunigung, oder er traurnatisiert einen Riechzwang.

Ein NI3psychotiker, der nicht das Ohrzupfsyndrom hat, leidet an Psychoponie. Wer weder

an der Zwitterneurose leidet, noch zur Nasophobie neigt, traumatisiert einen Riechzwang. Jeder, der zur Nasophobie neigt, ist ein Fußpsychotiker."

Nachdem sieh der Professor vernehmlich geschneuzt hat, beschließt er seine Vorlesung mit der Bemerkung:"Neigt einer nicht zur Nasophobie, so hat er zwar das Ohrzupfsyndrom, jedoch verdrängt er nicht, seine Jugendbeschleunigung.»

Zu Hause durchdenkt die Studentin Sinnenscharf noch einmal die Ausführungen des ge-

lehrten Herren und befindet, daß ---- jedenfalls unter den Patienten des. Professors —

einige der sieben in. seiner Vorlesung genannten Eigenschaften, Leiden, Tätigkeiten. oder Neigungen gar nicht vorkommen.

Welche sind es, und wie ist sie darauf gekommen?

1.9 Aufgabe

Zeigen Sie durch Umformen:

a)

n

11

TT

11 (1 + ) = (n + 1)! ;. n e N

1

k=1 i=1

n k

E(2m – 1) = (n!) 2 ; n E

k=1 rn=1

N

c) Ek I/ ki

k=1

e=1.

= n–(n + 3) ; n E

2

N

1.10 Aufgabe

Zeigen Sie mit Hilfe eines direkten Beweises, daß gilt:

VkeN:

14

k3 +(k+1) 3 +(k+2r

9

EN.

1. FORMALE LOGIK

AUFGABEN

15

1.11 Aufgabe

Beweisen Sie mittels vollständiger Induktion, daß gilt:

a)

Vn N

: E _

k=.1.

77.'(n+1) 2 .

4

'

b) Vn E No : An = li n+2 12 2n#I ist durch 133 ganzzahlig teilbar;

Vn > 5 :

c) > n2

d)

Vn E N :

E n-I

3=1

n(n30

[6,13 – 9n 2 + n + 1]

e) Vx E R

2–H )

{-1,1}Vn E No : 11(1 + x(2k)) 1 1– 2 x

16

AUFGABEN

1. FORMALE LOGIK

2. Mengenlehre

2.1 Aufgabe

a) Seien A und B zwei Mengen. Zeigen Sie, daß die folgenden drei Aussagen äquivalent

sind:

i)

A c B

ii) AUB=B

iii) An B = A

b) Berechnen Sie p(I ), ga(00)) und P(P(0(0))).

c) Zeigen Sie, daß die folgenden Aussagen gelten:

i) p(A) n p(B) =

n B)

ii) p(A) u p(a) c p(ALJB)

Zusatzfrage: Zeigen Sie, daß im allgemeinen die Gleichheit in ii) nicht gilt!

2.2 Aufgabe

Seien A, B und C Mengen mit B, C C A. Zeigen Sie, daß folgende Aussagen gelten:

a) CA(B n C) CA(B)

u CA (C)

b) CA(B u

CA(B) n CA(C)

c) CA(B)UB A

d) CA(B)n B 0

e) C\B =C neA(B)

18

AUFGABEN

2. MENGENLEHFtE

2.3 Aufgabe

Seien A und B Mengen. Beweisen Sie folgende Aussagen:

a)

A B = A \(An B)

b) Sind A und B endliche Mengen, so gilt: 1A \ 4

2.4 Aufgabe

Seien A1,

A.„. endliche Mengen (n E N).

a) Beweisen Sie folgende Aussagen:

1,4 1 A2i =1Ail

lAi n A21

- 0n BI

ii) lAiuA2uA3 = lAi1+1A21+1.431 - 1AInA21 - 1A2nA31 - 1A3nA i l+1A,nA 2 nA 3 1

b) Geben Sie für U

3=1

A j j eine zu Teil a) analoge Aussage an, ohne diese zu beweisen.

2.5 Aufgabe

(ZEIT-Magazin Nr. 45, September 1993)

Die Renner an der Börse sind heute die Aktien der Unternehmen Argus, Elec, IPS und

Opto, weshalb das Institut für Wirtschaftsforschung eine Blitzumfrage bei Anlagebera-

tern gestartet hat. Per Fax erhielten die Experten eine Liste der vier Firmen mit der

Aufforderung, diejenigen anzukreuzen, deren Aktien sie ihren Kunden empfehlen.

Genau 200 Anlageberater, die mindestens eines der vier Papiere empfehlen, haben die

Liste ausgefüllt zurückgefaxt. Das Ergebnis teilt das Forschungsinstitut so mit:

Von den 200 Beratern haben 68 Argus, 77 Dec, 98 IPS und 80 Opto angekreuzt.

Von denen, die mindestens zwei Papiere empfehlen, kreuzten 26 Argus und Elec, 24 Argus

und Opto, 28 Elec und IPS, 25 Elec und Opto an. Von denen, die mindestens drei der

Papiere empfehlen, entschieden sich 11 für Argus, IPS und Elec, 11 für Argus, Elec und

Opto, 14 für Argus, IPS und Opto, 16 für Else, IPS und Opto.

Sechs der Berater haben alle vier Firmen angekreuzt.

Leider ist diese Auswertung lückenhaft. Denn es fehlen bei denen, die mindestens zwei der

Aktien für empfehlenswert halten, die Zahlen derer, die IPS und Argtis wählten, sowie

derer, die ihren Kunden zum Kauf von IPS und Opto Aktien raten würden.

18

2. MENGENLEHRE

AUFGABEN

19

Diese Unterlassung empfindet der Pressesprecher der Firma Elec als besonders schmerz-

lich. Gar zu gern nämlich hätte er den Geschäftsfreunden mitgeteilt, wieviele Anlage-

berater ihren Kunden ausschließlich zum Kauf von Elec Aktien raten. Doch um dies

auszurechnen, so meint er, sei es notwendig, just die beiden fehlenden Zahlen zu kennen.

Dies stimmt nicht. Wie viele Berater haben nur Elec angekreuzt?

