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DIN EN 15092:2008-09

Nationales Vorwort
Dieses Dokument (EN 15092:2008) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 164 „Wasserversorgung“
erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR (Frankreich) gehalten wird.

Das zuständige deutsche Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NA 003-00-27 AA „Armaturen für die
Trinkwasserinstallation in Gebäuden“ des Normenausschusses Armaturen (NAA).

Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Anwendung der Norm die nationalen Regeln der Trinkwasser-
verordnung einzuhalten sind.

Bei Planung, Einbau und Betrieb der in der Norm behandelten thermostatischen Mischer für Warmwasser-
bereiter in Trinkwasserinstallationen sind das DVGW Arbeitsblatt W 551, die DIN EN 806 sowie die DIN 1988
zu beachten.

2
EUROPÄISCHE NORM EN 15092
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Juni 2008

ICS 91.140.60

Deutsche Fassung

Gebäudearmaturen —
Thermostatische Mischer für Warmwasserbereiter —
Prüfungen und Anforderungen

Building valves — Robinetterie des bâtiments —


Inline hot water supply tempering valves — Vannes mélangeuses en ligne d’alimentation en eau chaude —
Tests and requirements Essais et exigences

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 29. Mai 2008 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum des CEN oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-Zentrum
mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich
und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B- 1050 Brüssel

© 2008 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 15092:2008 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
Einleitung.............................................................................................................................................................4
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................5
2 Normative Verweisungen......................................................................................................................5
3 Begriffe ...................................................................................................................................................6
4 Werkstoffe und Oberflächenbeschaffenheit .......................................................................................7
4.1 Allgemeines............................................................................................................................................7
4.2 Art der Werkstoffe..................................................................................................................................7
5 Anforderungen an die Ausführung und an die Maße.........................................................................8
5.1 Rückflussverhinderer............................................................................................................................8
5.2 Maße........................................................................................................................................................8
5.3 Regelung der Einstelltemperatur .........................................................................................................9
5.4 Temperatur-Entsperrfunktion............................................................................................................ 10
6 Mechanische Prüfungen und Anforderungen ................................................................................. 10
6.1 Prüfung der Gehäusefestigkeit ......................................................................................................... 10
6.2 Biegemomentprüfung für thermostatische Mischer ....................................................................... 10
6.3 Drehmomentprüfungen für Temperaturstopps ............................................................................... 11
7 Funktionsprüfungen und Anforderungen ........................................................................................ 12
7.1 Allgemeines......................................................................................................................................... 12
7.2 Standard-Prüfbedingungen ............................................................................................................... 12
7.3 Überprüfung der Temperatureinstellungen von Armaturen .......................................................... 13
7.4 Bestimmung des Mindestdurchflusses............................................................................................ 14
7.5 Prüfung der Temperaturbeständigkeit, ausgehend von der Umgebungstemperatur ................. 16
7.6 Prüfung der Temperaturbeständigkeit bei wechselnden Durchflüssen ....................................... 17
7.7 Prüfung der Temperatursicherung bei einem Ausfall der Kaltwasserzuleitung.......................... 17
7.8 Prüfung der Temperaturbeständigkeit bei veränderlichem Eingangsdruck ................................ 18
7.9 Prüfung der Temperaturregelstabilität bei veränderlicher Eingangstemperatur......................... 19
7.10 Prüfung der Dauerfestigkeit des Thermostats ................................................................................ 20
8 Prüfungen des Geräuschverhaltens und Anforderungen .............................................................. 21
8.1 Allgemeines......................................................................................................................................... 21
8.2 Prüfverfahren ...................................................................................................................................... 21
8.3 Angabe der Ergebnisse...................................................................................................................... 21
8.4 Anforderungen .................................................................................................................................... 21
9 Klassifizierung .................................................................................................................................... 21
10 Bezeichnung........................................................................................................................................ 22
11 Kennzeichnung ................................................................................................................................... 22
11.1 Temperatur .......................................................................................................................................... 22
11.2 Durchfluss ........................................................................................................................................... 22
11.3 Identifizierung ..................................................................................................................................... 22
12 Einbau- und Bedienungsanleitungen ............................................................................................... 23
Anhang A (normativ) Einrichtung für die Prüfung der Dauerfestigkeit des Thermostaten...................... 24
Anhang B (normativ) Einrichtung für die Prüfung der Funktionsfähigkeit................................................ 26
Anhang C (normativ) Messung von Kennwerten.......................................................................................... 28
Anhang D (informativ) Anforderungen an die Übergangstemperatur ........................................................ 29
Literaturhinweise ............................................................................................................................................. 30

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 15092:2008) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 164 „Wasserversorgung“
erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Dezember 2008, und etwaige entgegenstehende
nationale Normen müssen bis Dezember 2008 zurückgezogen werden.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Texte dieses Dokuments Patentrechte berühren können.
CEN [und/oder CENELEC] sind nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu
identifizieren.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,
Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien,
Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

Einleitung
Hinsichtlich möglicher nachteiliger Auswirkungen der in dieser Europäischen Norm beschriebenen Produkte
auf die Qualität des für den menschlichen Gebrauch bestimmten Wassers wird auf Folgendes hingewiesen:

a) diese Europäische Norm enthält keine Angaben darüber, ob das Produkt in den einzelnen Mitgliedstaaten
der EU oder EFTA ohne Einschränkungen angewendet werden darf;

b) es sollte beachtet werden, dass vorhandene nationale Vorschriften über die Verwendung und/oder die
Eigenschaften dieses Produktes gültig bleiben, bis entsprechende europäische Regelungen verab-
schiedet worden sind.

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm legt die Anforderungen an die Maße, Werkstoffe und Funktionsfähigkeit
(einschließlich der Prüfverfahren) von thermostatischen Mischern für das Warmwasserverteilsystem für
Sanitär-Warmwasserversorgungsanlagen der Nennweiten von DN 15 bis DN 50 fest. Thermostatische
Mischer reduzieren die Temperatur von Warmwasser für den Sanitärgebrauch für die Verteilung im gesamten
Warmwassersystem. Die Einsatzbedingungen sind in Tabelle 1 festgelegt.

Die Mischer sind für die Verwendung in Kombination mit Speicherwassererwärmern bestimmt, um den Endan-
schluss mit temperiertem Warmwasser zu versorgen. Sie sind nicht zur Regelung der Auslauftemperatur an
der Entnahmestelle bestimmt.

Die thermostatischen Mischer regeln die Verteilungstemperatur ab dem Wassererwärmer auf einen
voreingestellten Wert oder einen einstellbaren Bereich, jeweils zwischen 45 °C und 65 °C.

