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Die Zeichen zur Erkenntnis der Wahrhaftigkeit der Gesandten - Teil.1 | Islamische Artikel nach Quran & Sunnah

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Die Erkennungszeichen des Prophetentum werden ausschließlich mit den Propheten und Gesandten in Relation gebracht und Belegen in definitiver Natur Ihre Wahrhaftigkeit. So handeln die Propheten und Gesandten entgegen den natürlichen Erscheinungen, jenseits der Einflüsse von Mensch und Dschinn und

somit unnachahmlich sind. Jedoch ist ihre Zuwiderhandlung per Definition nicht ein Bestandteil ihrer Funk- tion, vielmehr stellt es eine unentbehrliche Begleiterscheinung (Lazim[1]) dar. Den Propheten und

Gesandten werden Mu’jiza (

bestätigen. Der Begriff „al-Mu’jizat“ ist die Pluralform und entsprießt aus der Wortwurzel I-J-Z (ﺰﺠﻋ), was „nicht fähig zu sein“ bedeutet, dessen Antonym „Qudrah“ (Macht) darstellt. Al-Mu’jiza ist Linguistisch das feminin von „Ism al-fa’il“ (Täter) aus dem Verb „A’jaza“, dieser ist wiederum „Mezid“ von „Ajiza“ Gegenteil von „Qadira“; bspw. „Ajiza an al-Amri“ – war unfähig die Sache zu vollbringen – und „A’zajahu al-Amru“ – die Sache ist ihm gelaufen. Dies ist die Bedeutung des Begriffs in der geläufigen Sprache als auch in der Sprache der ersten Gelehrten, wie von Imam Ahmad Ibn Hanbal und anderen. Üblicherweise bezeichneten sie die Wunder als Ayat (Zeichen). Jedoch haben die Allgemeinheit der späteren Gelehrten den Begriff Mu’jiza als Bezeichnung dafür durchgesetzt und verwendet; auch haben sie zwischen Mu’jiza und Karamah differenziert; Mujiza verwendeten sie für die Wunder der Propheten, während Karamah für die Awliya verwendet wurde. Obwohl dieser Begriff weder vom Koran noch der Sunnah derart angeführt oder ausge- füllt wird, setzte sich dieser Ausdruck durch. In den Texten wurde das Wunder eher als Aya, Burhan, Alamah und Dalil bezeichnet. Der Begriff al-Mu’jiza[2] wird allgemein für die Aufhebung der natürlichen Erscheinun- gen die ein Prophet mittels der Hilfe und Unterstützung Allahs vollzieht, verwendet. Shaykh al-Islam al- Mujaddid Taqiyyudin Abu’l Abbas Ahmad Ibn Taymiyyah al-Hanbali (gest. 728 n.H.) – möge Allah wohlzufrie- den mit ihm sein – sagte: „Der Begriff al-Mu’jiza bezieht sich auf all jenes was eine Aufhebung der natürli- chen Erscheinungen (Gesetzte) der Natur verursacht.“[3]

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) zuteil, womit sie Allah, gepriesen sei Er, segnet, um Ihre Wahrhaftigkeit zu

Das Mu’jiza steht also für etwas, was entgegen den gewöhnlichen Dingen (al-Ada) steht und auf den Händen von denjenigen erscheint, welcher das Prophetentum für sich beansprucht, während es sich auf eine Art und Weise ereignet, sodass die Negierenden unfähig (Yu’jizu) sein werden, etwas gleichartiges hervorzubringen, wenn sie darum wetteifern. Wären sie nicht durch ein Wunder begleitet, so würde keine Notwendigkeit bestehen, ihrer Botschaft zu akzeptieren, noch wäre man dazu Befähig zwischen den Wahrhaftigen und Unwahrhaftigen in der Beanspruchung des Prophetentum zu differenzieren. Imam Sa’d al-Din Masud Ibn Umar al-Taftazani (gest. 792 n.H.) – möge Allah wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Ein Überzeugendes Wunder (Mu’jiza) ist etwas was den gewöhnlichen Verlauf der Dinge annulliert (Khariq lil-ada), dessen Zweck es ist die Wahrhaftigkeit desjenigen zu veranschaulichen, welcher den Anspruch Erhebt ein Gesand- ter Allahs zu sein.“[4]