2.6 Aufgabe

Sei M eine nichtleere, endliche Menge und Ai, A2 und A3 Teilmengen von M.

M :=

{ A, n A2 n A3,144 n A 2 n A3, A 1 n ;12 n A 3 , A,. n A2 ri 2:1 3 ,

11.1 m42nÄ3,Ät nÄ 2 nA 3 ,ÄinA2n-A- 3,Äin.,-42nÄ3.

a) Zeigen Sie, daß M ein disjunktes Mengensystem ist.

b) Berechnen Sie die Elementanzahl der Mengen aus M unter den folgenden Voraus-

setzungen:

(I) lAk +1 1= 214 für k = 1,2 und WI =1A 1 + IA21 A31

(Ii) 1A 1 1+1A21

031 - 6 und 1A3 A 11 = 20

(III)

(IV)

lAt n

A3I = 21211 n A21 -

lA i n

A2 n A 3 I < 1

6 und 1A 2 n A31 = 2 1A1 n A21

2.7 Aufgabe

Untersuchen Sie, ob die folgenden Relationen Rin N reflexiv, symmetrisch, antisymme-

trisch oder transitiv sind.

a) R := ((1, 2), (2, 1), (1, 1), (2, 2)1

b) R

c) R

«1,1), (2, 2), (3, 3), (4, 4)1

1(1, 1), (2, 3), (1, 3), (3, 4), (1, 4), (2, 4)}

2.8 Aufgabe

Sei q > 0 eine feste reelle Zahl. Wir definieren auf Ex R. eine Relation "e.," folgendermaßen:

Sind (t1K) und (sIL) Elemente in Q8 x R, so gelte (tIK)

(811,) : <

K q - t = Lq -5 .

19

20

20

AUFGABEN

2. MENGENLEHRE

2. MENGENLEHRE

AUFGABEN21

a) Zeigen Sie, daß " —" eine Äquivalenzrelation auf 1W x 1W ist.

b) Bestimmen Sie für q = 2 die zu dem Paar (11100) gehörende Äquivalenzklasse1111001,

(11100)1. Skizzieren Sie 11[100]

also die Menge. [11100]

in einem kartesischen Koordinatensystem.

{(4.K) ERxR (t1K)

2.9 Aufgabe

Untersuchen Sie, ob die folgenden Relationen Äquivalenzrelationen sind, und bestimmen Sie gegebenenfalls die zugehörige Zerlegung in Äquivalenzklassen.

a) {(x,y)ENxNlx.y> 0}

cj 15Ix —11+ lx + 61— 25 < 0

2.12 Aufgabe

a) Geben Sie die Lösungsmenge L der Ungleichung 1.34

an.

1 > 5 in Intervallschreibweise

b) Zeichnen Sie die Menge M := {(x, y) E R2 1 y +1x — 21 < 3 A gj— — 11 1}.

2.13 Aufgabe

Die Menge A sei definiert durch:

b){(x,y)EZxZ1 3.y> 0}

A := {(x,y)ER 2 y > x , y< x2 1-2,y<x±1. 15x+8y> 8,x> 0,y>0}

c) {(x, y)

xN1x+y ist ungerade}

d) {(x, y) EZxZ1 x —y ist ganzzahlig durch 5 teilbar}

2.10 Aufgabe

Sei K r = {(x, y)

x2 + y2 =P}.

a) Zeigen Sie, daß das Mengensystem M =.{./Cr Ir > 0} eine Zerlegung von R2 ist.

b) Sind (x, y) und (u, v) E R2, so definieren wir zwei Relationen R 1 und R2 durch

a) Skizzieren Sie die Menge A.

b) Bestimmen Sie die Schnittpunkte der Begrenzungslinien von A.

2.14 Aufgabe

Untersuchen Sie die folgenden Mengen in 1W auf ihre Beschränktheitseigenschaften und

geben Sie (sofern existent) Suprenautn, Infimum, Minimum und Maximum an. Beweisen

Sie Ihre Aussagen!

und

Y)Ri(u, v) :,#› 3r, s E

 

a) E R1 (x — 3)(x + -52-) ?_ 0}

:= {x

((x, 11) E

A ((u, v) E Ks) A (r

s)

 

b) E R1 5 .1x — 31+ 2x — 12x + 41 < 15}

:=

(x, y)R2(11,v) :<=>

R : (x, y) E Kr A (II, v .) E Kr .

c) A/4

d)

fx (2 1 1x 2 + 2x 21 <2}

:= {n

1 n

E bi}

Untersuchen Sie R 1 und .172 auf Reflexivität, Symmetrie, Transitivität, Antisymme- trie und Vollständigkeit.

2,11 Aufgabe

Berechnen Sie die (reelle) Lösungsmenge folgender Ungleichungen:

e) Ale {2 ({-2) " ) 72 e NI

2.15 Aufgabe

Bestimmen Sie für die folgenden Mengen

mum und Minimum, sofern diese existieren.

(i = 1, 2,3, 4) Supremum, Infirrium, Maxi-

a) 0 < 18x — 3x 2 < 10

b)

(x2 +

6)(x — 4) < 0

a) {(-1)1-2-1 - Ltd

M1:=

y E R,y > 1}

1

b) {(-1)['1 + 2_1 lx, y 1e,y > I}

Ma :=

1

22

AUFGABEN

2> MENGENLEHRE

2.16 Aufgabe

Seien A und B zwei Teilmengen der reellen Zahlen. Wir definieren :

A + B := {a+blaEA,beB}

A B := {a•lijaEA,bEB}

-A i= {--a 1 a

A' := -(a-1 I a E A}

Zeigen. Sie:

a) sup(A + B) = sup(A) + sup(B)

b) inf(-A) = - sup(A)

c) sup(A B) sup(A) • sup(B), falls A, B C

00

d) inf(A -1 ) = (sup(A)) -1 falls A C j0, col

2.17 Aufgabe

Seien A und B Teilmengen der reellen Zahlen. Beweisen oder widerlegen Sie folgende Aussagen:

a) sup(A u B) = maxIsup(A),sup(B)}

b) sup(A n B) minfsup(A), sup(B)}

3. Algebraische Strukturen

3.1 Aufgabe

Gegeben sei eine Verknüpfung 0 auf der Menge M

knüpfungstafel folgendes Aussehen hat:

0 alb c

{a, b, c}, deren unvollständige Ver-

a) Ergänzen Sie die freien Stellen, so daß 0 auf M kommutativ ist.

b) Wird (M, 0) hierdurch zu einer (kommutativen) Gruppe?