Tabelle 1 — Einsatzbedingungen

Grenzwerte
Empfohlene Grenzwerte für den Betrieb
für die Verwendung
Fließdruck min. 0,02 MPa (0,2 bar) 0,1 MPa P 0,5 MPa (1 bar P 5,0 bar)
Ruhedruck max. 1 MPa (10 bar) —
Warmwasser-
T 90 °C 60 °C T 80 °C
Eingangstemperatur
Kaltwasser-Eingangstemperatur
T 25 °C T 25 °C
en
Verteilungstemperatur (Auslauf) 45 °C T 65 °C

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokumentes erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte
Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 1092-3, Flansche und ihre Verbindungen — Runde Flansche für Rohre, Armaturen, Formstücke und
Zubehörteile, nach PN bezeichnet — Teil 3: Flansche aus Kupferlegierungen

EN 1254-1, Kupfer und Kupferlegierungen — Fittings — Teil 1: Kapillarlötfittings für Kupferrohre (Weich- und
Hartlöten)

EN 1254-2, Kupfer und Kupferlegierungen — Fittings — Teil 2: Klemmverbindungen für Kupferrohre

EN 1254-3, Kupfer und Kupferlegierungen — Fittings — Teil 3: Klemmverbindungen für Kunststoffrohre

EN 1254-4, Kupfer und Kupferlegierungen — Fittings — Teil 4: Fittings zum Verbinden anderer Ausführungen
von Rohrenden mit Kapillarlötverbindungen oder Klemmverbindungen

EN 1254-5, Kupfer und Kupferlegierungen — Fittings — Teil 5: Fittings mit geringer Einstecktiefe zum
Verbinden mit Kupferrohren durch Kapillar-Hartlöten

EN 1982, Kupfer und Kupferlegierungen — Blockmetalle und Gussstücke

EN 12164, Kupfer und Kupferlegierungen — Stangen für die spanende Bearbeitung

EN 12165, Kupfer und Kupferlegierungen — Vormaterial für Schmiedestücke

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

EN 13959, Rückflussverhinderer — DN 6 bis DN 250 — Familie E, Typ A, B, C und D

EN ISO 228-1, Rohrgewinde für nicht im Gewinde dichtende Verbindungen — Teil 1: Maße, Toleranzen und
Bezeichnung (ISO 228-1:2000)

EN ISO 3822-1, Akustik — Prüfung des Geräuschverhaltens von Armaturen und Geräten der Wasser-
installation im Laboratorium — Teil 1: Messverfahren (ISO 3822-1:1999)

EN ISO 3822-3, Akustik — Prüfung des Geräuschverhaltens von Armaturen und Geräten der Wasser-
installation im Laboratorium — Teil 3: Anschluss- und Betriebsbedingungen für Durchgangsarmaturen
(ISO 3822-3:1997)

EN ISO 6509, Korrosion von Metallen und Legierungen — Bestimmung der Entzinkungsbeständigkeit von
Kupfer-Zink-Legierungen (ISO 6509:1981)

ISO 7-1:1994, Pipe threads where pressure-tight joints are made on the threads — Part 1: Dimensions,
tolerances and designation

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokumentes gelten die folgenden Begriffe.

3.1
thermostatischer Mischer
temperaturbetätigte Armatur, die Warm- und Kaltwasser mischt, um eine vorgegebene Ausgangstemperatur
zu erhalten, welche zwischen Wassererwärmer und Entnahmestelle zur Regelung der Verteilungstemperatur
auf einen Wert zwischen 45 °C und 65 °C angeordnet ist

3.2
höchste Verteilungstemperatur
höchste Warmwasser-Ausgangstemperatur bei 65 °C, für die der thermostatische Mischer ausgelegt ist, in
nationalen Regelungen kann eine niedrigere Verteilungstemperatur festgelegt sein

3.3
niedrigste Verteilungstemperatur
niedrigste Warmwasser-Ausgangstemperatur, 45 °C, für die der thermostatische Mischer ausgelegt ist

3.4
voreingestellte Temperatur
vom Armaturenhersteller eingestellte Temperatur

3.5
Einstelltemperatur
Verteilungstemperatur zwischen 45 °C und 65 °C

3.6
einstellbarer Mischer
Armatur mit Einstellmechanismus, mit der die Verteilungstemperatur von einer Einstelltemperatur auf eine
andere Einstelltemperatur innerhalb eines vorgegebenen Mindest- und Höchstwertes eingestellt werden kann

3.7
Temperatur-Entsperrfunktion
Einrichtung, welche zeitweise eingesetzt wird, um in der Warmwasserversorgungsanlage eine über der
üblichen Verteilungstemperatur von 65 °C liegende Temperatur zu ermöglichen, mit der eine thermische
Desinfektion zur Hemmung des Bakterienwachstums erzielt wird

3.8
thermostatischer Mischer vom Typ 1
nicht einstellbarer Mischer mit voreingestellter Temperatur

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

3.9
thermostatischer Mischer vom Typ 2
mit oder ohne Werkzeug einstellbarer Mischer und voreingestellter Temperatur

3.10
Nennweite (DN)
die Nennweite bezieht sich auf den am Ausgang der Armatur angeschlossenen Rohrdurchmesser

4 Werkstoffe und Oberflächenbeschaffenheit

4.1 Allgemeines
Die Wahl der Werkstoffe liegt in der Verantwortung des Herstellers, wobei vorausgesetzt wird, dass die
folgenden Anforderungen erfüllt sind:

a) die Werkstoffe und Beschichtungen dürfen das Trinkwasser bei üblichem oder zufälligem Kontakt nicht
verunreinigen;

b) der Hersteller muss in einer technischen Unterlage die Art der verwendeten Werkstoffe und Be-
schichtungen angeben;

c) Werkstoffe mit unzureichender Korrosionsbeständigkeit müssen mit einem zusätzlichem Schutz versehen
sein;

d) die verwendeten Werkstoffe dürfen sich bei einer Temperatur von 95 °C über 1 h nicht ungünstig
verändern und müssen für die in dieser Europäischen Norm festgelegten Prüftemperaturen geeignet sein.

4.2 Art der Werkstoffe


Beispiele für Kupfer-Zinn- und Kupfer-Zink-Legierungen, die ohne Beschichtung für die Herstellung verwendet
werden dürfen, sind in Tabelle 2 angegeben.

Tabelle 2 — Beispiele für Kupferlegierungen

Werkstoffbezeichnung
Europäische Norm
Kurzzeichen Nummer
CuSn10-C CC480K EN 1982
CuSn5Pb5Zn5-C CC491K EN 1982
CuSn3Zn8Pb5-C CC490K EN 1982
CuZn39Pb3 CW614N EN 12164/EN 12165
CuZn40Pb2 CW617N EN 12164/EN 12165
CuZn36Pb2As CW602N EN 12164/EN 12165

Kupfer-Zink-Legierungen mit mehr als 10 % Zink unterliegen der Entzinkung, wenn sie mit Wasser in
Berührung kommen, das Entzinkungseigenschaften aufweist. In den Ländern, in denen der Einsatz von ent-
zinkungsbeständigen Werkstoffen verlangt wird, ist bei den Produkten eine Entzinkungstiefe von weniger als
200 µm in jeder Richtung sicherzustellen. Sie müssen nach EN ISO 6509 geprüft und, wie im Abschnitt 11,
Kennzeichnung, festgelegt, gekennzeichnet werden.

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

5 Anforderungen an die Ausführung und an die Maße

5.1 Rückflussverhinderer

Eingebaute Rückflussverhinderer müssen der zugehörigen Norm entsprechen.

Bei angeschlossenen Rückflussverhinderern müssen die Anforderungen nach EN 13959 erfüllt werden.

5.2 Maße

5.2.1 Allgemeines

Die thermostatischen Mischer sind nach der Nennweite (DN) des Auslaufanschlusses einzustufen.

5.2.2 Anschlüsse

Beispiele für Anschlüsse sind in Tabelle 3 enthalten. Alle Endanschlüsse müssen EN 1254 entsprechen.
Anschlüsse, bei denen zur Herstellung oder zum Lösen der Verbindung Wärme eingesetzt werden muss (z. B.
Kapillarlötverbindungen) sind unmittelbar am Armaturengehäuse nicht zulässig.

5.2.3 Andere Anschlüsse (z. B. Verschraubungen)

Andere, als in 5.2.1 festgelegte Anschlüsse, müssen in Hinsicht ihrer Funktionsfähigkeit mit dem ent-
sprechenden Teil von EN 1254 geprüft werden.

