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*DE102009034186A120110203*
(10) DE 10 2009 034 186 A1 2011.02.03

(12) Offenlegungsschrift

(21) Aktenzeichen: 10 2009 034 186.2 (51) Int Cl.8: B23P 19/10 (2006.01)
(22) Anmeldetag: 22.07.2009 B23P 19/04 (2006.01)
(43) Offenlegungstag: 03.02.2011 F02F 1/24 (2006.01)
(71) Anmelder: (72) Erfinder:
MAN Diesel & Turbo SE, 86153 Augsburg, DE Kuda, Robert, 85221 Dachau, DE; Micheler,
Werner, 86179 Augsburg, DE

Die folgenden Angaben sind den vom Anmelder eingereichten Unterlagen entnommen
(54) Bezeichnung: Ausrichten eines Zylinderkopfes eines Verbrennungsmotors

(57) Zusammenfassung: Verfahren zum Ausrichten eines


Zylinderkopfes (3) eines Verbrennungsmotors, insbeson-
dere eines Großdieselmotors, welcher auf eineM Zylinder-
gehäuse (2) befestigt wird, und eines Bezugsbauteils (5)
relativ zueinander, umfassend die folgenden Verfahrens-
schritte, Befestigen einer Einstelllehre (6) an einem der
zueinander ausrichtenden Bauteile, nämlich dem Zylinder-
kopf (3) oder dem Bezugsbauteil (5), Ansetzen von Aus-
richtmitteln (7) der Einstelllehre (6) zumindest mittelbar an
dem anderen der zueinander ausrichtenden Bauteile,
nämlich dem Bezugsbauteil (5) oder dem Zylinderkopf (3),
Betätigen der Ausrichtmittel (7) und Festlegen des Zylin-
derkopfes (3) am Zylindergehäuse (2).

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Beschreibung Bezugsbauteil relativ zueinander gelöst, wobei das
Verfahren die folgenden Verfahrensschritte umfasst:
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine – Befestigen einer Einstelllehre an einem der zu-
Einstelllehre zum Ausrichten eines Zylinderkopfes ei- einander auszurichtenden Bauteile, nämlich dem
nes Verbrennungsmotors, insbesondere eines Groß- Zylinderkopf oder dem Bezugsbauteil;
dieselmotors. – Ansetzen von Ausrichtmitteln der Einstelllehre
unmittelbar oder mittelbar an dem anderen der zu-
[0002] Aus der DE 103 32 226 A1 ist ein Großdie- einander auszurichtenden Bauteile, nämlich dem
selmotor bekannt. Der Großdieselmotor weist einen Bezugsbauteil bzw. dem Zylinderkopf;
Zylinder auf, der in einer in das Motorgestell einge- – Betätigen der Ausrichtmittel; und
setzten Zylinderbüchse aufgenommen ist. Auf der – Festlegen des Zylinderkopfes am Zylinderge-
Zylinderbüchse ist ein Zylinderkopf befestigt. häuse.