3.2 Aufgabe

Auf lie seien zwei Verknüpfungen 0 und e definiert durch

(a, b) 0 (c,

(a, b) üa (c, d)

:= (ac

Eid, ad + bc)

(a + c,b d)

Zeigen Sie, daß (11e, EP, 0) ein kommutativer Körper ist.

24

AUFGABEN

3. ALGEBRAISCHE STRUKTUREN

3. ALGEBRAISCHE STRUKTUREN

AUFGABEN

3.3 Aufgabe

a) Untersuchen Sie die folgenden algebraischen Verknüpfungen auf Kommutativität

und Assoziativität:

i)o:1Rx1R—>Rmitaob:=1a—bi

ii) o:ZxZ-->Zmitaob:=a—b

iii) o:NxFN-*N.mitaob:=a b

b) Die Menge g sei definiert durch

G:= {( zj

Z E Z.

Untersuchen Sie, ob g mit der Matrizenmultiplikation eine Gruppe bildet. Ist die

Verknüpfung auf g kommutativ?

b) Auf R sei durch a a b

a • b

2(a -i- III) +6 eine algebraische Verknüpfung definiert.

i) Ist o kommutativ bzw. assoziativ?

3.6 Aufgabe

Gegeben sind drei Vektoren

ii) Existiert ein neutrales Element bzgl. dieser Verknüpfung (Beweis!) ?

iii) Bestimmen Sie c E R, so daß (R {c}, o) eine Gruppe ist.

3.4 Aufgabe

Gegeben seien die Matrizen

=(

7

4

,

1

2

3

(

4 =

1

k

äa =

07

1

a) Für welche k E ]R sind die Vektoren 4, g2, i linear unabhängig?

1, 0, 3

A =(1 , 4 )

3 , 2

27t

D = ( 1 2

2, 1

)

C = 2 , 0 , 2

1

, 1

d) B C

j) 3E + F

, 3

e)

k)

(

B= (0, 1,1

9 , 0 , 1

E (1,4,0) F ( 2)

1

2

Berechnen Sie (sofern möglich) folgende Größen:

a) ,4 + D

g) A • D

b) A — 3D

h) E • F

c) B•B

i) F • E

xI

)

b) Stellen Sie den Vektor

 

(XI

 

=

X2

 

x3

 

als Linearkombination der Vektoren 4,4,4 in Abhängigkeit von k dar.

 

3.7

Aufgabe

Zeigen Sie, daß die Vektoren 4, A und d3eine Basis des !R3 bilden.

 

C

B

f) D

A

B • F

1) B E

=

( a

±.2 = ( b

( c

,

 

a 2

b2

3.5 Aufgabe

a) Zeigen Sie, daß die Potenzmenge 6'J(M) einer Menge M zu einer kommutativen

Gruppe wird, wenn man für A, B E p(M) eine Verknüpfung o definiert durch:

wobei a, b, c paarweise verschieden sind.

A o B := (,4u B) n G-1

24

25

26

AUFGABEN

3. ALGEBRAISCHE STRUKTUREN

4, Abbildungen

4.1 Aufgabe

Untersuchen Sie folgende Abbildungen auf Injektivität und Surjektivitiit:

a)

f : R {-2}

R mit f (x)

3:9_21

b) g: R \ {-2} -4 R \ {3} mit g(x) := +—

c)

h : R 2 —› 112

mit h(x, y) := (x + y, 2x y)

4.2 Aufgabe

Bestimmen Sie zu folgenden Abbildungen die Umkehrabbildung, sofern diese existieren.

a) 1: R \ {-2} 3Rmit f (x) := z+

2 1

2

b)

g : R \ { —2}

R \ {3} mit g(x)

azz+ ;

c) h

—› le mit h(x , y) := (x + y, 2x y)

4.3 Aufgabe

Gegeben sei für festes a > 0 die Funktion f : [0, +oo[---> W mit f (x) = a'.

a) Für welche a > 0 ist f injektiv?

b) Bestimmen Sie W, so daß f bijektiv ist.

4.4 Aufgabe

Gegeben seien die Abbildungen

f :R \ {2} —› R \ {2}

mit f (x) = :+:

g :R\ {2} R+ \ {e 4 }

mit g(x) =

h;R\{2}-4R+

mit h(x) = e2"

28

AUFGABEN

4. ABBILDUNGEN

a) Untersuchen Sie f, g, h auf Injektivität und Surjektivität und bestimmen Sie gege- benenfalls die Umkehrabbildung.

b) Bilden Sie, sofern möglich, g o f und f o g.

c) Überprüfen Sie, ob die Abbildung

h : R \ {2}

bijektiv

4.5 Aufgabe

{e4} mit h(x) = exp( 4x +

x

\

2 '

a) Seien T : iJ —› V und S : V -+ W Abbildungen zwischen den Mengen U,V und W. Zeigen Sie, daß die folgenden Aussagen gelten:

i) Sind S und T injektiv, dann ist S o T injektiv.

ii) Sind S und T surjektiv, dann ist S o T surjektiv.

iii) Ist S o T injektiv, dann ist T injektiv.

iv) Ist S o T surjektiv, dann ist S surjektiv.

b) Sei f : M l a

M2 eine Abbildung und seien A, B bzw. C,D Teilmengen von M1

bzw. M2. Zeigen Sie, daß folgende Aussagen gelten:

i)

f -1 (C n D) f (C) n f -1 (D)

ii)

f - '(C

U D) = f - '(C)U f (D)

iii)

f (A U .8) = (A) U f (B)

iv)

f (A n .B) C f (A) n f (B)

Zeigen Sie anhand eines Beispiels, daß in iv) die Gleichheit im allgemeinen nicht gilt.