Al-Qadi Ayyad Ibn Musa al-Yahsubi al-Andalus (gest. 544 n.H.) – möge Allah wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Die Gesandten brachten Wunder, welche klar aufzeigen das sie Wahrhaftig sind und es dadurch notwendig wird, sie in allem was sie bringen zu bestätigen, denn die Wunder sind im Grunde genommen durch eine Herausforderung des jeweiligen Propheten begleitet (wie Musa die Menschen durch Zauberei herausforderte, forderte Muhammad die Menschen mit dem Koran, dessen Sprachstill einzigartig ist,

auf).“[5]

Das Merkmal eines Zeichens besteht darin, dass es notwendigerweise das Objekt mit einbezieht, welches es Signifiziert. Was auch immer notwendigerweise eine Sache mit einbezieht, so ist es sein Zeichen und es kann kein Zeichen sein, ausgenommen es bezieht notwendigerweise die Sache ein, welches es Signifiziert. Also, bezieht ein Zeichen notwendigerweise sein Objekt mit ein, gleich wie ein Vorhaben seine Konsequenzen beinhaltet und diese Folgebedingung ist notwendig.

Die Erkennungszeichen, welche die Wahrhaftigkeit der Propheten belegen, können nicht einer Kategorie von Zeichen angehören, die auch andere Kennzeichnen. Die Mu’tazila und andere unter den Scholastikern, wie die Philosophen Definierten das Mu’jiza als ein Verstoß der natürlichen Erscheinungen (Adah), d.h. sie stellten dies als Bedingung auf. Da sie nicht Fähig dazu waren zu erklären was es tatsächlich Bedeutet und weil sie nicht einen Unterschied machen konnten zwischen ihnen (Mu’jiza) und den sog. Wundern welche von den Wahrsagern, Zauberern und den Awliya ausgeführt werden, haben manche unter ihnen ihre Definition

widerrufen. Andere haben als Bedingung hinzuaddiert, dass das Wunder unnachahmlich (al-Tahaddi) sein muss. Sie machten diese Bedingung zum Unterscheidungsmerkmal der prophetischen Wunder. Und mein- ten, dass die prophetischen Wunder gegen die natürlichen Erscheinungen verstoßen und mit einer Heraus- forderung begleitet sind, etwas Gleichwertiges hervorzubringen. Mit dieser Definition fühlten sie sich frei, nicht Propheten zu erlauben, wie die Propheten Wunder zu vollziehen, vorausgesetzt dass sie Nachgeahmt werden können. So stellen sie die sog. Wunder der Wahrsager und Zauberer in dieselbe Kategorie mit dem prophetischen Wundern, mit dem einem Unterschied das letzteres nicht nachgeahmt werden kann. Shaykh al-Islam al-Mujaddid Taqiyyudin Abu’l Abbas Ahmad Ibn Taymiyyah al-Hanbali (gest. 728 n.H.) – möge Allah wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Dies ist offenkundig falsch, denn wir wissen das die (sog.) Wunder von Musaylamah, al-Aswad und anderen falschen Propheten nicht angefochten wurde. Man würde auch gern wissen, was sie mit der Aussage meinen, dass sie unanfechtbar seien? Meinen sie damit, dass sie nicht, durch irgendjemand angefochten werden, zum Zeitpunkt und Ort wenn sie durchgeführt werden? Auf Basis dieser Bedeutung sind also die (sog.) Wunder der Zauberer und Wahrsager Mu’jiza, weil sie nicht angefoch- ten wurden und die (sog.) Wunder von Musaylamah und al-Anasi (al-Aswad) wären – in diesem Sinne also – Mu’jiza, weil sie nicht angefochten wurde, als sie, sie durchführten. Der andere Sinn, indem diese Bedingung verstanden werden kann, ist das die Wunder nimmer angefochten werden können. Aber wie kann man dies Wissen? Wenn gefragt wird, was die Erkennungszeichen sind, welche die Wahrhaftigkeit der Propheten belegen, dann ist die Antwort, dass es jene Zeichen sind, welche ausschließlich mit den Propheten verbun- den sind, die ihre Wahrhaftig belegen und sich ausschließlich durch die Hände der Wahrhaftigen Propheten ereignen können. Sie müssen gegen die natürlichen Erscheinungen (Gesetzten) verstoßen, welche außer- halb der Macht der Menschen und Dschinn liegt und unanfechtbar bzw. nicht nachgeahmt werden können. Aber die Bedingung dass sie gegen die natürliche Erscheinungen verstoßen oder unanfechtbar sind, ist eine notwendige Folgebedingung der Mu’jiza, nicht ein Bestandteil ihrer Definition.“[6]