[0003] Aus der DE 32 10 377 A1 ist ein Verfahren [0008] Die Einstelllehre kann vorteilhaft ein einfach
zur Positionierung einer Zylinderkopfdichtung be- herzustellendes Werkzeug sein. Dieses kann ohne
kannt. Dabei wird die Zylinderkopfdichtung zunächst das Einhalten genauerer Toleranzen am Zylinderkopf
auf den Zylinderblock aufgelegt. Anschließend wird bzw. an den angrenzenden Bauteilen montiert wer-
diese mittels einer Zentriervorrichtung zu den Zylin- den. Durch die Funktionsweise der Ausrichtung mit-
derbohrungen des Zylinderblockes ausrichtend zen- tels den Ausrichtungsmitteln kann die Einstelllehre
triert. Dann wird die Zylinderkopfdichtung bis zur Be- insbesondere auch an Rohgusskonturen angesetzt
festigung des Zylinderkopfes auf dem Zylinderblock werden. Durch die erfindungsgemäße Ausrichtung
festgelegt. der zueinander auszurichtenden Bauteile kann vor-
zugsweise auf einen Kompensator verzichtet wer-
[0004] Insbesondere Großdieselmotoren sind häu- den. Insofern können zueinander auszurichtende
fig derart ausgebildet, dass für jeden Zylinder ein se- Bauteile in einem nahen Abstand zueinander mon-
parater Zylinderkopf vorgesehen ist. Der Zylinderkopf tiert werden, was sich wiederum in kleineren Bautei-
kann bei der Montage koaxial zu einer Zylinderachse labmessungen auswirken kann. Das Ausrichten kann
in verschiedenen Drehstellungen ausgerichtet sein. gemäß einer Ausführung der vorliegenden Erfindung
An dem Zylindergehäuse sind in der Regel auch wei- vorteilhaft auch ohne sogenannte Stick-Slip-Effekte,
tere Bauteile, insbesondere Abgasleitungen oder Ab- also eine Mischung aus Haft- und Gleitreibung, die zu
gassammelleitungen und/oder Luftleitungen, insbe- ruckartigen Bewegungen führen kann, durchgeführt
sondere Ladeluftleitungen angeordnet. Dabei ist die werden.
Ausrichtung von Zylinderköpfen und solchen Bautei-
len relativ zueinander problematisch. Wenn ein Zylin- [0009] Vorzugsweise bewirken die Ausrichtmittel
derkopf und/oder ein Bezugsbauteil mit montage- eine Kraftübersetzung. Insbesondere kann die auf
oder fertigungsbedingter Toleranz am Zylindergehäu- die Ausrichtmittel aufgebrachte Kraft dabei durch die
se festgelegt wird, kann die Ausrichtung zwischen Ausrichtmittel vergrößert werden. Hierdurch kann
Zylinderkopf und Bezugsbauteil ungenau werden. das Ausrichten der zueinander auszurichtenden Bau-
teile besonders ergonomisch erfolgen, da die durch
[0005] Zylinderköpfe werden bisher, wenn über- den Anwender aufgebrachte Kraft verstärkt wird.
haupt, über Führungsstifte zu angrenzenden Bautei-
len ausgerichtet. Dabei ergeben sich häufig Unge- [0010] Vorzugsweise wird die Einstelllehre auf ei-
nauigkeiten in der Ausrichtung, die bislang nachteilig nem der auszurichtenden Bauteile lösbar befestigt,
mit Kompensatoren ausgeglichen werden müssen. insbesondere festgeschraubt, -geklemmt oder -ge-
Derartige Kompensatoren sind beispielsweise aus steckt. An dem anderen der zueinander auszurich-
der EP 0 145 020 A2 bekannt. Ein solcher Kompen- tenden Bauteile stützen sich die Ausrichtmittel vor-
sator dient zum Überbrücken von zwei sich mit Ab- zugsweise form- und/oder reibschlüssig ab.
stand gegenüberstehenden Leitungsenden. Der
Kompensator ist biegsam, so dass ein Axialversatz [0011] Vorzugsweise wird die Einstelllehre auf dem
bei zu verbindenden Leitungsenden kein Montage- Zylinderkopf befestigt und die Ausrichtmittel werden
hindernis darstellt. vorzugsweise an dem Bezugsbauteil angesetzt.

[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, [0012] Vorzugsweise sind wenigstens zwei Aus-
ein verbessertes Ausrichten eines Zylinderkopfes zu richtmittel vorgesehen. Dies kann einer feineren Aus-
ermöglichen. richtung dienlich sein oder eine Ausrichtung der Win-
kellage ermöglichen.
[0007] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufga-
be wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1 zum [0013] Die Einstelllehre kann vorzugsweise frei, d.
Ausrichten wenigstens eines Zylinderkopfes, welcher h. in beliebiger Lage und/oder Orientierung an dem
auf einem Zylindergehäuse befestigt wird, und eines einen der zueinander auszurichtenden Bauteil befes-