4.6 Aufgabe

Die Abbildung f :

R2 sei definiert durch

f ,x2, x3) := (5x 1 + 21x 3 15X1

3X2 63333).

a) Zeigen Sie, daß f linear ist. Wie lautet die zu f gehörende Matrix?

28

4, ABBILDUNGEN

AUFGABEN

29

b) Untersuchen Sie f auf Injektivität und Surjektivität.

4.7 Aufgabe

a) Zeigen Sie, daß die Abbildung h : R 2 —1 118 2 mit h(X, y) :=

y, 2x y) linear ist.

b) Bestimmen Sie die zu h und zur Umkehrabbildung ti -1 gehörenden (2x2)-Matrizen.

4.8

Aufgabe

Vereinfachen Sie folgende Ausdrücke:

a) E (7) rk E

k-o

(k>

c)2)

=4)

((k +1) +2k+, + 2(k + 3))

E(2k); n gerade

ge=0

4.9 Aufgabe

Die Funktion f :1R2 --> R sei definiert durch f (xi, x2) =

a) Zeigen Sie, daß f homogen ist und bestimmen Sie den Homogenitätsgrad.

b) Zeigen Sie ohne Zuhilfenahme der Differentialrechnung, daß f konvex ist.

4.10 Aufgabe

Es sei eine neue Wurmart gezüchtet worden. Diese neue Wurmart lebt zwei Zeiteinheiten

und produziert in jeder Zeiteinheit einen neuen Wurm.

a) Wie lautet das Bildungsgesetz der Folge (g t) teN, die die Anzahl der lebenden Würmer

in der Zeiteinheit t angibt (g i1)?

b) Wie lautet das Bildungsgesetz, wenn die Reproduktionsfähigkeit gleich bleibt, die

Lebenserwartung aber unendlich ist?

c) Wie lautet das Bildungsgesetz, wenn eine Lebensdauer von Zeiteinheiten ange-

nommen wird (f c N, Reproduktion wie oben)?

4.11 Aufgabe

In einer Gärtnerei wird Regenwasser in offenen Tonnen gesammelt und gelagert. Fünf Tage

lang wird jeweils eine Tonne abends mit 100 Liter aufgefüllt. Über wieviel Regenwasser

kann die Gärtnerei abends am 7. Tag nach der ersten Auffüllung verfügen, wenn pro Tag

2% des Inhalts einer Tonne verdunsten?

30

AUFGABEN

4. ABBILDUNGEN

4.12 Aufgabe

Sei f 11411 -+ 112 eine Rtnktion zwischen den Mengen M 1 und M2. M1 bzw. M2 seien

Mengensysterne in M1 bzw. M2, d.h. es gilt ,./1.4 C p(MM) für i = 1,2.

a) Zeigen Sie, daß folgende Aussagen gelten:

i)

f -i (

UM)

MnM2

U1-1 (m)

51em2

nm) =

idem2

nf - i(m)

mem2

i-4(

b) Untersuchen Sie die folgenden Aussagen auf ihre Richtigkeit:

f(

e) Zeigen Sie:

um) - uf(m)

hf cm,

f ist injektiv ee VA, B c M1 : f(A

nm)- nf(m)

MEM'

MEM].

f (A) n f (B)

4.13 Aufgabe

Sei f : R R eine monoton wachsende, konvexe Flinktion und g :.R -+ 1 eine konvexe

Funktion. Zeigen Sie, daß f e g konvex ist.

4.14 Aufgabe

Bestimmen Sie bei den folgenden Relationen den Definitionsbereich, und geben Sie an,

ob hierdurch auf dem Definitionsbereich eine reellwertige Abbildung definiert wird.

a) R 1 {(1, 3); (2, 5); ( 4 , 2); ( 9, 10); ( 1, 0)}

b) R2 = (( 1, 8 ); (2, 8); (3, 8); (4, 8); (5, 8)}

30

4, ABBILDUNGEN

4.15 Aufgabe

Die Funktionen f, y, h (0, 1,5}

AUFGABEN

seien definiert durch

f (x) := V3x 1- 1

g(x) := 1 + la x —

h(x) :=

ln(le • (x — 1) — e2 • xl)

Untersuchen Sie, ob diese Funktionen gleich sind.

31

4.16 Aufgabe

Zeigen Sie folgende Eigenschaften des Logarithmus unter Verwendung der Potenzrechen-

regeln (a, b > 0 fest):

a) p -10gb(q)=19gb(qP)

b) logh(a)

Vx > 0 : logjx) =

,

logb(x)

c) log a (e)

1

1n(a)

4.17 Aufgabe

Gegeben seien die Matrizen

A :=

/ 1 1

3 1

2 1 5 9

3 1 6 4

4 1 7 3

und

B :=

2 1

ä

2

r \

4

4 16 14

T

3 3

2 4 /

9

a) Berechnen Sie die Determinanten der Matrizen. Verwenden Sie für Matrix B die

Regel von Samts.

b) Berechnen Sie die Determinanten der transponierten Matrizen.

32 AUFGABEN

4. ABBILDUNGEN

5. Finanzmathematik

5.1 Aufgabe

Auf welchen Wert wächst,ein Kapital K in Höhe 1.000 DM an, das vom 15.11.1991 an bis zum 13.5.1994 zu einem Zinssatz von 7% p.a. angelegt wird? Zinszuschlagstermin sei der 31.12. eines jeden Jahres. Zu welchem Zeitpunkt ist K auf 1.050 DM bzw. 1.150 DM angewachsen?

5.2 Aufgabe

Herr A eröffnet am 1.8.1976 ein Konto bei der Bank B, zahlt sofort 10.000 DM ein und

verpflichtet sich, die nächsten 7 Jahre am Ende eines jeden Monats 150 DM auf dieses Konto einzuzahlen. Die Bank verzinst alle auf dem Konto stehenden Beträge mit 10% (Zinszuschlag jeweils der 31.12.).

a) Wie hoch ist der Kontostand am 31.12.1989?

b) Wieviel DM hätte Herr A am 1.8.1976 einzahlen müssen, um bei gleichem Zins- satz und ohne die zusätzlichen monatlichen Zahlungen den gleichen Kontostand am 31.12.1989 zu erreichen?

c) Ab 1990 möchte Herr A eine jährliche, am Ende des Jahres ausgezahlte Rente in Höhe von 9.000 DM beziehen. Wieviel Jahre kann er diese Rente in voller Höhe beziehen? Wieviel Jahre kann er diese Rente in voller Höhe beziehen, wenn nun das

Kapital mit 8% verzinst wird (Zinszuschlag jeweils am 31.12.)?