Tabelle 3 — Beispiele für Endanschlüsse und Nennweiten (DN 15 bis DN 50)

Typ a DN 15 DN 20 DN 25 DN 32 DN 40 DN 50

d Rp ½ Rp ¾ Rp 1 Rp 1 ¼ Rp 1 ½ Rp 2

Innengewinde nach ISO 7-1:1994

d R½ R¾ R1 R1¼ R1½ R2

Außengewinde nach ISO 7-1:1994

G1½B G2B
d G¾B G1B G1¼B G1½B
G1¾B
Außengewinde nach EN ISO 228-1

G1½B G2B
d G½B G¾B G1B G1¼B
G1¾B G2 B

Außengewinde mit Absatz nach


EN ISO 228-1

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EN 15092:2008 (D)

Tabelle 3 (fortgesetzt)

Typ a DN 15 DN 20 DN 25 DN 32 DN 40 DN 50

A 15/18 22 28 35 42 54

Kapillarlötverbindung nach EN 1254-1

A 15/18 22 28 35 42 54
Steckerende mit
Außenkapillarlötverbindung EN 1254-1

d 15/18 22 28 35 42 54

Rohrende mit Klemmverbindung für


Kupferrohr nach EN 1254-2

D 95 105 115 140 150 160


d 75 75 85 100 110 120
K 14 14 14 18 18 18

EN 1092-3

5.3 Regelung der Einstelltemperatur

Falls vorgesehen, muss die Begrenzung für die Temperaturregelung eine der folgenden Anforderungen er-
füllen:

Voreingestellte Temperatur (Mischer vom Typ 2)

Die Einrichtung für die Voreinstellung der Temperatur muss:

a) auf die verlangte Wasserverteilungstemperatur eingestellt werden können;

b) bei der verlangten Wasserverteilungstemperatur blockierbar sein; oder

c) die Verwendung eines anderen Werkzeuges als des üblichen Schraubendrehers für den Zugang oder die
Änderung der Einstellung erfordern;

d) den Anforderungen nach 6.3 entsprechen.

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EN 15092:2008 (D)

5.4 Temperatur-Entsperrfunktion

Falls vorgesehen, muss die Entsperrfunktion:

a) die Verteilung von Mischwasser, dessen Temperatur über der höchsten Verteilungstemperatur von 65 °C
liegt, bis zu der Warmwasser-Eingangstemperatur ermöglichen;

b) eine zusätzliche Handlung zur Betätigung der Entsperrfunktion erfordern;

c) nach Betätigung wieder rückstellbar sein;

d) den Anforderungen nach 6.3 entsprechen.

6 Mechanische Prüfungen und Anforderungen

6.1 Prüfung der Gehäusefestigkeit

6.1.1 Durchführung der Prüfung

Alle Anschlüsse verschließen und über den Warmwasserzulaufanschluss einen Druck von (2,5 0,1) MPa
[(25 1) bar] für eine Dauer von ! " min aufbringen.
10 #20

6.1.2 Anforderung

Das Gehäuse des thermostatischen Mischers darf keine Anzeichen äußerer Undichtheit, bleibender
Verformung oder eines Bruches aufweisen.

6.2 Biegemomentprüfung für thermostatische Mischer

6.2.1 Kurzbeschreibung

Die mechanische Biegefestigkeit des Gehäuses wird mit einer Biegemomentprüfung bestimmt, in der über
eine vorgegebene Dauer eine Kraft aufgebracht wird.

6.2.2 Durchführung der Prüfung

Der Mischer wird mit einem seiner mitgelieferten Zulaufanschlüsse an der Prüfeinrichtung angeschlossen
(siehe Bild 1). Eine Kraft F entsprechend dem in Tabelle 4 angegebenen Biegemoment wird mit einem Druck
von 1,6 MPa (16 bar) in Stufen von 0,1 MPa (1 bar) je 5 s aufgebracht, wie in Bild 1 dargestellt. Biegemoment
und Druck 10 min halten. Diesen Vorgang an den anderen Zuläufen wiederholen.

6.2.3 Anforderung

Die thermostatischen Mischer dürfen keine Brüche, Undichtheiten, sichtbare Beschädigungen oder bleibende
Verformungen aufweisen.

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

Tabelle 4 — Biegemomente

Nenndurchmesser (DN) 15 20 25 32 40 50
Biegemoment, Nm (F L) für
50 85 125 160 200 300
Klemmverbindungen
Biegemoment für andere
80 150 300 400 500 600
Endverbindungen, Nm (F L)

Legende
1 thermostatischer Mischer
2 Kraft
3 Biegemoment

Bild 1 — Biegemoment

6.3 Drehmomentprüfungen für Temperaturstopps

Kurzbeschreibung

Feststellung der Beständigkeit von Temperaturstopps gegen betriebsbedingte Beanspruchungen. Bei der
Prüfung wird die Temperaturregeleinrichtung durch Aufbringen eines Drehmomentes einer Beanspruchung
ausgesetzt, um die Festigkeit zu überprüfen.

Durchführung der Prüfung

Die Prüfung wird mit einem für die Einstellvorrichtung der thermostatischen Mischer vom Typ 2 passenden
Drehmomentschlüssel oder einem Hebelarm und einem Gerät zur Messung der aufgebrachten Kraft
durchgeführt.

Die Prüfung muss bei dem Mindest- und Höchstwert des Temperaturstopps für die Verteilungstemperatur
sowie gegebenenfalls bei der von Hand eingestellten Temperatur (bei Entsperrfunktion) durchgeführt werden,
falls zutreffend.

Während der Prüfung wird die Armatur nicht mit Wasser versorgt und die Prüfung erfolgt bei Umgebungs-
temperatur.

Der zu prüfende Mischer wird mit dem Warmwasser-Zulaufanschluss an einen Auslaufanschluss oder
passenden Fitting eines Wassererwärmers angeschlossen, der als Prüfeinrichtung dient.

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

!
Ein Drehmoment von 6 "00,6 Nm wird allmählich innerhalb von 4 s bis 6 s aufgebracht und jeweils bei dem
Mindest- und Höchstwert des Temperaturstopps für die Verteilungstemperatur sowie gegebenenfalls der von
Hand eingestellten Temperatur (bei Entsperrfunktion) 1 min gehalten.

Anforderung

Die Temperaturstopps für den Mindest- und Höchstwert der Verteilungstemperatur sowie gegebenenfalls der
von Hand eingestellten Temperatur (bei Entsperrfunktion), falls zutreffend, und die bei der Prüfung
einbezogenen Armaturenbauteile sind durch Sichtprüfung auf Risse, Brüche, Ablösung von Teilen oder
andere Fehler zu untersuchen. Der thermostatische Mischer darf keine sichtbare Beschädigung oder
bleibende Verformung aufweisen.

Nach der Sichtprüfung sollte diese Anforderung anhand von Prüfungen nach 6.1, 6.2 und Abschnitt 7
nachgewiesen werden.

7 Funktionsprüfungen und Anforderungen

7.1 Allgemeines

Bei der Durchführung aller Funktionsprüfungen muss der Kaltwasser- und Warmwasserzulauf mit einer
entsprechenden Einrichtung zur Verhinderung des Rückfließens versehen sein. Die Armaturen können für die
Prüfung mit oder ohne Rückflussverhinderer geliefert werden. Bei Lieferung ohne Rückflussverhinderer muss
die Prüfung mit passenden Rückflussverhinderern nach EN 13959 durchgeführt werden, deren Nennweite
dem Zulauf des Mischers entspricht. Einrichtungen zur Verhinderung des Rückfließens werden sowohl am
Warmwasser- als auch Kaltwasserzulauf angeschlossen. Die Reihenfolge der Funktionsprüfungen muss
Abschnitt 7 entsprechen.