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tigt werden. Dann sind insbesondere keine vorgege- [0020] Nach dem Ausrichten zweier Bauteile zuein-
benen Befestigungspunkte vorgesehen. Die Einstell- ander kann eine weitere Ausrichtung vorgenommen
lehre kann dabei insbesondere stoffschlüssig oder werden. Dabei kann insbesondere ein weiteres Be-
kraftschlüssig mit dem anderen Bauteil verbunden zugsbauteil gegenüber dem Zylinderkopf ausgerich-
werden. tet werden. Alternativ kann der Zylinderkopf auch ge-
genüber unterschiedlichen Bezugsbauteilen ausge-
[0014] Alternativ kann die Einstelllehre in einer oder richtet werden. Dies ist insbesondere dann von Vor-
verschiedenen vorgegebenen Lagen bzw. Orientie- teil, wenn der Zylinderkopf an den unterschiedlichen
rungen, insbesondere an vorgegebenen Befesti- Bezugsbauteilen jeweils bezüglich eines bestimmten
gungspunkten, an dem einen der zueinander auszu- Freiheitsgrades ausgerichtet werden soll. So kann
richtenden Bauteile befestigt werden. Vorgegebene der Zylinderkopf beispielsweise gegenüber einem
Befestigungspunkte können dabei insbesondere ersten Bezugsbauteil bezüglich seiner Orientierung
durch Bohrungen, insbesondere Gewindebohrun- ausgerichtet werden, während der Zylinderkopf ge-
gen, definiert werden. Die Befestigung erfolgt dann genüber einem zweiten Bezugsbauteil bezüglich sei-
vorzugsweise durch Verschrauben, Einstecken, Ver- ner Lage ausgerichtet wird.
rasten oder dergleichen.
[0021] Der Verbleib der Einstelllehre am Zylinder-
[0015] Die Einstelllehre ist vorzugsweise zusam- kopf ist in der Regel nicht vorgesehen, sie wird nor-
men mit dem Zylinderkopf oder auf dem Zylinderkopf malerweise nach Montage des Zylinderkopfes de-
verdrehbar, insbesondere um eine Zylinderachse. montiert. Es ist jedoch vorstellbar, dass wird nach
Durch die Verdrehbarkeit kann insbesondere eine dem Betätigen der Ausrichtmittel die Einstelllehre ge-
Ausrichtung auch um eine Drehachse herum erfol- meinsam mit dem Zylinderkopf am Zylindergehäuse
gen. festgelegt, insbesondere festgeschraubt wird. Dies
kann dadurch erfolgen, dass der Zylinderkopf, an
[0016] Vorzugsweise kann ein Ausrichtmittel eine dem die Einstelllehre befestigt ist, fest mit dem Zylin-
translatorische Bewegung vollziehen. Die translatori- dergehäuse verbunden wird. Dadurch wird auch die
sche Bewegung kann ein Ausrichten der zueinander Einstelllehre zumindest mittelbar fest an das Zylin-
auszurichtenden Bauteile in translatorischer Rich- dergehäuse angeschlossen. Ferner kann auch mit-
tung bewirken. Durch entsprechende Übersetzung tels anderer Befestigungsmittel, insbesondere mittels
der translatorischen Bewegung oder das Zusammen- zumindest eines Zugankers, die Einstelllehre unmit-
wirken mehrerer, vorzugsweise paralleler Ausricht- telbar fest mit dem Zylindergehäuse verbunden wer-
mittel kann auch eine rotatorische Ausrichtung be- den. Dabei verbleibt die Einstelllehre am Zylinderkopf
wirkt werden. und steht vorzugsweise bei Wartungsarbeiten ohne
weiteren Montageaufwand direkt wieder zur Verfü-
[0017] Vorzugsweise ist ein Ausrichtmittel durch gung. Korrekturen an der Ausrichtung können jeder-
eine Einstellschraube gebildet, welche in ein Gewin- zeit ohne Montageaufwand durchgeführt werden. Zu
de, insbesondere ein Gewinde der Einstelllehre, ein- demselben Zweck kann die Einstelllehre auch unlös-
geschraubt ist. Das Betätigen der Ausrichtmittel kann bar auf einem der auszurichtenden Bauteile befes-
durch Verdrehen der Einstellschraube vorgenommen tigt, insbesondere mit diesem verschweißt, verklebt
werden. Die Einstellschraube kann dabei die aufge- oder vernietet werden.
brachte Kraft, beispielsweise nach der Art eines
Schneckengetriebes, übersetzen. Dabei kann ein ge- [0022] Alternativ kann nach dem Betätigen der Aus-
ringer Kraftaufwand eine große Einstellkraft bewirken richtmittel die Einstelllehre von dem Zylinderkopf ge-
und zugleich ein feines Ausrichten der zueinander löst werden. Die Einstelllehre kann dann für weitere
auszurichtenden Bauteile begünstigen. Ausrichtvorgänge an anderen Zylinderköpfen ver-
wendet werden. Ferner wird unnötiges Gewicht am
[0018] Vorzugsweise kann an den Ausrichtmitteln Zylinderkopf vermieden.
oder zwischen den Ausrichtmitteln und dem Bezugs-
bauteil eine Abstützplatte angeordnet werden. Die [0023] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufga-
Abstützplatte kann insbesondere dazu dienen, dass be wird ferner gelöst durch eine Einstelllehre, insbe-
sich die Ausrichtmittel an einer definierten, belastba- sondere zum Durchführen des vorstehend erläuter-
ren Fläche abstützen können. Dies ist insbesondere ten Verfahrens, wobei die Einstelllehre einen Befesti-
von Vorteil, wenn eines der zueinander auszurichten- gungsabschnitt aufweist, der zur Befestigung der
den Bauteile eine unebene Kontur aufweist, welche Einstelllehre an einem der zueinander auszurichten-
für die Abstützung der Ausrichtmittel ungeeignet ist. den Bauteile, nämlich Zylinderkopf oder Bezugsbau-
teil, dient und die Einstelllehre einen Ausrichtab-
[0019] Nach dem Betätigen der Ausrichtmittel kann schnitt mit Ausrichtmitteln aufweist. Es ergeben sich
der Zylinderkopf am Zylindergehäuse befestigt, ins- die zum Verfahren bereits genannten Vorteile.
besondere angeschraubt werden. Die ausgerichtete
Position des Zylinderkopfs wird dadurch festgelegt. [0024] Der Befestigungsabschnitt weist in einer be-