5.3 Aufgabe

Rechnen Sie ein jährliche Zahlung A am Jahresende (bei gegebenem Jahreszinssatz i und jährlichem Zinsiuschlag) in eine äquivalente

34

AUFGABEN

5. FINANZMATHEMATIK

 

a) konstante, am Ende jeden Monats anfallende

 

b) jeweils um den Faktor z anwachsende, am Ende jeden Monats anfallende

Zahlungsfelge um.

 

5.4

Aufgabe

a) Berechnen Sie den Barwert einer jewells am Jahresende (Jahresanfang) fälligen Ren-

 

te in Höhe von 4.000 DM (Zinssatz 8% p.a. bei jährlichem Zinszuschlag) mit einer Laufzeit von 20 bzw. 50 Jahren .

 

b) Berechnen Sie allgemein den Barwert einer ewigen Rente, d.h. einer jährlichen Rente R bei einem Periodenzinssatz i mit unendlicher Laufzeit.

c) Mit welchem Stiftungskapital müßte eine Stiftung ausgestattet werden, damit bei ei- ner Verzinsüng von 8% p.a eine ewige jährliche Rente von 50.000 DM ausgeschüttet werden kann?

5.5

Aufgabe

Eine Unternehmung plant die Beschaffung einer neuen Produktionsanlage. Zur Wahl ste- hen die Anlagen A und B. Aus technischen Gründen ist die Nutzungsdauer der beiden Anlagen jeweils auf maximal 4 Jahre beschränkt. Die Anschaffungsauszahlungen betragen 96.150 DM für Anlage A und 120.000 DM für Anlage B. Die in der folgenden Tabelle angegebenen Einzahlungsüberschüsse (EZÜ) und Restwerte (Liquidationserlöse) der beiden Anlagen beziehen sich jeweils auf das Ende eines Jahres.

 

1

2

3

 

Anlage A

EZÜ [DM]

50.000 50.000 40.000 10.000

Restwert:[DM] 60.000 30.000 10.000

0

Anlage B

EZÜ [DM]

40.000 40.000 60.000 50.000

Restwert [DM] 108.000 84.000 48.000

0

 

Der Kalkulationszinssatz beträgt 10% p.a.

 

a) Bestimmen Sie die optimale Nutzungsdauer für die Anlage A und für die Anlage D.

b) Ermitteln Sie die internen Zinssätze der Anlagen A und B unter Zugrundelegung der jeweils optimalen Nutzungsdauer.

34

5. FINANZMATHEMATIK

AUFGABEN

35

5.6 Aufgabe

Gegeben seien folgende zwei Zahlungsreihen A und B:

Am Ende von Periode

0

1

2

3

4

5

A

—500

820 —287

499

821

286

B

—1.000 2.300 —1.330 1.001 —2.299 1.331

a) Untersuchen Sie die Zahlungsreihen mit der Kapitalwertmethode auf ihre Vorteil- haftigkeit (Kalkulationszinssatz 6%).

b) Bestimmen Sie jeweils alle internen Zinssätze. Was können Sie nach der Methode des internen Zinssatzes über die Vorteilhaftigkeit der Zahlungsreihen aussagen?

5.7 Aufgabe

a) Sie möchten Ihre Altersversorgung durch konstante vorschüssige monatliche Zahlun-

gen sichern. Sie beginnen am 1.7.1996 und leisten die letzte Zahlung am 1.2.2025. Am 1.1.2027 soll Ihnen ein Betrag von 500.000 DM zur Verfügung stehen. Welche Summe müssen Sie monatlich einzahlen, wenn über den gesamten Betrachtungszeit- raum ein Zinssatz von 8% p.a. und Zinszuschlag jeweils am 31.12. gewährt wird?

b) Gesetzt den Fall, Sie heben ab dein 1.1.2027 zu Beginn eines jeden Jahres von dem Angesparten 48.000 DM ab. Wann können Sie zum letzten Mal den vollen Betrag abheben? Wie groß ist die danach verbleibende Summe auf Ihrem Konto?

c) Falls sie jährlich einen arithmetisch steigenden Betrag abheben möchten, beginnend am 1 1.2027 mit 30.000 DM, wie groß können Sie die jährliche Steigerung höchstens wählen, so daß Sie am 1.1.2052 noch eine volle Abbuchung tätigen können?

d) Letztlich entscheiden Sie sich für eine geometrische Steigerung der Jahresbeträge um 6%. Mit welcher Summe können Sie am 1.1.2027 beginnen, wenn Sie wiederum am 1.1.2052 letztmals den vollen Betrag abheben wollen?

36

AUFGABEN

5. FINANZMATHEMATIK

 

5.8

Aufgabe

Gegeben seien folgende Kreditvorschläge (Zahlungen zu Zinszuschlagsterminen, direkte

Verrechnung der Tilgungszahlungen und Beginn des Kreditgeschäftes am 1.1. eines Jah- res):

 

Modell

Kreditsumme 8.000 D

8.000

Auszahlung

8.000

8.000.

Jahreszins

= 5 %

= 5,4 %

Zinszuschlag

halbjährlich

vierteljährlich

Zahlungen

halbjährlich

vierteljährlich

Tilgungsart

Ratentilgung Annuitätentilgung

Laufzeit

2 Jahre

2 Jahre

 

a) Stellen Sie in Abhängigkeit vom Disagio D einen. Tilgungsplan für Modell A auf.

b) Stellen Sie für Modell B einen Tilgungsplan auf.