Das Wissen das die Wunder die Wahrhaftigkeit der Propheten beweisen ist notwendig, wie im Falle der Mond Spaltung und des größten Wunder des Propheten Muhammad: dem Koran. Mittels einfacher Beob- achtung dieser Zeichen ist jeder Mensch dazu Befähigt mit absoluter Gewissheit zu begreifen, dass Allah diese Zeichen als Beweis für die Wahrhaftigkeit des Propheten Muhammad bewirkte. Dies impliziert das diese Zeichen gegen die natürlichen Erscheinungen verstoßen und Unanfechtbar zur jeder Zeit und jedem Ort sind. Das Wunder stellt demgemäß einer ihrer Erkennungszeichen dar, wobei noch weitere Unterschei- dungsmerkmale existieren.

Die wohl bekannte Haltung der Philosophen und einiger Scholastiker bezüglich des Prophetentums ist es, dass sie deren Wunder auf eine seltsame Art und Weise bestätigen. Einige unter ihnen negieren sogar die Karamah der Awliya oder die Existenz von Zauberei. Eine Implikation die aus ihrer Definition entsprießt ist es, dass sie die Karamah negieren, weil sie ansonsten nicht zwischen den Wunder der Propheten und der Awliya unterscheiden können und beides verwechselbar wäre.

Imam Sa’d al-Din Masud Ibn Umar al-Taftazani (gest. 792 n.H.) – möge Allah wohlzufrieden mit ihm sein – sagte: „Seit die Mu’tazila, welche die Karamah der Awliya negieren, den Beleg daraus ableiten, dass das Auftreten von Handlungen, welche den gewöhnlichen Weg der Dinge annullieren, den Awliya gestattet wäre, so würde es mit den überzeugenden Wunder verwechselbar und die Propheten würden sich (in diesem Fall) keineswegs von den nicht-Propheten unterscheiden; verwies al-Nasafi auf die Antwort, welche an sie gerichtet wird, durch die Aussage: Und solch ein Sache wird gehalten als/ d.h. dass die Auftretenden Handlungen welche den gewöhnlichen Weg zugunsten des Wali (im allgemeinen) oder einen individuellen Wali unter gewissen Leuten annullieren; (Nasafi’s Worte) ein überzeugendes Wunder zu Gunsten des Gesandten, wo diese Handlung bei einem seiner Leute erscheint, weil es ein Beleg dafür ist/ d.h. sein Kara- mah; (Nasafi’s Worte) dass er ein Wali ist und er könnte nimmer ein Wali sein, ausgenommen er ist Wahr- haftig in seiner Religion und das seine Religion die Bezeugung/ durch die Zunge und Bestätigung im Herz; (Nasafi’s Worte) der Botschaft des Gesandten/ begleitet durch Gehorsamkeit gegenüber Ihm in Berücksich- tigung mit Seinen Befehlen und Verboten, damit selbst wenn der Wali behauptet Unabhängig und kein Befolger zu sein, er kein Wali sein könnte und die Handlung nicht auf seine Hand erscheinen würde. Das Resultat davon ist, dass etwas was den gewöhnlichen Weg der Dinge annulliert ein überzeugendes Wunder darstellt, wenn in irgendeiner Form es verbunden mit einem Propheten ist, ob es seinetwegen oder für ein Individuum seiner Leute erscheint, aber wenn es mit einem Wali verbunden ist es ein Karamah[…]“[7]

So belegen die Zeichen Ihre Wahrhaftigkeit. Daraus folgt das diese Zeichen nicht mit nicht-Propheten assoziiert werden können und das sie nimmer derartigen vollbringen könnten – auch wenn sie es wollten. Die Propheten und Gesandten vereinen alle Eigenschaften in ihrer Person, wodurch jeder Aufrichtige die Wahrhaftigkeit in Ihnen erkennt und die Folgsamkeit gegenüber ihnen unweigerlich beteuern muss. Manch- mal belegen die Zeichen ihre Wahrhaftigkeit im Allgemeinen und da sie die Wahrhaftigkeit der Propheten in Allgemeinen belegen, belegen sie ebenso die Wahrhaftigkeit eines spezifischen Propheten, welcher das Prophetentum für sich beansprucht. Diese Belege können jedoch nicht mit falschen Propheten in Verbin- dung gebracht werden.