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vorzugten Ausführung zumindest eine, insbesondere Zylindergehäuse 2 befestigt werden.
zwei Befestigungsbohrungen auf, durch welche Be-
festigungsschrauben geführt werden können. Durch [0034] Es ist ein Bezugsbauteil 5 zu erkennen. Das
die Befestigungsschrauben kann die Einstelllehre mit Bezugsbauteil 5 kann beispielsweise ein Ladeluftver-
einem der zueinander auszurichtenden Bauteile fest teiler oder ein Abgassammler sein. Es kann auch ein
verbunden werden. Vorzugsweise sind wenigstens Bauteil sein, welches die Funktion beider vorgenann-
zwei Befestigungsbohrungen vorgesehen, deren ter Bauteile übernimmt. Es ist zu erkennen, dass ein
Achsen in einem vorgegebenen Winkel, insbesonde- Auslasskanal 12 des Zylinderkopfs 3 mit einem Stut-
re parallel zueinander angeordnet sind. zen 21 des Bezugsbauteils 5 verbunden sind. Durch
den Zylinderkopf 3 verdeckt ist ferner ein Einlasska-
[0025] Vorzugsweise weist der Ausrichtabschnitt nal 11 mit einem weiteren Stutzen des Bezugsbau-
zumindest eine, insbesondere zwei oder mehrere teils 5 verbunden.
Gewindebohrungen auf, durch die Einstellschrauben
hindurchgeführt sind. [0035] Um die Kanäle 11, 12 auf die Stutzen 21 aus-
zurichten, muss der Zylinderkopf 3 relativ zu dem Be-
[0026] Vorzugsweise weist der Ausrichtabschnitt zugsbauteil 5 ausgerichtet werden.
zwei Gewindebohrungen auf, deren Achsen in einem
vorgegebenen Winkelbereich, insbesondere parallel [0036] Zur Ausrichtung des Zylinderkopfes an dem
zueinander angeordnet sind. Zylindergehäuse gegenüber dem Bezugsbauteil 5
wird zunächst eine Einstelllehre 6 an dem Zylinder-
[0027] Vorzugsweise ist die Achse einer Gewinde- kopf 3 befestigt. Die Einstelllehre 6 ist ein z. Bsp. ge-
bohrung um einen vorgegebenen Winkel zur Achse gossenes Werkstück, welches einen Befestigungs-
einer Befestigungsbohrung ausgerichtet. Translatori- abschnitt 14 und einen Ausrichtabschnitt 15 aufweist.
sche Bewegungen entlang der Achse der Gewinde-
bohrungen können damit in rotatorische Bewegun- [0037] Der Befestigungsabschnitt 14 dient zur Be-
gen um die Achse der Befestigungsbohrungen über- festigung der Einstelllehre an dem Zylinderkopf 3.
setzt werden. Dafür weist der Befestigungsabschnitt 14 mehrere
Befestigungsbohrungen 16 auf, durch die Befesti-
[0028] Vorzugsweise beträgt ein Winkel zwischen gungsschrauben 9 hindurchgeführt werden können,
der Achse einer Gewindebohrung und der Achse ei- wobei in Fig. 1 zur besseren Übersichtlichkeit nur
ner Befestigungsbohrung zumindest 60° insbesonde- eine der identisch ausgeführten Befestigungsschrau-
re zumindest 80°, insbesondere in etwa 90°. ben bzw. Bohrungen 9, 16 dargestellt ist. Die Befes-
tigungsschraube 9 wird in einer nicht dargestellten
[0029] Vorzugsweise weist die Einstelllehre zumin- Gewindebohrung des Zylinderkopfs festgeschraubt.
dest eine Ankerbohrung auf, um die Zugankerboh- Eine weitere Befestigungsbohrung ist durch eine An-
rung am Zylinderkopf nicht zu verbauen. kerbohrung 18 dargestellt. Die sie durchgreifende
Befestigungsschraube ist im vorliegenden Fall durch
[0030] Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich einen Zuganker 10 dargestellt. Die Befestigungsboh-
aus den Unteransprüchen und den Ausführungsbei- rungen 16, 18 weisen jeweils eine Achse B auf, wobei
spielen. Hierzu zeigt, teilweise schematisiert: die Achsen B der Befestigungsbohrungen 16, 18 zu-
einander parallel ausgerichtet sind.
[0031] Fig. 1: ausschnittsweise einen Großdiesel-
motor in perspektivischer Ansicht; und [0038] Der Ausrichtabschnitt 15 dient zum Zusam-
menwirken mit Ausrichtmitteln 7. Der Ausrichtab-
[0032] Fig. 2: ausschnittsweise den Großdieselmo- schnitt 15 ist im vorliegenden Fall in Form zweier
tor aus Fig. 1 in Draufsicht. winklig um einen Winkel β zum Befestigungsab-
schnitt 14 hervorstehenden Ansätzen 20 ausgestal-
[0033] Die Fig. 1 und Fig. 2 werden nachfolgend tet. Jeder der Ansätze 20 weist jeweils eine Gewinde-
gemeinsam beschrieben. Es ist ausschnittsweise ein bohrung 17 auf. Jede der Gewindebohrungen 17
Großdieselmotor 1 zu erkennen, der ein Zylinderge- weist eine Achse G auf, wobei die Achsen G sämtli-
häuse 2 aufweist. Das Zylindergehäuse 2 weist eine cher Gewindebohrungen 17 parallel zueinander aus-
Vielzahl von Zylinderbohrungen 19 auf, deren Öff- gerichtet sind. In den Gewindebohrungen 17 ist je-
nungen 13 sich an einer Oberseite des Zylinderge- weils eine Einstellschraube 7 eingeschraubt. Diese
häuses 2 befinden. Auf jeweils einer Zylinderbohrung Einstellschrauben 17 werden an einer Bezugsfläche
19 ist ein Zylinderkopf 3 aufgesetzt. Der Zylinderkopf 4 des Bezugsbauteils 5 angesetzt, indem die Einstell-
3 kann in verschiedenen Drehstellungen koaxial zu schrauben 7 solange in die Gewindebohrungen 17
einer Zylinderachse Z der Zylinderbohrung 19 ausge- eingeschraubt werden, bis sich die Einstellschrauben
richtet sein. Mittels Zugankern 10, von denen insge- 7 auf der Bezugsfläche 4 abstützen. Im vorliegenden
samt vier Stück umfangsverteilt um den Zylinderkopf Fall ist jedoch zwischen der Bezugsfläche 4 und den
3 angeordnet sind, kann der Zylinderkopf 3 auf dem Ansätzen 20 der Einstelllehre 6 jeweils eine Abstütz-