7.2 Standard-Prüfbedingungen

7.2.1 Allgemeines

Sofern nichts anders festgelegt ist, sollten alle Prüfungen unter Standard-Prüfbedingungen nach Tabelle 5
durchgeführt werden. Bei Drücken von (0,3 # 0,02) MPa [(3 # 0,2) bar] am Warm- und Kaltwasserzulauf und
offenen Regelventilen am Zulauf wird der Durchfluss am Auslauf auf den in Tabelle 5 angegebenen Wert
eingestellt. Die Temperaturregeleinrichtung wird durch die Mischwassertemperatur am Auslauf auf 50 "02 $C !
eingestellt. Bei Armaturen vom Typ 1 ist die Ausgangstemperatur voreingestellt, deshalb sollte die Prüfung bei
der voreingestellten Ausgangstemperatur erfolgen. Bei allen Prüfungen muss eine Mindest-
Temperaturdifferenz von 15 °C zwischen der Warmwasser-Eingangstemperatur und der Mischwasser-
temperatur am Auslauf aufrechterhalten werden, falls nicht anders festgelegt.

7.2.2 Angabe der Prüfergebnisse

Bei jeder Prüfung ist der Durchschnitt aus drei Prüfergebnissen zu errechnen, wobei kein Einzelergebnis um
mehr als 10 % von der festgelegten Anforderung abweichen darf.

7.2.3 Temperaturprüfungen mit einstellbaren Armaturentypen

Typ 1: Voreingestellte Temperatur, nicht regelbar

Die Armaturen müssen bei der voreingestellten Temperatur geprüft werden.

Typ 2: Voreingestellte Temperatur, mit Werkzeug regelbar

Die Armaturen müssen bei den Temperaturen geprüft werden, die in der jeweiligen Funktionsprüfung fest-
gelegt sind.

Das zur Änderung der Temperatureinstellungen aufzubringende Drehmoment muss < 2,5 Nm betragen.

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

Tabelle 5 — Allgemeine Prüfbedingungen

Nenndurchmesser (DN) 15 20 25 32 40 50
Normaler Prüfdurchfluss (l/min) 12 12 20 40 80 100
Reduzierter Prüfdurchfluss (l/min) 6 6 10 20 40 50
Prüfung 7.7, Mischwasser- Nicht Nicht
100 100 200 500
volumendurchfluss (ml) anwendbar anwendbar
Warmwasser Kaltwasser
Eingangsdrücke (0,3 0,02) MPa [(3 0,2) bar]
65 °C oder bis 80 °C, wie
erforderlich um eine
Eingangstemperaturen (falls nicht ! 15 °C-Differenz zwischen der
15 °C bis 20 °C
anders festgelegt) Warmwasser- und der Misch-
wassertemperatur aufrechtzu-
erhalten

Die Durchflusstoleranzen sind 0,5 l/min oder 5 %, es gilt der jeweils größere Wert.

7.3 Überprüfung der Temperatureinstellungen von Armaturen

7.3.1 Typ 1: voreingestellte Temperatur, nicht regelbar

7.3.1.1 Kurzbeschreibung

Geprüft wird, ob die voreingestellte Ausgangstemperatur der Armaturen der Angabe des Armaturherstellers
entspricht und nicht die im Anwendungsbereich dieser Europäischen Norm festgelegten minimalen und
maximalen Temperaturgrenzwerte über- bzw. unterschreitet.

7.3.1.2 Durchführung der Prüfung

Der Mischer wird an die Prüfeinrichtung angeschlossen (siehe Anhang B).

Alle eingebauten Durchflussregeleinrichtungen werden vollständig geöffnet.

Ventil 5 und Entnahmearmatur 6 vollständig öffnen.

Sicherstellen, dass die Entlüftungsventile 8 geschlossen sind.

Auf die in Tabelle 5 angegebenen Ausgangswerte mit reduziertem Durchfluss einstellen.

Der Druck von (0,3 0,02) MPa [(3 0,2) bar] sollte sowohl auf den Warmwasser- als auch den
Kaltwasserzulauf aufgebracht und während des gesamten Vorgangs gehalten werden, siehe Tabelle 5.

Entnahmearmatur 6 für eine Druckanzeige am Druckmesskopf 4 (Auslauf des thermostatischen Mischers)


einstellen und einen Ausgangsdruck entsprechend einem Abfall des Fließdrucks über der Armatur von
0
1" 0,05 bar aufbringen und halten.

Nach 30 s ist die Mischwassertemperatur der Mischer aufzuzeichnen und mit der Herstellerangabe zu
vergleichen.

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

7.3.1.3 Anforderung

Nach 30 s stabiler Zulaufbedingungen darf die Mischwassertemperatur um nicht mehr als 2 K von der
festgelegten voreingestellten Temperatur abweichen und innerhalb der im Anwendungsbereich dieser
Europäischen Norm angegebenen Grenzwerte liegen.

7.3.2 Typ 2: voreingestellte Temperatur, mit Werkzeug verstellbar

7.3.2.1 Kurzbeschreibung

Geprüft wird, ob der regelbare Ausgangstemperaturbereich der Armatur die im Anwendungsbereich dieser
Europäischen Norm festgelegten Grenzwerte nicht überschreitet.

7.3.2.2 Durchführung

Der thermostatische Mischer wird an die Prüfeinrichtung angeschlossen (siehe Anhang B).

Alle eingebauten Durchflussregeleinrichtungen werden vollständig geöffnet.

Ventil 5 und Entnahmearmatur 6 vollständig öffnen.

Sicherstellen, dass die Entlüftungsventile 8 geschlossen sind.

Auf die in Tabelle 5 angegebenen Ausgangswerte mit reduziertem Durchfluss einstellen.

Der Druck von (0,3 0,02) MPa [(3 0,2) bar] sollte sowohl auf den Warmwasser- als auch den Kaltwasser-
zulauf aufgebracht und während des gesamten Vorgangs gehalten werden, siehe Tabelle 5.

Entnahmearmatur 6 für eine Druckanzeige am Druckmesskopf 4 (Auslauf des thermostatischen Mischers)


einstellen und einen Ausgangsdruck entsprechend einem Abfall des Fließdrucks über der Armatur von
0
1! 0,05 bar aufbringen und halten.

Anhand der integrierten Temperatureinstellvorrichtung ist die Armatur auf den Höchstwert der Temperatur-
einstellung einzustellen.

Nach 30 s ist die Mischwassertemperatur der Mischer aufzuzeichnen.

Mit der integrierten Temperaturregelung ist die Armatur auf den Mindestwert der Temperatureinstellung
einzustellen.

Nach 30 s ist die Mischwassertemperatur der Mischer aufzuzeichnen.

7.3.2.3 Anforderung

Nach 30 s stabiler Zulaufbedingungen darf die Mischwassertemperatur um nicht mehr als 2 K von dem
festgelegten Temperaturbereich abweichen und innerhalb der im Anwendungsbereich dieser Europäischen
Norm angegebenen Grenzwerte liegen.

Das zur Änderung der Temperatureinstellungen aufzubringende Drehmoment muss < 2,5 Nm betragen.

7.4 Bestimmung des Mindestdurchflusses

7.4.1 Kurzbeschreibung

Bestimmung des Mischwasserdurchflusses in Abhängigkeit von dem Druckverlust über die Armatur.

14
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EN 15092:2008 (D)

7.4.2 Durchführung, Mischer vom Typ 1

Der thermostatische Mischer wird an die Prüfeinrichtung angeschlossen (siehe Anhang B).

Alle eingebauten Durchflussregeleinrichtungen werden vollständig geöffnet.

Ventil 5 und Entnahmearmatur 6 vollständig öffnen.

Sicherstellen, dass die Entlüftungsventile 8 geschlossen sind.

Auf die in Tabelle 5 angegebenen Ausgangswerte einstellen.

Entnahmearmatur 6 für eine Druckanzeige am Druckmesskopf 4 (Auslauf des thermostatischen Mischers)


0
einstellen und einen Ausgangsdruck entsprechend einem Abfall des Fließdrucks in der Armatur von 1 0,05 bar
aufbringen und halten.