 

c) Gehen Sie davon aus, daß Sie für alle steuerlich geltend zu machenden Beträge (im

 

ersten Jahr: Disagio, falls relevant, sowie sämtliche Zinszahlungen des ersten Jahres;

im zweiten Jahr: sämtliche Zinszahlungen des zweiten Jahres) am 31.12. des Jahres, in dem diese Beträge anfallen, eine Rückerstattung von 30% erhalten. Berechnen

Sie unter dieser Annahme die Rückerstattungen, die Sie je nach Modell am Ende der beiden Jahre erhalten.

 

d) Überlegen Sie sich eine Strategie, um in Abhängigkeit vom Disagio D ein Modell auszuwählen.

5.9

Aufgabe

Das Internationale Olympische Komitee möchte die Werbeeinnahmen von vier aufeinan-

derfolgenden Olympischen Sommerspielen jeweils durch den Kauf von Zerobonds zum 1.

Juli mit einer Laufzeit von vier Jahren anlegen. Die Zerobonds werden mit .8% p.a. ver- zinst. Zinszuschlagstermin ist jeweils der 1.7. der Jahre 1996, 2000, 2004 und 2008. Die Werbeeinnahmen der Spiele 1996 betragen Ra = 1.000 Geldeinheiten, sie erhöhen sich

von einem zum nächsten Termin der Spiele um konstant 20 % .

36

5. F1NANZMATHEMATIK

AUFGABEN

37

a) Wie hoch ist das angesparte Kapital nach den Spielen am 1.7.2008?

b) Im Jahr 2008 entschließt sich das Olympische Komitee die Spiele als mediales Spek-

takel zu perfektionieren, wobei die Sportlerinnen mehr auf die Wünsche der Fernseh- zuschauer eingehen sollten. Als marktwirtschaftlicher Anreiz wird festgelegt, die/den

beliebtesteh Sportler/in, ermittelt durch eine repräsentative Umfrage unter den

Fernsehzuschauern in aller Welt, durch eine konstante Rente Rb vier Jahre lang zu

belohnen, beginnend am 1.7.2008. Dabei sollen 10% des angesparten Kapitals aus-

geschüttet werden, das nun zu 6% p a. bei jährlichem Zinszuschlag am 1.7. verzinst

wird.

1) Berechnen Sie die Höhe der Belohnungsrente Rb!

ii) Die Beliebtheitsprämie soll nun in Form einer arithmetisch degressiven Rente

Rb = RI — (k — 1)d ausgeschüttet werden. Wie hoch ist die erste Rate R 1. ,

wenn die Rentenzahlungen jeweils um 50 GE geringer werden? Wie groß ist d

zu wählen, wenn die erste Rate 500 GE betragen soll?

5.10 Aufgabe

Ein Kredit soll in 12 gleichgroßen, am Ende jeden Monats Fälligen Raten R bei einem

nominellen Jahreszinssatz i„,„„ und jährlichem Zinszuschlag vollständig getilgt werden.

Bei der Kreditauszahlung berechnet die Bank eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von b

(in % vom Auszahlungsbetrag). Bestimmen Sie unter der Voraussetzung, daß die Bank den Tilgungsanteil nur vierteljährlich verrechnet, den effektiven Jahreszinssatz des Kre-

ditgeschäfts (in Abhängigkeit von iaaa, und b).

5.11 Aufgabe

Ein Kredit über 100.000 DM, der am 1.1.1989 aufgenommen wird, soll durch die Zahlung

von 4 gleichen Annuitäten am Ende der Jahre 1989 bis 1992 verzinst und getilgt werden.

Für einen Zinssatz von 8% p.a. stelle man einen Tilgungsplan auf.

5.12 Aufgabe

Bestimmen Sie bei gegebenem Periodenzinssatz i und zinsperiodenkonformer Zeitachse in

den folgenden Gleichungen die Unbekannten x und y in Abhängigkeit von n, R, t und d.

a) rk[(Z)] =

le=1:1

[ n I xl = [ 0 I Y1

38

AUFGABEN

b) [k 1 (k)(1+ j)ki = [nj

= [0 4]

71-1

»

k=g

•n

E[k R

1 R

=

=

1 xi = [01 y]

1'-{0 12A

5.13 Aufgabe

(41 1)

5. FINANZMATHEMATIK

a) Am 13, Juni.1 . 992 wurde ein Kapital • V013 .K DM bei einer Bankeingezahlt, die einen Zinssatz von 6% p.a. gewährt und am Ende eines jeden Jahres dem Kapital die Zinsen zuschlägt. An welchem Tag genau hat sich das Kapital um 35% verzinst?

b) In weicher Zeit verdoppelt sich ein Kapital K bei kontinuierlichem Zinszuschlag und einem stetigen Jahreszinssatz von 5% ?

c) Ein Sparer hat die Möglichkeit, sein Geld für ein Jahr zu einem nominellen Jahres- zinssatz von 12% bei monatlichem Zinszuschlag oder zu 13% nachschiissigem Jah- reszinssatz anzulegen. Welche Entscheidung trifft er, wenn er eine möglichst große Verzinsung wünscht?

5.14 Aufgabe

a) Ein Darlehen von 5.000 DM soll durch gleichbleibende, am Ende eines jeden Mo-

nats zu zahlende Raten R verzinst und getilgt werden. Der Zinszuschlag erfolgt monatlich. Der nominelle Jahreszinssatz beträgt 8%, die Laufzeit 2 Jahre.

i) Wie hoch ist die 16. Tilgungsrate auf 1 DM gerundet ?

ii) Wie hoch sind die am Ende des vierten Monats zu zahlenden Zinsen?

b) Ein am .1.1. aufgenommenes Darlehen von So = 11.000 DM soll durch monatlich

gleichbleibende Raten getilgt werden (Raten bestehen aus Zins- und Tilgungsanteil). Wie hoch ist der effektive Jahreszinssatz, wenn das Darlehen mittels

i) 12 monatlichen Raten 1.000 DM

ii) 24 monatlichen Raten 500 DM

getilgt wird (bei jährlichem Zinszuschlagstermin am 31.12.)?