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platte 8, angeordnet. Insofern können sich die Ein- ßen Toleranzen hergestellt werden.
stellschrauben 7 lediglich mittelbar, nämlich über die
Abstützplatte 8 an der Bezugsfläche 4 des Bezugs- Bezugszeichenliste
bauteils 5 abstützen.
1 Motor
[0039] Die Achsen G der Gewindebohrungen sind 2 Zylindergehäuse
winklig um den Winkel α zu den Achsen B der Befes- 3 Zylinderkopf
tigungsbohrungen ausgerichtet. Die Achsen B der 4 Bezugsfläche
Befestigungsbohrungen sind, wenn die Einstelllehre 5 Bezugsbauteil
6 auf dem Zylinderkopf 3 befestigt ist, parallel zur Zy- 6 Einstelllehre
linderachse Z ausgerichtet. Es ist zu erkennen, dass 7 Einstellschraube
eine ungleichmäßige Verdrehung der Einstellschrau- 8 Abstützplatte
ben 7, insbesondere eine gegensinnige Verdrehung 9 Befestigungsschraube
beider Einstellschrauben 7 oder ein Verdrehen ledig- 10 Zuganker
lich einer Einstellschraube 7, eine rotatorische Bewe- 11 Einlasskanal
gung des Zylinderkopfs 3 um die Zylinderachse Z be- 12 Auslasskanal
wirken kann. Durch das Betätigen der Ausrichtmittel 13 Öffnungen
in Form der Einstellschrauben 7 kann somit der Zylin- 14 Befestigungsabschnitt
derkopf rotatorisch zum Bezugsbauteil ausgerichtet 15 Ausrichtabschnitt
werden. 16 Befestigungsbohrung
17 Gewindebohrung
[0040] Nachdem der Zylinderkopf 3 in korrekter 18 Ankerbohrung
Ausrichtung zum Bezugsbauteil 5 gebracht wurde, 19 Zylinderbohrung
werden die Zuganker 10 festgezogen, so dass der 20 Ansatz
Zylinderkopf 3 fest auf dem Zylindergehäuse 2 ange- 21 Stutzen
ordnet ist. α Winkel
β Winkel
[0041] In einer alternativen Ausführungsform kann Z Zylinderachse
die Einstelllehre 6 auch nach dem Befestigungsvor- G Achse der Gewindebohrung
gang von dem Zylinderkopf entfernt werden. Dann B Achse der Befestigungsbohrung
kann die Einstelllehre 6 zur Ausrichtung weiterer Zy-
linderköpfen 3 verwendet werden.