Nach 15 s ist der Durchfluss des Mischwassers am Auslauf der Mischer aufzuzeichnen.

7.4.3 Durchführung, Mischer vom Typ 2

Der thermostatische Mischer wird an die Prüfeinrichtung angeschlossen (siehe Anhang B).

Alle eingebauten Durchflussregeleinrichtungen werden vollständig geöffnet.

Ventil 5 und Entnahmearmatur 6 vollständig öffnen.

Sicherstellen, dass die Entlüftungsventile 8 geschlossen sind.

Auf die in Tabelle 5 angegebenen Ausgangswerte einstellen.

Entnahmearmatur 6 für eine Druckanzeige am Druckmesskopf 4 (Auslauf des thermostatischen Mischers)


0
einstellen und einen Ausgangsdruck entsprechend einem Abfall des Fließdrucks in der Armatur von 1 0,05 bar
aufbringen und halten.

Anhand der integrierten Temperatureinstellvorrichtung ist die Armatur auf den Höchstwert der
Temperatureinstellung einzustellen.

Nach 15 s ist der Durchfluss des Mischwassers am Auslauf der Mischer aufzuzeichnen.

Mit der integrierten Temperaturregelung ist die Armatur auf den Mindestwert der Temperatureinstellung
einzustellen.

Nach 15 s ist der Durchfluss des Mischwassers am Auslauf der Mischer aufzuzeichnen.

7.4.4 Anforderung

Nach 30 s stabiler Zulaufbedingungen muss die Mischwassertemperatur innerhalb eines Temperaturbe-


reiches von ! 2 K bleiben.

Der Mittelwert der stabilen Mischwassertemperaturen darf um nicht mehr als ! 3 K von der festgelegten
voreingestellten oder Einstelltemperatur bzw. von dem festgelegten Temperaturbereich abweichen, die
gemessenen Mischwassertemperaturen müssen jedoch über 45 °C und unter 65 °C liegen.

Bei der Mindest- und Höchsttemperatur muss die Armatur den in Tabelle 6 festgelegten Mindestdurchfluss
erreichen.

15
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EN 15092:2008 (D)

Tabelle 6 — Mindestdurchfluss

Nenndurchmesser (DN) 15 20 25 32 40 50
Mindestdurchfluss l/min 20 25 45 75 120 180

Die Durchflusstoleranzen sind 0,5 l/min oder 5 %, es gilt der jeweils größere Wert.

7.5 Prüfung der Temperaturbeständigkeit, ausgehend von der Umgebungstemperatur

7.5.1 Kurzbeschreibung

Geprüft wird

a) die Änderung der Mischwassertemperatur, wenn die Armatur über längere Zeit nicht benutzt wurde und
sich bei Umgebungstemperatur befindet;

b) die Beharrungstemperatur, auf die das Mischwasser bei stabilem Durchfluss zurückgeht.

7.5.2 Durchführung der Prüfung

Der Mischer wird an die Prüfeinrichtung angeschlossen (siehe Anhang B) und auf die in Tabelle 5 ange-
gebenen üblichen Prüfbedingungen mit einer Einstelltemperatur von (50 1) °C geregelt.

Die Mischer vom Typ 1 werden bei der voreingestellten Temperatur geprüft.

Nach 15 s wird die Mischwassertemperatur des Mischers aufgezeichnet.

Der Warmwasserzulauf wird abgesperrt und die Kaltwasserzuleitung (Ventil 7) zum Warmwasser-Zulauf-
anschluss der Armatur wird für den Wasserdurchfluss durch die Armatur geöffnet. Wenn die Mischwasser-
temperatur der Kaltwassertemperatur entspricht, diese Temperatur 15 s halten.

Den Mischwasserdurchfluss mit Ventil 5 schließen.

Die Kaltwasserzuleitung zum Warmwasserzulauf schließen, Warmwasserzulauf öffnen.

Mischwasserauslauf öffnen.

Die Mischwassertemperatur kontinuierlich messen.

Die Prüfung mit reduzierten Durchflüssen nach Tabelle 5 wiederholen.

7.5.3 Anforderungen

Die Dauer bei oder über einer kurzzeitigen Temperaturspitze von ! 5 °C darf 5 s nicht überschreiten.

Die Dauer bei oder über einer kurzzeitigen Temperaturspitze von ! 10 °C darf 1 s nicht überschreiten.

Die Abweichung von der Einstelltemperatur des Mischwassers, 30 s nach der Öffnung des Mischwasser-
ausganges mit normalem Durchfluss darf ! 3 K nicht überschreiten (siehe Anhang D).

16
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7.6 Prüfung der Temperaturbeständigkeit bei wechselnden Durchflüssen

7.6.1 Kurzbeschreibung

Geprüft wird die Funktionsfähigkeit des Mischers bei schnell wechselnden Durchflüssen:

a) die Änderung der Mischwassertemperatur bei Reduzierung des Durchflusses auf einen Mindestwert;

b) die Änderung der Mischwassertemperatur bei Erhöhung des Durchflusses auf einen Höchstwert;

c) die Beharrungstemperatur, auf die das Mischwasser zurückgeht, wenn der Durchfluss wiederhergestellt
ist.

7.6.2 Durchführung der Prüfung

Die Durchflussänderungen müssen innerhalb von (1 0,5) s beendet sein.

Der Mischer wird an die Prüfeinrichtung angeschlossen (siehe Anhang B) und auf den in Tabelle 5 ange-
gebenen Ausgangswert mit einer Einstelltemperatur von (50 1) °C geregelt.

Die Mischer vom Typ 1 werden bei der voreingestellten Temperatur geprüft.

Nach 15 s wird die Mischwassertemperatur der Mischer aufgezeichnet.

Den Mischwasserdurchfluss durch Einstellung von Ventil 5 auf den in Tabelle 5 angegebenen reduzierten
Durchfluss reduzieren.

Den Mischwasserdurchfluss durch Einstellung von Ventil 5 wieder auf den in Tabelle 5 angegebenen
Normalprüfdurchfluss bringen.

Den Mischwasserdurchfluss durch vollständiges Öffnen von Ventil 5 entweder auf 150 % des in Tabelle 5
angegebenen Normalprüfdurchflusses oder auf den höchsten Durchfluss erhöhen, es gilt der jeweils kleinere
Wert.

Den Mischwasserdurchfluss durch Einstellung von Ventil 5 wieder auf den in Tabelle 5 angegebenen
Normalprüfdurchfluss bringen.

Die Übergangstemperatur des Mischwassers nach jeder Durchflussänderung messen und aufzeichnen.

Die Mischwassertemperatur nach jeder Durchflussänderung nach einer Wartezeit von mindestens 30 s zur
Stabilisierung der Armatur messen und aufzeichnen.

Den Vorgang wiederholen, bis drei Ergebnisreihen vorliegen.

7.6.3 Anforderungen

Die Abweichung von der Einstelltemperatur des Mischwassers nach 30 s ab jeder Störung des Beharrungs-
zustandes darf 3 K nicht überschreiten (siehe Anhang D).

Die Dauer bei oder über einer kurzzeitigen Temperaturspitze von ! 5 °C darf 5 s nicht überschreiten.

Die Dauer bei oder über einer kurzzeitigen Temperaturspitze von ! 10 °C darf 1 s nicht überschreiten.

7.7 Prüfung der Temperatursicherung bei einem Ausfall der Kaltwasserzuleitung

7.7.1 Allgemeines

Die Prüfung gilt nur für Mischer bis DN 32.

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7.7.2 Kurzbeschreibung

Geprüft wird

a) die Fähigkeit des Mischers, auf die unmittelbare Absperrung der Kaltwasserzuleitung zu reagieren;

b) die Menge des abfließenden Warmwassers;

c) die Beharrungstemperatur, auf die das Mischwasser zurückgeht, wenn die Kaltwasserzuleitung wieder
hergestellt ist.

