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Grammatik #01: Die sechs Zeiten

In der deutschen Grammatik gibt es 6 Zeiten. Wir gehen sie miteinander durch. Wir beginnen
mit dem Präsens, also der Gegenwart. Wir verwenden diese Zeit am häufigsten. So zum Beispiel
auch in diesen ersten Sätzen der Episode.
Im Präsens geht es darum, was jetzt gerade passiert. Ein paar Beispiele:
Ich sehe ein Tier.
Ich fahre Auto.
Ich schlafe.
Ich rede mit einem Freund.
Ich lese Zeitung.
Ich höre ein Geräusch.
Die nächste Zeit ist das Perfekt. Sie zeigt uns, dass etwas schon passiert ist. Es ist
abgeschlossen. Vorbei. Wieder ein paar Beispiele:
Ich habe ein Tier gesehen.
Ich bin Auto gefahren.
Ich habe geschlafen.
Ich habe mit einem Freund geredet.
Ich habe Zeitung gelesen.
Ich habe ein Geräusch gehört.
Das Präteritum verwendet kaum jemand in der gesprochenen Sprache. Aber in Büchern
oder Zeitungen seht Ihr es häufig. Eigentlich ist es viel eleganter als das Perfekt. Und so schön kurz!
Es geht hier ebenfalls um die Vergangenheit. Aber wie gesagt: Das Präteritum ist eher in der
Schriftsprache zu finden. Zu unseren Beispielen:
Ich sah ein Tier.
Ich fuhr Auto.
Ich schlief.
Ich redete mit einem Freund.
Ich las Zeitung.
Ich hörte ein Geräusch.
Weiter geht die Zeitreise: Noch einen Schritt weiter zurück in die Vergangenheit, dann sind
wir beim Plusquamperfekt. Ich mag dieses Wort. Plusquamperfekt. Das ist nun also passiert, bevor
etwas im Präteritum passierte. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht:
Ich hatte ein Tier gesehen.
Ich war Auto gefahren.
Ich hatte geschlafen.
Ich hatte mit einem Freund geredet.
Ich hatte Zeitung gelesen.
Ich hatte ein Geräusch gehört.
Schluss mit der Vergangenheit – blicken wir in die Zukunft! Das Futur drängelt sich in die
Episode. Und zwar gleich zwei Mal. Das Futur I ist für die guten Vorsätze gut geeignet. Was wollt
Ihr in der Zukunft machen?
Ich werde ein Tier sehen.
Ich werde Auto fahren.
Ich werde schlafen.
Ich werde mit einem Freund reden.
Ich werde Zeitung lesen.
Ich werde ein Geräusch hören.
Ich werde ein Geräusch hören? Gut, das klingt jetzt fast schon abergläubisch. Aber keine Angst, es
ist nur Grammatik.
Für einen Prokrastinierer wie mich ist das Futur keine gute Zeit. Ich werde eine neue Slow
German-Episode aufnehmen. Ja. Ganz sicher! Wenn ich mir das zutraue und mir ganz sicher bin,
dass ich es schaffe, kann ich mich auch an das Futur II ranwagen. Dann ist in der Zukunft bereits
etwas erledigt. Ein schönes Gefühl, oder? Wir schauen uns wieder unsere Sätze an:
Ich werde ein Tier gesehen haben.
Ich werde Auto gefahren sein.
Ich werde geschlafen haben.
Ich werde mit einem Freund geredet haben.
Ich werde Zeitung gelesen haben.
Ich werde ein Geräusch gehört haben.
Seht Ihr? Das waren die 6 Zeiten. Ist doch gar nicht so kompliziert, oder? Lebt in der Gegenwart,
kann ich da nur sagen. Viel Spaß weiterhin beim Deutsch lernen.
Zu langsam? Hier geht’s zur schnelleren Version:

Annik Rubens         

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