[0042] Durch Einschrauben der Befestigungs-


schrauben 9 in andere, nicht dargestellte Gewinde-
bohrungen des Zylinderkopfs kann dieselbe Einstel-
lehre 6 auch in einer anderen vorgegebenen Position
an dem Zylinderkopf 3 befestigt werden und so zur
Ausrichtung relativ zu einem anderen Bezugsbauteil
dienen.

[0043] Im vorliegenden Fall wird der Zylinderkopf 3


gegenüber dem Bezugsbauteil 5 ausgerichtet. Es ist
in einer alternativen Ausführung auch denkbar, dass
das Bezugsbauteil 5 gegenüber dem Zylinderkopf 3
ausgerichtet wird. Ferner ist es möglich, dass in einer
alternativen Ausführung die Befestigungsschrauben
9 an dem Bezugsbauteil 5 befestigt werden und die
Ausrichtmittel an dem Zylinderkopf angesetzt wer-
den.

[0044] Durch die Einstellbarkeit der Ausrichtmittel,


im Ausführungsbeispiel der Einstellschrauben 7,
kommt der Ausrichtung der Einstellehre 6 auf dem
Zylinderkopf 3 keine Bedeutung zu, da Abweichun-
gen von einer vorgegebenen Position durch entspre-
chend weiteres Heraus- oder Hineindrehen einer
oder beider Einstellschrauben 7 kompensiert werden
können. Somit können die Einstelllehre 6 sowie ihre
Aufnahme 16, 18 am Zylinderkopf vorteilhaft mit gro-

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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Doku-


mente wurde automatisiert erzeugt und ist aus-
schließlich zur besseren Information des Lesers auf-
genommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deut-
schen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung.
Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige
Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

- DE 10332226 A1 [0002]
- DE 3210377 A1 [0003]
- EP 0145020 A2 [0005]

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Patentansprüche schraubt wird.