7.7.3 Durchführung der Prüfung

Der thermostatische Mischer wird an die Prüfeinrichtung angeschlossen (siehe Anhang B) und auf den in
Tabelle 5 angegebenen Ausgangswert mit einer Einstelltemperatur von (50 1) °C geregelt. Die Mischer vom
Typ 1 werden bei der voreingestellten Temperatur geprüft.

Nach 15 s wird die Mischwassertemperatur der Mischer aufgezeichnet.

Alle Entnahmestellen in der Kaltwasserzuleitung, einschließlich der Messleitung für den Kaltwasserdruck, sind
abzusperren. Ebenso ist die Messleitung für den Ausgangsdruck abzusperren, sofern diese offen ist.

Danach die Kaltwasserzuleitung unmittelbar absperren.

3 s warten, danach 10 s das am Auslauf abfließende Mischwasser sammeln.

Die Kaltwasserzuleitung (60 3) s abgesperrt lassen, danach die Kaltwasserzuleitung mit dem ursprünglichen
Druck wiederherstellen und die Mischwassertemperatur überwachen.

Den Vorgang wiederholen, bis drei Ergebnisreihen vorliegen.

7.7.4 Anforderungen

Das Durchflussvolumen des Mischwassers sollte die in Tabelle 5 angegebenen Werte in ml nicht
überschreiten.

Die Abweichung von der Einstelltemperatur des Mischwassers nach Wiederherstellung des Kaltwasserzulaufs
und der Stabilisierung darf 3 K nicht überschreiten.

7.8 Prüfung der Temperaturbeständigkeit bei veränderlichem Eingangsdruck

7.8.1 Kurzbeschreibung

Geprüft wird:

a) die Änderung der Mischwassertemperatur, wenn ein Eingangsdruck vermindert oder erhöht wird,
während der andere Eingangsdruck konstant bleibt;

b) die Beharrungstemperatur, auf die das Mischwasser zurückgeht, wenn der Eingangsdruck wieder-
hergestellt wird.

Der Prüfablauf muss nach Tabelle 7 zu erfolgen.

7.8.2 Durchführung der Prüfung

Der thermostatische Mischer wird an die Prüfeinrichtung mit dem in Tabelle 5 angegebenen Ausgangswert
angeschlossen (siehe Anhang B), bei Mischern vom Typ 2 wird eine Temperatur von '% 50 ( 2 $" ! C eingestellt.
0
& #

18
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Die Mischer vom Typ 1 werden bei der voreingestellten Temperatur geprüft.

Es ist sicherzustellen, dass der erforderliche reduzierte Prüfdurchfluss den Angaben nach Tabelle 5, 7.2,
entspricht.

Nach 30 s ist mit der Aufzeichnung der Mischwassertemperatur der Mischer zu beginnen, die Aufzeichnung
ist während der gesamten Prüfreihe fortzuführen.

Der Kaltwasser-Eingangsdruck wird innerhalb (1 0,1) s auf (0,2 0,01) MPa [(2,0 0,1) bar] gesenkt.

Nach (30 2) s wird der Kaltwasserdruck wieder für innerhalb (1 0,1) s auf (0,3 0,01) MPa [(3,0 0,1) bar]
gebracht.

Diesen Vorgang für Warmwasser wiederholen.

Den Vorgang wiederholen, bis drei Ergebnisreihen vorliegen.

7.8.3 Anforderung

Die Dauer bei oder über einer kurzzeitigen Temperaturspitze von ! 5 °C darf 5 s nicht überschreiten.

Die Dauer bei oder über einer kurzzeitigen Temperaturspitze von ! 10 °C darf 1 s nicht überschreiten.

Die Abweichung von der Einstelltemperatur des Mischwassers nach 30 s ab jeder Störung des Beharrungs-
zustandes darf 3 K nicht überschreiten (siehe Anhang D).

Tabelle 7 — Prüffolge für 7.8

Dauer Kalt- Warm-


Prüfstufe Prüftemperatur Prüfdurchfluss,
je Prüfstufe normal oder wasserdruck wasserdruck
Nummer
(s) °C reduziert (bar) (bar)
1 30 50 Reduziert 3,0 3,0
2 30 2,0 3,0
3 30 3,0 3,0
4 30 50 Reduziert 3,0 3,0
5 30 3,0 2,0
6 30 3,0 3,0

7.9 Prüfung der Temperaturregelstabilität bei veränderlicher Eingangstemperatur

7.9.1 Kurzbeschreibung

Geprüft wird

a) die Änderung der Mischwassertemperatur, wenn die Warmwasser-Eingangstemperaturen über den


gesamten Betriebsbereich variiert werden;

b) die Beharrungstemperatur, auf die das Mischwasser zurückgeht, wenn die Eingangstemperaturen wieder
hergestellt werden.

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7.9.2 Durchführung der Prüfung

Der Mischer wird an die Prüfeinrichtung angeschlossen (siehe Anhang B) und auf den in Tabelle 5
angegebenen Ausgangswert mit einer Einstelltemperatur von (50 1) °C eingestellt, wobei jedoch die Warm-
wasser-Eingangstemperatur auf (80 1) °C eingestellt wird.

Die Mischer vom Typ 1 werden bei der voreingestellten Temperatur geprüft.

Nach 30 s Stabilisierung wird die Mischwassertemperatur der Mischer aufgezeichnet, die Temperatur ist
während der Prüfung kontinuierlich aufzuzeichnen.

Die Warmwasser-Eingangstemperatur wird über eine Dauer von (25 5) s auf (65 1) °C reduziert.

Die Prüfung mit den reduzierten Durchflüssen nach Tabelle 5 wiederholen.

Den Vorgang wiederholen, bis drei Ergebnisreihen vorliegen.

7.9.3 Anforderung

Die Mischwassertemperaturen dürfen um nicht mehr als 3 K von der Ausgangs-Temperatureinstellung


abweichen.

7.10 Prüfung der Dauerfestigkeit des Thermostats

7.10.1 Kurzbeschreibung

Geprüft wird die einwandfreie Funktionsfähigkeit der Armatur mit einer Anzahl Betriebszyklen, die ihrer
üblichen Betriebslebensdauer entspricht.

7.10.2 Durchführung der Prüfung

Die Prüfung der Dauerfestigkeit sollte mit der in Anhang A beschriebenen Prüfeinrichtung durchgeführt
werden.

Der thermostatische Mischer wird an die Prüfeinrichtung angeschlossen (siehe Bild A.1) und auf den in
Tabelle 5 angegebenen Ausgangswert mit einer Einstelltemperatur von (50 1) °C geregelt. Die Warm-
wasser-Eingangstemperatur wird jedoch auf 80 °C eingestellt. Mischer vom Typ 1 werden bei der vorein-
gestellten Temperatur geprüft.

Es ist sicherzustellen, dass der Durchfluss Tabelle 5, 7.2 entspricht.

Nach 30 s wird die Mischwassertemperatur der Mischer aufgezeichnet.

Nach Erreichen der geforderten Einstellungen müssen Maßnahmen getroffen werden, um zu verhindern, dass
sich die Einstellung der Eingangstemperatur, der Mischwassertemperatur und des Durchflusses ändert.

Die Ventile 5, 7 und 8 müssen über einen Taktgeber geregelt werden, um den folgenden Ablauf sicher-
zustellen.
A. Ventile 7 (Warmwasser) und 8 (Kaltwasser) sollten offen und Ventil 5 geschlossen sein.
B. Nach 10 s Ventil 7 schließen und Ventil 5 öffnen.
C. Nach 15 s Ventil 5 schließen und Ventil 7 öffnen.
Die Stufen B und C wiederholen.