Ein Wahrhaftiges Wunder muss entsprechend den Gelehrten der Ahlu Sunnah Wal Jammah sieben Eigen- schaften besitzen:

Es muss ein Ereignis sein, welches von Allah ausgeht oder solches entsprechen, d.h. eine Unterlas- sung oder Behinderung einer Ausführung wird auch als Wunder betrachtet, wenn sich der Willen Allahs darin widerspiegelt. Der Prophet Muhammad – Allahs Segen und Friede auf ihm – legte einst Seine Hand aufs Haupt und meinte sodann, dass ihr es nicht tuen könnt, weil dies mein Zeichen dar- stellt. Also handelt es sich, um die Erfolglosigkeit der Menschen die Zeichen nachzuahmen.der Ahlu Sunnah Wal Jammah sieben Eigen- schaften besitzen: Das Wunder muss den natürlichen Erscheinungen, d.h.

Das Wunder muss den natürlichen Erscheinungen, d.h. die physikalischen und natürlichen Gesetzte aufheben. Allah, gepriesen sei Er, hat die gesamte Materie erschaffen und ihnen gewissen Eigen- schaften verliehen, dies in einer Art und Weise, dass keine anderen Merkmale entfacht werden kön- nen als jene, die in den spezifischen Materien festgesetzt wurden. Beispielsweise hat Allah, gepriesen sei Er, festgelegt, dass Kirschen auf Bäumen wachsen und nicht wie Kartoffeln unter Erde reifen oder das lediglich Frauen die Menstruation, einmal im Monat jeweils eine Woche bekommen und nicht die Männer. Allah, gepriesen sei Er, hat in der Materie spezifische Eigenschaften erschaffen, wie im Feuer die Eigenschaft des Brennens, im Holz die des Verbrennens und im Messer die des Schneidens. Diese Eigenschaften machte Allah, gepriesen sei Er, — gemäß der universellen Ordnung – zu untrennbaren Bestandteilen der Dinge, die niemals zurückbleiben. Wenn es einmal den Anschein hat, dass sie zurückbleiben, dann hat Allah, gepriesen sei Er, dem Gegenstand diese Eigenschaft entzo- gen. In diesem Fall handelt es sich um ein übernatürliches Ereignis, das den Propheten widerfährt und ein Wunder darstellt.um die Erfolglosigkeit der Menschen die Zeichen nachzuahmen. Das Mu’jiza ist Unnachahmlich. Der Koran ist das