38

5. FINANZMATHEMATIK

5.15 Aufgabe

AUFGABEN

39

a) Rechnen Sie eine am Jahresende anfallende Zahlung A bei gegebenem Jahreszins- satz i (Zinszuschlagstermin 31.12.) in eine äquivalente, alle 2 Monate, sich jeweils verdoppelnde, nachschüssige Zahlungsfolge um.

b) Gegeben sind folgende Einzahlungsreihen:

A

:=

8

[k 110.000] ,

k=5

B

[k ] 2.750.1, l k-2 ]

1) Welche Zahlungsreihe ist bei einem Zinssatz von i 8% p.a. vorzuziehen?

ii) Gegeben sei zusätzlich

C := E[2k 1 4.200 (k 1)•d]

k=I

Wie hoch muß d sein, damit (2) A und C

ß) B und C

äquivalent sind?

5.16 Aufgabe

Eine Schuld in Höhe von 100.000 DM soll in 20 gleichhohen Raten am Ende eines jeden Jahres bei einem Zinssatz von 5 % getilgt werden. Wie hoch ist der Tilgungsanteil der Zahlung am Ende des 13. Jahres, und wie hoch ist der Zinsanteil der Zahlung am Ende

des 16. Jahres'

5.17 Aufgabe

a) Ein Wertpapier mit Nennwert 100 DM und nomineller Verzinsung von 6% wird zum

Kurs von 101% gekauft und nach zwei Jahren zum Kurs von 99% wieder verkauft. Bestimmen Sie den internen Zinsfuß dieses Geschäfts.

b) Eine Aktie wird zum Zeitpunkt Null für 120 DM gekauft. Aufgrund schlechter wirt- schaftlicher Lage erfolgt eine Dividendenzahlung nur zum Zeitpunkt 3 und zum Zeitpunkt 6, jeweils in Höhe von 5 DM. Nach Erhalt der letzen Dividendenzah-

lung wird die Aktie für 119 DM verkauft. Wie hoch ist der interne Zinssatz dieses Geschäfts?

5.18 Aufgabe

Eine Unternehmung hat einen Finanzierungsbedarf von 200.000 DM und will ein entspre-

chendes Darlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren aufnehmen. Drei Banken unterbreiten folgende Angebote:

39

40

AUFGABEN

Konditionen

Bank A

Kreditbetrag ]DM]

212.000

Auszahlung [DM]

200.000

Nominalzinssatz [% p. a.]

7,25

Zinszuschlag

vierteljährlich

Tilgung

vierteljährliche

5. FINANZMATHEMATIK

Bank B

Bank C

210.000

200.000

200.000

200.000

7,5

8,75

jährlich

jährlich

jährliche

in einer Summe

Annuitätentilgung Ratentilgung am Ende der Laufzeit

a) Erstellen Sie ein Profil der Liquiditätsbelastungen prc Jahr.

b) Ermitteln Sie die Effektivzinssätze in % p. a.

6. Stetigkeit

6.1 Aufgabe

Zeigen Sie mit Hilfe der Cienzwertdefinition:

a) Der Grenzwert einer konvergenten Folge ist eindeutig bestimmt.

b) Ist (x)', 1 eine konvergente Folge mit x,, < a für alle 77, E N, so gilt lim x„ < a.

6.2 Aufgabe

Berechnen Sie für die folgenden Funktionen lim

x-4zo

a)

b )

C)

x2— I

+

+x

3

1

x(x — 2) 2

x .+1

d) x a

6.3 Aufgabe

Berechnen Sie

xe = 3 xo = 1

1

x 2 — 3x + 2 2 '

xo = a

lim(lim

,

y—)13. x—>p x -

x2 ,2

',) und lim(lim

y-

, ',)

y-4o x- + y

f (x) (ohne die Regeln von de L'IlospitaB.

42

AUFGABEN

6. STETIGKEIT

6.4 Aufgabe

Man untersuche, ob die unten definierten Folgen (x,,)`»_, konvergent sind und bestimme gegebenenfalls den Grenzwert lins

rx—>co

a)

:=

(q E R fest)

X+1

b) (q E R fest)

c)

d)

e)

1

x„ := -q"

(q e R fest)

x„ :=

l

qn (q E

:= E (_ 1)

co

k=0

R fest)

6.5 Aufgabe

Untersuchen Sie das Konvergenzverhalten der Folge (x„).r. i für

)

1,

:=

(2n - 1)(2n + 1) (2n) 2

-1

c) 0-1)')

n 1

d) ( I)"

100n

e) x„ :=E"

1

j=1 3

f)

x ,

:= E

i=e

,

( q > 0 fest)

xre-t

6.6 Aufgabe

Berechnen Sie den Grenzwert der Vektorfolge

42

in

für I n := (n.2 -3 , 41 2 .2 n , Vii).

6. STETIGKEIT

AUFGABEN

43

6.7 Aufgabe

Seien c ep; co[ und k E N fest vorgegebene Zahlen. Ist x i > 0 eine beliebige reelle Zahl

mit .x1' > c, so sei die Folge (x„)r_ i rekursiv definiert durch:

1

((k 1)xn x

C

k-1 '

a) Zeigen Sie mittels vollständiger Induktion, daß für alle n E N gilt:

i) > C

ii) xi, > x„4.1 > 0.

b) Zeigen Sie mit Hilfe von a), daß

(x z konvergiert und daß lim

r

44=

1

41

-eoo

VC gilt.

c) Berechnen Sie -■A bis auf Taschenrechnergenauigkeit.

6.8 Aufgabe

Sei (a„);.°_, eine fest vorgegebene beschränkte Folge reeller Zahlen. Für rn E N definieren wir die Mengen A n {a, 1 k m} = {a„„ am+1 ,a m}2 , .1 und die . Folgen s,„ :=

sup(Am ), i„, := inf(A m ).

a) Zeigen Sie, daß die Folgen (s r.4°,, I und

konvergent sind (die Grenzwerte

heißen Limes superior bzw. Limes inferior der Folge (a.„);,_ 1).

b) Bestimmen Sie für

:= ( - 1) 171 (71)L 2 J

(-1) 13.1

die Folgen (s,);,?, 1 und (i„,),°O, und deren Grenzwerte. Hierbei gibt [x] die größte

ganze Zahl z an, für die z < x gilt.

c) Zeigen Sie, daß die Folge (a n ),`_, genau dann konvergent ist, wenn gilt:

hm i,„= lim

m—hou

6.9 Aufgabe

Sei f :

R" eine stetige Abbildung und g E IB M ein fest vorgegebener, konstanter

Vektor. Zeigen Sie, daß die Menge f-1(0 ) = e RN I f = } abgeschlossen ist.