In Abständen von höchstens 5 000 Zyklen ist zu überprüfen, ob die Eingangsdrücke und -temperaturen und
der Mischwasser-Durchfluss innerhalb der in Tabelle 5 für die Ausgangseinstellung festgelegten Grenzwerte
liegen. Falls erforderlich, sind die Eingangsdrücke und -temperaturen und der Mischwasser-Durchfluss den in
Tabelle 5 für die Prüfung festgelegten Werten anzupassen.

30 000 Zyklen durchführen.

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7.10.3 Anforderungen

Nach Überprüfung der Betriebsbedingungen und Einstellung nach Tabelle 5 darf die Mischwassertemperatur
ohne erneute Anpassung um nicht mehr als 5 K von der tatsächlichen Ausgangseinstellung abweichen.

Nach Beendigung der Zyklen zur Prüfung der Dauerfestigkeit muss der Mischer geprüft und alle in 7.3, 7.5,
7.6, 7.7, 7.8 und 7.9 festgelegten Funktionsanforderungen erfüllen.

8 Prüfungen des Geräuschverhaltens und Anforderungen

8.1 Allgemeines

Dieser Abschnitt legt das Prüfverfahren fest, nach dem thermostatische Mischer in Geräuschklassen
(I, II oder nicht klassifiziert) eingeordnet werden.

Prüfungen des Geräuschverhaltens sind nur für Mischer bis und einschließlich DN 32 erforderlich.

8.2 Prüfverfahren

Die thermostatischen Mischer werden mit den in Tabelle 5 angegebenen Durchflüssen QN nach
EN ISO 3822-1 und EN ISO 3822-3 mit einer Einstelltemperatur von (50 1) °C geprüft.

In der Regel wird zur Bestimmung der Geräuschklasse der Armaturengruppe von Mischern nur die Prüfung
bei 0,3 MPa (3 bar) durchgeführt.

8.3 Angabe der Ergebnisse

Die Ergebnisse der nach EN ISO 3822-1 und EN ISO 3822-3 durchgeführten Messungen werden durch den
Geräuschpegel des thermostatischen Mischers Lap in dB (A) angegeben.

8.4 Anforderungen

Die Klassifizierung erfolgt auf der Grundlage des Geräuschpegels Lap der Armaturen nach Tabelle 8.

Tabelle 8 — Geräuschklassen

Geräuschklasse Lap dB (A)

I Lap ! 20

II 20 " Lap ! 30

Nicht klassifiziert Lap # 30

9 Klassifizierung
Thermostatische Mischer werden nach dem Zulaufanschluss und dem Nenn-Durchfluss nach Tabelle 5 und
nach der Geräuschklasse nach Tabelle 8 klassifiziert.

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10 Bezeichnung
Thermostatische Mischer werden bezeichnet durch:

a) Verweisung auf diese Europäische Norm, d. h. EN 15092;

b) Nennweite (DN) (siehe Tabelle 5);

c) Typ des Mischers (siehe 3.5);

d) Einstelltemperatur bzw. -temperaturbereich am Auslauf, d. h. „50 °C“ oder „45 °C bis 65 °C“ (siehe 3.5);

e) Geräuschklasse.

Beispiel für die Bezeichnung eines thermostatischen Mischers, Nennweite DN 15, Typ 2 einstellbar, zwischen
45 °C bis 65 °C, Geräuschklasse 1,

Thermostatischer Mischer, EN 15092, DN 15, Typ 2, 45 °C bis 65 °C, a I

11 Kennzeichnung

11.1 Temperatur

Jeder thermostatische Mischer vom Typ 2 muss gut lesbar und dauerhaft mit der Angabe der Temperatur-
einstellung von Kalt zu Warm bzw. umgekehrt gekennzeichnet sein.

11.2 Durchfluss

Alle thermostatischen Mischer müssen gut lesbar und dauerhaft mit der Angabe des Warm- und Kaltwasser-
Zulaufanschlusses und des Mischwasserauslaufs gekennzeichnet sein. Diese Kennzeichnung muss auf das
Gehäuse des Mischers durch Stempeln, Ätzen oder Gießen aufgebracht werden.

11.3 Identifizierung

Alle thermostatischen Mischer müssen gut lesbar und dauerhaft mit den folgenden Angaben gekennzeichnet
sein:

a) Name, Handelszeichen oder Kennung des Herstellers;

b) Bezeichnung oder Modell-Nummer des Mischers;

c) Einstelltemperatur bzw. -temperaturbereich am Auslauf, „45 °C“ oder „45 °C bis 65 °C“, und

d) in den Ländern, in denen der Einsatz von entzinkungsbeständigen Werkstoffen nicht verlangt wird, dürfen
entzinkungsbeständige Produkte nach EN ISO 6509 sowie Produkte, die kein Zink enthalten, mit
„DR“ gekennzeichnet werden. In den Ländern, in denen der Einsatz von entzinkungsbeständigen
Werkstoffen verlangt wird, müssen entzinkungsbeständige Produkte, die kein Zink enthalten, mit
„DR“ gekennzeichnet werden.

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EN 15092:2008 (D)

12 Einbau- und Bedienungsanleitungen


Einbau- und Bedienungsanleitungen zur Installation und Inbetriebnahme müssen zu jedem thermostatischen
Mischer mitgeliefert werden. Diese Anleitungen müssen die folgenden Mindestangaben enthalten.

1) Eine schematische Zeichnung oder Zeichnungen zur Erläuterung der korrekten Installation eines
thermostatischen Mischers, d. h. montiert nah am Wassererwärmer.

2) Hinweise für die Bezeichnung des thermostatischen Mischers.

3) Informationen für die Inbetriebnahme und die durchzuführenden routinegemäßen In-Betrieb-Prüfungen.

4) Informationen, ob mit dem thermostatischen Mischer auch Einrichtungen zur Rückflussverhinderung (z. B.
Rückflussverhinderer) zu installieren sind, sowie die Spezifikation für derartige Einrichtungen. Diese
Spezifikation muss ausreichende Angaben beinhalten, um die Kombination von thermostatischen
Mischern und Einrichtungen zur Rückflussverhinderung, die nach dieser Spezifikation geprüft wurden, am
Einsatzort wiederherstellen zu können.

5) Angabe, über die Notwendigkeit von Absperrventilen, um Prüfungen am Einsatzort zu ermöglichen.

6) Diese Geräte begrenzen nicht die Temperatur des Warmwassers auf einen sicheren Wert, der die Gefahr
des Verbrühens verhindert.

7) Die eingestellte Temperatur muss mit den nationalen Regelungen übereinstimmen.

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Anhang A
(normativ)

Einrichtung für die Prüfung der Dauerfestigkeit des Thermostaten

A.1 Prüfstand

A.1.1 Allgemeines

Beispiel siehe Bild A.1

Legende
1 Rohr
2 Rohr
3 Rohr
4 Druckmesskopf
5 Umgehungsventil, Schnellschlussmechanismus
6 Regelventil am Ausgang
7 Regelventil am Warmwasserzulauf
8 Regelventil am Kaltwasserzulauf
9 Warmwasserdurchflussrichtung
10 Prüfarmatur
11 Kaltwasserdurchflussrichtung

Qh Durchflussmessgerät für Warmwasser


Qc Durchflussmessgerät für Kaltwasser
Th Temperaturmessgerät für Warmwasser
Tc Temperaturmessgerät für Kaltwasser
Ph Druckmessgerät für Warmwasser
Pc Druckmessgerät für Kaltwasser
Tm Temperaturmessgerät für Mischwasser

Einige Einzelheiten müssen eventuell für bestimmte thermostatische Mischer und Wasserzuleitungssysteme
geändert werden.

