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Grammatik #02: Der Satzbau

Woran merkt man sofort, dass jemand kein Deutscher oder keine Deutsche ist?
Meistens ist es gar nicht die Aussprache, oder die Anzahl der Wörter, die er oder
sie kennt. Meistens ist es der Satzbau. Denn der ist in vielen Sprachen anders.
Und wenn Ihr den Satzbau Eurer Muttersprache ins Deutsche übertragt, dann
klingt das komisch. Also – packen wir es an. Hier ist der deutsche Satzbau für
Euch, zumindest ein Teil davon.
Fangen wir mit ganz einfachen Sätzen an. Zwei Wörter in einem Satz reichen
erstmal. Was ist auf der ganzen Welt das Wichtigste? Natürlich ICH! Das ist
jetzt ein Scherz, aber vielleicht könnt Ihr es Euch so merken. Also. Das ICH
kommt jetzt mal ganz an den Anfang. Es ist das Subjekt. Wer? Ich.
Gleich danach muss das ICH etwas tun. Wir brauchen ein Verb. Das Prädikat,
also die Handlung. Etwas muss passieren.
Ich höre.
Ich trinke.
Ich esse.
Ich lese.
Das sind die kürzesten Sätze, die im Deutschen möglich sind. Oder? Alles
andere wären Befehle. Wie: Trink! Rede! Geh!
So ein kurzer Satz funktioniert aber nicht immer. Nehmen wir den Satz: Ich
mag. Ja was denn? Was mag ich? Und auch bei den Beispielen von vorhin
wollen wir natürlich wissen, was da gemocht, gehört, getrunken, gegessen und
gelesen wird. Oder? Also brauchen wir noch ein Objekt am Schluss. Und dann
sind die kleinen Sätze fertig:
Ich mag Affen.
Ich höre Musik.
Ich trinke Saft.
Ich esse Salat.
Ich lese Zeitung.
Subjekt, Prädikat, Objekt. Wer? Tut? Was?
Das geht natürlich nicht nur mit dem wichtigen „Ich“. Beispiele:
Die Katze frisst Gras.
Mein Vater liebt Klassik.
Unsere Sätze werden langsam länger, merkt Ihr? Aber das ist genug für heute.
Bis zum nächsten Mal!
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