Das Mu’jiza ist Unnachahmlich. Der Koran ist das Wunder des Propheten Muhammad – Allahs Segen und Friede auf ihm. Obgleich der Prophet Muhammad – Allahs Segen und Friede auf ihm – mehrere Wunder bewirkte, wie es im Koran und der authentischen Sunnah berichtet wird, so hat Er damit jedoch niemals jemanden herausgefordert. Die Herausforderung galt einzig und allein dem Koran. Aus diesem Grund meint man, dass der Koran das Wunder des Propheten – Allahs Segen und Friede auf ihm – ist, mit dem die Wahrhaftigkeit des Prophetentum vom Anbeginn der Offenbarung bis zum Tag der Abbrechung erwiesen ist. Allah, gepriesen sei Er, legte die Unfähigkeit der Araber (und Menschen im Allgemeinen) offen, etwas gleichwertiges, wie dem Koran hervorzubringen. Allah, der Allmächtige, forderte sie offen heraus, wie aus Seinen Worten hervorgeht: “Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir auf unseren Diener herabgesandt haben, Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir auf unseren Diener herabgesandt haben, so bringt eine Sure von seinesglei- chen hervor. Und ruft eure Zeugen an Allahs Stelle auf, so ihr wahrhaftig seid.” (Sure al- Baqara, Vers.23) “Sprich: So bringt eine Sure seinesgleichen hervor! Und ruft wen ihr wollt an Stelle Allahs an, so ihr wahrhaftig seid.” (Sure Yunus, Vers.28) “Sagen sie etwa, er habe ihn erlogen? Sprich: So bringt zehn erlogene Suren seinesgleichen hervor und ruft wen ihr wollt an Allahs Stelle an, so ihr wahrhaftig seid.” (Sure Hud, Vers.13) Allah, gepriesen sei Er, ging in Seiner Herausforderung so weit, dass Er den Menschen welche sich dieser Herausforderung stellen wollten, ihr Unvermögen offen mitteilte, etwas Gleichwertiges hervorzubringen, wie in Seiner Aussage: „Sprich: ‚Wenn sich Menschen und Dschinn zusammentäten, um etwas gleich die- sem Koran hervorzubringen, sie brächten keinen gleichen hervor, auch wenn einer des anderen Beistand wäre.’ (Sure al-Isra, Vers.88) So waren diejenigen, die vom Koran angespro- chen wurden, nicht in der Lage, etwas Gleiches hervorzubringen. Ihr diesbezügliches Unvermögen steht mit definitiver Überlieferung fest. Weder kennt die Geschichte einen einzigen Fall noch wird von irgendjemandem berichtet, dass sie etwas Gleiches hervorgebracht hätten. Dieser Herausforderung gilt nicht allein für diejenigen, die damals angesprochen worden sind, vielmehr bleibt sie allgemeingül- tig bis zum Jüngsten Tag bestehen. Maßgebend ist nämlich die Allgemeingültigkeit der Aussage und nicht der unmittelbare Offenbarungsanlass. Somit hat der Koran die gesamte Menschheit herausge- fordert — vom Zeitpunkt seiner Offenbarung bis zum Tage der Auferstehung — etwas Gleiches her- vorzubringen. Der Koran hat demzufolge nicht nur das Unvermögen der Araber offengelegt, die zur Zeit des Propheten – Allahs Segen und Friede auf ihm – gelebt haben und nicht nur das Unvermögen der Araber zu allen Zeiten und an allen Orten, sondern das Unvermögen der gesamten Menschheit, ganz abgesehen von Herkunft und Zugehörigkeit. Das Unvermögen der Araber sowie aller Menschen, etwas gleich diesem Koran hervorzubringen, ist auf das Wesen des Koran selbst zurückzuführen. Immer wenn die Araber den Koran hörten, wandten sie sich ihm zu, ergriffen vom Zauber seiner stilisti- schen Vollendung. Dies ging sogar soweit, dass sogar al-Walid Ibn ul-Mughira, als er den Propheten – Allahs Segen und Friede auf ihm – den Koran rezitieren hörte, zu den Leuten sagte: „Bei Allah, es gibt keinen unter euch, der über die Dichtkunst besser Bescheid weiß als ich und keinen, der über ihre Reim formen und Kernelemente mehr weiß als ich. Bei Allah, das, was er sagt, gleicht nichts von all dem. Bei Allah, was er sagt hat eine Schönheit und einen besonderen Glanz. Seine Spitzen erstrahlen und seine Wurzeln sind unerschütterlich. Es übertrifft alles und wird von nichts übertroffen.“ Trotzdem hat al-Walid Ibn ul-Mughira den Islam nicht angenommen und bestand auf den Unglauben. Dieses

Wunder, das die Unfähigkeit der Menschen offen legt, geht aus dem Koran selbst hervor. Denn dieje- nigen, die ihn gehört haben und bis zum Tage der Auferstehung hören werden, bezeugen es, sobald sie etwas davon vernehmen — und sei es nur ein einziger Satz. Sie rätseln nur darüber, wie mächtig sein Einfluss ist und wie vollkommen sein Stil. Das unerreichbare Wunder des Koran tritt am deutlichs- ten in seiner sprachlichen Vollkommenheit, seiner Ausdruckskraft und seine Erhabenheit hervor, die wahrlich ein erstaunliches Maß erreicht. Dies manifestiert sich im Stil des Koran, der das Unvermögen der Menschen zutage treten lässt. In seinem Stil liegt eine Klarheit, eine Stärke und eine Schönheit, die die Menschen nicht zu erreichen vermögen

Das Wunder entsprießt aus dem Händen jenes Mannes, welcher das Prophetentum für sich bean- sprucht. Was die Zeichen vor der Berufung zum Propheten angeht, wie im Falle bei der Geburt von Jesus, als Er in der Wiege sprach, so wird jenes und ähnliches als Grundstein zu seinem Propheten- tum betrachtet und wird als „Irhasat“ bezeichnet. Vor ihrer Berufung genießen sie den Status eines Wali, womit ihnen Karamah[8] , aber keine Mu’jiza zu teil werden [8], aber keine Mu’jiza zu teil werden