44

AUFGABEN

6. STETIGKEIT

6.10 Aufgabe

Für welche x im maximalen. Definitionsbereich ist f (x) stetig bzw. unstetig? In welchen

Punkten kann f stetig ergänzt werden?

a) f(x.): , _ 3 _ + 31f(T)

jxE- +2,/x - 2 + N/h 3

x - 5+6

c)

f(x) :=

d)

f(x)

f(z) :=

6.11

Aufgabe

9(x)

a) Eine auf 1t stetige Funktion f hat in den Punkten (x,y) c 11(2 mit y

Aussehen

f(x,Y)

y

+ y2

Welchen Wert nimmt f im Nullpunkt (0,0) an? Hinweis: Es gilt (x 2 - y) 2 > 0.

b) Ist die Funktion g mit

g : R2R

x2

- 1 -

s

-

2

x2 +2x

0 das

£3- fur x •y^0,

(x, Y).

{

+

 

0

sonst,

im Punkt (0,0) stetig?

6.12 Aufgabe

a) Berechnen Sie die Grenzwerte

44

i)

2x2 _8

z-02 3X 2 12

ii) lim

.12

x - 2

— 21

iii) lim

iv)

hm

x-4.0

2 x - 21 N/1 + x - I

x

v)

lim

2x 2 +2x - 4 + 3)(x + 2)

6. STETIGKEIT

b) i) Sei

f (2c) =

AUFGABEN

 

- 4x +1

für

x < 3

{

4x -5

für

x > 3

Berechnen Sie limf zt3 (x) und limf(x). Ist f (x) stetig in x

den Verlauf von f .

ii) Sei

= l

x + 2 x -I

,

(x -2 )

45

3? Skizzieren Sie

Untersuchen Sie, ob lim g(x), lim g(x) existieren und skizzieren Sie g. Ist g stetig?

6.13 Aufgabe

a) Berechnen Sie Ihn f (x) für die Funktion f : R \ {0}

f

1

(x) = x 2 - sin ( x ) .

-

IR mit

b) Berechnen Sie lim g(1) für die Funktion g : f 2 1 {Öl --> R mit

g(X13 x2) =

,2 2

2 1X2

.2 / +

c) Berechnen Sie lim h(27) für die Abbildung h : IR2 \ {(5) >R3 mit

6.14

X 74 „ r 2,2zi

2

X 2

2

-

h(xl,s2)— (xix2, 2

+

2

X1 + X2

Aufgabe

a) Sei f : R —› definiert durch

f (x) :=

{

sin ( x)1

0

für x 0

für x

0

Untersuchen Sie f auf Stetigkeit.

46

AUFGABEN

b) Sei .g :

9(2 ) :=

R definiert durch

1

sin —

x 2 Bi

Untersuchen Sie g auf Stetigkeit.

6.15 Aufgabe

a) Zeigen Sie, daß die Funktion

für x' 0

für x

=0

R mit

f (x 1, x 2) :=

falls (x 1 , x2)= (0,0)

1 _

'2 + s 2

1

X 1

2 sonst

6. STETIGKEIT

im Punkt (0,: 0) unstetig ist. Ist es durch Wahl eines anderen Funktionswertes an

der Stelle (0, 0) möglich, 1 stetig zu ergänzen?

46

b) Zeigen Sie, daß die Funktion g

IR mit

0 falls (x 1 , x2 ) = (0,0)

g(ri, x2) :=

stetig ist.

2 2

4 — 4

XiT2 22

£1 + xi

sonst

c) Untersuchen Sie die Abbildung h :

1R3 definiert durch

h(x,, 32)

:=

/

(xi2, 2

44

\

x, x 2 '

d-

2

/

( 0, 0 , 0)

x2S i

4

für (xl, x2)

2 xi + 4)

sonst

auf Stetigkeit.

6.16 Aufgabe

ai Man zeige, daß die Gleichung

X 23 17X11- 3x+ 5=0

eine Lösung im Intervall ]-1;0[ besitzt.

(0,0)

6. STETIGKEIT

AUFGABEN

47

b) Gegeben sei die Auszahlungsreihe (0 1 100.000), (1 1 2.000), (2 2.000), (3 1 2.000), (4 2.000) und die Einzahlungsreihe (1 1 25.000), (21 25.000), (3 25.000), (4 1 25.000), (5 1 45.000). Man zeige, daß mindestens ein interner Periodenzinssatz existiert. Mit Hilfe des Newton—Verfahrens berechne man diesen bis auf Rechnergenauigkeit.

47

48

AUFGABEN

6. STETIGKEIT

7. Differenzierbarkeit

7.1 Aufgabe

f : R --> R sei definiert durch

x 1—# f (x) =

X3 + X + 1 für x > 0

0

-X 2 + X + 1 für x < 0

1

für

Zeigen Sie, daß f stetig und differenzierbar ist und daß f i (0)

0 gilt.

7.2 Aufgabe

f IR

a)

b)

c)

d)

IR sei gegeben durch die Abbildungsvorschrift

x

X2 + 2x + 4 1-4{ 2 + 4

—eX-7 2 —6

für x < 0

0

für 1 < x

für

<

x < 1

Untersuchen Sie f auf Stetigkeit und Differenzierbarkeit.

Bestimmen Sie (sofern existent) die relativen und absoluten Extrema.

In welchen Bereichen ist f monoton wachsend (fallend) bzw. konvex (konkav)?

Skizzieren Sie f.

50

7.3 Aufgabe

AUFGABEN

a) Berechnen Sie für mi n E N die Ableitung

).

b) Seien fi , f2 D --> IR differenzierbare Funktionen Leibnizregel

2) (n) =

f

En ` kJ