Bild A.1 — Prüfstand zur Prüfung der Dauerfestigkeit des Thermostaten

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A.1.2 Zulaufleitungen

Die Zulaufrohrleitung sollte Folgendes beinhalten:

a) drei Schnellschlussventile (5), (7) und (8) mit Fernbetätigung, z. B. ein Magnetventil, jeweils ein Ventil in
jeder Zuleitung und ein Ventil in der Verbindungsleitung — siehe f);

b) Einrichtungen zur Messung und Regelung des Mischwasserdurchflusses. Der Mischwasserdurchfluss


sollte mit einem ablaufseitigen Widerstand geregelt werden;

c) Vorrichtung zur Aufnahme von zwei Temperaturmessgeräten (Th und Tc);

d) Abzweig zu einer Verzweigung der Zulaufleitungen;

e) Vorrichtung zur Aufnahme von zwei Druckmessgeräten (Ph und Pc);

f) Vorrichtung zur Verzweigung der Zulaufleitungen in einem Ventil (5) mit Abzweig;

g) Isolierung über die gesamte Länge beider Zulaufrohre zwischen der Temperaturmesseinrichtung und
dem Zulaufanschluss des Mischers.

A.1.3 Betätigungselemente

Die Ventile (5), (7) und (8) sollten über einen Taktgeber in einem vorgegebenen Zyklus nach 7.10 bestätigt
werden.

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Anhang B
(normativ)

Einrichtung für die Prüfung der Funktionsfähigkeit

B.1 Prüfstand

B.1.1 Allgemeines

Beispiel siehe Bild B.1

Legende
1 Rohr Qh Durchflussmessgerät für Warmwasser
2 Rohr Qc Durchflussmessgerät für Kaltwasser
3 Rohr
Th Temperaturmessgerät für Warmwasser
4 Druckmesskopf
5 Regelventil am Ausgang Tc Temperaturmessgerät für Kaltwasser
6 Endfitting am Ausgang Ph Druckmessgerät für Warmwasser
7 Bypass-Regelventil Pc Druckmessgerät für Kaltwasser
8 Entlüftungsventil Tm Temperaturmessgerät für Mischwasser
9 Regelventil am Warmwasserzulauf
10 Prüfarmatur Pm Druckmessgerät für Ausgangsdruck des
11 Regelventil am Kaltwasserzulauf Mischwassers

Einige Einzelheiten müssen eventuell für bestimmte Mischer und Wasserzuleitungssysteme geändert werden.

Bild B.1 — Prüfstand für die Prüfung der Funktionsfähigkeit

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EN 15092:2008 (D)

B.1.2 Zulaufleitungen

Die Zulaufrohrleitung sollte beinhalten:

a) ein Absperrventil in jedem Zuleitungsrohr;

b) ein Durchflussmessgerät (Qh und Qc) in jedem Zuleitungsrohr;

c) Vorrichtung zur Aufnahme der Temperaturmessgeräte (Th und Tc);

d) einen Abzweig in jedem Zuleitungsrohr zum Entlüftungsventil (8);

e) gerader Rohrabschnitt (1) mit einem Nenndurchmesser, mit dem sichergestellt wird, dass die Wasser-
strömung bei normalen Prüfbedingungen 5 m/s und eine Länge von (250 10) mm zwischen den
Temperaturmessgeräten und den Druckmessköpfen (4) nicht überschreitet;

f) eine Vorrichtung zur Druckmessung an verschiedenen Stellen;

g) Rohrleitung (2) mit dem gleichen Nenndurchmesser wie der Zulaufanschluss des zu prüfenden Mischers
und einer Länge von (300 10) mm. Nur Rohrbogen mit einem Radius R ! 4 " Rohrdurchmesser sind in
diesem Rohr zulässig;

h) eine Vorrichtung zur Verbindung der Zulaufleitungen in einem Ventil (7) mit Abzweig, angeschlossen
zwischen den Abzweigen zu den Entlüftungsventilen (8);

i) Rohrisolierung über die gesamte Länge beider Zulaufrohre zwischen der Temperaturmesseinrichtung und
dem Zulaufanschluss des Mischers.

B.1.3 Auslauf

Die Auslaufrohrleitung sollte aus Kupferrohr nach EN 1057, halbhart, gefertigt sein und den gleichen Nenn-
durchmesser wie der Mischer aufweisen. Nur Rohrbogen mit einem Radius R ! 4 " Rohrdurchmesser sind in
diesem Rohr zulässig.

Die Rohrleitung sollte zwischen dem Auslaufanschluss des Mischers und Tm eine Länge von (550 50) mm
aufweisen und Folgendes beinhalten:

a) eine Vorrichtung zur Druckmessung in einem Abstand von (300 50) mm vom Auslaufanschluss des
thermostatischen Mischers;

b) Vorrichtung zur Aufnahme eines Temperaturmessgerätes.

Hinter dem Temperaturmessgerät sollte ein Absperrventil (Regelventil am Ausgang) mit dem gleichen Nenn-
durchmesser wie der Mischer installiert werden.

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

Anhang C
(normativ)

Messung von Kennwerten

C.1 Temperaturmessung

C.1.1 Einbau

C.1.1.1 Es ist sicherzustellen, dass der wärmeempfindliche Teil der Fühlerelemente vollständig
eingetaucht ist.

C.1.1.2 Bei der Mischwassertemperatur, Tm, ist das Thermoelement in einem Abstand von 50 mm bis
75 mm vor dem Regelventil (6) in die Rohrleitung einzubauen.

C.1.2 Fehlergrenze

Die Temperatur der Warmwasserzuleitung, Th, der Kaltwasserzuleitung, Tc und des Mischwassers, Tm, muss
mit einer Messunsicherheit von 0,5 K gemessen werden.

C.1.3 Ansprechzeit

Die Mischwassertemperatur ist mit Messgeräten zu messen, deren Systemreaktion Anzeigenänderungen von
90 % eines Stufenwechsels innerhalb von 0,3 s anzeigt. Ein Thermoelement vom Typ T ist zu verwenden.

C.1.4 Frequenz der Messung

Die Abtastrate muss mindestens ! 50 Hz sein.

C.2 Druckmessung
Der Fließdruck der Warmwasser-Zuleitung, Ph, der Kaltwasserzuleitung, Pc, und des Mischwassers, Pm, muss
mit einer Fehlergrenze von 1 % gemessen werden.

C.3 Durchflussmessung
Der Warmwasserdurchfluss, Qh, und der Kaltwasserdurchfluss, Qc, müssen mit einer Fehlergrenze von
2,0 % des Normalprüfdurchflusses gemessen werden. Der Durchfluss des Mischwassers entspricht der
Summe aus (Qh + Qc).

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

Anhang D
(informativ)

Anforderungen an die Übergangstemperatur

Bild D.1 — Anforderungen an die Übergangstemperatur

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DIN EN 15092:2008-09
EN 15092:2008 (D)

Literaturhinweise

[1] EN 248, Sanitärarmaturen — Allgemeine Anforderungen für elektrolytische Ni-Cr-Überzüge

[2] EN 806-2, Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen — Teil 2: Planung

[3] EN 1057, Kupfer und Kupferlegierungen — Nahtlose Rundrohre aus Kupfer für Wasser- und
Gasleitungen für Sanitärinstallationen und Heizungsanlagen

[4] EN 13828, Gebäudearmaturen — Handbetätigte Kugelhähne aus Kupferlegierungen und nicht-


rostenden Stählen für Trinkwasseranlagen in Gebäuden — Prüfungen und Anforderungen

[5] EN 1717, Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen und allgemeine
Anforderungen an Sicherheitseinrichtungen zur Verhütung von Trinkwasserverunreinigungen durch
Rückfließen

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