Das Resultat muss den Ankündigungen des das Wunder wirkenden Propheten entsprechen und darf nicht anders ausfallenihnen Karamah [8] , aber keine Mu’jiza zu teil werden Das Wunder selbst darf seinem unmittelbaren

Das Wunder selbst darf seinem unmittelbaren Urheber nicht widersprechen. Würde beispielsweise ein Kamel die Gabe des Sprechens verliehen werden, es dann aber sagen: „Du bist ein Schwindler!“, so würde dies nicht als Wunder gelten, sondern eher berechtigte Zweifel auf den Wundertätigen lenkenPropheten entsprechen und darf nicht anders ausfallen Das Wunder muss im selben Moment vollbracht werden, in

Das Wunder muss im selben Moment vollbracht werden, in dem es angekündigt wird. Weder geschieht es vor der Offenbarung, noch nach seinen Todeher berechtigte Zweifel auf den Wundertätigen lenken [Fortsetzung Folgt - so Allah will] [1] Sprachlich bedeutet

[Fortsetzung Folgt - so Allah will]

noch nach seinen Tod [Fortsetzung Folgt - so Allah will] [1] Sprachlich bedeutet Lazim: an (mit)
noch nach seinen Tod [Fortsetzung Folgt - so Allah will] [1] Sprachlich bedeutet Lazim: an (mit)

[1] Sprachlich bedeutet Lazim: an (mit) etwas/jmdn. hängen/haften (zusammenhängen), bspw. “Lazime Esserira”: liegen geblieben/im Bett geblieben; “Lazime el-Emra”: hat sich die Sache angewöhnt; Lawazim sind im dem Sinne kein Bestand der Sache selbst und machen somit die Sache selbst nicht aus, sondern sie begleiten lediglich die Sache und können alleine in Erscheinung treten, ohne dass die Sache selbst zutrifft/erscheint. So ist bspw. Licht ein Lazim der Sonne, jedoch keine Bedingung davon, sondern lediglich eine Folgebedingung dessen. Ebenso sind die Handlungen der Extremitäten die Folgebedingung des Iman im Herzen, weshalb das Herz der Asl des Iman darstellt und die Handlungen seine Folgebedingungen sind. Denn von den Bedingungen hängt die Sache selbst ab, immer wenn alle eintreten, trifft die Sache selbst zu und wenn eine davon fehlt, dann nicht. Somit sind die Bedingungen ein Bestand der Definition der Sache selbst, denn sie bedingen diese und sind nicht nur in ihr impliziert.

[2] Fachlich ist die Verwendung des Begriffs bedingt dadurch, dass nicht jede Aya ein Mu’jiza ist, denn allge- mein kann und ist alles auch die natürlichsten Sachen in irgendeiner Form Zeichen der Wahrhaftigkeit der Botschaft der Propheten. Dennoch gibt es und gab es welche, die nur mit diesen und von diesen in Erschei- nung treten und diese sind damit gemeint. Alamah ist Marke, diese ist im Grunde auch ein Zeichen (Aya), aber eben nicht jedes Zeichen ist eine Marke, denn die Alamah ist deutlicher und sinnlicher, während ein Zeichen verborgen sein kann. Dalil ist fachlich schwächer als Burhan, denn ein Dalil weist auf etwas hin ohne zwangsweise es aufzuzeigen, der Burhan hingegen ist der unumstößliche Beweis.

[3] Majmu’at al-Rasa’il wal Masa’il, 5:2

[4] Sharh al-Aqida al-Nasafiyyah, S.21, Kapitel. Ursachen des Wissens

[5] Ash-Shifa bi-Tarif Huquq al-Mustafa, Kapitel.4, Sektion. Propheten– und Gesandtentum [Englische Edition]

[6] Al-Nubuwwah, S.190

[7] Sharh al-Aqida al-Nasafiyyah, Kapitel. Wunder

[8] Karamah ist eine wundersame Tat, die Allah einem beispielhaften Gläubigen zu vollbringen erlaubt, der allerdings nicht mit dem Prophetentum bedacht wurde. Eine Karamah kann aber einem Propheten selbst widerfahren, vor der Berufung zum Propheten

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