1. Verfahren zum Ausrichten eines Zylinderkop- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
fes (3) eines Verbrennungsmotors, insbesondere ei- dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Betätigen
nes Großdieselmotors, welcher auf einem Zylinder- der Ausrichtmittel (7) die Einstelllehre (6) von dem
gehäuse (2) befestigt wird, und eines Bezugsbauteils Zylinderkopf (3) gelöst wird.
(5) relativ zueinander, umfassend die folgenden Ver-
fahrensschritte: 10. Einstelllehre (6), insbesondere zum Durch-
– Befestigen einer Einstelllehre (6) an einem der zu- führen des Verfahrens nach einem der vorhergehen-
einander auszurichtenden Bauteile, nämlich dem Zy- den Ansprüche, wobei die Einstelllehre (6) einen Be-
linderkopf (3) oder dem Bezugsbauteil (5), festigungsabschnitt (14) aufweist, der zur Befesti-
– Ansetzen von Ausrichtmitteln (7) der Einstelllehre gung der Einstelllehre (6) an einem der zueinander
(6) zumindest mittelbar an dem anderen der zueinan- auszurichtenden Bauteile (3, 5), nämlich Zylinderkopf
der auszurichtenden Bauteile, nämlich dem Bezugs- (3) oder Bezugsbauteil (5), dient und die Einstelllehre
bauteil (5) oder dem Zylinderkopf (3), (6) einen Ausrichtabschnitt (15) mit Ausrichtmitteln
– Betätigen der Ausrichtmittel (7), und (7) aufweist.
– Festlegen des Zylinderkopfes (3) am Zylinderge-
häuse (2). 11. Einstelllehre (6) nach dem vorhergehenden
Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Befes-
2. Verfahren nach einem der vorhergehenden tigungsabschnitt (5) zumindest eine, insbesondere
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumin- zwei Befestigungsbohrungen (16) aufweist, durch
dest zwei Ausrichtmittel (7) vorgesehen sind. welche Befestigungsschrauben (9) hindurchgeführt
werden können.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelllehre (6) 12. Einstelllehre (6) nach einem der Ansprüche
frei an dem einen der zueinander auszurichtenden 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Aus-
Bauteile befestigbar ist. richtabschnitt (15) zumindest eine, insbesondere
zwei Gewindebohrungen (17) aufweist, durch die
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, Einstellschrauben (7) hindurchgeführt sind.
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelllehre (6)
an vorgegebenen Positionen, insbesondere an vor- 13. Einstelllehre (6) nach einem der Ansprüche
gegebenen Befestigungspunkten, an dem einen der 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Aus-
zueinander auszurichtenden Bauteile befestigbar ist. richtabschnitt (15) zwei Gewindebohrungen (17) auf-
weist, deren Achsen in einem vorgegebenen Winkel-
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bereich, insbesondere parallel zueinander verlaufen.
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelllehre (6)
zusammen mit dem Zylinderkopf (3) oder auf dem 14. Einstelllehre (6) nach einem der Ansprüche
Zylinderkopf (3) verdrehbar um eine Zylinderachse 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse
(Z) ist. (G) einer Gewindebohrung (17) winklig um einen
Winkel (α) zur Achse (B) der Befestigungsbohrung
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden (16) ausgerichtet ist, und dass der Winkel (α) zwi-
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumin- schen der Achse (G) der Gewindebohrung (17) und
dest ein Ausrichtmittel (7) durch eine Einstellschrau- der Achse (B) der Befestigungsbohrung (16) zumin-
be (7) gebildet ist, welche in ein Gewinde, insbeson- dest 60°, insbesondere zumindest 80°, insbesondere
dere ein Gewinde der Einstelllehre (6), eingeschraubt in etwa 90° beträgt.
ist, wobei das Betätigen des Ausrichtmittels durch
Verdrehen der Einstellschraube (7) vorgenommen 15. Einstelllehre (6) nach einem der Ansprüche
wird. 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstell-
lehre (6) zumindest eine Ankerbohrung (18) aufweist,
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden durch die ein Zuganker (10) hindurchgeführt werden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen kann.
zumindest einem der Ausrichtmittel (7) und dem Be-
zugsbauteil (5) eine Abstützplatte (8) angeordnet Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
wird.

8. Verfahren nach dem einem der vorhergehen-


den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach
dem Betätigen der Ausrichtmittel (7) die Einstelllehre
(6) gemeinsam mit dem Zylinderkopf (3) am Zylinder-
gehäuse (2) festgelegt wird, insbesondere festge-

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Anhängende Zeichnungen

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